Google
This is a digital copy of a book that was preserved for generations on library shelves before it was carefully scanned by Google as part of a project
to make the world's books discoverable online.
It has survived long enough for the copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject
to copyright or whose legal copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books
are our gateways to the past, representing a wealth of history, culture and knowledge that's often difficult to discover.
Marks, notations and other maiginalia present in the original volume will appear in this file - a reminder of this book's long journey from the
publisher to a library and finally to you.
Usage guidelines
Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing tliis resource, we liave taken steps to
prevent abuse by commercial parties, including placing technical restrictions on automated querying.
We also ask that you:
+ Make non-commercial use of the files We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for
personal, non-commercial purposes.
+ Refrain fivm automated querying Do not send automated queries of any sort to Google's system: If you are conducting research on machine
translation, optical character recognition or other areas where access to a large amount of text is helpful, please contact us. We encourage the
use of public domain materials for these purposes and may be able to help.
+ Maintain attributionTht GoogXt "watermark" you see on each file is essential for in forming people about this project and helping them find
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it.
+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are responsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other
countries. Whether a book is still in copyright varies from country to country, and we can't offer guidance on whether any specific use of
any specific book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search means it can be used in any manner
anywhere in the world. Copyright infringement liabili^ can be quite severe.
About Google Book Search
Google's mission is to organize the world's information and to make it universally accessible and useful. Google Book Search helps readers
discover the world's books while helping authors and publishers reach new audiences. You can search through the full text of this book on the web
at|http: //books .google .com/I
Google
IJber dieses Buch
Dies ist cm digitalcs Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den R^alen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im
Rahmen eines Projekts, mil dem die Biicher dieser Welt online verfugbar gemacht weiden sollen, sorgFaltig gescannt wurde.
Das Buch hat das Uiheberrecht uberdauert und kann nun offentlich zuganglich gemacht werden. Bin offentlich zugangliches Buch ist ein Buch,
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch offentlich zuganglich ist, kann
von Land zu Land unterschiedlich sein. Offentlich zugangliche Biicher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kultuielles
und wissenschaftliches Vermogen dar, das haufig nur schwierig zu entdecken ist.
Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randl>emerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin-
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Dmen hinter sich gebracht hat.
Nu tzungsrichtlinien
Google ist stolz, mil Bibliofheken in parfnerschafflicher Zusammenarbeif offenflich zugangliches Material zu digifalisieren und einer breifen Masse
zuganglich zu machen. Offentlich zugangliche Biicher gehiiren der OfTentlichkeit, und wir sind nur ihre Hiiter. Nichtsdestotrotz ist diese
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfiigung stellen zu konnen, haben wir Schritte untemommen, urn den Missbrauch durch
kommerzielle Parteien zu veihindem. Dazu gehiiren technische Einschrankungen fiir automatisierte Abfragen.
Wir bitten Sic um Einhaltung folgender Richtlinien:
+ Nuizung derDateien zu nickikommemellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche Tiir Endanwender konzipiert und mochten. dass Sie diese
Dateien nur fur personliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden.
+ Keine automatisienen Abfragen Senden Siekeine automatisierten Abfragen iigendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen
iiber maschinelle Ubersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche duichfuhren, in denen der Zugang zu Text in groBen Mengen
niitzlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fordem die Nutzung des offentlich zuganglichen Materials fiirdieseZwecke und konnen Ihnen
unter Umstanden helfen.
+ Beihehallung von Google-MarkenelemenlenDas "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei fmden, ist wichtig zur Information iiber
dieses Projekt und hilft den Anwendem weiteres Material iiber Google Buchsuche zu fmden. Bitte entfemen Sie das Wasserzeichen nicht.
+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalitdt Unabhangig von Direm Ver wend ungsz week mussen Sie sich Direr Verantwortung bewusst sein,
sicherzu stellen, dass Dire Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafurhalten fur Nutzer in den USA
offentlich zuganglich ist, auch fiir Nutzer in anderen Landem offentlich zuganglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist
von Land zu Land verschieden. Wir kiinnen keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulassig
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und iiberall auf der
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben.
tJber Google Buchsuche
Das Ziel von Google besteht darin. die weltweiten In form at ion en zu organisieren und allgemein nutzbar und zuganglich zu machen. Google
Buchsuche hilft Lesem dabei, die Biicher dieser Welt zu entdecken, und unterstiitzt Autoren und Verleger dabci. neue Zielgruppcn zu erreichen.
Den gesamten Buchtext kiinnen Sie im Internet unter|http: //books . google .coiril durchsuchen.
URKUNDEN-BUCH
(JrT
Stadt Lnbeck.
Herausgegeben
V«>11
dem Vereine for Lnbeckische Geschichte and Alterthamskmide.
Sechster Theii.
^^ -^ T.^^
Lnbeck,
Ferdinand G r a u t o f f .
1881.
pi^Ml
* ■
7
CODEX
DIPLOinATIClUi§{ LUBECEISISL
<
I^iibeekisches Urkundenbuch.
1"* Abtheilung.
ITrkundenbaeli der litadt Ijjibeck.
Sechster Theil.
liiibcck,
F e r (i i n a n li G r a ii t «> f f
ISM.
Register
108
.j« ^ .^
Kimtg Sigismund bezeugt, dass die viei' Lubecker Burger Johann Grove, Heinrich
Schonenberg y Marquard Schutte und Eler Stange, Letzterer durch einen
Bevollmdchtigten, dem Konig Erich von Ddnemark eine Ehrenerklarwig ge-
geben haben, entbindet sie aller Verpflichtungen gegen ihn wegen der ihm
zugesagten 16000 Gulden und nimmt sie und die game Stadt Liibeck in
seinen Schutz. 0. J. (1417.) Jul 13.^
VVir Siginund etc. Bekennen etc., das fur vns kornen sind Johan Groue,
Heinrich Schonenberg vnd Marquard Schutze, burger zu Lubeke, vnd Gotfridus
Homut, procurator Eler Starigen, burgers daseibs, von desselben Elers wegen,
vnser vnd des richs lieben getruen, vnd hand sich fur vnserr kuniglicher
^naiestat redlich vnd offenlich belobet von dem durchluchtigen, hochgebornen
'Urslen Erik, kunig zu Tenmark, zu Sweden vnd zu Noi'wegen, der Wenden vnd
derGothen kunig vnd Herczogen zu Pornern, vnserin lieben bruder, das er sich
gnediclich an in bewiset habe vnd das sy ouch demselben Erik zu arge nihtz
geseyt haben. Sy haben sich ouch offenlich vor vns erkant, das derselb vnser
*> ruder rates vnd tates vnschuldig sy, dem heiligen Romischen riche die stat
t«ubeke zu entfremden oder von im zu bringen. Als euch (sic) die vorgenanten
^urgere vnserm lieben getruen Heinrich Coppen von Zedelitz, ritter, Josten
ftote, vnserm schriber, vnd Peter Wacker, vnserm hofschriber, dienern vnd
'i^ben getruen, gelobt, versprochen, verschriben, versigelt vnd vereydiget haben,
S^cn Costnitz in vnserm kuniglichen houe zu tziehen vnd von dannen nicht zu
^cheiden 6n vnser willen vnd vrlob, vnd als dieselben Heinrich, Jost vnd Peter
^€»ri egenanten vier burgern zusprach getan haben vmb sechtzehentusent rinische
S^lden, die sy vns zu eyner schenke solden gelobt haben, als dann das in dem brief
1) Vgi Bd. y 8. 670 fg. 1416, Jul. 18, waren die in der Urkunde Genannten in Liibeck, Sigismund in Eng-
land; 1418, Juli 13, war Sigismund, nach Schluss des Concils, nicht mebr in Kostnitz.
1
S 1417. Jul. 13.
duruber geinachet ey^eritiicher begriil'en ist. also haben wir die i-orgeoanteo
Jobarj Groueii. Heinricb Schoneniberg^ Marquarl Schutzeii vnd EJer Stan^
8olicber vurgescbribner ^^elubd. versprecbnuss^ verschriburig %'nd ejde gentzlick
viid gar ledig vnd lure i^etzeit vnd gelassen. lasseri vnd zelen sy ouch also led^
vnd loze iiiit rechter wissen in craTt diss briefs vnd Roinischer kuniglicher maht-
volkouimenbeit. wan sy vns von der vorgenanten an&prache wegen nihts schoidij
sin vnd wir ouch nihtz anders von in wissen dann gutz^ %'nd wir wollen oock
sy aile viere vnd die stat Lubeke vnd die burgere vnd inwoner daselbs gemeio-
Jich oder sunderlich von der vorgenanten sechtzehentusend gulden wegen furbass
mere nit aniangen oder ansprechen durch vnsselb oder andere in kein wis, is
all geuerde. Wir halden sy ouch vnd sy sind ouch in vnsern kuniglichen gnadeo
als vnser liebe vnd getrue burgere vnd vndertane, wir haben in ouch vnser
gnedig vrlob gegeben^ us vnserm kuniglichen hoFe zu tziehen^ wann vnd wobin
sy wollen^ vnd wir gebieten ouch dorumb alien vnd iglichen vnsern vnd (ies
richs vndertanen vnd getruen ernstlich vnd vesticlich mil disem brief^ das sy
die vorgenant Johan^ Heinrich, Marquart vnd Eler durch der vorgeschribenn
sache gelubd^ versprechnusse^ verschribung, veisigelung vnd eyde willen furbass
mere nicht aniangen^ ansprechen^ hindern oder irren in kein wise, als lieb in
sy., vnser vnd des richs swar vngnade zu vermiden. Mit vrkund etc., appenso.
(jeben zu Costentz, nach Cristi etc., an sant IVlargarethen tag.
Ad mandatum domini regis i
Johannes Kirchen. I
Autdt'f lij'i/k»IU*ji»tratur Konuj Siyumundt {Bd, F,foL 44 hj in dem K, u, K. Haua- Ho/- mnd StaaUarckiv « W***
Mity^th^Ut ron dem Direvtor deiBelben^ Ritter von Arnetk.
ir
J^*rf J>yf'.^//Mf4ier Marquard von Dame hekennt stch schuldigj dem Prtester Henmnj
//vyA« wtd df^ Schwester desselben jdhrltch eine Leibrenie zu zahlea^
Hn, sS%:. 11.
\g ^4tt\u'^l^ vHu Oamen, borgermester der stat Lubeke. Bekenne vndi
li''v/^ VJ.4 #>!/;•/«' in di»»Mni breue vor allesweme, dat ik vnde myne eruen de
<#/4>M.4i hifu iU-nuynn^' Hoyken, prestere, vnde Elsebeen, siner suster, rechte
v^Mhkif. i.^*Ai ^AtUUpu %t-hu\i\\c\\ sint, dewyle se beide leuen, vte vnsen redeste
fcu<l«)4ii *U' ^y U*'\Ap^u bynnen vnde buten Lubeke, yewelkes jares vnbewore
to l^hivi^^*- hy$mih i^uh^'kf teyne mark lubesch der suluen niunte, alse upp
4 1417. Nov. 30.
vnde, uls wij berichtet sin, so hebben se in der Mase genomen eyn grot schip
mit heringe. Leuen vrunde, dit scriue wy juwer leue, vp dat gi ju yo to vor-
jaeren darna weten to richten, vnde wy vormoden vns wol, dat wi unse vrede-
schepe in de see hebbende warden, gelijk als wy de.s eens gedragen hebben.
Sijt Gode beuolen. Screuen under vnsem secrete, in sunte Andreas dage.
Consules ciiiitatis Lubicensis.
Nack einer im Rathsarchiv :u Reval hefindlichen, vermuthlich von Dorpat dahin gesandten Ahsch^i/t gedruckt im Lief,-
EstL' u. CurL Urk.-B. Bd. V No. 2179,
IV.
Albrecht F, Herzog von Mecklenburg^ quittirt den Rath von Lubeck iiber den Empfan^
van 100 m^ Lub. Pf. 1418. Jan. 6.'
Wij Albert, van der gnade Codes hertoge to iVIekelenborch, greuo to
Zwerin, to Stargarde vnde Rozstocke here. Bekennen vnde betugen openbare
in desseme breue vor alsweme, dat vns de ersamen manne, heren borger-
mestere vnde radmanne der stad Lubeke, alsodanne hundert mark penninghe
lubesch, also se vns uppe dat fest Winachten negest vorgan vmme sunderger
vrundschop willen to vnseme hoeffslage scholden geuen hebben na lude eres
breues, wol to danke nach vnser vrundliken begeringe to vnser noge entrichtet
vnde betalet hebben, de wy vort in vnse nut vnde behofF utgelecht vnde gekeret
hebben. Vnde van den vorscreuenen hundert marken late wij de vorscreuenen
borgermestere vnde radmanne quid vnde loes, se vnde ere nakomelinge dar
nummer vmme to manende in tokomenden tijden. To tuge is vnse ingesegel
mit vnsen willen gehenget vor dessen breff, de geuen vnde screuen is na der
bord Cristi dusent verhundert vnde achteyen jare, uppe der hilgen Dryer
koninge daghe.
iVarA dem Original. Mit anhangendem Siegel. Ea ist das hei So. €16 in Bd. V beschriebene.
1) Vgl. Bd. V A9 616.
1418. Jan. 12.
V.
Urfehde des Hetnrtch Mankemos unter Biirgschaft seiner Brfider Dietrich und Ger-
hardy der Bruder Ebel und Hermann von Aschen, des Hans KremeVj Henning
Luderj Bemhard von Aschen und Heinrich Knake. 1418. Jan. 12.
Ik Hinrik Mankmos. Bekenne openbar in dessem breue vor allesweme,
dat ik den erebaren heren, borghermesteren vnde radmannen der slad Lubeke,
oren borgheren, denren vnde den oren zamentliken vnde enen esliken by zik
zunderghen vnde oren nakomelinghen ene rechte orneyde dan hebbe vnde do mit
kraft desses breues van der zake weghen aize van quaden vnuorbunden reden vnde
worden, de ik oner de vorbenonteden borghermestere vnde radmanne der vor-
screuen stad Lubeke dan scholde hebben, dar ik in eren sloten vniine zat vnde
de vorbenomeden heren hoch mochten richtet hebben, dat doch vmme beede
wyllen der meynen hensestede thogeuen is gantzliken. Des vorlate ik gantz
vnde altomale vormiddelst mynie ede vor my vnde vor mynen eruen vnde vor
alle inyne maglien, gheboren vnde vngheboren, vnde vor alle de ghenen, de
vmme mynen willen don vnde lathen willen^ al der maninghe vnde wrake, vnde
loue dat in guden truwen stede vnde vast vnuorbroken to holdende, dat ik der
zflluen vorbenomeden heren borghermestere vnde radmanne vnde der erer
nummer vygent vverden wil noch ensclial, edder nenient van myner weghen,
noch darmede vmmegan, dat ze ofte de oren beschedeghet scholen werden, noch
in rade edder dade, hemelik edder openbar^ to lande ofte to watere. Alle desse
vorscreuen stflcke lone ik Hinrik vorbenonjed den vorscreuen heren vnde
den oren to ewyghen tyden to holdende sunder yengherleyge arghelist mit
gantzen vorbedachten mode, vrygen willen unbedwunghen stauedes edes to den
hilghen ghesworen vppe dessen bref mit vtstreckeden armen vnde vprichteden
vingheren, dit to holdende in aller der wyse, aIze vorscreuen is. Vnde ik Ebel
van Aschen vnde Hermen van Aschen, brodere, Hans Kremer, Henningh liflder,
Bernd van Aschen., Hinrik Knake, Tydeiik Mankemos vnde Gherd Mankemos,
brodere des vorbenomeden Hinrikes, wonaftich to Nygenbrandeborgh , vordan
louen gantzliken vnde dar gud vor to wesende vor alle vorbenomeden stucke
vnde artykele zunder yengherleyge hfllperede ghestlikes rechtes edder werlikes.
VVeret ok zake, dat id God vorbeede, dat vredebrake worde van vseme vorbe-
nomeden vrunde Hinrike in aller vtdruckinghe, word edder wyse, aIze vorscreuen
is, zo scholde wy vorbenomede medelouers vnde willen inryden to Lubeke, wen
nvv darto eschet werden edder manet werden van den vorbenomeden heren.
6 1418. Jan. 12.
vnde dar nicht vl, id schee mit gantzen willen der vorschreuenen. Tho merer
betuchriisse vnde bewaringbe desser vorschrefien stdcke zo hebbe ik Hinrik myn
ingheseghel init den ingheseghelen myner inedeiouers myt willen vnde myt wolbe-
radenen m6de benghen lathen vor dessen bref. Schreuen vnde gheuen na
der bord vses heren Cristi verteynhundert jar darna in denie achteynden jare,
des midwekens in den achtedaghen Epyphanye der werden hochtyd.
Siieh dem Original. Mit den neun anhangenden Siegeln. Heinrirh Mankemoa: Siegel rund^ 2Vio Ctm. Auf
stehentlem Schild drei Mohrenkopfe im Rechtaprofil, 2, 1. Umachrift: + S' hIRRIK ^ fflTIRKfflVS
Ebel von Asr/ion: Siffgel unkenntlich. Hermann von Aschtn: Siegel rund, '?Vio ^''"' Ueber einem
gflchnten Schild staht ein Helm im Hechtsprojil mit Helmdecke. Leider ist das Wappenbildy sowie die Helm-
zier rollig rerdntckt. Umsc/iri/t: + S" heRfflTCRRI * D0 71 . . hflR Han« Kremer: Siegel
rund,2%oCtm.Hau8markeohneSchild,8.Homet/er/ra/.14,J%fl63.Um8chri/t: + 8 KKRS ♦ KRBfflaR
Henning Lnder: Siegel rund 2^1^ Ctm. Auf stehendem Svhild eine achrdglinks gelegte GUycke. Umachri/t.
+ 8 KTIRRIRK x LVDaR Bemhard von Aachen: Siegel rund, 2%^ Ctm. Auf atehendem
Schild ein Helm en face, mit drei Dolchen beateckt. Umachrift: + 8' BBK6(R -i- VHR- 2I8GhBR
Hf'inrich Knake: Siegel rund, 2^j\o Ctm. Auf atehendem Schild zwci Rohrenknochen. Umachrift: ~y" 8 "
KIRRIK M KRTtKBx Dietrich Mankemoa: Siegel rund, 2%o Ctm. Auf atehendem Schild drei
Mohrenkopfe in Hechtai^ofiL 2, 1. Umachrift: -f 8 TIDBRIK x (D7IRKfflV8 x Gereke Manke-
moa: Siegel rund, 2»/,o Ctm. Dasaelbe Wappenbiid. Umachrift: + 8 GllBRBKa x (QTIRK . . .
VI.
Erik V. und Bernhardt Herzoge von Sachsen-Lauenburg y bestdtigen dem Vogte des
Btsthums Ratzeburg die ihm und seinen Nachfolgem von ihrem Vetter, dem
Herzog Erich III., verliehene Lehnware aber die Kirchspielskirche in Berge-
dorf und die Kreuz-Kapelle bei Bergedo?/. 1418. Jan. 21.
>V ij Erik vnde Bernd^ van Gades gnaden brodere^ hertoghen to Sassen,
Westualen vnde Engheren. Bekennen vnde betugben openbar an desseme
tieghenwardighen breue vor alle den ghennen, de ene zeen, horen edder lezen,
dat vor vns sind ghewezen de erwerdighen ghestliken heren, prauest, prior
vnde dat gantze capitel der kerken Raceborch, vnde hebben vns noghaftighen
inyd vnses vedderen, herteghen Erikes van Sassen, anders ghenoniet berteghe van
Bergherdorpe zeligher dechtnisse, bezeghelden breuen weten ghedan vnde war
ghemaket, dat de erbenomede vnse veddere vor zijk, zyne eruen vnde vor alle
zyne nakonielinghe heft gbeghund vnde gheuen to ener ewighen ghaue ewich to
bliuende deme voghede der erbenoineden heren, prauestes, prion's vnde capittels,
de to der tijd ere vaghed is , vnde alle zynen nakomelingen, vogheden des
prauestes, prioris vnde capittels erbenomed, de leenware der kerspelkerken bynnen
Bergherdorpe niyd der capellen des hilghen cruces darsulues buten Bergher-
dorpe, alse zyn bezeghelde breff darvpp gheuen vnde screuen clarliken innehold
1418. Jan. 21. 7
vnde dat wol vlwizet, wolkeri breff vnses vedderen, gifft vnde ewighe ghaue
ivy herteghen Erik vnde Bernd erbenomed rnyd vnsen eruen vnde myd vnsen
nakomelinghen beleuen^ befiulborden vnde bestedighen vnde willen den stede vnde
vast holden van worden to worden to ewighen tijden vnde dar nurnmer tieghen
wesen edder tieghen d6n noch myd worden noch myd werken, myd rade edder myd
dade. Vnde wy vorzaken ok an dessem tieghenwardighen breue alien vryheyden,
priuilegien, breuen, rechticheyden vnde endrachlen, de vnse vader hertich Erik van
Sassen zeligher dechtnisse wanne mochte maket hebben myd den erbenomeden
beren praueste, priori vnde capittele vmme desse erbenomede leenware der kerken
vnde capellen des hilghen cruces to Bergherdorpe, de tieghen vnses vorbe-
nomeden vedderen breff, gifft vndeghane vnde deme erbenomeden vaghede« zynen
nakomelinghen vnde deme praueste, priori vnde capittele to vorvanghe edder
to schaden mochte wesen, vnde vorzaken ok alien behulpinghen alles rechtes,
ghestlikes vnde werlikes, de vns, vnsen eruen vnde vnsen nakomelinghen
mochten komen to hulpe, vnde deme erbenomeden vaghede, zynen nakomelinghen
edder deme praueste, priori vnde capittele vnde eren nakomelinghen to vor-
vanghe edder to schaden, dar desse erbenomede breff, ghifft vnde ewighe ghaue
vnses erbenomeden vedderen mochte mede ghekrenket vnde ghebraken werden.
Hijr an vnde ouer hebben wezen vnse truwe manne vnde rad, her Hermen van
Gandersem, Hinrik Schakke^ Detleff Schakke, Heyneke van Tzule, Bertold Dal-
dorp vnde vele andere vnser manne. Vnde des to tughe vnde merer bekante-
nisse der warheyd hebben wy hertich Erik vnse grote inghezeghel vnde wy
hertich Berend vnse luttke inghezeghel erbenomed vor vns, vnse eruen vnde vor
vnse nakomelinghe myd willen^ vulbord vnde wittscop henghen laten vor dessen
openen breff*, de gheuen vnde screuen is to Raceborch, na der bord Cristi
veerteyn hundert jar dar^ia an deme achteynden jare, an deme daghe Agneten
der hilghen juncvrouwen.
Nach dem Original, Mit beiden anhangenden Siegeln, Das eine ist das grosse Reitersiegel Eriks IV, he-
schrieben Bd. V No. 39, hier etwas beschddigt. Das andere, das kleine Siegel des Btrzogs Bernhard, ist
noch starker beschddigt und insbesondere von der Umschrift nichts mehr zu lesen.
8 1418. Jan. 2S.
VII,
Johannes Bertrammi] Testamentsexecutor des Bruno von Paworn, ubergiebt, da es ihm
in mehreren Jahren nicht gelungen isU die durch das Testament den Vicaren
der Petri-Kirche angewiesenen 4 mfi jahrlicher Einkiinfte von dent Bathe
zu Kiel, und 4 7n^ von dem Bathe zu Neustadt zu erhalten, den Vicaren
das Testament und uberldsst es ihnen, ihre AnsprHche selbst wetter zu ver-
folgen. 1418. Jan. 28.
in nornine Domini anien. Anno natiuitatis eiusdeni inillesimo quadringen-
tesimo decinio octauo^ indictione vndecima, die vero vicesima octaua tnensis
Januarii. hora vesperarum vel quasi, pontificatus sanctissinii in Cristo patris ac
domini nostri^ doniini Martini diuina prouidencia pape quinti, anno primo^ in
mei notarii publici subscripti testiumque infrascriptoruni ad hoc vocatorum et
rogatoruni presencia constituti personaliter discreti viri ^ domini Thidericus
Runglie, Symon Kyritz^ Cristianus Dorland^ Martinus Velehauer et Thomas
Crugher, perpetui vicarii in ecclesia beati Petri Lubicensi, [ex vna,] pro se
ipsis et nomine omnium vicariorum eiusdem ecclesie existencium, ex vna, et
Johannes Bertrammi, eciam dicte ecclesie vicarius perpetuus ac testamentarius
siue executor testamenti seu vltime voluntatis cuiusdam domini Brunonis de
Paworne, quondam presbiteri necnon vicarii perpetui in ecclesia beati Petri
Lubicensi predicta^ solus, ut asseruit^ superstes, parte ex altera^ idem dominus
Johannes Bertrammi, testamentarius modo vnicus predictus, senio, ut asseruit^
grauatus, adeo quod vlteriori execucioni testamenti supradicti commode ne-
quiret preesse et presertim emonendo certos annuos redditus. videlicet a pro-
consulibus et consulibus Kilonensis, Bremensis diocesis, quatuor marcarum annuos
perpetuos redditus totidemque a proconsulibus et consulibus Noue Creinpe,
Lubicensis diocesis, opidorum annis singulis certis in ternn'nis exsoluendos, per
dictum testatorem emptos et comparatos, prout in litteris desuper confectis in
pergameno conscriptis, sanis et integris, opidorum predictorum, ut apparuit,
sigillis appendentibus sigillatis. ibidem in medium productis et exhibitis constabat
luculenter, et pluribus transactis annis non solutis (sic) redditus huiusmodi, sed sibi
retentis licet de facto. iNe igitur ex toto predicti testatoris frustraretur intencio
ac prefati debitores de ipsorum maliciis conmiodum reportarent, huiusmodi
reddituum octo marcarum litteras ac ipsum testamentum siue vltiuiam volunta-
tem domini Brunonis predicti in publicam formam per discretum virum Hinricum
Kuueman, publicum imperiali auctoritate notarium redactum et subscriptum
1418. Jan. 28. 9
dictis doininis vicariis in presencia onmiuin vicariorum ecclesie beati Petri Lu-
bicensi sponte et libere perpetuis ternporibus habendum tradidit et presentauit,
ipsos redditus futuris ternporibus debendos vnacum restantibus debitis ad emo-
nendum et subleuandum ceteraque omnia et- singula Facienda sibi vigore dicti
testamenti concessa et iuxta tenorem eiusdem distribuendos in locum suum,
melioribus modo et forma quibus potuit^ constituit et ordinauit^ transferendo in
60S omnia jura, actiones reales, vtiles et directas, tacitas et expressas, et alias
quascunque, quas dictus dominus Joharmes Bertrainmi contra et aduersus pro-
consules et consules opidorum prefatorum Kylonensis et Noue Crempen habebat
occasione debitorum predictorum, ita quod ipsi vicarii possint et vfileant dein-
ceps contra eosdem coniunctim uel diuisim agere uel defendere, experire, ex-
cipere, replicare et se tueri, petere quoque et extorquere predictam pecuniam,
dampna, expensas et interesse in judicio et extra coram quocunque judice com-
petenti, promisitque michi notario subscripto solempniter stipulanti, premissa
omnia et singula se uelle grata ^ rata atque firma perpetuo habere et in nullo
contrauenire sub ypotheca et obligacione oninium suorum bonorum. Super qui-
bus onmibus et singulis supradicti vicarii pecierunt a me notario publico infra-
scripto sibi vnum et plura publicum et publica fieri instrumentum sen instru-
t'lenta melioribus modo et forma. Acta sunt hec in ecclesia beati Petri Lubicensi,
^nno, indictione etaliis, quibus supra^ presentibus ibidem discretis viris, dominis
Hermanno Schelen et Reymaro Kedink, presbiteris Coloniensis et Razeburgensis
diocesis, testibus ad premissa vocatis pariter et rogatis.
(Notariatsztichen.) Et ego Johannes Schabbe, clericus Lubicensis diocesis,
publicus imperiali auctoritate notarius, quia premissis omnibus et singulis, dum
^ic, vt premittitur, fierent et agerentur, vnacum prenominatis testibus interfui
^aque sic fieri vidi et audiui, ideoque hoc presens publicum instrumentum pro-
pria mea manu conscriptum exinde confeci et in banc publicam formam redegi,
quam signo et nomine meis solitis et consuetis signaui rogatus et requisitus in
fideni et testimonium omnium premissorum.
Nach dem Originale.
VIII.
Verabredung wegen einer Zahlung in Brugge. 1418. Feb. 13.
Arnoldus Vlotowe presens huie libro recognouit pro se et suis heredibus,
4Uod ipse vendidit Engelkino Hagelstein et suis heredibus XXII libras grossorum
10 1418. Feb. 13.
flainingensium justo ernpcionis titulo in foro Bruggis post festum Pasce proxinie
futuro amicabiliter persoluendas. Et si dictus Artmldus predictam solucioneiti
non faceret in dicto terinino, tanc antedictus Engelke potest recatnbiare dictanr)
summam^ sicut juris est pagiinenti, de loco antodicto usque ad ciuitatein Lubeck
absque alicuius contradictione.
Nach eintrr Inscription des Niederatadthuchs vom J, 1418, Jnvocavit.
Quittiruny des Raths von Kiel und der Viialienbruder wegen einei* hezahlteii Summe.
1418. Feb. 13.
Domini consules dederunt litteras suas pleni respectus domino Johanni
Dartzow et Famulo suo lohanni Saldenberge ad quitandum consules Kylonenses
et fratres nomine vitalien de quadam summa pecuniarum^ quam predicti donni-
nus Johannes et Johannes Familiaris suus a predictis subleuauerunt et recope-
runt, et dicti domini consules quitauerunt et dixerunt dictos consules Kylonenses
et fratres vitalien quitos et solutos de dicta summa. Insuper dicti dominus
Johannes et Famulus suus coram consilio et huic libro promiserunt predictos
dominos de concilio racione illius indempnes conseruare.
Ncu^h einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1418, Inrocarit.
Der Ritter Siegfried von Wendingen und Nicolaus Buntslow erkldren dem Rathe von
Ltibeckj weshalb sie nicht Vermitiler des Zwistes desselben mit den Grafen
von Oldenburg sein konnen, ermahnen vbrigens zur Versohnlichkeit und
Billigkeii. 0. J. (1418.) Feb. 14.'
Vnsen wylligen denst vnde wes wy gudes vormoghen to aller tit. Ersamen
leuen heren vnde besunderen gunner. Wy hebben vornomen, dat gy teghen
de edelen juncheren Dideryk vnde juncher Kersten, greuen to Oldenborch, etliken
vnwyllen suUet hebben, edder wat de sake sin, des en hebbe wy nycht vor-
nomen, vnde als wy vorstan hebben, so beden se sik darto, wat se iu van eren
vnde rechtes wegen plichtich sint to donde, dat wyllen se mit wyllen don vnde
wolden des wol bliuen by den lande to Vryslant vnde by vns. Vnde oft iu een
sulk gadelik were, so en stundet vns doch in dessen lope nycht to donde vmme
1) Die Jahreszabl ergiebt sich aus dem der bald erfolgteo SUhoe. Vgl. M 20 u. 24.
1418. Feb. 14. 11
andere notroftighe vnde rnerklike sake wyllen vnses aldergnedighesten heren^des
Romeschen konyngs, vnde des hilghen rykes^ de wy teghen de van Gronynghen
vnde de Ostvresen to donde hebben. Doch so bidde wy in niyt vruntliken
ernste vnde vlite, dat gy de vorghenanten greuen van Oldenborch wedder be-
schedenheit ghenen vnwillen bewisen en wilt, sunderlik darvinnie, dat wy erer
bulpe vnde erer lant to vnses aldergnedighesten heren, des Romeschen konyngs,
vnde des hilghen rykes saken vorscreuen wol bedoruen, vnde oft se an jeneger
wise van iu bekumniert worden, des wy nycht en hopen^ dat solde in den vor-
screuenen saken en grot hindernisse niaken, de suluen saken gy doch niyt lyue
vndegude wedder helpen vortsetten, als vnse aldergnedigheste here, de Roniesche
konynk, iu als des hilghen rykes ghetrtiwen wol to belouet. Ok so vorsee wy
vns, dat wy vnune der suluen vnses aldergnedighesten heren^ des Roinesschen
konyngs^ sake wyllen noch to iu konien werden Moghe wy dan ichtes darto
denen, dat gy niyt den suluen van Oldenborch juwe sake to guden vreden vnde
to rasten setten moghet, dat wyl wy niyt gansen vlite vliteliken gherne na vnsen
besteii vormoghen don. Screuen to Deuenter^ vp sint Valentins dach.
Syuerd van VVendinghen, ryther,
vnde Niclawes Buntslowe.
Aufschrift: Den ersarnen vnde wisen borgherrnesteren vnde rade der
slede to Lubeke, vnsen besunderen leuen heren vnde gunneren.
I^ach dem Original auf Papier^ welches niemals beaieyelt gewesen ist.
Konig Sigismund tragi der Stadt Liibeck auf, dem Kloster Marienwold so oft er-
for der Itch in Koniglichem Namen Schutz zu verleihen. 1418. Feb. 15.
uigismundus, Dei gracia Romanoruni rex semper augustus ac Hungarie,
Dtilmacie^ Croacie etc. rex. Honorabilibus proconsulibus. consulibus et com-
niunitati ciuitatis Lubicensis, nostris et imperii sacri fidelibus dilectis, graciam
ft'giarn et omne bonum. Honorabiles, fideles, dilecti. Inter illas gloriose rei-
publice curas^ quibus Romani regni fastigium, cui auctore Domino licet in-
^uflicientibus meritis presidemus, assidue meditari nos ammonet, specialissime
Jn votis gerimus, quomodo ecclesiasticas et religiosas personas in simplicitate
<^ordis virtutum Domino Famulantes, quorum precibus apud ' Altissimum juuari
1) apnt 2.
42 1418. Feb 15.
confidinius, a niolestiis et violentorum hominiim ofTensionibus defensemus. Sane,
licet honorabiles et religiosos, abbatissam et confessorern ac vtruinque coriuen-
tuin sororum et. fratrum monasterii sancte Marie virginis gloriose et sancte
Birgitte in Marienwold Razeborgensis ' diocesis in ducalu Saxonie ordinis sancti
Saluatoris. deuotos noslros dilectos, tarn in capite quam^ in membris, cum
vniuersis et singulis personis, subditis et familiaribus, opidis, villis. prediis, pos-
sessionibus bonisque et rebus quibuscunque in nostrum et sacri Romani im-
perii saluaguardiam, tuicionem, defensionem ac protectionem receperimus^ spe-
cialem, quia tamen locorum distancia prohibente ac negociorum varietatibus
innumeris impediti gubernacioni dicti monasterii ac pertinenciarum eius, prout
necessitas id exposceret, personaliter adesse non valemiis, idcirco, de probata
fide et legalitate vestris plenam tenentes fiduciam^ considerantes nichilominus,
monasterium predictum cum suis bonis et pertinenciis vobis et ciuitati vestre
vicinitate Fore propinquum, fidelitati vestre committimus et damns virtute pre-
sencium facultatem et omnimodam potestatem, ymmo auctoritate Romana regia
vos seriose requirimus et hortamur, quatenus hac nostra iussione Treti nostro
et imperii sacri nomine prefatos abbatissam, confessorem et vtrumque conuen-
tum cum vniuersis et singulis personis, subditis et Familiaribus, opidis, villis,
prediis, possessionibus bonisque et rebus quibuslibet, que ad presens obtinent
vei in futurum ipsos contigerit justis titulis adipisci, in suis jure et iusticia
utiliter confouentes, ipsos in eisdem vel eorum aliquo contra iusticiam non
permittatis impediri, molestari per quempiam vel turbari, sed, vbi vobis con-
stiterit, quemquam, cuiuscumque status^ dignitatis vel condicionis existat, in
premissis vel aliquo premissorum iniuriam eis intulisse in preterito vel in-
ferre inantea seu grauamen, si id notorium Fuerit, inmediate debitam et con-
dignam eis fieri procuretis emendam. Si vero res fuerit dubia, extunc veritate
comperta presumptores ipsos ad satisfactionem huiusmodi arcius racione preuia
compellatis, facientes* auctoritate predicta, quod decreuimus', districtius ob-
seruari et execucioni eOicaciter demandari, presentibus ad nostre et successorum
nostrorum voluntatis beneplacitum tantummodo duraturis, presenciutn sub nostri
regalis sigilli appensione testimonio litterarum. Datum Constancie, anno Domini
millesimo quadringentesimo decimo octauo, quinta decima die F'ebruarii, regno-
rum nostrorum anno Hungarie tricesimo pritno, Romanorum vero octauo.
Sack eiriem von dem Rathe von Luheck selbst mit anhangendem Secret der Stadt ausgestellten Transsumpt vom
1. JtiU 1465, Verglichen mit der Eintragung in K. Sigismunds Reichsregistraturbuck Bd. F Jol, 940 im
1) Razemburgensis 2. 2) et 2. 3) recepimus 2. 4) faciendo 2. 5) decreueritis 2.
1418. Feb. 15. 13
•
K,u.K,Hau9't Ho/- und Staatsarchiv in Wien C2j, deren Abweichungen hemerkt sind, Der Eingang lautet:
Wy borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke, Bekennen vnde betughen opembar in vnde mit dessem
breue ror aUeswemef dat wy to behuff vnde truwer hand der geistliken vnde innighen personen beiderleye
kunne des klosters Marientoolde vor Molne belegen vppe vnser treaerie in ener besUzgenen laden , darto ze
den slotel hebben, in guder vorwaringhe hebben ent/angen enen openen breff vppe pergamynt gescreuen, den
erscreuenen personen dorch den allerdorchluchtigesten hochgebornen furaten vnde hern , hem Sigiamundum,
wandaghes Romischen koninghe etc. seliger dechtnisae, gnedichliken gegeuen vnde mit ziner konigliken Maieatad
ingeaegele voraegetd, ao dat iracheen, den toy vngedelget , vngecancelleret , ledegantz vnde alichtea alier vor-
dechtnisae anich hebben be/unden, ludende van tvorden to warden in dem latine aldua — — — DerSchluaa:
Vnde wante wy borgermeatere vnde radmanne vorbenomed aulken breff in alter mathe, ao voracreuen ateit,
becunden hebben, dea hebben wy vnaer atad aecret witliken hengen lathen an deaaen breff. Gheuen vnde
acreuen na der bord Criati vnaea Heren dusend veerhundert im viffvndeaoatigeaten jure, am auende Viaitacionia
Marie glorioae Virginia,
XII.
Winrichy Bischof von Oesel, hittet den Deuischordensmezster, sein in Danzig lagern-
des Getreide nach Lubeck ausfiihren zu dUrfen. 1418. Feb, 24.
Uiise oelrnodige inriige gebet in Gode vnde wes wy gndes vormogen^
rnit aller behegelicheit touoren gescreuen. Erwerdige lieue her homeistei., sun-
derlix grote gunner vnde vrund. Wy bidden unde begeren juwer ersanien her-
licheit to weten, dat wy Brande^ vnsern dener, dissen jegenwerdigen brefwiser,
ut hadden gesant van vnserwegen, to segelen to Lubeke mit vnseni korne vmine
willen der suluen to Lubeke, wes erne vnser korn dar guide, dat geld van vnser
wegen dar ut to geuene. Also vorstaeck vnde vorzarte en de wint, dat he
sunder sinen willen quam in juwe herlicheit to Dansske, des wy schadene, vm
dat he des nicht wedder utuoren mochte, genomen hebbet. Sunder wy hebben
doch wol vornonien van oppenbaringe des suluen Brandes, dat gi erne vni vnser
kuntschopp willen gunnende weren, dat he des vornomeden korns ein deils ut
voerde, des wy ju tomale vlitliken sere danken. Vortmer, hue her homeister,
so bidde wy juwe louesarnen erwirdicheit mit sundergen begerlichen beeden,
dat gi denie ergenomeden Brande dat korn van vnser wegen, wes dar noch
gebleuen is, utvolgen laten, vnde vort mit ganzem vlite ok biddende vnde be-
gerende, dat gi eme van vnser beede, vordenstes vnde leue willen des gunnen
willen, dat he en twintich leste gersten dar vort kopen vnde vtschippen moge,
went wy tor noet dat geld to Lubek vtgeuen moten vnde ok anders nu tor tid
der betalinge nicht vulendigen noch vullenbringen kunnen. Beedet to vns, wes
wy doen kunnen vnde mogen, went dar wille wy in alien tiden mit vnserm
vlite bereede to wesen juwer herlicheit vakenomed, de God almechtich vriste
14 1418. Feb. 24.
vnde sterke gesund to langeri saligen tiden. Gescreuen vp vnserin slote tor
Arnsberg, up sunte iMathias dach, vnder vnsenn secrete, XVIII.
Winricus, Dei et apostoljce sedis gracia
ecclesie Osiliensis episcopus.
-iVac/t einem dem Original auf Papier im Ordntsarchiv zu Konifjaberg entnommenen Abdruck im Lie,- Esth.- und
CurL-UrL'Buch lid. 5 No, 2204.
Urfehde des Claus Koutng von Travemilnde unter Biirgschaft der Lubecker Burger
Johann von der Heyde und Eccard Brole. 1418. Fehr. 28.
Ik Clawes Koningh van Travemunde. Bekenne openbare an dessein
breue vor allesweine, dat ik den erbaien heren.> borghemesteren vnde ratmande
(sic) der slad Lubeke, eren borgheren, denren vnde den eren vnde eren na-
komelinglien ene rechte orveyde ghedan hebbe vnde do niyd krafte desses
breues van der sake weghen^ dar ik in eren sloten vinine sat, vnnne ouervorens
willen van Traueniunde in dat lant tho Mekelenborch vnde wedder van dem
lande tho Mekelenborch in dat lant tho Holsten quadp, vnreklike, schedelike lude
der lande beyde, dar ik niede beteghen was. Vnde des vorlate ik vorniiddelst
niynie ede vor my vnde vor myne eruen (u, s. w. wie gev)6hnh'ch). Vnde ik Johan
van der Heyde vnde Eggherd Brote, borghers tho Lubeke. loueii (u.s.w.wie ge-
wohnlich). Screuen na tJodes bord dusend veerhundert jar in deme achteynden
jare, des ersten mandaghes na sunte Mathias daghe des hilghen apostel.
Savh dem Originai. Mit drei Siegeln. Zwci sind Hausmarkett, Johann run der Heifdt: Siegel rund, «V Ctm.
Eine Fran in faltenreichcm Gewand halt einen Helm tiber einen gelehnten Schildy auf welchem ein narh
recfits springender Schafbock liegt. Hclmzier nirht deutlich, Umschrift , so weit nrhaltcn •' ... VdU
. er .^w^/: fjtibt.
Reyner von Calven verkauft eine Rente aus seinem Gute Gross- Schenkenherg. HI 8.
Marz 20.
Dominus Reynerus de Caluen, consul Lubicensis, recognouit coram libro,
se vendidisse magistro Johanni Lowentkoper, canonico Lubicensi, XIII mrc. lub.
annuos perpetuos redditus. solvendos in quolibet festo beati Martini confessoris
intra muros Lubicenses pro ducentis marcis lubicensibus jam solutis et nuuie-
ratis in et de tota villa curn suis pertinenciis Groten Schenkenbercli^ sita in
diocesi Razeburgensi , secundum modum in littera super huiusrnodi vendicione
1418. Marz 20. 15
conscripta et sigillo ipsius donnni Reyrieri sigillata conteritum. Salua sibi et
heredibus suis gracia reempcionis pro precio prescripto.
Spdier durchstrichen mit der Bemerkung: Deleui ex mandato prefati dornini
Johannis Lowentkoper.
Nach eint^r Inscription des Niedersfndtbvchif vom J, 1418, Palmarum.
Die Bruder des Dommtkanerklosters zur Burg in Lubeck urkunden iiber die Stijtungen
des Peter Huek zu Gunsten ihres Klosters und iiber die ihm zugesagten
Leistungen. 1418. Mdrz 25.
VVy brodere Roberlus, prouincial van Sassen, inester in der hilghen
scrift, Marquardus^ prior, Johannes, lezemester, Johannes snpprior, vnde wy
andern alle des closters to der Borch to Lubeke predeker broder ordens.
Bekennen vnde don openbare an dessem breue, dat de erbar ynnighe man
Peter Huk, borgher to f^ubeke, grote milde almissen vmnie God vnde vmme
syner zele salicheyt yn vorghanden tyden heft ghegheuen vnserne clostere vnde
sunderghes to deuie buwete vnses nygen kores, vnde wil ok vnde denket noch
yn tokomenen tyden vnseine kloster iner almissen to gheuende vnde mer ghudes
to donde, alzo dat he wil maken vnde bekosteghen laten achter vnseme hoghen
altare ene nyge taffelen, darynne stan moghe besloten vnde wol bewaret dat
werde hilghe sacrament des hilghen lichames vnses Heren Jhesu Cristi in ener
nionstrancien edder in enen marienbilde, vnde wil bekosteghen ok twe lampen
to holdende, de darsulues dach vnde nacht to ewighen tyden bernen vor deme
hilghen sacramente. Vnde wy scholen de doren edder de taffelen vor deme
suiuen hilghen sacramente to aller tyd vpsluten vnde openen, wanne iumment
van den armen luden vor deme richte to deme dode ys vorordelt vnde syne
bicht spreket in deme huseken , dat darto ghemaket ys vor vnseme nygen
tore,' vppe dat alzodanne arme lude myd ynnicheyt dar denne yo moghen
seen vnde anbeden dat werde hilghe sacrament vnde Gode beuelen ere zele,
eer ze ghan to deme dode. Vnde vppe dat wy so groter milder almissen vnde
iiiennigberhande woldat, de de vorscreuene ynnighe man Peter Huk vnseme
clostere heft alrede ghedan vnde denket noch to donde, nicht vndanknamich
^n syn vnde wezen, so hebbe wy alle myd ghuden vrygen willen vnde myd
wolbedachten mode deme suiuen erbaren ynnighen manne Peter Huke vnde
I) cf. Bd. IV R. 375.
16 1418. Marz 25.
synen r€»chten eruen dat grote altar in vnserne nygen kore sunderghes tog
leghi»t vnde ouergheuen to ener ewighen vicarie, alzo dat he inach dat
synen willen vnde na syner ynnicheyt. aize id em allerbest behaghet. vor
latpn syren, vnde vortnier vorpliclite vnde vorbinde wy ok vns vnde alio v
nakoinelinghe darto.. dat wy daghetkes willen lezen edder singhen laten •
niissen to denie siiluen altar Gode vnde syner werden nioder IVlarien to
vnde to loue vnde des vorghenoineden Peters Hukes vnde al syner vrunde ze
to trosto. Vortmer niach de sulue erbare ynnighe man Peter Huk legghen la
vor syk vnde vor syne rechten eruen vorden.vut des zuluen altares enen liks
na synen willen, welke tyd dat em des haghet, vnde de stede vor derne v
de hebbe wy em ouerghegheuen vnde sunderghen besclieden vor syk vnde
syne eruen to ener bigraft, wan he edder welk van synen eruen begheret vi
kezot syne graft by vns to hebbende na syme dode. Vortmer wil wy vi
scholen ok na syme dode syne iartyd alle iar to ewighen tyden niyd vns begl
des auendes myd vigilien vnde des morghens myd selemissen, vnde laten
syner zelen detiken van vnseme predekstole alle sondaghe vnde alle vryda^
to ewighen tyden, so vakene alsmen lest vnse dodenbuk vnde biddet vor a
de ewighe dechtnisse myd vns hebben. Vortmer, weret ok dat in tokomer
tyden de sulue ynnighe man Peter Huk begherede vnde wolde dessen breff la
vornygen vnde myd articlen vorwandelen vnde beteren to vromen vnde
nutticheyt vnses closters, des schole wy vnde willen syner ynnicheyt ghei
ghunnen vnde wezen em darynne volgaftich , welke tyd dat he dat van
eschet. To ener sekerer bewisynghe vnde tuchnisse alle desse vorscreuei
stukke stede, vaste vnde sunder feyl to holdende hebbe wy vnses prouincij
vnde vnses closters yngheseghele ghehenghet vor dessen breef. Gheghei
vnde ghescreuen to Lubeke, na Godes bort dusend yar vnde verhundert in de
achteynden jare darna, in vnser leuen Vrowen daghe der Annunciacien.
Niich dcm auf der Stadtbihliothek b^Jindlichen Copiaritis des Bunjklosters foL 0 <"•
XVI.
Der Rath von Luheck ersucht den Rath von WismaVy in Verbindung nut Rest
und Utralsund die Ostsee gegen die Vitalienbruder zu schiitzen, viit h
weis darattfy dass er selbst nebst Hamburg die gleiche Aufgabe hinsichti
der Nordsee erfiille. 1418. Marz 27.
V nsen vrundliken grod vnde wes wy gudes vormdgen tovorn. Ersaii
leuen frundes. Alse gy schriuen, wo de vitalienbrodere vte sin gemaket to (k
1418. Marz 27. 17
Kyle, jw vnde vns twey schip genomen hebben etc. vnde vorder sin gewest vor
juwer hauene, jd vnde vns to beschedigende, vnde begeren, dat wy ernstliken
den vam Kyle darvmme vorscryuen willen etc.^ hebbe wy wol vorstan vnde be-
geren jfi weten, alse jd wol vordenken mach, wo wy vns schededen van der
negesten dachuard to Lubeke. dat gy, de van Rostdgk vnde de vam Sdnd vreden
schoiden desse zee vnde de jdwe van stunden an vtmaken, des gi doch noch
nicht gedan hebben, des vns vaste vrSinde nomet, vnde wy vns darvp voriaten
hebben vnde hebben de vnsen mit groten kosten vnde arbeid geverdiged to
J-lamborch, darsulues de zee to vreden etc., vnde were beter gewest, dat gi
viide desse anderen vorscreuen stede desset also nicht geannamed hedden, wen
ol to besorgen is, dat mer schade n6ch darvan komen m6chte. Hirvuime,
uden vrundes, hebbe wij jd vnde den andern steden eer gescreuen vnde beden
v^iide bidden noch, dat gi de jfiwe van stund vtinaken, de vitalienbrodere to
scken vnde de zee to freden^ vnde jo eer yo leuer. Des dfincket vns wol en
notdrdfft sin, wen wor gi des nicht endon vnuertogelik, dar wert den langen-
i9v6ch groter schade van komen, alse vorscreuen is. Sunderken wille wy den
vam Kyle hirvmme schriuen, doch besorge wy, dat id wenich helpe. Ok schriue
^rij den van Rostogk vnde vam Sunde vmme dessen suluen saken. Bidde wy,
dat gi en ere breue vnuortogelik willen senden. Syd Gode beuolen salich vnde
gesund. Screuen an dem hilgen dage to Paschen, vnder vnsem secret, mille-
simo CCCCXVIli.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus et
consulibus Wismariensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
Nach dem Original %m Rathaarchiv zu Wismar,
WtVielm Hose bekennt^ von den Frankfurter Burgern Cord Yridag und Hinze von
Merle im Auftrage des Ruths von Liibeck die ihm von dem Konig Stgis-
mund angewiesenen 4000 rhetmschen Gulden empfangen zu haben. 1418.
Marz 29.
ik Wiihelm Hase. Bekenne vnde betughe openbare in dessem breffe
'^^or allesweme, dat ik von Corde Vridaghe vnde Hinczen von Merle, borgern
^o fVanckenford, van wegen der ersamen borgermeistere, radmanne vnd meyn-
b^ide der stad Lubeke to myner noghe, willen vnd genssliken to dancke wol
3
i8 1418. Marz 29.
opgebored vnd entfangen hebbe de veer dusent rynschen gulden gud van goidc
ynde zwar genoch van gevirichte, de my de allerdorchliichtigeste vorste vnc
here, herr Syghemund, Romisscher koningk etc.^ myn allergnedigeste leue here
an den ersamen rad vnd menheyde der stat Lubeke vorwiset vnd my ok Hinril
Rapesuluer, borgermester, master Johan Vos, auerster schriuer der stad Lubeke
ergenant, von der vorgenanten borgermeister, ratman vnd menheide wegen vor
segeld hadden, vnde dancke den suiuen borgermester, ratmannen vnd menheyde
van mynes ergenanten gnedigesten heren, des Romysschen koninges, vnde oh
myner egenen weghen vruntliken vmme ghude betalynge, vnde voriate sc
vnde ere nakomelinge, Heinrik Rapesuiuer^ mester Johanne Vosse ergenande
vnd ere eruen vnd ok de ergenanten Corde vnd Heinczen van mynes vaken-
benomenden gnedigen herren, des Romysschen koninges^ wegen vnde vor mj
vnde vor myne eruen van de vorgeschreffen veer dusent rinschen gulden vi^eger
vnd siichtes van aller ansprake vnd maninge genczliken quyd^ ledich vnde los.
also dat noch myn gnedigester herre, de Romissche konningk ergenant, noch ik
noch efFte myn eruen effte ymand van vnser wegen, geistlick effte wertiik, dai
enigherleye wys in tokomenden tiden mer vp saken entscholen noch en mogen
To merer tuchnysse der warheid alle desser vorschrefen stucke hebbe ik Wil-
helm Hase ergenante myn ingesegel mit gudem wilien vor mynen vakenomeden
gnedigesten herren, den Romisschen konning, vor my vnde myn eruen hengen
heten vor dessen breff, de schreuen vnd gheuen is to Francfurt, na Godes bord
dusend veerhundert vnd in dem achteindem jaren, des negesten dinxetages na
Paschen.
Noch dem Original. Mit anhctngendem Siegd, Eh i»t rund, 3 Ctm, In einem au9 Kreisabschrtitten geUldeten
und von einem Kreise umgebenen Dreipaaa steht ein viergetheUter SchUd. Im ersten und vierten Felde ein
steigender Hase, im ztociten und dritten ein Eberkopf mit geoffnetem Rachen, Umschri/t: Ip S' Wifljfflll
Ip \as ^ 6f ip WOfSfft J<?
Kimig Sigtsmund hefiehlt dem Rathe von Lubecky am Tage nach Jacobi vor ihm zu
erscheinenj um sich wegen seiner Weigerungy Molln dem Herzoge Erich von
Sachsen-Lauenburg zuruckzugebeny zu verantworten. 1418. Apr. 1.
Wir Sigmund, von Gotes gnaden Romischer kung, zu alien czijten merei
des richs, vnd zu Vngern, Dalmacien, Croacien etc. kung. Embieten den er
samen burgermeistern, ratmannen vnd burgern gemeiniich der stat Lubectfl
vosern vnd des richs lieben getrAen, vnser gnad vnd alles gut vnd tun dch kur^
20 1418. Apr. 2.
Dartzowe^ laycus Lubicensis, ad ecclesiam sanctaruin monialium beati Jo^
hannis Ewangeliste Lubicensem gerens deuocionem specialem desideransque in
ea in augmentnm diuini cultus et in remissionem suorum et progenitorunn ipsius
peccaminum dotare vnam nouam perpetuarn vicariam ad altare situm in parte
australi primum in ascendendo sub organis per eundem Johannem constructum,
Deo et nobis ac ecclesie nostre Lubicensi quadraginta octo marcharum lubi-
censium denarioruni annuos et perpetuos redditus, quos obtinet in consulatu
Wisniariensi annis singulis et terminis ad hoc deputatis et concordatis soluen-
dos, prout in iibro ciuitatis eiusdem ac litteris desuper confectis sigilloque con-
sulatus eiusdem plenius dicitur contineri, pro dote dicte vicarie instaurande
pure propter Deum ac liberaliter obtulit^ donauit et assignauit, nobisque suppli-
cans humiliter et denote, quatinus de et ex predictis quadraginta octo mar-
caruin redditibus di^^to Johanni fundatori vsuFructum vigintiquatuor marcharum
prefatorum reddituum duntaxat quoad vitam suam pro honestate status sui
conseruandi reseruare ac huiusmodi redditus sub ecclesiastica libertate et pro-
tectione recipere ac de et super ipsis tamquam super dote assignata vnam
perpetuam vicariam in dicta beati Johannis Ewangeh'ste ecclesia ad altare pre-
dictum in et ad laudem ac honorem omnipotentis Dei^ beatorum Bartholomei
apostoli, Siiuestri pape, Anthonii conPessoris et decem mih'urn martirum atque
diuini cultus augmentum fundare, creare et instaurare et quatuor marcharum
lubicensium denariorum perpetuos redditus, quos de redditibus predictis preli-
batus Johannes Dartzowe venerabili capitulo nostro pro suorum progenitorum ani-
marum salute in die animarum, quamdiu vixerit, ipso vero ab hac vita dece-
dente pro ipsius et suorum progenitorum animarum salute et ut ipsi participes sint
omnium bonorum operum, que fiunt in ecclesia nostra Lubicensi, denote de-
dit, obtulit et assignauit per ipsius vicarie possessorem, qui pro tempore fuerit,
extunc et inantea de dictis suis viginti quatuor marcharum redditibus annis
singulis in predicta die commemoracionum animarum ante omnia integre sol-
nendos eidem venerabili capitulo nostro, ac duarum marcarum redditus monia-
libus dicti monasterii et totidem vicariis et presbiteris eiusdem monasterii siue
ecclesie vigiliis et misse pro defunctis in anniuersario, ut prePertur, ipso Johanne
fundatore et non alias defuncto in dicta beati Johannis ecclesia interessentibus
pro memoria sua peragenda reseruare dignaremur. Nos igitur Johannes, episcopus
preFatus, predicti Johannis off'erentis desideria, voluntatem, donacionem, obla-
cionem, reseruacionem et supplicacionem in Domino commendantes ac ea grata
et rata habentes supradictos quadraginta octo marcarum lubicensium denario-
an 1418. Apr. 2.
I>ei ^iihui^ aiiiios in dicto nionasterio continue seruiuit et qui actu sit sacerdos,
t*i »*<! \icp. cuni collacio huiusmodi ad dictum nostrum venerabile capitulDi
>|;ei:laut*nt, .nidi qui per duos annos continue in ecclesia nostra Lubicensi 8e^
uiuil. Vohiinu8 e<:iaiii^ quod idem vicarius in choro et ecclesia beati Jobanoii
pirJnla diuuiJd ufficii.s^ ut ceteri vicarii^ interesse teneatur^ quodque eciam li-
i:Miiu^. qui pro t«Mnpore ad huiusmodi vicariam institutus Fuerit, dominis (l^
4:iino vi c-apitulu ecclesie nostre predicte in omnibus et per omnia debitai
ubrdM*ni:i«ini et cuniiuelam facere ac solitum de obseruandis statutis et cuomk*
huiiiiiiMiA oiuniiem noHire ecclesie Lubicensis prestare iuramentum teneator, ic
pMilii «'pA rMM? dfbeat memoriarum et consolacionum inter eiusdem ecclesie bead
JoliiihhiA vMHiion dialribuendarum. Collacionem uero dicte vicarie iuxta preM
JiiliMMiiM lundMtonta ailVctum venerabilibus et circumspectis viris, doniinis (l^
mint ri I'Npilulii «'rrli'Mie liubicensis, ac jus patronatus religiosis, dominabusak*
b(4ll<««i\ piMiMa««* «M (Minuentui monasterii predicti alternis vicibus concedinua
«t| ilululMriiHm, il^ l^imen quud dictus Johannes Dartzowe in vita sua ad dictaa
\h»mi(iiM, quui'MwiA vkuu vacare contigerit^ personam ydoneam^ et post eia
imMliMM dhh' n*liKioAi«^ domint* abbatissa^ priorissa et conuentus monasterii
iiiiMtH'M, piUiMi VM'4< pri'^enlare et deinde dicti domini decanus et capitolofl
|i|i|p«'lMN llilMi(« iiMMponbnii poterint^ ut premissum est, eandem vicariam cob*
llMir lit «|i4<*>i'i** OMMIMJIM et singulorum premissorum testimonium sigilliui
|i\i4lnMM vmMMMi alU'll^' ciipiluli nostri predicti presentibus est appensum. B
iui« MbvilMM, viiM*dMi(MnUH, tolumque capitulum ecclesie Lubicensis, quia pr^
mlMla uHiiillMia el alnnulia connensimus et de nostra expressa voluntate et
v^UNVUau, Ml piMMiHMItns /'wr.la nunt et ordinata, ideoque sigillum capituli nostri
UMU aJ|l*il»« MMM'KUidi in I'hristo patris et domini nostri, domini Jobanaia^
ttWUVMlU 1<mI«Mi*«»»*» aiipl'Mdii:li, presentibus litteris in testimonium est appensaflk
\U\\\\\\ \^\ •M'hun IimImiIiis «nno a natiuitate Domini millesimo quadringentesion
^V(«^«V« MiMMM, »mI»I»«I«' "»••<• ^Uuuinicaiu Quasimodogeniti.
• , 4,.iwn.A<* Mi/i*/i umBvhi/ti »• loitnanis : Dai : GRHain apisaopi aaoLasM
**l*|.l-|^||||j|| ///M Hiryfl de» Capiteia ist von der Schnur abgeschnitten.
22
1418. Apr. 2.
per duos annos in dicio monasterio continue seruiuit et qui actu sit sacerdoi,
et ea vice^ cum collacio huiusmodi ad dictum nostrum venerabile capitoloi
spectauerit^ •nisi qui per duos annos continue in ecclesia nostra Lubicensi 8e^
uiuit. Volumus eciam^ quod idem vicarius in choro et ecclesia beati Johaniui
predicta diuinis ufficiis^ ut ceteri vicarii^ interesse teneatur^ quodque eciam ri*
carius. qui pro tempore ad huiusmodi vicariam institutus Fuerit, doininis d^
cano et capitulo ecciesie nostre predicte in omnibus et per omnia debitw
obedienciam et cunsuetam Facere ac solitum de obseruandis statutis et cooMie
tudinibus eiusdem nustre ecciesie Lubicensis prestare iuramentum teneator, ic
particeps esse debeat memoriarum et consolacionum inter eiusdem ecciesie belli
Jobannis vicarios distribuendarum. CoUacionem uero dicte vicarie iuxta prelirti
Johannis Tundatoris affectum venerabilibus et circumspectis viris, doniinis k^
cano et capitulo ecciesie Lubicensis, ac jus patronatus religiosis, dominabusib*
batisse, priorisse et conuentui monasterii predicti alternis vicibus concedinM
et indulgemus, ita tamen quod dictus Johannes Dartzowe in vita sua ad dictii
vicariam, quociens earn vacare contigerit, personam ydoneam, et post Mi
mortem dicte religiose, domine abbatissa, priorissa et conuentus munastrri
predicti, prima vice presentare et deinde dicti domini decanus et capitoloi
perpetuis Futuris temporibus poterint, ut premissum est, eandem vicariam coi*
Ferre. In quorum omnium et singulorum premissorum testimonium sigillx
nostrum vnacum sigillo capituli nostri predicti presentibus est appensum. ft
nos Albertus. vicedecanus, totumque capitulum ecciesie Lubicensis, quia pffr
missis omnibus et singulis consensimus et de nostra expressa voluntatf ft
consensu, ut premittitur. Facta sunt et ordinata, ideoque sigillum capituli nofllli
vna cum sigillo reuerendi in Christo patris et domini nostri, domini Jobani^
episcopi Lubicensis supradicti, presentibus litteris in testimonium est appensM
Datum et actum Lubeke, anno a natiuitate Domini millesimo quadringenteaitft!
decimo octauo, sabbato ante dominicam Quasimodogeniti.
Nach dem OriginaL Mit an grunseidenen Schnuren hangendem wohlerhaitenen Siegel de» Bitckaft, &■
elliptischf ^/jo Ctm. hoch. Unier einem Baldachin steht die Madonna mit Nimbus^ eimem ffekromiem
kind auf dem linken Arm und ein Lilienscepier in der rechten Hand tragend, Unter derteibem
betender Bischo/ zwiachen sicei Wappen. Vom: ein av/recht ntehende» Kreus (Bittkym LShed^
drei Bcfirdgrei^hte Baiken. Umschrift: S* lOMaBlS : DBI : GRffaiH aPISQOPI Q^
LVBIQ0IISIS. J^f^ Siegel des Capitela ist von der Schnur abgeschtnitem.
J'l
24 1418. Apr. 17.
vnde stede vrede twisghen vnsen gnedighen heren Diderik vnde Kersten^ greon
vorbenoined, vnde den ersarnen borgerniestern ^ rade vnde gansen nieobeid ti
Hainburch vnde van Lubeke witlich is^ also v/y vnderrichted syn van vnsn
gnedighen heren vorbenomed^ vnde vnse borgermester Vrederik Bock vanworie
to woide mede ghehandeld heft vnde ghcdeghedinghed, vnde hebben desvinm
merer betuchnisse willen desser vorscreuenen stucke vnser stad ingesegel n\ji
willen hanghen heten to dessen breue. Datum anno Domini M CCCC XVII,
dominica Jubilate.
Nach einer unbeglaubigten Abschri/t auf Papier. Aus dcr unter No. 24 /olgenden Urkunde vom 12, Jvni trgiiAi 9A»
dasa der Vertray in etioas verdnderter Weise zum Ab$chlu88 gekommen ist
Die Rathmdnner Ttdemann Cemtin und Johann Wulf bertchteii dem Rathe «•
Hamburg liber thre Verhandlunyen mil den Graf en von Oldenburg wrf
senden den Entwurf etnes Vertrags (No. 20). 0. J. (1418.) Apr. IS.
Willigen denst in alien. Ersanien heren. Juwer wisheit gheleue tbo
weten^ dat wy vp den sondach Jubilate to worden synd gewesed myd joncher
Kersten^ greue tho Oldenborch, vmme vn willen, dede was twisschen der stad
Hamborg vnde den vorbenonieden )uncheren vnde greuen tho Oldenborch,
des he syk hoge beclaged, dar wy myd meer worden inghesproken hebbei
vmme des besten willen also, dat wy gheramed hebben vp juwc behagbend
also, dat alle vnwille, veyde, schade, yd sy ghescheen, wo dat ghescbeeo
zi, schal vruntliken vnde gutliken hen ghelecht syn, vnde schal en evich
sone vnde stede vrede syn vnde bliuen twisschen der stad Hamborch vnde
den vorbenomeden juncheren vnde greuen van Oldenborch, (vnde se) willen der <
stad Hamborch tho denste vnde tho willen wesen, wor se dat myd eren vnde
myd redelicheit don mogen vp der stad koste, vnde wo de deghedinghe tbo ;
ghegan synd, dat vinde gi an dessem inghesloten sedelen. Wy hadden gherne
gheseen, dat de ene schade den anderen vorbod hadde, doch dat konde ^J
nicht hebben. Aldus so hebbe wy gheramed vp juwe behagend: wil juwe er-
samicheit schenken den vorbenomeden jungheren vnde greuen Diderik vnde
Kersten van Oldenborch veerhundert rynsche ghuldene vp sunte Jacop dach
tho vntrichten by juncher Sybed edder wor he jv scrift, dat juw nicht aflegeo
zi, so schullen desse deghedinge, alse de tzedel ynnehold, vast vnde stede
bliuen tho ewighen daghen, vnde tho besegelende, also de ynnesloten tzedeli
ynnehold. Oft wy vns ok jerghend ane vorsumed hadden, dat nutte vnde vroai
26 1418. Apr. 22. oder 23.
zin, de dachuard bynnen Bremen tho besendende^ alse des ersten gheramel
was, myd den wy ock vnse radescumpane darsiilues senden willen. wente de
ei'werdige in Gode vader vnde her ertzebiscop van Bremen ze an gbeleyde
besorghen wil, alse he vns ghescreuen heft. Ok so hebbed vns de rad m
Bremen ene vthscrift ghesand enes breues^ den de juncheren van Oidenborcb n
se ghescreuen hadden, ynneholdende^ dat de vnse velich wesen schollen aSnk
tho vor se siiluen vnde al de ghenne. dede vmme eren willen don vnde litH
wilien, also dat de van Lubeke vnde wy de dachuard, alse des erst vorramei
ward, nicht vorlegghen willen vmme des besten willen, dat wy dar ane wegbei,
vnde bidden vruntliken, dat gi dit also den ergenomeden juncheren vorkundigbeo,
dat se ock der dachuard bynnen Bremen warden^ alse des erst gheramed ii.
Vnde wes den van Lubeke vnde vnsen vrunden, wan se, icht Godwyl, to Bre
men zin, in desser zake wedderuard, dat willen se juw denne wol benalen.
Darvmme so begheren de van Lubeke vnde wy, dat gi vort des besten rainea^
alse gi gherne don, vnde van dar nicht en varen. Dat wille wy gerne vo^
schulden.
Nach einer im Archiv b^findlichen Abtchri/t axtf Papier.
Die Rathmdnner Cord Brekewold und Detmar von Tunen bertchten dem Rathe vm
Lubeckj dass sie nach den in Hamburg empfangenen Mittheilungen dit
Tagefahrt in Bremen fUr nUtzlich halten. 0. J. (1418.) Apr. 23.
V runtlike grute mit begeringe alles guden tovoren. Ersamen leuen heren
vnde vrunde. Willet weten, alse wij to Hamborg gekomen weren, spreke wij
mit dem rade darsulues vmme vnse werue vnde sunderges vmme de dachuart etc.
Darup, leuen heren, se vns to kennende geuen^ wo dat en des donrdages spade ^
breue van hern Tideman Serntyne vnde hern Johan Wulue gekomen weren,
desuluen se vns lesen leten, dar se mank andern worden in gescreuen, vnde
wo dat se mit den juncheren van Oldenborch des sondaghes Jubilate to wordeo
gewesen hebben vnde hebben sik so mit em vordreghen, datmen en vp sunte
Jacobs dach negest komende geuen scholde IIII^ rinsche gulden, so wolden de
vorbenomeden juncheren van Oldenborg besegelen vnde louen enen steden
vasten vrede etc., alse gij dat vterliker vindende werden in der van Hamborg
breue mit den copien der vorbenomeden scriffte. Hirup, leuen heren, hebbe wy
gesproken vnde mit den van Hamborg ouerweghen^ vnde bevruchten vns wol,
dat id men een aflecged vnde en loes fundament en sy, vp dat se vnse vrunde
1418. Apr. 23. 27
yd der zee mede bringen mogen. Ok so dunket vns, dat wij nicht darane so
wol besorghet vnde vorwart en sin. alse wij scholden. Darvmme sint wij eens
geworden vmme des gemenen besten willen^ dat wij de dachuard^ alse geramet
ys, holden willen^ darane wy gerne des besten ramen willen. Ok so screue
wy hern Tidemanne vnde hern Johanne vorscreuen antworde vp eren breflP,
alse desse copie ynneholt hirynne besloten. Ok hebbe wij gesproken mit den
van Hamborg vmme Marquard Tymmen, darup se vns antworden, dat se sik
mede beworen hebben vnde willen na claghe vnde na antworde in twen efte
dren dagen de sentencien iu in beiden siden bescreiien besegelt senden, dar
gy iu na richten moghen. Ok, leuen heren, wes iuwe wisheit nutte dunket na
lude der copien^ dat moghe gy vns sunder sument benalen^ dar wil wij gerne
des besten ane ramen. Vorder, leuen heren, hebben vns de van Hamborg be-
riebtet, wo dat dat schip, dat vnse vrunde mede vte hebben tor zewart, dar
moten se alle mand vor gheuen V mark vnde hundert, darvan hebben se vte
gheuen L mark, vmme dat ander hebbet se vns ghemant, dar wij en to ant-
worden^ dat se dat iu vorscriuen scholden. Sijd Gode beuolen. Screuen vnder
mynen Cord Brekewoldes ingesegel, an sunte Georgii dage.
Cord Brekewoll.
Detmar van Tune.
Aufschrift: Eisamen wisen mannen, heren borgermeistern vnde rad-
mannen der stad Lubeke, vnsen sundergen guden vrunden, gescreuen.
Nctch dem Original auf Papier, Das aufyedrUckie Siegel (Preasel) ist tindevtlich.
I
Die Graf en Dietrich und Christian von Oldenburg urkunden Hber die von ihnen mit
den Stadten LUbeck und Hamburg geschlossene Siihne. 1418. Juni 12.
Wij Diderik vnde Kersten brodere, van Codes gnaden greuen tho Olden-
borgh. Bekennet vnde betughed openbar in dessem breue vor alien luden, dat
wij vns leeffliken vnde vrundliken hebben vorscheeden vnde vorsfined to ewighen
tijden vnde eenen steden vasten vrede ghegheuen vor vns, vnse eruen, nako-
meiinge vnde vnse knechte vnde vor alle de ghenne, dede vmme vnsen willen
doen vnde laten willen vnde ok van rechte doen vnde laten schuUen, beyde to
lande vnde to watere, myt den ersamen heren, borghermesteren vnde radmannen
▼ndegantzen meenheyden der stede Lubeke vnde Hamborgh, vmme alle schelinge
vnde IwidracKt, de twisschen vns vnde en wente an dessen dach ghewest syn, in
4*
28 1418. Juni 12.
desser naschreuener wijse: dat wij vorbenomeden greuen^ vnse eruen vnde ofr
komelinge dat nvminenner haten offte wreken willen edder an en offte da
eren wreken laten, vnde willet ok ofTte vnse eruen vnde nakomelinge schuUet
nemande in tokonienden tijden an vnsen ghebeeden, steden vnde sloten eot-
holden, husen vnde lieghen, den coopman to beschedighende, vnde de gheseiki
vnde vthliggers, de wij nv tor tijd bij vns hebben, de wille wij myt eren schepH
so by vns beholden, dat se denie coopmanne vth vnsen lande, hauenen vnde
ghebeede neenen schaden doen schullen. Vnde desse ewighen sdne vndevrede
loue wij Diderik vnde Kersten, greuen vorbenoined, vor vns, vnse eruen TDde
nakomelinge vnde vor vnse knechte vnde vor alle de ghenne, dede vmme vosea
willen doen vnde laten willen vnde van rechte doen vnde laten schullen. deB
erbaren borghermesteren vnde radmannen der stede Lubeke vnde Hamborgb,
vnde alle articule, stucke vnde word so stede vnde vast sunder arch edder list
vnvorbroken to holdende in ghuden truwen, vnde hebben des to tughe vnde b^
kantnisse beyde vnse ingheseghele witliken vnde myt willen vor dessen breff
henghed laten. Vnde wi) borghermestere vnde radmanne der stede to Breuieo
vnde to Oldenborgh bekennet openbare in dessem breue, dat wij vmme bede
willen der erghenanten iunckheren Diderikes vnde Kerstens, greuen to Olden-
borgh, to witlicheyt desser vorscreuenen stucke vnser stede ingheseghele tnede
vor dessen suluen breff hebben hengen laten, dede gheuen vnde screuen is na
Codes bord dusent iar veerhundert jar darna in deme achteynden iare, des
neghesten sondaghes vor sunte Vites daghe des hilghen mertelers.
A'otA einer im Archiv befindlichen Abschrift, duf iceirher, anacheinend von der Hand eines Liibischen Schreibfr^f 6f
merkt iat: een breeff rorseyfilt ran den greuen van Oldenborg den steden nabesrreuen.
Der Rath und die Geineinde zu Molln urkunden liher die von ihnen dem Rathe von
Lubeck geleistete Huldigung. 1418. Jun. 14.^
\\ y borgermeystere, radtmanne vnde meynheyde des wyckbeldes Molne.
Bekennen vnde belhugen apenbar in dessem breue vor alsweme, dat wy vnde
vnse vorfaren van dem yrluchtygen fursten vnde heren, heren Erike, hertogen
to Sassenn, yegenwardigen hertogen Erikes synem vader, vnde hertogen Johan,
synem broder, denn God gnedich sy, vnde van eren vorfaren, hertogen to
1) Die Auflstellnng dieser Urkonde kann nur von dem Rathe von LQbeck yeranlasst sein, in der Absicblr
Bich ihrer in dem Prozesse gegen den Herzog Erich Ton Lanenbnrg su bedienen.
30 1418. Juiii 14.
bidden ji\ dat gij den van Rost6gk dessen vnsen breff, den wy jA hirmede senden,
vnvertogelik vort an se willent schicken. Screuen des dinxedages vor Viti, vnder
vnsem secret., rnillesimo CCCC XVIII.
Consules Lubicenses.
Aufschrtft: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconrsulibus e
consulibus Wisniariensibus, amicis nostris sincere dilectis.
N<ich dem Original im Rathsarchiv zu Witmar. Mit aufyedrucktem wohierhaitenem Secret.
Lenimeke von Buchwald leistet dem Rathe von Lubeck Urfehde und versprichty tl
einen Monai lang mit zehn Gewaffneten zu dienen. 1418. Jun. 17.
ik Lenimeke van Bocwolde, knape^ heren VoUerdes sone seligher decht-
nisse. Bekenne openbare an dessenie breue vor allesweme^ dat ik den erbaren
heren, borghermeisteren vnde radniannen der stad Lubeke, eren borgheren,
deneren vnde den eren vnde eren nakomelinghen vnde aile den jennen, de
desse sake mede anrorende sint, nnt vrigein willen ene rechte orveyde dan
hebbe vnde doe mid craft desses breues vmme des oueruanghes, hindernieze
vnde wait willen, den ik den eren vnde deme kopman dan hebbe, dar ik an
eren sloten vnmie sad, dat doch de erbaren heren mid rechte suarliken nioch-
ten gherichtet hebben, dat se my doch vmme bede vnde vruntiiker leue willen
myner vrund vnde myner thogeuen hebben , also dat *ik den vorbenomeden
heren schal vnde wil en to den[n]ende eyn mant al vmme sulF teynde mid
gleuitMi weraftich vppe myn eghen euenture, vppe der vorbenomeden heren
koste vnde voderinghe, wanner dat ik vnde de myne in to Lubeke riden
vnde dar wedder vet, vnde seal vnde wil dat don, wanner se dat van my
esschende sint. Vnde ik Lemmeke vorbenomed vortmer ghansliken vorlate al
der maninghe vnde wrake, de van desser vorscreuenen sake komen moghen,
vermid[del]delst myner ede vor my vnde vor myne eruen vnde vor alle myne
maghe, geboren vryle vngeboren, vnde vor alle de jennen, de vmme mynen
willen don vnde laten willen, to ewighen tiden to holdene in guden truwen
sunder jenigerleie argelist., also dat ik dersuluen vorbenomeden heren, borg^eren
vnde den eren nummer viand werden wil vnde noch en schal vmme der vor^
benomeden sake willen edder nement van myner weghen noch jenigherleie (wis)
se vnde de eren beschedeghen wil, noch in rade oFte in dade (sin) hemelik
edder openbare, to lande edder to watere, dat se beschedighet werden^ vnde
1418. Juni 17. 31
ioue dit rnit vrigen willen vnbedwunghen stauodes edes to den hilgen gesuoren
mid vtstfeckeden armen vride vprichten vinghereri^ dat ik desse orveide vnuor-
broken holden M^il vnde al de anderen vorscreuenen stucke. Vnde wy DetlefiF
van Bocwolde, des erbenomeden Lemmeke broder^ Ludeke van Bocwolde., Dei-
lefif van Bocwolde Snoten sone, Eler Ratlowe, Marquard van Sigghein. Joachim
Kuren, Johan Hummersbuttel, knapen^ bekennen vnde betughen openbare an
desseme suluen breue^ dat de erbenomede Lemmeke alle artikele vnde stucke
louet heft in al der wise alse^ vorrAret is, mid vnseme willen, vulbord vnde
hete, vnde wy mid em hir enbauen louen ok in guden truwen stede vnde vast
to boldene mid ener sameden hand sunder jenigherleie arghelist vngliescheiden
fnde ein jewelk vor al, dat al desse vorscreuenen stucke van vns vnde van den
vnsen vorghenanten vnuorbroken sunder jenigherleie insaghe holden werden in
tokomenen tiden. To ener groteren betuchnisse vnde merer bewaringhe alle
desser vorscreuenen stucke vnde artikele so hebbe wy Detleff van Bocwolde, Lu-
deke van Bocwolde, Detleff van Bocwolde, Eler Ratlow, Marquard van Sigghem,
Joachim Kuren, Johan Hummersbuteie vnse ingheseghele mid dem inghezeghele
des erbenomeden Lemmekens in rechter endracht witliken an dessen breff ge-
lianghen laten. Screuen na Codes bord dusend verhundert in deme achtey(n)den
^are, des neghesten vrigdaghes na Viti des hilgen mertelers.
Nath dem Original mit siebttn anhangenden Siegeln. Dcut des Detlev Buchwald, Bruder des Lemmeke, fehlt
*anscheinend abgeschnitten. Ijemmeke von Burhwald, vgl. Siegel des M,'A. Heft 3 p. 13.
Mart/vard von Sigghem, Heft 6, p. 148. Joachim Kuren, Heft J, p, 37. Johann Hummers-
huitel. Heft 5, p. 77. Detlev Buchwald, Snoten Sohni Siegel rundy 2^lio Ctm. Auf stehendem Schilde
ein Bnrenkopf mit weit aufgesperrtem Hachen, rec.hts gekekrt. Umschrift unleserlich. Ludeke Buch-
toald: Siegel rund, 3 Ctm. Auf dem Schilde ein rechtsgekehrier Bdrenkopf mit weit aufgesperrtem Rachen^
Krone und Zunge undeutlich. Umschrift unleserlich. Eler Ratlow: Siegel rund, 2^!^ Ctm. Auf
stehendem Schilde cine quergelegte linke Spitze. Umschrift undeutlich,
XXVIU.
Lemmeke von Buchwald htttet den Rath von Lubeck fiir sich tmd die Setnen um
Schutz gegen einen Dtenstknecht Namens Glaus Werners. 0. J. (Anfang
des funfzehnten Jahrhunderts.) *)
V runtlike grote myt begheringe alles gudes. Wetet, erliken heren
borghermester vnde ratman der stat Lubeke, wo en denstknecht, de Clawe
Werners hit, de myk in schuldinge holt, dar he myk vnde de mynen vmme
hynnert in iwer stat. Bidde iu vruntliken, dat gi den suluen erbenomeden
1) Diese Urknnde and die beiden folgenden sind in Ermangelang bestimmter Anhaltspiinkte fiir die Datirang
hier angeschlossen, weil die drei Aassteller in ^ 27 gemeinschaftlich genannt sind.
32 Anfang des runFzehnten Jahrhunderts.
Clawe vor my bidden willen, dat he inyk al sulker vnrechten hynnernisse quith
lathe. Wert dat he my yerghen worvmme schuldighen wolde, so wil ik ailei
rechtes bi iw bliuen to dotide vnde tho nemende. Varet wol tho Gode. Screoei
vnder myme yngesegel.
By my Lemmeke van Bucwolde.
Atifschrift: An de erwcrdighen heren, borghermester vnde ratman derslil
Lubeke^ kome desse breP.
Ncu:h dcm Original auf Papier, Mit Resten des aufyedruckten SiegeU,
Detlev von Buchwald schretht an den Rath von Lubeck in Bezug auf erne ungert^
fertigte Beschuldtgung seines Krugers in Altona^ Ludeke Holste, durch dm
Fuhrrnann aus Liibecky Eler Vlunke. 0. J. (Anfang des funfzehntf%
Jahrhunderts.)
\ runtliken grote mit begheringhe alles guden. VVillet weten^ erwerdigbeo
heren borghermester vnde rad dei stat Lubek^ wo my claghet heft myn krogher
to Oltena, Lutcke Holste, vnde sin husvrowe, wo en driuer in iwer stad is, des
sin name het Eler Vlunke^ de secht^ wo he penninge in sime huse vorlorenbeft,
vnde secht, dat he vnde sine husvrowe de vunden hebbet, dat he em doch to
vnrechte ouersecht^ alse se claghen vnde dar recht vor beden, dar se vorder to
segghen: wil he ere recht dar nicht vmme nemen, erer en wil mit em en
glogendich yseren darvmme antasten. Dar Vlunke vorder up secht, dat he
twe hibesche ghuldene seen heft^ de suluen, de he vorlos^ vnde vunden heft bi
eneme karmanne, des sin name hit Tideke Schoulenborch, ok iwe borgher is^
alse Vlunke secht, dat em myn lanste edder sin husvrowe de suluen twe ghul-
dene gheuen heft, dat he em ok to vnrechte ouersecht, alse he des tut in
erbenomeden karman^ vnde heft en vnde sine husvrowen mit sulken wordeo
ruchaftich maket. Bidde iw denstliken mit alien vlite, dat gi willen vnnerwisen
den erbenomeden Vlunken^ dat he mime armen lansten erbenomed vnde siner
bedderuen husvrowen wil lik don vmme sodanich vnlik, alse he em ouersiecht
I
heft, wente gi mynes mannes vnde siner bedderuen husvrowen to rechte A
mechtich sin. Weset Gode beualen sunt vnde salich to langhen tiden.
Detlef van Bucuolde Snoten sone.
Aufschrift: Den erwerdighen heren borghermesteren vnde rad der stat
Lubeke kome desse bref.
Nctch dem Original in Brief form auf Papier mit den Siegel-Einschnitten , dcm Streifen fur den Brie/tehiuss tmd it
Spur des aufgedrUckt gewesenen SiegeU,
Anfang des runfzehnten Jahrhunderts. 33
Ekr Ratlow vertheidigt stch gegen den Rath von Liibeck wegen einer thm zur Last
gelegten Rduberei 0. J. (Anfang des funfzehnten Jahrhunderts.)
Minen vruntliken grut touoren. Erwerdyghe heren vnde ghuden vrunde.
Wyllet welen, dat ik juweri breff wol vornornen hebbe, also gy schryueri, dat
ik hebbe en houetman ghewesen oppe denje velde. Des wetet, dat ik wyl to
Lubeke inryden des neghesten daghes na sunte Mertene vnde wyl my des wol
veranlwerden, wo my dat nen sunderghe nod en beneme. Ok also gy schryuen
vmme den vanghen^ den ik jv schal quyt gheuen^ den hebbe ik jo langhe quyd
gbeuen vnde he heft langhe vte ghewesen. Schreuen vnder mynen ingesegel.
Eler Ratlow.
Aufschrift: Den erwerdyghen heren borghermesteren vnde radmannen der
Stat to Lubeke gescreuen.
A'ocA dem Original auf Papier an der Registratiir. Mit aufgedrUcktem aehr beschddigtem Siegel. Ziemlich
iesbar ist noch die Umschri/t: + S* BLaRaS <^ RKZLOWeLU,
DerKnappe Godeke Rodewold urkundet iiber die von thm mit dem Rathe von Lubeck
geschlossene Siihne. 1418. Juni 24.
ik Godeke Rodewold, knape. Bekenne vnde betuge openbare in desseni
breue vor alsweme, dat alle vnwille, schelinghe, twedracht vnde veyde, de ge-
weset sint bet in dessen dach twisschen den ersamen heren borgermesteren
i^Dde radmannen vnde der menheyd der stad Lubeke samentliken vnde besun-
deren vnde my vnde alle den mynen, gentzliken vnde al to eynen vruntliken
ende bygelecht, gevlegen , vorened vnde gesonet sin, also dat noch ik noch
oement van myner wegen dar in tokomenden tijden rtier vp saken enscholen
noch enwillen. Vnde ik schal vnde wil der vorscreuen heren borgermestere
vnde radmanne, erer menheid vnde der eren beste truweliken weten, weruen
vnde don, wor ik kan vnde mach. Ok enwil noch enschal ik ere vyend in to-
komenden tijden nummer werden vnde wesen, vtgenomen in mynes i^echten
heren openbaren krijge. Vnde de summe geldes, dar se mynen willen vnde
vruntscop mede gemaked hebben, de hebbe ik van en to mynen willen vnde
gantzer noge in gereden., telleden penningen vntfangen vnde gekered, wor my
ft
des luste^ vnde ik vorlate se des ok in craft desses breues gentzliken quiU
leddich vnde los van aller nanianinge. Vnde to merer tuchnisse der warheid
alle desser vorscrenenen stucke hebbe ik Godeke erbenomed rnyn ingezegel
mit guden willen gehenged vor dessen breft. Datum anno Domini i^l CCCC XVUl^
ipso die Natiuitatis sancti Johannis Baptiste.
iVooA dem Original. Mit anhangendem SiegeL Rs ist rund, S Ctm. Ueher einem gelehnUn Schiid, der ein
mit rier au/liegenden Pfdhlen beiegten Qverbalken zeigt, steht ein rechtsgekehrter Heim, welcher mit x
P/auenachwdnzen hesteckt istf Hber einem Wulst^ twischen dena^lben ein dritter P/auensekwant geMturz
Helmdecke in Form von drei Bdndern, nach corn ragen zwei Bander hervor. Umschri/t: S' gv6fftc4-<<<
roJfwofl <► «0
Die in Liibeck versammelten Hansestddte geben eine Entscheidung in einer Klag
mehrerer Liibecker Burger gegen den Rath von Rostock wegen rUckstdndig
Rente. 1418. Nach Juni 24.
item so sint vor den steden geweset etlike erbare borgere van F^ubeke
mit namen her Hinrik Meteier^ Thomas Kerkring. Johan van Damen^ Thymme
Hadewerk vnde hebben sik beclaget van den van Rozstoke vmme ere vorsetene
rente vnde schulde^ de se ene lange vore entholden hebben, darto de ersame
her Hinrik Cattzowe, sendebode der ergenanten der van Rozstoke geantwordet
heft etc. Vnde na beyder deel rede vnde antworde seden de stede^ se scholden
darvmme tozamende gan vnde vorsoken^ eft se sik in vruntscop mochten vor-
gan. Des sint de ergenanten clegere van Lubeke vor vns wedder komen vnde
hebben vns berichted, dat se sik mit den van Rozstoke nicht vorgan konden,
vnde beden de stede^ dat se en ghnnnen woiden, dat se mit rechte inanen
mochten, gestlik edder werlike, de van Rozstok ergenant, so lange dat se van en
vornoget worden. Also beden de stede, dat se noch darfnede eyn vruntlik be-
stand lijden wolden went to Paschen ersttokomende, deme se so gerne don
wolden. So spreken wij stede vt vor en recht: etFt de van Lubeke nicht vor-
noged edder betaled worden van den van Rozstoke up Paschen, so vorscreuen
is, dat denne desse clegere van Lubeke [denne] dat mogen manen na vtwisinge
erer breue mit gestiiken edder mit wertlikem rechte, wo en dat bequemest is.^
Au8 der lAbecker Handnchri/t des Hanserecesaes von 1418, Joh. Bapt
1) Nach einem Beschlusse der Hansestftdte von 1417, Joh. Bapt. dnrfte ein Biirger gegen den andem lor
Einmahnung einer Schnld geiBtliches Recht, ansscr weiin ihm das stftdtische Gerioht Beistand Tersagta,
nicht anrnfen. „Vortmer hehhen de stede vorramet, dat, wor eyn horgher in ener heniestad dem aoderan
Bohaldioh ys, dat seal eyn dem anderen afvordcren vnd manen mit der stad rechte ynde dat nyneme
geistliken manne to manende yplaten, alse yere cme in der stad recht schen moge."
1418. INach Juni 24. 35
Die in Lubeck versammelten Sendeboten der Hansestddte fordem von dem Rathe von
Einbeck Ersatz dafur^ doss vor Jahren Mitglieder des alten Bathes und
andere aus Lubeck Vertriebene von Einbeck aus ungeachtet des thnen von
dem Rathe daselbst geyebenen Geleites durch den Herzog Erich von Braun-
schweig vherf alien und zur Zahlung einer grossen Summe gezwungen wur-
den. 1418. Nach Juni 24.
1 ost salutacioriem. Leuen vriinde. De erbare rad der stad Lubeke, vnse
besunderen vrunde, hebben vns wol berichtet^ wo in vortijden, do de ersamen^
deolde rad vnde ere vrunde^ vte Lubeke gheenged weren, se ichteswelke van en,
alse endeel eres radescutnpane vnde endeel erer inedeborgere^ vpzenden woiden
by vnsen heren, den Romischen koning^ des se sinen geleydes breff hadden.
Vode alze de suluen in iuwe stad quemen vnde iw vnder andern worden beden,
dat gij en iuwe geleyde inede gheuen, also gij deden. dat en do iuwe her her-
toge Erik ute juwer stad na reed vnde vengk se ute juwer stad vnd dar wedder
in vnder vnses hern^ des Romischen koninges^ vnde juweni geleyde; vnd de
jenne, de gij en inede gheuen hadden van juwen denren, se to leydende^ de
billiken bij en schulden gebleuen hebben^ se to beschuttende, reden van en
vnd vorleten se^ allene se doch wol irkanden^ dat id juwe here whs; vnd dar
enbouen schattede he en ai\ eyne merklike sumnien geldes^ alse XXIX^ vnde
L gulden ane perde, hane vnde rede gelt also gud alze V^ gulden^ der gij
suluen en deel entfingen. Yodoch so enwuslen se mit juwem ergenanten heren
anders nicht denne leue vnde vruntsoop. Vnde wente, leuen vrunde, dit allcnt,
alsowij berichtet sin, ute juwer stad in iuwea) leyde vnd dar wedder in geschen
ys, so bidde wij iu vruntliken, dat gij id by iuweme vakenomeden hern alzo
vorarbeiden, dat den vorscreuenen van Lubeke, vnsen frunden, sodane ere
schade vorbot werde, vppe dat gij des in nynen schaden enkomen, wente se
dar nicht niede besitten en willen. Vnd wo des ok nicht en schege, so ys id
vns mit en also gewand, dat wij se vorscriuen, vorbidden vnd by eren rechten
bJjuen moten Vnd wes vnse vrunde van Lubeke vnses vruntliken vorscriuen-
des hijrane geneten inogen, begere wij vns vnuotorgerd to scriuende bij dessein
boden. Sijt Gode beualen etc.
Radessendebodeh etc.
A9f9 der in Lubeck befindlichen Handschri/t des Hanaerecesaes von 1418, Joh, BapU Das Schreiben trdgt die Ueber-
schri/i: Littera miasa Embecenaibus ob rogatum dominorum conavlum Lubieensium.
, N*.
i
^
<
1418. Vor Jiili 12. 37
inynes heren, des koninges^ coplude vnde vndersaten alle den steden, dar se
geweset sin^ dat en anders nicht denne ere vnd gud wedderuaren ys ane van
(lessen vorscreuenen van Reuele^ de ere egene bod suiuen nicht gebolden
hebben, aise en lichte wol horde, men hebben des ergenanten mynes heren,
des koninges, vndersaten grofliken beschediget, vorweldet vnde vorvnrechted,
aize iu desse brefbringer vurder mer vnderrichtende werd, dan ik iu schriuen
kan. Hirumme bidde ik vruntliken juwe erbarheid, dat gij se hijr an*e vnder-
wisen willen^ dat se sik suiuen hirane richten. wente ik node zeghe, dat es
my vurder nod dede,, vor myner herscop to clagendej worvan begere ik eyn
vrunllik antword van iu wedder to scriuende, bedende ouer my etc. Screuen to
Nyborch' etc., anno 1^ »CCC(!; XVIIl.
Nach einer Ahschrift in der Luheck^r Handschri/t des Hanserecesses von 1418, J oh. Bnpt,
Der Rath von Lubeck ertmedert dem Ritter Christian Ntclesson, dass die Revaler nur
das Verbot des Handels mit Russland in AusfUhrung gebracht haben. 1418.
Jul 12.
rLer Kersten, besundere gude vrund. AIze gij vns gescreuen vnd ge-
claget hebben ouer de van Reuele, dat se des heren koninges vndersaten groten
ouerval vnd schaden gedan hebben, etiiken ere gud genomen vnd etiiken ere
schepe gehindert vnd vp eede gedrungen, dat nen recht ys noch geweset hefft,
vnd secgen, dat sij eyn bod der menen henzestede etc., des willet weten, da^
wij iuwen breff hebben lezen laten den zendeboden der menen henzestede,
nfiank welken ok weren de zendeboden der van Reuele. Des was den menen
steden indechtich, wo vmme schelinge vnd twidracht twischen dem copmanne
vnd den Russen were geboden vnd gesat van den meynen henzesteden, den
Russen noch aff noch to to vorende vmme des gemenen besten willen. Wor-
onime, wat de van Reuele gedan hebben, dat hebbet se van beuelnisse der
We gedan dem menen besten to nutte vnd to gude, alze wij dat ok vor tij-
Jen vnsem gnedigen heren, dem koninge van Dennemarken etc., gescreuen
hebben. Hirumme bidde wij juwe leue mit fruntliker begeringe vnd vlitiger
sndacht, dat gij de van Reuele hirane nicht vordenken, sunder wes se alzo
gedan hebben, to dem besten keren vnd se vnd de ere vnd den gemenen cop-
1) Verschrieben ffir Wyborch Kerstcn Niclesson war Vogt in Wiburg. Vgl. Lief-, Estb - \\. Curl.-Urk.-B.
Tb V ^ 2241, 2249, 2295.
38
1418. Juli 12.
man riergen arie en hinderen. Dat will** wij vnune jiiwe ieue gerne vruntlikeo
vorschulden^ wor wij rnogen. Screuen des dinxedages vor Margarete, vnder
der van Lubeke secrete, (sic.)
Consules Lubicenses.
Sack tiner AL^chrift in dem lAbcckfr Manuscript des Hanterecesaca von 1418^ Joh. Bapt.
Kiinig Sifjismund ladet den Rath von Lubeck zum zweiten Male^ vor ihm im Geridi
zu erscheuierif um auf die Klage des Herzogs Erich vo7i Sachseti'Lautir
burg wegen der Stadt Molln zu aniworten. 1418. Aug. 2.
\V ir Signiund^ von Gotes gnaden Roniischer kung, zu alien tzijten merer
des riclis. vnd zu Vngern, Dalniacien^ Ctoacien etc. kung. Einbieten den er-
sanien burgernieistern, ratniannen vnd burgern getneinlicii der stat zu Lubeke,
vnsern vnd des richs lieben getruen, vnser gnad vnd alies gut, vnd tun ucb
kunt mit disseni, daz wir zu gericht gesessen sin zu Baden, auF dem Frythoue,
vfldiesen tag, als diser brief gegeben ist, vnd daz doselbst fur vns kome in ge-
richt der hochgeborn Bernd, hertzog zu Sachsen, zu Engern vnd zu Westualen,
vnser lieber nheim vnd iurst, an stat vnd von wegen des hochgeboren Ericks,
audi hertzogen zu Sachsen, zu Engern vnd zu Westualen, sins bruders, vnd
mit sinem gantzen vnd vollen gewalt vnd liess do ein abschrillt des ladbriefs',
als ir von des egenanten hertzog Ericks clage vnd von der stat Moln mit
sampt den czollen doselbst vnd mit aller ander irer zugehorunge wegen, uch
vor vns des nechsten tags nach sant Jacobs tag nehst vergangen zu uerant-
worten geladen waret, vnd clagt also durch sinen fursprechen, ais rebt ist^ iQ
uch vnd derselben stat Moln mitsampt den zollen doselbst vnd aller ander irer
zugehorunge, das alles von vns vnd dem heiligen riche zu lehen get vnd der {
vorgenante Erick von vns mit andern sinen herlikeiten tzu lehen empfangei
hat, als er meynt, sin erste clage vnd bede doruf, vnd bat im an einer vrteil
zu erfaren, diewil ir nicht da weret noch nyemand von ewern wegen, der das
von ewern wegen vnd an ewrer stat verantwort, waz denn furbass des vorge*
nanten Ericks rehten dorumb were, wann uch doch der vorgenante ladbrief
reht vnd redlich geantwort were, als er auch des den boten alsbaid vor vns Id
gericht stalt. Do fragten wir die fursten, die by vns an dem gericht sassen,
dorumb des rehten. Die erteilten dorumb einhelliglich zum rehten, wir solten
1) Vgl. J^i 18.
1418. Aug. 2. 39
ucb ewern andern rehttag setzen vnd verkunden vber sechs wochen vnd drey
tage nach dem tage vnd uch diser gegenwertig brief geantwort were, vnd solt
uch das verkunden vnd diesen brief antworten ein erber man, der wapensgenoss
were, der auch Haider fur gericht kome vnd swure zu den heiligen, daz er uch
den brief geantwort het. Dorunib von Romischer kunglicher maht vnd gewalt
setzen vnd bescheyden wir uch dorumb ewern andern rehttag fur vns oder
wem wir die sache beuelhen in unsein kunglichen houe vber sechs wochen
vnd drey tage nach dem tag, als uch diser brief geantwort ist, rehts gein dem
vorgenanten Erike zu pflegen. Wann tet ir des nicht, man wurde dorumb zu
och furbass rehten vnd in der sache tun, das sich dann von rehts wegen dorum
zu tund geburt. Geben zu Baden , vnder vnsem vnd des heiligen richs hof-
gerichts vffgedrucktem insigel , nach Cristi geburt viertzehenhundert jar vnd
dornach in dem achtzehenden jar, des nehsten dinstags nach sant Peters dach
ad vincula, vnserer riche des Vngrischen etc. in dem XXXII vnd des Romischen
in detn achten jaren.
Petrus Wacker.
JSach dem Original im Koniglich Preussiscken Staat$archiv in Sehieswig. Mit als Pressel aufgedrucktem Siegel
des Konig lichen H of gerichts.
^agearttkel des Raths von Lubeck gegen den Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg.
1418. Aug, 3.
Jurbaren vnde wysen manne?i, heren borgermesteren vnde radmannen,
^ulmechtige radessendeboden der stede van der Dudeschen henze nu tor tyd
^nnen Lubeke to dage vorgaddert, besunderen leuen frunde. Alse wy vnse
clage vnde ansprake, de wy vnde de vnsen to dem hochgebornen vorsten vnde
heren, heren hertogen Erike van Sassen etc., hebben, vnde der wy by juwen er-
i^arbeyden gebleuen zyn an rechte edder an vruntscoppe to vorschedende, so sette
Wy borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke vnde geuen van vnser vnde
der vnsen wegen vnse clage vnde ansprake tegen den ergenanten heren her-
togen van Sassen in derwyse, alse hyr nascreuen steyt, vnde begeren van vns,
▼an vnser vnde der vnsen wegen, de ergenante here hertoge van Sassen darto
vnde to enen isliken stucke hyr nascreuen antworde vnder sinem ingesegele,
vnde wor he nich to antworden wolde, hope wy, dat he des dorch recht schoie
i^orwonnen zyn, wes he ok nicht bekennich wesen wolde, hope wy, to bewysende,
40 1418. Aug. 3.
also wy van rechte schoien, vride beholden vns de macht an desser suiuea
scrift, icht wy jenigen schaden nier bevragen konnen, den de sulue here her-
toge vns edder den vnsen gedan heft, dat wy jw den schaden bescreuen aue^
geuen rnogen er der vorschedinge, vnde ok, dat wy desse vnde der vnsen an-
sprake vorbeteren, voranderen, korten edder lengen niogen, icht vns des nod
vnde behofl* worde, dar wille wy vnde de vnsen vnuorsumed ane wesen to
vnseine vnde der vnsen rechte.
Int erste so sette wy vnde clagen, dat vnser stad de ergenante herloge
Erik van Sassen, bouen dat he vns vorbreuet vnde bezegelt hadde vnde heft,
dat he vnse vnde der vnsen. vyend nununernier werden wolde noch en scholde,
dar he vnser niochte to rechte niechtich wesen, also wy bewysen inogen vnde
willen niit sinern breuen, vnse wicbeide Molne vmbeclaged, vnuorwared vnde
vnentsecht heft afgewunnen, gebrand vnde vns vnde den vnsen darane vnde
dar vninielanges wonende beroued vnde niit gewald vnde wedder ere vnde
recht grofliken besohediged in der wy^e, alse hyrna allentelen gescreuen vnde
articulered steyt. Vnde wolde he ok secgen. dat he sik to den eren an vnser
stad vorwaret hadde, so te wy vns an dat recht vnde gesette, dat keyser Ka-
rolus, vnses gnedigen heren des Roniischon koninges jegenwardigen selige
vader, darvan gesat vnde niit der gulden bullen na vulborde der hereri kor-
uorsten vnde anderer vorsten vnde andersaten des Roniischen rikes bezegeld
heft, dat enie jo to vorne an vnde vorder den eineni anderen billiken teuiede
vnde geborde to holdende, welkes gosettes lud aldus is etc.: Et eos, qui de
cetero aduersus aliquos justani ditl'idacionis causani se habere fingentes, ipsos
in locis, vbi doinicilia non optinent aut ea conuiiuniter non inhabitant^ in-
temppestiue detidant, declaranius dampna quecunque per incendia, spolia uel ra-
pinas ditlidatis ipsis cum honore suo inferre non posse. ^ Et quia patrocifian
non debent alicui Fraus et dolus, presenti constitucione et in perpetuuin vali-
tura sancinius, dididaciones huiusinodi quibuscunque dominis aut perso-
nis, cum quibus aliqui Fuerint in societate , Familiaritate uel honesta quauis
amicicia conuersati, sic factas uel fiendas^ inposterum non valere, nee licere,
pretextu diffidacionis cuiuslibet quempiau) invadi per incendia. spolia uel rapi*.
nas, nisi diHidacio per tres dies naturales ipsi diffidato^ personaliter vel* in
loco^ ubi habitare consueuit, publice Fuerit intimata possitque de intimacione
huiusmodi per testes ydoneos* fieri plena fides. Quisquis secus quenipiani dif-
1) Aurea Bulla, c. XVII. Dc diffidationibus. Vgl. Emminghaua^ corpus juris Germanici Th. 1 p. 35.
2) Im Ms. figendas. 3J Im Ms. diffidando. 4) Im Ms. ct. 5) Im Ms. ydonyos.
1418.
Aug. 3.
41
fidare uel invadere inodo premisso presuinpserit, inramiam eo ipso incurrat, ac
si nulla diffidacio facta esset; quern eciain tanquam proditorem per quoscum-
que judices penis lega[bi]libus statuimus castigari etc.
Vnde wente de ergenante hertoge Erik sinen entsecgebreflF nicht en-
sande bynnen Lubeke edder bynnen Molne^ noch sine entsecginge in der suluen
stede welke vorkundigen let^ sunder do he Molne airede gewunnen vnde wol
hair vorbrand hadde^ quani sin entsecgliebreft' erst to Trauenmunde, so steid
hyr ut vnde vt deme vorscreuenen keyserliken gesette vnde ok ut sinen breuen
de he vns bezegeld heFt, wo he sik an vnser stad nioge vorwared vnde vns vnde
den vnsen desse nagescreuenen schaden gedan hebbe. To dem ersten^ in' deme
dat he vnser stad den hoff bynnen Molne affbrande mit siner tobehoringe,
nenie wy schaden:
int ersle VIIF mark
item an IIII perden, de van dem hone nomen worden, LX mark
item an grapen^ ketelen vnde kannen to vnser kokene beho£F XX mark
item nam de ergenante here hertoge vte vnsen tollen kisten C niark
item de torne uppe der sluse kostede IF mark
it^m let he breken van der sluse iseren vppe X mark.
Item nemen vnse borgere to Molne in dem vorscreuenen vorsatlikenbrande
^nde roue desse nascreuenen schaden:
'^^rslen Schomaker . . . . C mrc.
*^anneman . CL ^
^<>deke Zedorp C ^
^^ ressemansche C *
^^erneke Pesser . . . LXXX *
^^^ ester Jacob CL ^
^yzansche C ^
^'^^ns Berndes C ^
^^^ter Fund L *
^^inmeke Meyer .... CL ^
— 4 awes Zedorp .... LXXX ^
'-• •to Kuter X mrc. et C
^^lowe C mrc.
^ I rik Go(l)tsmit . . . CCCC .
T^ideke Vur CC ^
■^^rsten Brand XL ^
Hatenheten XXX mrc.
Hogeclawes C s^
Bramstede C ^
Borchard van Breniis . . . C «
Hermen Wilde XXX .
Heynek Neyt L *
Stute van Gysenstorp . . CCC *
Tydeke Herdink .... CC ^
Berchman CCC ^
Brutfyn CC ^
Diderik Grand CC *»
Ludeke de Kulen . . XXX mrc. et C
Bynnenvors C mrc.
Tydeke Reymers . . XX mrc. et C
Ecgerd Grand C mrc.
her Bertold Hertoge . XL mrc. et C
42
1418. Aug. 3.
Hans Kersern C mrc.
Pantemansche CL ^
Bernd Brucge XL *
Staueleke C *
Reyneke Folter LX ^
Clawes Jode CCC ^
Brun Kerzen CL *
Henneke Predeker . . . . C ^
Brand Scroder XL *
Bredeiield .... XX mrc. et C
Vunstorp CL mrc.
Heyneke Lore CL *=
Stenbekker .... XX mrc. et C
Wedderhoued LX mrc.
Pamperinsche LX ^
Hans Kersern C *
her Gland CL ^
Heyneke Springup . . XL ?
Wolter Bissowe C *
Waltuossche XXX ^
Arnd Bussow LX *=
Ludeke Piper LX ^^
Struk LXX ^
Panssenhagen L .^
Heyne Kutele CC *
Langemake C ^
Gorbeke XXX ^
Dytmer Predeker .... CCC ^
Clawes Sabensse .... CC ^
Cort Roper CIj ^
Brun Martsen XXX ^
Holtorp L ^
Vuzune XL ^
Peter Dene L ^
Turlut XL *
Duncker XXX <
her Jordan . . . . ,
. . . L n
Godeke Wegener . .
. . XL
Clawes Brumrner . .
. . XL
Hernien Gus . . .
. . XX
Vicco Greben . . .
. . CL
Cord Wilier . . .
. . CL
Tideke Habe . . .
. LXXX
Albert Disnacke . .
. . CL
Siuert Stubbe . . . ,
. . XL
Drauene
. . XXX
Stint
LXXX
Scheie
. . . L
Gnarrik
. . CL
Pattense
. XL
Heyne Grote . . . ,
. XXX
Beke M oilers . . .
. . M
Berchstede
. CL
Lutowe
. CC
Kruzing
LXXX
Dulstok
, . XL
Borchwedel
LXXX
Imtnenhusen . . . .
. XXX
Henning Holt . . . .
, . XXX
her Lore
, . CC
Clawes
. CL
Brucman
. . C
Bernd Lore . . . .
. LX
Langewilken . . . .
. CC
Bruniener
. CC
Hennike Hals . . . .
cccc
Gellich Rosenborch . .
CCCL
Clawes Wur
LXXX
Radeke Scappe . . . .
. CC
Hennike Kutel . . .
. . CCC
Vadder Johan . . . .
. CL
Vollan
. XL
1418. Aug. 3.
43
Waker CL inrc.
Crosse CL *
Damerowe XL ^
her Vrestorp C ^
Vitus CL -
her Kroger CC ^
her Brand CCC *
her Rike CC ^
Peseke LX ^
Bier XXX inrc. et C
tlinrik Vur CC mrc.
rymme Holste XXV ?
Witling XXV .
W liken Voget ..... XXV .
Wiiluerod CL t-
^Idepollene CC ^
-•aiicowe CC ^
-•udeke Sabensse .... CL ^
-udeke Brand . . . XL mrc, et C
'^ns Dusow C mrc.
Vulter Habe CCC ^
'ermen Bruns CCL ^
liiirik Cruse . . . CCCCCC ^
a cob Henke . . LXXX mrc. et C
'ans Prutze C mrc.
iatow LXXX .
^eter Reynek .... X mrc. et C
lichael .... LXXX nirc. et C
'eynek Dreger .... XL mrc.
ydeke Lore .... LXXX --
'ermen Lore . . . . X mrc. et C
tans Holste X ^ et C
'larquarl Scroder ... . XV mrc.
^amerowe L ^
^>wartowe LXXX ^.
**uscow CL ^
Hans Herder IIIF mrc.
Ludeke Hamborch ... V^ ^
Holbe LX ^
her Danneke C ^^
Peter Wegener . . XX mrc. et C
Ludeke Wegener .... LXX mrc.
Heyne Dregers wiff . . . XL *
liemmeke Bercowe ... W ^
Hermen Kreye XL ^
Pluchsole \j s
Hermen Schilling .... LX ^
her Disnacke CL *
her Schilling XXX *
Hartman XXVI *
Bate XL *
Hermen Hunger .... XXX ^
her Wangelow CC ^
her Rulowe C ^
VoUerd Visscher . . . XXX ^
her Peter XXX *
Hans Bocke XL *
Reme XXX ^
Culebus XL ^
Drewes Hunger . . . XXX ^
Olde Krege XL .
Godeke Schillink C ^
HuUevulle XX ^
Gobele XXX ^
her Boken C *
Hinrich Sten L ^
Templym LX ^
Willem XX .
Beke Vogedes XX ^
Enner Carnificis .... LX ^
Eylenhorst LXX ^
Bernd Hamme C ^
6*
Item so heft de Hilgegest bynnen Molne an siner kerken vnde an bi
weten, ornat vnde alle siner tobehoringe to beiden altaren schaden genami
van des vorscreuenen brandes wegen M mark.
Item hebbe wy van des vorscreuenen brandes vnde roues wegen schaden
genomen an doren, tornen, bussen vnde anderen weren M mark.
Item hebben vnse vorscreuene borgere vnde de nu nicht jegenwardich
en zyn, in dem vorscreuenen brande schaden namen vppe M mark.
Vortmer so vorbrande vrowen vnde manne bynnen vnsem wicbelde Molne -^
in dem vorscreuenen brande, dar, also wy hopen, de ergenante here hertoge *
van Sassen vns lykes vnde andwordes van phchtich sy.
Item is ok de ergenante hertoge ichteswelken vnsen borgeren to Molne
witliker schuld plichtich. de se gerne betaled hadden . . . L mark.
Item entweldigede de ergenante hertoge den vorstenderen des Hilgen*
gestes bynnen Molne VIII mark geldes, de se hadden an dem dorpe Berchowe
vnde in der molen darsulues^ dar se withke bezegelde breue vnde orkunde vp
hadden, de en ok in dem vorscreuenen blende vorbrand worden.
Item nemen vnse denre to Molne in dem vorscreuenen vorsatliken
brande vnde roue dessen nascreuenen schaden, alse dat em genomen vnde
vorbrand ward
Hans Gruwel in erue vnde gude XLV mark
Tydeke BuUe XXX .
Hinrik Dreyer XXI *
Rime VII .
Polinge XX *
Pawei Kopken V
Heyneken Westphale XIIII ^
Item harns, dat vnsen denren to Molne in der vorscreuenen schicht vor-
brande vnde genomen wart^ was also gut alse ..... L mark
Item Hacheden vp der Nedderen sluse wart genomen vppe XXVIII ^
Item Ludeken to der Vredeborch ...... XXVIII ^
Item deme sluse mestere vor Molne vorbrande vnde wart genomen vppe
LX mark
1) Die Anxahl der bier genaDnten Peraonen ist i79, der Gesammtbetrag'des von ihnen aogegebenen Soha4Mi»
81,446 n^
1418. Aug. 3. 47
rechtp, alse wy hopen^ weike maninge vnde voruolch doch van sineiii ouersten
noch anders jeinende to der tyd nicht geschen en was.
Item efte de ergenante hertoge wolde secgen, dat he vmme alle vor-
screuene schichte mit der stad Lubeke gevlegen vnde vorened were, vnde toge
des to der stad Lubeke bezegelden breue, dar secge wy to, dat de jenne, de
8Jk to der tyd vor borgermestere vnde radlude to Lubeke helden, dat ouerto-
^ geuen nicht mechtich en weren. Ok so enweren se des ingezegrls nicht
mechticli. wat to uorzegelende vppe de stad, ere borgere vnde inwonere, sunt
dein male dat den suhien, de sic do vor borgermestere vnde radlude helden,
vppedafum des breues alle regement, radstol vorwesinge, boke, slotele, porten,
ingezegele vnde andere herlicheide der stad Lubeke mit des hilgen rikes rechte,
dat doch nicht hemelik. sunder auer alle Dudesche land was openbar, afgedeled
vnde afgevunden was, des wy ten an de rechtbreue, vnde hopen hyrumme,
dat de degedinge scholen vnkreftich vnde machtlos wesen, nademe dat se
nicht geschen vnde geuen syn van den jennen, den dat ryke regiment, slotele,
bokp, ingesegele etc. todeled vnde togevunden hadde, vnde truwen to Gode
vnde to rechte, dat de zake noch gentzliken open sta.'
Item nam hertoge Johan, dem God gnedich sy, ichteswanne des erge-
nanten hertogen Erikes broder, vp den prouest to Razeborch to Demeren koye,
de her Jordan Plescowen tohorden, de sine bur van Vytoliestorpe^ dar in de
weyde gedreuen hadden, dar doch vp gedegedinged wart vormiddest Hinrike
ran der Gartowe vnde Hinrik Schacken, also dat de ergenante hertoge Johan
hern Jordan vor de koge vorscreuen schulde geuen XIIII mark, doch so is des
nicht geschen.
Item so let de ergenante hertoge Erik mit gewald eyn recht holden to
Tzanskeneue in Wicger Brekewoldes gude, vnses borgers, vnde vnderwant sik des
saiuen gudes vor dat syne, vnde darvp dat he sik des gudes vnderwant, reden
de Holsten, syne vyande, dar yn vnde nemen an perden vnde an queke vppe
Ul^ mark, vnde wy hopen to rechte, nademe de schade van siner wegeri., also
irorscreuen is, geschen is, he schole Wicgere den schaden vorboten.
Item ys de ergenannte hertoge Wicger Brekewolde erbenomet schuldich
^XIX mark, dar he witlike orkunde vp heft, de erne doch bet herto, aJlene he
ar doch vele vmme gemanet heft, nicht mochten betalet werden.
Item let de ergenante here hertoghe enem vnser borgere geheten [der
1) Diese AnfTassang der Vertrftge vom 19. Jan. 1410 (Bd. V ^V 294, 295) hat spAtcr das Konigllche Hof-
gericht nicht best&tigt. Vgl. M 56. 2^ lies Victoriestorpe, jetzt Torriesdorf
NarAe fehlt) neinen eyn perd darunime^ dat id vppe der Eliie in dem strande
init eneme vote int ys trad, vnde zede, id were vorboret, dat doch teghen recht
ys, vnde allene he dat sulue perd, dem erbenonieden (der Name fehlt) louede
wedder to geuende, so en ys dat doch nicht geschen.
Item let de ergenante hertoge nemen Cieneuelde, enem katenmann^^
vnsem borger, llll perde, II kogele, II zedele, II swerde vnde II tome, gerekermt
vppe XXX mark, vnde allene he eme de to Razeborch louede to geldende, d^* s
woi III jar is^ so en is des doch nicht geschen.
Item nam Herman Scharpenberg, des ergenanten hertogen man, her-*'
Johanne Crispin^ vnses rades kumpan, tor Wuluenowe, devt^yle he buten Lubek '^
was, in koyen, zwinen vnde anderen dingen vp IP mark.
Item schattede de ergenante hertoge vnsen borgeren Clawes Holster*^
vnde Hinrik Toben atl' XL rede mark vnde III par hasen, dat par van XII schill..
bouen cr gerede, dat he en nam, vnde dat schach in dem kryge vorscreuen.
Item is de ergenante hertoge vnser stad schuldich 11^ mark lub. van ^
des dammes vnde gruntwerkes wegen der molen tor Bokhorst, dar wy sineo
besegelden breff vp hebben; begere wy, dat he vns de, also sin breff bewysed,
betale.*
Item beswared de ergenante hertoge de vnsen mit vmplichtigen tollen
vp der Stekenitze vnde vp der Waknitze, des, also wy hopen, he nicht don en
moge noch en schole van rechtes wegen.
Item heft de ergenante hertoge ouer de vnse, de in sinem lande quick
plegen to kopen, enen vnwonliken tollen gesad, also dat se moten geuen van
ener ko also vele, van einen schape edder swine also vele etc., wy hopen to
rechte, dat he den afdon schole.
Item let de ergenante (hertoge) eneme vnser borger geheten Sparke
nemen ene pannen, de he wolde sant hebben to Stade, vnde let se bringen
vppe Louenborch, de also gu<l was, alse XLV mark.
Item deyt de ergenante hertoge wedderstand vnsen borgeren, de datwer
vppe deme Ratzeborger see vorstan, indeme dat he se vorwelden let in erer
vischerie legen de bezegelden breue, de sine olderen darvp gegeuen hebben.
Item sette wy vnde clagen, dat, indeme do wy in handelinge weren mit
dem irluchtigen vorsten hertogen Erike, ichteswanne des ergenanten hertogen
Erikes vadere milder dechtnisse, vmme den grauen de Deluene geheten to
I) Der Ilerzog war vcrpflichtot, die U&lftc der UntorhaltungskostcQ zu tragen. Vgl. Bd. V.M S94 8. 3S5.
1418. Aug. 3. 49
grauende vnde verdich to makende^ des he doch van dem heren koninge Alberte
van Sweden etc. guder dechtnisse nicht vryen en konde, dal men ene groue,
vmme ansprake^ de sine herlicheid darto hadde, vnde schulde de sulue here
koning Albert sine gunst darto keren, dat de vorscreuene graue vortgank krege,
wy musten erne louen VI^ mark lubesch,* vnde darentegen wart gedegedinged
vnde vorramed, ok iouede id vns ok de erbenomede here hertoge Erik, deme God
gnedich sy, mundliken, dat wy, wanne de vorscreuenen XVII jare vmmekomen
weren, alse wy den tollen up den vorscrenenen grauen allene upboren scholden,
darna noch X jare den suiuen tollen ok allene upboren schollen vmme den
willen, dat wy koning Alberte erbenomed vornogeden, alse vorgescreuen is,
worvinrne wy hopen, dat wy den vorscrenenen tollen noch jo X jar vpboren
scholen, edder de ergenante hertoge Erik schole vnsen willen maken vmme de
vorscreuenen VP mark.
Alle desse vorbenomede clage, ansprake vnde articule bliue wy borger-
niestere vnde radmanne der stad Lubeke van vnser stad, vnser borgere to Lu-
beke vnde to Molne, vnser denre vnde lansten wegene mit craft desses breues
by jw erbaren heren borgentiestere vnde radmanne, vulmechtige rades-
sendeboden der gemenen stede van der Dudeschen henze nu tor tyd bynnen
Lubeke to dage vorgadderd, vnsen leuen vrunden, in rechte edder vrunscop to
schedende, vnde bidden begerliken, dat juwe erbarheyde den vakenomeden heren
hertogen van Sassen etc. vnde vns also darouer vorscheden willen, doch
by dessem vnderschede, weret dat juwe erbarheide desse zake in rechte
nicht vorscheden en wolden, dat juwe erbarheyde ok denne nyne vruntlike
schedinge af en secgen, wy en weten to voren, wo de vrunscop luden schole,
vnde dat de vruntscop affgesecht werde mit vnsen willen. To merer tuchnisse
desser vorgescreuenen stucke is vnser stad secret na vnsem hete vnde willen
g^edrucket neddene vor desse scriift. Datum anno Domini M CCCC XVIII, ipso
die Inuencionis sancti Stephani.
Nach dem Concept auf Papier, Ea charakteriairt sich aU soiches durch die an tvoei Stelien vorhandenen
LudkeUy die vor der Uebergahe der Schri/t haben ausge/ttUt sein mHaaen.
I) 140S, Oct. 22. Vgl. Bd. V .^ 57 u. 58.
50
1418. Aug. 3.
Klageartikel des Herzogs Erich V. von Snchsen-Lauenbury gegen die Stadt Libd
1418. Aug. .?.»
VVy Erik, van Godes gnaden hertoge to Sassen, to Engheren viide West-
ualen, des Roinischen rikes korforste vnde marschalk, bringen an iu ersamm
radessendeboden der Dudeschen liensestede nii to Liibeke vorgaddert, vnses
lenen frunden, alse an vse schedeslude dess^e nagescreuene articule vnde setlinge,
dar wi mede anspreken den rad vnde de borgliere to Lubeke vor vnse rechL
To deni ersten male van hern Crispins wegen etc. Vnde wi enwillel
darniede nicht vulborden vnde ok nicht tolaten vnde nenerleye wys bekeooea
articule eFte settinge dessuluen heren Johannis Crispins in desser sake, de he
jeghen vns setten inochte^ wente se sint vnrecht, vndreplik, vnendich gesellel,
gemaket vnde ghedichtet vnde bedacht vnde nicht war, degher vnde al thegheo
dat mene recht, alse en jewelk erkennen niach, de se anziith, vnde oft sethujet
worden, so inochten se doch em nicht helpen efte vromen, vnde mocbten vds
ok in vnseai rechte nicht hinderen efte schaden.
In dat erste sette wy vnde willen tughen alse verne, alse vs des not is
vnde nicht vorder^ dat de greueschop to Rasseborg rnit al erer tobehoringe,
mit nianschop vnde guderen, bynnen vnde buten erer vnde ander lande land-
schedinge, heft ghehort vnde is geweset vser saligen olderen, hertogen to Sasseo
etc., X XX XXX XL C jar vnde dar enbouen so lange, dat des nemao anders
denken rnach, vnde is noch vse also vnde vser brodere.
Item alse liggen vse dorp Crummesse.^ Nyenmarke in vser vorscreueneo
greuescop vnde horen darto, vnde sint vser olderen de vorscreuene tyd g^
weset, vnde sin nfl vse vnde vser brodere vnde anders nemandes, vnde liggea
darynne vnde sint eyndeelvser vorscreuenen greueschop vnuorden(k)licb dat is,
war, witlich geriichte vnde landkundich.
Item dat vele der manschop gheheten van Crummesse, alse by naiuen
her Eghard, ridder, her Eghard von Crummesse, ridder, siu sone, de suluen
dorpe van vsen vorscreuenen olderen hadden to lene vnde en ridderdenst daraff
deden, alse ere nakomelinge wente herto vnsen olderen vnde vs vortan gedar
hebben, vnde wan se nicht leng denen konden efte wolden, dat se denne vsei
olderen efte vs de vorschreuenen gudere vorleten, dat is witlik vnde openba
recht vnde warheit vser land.
1) Vgl. Bd. V M 622.
1418. Aug. 3. 51
Item so hebbe wy nfl de vorscreuenen gudere vunden in vnechter were
hy her Johan Crispin] vorscreuen, also dat se nu' van vsen olderen efte vs
vorlaten sin efte vorlegen dein suluen hern Johanni Crispin. Spreke her Johan
Crispin in saken efte anvalle edder mende he to bewisende, dat he etliken van
Crummesse penninge efte summen geldes hadde geienet vppe de vorscreuenen
vse dorpere efte gudere, vnde eft he darvp ere breue hadde vnde bewisen
konde, so seal he dorch recht ok vser olderen, hertogen to Sassen etc., breue
hebben vnde bewisen konen, dat ere wille vnde vulbord darmede gheweset sy,
vnde schal ok billiken bewisen, dat he zodanen riddersadel hadde vnde vns
sodanen deost don konde na vsern willen, aise de van Crummesse, vnde alse
sik geboret.
Item eft her Johan Crispin seggen wolde efte an sinen articulen scriuen,
dat he de suluen dorpere vnde gudere an sine ghewere gehad hadde^ so segge
wy vnde setten in desse scrift, dat wy in tiden darna, als vse leue vader her-
toge Erik, hertog to Sassen, starf, vse vorscreuene greueschop mit alle erer
tobehoringe to vns nemen als vnse vederlike erue in vrede vnde rouwelikeit,
als wy scholden, dat is openbar vnde war.
Item so sette wy vnde menen to bewisende, dat wy in dem jare na
Cristi vses Ueren gebord M CCCC XII na vses vorscreuenen vaders dode de
vorscreuene vse greueschop vpiiemen mit alle eren dorpen, landen, mannen
vnde luden, gerichten vnde rechte, mit gemeneme nutte vredelik, rowelik vnde
uutlik sunder jemandes weddersprake^ hinder ofte bekummernisse, men dat allene
herJoban Crispin secht, dat halue dorp to Crummesse etc., alse vorscreuen is,
hore erne to, doch nicht allene mit vnrechte, sunder deger vnde al wedder dat
gemene recht, reddelicheit, wedder God^ wedder beschedenheit vnde gude zede
vnde gheschicht, vnde nicht mit rechte.
Item so sette wy vnde menen to bewisende , dat wy darna in den vor-
screuenen tiden tosamen leten esschen vnde geboden to komende darvmme vse
manne vnde truwen rad vnde richtere, Johanne, Hinrik, Ludeken Schacken, Hinrike,
Henneken vnde Otten van Crummesse, Hinrik van der Chartowe vnde andere vele
vser manne vppe de brucge to Ratzeborg vnde leten darsulues clagen ouer
den suluen hern Johanne Crispin van des vorscreuenen hinders vnde vnrechtes
wegen. De suluen richtere vunden vns vor recht, wij scholden den suluen
item Johanne vor recht esschen vnde laden. Dat dede wy, alse vnses landes
1) Es ist ricbtig, dass Erich III. und Erich IV. nur die Verkftnfe der von Crummesse an Gerd und Hermann
Danow, nicht die an Johann Crispin, bestfttigt haben. Vgl. Bd. IV M 649. Bd. V J^ 270.
7*
52 1418. Aug. 3.
wonheit vnde recht is, vp enen rechten richtedach vnde seker rechtesi
vnde leten eme de ladinge in rechten tideii vnde in openen scriften vnder i
ingesegel by waraftigen boden vorkundigen vnde ene esschen vnde aldiis la
weike vnse richtere, recht, clege're, ladinge vnde gerichte de sulue her J
vorsmade, vorsumede vnde vnwerdich duchte, procuratoren ofte antword
sendende. Darvmme he vs billichliken ward vordelet an den kosten vnde
uellich in dat gerichte, vnde wunnen in der sake dat erste ordel.
Darna van stund in dem suluen richte ward vs de andere ladinge eri
alse vorscreuen is, ouer den suluen hern Johan, weIke ladinge wy em
digen leten na der wise der ersten ladinge, alse eme de vorkundiget
Darna, alse de rechte tyd vmme quam, vnde in dem rechten vornomenen rii
dage vnde to rechter tyt queme wy vor dat vorscreuene recht, de erger
her Johan quam nicht vnde vorsumede vnde vorsmade dat recht, richtere
klegere, vnde wart vns botvellich gedelet vnde in der koste, vnde wunner
andere ordel vnde beden de drudden ladinge.
Darna, als de sulue her Johan dat drudde recht vorsmade, vorsui
vnde nicht vorkomen wolde, als he de ersten twe gerichte, richtere, i
vnde klegere vorsmad hadde, vorsmade, vorsumede vnde nicht vorquam,
wart he vordelet botuellich in dat gerichte vnde vns vordelet in den ko
vnde vse vorscreuenen dorpere worden vser herschop, vs vnde vnsen brod
togevunden na rechter ansprake vor deme rechten richtere, vnde deger
al mit rechte, vnde worden vor deme gerichte vnde vormiddels deme ricl
in dat gud vnde in de rechten were der gudere gesettet mit rechte, mit h
vnde mit munde, vnde dem suluen Johanne wart sodane vnrechte bekum
nisse efte were, eft men dat so nomen mochte, mit rechte vordelet vnde de
verboden vnde en ewelyk swigent angelecht mit sinem gebreke. Dat is v
ruchte, openbar, vnde is war.
Item also sette wy vnde willen bewisen, so vernfe vns des not is, d?
den jaren vnses Heren M CCCC XV de alderdorchluchtigeste forste, de Romi
koning, vnse gnedige here, vns mit den suluen guderen samentiiken mit
suluen vser vorscreuenen greueschop belenet heft vnde de vorscreuenen re
gestedeget, gegeuen vnde vulbordet. Dat is witlik vnde war vnde bewislil
Item sette wy vnde willen bewisen, also verne vns des not is, da
sulue her Johan Crispin na der vorscreuenen tyt vnse vorscreuene dorpere Ci
messe etc. sik tosecht heft vnde heft vppenomen van vsen buren vnde mai
vnse tintze, renthe, gudere vnde jarlike guide wedder God vnde recht, y
1418. Aug. 3. 53
heft vns vnde vspn broderen., vser herschop de suluen dorpe vnde gudere, were,
besittinge vnde sodane rechtes erues besittinge entweldiget vnde rofliken ge-
nomen tegen God, tegen vse vorscreuene ordelde recht vnde jegen des hilgen
rikes beleninge vnde gemene vrede niit sullefwald. Dat is openbar vnde war.
To deni anderen nnale schuidege wi den rad vnde stad to Lubeke, dat
se vns vorsatich werden eres openen besegelden breues, den wy van en hebben
vppe drehnndert lubesche mark jariiker rente/ der se vns na lude des breues
plichtich sint to geuende alle jar vnde vns de vorseten hebben to langen tyden
alse in dat achtede jare, wente se vns van den vorscreuenen rentlien men to
ener tyd als vppe sunte Mychels dach na lude des erbenomeden breues de
helfte der jarliken rente alse anderlialfhundert mark gegeuen hebben vnde an-
ders daratV nicht. Des is der vorsetenen rente also vele alse drevndetwintech-
hundert mark veftich mark myn, hopen se sin vns an dem rechte der vor-
screuenen vser vorseten rente plichtich to geuende. alse recht is, vnde ores
openen besegelden breues ph'chtich to holdende, vnde setten dat an dat recht.
Vnde dat inhoid des besegelden breues Iflt van worden to worden aldus (Folgt
die Urkunde Bd. V Ao 29 6.)
Item schuidege wy den rad vnde de stad Lubeke, dat se vns vnse vederlike
erue, alse vnse stad Molne mit erer tobehoringe, de wy mit anderen vnsen landen
van dem ryke to lene hebben, vorentholden vnde hebben vnde besitten vns vor
mitwald vnde mit vnrechte, esschen de vorscreuene vnse stad van en wedder,
hopen, se sint vns des an dem rechteti plichtich. Spreken de vorscreuenen
van Lubeke hyr enjegen, Moine sy ere pand vnde sy en vorpandet van vnsen
vorelderen ifte voruaren^ vnde teen des vppe opene bewysinge, dar secge wy
entegen vnde setten vor vnse recht, vnse veddere hertoge Erik wonaftich to
Bergerdorpe seliger dechtnisse, de em de vorscreuene vnse stad vorpandede,
en hadde nyne macht, ichte en mochte in dem gerechte de vorscreuene vnse
stad den van Lubeke efte jemende nicht vorpanden, vorsetten ichte jenigerleye
wis vte siner ichte vte siner vedderen edder erer eruen, vnse olderen, weren
noch besittinge bringen sunder vnser elderen zamentliker vulbord, de dar doch
to der tyd nicht to enschach, wente id men sin lyflucht was, nademmale alse
vnse veddere, hertoge Erike saliger dechtnisse vorgenant, eyn pape gewyged
vnde beplichted to der epistolen was^, dat noch wol landkundich vnde war is
vnde wy wol bewysen mogen, als recht is, vnde darto, wes er siner tyd darane
1) Bd. V AS 296, 443. 2) Vgl. ^ 25 und Anmerkung das.
3) ^gl* Kobhe^ Gesch. d. Herz. Lauenburg, Bd 2. S. 58.
54
1418. Aug. 3.
vorpaiided was van herloge Alberte. dat is alle schen sunder des rykes vb#
vnser elderen vulbord. ais doch iMolne des rykes lengud vnde vnse vederib
erue is.
Spreken ouer hyr entegen de van Lubeke^ dat vnse vader saliger decbt*
nisse^ wy efte vnse brodere en de vorscreuenen breue, daran Moine vorpanM
ward^ conferuieret liebben init nageuenen breuen etc.^ dar secge wy eojegei,
dat se vns de breue. wat se der van vnseni brodere efte van vns bebben, A
geenget vnde gedrowed liebben, wan wy van en vnse vederlike erue alseMolir,
dat se niit vnrechte vnde sunder des rykes vulbord beseten vnde nocb besiltn,
gerne bi*crechtiged efte gewunnen hadden, vnde drungen vns denne de breie
aH', wan se vns niit eren niedehulperen to hoge beweldiget worden, hopen. dit
se alsodaner breue an deni recliten nicht geneten niogen ofte scholen.
Vortnier selte wy an vnse recht, dat wy eynen openen bezegeldeo brflj
van den van Lubeke hebben, de van worde to worde an latine ludende il
aldus (Folgt die Urkunde Bd. Ill M 324).
Hope wy, nadenie alse witlik is vnde wy wol bewysen niogen, dat w
sint gift des erbenonieden breues jo jarlikes hoge bouen de sunitne^ alseneget*
hundert mark vnde vertich mark, van Molne vnde siner tobehoringe vpgeboreJ
hebben; wes se dar embouen jarlikes vpgeboret eft entfangen hebben, dat ff
bewysen mogen, dat scliole(n se) vns wedderkeren mit rechte eft afslan an defl
summen, dar wy iMolne vore losen scholefi, efl vns an den rechten tovundei
worde, dat wy em Molne aflosen scholden.
Wolden se ok ere nyen breue ten bouen dessen erbenonieden vnsrt
bretl' vnde den darmede doden, so secge wy to eren nyen breue, als wj ef
gedan hebben, vnde bouen dat so hebben de breue inne, de wy vnderaoder
geuen hebben, dat de nyen breue den olden nicht schaden scholen etc., hopeo^
dat vnse breff darmede by macht bliuen schole vnde vns de van Lubeke den
holden scholen.
To dessen vorscreuenen artikelen sette wy an vnse recht vnde seggen,
de van Lubeke hebben beseten wente herto vnde noch besitten vnde hebben
vnse vorscreuone stad Molne mit wukere vnde is wuker in aller wyse, alse ea
de vorpandet is, hope wy, als id vmme wuker van rechte gan schal, wes s(
bouen ere summon, dar en Molne vore vorpandet is, jwerle van der suluei
stad efte eren tobehoringen vpgebord efte jenigerleye wys genoten hebben, di
se vns dat an dem rechten plichtich sint wedder to geuende vnde vnse sts
56
1418.
Aug. 3.
deden in vnser herscop alse vt den dorpen. dede licgen an vnseni lande Muk
behoren dern closter sunte Johanse vnde dein Hiigen Geisten vnde van dn
gudereii^ dede Gerd Vogedes wyf heft, welke bede vs doch geistiik vnde weril
hebben ouergeuen vnde enlwydet. wente dat de(r) herscop gude wonlike nodbede
weren vnde sin, vndo hebben vs der geweigert niit wait ieghen gude wonhek^
hopen, se sint vs dar wandel vnime plichtich vnde de bede noch vttogiinneufc
(geuende?).
Vortnier so hebben ere bure van Holenbeke vns vse holte aFghehouwei
heymelik vnde openbare vnde wech gevuret, dat witlik is, hopen, se scholei
se vns darvninie to rochte setten.
Itoni schuldige we de van Lubeke, dat se vnde de van Molne sunt der
tyd, dat se sik an de van Lubeke holden, vaken vnde vele, beide by dage vn<le
by nachte, vns vnde vsen inannen vse bur van vsen houen entforet vnde eni*
bracht hebben an ere stede sunder vse vulbort vnde witschop, vnde vse hoae
vuibesettet leten, dar vse lant nicht en cleyne af vorwostet is vnde wy des
groten schaden hebben^ den wi achten wol vppe twintech dusent mark, dit
witlik vnde war is, hopen, se scholen vns den schaden an dem recbte
wedderkeren.
Ok schuldege wy se^ dat ere denere ichteswanne, alse Jodenblut, Pam-
perin, vnde ere medehulpere vellen vsem manne Heruien Kaarlowen saliger
dechtnisse an sinen hoT to Roggelin vnde slogen em darinne sine knecbte
dot vnde pucheden em den hof vt vnde nenien em dat kort vnde cleine, alse
he dar hadde, vnde deden em dat vnuorclaget vnde vnuoruolget vor vsem vi-
dere eFte vor vs, alse wy men leue vnde vrun(t)schop mit den van Lubeke
wusten, des de sulue Hermen Karlouwe sah'ger dechtnisse vor vs sinen schaden
beclaghede vnde achtede wol vppe viHiundert lubesche mark, hope wy, se
scholen sinen sonen Hanse vnde Vicken Karlouwen den schaden vorboten.
Vortmer schuldige wy se, dat ere denere vaken vnde vele hebben genouien
vt vseme vnde vser manne gerichte beide schuldich vnde vnschuldich sullef*
weldigen an vse vulbort, alse openbar Marquart Stal grep vsen armen man
Hinrik Eluer to Roseborch in sinen egenen hus vnde vorde ene to Lubeke io
sunder richte vnde rede, dar se vs vnde vse manne ane vorw^ldigheden, wente
wy efte vse manne em nu broksam worden rechtes to helpende, wen se wene
anclageden in vsem gerichte, hopen, se scholen vs dar bote vmme don, vndl
schatteden erne af XXV mark mit vnrechte.
Ok so entholden se jarlike renthe van twen vicarien in der kerken t
58
1418. Aug. 4.
Der Hofrichter des Kmigs Sigtsmund^ Graf Johann von Lupfen, transsumtrt^ &
Urkunde vom 19. April i359, in welcher der Rath von LUbeck sick w*
pjlichtety nicht mehr ah 940 infi jdhrlich aus den EinkUn/ten von MSb
zu erheben. i418. Aug. 4.
VVir graf Johans von Luppfen, lantgraf zu Stulingen vnd herre zu Hohn-
nack, des allerdurchluchtigisten fursten vnd herren^ hern Sigmunds, Romischei
kungs, zu allentziiten nierers des richs^ vnd zu Vngern etc. kungs, hofrichtff.
Bekennen vnd tun kunt offembar init disein brief alien den, die in sehen o^
horen lesen, daz wir einen brief gantz gereclit vnd vnuersert in bermut, scbrift
vnd insigel gesehen vnd verhort haben, der von wort zu wortte geschribn
stund vnd lutet also: (Folgt die Urkunde Bd. Ill JS'i 324). Vnd des zu vrkoal
haben wir des heiligen Roniischen richs hofgerichts insigel an disz vidimus ta
hengken. Geben zu Baden, des nehsten donerstags nach sant Peters tag ti
vincula, nach Grists geburt viertzehenhundert jar vnd dornach in dem acht-
zehenden jare.
Petrus Wacker.
Nach dem Original im Koniglich Preuasischen Staataarrkiv zu Schieawig. Von dem ankangenden Ho/geriektfiiegd i^
die grosaere Hdlfte erhalten. Mitgetheilt ton dem Staataarchivar Dr. Hilie.
Vertrag wegeii der Schulen zwischen dein Rath und dein DomcapiteL 1418. Aug* &
ijuoniam non nisi in pacis tempore bene colitur pacis auctor, debita igitor
meditacione reuohientps, quomodo iam longis retroactis annorum curriculis inter
reuerendum patrenj^ dominum Herniannuni Dwerg, decretorum doctorem sedisqM
apostolice prothonotarium ac scolasticum ecclesie Lubicensis, ex vna^ necnon
quosdam ciues et incolas ciuitatis Lubicensis ac ipsam ciuitatern LubicenseiB
super eo, quod in ipsa ciuitate Lubicensi ipsi ciues .diuersas scolas. vulgaritet
scrifscole nominatas^ in preiudicium et lesionem juriuin ipsius scolastrie Lubi-
censis contra ipsius voluntateni et absque eius licencia tenere et in ipsis scolis
scolares ad scribendum et alias diuersimode instruere et precium ab ipsis sco-
laribus habitum sibi usurpare presumpserunt et presumunt, necnon dampnis^
expensis, penis et interesse in Romana curia questionis extitit materia ventiiata,
1) Offenbar auf Gesuch des Henogs Erich von Lauenburg. Vgl. die Anm. zu .^ 25.
1418. Aug. 7. 61
Xlill.
Antwcrt des Herzogs Erich von Sachsen-Lauenburg auf die Klage des Rathes von
Lubeck. 1418. Aug. 7.
Wy Eryk, van Codes gnaden hertoge to Sassen etc. Bringen an juw,
ersamen wisen manne, borgermestere vnde radmanne, radessendeboden der
Dudesschen hensestede nu to Lubeke vorgaddert^ vnse leuen vrunde, vnse vnde
vnser manne antwerde tegen clage vnde ansprake der borgermestere vnde rad-
manne der stad Lubeke.
To dem ersten so neme wi vt vnde antwerden to dem stucke, alse se
scriuen: ,,vnde vfor he nicht to antworden wolde, hope wi., dat he des dorch
recht scole vorwunnen syn/^ dar antworde wi enteghen^ dat wi in dem rechte
nicht endoruen vorwunnen wesen, icht wy en to etiyken eren anclagen nicht
en antwerden, dar wy van rechte nicht en doruen to antwerden.
Darmede so essche wy van en al erer ansprake vnde schuldinge ene
rechte were, hopen, ze sint vs des van rechte plicht to donde, alse wi se
esschet hebben.
Item so benine (!) wy an vsen antworden, icht wy to ichteswelken eren
sculdingen mer wen en antworde zetteden, dat dat erste den lesten, dat leste
dem ersten edder erer nerghen en vnderander dem anderen scaden scole, ift
dat doden.
To der ersten sculdinge antwerde wy, ais se vns sculdigen, dat wy en
vorbreued vnde besegelt hebben, dat wy ere vyande nicht werden scolen, wor
^ erer to rechte mechtich weren etc., dat se vns bynnen dessem guden louen
vnde zate [vs] vsen man Hermen Scacken afgrepen vnde den stockeden vnde
blockeden vnde pynigeden in erer stad, dar wy vmme screuen vnde an der
vorscreuenen velicheit vnde zate vormaneden, men se vns den nicht quyt geuen
wolden, wol dat se ene mit wait vnde mit vnrechte hadden, vnde erer dar nicht
londen to rechte mechtich wesen, dar se vns louebreker ane worden also, alse
men in den rechte louenbrekeren nynen louen darf holden.
Item alse se scriuen, dat wy en ere wicbelde Molne aFgewunnen vnde
afgebrand hebben vnde dat wy vse entseggebreue nicht en sanden binnen
Lubeke ifte bynnen Molne, dar antwerde wy to, dat vns des vmme der vor-
screuenen louenbrake willen nyn behof was, als se to der tyd, alse wy Molne
wunnen, de schinbare lofienbrake noch by syk hadden, wente se den suluen
Schacken geuangen vnde gebunden, stocket vnde blocket bynnen Lubeke hadden
vnde ene to des bodels hus gesed hadden vnuorsculdes, dat me doch nynen guden
62 1418. Aug. 7.
inanne niyt eren edder iiiit rechte vnuorsculdes don inach. vnde vs dar nyii
lyk edder wandel vmrne gedan hadden. Jodoch so worde wy vnde weren hirup
ere viende vnde sendeden vnse entseggebreue witlyken vnde lydege tnith en,
dat dar vs hirvnnne nyne sendende to eren vurder behoF was, alse to Traue-
niunde an eres vogedes lius, vnde weren ere entsechte vyende, vnde wat wi an
de vorscreuene vser stad Moine vnde an al deni schaden, den se dar to nonien,
samentliken edder besunderen deden edder gedan hebben, dat hebbe wy niit
eren dan vnde willen des vse ere vorantworden, als vns dat an vorstlyker vnde
rytliker achte teniet, vnde wo vnde wur vs dat boret to donde, vnde hirup vt-
nenie wy an alle dissen vsen antwerden roF vnde brand, dar wille wy nicht to
reclile gan, wente wi vse ere darane vorantworden willen, alse vorscreuen is.
Item so antwerde wy to der vorscreuenen clage van Molne vnde dem
schaden, dat to der tyd. alse wi vse erue Molne wunnen^ de stad xMolrie der
van Lubeke nicht en was mit rechte vnde noch nicht en is vnde erer nvner-
leye wys wesen hadde zint der lyd* dat se vie Molne vnde vt erer tobehoringhe
eren houetsuniinen, dar en Molne vore stund, icht se niit rechte id vor en
pand hebben inochten, upgebord hadden, men de sulue stad was vnde is vse
erue^ wat wi darane deden, dat dede (wy) vser stad vnde vsen borgeren van
Molne, vnde den van Lubeke nicht; hopen, wy sint en dar nynes antwerdes
in dem rechte vnime plichtich.
Item so antwerde (wy) en to al den schichten vnde scaden, de se scriuen
an al erer anclage van Molne, dat darouer ene vulkomen gantzlike zone ge-
degedinget vnde gemaket is; darane vnde ouer weren vor degedingeslude de
hochgeborne furste hertog Hinrik van Brunswick vnde van Luneborch zeliger
dechtnisse mit sinen guden luden, als by namen de eddele her Ludolf, here to
Werberge, her Hinrik Wale, prouest to Ebbicstorpp, her Harney(d). prouest to
Luchow, her Hinrik Veltem, her Hartwich Hest, her Werner van Bodendyke,
her Guntzel van Bertensleuc, her Bertold van Oldenshusen vnde Ludelef van
Estorpp, vnde ersamen rade vt den steden, als benoinelken i)er Marquard vnde
her Albrecht geheten Screye vnde her Hiltmer Lopowe van Hamborch, her
Albert van der Molen vnde her Hinrik Bere van Luneborch, alse wy disser vor-
screuenen zone vnde vorenynge der stad Lubeke opene besegelde breue hebben,
mit eren groten ingesegei, des de stad to Lubeke also lange jar gebruket heft,
alse vs des in dem rechte nod is.
Item, alse scriuen, dat de, de do borgermestere vnde radmanne weren
to Lubeke, vnmechtich weren der stad ingesegei, darmede to besegeiende etc.,
1418. Aug. 7. 63
we mogen datwol bewisen, dat erer stad grote ingesegel hanged vor den sone-
breue, den wi hebben^ vnde de jenne^ de do in den rade to Lubeke weren^
eren rad vnde radesstol noch mede besitten^ vnde en deel borgermestere vnde
radmanne vnde noch andere inwonere vnde borgere mit en vnvorwised in der
stad sin; wer se mechtich weren edder noch niechtich sin, dat late wi in dat
ryke, dat dar to richtende heft^ dar wi ouerbodich sin vor to antwerdende in
den zaken.
Alse ok oner vns scriuen, dat wi vs vnderwunden hebben mit wait
niennich iar binnen den XVII iaren des toln vppe den grauen etc., dar dod se
vns mit der wald vnrecht ane, wente vsem vadere seliger dechtnisse dessuluen
tolns erste besittinge in dem suluen erbenomeden degedingen todegedinget
iMrard van den erbenomeden fursten vnde heren, ridderen vnde knechten vnde
steden, als dan der suluen erbenomeden ere bref innehold^ des wi hopen darto
to rechte to netende, vnde vse vader besad den io rowelken vnde heft en vort
V8 geeruet, vnde wy hebben ene to langen iaren vnde dagen rowelken beseten
vnde had, vnde hebben ene van den ryke to lene, hopen ok, dat alsodane
forste vnde heren, riddere vnde knechte, alse vorscreuen sin, vnde de erbe-
nomeden borgermestere vnde radlude der stede Hamborch vnde Luneborg vs
ienige machtlose ifte valsche zonebreue ifte degedinge togedegedinget hebben,
'^ente wi vorware weten, dat se dar alto eriyk to weren vnde sin. Ok en
fiebbe wi van dem zuluen toln nicht mer upgeboret, wen de van Lubeke
liebben gedaen, vnde hebben vele niyn wen se, vnde se vele mer, wen wi,
daraf upgeboret, dar wi doch van vnsem dele den grauen hebben mede buwen
holpen vnde noch don.
Item, alse scriuen van her Jordans Plescowen wegen, dat vse broder her-
t«ge Johan guder dechtnisse eme VIII mark scolde (sculdich) wesen van koyen
etc., dat is vns vnwitlykj wes he uppe usen doden brodere bewisen kan na
Joder hant an den rechte, des wille wi gerne entgelden in der zake.
Item, alse scriuen van Vl^icgherd Brekewoldes wegen vmme dat gud to
Tiantzekeneve etc., dat gud to Tzantzekeneve vnde wes Wicgerd heft in vsem
'iinde, dat is vse vnde sint dar mit rechte vnde mit richte an gewised, alse gi
so vnser anclage wol openbare vinden.
Item., alse scriuen van dem suluen vorgerorden Brekewold wegen vnmie
iXlX mark schult etc., dat is vns vnwitlyk, vnde ift des wes sy, dat he bewisen
moge, zo secge wi dar eniegen, dat wi vmme witlykes brokes wegen also, als
dp sulue Wicger vs roflyken vse holt afgehowen hadde laten vmme de Sten*
64 1418. Aug. 7.
horst vten, vns mit richte vnde iriit rechte hebben geweret laten vnde sint mit
rechte vfised an al dat, dat he vnder vns hadde. also heft vns dat richte de
vorscreuene schult togevunden^ icht he des wes bewisen kone.
Item, also se scriuen van eneni, dem wi en brokuellich perd^ dat vs so
vallen was, neinen etc., wen se vns den benomen, so wille wi dar gerne to
antworden, jodoch so betalede wi ener tyd vmme vruntliker bede willen her
Jordens^ als he dat warfvan des rades wegen van Lubeke, enem en perd. dat
was rot, mit reden penningen, des wi in den rechten nicht ph'chtich hadden
wesen.
Item, alse scriuen van Cleneveldes wegen etc., dar antwerde wi to. dat
vns dat gantz vnwitlyk is, vnde wen wi des enkede vormundert worden. wor
vnde wenne dat geschen sy, so wille wi dar gerne to antwerden.
Item, alse scriuen vmme Hermen Scharpenberge van her Crispins
wegen etc., dar antwerde wi to, dat id vns vnwitlyk is, men wi willen gerne mit
Hermen darvmme spreken vnde siner to rechte, als wi hopen. in der sake
niechtich wesen.
Item, alse scriuen van Clawes Holsten vnde Hinrik Toben etc., dar ant-
werde wi to, al de sake vnde schichte gesonet sin, also wi vorscreuen hebben.
Item, alse scriuen van IF mark schult van des dammes vnde gruntwerkes
wegen der molen to der Bochorst etc., dat is vns tomale vnwitlyk. Item also
se scriuen van deme toln uppe der Stekenisse vnde vppe der Wokenisse etc.,
sege wi^ den toln heft vse vader eruet vnde hebben de in vnsen hebbenden
were vnde guder besittinge, hope, wi siut dar neger to beholdende. wen se,
vns de mit slichten worden aftosprekende. Item, alse scriuen van vnwontlyken
toln van deme queke etc., dar antwerde wi to. dat wi nvnen vnwontlvken toln
up ere hebben gesad, men wi hebben mit rade vnser manscop vmme vses
besten willen up dat quek an vseme lande en sette settet, hopen. dat wi en
nvues antwerdes darvmme plichtich sin^ wente wi vse land hebben vn:> van
deme rvke.
Item, alse scriuen van ene pannen, dede Sparken tohorde etc.. antwerde
wi, dat de panne bekummert is by vs van vsem manue Hermen Soarpenberg,
als van der van Stade we^en, darvmme dat se sineme vedderen den koi> af-
howen; kan he se entsetteu, dat seal vse wille wul wesen.
Item, alse scriuen van wedderstande an visscherie to deme were up dem
Razeborger zee etc., wen se vs benomen. wat wedderstand id sy der visscherie,
so wille wi gerne darto antwerden.
1418. Aug. 7. 65
Item, alse scriuen van degedingen niit vsem vadere seJiger dechtnisse.,
alse vmme den grauen de Deluene geheten, alse se darmede an benomen ko-
niog Alber(t) guder dechtnisse etc., wes se des scriuen in der schuldinge, dar
antwerde wi to, dat it vs gantzlyken vnwitlik is, vnde secgen dar neen to.
Item so sette (wy) in vse antwerde tegenansprake, in watterleye wys de
?aQ Lubeke vs anspreken van toln wegen, vnde seggen, alle de toln, de wi
opgeboret hebben edder noch hebben, de hebbe wi rnit rechte, vnde vse vader
heft vs darmede beeruet, vnde hebben se van deme ryke to lene, hopen, de
an dem rechte to beholdende.
Setten ok an vnse antwerde, dat up dem dage to Zarowe afgesecht
ward^ dat wi vmme lande vnde hide, vmme slote vnde vmme ere tobehoringhe
vnde vmme vse toln vnde wes wy hebben van deme ryke, anders nerghen to
rechte wolden gan, men vor dat ryke^ dar wi de af hebben, alse sik des de
degedingeslude merkliken vordenken mogen.
Item so hebbe wi vns to alien dissen vorscreuenen vsen antwerden vor-
meringe, vorbeteringe vnde vorhalinge wend to der tyd der vorschedinge, wo
vns des an dem rechte not vnde behof is, (vorbeholden).
Ersamen vorsigtigen borgermestere vnde radmanne, vulmechtige rades-
sendeboden der Dudesschen hensestede nu to Lubeke to dage vorgaddert, leuen
vrunde. Alle disser vorscreuenen vser antwerde samentliken vnde besunderen
blioe wi bi iuw, des wi van rechten mogen bi iuw bliuen, in vruntscop edder
in rechte to vorschedende, mit beholdinge vnser vdnemynge vorscreuen, vnde
me vs de vruntscop tovorn witlik do, er men se udsecht, dat se io sche mit
vsem willen. To tuge vnde warheid hebbe wi vnse ingesegel mit willen drucket
laten benedden an desse scrift. Datum anno Domini M CCCC XVIII, dominica
proiima ante festum Laurencii martiris gloriosi.
Sack einer vermuthlich dem Rathe von Lubeck mitgetheilten AbachrifU
1418. Aug. 7.
JULIUL
Antwort den Ratfu von Luheck auf die Klage des Herzogs Erich. 141 S. Aug. 7.
io des iriuchtigen vorsten. bertogen Erikes van Sassen etc.^ anctage^
de he vor )w erbaren beren borgerrneistere vnde radman. vulmechtige rades-
•endeboden der gemenen $tede van der Dudesschen henze bynnen Lubeke to
daghe vorgaddert, vnser beider gekorne scbedeslude. bescreuen ouergeuen heff't
teghen vns den rad to Lubeke. vnse borgere vnde denere^ gheue wij jw ok
vnse nascreuen antworde bescreuen^ vnde beholden vns vnde den vnsen darane
touoren an, dat wi alichtes unverbunden sin willen, jennich sette edder artikel
in vnseni antworde begrepen hogher to tHghende edder to bewisende, den vns
vnde den vnsen nod vnde behoeft' ys vnde to rechte ghebored.
Vnde vppe dat jw erbaren heren, vnsen schedesluden, vnde alien vromen
luden vnse antworde vnde recht deste openbarer sy, so zette wij ichteswelke
stucke vor vnde in vnse antworde^ der vns to vnser antworden behoefF
ys, de stucke wij, alse verne vns des nod were vnde nicht vorder, wol bewijsen
niochten mit rechte.
Int erste zette wij, dat Lubeke alse eyne keyservrie stad van X XX XXX
XL L LX C jaren vnde lenger bouen alle mynschen denken sunderge vriheit
vnde olde louelike wonheit gehat hefft went upp dessen dach, dat nymant,
de den stoel des rades besittet, erue vnde gud hebben edder kopen en schal
buten Lubeke, darvan he heren, vorsten, vrien edder enigeme anderen manne
manschup efte denst plichtich sij* efte to yenighem anderen rechte mochte ver-
bunden sin, dat ys eyn apenbar geruchte vnde waer.
Item, dat ichteswanne her Segebode Crispin zeh'ger dechtnisse, hern
Johan ('rispins vader, lange vor XXXII jaren dat halue dorp Crummesse, de
mole darsuUies, de groten visscherye in deme zee tu Beyendorpe vnde dat
halue durp INyemarke mit alle eren tobehoringen vnde eghendome darane^ nicht
vdgescheden. alse vryg erffgud,^ vnde anders nicht en wiste, dan dat de gudere
vry erlgudere weren, also ok her Johan Crispin anders noch nicht en weet,
attgekoft heft redelikes, steden, vastes eruekopes Marquarde van Crummesse
vnde alle sine erfnamen.
Item, dat de ergenante her Segebode, hern Johans zelige vader, den stol
I) //acA, l)«a alte Ltib. Rooht, S. 804. 8) Vgl. Bd. 4 M 363. 366. Die folgende weitlAuaige Aos-
einanderteUung llUst sohliesaon, dass dem Rathe beide Ausfertignngen vorgelegen haben. Er beriicksich-
tigt luerat M 366 den ervekop, dann ^ 863 den tceddeschat.
1418. Aug. 7. 67
ies rades to Lubeke to der tiit vor derne kope, in deme kope, na deme kope
weote to sineme ende mit eren vnde rechte beseten hefft^ vnde he in deme
soloen gelike na sineme dode^ vnde dat her Seghebode darumme scholde vnde
mocbte vor ene (vnde) sine eruen der stad louelike vriheit vnde gewonte an vnde to
(deo) vorgenanten guderen bruken vnde gheneten.
Item, dat de ergenante her Johans Crispins vader, dewile he louede, na
irigheit vnde gewonde der stad Lubeke de vorscreuenen gudere alse vrie erf-
pidere van macht des vorscreuenen kopes in openbarliker rostliker vrier be*
Mttinge vnde weren hadde beth in synen doet van der tiid, dat de vorgenante
Harquard van Crummesse vor zik vnde sine eruen den vorscreuenen koep to
atedeghende vnde bij macht holdende der vorscreuenen gudere udgingen vnde
vortegben, welker he de rechte besitter was^ alse vrye eruegudere vnde nicht
leengudere, vnde so beseten hadde tovoren in menigen jaren rostliken vnde
roDwIiken sunder yemandes ansprake.
Item, dat her Johan Crispin na dode sines zeligen ergenanten vaders
aJD rechte vnvorscheidene erfname was vnde bleefF vnde hefFt de vorscreuenen
gudere mit eren tobehoringen alse vrig erlFgudere in sine were vnde besittinge
entfangen, alse dat syn zelige vader vore vnde he na sineme dode de lenger
den XXXI jar vnde mannighen dach in rostliker were vnde besittinge gehat
bebben sunder weddersprake edder schuttinge enighes rechten des vorbenome-
den eddelen fursten effte siner vorevaren vnde des gelikes Marquardes van
Crummesse de suluen gudere vnde sine voreuaren beseten hadden rosth'ken
vade rouwliken darvore to mannighen langen jaren alse vrye erfgudere sunder
jemandes bisprake.
Item so sette wi, sintdemmale dat sin vader tovoren beseten hefft de
vorscreuen gudere alse vrie erfFgudere vnde he darna in deme ghelike lenger
daooe XXXI jar vnde mennighen dach vnde noch de were also darane heuet,
4at be des negher to beholdende sy, dat de gudere sin vrye erff gudere, danne
ie hertoghe erbenomet, dat se leengudere sin, na Sassesschem rechte, dar de
^ere beleghen sin, in deme XLIIII capittele des andern bokes des Sassesschen
fpeigels' vnde in deme boke des schedeklotes^ vppe dat Sassenspeighel gemaket.
I) Sftchs. Landr. B. II Art. 43 $ 1. Sve on gat erne seget to lone, unde en ander seget, it si sin egen;
spreket seH mit geliker were an, jene mat it bat to egene behalden mit tyier soepenen getage, denne die
andere to lene. S. die Citate in der Homey er'scheu Ausgabo des Sachsenspiegels. S) Richtst
Landr. Cap. 87, $ 1. Claget en nppe gut undo secht, it si sin leen, de ander seobt, it si sin egen, unde
bebbe gi beide nene gewere daranne, so Trag, wedder du ioht ueger tu bebaldende sist dines egenes an
deme gude, edder it jene tu lene neger tu bebaldende si. So vintme, du sistes neger. So vrag, wo du dat
eigen bebalden scolest So yintme, mit drier scepen tuge.
9»
68 1418. Aug. 7.
Item sette wij vnde is eyn kentlich recht. dat eyn islik sin recht, s
maninge vnde ansprake mach vorsumen, vorspaden vnde vorachteren, also
erne sine vorsumenisse, vorspadinge vnde achterlad in rechten tyden to gant:
vorlust sines rechtes vnde to schaden siner ansprake mach komen, der von
nicht to netende, dat ys openbar vnde waer.
So sette wij, eft wol de ergenante eddele furste edder sine voruai
ichteswanne jennich recht an den vorscreuenen guderen gehad hadden, alse
sik in sinen articulen vormetet, dat unmoghelik ys to louende vnde des wij ei
nicht en bekennen efte to en stan^ so were doch dat recht in sik suluen do
machtloes vnde vellich gheworden, nademe dat he noch sine voruaren d
vorscreuenen koep der gudere noch ere besittinge bynnen der tijd des recht
alse XXXI jar vnde dach, nicht bispraket noch ghehindert en hebbet. Vnde
Marquard van Crummesse vnde sine voruaren to mannighen jaren tovoren I
seten hadden alse vrig erfpgudere vnde nicht lengudere sunder jemandes
sprake wente vppe de tijd, alse sin vader in de besittinge quam, want se her
Segheboden erst to deme kope vnde na to der besittinge zweghen vnde volgl
hebben, vnde dicke vnde mennichwerue ghebeden hebben sinen vader, dat
wolde liden bede up dat gud lijk sinen undersaten, de erne siner bede ni(
en weigherden, vnde doch ny dat gud anspraken alse ere lengudere, eft he (
bede wol weigherde.
Item ok^ nademe dat sin vader tovoren vnde he na in deme namen syr
rechtes wol betaleden erlTliken kopes eriiken in gudem geloven, anders ni(
wetende, dan dat vrig erffgudere weren, vnde mannighen dach noch en we
ane bedrenghenisse de vorscreuen gudere ghewunnen vnde se.leng wan XX
jar sunder middel ane alle ansprake vnde bewernisse in rouweliker were I
seten vnde vredeliken gebruket hebben, alse he dat bewisen mach, eft des n
were, vnde ok^ dat sin zelighe vader vnde he van alsodanen eriiken eren
deren vrig vnde loueliken geboren vnde ere ere vnde gude gheruchte gewai
hebben^ dat se alle ere gudere mit eren hebben vnde besitten moghen vr
eren erfnamen nalaten to brukende, so hefft de erbenomede eddele furste al
dane sine ansprake vorsumet, vorspadet vnde ghentzliken vnmechtighet, wei
se doch vnmechtich was vnde noch ys, also dat se in deme rechte nenerl
macht noch vortghank hebben en schole noch eme jenigerleie huipe don
moghe, sunder wes he hijr en bouen darane deyt vnde vortsettet, dat deit
wedder gemene recht, wedder God vnde alle reddelicheit.
Item, dat eyn leenhere sin leenrecht vorlust bynnen XXXI jaren vnde er
1418. Aug. 7. 69
daghe, efft he des gudes bynnen der vorbenoineden tijd nicht erivordert, de
dat gud alse vryg erffgud besitten so lange tijd, alse vorscreuen steit, dat secht
de glose des keiserrechtes ouer de capittele keyser Cordes, ' de eyn Sasse
was, in deme boke des lenrechtes in deme rechte, dat also angheit: Haec sunt
cajntukiy in deme C. Praeterea, vppe dat wort: non prescripcione, dar so steit:
Sed de qua preseripcione intelliges tu, nuinquid intelliges eciam de prescrip-
cione XXX annorum uel XL? Responsum: de preseripcione, que datur titulum
babentibus sen X annornni inter presentes uel XX inter absentes, secundum
quod de hoc dicitur C. de preseripcione longi temporis X uel XX annorum^ que
merito hie dicimus non obstat, cum alienacio ipso iure nulla fuit, quod enim
ab inicio non tenet, tractu temporis conualescere non potest, ut in constitu-
cione Frederici Imperialem,^ non intelligendo de preseripcione XXX uel XL
annorum, per quam omnis tollitur actio, ut C. de preseripcione XXX annorttm
Sicut^ contra desides enim et sui juris contemptores introducte sunt huius-
modi prescripciones odiose, cum differencia debeat esse inter desides et vigi-
lantes, ut C. de annali excepcione Ut perfectius* et lege ultima in fine,* vigilan-
tibas enim jura subueniunt, ut que in fraudem creditorum lege Pupillus^ in
fine, nee enim credendum est, Romanum principem, qui jura tuetur, huius-
modi verbo totam obseruacionem de preseripcione longi temporis multis vigi-
liis excogitatam atque inuentarn euerti velle ut argumento C. de inofficioso
testamento Si quando. Ok secht dat Sassenrecht,^ dat eghen vnde erue de
Sasse mach vorswighen bynnen XXXI jaren vnde daghe, in deme XL artikele
des ersten bokes, a contrario suscipit: Vil meer mach eyn here sin lee(n)recht
vorsumen, wanth mach eyn dat meste, dat sin vrig erff eghen, vorsumen
bynnen der vorscreuenen tijd, dat vele mer ys, vil de beth mach eyn bynnen
der vorbenomeden tijd vorsumen sin lenrecht, dat vele myn ys, darumme
secbt de schedeklot des Sassenspeighels^: claghet een vpp gud vnde sprekt,
1) II. Fend. 40. Das Cnpitel trUgt die Uebcrschrift : De capitulis Conradi und fAngt an: Haec snnt capitnla,
quae rex Conradus fecit in Roncalia de beneficiis. Die hier in Betracht kommcnde Qlosse bezieht sich
anf den Satz des Capitels: .,Practerea nt liceat dominis, omnes alienacioncs fendi factas nnlla obstante
praescripciono revocare" und anf das Wort praescripcione.
S) IL Feud. 55. Imperialem decet solcrtiam.
3) 1. 3 Cod. de praescr. XXX vel XL annorum 7, 39.
4) 1. 2 Cod. de annali except. 7, 40.
5) L 3. Cod eodem.
8) L 24 Dig. quae in fraudem creditorum 42, 8.
7) 1. 35 Cod. de inofficioso testamento 3, 28.
8) Sftehs. Landr. B. I. Art. 29. An egcne unde an huven mach sik die Sasse versvigen binnen drittich jaren
nnde jar undo daghe, nnde er nicht.
)) S. die S. 67 Anm. 2 citirtc Stelle, welche im § 2 also fortfUbrt: Heddcsta it aver beseten jar unde
i
1418. Aug. 7. 73
eroe vorgheues ment to entFernende^ des wij doch to Gode vnde to rechte
hopen, dat he nicht doen en schol^ noch en moghe.
Item, eft wol de erbenomede here hertoge mit jenigen zaken bibrachte,
dit men sinen tuch horen scholde, des wi doch hopen, dat in deine rechte
Denerleie wijs sin en moghe, nademe dat her Johan deme rechte vnde tughe
negbest is. vnde eft he alle sine artikele tuget hadde, nochtent en mochte dat
DJcht wol Stan, nademe dat her Johans vader vnde he lenger dan over XXXI
jaren vnde manigen dach mit rechtem erfkope in de besittinge treden sin
vnde beseten hebbet, sunder sine efte siner vorvaren bisprake. Doch sette
wij vor her Johans recht, dat he nenerleie punt ofte artikele mit sinen leen-
mannen, denstmannen, richteren, reden, amptluden, vndersaten, noch mit
nenen anderen luden, de eme mit eeden, horsame, gebode edder enighen
vrachten vorplichtet sin, tugen en moghe, nademe dat he sin man van den
gaderen nicht en is, sunder he vnde sine vorevaren de vorscreuenen gudere
alse vrie erff'gudere hebben beseten, alse vore geroret is, vnde were zwarlik
enen jewelken, de vrig gud beleghen hadde in eyner herschop, dat de here
mit twen ofte meren siner manne mochte tugen, dat dat lengud were^ vnde
dan alsodane tuch in deme rechte scholde helpen, wente dar were vaer an,
dat dan mannich man sines gudes moste qwijd ghan.
Item, alse de here hertoghe Erik zettet, dat (he) de vorbenomeden gudere
niit richte vnde mit rechte in rouwliker were hebbe gehat vnde (her Johan) en
der were mit sulfwalt entweldighet hebbe, des secge wij, dat de here hertoghe
van Sassen ny mit richte vnde rechte, alse recht ys, in der gudere were sij
^ekomen, vmme zake willen, alse vorscreuen is. Ok so hefft her Johan her-
toghen Erike van Sassen der gudere mit sulfwalt nicht entweldighet, sunder
van richte, rechte, ordele vnde gebeide des hofgerichtes des Romisschen ko-
ninges, koning Ruprechts zeligher dechtnisse, vnde des Romisschen rykes, wente
de olde rad gewunnen hadde vnde noch hefft mit ordele vnde mit rechte des
nkes wedderropinge vnde vornichtinge der vorvestinge,* de de borgere van
Uibeke ouer see vnde ere vrund gedan hadden, so veie als an en was, vnde
<lat men enen jewelken wedder laten scholde to sinen guderen, der sik de
l^orgere vnderwunden hadden, vnde dat hofgerichte hot se wedder setten in
we were vnde besittinge, vnde bot alien heren, vorsten, vryen, steden vnde
vndersaten, dat se deme olden rade gemenlik vnde besunder helpen scholden,
dat 86 wedder to besittinge erer gudere, de en so teghen recht entferdiget
I) Bd. V M 274.
10
1418. Aug. 7. 75
dach ynne gewesen hebbent sunder bisprake, recht vnde vulmechtich sij vnde
to ewigen tiden vortghank hebben schole, vnde dat her Johan negher to be-
holdende sy, dat de gudere sine vryg erfgudere sin, dan de here hertoghe
Erik vorbenomet, dat de gudere erne to lene tobehoren, vnde dat her Johan
vnde sine eruen de vorscreuen gudere mit aller tobehoringe erfliken vnde
ewichliken besitten vnde vort vor vry gud vorkopen rnoghen, vnde dat de er-
benomede hochgeborne Furste noch sine eruen darane nuinmerineer tosecgent
efte ansprake hebden en scholen jenighes rechtes, gheestlikes edder wernt-
likes, vnde dat alle ansprake vnde recht in sinen artikelen begrepen dot, un-
mechtich vnde vorsweghen sin, vorsumet vnde vorspadet vnde nicht geesschet
noch ghevordert bynnen der tijd vnde daghen des rechtes, vnde dat se vort-
mer nyne stede, inacht noch vortghank hebben en scholen, vnde dat vorder
alle gerichte, de he in sinen artikelen roret, rnachtloes sin vnde van vorsat-
liker wait vnde nicht van rechte gheschen en sin, vnde dat he nener lenware
der vorscreuenen gudere schole bruken, vnde dat he de allene vppe gewal-
dichlik unrecht entfangen hebbe, vnde dat her Johan wedder an sin gud mit
richte vnde mit rechte des Romisschen rykes gekomen sy sunder jennighe
sulfwalt, vnde dat he hern Johanne vnde sine eruen vor sik vnde sine eruen
alle ansprake vnde beswaringe afdon schole mit richtinge aller koste, schaden
vnde bindernisse, de her Johan darumme lide vnde leden hebbe, vnde vort
allent, dat her Johan in deme rechte helpen mach, dat bidde wij mit alien
vorscreuen puncten na der besten wise des rechtes, samentliken vnde islik
besunderen, mit ghewonliker betuchnisse des rechtes, vnde vorder nicht dan
vns nod ys.
In der materie twisschen dem eddeleh heren vnde hern Johanne we-
sende so heft he sin recht vnde zake in den vorscreuen artikelen vnde
puncten in slichten worden bescreuen, beholdende vns vullenkomene macht, alle
vnde islike artikele vnde puncte to vormerende, to vormynnerende vnde to vor-
beterende, udtolecgende vnde to donde vnde vorder ieghen sine sake mer to
scriuende etc.
Item so sette wij teghen den artikel, dar he inne schuldiget den rad
nnle de stad Lubeke, dat se erne vorsatich werden enes openen breues ge*
rored in siner antsprake etc., dat de borgermeistere vnde raed der stad
Lubeke vppe datum des breues weren buten Lubeke, entweldighet herlicheide,
regimentes, porten, slotele, bokere vnde ingeseghele, weike en doch alle to
d^r tijt mit des rykes rechte toghedelet vnde gheordelt, vnde den ghennen,
b
1418. Aug. 7. 77
littbeke vor alle ansprake vppe ere koste vnde schaden scholen verantworden
vnde der stad des kopes waren vor allesweme, alse de breue udwisen, alse
vorgheroret ys, weike breue wij juw heren schedesluden doch gerne vor-
bringen willen, efft des behoeff is.
Item, alse he secht, dat de slad hebbe erne breue affgheenget vnde
nouwet, dat de stad des unschuldich is, dar secge wij to: liker wijs, alse de
ersten breue van sinen voruaren der stad liubeke geuen sin init gudern vrien
wilien, so sin ok alle andere breue vppe Molne sprekende ghegheuen mit
wolberadem mode vnde gudem willen van hertoghen Erike etc. vnde sinem
vadere, alse dat opembar genoch is, vnde dat hertughe Erik, sin vader vnde
sin broder Molne wolden hebben bekrechtighet, alse he bekennet, teghen de
stad Lubeke, de Molne in besittinge vnde rouwliken weren hadden na udwi-
singe der breue van eren vorvaren beseghelt, de se billikest holden scholden,
nademe se erFnamen weren vnde he noch is, dar wolden se ghewalt ane doen,
alse se deden, welke wait men wol moste sturen, eft men konde etc.
Item.) efft de hertoghe wol enen openen beseghelden breff hadde, alse
he settet, des wij nicht tostan. vnde dat wij scholen na ghiffte des breues
hebben vpgenomen ene groten summen etc., dar secge wij to, dat de breff
nicht udwiset, eft de stad Lubeke van Molne etc. des jares mer vpboret, dan
IX^ vnde XL mark lubesch, dat dat bore deme hertoghen edder den sinen.
Item de breff hefft twierleye sin, enen, dat de stad Lubeke moghe vp-
fcoren IX^' vnde XL mark vnde nicht mer, vnde so h§t tantum^ in deme breue
so vele als allene in deme Dudescheme, de ander sin is, dat de stad Lubeke
moghe vpboren van Molne so vele alse IX^ vnde vertich mark, doch so ludet
de breff nicht, dat se nicht mer moghen vpboren, vnde so hetet tantum in
Dudesscheme alse so vele, warumme en is de stad in deme synne des breues,
alse tantum hei alse so vele, hertoghe Erik vnde den sinen van der vorder vp-
boringe, der wij doch nicht tostan, nicht plichtich, na welkeme synne Lubeke
des breues bruken mach etc.
Item, eft de breff* wol ghegheuen were, des wij nicht tostan, so is he
docb ghedodet mit deme nyen breue, den hertoghe Erikes vader, sin vader
vnde he suluen der stad Lubeke hebben ghegheuen, wente de lesten deghe-
dinge breket de ersten, efft des nicht bewart wert in den lesten deghedingen,
in welken wol steit, dat de nye breff den alden, den de stat van deme her-
I) Bd. Ill M 384 S. 33S. Der Rath entwickAlt hier eine andere Auffassang, als dort in der Ueberschrift
der Urknnde Ansdmck gefnnden hat.
i
t
1418. Aug. 7. 79
•
pand, alse de erste brefF vnde de lesten breue udwisen, scholen se unschedelik
vnder ander wesen, alse dat de leste bre£F sprekt. Warumme so en hefft de
sUd Lubeke Molne vnde sine tobehoringe nicht beseten mit woker^ sunder
wat de stad hefft vpgheboret^ dat hefft se vpgheboret alse dat ere, dar se
deme hertoghen vnde den sinen nicht plichtich van is. Dat ok de stad
Lobeke dye vnde vorderff steit in Molne^ dat wiset de olde breff clarliken ud
in enem artikele aldiis ludende: Eciam si dictum opidum Molne cum pre-
tactis suis appertinenciis a consulibus et ciuibus Lubicensibus sepetactis tra-
dicione, expugnacione seu alia fraudulenta adinuencione aut alio quouis niodo
alienatum fuerit, quod Deus nolit, extunc nos bujusmodi opidum et alia pre-
missa perdidisse, ipsi vero suam pecuniam, quam ob hoc expenderunt, debent
perdidisse et extunc nos cum nostris vasallis toto posse nostro ad hoc juuare
deberous, quod dictum opidum iMolne cum suis appertinenciis valeant reha-
bere etc. '
Item, teghen den artikel, dar de hertoghe vns anschuldighet van vnses
borgbers wegene, Wicger Brekewoldes, vmme Tzanskeneue etc., dar secge wij
to van Wicgers wegene, dat Sanskeneue des hertoghen van Sassen lengud
vnde erue nicht en sy, sunder Wicgers vorbenomed vrie erffgud sy, vnde sint
deiD male he vele jare in rouwliker were des gudes vnde besittinge alse vry
erffgudere sij gewest vnde noch in der were vnde besittinge is van recht-
likeme vnde redelikeme kope, alse dat sine breue clarliken udwisen, so sy he
negber to bewisen. dat dat gud sin vrig erfpgud sy, dan de hertoghe^ dat dat
8yn leengud sy. Ok so sette wij, dat dat gud Sanskeneue licht in der tobe-
boringe der stad Molne, warumme, efft dat gud leengud were^ so horde de
leenware to der stad Lubeke, vnde nicht deme hertoghen, na udwisinge der
breue, olde vnde nye, ouer Molne ghegheuen. welker stad willen vnde gunst
Wicger Brekewolt hefft, als em des van rechte not ys vnde alse de hertoghe
secbt in deme suluen artikele, vnde eft Wicger der guder welk mer hebbe,
dar he mit rechte an ghewiset sy, dar secge wij to, dat de hertoghe noch an
Sanskeneue noch an jenich ander gud, dat Wicger Brekewolt in hebbender
were hefft, mit rechte ghewiset sy etc.
Item, alse de hertoghe claghed^ wo dat Mornewech, vnse borgher,
Tideken Campouwen, sinen armen manne, bynnen Lubeke afgheschattet hebbe
KXX mark mit gewalt vnde vnrechte etc., dar secge wij to, dat Mornewech
lemaode besehattet en hebbe mit gewalt edder unrechte. Broke auer we an
1) Bd. m S. 331.
80 1418. Aug. 7.
deine were vp deme Ratzeborger zee vnde siner tobehoringe, dar twe vicaric
mede bewedemet sin. rnoghen de vicarij edder Mornewech van erer weghe
richten edder richten laten mit rechte, wente se dat recht darane hebbei
hoghest) zijdest vnde alle andere rechte vnde gerichte, aise de breue clarlike
udwisen^' de de vicarij vnde Mornewech gerne vorbringen willen, eft men de
beghere, vnde hirumme en niach he sik ok in dat vorscreuene were mi
rechte nicht hebben wisen laten, alse he scriflPt. Vnde des gelikes secge wi
ok to deme anderen stucke van Morneweges vnde DetleflF Matten weghen etc,
de Eghard Springe vnde Scheie Hinrik bynnen Lubeke scholen ghehinder
vnde in burghehand gebrocht hebben mit gewalt vnde vnrechte, dat se de
nicht gedan hebben mit wait edder mit vnrechte, sunder darumme^ dat se n.
vele guder underrichtinge vnde warninge den vorscreuen were negher ghe
visschet hebben, dan se van rechte don mochten na udwisinge der breue u|
dat wer sprekende, dat de vorscreuen vicarij edder Mornewech edder anderswe
deme de vicarij des ghunnen, richten moghen.
Item, alse de hertoghe claghet, dat erne Gherd Voghedes wijff sinei
tollen vorbehalte vp de Wakenitze vnde dat wij ene beweringe don in utwar
vp der Stekenitze mit wait vnde mit vnrechte etc., dar secge wij to, dat W
dar bewisinge to hebben van keyseren vnde koningen, dat wij vnde de vnse
nenes toUnes vp der Wakenitze edder udware vp der Stekenitze plichtich <
sin, vnde he wet id ok wol, dat wij sodaner udware, tollen edder wo dat het<
schal, nicht plichtich en sin.
Item, alse he claghet, dat wij ene de bede to twen tiden vorunthold^
hebben, de he dede in siner herschop, alse ud den dorperen, dede horc
deme Hilghen Gheiste vnde sunte Johanse bynnen Lubeke, vnde ok Ghei
Voghedes wyue, darto secge wij int erste, dat Gherd Voghedes wijff de be(
udghaff, do des hertoghen suster erst beraden wart, vnde hopen, dat se d<
nicht anderwerue udgheuen en dome. Auer van des Hilghen Gheists vnde suni
Johans guderen, dar secge wij to, dat de godeshuse vp de gudere beseghek
breue hebben, dat se vryg vnde entslagen sin van alien alsodanen bede
Were auer dat se weike gudere hadden, dar se alsodaner breue nicht vp (
hadden, dat men daraff do, alse sik dat ghebort.
Item, alse he claghet van vnser bure weghen to dem Holenbeke, de en
scholen sin holt affghehouwen vnde entforet hebben etc., dar secge wij to, v
he de buren vor vns beclaghen laten, wij willen erne gerne rechtes ouer ;
1) Urk. B. d. Bisth Liibcck, Bd. 1 J^2 239, 472.
1418. Aug. 7. 81
vnde ouer eynen jeweliken, dar he ciaghe to hefft, de vns boret to vordeghe-
dingende, behulpen wesen.
Item^ alse he claghet^ dat wij vnde de van Moine^ dewile se sik an vns
^holden hebben, vakene vnde vele sine vnde siner rnanne bure van eren
honen entforet hebben bij daghe vnde bij nachte etc., dar secge wij to, dat
wi) des nicht ghedan en hebben vnde weten ok nynnande van den vnsen, de dat
ghedan hebbe, wiste he auer wene van den vnsen, de dat mit unredelicheit
yeghen recht ghedan hebbe, dat late he vns weten ^ dar wille wy gerne by
don^ also sik dat gheboret
Item, alse he claghed, dat vnse denere Jodenblot, Patnperyn etc. sinen
manne Herman Carlouwen an sinen hoff vellen to Rocgelin vnde slogen erne
%m knechte vnde pucheden erne sinen hoff etc. vmbeciaghet vor sinem
vader efte vor em etc., dar secge wij to, de sulue Herman vnde sine knechte
scbinden den copman vp der straten, dar vns vaken vnde vele ciaghe van
quemen, vnde allene wij dat vorclagheden vor des ergenomeden her-
toghen Erikes vader in breuen vnde ok muntliken, vnde ene ok suluen
beden vnde warnden^ dat he dat lete, so en halp vns dat doch nicht. Doch
int lateste brochte vns bewijslike nod darto van den beschedigheden, dat wij
ene vnde sine knechte soken mosten. Vnde wes dar vorder ane schach^ alse
eft den roueren dat gherouede gud wedder nomen wart edder se gheslaghen
edder ghewundet, dat dede wij mit rechte vnde mochten dat woi don na inne-
bolde der breue, de wij van deme hilghen rijke damp hebben,' vnde darumme
en sin wij des ergenanten Hermans sonen nenen schaden plichtich to vor-
botende, wente wij darane nicht ghedan en hebben, den dat wij mit rechte
don mochten.
Item, alse he claghet, dat Marquart Stal sinen arroen man Hinrik Eluer
to Roseborg grep in sinem eghenen huse vnde vorede ene to Lubeke in vnde
schattede erne afiF XXV mark etc., hir schal Marquart by komen. Vnde alse
he scrifft, dat vnse denere vakene beide schuldeghe vnde vnschuldighe uthe
sinen vnde siner manne gerichte nomen hebben mit sulfwalt ane eren willen
etc., dar secge wij to, eft se de schuldighen dar udgenomen badden, dat
naochten se na vnseme hete don van vnser vorscreuen breue weghen, de wij
vfin deme ryke hebben, auer se en hebben dar nymande udghenomen, de un-
schuldich were, id en were, dat he openbarliken beruchtet were mit mysdaet.
1) Vgl. Bd. IV M 822.
11
1418. Aug. 7. 83
scholen de stad Lubeke vor alle aiisprake vride vor allesweme vryen vnde ver-
antworden, vnde dat he sine anclaghe vppe Molne vnde sine tobehoringe mit
nnbeschede gedan hebbe vnde noch do, vnde he vnde sine eruen des vorder
nicht don scholen, he edder sine eruen hebben de summen gheldes betalt so
vnde dar, alse ere beseghelden breue udwisen, vnde dat de van Lubeke de
nyen breue hertoghen Erike edder den sinen nicht afipghenouwet edder afghe-
enget hebben. Vort, dat de latinessche brefF ynneholdende, wo de stad Lubeke
jarlikes nicht mer vpboren schole, den IX^ vnde XL mark etc., alse he secht,
fhedodet vnde vornichtet sy niit deme lesten nyen breue vnde ok doch deme
bertogben vnde den sinen to nenen schaden edder hulpe schole stan. Vortmer,
dat de stad Lubeke vpneme van Moine vnde siner tobehoringe alle nut, vp-
kome, vrucht vnde anvalle, alse van ereme rechten, reddeliken, ghekoften
^de sunder jennighen woker, vnde dat de hertoghe dat vmbilliken in sinen
artikelen sette, sunder dat he des to ewighen tiden schole swighen na udwi-
singe der olden breue myt den nyen, vnde de stad Lubeke an Molne vnde
siner tobehoringe to ewighen tyden vinbekunimert, erret vnde moghet laten
schole na udwisinge siner breue, vnde der stad Lubeke vollenkomelken halden,
alse sine vorvaren, sin vader vnde he darna beseghelt hebben, vnde darna
Wicger Brekewolt an Sansekeneue etc. vnghehindert, erret vnde nioget schole
laten, sunder en vnde sine eruen rouwliken vnde rostliken to ewijghen tijden
schole laten sitten vnde Sansekeneue mit siner tobehoringe late bruken, alse
he dar mit rechten vnde reddelikem kope vnde mit rowliker besittinge to
vnde an ghekomen is na udwisinge siner breue vnde des vorgherorden sines
antwordes, vnde dat he alle andere artikele in siner claghe vns, vnse borghere
vnde vnse denere ghentzliken affdo, vns vnde se van der weghen qwijt, ieddich
vnde loes to latende, na ynneholde der vorscreuen vnser antworde.
Geuen vnder vnsem secrete, na Godes bord veerteynhundert iar darna
m deme achteinden jare, des sondaghes vor sunte Laurencius daghe des hilgen
mertelers.
^ocA dem Original^ einer aua aechs eimelneUf zusammengendhten Stucken bestehenden 3,15 Meter langen Per-
gamentrolle, im Siadtarchiv zu Luneburg.
IV
Die Bathssendeboten von zehn Stddten heurkundeiiy dass und in welcher Wet
ihnen von dem Herzoge von Lauenburg und den Stddten Lilbeck ur
Hamburg die Beilegung ihrer Zwistigkeiten ubertragen set. 1418, Aug. 1\
Wy borgermestere vnde radinanne^ radessendeboden der stede Coln<
Bremen, Dorpmunde, Rostok, Stralessund, Wysmer, Luneborch, Grypeswoli
Monster vnde Ozenbrugge. Bekennen vnde betugen openbare in desseni breu
vor alswerne, dat, in deine alse wy van den radessendeboden der genieyne
stede wegen der Dudesschen henze bynnen Lubeke vorgaddert to daghe gesan
weren tegen den hochgebornen vorsten, hertogen Erike van Sassen etc., t
Zarowe, vnime efft wy ieniger vruntlicheid vorramen konden twisschen de
ergenanten hern hertogen vnde den van Lubeke vnde Hainborch. de in vr
willen vnde Scheie weren vnde zyn, darsulues to Zarowe na langen degedinge
van beyden delen vorramet, gesloten vnde annamed wart^ alse de twe scrift
darvp vorramet vtwiset, der de ene screff uiester Pawel, der stad scriuer t
Lubeke, vnde de anderen her Hinrik Kok, des ergenanten hern hertogen pap^
vnde der ok eyne vmme de anderen geuen ward, alse de niester Pawel sere
dem heren hertogen, vnde de her Hinrik Kok screflF, den vorscreuenen rades
sendeboden der gemenen stede, welke scrifte van worde to worden aldus luder
Witlik sy, dat des donredages na Jacobi nyest vorleden vorgaddert weren i
Zarow de hochgeborne vorste, hertoge Erik van Sassen etc., vnde vulmechtig
radessendeboden der stede Lubeke vnde Hamborch, dar de suluen radessend^
boden Lubeke vnde Hamborch vmme voreninge wilien aller tozage, de de ei
genante her hertoge to en vnde den eren, vnde se vnde de eren wedder t
siner herlicheid vnde den sinen bet an dessen dach gehad hebben, mit sik ge
brocht hedden ichteswelke radessendeboden van der gemenen stede wege
vorscreuen, twisschen dem ergenanten heren hertogen, vp eyne zyden, vnd
den van Lubeke vnde Hamborch, vp de anderen zyden, vorarbeydet hebbei
also dat beyde partye erbenomed alle tozage, de se malkanderen hadden, i
vruntscop edder rechte to vorschedende geset hebben to enem gantzen end
by de vorscreuenen radessendeboden der gemenen stede in desser wyse, d<
beyde partie, de hertoge ergenant vnde de van Lubeke vnde Hamborch^ ej
islik alle sine ansprake, de he to dem anderen hefft, besegelt ouerantworde
schal laten in midweken erst tokomende in Hennyng Stonehaueren hus an di
molenstrate den radessendeboden van Luneborch, de denne des hern he
togen vorscreuen ansprake antworden scolen den van Lubeke vnde Hamborcl
UiS. Aug. 10. 85
vnde der van Lubeke vnde Hamborch ansprake wedder dem hern hertogen
erbenomed , vnde vppe desuluen ansprake scolen beyde vorscreuenen partie
ere bezegelde antword to Lubeke schicken vnde hebben by den radessende-
hoAen der gemenen stede vorscreuen en 8ondage erst tokomende vort ouer
ichte dagen. Ok seal eyn islik vorscreuen partie in siner bezegelden an-
sprake mede gescreuen hebben^ wes en de vorscreuenen radessendeboden na
den vorscreuenen anspraken vnde antworden in vruntscop na beyder willen
edder in rechte to edder aff zecgen^ (dat se dat) also holden vnde nergen vurder
token en willen. Des to tuchnisse sint desser scrifte twe^ de enen heft de erge-
oante here hertoghe vnde de anderen de radessendeboden vorscreuen. Datum
anno Domini millesimo CCCC^ XVIII% feria quinta, ut supra. Vnde desses to
merer tuchnisse der warheid so hebbe wy borgerinestere vnde radrnanne der
stad Wysmer vnse ingesegel vmme bede willen der gemenen hensestede rades-
sendeboden vor dessen breff gehenget. Datum anno Domini millesimo qua-
dringentesimo octauo, ipso die beati Laurencii martiris.
Sack dem in dopptlter gleichlautender Ausfertigung im Archiv hefindlichen Originate mil anhangendem Siegel.
Der Burgermeister Banzkow in Wismar fordert den Burgermeister Jordan Pleskow
aufj am ndchsten Frettag nach Schwerm zu kommen. 0. J. (1418.) Aug. 14.^
Minen vrundliken grud myd begheringe alies guden. Leue her Jordan,
billet weten, alse vmme juwe werff, dat gi my bevolen to Lubike., dat hebbe
<k gbebracbt in vnsen rad. also dat de dat hebben vord bearbeydet laten myd
^y by vn^en heren van Mekelenborgh, vnde de willen en sonauende morghen
^ol vro ryden van Zverin, vnd ze senden iw erer leydo brefF, dar gi wol velieh
^p ryden moghen. Hirvmme so richted iw darna, dat gi en vrigdaghen auende
^n to Zverin, dat gy en sonauende vordan myd em ryden vppen dach. Sijd
Code beuolen. Screuen vnder her Nycolai Reuentlowen inghesegel^ hertogen
Alberdes kenseler to Zverin, des ik bruke, in vnser Vrowen auende assumpcionis.
Johan Bantzecowe, borgermester
tor Wysmer, juwe in alien.
Au/schrtft: Deme vorsichtighen wysen ersamen manne, her Jordan
Reschowen, borgermestere to Lubike, sinen besundern vrunde, gescreuen.
NoeA dem Original auf Papier. Mit unkenntiichen Resten des in rothem Waehe au/gedruckten Siegele,
1) Dm Bdixeibeii ist hierher geaetit in der Annahme, daas es sioh aof den Prosess des Bathes Yon Lfibeok
ait itm HtHMf Brieh tod Saohsen-Laaenborg nnd anf die in beaorgende Aohtserklftning besieht.
86 1418. Aug. 15.
Aufzeichnung in Betreff ezner Auslosung aus der Ge/arigenschaft. 1418. Aug.
Domini consules dederunt suas litteras respectiuaies uel pleni respeci
Petro Hdn. Johanni de Northeirn et Johanni tor Boken ad streiiuutn niilit(
Jons Grym pro assequendis ab eo \\\^ inarcis, quain summam predicti det
runt dicto tniiiti pro liberacione eorum, quia detinuit eos in carceribus mir
iuste, ad que constituerunt predicti Petruin Hdn suum plenipotentem procui
toreiii, vnde dominus Albertus de Ponte, consul, et antedictus Petrus H6n pi
iniserunt dominos consules pretextu illius penitus indempnes conseruare.
Nach einer Inscription des Niederstcuitbuchs vom J, 1418^ Aasump. Mar.
XliVlI.
Urkunde uber Sttftung von Seelmessen in dem Dominikanerkloster zur Burg
Gxmsten der Diener des Raths. 1418. Aug. 22.
We brodere Robertus^ tnester in der hilghen scriFt vnde provincial v
Sassen, Marquardus, prior^ Johannes^ leseniester, Johannes, vnderprior, vn
alle wi anderen ghemenen brodere des klosters van der Borch to Lubeke pi
dikers orden. Bekennen openbar vnde betughen vormiddelst desser seri
dat wi vmme ynnigher bede vnde begheringhe willen der erbaren lude, Hi
inich van Plesse, voghet, Hinrich van Drenten, schenke, Gherd van Ake
inarschalk, Allebrecht Rust vnde Hunold^ schaffers, vnde alle der anden
denere der heren vnde der stad van Lubeke, vns vnde vnse nakomelinghe
ewiglion tiden vorplichtet vnde vorbunden liebben, dat wi en vnde eren n
koniclinghen scolen vnde willen gheuen vnde delaftich inaken alle vnser gudc
wt*rk vur vnseai heren Gode, de in vnseme vorscreuenen kloster God l<
^chende werden van vns vnde vnsen nakomelinghen dach vnde nacht to ewigbc
tiden, vnde willen vnde scolen laten lesen in vnser kerken to der grone
capellen altare, beleghen in der norden siden, to der ere Godes vnde sin<
leuen modor vnde to troste, hulpe vnde salicheit desser vorbenomeden rad(
vnde stud denere sele vnde erer nakomelinghe sele vnde erer aller vrove
vnde kindero sele ene ewighe missen, vnde alle iar scole vnde wille wi i
one ino^helike tid, wen en dat behaghet, se vnde ere nakomelinghe beghi
••ne* in deme iare des auendes myt vigilien vnde des morghens myt selemiss
:u owi^hen tiden. likerwis alse wi beghan iarlikes de anderen kristenen seh
1418. Aug. 22. 87
4e myt vns ewighe beghenknisse vnde dechtnisse bebben. Vortmer dat vorbe-
nomede altare moghen se siren myt tafelen, gherweten, kelcken vnde boken
na erer roogelicheit, aUe se willen vnde vormoghen in tokomenden tiden.
Vppe dat nu desse erghenoineden erbaren denere nicht vndanknamich en weren
alsodanigbes ghestliken gudes vnde alsodaner groten vorbindinghe, so hebben
se unseme vorscreuenen klostere ghegheuen an eyne miide almissen vnde to
FolleDkomener noghe bered sostich lubesche mark^ vnde de hebbe wy van en
entfanghen vnde hebbe se an vnses klosters nutticheit witliken ghekert. Ouer
desse vorbenomede sostich mark penninghe scholen nicht vellen, mynren edder
to vorvanghe wesen ienegherleye wiz den veer vnde twintich scillinghen ghel-
des, de wi iarlikes van erer beghenknisse weghen pleghen van en vptoborende.
To ener vuUekomenen betuchnisse alle desser vorscreuen stucke hebbe wi
▼nses klosters ingheseghel witliken vnde myt vulbord vnde beradenen mode
▼or dessen breff ghehenghet , vnde ik broder Robertas , vorbenomede
inester vnde provincial van Sassen, hebbe mynes ammetes ingheseghel by
Tnses klosters ingheseghel vmme besundergher begheringhe willen desser vor-
benomeden erbaren lude ghehenghet vor dessen bref, de ghegheuen vnde ghe-
screuen is na Godes bord dusent vnde verhundert iar vort in deme achteyn-
deD iare, in deme achteden daghe vnser leuen Vrowen hemmeluard.
Au8 dem an der Stadtbibltothek befindiichen Copiarius des Burgklosters, FoL 10^,
AmeHus Luchaw verpfdndet seme Habey tnsbesondere das zum Grundstuck Lauerhof
gehortge Inventar an Bur chard von Htldensem. 1418. Aug. 24.
Amelius Luchowe pro se et suis heredibus presens libro recognouit,
se juste empcionis tytulo vendidisse Borchardo de Hildensem et suis here-
dibus omnia bona sua mobilia et immobilia et presertim varende haue, sicut
Aabet in et sub sua curia tom Louwen juxta siluam Swerin prope Lubeke,
sicot jacet, equos, ones, boues, vaccas, pecora, porcos et omnia animalia, que
▼iuont, parue et magne^ utencil(i)a predicte curie pertinencia, semina agro-
ram, que sunt in terra, et quidquid de illo euenire potest, pro C et VIII marcis
Jub. den. in festo beati Martini proxime affuturo in numerata pecunia et
absque ulteriori dilacione amicabiliter persoluendis. Eciam dictus Amelius
promisit et arbitratus est, si in termino predicto dictas C et VIII marcas non
soloeret, quod tunc omnia bona predicta debent pertinere realiter Borchardo
88 1418. Aug. 24.
antedicto et suis heredibus hereditarie cum istis faciendum dimittendum iu
placitum et voluntatem suam absque aliqua cuiuscunque contradictione. In
per Johannes Crowel recognouit cum suis heredibus^ promisit et arbitra
est, predictum Borchardum aut suos heredes de dampnis et interesse ab on
defectu preseruare.
Nach ciner Inscripiion des Niederftadtbuchs vom J. 1418, Bartkolomei.
Verpachtung einer Bude an einen Pastetenbdcker. 1418. Aug. 24.
JJominus Tydemannus Morkerken pro se et s«is heredibus presens lit
recognouit, quod ipse dedit et assignauit Ludekino Pasteydenbecker et Tels(
eius vxori, ad vitam eorum bodam suam superius platea sancti Johannis, sic
jacet prope Fontem ibidem, sic tamen, quod dictus Ludeke uel dicta Telse, ei
uxor, annuatim uel singulis annis redditus dare et soluere debent X marcari
lub. den. antedicto domino Tydemanno aut suis heredibus et totidem vm
pasteydam et vnam tortam, sicut (in) nupciis sunt, in quolibet anno, in quib
nupciis dictus Ludeke seruiebat ad dachhochtiden. Insuper predictus doinia
Tydemannus promisit, .predictam bodam cum suis appertinenciis cum structu
in esse integram et saluam tenere et conseruare. Eciam si dominus Tyd
mannus dictam bodam cum suis appertinenciis alicui vendere vellet, eqi
bene dictus Ludekinus et Telse, eius vxor, manere et inhabitare debebunt i
dicta boda ad eorum vitam pro precio antedicto.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1418, Bartkolomei.
Erne Anlethe unter Verpfdndung von Waareru 1418. SepL 1.
Johannes de Northeim et Conradus Vridach pro se et eorum heredibc
presentes libro recognouerunt, se teneri coniuncta manu Hinrico Melberch, Re;
nekino Kracht et eorum heredibus in IlIF et XXXII marcis lub. den. in fesl
Penthecostes proxime afFuturo absque ulteriori dilacione in numerata pecuni
amicabiliter persoluendis, pro quibus eis dederunt in custodia dicte sumir
pecunie tres fluele, XIII tafltas de serico, II pecias aureas gesprenghet, IF '
X S rangelaken. Eciam arbitrati sunt predict!, si in predicto termino die
solucio non iieret, tunc dicti Hinricus(et) Reynekinus aut eorum heredes possu
antedictam summam acquirere vel querere de predictis bonis ad placitum
1418. Sept. 1. 89
iroluntatem eorum. Insuper promiserunt dicti Johannes et Conradus antedictos
Wnricuin^ Reynekinum et eorum heredibus (!) ab omni defectu indempnes
coDseruare.
Durchstrichen mtt der Bemerkung: Deleui in presencia et ex iussu pre-
dict! Reynekini Kracht et ad relacioneni Magistri Pauli.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1418, Egidii.
lil.
Der Rath von Lubeck ersucht den Rath von Wtsmar dringendy zu einer auf den
ndchsten Sonntag verabredeten Zusammenkunft mtt dem Herzoge von
Lauenburg und dem Rathe von Hamburg Abgeordnete nach Molln zu
senden. 1418. Sept. 6.
Ynsen vruntliken grot rnit begeringe alles guden tovorn. Ersamen
leuen besunderen vrundes. So jfl lichte wol vordencken mach, dat vortijden
enes dages vorramet was to Molne twisschen deme hertogen van Sassen, den
van Hamborch vnde vns^ de to der tijd aueslagen wart etc. , is nv enes
andern dages darsulues vdrramet, de nv am sdndage negestkomende schal
weseo. Wfirvmme, leuen vrundes, desse ergenante here van Sassen jw sunder-
ken biddet, so wy jw wol berichten willen, wenne wy tosamende komen, vnde
wij juwe leue ok bidden mit vrflnth'ker begeringe, dat gij juwe vrunde hebben
vnde den dach besenden willen , also dat se n^ en sondage en auent negest
komet to Mdlne willen sin yn der herherge. Wille wy vmme juwe leue gerne
fruntliken vorschulden, wor wy mogen, vnde begeren juwe gutlike bescreuene
antworde. Sijt Gode beuolen salich vnde gesund. Screuen vnder vnsem
secrete, des dinxedages vor Natiuitatis Marie millesimo CCCCXVIII*.
Consules Lubicenses.
Au/schrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus Wismariensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
Nach dem Original im Rathsarchiv zu Wtsmar. Mit Resten des aufyedrUckten Secrets,
Urfehde des Glaus Langhehoyke und des Hans Horst. 1418. Sept. 6.
ik Clawes Langhehoyke vnde Hans Horst. Bekennen openbare an
dcsseme breue vor allesweme, dat wy den erbaren heren, borgermeystern
12
00 1418. Sept. 6.
VDde radniannen der stad Liibic, eren borgheren^ deneren vnde den eren vi
eren nakoinelinghen ene rechte orveide gliedan hebben vnde duen myd ci
desses breues, dar wy an eren sloten vmme seten van der sake weghene,
wy eynen bezeghelden bref van vnser sfilfies hete gheuen Hans Ni
manne, eneme knechte des arnbachtes der tyrnmerlude, aise dat hee eci
vnde rechte gheboren were. Vnde wy vorbenomeden ene gherne to vnsei
cumpane des vorbenomeden ambacbtes entfangen hebben wolden vnde screu
in der wyse den breff to deme rade van Hamborgh vnde vnderwfinden v
rades sake vnde scrifiend der vorbenomeden heren van Lubeke, des wy do
billichliken nicht scholden ghedan hebben, vnde de vorbenomeden heren d
anders mochten an vns gherichtet hebben vnde wy men ere stad vnde ghebei
darvmme vorsuoren. Des vorlate wy altomale (u. s. w. me gewohnltch). 1
merer betughnisse alle desser vorscrevenen stucke so hebbe wy Clawes Lang
hoyke vnde Hans Horst Clawes Langhehoyken inghezeghel henghet iaten vi
dessen brefF, des wy hir to desser tid sameliken to bruken. Datum anno D
mini miilesimo quadringentesimo decimo octauo, post Egidii feria tercia.
Nack dem OrigineU, Mit anhangendem Siegel (Hausmarke),
Die Rathe von Rostocky Stralsund, Wismar und Greifswald bevoUmdchtigen c
Lubecktschen Ahgeordneten, das Schloss Tondem von den Rtttem Ntcda
von Buchwald und Detlev von Ahlefeld wieder anzunehmen. 1418. Sept 2l
Wij borgermestere vnde radmanne der stede Rozstok, Stralessund, Wy
mer vnde Grypeswold. Bekennen vnde betugen openbare in dessem breue v<
alsweme, dat wij endrechtliken vulmechtich gemaked hebben vnde vulmechtic
maken in craft desses breues de erbaren radessendeboden der stad Lubek
de de rad darsulues vp sunte Michels dach hebbende werden bynnen Sieswi
van vnser aller wegen wedder to entfangende van hern Nycoiawese van Boe
wolde vnde hern Detleue van Aneuelde, ridderen, dat slot Tonderen mit sin<
tobehoringen also, alse de van Lubeke vnde wij eme dat geantwordet hebb(
Vnde wes de vorscreuenen radessendeboden van Lubeke darbij denne v(
donde vnde iatende werden, dat wille wij zamentliken vnde besunderen st(
vnde vast holden sunder inzage. Vnde des to merer tuchnisse is der stad }
der Wismer ingezegel van vnser alter wegen vnde des wij alle zamentliken
1) VgL M 3.
1418. Sept 21.
91
tor tijd hijrto bruken, gehenged vor dessen breff. Datum anno Domini M^
CCCC* XVIII% ipso die beati Matbei apostoli et ewangeliste.
Sitth dem Original im Koniglichen Oeheimen Archiv zu Kopenhagen, Mit wohlerkaltenem Siegel der Stadt
WiMmar. Miigetheiit von Dr. Koppmann.
ULV.
Der Rath von Lubeck fordert den Rath von Reval auf^ thm den Betrag des dort
erhobenen PfundzoUs thunlichst hold in Wachs zu ubersenden. J 41 8.
Sept 23.
Vnsen vruntliken grot mit begeringe alles guden tovorn. Ersamen leuen
vrandes. Alse ju wol indechtich macb wesen, wo van den steden de auesche-
dinge was uppe der negesten dachuart to Lubeke vorgaddert van des punt-
tolien wegen mit ju etc., begere wi vruntliken, dat gi den suluen juwen punt-
toDeD wiUet vormaken in was vnde vns den vnuortogerlik willet bestellen to
Ubeke vnde dat vorwaren, so gi enkedest mogen, wente wi nu tor tijd grote
koste moten hebben in der see, de vitalienbrodere to vorstoren, der rede vele
to der see is. Leuen vrundes. Den van Rige vorscriue wi ok desses suluen
geiijk, vnde bewiset ju Truntliken sunder vortogeringe hirane, dat wille wi
vmme jw gerne vorschulden^ wor wi mogen. Ok, guden vrundes, bidde wi, dat
|i der von Pernawe punttollen ok willet bestellen vns to werdende vnde mit
JDvem puntgelde vorsorgent, so vorscreuen is. Sijd Gode bevolen. Screuen
voder vnsem secrete, des fridages na 3unte Matheus dage des hilgen apostels,
miUesimo im' XVIII. So bidde wi juwe leue ok, dat gi dessen vnsen breff
ID de van Rige vorder willet bestellen, wente wi ene in dessem geliken ok
voncriuen, so vorscreuen is, vmme eren punttoUn vns to bestellende.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Ersamen vnde vorsichtigen mannen, heren borgermesteren
vnde ratmannen to Revele, vnsen besunderen guden vrunden, detur.
Nae& einem tiem Original im Revaler Rathstu^chip entnommenen Abdruck im Liv-, Esth- und Curldndiaehen
Urkundenlmch Bd, JT No- ^^^i.
1) im der Abdruck.
12*
92 1418. Oct. 11.
Der Rath vo7i Lubeck schreibt dem Rathe von Wismar^ dass er wegen etne
Ribnttz stattgehahten Vorfalls vorldufig alien Handelsverkehr mtt Mec
^wr^, folgh'ch auch mtt Wismar und Rostock, abbrechen mussej
ubrtgensy bet dem Herzoge Schritte zu thun, damit die Differenz ausgegh
werde. 1418. Oct. 11.
Unsen vruntliken gr6t mit begeringe alles guden tovorn. Ersanien
sundern guden vrundes. Ji^ mach lichte wol indechtich \vesen, wo wij ji
leue vortijden gescreuen hebben, dat vnse schencke vns tosede van ju
heren hertogen Albertes vnde der Ludemanne wegeri^ dat alle donde twissc
vns vnde den Ludemannen in gAtlicheid scholde stan wente to Wynachten nej
koinet etc. NA sin morgelang vor vns gewest etlike coplude, de vnse bor^
nicht en sin, vnde hebben vns berichtet, dat se vnde <^re gfid nA kortli
to Rybbenitz bekummert vnde vpgeholden sin worden vnde se darsulues to
hilgen mdsten sweren, dat se vnse borgere nicht weren, vnde ock dat gdd
vns nicht to hus en horede, dat vns vnlymplick duncket sin, dat men vns
vorworden also vorkortet. Hirvmrne, guden vrundes, hebbe wij den vnsen \
boden, juwes vorbenomeden heren straten to myden vnde nicht to soken, v
bidden juwe leue, dat gij mit den juwen bestellen, dat se buten vnsen bdr
vnde landwSren blyuen, wente wy nynen waghen noch gud darinne laten
willen, solange dat vns suike vorwort vnde tosage geholden werde vnde
men vnsen ergenanten schencken also nicht wortlos en make. Wij bege
ok, dat gij nicht vor vnwilien nemen, dat wij desse nedderlecginge der stra
aldus moten don, wente gij suluen wol erkennen mogen, welk n6d vns d;
bringhet. Doch kunde gij wes gddes noch hirinne enden bij juwen ergenan
heren, seghe wij gerne, vnde des jdwe guthke bescreuene antworde. Ock
ghere wij, dat gij desses den von Rostock vorder willet vorkundigen, dat
mit den dren bestellen, dat nymant in vnse bdme vnde lantwere sdke mit
ghenen, so vorscreuen is. Sijd Gode beuoien. Screuen vnder vnsem seer
des dinxedages negest na sunte Dyonisius dage, millesimo CCCCXVIIP.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsuli
et consulibus Wismariensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
NcLch dem Original im Rathsarchiv zu Wismar* Mit liesten des aufgedruckten Secrets,
1418. Febr. 14 und Oct. 22., 93
Erkldrung des Magistrals zu London uber die Befreiung der Hanstschen Kaufieute
vofi den thnen absetten der Zollheamten abgeforderten neuen Abgaben.
1418. Feb. 14 und Oct. 22.'
Vniuersis et singulis christifidelibus presencium continenciam visuris
vel audituris maior et aldernianni ciuitatis Londoniensis salutem et vtriusque
hominis sospitatem. Cupientes ex oFBcii nobis commissi debito veritatis testi-
monio subvenire^ ut tenemur, hinc est^ quod tenorem cuiusdam record] intuiti
in camera Guihalde ciuitatis antedicte in libro signato cum littera J.^ folio
ducentesimo tercio decimo vniuersitati vestre ac omnibus et singulis^ quorum
interest vei interesse poterit^ duximus exemplificandum verba subsequencia
continentem.
Nono die Februarii anno regni regis Henrici quinti post conquestum
quinto venerunt hie coram Ricardo Merlawe, maiore, et aldermannis ciuitatis
Londoniensis Gobell Glinsner, Tidmannus Questenbergh, Lodowicus Wodyng-
husen, Bertrammus Cleyhurst et alii plures mercatores de hansa Aimannie,
qui domum habent in London^ Guihaldam Theutonicorum vulgariter nnncupa-
tam, pro se et tota societate sua de hansa et domo predicta grauem facientes
qoerimoniam taliter in effectu continentem, quod, cum tam per diuersas cartas
progenitorum domini regis nunc eisdern mercatoribus concessas et per eundem
regem confirmatas quam per diuersas composicidnes et recorda inter comu-
nitatem dicte ciuitatis et ipsos mercatores facta et in Guihalda dicte ciuitatis
inrotulata concessum sit et concordatum, quod ijdem mercatores in omnibus et
singulis libertatibus et liberis consuetudinibus suis, quibus vsi fuerunt et gauisi
ex antiquo^ manutenerentur et seruarentur, et quod super ipsos mercatores.
bona vel mercimonia sua custuma noua vel indebita per dominum regem, qui
pro tempore fuerit, heredes, successores aut officiarios suos quoscumque non
poneretur, sed quod ipsi mercatores tam in persona quam bonis et mercimo-
niis suis de pontagio, pannagio^ et muragio et omni exactione, prisis vel pre-
stacione aut aliquo alio onere super ipsos mercatores, bona vel mercimonia
sua imponendo essent quieti; quod, et licet ipsi mercatores de hansa Alemannie
et domo predicta in London existentes tam in personis quam bonis et merci-
moniis suis virtute cartarum et composicionum predictarum ab omnimodis
custumis, exactionibus et oneribus, preter ilia, que in cartis et composicionibus
1) Vgl. Bd. V JS/S 185 and 209. 2) Im Orig. pannagiOi bei Lappenberg pauagio.
d4 1418. Febr. 14 und Oct. 22.
predictis continentui., semper hactenus quieti fuerint et exonerati, Henricus Rede
tainen et Johannes Gedney, nunc vicecornites ciuitatis London, macbinantes
prefatos mercatores voluntarie pregrauare et exactionem ac onus nouum et in-
debitum super ipsos iuiponere, certas custumas, videlicet duos denarios de
quolibet dolio vini et duos denarios de qualibet cipba salis per ipsos adducta
ciuitati vel educta a ciuitate, et de qualibet biga carcata cum allece^ cum
lignis vocatis waynescot, bowsstaves, pice et tarre et aliis mercimoniis duos
solidos, et de cera, flax et werk et omnibus aliis mercimoniis alias nouas im-
posicioiies ac diuersa alia custumas, prestaciones, subsidia et onera de prefatis
mercatoribus et contra tenorem cartarum et compositionum predictarum ac
liberlatum et liberarum consuetudinum suarum a tam longo tempore opten-
tarum et vsitatarum soluenda iam nouiter et indebite exigerunt et eos ea
occcisione distrinxerunt, supplicantes dictos maiorem et aldermannos, quatenus
venire juberent coram eis erga certum diem tunc sequentem tam dictos vice-
cornites quam mercatores antedictos simul cum onmibus et singulis euidenciis
et recordis, que merita causarum hinc et inde postubrent vel in eisdem vale-
rent quoquomodo, vt ijdem maior et aldermanni auditis et intellectis demandis
et allegacionibus, ex vna parte, quam obiectis et responsionibus, ex altera,
ambiguitatem tollent et euellent ac remedium perpetuis temporibus obseruan-
dum, ita quod in dubium aniodo non vertatur, statuere et irreuocabiliter sta-
bilire dignarentur, dicti quoque maior et aldermanni dictorum mercatorum pre-
cibus tamquam iustis et racioni consonis fauorabiliter inclinati, nolentes, in
quanto poterint, mercatores predictos extra libertates suas aliqualiter trahi,
venire fecerunt coram eis die Lune, quartodecimo die Februarii tunc proximo
etc., tam dictos vicecomites quam dictos Gobellum Glinsner et omnes alios
mercatores de hansa et domo predicta in London existentes. Et dicti vice-
comites, per dictos maiorem et aldermannos super premissis allocuti, defen-
dunt iniurias suppositas quoad singulas exactionem et custumas predictas etc., et
dicunt, quod dicti mercatores iniuste queruntur uersus eos, quia dicunt,
quod ipsi tenent de domino rege, sicut et alii vicecomites coram ^ eis tenue-
runt vicecomitatus London et iMiddlesex, cum omnibus custumis, rebus et com-
moditatibus eis qualitercumque spectantibus et pertinentibus ad Feodi firinam
pro certa summa dicto domino regi in scaccario suo soluenda etc., et dicunt,
quod omnes vicecomites hactenus, a tempore, quo non extat hominum memo-
ria, tam tempore, quo libertas dicte ciuitatis quam vicecomitatus predict!
1) coram vor, hier vor der Zeit gebraaoht
1418. Febr. 14 und Oct. 22. 95
fuerint in inanu regis, in titulo regis et racione firme sue de comitatu predicto
babuerunt et percipere consueuerunt in auxiliuni firme sue de quolibet merca-
lore extranet) duos denarios pro quolibet dolio vini educto et adducto ciuitati
de custuma debita ex antiquo et de quolibet inercatore extraneo pro qualibet
cipha salis educta et adducta ciuitati duos denarios de custuma debita ex antiquo,
et dicunt, pro eo quod dicti mercatores sunt extranei mercatores et per diuersas
vices eduxerunt diuersa dolia vini et ciphas salis extra ciuitatem predictam ad
vendendum, ipsi vicecomites exigerunt de ipsis custumas predictas tanquam
regi pertinentes, et ipsis virtute vicecomitatus predicti racione officii sui in
aniilium firme ex antiquo debitas et de nouo super ipsos mercatores non im-
positas, prout ijdem mercatores superius allegauerunt etc., et quas quidem
costuinas omnes mercatores de hansa et domo predicta infra London existentes
vicecomitibus London, qui pro tempore fuerunt, semper retroactis temporibus
soluere consueuerunt etc. Et hoc ijdem vicecomites parati sunt verificare etc.
Et predicti mercatores protestando, quod non cognoscunt aliqua per dictos
vicecomites superius allegata, dicunt, quod ipsi nee predecessores sui, merca-
tores de hansa et domo predicta in London existentes, aliquibus vicecomitibus
hactenus custumas predictas vel earum aliquam seu aliqua alia subsidia, pre-
fitaciones vel onera non soluerunt, set inde totaliter semper quieti fuerunt,
quousque dicti nunc vicecomites ex iniuria sua propria, contra tenorem
cartarum et composicionum predictarum, vt predicitur, custumas, subsidia,
prestaciones et onera predicta super dictos mercatores ac bona et mercimonia
6ua nouiter et indebite imponi fecerunt etc. Et hoc ipsi mercatores parati sunt
Verificare, et de hoc ponunt se super recordum librorum in thesauraria et
Camera Guihalde dicte ciuitatis existencium etc. Et dicti vicecomites similiter,
^tc Et super hoc, quia visis prius et intellectis diuersis libris et recordis in
thesauraria et camera predicta habitis et factis in hac parte compertum est
diclis maiori et aldermannis, quod dicti mercatores ab omnibus huiusmodi
coiisuetudibibus, custumis, prestacionibus, subsidiis et oneribus semper quieti
Aienint et exonerati etc., et quod custume predicte nouiter et indebite super
'P808 mercatores et bona ac mercimonia sua contra tenores cartarum et com*
posicionis ac libertatum suarum predictarum imposite fuerunt, ideo per dictos
■naiorem et aldermannos consideratum est adtunc et ibidem, quod dicti
inercatores occasione predictarum custumarum, prestacionum, subsidiorum et
oiierum quorumcumque versus dictos vicecomites et successores suos omnino
&int quieti et penitus exonerati, jure domini regis et aliorum quorumcumque
i
96 1418. Oct. 22.
semper saluo. In cuius quidein exetnplificacionis testimonium nostri maioratus
sigillum presentibus duximus apponendum. Scriptum London predicta, vicesimo
secundo die mensis Octobris, anno regni regis Henrici quinti post conque-
stum sexto.
Nach dem OrigincU. Mil anhangendem zvm grosseren Theile toofUerhaltenem SiegeL Auch gedruekt, aus
Copialbuche und unter Vergleichung mit einer Hamburger AbscKrift auf Papier, in Lappenberg^ Urkun^
tiche Gesch. d, hanaiachen Stahlhofs in London sub No LXVI, Das Siegel ist rund, 3^ Centim. In der
Afitte erscheinen zwei Heilige neben einander sitsend^ rcchts ein Bischof mit segnender Rechten und einem
Kreuzesstab in der Linken, links der Apostet Pauius mit dem Schtoert, beide unter reichen Thurwickea,
zwischen welchen die gekronte Madonna mit dem Ckristkind angebracht ist, Ein unter den HauptfigureB
befindliches Wappenbild, von ein Paar Lowen ais Schildhaltern begieitet, ist nur theilweise erJuUten md
nivht mehr erkennbar, Nach aussen erscheinen nock ein Paar Manner mit geistUchen HUten und Paimn-'
zTjceigen — und oben zum Abschluss ein Paar geflUgelte knieende EngeL Die Umackri/t • - • 9mt
mm ctuilafis itonboti:
Herzog Rudolf von Sachsen und Luneburg sendet dem Rathe von Liibeck ei%4
Qutttu7ig uber den Empfang der im Jahre 1418 fdlltgen StadUteu^ir.
1418. Oct. 22.
VVir Rudolff, von Gotes gnaden zu Sachsen vnd Lunemburg herczo^)
pfalczgrafie zu Sachsen, graffe zu Brene, burggraffe zu Magdeburg, des heilige 0
Romischen riechs ertzmarschalk etc. Embieten den erbaren wiesen burger*
meistern vnd ratmannen der stad zu Lubik vnsern grus vnd guten willen zauor-
Liben besundern gute frundes. Als vmb die jargulde, die ir vns von de0
heiligen Romischen riechs wegen alle iar ufF vnser Vrouwen tag natiuitatitf
geben vnd beczalen sollet, als das vnsers gnedigesten heren, des Romiscbei^
konighes, qwietbrieff, den ir inne habt/ uswieset, des senden wir dorumb cza
uch den erhaftigen hern Reinharde, meister des hoffes zu Lichtenberg, VDsern
rad vnd lieben andechtigen, zceiger dicz brieffes, vnd bitten uch mit fliesM^
das ir im dieselbe iargulde von dissem iare von vnsern wegen gebet vnd
beczalet. Vnd wenn ir im die genczlichen beczalet habt, so sagen wir uch der von
dissem iare in dissem vnsern oftenen brieffe qwiet, ledig vnd lohes. Des xu
bekentnisse dabi wir vnser ingesiegel an dissen brieif lassen hengen. Gebin
zu Beltitz, nach Crists geborte viertzenhundirt jar dornach in dem achtzenden
iare, am sunnabende nach sand Lucas tage.
Nach dem Original. Mit anhangendem Siegel, beschrieben Bd, V No, 628. Fine besiegelte Quittun^ diet
Heynhardus Porsiti, meyster des houea zunte Anthonii to Lichtenberghe, vom 1. Nov, ist angelegt»
1) Vgl. Bd. V M 621.
^ fiOL Oct.
Ciir»for ■*<^. rurlU Mimnti ssicSirTk^n .lom •Tmaarpn. ^an .31 w«»r<? beuolbei
4^4 ^r fii^ 4ftr4i^ or 4ic:i niacm tiui iiaffi ii §ait. Cki it^^^^'^g «ir d:-? herre
vnrt ritt^r. ti^ lie ait 3ti teu an J«»ni aaoB&rrcace sa^Zi^a. ri«?s rebten. di
r«^ht :5H: aift ^t^r Tarsmaote Jaoaan van <ips •sspnantm ti»^rtxo^ Encks wegen z
den Qiiczermey^em. rannannra vaii surzem x^memacaen :-^r ?tat Lubec
vnri zn iahann Crispin, rannanne za Lafaecku be^aafter ^<»4:I.i£t heL also solt e
dem zencfate vszwarten: wer^ trremanil. der Ja^ verantwort. so solt er si
dritte spnchte vit "Heseib^n van Liibet:k vnii auch den e^enanten Johan
Crispin behalden haben. Domff retlt aber der vorzenante Conrat von der voi
geoanten burzermeyster. raananne vnd bnrzer zemeiniicb %on Lubeck wege
darcfa sinen farsprecfaen also: dieselben van Labeck wereo hertzog Erick gc
nicbts schnidijc vnd walten das wiisen nacb der stat za Lobeck rrijheit vn
gewonbeit. ais reht isL Domff liesz der varzenante Jobann ein vidimus eir
briefe lesen. der van worte zn worte latet stlso: ^Fohjt die Urkunde Bd.
No. 296)^ TuA redt domf. er zetmete. die von Lnbecke solten vber solic
brieoe nicbts wijsen. Donif aber der Torzenante Conrat aber von der vc
Lnbecke wegen redt^ sr hetten dem itzzenanten bertzog Ericken nach dc
obgeschnben brie£& in dem vidimos be^fien lute Tnd sage genng getan vr
begeret. das man in tage Tnd stnnde dortzn gebe. so solten dieselben vc
Lnbecke das wol wisen Tnd znbringen. Dawider aber der obgenante Johan
von bertzog Ericks wegen redt, man solt in keinen schub noch tag in d<
sacbe geben, wann disz das dritte vnd letste gericht were. Do fragten w
aber die herren vnd ritter des rehten, die namen in aber mit laube ei
gespreche, vnd als sy wider in das gerichte geseszen waren vnd wir sy vrte
zu sprechen gemant hetten, do sprachen sy alle einhelliclichen fur reh
nach klage vnd antwort, rede vnd widerrede vnd nach des obgeschriben vidimi
vszwijsunge so geben sy den obgenanten von Lubecke keinen schub me, dan
mohten sy vflF diesem gerichte icht brieue oder kuntschafft furbringen, d
solt man verhoren vnd solt dann dornach beschehen, das reht istj brechte
sy aber nichts fur, was dann des gelts nach des obgeschriben vidimus lui
vnd sage noch vszstunde, das solten die obgenanten burgermeystere, radmanr
vnd burgere gemeinlich der stat zu Lubecke dem vorgenanten hertzog Erickc
vszrichten vnd betzalen. Dornach des dinstags nehst kome aber doselbst fi
vns in gerichte der ofFtgenante Conrat von der egenanten von Lubeck weg€
i418. Oct. 25. 99
vnd liesz aber einen sendbriefe von den von Lubecke vnd ouch ein zedel lesen
vnd Qieynt ye, die obgenante sache were von den hensteten verrichtet, dortzu
so were ein erber man, der wappensgenosz were, der die zijt zu Lubeck gewest
were, als die sachen an die benstete gestalt were worden, der wol vmb die
sache west, das man den dorumb verhoret. Dawider aber der obgenante
iohann von hertzog Ericks wegen redt durch sinen fursprechen, er west von
keiner ricbtigunge nichts, vnd der sendbrieF nocb die zedel sollen im van
hertzog Ericks wegen an sinen rehten keinen scbaden bringen. Doruf warde
aber von den berren und rittern erteilt, als rebt ist, es solt bij der gestrigen
TTteil beiijben vnd solt der offtgenante Johann von hertzog Ericks wegen vnd
an siner stat sin dritte gerichte gein den obgenanteh burgermeystern, ratmannen
vnd burgern gemeinlich der stat zu Lubecke vnd zu Johann Crispin besunder
kebebt haben. Mit vrkund disz briefs versigelt mit des heiligen richs hof'
gtrichts anhangendem insigel. Geben des egenannten dinstags vor Symonis
el Jode, nach Cristi geburt viertzehenhundert jar vnd dornach in dem acht-
uhenden jare. Petrus Wacker.
Naek dem Originai, Mit anhangendem Siegel und Rucksiegel des HofgerichU, LeUteree ist sehr vootU erhalten,
ereteree tkeiiweise beeehddigt, VgL Roemer-Buchner No. 72.
Beitimmungen uber die kunfttge Verwendung einer zur Zeit dem Pfarrherrn in
Rensefeld zustdndigen Rente. 1418. Oct. 28.
^otandum, quod alias anno Domini millesimo CCCCXVIII, Symonis et
Jode, per dominos consules deputati fuerunt domini Hinricus Rapesuluer et
Conradus Brekewoid, proconsules, recognouerunt concordasse dominum Bene-
fclQiD Wittenberge, plebanum in Renzeuelde, ex vna, et Johannem Westhaff
cam consensu suorum fratrum, parte ex altera, in modum eiusdem tenoris
viMicet talis: De ersamen her Hinrik Rapesuluer vnde her Cord Brekewold,
W^rmestere to Lubeke, hebben gededinget twisschen hern Benedictus
Vittenberge, kerkhere to Renzevelde, vp ene syd, Hanse Westhoue, vp ander
ifd, mit vulborde siner brodere, alse vmme X mrc. lub. pen. wiekbelde rente,
rfe her Hinrike Westhouen seligen, disser vorbenomeden H»nse» vnde siner
irodere vader, togescreuen slan in der stad Lubeke ouersten boke in dem
negeden blade. Disser vorben^omeden X mrc. wickbeide rente scbal her
Benedictus ergenant brukende wezen to syneme leuende vnde lyue, vnde by
13*
MO Uia Ocl. 28.
dem suiaen synem leaende efffce in syme leslen raach her Benedictus de X in
wickbelde rente ^euen to ener vicarie Tmtne Codes willen vnde in Codes ei
wanne vnde war oini» des geinstet Vnde wan ok disse vorgheuinghe a I
^scfaen i&. so schalinen de 1 mrc. wickbelde rente aflFschriuen vnde se wedd
laten toscnuen txj der vteane. dar « her Benedictus ergenant to gheuet vn
^euen heuet .^dos vnde hirmede schoien disse vorscreuenen party^^i
jC^nsJiken g^tscfaeden vnde ^eeni^et sin sunder vorder maninge vnde tosa^^l
jp^istlikes etJFte wertiikes gertchtes vnde recbtes.
JVoni itmrr bmeriptiom -iw SMerwiaiii^mekg ran /. 1418, Sym. et Jud.
Qniittinu ie'tf Htmiluxrd Porsetiy Meisters des Antaniushofes in Ltchtenberg, uber c
wni ier :ytadt Lub^ck be::ahlte Reichssteuer.^ 1418. Nov. 1.
Ik Kt^vuharduft Porseti^ ineysler des houes zunte Anthonii to Lichte
ber^he^ md vnd ^endebode des bocb^bomen vorsten vnd grotmechtigen here
ber^u Ruduipb;?^ ti> Sawen vttde Luoeborg hertogben, phaltzgrauen to Sass«
etc. vttd^ vW bi%^ii Rotnischea rykes ertzemarscbalkes. Bekenne vnde betuj
v^pt^uibar^ ill deT$$«ftu breu<» vor alsweme, dat ik van wegen vnd to behoff d
ei-^^uauteo luyuM^ ^oedi^n bereo van dem ersamen rade der stad Lubel
t\>v uo^h^ ^fttfcitik^ii vnd aile eotfan^n kebbe de sture, de de sulue rad vi
de ^tj*d tubeke dem irr^ettanten inynen gnedigen heren van des hiigen Rorr
^cbea t>ke« w^^^h ^cbukli^ ^eworden weren vp vnser Vrowen dach natiuital
ii>e^t vvrledeux d^rvmuie ik van deta ei^nanten mynen gnedigen heren gesai
wtt« to deui wr^cr^ueaeu rade der stad Lubeke mit siner gnaden lotfbrei
vmle ^uiUucien^ aUv be^^iedeliken ^ dat ik van dem vorscreuenen rade di
liUd tubekv eitt^Vu^ acht^uudert rinsche gulden vnd neghen rinsche guide
vvtY lube»\b^ M'biUiM^^ vihI lUI penninge der suluen munte, welke guldene al
^ud wei'^M \ik\\ ^sdde \iid »war genuch van gewichte, isliken guldene vor vij
lt>>a Ai'hillMi^^' lube^^h luxa twe penninge der suluen munte. Vnd dess
vor^tM'ui'dt^ ttUMiUM^ iu«keii in lubescheme payemente sos hundert pund lubescl
Vuili^ drttnt^ii W m<>ivr tMcbui»»e der warheyt hebbe ik Reynhardus erbenome
my II iiigt^tti^Dirl ii^tdwiUioblikeii gehenged vor dessen bre£P. Datum anno Domii
milleiiiimi i)UMdiui(|iMiU'iiimM deciiuo octauo, ipso die Omnium sanctorum.
A'ui»A iiiiiM i^ftvfMt4/ M^i tfi^tH^/f^iUfwi ^^M^yfi. £# ar nm<i, ^ Ofm. Inmerhalb einer Umgebung ron dt
h>0tMnhiHtAutH^H uhJ .in 9% S^t*^m *$^i Mil Sckiiii^ Qu/ ttffickem drei Kurhute, 2y i, stehen und darut
ttu 4t*tumH^J^4ct.^ {^it\*Aty1; M -f t 4 pltCfpl0ri# It l^tdhl
1) Vgl. .W ft?
1418. Nov. 2. 101
Z)er Rath von Lubeck zeigt dem Rathe von Wismar an^ dass ihm der zur Ver-
handlung mtt Rostock angesetzte Tag m'cht gelegen set] dass er jedoch der
Aufforderung des HerzogSy zu einem noch zu bestvmmenden Tage Jemanden
dahin zu sendeUy entsprechen und davon nach Rostock Nachricht gehen
werde. 1418. Nov. 2.'
Unsen vruntliken grut vnde wes wij gudes vormogen touoren. Ersamen
leuen vrunde. Juwen breif inholdende, wo gij enes dages vorramet hebben
twisschen den Ludemannen vnde vns, bynnen juwer stad to zijnde des dinxedages
na Martini erst to komende etc., hebbe wij wol vornomen vnde wij en konen
vppe den vorscreuenen dinxedach nymande in juwe stad senden vmme der
sake willen, auer wij hadden juwen heren hertogen Alberte vmme enen dach
gescreuen bynnen juwer stad to holdende, de vns wedder screflF, he wille vns
enen dach tekenen in juwer stad to zijnde, vnde vppe den dach wille wij de
TanRozstoke ok vorboden, de dar denne de Ludemanne mit sik bringen mogen.
Wij beuelen jw Gode. Screuen vnder vnsem secrete, des midwekens na alle
Godes hilgen dage, anno XVIII.
Consuies Lubicenses.
Aufschri/t: Prudentibus et discretis viris, dominis proconsuhbus et con-
SQlibus Wismariensibus, amicis nostris dilectis, detur.
Natk dem Original im Rathnarchiv zu Wismar. Das aufyedrtickte Secret ist grosstentheils abgesprungen,
Kdnig Sigismund spricht uber die Stadt Lubeck im Allgememen und uber den Rath-
mann Johann Crispin insbesondere wegen Nichterscheinens vor dem Hof-
gerichte auf ergangene Ladung die Acht aus. 1418. Nov. 7.
Wir Sigmund, von Gotes gnaden Romischer kung, zu alien tzijten merer
des richs, vnd zu Vngern, Dalmacien, Croacien etc. kung. Bekennen vnd tun
leant offembar mit disem brief alien den, die in sehen oder horen lesen. Wann
der hochgeborn Erick, hertzog zu Sachsen, zu Engern vnd zu WestFalen, vnser
Ijeber obeim und furst, vff die burgermeistere, ratmanne vnd burgere gemein-
lich der stat zu Lubeck vnd ufiP Johann Crispin, ratmanne doselbst zu Lubeck,
Jbesunder, an vnserm vnd des heiligen Romischen richs hofgericht souerre
geclagt vnd erlangt hat, als recht ist, daz sy durch solicher irer vngehorsam-
1) Vgl. ^55.
1418. Nov. 7.
ii^it will^fi, rlorurnb rJaz f^y sich, riacbdem vnd sy von des itzgenanten hertiog
Kri^.li4 cUi^i^ wfj^^ri an dasselb hofgericht geladen vnd furgeheischeo wirei
y(A dorn^iich von irii an dein ersten, dem andern und dem dritten hofgerichten
Uf^cU^i i*urd#^n« ab den egenanten hofgericbts reht ist, g^g^o solicher clage
^^A*'V dorch mcb hfiber noch durcb nyernand anders verantwort oder rer-
K^turh^u hab#rn. in vnitere vnd des heiligen richs achte geurteilt siod, als
iU^nn^lhi'fi horgi5rif:htH rcbt ist, daz wir dorumb von Romischer kunglicher maht
vnd {^#'Walt diffMflbi'n bnrgernieistere, ratmanne vnd burgere gemeinlicb, niaones-
fr^Ah^'hf vnd vImt vifrtzfhiui jar alt, der 8tat zu Lubeck vnd auch den obge-
UHhU'h Johann (jiHpin kesunder, in vnsere vnd desselben richs achte geUn
Vhti (T^kundift vnd vmz vnsiM'ni vnd des richs fride vnd schirme genommen vnd
in lii'ft vnlridi* Ki'Hetzt haben, und daz wir auch allermenigh'ch allerley
(r.^'friMnMrhiiilt mil in giuneinlich vnd sunderlich zu haben verbotten haben, vnd
If^t'hiiftt'n donufih alh^n vnd iglichen fursten, geistlichen vnd werltlichen, grauen,
fiijiMi lM'ir<*n^ dinNlhUon, rittern, knechten, burggrauen, lantrichtern, richtero,
vo((lrn^ Mni|ilhjti«n) burgiTineistern, schultheissen, scheffen, reten vnd gemeinden
^iiil iilliMi HfidiM'n vnHiM*n vnd des richs vndertanen vnd getruen, den diser brief
fMf'koiniM«*n %virdi*t, bij vnsern vnd des richs rehten vnd gehorsamkeit ernstlik
yhi\ vifiilif(h(:h mil diaom brief, daz sy die vorgenanteu burgermeistere, rat-
rminiM* vnd burgrri^ gemoinlich, niannesgeslecht vnd vber viertzehen jare
hU^ iU'i MiftI /li liiibrck vnd Johann Crispin, vnsere vnd des richs offembare
lu'UiiU'Pi, riu'biiii/ w<*d(9r husen noch houen, etzen noch trencken, noch keinerley
KiMnitinnrhftll'l mil in haben noch die iren haben lassen, weder niit kauffen
imiU mil VfrkHiillVn noch mil keinen andern dingen, heynilich oder offenlicb,
noiih III kiMiM*rli*y wiJHe, aunder dem obgenanten hertzog Ericken vnd alien deo
ulniui vIV diOMi'lbiMi echtore, gemeinlich vnd sunderlich, getrulich vnd ernstlich
iM^hnllliMi Mill vnd ny nuch in alien steten, slossen, gerichten vnd gebitten vnd
an alliMi i^ndfMi ku wuHaer vnd zu lanrfe, beyde von vnsern vnd des richs, des
viirK<'iiMiiiiui liiM'Uog Krioka vnd auch der sinen wegen vffhalden vnd als des^
iii*llit<ii rirhn oll(*mbari» vnd vngehorsame echtere furbaszmere bekummern^
iMilftnUiii^ itiiKrirnu vmIiim^ vnd mil in tun vnd gefaren soUen, als man mit des
ht'liiH^ii nrliM ollnnbari^n vnd vngehorsamen echteren billich vnd von rehts
wi'^iMi Inn vnd gt*rarrn huI alsuil vnd alslang, hisz dai sy in vnsere vnd des
rirhn Hiiadtf vnd (nrhuraamkeite widerkommen sind^ als recht ist. Wann wai
iiUo an dt^iiHtdhrn echt<*rn gMchteht vnd getan wtrdet, dainil sol noch mag
von kmIiIh wrfit^'n nyiMuand missetun noch gefreueln wider vns, das ergenantc
1418. Nov. 7. f05
ricbe noch siist wider nyemand anders. noch wider keinerley gericht^ geistlichs
noch werltlichs, lantfride, lantgericht^ stetgerichte, frijheit noch gewonheite noch
^der kein ander ding in dheinwijse. Were auch dise vnsere kungliche gebotte
frenellich vberfure oder die nicht hilte, tete oder nach seinem vermogen voll-
(iirte, der oder die wurden in soliche vnsere vnd des vorgenanten richs
achte vnd pene verfallen glicherwijse, als die vorgenanten echtere verfallen
siod, man wurde auch dorumb zu dern oder den richten, als des vorgenanten
vnsers vnd des heiligen richs hoFgerichts recht ist. Mit vrkund diszs briefs
versigelt niit vnserm vnd desselben hofgerichts anhangendem insigel. Geben
10 Regenspurg, nach Cristi geburte viertzehenhundert jar vnd dornach in dem
achtzebenden jare, des nechsten montags vor sant Martins tag, vnserr riche
des Vngrischen etc. in dem czweyunddryssigisten vnd des Romischen in dem
D^rnden jaren.
Petrus Wacker.
Nach dem Original mit anhangendem Siegel in dem Koniglich Preusaischen Staatsarrhiv in Hannover. Auf
der Riickseite stehen von anscheinend gleichzeitiger Hand die Worte: Dar de kcyser Sigismundvn heft de
Lubeaehen ghedan in syne acht van hertogen Erikes wegen van Sassen. M CCCC vnde XVII J.
liXlIl.
Kmg Sigismund macht den Herzogen Johann und Albrecht von Mecklenburg An-
zetge von der uber die Stadt Lubeck ausgesprochenen Acht und befiehlt
ihnen, in Gemdssheit des Urtheils zu verfahren. 1418. Nov. 7.
Wir Sigmund, von Gotes gnaden Romischer kung, zu alien tziten merer
des richs vnd zu Vngern, Dalmacien, Croacien etc. kung. Embieten den hoch-
gebornen Johansen vnd Aibrechten, hertzogen zu Meckelnburg etc., vnsern
lieben obeimen vnd fursten, vnser gnad vnd alles gut, vnd tun uch kunt mit
disem brief, daz der hochgeborn Erick, hertzog zu Sachsen, zu Engern vnd zu
Westualen, vnser lieber oheim vnd furste, uff die burgermeistere, ratmanne vnd
borgere gemeinlich der stat zu Lubeck vnd uf Johann Crispin, ratmann doselbst
xu Lubeck, besunder, an vnserm vnd des heiligen Romischen richs hofgerichte
souerr geclagt vnd auch mit rechter vrteil erlangt hat, das sy in vnsere vnd
desselben richs achte geurteilt sind, als des itzgenanten hofgerichts recht ist,
md das wir dorumb dieselben burgermeistere, ratmann vnd burgere gemein-
lich, mannesgeslechte vnd uber viertzehen iar alt, der vorgenanten stat
Lubeck vnd auch den vorgenanten Johann Crispin in soliche achtp getan vnd
gekundet haben, als das soliche achtbrieue doruber gegeben eigentlicher
i
104 1418. xNov. 7.
uszwiseri. Daruinb von Rorniscber kunglicher inacht vnd gewalt gebieten wir
uch bij vnsern vnd des ricbs rechten vnd gehorsamkeit ernstlich vnd vestig-
licb mit disem brief^ das ir vns vnd demselben riche zu eren vnd zu liebe,
dem rechten vnd auch dem egenanten hertzog Erick vnd alien den sinen zu
hiltfe mit den obgoschriben vnsern vnd des ricbs offembaren ecbtern nach lut
der vorgenanten achtbrieue tun vnd gefaren vnd alien ewern mannen, dienern
vnd vnderseszen das zu tund ernstlich gebieten sollet, den wir das auch also
gebieten mit disem brief vnd bij solichen penen in den vorgenanten acht-
brieuen nemlich begriffen. Geben zu Regenspurg, vnder vnserm vnd des
vorgenanten hofgerichts uFgedrucktem insigel, nach Cristi geburt viertzehen
hundert iar vnd darnach in dem achtzehenden iare, des nechsten mentags vor
sant Martins tag, vnser riche des Vngrischen etc. in dem XXXII vnd des
Romischen in dem nunden iaren. Petrus Wacker.
Nach dem Original im Grosaherzog lichen Geheimen und Hauptarchiv in Schwerin, Auf der ROckBeite iieki
man nur noch sehr schwache Spuren dea ehemals aufgedrUckten Siegels.
Gletche Anzetge des Konigs Sigismund an die Markgrafen Friedrich und Wtlhebr-^
von Meissen. 1418. Nov. 7.
Wir Sigmund, von Gotes gnaden Romischer kung, zu allencziten mer&Y
des richs, vnd zu Vngern, Dalmacien, Croacien etc. kung. Embieten den
hochgebornen Fridrichen vnd Wilhelmen, marggreuen zu Mychsen vnd lant-
greuen zu Duringen, vnsern lieben oheimen vnd fursten (der Hhrige Thetl des
Schreibens tst genau wie No. 63).
Original im Koniglich Preussiachen Staatearchiv in Hannover. Da% aufgedrOckte Siegel ist zum grotiten Tkfi*^^
abgesprvngen,
IjILV.
Konig Sigismund benachrichtigt die Hansestddte^ doss die Stadt LHheck in die Acht
erkldrt sei^ und hefiehlt ihnen, die Gemeinschaft mit der Stadt abzubrech^^
1418. Nov. 7.
Wir Sigmund^ von Gotes gnaden Romischer kung, zu allentzijten me^^^
des richs, vnd zu Vngern, Dalmacien, Croacien etc. kung. Embieten d^^
ersamen burgermeistern, scheffen^ ratmannen vnd burgern gemeinlichen all^
vnd iglicher stete von der Tutschen hense, vnsern vnd des richs lieben getru(
1418. Nov. 7. 105
vnser gnad vnd ailes gut vnt tun uch kurit mit disern brief, (u. $. w. gletchlautmd mtt
No. 63 his) vszwijsen. Dorumb von Romischer kunglicher maht vnd gewalt
gebieten wir uch bij vnsern vnd des richs rechten vnd gehorsamkeite ernst-
lich vnd vesticlich mit disem brief^ daz ir die vorgenanten vnsere und des
richs offembare echtere Furbasz mere weder huset noch houet, etzet noch
trenkt, noch keinerley gemeinschafft mit in habet, noch die ewern haben
lasset in dheinwijse, sunder dem obgenanten hertzog Erick vnd den sinen viT
dieselben echtere gemeinhch vnd sunderlich nach lut der vorgenanten acht-
brieue getrulich vnd ernstlich beholfFen sin sollet alsuil vnd alslang. bisz daz
sy in vnsere vnd des richs gnade vnd gehorsamkeite widerkommen sind, als
recht ist. Wann wer des nicht tut, der wird in soliche achte vnd pene ver-
failen, als die vorgenanten echtere verfallen sind, man wirt auch dorumb zu
im richten, als des vorgenanten vnsers vnd des heiligen richs hofgerichts recht
isL Geben zu Regenspurg, vnder vnserm vnd des heiligen richs hofgerichts
vFgedrucktem insigel, nach Cristi geburt viertzehenhundert jar vnd dornach in
dem achtzehenden jare, des nechsten montags vor sant Martins tag, vnser
riche des Vngrischen etc. in dem XXXII vnd des Romischen in dem nunden jaren.
Petrus Wacker.
Sack dem Original im Koniglich Preussischeu Staatsarchiv in Hannover. Mit dem wohlerhaltenen als Pressel
aufgedriLckten Siegel des Hofgerichts.
Gleiche Anzeige an den Rath von Liineburg. 1418. Nov. 7.
Wir Sigmund, von Gotes gnaden Romischer kung, zu allentziten merer
des richs, vnd zu Vngern, Dalmacien, Croacien etc. kung. Embieten den
fcurgermeisteren , ratmannen vnd burgeren gemeinlichen der stat Lunemburg,
vnsern vnd des richs lieben getruen, vnser gnad vnd alles gut vnd tun uch
kond mit diesem briue, (das Folgende lautet ganz wie in No. 65).
^%»a/ ti» Koniglich Preussiichen Staatsarchiv in Hannover. Mit Resten des aufgedruckten Hofgerichtssiegels,
U
Vromold Warendoyy urkundet uher den von ihm geschehenen Verkauf des GuU
Bergrade an das Kloster zu MarienwohL 1418. Nov. 11.^
in Codes namen amen. Nacb deme dat de dachtnisse der mynschi
vorgheetlik is, sterflik vnde vnstede, des moed me de dynk, de gescheen s;
an der tijd vnde scholen blyuen to ewigher tijd, an openbaringhe der schri
bestedeghen vnde beschriuen. Des do ik Vromold Warendorp witlik vn( 3
openbare vor alien louyghen luden an dessem openen breue, de joto sy^^^
edder noch to komende, dat ik mit virillen vnde wol vorebedachteme mod^
mit gantzer vryger vulbord mynes leuen zones, her Johannes Warondorpe ^
vnde vnser rechten eruen hebbe vorkoft den geestlyken erbaren h'iden, suster^ i
vnde broderen des closters to Marienwolde by Molne, dat ghued to Berkrod^^'
dat dar licht an deme vorstendome to Sassen in deme kerspele to Notse, ni i
alle syner tobehoringhe, vryheit^ eghendoem vnde richte, an alter macht, ala^c
de houetbreue vtwysen, de darvp geschreuen vnde gheuen syn. vor veerhuKi-
dert mark lubescher penninghe. de se my to ener noghe wol betalet hebheti-
Unde wes dat ghfid beter is wen desse vorbenomede summe na vtwysinglie
myner breue, dede ik damp hebbe, dat gheue ik Vromold myt mynen eruen
vorbenomed mit ghudeme vryghen willen den vorbenomeden geestliken sustere/i
vnde broderen to der merynghe vnde to ener ewighen byblyuynghe des closters,
vnde wyse se an alle vryheit vnde eghendoem ewich to brukende, alzo ik dat
vryghest hebbe ghekofl mit myneme wolleworuenen ghude van Otten van
Rytzerouwe, alzo de breue [de] darvppe gheuen syn, an aller vryheit vnde
witlicheit, mit gantzer medevulbord vnde vplatinghe des erbaren vorsten
hertich Erykes van Sassen des olderen, deme God gnedich sy. To ener
groterer bekantnisse so hebbe ik Vromold Warendorp mit myme zone her
Johanne mit vnsen eruen vorbenomed mit willen vnse ingheseghel gehenget
lathen vor dessen breeff, de gheschreuen vnde gheuen is na der bord Codes
veerteynhundert iar in deme achteynden jare, in deme daghe des hilghen heren
sunte Mertens.
Sack dem OrigincUe. Mit swei Siegeln, Vromold Warendorp: Siegel rund^ ^/^j Ctm. Auf stehendem Schild
ein Kreuz, welches zwexfarbig angegehen ist Umschri/t: S' VROflDOLDVS WKReNDORP.
Johann Warendorp: Siegel rundy 2^ Ctm, Die Siegelfldche ist mit einem Bogen/riess vmgeben. In der
Mitte darauf steht das Monogramm XPI Umschri/t: S. io^atwis <► warfllJorp <»• pfBri
l) Vgl. Bd. IV M 605, 606, 611.
108 1418. Vor Nov. 15.
drage is schade geschen vorder wen den Hollandern, den wille wy den ghennc
gerne mogeliken vnde vruntliken richten vnde legeren vnde eren willen darvmir
inaken, also wi vns ok alrede also den mesten deel bewiset hebbet mit vrun
liker legeringe by den ghennen, den sodane schade gheschen is, vnde noc
alle daghe na dessem vordraghe gerne doen vnde doen willet etc. Des is vr
van vlochmeren to wetende worden, wo de stede clagebreue ouer vns scriue
vnde hebben ere vorgadderinge vnde raet to vnsem ergesten^ des wy nac
dessen vorscreuenen vruntliken vordraghe nenewijs to en modende zint. Vorde
so hebbe wy vniine sodanes geruchtes willen vnse gelouigen boden vnde breu
by den van Lubeke vnde van Hamborgh ghehat, vnde hebben van en essche
laten, wer ze noghafftich zyn in dessen vorscreuenen vruntliken vordraghe m
vns, went wy vns nergen na vurder richten, wen dat wy mit en desse vorgt
handelden vruntliken voreyninghe holden willen. Des kan vns van den stede
neen antwerde to wetende werden. OflFt ze nv wol menden, wy hadden en i
dessen vordraghe .wes gekortet, alse wy hopet, dat wy nicht en hebben, s
wille wy dat gerne handelen laten vnse heren vnde vrunde vnde willet ds
alweghe vmme antwerden vnde don also vele, alse vnse gnedighe here va
Munstere, vnse gnedige here van Hildensem, vnse leue here greue Erik va
der Hoyen, juwe raet vnde gy spreken, wes wy van ere vnde rechtes weghen
plichtich zint to donde. Ok efft desse vorgescreuen stede ouer vns m
homode vallen wolden wedder ere vnde recht, dar desse vorgescreuen herei
juwe raed vnde gij vnser alleweghe mechtich to zint, so hope wy na gud(
vruntschapp, der wi to juwen rade vnde ju modende zint, dat juwe raed vnd
gij to vnserm ergesten vnde schaden genige volge, hulpe edder vorder do
willen, vnde begeren mit vruntliker andacht, dat gij spreken vnde bidden de
ersamen juwen raed to Bremen, efft ze vnde gij vnse ergeste ervoren, dat a
vns dan beden to eren vnde to rechte, dar gij vnde zee vnser alwege vu
mechtich to zint. Guden vrunde. Weset vns hijrane to denste vnde to willei
dat wille wy gerne vruntliken vorschulden, wanne vnde war juwer stat vnd
ju des behuff is. Vnde wes wy vns in dessen saken to juwem rade vnde j
godes vormoden mogen, bidde wi juwe vruntlike bescreuene antwerde I
dessen boden. Vnder vnsem ingesegel.
Nack einer Absckri/t atif Papier,
1418. Nov. 15. 109
Die Grafen Dietrich und Christian von Oldenburg drUcken den Rathen von LUbeck
und Hamburg ihr Bedauem aus, dass deren Abgeordnete abgereist seien,
ohne Abschied genommen zu haben^ und versichem, dass sie die eingegan-^
genen Verpflichtungen getreu beobachten werden. 0. J. [1418.)* Nov. 15.
Diderich vnd Kersten,
greuen to Oldenborch.
Vnssen vruntliken grut cnit gunstiger andacht touorn. Guden vrundes.
Wi begern iw weteri, dat bi vns hebben gewesen vnsser hersscopp manne,
Tosse borgermestere vnd raet to Oldenborch vnd hebben vns vorgebracht^ also
eo in der tijd der affschedinge to Oldenborch to kennende geuen hadden de
ersamen her Detmar van Thflne, raetman der stad Lubeke^ her Johan Kletze,
raetman to Hamborch, her Herbort Duckel, raetman der stad Bremen, vnd
her Reymer Eystede, raetman to Stade, sendeboden desser vorgenanten stede,
wo vnd in welker wijs se menden vnd wolden riden van Oldenborch, also se
Du dar latest weren, vnd hadden sik anbringen laten, also se vorluden leten
geghen vnsse vorscreuenen manne vnde raet, dat wi de degedinge, de desser
vorbenomeden stede sendeboden darbivorn mit vns gedegedinget hebben, korten
efft wandelen wolden in desser wijs, dat de vtliggers sik menden wedder to
redende in de zee, dat doch so nicht en was vnd nach vnsserm vnd iuwem
vordraghe nicht wesen schaK vnd de ersamen vorbenomeden sendeboden en
schuUen den ghennen, de se suike sake anbrachten, hirna de bet nicht
geloflen, went wi dat wol besorgen vnd vorwaren willet, dat bynnen dem
bestande twisschen den van Hollant vnd vns vt vnssen landen, gebeden vnd
haoenen bi vnsser wisscopp sunder argelist dem koppmanne to watere word neen
scbade scheen schal vnd ok de vtliggers nicht to watere van vns rumen scholen,
men to lande wort, vnd willen den degedingen truweliken so volgen, also vorramet
18. Dem coppmanne, den wi legeringe nach vnsserm vordrage plichtich sind, de
wille wi to korter tijd vruntliken legeren vnd eren willen maken, also wi vns
ok airede een deel bi den gennen bewiset hebben, de in schaden sint, vnd
willen vns so holden vnd richten, also vorramet is. Wi bidden mit vruntliker
andacht, dat gij ervaren bi den ersamen her Detmare van Th(ine vnd her
Jobanne Kletzen vorscreuen, wo se dat anqueme, dat se sunder vnsse wisscopp
von Oldenborch reden vnd nicht affbeyden wolden, dat wi mochten bi se
j;ekoinen hebben, also vnsse dre borgermestere sik darto boden, dat de wolden
na vns Diderike, greue vorscreuen, gereden hebben^ dat wi mochten vmm
ere werue vnd bodesscoppe samtliken gesproken hebben, do vnsse leue brode
en wedder boet vnd ok en wol vordencken mach, do wi vnd se vns schededei
in der cappellen to Oldenborch^ dat wi en segeden^ were dat vnsse leue brodei
vpp ere bodesscopp nicht bi se queme, so wolde wi bynnen ener stunde bi se
komen, wan se vnsser begernde weren. Hirvnime is vns wnder, dat se also
reden van Oldenborch vnd vnsser tokumst nicht beiden wolden, vnd bidden
des iuwe vruntlike bescreuen antworde, wes iw des van her Detmere vnd her
Johanne vorbenonied weddervare. Weset Gode bevalen. Screuen des init-
wekens na sunte Mertens dage, vnder vnssen ingesegelen.
Aiifschrift: Den ersanien wisen luden, borgermesteren vnd raden dei
stede von Lubeke vnde van Hamborch, vnssen guden vrunden, vruntliker
gescrcuen.
Nach dem Original auf Papier. Von den aufgedrUckten Siegeln ist wenig erhalten.
Die Grajen Dietrich und Christian vo7i Oldenburg ersuclien den Rath von Hamburi
ii7n Antivort auf ihre Botschaft nach vorgdngigem Einvemehmen mit den
Rathe von LHheck und versichem, dass sie sich an den eingegangenef
Vertrag immer gebunden glauben. 0. J. (1418. Nach Nov. 15.)
Dyderik vnde Kersten^
greuen to Oldenborgh.
Vnsen vruntliken grud mit begheringe altes gudes touoren. Ersanier
guderi vrundes. Alse wij in vorledenen tijden bij iuw ghesand hebben mil
vnser credencien vnde bodeschop vnsen gheleuegen dener Gherd Stalfhorste
de vns heftt to kennende gheuen, wo gij iuw gutliken darto bewised hebben
vnse bodeschop van em to horende, vnde annamed hebben vord to bringend
by den erbaren raed van Lubeke, vnde wes iuw Staffhorst van vnser wegen
to kennende hefft gegheuen, hope wij, dat gij dat ok also wilien vorkundighe
den van Lubeke, wanne vnde wor gij erst tosamende komen, went wij allc
stucken, alse de ersamen sendeboden der stede mit vns ouer en ghekomc
8ind vnde ok alse Staffhorst an juw ghebodeschoped hefft, gheloffliken vnde in
truwen wilt holden vnde mit sulkeme ghelouen beuestenen, dat vnse vordrac
nerghen mede schal ghekrenked effte ghemynred werden, vnde wilt vns t
1418. Nach Nov. 15. Ill
tucbten mit alien diiighen. Unde efft den van Lubeke vnde iuw diichte^ dat wi}
iuw ienighen artikel icht vorkorted hadden, alse wij nicht en hopen, dar wille
wij alleweghe ere vnde rechtes vinme pleghen vnde alle andere stucke allike
gberne truweliken holden, alse vorramed is, vnde bidden, guden vrundes, des
erbaren rades van Lubeke vnde iuwe samtlike gutlike bescreuen antwerde van
breuen vnde bodeschop, alse wij de samtlik bij iuw ghehat hebben. Screuen
fnder vnsen ingesegel.
Aufschrift: Den ersamen wisen luden, borgermesteren vnde raed der stad
Hamborch, vnsen guden vrunden, gescreuen.
Nach einer Absckrift auf Papier,
Der Ritter Bemd von Plesse zu Arpshagen verkauft dem Nicolaus Bustroy, Vicar
an der Marten Ktrche an dem Altar der Bergenfahrer in der Kapelle
unter dem Thurmj und den Aelterleuten der Bergenfahrer etne jdhrliche Rente
von 40 7n^ aus seinen Giitern Stellshagen und Niedem Klutz j jenem
24 tn^y diesen 16 in^, g^g^^ empfangene Zahlung von 500 w^ und
unter Vorbehalt des Ruckkaufs. 1418. Nov, 25.
\
VVytlik sy alle den ghennen, de dessen breff zeen edder horen lesen,
dat ik Bernd van Plesse, ridder, wonaftich to deme Erpesbagen, vnde niyne
eroen mit wolberadenen willen vnde myt vulborde niynes gnedigen heren,
I beren Johannes, hertogen to Mekelenborgh etc., vnde alle der ghennen, de
dat to rechte vulborden scholden^ redeliken vnde rechtliken hebben vorkoft
[ Tnde yppelaten, vorkopen vnde vplaten in kraFt desses breues deme erliken
I naone, hern Nicolaus Bustr6yen, vicaryo in vnser Vrowen kerken to der
Bergervarer altare vnder den tornen, vnde synen nakomelingen, den de kop-
man van Bergen de vicarye tor tijd vorlenende werd, vnde den olderluden des
copmannes vnde deme menen copmanne van Berghen to Lubeke wesende vnde
eren nakomelingen vor vijfhundert mark lubescher penninghe, de ik to mynen
willen gantz ndghaFtigen van en vntfangen hebbe wol ghetellet vnde vort in
fliyne vnde myner eruen nut ghekeret vnde vtegheuen hebbe, vertich mark
ewiger jarliker renthe lubescher penninghe, alse hern Nicolaus Bustrdyen
veervndetwintich mark ewiger renthe vor drehundert mark penninghe to der
Boloen vicarye behuff, de he heft to dem vorscreuen altare, vnde den older-
luderi vnde gheineynen copmanne van Bergen soesteyn mark ewigher renthe
vor twehundert mark penninghe to erer vnde erer nakomelinge vnde der jennen
behutf, den se de suluen renthe vplatende vnde ouergheuende werden, se syn
gheistlik eder werlik, to betalende alle jar den suluen heren INicolaus vnde synen
nakomelingen^ olderluden vnde ghemenen copmanne van Bergen vnde eren
nakomelinghen vppe sunte iMartijns dach des hilgen bisschopes sunder vor-
togherrnge bynnen der stad Lubek wol to dancke vnde vmbeworen, vp inyne
vnde inyner eruen egenen koste^ arbeyt vnde euenture in vnde vt alle inynen
ganlzen houen in deme Stellershagen vnde Nedderen Klutze^ belegen in denie
kerspele to deme Klutze des stichtes to Ratzeborgh, dar ik noch veftich mark
ewigher renthe vnvorkofl't vnde vnvorset ane hebbe, alse in deme houe, den
de Vblkmersche myt eren kinderen nu buwet, achteyn mark^ in Hans Sinyt-
hagens houo achte mark, in Hans Prangen houe verteyn mark^ in deme houe^
dar Hans Schuneman ynne wonet to deme Nedderen Klutze, ses mark vnde
darsulues in Gildemesters houe veer mark, vnde vt alien der vorscreuenen houe
vnde gudere tobehoringe, id sy bewegelik ofte vnbewegelik, ghebuwet oFte
vnghebuwet^ droge eder nat, alse se in eren enden vnde landscheden beleghen
vnde begrepen sind, mit alleme rechte vnde richte, ouerst, myddelst vnde
sydest, in hals vnde in hand, vnde slichtes myt aller vrigheid, alse ik vnde
myne voruaren der vorbenomeden houe, gudere vnde renthe ie vryest glie-
bruket vnde beseten hebben, also beschedeliken, dat ik eder myne eruen eder
anders yemand scholen efte mogen nicht nemen eder vpboren vt densuluen
houen vnde guderen vnde alle erer tobehoringe, ofte ienigherleye dinghe eder
richte holden efte holden laten, er de vorscreuene her Nicolaus Bustr6ye vnde
syne nakomelinge, de olderlude vnde copman van Bergen vnd ere nakomelinge
ere vorscreuenen vertich mark ewiger renthe alle jar wol to danke entfangen
hebben bynnen Lubek vmbeworen. Vnde an desser betalinghe scholen nicht
hinderen efte schelen orloghe, veyde, herenbot, bede, bescliattinge eder
bekummeringe efte yenige andere anvalle vnde beswaringe. Weret auer dat
se yenich ghebrek eder hinder dar ane hedden, so scholen vnde willen ik vnde
myne eruen eder anders yemand vns myt den vorbenomeden houen vnde guderen
vnde alle erer tobehoringe nenewijs beweren edder der broken, id ensy dat
den Kuluen hern Nicolas, synen nakomelingen, olderluden vnde. copmanne vnde
eren nakomelinghen ere vorsetene renthe myt aller vnkoste, schaden vnde
hindere, de se denne darvmme dreuen vnde leden hebben, altomale betalet sy
wol to erer n6ghe. Ok hebbet se vnde ere nakomelinge vrye vnde vulle macht,
1418. Nov. 25. 113
dat se de vorbenomeden vertich mark retithe jewelikes jares vt densuluen
houen^ guderen vnde eren tobehoringen mogen panden efte patiden laten, weme
sewillen, wanner vnde wo uaken en des behu£F is^ vnde bringen de pande
uoForuolget bynnen ofte buten dat land to Mekelenborgh, wor id en bequemest
is, in ere behold sunder alien broke gheistlikes vnde werlikes rechtes vnde
sunder alien wedderstald enes iewelik^n. Also hebbe ik se vnde ere nakome-
iinghe in besittinge der vorscreuenen renthe vnde gudere myt kraTt desses
breues ghevoret. Vnde ik vnde myne erueh scholen vnde willen en vnde eren
nakomelingen der suluen houe, gudere vnde erer tobehoringhe vnde darane
touoren der vertich mark ewiger jarliker renthe rechte waren, vryen, entweren
vnde beschermen vor aller ansprake enes ieweliken, ieghenwardigen vnde
tokoinende, vp vnse eghene koste^ schaden, arbeyt vnde euenture. Ok ne scholen,
ne mogen vnde ne wiUen ik eder ntyne eruen eder anders iemand desse vor-
screuene houe vnde gudere gantz eder enes deles eder andere renthe darane
I vorkopen, vorgheuen, vorsetten efte vorlaten eder ichteswes in alle erer tobe-
boringe vormynren eder vorergheren sunder der ergenomeden hern Nicolaweses,
syner nakomelinge^ der olderlude vnde copmannes vnde erer nakomelinge vul-
borde vnde willen. Jodoch hebben se van gnaden gegeuen vnde ouergheuen,
dat ik vnde myne eruen, dewyle wy leuen vnde waren, vnde na vnser aller
f dode vnse gnedigen heren van Mekelenborgh de vorscreuenen vertich mark
ewiger jarliker renthe wedderkopen moghen alle jar in sunte iMartijns daghe,
wan wy en den wedderkop en half iar touoren toseggen vnde wytlik don, vor
vijfhundert mark lubescher penninge, en vnde eren nakomelingen myt der
plicfatigen renthe vnde myt alien schulden bynnen der stad to Lubek vmbe-
woren to betalende in ener summen mit guden penningen, alse dar denne
gbenge vnde geue sind, vtghenomen dat hole gheld. Vortmer, wanner myner
medelouere welk van desser werlde vorschedet, so scholen vnde willen ik vnde
myne eruen in den erslen veer wekenen na syneme dode enen anderen also
guden borgen in syne stede weddersetten myt sodaner vorwaringe, dar her
IVicolao, olderluden vnde copmannen vorbenomed wol ane noghe, souakene
alse des behuff werd, vnde dar nene togheringe ane to donde. Alle desse
vorescreuenen stucke loue ik Bernd van Plesse, ridder vorbenomed, vor my
vnde myne eruen vnde vor vnse nakomelinge mit vnsen nascreuenen borghen
vnde medeloueren myt ener samenden hand den ergenomeden hern Nicolaus
fiustrdyen vnde synen nakomelingen, den de vicarie vorlenet werd, olderluden
vnde ghemenen copmanne van Berghen vnde eren nakomelingen vnde den
15
1418. Dec. 20. 115
liXXIIL
Jdkannes Ktrchefij Proionatar des Ramtschen Konigs bescheimgt den Emp/ang der
%hm von dem Rathe von Luheck zu zahlenden Letbrente von 30 rhemischen
Gulden. 1418. Dec. 20.
Ich Johannes Kirchen, des Romischen kunigs prothonotari. Bekenn
offeulich mit disem brief, das mil* der ersani wise man, her Conrat Fritag,
korger zu Frankfurt, von wegen der von Lubeke beczalt hat drissig guter
rioscher gulden, die mir von in zu libgeding vf sant Michels tag nechste vor-
giagen erschinen sind. Vnd dorumb sag ich dieselben von Lubeck vnd Conrat
denelben erschinen drissige gulden quitt mit disem brief, vnd hab des zu
nkond min insigel zu ende diser schrift gedruket. Geben zu Heydelberg,
Mch Grists geburt XIIIF jare vnd dornach in dem ahtczehenden jare, an sant
Thomas abend.
Naek dem OriginaL Mit unter das ScAreiben gedrucktem PresseL Auf demaelben iat ala WappenbUd eine
Kirche (kleine KapeUe) zu erkennen, jedoch iat die Umschri/t in der Havptaache (dem Familiennamen) nicht
Uabar, Daa Siegel iat rund, miaat i^io ^^*
Hermann Kremer ersucht und bevolhndchttgt die Rathmdnner Tidemarm Steen und
Tidemann Cemtniy den ihm von den Grafen von Oldenburg zugesagten
Schadensersatz zu erheben. 0. J. (1418.y
Witlik sy iu, her Tydeman Sten vnde her Tydeman Serrentyn, dat ik
badde geschepet in schipper Koppin Petersson schip van Hamborch V schyn-
mesen vlakes kurlandesches vissches, dede my kosteden erstes koppes LX mark
▼ode hundert lubesch, also ik vorrichtede to Oldenborch vp dem radhus vor
her Kord Brekewolde vnde her Detmer vnde vor den anderen heren van den
Bteden, her Johan Wygen vnde her Johan Klesen, dar Stafhorst jeghenwardich
was, also dat my junchher Dyderik vnde junchher Kersten loueden vor dessen
goden luden, dat se my wol betalen wolden dessen summen in dren daghen
ofte in veren to vntwyfele. Des lach ik darna XII daghe bet so langhe, dat
ber Detmer dar wedder quam van Lubeke, do radvraghede ik myt em, do
red he my, dat ik to hus toghe, went men seghe, wo men et anders makede.
Item so bebbe ik hir ok na vorteret wol X rynsche gulden. Dessen summen
1) YgL M SI iind Anm. sa M 68.
15»
116 1418.
gheldes make ik in mechtich to donde vnde to latende van myner weghen^
To ener tuchiiisse so bebbe ik Herman Kremer myn inghezeghel ghedrukkeft
vppe desse ruUen. Item so badde Hans Vos dyt sulue scbip mit solte laden,
dat se em wedder gheuen, dar desse V schynmesen inne weren.
Sack dem Original auf Papier. Mit untergedrOvktem Siegel (Hausmarke in einem Sechspass nebst Umschri^^
dock Beides undeuilichj.
Entscheidung des Baths von Lubeck in einer Klage wegen nicht gelieferten Maizes.
1419. Jan. 6.
JNotandum, quod piacitatum est inter dominum Johannem de Hamel<n^
Jobannem Waterhusen, Hinricum Wetendorp^ ex vna, et Jobannem Poppen^i^i
parte ex altera, in modum sequentem et talis est. Joban Waterbusen v Kide
Hinrik Wetendorp van orer vnde des ersamen bern Jobann van Hamelen we^gen
hebben angededinget vor dem rade to Lubeke den ersamen Jobanne Popp ^n-
dike, ratman to Woldiner, vmme XV leste moltes, de be one scbolde leuer^jret
bebben, alse ore denckbreue an beidentsiden darouer clarliken innebolden vnde
utwisen, so bebben ok darouer de ratberen to Lubeke gedelet, dat Jobana
Poppendik ergenant bynnen jare vnde dage nocbafftige bewisinge schal bringen,
dat yd ome berenbode vnde nodzake benomen bei)be, dat be dissen erbe-
nomeden soUik molt to recbten tiden nicbt leuereren en konde etc. Hirvore
bebben Hinrik vam Orde vnde Marquart Scbutte, de wonet in der Aluesstraten,
dissen vorscreuenen bern Joban van Hamelen, Joban Waterbusen vnde Hinrik
Wetendorpe gelouet, eflFt Joban Poppendik bynnen disser tid afHiuicb worde
edder sodanne bewisinge nicbt en brocbte, alse vorscreuen is, dat se denne
dissen vorscreuen willen antwerden vnde genocb don in aller wise, alse Joban
Poppendik suluen don scbolde vnde mocbte. Vorder so bebben de suluen
Joban Poppendik vnde Hermen Poppendik, sin broder, vor sik vnde ore eruen
jegenwordicb dem boke bekant vnde sik vorwillekoret, dat se desse vorscreuen
Hinrik vam Orde, Marquart Scbutten vnde ore eruen van alien vorscreuen
lofften vnde scrifften gentzliken scbadelos willen bolden.
Naeh einer Imeription de$ Niederstadtlmehs vom J, 1419, Epiph. Dom.
1419. Jan. 31. 117
Bertram y Abt in Retnfeld, Balduin von WendeUj Prior des Klosters Michaelis in
LUneburgy und die Rathssendeboten von Hamburg und LUneburg siiften
eine Svhne zwischen dem Rath und dem Domcapitel in LUbeck wegen des
Verhdltnisses einiger GrundstUcke in Genin. 1419. Jan. 31.
\Vy Bertrarnmus, abbet des clusters to Reyneuelde^ Baldewinus van
Wenden, decretorum doctor, prior des closters to sunte Michaele to Luneborg,
Vfide wy borgermestere vnde radmanne der stede nascreuen, alse van Hamborgh
Hinrick van dem Berge, borgermester, Johan Wye vnde Erijk van Tzeuen,
radmanne, van Luneborg Albert van der Molen, Hinrik Viscule, ridder^ borger-
mestere, vnde Johan Schellepeper, radrnan. Bekennen vnd betugen openbar in
dessern breue vor alswenie, dat in deme, alse wy vmme bede willen der
ersamen heren des rades der stad Lubeke bynnen Lubeke gekomen weren,
twisscben den ersamen vnde vorsichtigen heren, dem cappittele to Lubeke
irnde en tho degedingende vmme schelinge willen, de twisschen en was van
gbudere wegen, de Wilhelm Schonewedder, Gherd Palmedach, Hinrick Molner,
Arnd Stendal vnde Hans Bonen wedewe^ borgere to Lubeke, alse erfgudere,
alse se menden, hadden an dem dorpe Ghynnyn, belegen vor Lubeke, de suluen
nascreuenen borgere na velen vruntliken handelingen wolberadenes modes enes
drogen vnde vryliken bekanden in vnser vnde der ersamen heren borgermeistere
Yode radmanne des rades to Lubeke, alse Jordan Plescowen, Hinrik Rape-
xoloers. Curd Brekewoldes, Hermen Westfales, Tideman Stenes vnd Lodowich
' Crulles iegenwardicheid, dat se de vorscreuen gudere na ghifte desses breues
alse ere pand vnde hureghudere hebben, besitten vnde bruken scholen vnde
willen, eres geldes, dat se in den gudern hebben, alse an der zaet, stocken,
wekengare, tymniere vnde thunen, to wardende, alse in dem lande to Holsten
koregades recht is^ vnde den heren, dem capittele vorscreuen, dar vort van
tho donde burrecht, vnde id ok vmme den denst to holdende, alset van oldinges
geweset vnde wonlick is. Vnde scheged ock, dat erer weick in den vorscreuen
gnderen brokaftich worde, so schal (he) in deme gude to rechte stan na deme
rechte, dar de suluen gudere ane belegen syn. Vnde desses to merer betuch-
oisse so hebbe(n wy) vorscreuen degedingeslude dor bede willen des capittels
▼ode der borgere to Lubeke vorbenomed vnse ingesegele vor dessen breff
gebenget, de geuen is to Lubeke, in dem iare vnses Heren dusent veerhundert
■
negenteyn, des dingesdages vor vnser Vrouwen dage to Lichtmyssen.
Sack eimer Absehrift im Registrum quartum Capituii No, LVII, eingetragen unter der Uebertchrift: Quedam
notabilia pronunciacio »uper villa Ohennyn,
. I
Der Rath von WismaVy thetlt dem Rathe von Lubeck mity dass der Herzog von
Mecklenburg bereit set\ dahtn zu mrkeUy dass die uber Lubeck ausge-
sprochene Acht wieder aufgehoben werde. 0. J. (1419). Feb. 23.^
Vruntliken grut myd begeringe alles guden vorscreuen. Ersamen leu^i
vrunde. Alse gi vns wol hebben vorstaen laten vnde ok doch wol iruar^r
hebben, dat de hochgeborne Furste, hertoch Erich van Sassen etc., jw yn d^
heren Romischen konings vnde des hilgen rikes acbte gebracht HefTt, dat hebb^
wij vnseme heren hertoch Johanne gudliken vorstaen laten vortniddelst vns^]
sendeboden vnime anders werue[r]s willen to em gesant, biddende sine gnade
sik vruntliken darmede to bekuinmerende vnde gunstigen hulplik (to) wesende
dat de zake, van wes wegen de vorscreuene achte vppestaen is, vruntlileer
vorlecht vnde sleten niochte werde(n), dar he gutliken to antwarde vnde zede, dal
he iw syne breue vmme der vorscreuenen zake willen kortliken senden woLde.
Vnde wij vormoden vns, wille gi yn der vorscreuenen zake wes by em setten,
dat he sik letTliken vnde vruntliken darane bewisende werde. Wes gi hirane
vortsetten willen, sette wij bi iuwe vorsichtige wysheid, de God salich beware
to langen tijden. Screuen an sunte Matthias auende, vnder vnsem secret.
Consules Wismarienses.
AufschrifV. Prudentibus et honestis viris, dominis proconsulibus et con ^
sulibus ciuitatis Lubicensis, amicis notris sincere dilectis, detur.
IJacK dem Original, D<u avfyedriickte Siegei ist grosstentheiU abgeaprungen.
Dietrich und Christian, Grafen van Oldenburg^ ersuchen den Rath von Hamburg
abermals um Antwort auf ihre Botschaft nach vorgdngigem Einvemehmen
mit dem Rathe von LUbeck, und versicheruy dass sie sich durch den
eingegangenen Vertrag immer gebunden glauben. 0. J. (1419.) Mdrz i.*
Dyderik vnde Kersten,
greuen to Oldenborgh.
Vnsen vruntliken grut mit begerliker andacht touoren. Leuen heren
vnde ersamen guden vrundes. Alse wij in vorledenen tijden to den van
1) Die Jahreszahl ergiebt sich aui dem Zosammenhang mit den flbrig^n Urkonden. Ygl. M 60.
9) Ygl. ADm. su M 68.
1419. Marz 1. 119
Lubeke vode iuw sarnentliken vnse vruntiiken breue gesand vnde gehad hebben
fnde na den tijden vnse gelouigen bodescbop by Gherde van Staffhorst, vnsem
getrawen^i auer by iuw in iuwe stad Harnborch vmme des besten willen gesand
bebbeo, den gij vruntiiken in sinen gelouigen bodescoppen van vnser wegen
in deme stole iuwes rades entfengen, dar he iuw muntliken vppe sine beue*
linge van vns to kennende gaff vnde witlik dede vnse vruntiiken begere vnde
willen, vord vormiddest iuwer beschedenheid an de van Lubeke to bringende^
ibe wjj ok na den tijden in iuwen vruntiiken breuen erkanden, dat gij iuw
Tmme vnsen willen dar gerne mede beweren wolden vnde vorarbeyden laten,
dat den van Lubeke dat witlik worde init muntliker anrichtinge van iuwes
ndescumpanen vnde ok niit vtscrifft vnser breue^ des gij verinodeden vns dar
wol en antwerde van wedder to konvende, des doch noch to tiden nicht geschen
is. Guden vrundes. Wij don an iuw vnse vruntiiken vormaninge na iuwer
scriflft vnde begeren mit denstliker andacht, dat gij vorhandelen laten bij den
fan Lubeke, dat vns noch van en vnde iuw vp vnse breue vnde bodescop
werde iuwe gudlike antwerde, went wij vns nerghen na richten, wen bij deni
fnintliken vordrage to bliuende, alse de ersamen sendeboden der stede mit
fQ8 in scrifft ouer en gheworden sind. Duchte iuw vnde den steden, dat ienich
brake an vns geschen were, alse wij hopen, dat des nicht en sy, dar wille wij
allewege vmme antwerden vnd don also vele, alse vnse leuen heren vnde
Ame spreken, vnse gnedige here van Munster, vnse gnedige here van Hildensem
vnde vnse leue here greue Erik van der Hoyen vnde andero gude stede, de
mse vrunde sind, des wij van ere vnde rechtes wegen plichtich sind to donde.
Gnden vrundes. Werdet vns in dessen saken to denste vnde to willen, dat
wille wy gerne vruntiiken vorschulden in geliken offte in groteren saken, wor
wij roogen. Weset Gode beualen. Screuen des ersten midwekens in der vasten^
foder vnsen ingesegelen.
Auf9chrift: Den ersamen wisen luden, borgermesteren vnde raed der stad
Harnborch, vnsen guden vrunden, gescreuen.
Naeh einer Abaehri/t auf Papier,
Bemhard Travelmann qutttirt uber em ihm von den Mitgliedem des alien Baths
gemachtes Geschenk. 1419. Marz 5.
jBernhardus Trauelman pro se et suis heredibus presentibus libro recog-
Booit, se percepisse et ad sufficienciam subleuasse ab honorabilibus viris,
120 1419. Mazs 5.
dominis de antique consilio Lubicensi^ qui olim extra ciuitatem Lubicensem
fuerunt^ CC inarcas lub. den., quas sibi dederunt de eorum bona voluntate pro
suo seruicio, quod idem Bernhardus eis fecit, interim quod fuerunt extra
ciuitatem Lubicensem, pro quibus eciam pecuniis dictus Bernhardus nnultum
regraciabatur et pro se et suis heredibus dictos dominos de antiquo consilio
Lubicensi et eorum heredes totaliter dimisit quitos et solutos ab omni ulterior!
monicione seu impeticione. Insuper dictus Bernhardus promisit et arbitratuff
est, quod debet et wit predictorum dominorum melius facere, interim quod
viuit, iuxta omneni suam possibilitatem absque dolo et fraude.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1419^ Tnvocavit.
Erich V.y Herzog von Sachsen-Lauenbtcrg, urkundet uber seme Aussohnung mtt dem
Rathe von Lubeck und mtt Johann Crispin. 1419. Mdrz 18.
Allen heren vnde vorsten, geistliken vnde werltliken, ridderen vnde
knapen, landen vnde steden, vnde alien Fromen luden, se sien wat states ofte
werdicheyt se sien, dar dese gegenwortige breff thokumpt, enbede wy Erik, van
Godes gnaden hertoge tho Sassen, Engeren vnde Westphalen, des hilligen
Romischen rykes korvorste vnde marschalk, vnsen Fruntliken denst, behegeliken
vnde fruntliken gruet, enem isliken na sinem state, vnde begeren, juw leuen
heren vnde guden frunden witlick tho synde, dat de ersamen borgermeistere^
radmanne vnde meinheid der stad Lubeke vnde ock besundern her Johan
Crispin, radman darsulues, sik na gebade vnde rechte vnsers allergnedigsten
leuen heren Sigismundes, Romischen konings^ allewege merers des rykes, vnde
tho Vngern, Dalmacien, Croacien etc. konings, vnde des hilligen rykes hofge-
richtes in rechten horsame sick fruntliken mit vns vorgaen hebben van der
zake wegen, darumme wy se vor des ergenanten vnsers allergnedigsten leuen
heren, des Romischen konings. vnde des hilligen rikes hofgerichte laden vnde
in des hilligen rykes achte bringen laten hadden, alse gy lichte de breue van
dem suluen vnserrn allergnedigsten heren, dem Romischen koninge, darup
vthgesant wol empfangen vnde vernomen hebben, also dat wy vnde vnse
brodere en dancken, vnde bidden juw, leuen heren vnde guden frunde, alio
samentliken vnde besunderen, dat gy de vorschreuen van Lubeke, vnse frunde,
de eren vnde besundern hern Johan Crispine erbenomed, nademe se sick vnsem
ergenomeden allergnedigesten heren, dem Romischen koninge, vnde syner
1419. Marz 18. 121
gnaden vnde des hilligen rykes rechte tho even vnde in rechten gehorsame
frontliken mit vns vorgaen hebben, vmme der vorschreuen acht vnde sake
willen nicht vngunstig, hinderlick edder schedelik syn an lyue vnde gudern,
sunder weset en vmme vnser leue willen in eren rechtverdigen saken, wor en
des nod vnde behof is, gunstich, forderlick vnde behulpen, vnde wille wy
Ymme juw alle samentliken vnde besunderen willichliken gerne vorschulden,
' HOT wy mogen. Vnde desses tho merer tuchnisse der warheit is vnse inge-
segel mit vnsem willen vnde na vnsem bete gehenget vor dessen bref. Datum
in castro nostro Lowenborgh, anno Domini MCCCCXIX^ decima octava die
mensis Marcii.
Sack einer bei den Aden hefindlichen Ahschrift. Auch aufgenommen in von Metiers ausfuhrliche Beachreibung
der Stadt Lubeck, Th. I p. 609.
Lie Bruder Peter y Hetnrtchy Gottschalk und Ludeke Ludemann bekennen, von dem
Rathe von Lubeck den thnen von den Rdthen von Rostock und Wismar
zugesprochenen Schadenersatz empfangen zu haberL 1419. Mdrz 21.^
Wij Peter, Hinrik, Gosschalk vnde Ludeke brodere geheten Ludemanne.
Bekeonen vnde betugen openbare in dessem breue vor alsweme, dat vns de
ersamen heren borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke vmme alle
scbelinge vnde tozage, de wij to en hadden edder jenigewijs mochten gehad
hebbeo van vnser egenen wegen edder van des schepes wegen, dat Arnde
Grawerde tobehored hadde^ vul vnde al gedan vnde wol entrichtet hebben to
vnser noge, alse de ersamen rade der stede Rozstok vnde Wismer, dar wij
des in beyden sijden to ende vt darbij gebleuen weren, darvp vorscheden
hebben, also dat wij en danken, vnde vorlaten se, ere menheyd vnde alle de
ere van der wegen quid, leddich vnde los vor vns vnde vnse eruen van aller
namaninge vnde willen ok ere beste gerne weten vnde don, wor wij konen
vnde mogen. Vnde desses to merer tuchnisse der warheid sint vnse ingezegele
mit vnser aller willen witliken gehenget vor dessen breff. Datum anno Domini
, M* CCCO XIX, ipso die beati Benedicti abbatis.
N<ich dem Original. Mit vier anhangenden Siegeln (Hauamarken).
0 V^ M 55, 61.
16
\
i22 1419. Marz 25.
Erich V.y Herzog von Sachsen-Lauenburgy hekennty von Johann Crispin^ Rathmai
zu Lubecky fiir die Bestdiiguiig des Kaufs der Crummessischen Gut
300 m^ empfangen zu haben. 1419. Mdrz 25.
VVy Erik, van Codes gnaden hertoge to Sassen^ Engeren vnde Wea
phalen etc. Bekennen vnde betugen openbare in dessern breue vor alswem
dat wij van dem ersamen hern Johanne Crispine, radmanne to Lubeke, r
vnsen willen vnde to vnser gantzen genoge entfangen hebben de drehunde
mark lubesch der suluen munte, de he vns na degedinge, der de rad to Lun<
borch twisschen vns vnde enie vorramed hadden, geuen scholde, vppe dat ¥f
erne vnde sinen eruen vnde nakornelingen de gudere Crunmiesse, Nyeniark
vnde den see to Beyendorpe^ de her Segebode Crispin^ ichteswanne sin vad«
milder denhtnisse, gekoft hefft van Marquarde van Crummesse^ knapen^ na lud
des breues, den de sulue IVlarqnard hern Segeboden erbenomed vnde sine
eruen darvp bezegelt heft^ confirmereden vnde bestedigeden, alse wij em
darvp vnse bezegelden vulbord^ confirmacion vnde bestedinge gegeuen hebbei
vnde laten ene vnde sine eruen van der CCC mark wegen quid, leddich vnd
los van aller namaninghe^ vnde hebben des to merer tuchnisse der warhey
vnse ingezegel vor vns, vnse brodere vnde vnse eruen willichliken henge
heten vor dessen brefip. Datum anno Domini MCCCCXIX, ipso die Annun
ciacionis Marie virginis gloriosissime.
N(Mch dem Original im Koniglich Preussiachen Oeheimen StaaUarchiv in Berlin. Mit einem Reste dea kleint
herzoglichen Siegels,
Bericht des Protonotars Hermann von Hagen an den Rath von Lubeck uber seii
Sendung an den Kurfursten Rudolf von Sachsen. 0. J. (1419) Mdrz 25
Minen getruwen willigen vnde schuldigen denst tovorn. Ersamen leuf
heren. Ik bidde iw denstliken to wetende* alse ik quain by de amplude 1
Tangermunde vnde mid 6ne redede irvarende vmme legenheid des heren mar
greuen van Brandenborch vnde ok des heren Rdmschen koninges^ wor ik I
se bequemeliken komen vnde vinden mochte etc., leuen heren, na velen rede
1) Das Jahr ergiebt sicb, abgcseheD yon dem historischen Zusaromenhangc, auch ans den Daten, die in d
Briefe selbst yorkommen. Der Freitag yor Laetare war zugleicb der Tag yor Marili Verkflndigung , <
24. Mftrz, Laetare also der 26. Mftrz, Ostem der 16. April. Das war im J. 1419 der Fall.
1419. Marz 25. 123
antworden vnde 'vnderwisingen van den genanten ampluden en konde ik nicbt
eygeotlikes van en vorneinen, sunder en duchte des^ wen ik qweme by den
beren hertogen Rudolffen van Sassen, de konde my to guder mate aller leghen-
heid wol vnderwisen, wente he deghelikes bodeschop hadde an de heren Rom-
schen koning vnde marggreuen, vnde des gelikes antworde van en wedder-
rmine, vnde se vormodeden sik ok^ dat ik dar vindende worde den bisschop
van Brandenborch vnde hern Wirochen van Trutlingen, ridder, des margreuen
rede, de my ok wol konden yn alien saken vndei'wisen Vnde, leuen heren,
de genanten amptlude en getruweden my ok by dagbe nicht yn velicheid laten
to bringen van Tangermunde wente to Ratndwe, vnde leten my by nacht voren.
Vode do ik to Ratndwe qwam, ervur ik van den burgermesteren, wo ik by
digbe reden hadde ^ dat ik were geschindet worden, wente de rouere den
gantzen dach vp alien wegen vor Ratndwe hadden geholden etc. Darna, leuen
beren, ais ik to Wittenberch qwam^ do was de here hertoge van Sassen
nicbt dar, sunder he was to Leuenwerde^ teyn myie van dannen, also red ik
mit eynen perde vnde led my voren van Wittenberge to Leuenwerde vnde led
de wile Rupenstorpes perd vnde mynen knecht to Wittenberg, wente dat
NJue perd nerghen mer komen mochte. Vnde, leuen heren, alse ik qwam to
Leuenwerde, do ervur ik darsulues, dat de schencke van Syd6we nicht were
byonen landes, sunder he were by dem heren Romschen koninge in Vngeren,
fode de here hertoge van Sassen vnde sin broder hertoge Albrecht entvengen
my gudliken van juwer wegen, vnde beden my, dat ik my enthelde bed des
aoderen dages, se wolden my gnedichliken vorhoren. Des suluen anderen
dages qwam ik vor de vorsten vnde ere rede vnde las ene iuwe breue, dar gy
iw ione vorbeden, vnde ok dat vidimus, dat de van der Wismer bezegelt hebben,
vode berichte se vorder, wo sik alle saken vnde handel vorlopen hadden
twisscben juwer ersamicheid vnde dem ergenanten heren van Sassen, vnde
kngede se vorder an van juwer wegen, eren vedderen hertogen Erike to
voderwjsende, dat he iw vngemakes, arbeid vnde schaden verdrdghe vnde iw
> ok wedder brochte vte sodaner achte^ dar he iw mid vorsnellinge vnde vnrede*
licbeid yn gebracht hadde, vnde nadem dat gy eren gnaden des rikes sture
gfaenen, so bopede gy to eren gnaden, se wolden iw io vorbidden vnde by
lechte beholden, wen, wor des nicht en schude vnde gy vorder mit erem ved-
deren to kryge qwemen, so were to besorgen, gy worden iv vnrecht erweren
fode dat darmede ere gnaden der sture eyne wile mochte binderstellich blyuen.
Desses lede ik ene vore^ alse van my sulues, vnde berichtede se ok, wo gy
16 •
1419. Marz 25. 125
bebben, efft wy de sake yn gudlichoid mochten bygelecht hebben. Do sprak
^ hertoge, dar wulde he gerne to behulplik wesen, vnde he en verstunde
nicbt anders, denne dat de sulue schencke de sake gewonnen vnde iw in de
icbte gebracht hadde, vnde enwere id nicht geschen, so were he doch yn dem
oamen vie dessem lande also gescheden, by dem Romschen koninge so lange
to bliuende, dat he iw recht affmanede, vnde erne duchte geraden sin, dat gy
iw noch gudliken van erne sliten vnde helpen laten, wente he de were, de iw
vil vndenstes by dem Romschen koninge vnde ok wol vii denstes in tokomen-
den tiden niochte don. Do sprak ik: Leue gnedighe here, wolde sik de schencke
lyropliken laten vinden vnde ene beqwemelike summe nemen, ik vormodede
my, dat dem schencken wol vrundschop weddervore, vnde bewisede he sik
traweliken yergen in myner heren denste, ik vormodede my, myne heren en
leten des vnuorgudet nicht biyuen, vnde, gnedighe here, dat juwe gnade dem
scbencken hyrvmme wold^ vorscriuen, eft ik mit eme wes wOrde vorsoken,
dat he sik denne lymplik late vinden. Dar antworde de hertoge to: Leue her
Hertnen, ik wil nv en mandage vtryden wente to Prage by den koning van
Behemen vnde vermode my, my werde van erne Lussitzer land, dat heft vns de
schencke bearbeydet, vnde van Prage wil ik myne eygene bodescop don an
den Romschen koning yn Vngern vnde dem schenken ernstliken verscriuen,
wan gy by eme komen, dat he sik gudlik late vinden. Vnde, leue heren, de
here hertoge van Sassen hefft my hemeliken gesecht, dat de Romsche koning
sy yn Vngern, dat he sik ok nicht en vermode, dat he ouer de Venedier tehe
myt syner egenen personen, sunder yn Vngern moge ik ene vinden. Ok ver-
mode he sik, dat de marcgreue van Brandenborch in dessem somer nicht wol
moge komen yn de marke, vnde de sulue marggreue hebbe Wiglensen schencken
vnd hern Peler Heilborg gesand to dem koninge yn Vngern, vnde wan ik by
den marggreuen kome, de konne my wol wider aller legenheid vnderwisen.
Leuen heren, de here hertoge led my vorstan, wo gy eme de sture vormynner-
den also, dat gy eme scholden den gulden betalen to teyn schillingen to rekende,
alse de olden register inne holden, vnde mened des groten schaden to hebbende,
ok dat gy eme noch plichtich weren teyn jar, alle jar hundert gulden to be-
talende, der gy eme viflhundert betaled hebben vnde noch vitfhundert hinder-
stellig sin, vnde bad my, iw hyrvmme to verscryuende, ene yn dessen vorscreuen
to vernoghende. Vorder, leuen heren. des vridages vor Letare in vnser Vrowen
auende quam my juwe bode to Wittenberge mid juwen breue, darinne gy my
scryuen, dat gy iw vrundliken verghan hebben mit deme hertogen van Sassen,
viide voider begherende sin, dat ik tny to Wittenberge vorholden schole 80
lange, dat gy my juwen anderen boden senden^) leuen heren, dem wil ik also
gerne ddn, vnde bidde juwe ersamheid denstliken, dat gy mid der bodeschop
nicht lange silmen, vnde wes gy my mit der bodeschop also vorscriuen, dar wil
ik my gerne truwelken na richten na ai mynen vermoghen, vnde wen ik by
den schencken kome yn Vngern, so wil ik des besten mid eme gerne ramen.
Ik besorge my ok^ dat de Romsche koning iw vte der achte to latende sik
vaste swar wolle werden maken vnde mene lichte, ene grote summen geldes
darvan to hebbende. Hirvnime wil ik hemeliken vorsoken mid dem marg-
greuen, eft he macht hebbe van des koninges wegen des hoFgerichtes, yn synen
affwesende iw vte der achte to latende, nadem gy den kleger vernoghed hebben,
so wolde ik eme darvmme van juwer wegen en mogelik geschencke gerne
verspreken. Were auer des nicht, so wolde ik mid eme ouerenkomen, dat he
dem koninge darvmme vorscreue vnde ene bede^ dat he eme macht gheue
edder eme de breue van der achte to latende sendede. mid iw darvmme enes
#
to werdende. Vnd queme dat, dat ik de sake vor deme koninge jo soken mod,
kan ik denne mid ener lymplicheid van eme scheden, dat do ik gernej
enmochte ik auer nicht, dat bringe ik wedder to iuwer ersamheid vnde wii
iw ok van ISurenberg verscriuen, wo ik van dem margreuen schede, vnde worde
des notdrofft, ik wolde iw enen eghenen boden darvmme senden. Darmede syd
Gode bevolen, my to gebedende, alse juwem vnderdenigen denere. Screuen
vnder myme secret, in vnser Vrowen daghe annunciacionis.
Juwer dener Hermannus
vamme Haghen.
Auf einem eingelegten losen Zettel: Ok, leuen heren, eft sik dat also
makede, dat desse bode er to hws qweme, er gy my den anderen senden, so
verscriuet my, wes ik mechtich mdge wesen mit dem koninge, efft he my de
saken io to hoch wolde teen, vnde enlated my hir nicht lange lygen, wen de
teringe kostlik hyr is yn der vasten, vnde nadem de hertoge nicht hir en is,
so werd my de tyd tomale lang.
Aufschrxft: Den ersamen wisen heren, burgermesteren vnde radmannen
der stad Lubeke, mynen gunstighen leuen heren,
dd.
Nach dem Original auf Papier, Daa aufyedrOckte Siegel (PresteQ iat undeuUichm
1419. Marz 26. 127
Erich F., Herzog von Sachsen-Lauenburg ^ hestdtigt dem Johann Crispin den Ver-
kauf des halben Dorfes Crummesse mil der Mvhle daselbst, des halben
Dorfes Niemark und des Sees bei Beidendorf unter Vorbehalt des bestdn-
digen Rilckkaufrechtes fUr sich und seine Nachkommen. 1419. Mdrz 26.
Wy Erik, van Godes gnaderi herloge to Sassen, Engeren vnde West-
pbalen, des hilgen Romischeri rykes koruorste vnde marscbalk. Bekennen
Tnde betugen openbare in dessem breue vor alsweme, dat de ersame her Johan
Crispin, radman to Lubeke, vnde sine eruen niit vnser, vnser brodere vnde vnser
eruen vnde nakonielinge willen hebben vnde besitten jegenwardichiiken, vnde
hebben vnde besitten mogen an tokoinenden tijden dat gud to Crummesse, Nye-
marke vnde den see to Beyendorpe na lude des breues, den iMarquard van
Crnmmesse mit sinen borgen an deme suiuen breue genomed hern Segeboden
Crispine vnde sinen. eruen darvp gegeuen heft, vnde wij bestedigen, vulborden
▼nde mechtich maken den suiuen breti* van rechter witscop van worden to
worden, aise he luded in alle sinen puncten vnde articulen, lykerwijs aise eft
he hijr ingescreuen were, welk bref sik begynnet aldus:^ Allen dennen, de
desse jegenvirardigen scrifTt seen edder horen lezen, bekenne ik Marquard van
Crummesse, knape, openbare to betugene, dat ik etc., vnde sik endiget aldus:
Vppe dat alle desse vorscreuen stucke vnde articule (Folgt der Schluss der
Vrkunde Bd. IV No. 366), hern Johanne Crispin vorscreuen vnde sinen eruen
mil gift desses breues. Jodoch so beholde wij vns, vnsen broderen vnde vnsen
eruen ok den wedderkop vnde de losinge der vorscreuenen gudere vor dusent
mark lubescher penninge van dessen ergenomeden hern Johanne Crispine vnde
sinen eruen to alien tijden, wan vns dat bequeme is, to betalende na inholde
des vorgerorden breues. Des to tuchnisse hebbe wij vor vns, vnse brodere
ynde vnse eruen vnde nakomelinge vnse grote ingezegel mit vnsen guden vnde
vryen willen an dessen breff gehanged laten. Datum anno Domini MCCCCXIX,
dorninica die, qua cantatur Letare Jerusalem.
Naeh dem Original im Koniglich Preussischen Geheimen Staataarchiv in Berlin. Mit anhctngendem, itark
beschddigtem Reiteraiegel des Herzogt,
1) TgL Bd. JV M S66.
128 1419. Marz 29.
Fernerer Bericht des Protonatars Hermann van Hagen. 1419. Marz 29.
Minen getruwen schuldigen willigen denst touorn. Ersamen gunstighen
leuen holden heren. Ik bidde juwe ersamheid demodichliken weteu. also ik
to Wittenberge gelegen byn na ]uwen scrifften vnde bevelnisse, vnde alsodun
is her Trulle van dem Romschen koninge komen vnde van hynnen gereden
van des konings wegen mid bodeschop an den koning van Dennemarken, vnde
duncket my, nadern ik van erne irvaren konde vnde ok van synen knechten,
dat de bodeschop vaste grod vnde sware is, vnde lichte wedder de hensestede
vnde sunderken wedder jw. So bringet de sulue her Trulle dem koninge van
Dennemarken des Romschen konings geselschop, alse den lyntworm yn gold
vnde edelstente vormaket,' dat my de sulue her Trulle heft laten seen, vnde
morgelang vro red ik myt ene na Wittenberge eyne halue myle vnde quam
mit erne to worden so verne, dat he my sede in hemelicheid, dat gy enen
alto vngnedighen heren hedden an deme Romschen koninge vnde grofliken
vor ene bracht weren, dat gy vnde de henzestede enen bund hedden gemaked,
sinen gnaden vnhorsam to wesen^ vnde efft de koning vor Lubeck qweme, dat
gy lichte ene nicht wolden yn laten als juwen heren. Ok vormodede he sik,
dat desses en del vte Lubeke komen were an den koning vnde ok dem
koninghe to uorstande gheuen were, dat grot twidracht were twisschen dem
rade vnde der menheid. So hefft de koningh her Trullen beuolen, nicht to
Lubeke noch to den steden to rydende, sunder to hertogen Johanne van
Mekelenborch, to anderen forsten dar vmmelang vnde to dem koninge van
Dennemarken yn nodliken saken, vnde he vnuortogelik weddervmme mod an
den Romschen koning. De sulue her Trulle hefft my ok hemeliken secht, dat
he nicht anders en wete, dan dat de Romsche koning in dessem somer wille
sin an der zee, de stede to visiterende, vnde vort an den koning van Denne-
marken vnde darneghest yn Vresland etc. Leue heren, in alien dessen vor-
screuenen saken hebbe ik iw vorantwordet, so ik lymplikest konde vnde mochte,
des nicht alles notdrofl't is to scriuende. Doch hebbe ik hern Trollen gebeden,
wan he kome to der Wismer, dat he heren Jordan to sik wille vorboden to
Gneuesmolen, eme alle juwe aniicghende sake hemeliken to erkennende to
gheuen, vnde dunket my geraden sin, dat gy van stunden an juwe kuntschop
1) Ueber den von K. Sigismund im Decbr. 1408 gestifteten Dracbenorden vgl. Aschbach, Gesch. KMer
Sij^munds Bd. I S. 263.
1419. Marz 29. 129
darvmme hedden to Swerin effte tor -Wismer bij her TroUen. wen ik my ver*
mode, dat he wol twey efFte dre daghe by hertogen Jobanne bliue, vnde is nutte,
dat gy wene bij em hebben, to irvarende vmme alle vorscreiiene zake,
wente yk besorge, dat hertoge Jobanne ene afiFwise iw to besendende efFte to
sprekende, vnde lated alle vorscreuene sake hemelik bliuen. Ok, leuen heren,
alse daling is my komen Hans Marktvoged, juwe dener, vnde heift my bracht
eDe missiuen, darinne ene informacien van alien iuwen anlicgenden saken
vDde darto enen openen bref mid enen anhangenden ingesegel des heren her-
togen Erikes van Sassen vnde mid dren missiuen, ene an den Romschen
koning, de anderen an hertogen Jobanne van Beyeren, de drudden an den
greuen van Lopfen, vnde darto twe informacien in latine, to beholdende, dat
de Romscbe koning vnde de niargreue van Brandenborg vor iw scriuen an den
paues etc. Leuen heren, alle scrifte, breue vnde informacien van juwer vnde
bern Johans Crispins wegen hebbe ik to guder mate wol vornomen vnde wil
my darinne arbeiden vnde bewisen, so ik ailertruwelikest kan vnde mach, bij
vnsem heren dem Romschen koninge, dem marcgreuen van Brandenborch vnde
anders, wor des behoff werd, vnde iw ok sunder bodeschop nicht laten van
Nurenberge vnde van dem Romschen koninge^ efft des nod worde, vnde bidde
des geliken weddervmme, vnde wil my ok bearbeiden mid dem Schencken van
Sydowe, als ik iw vorscreuen hebbe, want her TroUe my sede, dat des en
grod nodtrofft sij, wente de sulue Schencke dem koninghe deghelikes yn den
oren lighe, wedder iw to donde, wor he mach. Ok sede my her Trolle vmme
de twintich dusent gulden der konighinnen, dat id nutte were, dat men yn vrunt-
schopen van er schedede, wen id iw den langen wech vil schaden mochte
bringben. Vnde, leue heren, morgen wil ik my erheuen na Nurenberge vnde
vurder na Vngern^ to dem Romschen koninge, vnde arbeiden vppe soliche macht,
als gij my vorscreuen hebben. Worde men my auer dat werk vorsetten vnde
to hoch teen, dat wii ik iw vorscriuen edder auer suluen by iw vnuortogelik
komen. Leuen heren, mishaged iw ichtes in alien dessen vorscreuenen scrifften,
edder scholde ik wes mer mechtich sin, dat vorscriued my na by juwem eghenen
boden, des besten wil ik gerne ramen, vnde wolde God, dat ik alle dond vmme
nicbt aue bringhen konde, dat wolde ik also gerne don, alse guide dat myner
eghenen personen. De almechtige God juwe ersamheid lange tijd behoden
^lle wolmogende vnde gesund, my to gebedende alse juwem dener. Screueri
des midwekens na Letare, vnder myme secrete.
Juwe dener Hermannus
vam Hagben.
^ 17
i30 1419. Marz 29.
Aufschrtft: Den ersamen vnde vorsichtigen heren, borgerrnesteren vnde
radmannen to^Lubeke, mynen gbunstigen leuen heren, mid vnderderiicheid
gescreuen.
Ncteh dem Original cm/ Papier, Mit Spuren eine$ aufyedruekt gewesenen Siegeh,
Die Bruder Dietrich und Christian^ Grafen voti Oldenburg^ verpjltchten sich gegen
die Hansestddte y die Kaufleute nicht zu beldstigeUy aiLch Seerduber und
Vitalienbruder nicht zu unterstdtzen. 1419. Apr. 1.
VVij Diderik vnde Kersten brodere, van Godes gnaden greuen to Olden-
borch. Bekennet vnde betughet openbare in dessern breue vor allesweine, dat
wij vns vruntliken vorenighet vnde vordroghen hebben mit den ersamen
radessendeboden der stede Lubeke^ aize her Tidemanne Stene^ her Tydemanne
Serrentine vnde de, de de rad dartho gheschicket hadde, als her Hinrik van
Hasbergen, her Hinrik Hellingstede^ her Detwerde van der Hude vnde her
Gherde van Dettenhusen, borgermeisteren, van Hamborch her Johanne Wyen
vnde her Erike van Tzeuen, vnde van Stade her Symon van Drochtersen, nv
tor tijd to Bremen vorgadert, to truwer hant der ghemenen hensesteden in
alle desser wise^ als hijr na ghescreuen steit, dat wij van stund an schiillen vnde
willen vth vnsser herschup, lande vnde ghebeden vorlaten allerleye vthliggers,
zerouers, ofte wo men de nomen wil, to lande wart vnde to water. Vnde wij
vnde vnsse eruen^ de in tokomenden tijden na vns komcn moghen^ scholet
noch en willet nenerleye wijs to ewighen tijden yenigherleye zerouers, vitallien*
broder ofte vthliggers, wo men de benomen mach, holden^ heghen ofte husen
edder yemande des steden in vnser herschup, stad^ lande, sloten vnde ghebeden,
den ghemenen kopman dar vth ofTte dar in to beschedighende^ sunder alle
arghelist. Vnde wij schuUet vnde willet truweliken holden in aller macht alle
beseghelde breue, de wij den steden van der hense samentliken edder besunder
in vortijden ghegheuen hebben. Alle desse vorscreuenen stucke vnde der en
yewelijk hebbe wij Diderik vnde Kersten brodere, greuen van Oldenborch vor-
screuen, ghelouet in guden truwen vnde ghesworen mit vpgherichteden vingheren
stauedes edes to den hilghen vor vns vnde vnse eruen, louet vnde sweret jeghen-
wardich in desser scrift den ersamen radessendeboden Lubeke, Bremen, Ham-
borch vnde Stade vorbenomed to truwer hant der ghemenen hensestede stede,
uast vnde vnvorbroken to holden to ewighen tijden sunder alle liste, vnde
1419. Apr. 1. 131
bebben des to ener openbarer bekantnisse vnsse inghese(ge)le hanghen heten
to dessem breue. Vnde wij borghermeister vnde radmanne der stad Oidenborch,
dat wij desse vorscreuenen stucke vnde artikele mede ghebandelt vnde ghede*
dinghet hebben^ so hebb^ wij vnsse stad ingesegel mede hanghen to dessem
breue in den jaren vnsses Heren M^ CCCC^ darna in dem neghenteynden jare,
des sonnauendes na der dominiken^ als men singhet Letare.
Sack einer Abtchri/t on/ Papier, Au/ der Ruckseite sind die Worte bonum eat geschrieben, Eine andere
Abichri/t, mit der Bezeichnung senundaf befindet sick au/ einem Blatte, au/ dessen Ruckaeite eine Abschri/t
det Vertraga vom 12, Juni 1418 ateht vnd als prima bezeichnet ist Der Vertrag ist auch gedruckt Catsel^
SawmU. ungedruckter Urkunden. S, 82.
Der Rath von Danzig ersucht den Rath von Lvbeck um dessert Beistand zur
Wiederauffindung von Guterny welche bet Jutland schiffbruchig geworden
und vermuthlich unter verdnderter Verpackung und Bezeichnung nach Lubeck
und anderen Stddten gebracht seien. 1419. Apr. 8.
Vruntlike erbedinge beheglikes dinstes aitijd touorn. Ersame gunstigen
• vrunde. Juwer wisheidt gelieue to weten, dat vor vns in sittendem rade ge-
komen sin Henrik van Staden, vnses rades medecompan, Plonius Propken,
Henrik Slechter, vnse leuen medeburger^ Hans vam Hagen^ Euerd Rynkrode,
koeplude, vnd hebben vns van irer vnd eczliker anderer erbarer koeplude wegen
apembarende to kennende gegenen^ wo sie warhaftichliken hebben erfaren, dat
in des hern bisschops van Wentzusell gebiede eczlike gudere vnd mit namen
vyfflich stucke wasse, viefF leste hotter, werk vnd anderley gut den vor-
screoeoen vnsen medeburgeren vnd koepluden tobehorende. de sie in schipper
Claus Prangen schepe, dat jarling leyder by der Trendele gebleuen is, als wy
loaen, juwer ersamcheid wol sin vorgekomen, mede gehat hebben, to lande
geslagen sin vnd darsuluest geberget, weike gebergede guder de sulue her
bisschop, als wy van en vernemen, eyns deels hebbe vorkoft vnd eyns deels
hebbe vorgeuen, vnd de jenen, den he se vorkouft vnd gegeuen heft, hebben
de guder in andere gestalt gebracht vnd nianier laten maken, als dat was
rmbtosmeltene in cleyne bodeme vnd de hotter vmbgesteken in ander tonnen,
vnib kentnisse willen der merke, de daruppe weren gescreuen, de wy vns nv
Torseben, eyns deels villichte in sulker wise in juwer stad vnd anderen hense-
Bteden dar vmmelang belegen werden gesleten, dat yo zere wedder de eyn-
drechtige ordinancia in vortijden vor grot nutte von den gemeynen erbaren
17»
der hensestede radessendeboden gemaket. als sulk zeedriftich gut nymande to
kopene na ynholdinge des recessus^ were. Worumme, leuen vruride, wy juwe^
vorsenige wisheidt getruweliken bidden, dal gy vmb vnses vordinstes willen in
desen saken Lodewigen Greueroden viid Johanse Ilhorn, juwen medeburgeren,
de de ergenoineden personen van irer vnd anderer koeplude wegen, als in
deme apenen machtbreue darouer gemaket eigentliken gerurt wert, vor vns
darto gemecbtiget hebben, willet juwe vordernisse vnd bulpe bewisen, oft se
in juwer stat edder in andern steden vnimelang belegen, oft sust ymands, de
van en vordan dartho gesettet vnd gekoren wurde, van sulken gudern als
bouengescreuen steyt, anquemen vnd mit der warheidt befunden, dat se de by
juwer bistendicheid vnd gunstigen todoen erfordern mogen vnd dat desuluen
guder na des ergedachten recesses vtwisinge sunder vil ander bekummernisse
werden gerichtet. Dat willen wy kegen juwer louesamcheidt, wor wy mogen,
gerne gutliken widder vordienen. Gescreuen to Danczik vnder vnsem secret,
am hilgen Palmauende im jar XIX.
Radmanne
Danczik.
Aufschrift: Den louesamen groter wisheidt mannen, heren burgermeister
vnd radmannen der stad Lubek, vnsen gunstigen leuen vrunden.
N<ich dem Original auf Papier, Mit au/gedrScktem gut erhaltenem Siegel.
Der Rath von Luheck hittet den Rath von Wismar um seine Theilnahme an einer
demndchst m Plon stattfindenden Verhandlung mit den Graf en von Holstein.
1419. Apr. 30.
Vnsen vruntliken grut vnde wes wij gudes vormogen touoren. Ersamen
leuen vrunde. Also gij wol voruaren hebben van juwes radescumpanen, de
gij in den wintere nyest vorleden vmnie vnser bede vnde leue wilien bynnen
Plone gesand hadden bij vnse degedinge, de wij helden mit der herscop van
Holsten darsulues, dar wij jw letHiken vmme danken vnde ok willichliken gerne
vorschulden willen, wo dat de vorscreuene herscop van erer vnde erer rnanne
wegen vnde vnses radescumpane van vnser vnde der vnsen wegen dallinge
ouer achte dagen, dat is des sondages Jubilate, vmme der vorscreuenen dege-
dinge willen in beyden sijden sin scholen bynnen Plone na lude der denke-
1419. Apr. 30. 133
brPQe darvp vorrained, der gij, also wij menen, vtscrift hebben, also bidde
YJj jowe ieue vriintlikon^ dat gij vp den vorscreuenen sondach juwes rades-
compane hebben willen bynnen Plone^ darmede ouer vnseri degedingen to
lijnde vnde darto to helpende, dat de vorscreuene herscop vnde wij mogen
?orscheden werden. Sijt Gode beuolen, vns desses eyri vruntlick antword to
scriuende bij dessen boden. Screuen vnder vnseni secret, vp den sondach
Nisericordia Domini, anno XIX^
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
el consulibiis Wismariensibus, amicis notris dilectis, detur.
iVacA dem Original im Rathsarchiv zu Wismar, Das aufgedruckte Secret ist grosatentheiU abgesprungen.
Konig Sigismund hebt die auf die Klage des Herzogs Erich von Sachsen-Lauenburg
und des Albrecht Schenk von Landsberg uber die Stadt Liibeck im Allge-
meinen und den Rathmann Johann Crispin insbesondere verhdngte Achi
vn'eder auf. 1419. Mai 1.
Wir Sigmund, von Gotes gnaden Rornischer kung, zu alien tzijten
merer des richs, vnd zu Vngern, Dalmacien, Croacien etc. kung. Bekennen
vnd tuD kunt offembar mit disein brief alien den, die in sehen oder horen
lesen. Wann die burgermeistere, ratrnanne vnd burgere gerneinlichen der stat
XQ Lubeck vnd Johann Crispin, ratman daselbst zu Lubeck, besunder von clage
wegen des hochgebornen Ericks, hertzogen zu Sachsen, zu Engern vnd zu
Westualen, vnsers lieben oheimen vnd fursten, vnd auch dieselben burger-
meistere, ratrnanne vnd burgere gerneinlichen derselben stat zu Lubeck von
clage wegen des edeln Albrechts Schencken von Landsperg, heren zu Sydow,
vnsers rats vnd lieben getruwen, in vnser vnd des heiligen richs achte geurteilt,
getan vnd gekundet warn, vnd wann sich dieselben burgermeistere, ratrnanne
vnd burgere gerneinlichen vnd ouch der vorgenante Johan Crispin besunder
mit den vorgenanten hertzog Erickeri vnd ouch Albrechten Schencken dorumb
gotlich gesunet vnd gentzlich verrichtet haben vnd vnsern hoFrichter vnd hof-
schri|ber vmb ire rechte, die in von der vorgeschriben beder achte wegen
^eburet haben, auch ein genugen getan haben, vnd wann dieselben Erick vnd
Ubreebt vns vnd dem itzigen vnserm hofrichter dorumb geschriben vnd vns
lemutiglich angeruffen vnd gebeten haben, dieselben burgermeistere, ratrnanne
vnd burgere gemeinlichen vnd den vorgenariten Jobann Crispin besunder vss
solichen vorgenanten acbten gnediglichen zu iaszen^ des haben wir angesehen
soliche deinutige bete vnd aucb, daz dieselben burgermeistere, ratmanne vnd
burgere geineinlichen zu Lubeck vnd Johann besunder zu vnser vnd des rich*
gnade vnd gehorsanip widerkomen sind vnd* den vorgenanten beden clagern^
vnsern hoFrichter vnd hofschrijber vmb ire rechte ouch genug getan baben,
als vorgeschriben slet. vnd haben darumb mit wolbedachtein mute vnd recbter
wiszen die obgeschriben burgerrneistere, ratmanne vnd burgere gemeinlicheo j
der Stat Lubeck vnd Johan Crispin^ vnsern vnd des richs lieben getruwen, io
vnsere vnd des richs gnade vnd gehorsainkeit voider emphangen^ vnd haben
sy iisz den vorgenanten beden achten gnediglichen getan vnd gelazen vnd un
dem vnfried vnd vngemeinschaft der lute genomen vnd in vnsern vnd des richs
fried vnd ouch allerineniglichs gemeinschaft wider gesetzt^ vnd haben in ouch
widergegeben alle ire rechte. vnd Frijheite emphahen laszen^ nemen, setzen
vnd geben in vorder in kraft disz briefs vnd Romischer kungh'cher macht vd*
komenheite^ vnd gebieten darumb alien vnd iglichen fursten, geistlichen vnd ^
werltlichen^ grauen, frijen herren^ rittern^ knechten, burggrauen^ landtrichtern^ -.
richtern, vogten, amptluten, burgermeistern, schultheiszen^ scheffen, reten vnd
gemeinden vnd alien andern vnsern vnd des richs vndertanen vnd getrue^^
ernstlich vnd vestiglich mit disem brief, daz sy die offtgenanten burgermeister^^
ratmanne vnd burgere gemeinlichen der stat Lubeck vnd Johann Crispin h&^
sunder von der vorgenanten beder achte wegen furbazmer nicht myden, ait "^
grijfen, bekummern, leydigen oder betruben in deheinwise bij vnsern vnd de^
heiligen Romischen richs hulden. Mit vrkund disz briefs versigelt mit vnserii^
vnd des vorgenanten hofgerichts anhangendem insigel. Geben zur Blindem*
burg, nach Cristi geburt viertzehenhundert jar vnd darnach in dem nuntzehen*
den jare, des nechsten mentags nach dem suntag, als man in der heiligen
kirchen singet Misericordia Domini nach Ostern, vnser riche des Vngrischen
etc. in dem drijunddrijszigisten vnd des Romischen in dem nunden jaren.
Petrus Wacker.
Nach dem Original. Mit anhangendem Siegel uud ROcksiegeL VgL Roemer-BOchner No. 72.
1419. Mai 20. 135
» hansischen Aelterletite in Brugge bertchten deii Hansestddten und dem Rathe
von Lubeck uber die dortige PfundzoUerhebung. 1419. Mai 20.
m
V rentlike groyte vnde wes wy glides vormogen tovoeren. Erbaren heren
e guden vrende. Also gij vns gescreuen hebberi^ dat wy Clawese Mese*
ine antwerden solden sodaene ghelt, alse van des ponttollen weghene wente
;ente Mertijns niisse to hijr by vns vntfangen vt^ere, so hebbe wy deni vor-
'uenen Clawese daervan VF XCII ?? X schill. VII grote vlames oldes gheldes
ntwordet^ alse he iv heren wol mach hebben ouergescreuen. Vort so zijn
sedder sente Mertijns nnsse vorscreuen van des vorscreuenen pontgheldes
;hene yngekomen ter somnie van 11^' XXVIII S XII schill. grote vlames nyes
Ides. Vortnier, erbaren heren. so heuet vns de gemene coepman van der
lie to London in Engelant wesende eynen breyff gesant^ gelijck alse de
)ie hijr ynne besloten vtwisende ys, des wy iv heren zeer ernstail'tigen
■
Mende zijn, dat gij daervp sodanen raed willen hebben. dat gij heren vnde
gemene coepman van der Duetschen henze al vmme daervan vrubeschadiget
oege bliuen, alse gij wol merken, dat des wol van noeden ys. God vnse
?re moete iv alle tijt bewaeren in zaeien vnde in lyue. Gescreuen vnder
asen ingezeghelen, vpten XX^" dach in iMeye, int jaer XIIIl^ XIX.
Alderlude vnde de gemene coepman van der
Duetschen henze nu to Brucge in Vlanderen wesende.
Aufschri/t: Honorabilibus magneque prouidencie viris, dominis nuncijs
'OSDJaribus ciuitatum hanze Theutonice proxime in ciuitate Lubecensi congre-
ndis, et precipue dominis proconsulibus et consulibus eiusdem ciuitatis
becensis, amicis nostris sincere preamandis.
Nach dem Original auf Papier. Die drvi aufy^druckten Siegel itind ahgesprungen.
JLCI.
irichj Graf von Holstein, klagt dem Rathe von Lubeck das Verfahren des
Otto Schinkel und erkldrty dass er nach wie vor bereit set, in seinem Verhdlt-
niss zu ihm sich einem Rechtsspruch der Stddte zu unterwerfen. 1419. Jun. 6.
Hinricus, Dei gracia Stormarie princeps,
Holtzacie et in Schouwenborg comes.
Vnsen vruntliken groet touorn. Guden vrunde. Alze vmme den vrede,
gy myd anderen steden ramet hadden twisschen vns vnde Otten Schinkele,
136 1419. Jun. 6.
de nv veerteynnacht na Pinxsten nv wesende vthgheit, vnde went he den da(
den wy myd eine an dessem yeghenwardighen Pinxsten vp iuwe vnde andei
stede vorrainent scholden hebben gheholden, vns heft wedderboden, alze gy
sinem breue^ den he vns ghesand heft, wol hebben ghehort, de iuw vnde d
anderen steden nv latest to Lubeke up deine reuentere van vnsen vrund
lesen wart^ hirvmme, giiden vrunde, jTt Otto in tiiden na dem vthghande (
vredes vns edder de vnse vthe des konynghes van Denemarken ghebeden vnde (
wedder tho yenighewiis myd roue, myd brande edder in anderer wiise beschedegc
vnde sik an vns vorhalede vnde wy dar wes weddervmme deden, dar en men
wy vnsen vrede myd deme koninge nicht mede to vorbrekende, nademe (
wy recht to nemende vnde to donde ieghen Otten erbenomed hebben wes
vnde noch syn ouerbodich, dar gy vnser moghen mf'chtich to wesen, alze
myd mufide vnde myd breuen iuw vnde anderen steden aldus langhe hebb
gheboden vnde noch beden vor vns to bedende, vnde begheren iuw des lal
to vordenkende. Screuen vnder vnsen ingesegel, des dinghesdages in d
Pinxsten, anno CCCCXIX.
Aufschrift: Den wijsen beschedenen borgermesteren vnde radmanr
der stad Lubeke, vnsen guden vrunden, gescreuen.
Noch dem Original auf Papier. Mit geringen Hesten des aufgedriickten SiegeU,
Der Rath zu Lilneburg bezeugty doss Ludolf Brasche, Burger in Uelzeriy ret
mdssiger Besitzer ernes halben Chors Salz in Lunehurg, dieses an W
Witeke oder jeden andem getreuen Inhaber des Kaufbriefs kdufiich 01
lassen habe. 1419. Jun. 8.
JNos consules ciuitatis Luneborgh, Hinricus Viscule^ Hinricus Bere, H2
wicus Bene, Johannes de Empsen, Johannes de Molendino, Ludolphus Tobi
Johannes Rese, Hartwicus de Molendino^ Gotfridus Tzerstede, Johannes
Ollensen, Hermannus Cruse et Johannes Semmelbecker. Protestamur in I
scriptis, quod Ludolphus Brassche, ciuis in Vlssen, pro certa et condi(
pecunie summa sibi totaliter persoluta cum heredum suorum et omnium, quor
quomodolibet interfuit, consensu vendidit et in iudicio resignauit Wultf Wite
nostro ciui^ et suis heredibus uel presentem litteram cum sua voluntate habc
dimidium chorum salis in salina Luneborg quolibet flumine in domo Bremin{
I
1419. Jun. 8. 137
io sartagine, que vocatur wechpanne^ jacente ad dextram manum in introitii
ipsius domus, jure hereditario ac proprietario perpetuo possidendum, jure ciui-
totis nostre in premissis penitus saluo. Predictum autein dimidiuin chorum
salis quondam^ videlicet anno Domini M® CCC* XXIP, in feria tercia proxima
post dominicam Reminiscere^ Bernardus Brassche, ciuis in Vlssen^ a domina
Hechtilde, quondam relicta Frederici de Netze^ Bernardo et Conrado, eius pueris
rite comparauit^ ut in quadam littera nostre ciuitatis sigillo sigiilata et per
DOS visa patuit euidenter. Datum anno Domini millesimo quadringentesimo
decimo nono, feria quinta proxima post festum Penthecosten, nostre ciuitatis
sub sigiilo in testimonium omnium premissorum presentibus appenso.
Nach dem Original, Mit anhangendem Siegel.
XCIU.
Der Rath von Rostock erkldrt dem Rathe von Lubeck seine Zitstimmung zu den
von demselben gemachten Vorschldgen hinsichtlich der Beantwortung zweier
von dem Kaufmannsrathe in Brugge gestellten Antrdge. 1419. Jun. 10.
Vnsen vruntliken grud vnde wes wy gudes vormogen touoren. Be-
sunderligen leuen erbaren vrunde. Juwen breff an vns gesant^ dar gy ane
scriuen, dat de copman van Brugge den menen hensesteden vnde yw hebben
gesand enen bre£F, des iuwe leue vns heft gesand ene uthscrift in iwme breue
besloten vnde begerende sint, yw to benalende vnde to vorscriuende vnse
ghuddunkent^ wes gy deme copmanne van vnser vnde iuwer wegen wedder
scriuen, hebbe wy mank andern worden wol vornomen vnde gudliken entfangen
etc. Begere wy iuwer vorsichtigen wisheit to wetende, dat vns ghuddunket
nulte vnde radsam sin vppe iuwen behach vnde vorbeterent en to vorscriuende:
vorgat sik de Schottesschen nicht snelleken mit deme copmanne in Vlanderen
wesende^ dat me yt denne holde, aise de recessus inneholt vnde uthwiset^ des
de nienen stede van der hense mit yw rameden in deme souenteynden ' jare,
aize verne vns dat tidege noch benalt werd van deme copmanne, dat de Schotten
sik nicht mid en vorgan. Ok, leuen ersamen vrunde, scryft de copman van
seroueryge, dar^ uppe deme strome schen schal wesen wol mit negen schepen^
dunket vns nutte vnd ghud sin uppe iuwe behach vnde der anderen stede
Forbeterent by yw belegen, dat gy darvmme scriuen van vnser aller wegen
1) Oberhalb dieses Wortes ist noch geschrieben: edder achteynden,
3) So steht deotlicb da, das Relatirpronomen ist, wie Afters, aasgelassen.
18
1419. Jun. 11. 139
worde vor einen hofrichter, das ir die ergenanteri burgermestere, rete vnd ge-
meinde von mynentwegen usz des heiligen ricbs achte wollend laszen, wanne
se des vod euch bittende vnd begerende sin. Das ist myn guter wille vnd
wort. Tzfi merer betzugnisse habe ich Albrecht Schenck etc. ergenant myn
iogesigel wissentlich vnd mit gutem willen an dessen breff gehenget heiszen,
der geben ist noch Cristi gepurte dusent veerhundert vnd in dem nuentzehen-
den jaren, des irsten sontags noch Pingesten.
Naek dem Original mit anhangendem SiegeL Es ist rundj 2'^Jiq Ctm, Auf ntehendem Schild ein aufgerichteter
Lowe, Umschri/t: -[-S: afBrfdJf : scdjmft : vo : tabifpq . . .
xcv.
Eiae Zahlung des Erzhischofs von Riga an die apostolische Kamrner in Rom.
1419. Jun. 15.
ijudowicus de Bailionibus pro se et suis heredibus coram libro recog-
nouit, se percepisse et ad sufficienciam subieuasse a domino Nicolao Moring,
cappellano reuerendissimi in Christo patris et domini, Johannis, archiepiscopi
Rigensis, et nomine dicti domini archiepiscopi sexcentos ducatos de camera,
(|uam summam dictus Ludowicus presentare velit et debet camere apostolice
infra hinc et festum sancti iVlartini proxime aifuturum. Eciam predictus Ludo-
wicus arbitratus est et prou)isit., antedicto domino archiepiscopo Rigensi in
dicto termino sub expensis dicti domini archiepiscopi Rigensis a dicta camera
apostolica quitanciam ordinare et presentare. Insuper Gerhardus de Boeris,*
et Lucas Lammeshouet vna cum predicto Ludowico coniuncta manu fideiubendo
promiserunt^ predictum dominum archiepiscopum Rigensem ab omni defectu
iodempnem preseruare racione predicte scripture.
Spdier hinzugefUgi: Vigore vnius littere aperte cum sigillo pendente
prefati archiepiscopi Rigensis ista scriptura est cancellata et dicta littera jacet
loferius in cista in cancellaria camere Hermannij^ millesimo etc. CCCCXX,
fiarbare, ad relacionem magistri Pauli.^
Naeh einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 14 W, Corp,* Chr.
1) In einer Inscription von 1420 Palm, werdun Lad wig de Bailionibus und Gerhard von Boeris erwfthnt
wait dem Znsatz: ambo dicti de Walen.
S) Yennnthlich Hermann von Hagen, Secretair des Raths.
8j Paul Ton Oldenburg, Secretair des Raths seit 1408; auch in M 50 genannt.
18»
1419. Vor Jun. 23. 141
wol wedder van en gegan hebben mit gemake vp de holde; do spreken de
meynheid vnd loueden vnd sworen en anderwerue. dat se vriliken vort ginghen,
86 en scholde nymand argheren effte beschedigen, sunder do se starke noch
weren, do venghen ze se vnd slogen er en del doet vnd schynneden se in
dessen gelouen, also vorscreuen steit. Des clageden greue Kersten vorbenomed
viid ik dat dem rade van Bremen, dat vns dit in dessem uorscreuenen gelouen
schen were, vnd bekoreden se, dat se twisschen vns vnd der meinheid daghe
bearbeiden wolden vnd wesen vnser rnechtich to rechte: hadden de meinheid
vnse vrend mit eren gevangen, dat ze se vor vanghene helden, were des ok
oicbt, dat se de vanghenen qwijd gheuen. Do enwolden se sik nyner rechtdage
Vfidei*winden, sunder se wolden gerne bearbeiden enen vruntliken dach, ofFte
sc vns icht in vruntschopen scheden mochten. Des qweme wij tosamende to
daghe vnd scholden der vruntschop vornemen. Do ludede de vruntschop also,
dat se vns nicht euene en qwam, men wij beden vnd bekoreden se anderwerue,
dat se vnser rnechtich weren to eren vnd to rechte, vnde de meinheid wolde
des gelik ock gerne ere vnd rechtes by en gebleuen hebben. Do en wolde de
rad, de dar weren, des nynewijs to sik nemen. Do des jo nicht schen en
mochte, do bede wij se, dat se sik mit dem lande nicht beweren en wolden,
▼nd wolden vns ock nerghen an to vnwillen wesen, efft wij vnse recht jerghen
an vormanen mochten. Se spreken, se hadden dat vmme vnser leue willen
a\so lange gelaten, dat se sik mit dem lande nicht beworen en hadden, vnde
enwolden sik dar ock nicht mede beweren to vnsen vnwillen. Dar danckede
wij ene vore. Do wij do wedder van den da!2:he qwemen, do red greue Ker-
rten vorbenomed anderwerue by den rad van Bremen vnd bekorede vnd bad
w, dat se vnser noch wolden mechtich wesen to eren vnd to rechte, wy en-
wolden vnses rechtes by nemende leuer bliuen, den by en, vnd leten vns dat
Fordenen, wij en hadden dar ock anders nene heren efte stede ingetoghen, den
se. Des enwolden se nenewijs to sik nemen, dat se vnser to rechte mechtich
wesen wolden. Leuen, ersamen heren. Nv claghe ik iw swarliken ouer den
/ad Van Bremen, dat se bouen all dijt vorbod vnd vorword [sik hebben] sik
liebben vnderwunden en del des landes to buten Jaden vnd hebbet dat ange-
Domen vnd my des entweldighet to mynen vnwillen in guder handelinghe vnd
Fruntscop, dar ik mit en an sad vnd en wiste nicht den lefF vnd gud mit en
dat myn vnd myner vrende ewighe vorderffnisse is, vnd bidde iw vrundliken,
dat gij vmme mynes denstes willen vnderrichten den rad van Bremen, dat de
noch vnbeworen sin mit dem lande vnd laten my daran besitten, alse my vnde
niynen vr^nden vnse eideren daC ^eemet hebben, vnd oemen my vnd rnyne
vrend darvor to denste. Vnd wes ik (uwer beriditiage bijran g^neten mach^
biddp ik van ener illiken ataii jawe i^dfike antworde VDQortoghe(r)d. Mocht^
ik ock juwer vnd myner aaderen beren vnd vrend berichlinge nicht genetex^
kegiien de van Breint-iu etit ik den to vorderen vnwiUen vnd to veyde mit e ^
queine vnd :^ bes4:hetlisede. so bidde ik iw. leaen ersamen vrundes, dat ^ ^]
my darvinine ntcnt lo vnwillen ensin vnd laten my dat keghen iw vordene ^
vnd denckeu an «tat zrote vnrecht ¥ud zewalt. dal my de van Bremen dc^vt
sunder luyne >chuiae. Vnd we desfies* breues ene vtscrifft wille, de neine &^ e
vnd late lieii bodeii vort ^an. Go«i beware |w snnd. Screuen vnder mym ^
inge^ege^.
Stack -wmer M^ekrift «■/ Pvpier,
xcirii.
Chri^iMUy ^rntf f*oa Oiiiefiburrjy ^r^bi den Raihen von Lubeck und Hamburg uhi
die Fmde ztct^'htrn dem Haupilintf Sibeth und den Butjadingem und ubt
Jc/.< ?va defu Huihe t^on Bremen dabet beobachMe Ver/ahren, mit Bitt^*
d^Hstiben iH '.mer Aendertauf desseU)en su termoyeru 0. J. (1419. Vo^^
kei'sten^ greue to Oidenborch.
\ iiseii \ruiithken ^rut mit vnseme denste vnde wes wy gudes vurin
j^hen tovoiii. Leueu hert^n mi^^ ;^uuder^ben guden vrundes. Wi begheren i
wetriu dat ^1 m vor^aii^neu tiiden bebben gbekundighet ene vede der menhe
lu butch Jade vmme ^iibete^ willen^ boftliug to Rustriugen, vnd anderer tozag
den ddt laud svii i^ vinm4» vnbon^mes willeu, den se an em vnde sinen vru
deii dedeii AK'^o ^tevkede ^i vns^ darto mit vnsen vrunden vnde wolden int*
dem l(iude to jichepe vnde vn^^e borghere vnde reyseghe knechte alrede e
di^l jt'^^*'**'*^'^*' liadden vude werew vpp den b6iden vnde weren to roue vnd
llio briuidt^ kvmien. \Uo wi aldu$ vor deui lande leghen vnd wolden dar in j
no wttil d<it ftlievi^let mit deghedingen vud wi besorgheden des landes ewigherp
vohUmIV. Ohi wail ilh^^^beue« en loue vns. Sibete vnd vnsen vrunden in
drnnrr wn»^ dttl ^e Sibete vnd eren hofllingen in dem lande scholden truwe
vnd holt woAeii vnd viidertianicb in ailer wis, also em dat Edo Wommeken,
-i
144 1419. Vor Jnn. 23.
winder! wolden vnd nernen dat to sik, dat vns altomale nicht helpen en mochte,
se en setten dat by. Bynnen desser tijd dat wi en dat boden vnd se vnser
inechtich weren, hebben se sik vnderwunden en dSl des landes to buten Jade,
dat wi an claghe vnd an sulker tozaghe hebben, alse hir vorscreuen steyt, vnd
dat vorscreuene land Sibetes, hoftling to Rustringen, eldervader vnd vederlike
erue is,' vnd hebben sik dar vorder tho ghesterket mit wapender hant vnd sint
in dem suluen lande, vnse vrunt to beschedeghende, des wi hopen, dat se vns
vnd Sibete mit beschede nicht ddn en moghen. Worvnune bidde wi |w, leuen
heren vnd sunderghen guden vrunde, dat gi willen vnderrichten den vorbe*
nonieden rad van Bremen, dat se vns vnd Sibete an den vorscreuenen lande
vngheenget vnd vngehirider(t) laten. Oat wille wi gherne keghen jw vorschui*
den vnd vordenen, wor wi konen vnd moghen, dat vns dar niner claghe ofte
nianynge vorder vinme n6t en zi, dat wi doch lefier lethen. Wes wi juwer
berichti(n)ghe hiran gheneten moghen, beghere wi juwe bescreuene antwerde,
dar wi vns weten na to richtende. God sy mit jw. Screuen to Oldenborcb,
vnder vnsem ingesegel.
Aufschrtft: Den ersamen wisen luden, borghermesteren vnd radheren
der stede Lubeke vnde Hamborch^ vnsen besunderghen holden vrunden, vrund-
liken ghescreuen.
Nach dem Original auf Papier, Das Siegel ist grosatentheiU ahgesprungen.
XCVIIl.
Der Rath von Hamburg theilt dem Rathe von Liibeck beide vorhergehende Brtefe
mit J den des Graf en I'm Original j den andern in einer AbschrifL 1419.
Jun. 23.
Vnsen vruntliken grut myd alles gudes begheringe tovoren. Ersamen
guden vrundes. Willet weten, dat also dailingh vppe dessen dach quemen vns
desse ingheslotene twe breue van den greuen van Oldenborch vnde van Sybete,
houetlinghe to Rosteringhe, vnde wy begheren vns to benalende iuwe gudduo-
kent en wedder to scriuende, des wy ok ander wise gherne ramen willen. Ok*
ersamen guden vrundes, so beghere wy, dat gi vns den openen bref wedder
senden Sybetes, wente wy ene ok toghen vnde wisen willen den van Stade. ■
Gode zyd salich vnde sunt beuaien. Screuen vnder vnser stad secrete, in i
vigilia sancti Johannis Baptiste, anno XIX^ Vnde' begheren, dat gi nicht to
1) Von hicr an andere Handscbrift bis za Ende.
.1
i
1419. Jun. 23. 145
vnwillen nemen^ dat wy der van Oldenborch bref erst vpghebroken hebben.
Gk^ ersamen guden vrundes, alse iuwes radeskumpane latesten woruen to den
unsen to Sanskenneue^ iuwer ersainicheit to scriuende dat antwerde van den
van Luneborch vnde vnser weghen, beghere wy iuwer wisheit to wetende, dat
wy van groten nodliken werves weghen nicht leddioh en syn, sonder wan wy
des leddich syn^ so wil wy iu dat antwerde gerne benalen, vnde beglieren, dat
nicht to vnwillen to nemende.
Consules Hambiirgenses.
Aufschrtft: Honorabilibus ac circumspectis viris, dorninis proconsulibus
ac consulibus Lubicensibus, amicis nostris sinceris, detur.
Sack dem Original, Das au/gedrUckte Siegel i8t theilweise erhalten.
Der Rath -von Bremen bertchtet dem Rathe von Lubeck uber das feindseltge Ver-
fahren des Hduptltngs Stbeth von Rustringen und btttety ihm deshalb Vor-
stellungen zu machen, 0. J. (14 i 9. Vor Jul 3.)^
Ynsen vruntliken grut myt alle deme dat wy gudes vorinoghen, touorn.
Ersamen guden sunderghen vrunde. Wy begheren yuwer ersamicheit weten,
datSybet, houetiing to Rustringe, vnsse borghere gheuangen vnde en ere schepe
vnde gude ghenonien heift vnvorwaret syner ere an vns, so wy nicht wen leue
vnde vrundschupp vnde nene veyde edder vnwillen mit erne en wisten, dar wy
an erne vmme screuen vruntliken biddende, dat he vnssen borgheren der veng-
nisse quijt lete vnde en ere schepe vnde ghude weddergheuen wolde: hedde
he vns edder vnssen borgheren ycht totoseggende, wy wolden erne don, des
wy erne van ere vnde van rechtes weghene plichtich weren; dat vns nicht
bescbeen en mochte, Worvmme wy yu vruntliken bidden myt gantzem vlite,
dat gy darvinme ernstliken willen scriuen an Sibete vorbenomet van yuwer
vnde der inenen henzestede weghene biddende. dat he vnsse borghere der
vengnisse quijt late vnde en dat ere wedder gheue: hebbe he vns vnde vnssen
borgheren ycht totoseggende, gy vnde de menen henzestede schullen vnsser
niecbtich wesen to eren vnde to rechte, dat vns nener claghe vnde yu vnde
den stedeu ghemeenliken nener manynge dar vorder vmme not en sy. Vnde
wes gy an erne scriuende werdet, dat gy vns des ene copien willen senden
I) Der Brief ist ersichtlich gleichzeitig mit dem folgenden geschrieben.
19
myt dessen suluen boden. Ock is vns to wetende wdrden, wo de sulue Sybe^ ^
syne bodeschup vte hebbe yn Westfresland, vmrne vytalienbrodere to vorgad^ —
rende vor der Wezere vnde vor der Elue, den kopinan mede to beschedeghendi
vnde wan zee groter schepe krighen kflnnen, so willen zee darinede yn d^
zee, den ghemenen kopman mede to beschedeghende, dar urioghe gy des bestei
mede ramen. Leuen heren vnde vrunde, yu bir so vruntliken an to bewysendi
also wy gherne don wolden, efft yt yu, den yuwen vnde anderen henzestedei
also ghewand were, dat wille wy gherne vruntliken vorschulden, wor sycl
dat gheboret, vnde wes yu hirvan wedderuarende wert, bidde wy yuwe vruni
liken antworde wedder myt deme ersten. Screuen vnder vnsser stad secreU
Consules ciuitatis Bremensis.
Aufschrtft: Honorabilibus viris, dominis proconsulibus ac consulibu
ciuitatis Lubicensis, dominis ac amicis nostris sincere dilectis, detur.
Nach dem Original, D<u au/gedruckte Siegel itt grosatentheiU abgesprungen.
c.
Der Rath von Bremen herichtet dem Rathe von Hamburg das fetndseh'ge Verfahr
des Hduptlings Sibeth von Rustrtngen und htttet, ihm deshalb VorsteUungr^ n
zu machen. 0. J. (1419. Vor Jul. 3.)
Vnsen vruntliken grud mid alle deme des wy gudes vormoghen. Ersame- xi
guden besundern vrundes. Wy beghern (u. s. w. gleichlautend mit No. 99 bt'^rJ
totosegghende, gy scolen vnser mechtich wesen to eren vnde to rechte, d^a^^
vns nener claghe vnde iv vnde vns nener maninghe dar vorder vmme nod e
sy; vnde wes gi an eme scriuende werden^ dat gi vns des willen ene copf
senden mid dessen vnsen boden. Ok is vns to wetende worden, wo de sulu
Sybed sine bodeschop vte hebbe in Westuresland, vmme vitalienbrodere t^^
vorghaderende vor de Wezere vnde vor de Elue, den copman mede to besche^ — '
deghende, vnde wan se groter schepe krighen kdnnen, so willen se darmed^
in de zee, den ghemenen copman mede to beschedighende, dar moge gi de9
besten mede ramen. Leuen heren vnde vrunde, jv hir so vruntliken an to
bewisende, alse wy gerne don wolden, oft id iv vnde iuwen borghern also
ghewant were, dat wyl wy gerne vruntliken vorschulden, wor sik dat ghebord^
vnde des iuwe antwerde, wat iv van eme wedderuard, bidde wy vns to benalende.
Screuen vnder vnser stad secret.
Consules ciuitatis Bremensis.
1419. Vor Jul. 3. 147
Au/schrtft: Den ersamen wisen luden, heren borgermestern vnde rad-
maooen to Hamborch etc.
Nach einer dem fblgenden Briefe (No, 101) beiliegenden Abachri/t auf Papier,
GI.
Der Rath von Hamburg sendet dem Rathe von Luheck Ahscknft des vorstehenden
Schreibens und btttet um Mttthetlung der Beschlussej die der Rath von
Lubech darauf fassen werde. 1419. Jul. 3.
Yruntliken grud mid alles gudes begeringe tovoren. Ersamen besun-
dern guden vrundes. Wy begheren iuwer wisheid to wetende. dat de van
Bremen vns ghescreuen hebben, alse desse ingeslotene cedule vnde vtschrift
innebolt, vnde vormoden vns, dat se iv an der wise ok ghescreuen hebben, vnde
od iuwe wisheit den van Bremen dar wedder vp scriuen wille vnde Sybete,
des beghere wy ene vtschrift, dar wy denne gherne na ramen willen, ok en
to scriuende. Gode zyd salich vnde zund beualen. Screuen vnder vnser stad
secrete, des mandaghes (na)^ vnser leuen Vrouwen visitacionis, anno XIX^
Consules Hamburgenses.
Aufschrtft: Honorabilibus ac circumspectis viris, dominis proconsulibus
ac consulibus Lubicensibiis, amicis nostris sincere dilectis, presentetur.
Nach dem Original, Dae aufgedruckte Siegel ist groaeientheile abgesprungen.
Der Rath von Bremen schretbt dem Rathe von Hamburg uber die Fehde zwischen
dem Hduptltng Stbeth und den Butjadtngem und rechtfertigt sich wegen
der von Ersterem gegen ihn erhobenen Beschwerden. 0. J. (1419. Vor
Jul 5.)^
Unsen vrundliken grut mid begheringe alles guden touorn. Ersamen
sondergen vrunde. So Sibet, houetling in dem verdendele, an de van Lubeke,
jim vnde de van Stade gescreuen heFt na vthwisinge der copien an vns gezand,
she wo he to vnwillen sy gekomen myd der menheid buten Jade vnde hebbe
darrnime mid sinen heren vnde vrunden^ sundergen mid den heren van Olden-
1) Der Tag Marift Heimsuohang fiel im J. 1419 auf einen Sonntag. Mehr, am auf dienen Umstand bestimmt
fejosaweiMii, ala irni eine Anslaasnng anzudeuten, ist das na in Klammern eingesetzt
9) Die dentlichen BesiehuDgen auf das Schreibeft Sibeths {M 96) begrfinden die Datirung.
19*
1419. Vor Jul. 5. 149
<le8 entweldiget to zinen vnwillen, iuw biddende, dat gij vns wiilen vnderrichten
etc., leuen heren, wes wij gedan hebbet^ hebben wij gedan vinme des ghernenen
besten wiilen, vnde hopen, dat wij erne darvmme nichtes plichtich en zin;
macb he vns auer claghe nicht vorlaten, de van Lubeke, gij vnde de van Stade
schollen vnser darto allewege mechtich wesen to eren vnde to recbte, so wij
low dat ok er hebben gescreuen, went wij van der vorworden nicht en weten.
Screuen vnder vnser stad secret.
Consules ciuitatis Bremensis
Aufschrift: Honorabilibus ac circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consuiibus Hamburgensis ciuitatis, nostris singularibus amicis.
Nach einer dent folgenden Brief e (No. 103) beiliegenden Abnchrift.
cm.
Ikf Rath von Hamburg sendet dem Rathe von Lubeck ezne Abschrift des vorstehen-
den Briefes. 0. J. (1419.) Jul 5.
Vrundliken grut tovoren vnde wes wij gudes vormogen. F^rsamen leuen
besunderen. Alse gij vns kortliken iuwe breue sprekende an de van Bremen
xanden, mach iuw wol vordenken, vnde wij ok dosulues na lude iuwes breues
an de van Bremen screuen, darup ze vns ere breflike antwerde wedder gezand
bebben, des wij iuwer leue vthscrift zenden van worde to worden na lude der
cedelen hirane besloten. Wes, besundern vrunde, iuw dar vorder radsam vnde
DQtte ane gedan dunked, bidde wij van iuwer ersainheid, vns dat to benalende.
Code zijt beualen. Screuen des middewekens na vnser Vrowen dage visi-
tacionis, vnder vnsem secrete.
Consules Hamburgenses.
Aufschrift: Honorabilibus ac circumspectis viris, dominis proconsulibus
^t consuiibus Lubicensibus, amicis nostris sincere dilectis.
Ncuih dem Original, Das aufgedrUckte Siegel ist groastentheils ahgesprungen.
CIV-
Betehmrde des Ritters Axel Petersson uber die Ritter Schack RantzaUy Johann
Stake und Detlev von Ahlefeld. 1419. Jul 13.
Wytlik si alssweme, de dessen breff seen ofthe horen lesen, dat ik
^rt beschedighet vnde berouet bynnen enen vrede, den my her Schakke
Rantzowe, her Johan Stake vnde her Detleff van Aneuelde myt eren med
hulperen belouet hadden, vnde des wart my een deel wedder, des misse i
dat rny noch nicbt wedder worden is, LXXXVI mark lub. an steder gheld «
sunder den schaden, dat myne knechte ghetondet^ worden. Dar hebbe ik vel
boden by hern Schakken vnde sine medelouere vmme hat, beydes muntlike ^
vnde mit breuen, vnde hebbe en mede schreuen, were dat se my nicht end^^
den, des se my ph'chtich weren, so wolde ik ouer se claghen heren vnde stede
vnde alien bedderuen iuden. Dat en heft my bette her wedder en nicht gh^=
holpen, also dat my jenigherhande redlicheyd van en wedderuaren konde. Da^n
vmme so claghe ik dat alien bedderuen Iuden ouer de erlosen scheike er
lofles, vnde bidde^ se daran tho vnderwisende, dat se my don, des se n
plichtich sint, vp dat ik se so ouell nicht handelen darff vnde manen; vnde e^ i
schut my des nicht van en, ik wil se so swerliken honen vnde lesteren, al^o
ik dat alderswerlichst denken vnde dichten kan, also ik vmme lofte don mac fti.
Tho thughe alle desser vorscreuen stukke so hebbe ik myn ingheseghel b e>-
nedden vnder desse schrifft drukken laten. Datum anno Domini M^ CD^ XI^?
in die beate Margarete virginis gloriose.
By my Axel
Petersson, ritder.
Nach dem Original auf Papier, Mit untergedrucktem^ jedoch unkenntlich gewordeuem und nur tkeilweise
erkaltenem Siegel.
cv.
Der Bitter Otto Sestede bekennty fur die von den Stddten Lubeck, Wismar und
Rostock setnen Unterthanen genommenen acht Ochsen Ersatz emp/angen zu
haben. 1419. Jul 17.
Ik Otte Seestede, ritter. Bekenne vnde betughe vor my vnde vor myne
eruen openbare in dessem breue vor allesweme, dat my de ersamen. borger-
mestere vnde radmanne to Lubeke vrundliken vornoghed vnde to dancke wol
betalet hebben achte ossen, de vor tijden der stede vrunde, alse Lubeke,
Wismer vnde Rozstock, mynen vndersaten genomen hebben vnder Vemeren t6
eren kosten, do se weren in der zee. Hyrvmme vorlate ik vor my vnde myne
eruen vnde van myner vndersaten wegen, den de suluen ossen genomen
1) Im Original ist hier eine Lticke. F(ir mehr als swei Buchstaben ist nioht Kaom. Ein Theil dea w
Bcheint erkenDbar, sonst miisste man ghedodet lesen.
152 ^ 1419. Aug. 1.
vnde Albert, vnse brodere, alle dre greuen to Holsten, reddelken vnde recht*
liken hadden vorkofft in vortyden, eer de land gedelet worden, den erbaren
heren dekene vnd capitele der kerken to Lubeke vor achtehundert marck lubesch
dat recht, alse dat hogheste, iniddeiste vnd sideste, dat se do hadden in des
suluen capittels dorpen., belegen by Lubeke, alse Ghinnyn, Nedderbutzowe,
Ouerbutzowe, Homberge vnde Johansuelde,' vnde des sint nu na de sulueo
deken vnde capittel to Lubeke ens gheworden myt vns vnde wy myt en, dat
se vns bouen de achtehundert uiarck hebben gedan, beret vnde betaled to vnser
noge sostehalff hundert mark hibesch, weike wy an vnser vnd vnser herschop
vnde vnser eruen nut gekered vnd vthgegeuen hebben. Vnd hirunune so hebbe
wy iiiit wolberadeneni mode, vulborth vnd behegelicheyd vnser eruen, vnser
truwen raetgeuer vnde all der gennen, der ere vulbord dar to esschende was,
den vorbenomeden heren deken vnd capitele to Lubeke vor de vorscreuen twe
summen pennynge also vele, alse vor verteindehalF hundert marck lubesch,
redelken vnde rechtliken vorkoft [hebben], vorkopen vnde vorlaten in desser
scriFt vor vns vnd vnse eruen dat vorscreuene recht, dat nu an vnser herschop
vnde an vnsem dele is belegen vnd begrepen, alse dat hogheste, myddelste
vnd sydeste, in des suluen capittels dorpen, Ghinnyn, Nedderbutzow, Ouerbutzow,
Hamberge vnd Johansuelde, also dat de vorbenomeden heren deken vnde
capittel to Lubeke moghen vnd scholen dessviluen rechtes vry vnd vmbeworen
bruken, hebben vnd besitten na ererne willen sunder alle hinder. Weret
auer dat de suluen heren yemand in dem suluen rechte vorweldigen efte be-
weren edder hinderen wolde, so schoien vnd willen wy vnd vnse eruen, wan
wy darto essched werden, lyck vnsen egen herschop vnde rechte en truwlyken
behul|>en vnd bystentlyk wesen. Ock so enscholen de buren der suluen vyff
dorpe vns nicht mer doen efte pliclitich wesen, men alse dat meyne landt
to Holsten deyt. Vortrner so hebben de vorbenomeden heren (deken) vnd
capittel to Lubeke dor sunderliker leue vnd vruiitschup willen vns vnd vnsen
eruen des gegundt, dat wy vnd vnse eruen na twelff yaren na ghifte desses
breues mogen dat vorscreuen recht wedderkopen van den vorscreuen hern
deken vnd capittel to Lubeke vor verteyndehaltf hundert mark lubesschei
pennynge, de denne to Lubeke genge vnde geue sint., to betalende in ene
summen, den wedderkop en yar tovorn ene tho kundigende. Vnde went
schelinge vnde twisselinge twisschen vns vnd den vorbenomeden heren deken
1) In ciner Urkunde vom 7. Juui Cmiddcwokcn na des hilligcn lye hams daghc) 1396, die das Kcgistrc
cbenfalls enthftlt.
1419. Aug. 1. 153
vnde capittele to Lubeke wesen heft, aise van des rechtes vnd dorpes wegen
to Voderrode, so sint wy des vnderwised vnde is witlick vor vns gemaked, dat
dat sulue dorp to Voderrode rnyt alleine rechte, hogest, middelst vnde sydest,
is vnd hort to den vorscreuenen heren deken vnd capittel to Lubeke. Vnde
to merer betuchnisse all desser vorscreuenen stucke so hebben wy mit willen
vnde witschop vnse ingesegel henged iaten vor dessen brefiF. Hyr hebben an
vnde ouer wesen to tuge her Herinen van Buren, domhere to Hamborch, her
Otto Sluter. vnse capellan, her Herdingh Stake, ritter, Henneke vnde Eler
Ratiow, brodere, Hinrik Brukdorp hern Hinrikes sone, knapen. Datum in
castro nostro Segeberge, anno Domini millesimo quadringentesimo decimo nono,
ipso die beaii Petri ad vincula.
Nach einer Abschri/t im Registrum quartum Capituli No. LVIII.
CVIIL
her Rath von Reval schretbt dem Rathe von Lubeck uber die Zwi'sttgkettj in die er
mit Lambert von Velen gerathen seiy und bittet um genaue Angabe theils
der GrUndey aus welchen der Bruder desselben Bernhard in Liibeck
gefdnglich eingezogen seij theils der Art und Weise^ in welcher er bei seiner
Freilassung Urfehde geleistet habe. 1419. Aug. 4.^
Jurwerdige grote mit aller beheglicheit vorgescreuen vnd allent dat wy
gudes vormogen. Erzamen leuen heren, besundergen gfiden vrunde. JiWer
vorzichtigen wysheit beghere wy ghdtliken tho wetene, dat vns een persone
Lamberd van Velen, anders gheheiten Lamberd van Vreden, nv tor tijt deyner
tbo Raesborch , vorflolget vnd vorclaged doch vnvorschuldes van syns broder
wegen Berndes van Velen, den juwe erzamicheit in tyden vorleden in jiWer stat
^ vencknisse zittende hadden. Vnd Lamberd de zeged, dat zyn broder van vns vnd
van vnser coplude wegen vppghezettet worde darvmme, dat he in her Thflrd
Bunden deynste in des heren, des konynges van Denemarken, oppenbaren
kryge den Russen gfid halp nemen, des duch nychten is, men alze wy vor-
nomen hebben, dat he tho Lubeke ghenck vnd drofiwede deme copmanne vnd
vragede na des copmannes merken, dat van erne van gdden lAden behort wart,
vnd dar wart he vmme vppgezatt. Darna qwam de sulue Lamberd vorscreuen
hijr vor vnsen rad mit beruen luden, vnd he bad vns hochliken mit synen
1) Ygl. Bd. V M 843, 335.
20
1419. Aqg. 4. iSS
liken da t allererste^ dat gij kunnen vnd mogen,^ wante vns vnd dem copmanne
bi|r grote macht ane leget. Hijrmede beware iv de aimechtige God an lyue
vod an zeele to ewigen tijden. Gbescreuen vnder vnsem secrete, des negesten
vrydages na sunte Peters dage ad vincula, anno X1X^
Borgermestere vnd
radnf)anne tbo Redale.
Auf einem betge/ugten Zettel: Item, leuen beren, so wetet, dat de erzame
roan Janyke Haenpmos, bodetman tbo Raesborg, van anvalle ber in vnse stat
vpp vnse rathfls qwam des sondages vor vnser leuen Vrodwen dage assump-
cjonis^ vnd bracbte Lamberte van Velen mil ziicb, vnd Lamberd de bescbuldi-
gede vns vor erne darvmme, dat syn broder Bernd van Velen in jflwer stat
Tppgesat wdrde van vnser wegen vnd vnser c6pIAde wegen vnd dat be vmme
der zake willen, dat be den Russen dat gud balp nemen, in ber Tbiirdurs
deynste, aize wy iuwer wijsbeit ok vore gescreuen bebben. Dar antworde wy
tho, dat wy rades vnd dades vnscbuldicb weren, dat syn broder vppgezat ward,
Tnd wy hedden also vernomen, do be to Lubeke qwam, do gbenck be dar vnd
droAwede deme copmanne vnd vragede na der coplude merke, darvmme worde
he vppgezat^ alse wy vornomen bedden. Do segede be, be woldet bestSn laten,
bit dat be mit iuwer vorzicbtige(i)t gesprdken bebbe, vnd be wil weten, van wes
wpgen dat syn broder vpgesat sij. Leuen beren, off iv bijr wat van vdre valle,
80 macb zijck iuwe wijsbeit bijrna weten tbo rycbtene.
Aufschrift: Den erzainen vorzicbtigen wijsen mannen, beren borger-
roesteren vnd radmannen der stat tbo Lubeke, vnsen leuen vrunden, kome
dosse breff mit werdicbeit.
Naeh dem OrigincU auf Papier, Dcu aufgedruckte Siegel iat noch toohierhaiien.
m
Verkauf von Renten in Gross Bunsdorf und Schwanbeck. 1419. Aug. 8.
\ (jerardus Roze presens libro recognouit, se pro se et suis beredibus et
omnibus et singulis, quos boo tangere posset, libere resignasse et totaliter
diinisisse domino Yordano Plescowen, proconsuli, et Nicolao Robelen, ciui ciui-
taiis Lubicensis, et ipsorum beredibus ilias XCVI marcas den. lub. perpetuorum
1) Die Urfebde enthftlt die Worte: noch nemcmd van myner wegene,
9) Dai wer der IS. Augnst Man maas annehmen, daaa der Rath ron Reral bis dahin keine Gelegenheit
■aAmden battei den am 4. August geachriebenen Brief abauaenden.
20 •
reddituum annuatim, quas ipse habuit in villis Groten Bunstorpe et Swanen-
beke secundum tenorem litterarum desuper conFectaruin et sigillatarum, quas
idem Gerardus antedictis domino Yordano et Nicolao in presencia in Christo
patris et domini, domini Jobannis.^ episcopi ecclesie Razeburgensis, et coram
eodem domino episcopo sponte et liberaliter presentauit et tradidit, renun-
ciauitque antedictus Gerardus omni juri^ quod ipse et sui heredes habuerunt
in prescriptis redditibus. bonis et litteris et eciam quouismodo habere potuisseni,
nunquam eciam per amplius causaturus super eisdem.
Antedictus dominus Yordanus Pleskowe et Nicoiaus Robele presentes
libro recognouerunt, se et ipsorum heredes teneri Gherardo Rosen prenominato :
toto tempore sue vite singulis annis super Festo beati Martini episcopi hyemali j
expedite dari et erogari centum marcas lub. den, videlicet dominus Yordanus
et sui heredes L et Nicolaus et sui heredes L. Ipso eciam Gerardo demum defuncto
sepedicti dominus Yordanus et Nicolaus et ipsorum heredes nemini vltra tenP-
buntur respondere de prescriptis C marcis vitalicii. Et vt prescripta per eosdt*cn
dominum Yordanurn et Nicolaum ipsorumque heredes firma et inconvul&a
obseruentur et teneantur^ (ideiubendo coram hoc libro promiserunt cum domino
Yordano Hinricus Plescowe et Johannes Lange et cum Niooiao Johannes Gerw«*r
et Johannes Reder.
Predictus dominus Yordanus recognouit, quod ipse ad sui et dic^
Nicolai vsum in sua custodia habet litteras super villis Groten Bunstorpe ^t
Swanenbeke.
Nach einer Inscription des ^itideratadtbuchs vom J. 1419, Cyriaci,
Der Rath von Reval schreibt dem Rathe von Lubeck uber seine Zwistigkeit m^'
Glaus Doeck and rneldet fernery dass derselbe ein russisches Schiff g^^
nommeny init Bitte, falls er nach Lubeck kanimej thn und seine Gefdhrte^^
zur Rechenschaft zu ziehen und die Giitei* anzuhalten. 1419. Aug 9.
Ijirwerdige grote mit aller beheglicheit vorgescreuen vnd allent dat wjf
gAdes vormdgen. Erwerdi^e heren vnd leuen vrunde. JAwe vorzichtige wisheit
beghere wy ghiltliken tho wetene, dat vns een persone. Clawes Doeck geheiten,
vorclaget vnd voruolget he5et vor den vogeden hijr ouer in Zweden, als gij
lichte wol vornomen hebben. Thom ersten so claget he ouer vns vmme de
teyn leste heringes, de he in jdwer stat gecoft hadde vnd wolde de in Zweden
1419. Aug. 9. 157
Tnd vord vppe de Rdssen ghefiord bebben, alze iuwe wysheit dat lychte wol
Tornam, vnd vorboden eme, dat he dat hoenycb dar weder vorkopen moste^
alze wy vornoiiieri hebben^ dar he groten schaden vp vns vmme rekent. Thoin
andern male so claget he^ dat he een schipp niit ghersten vnd mit molte ge-
laden hijr vor vnser stat in deme Wfllflessunde lyggende hadde, derne wy doch
insyn beste men ene warnynge deden, alze de schepe in deme kryge tfisschen
deme heren, deme konynge, vnd den Holsten heren genomen worden, dat he
mit den anderen schepen, de hijr reyde legen^ vmme velicheit willen segelen
solde^ des he nycht to gude nam noch achtede vnd segelde allike wol vor den
anderen schepen syne verde, dar he ok groten schaden vp rekent. Thfim
dorden male so claget he^ alze van eens schepes wegen^ dat horde hijr tho
bus vnsem borger^ dat hadde he geladen mit solte in PrAtzen^ vnd dat solde
vort tho Wyborch gesegelt hebben, vnd dat solt dat scholde vort vppe de
Rflssen ghegan hebben bynnen der vorbodenen reyse, alzet latest mit deme
copmanne vnd den Rfissen bflten stont. Des kore (wy) in dat beste vnd hoden
deme schippere^ dat he dat schijpp hijr inleggen solde, wante dat Inch in deme
Wfllfleszunde. Darna schreflF vns de sflliie Clawes synen breff, den wy noch
bebben, dat dat solt vnd loAwant^ dat in deme suluen schepe were, dat dat
Hinrike van Treyden thobehorde vnd anders nymande, dat wy eme dat ant-
worden scholden. Dat dede wy na synem breue vnd antworden dat solt vnd
dat louwant deme vorscreuenen Hinrike van Treyden, dar he ok groten schaden
vp rekent. Hijrvmme so were wy mit deme suluen Clawes Doeke vmme gudes
vnd gemakes willen hijr tho deghedingen. dar vrome vnd erbare lude an vnd
ouer weren vnd sunderlikes vnse here de cumpthur tho Reflale, dar he manck
niannychuoldigen deghedingen esschede van vns VUF mark rygesch, dar vnse
deghedingeslude to antworden, dat duchte en vmmogeliken gheesschet wesen.
I Do sloch he aff vnd esschede VF mark rygesch, myn en wolde he nycht
bebben. Darvpp bode wy eme, dat he syner zake by IIIl beruen luden syner
vrunde ghans van handen bleue, des ghelijkes wolde wy ok don, vnd vnse
here de compthur de scholde een ouerman dartho geweset sin. Kunden alle
de gnden lude kennen^ dat wy eme wes plegen weren, wy woldent eme gerne
gbedan hebben. Dat vorzegede he vnd wolde dar nynerleye wijs tho. Hijren-
bouen qwam he nv des maendages vor sunte Laurencius dage vnd nam tflsschen
der Uwe vnd hijr een schijpp myt syner zeltschopp, dat anders nycht dan rdsch
^ud ynne hadde vnd dat den Rfissen horde, vnentzecht, dar ene grote summe
rudes ynne was van wasse vnd van werke, vnd do he dat schipp vnd gfid ge-
^-.^-****
^IVVN,'
.V--
191 i^A^i^^ ihr de Rdssen vppe dat lant vnd sande vns by de w.
^«fif^ ^iidifjj^ebreff' vnd schreff vns darynne, dat he mil syne^ m.
«*li >i^ ^r^r€»ii wil, de vns zoeken^ vnd dat wy den Rfissen ere> m
s,%j—!$*h >*.i)%/I«ieu> den he en ghedan hedde, schege des nicht, he wolJ <
.vj**. »** ^iMiaiNMO lyue vnd vnseme gflde. Hijrvmme, leue heren, off d <
tt %v«3>^ %%^iscivuei) mit syner seltschopp effte dat gfid tho iv komet^ offt <
o^ xv4^tv*chen konnen^ bidde wy juwe vorzichticheil. dat tho arbeden^,
.». ^^a vj^^eholden vnd becummert werde vnd dat den personen sche*'^
.^ .U*\^ ivcht is, vnde dit ok vort tho vorwarende an de Wendesche^ m
vvN*^ ^^ '^ bi'lejfen vnnme des ghemeynen copniannes willen, de dar in vom:*-
^,,x \iiuuc kuuien mach, vnd ok vmnie vnses vordeynstes willen. Hijrinecl c
..;; \H'4>i iOiiiechtigen Code beuolen. Ghescreuen mit der haest an suni.^
.^.:ouv»UA anende, vnder vnsem secret, anno XIX. Item, leuen heren, byddc
>K\ tMN^t' wysheit, ok dit sulue to schryuende vnd tho bestellende mit d^wi
xvsi^'do vppe Schone.
Radmanne tho Reuale.
Aufschrift: Den erwerdigen vorzichtigen vnd wijsen mannen, her^n
borgerniesteren vnd radmannen tho Lubeke, vnsen leuen vrunden^ kome dus^e
bi'tiiV mit themeliker werdicheit.
Ncu:h dem Original auf Papier, Das aufgedrUckte Siegel i$t groastentheiU abgesprungen.
m
€XI.
fJte Hansischen Aelterleute in Brugge machen den Rath von Lubeck aufmerksc^^
auf einen mit Unrecht erhobenen Pfundzoll und ersuchen, denselhen zuruc^J^'
zuzahlen. 1419. Aiu/. 17.
Y rentlike groyle vnde wes wy goedes veimoeghen tovoeren. Heren
vnde gueden vrende. Juwer wisheyt wilte ghelieuen to wetene, dat Rotgher
van Dortmunde vns eynen breyff vnder iuwer stad signette ghebracht heuet,
daerynne ghij heren tughen, dat he int jaer XIIIF XIX, in sente Ambrosius
daghe, in shipher Ghalsowe vnde in schipher Kaisowe bynnen iuwer stad vp
F vnde XX marck zijnen ponttolien betait hedde, dat doch ys jeghens der
ghemeenen stede ordinancie by dessen poente, also gij seluen wol weten:
Vortmer schal neyne stad van der henze van neneme guede pontghelt nemen^
I) Liv.-Emh.- u. Curl-Urk.-Buch Bd. V M 2J66; Tgl. ebcnd. M 2882, 2383, 2384, 2421.
1419. Aug. 17. 159
dat to Vlanderen seghelen sal^ men van schepen anders waer seghelende mach
eyne yslike stad der henze pontgelt vpboeren by swoeren eden. Vnde hijrvmme
so hebbe wij hijr van den vorscreuenen Rotgher vp de vorscreuenen C vnde
XX marck ponttollen vpgheboert na der vorscreuenen stede ordinancien^
begherende, dat em sodaene ponttollen. den he met iv gegeuen heuet, moeghe
wedder werden vnde dat des nicht meer geschee. God vnse here moete iv
bewaeren in zielen vnde in lyue to langen tijden. Gescreuen vnder vnsen inge-
segelen, vpten XVIP° dach in Augusto, int jaer XIIIF XIX.
Alderlude des gemeynen copmans van der Duetschen henze
nu to Brugge in Vlanderen wesende.
Aufschrift: Honorabilibus et mague discrecionis viris, dominis procon-
sulibus ac consulibus ciuitatis Lubeoensis, amicis nostris sincere dilectis.
l^ach dem Original auf Papier, Die drei aufyedrHekten Siegel aind fast unkenntUch geicorden,
GXII.
Der Rath von Lubeck entschetdet als Schtedsrtchter uber mehrere zwischen den
Stddten Hamburg und Luneburg streitige Verhdltnisse. 1419. Aug. 26.
Wy borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke. Bekennen vnde
betugen openbare in desser scrift vor alsweme, dat, alse de ersamen rede der
stede Hamborch vnde Luneborch, vnse besunderen ieuen vrunde, se na malkes
willeD in vruntscop edder in rechte to vorschedende vmme alien vnwillen vnde
schuldinge, de erer eyn to dem anderen hadde, na bescreuenen vnde bezegel-
den clagen vnde antworden, de se vns an beyden tzyden ouergeuen hadden,
b; vns gebleuen weren vnde doch na der tyd, se daraen slichtes in vruntscop
to vligende vnde to vorschedende, by vns gesad hebben, so secge wy en na
6rer beyder clagen vnde antworden vormiddelst vruntliker inraminge der
6rwerdigen vedere vnde heren, heren Boldewines, abbates to sunte Michele
iynnen Luneborch, heren Johannis, abbates to dem Schermbeke, vnde heren
Hiorikes Walen, prouestes to Ebbekestorpe, vor vruntscap, alse hyrna ge-
screuen steyd.
Int erste, alse de van Hamborch in dem ersten artikele erer clage vnde
jiJen punten daran gerored scriuen, dat se vnde ere borgere deme rade to
Loneborch in ereme kryge tegen ere heren to perde to hulpe reden vnde ere
itad, liue vnde gudere mit Hue vnde gude truweiiken entsetten vnde redden
hulpen^' darumme se vte erer stad kemerie eyne grote summe geldes vor-
kosteden vnde ok eyne grote summe geldes to des kriges behoff vppe rente
nemen. dar se vte erer kemerie iarlykes rente vore geuen mosten vnde noch
eyn deel moten, daruan se to achter sin houedstoles, rente vnde scbadeo
XV^ LXXX mark XV schilling II penning; vnde vord, alse des ergenanten rades
van Hamborch borgere manen vmme XVI" marke lubesch vor wedderlecgin|[e
erer tzoidie^ de se to des rades van Luneborch kryge vtegeuen vnde an venk*
nisse vnde erem harnssche to schaden genomen hebben; vortan, alse de suloen
rad van Hamborch roren, dat se vmme der van Luneborch willen IIIF pund
lubesch vorkosted hebben vmme des slotes willen Horborch, vnde dat se van
des suluen slotes wegen schaden genomen hebben vpp IF gulden, de se deo
heren van Oldenborch geuen mosten,^ vnde darto IF pund, de eres rades
cumpane vortereden vppe den dagen^ de se mit den heren van Oldenborch
holden mosten vmme des slotes willen Horborch etc.
Hyrup na antworde des rades van Luneborch, dat se vns vppe desseo
vorscreuen artikel vnde islik punt darane gerored bezegeld ouergeuen hebben,
secge wy vor vruntscop, dat, nademe de van Luneborch en deel der punte
vorgerored nicht to enstan, vnde der ok en deel also nicht to enstan, alse de
van Hamborch de gesat hebben, vnde se ok mennichwerue grote kosten, var6
vnde arbeyd to lande vnde to watere vmme der van Hamborch willen willich- |
lyken gedan hebben, dat se ok noch, wanne des behoff were, vmme erer leu^
vnde des gemenen besten willen gerne deden, dat de rad van Hamborch den
van Luneborch aller maninge in deme vorscreuen artikele gerored verlaten
scholen, beyde van aller houedstoles, rente, kosten vnde schaden wegen. Vnd^
desgelykes scholen de rad van Luneborch den van Hamborch vorlaten all^f
maninge, de se in erem antworde vppe dessen vorscreuen artikel geror^^
hebben. Vnde de van Hamborch scholen ynneholden XVF marke, de se en*'
fangen hebben van losinge der slote Horborch, Blekede vnde Ludershusefii
dar se de prelaten vmme in maninge gehad hebben.^ Vnde leden ok de vaU
Hamborch dar wanne maninge vmme van den prelaten, der maninge scholed
de van Luneborch den van Hamborch benemen vnde entheuen, vnde de rad
vnde de borgere van Hamborch scholen deme rade van Luneborch alle breue
1) Das war im J. 1396, Auch Ldbeck war bel diesem Fcldznge bctlieiligt. Vgl. Lappcnberg, TrmtsigMi|
Cbronik S. 112 a. Anm. das. Grautoff, Lfib. Chroniken 1, 374 fg. Koppmann, KiimniereireohnaQg«ii 4ir
Stadt Hamburg 2, 1. 8. 11.
2) Aucb dabci war Ldbeck betheiligt. Vgl. M 34 u. Koppmann a. a. O. S. 29.
3) Bd. IV M 661.
162 1419. Aug. 26.
darumme, dat se ere borgere to vnrechten vnde vnwontliken tolne bynneo
Hamborcb to geuende gedrungen hebben etc., darup secge wy vor vruntscop:
Isset also, aise de van Hamborcb gescreuen hebbet, dat se noch de van
Luneborcb noch anders gemende to vnrechten, vnwontliken tolne gedrungen
hebben edder drengen, wente de toUen kunipt to erer herscop, vnde en nicht,
vnde se sik ok des tollens nicht to en then, so endoruen de van Hamborcb
to de articule nicht antworden.
Vnde wy borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke vorscreueo
beholden vns vulie macht vnde gantzen gewald in cra£Ft desser vorgerorden
vnser vruntliken schedinge, effte der ergenomeden beyden partye edder erer
welke in enigen worden edder sproken der vorscreuen vorschedinge twiuelaff-
tich edder schelich worden, dat der suluen worde vnde sproke dudinge, ver-
claringe vnde schede by vns vnde anders nymende stan en schole.
To merer tuchnisse desser vorscreuenen dinge sint desser scri£Fte dre,
de eyne vte der anderen gesneden alenes ludende, der de rad van Hamborcb
eyne, de rad van Luneborcb de anderen, vnde wy borgermestere vnde rad-
manne der stad Lubeke de dorden hebben. Datum anno Domini MCCCCXIX,
sabbato post festum beati Bartholomei apostoli et martiris gloriosi.
Noch dem Original im Siadtarchiv gu Hamburg, ohne Siegel,
CXIU.
Albrecht Schenk von Landsberg, Herr von Sydowj bekenntj von dem Rathe von Lvbed^
die Hdlfte der ihm zugesagten 1500 Gulden empfangen zu haben. 141^*
Aug. 27.'
Ik Albrecht Schenke von Landisberch, herre to Sydow. Bekennen opetm^
bar mit dissem briue vor mik vnd myne eruen alien, die dissen briff sebf
oder horen lesen, dat ik von den ersamen vnd wisen radmannen der stacf
Lubik von den vefteinhundert gulden, die mik von on in oren briue glouet sin,
achtehalfiF hundert gulden nach ynholdinge ores briues woi to gnuge betalet
bin in der stad Magdeborch yn tegenwerdicheit der ersamen Werner Furhaken
vnd Ludiken vom Kelre, burgermester der genante stad, Em Johann, proueste
to Werlicz, oren schriuer, Hermann Hoenboden vnd Hansen Ritpicz, radmanne,
vnd ik qwite vnd late loez die ergenante radmanne vnd burger gemeinlich der
1) Vgl. M 83 S. 194, 1S5; M 138.
1419. Aug. 27. 163
itad Lubik der achtehalff hundert gulden yn kraft dicz briues, to bekentniss
mit mynen sigiil vorsigelt nach Cristi gebort vierteinhundert jar yn dem negen-
teiDden jare, am nehesten sundage nach Bartholomei dez heligen apostels.
Neush dem Originai, Mit unter das Schreiben gedrucktem Pressel,
GXIV.
der Rath von Reval meldet femer dem Rathe von Lubecky doss ClaiLS Doeck in
dem Schlosse zu Abo in Gefangenschaft seiy und bittety bet dem Konige
(Erich) dahin zu vnrken, doss er gebUhrend bestraft werde. 1419. Aug. 29.^
JUirwerdige grote mit aller beheglicheit vorgescreuen vnd allent, dat wy
godes vormogen. Erzamen leuen heren vnd besunderge gude vrunde. Juwer
Torzichtigen wijsheit beghere wy tho wetene^ dat de persone Clawes Doeck
gheheiten^ dar wy juwer wysheit in vnsen breue ok vore van gescreuen
hebben, th(o) Abow vppe deme slote ghevangen ziltet, vnd dar hebbet se ok
dat scbipp vnd dat gud, dat he ghenomen hadde, vnd syner seltschop is noch
achte mit een deel van deme enwech. Hijrvmme, leuen heren vnd vrunde,
bidde wy iuwe vorzichtigen wisheit mit alleme vlijte begerende, dat gij dat
schryuen sunder zumen schryuen vnd bearbeden dat, alze gij ailerhogeste
kunnen, an den heren, den konynck, dat de sulue Clawes na syme vordeynste
gherichtet werde; wante schut des nycht, wy bevruchten vns, dat de copman
vnd wy in vordreit vnd schaden komen mogen. Leuen heren, hijr prouet
dat beste ynne sunder zumen, wante vns vnd deme copmanne hijr grote macht
s^ne leget. Hijrmede zijt dem almechtigen Gode beuolen. Ghescreuen vnder
voseme secreet, an sunte Johannes dage Decollacionis, anno XIX.
Borgermester vnd
radmanne tho Reuale.
J Aufschrift: Den erzamen vorzichtigen vnd wyse*! mannen, heren borger-
mesteren vnd ratmannen tho Lubeke, vnsen leuen vrunden, kome dusse breff
iDft werdicheit.
Nach dem OrxgincU auf Papier. Das aufgedruckte Siegel ist grosstentheiU abgesprungen.
1) VgL M no.
2V
164 1419. Sept. 7.
cxv.
Der Rath von Wismar schretht an den Rath von Lubeck wegen etner Zusammenr
kunft, die der letztere mit dem Fursten von Wenden in Wismar zu halten
heahsichtiyte. 1419. Sept. 7.
Vnsen vruntliken grut mit begheringe alles guden vorscreuen. Ersamen
leuen vrunde. Alze gi vns latest screuen van des heren van Wenden wegene,
dat gi mit em enen dach holden wolden bynnen vnser stad etc., des hebbe
wy iruoren, dat de vorscreuene here van Wenden den vorghescreuenen dach
nycht besenden kan, vnde wo dat gelegen is, des scholen iuw vnse sendeboden,
de to der negesten dachuard bi iuw komende werden, wol berichten. Sijt
Gode beuolen. Screuen an vnser Vrowen auende erer bord, vnder vnsem
secret, anno XIX^
Consules Wismarienses.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris sincere dilectis, detur.
Ntich dem Original auf Papier. Dat aufgedruckte Siegel Ut grosstentheiU ahgesprungen.
cxvr
Johann IV., Herzog von Mecklenburg , bekennt, von dem Rathe von LUbeck die ihfn
von demselben versprochenen, ndchste Weihnachten fdlligen 100 m^ LHh.
Pf. zum Hufschlag empfangen zu haben. 1419. Sept. 22,
Wy Johan, van der gnade Codes u. s. w. {Der Inhalt ist mit unwesent-
lich abweichendem Wortlaut ganz wie Bd. V No. 369 und 414). Screuen in den
jaren des Heren verteynhundert negenteyn, des vrydages na sunte Mathei dage
des apostol.
Nach dem Original mit anhangendem Siegel, beschrieben Bd, V M 369.
GXVII.
Die Gemeinde von Stade schreibt dem Rathe von LUbeck und den in Lvheck ver-
sammelten Hansestddten, dass sie sich keineswegs in Aujruhr gegen thren
Rath befinde. 0. J. (1419). Sept. 28.'
Vrfintlike grut mit denstiikeme willen voreghesant. Guden zftndergen
vrunde vnde heren. Juwe breue hebbe wy myt vlyte wol vornomen, dar wx
1) Der Brief ist die Erwiedernng auf eine Warnung, welche die Hansestftdte too Lftbeok
14. Septbr. (Exalt, sancte cracis) an die Gemeinde von Stade gerichtet batten. Dieselbe ist anfgeieiohiMt ia
1419. Sept. 28. 166
juwen willen vnde begheringhe innychliken ane irkant hebbeii, wodanewis juwe
vorzicbticheyt vns lieFt togbescreuen, dat ichteswelke personen vnzer borghere
scholden wezen wedder vpgheworpen alze nye houetldde, des wy vns zegghen
vnschuldich , wente vmme twedracht willen etliker personen vnzes erzamen
rades vnde der borghere scheckede vnze menheyt der borghere ichteswelke
myddelers twusschen deme rade vnde den borgheren, alle twedracht to vore-
neghende. Nu myt der hfllpe Godes de vnwille byghelecht wart, nu is nen
borgher de ene hogher wan de ander, zfinderghen nyne houetlfide myt alle,
noch niyt jenighen eden vorbunden. Bidde wy iuwe vorzichticheit to wetende,
dat ichteswat vnwille vnde twedracht hadde zik irheuen twusschen etliken
personen vnzes rades vnde vns borgheren, welke twedracht vnde vnwille vrunt-
liken vnde gutliken in beyden syden is gansliken byghelecht, alze jw de he-
ren vnzes rades wol rnoghen vnderrichten, aizo dat wy vnzen rad wyllen eren
vnde bolden in erentrikeme state, en horzain vnde vnderdanich to wezende vnde
ereme rechte bystendich in alzodaner maiestaten vnde werdicheyt, alze wy en
in rechtuerdicheit plichlich zyn to donde, alze vnzen holden her^n. Worvmme
wy ouer bidden iuwe wysheit myt vlijte, dat gy vns borghere vnde de vnze
willen vorderen vnde vromelik zyn in iuwer erwerdeghen stad Lubeke edder
wor wy iuwer vordernisse moghen gheneten. Dat wylle wy iuwer erwerdicheyt
vnde den juwen gherne afdenen, wor wy nioghen. Screuen vnder Peter Gu-
den vnde Hermens van der Osten secrete, des wy zamentliken hirto bruken,
in deme auende zunte Michaelis des hilghen ertzeengels.
Menheyd vnde ambachte myt aller vor-
gadderynghe der borgere to Stade.
Aufschrzft: Den vorzichtegen erzamen heren, borghermestere vnde rat-
heren der stad Lubeke vnde den ghemenen radessendeboden der stede van der
Dudesscben benze nu to der tijd bynnen Lubeke vergaddert kome, desse vnze bre£F.
Nach dem Original auf Papier. Die aufgedruckten Siegel aind abgesprungen.
Erich K, H^zog von Sachsen-Lauenburg , quittirt den Rath von Luheck uber den
Empfang der ihm schuldtgen 150 m^ hub. Pf. 1419. Sept. 29.
Wy Erik, van Godes gnaden hertoge to Sassen, to Engheren vnde to
Westnalen, kfirfurste vnde marschalk des rykes. Bekennen vor alsweme , dat
Wiflusr'iehen Sammlimg der Hansereoesse Yol. II fol. 188 i. Ebendaselbst steht aaoh ein karzes Sohreiben an
iftu Ssth Ton 8Ude, foL 1S8 t. Die Jahreszahl ergiebt sioh aus mehreren den weiteren Verfolg der Angelegen-
Ibtii betigffend«n Bohreiben, soerst ana •^126.
166 1419. Sept. 29.
vns de ersamen borgermestere ynde radmanne tho Lubeke fruntliken vnde tho
danke wol betalet hebben anderhalFhundert mark lubescher penninghe, de se
vns vp dessen jegenwardigen sunte Michaelis dach plichtich M^eren, vnde laten
en der vorscrevenen sumrnen quyd, leddich vnde log vor vns vnde vnse bro-
dere vnde vnse eruen. To tughe hebbe wy vnse ingheseghel an dessen bref
ghehengt heten. Geuen na Godes bord verteynhundert jar an deme negen-
teynden jare darna^ an sunte Michaeles daghe.
Ncich dem Original mit anhangendem Siegel. Es ist dataelbe wie Bd, V M 622,
Der Ritter Erich Krummendik schretbt dem Rathe von Lubeck und den Ahgeordn
neten von Rostock und Wtsmary doss er die Brief e an den Konig (Erich)
haldthunlichst ubersenden wolle und meldet Einiges in Betreff der Fehde
der Stadt Lvheck mit Heinrich Tarnewitz. 0. J. (1419). Oct 2.*
Vruntliken grdt. Wetet^ guden vrunde. clat my de brefie quemen alse
dalling, de mynes heren gnade hebben schai , vnde de nvil ik gerne v&rdan
vorderen, des eersten des ik kan^ doch so vorm6de ik my, dat ik se mynem
heren nicht benalen kan eer nd an sondage vdrd oder VIII dagen edder
vmme de tiid, darna wil ik jd een antwerd darvan schicken, des eersten des
ik kan. Ok alse gi scriuen, wo de hertoge den togrepe stdren wil, dat wil ik
hiir ok scrifien, des besten des ik kan, bet also lange, dat jd myn here dar
wes af scrift vnde gi een antwerde van erne krigen. Ok alse gi scriuen vmme
Tarnevitzen, mynes heren gnaden witlik to donde, wes juwe vrunde van Lu-
beke ouerbodich weren wedder eni, deme wil ik so gerne d6n, vnde wil sinen
gnaden seggen , alse ik hdrde. Ok alse gi scriuen dat to bestellende, dat
Tarnevitze nynen togrepe do, des wetet, dat he hiir nicht en is, darvmme
kan ik dat nicht myt em bestellen, men wolde he is my gehdrd hebben, so
ne scholde he juwe vyend nicht geworden wesen, vnde ne schal jfl ok nicht
beschedigen hiir vth desser jegene edder dar in, dar ik dat keren kan. Gode
sijd beuolen. Screuen to Runtofte, des mandages na deme dage sancti Michae-
lis archangeli, meo sub sigillo.
Eric Crummedijk, ridder.
1) Die Jahreszahl orgiebt sicb theils aus *M 124, theils aus den Im Frdhjahr 14S0 folgenden weitoraa
YerhandlimgeD mit Heinr. Tamewitz. Vgl. M 121.
1419. Oct. 2. 167
Aufschrtft: Den ersamen wysen vorsichtigen mannen, borgermesteren
vnde ratmannen der stad Lubeke vnde den sendeboden der stede Rozstok vnde
Wysmer, synen guden vrunden, detur.
Nach dem Original auf Papier. Von dem au/gedrOckten Siegel iat wenig erkalten.
Der Rath van Rostock zetgt dem Rathe von Luheck an^ aus welchen Grunden der
Burgermetster Heinrich Buck am ndchsten Freitage nicht in Wismar setn
kanne. 1419. Oct. 3.
Vnsen vruntliken grot myt begerunge alles guden touoren. Ersamen
besunderen guden frunde. So gi scriuen, dat gi de iuwen sendende werden
to der Wysmer nu en frydage negest tokomende in der herberge to wesende,
begerende, dat wy her Hinrik Buke, vnsen borgermester, darto vonnogen wol-
den, darsuluest ok to wesende up de sulue tijt^ dar wolde gi Cord Kystenbuke
myt iuw hebben, dar de juwen myt alien vlyte sik mede bekummeren scolen,
dat de sake tuschen en beyden gevlegen vnde gesleten werde etc.: leuen
frunde, willet weten, dat wy hern Hinrik Buke erbenomed desses werues vor-
Stan hebben laten vnde he dat gerne so wolde gehoiden hebben vnde wy ene
ok gerne darto wolden vormogen vnde gevordet hebben vmme guder endracht
▼nde slitenheit willen tuschen den beyden. Jodoch, leuen frunde, so gi lichte
wol iruarende werden, dat vnse landesheren myt mannen vnde steden in wller
macht reysende werden, dar wy de vnsen na alter vnsen macht to perden
mede to senden moten van stund an,^ so en kan de vorscreuene her Hinrik
Buk to desser tijd dar van sodaner nodsake vns alien aniiggende nicht komen
myt synen frunden, de he dar gerne mede ouer hedde, dat wy iuw bidden
▼or nenen vnwillen to nemende. Sijt Gode beuolen. Screuen vnder vnsen
secrete, des negesten dinxedages na Remigii, anno. etc. XIX.
Consules Rozstokcenses.
Aufschrtft: Commendabilibus et circumspectis viris, dominis proconsuli-
bus et consulibus Lubicensibus, amicis nostris sincere dilectis detur.
Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des au/gedrOckt getoesenen SiegeU.
i) Efl war der Zog snr Befreimig des Herzogs Johann III. yon Stargard ana der GefaDgenschaft des Mark-
grafen tob Braadenbiirg. Boll, (Resell, des Landes Stargard 2, 116.
168 1419. Oct. 4.
Curd Mertens bertchtet dem Burgermetster Hemrtch Rapesulver uber die Atisfuhn
rung der ihm erthetlten Aufirdge und fugt andere Neutgketten und Ge^
ruchte hmzu. 0. J. (1419). Oct. 4.^
Minen willigen vnderdanigen denst tovorn. Wettet, leuen heren^ aize ik
van iu schede to Nienmunstere, alze vmme den bre£P, den ik Hinrik Terne-
wisch wedder senden scholde, den sande ik eme wedder des anderen dages,
do ik to hus quam^ to Buchkehaue. Do de bode dar quain, do was he vtge-
lecht myt twen schepen vnde hadde myt sik XXIIII werafiPtige, alze my vor
var secht is. Vnde hir ligget nocht wol XX fittaligen to Slesewik, de erne
gerne folgeden vnde kunnen neyne schepe krigen. Item alze vmme da^
andere werif, dat gy my bevolen hadden, dar was ik vmme vp genne 81^
Flenseborch wol VI myle^ vnde was lench vtte wen achte dage, dat ik nicikC:
wedder komen kunde. Des schul gy welen, dat alle de henzlude von Flense-
borch vnde van deme Nyenhus, van Oppenra vnde van Hadersleue, van RipevB
vnde van Coldinge sint getogen to deme konninghe, beyde to watere vnde t^^
lande, vnde is nicht eyn to buse bleuen, sunder her Erik Crummedik allene^^
vnde de wel ok segelen in twen dagen edder in dren. Item hebbe we d^
tydinge, dat de konningh schuUe togrepen hebben myt deme kopmanne. Wer^
dat war is, des en wet ik nicht. Ok schal de konningk eynen dach holden du
an sondage negest to komende is to Odensse, vnde dat is my hemeliken to
welende worden van eynem guden vrunde vt Denemarken , dat he dar sine
gantze macht to hope bringet, vnde de suiue sede my, dat de samm(el)inghe i
ginge tegen de Holsten heren. Gy leuen heren, ik wet iu nicht mer to i
scriuende to desser tijd, wen gude nacht vnde mynen denst, vnde sit Gode '
bevolen to ewigen tiden. Screuen to Gottorpe, in sunte Franciscus dage, vnder '
mynen inggese(ge)l.
Cort Mertens.
Aufschrtft: Den erbaren heren borgermeyster her Hinrik Rapesuluer j
to Lubeke kome desse breff.
Nach dem Original auf Papier. Vom Sie^el ist kaum nock etwas aichtbar,
Vgl. .VT 119.
steden, de nu latest van Sleswik reden^ bi vnseri vedderen greuen Hinri£
vnde bi vns weren to Segheberghe, dar gi vns seden, dat gi dat so mil cJ m
koningbes sendeboden besteilet badden ^ dat van erer siden nement m ^
scbolde jemande vanghen eder berouen vnde also vp der straten padhuclie^
etc., vnde wi seden des ghelyk, dat also to besteliende van vnser siden et:cr,
guden vrunde, sodder der tijd hebben vor vns ghewesen ersten vnse borgli€^t*<
van dem Kyle, alse Hermen Howschilt, Henneke Scherteke, Marquard Langhe-
maken vnde hebben vns geclaget, dat Hermen Haghen mit siner seitschop
hebben en vift* perde ghenomen so gud alse XXIIII mark, item Henneken Ko-
jegher van dem Kyle nemen se V perde vnde hebben se alle vanghen vnde
hebben louet intokomende to Hoptorpe bi Hadersleue. Item so is vnsen luden
vth Kerherde XIIII perde ghenomen, item her Erik Nickelsen nam vnsen bun-
den vlh Horsbuherde IX ossen, vnde nu an desser weken neghest vorgban
nam de sulue Hermen Haghen, Mattes Storm mit eren hulperen vnsen borgher
ran Ekernvorde, Michele Schomaker, en perd van X marken vnde vengheri
0ne vnde moste en an anghelen XXX mark verborghen vnde IIII elen leyde-
Ikchffn wandes, vnde de sulue Michel Schomaker sede vns, dat Hermen Haghen
mit fiiner seitschop ghinghen to bus vppe RuntofiPt, dat her Erike Crummen-
AiU^ hord. Guden vrunde, konde gi hirvmme scriuen vnde wad gudes darto
don, dat vnse hide loz worden vnde en dat ere wedder worde vnde dat des
Uhl'lijk nicbt mer en schude, dat seghe wi gerne vnde wolden dat gerne
vruntliki'n vorschulden, vpp dat vns vorder nener maninghe mit jemande dar-
vrrirni* nod were. Wes gi hirbi don konen offte willen, beghere wi juwe
ftUfilUUf* bencreuene antwerde. Screuen an den dage Dyonisii, vnCer vnsen
lofi^A^ft^lf anno XIX.
(Mil anderer Handschrift) Item so heft vns Otte Schinkel muntliken
%fvMi^ dut H<*nfien Haghen mit sinen hulperen sine knechte nicht en sin, doch
AfjMid i\^n%^ nchade vt des koninges gebeden vnde dar wedder in.
Au/nchrifl: Den ersamen wisen borghermestern vnde radmannen der
Mm/1 to Lfibi^ke, vnsen guden besunderen, detur.
Swih dtm Original a\if Papier, Mit geringen Reaten des au/gedrUckten SiegeU.
172 1419. Oct. 14.
antedictis vicariis ob tutelarn maiorem presentauit, eloquuntur^ XXIIII marca-
rum perpetuos redditus pro III^ marcis lub. den.^ quas idem Vromoldus, at
coram libro recognouit, in promptis numeratis et datiuis denariis lubicensibus
in suinma vna recepit et sufBcienter leuauit ab eisdem vicariis.
Nach einer Inscription dea Niederatadtbuchs vom J. 1419, Kalixti.
Der Rath von Hamburg zeigt dem Rathe von Lubeck seine Bereitwilltgkeit an, den
wegen der Stadt Stade gefassten Beschluss in der ndchsten BUrgersprache
zu verkiindigen^ auch in einem Zwist der Stadt Lvbeck mit dem Graf en
Heinrich von Holstein seine V ermittelung eintreten zu lassen. O. J.
(1419). Oct. 14.
Vruntliken grut touoren vnde wes wy gudes vormogen. Ersamen be-
sunderen guden vrunde. Vnses radeskumpane, dede latest by iuw in iuwer
stad weren handelende van den van Stade^ hebbet to vns ghebracht, wo dat
gy vor dat beste weghen, dat mo in der zake vortuare na ynneholde des
recesses, alse de gemenen stede engedregben hebben. Also wil wy en maii-
daghe negestkomende to der bursprake dar kundigen laten, wo gy vns vor
der tyd anders nicht enbeden, vnde willen myd vnsen borgeren dar vorder
nycht vmme spreken. Vnde alse gy, leuen vrunde, begeren, dat wy de vnse
en dingesdage negestkomende hebben willen to Segeberghe vmme der zake
willen twischen vnsem heren greuen Hinrike vnde iuw wesende, dar wil wy de
vnse gerne senden alse gude middelere an beyden tziden, alse we in vortyden
ok gerne gedan hebben. Vnde weret, leuen vrunde, dat de dach wedderboden
worde, so beghere wy, dat gy vns dat benalen, dat de vnse dar nycht vor-
geues riden doruen. Gode zyd beualen. Screuen vnder vnser stad secret, in
dem daghe sunte Calixti des hilgen paueses vnde mertelers.
Consules Hamburgenses.
Aufschrtft: Honorabilibus ac circumspectis viris, dominis proconsulibas
et consulibus Lubicensibus, amicis nostris dilectis.
Nach dem Original. Mit aufgedrUcktem^ theiiweise noch erhaltenem Siegei.
i
i
1419. Oct. 16. 173
CXXVII.
Der Rath von Schleswig schreiht dem Rathe von Luheck^ es set em unwahres Ge-
rucht, dass Volqutn Hollander dort etnen Kriegszug zur See ansruste, und
er, der Rath, werde iiberhaupt feindselige Unternehmungen von dort aus
nicht dulden. 0. J. (1419). Oct. 16.
Vnsen vruntliken groot tovorn. Leuen sundergen vrundes. Juwen bref
an vns ghesant wy wol vornoinen hebben, also gy scriuen vrnnie Volqwyn
Hollander vnde syn selscap^ wo se rnit vns wesen scholden in vnser stad vnde
scholden sik vtreden in der zeo^ vinine den coopnian to beschedigende, des
nicht en is vnde is juk vnrecht vorebracht^ wente sedder der tijd gy mit vns
latest weren, so wart Volqwyn vorscreuen nicht rnyt vns gheseen edder vor-
noinen. do toch he wech mit Hinrik Tarnevitze. Vnde wilien des numment
steden, so vern wy it vorvaren konen, de vt vnser stad liauene vnde ghebe-
den to der zee varen scal^ jw vnde den coopman to beschedigende. Were ok
dat wy des ghelikes anderswor vorvaren konden^ dat wille wy jw kundich doon
sunder vortoch. Bedet an vns vnde sijt Gode bevalen. Screuen vnder vnsen
secret, in sunte Gallen dage.
Consules Sleswicenses.
Aufschrift: Honorabilibus viris et discretis dominis proconsulibus ac
consulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris sinceriter diligendis, reuerenter
presentetur.
Ncirh dem Original auf Papier. Dan aufffedruckte Siegel iat abg esprit n gen.
CXXVIII.
Heinrich III., Graf von Holstem, verschreibt dem Heil-Geist Hospital in Lilbeck fur
einezur Einlosung Rendsburgs gemachte Anleihe von 1000 rri^ eine jlihrliche
Rente von 100 mj^ aus den Einkiinften von Fehmarn. 1419. Oct. 25.
Wy Hinrik, van Codes gnaden greve to Holsten, Stormarn vnde to
Schouwenborgh. Bekennen vnde betugen openbare in dessem breue vor alles-
weme, dat wy rnit wolberadenem mode, rechter wetenheit vnde mit wilien vnde
vulbort vnser rechten eruen vnde alle der jennen, der ere vulborde van rech-
tes wegen darto to eschende weren, vnde van rade vnser getruwen radgheuen
reddeliken vnde retliken vorkoft vnde vpgelaten hebben, vorkopen, vplaten
I
176 1419. Oct. 25.
inghesegiiele rait guden willeri hengen heten vor (lessen breff. Vnde wy Her-
dingk Stake^ Schacke Rantzouwe, Laurentins Heesten, Detlef Rixstorp, riddere^
Ludeke van Bockwolde, Henneke Ratlowe, Hinrik Broktorp to Stendorpc, Detlef
van Bockwolde tor Syrave, Junge Detleff Wensin, overbode, Detle£P van
Bockwolde her Volradessone^ Marquard van Sicgem her Ovensone , Luder
Heesten, iMarquard Stake, Hinrik Kule, Jachiin Breyde^ Jachini Kuren, Hinrik
Broktorp her Hiniikssone^ Eler Ratlowe Ciawesessone vnde Hinrik van Boci-
wolde her Nicolaussone. knapen, rede vnde nianne der ergenonieden herea^
here Hinrikos vnde here Alwes, herthogen to Siesswick, vnde here Hinrikes^
greue to Holsten. bekennen vnde betugen apenbare in desseui breue vor alles*
wenie, dat alle desse vorscreuen stucke vorkopes, vorlatinge vnde vplatinge
des ergenomeden vnses heren greven Hinrik vp de vorscreuen hundert mark ,
ewiger jarliker renthe, vnde dat de houetsumme alse dusent mark lubesch, de van j
dem suluen vnsen heren^ greve Hinrik, darvor entfangen svn, ghekoinen vnde j
wand sint to wedderlosinge des slotes Rendesborch, dat hern Detleve Rixstorpe J
vorsat vnde vorpandet was, vnde dat ok de vorgenomeden vnse heren^ hertogB
Hinrik vnde hertoge AliT, eren willen vnde gantzen vulbord darto gheuen vnde
mit dem ergenonieden vnsen heren, greve Hinrik, alle vorscreuen stucke
samentliken vnde hesundern stede vnde vast to hoidende beseghelt hebben mit
vnser aller vnde veler nieer der ergenomeden vnser heren rede vnde manae
wetende, willen, vulbord vnde rade geschen sind, vnde hebben des to merer
tuchnisse der warheit vnde groter zekericheid vnde bevestinge aller vor-
screuen stucke sametliken vnde besundern vnse ingheseghele mit den inge-
seghelen vnser erbenomeden heren witlichliken hengen heten vor dessert breff.
Datum anno Domini millesimo quadringentesimo decimo nono, ipso die sancto-
rum martirum Crispin! et Crispiniani.
iVocA einem dem Original im Geheimen Archiv in Kopunhagcn entnommenen Abdruck in der Zeitschri/t der GeteU'
scha/t fur die Qeschichte der Herzogthumer Schleswiy-Holstein und Lauenburg. Bd, 4, »S. 286.
Kdmmerer^ Geschworne und Gemeinde des Landes zu Fehmam versprecheUy nodi
Anwetsung des Grafen lietnrich von Holstetn den Vorstehem des HeiLr
Geist Hospitals in Liibeck eine jdhrliche, far 800 ni^ gekaufte Rente wm
100 mfl. his zu der en Ablosung zahlen zu wollen. 1419. Oct 25.
Wy kemerere, sworen vnde meynheit des landes to Vemeren. Bekenoen
vnde betugen openbare in desseme breue vor alsweme, dat desse vnse goe-
1
j
1419. Oct. 31. 181
belt myt vlyte otmodichliken^ dat gy willen leefliken vnde vruntliken juwen
erwerdegen raed vnderrichten, dat ze vns der zwaren last vnde borden entheuen
mde vorkezen. Dat wille wy en vnde iuw alle weghene gherne afdenen, wor
■wy mogben. Wes wy iuwer vredezamen bede vnde vnderrichtinghe hirane
gheneten inoghen vormyddelst hulpliker gunst vnde vordernisse, bidde wy juwe
bescriftlike antworde myt den ersten. God zy myt jw ewichliken. Ghescreuen
vnder vnzen ingheseghele Peter Gude^ Herman van der Osten, Hinrik van Hel-
uenze vnde Wolter Scroder, der wy zamentliken hirto bruken, in deme hil-
ghen auende des hochgheloueden Testes Alle Godes hilghen.
Menheyd vnde ambachle der ghemenen
borghere vnde inwonere to Stade.
Aufschrift: Den erzamen vorzichteghen wizen mannen, Marquart Schut-
ten, Borchard van Hildensem vnde den ghemenen borgheren, kopmannen vnde
ambachten to Lubeke wezende^ vnzen guden holden vrunden
detur.
Nack dem Original auf Papier, Die au/gedruckten Siegel sind nicht mehr kenntlich.
\
Der Ritter Erich Krummendtk schreibt dem Rathe von Lubeck, doss der Kontg
den Tamemtz nicht in Schutz nehmen wolle^ und heschwert sich Hber vor-
gekommene Beraubungen wdhrend des Friedens. 0. J. (1419). Oct 31.
Vruntliken grut touoren. Wetet, guden vrunde, alse ik jii lesten toscreff,
dat ik jfi een antwerde schicken wolde van mynen heren deme koninge, dat
sende ik jA nfl^ vnde juwe werf warf ik vmme Tarnevitzen, alse gi my befiolen
badden, vnde my duncked, myn here is des rades, dat he ene nicht entholden
ipril wedder jA/ vnde ik was darby, dat he yd em sede^ dat be jfi nicht be-
scbedigen scholde. Ok alse gi my screuen van deme hertogen, wo he wol
bestellen wolde, dat dar neen togrepe scheen schohle, dat en is nicht wol ge-
holden. Den Flensborgern is sodder ere koo genomen vnde her Merten Jens-
sen syne wilden perde alse gud alse IF lub. mark penninge, vnde enem
mynes heren denere, Clawes, do is genomen ailed, dat he in synem bus hadde,
▼ode ok ward Hartwich Arnekile genomen IIII perde vth synen huse, de ok
mynes beren dener is, vnde enen borger to Flensborg ward genomen sin cram
1) y^/L M 1S4.
182
1419. Oct. 31
vnde enein I last heringes vnde inennigerleye desgeliken, dat gescheen is sodder
der tijd, dat ik jfi n& lesten sprak, des jQ to vele to scriuende were. Vnde
de dyt gedan hebben, de sin altornale in des hertogen vrede begrepen, sunder
Pawel Dosenrode, de is nA mynes heren vyend geworden, wo de vrede anden
wesen scbal, alse de vredebreff vthwyset. Vnde de entschuldeginge, de de
hertige darane hebben wil, alse ik vormode, dat is dat, dat se nfi to Rakes-
borg to hfls wesen scholen, men wol weed ik yd, wen is {lies id) en dar vor-
drut, so sin se allikewol to hAs, wdr de hertige wat heft. Is dat denne een
gud vrede, dat kone gi wol bedencken. Men, guden vrundes, dat gi dar an-
ders vp dechten vnde bestellen dat also, dat de vrede bet geholden werde,
vnde dat hir wat likes vmme schege, dat dfichte my ndtte wesen j schud det
nicht, so wille gi in grote vordechtnisse darvmme komen, vnde des juwe ant--
werde, wes ik mynen heren deme koninge darane toscriuen mach. Gode sijt
beuolen. Screuen to Flensborg, an deme auende AUe Godes hilgen, vnder
mynen ingesegel.
Erik Crummendijk, ridder.
Den ersamen vorsichtigen borgermesteren vnde radludeo
vnde den ersamen sendeboden der stede Rozslok vnde
Aufschrtft:
der stad Lubeke
Wismer detur.
Nach dem Original auf Papier. Dm aufgedruekte Siegel ist theiiweite erhaiten.
Vromold Warendorp uberweist mit Zustimmung des Klosters Marienwold dm-]
Vicar en in der Marien Kir eke eine fur 300 m^ von ihuen gekaufk
Rente von 24 rrijf. aus dem Dorfe und Gute Bergrade. 1419. Nov. 2.*
ik Vromold Warendorpe, Herman Warendorpes sone ichteswanne bor^
ghers to Lubeke. Bekenne openbare vor alien louighen luden, de dessen ye*
ghenwardighen breflP zeen, horen yPte lesen, dat na vulbord der erbaren geist
lyken personen, moder vnde vaders vnde aller snstere vnde brodere der con-
uente to Marienwolde by Molne beleghen an deme stichte to Razeborgh^ den
ik Vromold vorbenomet myt mynen eruen gegheuen hebbe vnde vorlateo^l
gheue vnde vorlate na inyneine dode to eneme ewyghen testamente dat ghiid<
to Berkrode myt alle syner vryheit, so de breue vtwysen, dede ik danrpJ
1) Vgl. M 67 und 185.
1419. Nov. 2. 185
hebbe vnde der er vulbord darto eschende was, hebbe vorkoft vnde vorkope,
Tpgelaten vnde vplate an kraft desser scrift den erlyken heren, ghernenen
vicariesen an vnser Vrowen kerken to Lubeke, yeghenwardigen vnde tokornen-
den, vor CCC mark lubescher pennynghe, de se my to dancke wol ber^d heb-
ben vnde nochaftigen getellet vnde betalet hebben, de ik vort in myne nud
fhekeret hebbe, XXIIII mark jarlyker ewyger rente lub. pen. in vnde vt deme
gantsen dorpe vnde gude to deme Berkrode beleghen in deme kerspele to
NJitxee des vorscreuenen stichtes mit alle syner tobehoringe, richte vnde vry-
heit^ to betalende alle jar bynnen der stad to Lubeke vppe sunte Mertins
dach des hilghen byschopes sunder vortogh vnde yenigherleye hinder in ener
soinmen vmbeworen, alzo dat de vorbenonieden vicariese nyne koste efte ar-
beid darvp dreghen scholen. Desser rente vnde ghudes to groter bewaringhe
so hebbe ik Vromold vorbenomet niyt wyschop vnde beleuinghe der erbeno-
meden sustere vnde brodere der beyden conuente to Marienwolde geantwordet
den vorbenomeden heren vicariesen to truwer hand der vorbenomeden con-
oente alle de breue der vriheid desses vorscreuenen gudes, so ik de gy vriest
hebbe besethen, de ik Vromold io to ener gyft mank den leuendighen, alzo
vor en blyuende, en ewich testament des closters by myner reddelyken vor-
nuftyghen wolmacht vtghekoren vor alien hebbe an dessem vorbenomeden
^hode, alze rechte ware erfnamen to der ere Godes an ewicheit to eriliker
I besittinge, alzo ift ik edder desse vorbenomeden sustei^e vnde brodere na
i myneme dode desse vorscreuene rente nicht vt engheuen, dat God vorbede,
I alzo vorscreuen ys, so moghen vnde scholen desse vorbenomeden vicariese
' myt kraft desses breues bruken vnde besitten des vorscreuenen dorpes vnde
^des na allem inholde der beseghelden houedbreue, de ik en darvp gheant-
: wordet bebbe, alzo langhe bed se hebben ere vorsetene rente myt den kosten,
de se darvp ghedan hebben, to erer noghe. Jodoch hebben de vorbenonieden
faeren vicariese my vnde den vorscreuenen susteren vnde broderen de gnade
gegbunt^ dat ik vnde see na myine dode de vorscreuene rente, dorp vnde gud,
vnde de openen besegelden houedbreue wedderkopen moghen alle jar vppe
sante Mertins dagh vor CCC mark lub. pen. en vnde eren nakomelingen myt
. der plicbtigen rente vmbeworen to betalende bynnen der stad to Lubeke in
] ener summen myt guden penningen, alze dar denne ghenge vnde gheue sint.
Dorgh desses anvalles vnde hopinge der meringhe der denste Godes so hebbe
wy mene sustere vnde brodere io to vnde an tokomender tijt der conuente to
Marienwolde ghelouet vnde ghesecht, louen vnde seghen den erliken heren
184 1419. Nov. 2.
■
vicariesen to Lubeke an vnser leuen Vrowen kerken vnde eren nakoinelingen,
desse vorscreuene articule vnde stucke, en yewelik by sik, stede vnde %'ast
to holdende. To groterer bekantnysse aller vorscreuenen stucke in guden
truwen sunder alle argelist vnde behelpinge stede vnde vast to holdende so
hebbe ik Vromold Warendorp erbenorned myn ingheseghel, vnde wy Hinricus
Huxer, confessor, Mechtildis van Bremen an der stede der ebdischen niyt
gantzer endracht beyder conuente to Marienwolde vnsers conuente inghesegbel
inyt Vromoldes myt gudem wolberadem wyllen vnde wyschop an dessen breff
ghehangen, (de) gegheuen ys na Godes bord dusent jar veerhundert vnde
neghenteyn jar, des negesten daghes na Alle Godes hilghen dagbe.
Nack dem OrxginaL Mit anhangendem Siegel des Vromold Warendorp, das des Kiosters fehlt. Das Siefsl
dieses Lubecker Burgers weicht von den sonstigen Siegeln der Familie dieses Namens in LUbeci «L
Es ist rund, 2*Iiq Cttn. Auf stehendem Schitd stekt ein grades gleichschenkeliges KrevZy durch nwkt fm^
klare Schraffirung schcint eine wechselnde Farbe angedeutet, Umschri/t: I S* VROODOLT WKR6ND0BP
T
Johann /., Bischof von Ratzeburgy bevollmdchtigt den Propst Ulrich und den Dmr
herm Marquard Andeleff, das der Witiwe des (Lubechischen Burgers)
Gerd Vogt verpfdndete Dorf Herrenburg durch Ruckzahlwig der Pfand-
summe wieder einzulosen, 1419. Nov. 6.
\V y Johan, van der gnade Godes vnde des Romeschen stoles byschop
tho Razeborch. Maken mechtig dy erwerdighen hern, hern Olrik^ provest, vnde
hern Andeieff, domhern vser kerken tho Razeborch, in desseme jeghenwardi-
gen breve, vtthoghevende vnde to betalende den eriiken heren, hern Jordan
Pleskow vnde hern Cord Brekev^olde, borghermestere der stad tho Lubeke,
vormundere der eriiken vrowen, Gherd Voghede seh'gher dechtnisse husvrowei
vnde erer kindere, van vser weghen soes hundert mark, dar vse dorp Hereo-
borch Gherd Voghede vorbenomed vnde synen eruen vorpandet vor is vnde
vorsettet, vnde hern Olrik, provesle, vnde hern Marquard Andeieff vorbeoo* '
med wedder to entfanghende dat vorbenomede dorp vnde ghut Herneborch
vnde dy breve, dy van vsen vorvaren vnde vseme capittele darvp besegheh
synt. Des tho tughe so hebbe wy byschop Johan vorbenomet vse secret laten
henghen vor dessen breff, de gheuen ys vnde schreven vppe vseme slote thol
deme Schonenberghe, na Godes bort dusent jar verhundert jar in deme
neghenteynden jare, des mandaghes na Alle Godes hilghen daghe.
Naeh dem Original im RaUehurger Domarchiv in Neustreliis, ron weichem das Siegel ahgesprungen Ut. MUgetMlt
vom Archivrath Pastor Maseh,
IftS 1419. Nov. 9.
gherne vruntliken bewysen to aJl^n tyden, dar jv Got dat ewighe Ion vore
gheue., ynde gheue yns, d^t jfghen juwe erw^rdichiBylt o^tbii)o4ic|ilj.ken tp yi>jr-
denende. Juwe ^rwerdipheyjt sterke vnde bewarj? Qot to Lapghen tyd^n. Screuen
des dfinnersdages vor iMartini, vpder vnsei^ secrjpjte, annp XIX.
Bertraminus, abbas in Reyneueld,
humilis a.c dfiuotus vester in Cristo.
Aufschrift: Den erwerdighen heren, borghermestern vnde radheren der
stad Lubeke, vnsen gunstighen heren vnde vrunden in Gode, detur.
NcLch dem Original avf Papier. Mit geringen Resten des aufgedruekten SiegeU.
Hans Mornewech uberllisst dem Rathe von Lubeck das Patronatrecht uber zwei von
seinen Vorfahren gestiftete Vicarien in der Kirche des St. Johannis ^ Klo^
sters in Lubeck, so wie audi sein Recht an das Wehr im Ratzeburger
See. 1419. Nov. 10.
Ik Hans Mornewech. Bekenne vnde betuge openbare in dessem breue
vor alsweme, dat ik mit willen vnde vulborde myner eruen vnde alie der
jennen, der ere vulbord darto to esschende was, den erbaren beren, borger-
niesteren vnde radniannen der stad Lubeke, jegenwardigen vnde tokomenden,
mit vryen willen ouergegeuen vnde vorlaten hebbe, ouergeue vnde vorlate in
crafiFt desses breues de leenware der Iwyer vicarien, de myne vorolderen
gemaket hebben in sunte Johannis Ewangelisten kerken to den closteriuncvrowen
bynnen der stad Lubeke, vnde darto de herlicheyd vnde alient, des ik bette
herto vnde myne olderen vor my gehad vnde braked hebben in dem were
vppe deme Razeborger zee vnde in ziner tobehoringe. Unde desses to merer
tuchnisse der warheyd vnde vaster bewaringe is myn ingezegel mit mynen
guden willen vnde van mynen hete gehenged vor dessen breff. Datum anno
Domini MCCCC XIX% in profesto beati Martini episcopi.
Nach dem Original. Mit anhangendem Siegel. Es ist rund, 2*Iiq Ctm. In einem Sechsptua, der au9 drti
Kreiifragmenten und drei Spitzen gehildet wird, ateht der Wappenaekild mit einem Tiackao^ragtm. Dm*
9chri/t: •: s'lokis (DORuawaG
1) Vgl. J>i 149 and Bd. Y J^ 333, 405, 614.
■I
i
1419. Nov. 11. 187
CXXXVIII.
Alhrecht Schenk von Landsherg, Herr von Sydowy bekennty von dem Rathe von
Lubeck ahermals 750 Gulden und somit die ihm schuldigen 1500 Gulden
voUstandig emjpfangen zu haben. 1419. Nov. 11.^
Ik Albrecht Schencke von Landisberch^ herre to Sydow. Bekenne opem-
bar mit dissem briue vor alien, die on sehn adir horen lesen, dat Hans von
Czelle, diner der radmanne to Lubek, von dersetuen radmanne wegen vor den
^rsameh radmannen vnd inningemestern to Magdeborch up orer louen von
myntweg^n Ern Mertine von der Letcze, mynen capplane, achtehalfhundert
rinscAe gulden von den vefteinhundert gulden, die sij my schuldich weren vnd
oren op^hen briff darouer gegeuen hadden, wol to dancke gegeuen vnd
betalit heft. Der vefteinhundert gulden secge ik ergenante Albrecht Schencke
deh vorgenanten radmannen to Lubik genczlik quyd, ledich vnd loez, darmede
iIl on ok den houetbrif ouer d\e veftein hundirt gulden gegeuen bij dem mege-
nanCen Hanse von Czelle, orem diner, wedir gesand hebbe. To bekentnisse vor-
sigelt myt myneni ingesigil, nach Cristi gebort virteinhundirt jar yn dem
negeDtei'nden jare, am sunauende send Martini dage des heligen bisschops.
Narh dem Original. Mit anhangendem Siegel, Ea ist tund^ 2*/jo Cfm. Au/ st^hendem Schilde ein nach rechti
awfgeriehUier Lowe. Umschri/t: y SrofBrft^f: VO : faM/Bg (die Schri/t iat nieht unhedingt sicher)'.
Urfehde des Heinrich Meylan vmter Burgschaft des Heinrich Huxer. 1419. Nov. 11.
Ik Hinrik Meylan. Bekenne opembare in dessem breue vor aMesweme,
dat ik den erbaren hern bormesteren vnde ratmanne der stat Lubeke, borghern,
denern vnde den ern vnde eren nakomelinghen eyne rechte orpheyde ghedan
hebbe vnde do myt kraft desses breues van nemendes weghene vnde roues
vp der vryen strate, dar ik an eren sloten vnime sat, vnde des vorlate ik vor-
myddelst mynen ede (u. s. w. wie gewohnlich). IJnde ik Hinrik Huxer bekenne
openbare (u. s. w. wie gewohnlich). To merer betuknisse alle desser vdr-
screileneh gtucke so hebbe ik Hinrik Meyelan vorbenomed myn ingesegel myt
naynes medelouers^ngeseg^l henget laten mit wilien ah dessen breff, na Codes
bort dusent veerhundert neglienteyne, des daghesr Martini des hilgheft'biscopes.
Hack dem Original. Mit beiden Siegeln. Heinrich Meylan: Siegel rund, 2 Ctm. Auf dem Schilde ateht eine
Pfiug9tK(kr: ffMstkf^t Undeiitlich. ^inr. Huxer: Siegel rund, 2*1^0 Ctm. Auf dem Schilde steht ein
Vogelkopf rechts gewandt: Umschri/t: QittHR VOfRquitl' (der Name war alio: Hinr. Volquih van Huxer).
l);Vglf M* 119:
24*
I
Der Rath von Gottingen druckt dem Rathe von Luheck sein Bedauern aus, doss die
Stadt Stade den Beschlussen der Hansestddte zumder gehandelt habe^ u-^^d
verheisstj die Gemeinschaft mit ihr ahzubrechen. 1419. Nov. 13.
Ynse willege vrimtiike deinst touorn. Ersamen wisen manne, leu c>n
heren vnd guden vrunde. Alse vns iuwe ersamicheit gescreiien bebben, wu cie
gemeynen stede der Dudeschen hense ouer eyneme jare in deme sommer
bynnen iuwer stad, de to dagen vorgadert weren, to nut vnd to bestentnisse deme
gemeynen gude ittewelke gesetle vnd ordenunge by gesworen pynen to holdende
eyngeworden sin^ vnd wo de von Staden sek vnredeliken vnd vnordeliken teg^en
sodan gesette vnd ordenunge holden^ darvmme ineinscop vnd handelinge to
holdende myt den von Staden de stede gemeinliken vorboden hebben, vnd
begheren, dat we eder de vnse neyne meynschop nnyt on hebben vnd on ok
nicht tovoren etc.: leuen vrunde. sodan vnhorsam vorneme we tomale node
von den von Staden vnde wolden gerne, dat des neyn noit were, vnd enhebb^n
des nicht er geweten, vnd willen nnyt vnsen medeborgheren vnde koplud^i^
bestellen, alse we vorderst inoghen, dat dat also myt den von Staden gehold^^^
werde. Vnd wes we, leuen heren vnd vrunde, iuwer ersamicheit to wille*"
vnd deinste wesen mochten, dat deden we myt gantzem flite gerne. Datu^*^
nostro sub secreto, in die beati Brixii, anno etc. XIX.
Consules in Gottingen.
Aufschrift: Den ersamen wisen mannen, borgermesteren vnd dem^
rade to Lubeke, vnsen leuen heren vnd vrunden, detur.
N<u:h dem Original auf Papier. Das aufgedriickte Siegel ist theiiweiae erhalten,
Der Rath von Luheck gestattet dem Bischof von Lubeck^ dem Propsty den zw^f
Domherren und dem Kirchhemm zu St. Aegidien, die aus der Wacknitg
in die Stadt gehenden Wasserrohren zu benutzen^ um das Wasser m
ihre Hofe zu leiten und Sode anzulegm. 1419. Nov. 18.
Wy Jorden Pleskouwe, Cord Brekewold, Hinrik Rapesuluer, borger-
meistere, Hinrik Meteler, Tideman Junge, Reyner van Caluen, Johan Crispin^
Albert tor Brucgen, Marquard Bonhorst, Nicolaus von Stiten, Herman Westfael^
i
1419. Nov. 18. 189
Johan van Hamelen, Alberd Erp, Tideman Steen. Delmar van Tflne, Johan
YanHeruorde, Lodewich Krul, Johan Dartzouwe, Johan Bere, Tideman Tzerntin,
Tideman Morkerke, Johan Gherwer vnde Bertold Roland^ radmanne der stad
Lubeke. Bekennen vnde betugen oponbar in desseme brene vor allesweme,
dat, also vnse voruaren vmrne sunderger woldaed vnde leue willen, de de erbaren
heren, prouest, deken vnde capittel to Lubeke gedaen vnde bewiset hebben
vnser stad^ an vortiden geghund vnde beorlouet hadden ^ alse sik etiike in
vnseme rade noch sittende wol vordenken, dat se dat Wokenitze water, dat
van deme rade uppe denie Huxerdamme in de stad vorrniddelst pipen vnde
ronnen geleidet wert, vthe welken ronnen edder pypen en dat allerbequemest
were, mochten leiden vnde bringen in ere houe, beleghen to der vrigheit des
domes, vnde des waters gelike vnsen borgern broken in der wise, alse hyrna
gescreuen steit, des se doch bette herto nicht gedan hebben, nu vmme vor-
derer woldaet vnde vrundschop willen, de de vorbenorneden heren prouest,
deken vnde capittel to Lubeke vns vnde vnser stad gedan vnde bewiset hebben
vnde besunderen in stucken, de vnser stad to ewigen tijden vromelik vnde
I helplik wesen mogen, also vulborde wij borgermeistere vnde radmanne vorbe-
I nomed vor vns vnde vnse nakomelinge mit vulborde vnser borgere, dat vnse
here de biscop, prouest vnde twelflF domheren der kerken vnde kerkhere to
sunle Ylien to Lubeke vnde islik besunder in ere houe vnde wedeme, also
Goschalcus Warendorp, Albertus Rodenborch ^ Johannes Rostok, Johannes
Louwentkoper, Wulfardus Rantzouwe, Hermannus Samyt, Hermannus Dwerch,
Hinricus Westhoeff, Tidericus Schepenstede, Bernardus Ekhoeff, Johannes
Bortzouwe vnde Johannes de Pulcrafago, domheren, nv besittere der twelfF dom-
houe, vnde her Nicolaus Butzouwe, kerkhere to sunte Uien, vnde ere nakome-
linge to ewigen tijden van deme erbenomeden rade, ronnen, pipen dat vorbe-
noniede water leiden in de houe vnde wedeme vorscreuen, vthe welker stede
en dat allerbequemest vnde beuelligest ys, vnde dat sulue water inbringen
vnde zode maken in densuluen houen vnde wedemen nv edder wanner en
eren nakomelingen vnde enen isliken besundern dat bequeme is vnde werd in
:okomenden tijden, so beschedelken, dat sodanne ronnen vnde pipen, de se
ecgen laten, also gelecht werden, dat in den vorbenorneden houen vnde wede-
nen dat water van deme rade mintliken moge komen, gelike anderen zoden,
under argelist, vnde nicht so syde, dat id den anderen zoden schedelik edder
oruanglik sy. Vnde de leidinge, de se also leidende werden, scholen se maken,
»earbeiden iaten vnde stande holden by eren eghenen kosten, sunder to des
190 1419.. Nov. la.
rades beteringe, vnde alle andere anval van Aes suluen rades vnde leidinge
edder anderer leidinge wegea, wanne vnde vro vakene des nod schegiie vnde
behoeff is edder worde, scholen se vryg vnde vnuorplicbtet wesen. Vnde da<
sulue water en schal nemand van vnsen borgeren ieiden laten' vortan vtbe
eren pipen edder ronnen bxiten den vorbencnneden houen vnde der wedemen
sunder vnsen wiilen, vnde welk borgher vortan dat water mit vnsen willen
vthe eren ronnen edder pipen leidende werd, de schal na antale to der bete-
ringe lecgen vnd betalen der pipen vnde ronnen vorbenonned van der stede av\
to rekende, dar de domheren erst vthe der stad pipen de leidinge beghynner^,
wente to der stede, dar he vort vdleidel, vnde nemand van vnsen borgher^ n
schal vthe den pipen bynnen den vorbenomeden houen vnde wedemen belege^ n
dat water Ieiden moghen sunder vnser beider vulbort vnde endrechtigen wilieHTi.
Were auer dat wy dat waterrad wanne affleden edder gantzliken vorghan letei^^,
dat nioghe wij don ane der vorbenomeden heren edder erer nakomelin^ ^
weddersaghe, men lede wy edder vnse nakomelinge dat edder desgelik i ^
andere stede efte andere leidinge, in welker mate dat dat schude, so scholen
de suh'ien heren des bruken lyk vnsen borgeren vrig vnde vmbeworen in alter
mate, also vorscreuen is. Vnde wenne de leidinge also edder to tokomenden
tiden werd, dat de nabdren by den wedemen, also to vnser leuen Vrouwen,
to sunte Petere, efft ene wedeme darto queme, vnde to sfinte Jacobe zode van
der leidinge hadden, so dat de vorbenomeden wedemen den naburen likerwys
bequemeliken dat water hebben mochten, so schole wy en des waters leidinge
ok ghunnen in aller wys like den domheren vnde wedemen vorbenomed, also
vorgerored ys. Ok so enscholen de erbenomeden heren in eren houen edder
wedemen vorbenomed nyne visdike noch stede vdulote grauen, maken noch
maken laten, noch liden, dar dat water den borgeren vnde en suluen to
vnnutte mede vorspildet werde. Were auer dat vns darane edder an eren
zoden misduchte, so scholen de heren vrundliken ghunnende wesen, wanne
wy deme dekene edder in syner stede sittende dat enen dach tovoren kAndigen,
dat wy twe vthe vnseme rade darto senden vnde seen laten, dat dat also
bolden werde,^ also vorscreuen is. Werel dat dar gebrek ane worde vflnden, d&t
schaUne* deane deme dekene edder in syner stede wesende witlik dbn, de
schal dat mit vulbort des capittels also bestellen vnde maken, dat dat gebrek
afifgedan vnde bigelecht werde. To merer tuchnisse- vnde beuestinge alle
desser vorscreuenen stflcke zamentliken vnde besunderen hebbe wy borger-
meist^re vnde radmanne erbenomed vnser stad ingesegel hengen heten vor
492 1419. Nov. 20.
mans van Brugge vnde des rades van Stade hebbe wij viol vornomen vnde
begeren iw weten, dat vns radesam vnde nutte dunket^ datme sunder straf-
finge vnde sunder rechtuerdinge den vnhorsam nicht hennegaen late^ den de
coplude der van Hainborch yn Vlanderen wesende^ weygerende den pdnttoUeu
^ttogeuende etc., doen vnde daen hebben^ vnde dat gi deme copmanne to
Bruggen vorscriuen, dat se sodanen vnhorsani pynegen vnde nnyd reddelcbeid
straffen. Vurder, alse se snriuen vmme den punttollen noch en jar edder twe
vptoborende etc., is vnso wille^ datme den punttollen nynerleye wijs andersworlo
legge, men dar he to schicket is van den menen steden,' vnde dunket vns
sere nutte wesen, dat me den punttollen affdd vnde vorlegge yo eer jo leuer,
wente wij vele vnwillicheid vnde vordretlike wort van des wegen iruaren hebben,
darvan grot arch vntstaen mochte. Vortmer, leuen vrunde, dunket vns nicbt
nutte wesen, dat me de van Stade vppe sodane scriuent, alse se iw vorscreuen
hebben, wedder yn de hense vorkundige, ane se hebben sik denne vdllen-
komichliker rechtuerdiget. Sijd Gode beuolen. Screuen des mandages na
Elizabeth, vnder vnsen secret, anno XIX.
Consoles Wismarienses.
Aufschrift: Prudentibus et honestis viris, dominis proconsulibus el
consulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris sinceris, detur.
Nach dem Original, Mit aufgedrucktem^ theUweise erhalt^nem Siegel.
Verkauf etner Rente in Siockelsdorf an die Vicar e der Aegidien - Kirche. 1419.
Nov. 25.
(jonradus Zouenbom, morans in Stockelstorpe, recognouit, se rite et
racionabiliter vendidisse communibus vicariis ad sanctum Egidium in ista
ciuitate vnam marcam den. wicbeldes annuatim in et de suis curia et here-
ditate, quas inhabitat ibidem, quam ipse reemere poterit pro X marcis, cum
ipse hoc prescriptis vicariis ad vnum medium annum ante predixerit, et pro
defectu stabunt omnia sua bona mobilia in prescriptis curia et hereditate
existencia pro pignore.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs torn J, 1419^ Catharine.
1) Vgl. M 111.
4
i
1419. Nov. 26. 193
€&IiT.
Der Rath von Rostock antwortet dem Rathe von Lvbeck auf etn Schretben beziiglich
des Pfundzolls in Brugge und des Ausschlusses der Stadt Stade aus der
Hanse. 1419. Nov. 26.
Ynsen fruntliken grot touoren. Ersamen ieuen sundergen frunde.
Juwen bref myt den copien des copmans van Brugge van der van Harnborch
vnde ander stukke wegen vnde ok des rades van Staden^ dar gi up begeren,
iuw vnsen willen to scriuende etc., hebbe ^i wol vornomen. Hirvrnme, Ieuen
frunde, dunket vns nfitte wesen, dat me de ordinancien van des punltoiien
wegen beholde in bestentnisse, alse des de hensestede samentliken ens geworden
synt, vnde den nicht af en legge., ane id en schee myt volbort der hense-
stede, de des ens geworden synt, vnde weret dat we darane brokaftich worde,
dat me dat corrigere vnde holde na uthwisinge des recessus damp vorramet.
Vnde, Ieuen frunde, van des copmans wegen van Brugge dunket vns nfltte
vnde is vnse wille, dat me den punttollen anders nergen to legge, denne to den
kosten, dede voregan syn, vnde gi wol weten, wo des vorramet is, dar he to
schal. Vurdermer, Ieuen frunde.. van der van Staden wegen dunket vns nfltte
wesen, dat me deme so volge, alse des beghunt is, vmme meres dwanges vnde
ernstlicheit willen. Salich to Gode. Screuen vnder vnsen secret, des sondages
na 8unte Katherinen daghe, anno etc. XIX.
Consules Rozstokcenses.
Auf etnem betgeiegten Zettel: Ok, Ieuen frunde, bidde (wy) iuw vmme
vnse andeel van* des punttollen wegen to uorarbeydende, dat dat vns tor hant
bomen nioge, wente vns des ser behof is. Dat wille wi gerne vorschulden,
wor wi konen vnde moghen.
Aufschrift: Commendabilibus et circumspectis viris, dominis proconsuli-
bus et consulibus Lubicensibus, amicis nustris sincere dilectis, detur.
JViocA dem Original auf Papier, Dan aufgedrUcktc Siegel ist zum grosseren Theile abgeaprungen,
CXIi¥I.
Eine Schuld an die Letchnamshruderschoft zur Burg. 1419. Nov. 28.
XLinricus van Caluen presens libro recognonit, se et suos heredes teneri
prouisoribus fraternitatis Corporis Christi ad Vrbem apud predicatores et ipsi
85
494 14ia Nov. 28.
fraternitati in IIIF et XXXII marci^ hih^ dv^.^ cum pars parti ad vnuin mediuui
^nnuin hoc antepredixerit^ persoluendis^ pro quibus vna cum eodeiii Hinrico
Vritze Grawerd pro se et suis heredibus coniuncta manu fideiubendo proini-
serunt.
Spdter htnzugefugt : Jussu Lamberti Vrolinges et Lamberti Wikinghoff,
prouisoruin fraternitatis preFate, deletum anno etc. XXXI, Fabiani et Sebastiani.
Nach eintr Inscription dee Niederstadtbuchs vom J. 1419, fer. Ill post Katherinam,
cxiiinii.
Bin Vermdchtntss an das Het'L^Getst HospitaL 1419. Nov. 50.
Julizabeth, legitiraa vxor Gerardi Rentzels, coram consilio et apud bunc
Kbrum recognouit, se teneri Elizabeth Porgetzen, magistre ad Sanctum Spin-
tum huius ciuitatis, in III marcis den. hib. vitalicii singulis annis toto tempore
ipsius magistre vite, pro quibus ipsa de consensu mariti sui prenominati pro-
prietatem sue domus^ quam inhabitat, site in platea carnificum, sicud jacet,
prouisoribus domus Sancti Spiritus prescripti coram consilio impignerauit. Et
si contingeret eciam prescriptam magistram mori ante predictam Elizabeth,
tunc ipsa Elizabeth toto tempore sue vite vti debebit prescriptis III marcis;
ipsa vero demum defuncta prescripta domus debebit vendi et de pecuniis inde
prouenientibus debent comparari tres marce den. wicb., de quibus singulis
annis vna marca debebit distribui inter sacerdotes ad prescriptum Sanctum
Spiritum et pro istis iidem sacerdotes debebunt duabus vicibus singulis annis
perpetue peragere memoriam antedicte Elizabeth videlicet vigiliam et missam
pro defunctis. relique vero due marce debent singulis annis presentari magistre
domus prescripte, que pro tempore fuerit, per prouisores pretactos, et ilia
debet cum eisdem II marcis comparare pro infirmis in prescripta domo bonam
cerevisiam. In prescripta omnia et singula consensit prenominatus Gerardus.
Nock einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1419, Andree,
Eine Stiftung zu geistlichen Zwecken in der Petri-Kirche, 1419. Nov. 30.
Johannes et Yodocus fratres dicti Rasman presentes libro recognouerunt
quod ipsi singulis annis de ipsorum bonis dare debebunt II marcas in honoretr
i98 1419. Dec. 1.
quia anno Domini, indictione, die, rnense et pontificatii, quibus supra, ac hora
terciaruin uel quasi in ciuitate predicta donacioni ac coUacioni et abdicacioDi
juris patronatus huiusmodi per domiiium preposJtum, iit premittitur, factis ac
confirmacioni^ ratiticacioni et approbacioni huiusmodi in curia habitacioois
reuerendi patris, domini episcopi supradicti, vnacum bonorabilibus et discretis
viris Johanne Schabbe, notario dominorum capituli ecclesie Lubicensis, ac
Tyderico Witten et lieynero Valkenborgh^ presbiteris Lubicensibus, testibus ad
hoc vocatis specialiter et rogatis, presens interfui eaque sic, ut premiUituri|
fieri vidi et audiui. ideoque de mandato reuerendi patris predicti boo presens
publicum instrumentum mea propria manu conscriptum exinde confeci^ iiludque
signo et nomine meis solitis et consuetis sub sigillo antedictorum signaui
rogatus et requisitua in fidem et testimonium omnium et singulorum.
Netrh dem Original, Mit beidcn ankangenden Siegein,
Cli.
Heinrichy Herzog von Schlesmig erkldrt dem Rathe von Lubeck seine BerettunUigkeii,
an einer Verhandlung in Schleswtg theUzunehmen und den verabredeten
Frieden zu halten. 0. J. (1419). Dec. i.*
Henricus, Dei gracia dux Slesvicensis,
comes Holtzazie, Stormarie etc.
Vnsen vruntliken grud mid begheringe alles guden tovorn. Ersamen
borgermestere vnde radmanne, guden vrunde. Alse gy vns nA latest mang
andern worden hebben screuen, ersten van des daghes weghen to Sleswik to
holdende mit dem koninghe vppe den sondach der hilghen drevaldicheit neghest
volghende etc., guden vrunde, des ghelijk vnderrichtede vns wol juwes rades
borgermester, her Hinrik Rapesuluer, to Moysling bynnen kortes, deme wy
seden, wi welden dar gerne bi vnsen vedderen greuen Hinrike vmme riden
vnde vnsen rad darbi vorboden, mit en darvmme to sprekende. Des en hebbe
wi noch nicht ghedan, doch wille wi gerne kortliken dat also bearbeyden
vnde scriuen jO des en antword bi vnsen eghenen boden. Vortmer, alse gi
scriuen van des vredes weghen to hebbende wente to suntte Michahelis dage
neghest komende etc., den vrede wille wi gerne holden, alse des verramet is.
Item, also gi scriuen van des vredebrakes vnde togrepes weghen etc., is des-
1) Die Jahreaasahl crgiebt sich aus J^ 142.
4419. Dec. 4. 499
gicht ghescbeen^ des wi in dem rechte entghelden scolen, dat wille wi gerne
bi lA Tnde bi vase vrunt setteri. Ok so wille vri dar gerne vor wesen, wor
wi iiiogben, dat dar vorder nenerleye puchgerye vnde togrepe bynnen desser
ti^d en schee^ wente weret dat id jemant van den vnsen dede, dar wille wt
to don 7 alse vns van recbte bord. Sijt Gode beualen. Screuen to Gottorpe,
des negbesten vridages na Andree^ vnder viisen inghesegel.
Aufschrift: Den ersamen wisen borgermestern vnde radmannen der
8tad Lubeke, vnsen guden besunderen vrunden, detur.
iVacA dem Original auf Papier, Das aufgedruckte Siegel i$t abgesprungen.
CLI.
Johann, Erzhischof von Bremen^ schreibt dem Rathe von Lubeck wegen der Zunsttg-
keiten in Stade und fnttet um dessen Rath. 0. J. (1419). Dec. 11.
Johannes, Dei gracia sancte
Bremensis ecclesie archiepiscopus.
Vnsen- gunst myd vruntlikem grute vnde begeringe alles gudes touorn.
Ersamen gude sunderge vrunde. Juw mach lichte wol witlik sin worden^ wo
Johan Bock vnde Hinrik Dreyer, borgeriiiester, vnde Hinrik Stegeriian, radman
vnser stad Stade, vormiddelst den borgeren darsuiues vthe denne rade, vthe der
stad vnde van erem gude sin geenget, alze wij doch de suluen Johan vnde
Hinrik, borgerniestere, vnde Hinrik, radman erbenoniet, vor erwerdige lude
des rades to Stade in vortyden hebben bekand vnde ny arich van en horet
hebben. So wij vornomen hebben, dat gij den inwoneren vnser stad Stade
vorscreuen vmine der suluen sake willen inenschop der stede vnde handelinge
der kopiude hebben vorboden., des begere wij iuwe ersamicheid wetende, dat
wij in twen tiden mit vnsem capitteie, vnsen prelaten vnde denn rade vnser
stad Bremen vnde andern guden luden bynnen Stade, vmme endracht, vrede
vnde vruntschop twischen den vorscreuenen Johanne vnde Hinrike, borger-
mesteren, vnde Hinrike Stegeman, radman, vnde den borgeren to makende^ sin
gewesen. Alse wij de vruntschop twischen dessen vorbenomeden partyen nicht
Tinden mochten, wente de borgere en wolden nenerleye wise de vorscreuenen
, Johan, Hinrike vnde Hinrike Stegeman vor borgermestere vnde radmanne in
der stad Stade liden, [vnde] do boden vnde leten boden de vorbenomeden Johan
Bock, Hinrik Dreyer vnde Hinrik Stegeman, dat wij, vnse capittel, prelaten,
200
1419. Dec. 11.
vnse stede vnde vnse rnanscopp erer dryer to eren vnde to rechte scoldea
mechtich wesen , edder gij vnde de gemenen hensestede scolden erer des
gelikes to eren vnde to rechte mechtich wesen, dat de borgere vnser stad
Stade vorscreuen to den tiden vorleden vnde noch to tiden vorleggen, dat vns
doch sere vnvochlik dnncket wesen. Begeren wjj iuwe ersamicheit biddende,
dat gij den vorscreuenen Johan Bocke, Hinrik Dreyer, borgerniesteren , vnde
Hinrik Stegenianne^ radnianne vnser stad Stade erscreiien, gunstich, bistendich
vnde vorderlik to ereme rechte willen wesen, wenthe gij eres rechtes vinme
allerleie anciage vnde tosage vullenkomen mechtich sint vnde scollen wesen.
Vnde wes wij in dessen saken vorbat na iuweme willen vnde rade ddn moghen,
dar willen wij vns iuwer ersamicheit behegeliken ane bewisen, vnde wes Hinrik
Dreyer erscreuen nu to der tijd in dessen vorscreuenen saken to iuw van
vnser weghen vorbat weruende is, des belouet erne in alle der mathe, oft wij
suluen niit iuw yegenwardigen spreken. Vnde des juwe antwerde begere wi|
in dessen saken, dar wi) vns moghen weten na to riclitende. Juwe ersamicheit
sterke God to langen tiden. Screuen vppe vnseme slote Vorden, des negesten
mandages vor sunte Lucien dage, vnder vnseme secrete.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wisen borgermesteren vnde rade
to Lubicke vnde den erbaren radessendeboden der gemenen hensestede,
vnsen. guden vrunden, gescreuen.
Nach dem Original auf Papier. Das aufgedriickte Siegel, das den Brief schlosa, ist ahgesprungen.
CliU.
Johami van Dulmen^ Bischof von Liibeck, bestatigt eine iwn den Testamentsexecutoren
des Priesters Heinrich Runemann aits dessen Nachlass in der Petri-Kirche
gestiftete und mit einer von dem Kloster St. Michaelis in Lilneburg zu
zahlenden jdhrlichen Rente von SO uCfl ausgestattete Vicarie. Gewahlt soU
nnr werden unus de lectoribus ferialibus chort vel sacrista ecclesie Lubl-
censis. 1419. Dec. 12.
Au8 dem im Besitz drs Vcreins fiir Schiesw.'Hol8t.-I.^ucrib. Gfschirhtc befindlichen Diplomatarium Luheretise A'o. SL
ClilU.
Johann von Duhnen, Bischof von Liibeck^ bestatigt eine von dein Priester MaUhiai\
Roye in der Petri-Kirche gestiftete und mit einer von dein Domcapitel zu\
Ratzeburg za zaJdenden jdhrlichen Rente von 24 m}/> ausgestattete Vicarie,
Gewahlt werden soil nur unus presbiter de lectoribus ferialibus chori ault\
sacrista ecclesie Lvbicensis. 1419. Dec. 12.
Aus dem im Besitz d>s Vereins fiir Schlesw.'Holst.-Ijauenh. Geschichte befindlichen Diplomatarium Lubecertue xVo. 8Z
200 1419. Dec. 11.
vnse stede vnde vnse inanscopp erer dryer to eren viide to rechte scoldea
mechtich wesen , edder gij vnde de gemenen hensestede scolden erer des
gelikes to eren vnde to rechte mechtich wesen, dat de borgere vnser stad
Stade vorscreuen to den tiden vorleden vnde noch to tiden vorleggen, dat vns
doch sere vnvochlik duncket wesen. Begeren wij iuwe ersamicheit bidderide,
dat gij den vorscreuenen Johan Bocke^ Hinrik Dreyer, borgermesteren , vnde
Hinrik Stegeinanne^ tadinanne vnser stad Stade erscreuen^ gunslich, bistendicb
vnde vorderlik to erenie rechte willen wesen, wenthe gij eres rechtes vtnme
allerleie anclage vnde tosage vullenkomen mechtich sint vnde scollen wesen.
Vnde wes wij in dessen saken vorbat na iuweme willen vnde rade d6n moghen,
dar willen wij vns iuwer ersamicheit behegeliken ane bewisen, vnde wes Hinrik
Dreyer erscreuen nu to der tijd in dessen vorscreuenen saken to iuw van
vnser weghen vorbat weruende is, des belouet erne in alle der mathe, oft wij
suluen mit iuw yegenwardigen spreken. Vnde des juwe antwerde begere wi|
in dessen saken, dar wi) vns moghen weten na to richtende. Juwe ersamicheit
sterke God to langen tiden. Screuen vppe vnseme slote Vorden, des negesten
mandages vor sunte Lucien dage^ vnder vnseme secrete.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wisen borgermesteren vnde rade
to Lubicke vnde den erbaren radessendeboden der gemenen hensestede,
vnsen. guden vrunden, gescreuen.
Nach dem Original auf Papier, Das anfgedruckte Sieget, daa den Brief schlosSf xst ahgesprungeru
Clill.
Johavn van Duhneriy Bischof von Liibeck, bestatigt cine, von den Testamentsexecutoren
des Priesters Heinrich Runemann aus dessen Nachlass in der Petri'-Kirche
gestiftete und mit einer von dem Kloster St Michaelis in Lilneburg zu
zahle7iden jdhrlichen Rente von 30 mp ausgestattete Vicarie. Gewdhli sdl
nur werden unus de lectoribiis ferialibus chori vel sacrista eccleste Lubi-
censis. 1419. Dec. 12.
Au8 dem im Beait: dea Vereina fiir SchU'fw.-Holat.-ljauenb. Geachirhte befindlichen Diplomatarium Lubecense No. SI.
Clilll.
Johann vo7i Duhnen^ Bischof von Lubeck, bestatigt eine x*on dem Priester Matthias
Boye in der Petri-Kirche gestiftete nnd mit einer von dem Domcapitel zu
Ratzeburg zu zahlenden jcihrlichen Rente von 24 m)h ausgestattete Vicarie.
Gewdhlt werden soil nur unus presbiter de lector ibus ferialibus chori aut
sacrista ecclesie Lvbicensis. 1419. Dec. 12.
Aus dem im Bcaitz dfs Vereina fur Schleaw.'Holat^-Lauenb, Geachichte befindlichen Diplomatarium Lubecense So. 82m
I
902 1419. Dec. 14.
van deme punttoUen vnde ok ander8wor^ dat wy sainentliken vnse deel by
yw vinden mochten vppe vnser Icuen Vrowen dach to Lichtmissen negest to
komende etc. Hirvmme, leuen vrunde^ bidde wy, dit also to arbeidende vnde
vns iuwe gutlike antworde hirvan to scriuende, wes yw hir to willen ane is,
dat wy vnsen vrunden vorscreuen vortan benalen niogen. Salich to Gode.
Screuen vnder vnsen secret, des negesten donredages na vnser leuen Vrowen
dage Concepcionis, anno etc. XIX.
Consules Rozstokcenses.
Aufschrift: Honorabilibus et prudentibus viris, dominis proconsulibus
ac consulibus ciuitatis Lubek, ainicis nostris sincere dilectis, presens detur.
Sack dem Original auf Papier, Von dem aufgedrUckten Siegel ist der grotaere Theit der Umichri/t erhaiten,
CliVl.
Der Rath von Lubeck verheisst dem Rathe von Rostock^ fur Uebersendung des in
Flandern erhobenen Pfundzolls und Vertheilung desselben an die einztlnen
Stddte Sorge tragen zu wollen. 0. J. (Nach 1419. Dec. 14).
V runtlike grute tnit begeringe alles guden touoren. Ersamen leuen
besunderen vrunde. So gi vns scriuen, wo de van denie Stralesunde, Gripes-
wolde vnde Stetin init ju samentliken gehandelt hebben van des punttoUes
wegen in Flandern etc., begerende van vns^ darvnwne to scriuen dem copman
in Flandern, wes darvan geuallen were, dat gi samentliken juwe del by vns
vinden mochten vp vnser Vrowen dach to Lichtmissen etc.: leuen vrundes,
wy willen hirvn)me gerne scriuen dem copman in Flandern, dat se bestellen
vnuertogerdes sodanne gelt van dem punttoUen hir ouer gen Lubekej wes
denne ju vnde andern erbaren stederi darvan boren niach, dar bewise wy vns
gerne inne na vnserrn vermogen. Gode etc. beuolen.
Sack dem Concept auf Papier mit der Ueberschri/t : ad Rostockcemea.
CJLVII.
Erwtederung des Raths von Lubeck an den Erzbischof Johann von Bremen auf desien
Schreiben in der Angelegenheit der Stadt Stade. 0. J. (1419). Dec 16.
V nsen fruntliken denst vnde wes wy gudes vormogen touorn. Erwerdige I
in God vader vnde here. Alse juwe erwerdige herlicheit vns scriuet mangk
mer worden vmme den handel twisschen juwer stat Stade, den borgeren dar-
fi.
i4i9. Dec. 16. fl03
sulues vp ene sijt, Johanne Bocke, Hinrik Dreyer^ borg;ermesleren, vnde Hinrik
Stegemanne, vp andere sijt^ wo juwe herlicheit darinne gearbeidet liebbe to
vrontschop vnde eindracht, dat de van Stade allet vorlecht hebben, so hefift
ok desse ergerorde Hinrik Dreyer van )uwer wegen an vns gebracht vnder
mer worden, dat wy darto don wiilen, helpen vnde raden, dat de van Stade
gestrafFet werden vmine dessen ouervang vnde vnhorsam^ gy willen vns vnde
andern steden darto behulpen sin etc^, hebbe wy temelken entFangen vnde wol
voruomen vnde dancken juwer leuen fruntliken juwer gunst, vordernisse vnde
guden willen in dissen saken, vnde bidden juwe erwerdigen leue weten, dat
wy mit andern steden de van Stade hirvnnne vorwiset vnde vtgelecht hebben,
dat nymant menschop edder handelinge mit ene hebben schal, vnde ok bestalt
vnde vorboden, en noch afiF edder to tovoren to water effte to lande. Doch is
vns wol verkomen, wo de van Vtzeh6 vnde etiike ander vt dem lande to Hol-
sten en tovoren. Hirvmme duchte vns gud sin ^ dat juwe herlicheit desses
aldus ok lete vorbeden in juwen landen vnde gi darvmme willen scriuen den
Holsten heren^ dat se yd ok also vorbeden laten in eren landen vnde sunder-
ken den van Vtzeh6, dat de en nicht mer tovoren. Des gelik wille wy en
gerne vorscriuen vnde se bidden, so wy fruntlikest moghen.. desses aldus to
bestellen vnde to holdende. Wy beuelen juwe erwerdige leue Gode to langen
tiden wolmogende vnde gesund. Screuen des sonnauendes na Lucie.
Consules Lubicenses.
Naeh dem Concept auf Papier mit der Ueberachri/t : archiepiscopo Bremensi.
Der Rath von Lubeck sendet dem Rathe von Hamburg eine Abschrift seiner Er-
toiederung an den Erzbtschof von Bremen^ 0. J. (1419. Dec. 16).
Vruntiiken grut mit begeringe alles gudes touorn. Ersamen leuen be-
sunderen vrundes. Alse gi vns scriuen. dat Hinrik Dreyer an iw breue bracht
mit anderen weruen des erwerdigen in God vaders vnde hern, hern Johans,
ertzbisschop to Bremen^ des gi vns auescrifft hebben gesand, des gelik hefFt
vns desulue Hinrik ojc breue antwerdet vnde an vns geworuen etc. Vnde so
gi vorder bidden, dat wy iu auescrifft willen senden, wo wy dem ergenanteii
iieren ertEbischop van Bremen wedder scriuen, de auescrifft sende wy ju hir
inne v^rsloten, dar moghe gi vp vorseen wesen, vp juwe vorbeteren* Wy
fceoelen in Gode.
Naeh dem Concept oatf Papier mit der Uehertehr^ftt ad Hamhurgenaee,
26»
a04 1419. Dec. 21.
Ztischrift zu getreuen Hdnden. 1419. Dec. 21.
(jotfridus van Tyla (et) Alheidis, eius vxor, pro se et sueque (sic) here-
dibus coram consilio et hoc libro recognouerunt, se coniuncta inanu teneri
Johanni Houeinan in IF et XVI marcis iub. den., pro quibus sibi due (sic)
domos, que liberi (sic) sunt, in platea sancti Johannis, in quarum vna olim
inhabitabat Siffridus Slukup, sicut jacent, coram consiiio impignorauerunt.
Insuper dictus' Johannes Houeman pro se et suis heredibus coram libro recog-
nouit, quod prenominata summa non est sui, sed sibi asscripta ad fideles
manus domini Nicolai de Stendele' ad vitam dicti domini Nicolai, et post suam
mortem peruenit ad capitulum Ratzeburgense et ad vnam vicariam ibidem
instaurandam.
Naeh einer Inscription des NiederatadtbuchB vom J. 1419, Thome,
m
Markgraf Friedrich von Brandenburg ermahnt den Rath von Luheck^ sich gutiick
mit dem Fursten Balthasar von Wenden zu vergleichen. 1419. Dec 26.^
Friderioh, von Gots gnaden marggraue zu
Brandenburg vnd burggraue zu Nuremberg.
Vnsern gunstlichen gruss zuuor. Ersamen weysen lieben besundern.
Der hochgeborn Balthasar von Wennden, herre zu Werrle, hat vns Furbracht,
wie ir im rechtes ausgeet etc. Begem wir vnd bitten uch mit besundenn
fleiss vnd ernsle, das ir gliche vnd biiliche wege Fur uch nemen woUeiit., hat
er vns gesaget, das er desglichen auch thun wolle, das wir auch gein uch
verschulden vnd mit Fleisse dancken wollen. Wo aber das von uch nit beschee,
des wir nit enmeynen, so ist vns der obgenante Balthasar von Wennden allso
gewant^ das wir in nit nachlassen wollen. Geben zu FranckenFord, an sant
SteiTans tag, anno a natiuitate Domini etc. XX^
Aufschrift: Den ersamen vnd weysen, vnsern lieben besundern burger-
meistern vnd rademannen der stat zu Lubecke.
Nach dem Original auf Papier. Vom Sieget sind nur unbedeutende Reste erhalten.
1) Nicolaus Stendal war ein Priester, Inhaber der aus dem Wehr ira Ratzcboi^ger See dotirten Vioarie ia
der Kirchc des St. Jobannis-Klostcis. (JV 149.^
2) Der Markgraf Friedrich bcfand sicli am 26. Decbr. 1 41 9 in Frankfurt, in den letsten Tagen des Jfthrw
1420 dagegen in B5hmen. Der yon ibm zum Hauptmanu der Mark Brandenburg bestellte Ritter too TreatliDfHl
bezengt seine Abwescnheit in einem Schreiben vom 1. December 1420. Vgl. aacb Riedel, Gesoh. d.
Kdnigsbauses 2, 330. 372. Der Weihnacbtstag ist also bier als der Anfang eines neuen Jabres angenommen.
1419. Nov. 30. — Nach Dec. 25.
205
Funf Briefe, hetreffend einen Zwtst ztvischen dem Lubechschen Vogt in Molln,
Marquard Staly und dem Jdger des Herzogs Albrecht V. von Mecklenburg^
Hetnrich Grope. 1419. Nov. 30. — Nach Dec. 25.
1.
Albertus^ Dei gracia dux
xMagnopolensis etc.
Vnsen frnntliken ^rut vnde gunst tovoren. Leue besundergen. Vnse
swineiegher Hinrik Grope heft viis berichtet, wo juwe voget to IVlolne em
drowet vnde veidet. Bidde wy juw rnit flite^ dat gi van stund dat zo bestellen,
dat he des nicht en do. Scbelet ern to vnseni knechte, wy willen em rechtes
gerne behelpen, vnde weret dat he ene hirenbouen veyden wolde, so mochte
dar vurder vnwille van komen. Des wy begeren juwe antwerde. God sy mit
juw. Screuen an sunte Andreas dage, vnder vnserii ingesegei (Nov. 30).
Aufschrijt: Den ersamen borgerrnesteren vnde ratniannen der stad
Lubeke, vnsen leuen besundergen^ gescreuen.
Das aufyedruckte Sifgul ist groistentheiU abgesprungnn.
2.
Vnsen gunst vnde guden willen louorn. Marquard. Wy begeren dy
weten. dat de hochgeborne furste vnde here, her Albrecht, hertoge to iVlekelen-
borch, vns vorscreuen heift, alse disse ingeslotene auescrifft sines breues inne-
boldet. Worvnmie wy begeren vnde willen, dat du vns van stund an vor-
scriuesl, wo de zaken geleghen sin vnde worvmrne du Hinrike Gropen veydest
vnde drawest, vnde ok sulke veyde mit ome in fruntliker veiicheit latest bestan,,
so lange dat wy myt dy muntliken hirvrnnie to worden komen. Dat is vns
van dy sunderken to willen. Gescreuen . . .
Consules Lubicenses.
Marquarde Stale, vnsem voghede to
Molne vnde leuen getruwt^n.
3.
Vnsen fruntliken denst mit begeringe ailes gudes touorn. Hochgeborn
' furste. Juwen breff an vns gesand, darinne juwe herlicheit scriuet mang mer
worden, wo Hinrik Grope, juwe swinejegher, ju berichtet hebbe, dat vnse
a06 1419. Dec. 14.
voghet to IVlolrie erne drawe vnde veyde etc., hebbe wy temelken entfangen
vnde wol vernomen^ vnde bidden juwe herlicheit weten, dat wy vnsen erge-
nanten voghet darvnime willen to reden setten vnde ervaren^ wo de zaken
geleghen sin, vnde alsedenne juwer herlicheit dat gerne benalen, wen vns
nicht ieff were, dat He vnsen init den juwen in vnwilien vnde vordrete scoiden
sin. Juwe herlicheit sij Gade beuolen to langen tiden wolmoghende vnde
gesund. Screuen Fcria quinta post Lucie (Dec. 14).
Consoles Lubicenses.
Denie hochgeborn fursten vnde heien, hern Alberte, hertogen to Meke-
lenborch etc., vnserrn gunstigen vorderer, mit werdicheit geschreuen.
4.
Albertus, Dei gracia dux
iVIagnopolensis, comes Zwerinensis etc.
V nse gunst tho voren. Leuen besunderghen. Alzo wy jw wol er ge-
screuen hebben^ alzo vinnie Marquard Stale, dat hee drowet vnde veydet
Hinrik Gropen, vnsenie jeghere, vnde hee vor Marquard nerghene jagben
dore, bidde wy jw vnde begheren, dat gy nocht Marquard darane berichten,
dat hee vnsenie knechte vngheinakes vordreghe vnde ene myt ghemake late,
wente wy likes vnde rechtes ouer eni niechtich sin, dat he vnser bede hirane
nete. Dat wille wy hoghe ieghen iw vorschulden. Weret dat des nicht en
schege, so bevruchte wy vns inyt jw dat vorder tho groteme vnwilien to
kaniende, vnde begheren des jwe antwerde by dessenie baden. Screuen vnder
vnseine ingesegele, in den hilgen daghen to Wynachten M* CCCC* XIX (Friihestens
Dec. 26).^
AufschrifU Den ersamen borgherniesteren vnde ratmannen tho Lubike,
vnsen besundergen, karne vnse breff.
Das aufgedruckte Siegel ist fast gdmlich abgeaprungen.
Vruntliken denst vnde wes wy gudes vermogen touorn. Hochgeborn
furste, gunstige here. Alse juwe herlicheit vns vortiden vnde nu auer ge*
screuen hefft, wo Marquard Stal, vnse voget, drawe vnde veyde Hinrike Grope,
juweni jegere etc. ^ begere wy juwer herlicheit weten, dat wy dem suiuen
I) Zu der Annaliinc, dass, wic bei ^W 160, mit Weihnaeht em nenes Jahr begonnen Bd, lag hier kifia
bcstrnimender Grund vor.
I
1419. Nach Dec. 25. 207
Marquard, vnsem voget^ darvnime gescreiien hebben^ de vns wedder hetft
enboden, dat he soike veyde vnde vnwillen mit Hinrike, juwern jeger, gerne
in Fruntlicheit wille laten bestan^ so lange dat he by vns koine ^ so wille he
vns wol vnderwisen^ wo de zaken in syk suiuen sin vnde wat tosaghe he hebbe
to juwern ergenanten knechte Hinrike. Vnde wes vns denne van orne wedder-
varet^ dat wille wy juwer herlicheit benalen vnde vns gerne darinne bewisen,
dat sodanne vnwille bygelecht werde, wen vns nicht leff were, dat de vnsen
niit den juwen in twistinge scolden sin.
Die Brief e dea Herto^a nach den Originalen, an wtlchen Reste der Siegel vorhanden siridf die Brief e des
HcUhs nach den Coneepten.
CliJ^Il.
Der Lubecker Burger Henning Rene vermacht der Kirche zu Berkenthin einen
Hopfenhof. 1420. Jan. 5.
Ik Hennyng Rene anders ghenoniet Stonehauere, borgher to Lubeke.
— — Item gheue ik den zeken to Parkentin vp dessit Molne to twen iaren
jewelkes iares VI par scho, item den hoppenhoF^ den ik hebbe bynnen Parkentin.
Des houes seal myn wiF Taleke brukaftich wesen, dewile dat se ieuet. Wan
se vorstoruen is, so seal de sulue hoppenhof bliuen bi der kerkeri to Parkentin,
dar gheue ik ene to ewighen tiden to blyuende by alsulkem beschede, dat de
seken darsulues, de dar to der tijt sint, alle iar to ewighen tiden van deme
Buluen hoppenhoue scolen hebben 1 mrc. penninge, vp dat se Got vor my
bidden, vnde de kerkhere to Parkentin, de dar ieghenwardich sit vppe der
kerken, de seal van deme suiuen hoppenhoue alle jar to ewighen tiden hebben
XII schillinge. dar he myner sele, mynes wyues Taleken vnde Cord Baroldes, mynes
omes, alle hilghe daghe vnde to hochtiden to ewighen tiden vore denken seal
van dem predikstole. Wes denne dar vorder meer af kumpt van deme vor-
benomeden hoppenhoue, dat scolen vpboren de sworen to der kerken Parkentin,
dat gheue ik dar to deme buwe der kerken to ewighen tiden darbi to blyuende.
— — Screuen in den jaren vnses Heren veerhundert in deme twyntichsten
iare. in deni auende der hilghen Drier koninge.
Aua dem Testamente des Henniny Rene.
208 1420. Jan. 6.
CliXIII.
Erwtederung des Baths von Lubeck auf das Schretben des Markgrafen Friedrich
von Brandenburg. 0. J. (1420). Jan. 6.^
JL ost salut. Hochgeborne vorste, grotinechtige here, besundere ghunner.
Juwer herlicheid brell, de vns vgebroken^ geantwordet werd, ynneholdende^, wo
de eddele her Balthazar van Wenden, here to Werle, iuwer herlicheid vore-
brocht hebbe, dat wy enie rechtes vtghan etc., hebbe wy wol vornomen, vnde
dat vns de ergenomede her Balthazar dat ouersecht, dar deyt he vns sere to
kort vnde sinen niotwillen ane. Wy enhebben ok ny yeniendes rechtes vore-
wescMi edder entghan vnde enwillen ok, eft God wil, nicht don, den alse wy
billiken vnde init redelicheid don mogen. Ok, ieue here, the wy vns des an
den erwerdigen vader vnde heren, den bischop van Zwerin, vnde an den
ersarnen rad der slad Wismer, dat wy vns tegen den ergenomeden heren
Balthazar vorboden hebben, weret dat he vns io nynes vngetnakes vnde an-
sprake vordregen wolde, dat wy vppe legelike dage tegen ern komen wolden,
sine ansprake to horende vnde dar redeliken to to antwordende, vnde de
vorscreuene here biscop vnde de rad to der Wisnjer vnde andere vnse vrunde
scholen vnser vp legelike dage tegen den suluen heren Balthazar to eren vnde
to rechte vnde to aller redelicheid tnechtich wesen na siner ansprake vnde
vnser antworde. Vnde vnse bodeschop, de wy kortliken bi iuwe herlicheid
sendende werden^ schal iuwe herlicheid der zake grundliken vnderwysen, also
dat iuwe herlicheid wol irkennende werd, dat sik de zake anders heft., den se
vor iuwe herlicheid gebrocht is. Juwe grotniechtigen herlicheid beware God
to langen saligen tyden, bedende ouer vns. Epiph. Dom.
Consules etc.
Deni hochgeboren fursten vnde grotfnech-
tigen heren, hern Frederike, niarggrauen
to Brandenborch etc., vnsem leuen. gne-
digen heren, detur.
Nach dem Concept auf Papier.
i) Die Jabreszahl ergiebt sich aus .M 160.
2) Lies vpgebroken. Vgl. .^^ 164.
1420. Jan. 6. 209
CLXIV.
Der Rath von Lubeck beschwert sich gegen den Ritter Bernd von Plesse uber die
Anhaltung eines Boten des Markgrafen von Brandenburg und die Oeffnung
eines Schreibens. 0. J. (1420. Jan. 6).
Jiirsanie, gude vrunt. De here rnarggraue van Brandeborch, vnse holde
here, hefft vns gesand enen breft\, de vns doch vormiddelst sinem boden
gebracht is apenet in disser wise^ alse vns de sulue bode berichtede^ also: alse
de bode vor juwem houe her gereden was, volgeden erne na dre vte juwern houe,
de ene venghen vnde den vorscreuenen breff neinen vnde vorwareden den boden so
lange^ dat gi gehalet worden vte juweni houe vnde mil den vorscreuenen dren
vnde ok demsuluen boden ghingen vp den kerkhoff vnde leten dar den vor-
screuenen vnses heren des inarggrauen breft' an vns gesand vpbreken vnde
lezen^ des sik de vorscreuene. vnse here, de niarggraue, vnde wy jo nicht be-
sorget en hadden, vnde ok jo nicht temelik noch redelik is, vnde en is ok
nicht vele er gehoret, dat men vorsten vnde stede breue also vpgebreken hebbe,
vnde were vns ok leff, dat yd nicht geschen en were, wente wy dar nicht
myn to don en moghen, wy en moten darmede varen, alse sik dar billiken
vnde van redelicheit wegen mede to varende gebord, vnde moten dat ok open-
baren, dar sik dat geboret. Duchte iw auer, dat gi dar redelike entschuldinge
entegen hedden, de wolde wy gerne weten. Sijt Gode beuolen, vns desses eyn
vnvortogerde antword to scriuende bi dessen boden.
Consules Lubecenses.
Dem strengen ridder, hern Bernde van
Plesse, vnsem guden vrunde, gescreuen.
Saeh dem Concept auf Papier. Dies Concept und dan zu No. 163 atehen axtf den beiden Seiten eines und desselben Blattes,
Konig Stgismund bejiehlt dem Rathe von Lubeck j die jahrliche Stadtsteuer, so lange er lebe,
dem Herzog Albrecht III. von Sachsen zu entrichten. 0. J. (1420). Jan. 11.^
Wir Sigmund etc. Embieten den ersamen burgermeistern , reten vnd
burgern gemeinlich der stat zu Lubeke, vnsern und des richs lieben getruen,
I) Der Befehl SigisronndB vom 23. Jnli 1417, die Steuer fflr immer au Herzog Rudolf zu entrichten, ist
jibgedmckt Bd. V M 681. Das K. und K. Haas- Hof- und Staatsarchiy in Wien euthKlt noch einen sich nur auf
mn Jahr betiehenden Befehl Tom 81. Aug. 1411. Rudolf starb am 14. Jan. 1419. Ihm folgte sein Bruder
▲Ibrecht. Sigismand hielt im Januar 1420 einen Reichstag in Breslau, auf welphem auch der Herzog Albrecht
resend war. Aschbach, Geschichte Kaiser Sigmunds 3, 37.
27
aiO 1420. Jan. 11
vnser gnad otc. Wann die gewonlich steore vns vnd dern riche von eiich vnd
der Stat Lubeck jerlich fallende des hochgebornen Albrechten^ herczogen za
Saxen^ vnsers iieben oheimen vnd kuiTursten, vordem von vnsern voiTarn am
riche verschriben vnd nu an in koinmen ist^ vnd wann dorurnb vnser gancze
tneynung vnd wille sind^ das er vnd sin erben vnd nyeniand anders dieselb
steure alle jare, diewile wir in ieben sin, ufheben vnd innenien soUen^ dorumb
so heissen wir vnd gebieten euch ouch von Rotnischer kunglicher macht ernst-
lich vnd vesticlich niit disem brief, das ir die steure, die dann vns vnd
dem riche vf vnsrer Frowen tag natiuitatis nehst vergangen erschinen ist^ vnd
ouch aile vnd igliche andere steure, die dornach uF vnser Frowen tag natiui-
tatis vns vnd dem riche jerh'ch erschinen wirden, deni vorgenanten Albrecht
oder sinen erben oder irer gewissen bottschaFt von vnsern vnd des richs wegen
vnd an vnser stat^ diewile wir Ieben, beczalen, geben vnd entworten soUen
on alles vercziehen vnd widersprechen. wann, so ihr das getan habt, so sagen
wir ycz als dann vnd dann als ycz vor vns vnd das rich euch vnd ewern
nachkommen, burgere vnd die stat zu Lubeke der vorgenanten steure aller
vnd iglicher die vorgenanten czyte vnser lebtag quitt vnd ledig mit disem brief,
nemlich wollen wir vnd meynen ernstlich, das ir euch an des vorgenanten
Albrechts oder siner erben quitbriefvon der vorgenanten steure wegen alle jar,
diewile wir in Ieben sint, benugen lasset vnd das ir ouch keyner andern vnser
quitbriefen doruF wartet oder die zuwort habt^ by vnsern vnd des richs hulden.
Mit vrkund etc. maiestat. Geben zu Bresslaw, nach Cristi etc., des nehsten
donerstags nach der heiligen Dryer kunig tag.
Per dominum G(eorgiurn), episcopum Patauiensem,
cancellarium, Michael de Priest.
Av8 K. Siffismiifids ReichH-Registraturbiich Bd, G. FoL 36 b. mit der (Jeberschri/t: Quitancia ciuitatitt Lubeke^
im K. und K. Haus- Ho/- nnd Staataarchic zu Wien. Mitgetheilt von dem Director desseib^n. Hitter
von Arneth.
Quittung des Hei^zogs Albrecht von Sachsen und Luneburg uber die zu Maricte
Geburt 1419 fdllige Stadtsteuer. 1420. Jan. 16.^
Wir Albrecht, von Gotes gnaden zu Sachsen vnd Lunetnburg herczog,
pFaltzgrafFe zu Sachsen^ graffe zu Brene, burggra£Fe zu Magdeburg, des heiligeO'
1) Vgl. J)fS 57.
1420. Jan. 16. 211
Roinischen riechs ertzinarschalk vnd kurfurtte. Bekennen vnd beczugen offent-
lichen mit dissem brieti'e vor ydernian, also als die erbaren wiesen burger-
ineistere vnd ratmanne der stad Lubeke^ vnsir liebin besundern frundes, die
jerlicbe sture von des heiligeii Roinischen riechs wegen a!le jerlichen uF vnser
Vrouwen tag natiuitatis vns zu geben pflichtig sien^ als das vnsers gnedigesten
bern, des Romischen koninghes^ quietbrieff vns darubir gegeben eigentlichen
uswieset, vnd wann die egenanten burgermeistere vnd ratrnanne der egenanten
8fad Lubeke dem ersamen hern Reinharde, meister des hoffes zu Lichtemberg.
vDserm liebin andecbtigen, die sture von dijsseai nehst vorgangen iare von
viisern wegen gentzlicben gebin vnd beczalen, so sagen wir in vnd der stad
zu Lubeke die sture von dissem nehst vorgangen iare in dissem vnserm
oflFennen brieffe qwiet^ ledig vnd lohes. Des zu bekantnisse habin wir vnser
ifigesigel an dissen brieff lassen hengen. Gebin zu Breslaw. nach Grists geburte
virczenhundirt iar dornach in dein czw^iM^zigesten iare, am dinstage nach dem
achten tage der Drier koninghe tage.
Nach dem OriginciL Mit ^nkangendew SiegeL Ea isi rund, 4 Cfm. Daa Sieyei gieicht dem des Her togs
Rudolf (Bd. VNc, 628), nur tat die Umschri/t anders, nnmlich: affifrii J 6ci J gra J 6uci^ foxonif Jffjfonffiort^ J
Domherren Johannes Lomentkoper und WvXfard Rantzau^ als wdhrend der
Sedisvacanz des Bisthums Lvbeck t'07i dem Domcapitel bestellte Ver^
waiter desselben, bestatigen erne von dem Raihmann Johann Darsow und
desseH Brudersohnen , den Brudem Hermann^ Gerhard^ Bemhard und
Johann Darsow in der Marten Kirche an einem Altar an der Nordseite
der Absis gestiftete und mit 40 rnjfc jdhrlichen Einkiinften aus den Dor fern
GrosS'Siemz und Lindow (Ksp. Schonbergj Diocese Ratzeburg) ausgestattete
Viearie. Geu^dhlt soil nur werden unus de lectoribus^ sacrista ant organista
vel unus presbiterj qui singulis diebus feriis terciis officium predicationis
in ecclesia Lubicensi redpiatj seu unus de choralibus aut aliis servitoribus
ecclesie seu capttuk] qui per annum integrum in servicio ecclesie vel capi-
iuli servivit 1420. Jan. 18.
Aus dem im Beaitz der Oeaellscha/t fur Schleaw.'Hoist.-Lauenb. Geachichte bffindUchen Diplomatarium
Lubecenae No. 85.
S
-•
212 1420. Jan. 19.
CliXTIII.
Die DomheiTen Johannes Lowentkoper und Wulfard Rantzau^ ah wdhrend der
Sedisvacanz des Bisthmns Lubeck vom Domcapitel bestellte Verwalter
desselbeUy bestattgen eine von dent Rathmann Tidemann Morkerke und dem
Burger Brunold Warendorp aus dem Nachlass des Conrad Hohus tn
einer von demselben erbauten Kapelle in der Jacobi Ktrche gestiftete und
mit 24 7iifi Einkunften aus etnem Chor Salz in der Saline zu Liinehurg
ausgestattete Vicarie. Gewdhlt werden soil Jiur unus de lectoribus chon
vel sacrista aut organista seu unus de choralibus, qui per integrum annum
in tall officio servtvit 1420. Jan. 19.
Aus dem im Beaitz der GeselUchaft fur Schlesw. -Hoist, 'Lauenb. Geschichte befindlichen Diplomatarium
Lubecefise No. 84,
Die DomheiTen Johannes Lowentkoper und Wulfard Rantzau, als wdhrend der
Sedisvacanz des Bisthums Lubeck von dem Domcapitel bestellte Verwalter
desselbeny bestattgen eine van dem Lubecker Burger Ludeke Niestad gestiftete
und mit 8 rn^ jdhrlicher Einnahmen von dem Rath zu Neustadt und 16 i)$
aus dem Hofe Seedorf und dem Dorfe Schlamersdorf, die von dem Knappen
Heinrich Meinerstorp gekauft sindy ausgestattete Vicarie in der Petri
Kirche an einem Altar an der Siidseite der Kirche ungefdhr in der Mttte.
Bestimmungen hinsichtlich der Wahl sind wie in No. 167. 1420. Jan. 26.
Aus dem im Besitz der Gesellschaft fur Schlesw. -Hoist, -Lauenb. Geschichte befindlichen Diplomatarium
Lubecense No. 88,
Papst Martin V. incorporirt die Geniner Pfarrkirche einer Distincten ^ Praebende
des Domcapitels. 1420. Jan. 31.
Martinus episcopus, seruus seruorum Dei, ad futurain rei memoriam.
Sedis apostolice prouidencia circumspecta circa statiim ecclesiarum et eccle-
siasticaruin personaruii) omnium salubriter dirigertdum prospicit diiigenter ac
personis ipsis^ ut in earum necessitatibus releuamen suscipiant, se graciosam
libenter exhibet et benignam. Sane venerabilis fratris nostri Johannis, episcopi
Lubicensis, nobis nuper exhibita peticio continebat, quod fructus, redditus et
prouentus discrete^ singularis siue distincte prebende ecclesie Lubicensis^ quam
214 1420. Jan. 31.
rales apostolice sedis uel legatorum eius litteras impetrarinl^ eciam si per
eas ad inhibicionein. reseruacionern et decretuin uel alias quomodolibet sit
processuin ^ quas quidein litteras et processus habitos per easdern ad parro-
chialein ecclesiain predictarn volunius non extendi ^^ sed nullum per hoc eis
quoad assecucionetii parrochialiuixi ecclesiarurn et beneticioruin alioruui preiu-
diciuni generari, et quibuslibet aliis priuilegiis, indulgentiis et litteris apostcK..
licis^ gt^neralibus ur\ specialibus^ quoruincumque tenorurn existant, per qu^
presentibus non expressa uel totaliter non inserta effectus eoruni impedir^ j
valeat quomodolibet uel dittVrri et de quibus quorumque totis tenoribus de uerb^:
ad uerbum habenda sit in nostris litteris mentio specialis. Nos enim exnuac:
irrituni decfrnimus et inane^ si secus super hiis a quoquam quauis auctoritate
scienter vel ignoranter contigerit attemptari. Nulli ergo hominum liceat, banc
paginain nostre vnionis^ annectionis^ incorporationis, voluntatis, statuti et coo-
stitutionis intVingere vel ei ausu temerario contraire. Si quis auteu) hoc attemp-
tare presumpserit^ indignationem omnipotentis Dei et beatorum Petri et Paiili
apostolorum eius se nouerit incursurum. Datum Florencie, 11 kal. Febniarii,
pontificatus nostri anno tercio.
Sack einer Abaohrift im RegUtfum quartum Oapitvli No. LXVL
Der Rath von Hamburg urkundet nber das zmschen den Stddten Lubeck uitd
Hamburg geschlossene Bundniss zur Bekriegung der Herzoge Erich wtd
Bernhard von Sachsen-Lauenburg. 1420. Feb. 2.
VVy borgermestere^ radnianne vnde menheyde der stede I^heke vikU?
Hamborch. Bekennen vnde betugen openbare in dessem breue vor alsweiiie^
dat wy vns vmme vnwillen., schaden, oueruang vnde gewald, de de irlucbtigen
vorsten, her Erik vnde her Bernd, hertogen van Sassen etc., vnde de ere vtt0
vnde den vnsen bevt^yset vnde gedan hebben, dar vns doch nyn redelicbeyd
vmme schen enmochte, allene vnser eyne der vorscreuenen stede de andereis
vruntliken to en vorscreff, mit wolberadeuein mode endrechtliken vnde VM
nod wegene vorbunden vnde gezatet hebben, saten vode vorbyndea vns ^
in crafft desses breues tegen vnde vp de vorscreuenen hertogen Erike Vttdft
hertogen Bernde vnde alle de gennen^ de to erer hulpe stan edder sik dar mi-
stekende werden^ se sin we se sin, vmme der vorscreuenen zake wiiien,| ^atao.
dat wy ere vyende werden vnde wesen scboien vnde ivillen. Vnde in deaaemil
i420. Feb. 2. 2i5
krijge sclial viiser eyn deine anderen truwelikeri trostiik viide to ende vth
behulpen wesen to perde, to wagene, to schepe vride to vote rnit gantzer
n\acht, doch eyn isiik vp sine egene koste vnde euenture. Doch so schole
wij vorscreuene stede to des vorscreuenen krijges behoff vnde anders nergen
to vnde den krijch al vth eyne jewelke touoren an hebben vnde holden twe-
hundert gewapend vnde hundert schutten alle to perde. Weret ok dat wij
lamentliken wes don wolden to schepe^ so schole wy, de rad van Hamborch,
i den van Lubeke schepe schicken gelijk vns suluen vrnme eyn redelik. Ok en
I scbal sik vnser nyn niit den ergenanten iieren vnde eren hulperen jenigerwys
sonen^ vreden edder jenich bestand rnaken sunder des anderen vulbord, alle
de wijie vnser eyne der anderen to eren vnde to rechte mechtich is. Weret
ok dat wy in dessenie ki^ge jenige lande, stede, slote edder veste zamentliken
edder besnnderen wunnen, de schole wy in beyden syden hebben vnde beholden.
Neme wy nk zamentliken jenigen vrornen in vangenen, dignissen eft in nanien^
den schalnien delen na niantale Her werafftigen lude, de den vronien vor-
woruen hebben. Wor wy ok zamentliken reysen moten, dar schal vnser eyn
by d^me anderen wesen to rechter t^d, alse he geessched wert. Villet ok dat
wy nod vnde behoff kregen hulpe van buten luden^ dar schole wy vmme toza-
mende komen. darvmme to sprekende, wo men dat darvrnme holden wille,
Wei-et ok dat, wanne desse krych vorsoned vnde gevlegen weie. mis jemend
zamentliken efte besunderen veyden wolde vrnme zake willen, do in deme
suluen kryge geschen weren, dar schal vnser eyne deme anderen truweliken
vnde to ende vth bystendich ane wesen. Vortmer, scheged ok na vlege desser
scbelinge, dat de ergenanten heren van Sassen vnde de eren eyne vnser erbe-
nomeden stede veyden vnde vngemakes jo nicht vordregen en wolden vnde
sik an rechte nicht wolden nogen laten^ d^r vnser eyne der anderen to mech-
tich were, so schal vnser eyne by der anderen to ende vth truweliken bliueri
mit gantzer macht vnde nyne sone, vlege edder bestand angan sunder willen
vnde vulbord vnser beyder. Desse tozate vnde vorbund scholen waren teyn
jar lang na gi£Ple desses breues sunder middel negest komende. Welker vnser
A van dessen vorbenonjeden twen steden in dessem lesten vorbunde nicht
' leng wesen en wil, de schal der anderen dat eyn jar touoren vorkundigen.
^e desse vorscreuenen stucke zamentliken vnde besunderen loue wy borger-
mestere vnde radmanne der ergenomeden stad Hamborch vor vns vnde vnse
jiakomelinge den vorbenomeden borgermesteren vnde radmannen der stad
Labeke vnde eren nakomelingen stede, vast vnde vnuorbroken to holdende
216 1420. Feb. 2.
sunder argelist an guden truwen, vnde hebben des to merer tuchnisse vnser
stad ingezegel witliken vnde niit guden willen vor dessen suluen breff gehenget
laten. Geuen to Haniborch^ na Godes bord dusent verhundert darna in deme
twintigesten jare, vp vnser leuen Vrowen dage to Lichtniissen.
Nach (Jem Original. Mit anhangendem Siegel der Stadt Hamburg* In dem Hamburgischen Archiv befindet
sich die an demsflbrti Tngf in Liibeck ausgesiellte Urkunde, nbrigens gleicMautend , nur dost am SehluMte
die Namen der beidt^u Stddte in umgekehrter Reihen/olge genannt werden.
Nachweis eines Handelsgeschdfts des Tidema7m Steen 1420. Feb. 10.
Johannes van Bunne, ciuis Coloniensis^ et Johannes van Mentze, ciuis
Lubicensis^ presentes libro recognouerunt, se et ipsorum heredes coniuncta
inanu terieri domino Tidemanno Sten, consuii, et Wilhelmo Richerdes et ipsorurn
heredibus ex parte varii operis^ quod ab ipsis emerant et receperant ad sui
voluntatem sufticienter, V^ marcas lub. et LX** marcas eiusdem monete Martini
proxime afTuturo expedite persoluendas.
Spiiter hinzugefugt: Deleui in presencia et ex iussu prefatorum doinini
Tidemanni Steen et Wilhelmi Richerdes.
Johannes van Bunne^ ciuis Coloniensis^ et Johannes van Mentze, ciuis
Lubicensis, presentes libro recognouerunt, se et ipsorum heredes coniuncta
manu teneri domino Tidemanno Sten, consuli huius ciuitatis, et suis heredibus
in V^ et XI marcis den. lub. Martini proxime affuturo expedite persoluendis.
Spater hinzugefugt: Deleui in presencia et ex mandato dicti domini
Tidemanni Steen.
Nach zwei Inacriptionen des Niederafadtbucks vom J. 1420^ Scholastice.
Die Domherren Johannes Lowentkoper und Wulfard RantzaUj als wdkrend der
Sedtsvacanz des Bisthums Liibeck von dem Domcapitel besteUte Admnd^
siratoren desselben, bestdtt'gen erne in der Petri Ktrche von den Brudem
Hasse, Johann^ Prtester^ und Ntcolaus, Late, gesttftete und mit 24 m^
Einkilnften aus Hohen Schonbergy Ksp. Kalkhorsty Diocese Ratzebttrg,
welche von dem Bitter Bemd von Plesse gekauft sind, ausgestatteti'^
Vicarie. Htnsichtlich der Wahl werden die in No. 167 gestroffene^i Be*
stimmungen wtederholt. 1420. Feb. 16.
Au8 dem im Besitz der GeaelUchaft fur Scblesw.-Holat-Lauenburg, Geschichte befindlichen Diplomatarium
Lubecenne No. 86,
1420. Feb. 16. 217
CliXXlV.
LHe Domherren Johannes Lowentkoper und Wulfard Rantzau, als wdhrend der
SedisvacaJiz des Bisthums Lubeck von dem Domcapttel zur Verwaltung
desselben bestellte Administrator en^ bestdtigen eine von dem Priester Hermann
Koning gestiftete und mit 24 rrij^ jdhrlichen EinkHnften aus dem Dorfe
Honhageny Ksp. Nusse, ausgestattete Vtcarie in der Marien Kirche in der
vterten Kapelle an der Nordseite.^ Gewdhlt soil nur werden (wie in
No. 167) unus de lectoribus vel sacrisia aut organtsta seu de choralibus
unus aut presbiterj qui singulis di'ebus ferits terciis officium predicatwms
%n ecclesia Lubicensi recipiat seu alius servitor ecclesie seu capitult, qui
per integrum annum in servtcio ecclesie seu capituli servivit. 1420. Feb. 16.
Jku9 dem im Beaitz der GeaelUchaft fur Sc/Ueaw.-Holst.-Lauenb. Geschichte befindlichen Diplomatarium
Lubenense No. 87,
Der Rath von Rostock erkldrt dem Rathe von Lubeck^ dass er den nach Lvbeck
ausgeschriebenen Tag nicht besenden konne, jedoch den Beschlussen wegen
der Schddtgung des Kaufmanns in Flandem und des Pfundzolls sich
anschliessen wolle, bittet um seinen Antheil an dem Ertrage dieses Zolls,
und erkldrt sich endlich bereity zum Widerstande gegen die im Sunde
sich sammelnde Seemacht beizutragen. 1420. Feb. 29.
Vnsen fruntliken grot myt begeringe alles giiden touoren. Ersamen
leuen sundergen frunde. Juwe begher vortnyddest juwen sendeboden Johann
Joden myt ichteswelken scriften an vns gesant hebbe wi wol vornomen.
Hirvmme, leuen sundergen frunde, willet weten, dat wi van nodsake wegen
vnser herscop vnde vns anliggende, so gi lichte wol iruaren hebben, van eres
slotes Gorlosen' vnde deme gantzen lande, dar wi myt gantzer macht to don
moten, de vnsen up de tijt, so gi begeren, bi iuw nicht hebben konen, dat wi
iow, leuen frunde, bidden von nenen vnwillen to nemende, wente id us neen
quat wille deyt. Vnde, leuen frunde, wi begeren alse vmme den schaden, dede
westwerth geschen is, dat gi myt anderen steden, dede bi iuw komende werden,
1} In deinelben Kapelle bestand noch eine andere Vicarie. Beiden Vicaren gcmcinsam wird die Unterbaltang
4n Kapelle auferlegt dnrch die Bestimmung: Volumus eciam, qnod vicarius dictam capellam una cum convicario
in eadem in tecto et fenestris et aliis attinenciis suis in esse conservare teneatur.
S) 6 ran toff, Li;b. Chroniken 2, 507.
28
218 1420. Feb. 29.
den copman besorgen, des besten gi konen, dat de moge ghekeret werden.
Vnde^, leuen Frunde, alse vmme den punttollen beghere wi den anders nergen
totokerende, den alse des vorramet is, wente wi vnse andel nene wyse vnt-
beren konen eflt willen, begherende ok, leuen Frunde, alse vinme vnse andeel
van des punttollen wegen, dat vns nu tor tijt toboren (mag), dat gi dat ouer-
scriuen laten in Vlanderen vnde syn vns des behulpen, dat id vns werdeo
moge myt den ersten, wente vns des is wol behoff. Vurdermeer, leuen Frunde,
wes gi vortan ramende werden van des punttollen wegen to vnser aller beboff
vnde beste, dat wille (wy) vnsen wech lyke anderen steden gerne so holden.
Ok, leuen Frunde, vmme de samelinge in der see bynnen Sundes, de sik vor-
heuet, weddertostande, wes gi, leuen Frunde, myt anderen steden hirane
setten to donde, dat wille wi vnsen wech na vnsen parttale lyke andere
steden so gerne holden. Got sy myt iuw to langen saligen tijden. Screue
vnder vnsen secret, anno etc. XX% quinta Feria proxima post Inuocauit.
Consules Rozstokcenses.
Aufschrift: Commendabilibus et circumspectis viris, dominis proconsular
bus et consulibus Lubicensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
Nach dem Original auf Papier, Mit Resten des aufgedruckten Secrets.
€IiXXTI.
Glaus Lembeke erkldrt sich gegen den Rath von Lubeck bereity die Frage, ob sdn
Dienstverhdltntss zu dem Kontge von Ddnemark rechtmdssig und ehrenhaf^
seiy dem Schiedsspruch desRomtschen Konigs zu unterwerfen. 1420. MarziO^
Vruntliken denst tovorn vnde wes ik ghudes vermach. Wetet, gjT
erliken heren borghermester vnde ratman to Lubeke, dat ik my vaken vnder
vele vorboden hebbe theghen de herthoghinnen van Sleswyk vnde ere kyndere,-
were dat en dar ychteswes ane scheelde, dat ik my to mynem heren, deme
koninghe van Dennemarken, seth hebbe. so wolde ik myt en komen hebben
vor enen heren, de vns lyke weghen wesen hadde in deme rechte, edder war
my van rechte herd hedde to komende. Hedde de here, dar ik myt en vor
komen hadde, my to rechte vunden na tosprake vnde na antworde, dat ik myt
eren by mynem heren, deme koninghe vorbenomed, mochte bleuen hebben,
dat ik dat ghedan hadde; hedde he my ok ghevunden, dat ik dat myt ereo
nicht mochte dan hebben, so wolde ik dat ghelaten hebben vnde wolde dar
I
1420. Marz iO. 219
denet bebben, dar my van ere weghen borde to denende, wente ik inynem
heren, deme koninghe, anders nenen deenst ghezecht hebbe, wan ik erne myt
eren don mach. Vnde desses hebbe ik vaken vnde vele ouerbodich weset
teghen de vorscreuen hertoghinnen vnde eren kynderen beyde vor heren vnde
vor steden vnde vor ridderen vnde knechten. Des ghelyk hebbe ik dar vaken
vnde vele screuen heren unde steden^ dat nianghem bedderuen inanne witlik is,
vnde en konde de vorscreuen herthoginnen vnde ere kyndere dar ny to
bringben, dat se vmme dyt vorscreuen myt my to rechte wolden, dar ik doch
vele swares arbeydes, koste vnde theringhe vmme had hebbe, dat ik dat gherne
8een hadde, dat se vmme dyt vorscreuen myt my to rechte komen hadden.
Yodoch hebbe ik dar so vele vmme arbeydet, dat herthoghe Hinrik van Sles-
wyk, greue to Holsten vnde to Stormeren, myt my eyns gheworden is, waner
he my veer weken tovoren tozecht myt synem breue, edder ik eme, so schal
ik myt synem vulmechtighen boden suluen edder enen vulmechteghen van
myner weghen senden vor den allerdorluchtichsten vorsten vnde heren, den
Romeschen koningh, to rechte, wer ik myt eren by mynem heren, deme konin-
ghevan Dennemarken, blyuen mach eme vnder oughen, so schal ik dat don; mach
ikdatmit eren nicht don, so schal ik dat laten, dar to vorscheydende na tosprake
VDdena antworde. Also hebbe ik deme dorluchtighen vorsten, herthoghen Hinrike
vorbenomed tozecht, dat ik Hannes van Hardenberghe, mynen leuen dm, myner vul-
mechtich to wesende wyl vppsenden des neghesten dinxstaghes na deme sondaghe
toMytvasten neghest kumpt vor den allerdorchluchtichsten vorsten vnde heren,
den Romeschen koningh, dar rechtes to netende vnde to entgheldende van
myner weghen in sulker wyse, alze vorscreuen is, vnde serine jw dyt hyrvmme
to, dat id jw wytlik wesen schal, wo ik dat vorvolghet hebbe vnde vorvolghe,
datik my to mynem heren, deme koninge van Dennemarken, seth hebbe, effte dar
anderswe wat vpp zegghen wolde, wan ghud, dat he my dat myt vnrechte don
acbolde, vnde beghere des mer vortokomende, beyde vor heren vnde vor stede,
vnde bydde jw deenstliken, dat gy dyt wilien nasegghen van myner weghen.
Darinede bevele ik jw Ghode almechtich. Screuen vnder mynem inghesegel,
oa Gbodes bord verteynhundert jar darna in deme twyntighesten jare, des
Jiegbesten sondaghes vor Mitvasten.
Clawes Leembeke.
Aufschrift: Den erliken dughentzamen heren, borgermesteren vnde rat-
mannen der stad to Lubeke, kome desse breff.
Naek dem Original auf Papier, Vom aufgedrUckten Siegel aind nur achwache Reate Hhrig.
28*
• •f
.. - -iiii: -r-:.-:rr?' e^-in. UJO. Mar: VI
* ^^ —-.i^ iuiniat.i.-' %iinitE. 211 allenc2i|ten
' - - -■ -. • ■ : -■ .il;
. a L _
• • «•
f ■ ; •
*^:i I .nu --icn ^y wol kant wordea,
firti-ins *"• nrnitir lu :ie*^nst in dem heilipo
v;4jLrr::i*-fi rzeuenden eyns jares alter
.ir-:^:> ::!•!—. ir^aiea. ::ipttt?l wnd persoDeo ii
-=-= -it^ •-'^ i^^o^ticntHi jntfue doruber segebn
er- -^-^^r-iii^ ^<inanner». bis^rhoue za Brandem-
- -::^:?^. -:^e- uiur ierseUi»»n babsdicfaen briene,
/r • *jkK Tnmt-iiica ^vrnuer .lie vn^ehorsaraen n 1
i' -' - ■ -^ "f :^ .i:.-iifuiiii ▼**r3dii:aer hande. SoideD wir
T . 'i .— - . . •.^— -..:- i"'i-ii? .'mi vratlertao anruffeD vnd die
v--r : i»- ■- - '~:^'-. '^-iin^-'i ' ■ihir«n lasst^a. verstet ir wol, dlX
U' '. ^r -- --T^-r;;i^ -\i --^r-ermasze f<«!sofaeen mochtp, vnd Got
r> ^ t,. -. I,' :.. 1*^*1 V—-- -111 .'n.s^r iiaai^ch gemote ist grosilick
•:,■--• .*v*/-'. :.x: v-- *:i -jii^inrr z^r-x^ vno£?«w volden. mochten wir
<--- :.• •;. . :^ %*--- ::.: i»*m -z^-iancea :zi»hend ein ende gewinnefc
fi%; . -JT'" V • : *▼*• .••;.» Ti,[ -•5;ii:a«fa •Jttch ouch ruit gaiiczein emit
^fA f! -/.>. ;.^. I- • : • 2:-*"T-::i.i.^. j: -fi-iu wnd ouch tnit den prelaten, s)
'^\u if«r.--. '.r. -, :-; tt- - ::. :- : .nifj 3 'jfi««t rn der stal bij euch vnd nahend
vn.li '-ij^ir. 2*-i,«r»-^' . .•-t*'" •?"•! •? rii^-'iii'^a vnderwisen wollet, daz vns von
<I«A r/'h'f.'l- fs^s^r. - T - -r.'Mirrn-ii «:•:«* von in widerfare^ daz wir nit not
hiilMin, i\i>t\kU\\f ft'.^ -A^:r.\.:r. r.ir.-:-^ inrruruffen, Doran beweist ir vns sunder-
In In* iliriKt vnd 'AoliT^'-^.i^ri. ^ri wir fcesern des von euch ewer beschribne
iimUimI iit'hi'ft 7M \9X'':z\h\i. des dinsta^s vor Letare. vnser richs des Hungri-
m lii'ii I'll. Ml i|«-rri XXXIII vnd dfs Ron^ischen in dem X jaren.
i'fi- dorniniJiri G(eorj;iuiii). episcopum Patauiensein,
riinndhirinrii. Mich, de Priest.
\nt'stlinl't: Dm iTHamfn burgermeistern vnd ratmannen der statt M
I.uImmK. vii/imii vnd di*H rirliH lieben getruen.
.ViiiA .^»• tht^finiii nuf I'npirr. Mit aU Pretsel aufyedriiettem SiepeL
1420. Marz 17. 223
in den festeii der hillighen apostelen Philippi et Jacobi vnde der hilligen
fnncvrouwen siinte Dorothern^ der he erer beide belde tughet heuet, vppe dat
nilue allar wille wi vnde scholen vnde vnse nakomelinghe de homyssen laten
lingben to kore to den vorbenomeden altar, vnde beide de missen vnde de
vespere vppe vnsen groten orghelen alle iar to ewighen tiden. Vnde vppe
lit van vns vnde van vnsen nakomelinghen alle desse vorgescreuenen artikule
TDghebrokeii vnde vnvormynnert gheholden werden, so heuet vns de vorbeno-
nede her Hennyng an zyme testament gegeuen twyntich lubesche mark wicbelde-
leothe by deme rade to Lubeke. to brukende in der wise, alse nascreuen steit^
ibo dat wi VI mark darvan keren willen vnde schullen an ene koste myt
lyDe den broderen vp zunte Katherynen dach to donde. wan wi began de
dachtnisse hern Hennynghes vnde der zynen vorbenomed, vnde dar scholen
jegbenwordicb mede wesen der neghesten eruen vnde vrunde viue ofte zesse«
fDde dat ouerghelt schole wi vnde willen keren to vnses closters behoff, wor
wi des bedoruen. Jodoch wille wi vnde scholen de vorbenomeden XX mark
gheldes iariikes vorschoten vnde der stat plicht darvan entrichten. Vnde
vorde de vorbenomede renthe vtgheioset. so wille wi vnde scholen myt rade,
vulborde vnde medewetent der kynder des vorgenanten hern Hennynges, ere(r) vor-
mundere vnde eruen dat ghelt bynnen der stad eder buten wedder anlegghen,
also dat alle desse vorgescreuenen articule yo scholen vnde moghen gheholden
irerden to ewighen tiden. Dyt loue wy vor vns vnde vnse nakomelinghe stede
vnde vast to holdende zunder aller arghelist vnde hulperede werlikes offte
^estlikes rechtes. Des to ener wisser tuchnisse so hebbe wy myt wolbera-
denen mode vnde myt witlicheit myt eneme inghesegel des prouinciales vor-
kenomed vnde vnses closters inghesegel ghehenghet an dessen brett*, de
ghegheaen vnde screuen is na Godes bort dusent veerhundert an deme twin-
t^hesten jar, an sunte Ghertrudes daghe der hilligen juncvrowen.
AuM dem Copiarius des BurgkloBtern foL 10 h.
Fine Schuld an das Kloster in Ahrenshoeck. 1420. Marz 17.
Wilhelmus Schoneweder presens libro recognouit, se et suos heredes
teneri conuentui fratrum Karthusiensium in Arnesboke terre Holtzacie et in
ityocesi Labicensi in quatuor marcis denariorum perpetuorum reddituum
Bingiilis annis quater in anno erogandis et soluendis, videlicet in quoiibet
224 1420. Marz 17.
quartali anni vnaiii inarcam uel quatuur stopas vini Renensis. Idem eciam
Wilhelinus debebit prescriptis fratribus pretactos redditus ante obituni suum
ita certos facere, quod iideni fratres et ipsoriitn successores in hoc bene sint
cauti et prouisi, ycnino et contenti. '
Spdter hinzygrfiigt: Vrornoldus Warendorp cum littera procuratoria
conuentus in Arnsboken et in presencia fratris Pauli Grambeken eiusdem ordinis
jussit dictani scripturani deleri.
Nach einer In script ion des S ivderatadtbuchs vom J. 1420 ^ Letare,
Die Domherren Johannes Lowentkoper und Wulfard Rantzau, als wdhrend der
Sedisvacanz des Bisthwns Luheck von dem Domcapitel bestellie VerwaUer
desselben^ bestlitigen eine von den Luhecker Burgern Albert Grate und I
Reyneke Craft gestiftete und mit 24 m^ jdhrlicher Einkunfte aus dim j
dem Albert Grote gehorigen Dorfe Rondeshagen ausgestattete Vicarie in ^
der Petri Kirche. 1420. MSrz 22.
Au8 dem im Besitz der GeselUcha/t fur Schleaw.-HoUt.-Lanenb. Geachichte befindlichen Diplomatafium
Lubecctisc No. 05.
Erich y Konig von Ddnemarky schldgt dem Rathe van Lubeck einen anderen Tagf ;
als den festgesetzteUy fur die Verhandlungen mit dem Graf en von Holstein
vory bittety dass die Stddte ihre Mitwirkung fortsetzen^ sendet Abschrifl
eines Brief es an den Graf en Heinrich und spricht schliesslich die Hof[nunij
ausy dass die Stddte ihm die Stadt Schleswig jeder Zeit auf Erf orders
zuriickgeben werden. 1420. Marz 23.
Ericus^ Dei gracia Dacie, Swecie, Norwagie,
Sclauorum Gotorumque rex et dux Pomeranie.
\ nsen vruntliken grut touoren. Wetet, guden vrundes^ alse gy vns
toscreuen vnde ok by vnsenie rade entboden^ dede by den juwen to Sleswik
do van der stede weghen dar weren vinuie eu^u andern dagh, den wi holden
scholden n)yt den Holsten to sunte Johannes daghe to niitsoniere in alier wijs,
I) Nacb cincr andein iDscription, vom 8. Mai (Epimachi) desselben Jahres, bckcnnen sich die BrCider Bextold
und Wilhclm Schoncwcddcr nocli zn einer Schuld von 100 m{( an das Klostcr, in zwei Terminen, n&chsto Michaelis
and Ostern, zii bczalilen.
i
1420. Marz S3. 225
Ase de dagh vorramet was to Sleswik^ alse dar gij do weren ^ dar wi jw do
vedder vp screuen, dat vns de dagh nicht gheddeli)k en were to holdende to
sante Johannes dagbe vmme anderer legbenbeyt willen^ alse yt vns vnde vnsen
rijken anliggende ys, men wi woiden ene gherne holden vppe der hilghen
Dreualdicheit sundaghe alse achte daghe na Pingxsten negest komende. Dar
screue gij vns do wedder vp van der stede weghen, dat gij dat by den Holsten
irbejden woiden, vft se den suluen dagb vp de tijd bolden woiden, vnde wes
gij darane bearbeideden by en, dat wolde gij vns kortliken to wetende doen.
Dir ys vns nicbt a£F to wetende worden, wes gij darane bearbeidet hebben,
VDde aldus late gij vns ane antwort, also dat wi nicht en weten van juwer
leghen vns jerghen na to richtende. dar gij doch langer tijd nogh to gehat
hebben. Wolde gij vns darvan wes hebben to wetende daen, dat gij id wot
mocbten hebben gedaen, wo gij dat menet, des en vorneme wi so enkede
DJcbt, alse vns des lichte wol bedarfF were, mer, guden vrunde, vns duncket,
gij willet dat werk laten^ alse dat werden wil. Doch so hope wi jo vnde vor-
naden vns gent^liken an jw, dat grj dat jo also bestellen wrilen, dat vns vnse
stad Sleswik, de wi jw vppe louen antwordet hebben, in aller wise so vrigh
tedder werde, welke tijd wy des to rade synt de to annamende edder willen
lonamen laten, vnde dat gij de land vnde lode wedder an vns wisen also
nigb, alse wi se hadden vnde se jw antwordeden vnde an jw wiseden vnde
wiseo leten vppe louen* Guden vrunde, dat wi jw dyt so vterlrken scriuen
Tnme de stad, dat do wi darvmme, dat vns ouel to donde steyt, dat wy jw
cue stekende tijd seggen edder toscriuen, welke tijd wi vnse stad wedder
nioamen willen, wente gij weten wol, dat vns de noet darto drenget, dat wi
le oiechtliken annamen inoten, vnde dat magh vns wedder vnde wynt benemen,
so dat wf nene stekende tijd soken konen. Darvmme hope wi^ dat gij id jo
ibo bestellen willen, welke tijd wi komen vnde se geeschen edder eschen
laten, dat se vns denne jo vrigh gewerde, vnde vornioden vns des gentzliken
to jw, dat gij jo dar nicht na stan, dat wi jerghen ane vorsnellet werden. Des
/We vnvortogherde antwerde. In Christo valete. Scriptum Lunden, sabbato
proximo ante dominicam passionis Domini^ nostro sub secreto, anno etc. XX.
Ilem sa serine wi vnseme oeme van Holsten nw enen breff to, des wi
w ene wtscrifFt hirinne besloten senden.
Aufschrtft: Den erbaren vorsichtighen borghermesteren vnde ratluden
er stad Lubeke, vnsen guden vrunden.
k4 dem Original auf Papier. Deu ah Pressel avfgedruckte Siegal Ut unkenntlich gevoorden, Mit heiliegender Abschrift,
S9
226 1420. Marz 23.
Erichf Konig von Ddneinarky fordert den Graf en Heinrich von Holstein aufy wegen
der wdhrend des Friedens geschehenen Gewaltthdtigkeiten mit ihm in Ver^
handlung zu treten. 1420. Mdrz 23.
Ericus, Dei gracia etc. (mie in No. 182).
Wetet, ieue oem van Holsten, alse vinme dessen vrede, den de sted^^
twischen )w vnde vns gedeghedinget vnde secht hebben, bynnen deme suluei^
vrede ys vns vnde den vnsen vele vnwillen schen van jw vnde den juwen, aise ai^H
dotslaghe^ an roue vnde lande vnde lude entweldighet vnde an menniglierlei^^
ouerwalt vnde vnrechte, alse jw en deel wol witiik gedaen ys van vnser weghen-^
wat dat is, vnde wi noch wol witiik inaken inoghen, vnde hebbet rechtes dar-— *
vmme begherende weset van jw, dar vns docb n^n antworde van komen konde,i«i^
dar wi ane vornemen konen, dat gij dar rechtes ouer helpen wilt. Leue oeoi^
wolde gij jw noch darto othrnodighen vnde doen vnde helpen vns also vele,
alse recht wore van disses vorbenomeden vredes weghen vnde van anderen "
vredebrake, de in vortijden geschen ys vnde vinme des wi jw totoseggende .
hebben, vnde deden vns so vele, alse recht were, vnde nemen des gelijk
wedder van vns, vft gij vns worvnime totoseggende hadden, des wi gherne
ouerbodich willen wesen, dar bidde wi gherne vlitliken vnime, leue oem. Dyt
vorscreuen nemet to synne vinme Godes willen vnde dencket vppe mennighes
armen mans vorderff, dotslagh, mord, roif vnde vele vnwillen, de daraif entstan
mach, vft gij vns rechtes weygherden, alse wi doch hopen, dat gij jo nicbt
en doen, wente vnseine hern Gode schal dat bekant wesen, dat wi jw des
vngherne weygheren willen, dar gij recht ane synt. Leue oem, des gelijk doet
vns wedder vmme de leue Godes vnde vmme mennighes vorderues willen, dat
darvan entstande ys, alse vorscreuen steyt. Scriptum Lunden, sabbato proxiino-
ante dominicam passionis Domini, nostro sub secreto, anno etc. XX.
^ach einer dem Brief e an den Rath beigelegten Abschri/t.
Urfehde des Bergenfahrers und BUrgers in Bergen Hans Nyestad. 1420. Mdrz 28.
Ik Hans INyeslad, bergeruare, wonafftich to Bergen in Norwege vnde
borger darsulues. Bekenne vnd betuge openbare in dessem breue vor als-
weme, dat ik den ersamen vnde wijsen mannen, heren borgennesteren vnde-
1
288 1420. Marz 31.
Preis des Hop/ens. 1420. Mdrz 31.
(jonradus Sydenbecker coram libro recognouit, quod in sua domo, in
qua inhabitat, jacent et sunt centum wigariter droment hoppen, quas ipse
Conradus vendidisset Nicolao Robele et Johanni Reder. et dictus humulus debet
esse in se similis et bonus absque fraude. Vnde tamen prefati Nicolaus et
Johannes coram libro recognouerunt, se teneri soluere prenotato Conrado
Sydenbecker et suis heredibus pro dictis centum droment hoppen centum et
XIII marcas lub. den. in festo Margarete proxime affuturo ultra ad annum
expedite et absque ulteriori dilacione persoluendas.
Nach einer Inscription des Niederstadtbucha vom J, 1420, PcUmarunu
Vicko von Vitzen schreibt dem Burgermeister Jordan Pleskow, doss der dem Hetnnck
Tamewitz zugesagte Friede angenommen seL 0. J. (1420). Marz 31.^
An den erwerdyghen her Yorden Pleskowe, borgermester
to Lubeke, myme guden vrunde, kome dusse bre£P.
Mynen denst to alien tyden. Wetet, gude vrunt her Yorden, alse ik
iw sprak van Hinryck Tarnevytzen weghen^ vFt gy van Lubeke ewen vrede
myt em holden wolden, des sede gy, (gy) werens aliene nycht mechtich, gy wolden
gerne myt deme rade darvmme spreken vnde wolden my ene antworde seggen^
sedder sede gy my. gy hadden myt en darvmme spraken vnde wen ik yd iw
toscreue, so scholde he juwer velych wesen, dat hebbe ik Hinrike secht van
juwer weghen, dat he to der Wysmer schal komen vnde schal juwer velych
wesen vnde der juwen, des sta ik vor enen vrede, bede vor iw vnde vor em
wentellll weken na Paschen van dysser tijd, dat desse breffscreuen is, vnde hebbe
id dan vmme juwes besten wyllen vnde syns, dat ik gerne seghe, dat gy iw
wol vorlykeden, dat were my leff, dat iw alsulkes dynghes nyn ndt endede to
beyden syden. Vnde, leue her Yorden, vorwart my darane, alse ik iw to loue
vnde my dar macht ane lycht. Darmede beuele ik iw Gode. Screuen vnder
mynem inghesegele, Juncghe Vycke van Vytzen, in Palmedaghe, vnde ik quam
em er nycht to sprake.
iVocA einer Abschri/t auf Papier,
1) Die Jahreszahl ergiebt sioh aus M 190, wo der im J. 1420 am Sonntag Quasimodogeniti in Wismar
gehaltene Hansetag erwtthnt wird.
1420. Nach Marz 31. W9
CIiXXX¥IlI.
Vicko von Vxtzen zeigt dem Burgermmter von Wismar Johann Banzkow an, doss er
dem Heinrich Tamemtz den ihm von dem Rathe von Lubeck zugesagten
Friedeti, attcK doss er sichei* nach Wismar kommen konne^ mitgetheilt habe.
0. J. (1420. Nach Marz 31.)
An den erwerdigen heren, her Johan Bantzecowen,
borgerniester to der Wysnier etc.
minen griit touoren vnde wes ik gudes vormach. Wetet, gude vrund,
her Johan Bantzekowe^ alse gij my berichteden, dat gij eynen ende hadden
van den Lubeschen van Tarneuitzen wegene vnde gij id etne toscreuen hadden,
dar he er velich scholde wesen, des wetet, dat erne noch bode noch breff gekomen
is, er ik to ern quarn in Palme sondage, dat ik erne alle dink berichtede, alse
gij my suluen zeden, dat he velicli scholde ouerkomen^ vnde hebbe em eynen
vrede secht van juwer wegen, dat he velich vnde leydet schal wesen in juwer
stad, wente he hijr [nicht] anders nicht komen wolde, vnde hebbe em dat
gesecht vmme juwen willen. Hyrvmme vorwaret my daran^ alse ik iw to loue
vnde ik woi wet^ alse gij don, vnde hebbe den Lubeschen eynen vrede to-
screuen van siner wegen van Palme sondage an M^an IIIl weken na Paschen, vnde
hebbe Tarneuitzen dat gesecht van erer wegen, dat he ok schal erer velich
mresen wente to der tijd, wente her Jorden my dat suluen gesecht heft van
des rades wegen, wen ik em eynen vrede toscreue van siner wegen, des schal
ik mechtich wesen, vnde wolden em so holden. Dit hebbe ik vppe eren louen
vnde bidde jw, dat gij se also berichten^ dat se my den louen holden, alse ik
hope^ dat se woI don. Darmede beuele ik iw deme almechtigen Gode, vnde
sendet my eyn antwerde van en vnde bedet ouer my to alien tijden alse ouer
ja^ren vrund.
By my Vycke van Vitzen,
vnder mynen ingesegel gescreuen.
Nach eiiier Ahschrift auf Papier.
Der Rath von Lemgo berichtet dem Rathe von Lubecky dass er die Angelegenheit
zwischen emem Lubeckischen Burger und Heinrich dem Wenden geordnet
habe. 1420. Apr. 4.
Vnsen vruntliken denst touoren. Ersamen leuen heren vnde ghuden
vrunde. Wij begeren juwe ersamicheit weten, dat wij juwen breff an vns
230 i420. Apr. 4.
gesand hebt wol vorstan vnde hebt darvcnme gespraken myd Hiririk dem Wende,
vnde de iieft't vor vns gesecht in jegenwordicheit juwes medeburgers, dat he
erne dat sin richlen vnde wedergeuen wille twisschen hir vnde des ersten
sondages na Paschen erst to komende, vnde is de sundach, so men singet in
der hilgen kercken Quasiinodogeniti. Vnde kunde wij gicht ddn^ dat jv to
willen vnde to dancke were, dat dede wij alle tid tnyt vlite gerne. Juwe
ersamicheit bede alle tid auer vns. Gescreuen vnder vnsem secrete , sub
anno Domini M® CCCC^ XX% feria quinta in Cena Domini.
Proconsules et consules
Lemegoenses.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wisen beschedenen borgermestereD
vnde ratinannen to Lubeke, vnsen leuen ghuden bisundern vrunden, gescreuen.
Sack dem Original auf Papier. Mit aufgedrUcktem SiegcL
cxc.
Der Rath von Wtsmar schreibt dem Rathe von Lubeck wegen der Rustungen der
Stralendorpy wegen des Engelke Bartscherer und wegen Heinrich Tam^
wttz. 0. J. (1420). Apr. 4\
V runtliken grut vnde wes wij gudes vormogen touorn. Ersamen leuen
vrunde. Juwen breff hebben wij wol vornomen, ynneholdende, wo iw vorkomea
sy, dat Stralendorp myd vns sik berede niyd lude, harnsche vnde schepe to
der seewart etc., vnde dat gi iw vormoden, dat wij jo besorgen, dat rt
vnseme depe nyne schepe komen, dat den steden vnde deme menen copniaone
to schaden vnde to voruange komen niochte etc. Leuen vrunde, dat hebbe
wij vlilliken betrachtet vnde hebben dai loffte vnde borgen vore nomen van
Vicke Stralendorpe vnde synen broderen. Ok leuen vrundes, alse gi scriuen
van Engelken Baartscheres wegene, wij danken iw darvmme, dat gi iw vlitlikea
darmede bekummert hebben, vnde he schal myd synen vrunden, alse gi scriueih
veleget vnde leydet van vns wesen. Vortmer, leuen vrunde, willet weten, dat
Hinric Tarneuitze ys to vns yn de stad gekomen vnde wil myd iw vrede vndt
velicheid gherne lijden betle veer wekene na Paschen vnde wil myd den iuwea,
de myd vns komende werden vp den sondach Quasimodogeniti, vmme vruntUker
i) An diim in dicsem Briefc erwJlhnten Tage Quasimodogcniti (April 14) wurdo UfO in WUmar ein H
tag gchalten.
vp desse tid wol gelegen is, to der dachuart to komen, vmme der markede
willeii, de bir anstaride sin, daririne en islik sioer vrunde vnde sines selaes^
profit gerne don solde. Ok so is vns de tid sere kort geuallen vormiddelsls
dat vns juwe breue nicbt eer en quemen vnde ok dat somigbe van vnsei
vrunden by des heren rade vnde den veer leden des landes to Ghend gewesei
hebben, so dat syk nyniant darto wol inochte bereyt hebben. Men wy willeicr:
ju alle stucke clarliken ouerscriuen mit den ersten, dat wy mogben, vnd
begheren van ju heren, dat gi dyt int beste nernen. Ok, erbarn heren, alt
gi van den Spaniardes schriuen, weret dat wy rat an ju gesocht hadden, di
vns de Spaniardes vntsegeden, vnde eer de schip vte deme Swene segelde
so wolde gi vns juwen rat vnde gudgeduncken darinne gerne mede gedeic
hebben etc., des wille juwe vorsenicheit weten, dat vns de Spaniardes vnd
wy en ny vntsecht hadden, men so wes dat se vns gedan hebben, dat hebbe
se sunder alle redene vnde bescheyt gedan , gelijk alse gi ok wol vorsta
mochten vte den bryeue, den wy ju darvan to andern tiden screuen. God^
vnse here, beware ju alle alle tid in sele vnde an lyue. Screuen vnder voseoo
ingesegel, vpten Guden vridach vor Pascen, int jar XIIIF vnde XX.
Alderlude vnde de getnene kopinan van der
Dutschen hense nu to Brugge in Vlandern wesende.
Nttch einer Abschri/t auf Papier mit der UeherscAri/t : Honorabilibus et circumapeciis ffiris, dominiB prtiComaMmm
et consulibua ciuitatis Lubecensis, amicia noatris sincere dUeetis.
Der Rath von Wtsmar schreibt dem Rathe von Lubecky dass der dem Hemrio^
Tamemtz zugesagte Frtede von Luheckischen Soldnem verletzt worden i«%'
und ersucht zugleich, die auf den ndchsten Sonntag angesetzte Tagefahrl
etwas fruher zu halten. 0. J. (1420). Apr. 7.
Vruntliken grut vnde (wes) wij gudes vormoghen vorscreuen. Leuen
vrunde. Hinric Tarneuitze hefft vns berichtet, dat Vicke van Vita&en hefift bj
em gewest vnde hefft em van iuwer wegene velicheid vnde vrede seght vppe
ene beschedene tijd, welken vrede he anoauiet hefft also to holdende, vnde
dat doch bynnen der tijd de iuwen etlike houelude, syne deenre^ grepen vnde
vangen hebben vnde hebben de bracht to der Hilghenhauene. Des beghert de
erbenomede Hinric Tarneuitze van iw, dat gi myd den vorscreuenen grepenen-
luden nicht hasten willen, see vurder to argende, wente he wil see vordege-
I
1420. Apr. 7. 233
dynghen vor de synen. Ok, leuen vrunde^ beghert de erbenomede Hinric, dat
p wolden korten den dach, de vorramet is tusschen iw vnde em to holdende
yn sondaghe neghest tokomende etc., dat gi den vor deer tijd yegen eiri
boiden wolden, wente he seecht, dat de here koningh van Dennemarken em
yn synen breuen vorscreuen hebbe, dat he schole to syner herlicheid komen,
so he erst kan etc. Leuen heren vnde vrunde. Wes gi hirane doen willen,
dat wij deme erbenomeden Hinrike vor een antwarde segghen scholen, bidde
wij vns wedder to vorscriuende by dessem boden. Sijd Gode beuolen. Screuen
an Pasche daghe, vnder vnsen secret.
Consules Wismarienses. .
Au/schrtft: Prudentibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris dilectis, detur.
Nach dem OriginaL Das aufgedruckte Siegel ist grusstentheila abgesprungen,
CXCIII.
Verzeichntss der Soldner und Dtenstleute des Heinrich Tarneivitz. 0. J. (1420).
Dyt synt, de Hinrik Tarneuisse vordeghedinget vor syne knechte:
Henneke Smyd. Wychman.
Peter Smering. Johann van deme Sete.
Conradus. Alerd Vrese.
Cflrd. Henneke Scheie.
iohan Scheling. Henneke Schryuer.
Heyneke Rdter. Hinrik Stureman.
Rodewold. Meynert Hyntzen.
laurentius. Mattes Berndesson.
Ludeke Horneborgh. Otto,
tfermen Langetop. Helmych.
Nermen Bade. Hans Peltzer.
flinrik Eler. Vos.
AacA ewer Au/seichnung auf Papier, ursprunglich vermulklich aU Anlage zu dem vorhergehenden Schreiben
aus Wismar hieher gesandt.^
1) Atif demaelben Blatte finden sich Notisen fiber Gegenstllude, die zu einer Verhandlung kommen sollten,
tranter* Tan den guldenen, in den gnden steyt dux, in den andern dns (dominus), wohl eine Hinweisung auf
tnzaireode fidsche Ooldrndnsen.
30
234 1420. Apr. 7.
C1LCW¥.
Vei'fiigung uber ein Haus zu Gunsien einer Vtcan'e m der Aegtdien Kirche.
1420. Apr. 7.
JJominus Ludowicus Krul, consul Lubicensis^ coratn iibro recognouit^
quod sibi asscripta est in superiori Iibro ciuitatis quedain dwer doinus prope
curiam parrochialem et ex opposito parrochialis ecclesie sancti Egidii. sicut
jacet^ in qua eciam pronunc inhabitat dominus Johannes Vette^ presbiter^ et
quod dicta doinus non est dicti domini Ludowici^ sed est sibi asscripta ad
tideles manus dicti domini Johannis Vetten. Prefatus tamen dominus Johannes
Vette ob reuerenciam et ob salutem anime sue coram Iibro recognouit, se
totaliter dedisse et dimisisse, dedit et dimisit eandem domum cum suis apper-
tinenciis, quod post suam mortem euenire, cadere et cedere debet ad vicariam
altaris beate Virginis ante chorum parrochialis eiusdem ecclesie sancti
E"idii iuxta disposicionem seu ordinacionem prouisorum Holdes van Dulrnen
uel collatorum predicte vicarie, ita videlicet quod dicti prouisores uel collatores
possunt eandem domum vendere et cum istis pecuniis prefataiii pecuniam
nieliorare cum certis redditibus, sicut eis melius videbitur expedire.
Sach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1420^ Pasce.
cxcv.
Jjer Rath von Lubeck erwtedert dein Rathe von Wtsmary dass der durch Vicko von
Vitzen dem Tarnewitz zugesagte Friede gehalten werden solle^ die verabredete
Tagefahrt aber nicht beschleunigt werden konne. 0. J. (1420). Apr. 9^
KrHamen leuen vrundes. Juwen breff an vns gesand, darinne gi scriueii
vnder mer uorden, wo Vycke van Vytzen Hinrick Tarnevitze van vnser wegeo
ifn<*n vrede vnde velicheit gesecht hebbe etc., hebbe wy wol vernomen vnde
bijni'r**n jnwer leuen fruntliken weten, alse desulue Vicke van Vitzen juwem
borf^i-rmftHlere, her Johanne Bantzkawen, vnde ok vnsem borgermestere, hern
Jord«-n PleHCowen, den vrede toscreuen hefft, dat de jo also schal geholdett
vf^nU*u. So Hchoien ok vnse vrunde, de wy vp O"«simodogeniti in juwe stal
to da^hi? Henden, vorder mit juwer leue hir vt reden. Vnde, leuen vrundes, «o
l^i Mcriuen, dat wy den dach mit Hinrik Ternevisse vorkorten wolden etc., des
m\U'i wclen, dat wy van vnledicheit wegen mit ander daghen vor Quasimodo*
^i?nfti Ko belastet sin, dat wy des nicht don konen, jodoch scolen vnse vrunde
difri dach vp Quasimodogeniti mit eme so holden, alse des vorramet is worden,
God#f J»yd beuolen etc. Feria tercia post Pasca.
Naeh dem Concept auf Papier.
236 1420. Apr. 14.
tovoren verkundigen vnde witlik d6n bynnon Liibeke^ doch so schole wij tovorer
yn beyden sijden vnse vrunde darto teen vnde bruken der dart6 vnde ver
soken, efft men sodanne schuldinge, alse wij to ene meneden to hebbende.
vrundiiken mochte hennelecghen. Vnde vppe dat wij vnde vnse eruen vndi;
nakomelinge alle desse vorscreuenen stucke sanientliken vnde en jewelik
besunderen de bet holden vnde vns dar de vruntliker vnde truweliker ane
bewijsen, so hebben vns de vorscreuenen heren borgermestere vnde radrnanne
leffliken geschencket veerhundert mark lubesch der suluen munte^ de wij van
en in guden reden getelleden lubeschen penninghen to vnser n6ghe vnde wol
to dancke entfangen vnde in vnse vnde vnses landes nut gekeret hebben.
Vnde darto hebben se vns mildichliken t6gheuen vnde qwijd gelaten alsodanei
penningschulde., alse wij ene verbreuet vnde besegelt hebben^ doch also, eft
en jemend mit vns samentliken jenige penningschuld vorbreuet vnde besegel
hadde, dat se de mogen manen, vnde dar wille wij en^ efft se des van vm
begeren, mit frunllikem vorscriuende vnde verbiddende truwehken to behulpe^
sin. Alle desse vorscreuenen stucke samentliken vnde besunderen loue w
here Baltazar erbenomed vor vns vnde vnse eruen vnde nakomelinge den voa
screuenen heren borgermesteren vnde ratmannen der stad Lubeke vnde ere*
menheid vnde den oren in guden truwen stede, vast vnde vnuerbroken t
holdende sunder alle list vnde ynsage vnde hebben des to merer tuchniss
der warheid vnser ingesegel vor vns vnde vnse eruen vnde nakomelinge mi
gddem vriem willen gerne hengen heten vor dessen brelF. Vnde wij Wilheln
van Codes gnaden here to Werle, bekennen vnde betugen openbare in desse
suluen breue^ dat alle desse vorscreuen dedinghe vnde fruntliken handelin
mit vnsen willen vnde vulborde gescheen sin, vnde hebben des to merer tu(
nisse der warheid vnse ingesigel mit vnses ergenomeden leuen broders hoi
Baltazares ingesigel willichliken hengen heten vor dessen breff, de geghei
vnde screuen is na Codes bord veerteynhundert jar vnde darna yn dem tw
tigesten jare, vp den sondach alse men singet yn der hilgen kerken Quasi
dogeniti.
Netch dem Original. Mit beiden anhangenden Siegein. Balthasar: Siegel rundy ^'/lo ^^'»- ^« einewL
au8 Krevtahachnitten gebildetfn Sechspaas steht Hber gelehntem Schild mit gekrontem Stierkopf fit
auf welchem der haibe Stierkopf dea Schildea liegt, der mit funf Pfauenfedern in einem Buach bea
Umachri/t: :«' BaflOSar 6fi 0ra:6nt 6e tDerfe WUhetm: Siegel rund, 3 Ctm. Genau
vorige Siegel, nur ist daa Bild umgekehrt^ der Helm und der Schild rechta gelehnt, ebenao die
die bei dem Vorigen nach linka gerichtet aind. Umachri/t: S'wit^t(m t. bti t t gra X ini bt Wttt
238 1420. Nach Apr. 14.
also gij wol weten, vnde wor sik de vinderi scholden. Vnde wij danken iuwer
leue vrundliken, dat gij vns dar arie volchaftich werden vnsen niedeborgern to
geinake, also dat se ere breue vp den werktollen des iares an iw ouerschicken
vor Lichtniissen, alsenie dar nu afschedede to Odeslo^ vnde gij mogen des
ok gantzen tovorsicht to vns hebben^ dat wij to iuwer beste dat also bestellen
willen^ eft id vns suliien guide, wente vns iuwe schade, dar wij id wisten vnde
init redlicheid kereri fiiochten, let were. Wij willen ok hern Nicolawese van
Stiten scriuen, dat he de bure vte den vere dorpen pande van des denstes
wegen vnde, eft he iuwer hulpe dar to behoue, begere wij, dat gij eine de
schicken, wanne he iw dat vorkundiged. Vurder, leuen vrunde, alse gij
scriiH'n, dat iw wol to willen sij, dat gij, de van Luneborg vnde wij tosamende i
qwemen vmine der tozate willen, dat is vns gentzliken also ok wol to willen
vnde begeren vrundliken, dat gi) darvmnie vnde ok vmme andere zake willen
juwe vrunde hir hebben willen in vnser stad an deni vrijdage erst tokoniende,
wente hir de Prusseschen stede, de van Rostock vnde van der Wisnier denne
wesen willen; ok hebbe wij den van Luneborch darvinme gescrenen, dat se
hir darvnirne senden vnde des nicht enlaten. Juwen bred* an den inarchgrauen
van Missen hebbe wij rnit den vnsen den boden geantwurdet vnde wij leten
ok den boden enen volghen, vmme to wetende, wer de bode to Louenburg
togha, vnde is ok vnse wille wol, dat men sik an den heren Romischen koning
van der suluen zake wegen tosaniende vorholde vnde de zake den yennen
beuele, de darhen ridende werden. Wij hebben ok den van Bremen van iuwer
vnde vnser wegen gescreuen na lude der copien hir ane besloten, begerende,
dat gij en den brett' benalen willen. Ok, leuen vrunde^ alse iw radsam dunked,
den van Amstelredamme to scriuende vp der van Deuenter breff an iw gesand,
dem hebbe wij also gerne gedan vnde senden iw der copien, wo wij en ge-
screuen hebben, hir ane besloten. Wij danken iw ok, leuen vrunde, gudliken
van vnsers medeborgers wegen Diderik Raphones, vnde wille dat in geliken
gerne vorschulden, wor vnde wanne wij mogen. Sijt Gode beualen.
Soi'h dem Concept auf einem Blatte, toelrhes ubrigena zu dem Ftecesse de» :u IVismar am J4. April gchcUtenen
Hanaetages gehort.
SMO 1420. Apr. 17.
gedaen, dat God beteren inoete, viiirne welken schaden wy hijr vor des heren
raede vnde den veyr leden troest vnde hulpe versocht hebben^ darvan vns neyn
troest vnde hulpe ghescheyn en mach^ also wy nocli vernenien, men se hebben
versocht, dat wy den vorscreuenen Spaniarden sekere vry bestand vnde velicheit
eyn jaer lanck wolden gheuen ter zee vnde dat men bynnen der tijd mochte
degedingen vnde beseyn, ofTtmen icht guedes to den saken mochte doea, alse
warby 'dat se to eynen gueden eende mochten komen, warvp dat wy en ver-
antword hebben, dat id nicht in vnser macht en zij, sodaene velicheit vnde
bestand to gheucMie, want de ghenne, de van den Spaniarden beschadi-
ghet zijn, hijr alle in den lande nicht en zijn, n\en dat wy jv heren dat gherne
onerscryuen wolden, vmme van jv hijrvan juwen willen to vernemene. Vnde
want de Spaniarde desse sake an vns nicht versocht en hebben seluen, so
dunket vns, dat se dit anders nerghent vtnme en doen, dan vmme de sake in
vortogeringe to brengene, gelijck alse de sake van den Schotten vertoghert
zijn, vnde merken wol, dat darvan neyne beteringhe noch gereetschap ghe—
scheen en solde. Also en dunket vns nicht nutte wesen, dat men hijrva
enich bestand gheue, men wete ander bescheid, alse warby vnde warvp d«^l
men sik verlaten moeghe. Vnde hijrvmme, erbaren heren, so wilt hijrvp k>y
juwen wysen raede vorseyn wesen in der besten maete, dat ghy konnen, dsil
de vorscreuene schade moeghe belecht vnde gebetert werden. Vnse vren cJc
van coepluden liggende in Engeland hebben vns wol to wetene gedaen, %^^tJ
dat den Engelschen vnse schaden tomale leet zijn vnde dat her Johan, A^s
konynges broeder van Engeland, montlike suUe gesecht hebben: 1st sake dat
de stede vnde coepman van der henze icht willen doen, vmme eren schad«?n
vp de Spaniardes to wrekene, he wille en bystandicheit vnde hulpe doen ri^et
demnte, dat he vormach, want he kennet wol, dat de schade, de den van der
henze van den Spaniardes gedaen ys, dat dat zij mestelick vte dem, dat alse souiB g«
shipheren van der henze, de ouer eynen jaere in Engeland gerostiert waer m^n,
met den Engelschen mosten zegelen in Spanien, vmme se to beschadig^^ i^e.
Vnde oeck so wy vornemen, wert dat men hijrvmme nicht en dede, dat d^^x'b
de westersche reyse solde verloeren werden, vnde oeck de stede vnde coep
al vmme in dessen lande cleyne solde geachtet werden, oeck alse wy
andern tijden gescreuen hebben, wert dat imand van den vnsen den Spani
eneghen schaden deden in der zee, alse enighe scheppe offte gued to nfe--
offt se dat seker vnde vry in der henze stede solden moeghen brengh
begeren wy noch hijrvan juwer vterliken antworde na gheleghentheit d
846 1420. Mai 12.
CCVI.
Der Ritter Erich Krtimmendik schreibt dem Rathe von Lubeck wegen der bevor-
stehenden Tagefahrt in Schleswig und wegen der Versenkung von Schiffen
in die Schlei. 0. J. (1420). Mai 12.'
\ runtlikeo griit touorn. Wetet, guden vruride, alse ik iiiene^ dat mynes
heren gnade |fi gescreuen heft, dat he den dagh holden wil to Sleswic iiiit
den Hoizsten heren also, alse gy eni dat gescreuen hebben, vnde screeff ]&
inede biddende^ dat gi de juwen dar jo mede by senden, vnde rnede, dat he
my hijr in der jegene hebben wolde^ vnde dat gi dat also inyt my vorarbeyde-
den vnd«^ ik niyt )i% vnde des eendrogen^ wat de waringe wesen scholde^ dat
de synen. de he sendende worde vppe den dagh to Sleswic, dat se dar
velich koiuen inochten^ oft sik dal so vunde^ dat he dar suluen nicht kocnende
worde: nu wetet^ guden vrunde, dat ik hijr nu bin^ vnde wille gi des wes
vorarbeyden vnde niyt my eendregen. so mete gi des so vorramen, dat gi
jfi des vorwaren myt den Holzsten heren, also dat gi des vorwaret sin, vnde
senden my juwen openen besegelden breft' van des rades wegen, de ynne holde,
dat de genne, de dar komende werden van mynes heren wegen, vorwaret sin
in velicheyt to vnde atf sunder alle arigh, vnde dat gi dat ok also bestellen
myt deme hertigen, dat he my ok sende synen openen besegelden breff, ludende
van desseme suluen synne vnde dar mede vore lofie vnde besegele hf^v Schacke
Rantzouwe, her Otte Zestede, her Johan Stake, her Laurencius Heysten, her
Detletl* van Aleflelde vnde her Hinric van Aleflelde. Vnde, guden vrunde, wes
gi hijr ane vorarbeyden willen, dat dot in der ti)d, also dat de dagh nicht
vorsuined en werde, dat men nyne hulperede neme, alse men ere dan heft.
Ok welet, guden vrunde, dat ik my des besorge, dat yd sik wunderliken
wil makende werden, nademe alse ik vorneme, alse men yd hijr ansetted,
wente ik weet dat wol, gi hebben mynes heren gnaden gescreuen, dat he dat
jo so bestellen scholde, dat dar neen togrepe en schege vor desseme dage.
Dat weet ik wol, dat he dat gedan heft, men eme gript men af lande vnde
slote, alse Swaflestede, dat ik in mynen weren hadde in alsulker wyse, alse
dat was, vnde ik scholde jo mynen heren den koning to eneme heren hebben,
let men denne den togrepe wol? dat merke gi wol. Ok buwet men een nye slot
to Ekerenuorde vnde ik weet dat wol, de vredebreff, dar gi dessen vrede vp
gemaket hebben. ynneholt, dat men nynerleye nye buwe buwen schal bynnen
1) Vgl M 200
248 1420. Mai 20.
vnde wyilen my to worden wesen. Des weteL dat ik, eft Got wil, wil wesen
inorgen auent to Vlensborch. Wille gy denne^ dat ik to iw ryderi schal, vnde
dunket iw^ dat gy my in velycheyde wol vorwaren konen, so wil ik it gerne
don. Wille gy ok to my ryden to Vlensborch, so wil ik iw in velycheyde
wol vorwaren. Varet wol an Gode. Screuen to Hadersleue^ des negesten
mandages vor Pynxten, vnder myme inghezegele.
Erik Krummendyk, ridder.
Aufschrift: Deme erliken manne, her Hinryk Rapesuluer, bdrgermester
to LAbekc, myme guden vrunde^ kome desse breff.
Naush dem Original auf Papier, Das au/gedrUckte Siegei ist theilweise erhalten,
CCVIII.
Der Ritter Erich Krummendik beglauhigt bet dem Burgermeister Rapesulver seiner^^
Kapellan Jacob. 0. J. (1420). Mat 21.
Vruntlyken grut touorn. Leue sunderge vrund. Ik bydde iw to weteiid^ ^
dat gy so wol d6n vnde louen dessen jeghenwardich breffwyser, her Jacot^ ^
myn cappellane vnde scriuer, nw to desser tyid, wes he to iw weruende i^,
vnde bydde iw darvmme vruntliken, dat gy my des nycht en wegheren. L1<
beuele iw Gode. Screuen to Flensborgh, des dinghesdaghes neghest vor
Pinghsten, vnder myn ingesegel.
Erik Krummendik, ridder.
Aufschrift: An mynen leuen sundergen vrund, her Hinrik Rapesuiuer^
borghermester to Lubik, kome desse breff.
Nach dem Original auf Papier, Das avfgedruckte Siegei ist theiiweise noch vorhanden,
CCllL.
Erich, Konig von Ddnemarky bittet die in Schleswtg anwesenden Abgeordneten
Stddte dringend, eine Versohnung mit dem Herzog Hemrich zu Stav^d€
zu bringen. 1420. Mai 27.
Ericus, Dei gracia Dacie, Swecie, INorwagie regnorum,
Sclauorum Gothorumque rex et dux Pomeranie.
\ nsen vruntliken grut tovoren gesant. Guden vrunde. Alse
vakene vnde to velen tijden ghebeden hebben, beide muntliken vnde ol
vnseren breuen. dat gij id vmme Godes willen vnde vmme mennighes
890 1420. Mai 28.
OCX.
Johann^ Erzbischof von Bremen, btttet die in Schlesmg versammelten Abgeordneten
der Stddtey die Stadt Stadewieder in die Hanse aufzunehmen. 1420. Mai 28.
Johannes^ Dei gracia sancte
Bremensis ecclesie archiepiscopus.
\ nsen vruntliken behegeliken willen n\yd heyllsamer grute touorn.
Ersanien besundern guden vrunde. Juwen breff' lesten an vns gesand, inne-
holdende^ dat men richten scolde to Stade ouer vere^ de dar gemaket hadden
twydracht vnde vpsate vnde in anderen steden des gelyk ok gerne gemaket
hadden^ myt mer worden hebbe wy wol vorstan vnde begeren iv darvp weten,
dat yd nenerleyewijs steyd to donde, dat men richte ouer de vere vorscreueo, ]
wente dar inochte alsodanne schade, vordret vnde vnwille van komen bynnen
Stade, de vndrechlik, vorderfilik vnde vnvorwinlik weren. Hirvmine zo bidde
wy iv vruntliken vnde myd allem vlite deger, alse wy hogest mogen^ dat j[i
dat richtent niyd den vorgenanten veren aTsetten willen vnde dat gi vmme
vfifter bede vnde leue willen de van Stade, vnse leuen getruwen borgere vnde
vndersaten, wedder laten vnde steden willen an de hense vnde laten yd bliueo
myd den van Stade by den stucken vnde artikelen, alse wy dar twisschen dem
rade vnde borgeren dat gescheden vnde gedegedinget hebben, alse wy vns des
to juwer ersamicheit vnde vruntscop gensliken wol getruwen. Dat wille vy
vruntliken myd iv vnde juwem kopmanne gerne vor ogben hebben vnde vor-
»culden* wor sik dat also gebord, vnde begeret desses juwes vruntliken aot-
wordtftt wedder by dessem vnsem boden. Screuen in vnsem slote Vorde^ des
difixeil'd^eu in der hochtit Pinxten, vnder vnsem ingesegel, in dem M CCCC XX
fMr^ fiach der bord vnses Heren.
Au/schrift: Den ersamen vorsichtigen wisen mannen, radessendeboden der
%t^d^ nil to tiden to Slessewick vorgaddert, vnsem leuen besundern vrunden, detor.
Sof'h dem (Jriginal auf Papier. Mit geringen Re$ten de» au/gedruckten SiegeU.
if ij*if hr'uef Ini von dem HansetAge 1420, Quasimodogeniti (Apr. 14.) an den Ersbiscbof geschrieben asi
^jfcvv" ; IC/w^r«Ji;j^»U; in ('rinVt vadcr vnde gnedige here. Juwen breff hebbe wy tuchtliken vntfangcn vnde wd
K^»/4.v*A>*i/, *ix^ gij 9^yiu*:Uf dat gij den vnwillen vnde twedracht, de in iuwer stad Staden gcwesct synt, ▼mntUkea
¥*^t9^i^/l\/^ vu4^' ¥\f.i/;in bcbben etc. Leue gnedige here. Dat de yorscrenen twedracht vorlecht is, dat is vns le!^
vu«/ f*-/' ^-^r iWi-AtufM fto UMttn de van Staden gedaen tegen de ordinancie vnde eendracbt der mcnen henae-^
i^A/^ *u.Ca, i^.Mff.u d«; outrrtfAfM ; wan se dat gberechtuerdiget vnde gbcrichtet hebben, sundergen in veer personen,
i;^ 4A-4 \mK/:f¥4M h//«i«:flfjd«; nynt ghcwesen vnde in anderen steden des ghelykes ok gerne gemaket hadden, inds
i»M> »*. <^.'A, ^Kit^.tuAt^u vor Attn ouertrede na ythwisinge erer ordinancien noch ghedaen hebben : wes wij en deniw
v^ iCK.iJKA *u4^ niiUiti k-rfn konen, dar wille wij gerne vurder an spreken vnde vns vruntliken bewisen vmme
,v>i»4^ wxUt vtUUcftf fUtM l/«*U;n <Iat wij konen. (Hanserecess.)
1420. Mai 29. 251
GCXI.
Stddte Lubeck und Hamburg urkunden uber das mit dem Markgrafen Friedrich L
von Brandenburg abgeschlossene Biindmss. 1420. Mai 29.
Wy borgerineistere unde ratman der stede Lubeke unde Hamborch.
l&ekeniien openbare nriit dissem breve, dat wy uns mit dem dorchluchtigen
hocbgeborn vorsten unde heren, hern Vrederken, niarggreven to Brandenborch,
des hilghen Romesschen rikes ertzkamerer unde borchgreve to Nurenberghe^
vorenet hebben na mate, alse hir nageschreven stSt. Tom ersten, dat wy
ergenanten stede umme sinen willen der hocbgeborn vorsten. hertogen Erikes
unde hertogen Berndes van Sassen unde orer brodere, vyende werden scholen.
Dar na scholen wy obgenanten stede up sunte Johannis dach to middensomere
scherest komet berede sin mit verhundert mit glevien unde mit twenhundert
schutten to perde up unse eghen eventure unde koste, unde worde men des
bedorffen, so schole wy uns vorder sterken mit v6tvolke na redelicheit. Were
ok dat wy edder unse amptlude unde de ergenante vorste samentiiken ichtes
worben to velde qwemen unde vorsten, heren, ridder, knechte, borgere, gebure
venghen edder reysighe have gewunnen, dat schal men delen na antale der
werhafftigen lude. Gewunne wy ok samentiiken stede eder slote edder vor-
dingeden, dat schai uns steden hallF unde dem obgenanten marggreven halfp
werden. Were ok dat wy edder unse amptlude unde de obgenante marggreve
SQoderken ichteswat gewunnen an gevangenen, steden. sloten, dingetale edder
r^ysiger have, dar unser ener by dem andern nicht enwere, wat denne en
iszlik del gewunne, dat schal he sunderken beholden. Were ok e£Pte jenich
vorste, ridder edder knecht des vorgenanten marggreven vyend worde bynnen
dissem kryghe umme der hertogen wi]len van Sassen, so schole wy vnde de
onsen ieghen den vorsten, rittern unde knechten dem obgenanten marggreven
onde den synen truwelken behulpen wesen. Des gelik scholen de ergenante
marggreve unde de syne uns unde den unsen wedderumme truwelken behulpen
vesen. Ok schal de ergenante marggreve umme unsen willen der genanten
hertogen unde erer brodere unde der jennen, de umme orerr willen in de
^jde komen, vyende bliven bed sunte Michahelis dach negest komet. Bynnen
^f tid en schal syk nymant van dissen ergenanten partigen, alse de ergenante
'^^ marggreve unde wy vorscreven stede, affsonen sunder des anderen vul-
^^^ unde willen. Were ok dat yd na sunte Michahelis daghe krich bleve, so
Vchole vy lo dem ergenanten marggreven up ene geleghene stat riden unde
V-
■w.-t
254 1420. Jun. 2.
CCXIV.
Der Ritter Erich Krummendik beschwert sich bei den Sendeboten der Stddte^ doss
die Geleitsbrie/e nicht emgetroffen seien^ und zeigt ihnen an^ da^s die Ddnen
bereit seieriy ihnen Sicherheit nach Flensburg zu geben. 0. J. (1420). Jun, 2,
Vruntliken grflt touorn. Wetet, guden vrunde, alse hern Hinrik Rape-
sulder wol vordencken mach^ dat ik van em schedede, dat ik bestellen scholde,
dat de genne, de d«Mi dagh soken scholden van mynes heren wegen, hi/r
betiid koinende worden^ vppe dat de dagh nicht vorsfimed en worde, also
hebbe ik gedan, vnde se hebben hi)r gewesen, sodder nfl an niytweken was,
vnde her Hinrik vorscreuen sede niy^ he wolde dat tydege noch bestellen
vmnie de velicheyt vnde de vorwaringe in alsulker wiis^ alse ik em suluen
sede vnde alse ik dar ok to Lubeke vmme fi^escreuen hadde. Vnde dar hebbe
ik <»k anderwariie vmme gescreuen by mynen papen to Sleswic vnde willik
gedan^ dat mynes heren raad hijr were^ vppe dat dat dar io neen vorsumenisse
an en qneme. Vnde my en kurnpt noch pape wedder edder ander bodeschap,
vnde dar mysduncked mynes heren vrunden sere ane^ de liijr sin^ dat en neen
antwerde en kumpt, wente se seggen, se sin hijr myt voller macht van mynes
heren wegen^ den dagh in aller wiis also to holdende, alse de begrepen is,
men nfl en nyne velicheyt vnde vorwaringe bestellet is. Nfl wiilen se here j
veligen alle, de dar sin van der stede wegen, vnde ok wen de hertige dar inede
by hebben wil, vnde wiilen de in velicheyd sunder arich wol vorwaren, vppe dal
dat men weten mach, dat men deme dage io vdl d6n wil^ vnde myn h< re nicht
en beghered meer den recht. Gode almechtich sijd befiolen. Sereuen to
Flensborg, an deme dage der hilgen dreflaldicheyt sondage, vnder mynen ingesegel.
Erik Crnmmedijk^ ridder.
Aufschrlft: Den ersamen sendeboden der stede van der Uudeschen
hense nd tor tiid vorsammeld to Sleswic detur.
Nach dem Original auf Papier. Das aufgedruckte Siegel ist sichthar.
ccxv.
Der Ritter Eri^h Krummendik giebt den stddtischen Abgeordneten nochmals an, was
die auszustellenden Geleitsbriefe enthalten mdssenj und erbietet sich, falls
sie es varziehen, ihnen Geleitsbriefe fur Flensburg zu schtcken. 0, J.
(1420). Jun. 3.
Vruntliken grut touorn. Wetet, guden vrnnde^ dat my is een breff
gekomen van deme hertogen^ des ik jfi ene vthscrift sende, den leed ik mynes
256 1420. Jun. 3.
C€XV1.
Der Ritter Erich Kritmmendik schldgt den Lvbeckischen Abgeordneten vor, die Tage-
fahrt in Flensbiirg zu halten. 0. J. (1420). Jun. 3.
Vruntliken grfit touorri. Wetet, guden vrunde, alse ik den sendeboden
der stede nfi gescreuen hebbe, issyd dat jfi duncked^ dat sik dat lenger vor-
tegeren wil, so en duchte yd my nicht vnnfltte wesen, dat gi jfl des vorwogen,
hebbe gi dat zwareste gedan, dat gi dyt IQtteke nd vortan deden vnde riden
vort here to rnynes heren vrunden^ de hijr sin^ gi mochten dar lichte ander
synne ano vinden. Gode sijd beuolen. Screuen to Flensborg^ des inanedages
na des sondages to Trinitatis. vnder mynen ingesegel.
Erik Crumniedijk, ridder.
Aufschrift: Den ersanien hern Hinrik Rapesiiluer, borgermestere der
stad Lubeke, vnde hern Tydenianne Stene, ratmanne darsulues, detur.
Nctch dem Original auf Papier. Das aufgedruckte Siegel ist theilweise erhalten.
CCXVII.
Der Rath von Lubeck schreibt an den Biirgermeister Heinrtch Rapesulver und den
Rathmann Tidemann Steen wegen einer HochzetL 1420. Jun. 3.
Vruntliken grut vnd wes wij gudes vorniogen tovoren. Ersainen leuen
vrundes. Wij begeren iuw weten, dat vnse vrundes to hus koinen sin vnd
hebben der brutlacht enen gantzen ende^ also dat de brutlacht schai wesen
bynnen Lubeke vp sunte Johans dach to niiddenzoniere erst koinet. Hijrvnune '
so bidde wij jflw^ leue her Hinrik^ gat gij van stunden an spreken init deme
inanne. dar gij vns aff seden, mit deme gij geredet hadden tor Arnsboken, J
vnde mit erne een werden, effte he dat don kone, dat he sik darto beredel
vnde kome yo vppe desse vorscreuene tijd, sunte Johans dach^ to desser brut*-
lacht to Lubeke, vppe dat wy erne herberge mogen bestellen. Vnde wes iuw.
hirinne weddervaret, verscriuet vns vnuortogelik jiWe antworde. Gode sijd!
beuolen. Screuen vnder vnsen secret, des mandages vor vnses Heren licham
dage, anno M^ CCCC XX^
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Den ersamen wisen mannen, hern Hinrike Rapesuluere^i
borgermestere, vnde hern Tydemanne Stene, radmanne to Lubeke, vnsen besu
deren leuen vrunden, geschreuen.
Nach dem Original, Das aufgedruckte Secret ist theilweise erhalten.
258 1420. Jun. 8.
ergherende^ dar gi iw menen mede in to theinde^ vnde wy doch wol daghe
recbtes vnd aller moghelicheid ouer vnsen bolen mechtich sind, vnde be vmme
vnsen willen myd dem marcgreuen van Brandenborg in veyde komen is. Vnde
were dat de vnwille nu tor tyd tuscben vnsen bolen vnde den van Hamborg
vnde iw scbege, so vrucbte wy, dat dar vnwille vnd argb af schen mocbte,
dat wy doch vngerne sSn. Worvmme bidde wy iw viitigen, dat gi darvore zin
vnd wesen vnd scriuen to dem van Hamborg, wente schelet en vnd iw icht to
vnsem bolen van Zassen, wy sind siner to daghe, to rechte vnde to aller
moghelicheid mechtich, vnde wy vorbeden em to daghe vnde to rechte, vnde
wes unse bole vnser bede vnd vorscriuens hirane gheneten moghe, bidde wy
juwer antwerde wedder bescreuen. Zijd Gode beuolen. Screuen tor Wysmer,
vnder vnsem secrete, des sonnauendes na Corporis Christi.
Aufschrift: Den vorsichtighen wysen beschedenen luden, borgermesteren
vnde radmannen to Lubike, vnsen leuen besunderen, ghescreuen.
Nach dem OrigincU auf Papier, Daa Siegel tst abgeapmngen.
Joliann (Graf von Hoy a), Bischof von HUdesheimy ermahnt den Rath von Lubeck
zu einer Versohnung mit dem Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg*
0. J. {1420y
Johan, bisschop to Hildensem.
Vnsen groit touorn. Wysen bescheyden lude. Alse vnse leue broder
¥f$d here van Munster vnd wy an jv geschreuen hadden van wegen vnses leuen
h^reu vnd omes hertogen Erykes van Sassen, darup gy iuwe antworde vnd
riii^ricbirhande gebrek hebt wedergescreuen, des suluen gelyk hadden vns
rn^^d von Homborgh ok oren gebrek vnd antworde gescreuen etc. Darvp ha(
wy vnie bodeschop gedan an den ergenanten vnsen ohem, vnd he hadde wed(
by ^nn nyne erbaren bodeschop vnd leet vns vnderrichten, dat he gerne allii
^i'hrek twisschen ome vnd jv wolde hebbin beseen laten vnd datmen darupj
1l^ifl**fl^i*Uken twisschen ju vnd ome gehandelt hedde, wo id sek gebord heddi
dsil ofue nicht gehelpin mdchte. Vnd bouen alle dingk so hedde he vnd
juwi* itchelinge gezat an de bescheyden lude, den rad to Luneborgh, juk
ucUt^yiUuit" nach fruntschop eder in rechte, dar gy auer des nicht enwolden
I) Urn gl«icbeo lohalts wegen hier aDgeschlossen. Jedenfalls ist der Brief Tor Aiubnioh der Fehde,
260 i4SiO. Jun. 9.
gutlike bescreuen antwerde bi dessem jegenwardigen. Screuen to V
des sondages neest na des hilgen Lichamen dage, vnder vnsem secret.
Aufschrift: Den vorsichtigen wiseri borgermestern vnd radmann<
stad to Lubeke, vnsen leueri besundern, detur.
Nach dem Oriyinal auf Papier. Das Siegel ist abgeaprungen.
CCXXII.
Der Rath von Liibeck zeigt dem Herzog WUhelm von Braunschweig den Empfant
Schreibens an und verheisst weitere Antwort. 0. J. (1420. Nach J
Dem hochgebornen fursten vnde heren, hern Wilhelme,
to Brunswic vnde Luneborch hertogen^ vnsern gunstigen
leuen heren.
Vnsen fruntliken denst vnde wes wy gudes verniogen tovorn.
geborne furste, leue besundere here. Alse juwe herlicheit vns scriuet v
hochgebornen fursten wegen van Sassen vnde van Mekelenborch etc.,
wy temelken entfangen vnde wol vernomen vnde bidden juwe herlicheit
dat endeles vnser borgernriestere vnde ander vnse inederadeskumpane
to hus en sin, vnde aise de erst komende werden, wille wy iuwer hei
vnse antwerde gerne wedder benalen. Juwe grodmechtige furstlike hei
God lange tiden behoden wille wolmogende vnde gesund.
Nach dem Concept auf Papier.
CCJLJLm.
Erwiederung des Raths von Liibeck auf das Schreiben des Herzogs von Brauns
0. J. (1420. Nach Jun. 9.)
JjLochgheborne vorste, mechtige here. Juwen breeff rorend
vnwillen tusschen dem heren hertoghen Eryke van Sassen vnde vns etc.
wy wol vernomen. Des beghere wy juwer herlicheyt to wetende, dat vo
jaren de her hertoghe vorbenompt vmme ytlyke zake weder syne vnde
vorvaren beseghelde breue vns vor des allerdorluchtighesten vorsten
heren, hern Sighemundt, Romeschen koninghes, vnses allergnedighesten
hoffgherichte laden vnde vorclaghen leet. Vnde wanne wy wol swarer kos
sake thegen en hadden, alse wy ok noch hebben, so worde wy des em
262 1420. Jun. 15.
vnitne welk scliep vnde gued des heren raed vnde dat geniene land van
Vlandern viis groete kost vnde moyenesse gedaen hebben vnde hedden den
schaden van den vorscreuenen schepe gherne vp den coepman gebracht to betalne
sender schult vnde vordente^ vmme dat id by Oesteriingen solde gedaen zijn,
alse se segeden, vnde se oeck nieer sake den coepuianne tolegghende weren,
de to lanck to scryuen weren vnde de doch in der warheit also nicht en zijn,
van den welken wy vns verantworden vnde vntschuldichden, also verre dat
wy verhopende weren, dat wy des verdrach solden gehad hebben. Men sint
den tijdeii, dat en ter kennessen gekoinen ys, dat de vorscreuene lose partije j
met den schepe vnde guede in Pruyssen geleydet weren in sulker maniere,
aise gij sehien wol weten, darvan jv de stede van Pruyssen eynen breyff
gescreuen hadden, des gij vns copie ou^rsanden vnde des gelikes de stede
van Pruyssen vns darvan oeck eynen breyff gescreuen hadden. so hebben vns
des vorscreuen heren raed vnde dat geniene land wedder vp nye gemoyt vmme
des gelikes willen vnde vmme dat des guedes vten vorscreuenen schepe in
Pruyssen eyn deel solde verkoift zijn. Darvp dat wy enne verantworden, dat
sulk geleyde, alse en dar gegeuen were^ dat dat gedaen were vmme beters
willen, vnmie dat gued in sekere hande to krygene, vp dat id den ghennen,
de darto recht hadden, mochte zijn wedder geworden, so were dat schep buten
der reyde van Pruyssen gebleuen vnde verdoruen, lykerwijs alse juwe copie 1
vnde ere breyff desse dinghe claerliken vtwyseden, welken breyff wy des heren
raed vnde den lande togeden vnde lesen vnde bogherden, dat se deme coep-
manne van desser sake vngemakes vnde moyenesse verdroeghen, darvp dat se
vns wedder verantworden, so wes se darvp to raede worden, dat solde vns
wol to wetene werden. Aldus so weren eyn deel des heren raede vnde dat
gemene land hijr ghijstern vergaddert ter dachuard, dar se vns by en deden
komen vnde vorlegeden vns alle de handelinge, de se met vns vnde wy met
en van des vorscreuenen schepes vnde guedes wegene gehad hadden^ int eende
van erer reden seggende in fornien van rechte, dat wy van den vorscreuenen
schepe vnde guede solden verrichtinge offte beteringe doen offte doen doen
tusschen dit vnde vnser Vrouwen daghe Lechtmessen naestkomende, vnde dar
des nicht en gesche bynnen desser vorscreuenen tijt, so wolden se dat holden
vp de ghenne, de vyt Pruyssen zijn, vmme dat welke wy met enne vele rede
vnde worde hadden^ gelijck alse wy to andern tijden met en gehat hadden, dal
vns doch al nicht bathen en mochte, vnse segeden, dat se hijr by lynnen^
\) lynnen, Linicn ziohen, genau sich richten.
264 1420. Jun. 18.
ccxxv.
Hetnrich, Herzog von Schleswig und Graf von Holsteiny bittet den Rath von Lubeck,
seine und des Grafen Heinrich von Holstein Vermittelung in dem Streite
mit dein Herzog Erich anzunehmen. 0. J. (1420). Jun. 18.
Hiiiricus. Dei gracia dux Siesvicensis,
Holtzacie. Stoniiarie etc. comes.
V nsen vruntliken grud mid begheringhe alias guderi tovorn. Ersamen
guden vrunde. Wi begheren iw weleii, dat vnse om, hertich Erick van Sassen,
vns heii't ^hescreuen . wo dar twidracht vnde vnwille twiskeri knne vtide iw
vnde den van Hamborch sy, vnde begheret, dat wi iw vnde den van Haoiborch
scriuen vnde ene to rechte vorbeden, wente vnse vedder^ greue Hinrik van
Holsten, vnde wi mid vnsen vnde sinen rade scolen ouer em vulmechticb
wesen alles rechten vnde vruntliker schedinghe vnde vppe leghelike daghe
darvmme to komende, wo gi des ghelyk wedder don etc. Guden vrunde, des
bidde wi vruntliken^ dat gi mit den van Hamborch hirvpp vordacht sin, vnde
d6n vnde nemen, wes heren vnde vrunden dunket moghelyk wesen an rechte
vnde an vruntschop twisken iw an beyden siden, dat dar vorder neen vnwille
van ansta van beider weghen. Dar do gi vns sunderghen dank vnde willen ane.
Wes gi hir ane d6n willen, boghere wi iuwe vruntlike bescreuene antworde
bi dessen jeghenwardighen, dat wi vnsen Sme wedder moghen benalen. Sijt
Gode beualen. Screuen to Gottorpe, des dinghesdages na Viti, vnder vnsern
ingesegel.
Aufschrift: Den ersamen wisen borghermesteren vnde radmannen der
stad to Lubeke, vnsen guden besundern vrunden.
Nach dem Original auf Papier. Das Siegel tat abyesprungen.
CCXXVI.
Heinrich, Graf von Holstein, bittet den Rath von Lubeck, seine und des Herzogs
Heinrich von Schleswig Vermittelung in dem Streite mit dem Herzog Erich
anzunehmen. 0. J. (1420). Jun. 20.
Hinricus, Dei gracia Stormarie princeps.
Holtzacie et in Schowenborg comes.
Vnse vruntlike grute mid begheringhe alles guden. Erliken bor^^er-
mestere vnde radmanne. De hochgheborne vorste vnde here, here Erik, hertoge
266 1420. Jun. 22.
GCXXVIII.
Der Rath von Dordrecht urkundet uber die vor ihm gemachte eidliche Aussage
glaubhafter Manner y dass Wilhelm Eggert und Dietrich der Braune stch
in das Silher getheiU haben, von welchem die Bruder Tile und Betemann
Lose behaupten, dass es thnen von Dietrich als Zollner m GeervUet
genommen sei. 1420. Jun. 22.
Wi burgermeisters, scepenen ende raet der Steele van Dordrecht. Doen
kont alien luden, dat op heden datum des briefs voer ons in onsen rade
gecomen siin in proprien personen gude eerbare mannen waerdich van geioue,
onse poirteren, ende hebben voer ons mit opgerechten vingeren gestaefts eedes
liifliken ten heiligen gezworen, dat hem witliken ende kenliken is^ dat Wiliem
Eggert, voirtiits threserier te HoUant, ende Dire die brwn^ in dien seluen
tiden tolner tot Gheeruliet, tegader deelden ende gedeelt hebben aisulc ziluer,
als Tyle Lose ende Bethman Lose gebruedern clagende ^iin, dat hem hi Dire
die brwn voirseid voirtiits tot Geeruiiet, doe hi aldaer tolner was, ghenomen
wert. Voert seiden ons desse selue getugen, dat hem witlic ende kenlic is,
dat Wiliem Eggert vorscreuen gerne weder gekeert hadde voer dit ziluer vor-
seid een seker somma van gelde, alsoe verre alsmen gheen veruolch noch
namaninge meer hier of en hadde willen doen. In kennessen deser tugenesse
hebben wi onser stede segel hier aen doen hangen. Ghegheuen den twee
ende twintichsten dach in Junio, in den jare ons Heren duzent vierhondert
ende twintich.
N(tch dem Original, Mit anhangendem SiegeL Es ist rund, 7'/|o Ctm. Etn Thorthurm mit offner P/orte umd
haibherabgetassenem Failgatier toird von twei runden Thiirmen fiankirt; er ist viereckig, rmei Stoekwerte
hoeh und mit vier Zinnen abgedeckt, Eine Mauer schliesst sick rechts und links daran und unuekUesst
einen rauten/ormigen Raum. Der Orund ist mit Blattranken bedeckt, Umsckrtft: -I- SIGILLVfll:
OPI . . . . DORDReCkT 2CD : QTCVSHS
Hetnrich, Herzog von Schlesmgy giebt dem Rathe von Lubeck Kermtniss von mehreren
Seitens des Konigs wdhrend des Friedens verubten GewaltthdHgkeiten. 0. J.
(1420). Jun. 26.
Hinricus, Dei gracia dux Sleswicensis,
Holtzacie, Stormarie etc. comes.
Ynsen vruntliken grut touorn. Ersamen leuen vrundes. Wij begeren
juw weten, dat nu in sunte Johans Baptisten dage edlike van des koninges ]
268 1420. Jul. 2.
antedictus dominus Tidemannus tradidit nuptui filiam suamBerteken^ assignando
sibi in dotem cum Hinrico Vocken XIIIF mrc. tub. den.^ et quod inclaustrauit
filiam suam Metteken in Czerrentin, quod eciam cum redditibus eidcm compa-
ratis et inuestitura constetit IIIF mrc. lub. den. de istis pretactis tribus millibus
marcis, sicut in presenti libro de anno Domini IVI CCCC XII, O"^siinodogeniti,'
plenius continetur, ita quod prescripte III^ marce de ipsorum omnium scitu
et consensu minorate sunt usque ad summam XII^ marcarum.^ sic sane quod
quilibet aliorum puerorum dicti domini Tidemanni a Taleken, prideni sua
legitima uxore^ genitorum optinebit de prescriptis IIP marcis duntaxat III^ marcas.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1420, Visit, Mar.
Aufzeichnung liber eine Schuld an die Leichnams- Bruderschaft auf dem Muhlen-
damm. 1420. Jul 2\
Arnoldus de Stendele et Reymarus Borstuelt pro se et suis heredibus
coram libro recognouerunt, se coniuncta manu teneri Fraternitati Corporis Christi
de aggere molendinorum apud ecclesiam Lubicensem et illius societatis proui-
soribus ad eius vsum in C et VII marcis lub. den. festo Penthecostes proxime
affuturo amicabiliter persoluendis, et dicte C et VII marce sunt de illis ducentis
et XIIII marcis, que in presenti libro scripte sunt de anno etc. CCCCXV,
Michahelis, et incipit Arnoldus de Stendele et GotPridus de Tyla.^
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1420, Visit Mar,
Adolph, Graf von Holstein, nimmt den Ludeke Rahoysen als seinen Diener an und
nimmt ihn in seinen Schutz. 1420. Jul 12.
VVy Altf, van Codes gnaden greue to Hol;$ten, Stormarn vnde to
Schowenborch. Bekennet vnde betflghet openbar in dessem breue vor alle
den ghennen, de one seet edder horet lesen, dat wy dossen jeghenwordighen
Ludeken Raboysen, bewyser dosses breues, hebben ghenomen in vnse bescherm
vnde hebben one entfl'angen vor vnsen knecht, so dat wy one truwelken ghelyk
anderen vnsen knechten vnde ghesynde vorbidden vnde vordeghedingen willet,
wor wy kunnet vnde moghet, vnde bidden alle fflrsten, heren, Fitter vnde
1) VgL Bd. V M 409. 2) Vgl. Bd. V JW 808.
3) Die iDBcription besagt einfach, dass die beiden Gknannten sioh zu einer Sobnld Yon SI 4 n^, niehtte
Pfingiten zu bezahlen, an die Leichnamsbrttderaobaft aaf dem HQblendamm bekennen.
. ^^^k...
1420. Jul. 12. 269
knechte^ stede vnde alle vrome lude, de vnse hereri vnde gflde vrund syn vnde
de vmme vnsen willen ddn vnde lateri willet^ dat de den vorgenanten Liideken^
vnsen knecht^ eren, vorderen vnde beschermen vmme vnsen willen vnde nerghen
an hinderen an line noch an gfide. Dat: wille wy gerne vruntltken in gheliken
vnde meren saken vordenen vnde vorschulden. To merer tucbnisse dosser
stucke hebbe wy vnse secret drucken heten beneden dosse scriftt vp spacium
dosses brenes. Datum Schowenborch, anno Domini M® CCCC^ XX% in profesto
Margarete beate virginis.
Ohne Au/arhri/t. Narh dem Original auf Papier. Mit aU Pressel vntergedrucktem kleinen Sicgel des Gra/efi.
L>er Rath von Neustadt erwiedert dem Rathe von Lubeckj dass er dessen Wunsche
in Bezug auf das dorthin gekommene Schiff soweit thunlich erfullt habe.
1420. Jul 19.
lemelike gruthe tovoren. Leuen heren. Willet weten, dat wy juwen
bref wol vorstan liebben van dem schepe vnde gude, alzo vor juw vorrychted
IS, dat de manne., de dartho lioren, hir vnde to Hamborch tho hfls horen etc.
Des wetet^ dat wy des vpsates, rades vnde dades nicht hadden to donde vnde
an den zaken nicht by weren, juwe manne efte ghud zo tho hyndernde. Vor
vyghende ghud is dat bracht an vnse havende sunder vnsen willen^ )odoch zo
' hebbe wy vmme juwer bede willen arbeydet.^ dat de manne vnde ghud quyd
ghelaten syn. Gode syd bywolen. Screuen des vrygdaghes vor Marien Magda-
lenen, anno XX*.
Consules Nyenstad.
Aufschrtft: Honorabilibus viris et prudentibus, dominis proconsulibus
ceterisque consulibus ciuitatis Lubeke, amicis nostris sincere preamandis, detur.
Nach dem Original auf Papier. Das au/gedrUckte Siegel ist gdmlich abgesprungen.
^t hansischen Aelterleute in Brugge setzen, in Veranlassung eines tJorgekommenen
FalleSy aus einander, dass es nothwendig set\ ihnen die voile Jurisdiction
uher die dort stch au/haltenden Kaufleute zu belassen^ da eine Schmdlerung
derselben dem gesammten Deutschen Kaufmann zum Nachtheil gereichen
werde. 1420. Jul 22.
V rentlike grote vnde wes wij gudes vermogen altijd touoren. Erbaren
heren vnde guden vrunde. Juwen breff gegeuen in sunte Vites dage latest vor-
270 1420. Jul. 22.
leden inneboldende van derne richte hijr van dem copmanne Tydenianne
Raphone vnde siner wedderpartye gewijset^ alse van zeligen Hanses vamrne
Hagen wegene^ hebbe wij entfangen vnde wol vorstan^ vnde begeren juwer
vorsenigen wysheyd darvp to weten, alse wij den heren van Lubeke to andern
tijden ouerscreuen, dat gij heren van en wol vorstan hebben^ dat van desser
vorscreuenen zake na clage vnde antworde vnde na den gescriffte vnde
kennessen, de de copman darafF hadde, wijsede recbt, alse sik dat geborde
vnde aldus lange bij den copman gewonlik is gewesen na den ordinancien vnde
macht eiiie van den gemenen hensesteden irioued vnde vorleent, vnde ok na
den priuilegien vnde vrijheyden hijr van den heren vnde sinen iande deo
geineynen steden vnde copmanne gegeuen, de weike ordinancie, macht vnde
vrijheyd bij juwen voruaren den copmanne sunder vorsenigen rade hijr nicbt
vorleent vnde vorworuen zijn^ alse gij suluen wol irkennen mogen, want, solde
de copman hijr eynen copman mogen richten, vnde eyn andere, de hijr in
rechtes dwange gekomen were, vor iw heren wysen, vmme dat juwe borgers
an de jcnne, de hijr angesproken worde(n), ok tachter weren, alse de heren
van Lubeke vns to anderen tijden van desser zake ouerscreuen, dat somige
van eren borgers an Hannes vamme Hagen vorscreuen ok tachter weren, so
scholde manich schamel gezelle des sins hijr to achter gan, dar he sik des
sinen wol genaked hedde. Want, so wanner eynige partye hijr vor den cop-
man qwemen, so moste de copman alletijd erst alvnmie in de henzestede
ouerscriuen, eft jemand dar van eren borgers weren, de an den jennen, de
hi)r angesproken worde, icht to achter were, vnde alse dat also bevundea
worde, so moste de copman de zake vor de gemeynen stede wijsen, dar mit
rechte to schedende, dar sere misselke luden solde, alse de inwoners van
dessen Iande oflt van anderen hijr vor den copman vp jemande recht versochten.
Ok mochte ymand mit sinen ouermode vnde vmme dat he bij gelde were,
alse desse vorscreuene Raphon, scheten eyn recht, dat he jegens eynea
schamelen gesellen hedde, so dicke alse eme dat geleuede, so scholden de
armen darbij mit alien vorderuet werden, vmme dat se ere recht nicht en
solden vermogen vor de stede to uoruolgende, vnde ok solde des copmans
recht darmede mit alle to nichte gan vnde nicht geachted werden, also dat
bij iw (heren) ^ wol to merkende is vte groter vntruheyd vnde vngeloffsamheyd,
de gii den seluen tolecgende (sin, de) hijr staen, vmme des copmans rechtK
J
1) Die eingekUmmorten Worte sind erg&nzt; das Papier ist an den Stellen darohl5chert
1420. Jul. 22. 271
cheyd vnde vrijheid to uorwarne, vnde sunderlinges den alder(luden), de vp
eren eyd' hijr gekoren sint, elliken bij sinen rechte vnde vrijheyd to holdene,
nadem dat gij in juwen breue scriuen^ dat gi) nicht en willen^ dat de copman
mil der niacht em van den steden vorleent ymande vorwelden, darane gij den
copman sere to kort don^ want be ny darna enstond noch, oft God wil,
nummermer don sal^ iinande to uorweldene. Ok en sal dat nymand mit der
warheyd vp enie mogen brengen^ dat ymand bij erne vorweldet sij, men he
heiiet hijr elliken so gedan, alse he dat vor Gode vnde der werlt wille bekand
wesen. Vnde ok en solde de copman node sen, dat ymand in sinen rechte
vorweldet mochte werden, also dat wol kentlik is, want, alse de copman to
aoderen tijden vornam^ dat de erbaren heren in somigen hensesteden in eren
rechte mochten sin vorweldet worden, so heuet de copman darvmme mit line
vnde gude gearbeydet, dat to wedderstaene vnde to vreden vnde endracht to
brengene in also vele, alse he konde vnde mochte. Vnde ok, vmme dat deme
copman let were, den heren in den hensesteden enige gewald vnde ouerdat
gedaen to werden, so vorkundiget men dagelix dem gemeynen copman also-
dane ponte, alse in deme recesse bij den gemeynen steden geordineret sin, vp
dat sik elk sine vrende vnde sik suluen moge warnen vor sodane pene, de
darvp gesat is. Ok medde so verbutmen elkerlijk, houeslike to wanderne in
sinen worden vnde hanteringhen, vnde weret dat enich in etliken van den vor-
screuenen poenten brokatftich gevunden worde, dat wolde de copman vp den
vorbalen mit em, dat em darto schuldich vnde temelik were to doene, dat eyn
^nder daran denken solde. Des gelikes hadde sik de copman to iw heren wol
^orroodet, dat gij ok solden gedan hebben, so wanner enich were, de den
copman vnhorsam worde vnde mit homode vnde smaheyd dem copmanne to
bewijsene, vor wolde gan, alse desse vorscreuene Raphon gedan heuet, des
(dijkes ny geseen efte gehoret en is vor den copman, alse wij den heren van
Lobeke to anderen tijden screuen. In also verre alse gij den copmanne so
groten louen wolden geuen alse Raphone, so wert wol temelik, dat he sodane
Forbeteringe darvore dede, dat id alien anderen qweme to eynen exemple.
Men wille gij heren, dat wij hijrmede solen lijden vnde nicht en willen gedogen,
dat he hijrvore beteringe do, also sik dat geboret, des wij doch nicht en hopen
oa der kennisse, de gij hijraff van vns hebben, so solle gij in lokomenden
tijden wol beuinden, so wes hijrvan komen sal. Vnde vmme eyn erger to
1) Im Mnraseript ein Schreibfehler: eyn.
272 1420. Jul. 22.
schuwene. so willen de coptnaii vnde de jenne, dc hijr dat recht vnde de vrij-
heyd des copinans to uorwarne hebben^ sik hijrinne qwijten, so dat de vor-
screuene Raphon vor de vorscreuene ouerdat vnde sinaheyd bij der bote van'
mark geldes vnde des copnians recbte alsodane beteringe don sal, alse darto
behorende is, vppe dat andere bij em in siner gewald vnde ouerdat nicht ge-
sterket en werden, vnde hopen, dat de gemeyne hensestedc dat iiicht to
vnwillen vnde in arge van dem copmanne* willen nemen, men to groteri willen
vnde danke, want anders so en solde hijr nyn gudman staen van der stede
wegen, vmme des copmans recht vnde vryheyd to beschermene, darvan dat
deme copmanne moynisse, laest vnd vordrytes dagelix genuch ankoineri, so dat
id wol redelik were, dat de copman van dusdaner ouerdat vnde luoyriisse van
siner selscop hijr bouen redenen vnde beschede vmbelast mochte bliuen, men
dat eyn deme anderen bijstandicheyd vnde hulpe bewijsede, de rechticheyd
vnde vrijheyd hijr to uorwaren. Dat were dem copmanne grotlike wol van
node. Got, vnse here, mote jw allewege bewaren an zeylen vnde an lieue.
Gescreuen vnder vnsen ingesegelen, vp den XXIl**" dach in Julio int jar XIIII^
vnde XX.
Alderlude vnde de gemene copman van der
Dudeschen henze nu to Brucge in Vlanderen
wesende.
Sach einer Abtchri/t auf Papier mit der Ueberschrift: Honorabilibus ac magne prudencie riris, dowumit
ftunciis consularibus ciuitatum home Theutonicey die beati Viti martiria proxime elapso Ijubeke congregaiu^
et precipue dominis procouMulibus et consulibuB ciuitatia LubicensiSy amicis noatritt sincere prediiectia,
Der Rath van Lubeck meldet dem Rathe einer hefreundeten Stadt ( Wismar i) neuer* ,
dings geschehene Rduhereien zttr See, vnd far der t sie aufy alsbald gegen
die Rduber auszuziehen. 1420. Jul 26.
nsen vruntlyken grut vnde wes wy gudes vermoghen. Ersameti leuen j
besunderen vrende. Wy begheren juw to wetende, dat der zeerouere vele, \
alse by twehunderden, to der Nyenstad in deme lande to Holsten wesende
alrede vele schepe, alse bynnen dren daghen teyne, ock myt kosteleine gude
dem kopmanne vnde den steden tobehorende ghenomen hebben vnde stedes^
in der zee zind, vorder den kopman to beschedighende, vnde nene schepe vor
1) Die Zahl fehlL
1420. Jul. 26. 273
sik ben laten, dar wy doch dicke vmme screuen den heren van Holsten vnde
ock vnse muntlyke bodesscop ghedan bebben, de vns docb nicht helpen mochte
edder macb. Oft man derae in< tijden nicbt weddersteyt, so besorgbe wy vns^
dat de lose partye so groet werde, dat man er oueie wedderstan kone, vnde
de stede vnde kopman in groten verderflyken scbaden komen, darvan vele
quades in den steden vprysen mocbte. Begbere wy, dat gy van stund an
juwe were in de see scbicken, de losen partyen weddertostande, wante wy
dating sunder sument wellen vtwesen, vnde des nicbt vorleggen, alse wy gbens-
liken to jw verbopen, vnde vns des juwen willen vnde meynungbe sunder togbe-
ringhe by dessen boden wedder scryuen. Sijt Gode beualen. Screuen vnder
vnser stad secret, des anderen dagbes na Jacobi, anno XX.
Nach dent Concept auf Papier.
CCXXX VII.
Der Rath von Lubeck schreibt dem Egidius von Campe, Vicar in Hamburg^ ilber
die von Neustadt aus von Vitalienbrudem untemommenen Seerdubereien.
0. J. (1420). Jul 26.'
Vnsen vruntlyken grut myt wunsscbe alles beyles tovoren. Ersamen
beren, leuen besunderen vrende. Alse wy jw gbysteren screuen, wo de beren
van Holsten de vitalienbrodere vpbalden bysunder to der Nyenstad vnde deme
kopmanne vnde vnsen borgberen groten vndrecblyken scbaden tokeren etc.,
<les hebben de vitalien van nyes alse gbysteren en grot scbep myt kostelem
gude vnsen borgberen tobeborende gbenomen vnde stark in der see zint, vmme
nieer schepe to nemende, vnde wattan wy darvmme mester Pauwele to der
Nyenstad gbesand bebben, so vermode wij vns docb, dat vnsen borgberen
Dene redelicbeyt weddervaren kone, sunder dat se vnse borgbere al mer
vnde mer bescbedigben scbolen. Darvmme ys des noet, welle wy vnwillen
vnde twidracbt mank vnsen borgberen anicb wesen, dat wy dat to lande vnde
to watere keren, alse wy best mogben vnde konen. Warvmme wy vlytlyken
begheren, dat gy myt der were sunder sument byr ouerkomen vnde docb id
so besorgben, dat jw vnderwegbene nicbt argbes wedervare. Begbere wy ock,
dat gy myt vnsen vrenden van Hamborcb darvmme spreken, dat ze bearbeiden,
dat deme kopmanne vnde vnsen borgberen scbepe vnde gudere wedder werden
I) Die Jahreszahl ergiebt sich aus den dazu gehdrigen datirten Briefen.
35
S76 i4S0. Aug. 4.
konjnghe senden wolden, alse langhe dat me en antworde hadde van den
HoUten heren etc. Des wetet, leuen zunderghen vrunde^ dat wy vmme des
dotolages wiilen Degheners Bucgenhaghen leyder Gode gheclaget nicht konen
irnses radessendeboden to den Holsten heren myt den juwen vnde myt den van
der Wyi»rner senden, dat wy bidden vor nenen vnwillen to nemende^ men de
anderen vnses radessendeboden wille wy gherne alse langhe tagheren^ beth
vns van iw tidynghe weddervaret, dat gi by den Holsten heren hebben gheweset.
Vnde bidden iw, leuen ersamen vrunde, dat gij vmme des menen besten wiilen
enkede voruaren vnde iw laten to wetende don van den heren van Holsten,
oft ze rechtes vmme des wiilen, dat se scfggen, dat de konyngh den stekedacb
nicht gheholden heft vnde he darvmme sin recht schal vorloren hebben, willeo
bliuffn by heren vnde by steden vnde ok erer houetsake. Weret dat de koning
zin recht dar nicht mede vorloren hebbe edder oft ze rechtes, alse vorscreuen
is, by heren vnde steden nicht bliuen wiilen, dat gi dat yo enkede van en
voruaren^ dat me vor den heren koning moghe bringhen, vnde dat gi denne
daran myt juwen rade vurder spreken, oft ze rechtes nicht wolden van zik
gan, dat me denne by dem heren konynge, de dat beste recht hadde vnde
rechtes by heren vnde steden wolde bliuen, bleue, dat vns nutte dunket, dat
men by deme bleue, de dat recht nichten vl^oghe, vnde senden iuwe radessende-
boden to dem konynge, wente wy vns yo vorsecht hebben, by deme rechte
to biytiende, vnde moten yo de lenghe by dem bliuen vnde enen wech slan,
vppe dat de copman vrede moge hebben, welke boden gi also vulmecbtigh
senden, alse wy de vnsen don, dat se nyn weddertoch nemen, alse by dem
konynge to bliuende, oft de Holsten heren dat recht afiFwerpen, vppe dat dar
nene langho togherynghe van kome. Wat iuwe guddunckent hirvmme is.
bidde wy vnM en antworde darvan to scriuende. Scriptum dominica post ad
vinciihi Pfflri.
Smh tUm Original anf Papier, Das aufyedruckte Siegel i$i fast gdnzlich abgcsprungen.
Consules Stralessundenses.
AiifHchrifl: llonorabilibus magne discrecionis viris, dominis proconsulibus^
4*1 conMiilJbuH ciuilatis Lubicensis, amicis nostris predilectis, detur.
J
1420. Aug. 5. 277
Balthasar, Herr von Werkj versichert den Burgermeistem Pleskow und Rapesulver,
dass er das geschlossene Bundniss treu halten werde, und bittet um Will-
fdhrigkett in der Angelegenhett, die er durch seinen Kapellan Johannes
Bran voi'tragen lasse. 0. J. (1420). Aug. 5.^
Baltazar, van Codes gnaden
vorste to Wenden, here to Werle.
Vnsen vruritliken ghrut vnde wes wi ghudes vormoghen tovoren. Leuen
sunderghen vrundes. Alse gi vnde wi vns tosaniende an ghuder endracht
i^runtliken vorghan hebben, des do wi iv to wetende, dat wi dat to ende so
bolden willen^ vnde weren beden hochliken vmine veftich wapende vnser inanne
' vp iawe ergheste to sendende^ dat wi nenerleye wijs dachten to donde vnde
nicht don willen. men to denie iouen, dar wij myt jw ane sitten^ schole gi iv
ghentzliken to vorlaten^ vnde hebben ok afkeret andere heren, vnse vrunde^
d€ ere manne wolden vp iuwe ergheste sant hebben, vnde willen iiiwes besten
t^men vnde weten, wor wi konen vnde rnoghen. Des beghere wi ok van iv.
Vnde, leuen vrundes, wi bidden iv mit ghantzeni vlite, dat gi vns willen
kpwisen willen an deme werue, dat Johannes Brun, vnse jeghenwardighe
capellan^ to iv nv to der tid van vnser weghene weruende wert, vnde belouen
em des, oft wi iv suluen muntliken spreken. Dat wille wi ieghen iv hochliken
f vorschulden. Sid Gode beuolen. Screuen yn vnsen slote Plawe, des mandages
ror Laurencii, vnder vnsen yngesegel.
Aufschrift: Den erewerdighen vorsichtighen mannen, her Jordan Ples-
kowe vnde her Hinrik Rapesuluer, borgermestei^n to Lubek^ vnsen sunderghen
TTunden, geschreuen.
Original auf Papier, Mit Resten des den Brief schliesaenden SiegeU.
1) Mit Besiehnng auf die am 14. April 1420 abgeschloaseDe Sfibne {M 196) und auf die Fehde mit dem
ffenog Ton Lauenbarg datirt.
I
Die Eroberuiig und der Erwerb Bergedorfs dnrch die Stadte
Liibecl£ und Hamburg.
C€XIil.
Fehdebricf der Stadt Luheck an die Herzoge Erich und Bemhard von Sachsen-
Lauenburg. 1420. Jul 7.
VVetet, hertoge Erick vnde hertoge Bernd van Sassen, Engeren vnde ;
Westfalen^ dat wy borgermestere, ratmanne vnde menbeit der stad Lubeke
juwe vnde juwer broder(\ geistlik vnde werltlik manscbop^ undersaten, juwer
land vnde lude (viand wesen wilien) vnde al dor jennen^ de wy vmrne juwen
willen vnde vniine des bocbgebornen forsten vnde grutuiecbtigen heren willen,
her Frederikes, niarggreuen tu Brandenborg, dar id vns nu tor tid also mede
gewant is^ vnde ok vmrne ander sake willen^ de uns forder darto [to] bewegeD, ;
vnde willen des vnse vnde der jennen ere, de vmine vnsen willen niit juw to 1
veide kornen^ j^g^" juw vnde de jenne^ de vmrne juwen willen init vns to
veide komen^ genzliken vorwaret weten vnde holden. Des to merer betuchni8
so hebbe wy vnser stad secret inwendich gedrucket an dessen breff. Ge-
schreuen na Godes bort dusent verhundert jar in deme twintigesten jare^ des
sondages binnen den achte dagen na vnser Vrouwen dage Visitacionis.
Scich einer spdteren Abschrift auf Papier.
Fehdebrief der Stadt Hamburg an Dieselben. 1420. Jul. 8.
Wetet, hertoge Erick vnde hertoge Bernd van Sassen^ Engern vnde
Westfalen, dat wy borgermestere, ratmanne vnde ntenheit der stad Hamborg
juwe vnde juwer brodere. geistlik vnde werltlik manschop^ juwer lande vnde
lude vnde al der jennen^ de wy vmine juwen willen veiden mogen^ vigeni
wesen willen vmrne des hochgebornen forsten (vnde) grotmechtigen heren
1420. Jul. 14. 281
hee sine ome nichl vorlaten mochte noch en wolde, welken bref wy wedder
vorseghelden vnde derne boden vt^edder deden vnde (he) wedder red tho sineme
heren vnde tauende cnen bref wedder brochte, welken bref de van Hamborch
senden an eren rad, vort an iw tho sendende myt den weruen, ghelik alse
hir vorscreuen ys na inholdinghe des hertoghen breues^ alse yorscreuen ys.
Ok so sande de sulue hertoghe enen bref den ghoden luden, dede by vns vnde
by den van Hamborch sint vte sineme lande, eschende by sinen hulden, gho-
deren vnde lenen, van stund an van hir tho hus to ridende; weret sake dat
id nicht en schude, so muste he darmede varen^ alse recht were^ darvp see
VD8 vragheden, ofte wy ok recht vorleght hadden, dar wy vp antwardeden,
dat wy rechtes ouerbodich weren vnde gherne recht ghenomen vnde ghegheuen
hadden, alse dat wol witlik were. Darvp see deme hertoghen ere antwarde
vorscreuen hebben^ vnde de hertoghe see ouer anderwerue gheeschet heft,
dar see ouer vorantwardet hebben vnde anders noch nicht vornemen^ see en
willen by vnser hulpe bliuen. Item, leuen heren, menen wol de van Ham-
borch, ofte vns dyt wol vnscode myt deme sclote. dat ze ene drehundert vnde
wy des ghelikes hir leten sunder perde vnde seghen, wes de vord bringhen
konden, wente id thomale vaste ghetrosset vnde vorbolwerket ys. Ok wil iuwe
vysheyt weten, dat de spise, dar gy vmme screuen, dat wy de vntfanghen
hebben vnde noch enes so vele hebben halen laten, wente wy hir vele volkes
kebben vnde noch nene ko ghehalet hebben, nademe alse vns gheseght ys,
|dat see thomale vte deme lande ghevloghent ys, vnde noch men VIII koghe
|Vor vordinghenisse ghekreghen hebben, vnde hebben wes gheramet, dar wy des
^sten gherne by don willen, ofte id sik so voruolghet. Leuen heren vnde
inde, bidden denstliken, vmme alle desse vorsoreuenen stukke tho sprekende
ide vns des iuwe ghotlik antwarde sunder vorthogeringhe tho entscriuende,
ir wy vns na richten moghen, by desseme boden, vnde ok dat gy hertoch
^ilhelme iuwe antwarde scriuen. Hirmede sit Gode beuolen tho langhen tyden
le bedet ouer vns. Ghescreuen tho Bergerdorpe, des sondages vor Diuisionis
lostoloruni, vnder Jordan Plescouwen ingesegel, des wy alle hirtho bruken.
Jordan Plescouwe.
Tydeman Sten.
Dideric Morkerke.
Aufschrift: Den erwerdeghen vorsichteghen heren borghermesteren vnde
nmnnen der stad Lubeke, vnsen leuen etc., detur.
Nach dem OrigincU auf Papier. Das Siegel ist abgespmngen.
1420. Jul. 15. 285
ruchte is hir alzo, dat He schold^ wewiy to Swerin; wat des in der warheyt
is, dat vorbode gy dar bet vt^ wan wy hir. Ok so is dat gherucbte bir, dat
se vele baueren bebben gbevdrt na Domnisse. Item so zande ik den suluen
boden, den ik nu en sonauende by iw hadde to Lubeke, vort to her Jorden
vp den suluen sonauent spade ut desser stat myt den suluen breue^, den gy
em gheantwart hadden, vnde myt myner bodesschop to her Jorden, vnde de
sulue bode is my noch nicht wedder komen, dar bin ik vmme bemoghet Ik
hebbe sorghe, dat he wor ghetdvet sy. Item so hadde des hertighen voghet
vorbodet Marquart Stale to sik to komende to Maryenwolde vnde was van em
begberende, dat de bur van sines heren weghen vnde ok de vnse hir vmme-
lank beleghen mochten vredezam er korne to zamende bringben vnde en deme
anderen twe oFte dre daghe den vrede vor vp to segghende, alzo dat de bur
van beyden siden dar nicht ouer ghevanghen ofte gheslaghen werden^ vnde
dit scref ik her Jorden, wente ik en dorste my des allene nicht vnderwinden.
Wes juwer wisheyt hirane guddunket, dat moghe gy my to enbeden. Got
spare jw ghesunt to ewigher tijd. Ghebedet ouer my. Ghescreuen in aller
apostel daghe, to Molne.
By my Albert Erpe.
Auf einem betgefugten Zettel: Item, leue her Kort, alzo ik iw er ghe-
screuen hebbe^ dat id nutte hadde ghewezet, dat gy hir in hadden ghesand
XX edder XXX myd gleuighen deme voghede to huipe, vnde dat duchte deme
rade vnde my noch gans nutte wezen, dat gy dat noch deden, alzo gy alder-
^rste konden, vnde sumen dar nicht mede, wente krighen se erst dat rident
hir in melande,' dat en is vor desse stat vnde ok vor Lubeke nicht, wente
wy en konen em myt dessem hupen, den wy hir bebben, nicht ghekeren. Hir
weze iwe wisheyt vp vorsen, dat i^ io sche, dat gy vns senden^ alzo gy mest
enberen moghen, vp dat wy dat rident myt em hir in melande' begripen, so
vil wy se woi to hus beholde, dat se vor Lubeke nen grot werf bebben scholen.
Dea iw antwerde, Kort.
Aufschrift: Deme erwardygen hern Kurt Brekewolde, borgermester to
Uibeke.
Nach dem OrigincU auf Papier. Das Siegel Ut abgesprungen.
l\ fllir i»mm l»mjtm Iw^ r. ••.<!«
2B4
1420. Jul. 16.
OCXLVUL
Wilhehij Herzog von Braunschweig und Luneburg^ ersitcht den Rath von Hamburg
um stcheres Geleit fur die von ihm ah Friedensvermittler zu sendenden
Abgeordneten. 0. J. (1420). Jul 16.
Wilhelm, to Brunswic
vnde Luneborg bertoge.
Ynsen gunst vnde guden willen tovoren. Leuen besundern. Wenne
wy 01180 rede, beyde inanne vnde stede, in iuwe stad denken to sendende vmme
alsodanne Feyde^ twidracht vnd vnwiUen, de twisgen iuw vnd dem hochgebornen
fursten, hern Ericke, hertoghen to Sassen etc., is, vruntliken to sprekende, vnd
bidden^ dat gi de vnde de dar mid ene komende werden, in geleyde vnd
felicheyt vd vnd to bus vor iv vnd den iuwen vnd vnuoghe mid worden vnd
werken vorwaren willen vnd vns des iuwen bref senden, wenne wy vnses omhs
van SasHon vorscreuen to eren, to rechte, to frunschop vnd aller bescheiden-
heid vp vnvortogherden legheliken daghen to plegende mechtich syn, als wy
iuw vnde den van I^ubeke to veer tiden vorghescreuen hebben vnd vor ene ghe-
beden hebben, dar vns doch neyn antwerde oF gheworden is, als wy vns des
to iw nicht vormodet hedden: alse bidde wy noch, dat gi vns desser vorgbe-
screuenen stucke by dessen jeghenwardegen iuwe gudlike antwerde vnvorto-
gherd senden. Dat wille wy vmme iv vnde de iuwe alletid gerne vorschulden.
Gegeuen to laineboroh, des dinxedages neghest na Margarete, vnder vnsem
secret.
Sack rinrr Ahsckri/'t un/ Papier mit der Ueber»ekri/i: CfmtulibuM HawUmrgensibus.
GCXIiVUI.
Wilhelmy Herzog von liranmchweig und LUneburg, beglaubigt bet den Rdthen wm
Liibeck und Hamburg $emen Abgeordneten Hermann SoltatL O. J. (1420).
Jul. 17.
Wilhelnu to Brunswich
vnde Luneborch hertoge.
Vnsen gunst vnde willen tovoren. Borgermestere vnde rad to Lubeke
vnde Han)borch, guden besunderen. W^- bidden iw myt vlite, wes desse
ieghenwardege Hermen Soltow, vnse dener, van vnser weghene teghen iw
weruende werd, dat iu em des van vnser wegbene gensliken louen, offt wy
Si86 1420. Jul. 18.
iveren hir by der hand zin, dat me dat darvmme nicht en late, vnde dat iuw^
vnde vnse vrUnde dat sulue sloet bestallen io er io leuer, vnde icht dit iuwer
wisheit also bebaghet, so beghere wy, dat gy iuwen vrunden to Bergherdorpa
wesende vnde vns sunder togheringhe darvan iuwen willen scriuen. Gode zy
beualen. Screuen vnder vnseni secret, des donnerdaghes na Diuisionisapostolorui
Consules Hamburgenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circuinspectis viris, dominis proconsulibofliM^
et consulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris predilectis.
Scuih dem Original. Mit Resten de» aufgedrnckten SiegeU,
Friedrich /., Markgraf von Brandenburg, heglauhigt bet den Rdthen von Lubeck unJ
Hamburg seinen Abgesandten. 0. J. (1420). Jul 24.
Fridricli, von Gotes gnaden inarggraue zw
Brandenburg vnd burggraue zu Nuremberg.
Vnsern gunstlichen grus zuuor. Ersamen, Fursichtigen vnd weiseOf
besunder lieben. Es kompt zu euch vhser lieber getruwer, Bernhard von der
Schulenburg, ritter, oder Hermann Cuden, burgermeister czu Salczwedel. Bittei;
wir euch mit sunderm fieis, welcher also czu euch kompt vnd von vnseni
wegen an euch werbende ist, ir wolt im des genczlichen als vns selbs glaubel
vnd hierinnen tun, als wir euch sunder getrawen. Geben zu Ganzaw, an sai
Jacobs abend, anno etc. XX^
Aufschrift: Den ersamen fursichtigen vnd weisen, vnsern besundi
lieben burgermeistern vnd den retten der stette Lubeck vnd Hamburg.
S<ich dem Original auf Papier. Das Siegel ist abgesprungen.
Der Rath von Lubeck sendet seinen Abgeordneten in Bergedorf Verhaltungsn
0. J. (1420). Jul 25.
Vnsen vruntliken grut mit begheringhe alles guden. Ersamen 1<
bysunderen vrunde. Wy begheren iuw to wetende, dat wy oppe desse till
vnser schriuer neyn senden koniien, wante ok mester Pawel nicht to h
vnde mester Johan by vns in synen afwesende jo behouen, sunder wy hegl
1420. Jul. 25. 287
dat gij in beyden syden tusschen deiri hcreii van Luneborcb oppe sin werff
vnde der stad van Luneborgb oppe ere werff des besten ramen, so wy ok
bewilleden veriniddelst her Heniianne oppe derne daghe to der Vredeborgh
vnde ok by dernsuluen juw to Hamborcb entboden hebben, doch dat gij alzo jo
van hertoghe Wilhelme scheden, als dat affschedent was oppe deine dagbe to
der Vredeborgh mit hertoghe Johan van Mekelenborgh. Vorder so beghere
Mrij^ als gij de Ripenborgh mit Godes hulpe gewunnen hebben, dat gij dan van
stvnd an sunder sument rnit den voike to bus komen vnde vnse vrunde van
Hamborgh vnderrichten vnde esschen, dat se vns wedder volghen vor Rasse-
borgh mit sulker macht, also wy en vor Bergerdorpp gevolget sin. Vnde efft
dan hertoge Wilhelm edder anders we wat endes dedinghen konne^ dat dat
dan vnder deme roke sch^. Ok, leue her Jordan, so hebbe wy her Johan
loden an de stede versant etc., darvmme kunne wy juw den nicht senden^ ok
hopende, dat gij kort by vns komen vnde juw siner neyn not en sy. Ok, ieuen
heren, so hebbet de vytalyen, de by dem heren van Holsten sin, vns vnde
deni kopinanne vnser gud vnde schepe ghenomen, dar vns nicht mede steyt
to lidende, scholde wy ok darvmme mit en eyn orlighe to lande wert ansian.
Darvmme bidde wy, dat gy ernstliken mit vnsen vrunden van Hamborgh dar-
vmme spreken, dat se vorarbeyden by eren heren ernstliken, dat vns des en
wandel sche etc. Syt Gode beuolen. Screuen an sunte Jacobs daghe, vnder
mester Johan Vusses ingesegele.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Honorabili ac circumspecto viro, Georgio Saltwedele, vicario
^cclesie Hambnrgensis, amico suo predilecto.
iVocA dem OrigincU auf Papier. D<u Siegel ist abgeaprungen,
CCI.11.
^emerer Bericht des Jordan Pleskow uber die Einnahme von Riepenburg und den
Wunsch des Raths von Hamburg, in Liibeck Lebensmittel zu kaufen.
0. J. (1420). Jul 25.
Minen willigen denst vnde wes ik gudes vermach tovoren. Ersamen
len heren vnde vrunde. Ghistern na vesper tijd qwam her Hermen, juwe
laer, to Hamborcb vnde brachte juwe werff an my vnde hern Tydemanne
ne vnde vorder na vnsem rade an vnse vrunde, de van Hamborcb, vnde
miner ynbringinge, wo gij ervaren hadden^ dat dem hertogen van Sassen
1420. Jul. 25. 289
ard hadden, enie helpen haueren vnde ander dont bestellen, gelik alse de
lamborch vns gedan hebben, wente se sik vruntliken vnde wol yn dem geliken
OS bewiset hebben. Ok weset verseen vppe sudane zake^ der vns notdorfft
behoff is, wente wij an beydentsyden nicht menen to ruwen. Screuen
r niynem ingesegel, in sunte Jacobus dage.
Jorden Pleskowe.
Aufschrift: Den ersamen heren burgermesteren vnde radmannen to
^ke, mynen leuen heren vnde vrunden, detur.
Nach dem Original auf Papier, Das Siegel itt ahge$prungen,
irfm, Herzog von Braunschweig und Luneburgj beglaubigt bei den Rdthen von
Lubeck und Hamburg den Bertold von Vermessen und den Hermann von
Chuden. 0. J. (1420). Jul 26.
Wilhelm, to Brunswig
vnde Luneborg hertoge.
Vnsen gunst vnde guden willen touorn. Vorsichtigen wisen lude, guden
le. Wij senden to )w dessen jegenwardigen Bertolde van Vermessen.
n raed vnde leuen getruwen, vnser meynynge van vnser, mit sampt Her-
n van Chuden, des hochgebornen fursten, vnses leuon vaders/ hern Frede-
^s, marcgreuen van Brandenborg vnd borgreuen to Nurenberge, raade, van
r wegen mit iw to reden^ vnde bidden iw, dat gi dem vppe desse tiid vns
sn geliik belouen willen, daran do gi vns besundern danck. Gegeuen to
sen vpper Luw, vppe sunte Annen dach, vnder vnseme secrete, anno
ini millesimo quadringentesimo vicesimo.
Aufschrift: Den vorsichtigen wiisen luden, borgermesteren vnde rSden
stede Lubeke vnde Hamborg, vnsen guden vrunden.
Nach dem Original auf Papier. Da» Siegel ist abgeeprungen.
1) Henog Wilbelm, geb. 1400, heirathete 14S3 Caecilie, die Toohter des Karf&raten Friedrich I. yonBranden-
Die Heirath wurde in einem Vertrage su TaDgennflnde am 80. Juni 14S0 bestimmt, konnte Jedooh wegen
r Jogend der Braat damals nooh nicht Tollzogen werdeo. Biedel, Gesohichte dea Preusaiaohen K5nig8-
3, S68.
37
mt uaa Jol 3l
CCUT.
D^n for^ichtizh^rs wis^^n loden. borsera. esters mde radmannen
n^,t ^l^fr Lot>^ck^ vnde Hamborch. iDTr.en sodeD fronden. detur.
JJiri^ri vnirifiik^-n denst toooren. Vorsicbtisheo wisen liide, leueri frunde.
\lz jk "if-'i*- ii^rru^u van Choden gistern to Hamborch Fan jaw scheidedefl
rtufhfr o^f» ff^d^ <rU,- fi^tet. dal rnrn enedise here, hertose Wilhelm, hir nicht
to Uin^f-n M vnd^ h^ i« rmme de suluen desedin^e te^hen sjnen feddereo
ijh^rred^'ri vnd** h^fft jf-we gheleide hinder ern wol bestalt myt sinen inannen
vnd^ d^n^reri. de hir to Winsen listen rode ^ppe iuw warden, de suhien juw
Hfu ^onauende lo Ki^lineen vpnemen vnde juw fort wante to Liineborch bringen
nchfill^n vnd^ arn ^ondajse fort wante to Luchow. an veiicheit vth vnde to hus
wol %'orwar^n. alz juw dat de suiue myn gnedighe here, bertoghe Wilhelm^ io
%\uffu\ fr^^debreue ok schriuende wert. wennte yk em de schriffte der Fredebreue '
%'an »tund tauerid^« alz \k erst to Wirisen qwam. bij eynem ridende boden na
Dande. vnd^ so Fro my de sulue breff kumpt. des yk daliiig: warde^ wyl yk den
van Hiund juw sunder togheringe senden vnde juwen FredebreflP wedder halen
IhUui, Ok. leuen frunde. ride ik van stund te^en mvnen heren van Sassen,
myt (If^ni yk vmme desse degedinge spreken wylle, dat he den frede myd den
ninen alho bestelie. dat myn her hertoge Wilhehn. gij vnde de juwen destebat
darin vorwaret nin. I^euen Trunde, hirvp moge gij iuw myd den juwen richten,
wennto myn here jiiwe ^eleide wol bestalt hefft vnde juw ok sinen fredebreff
yo 8endet. Ok en dorfle gij juw nicht eher denne vppe den sonauend van
Hamborch irheuen, wennte am sondage schal men to Luchowe in de herberghe
komen. Hirmede hebbet gude nacht, vnde wes yk juw vnde den juwen denen
mach^ dat do yk aile tijd gherne. Gescreuen to Winsen, am mydweken neghest
na Pantalion, vnder mynem signet.
Bertold van V^ermessen.
Nach einer Abachri/t auf Papier,
1420. Jul. 51. 291
Der Rath von Hamburg erkldrt sich gegen deri Rath von Lubeck bereit, an einer
Tagefahrt zur Verhandlung mit den Abgeordneten des Markgrafen von
Brandenburg thetlzunehmen. 0. J. (1420). Jul. 31.
Vrundliken grut tovoren vnde wes wij gudes vormogen. Ersamen leuen
besundern vrunde. Alse iuwer leue wol kentlik is van sodanem werue^ alse
de duchtige vnde beschedenen lude Bertold van Vermersen vnde Hermen van
Cbuden, borgermester van Soltwedein to juwen vrunden vnde vns an vnser stad
brachten, vnde gij vns ok sodder up gescreuen hebben, dar de suluen vnde
wij na lude juwes breues vorder ane spreken vnde scrifte karnen leten na lude
der cedelen hir ane besloten, de ze ok mid zik neinen, darvp an vns ane-
langh Bertoldes bref vorbenomed is gekomen. des wij juwer leue en uthscrift
zenden, vnde ift juw gheleuet^ de dachuard, alse gij weten, mid juwen vrunden .
to besendende, wille wij vnse vrunde der gheliken gherne mede senden. Ok,
leuen vrunde, hebbe wij Karowen, juwen dener, dessen jeghenwardigen, hirup
by vns sunder sine vorsunienisse beholden vnde begheren, em dat nicht to-
tokerende. Gode zyt sund vnde zalich to langen tyden beualen. Screuen an
sunte Peters auende ad vincula, vnder vnsem secret.
Consules Hamburgenses.
Aufschrift: Honorabilibus ac circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus ci.uitatis Lubicensis, amicis nostris dilectis.
Nach dem Original, Mit Resten des au/gedruckten SiegeU.
CCLVl.
; Friedebrief des Herzogs Wilhelm von Braunschweig und Luneburg Namens des
Herzogs Erich von Sachsen-Lauenburgy auch Geleitsbrief fur die Zusammen-
kunft in Luchow. 0. J. (1420. Aug. l.y
Wy Wilhelm, van Codes gnaden hertoge to Brunswick vnde Luneborgh
etc. Don kund vnde offenbare alle den ghennen, de dessen breff zeen ofte
horen lesen, dat wy den ersamen borgermesteren vnde radmannen der stede
Labeke vnde Hamborgh vnde alle den ghennen, de vmme eren willen mid
l) Der 8. August Ut der Anfangstermin ffir den Frieden. Es ist anzunehmen , dass die beiden Friedebriefe
Toriiergehenden Tage aiugefertigt wurdeD.
*
37
292 (1420. Aug. 1)
deme hochgeborne Fursten^ hern Erike, hertoge to Sassen etc., vnde sinen
broderen, vnsem leuen ohrne, sind to veyde gekoinen, van des suluen heren
hertogen, siner broder vnde alle der ghenne wegen, de vmrne eren willen mid
den van Lubeke vnde Hamborgh vnde den eren sind beveydet, enen guden
vasten vrede seggen vnde louen sunder arch vnde begrip mid dessem breue,
angande am vridage morgen negest komende vnde warende bet des ersten
sondages na Laurencii sunder middel volgende den dach al uth. Ok scholle
wy vnde willen de erbenomeden van Lubeke vnde van Hamborgh mid eren
vrunden, (^e den dach am sondage negest komende to Luchow beridende warden,
to Eyslinge vpnemen vnde in vnsem geleyde voren vnde vorwaren laten in
velicheid vth vnde to hus. Des etc.
Nach einer Abschri/t auf Papier,
CCIiVIl.
Die Stddte Lubeck und Hamburg urkunden uber einen abgeschlossenen Waffen-
sttllstand. 0. J. (1420. Aug. 1.)
m
\Vy borgermestere vnde radmanne der stede Lubeke vnde Hamborgh.
1
Bekennen openbare in dessem breue vor allesweme, dat wy vmme des hocn-
gebornen fursten vnde heren, hern Wilhehns, hertogen to Brunswick vnde
Luneborgh, willen mid deme heren hertogen Erike to Sassen, Engern vnde
Westualen etc., sinen broderen vnde alle den, de vmme eren willen vns ent-
secht hebben, vor vns vnde vnse vrunde, de vmme vnsen willen mid en sind
to veyde gekomen vnde ok vmme vnsen willen don vnde laten willen, enen
guden vrede liden vnde holden sunder argh vnde begrip, antogande nu am
vridagen morgen negest komende vnde vord warende bet des ersten sondages
na sunte Laurencius dage sunder middel volgende, den dag al uht. Des to
orkunde vnde witlicheid hebbe wy borgermestere vnde radmanne vorbenon^ed
dessen breff mid der stad Hamborgh secrete gevestend laten, des wy bir
samentliken to bruken. Geuen etc.
Nach einer Ahschrift auf demselben Blatte Papier, auf weiehes der Friedebrief des Herxogs Wilhelm (No, 256)
geichrieben ist.
MS4 14iiU. Aug. 6.
schen hereii vnd Stettinschen heren fur vnsen gnedigesten heren, den Romscbe^
etc. kung, tzu komen vmb all sache, es treffe lehen oder ander sache an, nicht
auszgeooinen, das rechte vor seinen gnaden tzil nemen vnd zu geben.
Itein^ were in aber das nicht fuglich, Fur vnsern heren den koning tz i
komen, so wil inyn here inarggraue auff einen genanten gelegen tage mit ic
komen vff gleiche schidslute, das rechte aber tzu nemen vnd zu geben viii t
alle sache, doch das ein rechte mit dem andern tzugee; hett dann mein here
marggraue icht, das er mit rechte oder eren nicht haben solt, das wolte er
lassen, was er aber mit rechte oder eren haben soit, das er auch daby belybe.
Item solcher erbietung hat meyn here marggraue dem von Wenden ain
schrifl't geben, vnd was der sache in obgeschribener masze auif in komen vnd
auf geliche schidslute, das haben se verslagen etc.
Nach einer Aufzeichnung auf Papier. Die drei Ictzten Absdtze stehen auf der RUckseite.
Wilhelniy Herzog von Braunschweig und Lilneburg, sendet den Rdthen von Luhec^
und Hamburg seinen Frtedebrzef. 0. J. (1420). Aug. 11.
Wilhelm, to Brunswig
vnde Luneborg hertoge etc.
Vnsen gunst vnde guden willen tovoren. Vorsigtigen lude, gudeo
frunde. Also gij vns gescreuen hebben^ dat gij den frede vnde dag, de to
Luchow twischen dem hertogen van Sassen vnde iuw ouersproken ward,
annamen vnde holden willen etc.^ des sende wy iuw vnsen fredebreff vnde
hebben dat ok vnsem fader, dem marcgreuen, vnde anderen, den des to donde
is, gescreuen, dar gij iuw na richten mogen, vnd dat gij vns an alien syden,
also gij vns toscreuen hebben, an dem frede uorwaren, daruor wy stan, dat is
vns wol to danke. Gheuen to Winsen vp der Lu, des negesten sondages na
Laurencii.
Den vorsigtigen wisen luden, borgermesteren vnd
radmannen der stede Lubeke vnde Hamborch, detur.
jVooA einer Abschri/t auf Papier,
I
1
1420. Aug. 11. 295
WtVtelmy Herzog von Braunschweig mid Lunebtirg, verhetsst den Stadten Lubeck
7ind Hamburg, some auch Alleriy welche stch in Fehde mtt den Herzogen
von Sachsen-Lauenburg befnden, Frieden auf vierzehn Tage. 1420.
Aug. 11.
VVy Wylhelm. van Godes gnaden to Brunswig vnd Luneborg hertoge.
fiekennen vnd don kund openbare alie den jennen^ de dessen brefF sehen edder
horen lesen, dat wy den ersamen borgermestern vnd radnnannen der stede
Lubeke vnde Hainborch vnd alle den jennen, de vmme eren wyllen mit deine
licchgeborne fursten, hern Ericke to Sassen etc. hertoghen, vnd sinen brodern,
vnsen leuen ohemen, syn to veiden ghekomen, vnd des suluen hern hertoghen,
sinpp broder vnde aller der jenner weghen, de vinme eren wyllen myd den
g'henanten van Lubeke vnde Hamborg vnde den eren sin befeydet, einen guden
vaslen frede seggen vnd louen sunder arch vnde begrip mit dessem breue,
vppe dalling datum desses breues antogande vnde vort warende wante des
neghesten sondaghes na sunte Bartholomeus daghe sunder myddel volghende
den dach al vt. Des to oikunde vnd wytlicheit hebbe wy vorghenante hertoge
Wylhelm vnse secret neden an desse schrift heten drucken, de ghegheuen
ys na Godes bort dusent verhundert vnd darna in deme twintighesten jare, des
neghesten sondaghes na Laurencii des hilghen rnertelers.
Sack p.iner Absrhrlft aitf Papier.
•Oer Rath von Hamburg sendet dem Rathe von Lubeck ein Schreiben des Herzogs
Wtlhelm von Braunschweig nebst Friedebrief desselben. 0. J. (1420). Aug. 11.
Vrundliken grut tovoren vnde wes wy gudes vormoghen. Ersamen
ieuen vrunde. Alse wy gisterne juwer wisheid screuen, dat wy deme hoch-
geborne fursten vnde hern, hertogen Wilhelme, juwen vnde vnsen vredebref
^esegeld gezand hebben, des is anelang vns siner herlicheid besegelde bref
ip den vrede vnde ok en sendebreff an juw vnde vns sprekende wedder komen^
en wy upgebroken vnde lezen hebben, dar wy juwer ersamheid utscrifte van
>nden an den cedeien hirane besloten, up dat juwe wisheid zik darna wete
ricbtende vnde mit dem vrede bestellen, alse zik dat behor.et. Sijt Gode
>ualen. Screuen des negesten sondages na Laurencii, vnder vnsem secret.
1420. Aug. 14. 297
CCIiXIlI.
Johann Banzkow, Burgermeister von Wisrnar, fordert den Jordan Pleskow auf, am
ndchsten Freitag Abend in Schwerin zu sein. 0. J. (1420). Aug. 14.
Mynen vrundliken grud inyd hegheringe ailes guden. Leue her Jordan.
Willet weten, alse vmme juwe werff, dat gi my bevolen to Lubike, dat hebbe
ik ghebracht in vnsen rad, also dat de dat hebben vord bearbeydet laten myd
my by vnsen heren van Mekelenborgh, vnde de willen an sonauende morghen
vul vro lyden van Zwerin, vnde ze senden iw eren leydebreff, dar gi wol
velich vp ryden moghen. Hirvmme so richted iw darna^ dat gi en vrigdaghen
auende zyn to Zverin, dat gy en sonauende vordan myd en ryden vppen dach.'
Sijd Gode beuolen. Screuen vnder her Nycolai Reuentiowen ingheseghel, her-
togen Alberdes kenseler, to Zverin, des ik bruke, in vnser Vrowen auende
assumpcionis.
Johan Bantzecowe, borgermester
tor Wysmer, juv^^e in alien.
Aufschrift: Deme vorsichtighen wrysen ersamen manne, her Jorden
Pieschowen, borgermestere to Lubike^ sinem besundern vrunde geschreuen.
Nach dem eigenhdndigen Original auf Papier. Vom Siegel sind nur Theile erhalten.
CCIiXlV.
Gekitsbrief der Herzoge Johann IV. und Albrecht V. von Mecklenburg fur die
Abgeordneten der Stddte Lubeck und Hamburg zu Hirer Reise nach Perle-
berg und zuriick. 1420. Aug. 14.
Wy Johan vnd Albrecht, van Codes gnaden hertoghen to Mekelenborgh,
greuen to Zverin etc. Bekennen vnd betughen in dessem openen breue, dat
wy hebben ghevelighed vnd leyden, leyden vnd velighen myd craft disses breues
de ersamen borgermestere vnd radmanne der tvyger stede Lubike vnd Ham-
borgh, also dat ze vnd de yenen, de ze mede bryngen, scholen velich vnd
»ydet syn vppe den dach, de nu en sondaghe wesen schal to Perleberghe to
fdende dor vnse land, stede vnd slote vor vns vnd vor al de ghennen, de
\me vnsen willen don vnd laten willen, af vnd tho sunder alle argh. Des
]} Nemlioh DAob Perleberg, wo am 88. Aagiut der Friede mit dem Markgrafen Friedrich, und aach der
«4a mwiachen Lflbeok imd dem Henog Exioh gesohlosaen wurde.
38
298 1420. Aug. 14.
to tughe hebbe wy Johan vnd Albrecht vorbenomed vnser boyder inghesegel
drucken laten vp desseii breff, de gheuen vnde screuen is to Zverin, in vnser
Vrowen auende erer hemmeluard^ na Codes bord verteynhundert jar darna in
deni XX jar.
Nach dem Original auf Papier. Beide Siegel Bind untergedriickt Das erste ist beinahe rolUtdndig, das letzter^ nur
zum geringeren Theile erhcUten.
Entimirf der Stddte zu einem Friedensschluss mit den Herzogen von Sachsen-
Lauenhurg. 1420. Aug. 22.
Anno etc. XX. Quinta feria ante Barthoiomei.
lorn ersten willen de stede Lubeke vnd Hamborch de sl6t Bergerdorp,
Ripenborch^ Kuddeworde vnd den tollen to Eyslingen mit der vere, de se dem
heren hertogen van Sassen vnd synen broderen bynnen openbarer veyde aff-
gewunnen vnd ingenomen hebben^ beholden mit alien oren tobehoringen, geist-
lik vnd wertlik, ghesten vnd merschen, rechticheid, vogedige^ gerichte, schalten,
boltingen, wateren^ weiden, tegheden, wisschen, vischerighen, weren, den ker-
spelen vnd landen Kerkwerder, Oldegamme, Nigeghamme, Korslake, edder wo
se genant sin, nicfites vtgenomen, alse he, syne vorvaren vnd de synen des
gebruket hebben, mit dem hogesten vnde sydesten.
Item so schal desse ergenomede here hertoge van Sassen der stad
Lubeke wedder antworden vnd ouergheuen enen bretf mit der stad Lubeke
ingesegele versegelt, sprekende vppe drehundert mark lub. pen. dem erge-
nomeden heren van Sassen to gheuende, den erne vor tijden de nyghe rad to
Lubeke versegelt hefft.
Item desse erbenomede here von Sassen vnd syne brodere schollen
dessen erbenomeden steden vor sik vnd ore eruen innewendich achte dagen
bynnen der stad Lubeke versegeln enen brefF^ darmede de stede vorwared
mogen sin vp desse vorscreuene slote vnde gudere mit alien oren tobehoringen,
wo de genant vnd gelegen sin, so vorscreuen is, ewichliken vnd gensliken to
beholdende sunder allerleye ansprake geistlikes vnd wertlikes (rechtes), vnd
schollen den steden desser slote mit oren tobehoringen recht warende wesen
vor vnd teghen allesweme.
Vortmer vmme alle ander ansprake, de se an beidentsiden vortiden ouer-
gheuen hadden den steden, vnde de ene ok sedder der tid geschen sin^ willen
1420. Aug. 22. 299
de stede biiuen by veer steden^ alse Stralensund^ Rostok^ Wismer vnde Lune-
borch, edder by den van Luneborch allene, in vruntscoppe edder in rechte to
vorschedende.
Item hijrmede schollen desse ergenomeden heren van Sassen, syne brodere
vnd ore eruen rnit dessen vorscreuenen steden gensliken gerichtet, gesonet
viid vorenet sin aller ansprake vnd tosage^ de se vnderander gehat hebben
bet an dessen dach, vnde desse ergenomeden heren van Sassen schollen de
stede Lubeke, Hamborch^ Luneborch, den kopman vnd de straten truwelken
beschuren, verdedingen vnd beschirmen na all orem vermogen. So schal ok
desse artikel yn dessen vorscreuenen breue mede gerored werden, vppe dat
alle dont deste bet to Fruntschop vnd louen moge komen. Ok so schal desse
brefl* alien andern breuen, Lubeke vnde Hamborch van dissem vnde alien andern
[. heren van Sassen vorsegelt, vnschedelik vnde nicht to vorvange sin. sunder
en islik by siner vuUen macht to biiuen.
Ncuih einer Aufzeichnung auf Papier,
CCIiXVI.
Die Herzoge Erich ^ Albrecht, Magnus, Bernhard und Otto von Sachsen-Lauenburg
treten den Stddten Liibeck und Hamburg die Schlosser Bergedorf und
Riepenburgy den Zoll zu Esslingen und die Hdlfte des Sachsenwaldes ab.
1420. Aug. 23.
Wy Erik, Albrecht, Magnus. Bernd vnde Otto, brodere, van Codes
tnaden hertogen to Sassen, to Engheren vnde to Westfalen etc. Bekennen
for vns vnde alle vnse eruen, als van der slote weghene Bergerdorpe, Ryben-
\Tch vnde den toUen to Eyslinge mid der vere, de vns de stede Lubeke vnde
imborch in openbarer veide afghewunnen vnde inghenomen hebben, beholden
ibolen in rouweliker were vnde besittinge mid al eren thobehoringen, gheist-
vnde werlik, mid deme haluen wolde ghenant des hertogen wold vnde
\er thobehoringe, to brukende mid aller rechticheid nichtes vtghenomen,
;h hebbe wy vtghenomen de jacht, de schal vnse biiuen. Ok schole wy
le willen der stad Lubeke antwerden enen breff mid der stad Lubeke inge-
;el vorsegelt, sprekende vppe drehundert mark lubesscher penninge vns tho
lende, den in vortyden de nyge rad to Lubeke vorsegelt hait. Vnde wy
[ben vnde louen vor vns vnde vnse eruen, dat wy de ergenanten stede
\ke vnde Hamborch vmme desse vorgenante schicht vnde veide noch
le de ergenanten slote, tollen vnde vere mid alle eren thobehoringen, alse
300 1420. Aug. 23.
vorscreuen steid, nummermer mid nenerleye maninge^ veide, ansprake, gheistii
noch werlik, anlanghen noch bedeghedingen scholen nene wys, sunder de erge
nanten stede scholen de ergenanten slote, tollen vnde vere mid eren Ihobe
horingen, alse vorscreuen steid, nu vnde to ewyghen tyden vredesam besittej
vnde beholden^ vor vns vnde alle vnse eruen vnghehindert, ane gheverde vnd<
arghelist. Ok schal desse breft' vnschedelik sin den breuen, de wy edder vns<
eideren den van Lubeke vnde Hamborch ghegeuen hebben, sunder se scholer
alle by kreften vnde vulmechten^ vnde ok desse brefF in krafft vnde vulmach*
bliuen. Ok alle schelinge vnde vnwille, de wy to en ghehat hebben vnde sei
tho vns bet vppe dessen dach, scholen ghans vornichtet vnde aue wesen. 01
schal in desser richtinge alle veide van vns vnde alle den^ de vmme vnsei
ivillen in de veide ghekomen sint mit dessen ergenanten steden Lubeke vnd<
Hamborch vnde de mid en in de veide ghekonien sin.^ ghensliken aue vnd<
vorrichtet sin. Vnde hebben des tho thuge vnde bekantnisse alle vnse ingesegelc
an dessen brefli* ghehenget laten. de gheuen is to Parleberge, na Godis bor«
v^rteinhundert jar darna in deme twintigesten jare, an sunte Bartholomei aucnd<
des hillighen apostels.
Nach dem Original. Mit den anhangenden Siegeln der funf Herzoge. Das Archiv hesitzt attch ein 15t6
Mai 18.y (Montag nanh Exaudi) von dem ^ Dechanten ^ dem Senior und dem Capifel der Domkirnhe awy^
atelltes Vidimus dieser Urkunde. Erich V. beschrieben Rd. V. No. 000. Berz, Bernkarti
Siegel rund, 2^;io Cim. In einer Umgebung^ wie hei dem vorigen Siegely steht Hber dem gelehnten SckiUM
mit dem Rautenkranz der Steckhelm mit kf einer Dec.ke, iiber der Krone erkebt sich ein P/aventredei
Umschri/t: S' affierli buds faxonie Herz. Magnus: Siegel rund, 4 Ctm. Auf der Siegei
Jidche, die dicht mit Roschen bedeckt istj steht hinter einem geneigten Schild mit dem Rautenkranz Johannes
der Tdufer mit deni I^amm Gottes, auf welches er zeigt. Umschri/t: sigirTum o magni o fptfcopi «
CawinfnfiS ^?^5^^ Herz. Bemhard: Siegel rundy ^I^q Ctm. In dhnlicher Form, toie bei Bernhard^i»
der Schild mit Helm und F/auenschweif verziert. Umschri/t: S' •» 6txmxb'x <k ^MCis ^ faXOIliC ^
Herz, Otto: Siegel rund, 2'^!^^ Ctm, Dem vorigen sehr dhnlich. Umschri/t: S* -«> OlfOltiS -> Jucis •> foXOllU^
CCLXVII.
Protestation des Herzogs Erich von Sachsen- Lauenbzirg und seiner Bruder gege
die ihnen im Perleberger Frieden abgedrungene Abtretung der Schlosse
Bergedorf und Riepe7iburg. 1420. Aug. 23.
in nomine Domini amen. Anno Domini millesimo quadringentesim
vicesimo^ indictione tercia decima, die Veneris vicesima tercia mensis Augusli
hora prima vel quasi ^ pontiGcatus sanctissimi in Christo patris et domini
domini Martini, diuina prouidencia pape quinti, anno tercio, in mei notari
publici testiumque infrascriptorum rogatorum presencia constitutus personalitei
•••J
1420. Aug. 23. 301
illustris princeps ac dominus, dominus Ericus. dux Saxonie^ Angarie et West-
falie, [et] illustres et nobiles principes et duces Johannein et Casimii(uin)/
Mega(lo)polehsem et Stetinensein duces^ ibidem presentes, audientes et intelli-
gentes, interrogauit^ anne ipsi cum fratribus suis de voluntate et consensu
suoruin fratrum ad faciendam omnem justiciam et equitatem proconsulibus et
consulibus ciuitatis Lubecensis et opidi Hamburgensis ac vniuersitatibus eorum
super omnibus et singulis causis ciuilibus, prophanis et criiuinalibus, per eos
seualiquos eorum sibi aut fratribus suis motis vel mouendis. coram quibuscunque
judicibus^ arbitrariis seu bonis viris per eos ad hoc eligendis^ et presertim
coram illustrissimo et serenissimo principe ac domino, domino Sigismundo,
diuina prouidencia Romanorum rege, (se) pronos et paratos obtulissent et
exhibuissent. Qui domini Johannes et Casimir, duces prefati^ responderunt et
dixernnt in hec verba, quod ipsum dominum Ericum, ducem prefatum, ac
ipsiiis fratres una cum aliis ceteris dominis et principibus ad omnem justiciam
et equitatem et amiciciam eis uel uni illorum de ciuitate uel opido prefatis
mioistrandani per quoscunque judices per eos eligendos et presertim coram
rege Romanorum, coram diuersis nobilibus et militaribus viris pronos et paratos
obtulissent et exhibuissent. Ipsas oblaciones, exhibiciones et presertim ad
standum pro^ eis vel altero illorum in via equitatis, juris, amicicie vel justirie
coram quibuscunque judicibus prenominatis [)renominati proconsules ac vniuersi-
tates, ut asserunt, friuole renuernnt, abiecerunt et spreuerunt.
Cum prefati proconsules, consules ac vniuersitates ipsuin dominum
Ericum et suos fratres in certis castris, videlicet Bergerdorpe et Rypenborg cum
eorum attinenciis, una cum certis theloneis in Eyslingen, hereditate paterna
in possessione pacifica et quieta liabitis, necnon aliis villis, curiis et mansis,
fat] in vaiore trium milliurn marcarum de quolibet anno in certis redditibus,
fiolenter, ut prefatus dominus Ericus asseruit, spoliassent^ insuper ipsi
Lubicenses annuatim dicto domino Erico, suis fratribus (et) heredibus in
trecentis marcis lubicensibus^, ut asseruit, fuerunt obligati, prout in iittera per
eos sigillata hoc clarius apparuit^ istam litteram super recognicione debiti
confectam Lubicenses sibi^ restitui repostulauerunt, quam propter vim et
timorem eis fecerat et promiserat representari, timensque dictus dominus Ericus,
le et suos fratres per potenciam et violenciam per dictos proconsules, consules
IC vniuersitates in rnajoribus spoliari. Et prenotatus dominus Ericus pro se
]) Der Abdrack hat beidc Namen im Nominativ. 2) Im Abdruck: in.
3) Im Abdruck: trecentas marcas lubicenses. 4) Statt Lubicenses sibi im Abdruck: Lubiccn^t^M^.
L.
302 1420. Aug. 23.
et nomine suoruni rratrnm tactis pectoribus dixit et asseruit in consciencia
sua queruiose cum sui cordis amaritudine et profunditate, quod super prefata
violencia sibi et i'ratribus suis (contra)* Deum et justiciam per ipsos procon-
sules^ consules ac vniuersitates prefatos in dominio^ territorio, castris, curiis,
villis suis et patrimoniis facta, illata et inducta quasdam litteras super hoc
confectas^ hie eciam insertas, ab ipso domino Erico et fratribus suis sigillari^
postularunt, cum quibus actiones perpetuas dictorum dominorum reconveniendi
coram quibuscurique judicibus de repeticione patrimonii^ ut preferlur, violenler
alieriati excludere presumunt. Nunquam tanien^ ut manifesta voce dixit, ad
ipsas litteras nee ad contenta in eis adhibuit nee adhibebit. ut asseruit^ con-
sensum et voluntatem^ sed tantum easdem litteras propter vim et metuni, qui
eciam |)ossit cadere in constantem^ sigillasset. Super premissa protestacione
et aliis prenarratis dominus Ericus^ dux Saxonie etc., requisiuit me notarium
infrascriptum, ut sibi unum vel plura conticerem instrumentum vel instrumental
tociens quociens necesse fuerit vel oportet. Acta sunt hec in oppido Perle-
berge, in domo honesti viri Johannis Berneri , laici Havelbergensis diocesis,
anno, indictione, mense. die, hora et pontificatu premissis, presentibus illustri- ;
bus et nobilibus dominis Johanne et Casimir., IMega(lo)polensi et Stetinensi ducibus,
necnori honorabilibus dominis Jolianne Vleyen, Laurentio Heysonis, ecclesiaruin
panochialium in Lauenburg et Cumerowe^ rectoribus Raceburgensis et Cami-
nensis diocesis, testibus ad premissa vocatis, rogatis et specialiter requisitis.
Tenor harum (litterarum), de quibus fit mentio, de verbo ad verbum
sequitur et est talis: (Folgt der Vei'tray No. 266).
Et ego, Johannes Achym, clericus Bremensis diocesis, publicus imperiali
auctoritate notarius, quia huiusmodi protestacioni per illustrern et nobilem
principem et dominum Ericum, ducem Saxonie etc., facte omnibusque aliis et
singulis premissis, ducn sic iierent et agerentur, vna cum prenominatis testibus
presens fui eaque omnia sic fieri vidi, ideo hoc presens publicum instrumentum
propria inanu mea conscriptum signo et nomine meis solitis et consuetis in
fidem et testimonium omnium et singulorum premissorum signaui rogatus et
specialiter requisilus.
Nos Johannes et Casimir, Mega(lo)polensis et Stetinensis duces, coram
vniuersis presencia visuris, audituris et inspecturis publice protestando recog*
noscimus, quod illustres et nobiles principes et dominos, dominos Ericum
1) Statt contra stelicn im Abdruck mehrere PuDkte.
2) Im Abdruck sigillatum, S) Im Abdruck Cuincro6o.
1420. Aug. 23. 303
Albertum, Magnum, Bernarduni et Ottonem, fratres carnales, duces Saxonio
etc., ad parenduin et ad standum cum proconsulibus, consulibus ac vniuersi-
tatibus ciuitatis Lubicensis et oppidi Hamburgensis coram serenissimo et illustris-
simo domino^ domino Sigismundo, Dei gracia Romanorum rege, in via juris,
JQSticie, eqnitatis vel amicabilis concordie vna cum aliis principibus et notabi-
iibus viris, tociens quociens, obtulimus et exhibuimus pronos et paratos esse,
eciam coram quibuscuiique aliis judicibus ipsis Lubicensibus ac Hamburgen-
sibiis vniuersitatibus convenientibus per eos eligendis. Quod prefati proconsules,
consules ac vniuersitates in preiudicium sacri imperii Facere renuerunt (et)
friuoie refutarunt. Et si prenominati duces et domini necnon eorum heredes
oolofrint [de] omnibus suis castris et prediis hereditatis a majoribus' per
ipsos Lubicenses et Hamburgenses per violenciam spoliari, ex necessitate, metu
et tiinore promisit dominus Ericus., dux prefatus, pro se et nomine suorum
fratrum ipsis Lubicensibus et Hamburgensibus sigillare^ litteras hie superius
insertas, cum quibus^ repeticionem et restitucionem castrorum (et) bonorum
prefatis ducibus et dominis per ipsos Lubicenses et Hamburgenses violenter
spoliatoruin excludere presumunt. * Necnon ipsi Lubicenses ducibus prefatis
et doniinis in trecentis marcis lubicensis et currentis monete fuerunt singulis
annis exsolvendis obligati et astricti, prout in littera aperta per ipsos Lubicenses
sigillata huiusmodi obligacio clarius apparuit, et subleuacionem pacificam in
preteritis annis habiierunt et possedorunl. Et premissam litleram proconsules
et consuies Lubicenses eis representari poslulauerunt, quam ipsis restitui pro-
iniserat propter metum, vim, violenciatn et timorem, quamvis tamen idem
dominus Ericus dux pro se et nomine suorum Fratrum ad preFatas litteras in
instrumento insertas numquam adhibuit consensum et voluntatem, nee ad huius-
lodi littere obligacionis representacionem, sed ex necessitate metus, ut pre-
rtur, duntaxat promissa Fecit. ^ In cuius rei testacionem presentem litterarn
I cum instrumento prescripto sub dato incarnacionis, prout in instrumento
mtinetur, fecimus et jussimus appensione communiri notris cum sigiliis.
Nach einem Ahtlruok in th'r Notitia Actoruni^ Heil. VII.^
1) Im Abdrack heredihus in majoribns. 2) Im Abdruck si<;illatiiiT).
9) Im Abdruck omnibus — — presuniun/t/r. 4) Iin Abdnick statt /nit cinigc Punkto.
5) Im Abdruck nostro,
6) Daa iBt cine in dem 8. g. Mollnischcn Prnzess im J. 1739 crscbitMicnc Lnncn1)argiscli(; Stnatssclirift.
l«C&beckuche Staatsscbrift , 1742 crscbienen, f,RemonBtration des znr Mullnischen Saclicn nicht gchurigen
itorial-Streits** bat den Protest ebcnfalls aufgcnommen, jedocb mit Hinweglassung des letztcn Theils desselbcn.
^erbleib des Originals ist unbekannt. Im K&n. Prenss. Staatsarcbiv zu Scblcswig befindet sich cine Deutsche
netxang ana dem 17. Jabrbnndert. Eine Verbesserung der Fehler, wclclic der Abdruck augcnsclicinlich entb&It
lie sam Tbeil der nnbebillflichen Ansdmcksweisc dea Originals suznscbreiben sein mugcn, ist vcrsucht worden.
304 1420. iNach Aug. 23.
CCIiXVllI.
Erich v., Herzog von Saehsen-Lauenburg, vertheidigt sich gegen die Beschiddigwjj
dass er den Jordan Pleskow auf dessen Reise nach Perleberg heindich
habe gefangen nehmen wollen. 0. J. (1420. Nach Aug. 23.)
Erik^ van Codes gnaden
hertoge to Sassen etc.
Vnssen guden gunst vnde vruntliken grud vorscreuen. Ersamen guden
vrundes. Wy don iw weten, dat wy iruaren hebben^ wo dat juwe vogbet to
Molne, Marquard Stal, schole gesecht hebben, dat wi juweme borgerraestere,
her Jorden Pleskowen, scholden vorholden hebben mid twinchtich ghewapen,
ene to grypende vppe der reize, do he to deme inarchgreuen gheweset hadde
etc. Des beghere wi iw weten, dat dat nicht war en is vnde he dat vns ouer-
lucht, wente wi dat ny en dachten vnde dat node don woiden^ dewyle wy mid iuw
an guder vruntschop sitten, vnde dat wol anders wolden vorantwerden, wen he
de man were, wente he en is des mannes nicht. Bidden, guden frundes, i
dat gi erne destebet nicht enlouen, wente he vns dat mit vnrechte ouersecht i
heft. Wy beualen iw Code. Screuen vnder vnsem secrete.
Aufschrift: Den ersamen wysen borgermesteren vnde radmannen der
stad Lubeke, vnsen guden vrunden, gescreuen.
Nach dem Original auf Papier. Das Siegel ist abgesprungen.
CCLXIX.
Albrechi III., Kurfurst von Sachsen, ersucht den Rath von Lubecky thm die Stail-
steue7' nach Magdeburg zu schicken. 1420. Aug. 26.^
Albrecht, von Gotes gnaden zu Sachsen
vnd Lunemburg herczog, des heiligen
Romischen riechs erczmarschalk etc. j
Vnser gunst vnd guten willen zuuor. Erbarn wiesen lieben besundero,
gute frundes. Als vmb die jerhche sture, die ir vns jerlichen von des heiligen
Romischen riechs wegen vfF vnser Frauwen tag Natiuitatis pflichtig siet itt
geben, bitten wir vnd begern von euch mit fliesze, das ir es virfugen woldet,
das vns dieselbe sture von dissem jare vfT disse czijt zu Magdeburg wurdel
1) Vgl. M 165.
1420. Aug. 26. 305
E^^czalt, wann wir von krige wegen, als ir selbist wol gemergken moget, nicht
p^^oX dohen geschigken konnen, vnd vns woldet verschrieben, in wes huss ir
r^ans alda woldet beczalen. So wolden wir die vnsern mit vnsern qwietbrieffen
l^irczu schigken, vnd thut vns das zu fruntschaft vnd zu wiilen, das woilen
^MV gerne vmb euch virschulden. Kondet ir es aber nichl getun, das ir vns
/^43ldet verschrieben, wann wir die vnsern mit vnsern qwietbriefen darvmb bie
ac?Ji haben sullen, so woilen wir sie darczu schigken. Und ouch was disser
k^^enwertiger er Wilhelm Meister zu Mocker, vnser lieber andechtiger, zu
uc^ii von derselbe sture wegen von vnsern wegen werben wirdet, das ir im das
wollet glouben. Daran tetet ir vns sunderlich zu dangke. Geben zu Wittem-
berg, am montage nach sand Bartholomeus tage, anno etc. CCCCXX^
Aufschrift: Den erbarn vnd wiesen burgermeistern vnd rate der stadt
Lubegk, vnsern besundern guten frunden.
Nach dem Original. Mit geringen Resten des aufgedruekten SiegeU,
Der Rath von Lubeck schreibt an die Ltejldndischen Stddte wegen der in der
Newa stattgehahten Beraubung Russischer und Deutscher Kaufieute. 1420.
Aicg. 26.
Vnsen vruntliken grut vnde wes wy gudes vormogen tovoren. Ersamen
leuen vrunde. Wi hebben wol iruaren, wo ichteswelke, alse Vicke van Vitzen
vnde Vicke Stralendorp, mit eren medehulperen beide Russchen vnde Dude-
schen copmanne in der Nu grofliken beschediget hebben, dat doch etlike van
ju wol mochten, alse wi berichtet sin, afgekert hebben, des vns sere vorwundert,
<iat id nicht en schach, wente gi alle jo wol weten, wo des copmannes
ordinancie darvan vtwiset. Vnde wente wi ok besunderen irvaren hebben, wo
dar ein mede geweset sij, geheten Wyneke Ghelreman, de binnen Revalle
eweset vnde dar van dem copmanne van der vorscreuenen schicht angesproken
, den me dar doch nicht vmme angripen en wolde vppe rocht vnde vmme
rvaringe willen, dat men siner schuld edder vnschuldicheid mochte to der
rde gekomen wesen, dat vns ok in der warheid nicht nutte dunket sin vor
Dudeschen kopman. Ok, alse wi vornemen, so scholde de sulue Wyneke
len Revalle vorlud hebben laten in jegenwardicheid ichteswelker Russen,
^e borger to Lubeke were; des willet, leuen vrunde, weten, dat de erge-
59
306 1420. Aug. 26.
nante Wyncke en vorvluchtich man is^ mit wiue vnde kinderen ut vnser stsi
entweken, vnde vnse borger lange lid nicht geweset en is. Vnde wente i
vns^ leuen vrunde, bevaren, dat deme Dudeschen kopmanne van der schici
vnde besunderen van der wegen, dat de ergenante Wyncke heft voriuden iatc
vor den Russen, he were vnse borger^ schade enstan mochte van den Russei
so bidde wi jw, dat gi dat also besorgen, dar des nod vnde behoF is, dat c
Dudesche kopman van der wegen nicht beschediget en werde. Ok hebbe i
darvmme an de Novgarders gescreuen in der besten wise, so ivi nriochtei
vnde entschuldiget de stede vnde den Dudeschen kopman hirane, alse gi best
mogen, vnde vns jo besunderen van des ergenanten Wyneken wegen, also di
he vnse borger nicht en si, vnde ok nicht en were lange tijd vor der vo
screuenen schicht. Guden vrunde, bewiset iw hijr so vorderlik bi, alse gi I
des gemenen kopmans besten, gelik vns allen^ jo vorplichtet sin. Dat wille v
vmme juwe leue gerne vorschulden. Sijt Gode bevolen. Screuen vnder vnse
secrete, des mandages na sunte Bartolomei dage, anno XX^
Consules Lubicenses.
Aufschrtft: Erbaren vnde wijsen raannen, heren borgermesteren vnd
radmannen der stede Rige, Darpte vnde Revalle, vnsen leuen vrunden sament
liken vnde besunderen, kome desse breff.
Nach einem dem Original im Revaler Rathsarchiv entnommenen Abdruck im Liv.'Esth,' und CurL Uric-Buck
Bd. 3 No. 2499.
Die Rathe von Luheck und Hamburg delmeiren die Urkundey die sie dem Herzo^
Erich von Sachsen-Lauenburg auszustellen sich verpjlichte7i, sobald en
ihnen den Perleberger Vertrag mit seinem Siegel besiegelt zugesteUt hahef^
werde. 1420. Aug. 30.
Wij borgermestere vnd radmanne der stede Lubeke vnd Hamboreb
Bekennen vnd betughen openbare in desseme breue vor allesweme, dat wi
dem irluchtigen fursten vnd heren, hern Erike, hertogen to Sassen etc.^ als
verre he vns den breff schicket, alse des verramet is, den he vnd alle syn
brodere besegelt hebben, bynnen veer weken na datum desses breues, enc
openen brieff besegelt gheuen schollen vnd willen mit vnser vorscreuenc
stede anhangendem secret van worden to worden ludende, alse hirna g
screuen steit. Wij borgermestere vnd radmanne der stede Lubeke vnd Hai
310 1420. Sept. 3.
7. Frodcrik van Schaghcn, Diderik van Luttcn, Frederik van Locn, Wolter van den
Johan van Wechgeld, Berend Gropordorp, Eucrd van Iloltorp, Deterd Wetscher
van Astorpc, llinrik van dcm Beic, Herberd van den Porsenberghe vndc Joh;
Dincla, knapen. Sept. 8. (an vnser leuen Vrowen daghe erer ghebord). Die
Erstgenannten bekenncn zugleich, dass sie wegen der Banncrftihrung befriedigt se:
8. Hinrik Blome, llinrik Westuclingh, Johan van Manslo, Curdes hern Johans sones son
Ilans van Ganipen, knapen. Sept. 8. (an vnser Icuon Vrowen dage erer bord).
9. Curd Buesghe, Clawes van Decberch, Berend Roymers, Hans Heydhorst, Dorheker, \
van Elmendorpe, Griffer, Curd de beste, Hinric D(u)singh, Frederic Post, Curd A
Godeke, knapen, Rabodesemniele, Enghelke, Johan van dem Broke, Bere (Bo)ke,
Post, Osterholt, Bertold, knapen, Dcghener, Tydeman, Ropeke vnde Johan van dem
kiiapc. Sept. 9. (des raandaghes na vnser leuen Vrouwen daghe erer ghebord):
10. Stcneke van Hamnie, knape. Sept. 9. (des mandaghes na vnser leuen Vrouwen
erer ghebord).
11. Johan van Mandeslo de eldere vndc Johan van Mandeslo de jungere, Frederic Po!
Ludeke Vrese, knapen. Sept. 9. (des mandaghes na vnser leuen Vrowen dagi
ghebord).
12. Gherd Brand vnd Grote Berend, knapen. Sept. IQ. (an dem dinxedaghen na vnsci
Vrouwen daghe erer ghebord).
13. Frederick Post, Johan van Mandeslo Berteldcs sone, Ludeke Vrese, Johan Kokingh,
van Monnighhusen, Bode van Gummeren, Volkwin van Staden, Bruggewech, L
Honwide, knapen. Oct. 14. (des mandages vor sunte Gallon daghe).
14. Diderik Amendorp de jungher, Faber, Johan van der Lippe, Herberd Klonk, Gherke
Ludeman Redeke, knapen. Oct. 15. (des dinxdaghes vor sunte Gallon daghe).
15. Wilken Vrese, Hans Butzouw, Vrouwenschutte, Hans Lippe, Clawes Vrome, knapen. (
(des dinxdages vor sunte Gallon daghe).
16. Arnd de Bever, Ropeke Rusche, Volqwin de Holler, Marquard Schiptorp vnde B
van Aschwede, knapen. Oct. 15. (an sunte Gallon auende des hilgen bichtigers).
17. Beneke Welters, Peter van Hauense, Veghebanck, knapen. Oct. 15. (des dinxdagi
sunte Gallon daghe).
18. Johan van Verne vnde Peter van Rekelinghusen, knapen. Oct. 16. (an sunte Gallon
19. Johan van Hamme anders geheten Scopel van Hamme, knape. Oct. 16. (an sunte
daghe).
Die Kosten des Feldzugs werden bei Kuppmann, K&mmereirechnuDgen 2, 35 angegeben, wie folg
Exposita ad gwerram ducis Saxonie cum soldatis et expensis ac stipendio et equis des
5540'a8/jf7V
Ad usum castri Ripenborgh: 375 Q 14/? 11 i^.
Soldquiitung des Knappen Woldemar Breide. 1420. Sept 4.
Ik Woldemar Breide knape. Bekenne vnd betugbe openbare in d
breue vor allesweme, dat my de erbaren heren, borgermestere vnd radi
der stad Lubeke, Hinrik Vyncke, Wostenbagen, Marquard Scriuer vnd
1420. . Sept. 4. 311
Herder vmrne alien denst, den ik ene denede to erem krige., den se hat hebben
(ubereinsttmmend mil No. 273 bis) vp to sakende. Dps to merer betuchnisse
hebbe ik niyn ingesegel henget laten an dessen breff\ de screiien vnd gheuen
is na Godes bord^ verteynhundert jar darna yn dem twyntigesten jare, des
middewekens vor vnser leuen Vrowen dage natiuitatis.
Ntteh dem Origifuti. Mit anhangendem Siegel. Ea ist rundj 2* ,o Ctm, Auf gtflehntem Sckilde ein au/geriehteter
rechUgeutandter gekronter Lowe, Umschri/t: Sl%iS\xm J^ WOf«rr jC 6xt\it J^
Soldquittung des Aschwin von Kramme und seiner Genossen. 1420. Sept, 5.
Ik Asschwin vnd Hans geheten van Kramme^ Ernst von Reden, Hinrik
iran Boltzem, Arnd van Rotzingen, Lyppolt van Rotzingen, Hermen van Tossem,
Olrik van Ilten, Volkmer Perssig, Hans Knycghe, Cord Bokeler, Ludeleff Knycghe,
Hans vnd Brand van Lenten, Hans Parke, Stacins van Wennyngluisen, Bertold
van Ilten, Reineke vnd Hinrik Holtgreuen, Hinrik van Stemnie, Luder van
Stedern, Hinrik van Netelingen, Hinrik Knycghe, Albert van Geynsen, Dyderik
Knycge, Herbord Honhorst, Hinrik van Reken, Hermen Honhorst, Hinrik van
Gledingen, Herbord van Goltern, Geuerd van Botmer, Hans Lyppe, Hinrik
Kromhof, Brun van Grone, Ludeman Herderod, Eylert vnd Ludenian Tanteland,
Hinrik Rodenborch, Hans Ouink, Heyne van Oltbruwen, Bertold Eldassen,
Kreuet, Hermen Kukeman, Ludeman Gestorp, Hans Jegher, Tyle van Hederssen,
Tydeman Dykman, vedder Hinrik, vedder Hilmer vnd alle andere, de mit vns
vorscreuen to desser tyd sin gekomen in der van Lubeke denst, se sin wepener,
^apende knechte, schutten, schiltknechte, klouere, edder wo se genand sin.
Bekennen vnd betngen openbare in dessem breue vor allesweme vor vns vnde
vnse eruen, dat vns de erbaren heren, borgermestere, radmanne vnd de
?emenen borgere der stad Lubeke vmme alien vnsen denst, den wy ene to
rem kryghe, den se gehat hebben mit hertogen Erike van Sassen, synen
oderen vnd oren hulperen, gedan hebben, vnsen willen to vnser genoghe
rvmme gemaked hebben^ beyde van vnsem zolde vnd vordele, dat se vns
eden to geuende, vnd ok vmme alien anderen schaden, den wy in orem
Ue genomen hebben, id sy an luden, perden edder wo de genant sy, nichtes
nomen, also dat wy one lefliken vnd Fruntliken dancken. Vnd hirvmme
te wy erbenomed alle desse vorscreuen ersamen heren, borgermestere
'atmanne, de gemeynen borgere vnd de stad Lubeke vmme desses willen
mme alierieye andere ansprake, de wy to ene hirvmme hebben mochten.
1420. Sept. 7. 313
CCIiXXVlI.
Soldquittung des Heinrtch Kremptn. 1420. Sept. 7.
•
Ik Hinrik Krempin. Bekenne vnd betuge openbare in dessem breue
vor alleswenie, dat my de erbaren heren^ borgermestere vnd ratmanne der
stad Lubeke, Hans van Oppum, Hinrik van der Heyde, Jacob Vrese, Hermen
Rode, Hinrik Kone, Werneke Berndes, Hinrik Bersouvir, Hinrik van der Aire
vnd Clauwes Junge, goltsmede to Lubeke, vnime alien denst, (ubereinstimmend
mit No. 273 bis) vp to zakende. Des to merer betuchnisse hebbe ik Hinrik
erbenomet myn ingesigel gehenget heten an dessen breff. Gheuen na Godes
bord verteynhundert jar darna in dem twintigesten jare, in vnser leuen Vrowen
auende natiuitatis.
A^acA dem Original, Mit anhangendem SiegeL Es iat rundy 2^iio Ctm, Auf dem Schilde zwei schmale schrdglinke
Baiken. Umschrift: s' + Omrift + Rrrmpw + I// +
Soldquittung en des Heinrich Wicker t, Hemrtch Nering und Johann Kyff. 1420.
Sept. 8.
ilinricus Wichert pro se et suis heredibus coram libro recognouit, quod
doniini consules Lubicenses, Bernardus Osenbrugge et Hinricus Stur^ sibi pro
ooini suo seruicio, quam eis fecit in eorum gwerra cum Erico, duci Saxonie
Kc, satisfecerunt racione sui stipendii et aliis suis dampnis. siue sit in equis^
armis et aliis bonis^ quibuscunque sint, et pro tanto eis multum regraciabatur,
rnde prefatus Hinricus Wichert predictos dominos consules, Bernardum Ozen-
brugge^ Hinricum Stur aut totam communitatem et ciuitatem Lubicensem
pretextu illius penitus dimisit quitos et solutos ab omni ulteriori monicione seu
impeticjone.
I Hinricus Neringk et Johannes Kyff pro se et suis heredibus coram libro
^Jlecognouerunt, quod domini consules Lubicenses, Geuehardus Tymmerman,
i6jfiridu8 Veckinghusen et pueri der Lunesschen eis pro omni eorum seruicio,
ttoani eis fecerunt in eorum gwerra cum Erico, duci Saxonie, satisfecerunt
rvcjone eorum stipendii et aliis dampnis, siue in equis, armis, bonis, quibus-
pooque sifit, et pro tanto eis multum regraciabantur, propter quod prefati Hin-
I) IMe hier nnd in der folgenden Inscription gcnannten Personen sind ohne Zweifel Aelterleute von Aemtem,
dem Batbe SOldner su stellen hatten.
40
■
314 1420. Sept. 8.
ricus et Johannes cum eoruni faniiliaribus predictos dominos consules, Geue-
hardum. Sirfridum et pueri der Lunesschen aut totam conimunitatern et ciuitateiii
Lubicenseni pretextu illius penitus diniiserunt quitos et solutos ab omni ulteriori
monicione seu impeticione.
Nach 2wei Inscriptionen dea Niederttadtbucha vom J. 1420, Naiir. Mar,
Fine Zahlung fur Bernstein an den Deutschen Or den. 1420. Sept 8.
IVyneke Gudc pro se et suis heredibus coram libro recognouit^ se teneri
Hinrico Krumvot et suis heredibus in LXX marcis lub. den. amicabiliter per-
soluendis^ propter quod idem Hinricus fidejubendo promisit nomine preFati
Kyneken Dytmaro Keyser, familiari ordinis Theutonicorum, pro prefata summa
ex parte lapidibus wlgariter bernsten.
Nctch einer Inscription dea Niederatadtbucha vom /. 1420^ Nativ. Mar.
Soldquittung des Peter Rohr^ Hemrich Bisse^ Heinrich Wackerbard und Eler Wulf.
1420. Sept. 8.
Ik Peter Ror, Hinrik Bisse, Hinrick Wackerbard vnde Eler WulflF.
Bekennen vnd betugen openbare in dessem breue vor allesweme vor vns vnde
vnse eruen^ dat vns de erbaren heren^ borgermestere vnd ratmanne der stad
Lubeke, Hans Hauekendal, DetleflP Meyer, Hans Specht, Bertoid Burmester vnd
dat gantzer becker ampt der stad Lubeke vmme alien denst (ubereinstimmend
mit No. 273 bis) vp to zakende. Des to merer betuchnisse hebbe ik Peter
Ror erbenomed vor my vnd vmme bede desser vorscreuenen vor se myn
ingesegel an dessen breff gehenget heten, des wy erbenomede mede brukende
sin to desser tyd. Gheuen na Godes bord dusent veerhundert vnd in dein
twintigesten jaren, in vnser leuen Vrowen dage natiuitatis.
Sach dem Original. Mil anhangendem SiegeL Fa iat rund, 2*/^^ Ctm. Attf atehendem Schiide tier quergelegte reckt^
Spitzen. Umachri/t: PfffT •• tOr - ♦
J
316 1420. Sept. 10.
CCIiXXXlll.
Soldqutttung des Heinrich von Hademerstorpy Hermann Vrythofy Peter Lotiwe, Rudolf
von dem Berne, Rughemarkertj Heinrich Winkelmann und Marquard
Storm. 1420. Sept. 10.
Ik Hinrik van Hadeinerstorp, Hermen Vrythoff, Peter Louwe, Ruloff van
den Berne, Rughemarkert, Hinrik Winkelman^ Marquart Storm. Bekennen vnde
betughen openbar in dessen breue vor allesweme vor vns vnde vnse eruen^ dat
vns de erbaren heren, borghermestere vnde ratmanne der stad Lubeke, Euert
Moylke^ Johan van Tzerben vnde dat gantze paternoster ampt der stad Lubeke
vnime alien denst (libereinstimmend mit No. 273 his) vp to sakende. Des to
merer betuchnisse hebbe ik Hinrik Hademerstorp erbenomed vor my vnde vmme
bede desser vorscreuenen vor see myn ingeseghel an dessen breff ghehenghet
heten, des wy erbenomeden alle mede brukende sint to desser tyd. Gescreuen
na Codes bord M CCCC vnde in deme XX^^" jare, de(s) ersten dinxdages na
Natiuitatis Marie.
Nach dem Original. Mit anhangendem SiegeL Es tat rund^ 2*;,o Ctm. Auf stehendem Schiide ein Schrdgkreus,
in dessen vier Winkeln je ein Ring steht. Die Umschrift int rollig unleaeriich. Daa Siegelbild atimmf mit dem
Wappen der Familie v, Hademstorf aua Hannover Hherein. Vgl. H. Orote, Geachl. ti. Wappfnhuch d.
Kon. Hannover C, 62,
Der Rath von Wz'smar verlangt wiederholt, dass voti der PfundzolUEinnahme in
Briigge Rechnung ahgelegt und ihm sein Antheil ausbezahlt werde. 1420.
Sept. 20.
Vnsen vruntliken grut myd begeringe alles guden vorscreuen. Ersamen
besundergen leuen vrunde. Alse wij vakene screuen vnde beden hebben vmme
vnse andeel van des punttoUen weghene, den de copman to Brugge yn Flan« j
deren vntfangen hefft, dat vns rekenschop darvan weddervaren mochte, des '^
beghere wij noch, dat gi willen bestellen, dat vns vnse andeel van dem vor-
screuenen punttollen ouergheuen vnde antwordt werde, vnde dat dar rekenschop
van sche den yennen, de dar recht ane synt, wente vns dunket, yo dat lenk t
vorlenget werd, yo id myn vor vns alien ys. Sijd Code beuolen. Screuen
vnder vnsen) secret, anno XX% in vigilia Mathei.
Consules Wismarienses.
Aufschrift: Prudentibus et honestis viris, dominis proconsulibns et con-
sulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris dilectis, detur.
Nach dem Original. Mit aufgedrucktem tkeilweiae erhaltenem Siegel.
J
318 1420. Sept. 26.
Die Rathe von Stralsund, Rostock, Wismar, Greifswald und Stettin fordem die
Hansischen Aelterleute in Briigge auf, Rechnungsablage uber den dort
erhohenen Pfundzoll einzusende^i. 0. J. (1420). Sept. 26.^
\ nse vruntiike grute, leue vnde vrundscop tovorn. Ersamen, leuen
besundern vrunde. Vns hebben vorstan laten de radessendeboden Rostock,
Wismer^ Gripeswold, Stettyn vnde de rad to dein Sonde, wo se in vortyden iw
ere breue screuen hebben van des ponttollen wegen, den gi entfangen hebben,
dat gi den scolden antwerdet hebben den ersamen, vnsen vrunden, den van
Lubeke. vnde darmede ciare, enkede rekenscop to scriuende, wes gi darvan
vtegheuen hebben vnde noch inbeholden hadden. Is dat dat ghescheen is,
so bidde v/i iw dat to vorscriuende vnsen vrunden, den van der Wismer. Weret
ouert dat id njcht gheschen were^ so bidde wi iw^ dat gi dat ok den van der
Wismer scriuen, wat darane hindert, dat id nicht ghescheen is, vnde senden
darvan noch de rekenschop clarliken, alse ene den van Lubeke vnde ene den
van der Wismer, de dat vortan mogen benalen den andern steden, den dat
roret. Sijt Gode beuolen. Screuen des donredages vor sunte Michele dage,
vnder der van deme Stralessunde secrete, des wi alle vp desse tyd hirto
bruken.
Radessendeboden der henzestede n5 vp desse
tyd to dem Stralessunde vorgaddert vnde de
rad van deme Stralessunde.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen mannen, den olderluden des meiien
copmans to Brugghe in Vlanderen liggende, vnsen leuen besunderen vrunden,
detur van der Dudeschen hense.
Nach dem Original auf Papier, Mit Reaten des aufgedrUckten Siegels.
C€Iil[XX¥ll.
Der Knappe Ileinrich Tarnewitz entsagt alien Anspriichen an die Stadt Lubeck uni,
an den Rath derselben. 1420. Oct. 18. i
Ik Hinrik Tarnevitze, knape. Bekenne vnde betuge openbare in dessenH
breue vor alsweme, dat ik de erbaren heren, borgermestere vnde radmannd
1) Der Pfundzoll war bis Martini 1419 bewilligt. Das Schreiben beziebt sicb aaf frfibere AuflbrdenufP*
und kann daher nicbt friiher fallen. Aucb waren die St&dte um die Zeit in Stralsund versammelt.
1420. Oct. 18. 319
<|er stad Liibeke, ere menheyd, denre vnde inwonere gentzliken vnde al vor-
laten hebbe vnde vorJate se in crafft desses breues qwijt, leddich vnde los
van aller ansprake^ de ik to en hadde vnde jenigewijs bet in dessen dach to
en rnochte gehad hebben^ also dat ik dar nummermer vp zaken enschal noch
enwil, vnde nymand van myner wegen, gestlik noch werlik, vnde hebbe des
lo merer tiichnisse der warheyd myn ingesegel mit guden willen gehenged
vor dessen brelF. Vnde wij Hartich Schotze vnde Gherd Negendank, knapen,
wente vns desse vorscreuene vorclaringe witlik is, so hebbe wij vnse ijigezegele
mit des ergenanten Hinrikes Tarneuitzen ingezegeie vinme merer witiicheyd
willen gehenged vor dessen breff. Datum anno Domini MCCCCXX% ipso die
beali Luce Ewangeliste.
Nach dem Original. Mit den drei anhangenden Siegeln. Heinrick Tamewitz: Siegel rund, 2*/io Ctm. Auf
stehendem Schitde ein mit Wellen belegter rechter SchrnghaUcen. Umftchri/f ztrivchen geschnurten Kreis^n:
S' . fitnriftr Y T uil$t y r r ■ Heinrick Schotze: Siegel rund, 2'/,o ^'''w* -^"Z stehendem
Schild ein gekronter nach rechU utehendcr Schwan. Umschrift: + S Oorfic^ 4^ 5(^01^ ^^«D
Gerd Negendank: Siegel S rundj 3 Ctm. Ueber gelehntem Schilde mit einer quergelegten rechten Spitze
steht ein Helm, dessen Helmzi^r undeutlich ist; der xnnere Kreis des Schri/trandes toird von zehn Halb-
bogen begleitet, die Lilien an den Spitzen tragen. Die Umschri/t lautet: 5* * 2J^^>*I{5>^ 99^
% . . fgQen6anR
CCIiXXXVllI.
Txdimus des Bischofs Johann von Ratzehurg iiber einen Ausspruch des Kaiseis
Sigismund, nach welchem der alie Rath von Luheck nicht verpflichtet isty
eine von dem neuen Rathe dem Burger Johann Canys in Koln zugesagte
Leibrente zu bezahlen. 1420. Oct. 2S.
Wij Johan, van Codes vnde des peuestliken stoles gnaden biscop der
kerketi Razeborch. Bekennen vnde betugen openbare in dessem breue vor
•Isweme, dat wij enen des alderdorluchtigesten vorsten vnde grotmechtigen
Jieren, heren Sygemundes, Romischen koninges, allewege merers des rijkes,
fflde to Vngeren , Bemen etc. koninges, vnses aldergnedigesten leuen heren
breff mit siner koningliken maiestaten angehangenen ingezegeie bezegeld
^zeen hebben, darane wij na vlitiger vorhoringe vnder anderen articulen
ftevunden eynen artikel aldus ynneholdende: Als ouch die obgenanten burgere,
He roan genennet hat den newen rad, von iren, der gemeinde vnd stad zu
[Lobeke wegen eynem burgere der stad zu Coln^ genant Johan Canus, ettlich
;olte oder liflFrente, (ubereinstimmend mit Ed. V S. 702 und 703 his) kein vnstaden
der scheden brengen solle oder moge in keinwis, Vnde dat wij biscop Johan
380 1420. Oct. 23.
erbenoined dessen vorscreuenen artikel in dem vorgerorden vnses aldergnedi-
gesten heren, des Roinischen koninges ergeriomed, breue bevunden hcbben« alze
bijr vorscreueri steyd, so hebbe wij des to tuchnisse der warheyd vnse jngezegel
hengen heten vor dessen breff. Datum anno Domini MCCCCXX% ipso die
beati Seuerini confessoris.
Sack flem Original. Mil vorhandenem Siegelhande, von welchem das Siegel aJbgehchnitten zu sein scheinL
Der Rath von Lubeck verwendet sich bei dem Herzog Albrecht von Mecklenburg fur
die Besitzer der Ladung eines bei Ribnitz verungluckten Schiffes. 1420.
Oct. 25.
Duci Alberto.
JlLochgeborne vorste, gunstige here. Vor vns sint geweset ichteswelke
vnser inedeborger vnde ere gesellen, vorclarende^ wo in korten, Gode entfannet,
eyn schip vorghing vnde bleue in der Rybbenitzer wi|k, dar se ere gudere
ane hadden, de iuwe vogbede behindert hebben. Worumme, leue here, w\\
iuwe herlicheid andachtliken bidden mit viite begerende, dat gi den vorscreuenen
vnsen medeborgeren vnde den eren ere gudere vry vnde hinderlos wedder
geuen vnde den yeniien antwerden laten, de bi den guderen sin van erer
wegene, wente iuwe herlicheid wol wet, dat wij vnde de vnse van iuwer her-
licheid saiigen vorvaren van sodaner behindernisse sunderlikes gevryet sin vnde
ok tegen alle recht is, den yennen, de God also geplaged heft, dat ere to
behindernde vnde to entvromende. Dat wille wy vmme iuwe grotmechtige
herlicheid allewege willichliken vorschulden, wor wij'mogen, de God beware
to langen saiigen tiden, vns desses eyn gunstige vnvortogerde antword to
scriuende by dessen boden. Anno XX% Crispini et Crispiniani. ^
Nach dtm Concept
ccxc.
Der Rath von Lubeck verlangt von dem Herzog Johann von Mecklenburg die Ruck--
gabe (jestrandeter, in dessen Gebiet geborgener Outer. 0. J. (1420. Oct 25.)
Duci Johanni Magnopolensi.
ilochgeborne vurste, gunstige here. Alse wij iuwer herlicheid er
gescreuen vnde ok vnse mundliken bodeschop bi iw gehad hebben» biddende,
1) In ein^m AhnlicheD, auf demselben Blatte Papier im Concept gesohriebenen Briefe wird der RaUi tob
Kostock um seincn Beistand in diescr Angelegenhcit ersucht.
322 1420. Oct. 28.
C€XC1I.
Eine Schuld an einen Burger in Utrecht^ in Antwerpen zu bezahlen. 142 0. Oct 28.
iiolauus et Goswinus fratres dicti Cumhar et Johannes Gerwei., filius
Hinrici Gerwer, presentes recognouerunl, se et ipsorum heredes coniuncta
manu teneri Johanni Birgers, ciui Traiectensi, in C et LXX florenis arnamen-
sibus Penthecostes proxirne affuturo sibi aut suis heredibus in nundinis Antwer-
piensibus amice persoluendis.
Nach einer Inscription des Niederstadtbnchs vom J. 1420, Sym. et Jude*
CCXCllI.
Quiitung des Herzogs Albrecht von Sachsen und Luneburg uber die zu Maria Gehurt
1420 fallig gewesene Reichssteuer, 1420. Nov. 1.
VVir Albrecht, von Gotis gnaden zu Sachsen vnd Lunemburg herczog,
pfaiczgraue zu Sachsen, graue zu Brene, burggraue zu Magdeburg, des heiligen
Romischen riechs erczmarschalk. Bekpnnen offentlichen mit dissem brieffe
alien den^ die in sehn oder horen lesen, also ais die erbarn wiesen burger-
meister vnd radmanne der stadt Lubeke, vnsere lieben besundern Frunde^ vns
alle jerlichen die sture von des heiligen Romischen riechs wegen pflichtig sien
zu geben, als sie das vnsers gnedigesten hern, des Romischen konynges, qwiet-
briefe daruber inne haben, vnde wann dieselben burgermeyster vnd ratmanne
der egenanten stadt Lubegke dieselbe sture von dissem jare deme ersarnen
INicolaus Gorestorife, vnserm lieben andechtigen, zceiger dicz brieues, von vnsern
wegen gentzlichen beczalet vnde gegeben haben, so sagen wir in der von
dissem jare in dissem vnserm oifenn briefe qwiet, ledig vnd lohes. Des zu bekente-
nisse haben wir vnser ingesigel an dissen brieff lassen hengen. Geben lu
Wittemberg, nach Grists geburte vierczenhundert jar, darnach im czwenczigesten
jare, am fritage an Allerheiligentage.
Nach dem Original. Mit anhangendem SiegeL (Beschriehen zu No, 166),
CCXCIV.
Der Knappe Marquard Schacke verkauft das Dorf Bdlau und das halbe Dorf
Breitenfelde an das Kloster Marienwold. 1420. Nov. 11.^
in Godes namen amen. Nachdeme dat de telynghe der lude vorgheyt
vnde kumpt, so is des behuef vnde noed, dat me de dynk, de dar ewyglecfa
1) Vgl. Bd. V M 474, 475.
1420. Nov. ii. 323
rfjolen biyuen, [^^t] ^y^ schrift beeweghe vnde veste^ wente de dachtnisse der
cie ys vnstede vnde vorghenlyk. Des bekenne ik IVlarquard Schacke Volrades
^irje, knape, myt mynen rechten eruen openbare vor alien louegben iuden,
»cle zyn vnde konien rnoghen, vnde do wytlyk an desser scrift, dat ik an wol
i^dachten m6de vnde vrygen wyllen hebbe beleuet vnde vulbordet^ beleue
ide vulborde vor niynen gnedighen heren van Zassen, hertoch Eryk vnde
ertoch Bernde, den kdp vnde vorlatynghe mynes rechten vaders erue^ also
B Belowe vnde dat halue dorp to Bredenuelde myd aller tobehorynghe vnde
rygheyt, aizo rnyn broder Ludeke Schacke zeligher dechtnisse vorkoft heft
nde voriaten to eneme ewyghen erfkope to deme deenste Godes, syner ieuen
noder Marien vnde der hilghen vrouwen sunte Byrgitten myd aller beleghynghe
vnde tobehorynghe.. zo dat beleghen is an eren veitmarken. ende vnde scheden^
uiyd acker buwet vnde vnghebuwet^ myd weyde^ holtynghe^ zo dat de wynt
weyget, visscheryge, dyke vnde vissche, wysschen, myd aller nud vnde tynse,
myd alme rechte vnde ryohte, h6ghest vnde sydest, an hande vnde an halse,
niyd deme roekhone, na vthwysynghe ok aller artykele der breue, dede myn
broder Ludeke vorbenomet darvp ghegheuen heft^ beleue ik vnde vulborde
allomale myd mynen rechten eruen, vnde schal desses gudes eyn recht warer
wesen vor boren vnde vor vngheboren vnde ok myd mynen eruen, dar nummer-
tneer vp zaken, noch nychtes nycht darane to beholdende sunder helpeword
edder nygevunde, men alle arch vnde valsche lyst ghentsliken torugghelecht.
Nach dessen voreghescreuenen artykelen vnde vthwysynghe der breue mynes
broders Ludeken, deme God gnedich zy, dar ik myd rechter wytschop an dem
nen, dar yk mede inne benomed sta, myn inghezeghei mede hebbe vore ghe-
^nghet laten to ener nierer bekantnisse, so vorlate ik vor dessen tughen
s;hescreuen, so ik eer hebbe vore voriaten vor mynen gnedeghen heren vor-
oined, hertoghen to Zassen, alle dyt vorbenomede gud to eneme rechten
;hen erfkope den erwerdeghen ghestleken personen, susteren vnde broderen
oonuente des klosters to Marienwolde an deme stychte to Razeborch by
% dar yd to ghekoft is vnde tobescheden van her Borgherde Sawdel, de
^as een recht houetman van des klosters weghen to Mariendale by
Dat alle desse vorescreuenen stucke vnde artikele een jewelk by syk
'nde vast gheholden werden an aller macht sunder alle arych, to ewyghen
tede vnde vast to blyuende, so hebbe ik Marquard Schacke vorbenomed
:hezeghel also eyn ware houetman ghehenghet laten vor dessen breff.
' Otte van Crumesse, Bertold Schacke vnde Vromold Warendorp, thughe
41*
Etne Schuld an die Kalandshruderschaft zum Heiligen-GetsL 1420. Nov. 25^
Marquardus Bodendorp pro se et suis heredibus coram consulibus ci
hoc libro recognouit^ se teneri fraternitati kalendarum Sancti Spirilus in Lubek,
Johanni de Lengerko et Gerrardo de Akeri^ dicte Fraternitatis Pratribus, ad
fideles rnanus in XXIUI marcis lub. den.^ quando pars parti per medium annum
ante predixerit^ amicabiliter persoluendis^ pro quibus sibi proprietatem bode
sue vnder den remensnidern^ sicut jacet^ coram consilio impignorauit.
Nach finer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1420^ Katherine.
CCXCVll.
Der Ritter von Treutlingeriy Hauptmann der Mark Brandenburg, schreibt an den
Bath von Lubeck wegen des Herm Gans (von Putlitz). 1420. Dec. V
Mein freuntlichen willigen dinst alizeit mit fleis zcuuor. Ersamen lieben
herren vnd freund. Als ir itzund bey ewrm eigen boten meins herren des
marggraueri gnaden von der nahm vnd der gefangen euch vnd andern geschehn
vnd von hern Gans wegen geschrieben habt etc., das haben meins gnedigeii
herren herren rethe vnd ich wol vernommen vnd das hab ich hern Gans nach
irem rathe, so ich allertreftlichst vnd best konde, darvmb geschrieben vnd
hab im auch in demselben meinem brieii* ewrs briefl's ein abschriefl't gesanlh
vnd hoft'e, das er sich darin beweisen werde, als er das meins herren gnaden
vnd sein landen vorantwurten wolle. Auch so thu ich euch sunderlich zcu
wissen, das nieins herren gnad des marggrauen zcu diesser zceit nicht hie,
sunder zcu meinem herren, dem Romischen koninge, ist, der in zcu sein
gnaden zcumal ernstlich vnd freuntlich gefordert het vnd er im des mit nichte
gewegern konde, als ir das selber wol in diessen ingeslossen abschrifften des
gnanten meins gnedigen herren, des Romischen kunigs, selbs wol vornemen
mugt, des zcukunftt alle die seinen vnd ich teglich wider wartende sein. Vnd
so Frw er denn zcu diessen landen wider kumpt, so wil ich im von stund ewrn
1) Das ^Schreiben scheint sich auf eine Beschwerde za beziohcn, die der Rath bei dem Karfflrsten Friedrich
iiber den Herrn Gans erhoben hat Auch die in dem Schreiben erw&hnten Abschriften der Kaiserlicben Briefe
liegen bei deu Acteu. Sie enthalten nur die Aufibrderung Sigismunds, an seinem HoXe lu erschelnen.
. *
328 (14SaO?). Dec. 1.
vnser leuen Vrowen willeri, des he my sede tovoren vnde my den dach d
lecht hadde, des my doch van em nicht scheen en konde, men he antwor
my, dat id were alto spade, vnde konde id dar nicht scheden, dar my doi
neen recht van em schnde. Do bat ik ene dorch God, ufte he ienighe schi
dinghe, he edder de sinen, to my hadden, des myn ere ghfilde, dar woide
eme recht vmme worden hebben, des he vnde de sinen vppe myne eren
segghende hadden hat, des he dar nicht van mik hebben woIde. Hirvmme
bydde ik iw dorch God vnde dorch vnser leuen Vrowen wilien, dat gy vor n
scriuen vnde bidden, dat he my noch recht werde, wente gy vnde alle bedderi
lude scholen mynes rechtes wlkomen mechtyc(h) wesen. Ok beghere ik iw
wetende, ghuden vrunden, dat my hertich Aleff vnde hertich Gherd zee
hadden, dat se my wolden helpen to eren bolen, dat he my scholde recht
pleghen, vnde des en hebben se my nichtes hoiden, vnde ok hadden se n
zecht, dat ik schoide velechet vnde leidet wesen in eren sloten vnde sted(
vnde wore se des macht hadden, des se auer nicht geholden hebben, vn(
hadden my vnde vnde myne(n) wiue zecht, dat se se wolden by rechte holdc
vor allesweme, des hebben se auer nicht gheholden, men de eren hebbc
myneme wiue vnde myne(n) kifidere(n) nomen, wat se hebben, vt eren stedc
vnde sloten vnde dar wedder in, vnde wy en kennet fstatt konnet oder kunnt
nene vrede edder velicheit in eren ianden hebben. Hirvmme, alse vorscreuc
is, dat se my dat nicht en hoiden, so hebbe ik en raad vnde manscop vpp
zecht vnde wat ik em zecht hebbe, wente gy wol kennen konen, dat ik c
quad to denende hebbe^ wan ik nene vrede in eren Ianden hebben mach, wen
dat dar nene heren to sint, den ik leuer denet hadde edder noch dende, ws
se my rechtes pleghen wolden vnd hoiden wolden, des se my zecht hebbe
alse vorscreuen is. Siit Gode beualen to ewyghen tyden. Screuen to Runto
des sondaghes neghest na sunte Andres daghe, vnder mynen ingesegel.
Herbort Krummedike.
Aufschrift: An den eriyken heren, borghermester vnd ratlude der si
to Lubeke, sinen guden vrunden, ghescreuen.
Sach dem Original auf Papier, Das au/pedrtickte Siegel ist gdmiich abgesprungen.
334 1420.
qui pro tempore fueiint^ soluerunt per aliquot annos solum dues marcas,
Dominus Bertoldus propositus anno Domini M CCCC XX pluries consulatum
monuit, ut quatuor marcas soluerent vel per libros racionum eorum sibi osten-
derent^ quod per XL annos solum duas marcas soluissent, sed neutrum eorum
facere voluerunt. Recuperet qui poterit. *
Aus dcm Ucgistrum (juartum CapituU So. LX, d,
CCCIV.
Vertrag des Bischofs Johann (Scheie) und des Propstes Bertold mit den Vorstehern
des St. Jurgen Hauses wegen des Zeknten von etnem zu diesem Hofe
gehorigen Acker, 1421. Jan. 12.
VVy Johan, van Godes vnde des Romeschen stoles gnaden bisscop^
Bertoldus, prouest der kerken to Lubeke. Don witlik, bekennen vnde betughen
vor al den ghenen, de dessen brett* seen edder horen lesen, dat wy myt wiiien
vnde myt vulbort vnses cappittels dor sunderliker bede wiiien vnde begheringhe
der ersamen beren, borghermesteren vnde rade der stad Lubik, vnde heren
Albertus Erpe vnde Lodewicus Krul, ratman, vormunderen vnde vorstenderen
des buses vnde houes sunte Jurgens vor Lubeke, hebben ene endracht myt en
ghemaket vnde se myt vns vruntliken vordreghen, also van des ackers wegben^
de beleghen is by sunte Jurgens houe in dat suden aluaste by deme houe,
also me gheyt to Crummesse to der luchteren hantwart, de heft in de lenge
LV roden vnde in de breyde XXXVIl roden, vnde heft der grauen vmine sik,
vnde in dat osten enen thun, dar wy de teynden gharuen to tegheden ane
hebben in desser wyse, dat de vormundere ofte de vorstendere moghen den
acker vtdon vnde vorhuren to hoppen edder to kolgharden efte in anderer
wyse, wo en dat ghedelikest is jewelkes jares, also se durest konen. Vnde des
scholen se vns alle jar in tokomenden tyden vppe sunte Martens dach vor vnsen
tegheden, den wy darane hebben, bereden vnde betalen vnbeworen ses mark
lubesch, des enen jares deme bisscoppe vnde des anderen jares deme proueste,
de to der tyd synt. Vortmer schegfiet also, dat se den seluen acker in to-
komenden tyden wolden ghensliken wedder vnder den phich bringhen, alze he vor
was, (lal moghen se don. vnde denne schole wy vnsen tegheden darvan vuren
ghelik alse wy vnde vnse voruaren bette herto dan hebben. Were it ouer dat
1) You viel splltcrcr Hand biuzugcfugt: Jam anno 1700 ct citra nihil datum.
i
336 1421 Jan. 18.
dicte capelle vicarius perpetuis temporibus debet et potest prefatos redditus
singulis annis, wigariter verschoten. pro LIlIl marcis lubicensium denariorum
dominis consulibus huius ciuitatis.
A'or/i einer Inscription des Siederntadtbuchi vom J, 1421, Prisce,
CCCVl.
Aufzeichnung uber eine von Seiten der Weinherren der Lubecker Bank ubertrageney von
dieser aber wegen inzwischen eingetretener Insolvenz nicht geleistete Zahlung.
1421. Jan. 18.
lierniannus Holkreye^ ciuis Luneburgensis, nouiter anno elapso vendidit
dominis wigariter den winheren duo plaustra vini pro vna certa sunitna pecu-
niaruni^ ita quod dicti domini soluerent dicto Hermanno LXX inrc. tub. in
banco Lubecensi apud RudolfTum Cumhar^ quam solucioneni dictus Heriiiannus
ibidem acceptauit et contentus erat per integrum mensem ante recessuin
dicti RudoIFK. Sed tamen post recessum dicti Rudolfli prefatus Herinannus
impetebat dominos consules et antedictos consoles videlicet de winheren pro
dictis LXX mrc. iub. den. etc. Sed tamen placitatum est inter partes in
presencia Johannis Witik, Brand Hoymans^ Johannis Holthusen et Hinrici
Gripeshorn, quod pretacti domini consules et domini* de winheren dicto Hermanno
Holkreye de jure nichil tenebantur, propter quod idem Hermannus pro se et
suis heredibus coram consilio et hoc libro dimisit dictos dominos consules de
winheren^ ciuitatem et communitatem Lubicensem hac de causa ab onmi
ulteriori monicione sen impeticione penitus quitos et solutos.
Sack diner Inscription des Siederstadtbuvhs vom J. 1421, Priscc.
CCCVIl.
ISoldqiiittung des Hans Huxer. 1421. Jan. 20.
Ik Hans lluxer. Bekenne vnde betuge openbare in dissem breue vor
ailesweme^ dat my de ersamen heien, borgermestere vnde ratman der stad
Lubeke^ vnd dat schomaker ampt darsulues vmme alien denst^ den ik ene
gedan hebbe in erem krige, den se hadden mit hertogen Erike van Sassen
vnde synen brodern vnde eren hulpern^ gedan vnde gemaket hebben rnynen
willen to der noghe van allem tzolde.. den se n»y loueden to geuende^ vnde
i
338 1421. Feb. 12.
heid suluen wol v/el^ des sik de here meyster dar gantzliken entschuldegede,
also dat he van en des vordregen wart. Vortmer so hebbe wij vornonien van
vnsen copluden, de to Nowerden vorkeren^ dat de irluchteghe furste vnde
here, koningh to Denmarken^ sik ok entschuldeget he£Pt jegen de suluen van
Nowerden van des vorscreuen gudes wegen, vnde dat id inyt den INowerdei's
en openbare gheruchte is, also dat dat vorscreuene gud to der Wisrner ge-
komen is vnde dar vpgeschepet, item de Russen, de dar bij deme suluen gude
weren, bij der Wisiner vppe sloten dar vmmelanges belegen noch gevangheii
sitten. des wij sere hochliken genioyet sin, also dat wij vnde de vnse myt
eneghen gude^ dat icht van werde is, dar nicht vorkeren noch varen doren,
wente wy vns bevruchten, weret dat icht van redeliken Dutschen copluden vnde
gude to Nouwerden qwenie, dat se syk daran holden scholden, went dat se an
ereiri schaden vornoghet worden. Worvmine, ersamen heren vnde leuen vrunde,
wij myt gantzer andacht iwe ersamheid bidden, dat gij myt iwem wisen rade
vnde myt iwer iiulpe also bestellen, dat dat vorscreuene gud den Russen be-
horende vnde en ghenomen is, wedder geuen werde effte nochaflTtigen behlet,
vnde de Russen, de gevanghen sin, los gelaten werden. Isset dat et nicht en
schud, nademe dat dat gud in ene hensestad gekomen is vnde dar vpge-
schepet, so bevruchte wij vns des, dat de gemeyne Dutzsche copman de No- 1
werdesche reyse darvmrne myden mot myt mer schaden, des to bevruchtende
steyd, de daraif komen mach. Wes iwe ersamheid hirane to nfit vnde prolile
des gemeynen besten mogen vorsen vnde schicken vns, dat willet scriuen n»yt
den erslen, dat wy vns darna richten mogen, also des nod vnde behoff is.
Item, ersamen heren vnde leuen vrunde, so hebben de heren vnde prelatcn
vnde de rilter vnde knechte myt vns to lande enen dach gheholden vppe deni
Waike, dar de heren sin ens geworden vnde willen ernstliken gheholden
hebben, dat nen copman besundergen coppere, tyii edder andere gud, dar men
were van maken mach. vppe de Russen sail voren, vnde geuen dat selue den
steden to kennende, dat wij dat vorbeden solden, vnde spreken, weret dat dar
we mede beslasren worde, dat wolden se so richten, dat dar en ander by
denken solde. Dat also vorantwordet wart, dat ginghe allene vns nicht an,
sunder de gemeyne henzestede, de to der Nowerdes reyse behoren, vnde were
van oldinges ene copenschop gheweset, by namen copper vppe de Russen to
vorende, vnde bidden iw des, leuen heren, dat gij dat an de heren to LifTlande
also vterliken vnde in gantzer meninge willen scriuen myt hulpe vnde rade der
stede, de gij darto hebben mogen, dat de copman bliue by older vriheid vnde
540 1421. Feb. 18.
cccx.
Johann /F., Herzog von Mecklenburg^ quittirt den Rath von Luheck uber de?i
Empfang von 100 m^. 1421. Feb. 18.'
VV y Johan, van Godes gnaden hertoge to Meklenborg etc., greue to
Swerin. Bekennen apenbare in desseme jeghenwardighen breue, dat wy
hebben quyd vnde 16s ghelaten, laten los vnde quyd hundert lubesche mark nu
van desseme yare deme ersainen rade to Lubeke van den pennighen, de see
vns vmme vruntscop to vnser hulpe vnde beh6ff yarlyken pleghen to gheuende etc.
Des to ener betuchnisse hebbe wy Johan vorbenomet vnse inghesegel laten
inyd wytscop drucken benedden vppe dessen apen breff, de ghescreuen ys na
Godes bort verteygen hundert yar darna in deme envndetwynteghesten yare,
des dinxtedaghes vor Oculi.
Nach dem Original auf Papier. Mit untergedrUcktem grosstentheils erhaltenem Sifgel.
CCCXl.
Verhandlung uber eine Rente des Domtnikanerklosters zur Burg in Klein-Mist.
1421. Mdrz 9.^
JNotandum^ quod Tydekinus, Reymarus et Wiggerus fratres dicti de
Oldendorpe coram consilio inpetiuerunt priorem et conuentum ordinis pre-
dicatorum Vrbis in ciuitate Lubicensi pro perpetuis redditibus sex marc. lub.
den. singulis annis subieuandis in ininori villa iMyste^ sita in parrochia Heme-
borch, qui ledditus olim fratri Hinrico Wittenborge et fratri Hinrico Olden-
dorpe dicti ordinis appertinebant, sicut in litteris desuper confectis clarius
continetur. Sed tamen dicte partes per amicabiles tractatores et compositores,
videlicet dominos Jordanum Plescowe, Conradum Brekewolt et Hinricum Rape-
suluer^ proconsules^ per dominos consules ad hoc deputatos, finaliter concor-
dati sunt, quod predicti prior, fratres et conuentus prefati ordinis debent de
jure perpetuis temporibus dictas sex marcas reddituum in prefata villa Myste
retinere et habere absque alicuius contradictione, et sic ista causa totaliter
est sopita et terminata, propter quod prefati Tydekinus^ Reymarus et Wiggerus
Oldendorpe fratres pro se et suis heredibus coram consilio et hoc libro
1) Vgl. Bd. V J^ 369. 414. 454. Eine gleiche, nicbt zum Abdruck gekommene Qaittung ist noch Torhauden
vom 18. Decbr. 1416.
2) Vgl. Bd. V JVr 408.
edder iiakoinelinge don^ vnde denne schole wy vnsen tegeden darvari vuren,
also vnse voruaren dan hebben. Were it ouer dat de sulue acker edder
hoppenhof nich ghans wuste leghe, also dat he to hoppen ofte kol buwet worde
edder yenegherleye mlt ghans edder en del bruket worde, so scholeri se allike
wol de III mark ghansliken betalen, also vorscreuen is. Were ouer ok dat de
sulue acker edder hoppenhof ghans to yenigher tyd wuste leghe, also dat de
nyn nfit edder orber brochte edder van quenie, so schal he edder syne nako-
melinge de wyie vns edder vnsen nakomelingen dar nichtes van plichtich wesen
van teynden edder van den III mark gheldes vorbenomet. Vnde des to tuchniss
vnde merer bewaringe so hebbe wy beyde vnse ingheseghele myt vnses cappittel
ingheseghel vor dessen bref ghehenghet. Vnde wy borghermestere vnde ra
vorscreuen, wente al desse vorscreuen stucke dor vnser begheringe vnde wylle
aldus ghehandelt vnde vultaghen synt, also hebbe wy ok vnser stad ingheseghe
vor dessen bref myt witscop ghehenghet to tuchnisse desser vorscreuen stucke^
Vnde desser breue synt twe, der heft yewelk partige enen, de screuen synt I
Lubeke, anno Domini millesimo quadringentesimo vicesimo primo, dominie
qua cantatur Judica.'
Sack dem Original. Alit dvn vier anhanyenden Sieffcln,
CCCl^lII.
Der Proj)stj die Priorin und das gesammte Kloster zu Reinbeck quittiren die Stddt
Lubeck und Hamburg uber den Ersatz wegen des in dei* Fehde von 142i
erlittenen Schadens. 1421. Mdrz 0.
Wy Hinrik Gerwers, prouest, Alheidt Hummersbuttel, priorinne, vnd
dat ganze convent des closters to dem Reinebeke belegen in dem stichte va
Bremen bekennen endrachtliken vnde betugen apenbar in dissem breue v(^ ^
alsweme, dat sik de erbaren manne, heren borgermeistere vnde ratrhanne de
stede Lubeke vnde Hamborg, mit vns vnde wy mit en vmme alien schaden
den se vns, vnsem closter vnde vnsen vnderdanen vnde lansten beth an disse
dach gedan hebben, vnde besundern in howunge vnde beforunge vnses closters
holten, der se gebruket hebben tho buwung vnde beuestung eres slptes Berger-
dorpe vnde wor se des vurder behotf tho hadden, vnde ok in korne^ dat se, ere
soldener vnde de ere vnses closters vndersaten vnde lansten affvorderden in den
-T
1) An demsolben 'I'age haben der BUchof und der Propst auch einen gans gleichUutoDdeii Veiimg kU
Besitzer des benachbarten Grundstdckes, Glaus Juncvrouwe, abgeschlossen , welches dieselbe Antdahmnig
1 n^^^ ...iJ ti.^:«<v k<k**.. .~:~ J., j it r> u
gheweset hebben, to bearbeydende^ den suluen vriwilleii afftoleggende, des vf\\
en ok nee enthort hebben, vnde beghereden ne anders men rechtes, doch
bynnen den suluen daglien vnde vrede, de gij daraff niakeden vnde tusschen
den Holsten heren vnde vns deghedingeden al vppe den raani, dat wij vns yo
rechtes vorniodet hadden to wedderuarende, so ys vns anders nicht wedder*
varen, men van der iiand ghebrocht vnde attghewunnen vnse slote, land vnde
lude^ alse Sieswick^ Zwauestede^ Ekerenuoide vnde meer lande, der jw to vel
to scriuende were. Hijrvmme doet wol vnde latet de juwen nd to Pinkste
vppe den vorscreuenen dagh jo komen in der wijs^ alse vorscreuen ys, went
gij vorwar louen moghen. dat wij dar so lange mede ghebeden hebben, da
hebbe wij darvp ghedan, dat wij jo gherne segben, dat de kopman vnde e
jewelik bedderue man vredes vnde rechtes gheneten mochte; kan vns oueia. ^
nw jo nen recht wedderuaren, so vorsee wij vns des gentzliken to jw vnde t
den menen steden, dat gij vnde se vns jo also groten willen wedder bewisen.
alse wij des groten scliaden hebben^ dat wij )uwen sendeboden vredes vnd
daghe nee enthort hebben, dar wi dessen vorscreuenen schaden jo oner ghe-
nomen hebben. Hijrmede beuele wij jw Gode. Scriptum Kopenhauen, ferics^
secunda proxima post dominicam Fassionis Domini, nostro sub secreto, ann^
etc. XXP.
Aufschrift: Den vorsichtigen erbaren borghermesteren vnde ratluden de
stad Luheke, vnsen guden vrunden.
Sack dcm Oriyinal auf Papier. Mit Jlesten des in rotheta Wacha au/</eJ nick ten Siegeis.
cccxv.
Der Rath von Ltlbeck erkldrt sich zur Theilnahme an den Verhandlungen ax 4/
Fehmarn bereit. 0. J. (1421. Nach Mdrz 10.)
Ijeredicheit williges denstes erwerdichliken vorgescreiien. Irluchtigest ^
hochgeborne vorste, gnedige here vnde holde ghunner. Juwer koninglikei
gnade breft', darane de sulue iuwe gnade biddet. dat wij de vnsen sendei
willen vppe den dach., de to Pinxsten erst to komende wesen schal twisschen
iuwen gnaden vnde den Holsten heren etc., hebbe wij werdichliken entFangen vnde
wol vornomen, vnde alse wij bette herto dar allewege gerne gudwillich to
geweset sin, eft wij icht gudes darto mochten gedan hebben, dat de vnwillen
twisschen iuwen gnaden vnde den Holsten heren wesende mochten to vrund-
liker zate gekomen hebben, also wille wij vmme iuwer gnade leue willen, der
1421. (Nach Narz 10.) 345
Vfij allewege gerne behegelik sin, wor wij mogen, vnse vrunde gerne senden to
dein vorscreuenen daghe, de dar alse gude middelere gerne to helpen scholen
des besten, dat se mogen, dat alsodane vnwillen, alse vorgerort is, vorrayddelst
uiedewerkinge des bilgen ghestes to vrundiiker zate kornen mogen. Juwe
koninglike hochwerdicheid vnde vorstlike gewald sterke vnde beware God to
langen salicheiden etc.
Juwer koningliken gnade
odmodige borgermester vnde
radmanne der stad Lubeke.
Nach dem Concept auf Papier.
CCCXVI.
S'uhm der Bruder Henning und Heinrich Glavatz mit der Stadt Lilbeck unter
Burgschaft des Vicko Blucher zu Fitzen und des Ludeke Blucher zu
Kehrsen. 1421. Mdrz 16.
VVij Henning vnde Hinrik brodere gheheten Glauatzen. Bekennen vnde
"^tugen openbare in dessern breue vor alsweme, dat wij vns mit den erbaren
^^^innen, heren borgermesteren vnde radmannen der stad Lubeke, vruntliken
morgan, voreniged vnde to ende gezoned hebben vinine alle schelinge, vnwillen
^nde veyde, de wij bet in dessen dach mit en vnde den eren gehad hebben,
^1^0 dat wij dar nicht iner vp zaken scholen noch enwillen, noch jemand van
^nser wegen; vnde wij zaten vns vruntliken to en in craflFt desses breues, also
^^t wij ere beste truweliken weten, weruen vnde don willen, wor wij konen
''^'^de mogen. Wij enwillen ok noch enscholen ere vnde der eren vyende
^^mmer werden, id enschege denne vmme der Mekelenborgeschen heren willen,
^•^de so scholde wij vns sunderges an en vorwaren. Ok so enwiile wij noch
^•ischolen ere vyende, rouere vnde voruesteden lude nicht husen efte houen,
^^ch jenigerleye gunst edder vordernisse bewijsen. Alle desse vorbenomeden
stucke loue wij Henning vnde Hinrik erbenomed den vorscreuenen heren borger-
i^esteren vnde radmannen bij truwen vnde bij eren stede, vast vnde vnuor-
btoken toholdende, sunder argelist. Vnde wij Vicke Blucher, wonafftich tor
^itzen^ vnde Ludeke Blucher, wonafftich to Kersem, brodere, knapen, louen
in crafft desses breues vor vns vnde vnse eruen den erbaren heren borger-
mesteren vnde radmannen der stad Lubeke, dat de ergenomeden Henning vnde
iJinrik alle vorscreuenen stucke zamentliken vnde besunderen stede, vast vnde
44
348 1421. Apr. 6.
marcas et XXXVIII marcas lub. den., que equaliter pertinent sibi et magistro
Paulo Oldenborch, protbonotario huius ciuitatis, cuilibet medietas dicte surnme
Vllt^ et XXXVIIf tnrc, cum quibos idem Jordanus negociari et mercari debebit,
interim quod ipsis ambobus hoc placuerit super mutuis lucro et dampno.
Spdter hinzugefugt: Magister Pauius Oldenborch antedictus coram libro
recognouit, se a Jordano Plescowen, filio Jordani, subleuasse et percepisse IlIF
florenos episcopates et XXX florenos episcopates in minoracionem summe ante-
tlicte et lucri cum eadem summa adepti et lucrati. Anno XXV®, Arnolffi. (Jul. 18.)
Naeh einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 142 ly Miaeric, Dom.
CCCILXM.
Aufzeichnung uber etn von Jordan Pleskow dem Kanzler des Herzogs von Schlesroig
gemachtes Darlehen. 1421. Apr. 13.
Uominus Marquardus Gorue, cancellarius ducis Sleswicensis et comitis
Holtzacie, et Arnoldus de Stendele pro se et suis heredibus coram libro
recognouerunt, se coniuncta manu teneri Jordano Plescowen, filio domini Jordani,
proconsulis, et suis heredibus in LXXIIII marcis lub. den., Michahelis proxime
affuturo amicabiliter et expedite persoluendis, pro quibus deposuerunt et
inpignorauerunt dicto Jordano unum cinguhun argenteum et deauratum. Dictus
dominus Marquardus promisit. se velle ordinare a domino Adolfo, comite
Holsacie, vnam litteram sigillatam dicto Jordano in quatuordecim diebus sequen-
tibus; prefatus Arnoldus de Stendele promisit dicto Jordano Plescowen^ se velle
sibi stare pro omni defectu, si aliquis contingeret in premissis.
NcLch einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1421, Jubilate,
CCCXXII.
Der Convent der Dominikaner zur Burg erkldrt^ dass der Bnider Helwig von
Geismer die ihm von Peter Huek eingerdumte Wohnung nicht longer, als
es dem Letzteren genehm set\ benutzen solle. 1421. Apr. 22.
Wy brodere Marquardus, prior, Hermannus, lezemester, Johannes, sup-
prior, vnde al de ghemene brodere vnses closters to der Borch yn der stat to
Lubeke. Bekennen in dessen breue, dat de erbare man Peter Huk heft vmme
begheringhe vnde beedes willen der oldesten vnses cloesters broder Helwighe
van Geysmer, enen vadere vnde brodere des vorbenomeden cloesters, vorlene^
3S0 1421. Apr. 23.
ael de parte soluere^ quod ipse hoc liberiter velit facere absque dolo, et ia
hoc dicti creditores erant contenti et crediderunt verbis suis. '
Nach eitier Inscription des Niederateuitbucht vom J, 1421, Georgii,
Renten aus Fehmarn. 1421. Apr. 23.
Johanni Clingenberge liberaliter dedit donacione inter viuos et resignavit
sibi coram consilio Bertrarrimus Clingenberg, eius patruus, XIX marcas reddi-
tuum iiiifius nil sol^ quos ipse habuit in villa Potgarde sita in terra Ymbrie
et illas X marcas redditus^ quas ipse habuit in villa Bammerstorpe sita ibidem
secundum tenorem duarum scripturarum annotatarum anno CCCCI% Lamberti^'
nunc cancellatarum, quos redditus consilium iussit antedicto Johanni asscribi.
8aIuo tamen Bertrammo predicto suo vitalicio in eisdem.
SiiL'h einer Inscription dcs NiederstadtbucKs vom J. 1421, Georyii,
AU/recht K., Ilerzog von Mecklenburg, uberweist die ihm von dem Rathe von Lubeck
nachste Weihnachten zu zahlenden 100 fn^ dem Lubecker Burger Tile
liuntmaker. 1421. Apr. 27.^
W i) Albrecht^ van Godes gnaden hertoge to Mekelenborch, greue to
ZwiTin. to Stargarde vnde to Rozstok here. Bekennen vnde betugen openbare
in ili*ni>eiu breue vor alsweme^ dat wij dem beschedenen Tylen Buntmakere,
bof'^4'r to Lubeke^ vnde sinen eruen gewijset hebben an alsodane hundert
marke lubesch der suluen munte., alse vns de erbaren heren^ de rad der stad
Lubeke. vppe Wynachten erst tokomende vmme sunderger vruntscop willen
geui^nde werden to hulpe vnses hoiVslages, vnde wijsen se daran in cratft
desbes breues^ also datde erbenomede Tyle vnde sine eruen vnd anders
nymand van vnser wegen de vorscreuenen hundert marke entfangen scholen.
1) L'cbcr die zwcitc Zahlung findct sich uoch folgendc Inscription: 1421. Oct. 81. (Undccim mill, virg.)
Notauduiii, quod, Hicut alias Uulauus Cumhar coram procousulibus huius ciuitatis jurauit, quod, cum dominus
I>cus bibi dmct lautam proHperitatem, quod ipso posset totaliter ucl in parte soluere illas XXVI^ marcas lub. deo,
de quibus canit scriptura huic libro annotata hoc anno, Georgii, quod ipse hoc libenter Tcllet facere absque dolo
etc., ita idem liolauus taod(j coram consilio de nouo iurauit prcscriptum articulom et iuramentum gratum et firmom
teuere absque dolo uialo et fraudc.
2) Vgl. Hd. V M 28. Der Uebcrgang der Renten auf Bertram Klingenberg ist nicht nachcuweisen.
3) Vgl. M 4.
^[
352 (1421.) Mai 19.
here solen hebben jewelk sine schedesheren in eren schepe mydden vp dem
Sunde vnde en dem anderen sine claghe bescreuen' ouergheuen vnde wider
tho holdende, so de dach ghenomen is, vnde der scrift ghenoch tho donde, de
darvp begrepen is. Wes wij vorder moghen arbeyden, dat do wij gherne. Item
so dot wol vnde sendet vns de scrift, de de here konynk vnde de Holsten heren
bezeghelt ouergheuen tho Sleswek. Item so welle wij gherne spreken myt den
steden, so gij vns ghescreuen hebben. Varet eweliken wol tho Gode. Ghe-
screxien des mandaghes na der hilghen dreualdighet daghe.
Hinrik Rapesuluer. Tideman Morkerke.
Aufschrift: Dem erwerdighen heren, her Jordan Pleskowen, borgher-
mester tho Lubeke, detur littera.
Sack dem Original auf Papier. Mit liesten des SiegeU.
Auslosung aus der Gefangenschaft. 1421. Mai 25.
Marquardus Parke, Hartwicus Butzowe, Johannes Baike, Nicolaus Brun,
Otto Foze, Arnoidus Lemezik, Marquardus Holste et Jacobus van Danne presentes
libro promiserunt pro se et ipsorum heredibus, quod quilibet ipsorurn velit et
debebit domino Tidemanno M6rkerken ad fideles manus strennui famuli Stenonis
Basse Natiuitatis sancti Johannis Baptiste proxime afl'uture vltra ad vnum annum
expedite erogare et soluere decern marcas lub. den. ex parte captiuacionis
Johannis van Rene, qui idem Johannes captus erat per dictum StenonemJ
Xach ciner Inscription des N ivdersladtbuchs rom J. 1421, Urbani.
Friedrich^ Markgraf von Brandenburg, ersucht die in Lubeck versammelien Raths-
sendeboten wiederholt urn Fiirsprache bei dem Rathe von Lubeck fur
Hermann Poling. 0. J. (1421. Vor Jun. 2.)^
Vnsen gunstigen grut vnde alles gud tovoren. Ersamen vorsichtigeo
vnde wijsen, leuen besunderen. Als wij jw vormals gescreuen vnde beden
1) Die Schrift des Kiinigs, Antwort auf die Anklagc der Holsteinischen HerrcD, datirt Femersand, Mai 23,
1421, ist nacli dem Origina] im Geheimen Archiv in Kopcnhagcn gedruckt in Scjdolin, Diplomatarium Flent-
borgense Bd. I, 8. 260 fgg.
2) Joliann von lienc liatte demnach einc Scbatzung von 80 mjL zu entrichtcn. Ueber den Enipfang dicser
80 m^ quittiren 1424, Ascens. Dom. (Juni 21), Namens des Steuo Basse, Brano Warendorp and HeiDrich t. CalvcB
als Nachlasscnratoren des inzwiscbcn verstorbencn Dietr. Morkerke.
3) Vgl. Bd. V M 581.
354 (1421. Jun. 2.) '
wijsen, alse sik des juwe herlicheyd to vns vormodede. Juwe grotrnechtigen
herlicheit vnde vorstlike gewald de beware etc.
Xach dem der Danziger Handschrift des Recesses con 1421 beigelegtem Concept, Mitgetheilt von Dr. Koppmann.
Der Knappe Heinrich von Buchwald verkauft dem Rathe von Lubeck fur 21 n$
einundzwanzig der besten aus seinen sammtlicheri Eichenwaldwigen amzu-
wahlenden Eichen. 1421. Jun. 12.
Ik Hinrik van Bokwolde, knape^ hern Nicolaweses sone. Bekenne vnde
betuge openbare in dessem breue vor aisweme, dat ik init vulborde alle der
jennen^ der ere vulbord van rechtes wegen darto to esschende was, den er-
sainen mannen, heren borgerinesteren vnde radmannen der stad Lubeke, rede-
liken vnde rekliken vorkofft hebbe eynvndetwintich ekene bonie, de alder-
besten, de se konen eftte mogen vtkezen laten vte alie mynen holtingen^ id
sij to der Wenzine edder wor ik se hebbe, vor envndetwintich marke hjbescher
penninge, de ik van en in gereden telleden penningen tor noge vnde na minen
willen entfangen vnde vort in myne vnde myner eruen nottrofFtige nut gekeret
hebbe, welker borne se vnde ere denre bruken mogen mit alien eren tobe-
horingen, alse se in eren enden begrepen sin, vnde se zanientliken edder allen-
telen howen vnde wechuoren laten. wanne vnde wo en vnde eren denren, den
»e dat beuelen, beqweniest is. Vnde ik vnde myne eruen scholen en ok der
vor«creuenen envndetwintich borne waren vnde vrijen van aller ansprake, vnde
jk vndif myne eruen scholen en darto schicken wegevry in vnde vt, bomval
Vfidf* hude vry, zomere vnde stelleholt, vnde wes se vnde ere denre van holte
dhrio to arbeyde behouen, mogen se in mynen holtingen vmhowen. Vnde
yifHuue ok der vorscreuenen heren vnde der stad denre de vorscreuenen borne
vfk^Xfn, HO scholen se des mechtich sin, de suluen borne to borende vnde to
Morxokende, wer se bynnen dicht vnde en gedelik sin. Were ok denne weike
tfidicht vnde en vngedelik, dar mogen se andere dichte home wedder in de
nt$r(Ur vore kezen. Were ok dat jemend hemeliken efle duffliken de vor-
ni'.f$'MifU*iti borne huwe gantz edder etlike vnde de enwech vorede, dar scholen
i\^ vorucreuenen heren vnde stad vnde ere nakomelinge dat recht hogest vnde
n^At'Wi \u hals vnde in hand ane hebben vnde anders nemend. Ik vnde myne
^tu^$$ #»ri»cholen ok noch en willen nyne ekene home vte vnsen holtingen vor-
koif^fi^ (fv de kore der vorscreuenen envndetwintich borne geschen is. Alle
1421. Jun. 12. 355
rlesse vorscreuenen stucke zarnentliken vnde besundereri loue ik Hinrik van
^okwolde erbenomed vor my vnde myne eruen den vorscreuenen heren, borger-
ifiesteren vnde radmannen der stad Lubeke^ vnde eren nakomelingen stede, vast
\rtide vnuorbroken to holdende sunder arich vnde inzage, vnde hebbe des to
f^i^erer tuclinisse der warheyd myn ingezegel witliken iiengen heten vor dessen
b «*ef. Geuen in den jaren vnses Heren verteynhundert vnde envndetwintich, des
clc^nredages vor sunte Viti dage.
Nach dem Original, Mit anhangendem Siegei, Vgi. Sieget des M.-A, Heft S p. IS.
CCCXXXII.
JO>^r Convent der Dominikaner zur Burg nimmt den Heinrich Hymteke gegen Zahlung
von 20 W^ und Ueberweisung seines gesammten Besitzes auf den Todesfall
ah Knecht an. 1421. Jun. 14.
VVy brodere Marquardus^ prior, Johannes, supprior, Johannes Schowen-
l^oi'ch, Nykolaus Broker, Conradus Wedeghe, Hinricus Schonenberch vnde alle
'^vy anderen brodere des closters tho der Borch tho Lubeke des prediker orden.
^^kennen openbarliken vnde betughen in desseme breue, dat wy eendrachtliken
vntfanghen hebben Hinryke Hyniteken to eneme knechte vnde to eneme dener
^'^ises cloesters, alzo langhe aize he leuet, dat he des morgens in der kercken
^^^Ipe missen lesen vnde do, wes he vormach, vnde gha des daghes des cloesters
^^erf, wor de prior ene sendet, bynnen der stat to Lubeke, vnde schai em tho
^tende vnde tho drinkende gheuen in der koken like enen broder, demme spiset
^o reuentere. Vppe dat nv desse vorbenomede Hinrik nicht vndanknamych en
were vnde sy zodanes gudes vnde gunste, zo heft he vnseme cloester gheuen
XX mark lubesch nv rede vnde na syme dode allent, dat he heeft vp eerden,
\d sy beweghelik eft vnbewegheh'k myd bysprake aller ansprake, de darvp vallen
uiach van jeneghen mynschen. In ene vaste betughenisse aller desser vor-
screuenen stucke zo hebbe wy vnses cloesters ingheseghel henghet vor dessen
Wef, de ghegheuen is na Godes bort M^CCCC® in deme XXI jare, in sunte Vitus
vnde Modestus auende der hilghen mertelere. Uir heft an vnde auer wesen
Gherd van Aken, Albert Rust vnde Hflnold.
Au8 dem Copiarius des Burgklosters fol. 12 b.
45*
366 142L Jun. 18.
OCCXXJLIU.
Der Rath von Wismar sendei dem Rathe von Liibeck einen Brief der Gewand-
Schneider in Lubeck an die in Wismar uneroffnet zuruck und behdlt sick
das Weitere vor. 1421. Jun. 18.
Ynsen vruntliken grut myd begeringe alles guden vorscreiien. Ersamen
leuen vriinde. Desse yniieslotene breff' ys gesand den olderliiden der want-
snydere vnser stad van den juwen, des wij doch van en bildelken scholden
vnbesorget hebben wesen, wente vns nach vnseme guddunckende to kort darane
scheen is. Hirvmme sende wij iw den suluen breff^ de nicht vpgebroken vnde
myd vnseme signete besegeld is^ biddende andachtliken, dat gi den suluen breff
bij iw beholden willen so lange^ dat vnse sendeboden by iw komen^ gudliken
myd en denne daran sprekende vnde bestellende, dat wy vnde de vnsen myd
sodanem scriuende vnbelastet mogen blyuen. Sijd Gode beuolen. Screuen des
mydwekens na Viti, vnder vnsen secrete, anno etc. XXP.
Consules Wismarienses.
Aufschrift: Prudentibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus et
consulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris sinceris, detur.
Sack dem Original. Mit fheilweisf erhaltenem, avfgedrtirktem SiegeL
Der Rath von Luneburg zeigt dem Rathe von Lubeck die Ankunft von Abgeordneten
an. 1421. Jun. 19.
Vnsen vruntliken denst touorn. Ersamen heren, besunderen leuen
vrunde. Alse gi vns gescreuen hebbet, darumme wille wy unses radeskumpane
in iuwer stad hebben, alse wy dat ersten enden konnen. Wy beualen iw Ghode
gesund to langen tyden. Screuen under vnser stad secret, des negesten donre-
dages na sunte Viti dage, anno etc. XXI*.
Consules Luneborgenses.
Aufschrift: Coinmendabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus Lubicensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
Sack dem Original auf Papier, Das aufgedriickte Siegel ist erkalten.
I
358 1421. Jun. 24.
CCCXXXVI.
Aufzelchnung uber die Ueberlassung von Prohnsiorfy Bovendorf und Hosing an den
Burgermeiater Jordan Pleskow. 1421. Jwi. 24.
JJorninus Tydeinannus Tzeirentin et Borchardus de Hildetisern pro se et
suis heredibus coram libro recognouerunt^ quod^ licet doiiiinus Jordanus Ples-
cawe, huius ciuitatis proconsul, et ipsi prideiii habuerunt simul bona dicta
Pronstorpe, Bouendorpe, Roze et decern tnarcas denariorurn wicbeldes in villa
Gholenbeke, necnoin septem areas in Elerstorpe sitas in terra Holtzacie^ secun-
dum tenorem litterarum super istis confectarum, tamen nunc eadem bona cum
omnibus suis appertinenciis appertinent et appertinebunt per amplius veraciter
ipsi antedicto domino Jordano soli suisque heredibus. Jidem eciam doininus
Tydemannus et Borchardus renunciauerunt pro se et ipsorum heredibus omni
iuri, quod ipsi usque hue habuerunt in prescriptis bonis et suis appertinenciis^
necnon in litteris super istis confectis, amplius super istis nunquani causaturi
nee per se nee per alios quoscunque, proniittentes eciam, quod, si aliqua uel
alique inveniretur seu invenirentur littera seu littere ipsis per antedictum
dominum Jordanum super prescriptis bonis sigillata seu sigillate, quod talis et
tales debebit et debebunt esse invalida et invalide ymmo simpliciter et annullate.
Nach eincr Inscription den S icdarstadibitchs vom J, 142 1, J oh, Bapt.
CCCXXXVIl.
Der Rath von Liibeck schreibt an den Rath von Reval hinsichtlich des Verhots des
Ilandels mit Russland. 1421. Jul 1.
V nsen vruntliken grut vnde wes wi gudes vormogen tovoren. Ersamen
leuen frunde. Wente wi warliken iruaren hebben, dat ichteswelke rovebare sin,
de sik ute des kopmans rechte gegeuen hebben vnde sunderlike wage soken,
den Russen gud totovorende, mid en to kopslagende tegen innehold der schra,
vnde ok lichte vvol ein del sin, de des gelikes don, de noch borgergeld hebben
in den steden, vnde wente dit alle den steden dunket ein grot vorderF vnde
"voruang sin der stede vnde des gemeinen Dudeschen kopmans, de Ruslande
plecht to vorsokende^ so sin de stede, vppe dessen dach binnen vnser stad
vmme der vnde anderer sake willen to dage vorgaddert, vmme des gemeineu
besten willen eindrechtliken overeingekomen vnde hebben gesloten, hijr open-
bare in den steden to bedende, dat nymand by line, gude vnde ere de Nu noch
1421. Jul. 1. 359
flusland vorsoken edder init jenigeri Rnssen kopslagen efte handelinge hebben
^fi schal. Vnde de stede begeren, dat gi init den ersten hijr overscriuen,
-v*^e de jenne sin, de sik in vorscreiiener wise vte des kopmans rechte gegeuen'
vnde init den Russen kopslaget hebben, vnde ok we id to desser tijd mer deit.
V^nde alse de stede hijr dit aldus gesloten vnde boden hebben, begeren se, dat
gi des geliken mit ju ok beden, vnde ok also strengeliken vorwaren vnde
g€?sloten holden, bet dat ju de stede darvan anders wes benalen, vnde bedet
ok, leuen vrunde, by der vorscreuenen pene, dat men nicht en vorkope in also-
daFie lande, darvan to bevarende is, dat id vppe de Russen rnoge gevoret
Aiv^c^rden. Vnde wanme dit also strengeliken holdet. vormode wy vns, dat id
init den Russen deste er to enern guden ende kotnen moge. Wi begeren ok,
dat gi id by juwer herscop van denn orden gndliken vorarbeiden, dat se id also
soliicken vnde vogen vmine des gemenen besten willen, dat id de eren ok holden,
alse hijr vorgeroret is. Vurder, leuen vrunde, alse vmme de gevangenen Russen
etc^') dar hebbe wy mit grolen kosten also vmme gearbeitet, dat wi hopen,
dat se los werden, vnde also vro dat gescheen is, wille wy ju dat benalen.
Auer vmme alsodane gud, alse en genomen is, enwete wy noch tor tijd nyne
wyse, wente de jenne, de dat gud genomen hebben, in der stede macht, horsam
vnde gerichte, alse gi lichte wol weten, nicht en sin. Ok, alse wy vornomen
hebben, so en quarn alsodanes gudes in dat Wismeische deep nicht, den XVI
stucke wasses. dat doch tohand van den, de dat genomen hadden, van dar
wedder gevoret ward. Duchte ju ok, leuen vrunde, hemeliker wyse to irva-
vende: eft de Russen los worden, alse wi hopen, dat id schen schole, wei^de
^opman, wan de Russen los weren, darup icht Ruslande velich mit line vnde
gude soken mochte, vnde scriuet vns des jo juwe antword. Sijt Gode bevolen.
Screuen vnder vnsem secrete, up vnser leuen Vrowen auend visitacionis,
anno XXr.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Prudentibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus et
consulibus Revalliensibus, amicis nostris sincere dilectis.
Ncuih einem dem Original im Rathsarchiv zu Reval entnommenen Abdruok im Lie/»'Esth.~ nnd Curldndischen
Urkundenbuch Bd. V No. 2506.
1) VgL M 309, 326, 333.
360 1421. Jul. 3.
CCCXXXVllL
Der Rath von Lubeck schretht dem Rathe von Wismar uber das VerhdUniss zu den
Russen. 1421. Jul. 5.*
Vruntliken grot vnde wes wij gudes vorinogen touorn. Ersaiiien leuen
vrundes. So gij vns scriueii^ dat de Russen bij juw sin in juwer stad^ dat
hore wi) gerne, vnde vorder begeren, dat wij darvp willen vordacht sin^ wo
dat men id myt en vortsette etc, leuen vrundes, were vns juwe breff vor
twen dagen eer kumen, so wolde wij den Lijfflandeschen steden vterliker dar-
van gescreuen hebben, dan wij gedan hebben, jodoch vorinode wij vns, dat
kortliken schepe van vns werden segeln, so wiile wij den Lyfflandescheri steden
darvninio scriuen, dat se darvmme ere kuntscop bij den Russen hebben, wo
wij vns vorder hyrinne holden niogen, dat vns vnde den steden to dein besten
konie, vnde hirvp nioge gij de Russen alzo bij juw vorwaren, one dat beste
to donde so lange, dat wy init jw vorder darvmme to worden komen. Gode
sijd beuolen. Screuen viider vnsem secrete, des donrdages na Visitacionis
Marie, anno etc. XXI.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus Wismariensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
Xach dem Orijiual im Rathsarchiv zu Wismar. Mit lies ten des aufgedruckten Secrets.
Der Rath von Brugge urkundet uber die Aussage des Johann de Vos, dass er, unah^
hdngig von Heinrich Greverade und dessen Genossen, in einem Rechtsstreit
mit Eler Lamsyde wegen 38 Pass Wein^ die von den Spaniem genommen ,
worden^ begriffen set. 1421. Jul. 3.^
Allen den ghonen, die dese lettren zullen zien of horen lesen, borch-
meesters, scepenen ende raed vander stede van Brugghe saluut. Omiiie dat
recht wille ende redene begheert, dat men orconde warachteghe zaken, so eyst,
dat wy V certiiiern ende orconden by dessen onzen lettren, dat voor ons commeo
es vpten dach van hederi Jan de Vos, onze medepoorter, de weike ons
verclaerst heift bi zinen eede hem met vpgherechten vingheren hooghelike
I) Vgl. .V 309, 326. 2) Vgl. M, 199, 224.
364 1421. Jul. 30.
borgeren vnde copluden hern Kersten Niclesson bref lesen laten, up dat sik
en islik vor schaden moge vorwaren. Jodoch^ leuen vrundes, is vns wol vor-
komon, wo na der tijd^ alse ju der stede vnde vnse breue konien weren van
desser vorscreuenen ordinancien^ vorbedinge der Russeschen reisen etc., ut
juwer stad van den juwen schepe scholen gesegelt sin mit gude to den Russen.
dat vns unbillich dunket wesen. begere wi, eft dat also were^ dat gi darbi
vaeren na ordinancien der stede, alse sik dat gebore, vnde ok bestellen vnde
vorvaren laten, dat sodaniges den steden vnde deme geinenen copnian to vor-
vange nicht nier en schee, anders de stede inosten vorder darup vordacht
wesen. Vorder, leuen vrundes^ juw mach wol vordenken, dat ju to mer tijden
vorscreuen is worden van des punttollen wegen mit juw, den her gen Lubeke
to schicken, darup gi screuen, gi hadden den vorteret. Leuen vrunde, gi weten
doch suluen wol, dat de punttol gelecht wart, tor menen koste were darmede
in der see to holdende, de wy mit andern steden vmme vns belegeri swarliken
vnde mit groten kosten gedan hebben etc. Hirumme wy begeren, dat gi vns
sodanen punttollen noch sendent mit der rekenscop, up dat den steden vnde
vns niner vorder maninge darumme noed dorue sin, dat is vns van juw wol to
willen. Gode sijd bevolen. Screuen vnder vnsem secrete, des negesten mid-
wekens vor ad vineula Petri, anno etc. XXP.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Den ersamen etc.
iVaoA einem dem Original im Hathsarchiv zu Reval entnomtnenen Ahdrvck im Lie/.-Eatk.- und CurL Urk.-Buch
Bd. V No. 2669.
CCCXIilll.
Der Rath von Miinster urkundet uber die dem Prtester Bemd Kolle erthetUe Voll-
macht zur Beilegung eines Zimstes der Vormunder des Rudolf Kerkring
mit dem Rathe von Lubeck entweder durch giitliche Vereinbaruvg oder durck
schiedsrichterliche Entscheidung des Raths von Lilneburg. 1421. Aug. 5.
\V y borgermestere vnde rad der stad to Monster. Bekennet vnde be-
tuget openbar in dussem breue, dat vor vns gekomen sind Gerd vnde Lambert
Kerkeringh, Roleff Belhold vnde Johan, sin sone, vormunder Roleffes, echten
kindes seligen Bertoldes Kerkeringh, vnses borgers, vnde Jutte, echte vrouwe
seligen Bertoldes vorgenant vnde Roleffes moder, vnde hebbet in der besten
wyse, als dat gescheyn mochte vnde solde, mogich vnde vulmechtich gemaket
•t
J
1421. Aug. 5. 565
cJc'n ersanien hern Bernde Koilen^ prestere vnde canonike to sunte Ludgere
in vnsir stad, alsodane sake vnde twijdracht^ als ys twijsschen den ersamen
vnsen guden vrunden, borgermesteren vnde raide der stad to Lubeke, vnde en,
aJse vnnine schuldich geld vnde vorsetene rente vnde andere schulde vnde
sohaden darvan komende^ in vruntschop vnde gudlicheiden to scheden vnde
hentoleggende vnde vortichtnisse vp se to donde, edir, off des n6d worde,
rechtes by den ersamen mannen^ borgermesteren vnde raide to Luneborgh,
vnsen leuen vrunden^ darvmme to bliuende vnde myd rechte to vorderne vnde
olv alsodane gud vnde gelt van dem vorgenanten raide van Lubeke to boren
vnde se darvan quid to laten vnde vort alle dat darane to donde vnde to laten,
dat de vormundere vnde Jutte vorgenant suluen don vnde laten solden vnde
niochten, off se dar yegenwordich weren, stede vnde vast to holdende allp dat
her Bernd vorgenant in dussen saken donde wert, ane arghelijst. Des to tuge
h€*bbe wy borgermestere vnde raid vorgenant vnsir stad secret an dussen breff
gehangen. Datum anno Domini \PCCCC*^XXI% ipso die Oswaldi regis.
Nach dem Original. Mit anhangemhm Stadtserret.
CCCXIilV.
Urfehde dps Volkmar Gronow^ Detlevs Solvit des Arnd Sieen und des Bertold
Rttzerau. 1421. Aug. 6.
>V y Volkmer Gronow Detleues sone., Arnt Sten, Bertold Ritserouwe.
B^kennen vnde betugen (ti. s. w. wie geicohnllch his) to holden sunder argelist,
Wumiue dat wy in eren slolen vnde vencknisse vorwart vnde gesat weren
^iTime sake willen, de se an vns in dat hogeste mit rechte mochten gerichtet
"^Hen, hadden se dat nicht gelaten vmme bede willen, alse dat wy ouer der
suluen heren gebede vorbenomet mit wait ouerbroken hebben vnde gestagen,
uat wy billyken nicht scolden gedan hebben, vnde se doch gentzliken beholden
n^ogen al, wes se vns darouer genomen hebben, vnde vorlaten see des alle
vnde bysundergen by truwen vnde by €»ren vnde by vnsen ede vor vnse eruen,
ror alle vnse vrunde, geistlik edder werlik, van aller maninge vnde wrake [vnde
wrake] vnde sweren vp dessen breff mit vtstreckeden armen vnde vprichteden
Wngeren vmbedwungen mit vrygen willen vnde ane jenigherleye vruchte edder
vare sunder arghelist stauedes edes to den hilgen^ dat wy willen ere beste
t^eten, weruen vnde don, wor wy konnen vnde mogen, heymeliken vnde openbar,
in rade^ in dade. vnde wy dancken en alles gudes. To merer betuchnisse
desser vorscreuenen stucke so hebbe wy Volkmer, Ami vnde Bertolt vorbe-
nomet vnse ingesegele witlyken init wilien hengen laten an dessen bref, ie-
gegeuen vnde screuen is in den jaren vnses Heren IV1^CCCC*XXI% des niidde—
wekens vor Laurenti.
Nach dern Original. Mit drei anhangenden Siegein. Volkmar Gronow 8. Siegei des M.-A.^ Heft 5 p. 71.
Amd Steen: Siegei rund, 2V« Ctm. Auf gelehntem Schild ein Vogelfuss^ der einen runden Stein oder
Kugel in der Klaue halt. Umschri/t: S : ttrwl lI^Nif^^ (lew O . . « Bertold RUztram
8. Siegei des M.-A., Heft 6, p. 103,
CC€XIiV.
Statuteii des Marten Kalands in der Kirche des Johannes auf dem Sande. 142L
Aug. 18.
Statutuni rratriim kalendaruni beatae Mariae virginis
in capella sancti Johannis in arena.
rundata dudum certis ac rationabilibus de causis cultumqne(ad) amplian-
duin diuinum in Holtzatia pro ecclesiarum parrochialiun) rectoribus in diocesi
Lubecensi per reuerenduin in Christo patrein et doniinuni Borchardum, olim
episcopuin Lubecenseni, sub titulo beatae Mariae virginis kalendaruin frater-
nitate, et postea nonnullis aliis de causis de Holtzatia ad ciuitatem Lubecensem
et ad ecclesiam sancti Johannis in arena translata et deducta/ per longa tem-
pora ibidem per eosdem rectores aliosque praelatos et vicarios ad Fraternitatein
eandem assumptos et receptos singulis annis in missis et vigiliis iuxta funda-
tionem eandem peracta et continuata, et licet, vt prefertur, fraternitas huius-
modi super rectores predictos originaliter Fundata extiterit^ paucissimi tarnen
hactenus ipsam intrare curauerunt. Ne igitur Fraternitas predicta tani salabri
proposito et intentioni instituta cessare videretur, tot personae, canonici et
vicarii aliaeque personae in ciuitate Lubecensi per longa tempora ad frater-
nitatem praedictam sunt assumpti et quotidie in deFectum rectorum praedictoruin
recipiuntur. Ne institutio rectoribus antedictis, vt verisiiniliter timetur, tradatur
obliuioni, ideoque nos Joannes Tzeuer, decanus. ceterique Fratres vnanimi consensu
statuimus et ordinauimus ac tenore presencium statuimus et ordinamus, vt tiunierus
1) Die Uebersiedolung nach Liibeck geschah zur Zeit des Bischofs Eberhard von Attendom. . VgL Uik.*
Buch d. Bisth. Liibeck Ai 562 u. Anm. das.
I
368 1421 Aug. 18.
silio camerarii aut aiiorum^ si opus Fuerit. In primis etiam curct ad opera
pietatis, propter quae fraternitas sancte instituta, ut diuinum ofTicium tarn pro
mortuis quain pro viuis deuote fideliterque exequatur et continuetur sine
negligentia.
De priuiiegiis decani inter fratres.
Uecanus in conuentu fratruni semper suprenium habeat locum et patienter
audiat quemlibet votum ferentem^ secundum quod ratio et conscientia vniuscuius-
que dictat ad proposita vel proponenda.
Semper decani est^ auditis vocibus concludere pro saniore parte voto-
run^ provt suadet vtilitas et necessitas exposcit.
Statuimus etiam, quod auctoritatem habere debeat infligendi poenam
discretam delinquentibus secundum consilium et consensum seniorum fratrum
pro qualitate personae et quantitate excessus.
De qualitate recipiendorum.
Ante omnia consideranda est vita, conditio et integra fama tnorumque
bonorum status illorum, qui sunt admittendi ad Fraternitatem, nee quouis modo
admittantur falsarii, periurio aut Furto notati, seditiosi aut proni ad vindictain
faciendam centra iuris ordinem, ne vnius ouiculae macula tota grex male
audiat et inticiatur.
De numero fratrum.
Quamuis Fratribus praescriptum sit gratiosum et episcopate statutuni de
numero non extendendo, exilitas tamen prouentuum et inde proueniens I
tenuitas distributionis impedit, quominus ad plenum possit numerus expleri. J
Conclusum est igitur vnanimi consensu, ne ammodo vltra duodecim admittan-l
tur, donee prouentuum quantitas increscat et ex pia largaque bonorum virorumJ
beneKcentia augeatur. Vbi tamen et quando quispiam diuino tractus spiritaf
bonorum operum et eleemosinarum, quae fieri solent, particeps fieri concQ-
piuerit et vltra praescriptum numerum admitti laborauerit, ille numeratis ad
minus trecentis vel quadringentis marcis summae capitalis ad augmentum
distributionis admitti potest, etiam ad participationem omnium emolumentoruni|
si sacerdos Fuerit, dummodo tamen prius seruierit et statutis Fratrum se subieceriL'
Et in hoc casu vana promissio locum non habebit, sed numeratio pecuniae impo*
nendae, ne Fratrum portiones abbreuientur. Quod si praelatus aliquis aut praeposituSy
decanus aut pastor alicuius ecclesiae Lubecensis pro sua magnificentia, liberie
litate et Fauore summam praedictam transgredi velit, non debet pati repulsam^ ^
1421. Aug. 18. 369
praesertiin vbi fratribus et eorurri statutis se conrorrnare humiliauerit. Sunt
etistm in hoc cum praelatis multa dispensanda pro iudicio decani et seniorum. '
Haec ex antiquissiino nostro libro originali pargameno de verbo ad
veMrbmn fideliter desutnpta sunt.
Nach einer auf der StadtbibUothek befindlkhen Abschrift aus dem Anfange des siebemehnten Jahrhundert$,
CCCXIiVI.
Ur^ehde des Gerd Berkhahn unter Burgschaft des Heinrich Berkhahn von Luttenmark
und Heinrich Berkhahn von Rensdorf. 1421. Aug. 20.
Ik Ghert Berkhan. Bekenne vnde betuge openbar in desseme breue
vor alleswenie (u. s. w. mie gewohnlich bis) sunder argelist^ darumme dat ik an
ere vengnisse geset was, dar se my doch mochten an inyn hogeste gerichtet
hebben, hadden se dat vmnie vrunde bede wille nicht gelaten, alze dat ik
wedderstal deaie rechte dede vnde tohow vnde sloch darouer der stad knechte
vnde denre, dat ik billike nicht scolde gedan hebben, vnde scolde my an deme
''^chte noget hebben laten. Dat vorlate ik al vnde besundergen bij truwen
vnde bij eren vnde bij myneme eede vnde vor myne eruen, vrunde, geistlik
vnde werlik, aller maninge vnde wrake vnde swere up dessen breff mit vtstrecke-
d^ffi armen vnde vprichteden vingeren vnde vmbedwungen stauedes eedes to
<l&n hilgen sunder argelist, dat ik ere beste weten, weruen vnde don wil, wor
ik kan vnde mach, heymelyken vnde openbar, in rade in dade, vnde ik dancke
en alles gudes. To merer betuchnisse desser vorscreuen stucke so hebbe
ik Ghert vorbenomet myn ingesegel mit myner medelouer ingesegele, alze mit
Hinrik Berkhan to Lutkenmarke vnde mit Hinrik Berkhan to Rensdorpe, vnde
bekennen vnde belugen an dessen breue, dat Ghert Berkhan, vnse vrunt, alle
desse vorscreuenen stucke holden schal sunder jenigherleie argelist, henget
laten an dessen bretf. Gesreuen in den jaren vnses Heren dusent verhundert
XXI, des middewekens vor Bartholomei.
Nach dem Oriyinal, Mit zioei anhangenden Siegeln, das dea Heinr. Berkhahn von Luttenmark iat vom Siegelbande
abgesprungen,
1) Hier unmittelbar angeschlosson siod noch folgende zwei Zosfttse :
Anno Domini 1559 considerantes fratres temporum iniquitatem annonaeque et omniam reram oaritatem ao
e contra proaentaum et distribationis tenuitatem concloserant, nisi tamen ex causis ex alieni gratia alitor contingatf
rt ad tempuB nnmenu fratram octonario concladatur.
Anno Domini 1598 fratres baud exigaam summae capitalis perpessi iacturam annonaeque oaritatem insaper
eoJiiiderantefl, ne redditus fratmm abreuiarentur, vnanimi consensu statuerunt, vt numero sextenario frateroitas
tciminaretar.
47
370 1421 Aug. 28.
CC€JLIiVIl.
Der Rath vo7i Wismar schreibt dem Rathe vo7i Luheck^ doss Herzog Johann berd
seij dem Rathmann Albrecht Erp einen besiegelten Schuldbrief zu schicken,
Letzterer jedoch zuvor noch einen andern Burgen in Heinrich Quitzows
Stelle wdhlen miisse. 1421. Aug. 28.
Vnsen vruntliken grut myd begheringe alles guden vorscreuen. Er-
samen besundergen leuen vrunde. Alse de erbare mester Pawel, iuwe scriuer,
latest by vns wesende to vns warff van der zake heren Albrechtes Erpes wegen
etc., hebbe wij muntliken vorwordet myd vriseme heren, hertoch Johanne, so
wij best konden, vnde vnse ergenante here heflFt vns berichtet, dat he den breff,
de vppe de vorwissunge vnde betah'nge des gheldes vorramet was, gerne wolde
bezegeld schicken hern Erpe vorbenomed, wo he vor Hinric Qwitzowen enen
anderen guden man to borghen kesen wolde, wente de erbenomede Hinric
Qwitzowe dar nicht vore louen enwil. Vnde, leuen vrunde,' duncket iw niitte
wesen, so magh her Erph darvp vordacht wesen vnde kesen enen anderen
borghen vor Henric Qwitzowen vnde volgen den deghedingen, alse de darvp
begrepen syn. Sijd Gode beuolen. Scriptum in vigilia Decollacionis Johannis
Baptiste, nostro sub secreto, anno XXF.
Consules Wismarienses.
Aufschrift: Frudentibus et honorandis viris, dominis proconsulibus et
consulibns ciuitatis Lubicensis, amicis nostris sinceris, detur.
Nach dem Original. Das aufgedtuckte Siegei iMt zum grosser en Theile erhalten.
C!C€XIi¥lIl.
Biirgschaft wegen moglicher Unzuldnglichkeit einer Quittung. 1421. Aug. 29.
Dominus Reinerus de Caluen, consul, Johannes Pape et Hermannus
Westual coram libro coniuncta manu promiserunt Johanni Houeman, si
et in quantum ista quitancia non esset sufHciens propter aliquem defectum
sigilli, quam frater Gerlacus Letzsch ordinis sancti Johannis in Francfurt super
ir et FiXXX florenos Renenses sigillauit et misit priori in Andersscho in Zelan-
dia, tunc prefati dominus Reynerus, Johannes Pape et Hermannus Westual
volunt dicto Johanni Houeman stare pro omni defectu, donee usque dictus frater
Gerlacus mittet vnam aliam quitanciam prefato priori in Andersscho.
Spdter hinzugefiigt: Deleui in presencia et ex iussu Johannis Houeman.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1421, DecolL Joh, Bapt
I
1421. Aug. 29. 371
Zuversichtsbrief des Raths von Liiheck an Sibethy Hduptling in Rustringen. 1421.
Aug. 29.'
l)omini consules dederunt litteram suam respectiualem domino Tyde-
inanno Tzerrentin, T. Ker(k)ring, Jo(hanni) Ouerkamp et T(ideinanno) Zolinge
ad Sybeten in Rustringe pro recuperatione aliquorum bonorum per raptores in
marl spoliatorum, vnde prefati Tidemannus Tzerrentin, T. Kerkring^ Johannes
Ouerkamp et Tidemannus Zoling promiserunt^ dominos consules pretextu illius
penitus indempnes preseruare.
Nctch einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1421, Decoll. Joh. Bapt.
CCCIi.
J^er Rath von Lubeck erbietet sich gegen den Rath von Wismar^ wegen etnes im
Fehmarschen Sunde geschehenen Seeraubs die nothigen Schritte zu thun^
bittet zugleichy fur die ndchsten Tage selbst ein Schiff in die See zu schicken.
1421. Sept. 6.
Vnsen vruntliken grut vnde wes wij gudes vormogen touoren. £rsamen
leuen besunderen vrunde. Juwen breff van dem zeroue^ de ergisterne schach
in dem Vemerssunde etc., hebbe wij wol vornomen, vnde de ersame her Cord
Brekewold vnde her Herman Westphal hadden vns ok er der tijd, dat vns de
^ulue juwe breflP qwam, juwer begeringe berichted van des zeroues wegen, de
dachlikes schud, vnde wente wij, leuen vrunde, vnse vrunde mit groter kost
gehad hebben bi) den heren hertogen van Sieswijk, de nu wedder gekomen
sint vnde darvan wij vornemen, dat id so hoge vorarbeydet is, dat to hopende
is, dat id, eft God wil, twisschen den heren, dem konige van Denemarken vnde
den vorscreuenen hertogen, to ^rderem vrede komen moge, welke vnse vrunde
Finme des suluen willen wedder bij den heren koning zegelen moten, vnde wij
ok vnse bodescop bet in dessen dach vmme des vorsreuenen zeroues willen
in denie lande to Holsten gehad hebben vnde auermorgene vnse drepliken
bodescop darvmme senden willen bij de vorscreuenen heren hertogen, so bidde
WJJ iw, dat gij vmme des besten willen XL edder L werafftich in de zee schicken,
1) 1426 Invocavit (Feb. 17) warden, uacb InscriptioneD des Niederstadtbuchs, zwei Zuversichtsbriefe an Keno
teo Broke gsscbickt, einer zur Wiedererlangung des Takels and Taawerks eines verunglOokten Sebiffes, einer zur
Wiedererlangung der in demselben befindlich gewesenen Stockbolmer BQrgern gebdrigen GQter.
4<*
V eddir VI dage darinne to licgende vnde to uoruarende, wor de zeeroff here
koinei, vnde also vro vnse bodescop wedder to hus kumpt, so wille wij iw
scriuen van stund an, wes vns van den vorscreuenen heren hertogen van deme
zeroue wedderuared, vnde wes wij dar denne vurder to don scholen^ dat wille
wij gerne don. Hijrvmme, leuen vrunde, bewijset iw hijr vlitich ane. Sijt Gode
beuolen. Screuen vnder vnsein secrete^ des sonauendes vor vnser leuen Vrowen
dage natiuitatis, anno XXP. Vnde desses iuwe vrundlike antword. '
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circuinspectis viris, dominis proconsuiibus
et consulibus Wysmariensibus, amicis nostris sincere dilectis.
Ncich dem Original im Rathsarehiv zu Wismar. Das aufgedruckte Secret ist grosstentheiU abgesprungen*
CC€IiI.
Johann Bismarky Burger in Stockholmj bekennt, von den Vormundem der Elisabethj
Tochter des Adolf Greveradey 843 rri^ als Aussteuer empfangen zu hahen.
1421. Sept. 8.
Johannes Bysmarke, ciuis Stokholmis, pro se et suis heredibus coram
libro recognouit, se ad sufficienciam subleuasse et percepisse VIII^ marcas et
XLIU marcas lub. den. a testamentariis et prouisoribus Elizabeth, filia AdolfH
Greueroden bone memorie, videlicet a domino Petro van der Lynden, Bertoldo
van der Vorde et Ludowico Greueroden, quas VIIF marcas et XLIII marcas dicti
testamentarii et prouisores prefati Johanni Bysmarken cum dicta Elizabeth
dederunt in dotem, vnde Johannes Bysmarke nomine sui, dicte Elizabeth et
omnium aliorum eorum heredum prefatos testamentarios et prouisores et cum
hoc testamentum dicti Adolffi Greueroden cum eorum heredibus pretextu illius
penitus dimisit ab omni ulteriori monicione seu impeticione quitum et solutum.
Insuper dictus Johannes Bysmarken ex superhibundanti cautela et securitate
promisit, antedictos testamentarios et prouisores pretextu illius penitus indempnes
preseruare.
Nach einer Inscription des S iederstadtbuchs vom J. 1421, Natir. Marie.
1) Der letzte iSatz von andercr Handschrift.
374 1421. Jun. 1. bis Sept. 22.
niaca prauitas interueniret seu eciam oorruptela. Et nichilominus ibidem in
eadeiii hora idem iiiagister ISicolaus taiiiquam canonicus ecclesie Lubicensis,
dictincta sua prebenda prebendatus, vigore incorporacionis eidem sue disiincte
preberide de dicta parrochiali ecclesia in Gennyn juriumque et pertinenciarum'
illius a sanctissiino domino nostro papa Martino predicto graciose Facte, posses-
sionem eiusdem ecciesie pairochialis iuriumque et pertinenciarum ipsius
corporalem, realem et actualem propria auctoritate reapprehendit et in signum
possessionis huiusmodi reapprehense circulum ferreum, per quern janue dicte
ecclesie attrahuntur., pulsando tetigit presentibus discretis viris Ludolpho Rendai,
clerico, et Bertoldo Vos, laico Verdensis et Myndensis diocesis, testibus ad ^
premissa vocatis specialiter et rogatis. Deinde anno, indictione et pontificatu,
quibus supra, die autem sexta mensis Julii, hora vesperorum uel quasi, coram
reiwvenilo in Christo patre ac domino, domino Johanne, episcopo Lubicensi,
in castro Oytin Lubicensis diocesis constitutus supradictus magister Nicolaiis
Sachow honestum virum^ dominum Andream Hanen, presbiterum Lubicensem,
presentem, tanquam ydoneum ad perpetuum vicariatum dicte ecclesie in Gennyn
instituendum prelibato domino Johanni, episcopo Lubicensi, preseiitauit illique
curam animarum eiusdem ecclesie committi instanter postulauit. Quod cum
pref'atus dominus Johannes, episcopus Lubicensis, consonum racioni conspiceret,
precibus dicti magistri Nicolai inclinatus huiusmodi presentacionem adrnisit
dictoque domino Andree humiliter id eciam petenti proclamacionem, ne iuxta
doctrinam apostoli manus sibi nimis cito imponeret, decernendo cunctis, qui
contradicen* voluerint, terminum trium dierum execucionem huiusmodi procla-
ma<:ionih imm<Mliate sequentem peremptorie assignauit, presentibus venerabili
et riKMimKpf'cto viro, domino Bertoldo, preposito Lubicensi, decretorum doctore
eximio, el dfHcr^'to viro Ludolpho Kendal, clerico Verdensis diocesis predicto,
tetttibuh ad hoc vocatiH specialiter et rogatis. Insuper anno, indictione et
pontificatu, quibiih Hupra, die vero vicesima prima mensis Septembris, hora quasi
vehpi'iorum m^^moratuM reuerendus pater dominus Johannes, episcopus Lubi*
censis, in ciuiidii* <*t Hua curia episcopali Lubicensi ad prefati magistri Nicolai
Sar:how ibidf^m prchi'iitih instanciam in omnibus et per omnia venerabili domino
Bertoldo, prepohito Lubicensi predicto, ad omnia et singula inPrascripta facien-
dum et decernendum, cum certis de causis personaliter hiis interesse non
potuerat. commihit plenarie vices suas, presentibus discretis viris Alberto vaa
dem Brake et dicto Ludolpho Rendal, clericis Verdensis diocesis, testibus ad
1) rcctius: juributtque ct pcrtincnciis.
1421. Jun. 1. bis Sept. 22. 377
personaliter residere debeat in dicta ecclesia parrochiali in Gennyn. Qua quidenn
cedula, ut premittitur. per commissariuni predictum pronunciata et intellecta
supradicti domini Nicolaus canonicus et Andreas institutus matura delibe-
racione prehabita omnia et singula in eadem cedula per ipsuin dominum
commissariuni volita, ordinata et decreta pro se et successoribus suis tainquam
in perpetuuni obseruanda sponte et libere ac expresse suscipientes ratificauerunt
et approbarunt. Quibus sic peractis prefatus dorninus prepositus comniissarius
cummisit venerabili viro, domino Conrado Abbenborg, archidiacono in Mode-
storp in ecclesia Verdensi^ ibidem presenti et suscipienti^ ut dictum dominum
Andream in et ad corporalem^ realem et actualem possessionem dicti vicariatus
seu dicte parrochialis ecclesie in Gennyn induceret. Qui mox ad dictam
ecclesiam parrochialem accedens vnacum me notario et testibus infrascriptis
ipsum dominum Andream rectorem seu perpetuum vicarium ad eandem ecclesiam
manu tangendo cornu altaris et claues ecclesie sibi tradendo in signum posses-
sioriis presencialiter induxit. Et preterea plures circumstantes dicto domino
Andree rectori siue vicario sic inducto realiter oblaciones in pecunia oft'erebant.
Super quibus omnibus et singulis premissis sepedicti domini^ magister Nicolaus
et Andreas, coniunctim et diuisim me notarium publicum subscriptum in quolibet
tempore actorum huiusmodi seorsum requisiuerunt, ut super hiis et eorum
quolibet diuisim, si opus est^ vnum uel plura publicum seu publica ipsis
conficerem instrumentum seu instrumenta, presentibus honorabilibus viris,
domino Johanne Brunonis^ canonico Vtynensi Lubicensis diocesis. et discreto
viro Alberto van der Molen, clerico Verdensis diocesis, testibus ad hoc vocatis
pariter et rogatis. Et quia nos Bertoldus, prepositus et comniissarius supra-
<lictus, acta huiusmodi nos concernencia sic, ut premittitur, gessimus, ideo ad
inaiorem euidenciam presencia sigillo nostro vna cum subscriptione notarii
lussinius et fecimus communiri. Et ego Heyso Dransueld, clericus Maguntinensis
diocesis, publicus imperiali auctoritate notarius, quia huiusmodi resignacioni,
presentacioni ^ commissioni, institutioni, collacioni, pronunciacioni, decreto,
fatificacioni et induxioni aliisque onmibus et singulis^ dum sic, ut premittitur^
fierent et agerentur, vna cum prenominatis testibus presens interfui eaque
sic fieri vidi et audiui, ideo presens publicum instrumentum per me tideliter
conscriptum exinde confeci et in banc publicam Formam redegi, quam signo
et uomine meis solitis et consuetis vnacum appensione sigilli dicti domini
prepositi, commissarii, signaui et communiui rogatus et requisitus in fidem et
testimonium omnium et singulorum premissorum.
Nach airier Ahschrift im liet/istrum quartum Capituli So. LXVIl.
48
378 1421. Sept. 30
CCCIilV.
Johann Scheie^ Bischof von Lubeck^ hestdtigt eine von dem Lubecker Burger Johann
Stenbeke gestiftete und mit 24 w^ jdhrlicher Renten aus drei Hdtisem in
Wismar ausgestattete Vtcarie in der Marten Kirche an dem letzten Altar hinalh
gehend an der Sudsette. Der Vicar soU singulis diebus ante pulsum et
missam signi mtssas celebrare, chorum visitare et divtnis interesse. GewaM
werden soil nur unus ex maioris et sancti Jacobi ecclesiarum scolarim
rectoribus aut ex lectortbus chori vel succentor vel sacrista sub obligatime
personalis residencie. 1421. Sept 30.
Au8 dem im Beaitz der GeaeiUchaft fur Schleau>,'Holst'Lauenb, Geachichte hefindiirhen Diplomatarwm
Lubecense No, 91,
CCCIiV.
Heinrich F., Konig von England^ vriederholt die am 25. November 1413 von ihm
den Hansestddten erthetlte Bestdtigung dei' ihnen von den fruheren Konigen 1
Englands gegebenen Privilegien. 1421. Oct 1.
llenricus, Dei gracia rex Anglie et Francie et dominns Hibernie. Om-
nibus, ad quos presentes littere peruenerint, salutem. Inspexinius cartam domini
Henrici: nuper regis Anglie, patris nostri, de confirmatione Factam in hec verba,
(Folgt die Urkunde Bd. V No. 480). Nos autem cartas et litteras predictas
de huiusmodi libertatibus et quietanciis minime renocatis de auisamento et
assensu dominorurn spiritualium et temporaliuni in parliamento nostro apud
Westmonasterium anno regni nostri primo tento existentium acceptamus,
approbamus, ratiticamus et dilectis nobis nunc mercatoribus Alemannie et
successoribus suis confirmamus, prout carte et littere predicte racionabiiiter
testantur et prout iidem nunc inercatores et predecessores sui libertatibus et
quietanciis predictis a tempore confectionis cartarum et litterarum predtctarum
rationabiliter vti et gaudere consueuerunt. In cuius rei testimonium has
litteras nostras fieri fecimus patentes teste Humfredo, duce Gloucesterensi^ custode .
Anglie, apud Westmonasterium, primo die Octobris, anno regni nostri nono.
Per ipsum regem et consilium suum in parliamento. ;
Selby. i
Auf dem Umschlag: Extractum per Johannem Mapilton et Ricardnm I
Selby, clericos. |
Nach dem Original. Mit anhangendem wohlerhaltenem Siegel mit Rfinksiegel.
]
1421. Oct. 5. 379
CGCIiVI.
D^T Rath von Lubeck ersucht den Rath von Reval, eine von mehreren Lubeckern
vor dem Verbot des Handels mit den Russen gekaufte Partei Wachs an
dieselben verabfolgen zu lassen. 1421. Oct* 5.
Vnsen vruntliken grut vnde wes wy gudes vorrnogen tovoren. Ersamen
ieuen vrunde. Vns hebben berichtet her Bertold Roland^ vnses rades cumpaii,
Tideke Rolant, sin broder^ Hans Luneborch, Hinrik Bramstede^ Kersten Eckhoff
vnde Werner Hozeringe, vnse medeborgere, wo dat en ere vrunde vor dem
bode, dat de stede tegen de Russen vnde vmme des menen besten willen up
de Russchen reise geordineret hebben, ichteswelk was gekoFt hebben, dat gi
en nicht besegein vnde volgen, laten willen, alse wonh'ch is, des se hinder
vnde schaden nenien. VVorutnnie, Ieuen vrunde, wy ju bidden^ dat gi en aiso-
dane was besegein vnde volgen laten, nademe dat id vor dem vorgerorden
bode, dat, alse wy vornemen, bewislik is, gekoft ward, uppe dat de vnsen des
nirien vurderen schaden ennernen. Dat wille wy vmme juwe leue gerne vor-
schulden, wor wy mogen. Sijd Gode bevolen. Screuen vnder vnsem secrete,
de^s sondages na sunte Remigii dage, anno XXK
Consuies Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis etc.
A^ocA tinem dem Original im Rathsarchiv zu Heval entnovimenen Abdrttck im Lie/.'Estk.- und Curl. Urk.'Buch
bd. V No. 2667.
CCCIiVIl.
Der Rath von Lubeck ersucht den Burgermeister von Wt'smar, Johann BanzkoWy
um welter e Bemtihung, den Streit des Abts von Reinfeld mit Heinrich
Quitzow und Claus Parkentin auszugleichen. 1421. Oct. 7.
Vnsen vruntliken grut vnde wes wij gudes vormogen touoren. Ersame
leue vrund. Dewijle gij vnde her Jordan Plescowe, vnse borgermester, in
Pruizeii weren,* is wol gescreuen Hinrike Quitzowen vnde Clawese Parkentine,
dat se de zake twisschen deme heren abbete van Reyneuelde vnde en van
gfnachthagens wegen in gude bestan leten, bet dat gij vnde her Jordan erbe-
1) Sie warcn dahin gesandt, um bei dem Ordensmeister die Abstellung des von ihm erhobenen Pfundzolls
%n erwirken.
48*
380 1421. Oct. 7.
iioined wedder to lande qweinen. Also, leue vrund, bidde wij, dat gi) vrnme
vnser leue wiilen mit den ergenanten Hinrike vnde Clawes? enes legeliken dages
vorramen, dar se mit Beneken Smachthagene vnde eren vrunden vnde de
here abbet vorscreuen mit sinen vrunden vredezameliken tozamende koriien
mogen, vmme to vorsokende, eflmen se vruntliken vlyen moghe^ vnde dat gij
mit den ergenanten Hinrike, Clawese vnde Beneken ok yo mede vorarbeyden,
dat alle dond bet to deme dage vnde den dach vt in gude bestande bliue,
vnde wo gij des suluen dages vorramen, latet vns yo tijd genoch to wetende
werden, also dat wij dat deme vorscreuenen heren abbete vort vorkundigen
mogen. Vnde wij begeren ok, eft gij also eynes dages vorramende werden,
dat gij dar yo mede bijkomen, wente gij er ouer den zaken vnde dar nutte
bij sijn. Dar bewijse gij vns vruntliken wiilen ane, vnde wes yw in dessen
dingen wedderuared, begere wij vns to benalende mit den ersten. Wij hebben
ok den ergenanten Hinrike vnde Clawese vorkundiged, dat wij iw hijrvan
gescreuen hebben. Sijt Gode beuolen. Screuen vnder vnsen secrete, des
dinxedages vor sunte Dionisij dage, anno XXI.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Ersamen vnde wijsen manne, hern Johanni Bantzekowen.
borgermestere to der Wysmer, vnsem guden vrunde.
Mar/i ilrm (Original im Jiathaarchiv zu IVigmar, Mit aufgedrncktem heinahe rolhidndig erhalt^^nfun S^rrf-t.
CCCIiVlll.
Der Rath von Liibeck ersucht^ den Lubeckischen Kauileuten Hinrich Greverade und
Heinrich Stark zur Wledererlangung der Weine behuljltch zu seiv, tcelcke
ihnen von Spaniern abgenommen und nach Rochelle gebracht^ dort von
Jumsischen Kaujlenten gekauft und nach England gefUhrt warden seren.
1421. Oct. ,9.'
Wij borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke. Bekennen vnde
betugeri openbare in dessem breue vor alsweme, dat in deme, alse in dessem
jegenwardigen jare vppe den dach der hilghen teyndusent riddere Hinrik Greue-
rode, vnse leue medeborgher, was vor den erbaren heren radessendeboden der
stede van der Dudeschen henze bynnen vnser stad to dage vorgaddert, sik
beclagende, wo dat erne vnde Hinrike Starken, ok vnsem medeborger, in vor*
1) Vgl. M 339.
l421. Oct. 9. 381
tijden ichlesweike wine vnde parte schepes van den Spanyerden genoinen
weren, de to Rossele van ichteswelken van der vorscreuenen henze tegen der
gemeynen vorscreuenen henzestede ordinancien gekofft vnde in Engeland
gebrocht worden, den ergenaaten Hinrike vnde Hinrike van den vorgerorden
heren radessendeboden togevunden vnde togesecht ward^ dat se sik zainent-
iijken vnde besunderen holden mogen an de yennen^ de alsodane wine vnde
parte schepes, alse vorgerored is, tegen der stede ordinancien gekofl't efte
entfangen hebben. vnde sik ok an ere gudere holden mogen mit rechte, wor
se de ankomen. vnde hijrvmme bidde wij eynen jewelken, dar desse ergenanten
H inrik vnde Hinrik tokomende werden^ dat se en zamentliken vnde besunderen
in vorderinge eres vorscreuenen scliaden vmme des rechten vnde vnser bede
willen truwelijken vorderlik vnde behulpen sijn, wente wij dat in eynen gelijken
g^€*rne denken to uorschuldendo, wor wij mogen, vmme eynen jewelken. Vnde
dosses to merer tuchnisse is vnser stad secret gehenget vor dessen breff. Datum
anfio Domini MCCCCXXP, ipso die beati Dionisii martiris et sociorum ejus.
Narh einem Vidimus des Bisohofs Jnhann von Lubeck vom 10, Febr. 1424.^
Vier Zuversichtsbrie/e des Raths von Lubeck. 1421. Oct. 16.
Domini consules dederunt litteras suas respectiuales Hinrico Schencking,
Bertoldo Langen, Hinrico van der Linden et Johanni van der Linden ad con-
sules et capitaneos terre Frisonie Suderhoueden et Bulerwig pro assequendis
quibusdam eorum bonis ibidem abductis et submersis et periclitatis, vnde pre-
f^ati ornnes promiserunt coniuncta manu dominos consules pretextu illius penitus
al) omni defectu indempnes preseruare.
Et simili modo dederunt litteras suas respectiuales Hinrico Schencking
ft Andree de Hachede ad capitaneos et incolas communes terre Dytmarcie pro
sssequendo ibidem similia bona submersa et periclitata., vnde prefati promi-
serunt coniuncta manu dominos consules indempnes preseruare.
0 Die Beglanbignng lautet : Wij .Johan, van Godes vnde des peiiestliken stoles gnaden biscop der kcrken
to Lnbeke. Bekenncn vnde betugen openbare in desser scriflft, dat wij gezecn vnde mcrklikcn bcbben lezcn bored
eynen opeoen breff, besegeld mit der stad Lubeke angcbangeden secrete, welkcn breff wij gantzrn, gerccbten
Tode Toaorsereden an scrifiten, permynte vndo ingesegolo vnde slicbtcs allcr vordechtnisso vndo arges wanes anicb
bemnden bebben van worde to worde hidcndo, alse hijr nascreuen steyt: — — — Vnde dat wij biscop Joban
Torbenomed dessen Torscreuenen breff in aller wijse, alse vorscrencn is, bcvundcn bcbben, so bebbe wij des to
merer witlicbeyd vnse ingesegel hengen beten vor dcsse scrifft. Datum anno Domini MCCCCXXIIIlo, ipso die
be«te Scolastice virginis.
as 1421 Oct 16.
Donimi coaaatg:i 4g4ermml Utirram soaoi respeciiualem TydekinoBerchuseo
ad Sybeten. hoaetlise im KostriBgeik pro asseqoendo vnuin lerlingum panni,
¥Bde idem Tjdekiaos el Jaeabvs Bcamslede promiserunt^ domiiios consules ab
•oiai defeclu penito:^ UMleiapiics presemare.
DutiUAt ciMiiiuiesft detWmal kiterani suain respectiiialein Petru Misturpe
ad alderuiaAAtt^ euiiiauuiiiuiL meffcalonioi haiise Tbeutonice Brugis Flandrie
pru ass^equeadisi «{iubu:>daf& koat:^ ibtdeoi per mortem Hinrici Mystorp derelictis,
vude ideui Petru^ Nii^arp^ Ladekiass Rslio^ el Policarpus Dartzowe promiserunt
douiiito;^ ctinsules prete^Ltii Mims coaittncia manu penitus indempiies preseruare.*
>;«rA Imigrmaumn i^ Smtder^imdAmdU rom J. 1421, GaUi.
CCCLX.
yffrpaaicufuf ffffUis Gruridjtict;^ in Padelugge. 1421. Oct 18.^
lliiiricus Hjtinecuaan^ %tlticas in Padeluche^ pro se et suis heredibus
coram libro reco^iuouU. 5e recepisse a Ludekino Nienstade et suis heredibus
viiam curiam ibtdeui in Padelucbe cum suis agris. Frustis et terris^ sicut iacet,
in hurauu pro quibu:> dictu:> Hmrtcus Hanueuiann dicto Ludekino et suis here-
dibus aiitiuatuu dabil V|| marcas lab. den. et quartam gharuain pro hura.
Insurer dictus Hiuricus Hannemann pro se et suis heredibus coram iibro
rtHo^uouil> se tenert dicio Ludekino iNienstade et suis heredibus in XLII inarcis
lub. den. aiiucabiiiler persoluendis. Insuper Nicolaus Gerdes, Johannes^ Johannes
el iMari|uanlus. tilii dicli .\icoiai. coniuncta manu promiserunt antedicto Lude*
kino ^lensUde el suis heredibus pro Hinrico Hannemann. videlicet quod I
ilirlu> llinru us llannemann colere debet diclam curiam in Padeluche per quinqoe
iuinos intejsios sequentes et super dicta curia manere absque dolo et fraude.
.Vv4\-.% :••••?* ImsKfiff^M Ycjf Siexiffrstuiitlfmcks rom J. 142 fy Luce.
I
CCCIiXl.
J)vr liittl^ **<*'♦ Strahutni t^rsucht den Hath von Lubeck um seine Vermittelung zvt
liiicktjuhf von iiiiivrn aus einem von Holsteinern genommenen Schiffe. 0. X
\ hhr viniilhke ^ruthe vnde wes \vy gudes vormogen tovorn. Ersain
liMirn hi'irii vmlr vrundc. Kllike vnser borgere hebbet vns vorstan laten,
I) /<iivrirti(^liihliiii«lr (Un IvAihii \\\ KrbschafUauigclcgttDheitun nach 8cbr verochiedenon Gcgenden bin kumi
IiUiiHk v*" '^"*'^' liUullKi^r wunUn 8olobe Bricfc vou andcrn Orten bior zur Legitimation producirt.
y) V«l. Ii«l. V .W MW. 3) Vgl. JVf. 364.
♦.*-
\:.\
. l'
I. l.^-
..lljL-
.. u
*t ■•:•
laii'i
r J
1421. Nov. 17. 385
en to der Wysmer to wetende wart, dat en schip schole vthghezegelt sin
vth der Trauene^ dar vnse borgere vnde ok de iuwen gud ynne hadden^
dat de Holsten scholen genomen hebben, vnde wy doch men alle gud mit den
Holsten hereri weten, vnde oft welkem van eren mannen to vs wes schelde
sunderges, dat steit vppe iw vnde den andern steden^ ouer vs rechtes mech-
£igh to wesende. Worvmme bidde wy iw, leuen.sundergen vrunde, dat gi willet
ffuwe bodeschop darvmrne senden vnde vorhoren, wo sik dat heft^ vnde dat
tp^arbeyden, also wy wol weten, dat gi glierne don, dat vnsen borgheren ere
^mjd wedder werde. Dat wille wy gerne vordenen vnde begheren des iuwe
sirvtwerde. Scripturn Feria secnnda ante beate Elisabeth, nostro sub secreto.
Consules Stralessundenses.
Aufschrift: Ersamen wyzen mannen, heren borghermesleren vnde rad-
(r»3nnen der stad Lubeke, vnsen leuen sunderghen vrnnden, detur.
Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des au/gedruckten Siegels.
yiargarethey Wittwe^ und Wilhelniy Sohn des Reyner von Calven, verkaufen dem
Godeke Pleskow 15 rri^ Rente aus ihrem Dorfe Gross Schenkenberg fur
250 m^. 1421. Nov. 22.
Wilhelmus de Caluen^ filius doinini Reineri bone memorie^ et Margaret a,
felicta dicti donnni Reineri, pro se et siiis heredibiis coram libro recognouerunt,
*e coniuncta manii vendidisse pro \U^ rnarcis lub. den. Godekino Plescawen et
Suis heredibns XV mrc. lub. den. redditus in et de villa eorum tom Groten
Scbenkenberge, videlicet super quolibet festo Pasce medias et super quolibet
festo Michahelis subsequente medias amicabiliter et expedite dicto Godekino
sut suis heredibus persoluendas. Sed tamen idem Wilhelmus, Margareta aut
eorum heredes obtinuerunt se reempcionem prefatorum reddituum pro prefata
samma, quando dicto Godekino aut suis heredibus per medium annum ante
preintimarunt. Eciam Wilhelmus et Margareta promiserunt Godekino et suis
heredibus, quod Benedictus de Caluen ad hoc adhibere debebit in sua aperta
//ttera sigillata suum consensum et voluntatem. Insuper idem Wilhelmus et
Margareta aut eorum heredes preFatam villam nullo modo debent alicui in-
pignorare, vendere seu alienare, donee dicta venditio antedicte ville reddituum
Sodekino Plescawen aut suis heredibus durabit.
Nach einer Inscription den Niederntadtburhs vom J. 1421, Cecilie.
^w.
},uuOino led Hs^r^ns Alhr'cnt -dh :iiehju!n »ind Lindmrg uber den Empfang der
.'/I ^^tnrf' 14:21 'aHuwn S^ftcfuste^fer. t42L Nor. 28.*
O)
»v .r yhr^ticu. /«>u *Wu& sn^iaan hi^rtramt xu Sacbsen vnd zu Luneiiibua
LHaiCTf^graue- ul rhhuiLsieAi. irss- iit*iiieHi Bai]us«rbrm hecks ertzniarschalk vnd kur-
:ar&€e. 3«H6iMHurfi #ifefuJJira /ml Uiiui kunc out lii&sen briue alien den, die in
3«fieii iuer lurtffi .e:i«^fi» laat^ 'lie erttaroa vhiI wiesen burgeriueistere vnd rat-
uaiJAie ler ?iai I.uAiie«k. viustfn? liiHieu ci«tsuniierB« soliehe jerliche sture, die sie
ieiii itftiijsHi rtctfi^ jtlicau:^ sien. viu^ «4m «ii» richs wegen, als vns dieselbe
'^;.ui^' V :a *?c:i«^ 'tHxranMAin i^sc vua «ius»*fu pare folkdnilich und wol beczalt
liiuif!^ nu iurvitia ?<; ^^"^^ wir vuii taa^iea die egenauten burgernieistere. rat-
iiatiii- aa we ^uii%.^e .:r9ue^iie •it*r 9C;iC Lobek der vorgeschrebin sture voo
ai^^^ui aie ^•-Miziiv:*! |Hiiic, .etti^ vmi lu;^w Hit vrkund dis brines versegilt iiiit
vri5<'Mi i4i;^^»uiiiL*'»i u^r^*^^»J* •iebin au Witteuiberg, nach Gotis gebort virczen-
'uaiue4« a« ii^ittac*.! ui n^vtivrnie^ewtsttcfti^sitea fare, am fritage nach sent Kathe-
'r i'.. •' ' i Nf'iu-i'i/Ki et^iitfftuit he Butft u,m Terwendung fur die Ruckerstattung
ui> S.'Uff^^ itv^ C'uMii^ cy^tuJDuhmxnfr ^nd der in deinselben genommenm
\ ri^e ^tuturik'* 4,1 uce %tiae we> wy ^udes vorniogen tovorn. ErsanieB;^
Icucii wunJo ^:istf i>%iixi^ere hebbet vs clegheliken gheclaget, dat de Holstei
bcuu >iuvic otv >iuJct$aCv« t*n ^toten schaden dan hebben vppe der zee vnd(
iukIi vtUc vist^iv Jvu ^Hvic >uuderluti**s »m erne schipheren Clawes Zeiandesuarefj
d.u \%\ i^^ v^v>l 01 atl ici^K'>^^^*^^«» hebbeiu de vth iuwen hauen zegelde vni
^ht*iu»uun js, vIvU vK* ^u>^n \ele ^udes^ vune badden^ vnde ok de van del
iuuuNwolvIo ^uv{ xtjuo njvlJeii. Ntmue wes willen, leuen vrunde, wy iw vlil
likni iMvlvlon, al>o x^"^ '^^^ ^*^^^' stndere vrunde, Haniborgh, Rostock, Wysnie^
^hrlMMlrii vuvlv* >ouuu'u Iw'bbiMu dut iti iuwe drapliken bodeschop willet sendi
I) V.I M <*>
M |>u l»»i«Hui: lu». iliivu iiuuivl tu vlciw Au> •W ;>6i> und 370 ersicbtlicbcu Zusammunhaog dicscr Ai
It M nliou Dill »lv . ..K kIi6i»vi:; 6ui S|.iuvhc gvkomiucucii AUciiduug eincr Gcsandtschafi der Stfidtc uach Flcnsbl
/III \m^kI» •* •"•>«r. »*^"* Suvii> Awijiohvu Koui^j Krioh uud den Uerrcu von Uolstein.
1421. Nov. 28. 385
mil den van Hamborgh, de wy dar sunderliken vmme beden hebben. to den
vorscreuenen heren van Holsten^ bearbejdende truweliken, dat vnsen borgheren
ere ghenomene gud wedder werden moghe vnde dat se vs gbeneten laten der
grolen koste vnde arbeit^ de wy vinirie eren willen ghedan hebben vnde mit
en anders yo nicht en weten wen alle vruntschop^ vnde de vnsen ere gud
^vedder laten werden. Vnde oft dat schen nioge edder nicht ^ bidde wy vs to
scriuende by den ersten, wente wy dar also nicht mede besitten willen. Leuen
vrunde, hir willet iw gutliken ane bewysen, alse wy weten, dat gi gerne don.
Dat wille wy gerne vordenen. Sijd Gode beualen. Scriptum feria VI* post
sunte Katherine, nostro sub secreto.
Consules Stralessundenses.
Aufschrift: Honorandis inagne sapiencie viris, doininis proconsulibus et
corisulibus Lubicensibus, amicis nostris sincere preamandis, detur.
Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des aufgedrUckten Siegels.
Der Rath von Grei/swald richtet die gleiche Bitte an den Rath von Lubeck. 0. J.
(1421). Nov. 29.
Vnse vruntlike grute vnde wes wy gudes vorrnoghen. Leuen vrunde.
Wyklaghen Juw, dat de heren van Holsten vnde ere vnderzaten vnsen borgheren
groten schaden dan hebben vppe der zee vnde noch dAn, vnde in dat leste
bebbet zee ghenomen enen schipheren ghenotnet Clawes Zelandesuarer, vnsen
borgher, de vte der Trauen ghezegheld was, dar juwe borghere, borgher
vamme Sunde vnde vnse borgher ere gud mede inne hebben, dat de Holsteschen
M Jbenomen hebben, doch wy nyne veyde edder arch mit en wusten, dar see dat
vmme don. Worvmme bidde wy, leuen vrunde, dat gy mit juwen boden willen
arbeyden to den Holsteschen heren na der besten wyse, dat see dat ghenomene
gad laten wedder werden, den id tohoret. Wat juw darvan wedderuaret, alse
eft dat sebeen kone edder nicht, dat gy vns des een breflik antwerde benalen.
Screuen in sunte Andreas auende, vnder vnsem secrete.
Ratmanne to
Grypeswold.
Aufschrift: Den erebaren vornomener wysheyd mannen, heren borgermeste-
ren vnde ratmannen der stad Lfibek, vnsen sunderghen ghunstigen guden vrunden.
Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des aufgedruckten Siegels.
rri-
K -Z ^
SAf da Cbaa Sedandsvarer genommen hahe
y wfkd der genommenen GuU
%ctii»
Clm^s Selandesvarer nemen vor df
fcil ersre er houetrnan
Oyefcorch,
Borch,
e horde de snycke to vnd(
IB deni bode to Oidenborch,
ffinmii Giuieciiiaa^ Iftroder, ok wonaftich in dem
IVc^r iji^M<u >«uiMi to Scietuvanfe.
Ct9L^e«s H^rti^uk ian^iw^ to Edmriidrdte.
t^irti;:^ JoiNbtt >uu^. tor tj^it iMide bi OMenborch,
H^itt%MiH viioe (te¥tntM\ Uer t^mr tooame veid ik nicht, ok vth dem lande
ViKtwt. evH :iiUj(tii«ut<. :$tH«ra t!im«iiiteti wett ik ok nicht.
Vv^iitiKH itH4iv\h» iM» iiim«H^ ^r$t 5lar^iiard van Sicgem^ deme geuen se
o%»» ii^va^«a:o iiUkt^M^ Ul cutiut»ti $ulhr$. hirm U broder van Aneuelde^ de qwemen
t%> Oil v|> sl^ii sii^aiK i%^« ^iTAjtm $^ I Eau$l s<4les rude I tunne raues vnde VI
tWii^vi wi>fiK*i. atti^^r ltN%i*Nt $tf uk ite iwrscreoen deues in eren gebeden.
UviH Ul %\i ^^ui iV^4*'4l>t»4§^r^ Ar ¥0^4 bi Kdenvirde, dem geuen se XIX tunnen
vvi^vvv Ut.vNi.H .Wao %€!<$. XVIttL $utt%fer ifc $e vlhgeret hadden, de wonen tor 1
\ivS4cvi.wK u» tuikciiWivh >iti^ Kdt^ii^tJnfc. Item ok krech Breide Rantzowe
viiUt xviiv %%^WlHvu ^vwi vieii Ijiktfu. A^ $i? de XII lakene wedder kregen, der
viv^v Mils vKtt aulu>>ii<K^ l^ dk b^ftb^ wech voren in sinen vodersacke. ^
\v»;iuui uiiivu >te^ >«tb vitMM $cbep^ III! teriinge wandes^ XIII last soltes,;
\ xUkK^^ lvvM^vii4KV!wvhe<v ^Ul kv/rf rifkehtiite, llll^^ punt cypollensad, I tunne
\.i»Hx \uvK^ I vvu»U^i >fcal54^^ck^^ I tumie vlakvissches, I kisten mid klederen
\Mvlv »nit ivvU^** |,»voniM*^w^ itU ^ud ;ilie XL mark iubesch, noch I kisten mil
kUsUiVM Nu^v uiU (.HHaua^^M^ «l4 ^ud ^le XXX mark lubesch, noch C guld
\MvJv \\\ i^Mlvicu ti* i¥4^H ^i^ld^. Item X mark lubesch^ ok rede penninge,
(1421.) 387
se nernen. Item L mark sundesch^ de se dem schipheren nemen an angkeren
vnde an toiiwen. Item VIII engelsche deken vnde I blau ypersch laken.
Naeh einer, vermuthlieh einem der Brief e au» StraUund oder Grei/atoaid abaehriftlich ang^legtenj Au/zeichnung auf
einem Biatte Papier,
GCCIiX¥II.
Der Rath von Lubeck ersucht den Rath von Wismar um dessen TheUnahme an
etner abermaligen Verhandlung in Flensburg und Gottorp^ um die Ange-
legenheit ztvischen dem Konig Erich und den HoUteinischen Herren zu
Ende zu bringen, wobei auch die Seerduberei zur Sprache kommen konne.
1421. Dec. 1.
Vnsen vruntliken grut vnde wes wij ghudes vormoghen touoren. Er-
satiien leuen vrunde. Alse gij wol weten, dat wij latest de ersamen hern
Hinrik Rapesuluere, vnses rades borgermester, vnde her Tideman Morkerken,
VQses rades cumpan^^ vmme des gemeynen besten willen gesand hadden bij den
beren koning van Denemarken, alse van des vnwillen wegen twisschen dem
suluen heren koninge vnde den Holsten heren^ de doch to Copenhauene legen
^ol VII weken mit groten kosten^ darsulues wachtende des heren koninges
^okumpst, also, leuen vrunde, vorarbeydeden vnde bewijseden sik de erbeno-
^^eden vnse vrunde in den dingen, alse se vlitigest konden vnde mochten, dar
se bij den vorscreuenen heren koninge na weruen vnde ramen, de se mit
sik hadden van den Holsten heren, alle dinge gemened hadden to eynen
gantzen vasten ende to bringende, des doch vmme ichteswelker artikele willen
van den Holsten heren vtgesat nicht schen en konde, also dat, dar de here
Wing vor eynen ouerschedesheren eft ouerman vtgesat hadde den Romischen
koning, de Holsten heren vtsatten dat Romesche rijke etc., vnde ok andere
stucke. Vnde vppe dat nu der groten kosten vnde arbeyd, de gij, de van
Aozstoke, van dem Stralessunde vnde wij hijrane vakene vnde lange tijd truwe-
liken vnde mit vlite gedan hebben, nicht gans vorloren ensin, hebbe wij ouer
vorarbeyden laten vormiddest den ergenomed^n vnsen vrunden, dat de here
Jconing bynnen den achte dagen na sunte ISicolai dage erst tokomende wesen
wi] to Flensborch vnde de Holsten heren to Gottorpe, vnde wij hopen to Gode,
wanne juwe, der van Rozstoke, der vamme Sunde vnde vnse vrunde darbij
komen, dat alle ding wol vppe gude puncte geordineret werde, wente de here
koning in den dingen gerne sprake liden wil mit den Holsten heren. Vnde
49*
388 1421. Dec. 1.
weiite de here koning jw^ de anderu vorscreuen stede vnde vns in sinen breuen
gebeden heft, dat wij de vnsen mede senden to deni dage, alse gij in sinen
breuen wol vinden^ so bidde wij iw, dat gij des nynewijs envorlecgen, gij en
hebben jiiwe vrunde sunder afttoch hijr an deni midwekene erst tokomende
vort ouer achte dagen des auendes in der herberge^ de van stunden an des
donredages darna mede vort rijden inogen vppe den dach, wente gij wol
irkennen. dat vns alien dar grote rnacht ane licbt^ dat de vnwille to guder
zate konien niochte. Ok is vns alvmme nod, ernstiiken to sprekende beyde
mit den heren koninge vnde den Moisten heren vnime den groten schaden
vnde zerouerye, de vns alvmme geschen is vnde dachlikes schut, dat vns,
vnsen steden vnde den vnsen to groten hindere vnde vorderue kumpt. Si|l '
Gode beuolen, vns desses eyn vnuortogerd antword to scriuende bij dessein
boden. Wi) bidden ok, leuen vrunde, dat gij desse anderen breue sunder
zument ouer de nacht senden to Rozstoke, wente dar hastlik nod mede is.
Vortmer, leuen vrunde, bidde wij iw, dat gij juwen vrunden, de gij to dem
vorscreuen dage sendende werden, vulle macht mede gheuen, den Holslen
heren velicheyd to zecgende vor den heren koninge vnde de sinen to vnde aff,
alse eft de Holsten heren vppe des heren koninghes breff nicht rijden enwolden,
alset ok ouerme jare schach, wente wij den vfisen alsodane macht mede geuen,
dat 86 mit den juwen vnde der andern vorscreuen stede sendeboden darvore]
secgen mogen, eft des behoflF worde. Screuen vnder vnsem secrete, des man-
dages na sunte Andree dage, anno XXI.
Consnies Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibns VVysmariensibus, amicis nostris dilectis, detur.
Nach dem Original im Rathsarchiv zu Wismar. Mit noch erhaltenem aufgedrncktftm Secret.
CCCIiXVIlI.
Knuiq Ertch, unter miederholten Klagen iiber die Feindseligkeiten der Holsteiimchm^
Herren, bittet den Rath von Lubeck um seine Theilnahme an einer Yer^^
handlung mit denselben. 1421. Dec. 5. ,
Ericus, Dei gracia Dacie, Swecie, INorwagie,
Sclauorum Gotorumque rex et dux Pomeranie.
Unse vruntlike grute tovoren. Wetet, guden vrunde, dat wi juwen brel
vns nulekest ghesant vornomen hebben, dar gij inne schriuen, wo gij by vnsemi
392 1421. Dec. 6.
Euerdes. Jurien vnde Tydeke brodere gelieten de Jurigen, eruen hern Tydeman
Jungen^ Hans Lange. erue Marqwart Langen, Clawes Syole, erue Hinrik Luderod,
her Johan van Hamelen vnde Hans Crawol, vorrnundere hern Schotlen, her
Johan Cierwer, erue sines vaders, Hinrik Berlin, erue Johan Warendorpes,
Hans Luneborch, erue sines vaders, Johan Crawei, erue sines vaders, Hans
Chngenberch vnde Tyiiime Hadewerk, vorrnundere Jermers, Vromolt Warendorp,
vormunder Hans Clingenberges, Hans Clingenberch. vorniunder Perlzeuales,
Kersten vnde Hans brodere van Rentelen, eruen eres vaders, her Lodewich
Crull, erue Olrik Nienstades, Clawes Bromes, erue Blornenrodes, Tydeke Brekel-
velde vnde Kersten van Rentelen, eruen Pepersackes vnde Bertramnies van
Rentelen, Tynime Hadewerk, vorrnundere Bodenwerders, Hans Krawel. vormunder
hern Dancqwardes vam Zee, her Cord Brekewolt vnde her Tydeman Tzerrentin,
vorstendere des werkhuses sunte Peters, Clawes Bromes vnde Gotschalk van
Wickede, vorrnundere Euerd Klingenberges vnde vorstendere des gasthuses in
der molenstrate, vor vns vnde vor vnse eruen vor deni rade vnde jegenwordich
vor deni boke hebben bekant, dat wy alle vnde en jewelk tor noghe entfangen
hebben van den ersamen heren borgermestern vnde ratmannen to Luneborcb
allent, wes vns vnde den, der wy eruen, vorrnundere vnde nakornelinge sind,
van vorbreueden houetstole boren niochte, weike houetstol vnde houetsumme
sundergen in den breuen, de wy van en darvp hadden, genoniet stan. Der
suluen houetsunime vnde breue, de vor desseine daghe van dern erbenoineden
rade to Ijuneborch, van eren radeskunippanen vnde borgeren sint gegeuen,
vnde vortiner der nianinge vnde sculdinge, de wy bette herto van der erbeno-
nieden breue wegen to en hebben gedan odder noch don niochten vninie vnse
nastendige vorsetene rente vnde allent, des se vns vnde vnsen eruen, vnsen
nakonielingen vnde den jennen, der wy in desser zake eruen edder vorrnundere
edder vorstendere sind, wente an dissen dach plichtich niochten sin gewesen,
do wv ene gantze vorticht vnde laten des den vorscreuenen rat to Luneborch,
eres rades kumppane vnde borgere quid vnde los, nynerieye wis darvp to zakende
edder darvnime to manende in tokomenden tiden, vnde hebben darvp to erer behoff
van vns geantwordet sodanne breue, alse wy vppe de suluen houetsummen
vnde rente van en besegelt hadden. Doch so synd hern Clawes van Vrden
breue vorlecht, darvore loue ik Johan Dartzowe, ratrnan to Lubeke.^ dat ik
vnde myne eruen den rat to Luneborch van der wegen schadelos holden wille.
Were auer dat darenbouen noch jenige breue vor dissenie dage gegeuen vor
bracht worden, de vns edder vnsen welken vorbenomet, vnse eruen eddei
1421. Dec. 6. 393
uakomelingen edder den jennen, d^er wy vormundere vnde vorstendere sind,
anroreden disser vorscreuenen zake haluen vnde dar men den velebenoaieden
rat^ eres rades kumppane vnde borgere niede manen vnde sculdigen eifte manen
edder sculdigen laten niochte^ de scholen maclitlos wesen vnde en nicht to
schaden koinen. Jussu doininorurn Hinrici Rapesuluer et Conradi Brekewolt. ^
Ncich einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1422, Reminiscere.
CCCIiJLXIL
J^er Rath von Rostock sckreibt dem Rathe von Lubecky dass er durch plotzlich ein-
getretene Umstdnde gehindert set, Abgeordnete nach Flensburg zu schicken,
erkldrt sich jedoch im voraus einverstanden mit Allem^ was die Stddte
beschliessen werden. 1421. Dec. 7.
Vnsen vruntliken grut myt begerunge alles guden touoren. Ersamen
leuen sundergen viunde. Juwen bref, dar gi ane begeren^ de vnsen to sendende
to derne dage, dede geramet is tuschen deme heren koninge van Dennemarken
vnde den Holsten heren to Vlensborch etc., hebbe wi rnank anderen worden
wol vornoinen. Hirvmme, leuen vrunde, willet weten, dat wi de vnsen dar
alrede to geschikket hadden, to deme dage to ridende. Nu is vns alsuik
notroflik werf angekomen van vnser herscop vnde der Wendeschen heren
wegen, dar vns vnde eren landen vnde luden alsodane dyg vnde vorderf ane
licht, dat wi to desser tijt de vnsen dar nicht senden konen, dat wi iaw, leuen
vrunde^ bidden nicht vor vnwillen to nemende, vnde wes de iuwen, leuen vrunde,
dar myt anderen der stede sendeboden handeien in dat beste vor vns alien,
dat schai vnse wille wol wesen vnde gi synt vnser dar wol mechtich ane.
Sijt Gode beuolen. Screuen in der vorhochtijt vnser leuen Vrowen concep-
<^ioni8, anno etc. XXI.
Consules Rozstokcenses.
Aufschrtft: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus Lubicensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
l^aeh dem Original auf Papier. Mit Resten des aufgedriickten Siegeis.
I) Nioht alle bier in Bezug genommene Sobaldverschreibungen des Ratbs von Lfineburg lassen sicb nacb-
weuen. VgL Bd. IV M 269. Urk.-Bucb d. St. Lflnebnrg Bd. 2 M 1000, 1061. Sudendorf, Urk.Bucb zur
Oeech. d. Hen5ge v. Braunscbw. u. Liineb. Tb. 5 p. CXLV.
50
L
ipso iure similiter dicto banno irnperiali subiaceret, a quo nullatenus extr^
heretur nisi prius ab ecclesia beneficio absolucionis obtento; et insup^
ordinauerat, ut nullus ecclesiasticani personam in criminaii questione uel ciai]
ad iudicem secularem trahere presumeret contra easdem canonicas sanction c
et constituciones imperiales^ quod si secus Taceret, actor a suo jure cadeK*^
et iudicatum non teneret et judex foret extunc iudicandi auctoritate priuatus
quodque judices tentporales, qui ciericis et personis ecclesiasticis iustici?mn
denegare presumerent, tercio requisiti suam iurisdictionem amitterent. consti
tucionem ipsam de consilio eciam fratrum suorum sancte Romane ecclesia
cardinaliuNi^ qui tunc erant, auctoritate apostolica approbans et confirmans.
ipsam mandauit inuiolabiliter obseruari necnon statutarios, scriptores ac viola-
tores predictos excommunicatos eadem auctoritate nunciari. Et deinde »d
audienciam diue niemorie Caroli quarti^ eciam Romanorum imperatoris semper
augusti, deducto, quod nonnulle seculares persone in potestatibus et ofliciis
publicis constitute, videlicet duces, marchiones, comites^ barones et alii doinini
temporales, necnon consules ciuitatum, opidorum, villarnm et locoruni rectores
in diuersis prouinciis eiusdem imperii Dei timore postposito statuta singula ria
et iniquas ordinaciones motu proprio et de Facto contra ipsas personas eccl^-
siasticas et ecclesiarum libertates ac earum priuilegia condiderant iilisque de
Facto et publice vtebantur contra canonicas et legititnas sanctiones, utpote quod
•
nulla bona temporalia in potestatem ecclesiasticani transFerrentur et ne clerici
in sacris ordinibus constituti ad agendum et testificandum in ciuilibus et maxima
in piis causis aliquatenus admitterentur quodque excommunicati laici et publice
denunciati in ciuili Foro minime repellerentur, et insuper predicti domini tef'*'
porales, consules et rectores per secularem potestatem res et bona clericorutYv
occuparent, arrestarent et oblaciones cristiBdelium imminuerent atque restri^'
gerent, exactiones et tallias indebitas de bonis et redditibus ecciesiarufn
exigerent et extorquerent, possessiones ecclesiarum et personarum earundeni
deuastarent incendiis et rapinis, contractus inter clericos et laicos legitifD^
Factos ad libros ciuitatum, villarum et locorum predictorum inscribere et
sigillare recusarent donataque et legata ad Fabricas et ecclesiarum structuras
contra prelatorum voluntatem et aliorum, quorum intererat, temere vsurpare
presumerent in Fraudem et odium clericorum. de bonis eciam et rebus eorun-
dem clericorum, que non causa negociacionum sed pro propriis eorum usibuft
per eorum terras ducebant seu duci Faciebant, theloneum exigere et recipere
non verebantur, et conFugientes ad ecclesias et earum cimiteria inde extrahere
1421. Dec. 8. 397
contra canonicas et imperiales sanctiones huiusmodi presumpserant et presu-
mebant^ idem Carolus imperator tamquani cristianissimus princeps volens in
premissis prouidere de reinedio salutari^ eciam de quorundam principum^ ducum/
coinitum^ rectorum fideliumque aliorum sacri imperii sepedicti consilio^ auotoritate
imperial! quecunque statuta et consuetudines predicta tamquam per canonicas
et ciuiles sanctiones expresse reprobata cassauit^ irritauit et annullauit ac cassa
et irrita niilliusque esse voluit roboris uel momenti, precipiens sub pena im-
perialis banni vniuersis et singulis principibus, dominis temporalibus^ consuli-
bus, potestatibus et aliis in officiis publicis in eodein imperio constitutis,
quatinus extunc ipsorum statuta et ordinaciones^ sicut in preiudicium eccle-
siastice libertatis edita fuerant, omnino reuocarent et de luce tollerent quodque
secundum ea non iudicarent amplius nee sentencias dictarent^ aut eisdem in
iudicio uel extra iudiciuin quomodolibet pro se et contra eandem ecclesiasticam
libertatern potirentur. Pronunciauit insuper el eadem decreuit auctoritate,
quod^ quicunque iaicus^ cuiuscunque status aut conditionis extiterit, ausu
sacrilego et proprie temeritatis audacia sacerdotem uel clericum secularem uel
religiosum di£Fidaret^ proscriberet^ captiuaret, spoliaret, occideret^ mutilaret aut
in carcere detineret, uel huiusmodi maleficia perpetrantes scienter receptaret
uel eis fauorem prestaret, preter penas a sacris canonibus et legalibus sanctio-
uibus in tales inflictas eo ipso redderetur infamis et omni honore priuatus
nee ad placita uel consilia nobilium admitteretur quouismodo^ hortans insuper
iu Domino et requirens ecclesiasticos prelatos in illis partibus^ in quibus
^ommitterentur talia^ constitutes^ ut legem imperialem huiusmodi per eorum
^cclesias ac synodos publicarent, ne transgressores huiusmodi per simulatam
•
^S^oranciam suam valerent in hac parte maliciam excusare^ prout in consti-
^utionibus et sanctionibus conciliorum et Honorii predictorum et imperialibus
Prefatis plenius continetur. Cum autem^ sicut lamentabili querela venerabilis
fi'atris nostri episcopi et dilectorum filiorum prepositi, decani^ capituli^ canoni-
corum et personarum ecclesie ac vniuersi cleri ciuitatis et diocesis Lubicensis
nuper accepimus^ nonnulli principes^ duces^ comites, barones et alie seculares
potestatcs earundem constitucionum et sanctionum canonicarum et legalium
forsan ignari contra ipsas ab episcopo, preposito, decano, capitulo^ canonicis,
personis ecclesie et clero prefatis ac dignitatibus et aliis beneficiis ecclesiasticis
forundem communiter uel diuisim forsan tallias et gabeilas et alias exactiones
li/icitas hactenus extorserint et adhuc extorquere nitantur, et eciam bona
episcopi, prepositi, decani, capituli, canonicorum, personarum ecclesie, cleri,
1421. Dec. 8. 399
uel fauorem presencia pro monicionibus et requisicionibus per vos de ipsis
Paciendis tute, secure uel commode haberi nequiret^ nos vobis moniciones et
*equisiciones huiusmodi ac citaciones quaslibet per edicta publica locis affigenda
)ublicis^ de quibus sit verisimilis coniectura, quod ad noticiam dictorum cita-
orum et monitorum huiusmodi peruenire valeant, faciendi plenam et liberam
oncedimus tenore presencium potestatem, volentes, quod moniciones ac requi-
iciones et citaciones huiusmodi perinde ipsos citatos, requisitos et monitos^ ut
remittitur, arctent, ac si eis facte et insinuate presencialiter et personaliter
xtitissent, non obstantibus tarn pie niemorie Bonifacii pape octaui, eciam
redecessoris nostri, quibus cauetur, ne aliquis extra suam ciuitatem uel
iocesim nisi in certis exceptis casibus et in illis ultra vnam dietam a fine
lie diocesis ad indicium euocetur, seu ne indices extra ciuitatem et diocesim,
:i quibus deputati fuerint^ contra quoscunque procedere aut alii uel aliis vices
uas committere seu aliquos vltra vnam dietam a fine diocesis eorundem
rahere presumant, dummodo ultra duas dietas aliquis auctoritate presencium
ion trahatur, ac de personis ultra certum numerum ad indicium non vocandis,
|uam aliis constitucionibus apostolicis contrariis quibuscunque, aut si aliquibus
i^oniniuniter uel diuisim a sede apostolica indultum existat, quod interdiri,
suspendi uel excommunicari aut extra uel ultra certa loca ad indicium euocari
non possint per litteras apostolicas non facientes plenam et expressam ac de
uerbo ad uerbum de induito humsmodi mencionem. Datum Rome apud sanctum
Petrum, sexto Idus Decembris, pontificatus nostri anno quinto.
Nach einer in die Urkunde rorn 1. Mai 1430 au/geiwmmenen Ahschrift.
CC€EiXXlV.
^'K/^hde des Ludeke von Buchwald und seiner Sokne Heinrich und Detlev. 1421.
Dec. 10.
Ik Ludeke van Boekwolde vnde Hinrik van Boekwolde vnde Detleft* van
Boekwolde. bevde des vorbenomeden Ludekens van Boekwolden sons. Bekennen
vnde betugen (u. s. w. wie gewohnlich bis) to holdende sunder arghelist, darumme
dat Borchart van Buekwolde, des vorbenomeden l^udekens van Boekwolde sone
vnde Hinrikes vnde Detleves broder erbenomed, afighestoruen is in der stad
to Lubeke, vnde des vorlate wy see alle samentliken vnde besunderen by
^ruwen vnde by eren vor vns, vor alle vnse maghe vnde vrunde, gheistlike
^nde werltlyke, also dat en van vnses vrundes wegen Borchardes erbenomet
400 1421. Dec. 10.
nunirnermer inaninge ofte wrake vmme schen en schal, vnde louen vort^ dat
vry ere beste willen vfeien (u. s. w. me gewohnlich bis zu Ende). Gescreuen io
den jaren vnses Heren dusent verhundert vnde envndetwintich, des nriiddewekens
vor sunte Lucien dage der hilgen juncvrouwen.
Ncuih dem Original. Mit drei anhangenden Siegeln, Die Siegel lasaen doa Wappenbild, den nach rechts
gekehrten Bdrenkopf mit aufyesperrtem Rachetiy deutlich erkennen^ die Umschri/ten jedach sind nieht mtkr
zu leeen,
Urfehde des Ludeke von Buchwald^ unter Burgschaft seiner Vettern Stvert von Buck-
wald zu Johannisdorf y Scheie Detlev von Buchwald zu Rethtmsch und
Lange Detlev von Buchwald zu Sierhagen. 1421. Dec. 10.
Ik Ludeke van Boekwolde^ knape. Bekenne vnde betughe (u. s. w. wie
gewohnlich bis) to holdende sunder argelist, darumme dat ik in eren sloten vnde
vengnisse vorwart vnde ghesat was, vnde vorlate see (u. s. w. wie gewohMi
bis) dancke en alles gudes. Vnde wy Syuert van Boekwolde to Johanstorpe,
Scheie Detleii' van Boekwolde to der Redewisch vnde Lange Detleff van Boek-
wolde to der Syrawe, knapen, des vorbenomeden Ludeken van Boekwoldes
vedderen, bekennen vnde betugen openbare in desseme jegenwordigheu breue,
dat wy mit samender hand gelouet hebben vnde louen in krafift desses breues
den erbaren heren, deme rade der stad Lubeke vnde eren nakomelingen, vnde
willen en dar gud vor syn, dat de vorbenomede Ludeke van Boekwolde, vnse
vedder, alle desse vorscreuen articule vnde stucke samentlyken vnde besunderen
vnvorbroken holden seal sunder argelist. To merer betuchnisse alle desser
vorscreuen stucke so hebbe ik Ludeke van Boekwolde vorbenomed myn ingesegel
mit mynen erbenomeden medeloueren ingesegelen mit willen vnde wolberaden
mode henget heyten an dessen bretl', de ghescreuen is in den jaren vnses
Heren dusent veerhundert vnde envndetwintich, des middewekens vor sunte
Lucien dage der hilgen juncvrouwen.
Nach dem Original. Mit vier anhangenden Siegeln. Nur das des Scheie Detlev ist noch erkennbar.
Vgl. Siegel des M.-A. Heft 3 p. 13 So. 34.
1
J
402 1421. Dec. 12.
leet nemen van stunden van vnser Vrowen kerkdoren. Wille gi de scriffte dem
koninge openbaren, dat sette wij to juwer wisheit. Gode syd beuoien to langen
saligen tiden. Screuen in sunte Lucien auende, vnder vnsem secrete, CCCCXXI.
Consules Liibicenses.
Aufschrift: Den ersamen hern Hinrike Rapesuluer, borgermester, vnde
hern Dyderken Morkerken, ratmanne to Lubeke, vnsen lenen besundern
vrunden, detur.
Nach dem Original. Mit Spuren des aufyedrOckt gewe$enen SiegeU.
CCCIiXXVIll.
Quittung des Matthaeus Goltsmedj Dieners des Herzogs Albrecht von Sachsen und
Lunehurgj uber die Hdlfte der jdhrlichen Stadtsteuer. 1421. Dec. 13.^
ich Matheus Goldsmed, eyn gesworner dyner des hochgeborn Fursten
vnd herren, herren Albrechts, herczogen zcu Sachsen vnd zu Lunemburg, des
heiligen riechs ertzmarschalk vnd kurfurste, myns gnedigen lieben herren.
Bekenne vnd beczuge offentlich mit dissem briue vor idermanne, das mich der
egenante myn gnediger herre, her Albrecht, herczog zcu Sachsen vnd zca
Lunemburg etc., mit eynem gloubes vnd mit eyme fulwaltigen qwytbriue gesand
hatte zcu den ersamen herren burgermeistern vnd ratmannen der stat Lubek,
ufiPzcuheben vnd zcu entfangen sdliche sture vnd czinse, der die egenanten
burgermeistere, rat vnd stat Lubek dem heiligen R6mischen Heche vnd dem
Romischen konnynge pflichtig sien jerlich vnd mynem egenanten gnedigen
herren von Sachsen von des Romischen konnynges wegen zcu geben, als im die
von deme allerdurchluchtigesten herren, herren Sigemunde, Romischen konnynge,
verschriben sien, welcher sture die helfle, als virdehalbhundert marg vnd funff-
vndczwenzig marg lubekscher pFennynge, mir Matheo die egenanten burger-
meistere, rat vnd die stat Lubek von wegen myns vorgeschrebin gnedigen
herren von Sachsen gentzlich vnd wol beczalet, vnd die ich zcu der nuge ful-
komiich vflFgeboret vnd entFangen habe. Vnd ich Matheus vorgenant sage vnd
verlasse hirvmb von myns erberurten gnedigen herren von Sachsen vnd von
mynen wegen desse vorgeschrebin burgermeistere, rate, gemeyne vnd die stat
Lubeke disser vorberurten helFte der sture von dissem jare gentzlichen qwyt,
ledig vnd los. Czu merer beczugnisse habe ich Matheus dissen briefiF geschreben
1) Vgl. JSS 363.
404 1421. Dec. 16.
Aufschrift: Den ersamen her Hinrike Rapesuluer vnde her Tidemanne
Murkerken, radmannen to Lubeke, vnsen ghuden besundern vrunden, ghescreuen.
Nach dem Original au/ Papier. Mit theitweise erhaltenem Siegel.
Papst Martin V. tragi dem Bischof Johann Scheie von Lubeck aufy eine Vicarie in
cler Marten Kirche dem Amte des Decans des Domcapitels zu incorporiTetij
falls er sich durch eine anzustellende Untersuchung von der Zwechnassig-
keit solcher Massregel uberzeuge, 1421. Dec. 17.
Martinus episcopus, seruus seruorum Dei, venerabiii fratri episcopo
Lubicensi salutem et apostolicarn benedictioneiii. Ad ea libenter intendirnus^
per que personis ecclesiasticis, presertim dignitatibus preditis, de congrue
prouisionis auxilio consulatur. Exhibita siquidem nobis nuper pro parte dilecti
filii, Johannis Bonrad, decani inaioris ecclesie Lubicensis, in utroque jure
licenciati, peticio continebat, quod fructus, redditus et prouentus decanatus
dicte ecclesie, qui inibi dignitas non tamen maior existit post pontificalem et |
ad quern quis per electionem assurnitur et cui cura iinroinet aniinarum, cum
sex marcharum argenti secundum comrnunem estimacionem valorem annuum
non excedant, adeo sunt tenues et exiles, quod ex illis decanus eiusdem
ecclesie pro tempore existens iuxta status sui decenciam et exigenciam ipsius
ecclesie commode sustentari nequeat et alia racione dicti decanatus sibi incuiii-
bencia onera supportare, quodque plerumque contigit, quod, decanis dicte
ecclesie, qui fuerunt pro tempore, propterea se ab eadem ecclesia absentanti-
bus, diuinus cultus et cleri ciuitatis Lubicensis in eodem cuitu debita regulacio
non mediocriter interim tepuerunt. Qu^ire pro parte dilectorum tiliorum, pre-
positi et capituli dicte ecclesie, ac prefati Johannis decani nobis fuit humiliter
supplicatum, ut perpetuam vicariam sine cura in ecclesia beate Marie Lubicensi,
quam dilectus filius Gerardus Puel, perpetuus vicarius, in eadem obtinet et
cuius collacio et prouisio ac omnimoda disposicio ad decanum pro tempore
existentem et capituium predictos ex eiusdem vicarie primeua Fundacione
canonice facta pertinere dinoscitur, cuiusque Fructus, redditus et prouentus
tredecim marcharum argenti puri secundum communem extimacionem predictam
valorem annuum non excedunt, cum omnibus juribus et pertinenciis suis eidem
decanatui in subsidium sustentacionis et releuamen onerum predictorum in
perpetuum incorporare, annectere et vnire de benignitate apostolica dignare-
1421. Dec. 17. 405
KW^s*. Nos igitur de premissis certain notici^m non habentes huiusmodi suppli-
cacionibus inclinati Fraternitati tue per apostolica scripta mandamus, quatinus,
s\ vocatis, qui Fuerint euocandi, ita esse repereris et nil racionabilis in contra-
rium deductum Fuerit et probatum, super quibus tuam conscienciam oneramus,
vicariam predictam cum omnibus iuribus et pertinenciis supradictis eidem
decanatui auctoritate nostra perpetuo incorpores, vnias et annectes, ita quod
cedente uel decedente preFato Gerardo uel eandem vicariam alias quomodolibet
dimittente, liceat decano dicte maioris ecclesie, qui erit pro tempore, vicariam
ipsani auctoritate propria libere apprehendere, necnon illius Fructus, redditus
et prouentus huiusmodi integre percipere ac in suos et dicti decanatus vsus
conuertere et perpetuo retinere^ alicuius alterius licencia super hoc minime
requisita. Volumus autem et auctoritate apostoh'ca statuimus tenore presencium
et eciam ordinamus, quod, si incorporacioneiil, annexionem et vnionem huius-
modi per te vigore tenoris eiusdem fieri contigerit, ut preFertur, extunc inantea
perpetuis Futuris temporibus, quocienscunque preFatus decanus, qui erit pro
tempore, alias quam in negociis dicte maioris ecclesie aut de expressa licencia
dictorum (sic) capituli ab ipsa maiori ecclesia se absentauerit et in ea conti-
nuam residenciam non Fecerit personalem, omnes et singuli huiusmodi Fructus,
redditus et prouentus tam ex decanatu quam vicaria predictis huiusmodi
dbsencia durante prouenientes integre cedant et assignentur dilecto filio vice-
decano dicte maioris ecclesie pro tempore existenti, qui interim illos percipere
ac in suos et eiusdem decanatus usus conuertere libere et licite possit et debeat,
ct eciam medio tempore omnia et singula ipsius decanatus incumbencia onera
supportare teneatur, quodque decanus seu vicedecanus predicti, prout eos pro
rata temporis contingit, per aliquem ydoneum presbiterum ad eorum nutum
pro tempore deputandum et amouendum teneantur et debeant predicte vicarie
facere debite deseruiri in diuinis et alia eius onera integre supportare consueta,
non obsantibus constitucionibus apostolicis necnon statutis et consuetudinibus
dicte ecclesie beate Marie iuramento, confirmacione apostolica uel quacunque
firmitate alia roboratis ceterisque contrariis quibuscunque, seu si aliqui super
prouisionibus sibi Faciendis de huiusmodi mpA aliis beneficiis ecclesiasticis in
•
iJJis partibus speciales uel generales apostolice sedis uel legatorum eius litteras
impetrarint, eciam si per eas ad inhibicionem, reseruacionem et decretum uel
alias quomodolibet sit processum, quas quidem litteras et processus habitos
per eosdem ad ipsam vicariam volumus non extendi, sed nullum per hoc eis
quoad assecucionem beneficiorum aliorum preiudicium generari, et quibuscunque
i
406 1421. Dec. 17.
priuiiegiis^ indulgenciis et litteris apostoiicis generalibus uel specialibus, qu
rumcurnque tenorum existant^ per que presentibus non expressa uel totalitc^
non inserta effectus eorum inipediri valeat quomodolibet uel differri et d <
quibus quorum quidem totis tenoribus habenda sit in nostris litteris menci ^
speciaiis. INos enim exnuric irritum decerninius et inane, si secus super hiii
a quoquam quauis auctoritate scienter uel ignoranter contigerit attemptarJ
Datum Rome apud sanctum Petrum, decimo sexto kal. Januarii, pontificatts ^
nostri anno quinto. '
Nach dem Reyiatrum guartum CapituU No, LXL
Der Rath von Lubeck giebt seineti in Flensburg bejindlichen Abgeordneten Nachric^^
von Rdubereien der Vitalienbruder und von der Ankunft eines Abge$andt^^^
des Konigs Sigismund in LUbecL 1421. Dec. 20.
Vruntliken grot vnde wes wij gudes vormogen touorn. Ersamen leue't
beren vnde vrundes. Wij begern ju weten, dat en geruchte hir komen i£
mit vns to Lubeke, wo dat de vitalien mit twen snycken vthgelecht hebben in
de zee van Ekeludrde der grdpnisse groben, vnde en deel vth der Nyenstad',
vnde scholen genomen hebben etlike schuten vnde schip mit L perden in d^r
zee, de suluen perde se torn Kyle vnde to Lutkenborch scholen togebrocbt
vnde gevored hebben etc. Worumme.. leuen heren, wij juw gutliken bidden^
dat gij hirvp vorseen willent wesen, eft dat in der warheit aizo sij, wente en
geruchte hir is, wo de vitalien de lude in den schepen ouer bord scholen
geworpen hebben, vp dat nen clage darna kome vorder bij dem heren hertogen
van Slesswijk, dat beste hirinne to donde na juwer mogelicheit. Ok, leuen
vrundes, aIzo daling is bodescop her gekomen in vnse stad van vnsem gnedigeo
heren, dem Romisschen koninge, we de bodesscop is, moge gij suluen wol
merken etc., weike bodesscop vnser vrunde enem in vnsem rade wol berichted
hefTt, wo aizo morgen noch en bode to em komende werde in vnse stad^ de
em volge mit breuen van vnsem erbenomeden heren, dem Romisschen koninge,
in welken breuen de Romissche koning scriued dem heren koninge van Denne-
marken vnde dem heren hertogen Hinrike van Slesswijk, se esschende,
1) Die Incorporation ist von dem Bisckof von Lubeck, Johann Scheie, am 7. April 14M car Auaflihruiig
gebracht.
1421. Dec. 20. 407
manende vnde se vruntliken biddende, dat en islik deal syne rede vp ene
genante korte tijd bij em hebben vnde senden scholen to Brunne in Merren
efte in Bemen^ darsulues menet %nse here, de Romische koning, de partien to
vorhoren, se to vorscheden vnde in vruntscopen entwey to settende na aller
gutlicheit; welke disse bodesscop wij vns vormoden, dat se schier vnde in kort
bij den heren koning van Dennemarken vnde den heren hertogen van Slesswijk
werdet kornen, alse denne gi alle dond darvan deste bed werden vornemen
etc. Hirumme, leuen vrundes, wij juwer leuen disset vorscriuen vnde witlik
don, vp dat gij )w darvan wes weten to richtende, dar gij ok deste bed vp
mogen vorseen wesen. Wij beuelen juw Gode to langen saligen tijden. Screuen
vnder vnsen secret, in sunte Thomas auende des hilgen apostels, anno etc. XXK
Consoles Lubicenses.
Aufschrtft: Den ersamen vorsichtigen hern Hinrike Rapesuluer, borger-
mesler, vnde hern Dyderke Morkerken, ratman to Lubeke, vnsen besundern
leuen vrunden, geschreuen.
Nach dem Original. Mit Spuren den aufgedriickt geweseuen Siegels.
CCCLXXXllI.
Der Badstover Matthias Seliges verp/h'chtet stchy die in seinem Hause eingemauerte
Badewanne nur mit Zustimmung des Rathmanns Ludwig Krull zu ver-
kaufen oder zu verpfdnden, 1421. Dec. 25.
Mathias Seliges, balniator in fosse Dangqwardi stuba, pro se et suis
heredibus coram libro recognonit^ quod sartago ista cum suis appertinenciis,
<|Qe in dicta stuba permurata stat. non est sui, sed est et pertinet permanere
8pud proprietatem dicte stube. Idem Mathias arbitratus est et promisit, quod
ipse nee sui heredes aut possessores dicte stube velint aut debent dictam
sartaginem vendere, inpignorare seu alienare quouismodo, nisi sit de voluntate
et consensu domini Ludowici Crul et suorum heredum, qui sunt possessores
reddituum prefate stube.
Nach einer Inscription des S iederstadtbnvhs vom J. 1422^ Nativ. Christi.
1 ^A«a
'ILS
. borger-
% \
'••.*....•**-- r.'i udm i^n.n4^
0
6*.
nxc
• • :n
Li::i:»?e
*vi'"^air-
"^- jj
:=:=v3-
Mlir-- J
-^.--.r-
• v«w> ^^k^VVW
s consilio
in Untom,
M. ?sninuc3Lnm-ni ir?*banTiin fe^"" LodekiDom de
ainrn mn laii riaiiii::uiii»: t^xamiocmi^e domioi
^^T^j^iLrr^ r Tui::! l..^iiE«fiinan -"^ vnues-sa xboc?* 'liiinc 3i£ sOMh^ carceres^ tnoe
ii~*^Cw .•:ia^::<r«- ic*iizi2n -^UmOMM^f^ ?liie 'fc 3iic:inijs^ 3KL«B:stil Lodekinoffl
^•=^-"'*-?r-^:La^ it-'itrni iiXsinip niALiuoe ut Kvnutus rarnjres docouioniin con-^
tuiu::: ^r- luihu^ .auamess^ Tjuiuhi^ amaantss ^q*^ et Huincns XieDStat:
Muiuj^t.::! iiiAiixi iiiF>iii2»-*iaa TrnmiAgtf ■ aul iumuu^ iuasaiibm&>, sic facere obse^j
liir^ ^ imiinfr "B»it*r» iisane** t^xniii nuiiu Jubaaiii?^ Westoal el Johanoet]
'r<iH>iiiui**3 i-jiiiuncTa nuuu 7uieua«»iini mmiserTxaC t&xni&ES coosulibos prk]
- J- • ~
.^tr-rur^cit^ mr it^ 3emdr^uuiL EMicai fisssa consulatiis et ill
-•fta.:;uii»?«n Min.in Z^nn»ijr le TjiintHi* ^**ic!i r^r -Eir iftritf, trmf den
iVr/ ;/'cv^. « V-. .^r*" ^ ic<.'^i?47t.'7i T«irf£^
-n.'T i*» ->"'
^nv J" >-tf^ JtamfL. Dntm^
Ijerranias Rerkhaae et Uiile* rxor eras iesitima. (pro) se el eoi
heredibLs. coram iii^^o reca^noiienuil, se cooiiincla mana teneri Germ
Bruggeman et suis heredibos in X marcis lob den. Nalioilalis sancli Johai
Baptiste proxime affalore amicabililer el expedite persoloendis , pro quibi
iiauem eorum, quern diclos Gerrardos docil soper aqua Slekeniise, coral
libro impi^orauerunt. Insaper dicli Gerrardos el Hiile proroiserant et arbil
sunt^ si in antedicto lermino solocionis diclam peconiam non persoloei
tunc idem Gerrardos Bruggeman debet et potest diclam navem rendere
j
1422. Jan. 6. 413
cum ista Facere, sicut cum suo proprio empto naui. Tamen riictus Gerrardus Berk-
hane obtinuit sibi talem potestatem, quod potest dictam nauem ducere, laborare
el se cum hoc nutrire usque ad prefatum terminum Natiuitatis saiicti Johannis.'
N<ich einer Inscription des Niederatadtbitcha vom J. 1422, Epiph. Dom.
Papst Martin V. nimmt das Kloster zu Marienwold unter den Schutz des heiltgen
Petrus und hestdtigi die demselben friiher verh'ehenen Rechte und Freiheiten.
1422. Jan. 18.
Martinus episcopus, seruus seruorum Dei. Dilecto filio, priori^ et
dilectis in Christo filiabus, abbatisse et conuentui monasterii sancte Brigitte
in Marienwolde ordinis sancti Augustini sancti Saluatoris nuncupati Razebur-
gensis diocesis, salutem et apostolicam benedictionem. Cum a nobis petitur,
quod iustum est et honestum^ tarn uigor equitatis quam ordo exigit racionis,
ut id per solicitudinem officii nostii ad debitum producatur efFectum. Eapropter,
dilecte in Domino Hli et dilecte in Christo filie, uestris iustis postulationibus
grato concurrentes assensu personas uestras et monasterium uestrum sancte Bri-
gitte in Marienwaide predictum^ in quo diuino estis obsequio mancipati, cum omni-
bus bonis, que impresenciarum rationabiliter possidetis aut in futurum iustis modis
prestante Domino poteritis adipisci^ sub beati Petri protectione suscipimus
atque nostra, omnesque libertates et immunitates a predecessoribus nostris,
Romanis pontificibus, siue per priuilegia aut alias indulgencias nobis et eidem
monasterio uestro concessas necnon libertates et exemptiones secularium
exactionum a regibus, principibus aut aliis christifidelibus rationabiliter nobis
et monasterio uestro indultas, sicut eas iuste et pacifice possidetes, nobis et
per uos eidem uestro monasterio auctoritate apostolica confirmamus et presentis
scripti patrocinio communimus. Nulli ergo omnino hominum liceat banc paginam
nostre confirmationis et communitionis infringere uel ei ausu temerario con-
traire. Si quis autem hoc attemptare presumpserit, indignationem omni-
potentis Dei et beatorum Petri et Pauli apostolorum eius se nouerit incursurum.
Datum Rome apud sanctum Petrum, XV kalendas Februarii, pontificatus nostri
aono quinto.
l^€tch dem Ori^naL Mit an grun- und rothseidenen Fdden anhangender Buile,
^i^— ^— — »— ^^—
1) Qeth. Berkhftn war also Stecknitzfabrer and zagleich Besitzer seines Schiffes. Spftter ttnderte sich dies
YgflilltiuM. Nor Kanflente waren Besitzer der Stecknitzschiffe, die Stecknitzfahrer fiihrten sie, dorften aber nicbt
ffUfpft EigeDthUmer sein. Uebrigens verpf&ndete derselbe Gerh. Berkbabn dasselbe oder ein anderes ibm geb5riges
BAitt, Mai 10 (Cantate), an Job. van der Wyden fdr 6 n^L.
I
1422. Feb. 5. 416
OGCXGII.
Z^er Convent der D&mtnikaner zur Burg macht den Johann Brawe und dessen
Ehefrau aller guten Werke, die in dem Kloster geschehen, theilhaftig und
verpfiichtet sich zu Memorien fur dieselben. 1422. Feb. 5.
Wy broder Robertus, prouincialis^ Marquardus^ prior, Hermannus, leze-
m ester, Johannes, supprior, vnde wy anderen ghemenen broder des cloesters
van der Borgh to Lubeke predikers orden. Bekennen openbare vnde betughen
vormiddels desser scrift, dat wy vmme ynnigher bede vnde begherunge willen
des erbaren mannes Johan Brawe, borger to Lubeke, vns vnde vnse nakonielinge
to ewigen tiden vorplichtet vnde vorbunden hebben, dat wy erne vnde Geeze,
sijn huusvrow, vnde zinen olderen scholen vnde willen gheuen vnde maken
delaftich aller vnser guden wercke vor vnsem heren Gode, de in vnseme vor-
gescreuen cloester God leet scheende werden van vns vnde vnsen nakomelingen
dach vnde nacht, vnde willen vnde scholen laten lezen an vnser kercken to der
bilgen Drier coninge altare to der eren Godes vnde syner lieuen moeder vnde
[ der hilgen Drie coninge vnde to troste, hulpe vnde salicheit desses vorbenome-
I den Johan Brawe sele vnde Geeze, syner huusvrowen, vnde syner elderen sele
een ewige missen vnde na eren dode so schole vnde wille wy erer dencken
to ewigen tiden van vnseme predekstole myt den anderen kristenen selen, de
vns beuolen synd, alle sundaghe . vnde vridage vt vnsem dodenboke. Vnde
sunderlinge wan desses vorbenomeden Johan Brawe jartijt kumpt, so schole
wy vnde wylle ene vnde Geeze, sijn huusvrowe, vnde sijn elder began des
auends mit vilyen vnde des morgens myt selemissen to ewigen tiden, likerwijs
also wy began jarlikes de anderen kristenen selen, de myt (vns) ewige begenknisse
vnde dechtnisse hebben. Alle dusse vorscreuen stucke vnde artikele loue wy
vast vnde stedo to holden to ewigen tiden, wan vns neen sunderlik vnde merk-
lik nodsake darinne hinderne is. Vp dat nv dusse vorbenomede erbare man
Man Brawe nicht vndanknamich en were alsodanes geystliken gudes vnde
alsodaner groter vorbindinge, so heft he vnseme vorgescreuen cloester
gegeuen an eyne milde aelmissen vnde to vullekomener noghe bered
veftich lubesche mark, vnde de hebbe wy van eme vntfangen vnde
hebben se an vnses cloesters nutticheyt wytliken ghekeret. To ener
vullekomener betuchnisse alle desser vorgescreuen stucke, so hebbe wy
vnses cloesters ingesegel wytliken vnde wol beradenen modes vnde myt
willen alle vnser broderen vor dessen breif ghehenghet, de gescreuen is na
416 1422. Feb. 5.
Godes ghebord M* CCCC^ in denie tweentwintichsten jare, vp sunte Aga-
then dach.
Aus dem Copiarius des Burgklosten fol. 13 a.
t
OGCXCIU.
Joh. Hovemann^ Eingesessener in Wendisch 'Ramhowy und seine Sohne uberlassen
dem Domcapitel in Schwerm ihr demselben schon verpfdndetes Erbe in
Wendisch Rambow unter einem Vorbehalt fur den Fally dass das Dom-
capitel es spdter verkaujen sollte. 1422. Feb. 10.
JNotandurn, quod inter capitulum Swerinense^ ex vna, Johannem Houe-
nian^ villicum in Wendesschen Rambawe^ Johannem, Hinricum et Hermannum,
eius filios, parte ex altera, discordia fuit exorta ex parte vnius herescindii in
dicta villa Wendesschen Rambawe, sita in parrochia Gallcntin. Sed tainen per
dominos Jordanuin Plescawen et Conraduin Brekewolt, proconsules Lubicenses,
dicte partes amicabiliter concordat! sunt, ita quod dicti Johannes Houeman,
Johannes, Hinricus et Herniannus, sui filii, antedictum herescindium cum suis
appertinenciis prefato capitulo Zwerinensi et Johanni Buntzel eoruni procura-
tori, penitus dimiserunt et quod nee ipsi uei eorum heredes affuturis tempori- ,
bus amplius nuUam impeticionem seu monicionem super hoc facere debebuot
quouismodo. Insuper si capitulum Swerinense antedictum herescindium cum
suis appertinenciis alicui vendere vellent, si tunc plus de hoc veniret ultra
XX marcas lubicenses, que capitulum in dicto herescindio habet, istud debet
cadere seu venire super prefatum Johannem Houeman, Johannem, Hinricuo)
et Hermannum, eius filios, uel ad eorum heredes. Cum istis prefate partes ab
jnvicem sunt separatim (sic).^ vnde se mutuo unus alterum dimiserunt quitum
et solutum ab ulteriori monicione seu impeticione pretextu illius. Hie presentes
intererant et fuerunt honorabiles domini Hermannus Sammyd, canonicus Lubi-
censis, Johannes Caluorde, canonicus Swerinensis, et prefatus Johannes Buntzel,
vicarius in ecclesia Zwerinensi.
Nach einer Inscription dea Niederatadtbuchs vom •/. 1422, ScoUutice virpinii.
1422. Feb. 13. 417
OGCXGIV.
Ertchj Herzog von Sachsen-Lauenburgy schreibt dem Rathe von Lubeck^ dass er ein
nach Lubeck bestimmtes Fass Wein an sich genommen habe, es aber gem
bezahlen wolle. 0. J. (1422^). Feb. 13.'
Erik, von Godis griaden
hertoge tho Sassen etc.
Vnssen guden gunst vnde fruntiiken grud vorghescreuen. Ersamen
guden frundes. Wy don iw tho wetende, dat wy hebben affgheset laten to
vnsen behoue eyn vath wynes, dat to Ertenborch vppe vnser vere ouerschepede,
dat lichte juw edder )uwen borgheren thoghehort etc. Bidden fruntiiken, guden
frundes, dat gy vns dat to neynem vnwillen enkeren, alse vns dat nu ghewant
is, vnde dat gy vns dat toscriuen, wat de wyn an juwer stad gheid, dar wiile
wy en gerne vore betalen mid reden penninghen, vnde weme he hore, dat de
bodeschop by vns hebbe tho Louenborch nu erst in den vasten, dar wille wy
em darvor sin rede ghelt schikken. Syd Gode beualen. Screuen vnder vnsem
secret des vrydages vor Valentini dage.
Aufschrift: Den ersamen wysen borgermesteren vnde radmannen der stat
Lubeke, vnssen guden frunden, ghesscreuen.
Nach dem Original auf Papier. Daa runde^ 4 Ctm. grosse Secret ist abgeeprungen.
cccxcv.
t>er Rath von Lubeck zeigt dem Rathe von Wismar an^ dass die Abgeordneten von
Hamburg^ Luneburg, Bremen und Stade gemeinsam mit denen von Lubeck
zum Bansetage in Wismar, jedoch um einen Tag verspatet^ etntreffen
werden, und bittet, fur sicheres Geleite zu sorgen. 1422. Feb. 21.
Yruntliken grot vnde vires wij gudes vormogen touorn. Ersamen leuen
vrundes. De van Hamborgh, Luneborgh, Bremen vnde Staden hebben vns vor-
screuen, dat se den dach vp Reminiscere mit iw wesende gerne willen besenden.
Sm scriuen ok de van Hamborgh, wo de van Bremen vnde Staden erst vp
den sondacb Reminiscere bij ene wesen willen to Hamborgh; se bidden vns
ok vorder, dat wij vns dewijle vorholden in vnser stad, dat de stede sament-
I) Es felilt an Anhaltsponkten ffir die DatiruDg dieses Scbreibens. Die Handschrift weist auf die ersten
Jabnehende des ffinfaebnten Jabrhanderts bin.
.^3
418 1422. Feb. 21.
liken mil vns iiiogen riden to dessem benomden dage, se vns noch vorder
biddende jw to vorscriuende, dat wij jw bidden, dat gij desse wile bearbeiden
wilien bij juwer herscopp vnde anders, wor jw des nottrofft duncket sin, dat
wij, de van Hamborch, Luneborch, Bremen, Staden vnde de mit vns ridende
werden to desseai benomden dage in juwe stad, in velicheit vnde geleide
mogen vorwared wesen vnde wedder in vnse behold. Bidde wij, leuen vrundes,
dat gij dem aizo don willen vnde vns alien in sodannen geleide vnde velicheit
vorsorgent, so wij wol weten, dat gij gerne don. Vorder, leuen vrondes, eft
de andern stede vmme jw belegen vp Reminiscere in juwe stad qwemen, bidde
wij. dat gij se gutliken vpholden vnde se berichten, wo wy vorscreuenen stede
samentliken menen to komen. Wille wij gerne vruntliken vorscbulden vnde
bidden disses vorscreuen juwe gutlike beschreuen antwerde. Gode sijd beuolen.
Screuen vnder vnsen secrete, in vigilia Cathedra Petri, anno etc. XXIK
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wisen mannen, heren borger-
mesteren vnde ratmannen tor Wismer, vnsen besunderen leuen vrunden, detar.
Nock dem Original im Rathsarchiv zu Witmar. Mit aufgedrUcktem wohl erhcUtenem Secret.
CCCXCTl.
Ei'ne Anzahl der wahrend des Aufruhrs von 1408 aus Lubeck vertriebenen Perscmen,
resp. deren Erben stellen Quittung daruber avs, doss die von ihnen theils
durch Sequestirung ihrer Outer theils in anderer Weise erlittenen Schadei^
vollstdndig ersetzt seien. 1422. Feb. 22. und 24.
1.
Johannes et Goswinus Fratres dicti Westhoue pro se et suis heredibus
coram libro recognouerunt, quod domini consules huius ciuitatis Lubicensis
ipsis satisFecerunt de omnibus dampnis, wicbelde et vitalicii reddituum, que ad
eos de jure venire seu cadere possent ex parte domini Hinrici Westhoues
bone memorie, patris eorum, ac eciam ex parte Lemmekini Reiger bone
memorie. Eciam preFati Johannes et Goswinus recognouerunt, se per prefatos
dominos consules [se] esse bene pagatos et persolutos de omnibus aliis bonis et
dampnis, que idem Johannes et Goswinus super et ad dictos dominos consules,
ad ciuitatem et ad antiques dominos consules Lubicenses computare possent,
interim quod antedictus eorum pater extra ciuitatem Lubicensem expulsus fuit.
1422. Feb. 22. und 24. 419
Insuper antedicti Johannes et Goswinus coram libro recognouerunt, se ad
sufficienciam subleuasse et percepisse omnem illam pecuniain, quam eorum
pAter concesserat dominis de antiquo consulatu Lubicensi, interim quod expuisi
fuerunt, propter quod de prescriptis omnibus Johannes et Goswinus cum eorum
beredibus prefatos dominos consules, ciuitatem et presertim dominos de antiquo
consulatu Lubicensi cum eorum heredibus pretextu iUius penitus dimiserunt
ab omni ulteriori monicione seu impeticione quitos et solutos.
V
llinricus Heytdorn pro se et suis heredibus coram libro recognouit,
quod domini de antiquo consulatu Lubicensi sibi satisfecerunt de omnibus suis
debitis, dampnis et expensis et de omnibus aliis inpeticionibus, que idem
Hinricus ad prefatos dominos antiquos consules habuit seu habere posset
quouismodo usque in presentem diem^ propter quod idem Hinricus extra
ciuitatem Lubicensem fuit, interim quod antedicti domini expuisi fuerunt. Vnde
dictus Hinricus cum suis heredibus pretactos dominos de antiquo consulatu
Lubicensi cum eorum heredibus pretextu illius penitus dimisit ab omni ulteriori
monicione seu inpeticione quitos et solutos.
ijruno Warendorp^ filius domini Brunonis bone memorie, pro se et suis
beredibus coram libro recognouit, quod domini de antiquo consulatu Lubicensi
nomine sui prefati patris et ex parte sui proprii sibi satisfecerunt de omnibus
[, ^orum dampnis et debitis, presertim de illis pecuniis concessis, que olim dictus
8UUS pater concesserat antedictis dominis de antiquo consulatu Lubicensi, interim
qood expuisi fuerunt. Dictus eciam Bruno recognouit, quod dicti domini de antiquo
<^on8ulatu Lubicensi sibi satisfecerunt de omnibus pecuniis et dampnis, quam
idem Bruno passus fuit et exposuit pro liberacione captiuacionis^ sue ab
<lomino Erico, duci Brunswicensi^ quia omnem prefatam pecuniam debitam cum
omnibus suis et sui patris dampnis et expensis dictus Bruno recognouit se ad
iufficienciam a predictis dominis de antiquo consulatu subleuasse et percepisse,
propter quod idem Bruno cum suis heredibus dictos dominos de antiquo con-
sulatu Lubicensi cum eorum heredibus et similiter dominos consules, ciuitatem
et communitatem Lubicensem ab omni ulteriori monicione seu inpeticione et
ab omnibus aliis monicionibus seu inpeticionibus., que antedictus suus pater et
1) VgL M as.
53*
420 i4S2. Feb. 22. und 24.
ipse habuerunt seu habere posseni quouismodo usque in presentem diem ad
antedictos dominos consuies. penitus ditnisit quitos et solutos.
4.
Johannes van Meteler pro se et suis heredibus coram iibro recognouit,
quod domini consuies Lubicenses et domini consuies de antiquo consulatu
Lubicensi sibi satisfecerunt de omnibus suis debitis^ dampnis et expensis et
presertim de omnibus pecuniis et dampnis suis^ quas exposuit pro liberatione
captiuacionis sue ab domino Erico, duci Brunswicensi, interim quod idem
Johannes cum dictis dominis de antiquo consulatu Lubicensi extra ciuitatem
Lubicensem fuit, propter quod dictus Johannes van Meteler cum suis here-
dibus prefatos dominos consuies Lubicenses, ciuitatem et communitatem Labi-
censem, presertim antedictos dominos consuies de antiquo consulatu Lubicensi
cum eorum heredibus pretextu illius penitus dimisit ab ulteriori moniciooe
seu inpeticione quitos et solutos.
5.
Ludekinus Ozenbrugge pro se et suis heredibus coram Iibro recognouit,
quod domini consuies ciuitatis Lubicensis et domini consuies de antiquo consu-
latu Lubicensi sibi penitus satisfecerunt de omnibus suis debitis, dampnis et
expensis, quas idem Ludekinus passus Tuit, Fecit et exposuit, interim quod cum
dominis de antiquo consulatu Lubicensi idem Ludekinus expulsus fuit, propter
quod dictus Ludekinus u. s. w. wie vorkiru
(jotschalcus de Wickede pro se et suis heredibus coram Iibro recog-
nouit, quod domini consuies ciuitatis Lubicensis et domini consuies de antiquo
consulatu sibi penitus satisfecerunt de omnibus suis debitis, dampnis et expensis^
quas idem Gotschalcus passus fuit, fecit et exposuit, interim quod ipse cum
dominis de antiquo consulatu Lubicensi extra ciuitatem Lubicensem expulsus
fuerat, propter quod dictus Gotschalcus u. s. w. wie vorhiru
Johannes Lange, filius Marquardi Langen, pro se et suis heredibus
coram Iibro recognouit, quod domini consuies Lubicenses et domini consuies
de antiquo consulatu Lubicensi sibi penitus satisfecerunt de omnibus suis
debitis, dampnis et expensis, quas idem Johannes passus fuerat^ fecit et expo*
1422. Feb. 22. und 24. 421
suit^ interim quod ipse cum dominis de antique consulatu Lubicensi extra ciui-
tateni Lubicensem expulsus fuerat^ propter quod dictus Johannes ^^., 5. w,wie vorhin.
a
Johannes van Damen. filius domini Marqwardi bone memorie, coram
concilio et hoc libro recognouit, quod domini consules huius ciuitatis Lubicensis
^t similiter domini de antiquo consulatu Lubecensi sibi satisfecerunt de omni-
bus pecuniis, quas prefatus dominus Marqwardus^ pater suus^ exposuit et con-
cessit dominis de antiquo consulatu, interim quod expulsi fuerunt de hac civitate.
Siinili modo recognouit, quod domini consules sibi satisfecerint de omnibus
sui patris et suis supercedentibus seu non perceptis redditibus wicbelde, quas
hsibuerunt et habent in consulatu Lubecensi usque in presentem diem et sic
d^ omnibus aliis expensis aut dampnis, quas iidem pater suus et ipse Fecerunt
et: passi fuerunt, interim quod fuerunt expulsi de hac ciuitate. Vnde de pre-
fatis omnibus antedictus Johannes de Damen cum suis heredibus u. s. w. me
voT*hin. Mil derselben Hand hinzugefiigt: Jussu consulum XXIIP, Elizabeth.
9.
Jtiinricus Westual coram concilio et hoc libro recognouit, se subleuasse
et percepisse a dominis consulibus huius ciuitatis Lubicensis omnes suos
siipercedentes seu non perceptos redditus wicbelde, quas in consulatu Lubecensi
ha bet et que Conrado Westuale, patri suo, non fuerunt persolute usque in pre-
sentem diem, vnde dictus Hinricus Westual cum suis heredibus prefatos dominos
ci^nsules u. 8. w. wte vorhtn.
10.
Marqwardus vam Kyle coram concilio et hoc libro recognouit, se
subleuasse et percepisse a dominis consulibus huius ciuitatis Lubicensis omnes
sUos supercedentes seu non perceptos redditus wicbelde, quas habet in consulatu
Lubecensi et que sibi per dictos dominos consules non fuerunt persolute usque
in presentem diem. Vnde dictus iMarquardus u. s, w. me vorhtn.
IL
JjLermannus Tzirenberch coram concilio et hoc libro recognouit u. s. w.
ijoie vorhtn.^
I) Die Insoriptionen 8 — II stcben auf der ersten Seite eines Blattes and es ist, entscbieden gleicbzeitig und
ton deraelben Hand, binzugeftigt: Jussa consulum XXIII^, und ferner bei 8: Elisabetb, bei 9: Catbarine, bei 10:
Michaelis, bei 11: Thome. Man wird annebmen rodssen, dass die vier Erklftrungen, wegen Abwesenbeit der Per-
tooen, sp&ter abgegeben und auf einer zu diesem Zwecke freigelassenen Seite auf einmal eingetragen wurden.
pies am so mebr, da die vier Tage nicbt einmal genau so aufeinander folgen, wie sie genannt sind.
1422. Feb. 22. und 24. 423
€|i2as ipsorum pater exposuit et concessit dorninis de antique consulatu, interim
quod fuerunt expulsi. Eciain idem Wilhelmus recognouit, quod prefati domini
sibi satisfecerint de omnibus sui patris et suis supercedentibus seu non
perceptis redditibus wicbelde, quas habent in consulatu seu ciuitate Lubicensi,
aut aliis dampnis et expensis, quas ipsorum pater et ipsi habuerunt et Fecerunt,
interim quod fuerunt expulsi. Vnde u. s. w. wie vorhin.
15.
Johannes de Lune ut plenipotens Bertoldi, Arnoldi et Hiniici de Lune
iuxta tenorem vnius scripture in presenti libro de anno etc. CCCCXXIP, Mathie
apostoli, que incipit Arnoldus* Bertoldus et Hinricus etc.,' coram concilio et hoc
libro recognouit, se a dorninis consulibus huius ciuitatis Lubicensis omnes
ipsorum supercedentes seu non perceptos redditus wicbelde, quas habent in
consulatu Lubicensi et quas ipsis non fuerunt persolute usque in presentem
diem, subleuasse. Vnde Johannes antedictus nomine sui et ex parte antedictorum
suorum fratrum cum eorum heredibus prefatos dominos consules, ciuitatem
et communitatem Lubecensem pretextu iHius penitus dimisit ab omni ulteriori
monicione seu inpeticione quitos et solutos.
NtMch Inscriptionen des Niederstadtbuehs vom J. 1422, Cath, Petri und Mathie apostolic
€C€XCVII.
Qiristian Cubandj Domherr in Ratzehurgy ersucht den Rath von Lubecky der Ratze-
burger Ktrche die 2000 mgi zuruckzuzahleny die der verstorbene Bischof
Detlev fur den Rath an den Herzog Albrecht III. von Mecklenburg wegen
des Stecknitzkanals bezahlt habe^ empfiehlt ferner den Hermann Pund.
1422. Feb. 24.
Denst myt alleme vhte te voren. Leuen heren vnd besunderghe ghdnre«
AIzo gy wol dencken der ansprake, dee doo koningh Albrecht saliger dacht-
nisse dede vnd hadde to juw vnd to juwer stad vmme den grauen (vnd) grauen-
des vnd waters weghen der Deluene, nach velen dedinghen vnd daghen, dee
ghi vppe beyde sijden leden vnd heelden, darvmme bleue gy an beyden syden
der saake by mynen heren, heren DetlefT, doo bischopp to Razeborch der suluen
dachtnisse, juw beyde an vruntschop^ mynne edder rechte to sonende, to vor-
lifcende vnd to vorenende, wo eme dat bequemest were. Des sach he an mit
juwer vnd juwer stad vnd saiicheit des menen landes, delde vnd sprak juw
1) Eioe solche Inscription findet sich nicht, dagegen eine Quittirang des Johann von Lune wegen dieser
^ngelegenheit Seitens seiner Brflder Arnold and Heinrich.
424 1432. Feb. 24.
entweyg in der wjse. dat gj schokleo gbeuen deine suluen koriirigh Alberte
IP tub. mark tor aiie anaprake. dede be doo to juw hadde vmme des grauea
vnd grauendes ¥ad waters wegben^ vod rinniermer juwes gheniakes so louede
hee. de^e IP mark deaie koaingbe (to) betalende.' Darnaa nycht langhe wus
jawe an leyder de wedderwille injt jawer stad, vnd de doo in juwer aflPwesingbe
weren in juwer slede^ wuJden desse UF mark nycht betalen^ des moste de
bischop de betaleru alzo vtwiset dat en qoitebreff. Worvmme bydde ik, leuen
heren^ dat ghy vmme Codes vnd vruntschop vnd likes willen juw myt mynerne
heren. nu biscbopp Johan der kerken to Razeborch, darvmme vorghan, liken
vnd enen^ wante gy seen vnd weten, dat myn here, dee biscop^ vnd dee kerke
den scbaden nycht mach wesen vnd lyden. ok myn here vnd sine kerke myt
made vnd wilie nycht sint hebbende myt juw yengherleije tweschelinghe vnd
delinghe. Hirvmme weset suluen rychtere in rechte, in mynne vnd in vrunt*
schop^ leuer gy wan andere, wante juw ys de sake vnd dat sute vnd sure
bekant.) dee doo weren ogeiik^ do dee bischop dee sake to sik nam van ju^
beyde weghen^ juw beyde delende vnd schedende sunder groter vnghemak vnJ
vordertf lude vnd lande. Vortmer, leuen heren, ys juw dat beheghelik, soe
bidde yk juw vor her Hermen Punde,^ dat gy wyilen ene lyden in juwer stad
vnd nemen to gnaden, wente he vnd magister Nicolaus Sachow vnd Ludolphus
hebben sik in vruntschop vorghan vppe de vicarie vnd vppe de kerken to
DartzoW) vnd latet eme der menen vtsprake, dede tuschen juw vnd de juwen
wederwesende, in deer syde hee doe was, neten myt den anderen, dat rade
ik vnd hee wyl juw vnd juwer stad alien truwen denen vnd menen, wor be
mach, dat hef}*t hee my louet. Enes beekenne ik, alzo yk juw heren, her Jordan
vnd anderen, dee nu doet sint, bekant hebbe in velen stunden buten landes,
wan dt> stad to Lubeke wol steyt, soe staen wol al de lant dar vmme in velejj
mylen. Daervmme schole gy juw nycht vorhoghen vnd mAdeghen, mea
dancken (iode, dar gy vorwunnen hebben vnrecht, vnd hoidet vnd hebbet in
010 alle ghestolcheyt vnd latet dee by erer vryheyt, wente alle personen in der
uo^lolkm achte weren vor juw, loue ys vnd hope, dat ghude personen sint
uhoweiten vnd sint noch in den suluen. Ok so merket suluen, de nu siot
vndor luw, wer ye ghfld vtghant is ghehat in vpnemende wedder de gheestel-
_
I) V|fl. HU. V .^t 56—58. Die 8000 m^L bildeten Termuthlich einen Theil der Anleihe von 6000 a^l, wekski
tUit Huai \A\hwk (loiii Kt»nig Albrccht «u michen sich geD5thigt sah.
«) l>itr Notnr, dutiiion dio UQrgcrschaft sich 1408 bei ihren Scbrittcn gegen deo Bath bediente. Reimar Kodt
MDiiiil iliii lllnilk Puulh. Grautoff, LUb. Chr. 2, 660 fg. Er selbst nennt sich Hennannos Viacher alias dictw
l*uia, oUrlouii Kalatjburgonsis diocesis. Bd. V S. 191.
426 1422. Marz. 16.
C€CXC1X.
Die Rathe von Rostock und Wismar zeigen dem Rathe von Lubeck an, dass es thnertai
zur Zeit ntcht gelegen seiy eine Expedition gegen die Vitaltenhruder in
Oldenburg zu untemehmen. 0. J. (1422f) Marz 16.^
Unsen vruntliken grut myd begeringe alles guden vorscreuen. Ersamen
leuen vrunde. Vnse sendeboden latest byrinen iuwer stad by iw wesende hebben
vns wol yngebracht vnde berichtet^ dat gi vnde vnse vrunde van Hamborch be-
gerende weren, dat wij vnse were vnde vrunde to der Elue ward yn de see
vtuerdigen wolden yegen de vytallienbrodere van Oldenborch etc. Dar hebbe
wij wol an gesproken vnde konen des vppe desse tijd nicht endigen, vnde
is vns sere affgelegen. Were id ouer vns belegen, so wolde wij gherne vnse
beste doen nach alle vnsen) vormogen vnde hopen to iuwer leue^ dat gi myd
vnsen vrunden van Hamborch myd der were to der Elue ward vttouerdigende
so wol bestellende werden, dat de mene copman van den vorscreuenen vitallien-
broderen vnbeschediget biyue. Sijd Gode beuolen. Screuen des mandages na^
Gregorij, vnder der stad Wismar secret, des wij samentliken hir to bruken.
Radessendeboden der stad Rozstok
vnde radmanne tor Wismar.
Aufschri'ft: Prudentibus et honestis viris, dominis proconsulibus et oca —
sulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris dilectis, detur.
Nach dem Original. Mit au/gedrUcktem grosstentheiU erhaltenem SiegeL
CJD.
Heinrich 7F., Adolph VIII. und Gerhard VIL, Herzoge von Schlesvng und Graf en
van Holsteiuj urkunden uber die Verldngerung des mit dem Kdnig Erich
abgeschlossenen Frtedensy in welchen sie auch den Ritter Claus Lembeks
einschliessen. 1422. Marz 18.
Wij Hinrik, Alff vnde Gherd, van Godes gnaden hertogen to Sleswijk,
greuen to Holsten , Stormaren vnde to Schowenborch. Bekennen openbar vor
aisweme, also de vrede, de nu latest twischen dem irluchtigen vnde hocb-
gebornen fursten, hern Erijke, der rijke Dennemarken, Sweden, Norwegen vnde
der Gotten koninghe, vnde vns ghedeghedinghed vnde begrepen ward to Vlens-
borch vnde vthgande was to sunte Micheles dage neghest vorleden, den suluen
1) Vgl. M 401.
vmrne schaden to midende. Vnde werite, leuen vrunde, aUe wi vns vormode
ein recht van der erbenomeden Johannis vnde Godeken wegen darurnme v
ju koinende werd, bidde wy, dat gi vmme des rechten wilien den steden vn
ju suluen mede to eren darto behulpen sin, dat her Tideman erbenomed d
erbenomeden Godeken woldad vnde horsames nicht entgelde, wente, alse
vornemen, de erbenomede Godeken overbodich was, na der stede vorbod^
wolde erne Johan erbenomed besegeld was geieuert hebben vor dat honnicl:
dat he erne vorkoft hadde, he wolde erne sinen kop gerne geholden bebbeMi
des doch nicht geschen en mochte. Hirumme, leuen vrunde, bewiset ju hijrbi
alse gi truwelikest mogen vnde sik darto behored, also dat des erbenom^
den hern Tidemans gud van Johannis besate van Brakele kummerlos werde.
Dat wille wy vmme juwer leue gerne vorschulden, wor wy mogen. Ok bewijse
gi den steden dar wilien ane. Sijd Gode bevolen. Screuen vnder vnsem
secrete, des mandages na Quasimodogeniti, anno XXII.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
Revaliensibus, amicis nostris dilectis, detur.
N<Mck einem dem Original im Revaler Rathsarchiv entnommenen Ahdruck im Liv.- E^th,- und Curi. Urk,*Bmck
Ed. V No. 2591,
Der Rath von Lubeck macht dem Rathe von Wismar Vorschldge hinstchtlich d^
weiteren Verhandlungen mit dem Konige Erich. 1422. Apr. 22.
V nsen vruntliken grut vnde wes wij gudes vormogen touoren. Ersadi^
besunderen leuen vrunde. Wy nemen to herten, dat sik de besendinge bij deo
heren konig van Denemarken tomale sere vortogerd, dar wij vmme bezorged
sin varende, dat id schedelik sin wille, wente iw de ersame her Johan Bantze-
kowe lichte wol berichted heft, wat breues de here koning vorscreuen hijr
gesand heft vnde wo vns ok de van Hamborch gescreuen hebben, des wij iw
nu vtscrifft senden in vnsem breue besloten. Vnde wente wij sumnisse in dea
dingen nicht nutte en kennen , so screue wij nu den vamme Sunde in deifi
latesten breue, den gij en ouerschikeden, dat vns her Marqward vamme Home
gesecht hadde, dat de here koning in Palmedage nyest vorgan were to Coldinge
vnde wolde vord na Flensborch, vnde dat vns nutte duchte, dat se ere vrunde
mit den juwen vnde den van Rozstoke to perde here sanden, mit den vnsen
i
1422. April 22. 433
vort to rydende na den heren koninge, vppe dat men de er by sine gnade
koinen mochte, er enich togrepe schege, edder, eft se eyn beter kanden, dat
se vns dat sunder zutnend benaieden^ deme volgeden gij vnde wij gerne, vnde
dar enhebbe wij noch nyn antworde van. Ok, leuen vrunde, bede wij hern
Johan Bantzekowen latest, bij iw to bringende, dat gij gesand hadden tegen
de van Rozstoke vmme der vorscreuenen zake willen, se alles dondes to vnder-
richtende vnde ok mit en to sprekende van der were in de zee to lecgende.
Dar enhebbe wy ok noch nyn antworde van. Vnde wente gi), leuen vrunde,
woi kennen, dat togeringe in dessen dingen sere schedelik is, so duchte vns
nulte, dat gij vmme des besten willen de vamme Sunde vorbodeden, to
Rozstoke tegen iw to komende vnde mit en vnde den van Rozstoke ouerwoghen,
datmen dit werk to ende bringen mochte,* vnde vorhoren, eft de vamme Sunde
icht niede here rijden willen, wente vns in desser stunde warliken gesecht is,
dat de here koning sij to Flensborch, vnde wij, eft God wil, wol gud geleyde
l^rijgen willen dor dat land to Holsten. Vnde eft se des yo nicht don enkonden
vnde se ok nicht vorkuntscoppet en hadden, wormen den heren koning to
latere ward soken mochte, dat se to donde annameden, dat gij denne de van
Rozstoke darto vnderwijsen, dat se de eren mit den juwen to perde here senden,
D^it den vnsen to rijdende na den heren koninge, vppe datmen schaden , de
geoged is, mit der hulpe Godes vorekomen moghe. Vnde wes iw hijrvan
wedderuared, benaled vns vnuortogerd. Sijt Gode beuolen. Vns desses eyn
gudlik antword wedder to scriuende. Screuen vnder vnsem secrete, des mid-
^ekens na Quasimodogeniti, anno XXII.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Commendabilibus et circumspectis viris^ dominis proconsuli-
bus et consulibus Wysmariensibus, amicis nostris sincere dilectis.
Sack dem Original im Rathsarchiv zu Wiamar. Mit unbedeutenden Resten des au/gedriickten Secrets,
CI»IX.
Der Rath (von Hamburg) benachrtchtigt den Okko^ dass die Bevollmdchtigten bereit
seieUj abzureisen. 0. J. (1422). Apr. 23.
Deme ersamen juncher Ocken to Broke etc.
Vnsen vruntliken grut etc. Ersame besundere gude vrund. Alzo wij
juw vnlanghes screuen , wo de ersamen van Lubeke vnde wij vnse vrunde bij
iuw hebben wolden, vnde scholden rede wesen to segelende vppe Palmedach,
55
434 1422. April 23.
dat doch vmme sunderghes anvailes vnde zake wiilen, de vns to quemen, nicbt
en schagh, welke zake vnse vrunde iuw, wilt God, wol berichtende werden,
went se bij iuw koinen. Des beghere wij iuw to wetende, dat aizo dallinge
vppe sunte Georgij dach vnse vrunde rede sind to segelende to iuw to komende,
also ze ersten moghen. Hirvmme bidde wij vruntliken vnde begheren, dat gij
iuw mit iuwen vrunden willen darna saten vnde willen mede verdich wesen,
aIzo wij iuw in vortiden gescreuen hebben. Dat vorschulde wi gerne, wor wi
moghen etc.
Unter dem Schreiben steht: Sirnili modo consulibus in Groninghe mutatis
mutandis.
N<ich einer Abschri/t auf Papier. Otdruckt bei Friedlaender a, a. 0. No. 306.
CDX.
Der Rath von Wismar sendet dem Rathe von Lubeck Brief e aus Rostock und Strd-
sund und erbietet sich zu einer etwa gewunschten Mitvnrkung. 1422.
Apr. 23.
V runtlike grute vnde wes wij gudes vormogen vorscreuen. Ersamen
leuen vrunde. Juwen breff vmme de besendinge to dem heren koninge etc.
hebbe wij wol vornomen vnde begeren iuw weten , dat an dersuluen stunde,
alse vns iuwe vorgherorde breif antwerded was, so worden vns ok geantwerdet
desse bibundene breue, de vnse vrunde van dem Stralessunde vthesand hebben
vnde wij doch nicht enweten, wat se inneholden, vnde de van Rozstok beden
vns an erme breue^ dat wij iuw der Sundeschen breue vort benalen wolden.
Scheie wij bouen desse vorgherorde breue vurder wes vorarbeyden, alse gij
roren an iuweme breue, dat moge gij vns vorscriuen. Sijt Gode beuolen.
Screuen vnder vnsem secrete, ipso die beati Georgii, de sero hora orlogii
octaua. anno XXIP.
Consules Wismarienses.
Aufschrift: Prudentibus et honestis viris, dominis proconsulibus et con-
sulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris dilectis, detur.
Nach dem Original. Mit au/gedrdcktem, gum grosseren TheiU erhaltenem Siegel,
436 1422. April 25.
scriuende were vnde dat men nicht togeuen kan, vnde ok dat de iude v<
den ene nacht to Haniborch, dat se so spade quemen^ dat wy ze des au<
nicht to schepe bringen konden, so iw Hunolt wol berichten mach, vndt
vor enen mant zolt. Vnde dar wii vaste dat ghelt mede togaen, so d;
scharsche beholden schult van al den ghelde, dat wy hir van iuwer v
hebben, HIP mark, vnde des duncket vns, dat wy dar clene ghenoci
hebben to der zewort to den volke, dat wy hir van iuwer wegen hebben.
ouer dat gy de LXXX mark, de wy van den rade entfangen hebben, so
screuen is. io hebben wilt, dat scriuet vns, so wil wy ze gerne laten oft
dat gy wilt, vnde so beholde wy den ^o vele myn by vns. Hirenbouen si
den noch hir schuldich Wichman van ynden C mark van dem rogghen
van andren dingen, vnde dar hebbe wy myt em vmme sproken, so dat h<
noch beyden wyl III weken oft IIII, vnde wes gy den van den bereschul
sint. Dat is, dat wy weten noch ter tid, vnde dar gy dat beer betalen myl
ersten^ so handele gi iw suluen wol. Vorder en wete wy iw nicht to sc
vp desse tyd, den wy bevele iw Gode sunt vnde salich to langher tijd.
screuen vp sunte Markus daghe.
Tydeman Sten,
Lodich Crul.
Aufschrift: Den vorsichtighen wisen heren borgermestren vnde
rade to Lubeke kome desse breF.
Nach dem Original auf Papier. Das au/gedruckte Siegel \$t gdnzlich abgesprungen.
Eine Schuld des Herzogs Johann von Mecklenburg an den Lubecldschen B
Conrad Vridach. 1422. Apr. 26.
(jonradus Vridach pro se et suis heredibus coram libro recognouit
ad sufficienciam subleuasse et percepisse a Conrado Hoghen, goltsleger, LXS
florenos rinenses, que dominus Johannes, dux Magnipolensis, dicto Coi
Hoghen alias nomine et ex parte prefati Conradi Vridach amicabiiiter p(
uisset, propter quod Conradus Vridach cum snis heredibus dictum Conn
Hoghen et suos heredes pretextu illius penitus dimisit quitum et solutum.
Nach einer Imcription des Niederstadthuchs vom J. 1422, Miseric.
1422. April 28. 437
cmoLV.
D%^ Aelterleute der Hanse in Brugge geben den in LUbeck versammelten Hansestddten
Nachricht von einer Streitigkeit zwischea Heinrich Greverade und Qenossen
einer setts, und Eler Lamsyde andererseits , wegen einer Partei von den
Sparnem genommenen Weines. 1422. Apr. 28.^
Vor jw ersamen, wijsen vnde vorsenigen niannen, heren radessendeboden
d^ir gemeynen henzestede bynnen der stad Lubeke ter dachuard, vnde sunder-
lin^es heren borgermesteren vnde radmannen der vorscreuenen stad Lubeke,
vnsen leyuen vrenden, alderlude vnde de gemeyne^ copman van de.r Dudeschen
benze nu to Brucge in Vlanderen wesende doen kentlik mit bereydicheyd vnses
denstes in dessen breyue apenbarlijke tugende, alse Hinrik Greuerode, Hans
Bodenwerder, Johan de V«ss, borger to Brucge, vnde ere geseiscop, an eyne
zijde, samentlijke, eyne wyle tydes Eyier Larasyde vnde sine gesellen, an de
anderen syden, vor vns mit rechte voruolged hadden vmme sodane wyne, alse
to Rossele van den Spanierdes genomen weddergekoflt weren vnde dar in
Berndes schip van Monster geladen, darvmme dat de vorscreuene partye
mannichwerue gewyset worden, en dnrvan vrentlijke to uereffene, vp dat se hedden
niogen, so geuelt, dat de vorscreuene Hinrik Greuerode dar enbynnen vte Vlan-
deren toech ostward, makende vulmechtich Aleff Greuerode, sinen neuen, in
dessen saken van siner wegen to donde vnde to latende al, dat he suhien
byrynne solde mogen gedan hebben, vnde alse Ertmar Zwarte darna to Brucge
S^komen was, so deden de vorscreuenen Aleff Greverode van Hinrik Greveroden
^^gen, Johans Bodenwerder, Johan de Voss vnde ere geselscop den vorscreuenen
^J^tmar, EyIer vnde ere geselscop vpten XIX dach in Aprille int jar XXI vor
^^s komen, se dar vmme de vorscreuene zake anclagende in aller manere, alse
Hinrik vorscreuen suluen mit siner vorscreuenen geselscop den vorscreuenen
^yler vnde sine geselscop touoren angesproken hadde, hyrvan hoechliken be-
S^rende recht to hebben. Des wy anzeende, dat Hinrik Greuerode irst vnde
Aleff na van siner wegen, Johans Bodenwerder desse vorscreuene zake mit den
Vlamyngen alse Johanne de Voss vnde ere gesellen zamentlyke voruolgeden
vnde se ok den waterrechte anrorende weren, darvmme wy se van dem water-
rechte mit lyke niet vorscheden en mochten , so wysede wy hyrvp mit guder
vorsenicheyd vnde wolberadenen mode vor recht, dat de vorscreuene Aleff vyten
jiaemen Hinrikes Greveroden, sines neuen, Johan Bodenwerder, Johan de Voss
1) Ygl. M 199. 294. 339. 858.
438 1422. April 28.
vnde ere geselscop solden de vorscreuenen Ertmar, Eyier vnde ere ge&elscop
bynnen den naesten achte dagen to den Damme vor dat waterrecht anspreken
vnde dar vor dat recht van en scheden; vnde wert dat se des nicht
endeden, so solden de vorscreuenen Ertmar^ Eyler vnde ere geselscop
vnde ere borgen gantzliken vnde al qwyt, leddich vnde los wesen van also*
daner ansprake^ alse de vorscreuenen Hinrik^ Aleff, Johans vnde Johan vnde
ere geselscop van dessen vorscreuenen zaken to en gehad hadden. De vor-
screuenen achte dage vmme gekomen wesende vnde de vorscreuene Aleff vnde
Johans se to den Damme nicht angesproken en hadden vnde se ok nicht qwyt
schelden en wolden^ so segede wy Ertmar vnde Eyler, dat wy en hyrvan ken-
nesse wolden geiien, alse en des van noden were, in wat mate dat se hyr aff,
alse vorscreuen is, qwyt geschulden weren vnde gescheden. Hyrenbouen badde
de vorscreuene Hinrik Greuerode van den vorscreuenen Ertmar vmme desser
suluen zake willen wedder vp dat nye dan arresteren vnde clagede ene an,
alse he in vortyden angeclaged was, desulue Hinrik vns ok toghende vnde leseo
duende enighe opene breue van vidimus em gegeuen van somigen breyuen vao
der stad Brucge, van den copmanne to Londen' vnde van vns in vortyden an
i) liln Aultorlouto in Br(lgg« ersuohten die Aelterleute in London, iiber das ganze Sachverh<niss, ini-
hritomitirn Obnr Umi Aunhauen der Marken, ErmittelimgeD anstellen zu lassen, und empfingen in Folge dieses &
nmiUt'Un *\tiU folgeiidtiii, in uinoiu Vidimus des Bisohofs Johann von Ratzeburg vom 8. Oetbr. 14S1 noch YorfaaDde-
ttnn UttrUiUi'.
iJftfi uraaiitigtiii wy^un vnde btMohedenen manneu, aldcrluden vnde dem gemenen copmanne van der Dadeschei
^#»f»/^. lo llriHtgii in Vlttiideruii woaende, vuaen gueden vrenden, by den aldermanne vnde dem gemeynen copmao na
4hr lhii\tiiiv,hr.n luiiixo nil to Londen in Engeland wesende.
VftihiUkti griiulu vudu wus wy gudos vormogen touoren. Sunderlinges gueden vriende. Juwen breff an mi
HMntful, dft |/i>a»M:uuii wait vpton Xll^** dacb van Octobris, bebbe wij wol vorsUnden, dar gij inne rorende went
*|4A vftft lUr orditiantsiun der gemeynen benzestodo, dat nymand van der sulucn henze roeflfgued, zedrifiticli efti
HK^4*i*.h humI liopcn Mttl bij liue vnde guede. Vurdermer, alse gij begerendc sint van vns, kenlicbeyd ouertoscriuei
¥hf\ tw Uitui Ui diitinde, wu dat de zake gevallen sint als van demme wine, de bijr gekomen is in Bemdes schepe
¥itf Mtthnitir*'^ Wttt vnH dar aflf witHk sy, des wotet, sunderlinges gueden vrende, dat vor vns qwam Lodowiek
¥f h/ltttiiUiiin-it li<:gi:nindo van Ertmar Zwarten sodane wine van Greueradens merke, de vte demme schepe gekomei
wkfHtt , U*nmmUtr*itt no HoulUe Loduwicb vor vns, dat be gefunden bedde in dren kelleren XVI vate wines Tin
hfKH^fhilt.fi uititUn vnde dat dar nocb vurdcr two kelre weren, dar be gemc ingewesen bedde to besiene, efl be mer wine
/^f, h*t.m%thiU'.u ific.rki: iiiouhtu vindun, des erne nicbt geschon enmocbte. Uyr vp so antworde £rtmar Zwarte secgende,
/t<*f )tt. uii\ti in 'l<> kr.lni kdiiiun Molde, do wine borden on to, se bcdden en wol betalet. Vurdermer so was Lodowick
hfsyfKfrttfiH vnri Kriiiiar vor«(;reucn, dat de mcrko van demme wine nicht vorandert eflVe vytgehowen worden, wenia
I,/, u*i/\t\t> v/»rii(iiiiMi, ilul ijyn deel van don merken vp de tijd vtgebowen weren, so dat vele woerde to beden syde*
*KiiAu, lUf wij filc.tii 111 vntlidlden liobben efte iw gescriucn konen, sunderlinge Ertmar sechte, erne were lot, dat al
/lA t4*^fUH riu'.hf lAiigi} vtgebowen weren, were des nicbt gescbcyn, dat soldc nocb gescben. Vurdermer so is Lod»-
ff,/^t, WfMihi(htin*u vur vnH gtikomen vnde heuct mit gestanoden eden to den bilgen gesworen vnde wargemaket, dat
>^ /J* ZV/ ¥tttii wiii»-.H vim (ireuerodons merkc in den dren kelren vorscreuen gefunden beuet Vordermer so is
#.//^i# fof vrm g«'.koffi<:ii de Hiihie Lodowich Wodingbusen vnde Heyneman Hakenberch, gestanedes edes to den bilgen
A^K$Kui\f. v»id«i bf'.tiigeiide, dat su van erome scriuerc, de den wijn vnde merke screff, so als se in den scbepc wordeQ
f^KUitt^n, ut rynii vtMCriiH gaff van den merken van den wine, dar XX vate van Greuerodens merke mede weren, de
1422. April 28. 439
iw heren gescreuen vnde noch eynen openen breyff van iw heren borger-
mesteren vnde radmannen der stad Lubeke em gegeuen , des wy dern vor-
screuenen Hinrike vnde Ertmare init wolberadenen mode vpten XXII dach in
Aprille in dit jegenwardige jar XXII segeden aldus: alse se in vortyden van
desser vorscreuenen zake mit rechte gescheden weren. dat se sik darna mochten
richten. Vnde darvp so was en dat recht, alse vorscreuen is, gelesen, so dat
Ertniar vorscreuen vntslagen wart van sodanen rostemente^ darvmme dat Hin-
rik vorscreuen ene van desser vorscreuenen zake wegen arrestiert hadde, men
Ertmar vorscreuen moste vns belouen, wanner dat recht to den Damme
lusschen Johanne den Voss vorscreuen vnde eme gewyset were, dat he dan
vns solde vorborgen , eft gij heren van der gemeynen henzestede wegen van
desser zake vp em icht mochten to secgende hebben. In kennessen der war-
heyd van dessen vorscreuenen dingen so hebbe wy alderlude vorscreuen vnse
'ngesegele bynnen vp dessen breyff gedrucked int jar vnses Heren dusent ver-
hundert twevndetwintich, vp den XXVIIP*" dach in Aprille.
Nach einem Vidimus des Bischo/s Johann Scheie von LUbeck vom 10. Febr. 1424 mit anhangendem Siegel^
beschrieben zu No. 304.^
^^ 'V'eirtijden solden rpgekomcn sin. Vurdermer so is noch vor vns gekomen Lodewioh Wodinghiisen, Hinrik van
Minden gestancden edcs to den hilgen zwerende vnde betugendc, wo dat se gehoret hebben van Herman Oaertun,
^® ere knecht was in deme schepe, secgende, wu dat dar tortein merke in demme schepe vtgehowen worden, dar
^yler Lamzijden merk vnde anderer lude merke mede wedder voer wart gesat vnd dat punt horde so wol Hans
I^udcrstat alse ze. Vurdermer, als gij hebben screuen van eynen Vlarayngo gehcyten Dydorich Cunzelyn, de wolde
^^8 wol bekand wezen, dat he de merke vtgehowen hcddc: dar vp wetet, dat van vns gekomen is Ludowich
^c^dioghnseDiHeyneman Hakenberch vnde Johan Stralc met gestaneden ede to den hilgen zwerende vnde betugende,
^^t se hijr openbaro gehoret hebben in des copmans houe van eme gesellen geheyten Dyderich Cnnzelyn, vnde is
S^boreo van Swcrte vnde is bij den boenatkers to deme Damme, secgende : dat de merke vtgehowen weren, dat were
iQit endracht alle der gezellen, de an demme wine deelden, vnde dat he ok nicht mer vp sik nemen wolde, dan sin
P^it to komen mochte, vnde ok so enheddo he des nicht alleyne gedan, vnde we anders vp em secgen wolde, de solde
^cs nicht warmaken konnen. Leuen vrunde, aldus sind hijr de zaken gehantiret vnde vallen, dar wij van weten
*^der8 nicht God vnse leue here etc. Gescreuen vpten XVIII**° dach van Januarius etc.
1) Die Beglanbignng lautet: Wy Johan, van Godes vnde des peuestliken stoles gnaden biscop der kerken
^ Lubeke. Bekennen vnde bctugen openbare in desser scrifft, dat wy gezen unde merklyken hebben lesen gehored
^V^^n openen Dudeschen bre£f bezegeld mit der alderlude des copmans in Bnioge in Vlanderen bynnenvpgedrnckeden
i^Sosegelen, welken breff wy gantzen , gerechten vnde vnuorsereden an scrifilten , permynte vnde ingesegelen vnde
sUchtes aller vordechtnisse vnde arghes wanes anich bevunden hebben van wordo to worde ladende, alse hyr
BMcrenen steyt. Vnde dat wy biscop Johan vorbenomed dessen vorscreuenen breff in aller wyse, alse
tOTBcrenen is, bevunden hebben, so hebbe wy des to merer witlicheyd vnse ingesegel h engen heten vor desse scrifit
pAtom anno Domini MCCCCXXIIIP, ipso die beate Scolastice virginis.
440 1422. Mai 16.
CDXV.
Der Rath von Lubeck macht dem Rathe von Wismar Mittheilungen uber die Plane
und Rustungen der Vitah'enbrudery sendet zv^leich einen kurzen Bericht des
Odbert Ludersdorf. 1422. Mai 16.
Vruntliken grut vnde wes wy ghudes vormoghen. Ersarnen leueo
vrundes. De ersame her Odberd Luderstorp^ )uwe leue mederadeskumpan,
hadde vns gbescreuen enen brefi, des auescrifft wy ju senden hirinne ver-
sloten etc' Na sodannem sinern scriuen vnde begheringhe so dede wy van
stuiid vnse bodescop tor Nygenstad vnde torn Kyle, to iruarende handelynghe
vnde willen der vytallienbrodere darsulues, welke vnse bodescop vns wedder
inghebracht heFt, dat noch tor tijd tor Nygenstad nyne vitallien noch schepe
en syn vns to schaden, jodoch torn Kyle bereden syk de vitallienbrodere vnde
nienen syk van stund in de see to legghen mit XVI efte XVIII snykken vnde
init eneme kregere van LXX lesten, darto menen se noch twe grote schepe to
verdigende, ouer de en konen noch so drade nicht rede werden. Desse be-
nomden vitallienbrodere hadden wol vorluden [luden] laten, wo juwe vrundes in
der see ene kortliken smaheit erboden, der ghelik menden see weddervmme
to donde vnde wolden juwer^ vnser, der stede efte nemandes schonen. Leueo
vrundes , hir wesed op verseen to dem besten^ vnde juwen vrunden in der see
desset witlik to donde, wente wy on desser ghelik ok vorscriuen^ vnde ervare
gi vorder ychtes, dat dod vns witlik, der ghelik wille wy juw gherne wedder-
vmme don. Sijd Gode beuolen. Screuen vnder vnsen secrete, des sonauendes
vor Vocem jocunditatis, CCCCXXII.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus ac circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus Wysmariensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
Ncu:h dem Original im Rathaarchiv zu Wismar. Mit Reaten des attfgedruckten Secrets.
1 ) Das angeschlossene Schreiben des Odbert Ludersdorf lautet : Consulibus Lubicensibus* Post salutacioneia
Ersameu heren. Wetet, alse ik ju enbodeu hadde by Johan van der Heydc to ervarende van schepen vnde yitaliei
Yttoredende, item des wille juwe leue weteu, dat ik wille Yotstandes in de zee segeln; des bidde ik ja, dat gi dM
willet benalen vnsem rade to der Wismer. Item de Rostker sind by my mit twen snyoken. Hirmede syd Goii
beuolen.
Odbert Ludentorp.
1422. Mai 16. 441
Der Rath von Lubeck giebt dem Odbert Ludersdorf, Rathmann in Wismar und der^
zeitigen Fuhrer eines Wismarschen Kriegsscliiffs Nachricht uber den Auf^
enthalt und die Rustungen der Vitalienbruder. 1422. Mat 16.
Vruritliken grut vnde wes wy gluides vormoghen tovorn. £rsame be-
suiidere ghude vrund. Willet weten, dat wy vnse bodescop ghedan hebben to
der Nigenstad vnde torn Kyle, to ervareride vnime de vitallienbrodere, also gi
YDS to enboderi hadden by Johanne van der Heyde, vnsem medeborghere etc.
Des hebben vns vnse boden wedder inghebracht, wo dat to der Nigenstad nu
to der tijd nene schepe noch vitallien en sint, jodoch to dem Kyle dar willen
se vtlegghen in de see vnvortogherd niit XVI efte init XVIII snikken vnde mit
enerne euere van souentich lesten, darto bereden so noch II kreyere, ouer de
en konen so drade nicht rede werden. De suluen vitah'enbrodere hebben ok
ghesecht, gi hadden one kortliken in der see ene smaheit erboden, der ghelik
willen se weddervmme don vnde en willen juwer, vnser, der stede efte nemandes
schonen. Hirvmrne^ leue vrund, so weset hirop vorseen niit juwen vrunden van
der Wismer to dem besten , den wy ok hirvmme vorscreuen , vnde ervare gi
ychtes, dat latet vns weten, der ghelik wille wy ju gherne weddervmme don.
Sijd Gode beualen. Screuen vnder vnsem secrete, des sonauendes vor Vocem
I jocunditatis, CCCCXXII.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Dem ersamen hern Otberte Luderstorpe, radman tor Wismer,
nu tor tijt op der Wismerschen schepe wesende, vnsem besunderen ghuden
vrunde, detur.
Noch dem Original im Kathsarchic zu IVinmar. Mit Resien des av/gedrSckt pewesenen SeereU.
CDXVII.
Der Rath von Lubeck ersucht den Rath von Wismar, in Verbindung mit Rostock
und Stralsund eine stdrkere hewaffnete Macht gegen die Vitalienbruder
duszurHsten. 1422. Mai 19.
Vruntliken grut vnde wes wij ghudes vormoghen tovorq. Ersamen
leuen vrundes. Alse ghisterne juwe vrundes by den vnsen syn ghewesen to
Dartzowe, ouerweghende vmme wedderstand den vitalienbrodern in der see to
donde, vnde vorder van vns begherende weren, vmme enen kogghen mit vnser
56
1422. Jun. 2. 445
Eine Anzahl ostfriesischer Hduptlinge verpjiichtet sich gegen Abgeordnete von Lubeck
und Hamburgy die Vitalienhruder, sowie auch andere Seerduber, nicht mehr
zu unterstutzen. 1422. Juni 2.
VVy Hespel van der Ghest^ Sydze van der Ghost, Ywe van der Ghest,
Sy^^ard Wyarde, Onno Wyarde, Poppepe Syrentsim, Alteke Browesma, Douwe
Suesma, Ficke Fryxma^ Rewert Onnoma, Sippe Nyttingh'. Maken kund alien
luden nnit dessem openen breue, dat wy hebben gheloued, ghesekerd, ghesworen
mit liiriiken vinghern in den hilghen vor vns vnde vnse eruen, gheboren vnde
vnghoboren, den erbaren sendeboden, also her Tydemann Steen vnde hern
Lodewighe Crulle van Lubeke vnde her Hinrik Papendorpe vnde her Merten
Swartekoppe van Hamborch to behoff erer twyger stede vorscreuen, dar ze nu
to der tiid vore hir synt in der reyse, vnde den menen hensesteden, dat wy na
desserne daghe na datum desses breues to nenen tyden entholden schuUen noch
laien entholden in vnsen hoiien, husen vnde sloten edder ghebede de vyltallyen-
broders noch andere rouers, de den copman beschedighen. Vnde ok so loue
wy vorscreuenen , de vytlallyenbroders noch andere rouere nicht to bescher-
^ende noch to vordeghedinghende, men se to voruolgende, alse men sodanne
'^^isdeders schuldich ys to do/ide, se to vorderuende vnde vte dem lande
^nuende na alle vnser macht. Vnde louen mede an desserne breue, dat wy
^lle coplude sullen vordern vnde vordeghedinghen na alle vnser macht, sunder
alle arghelist. Hiir hebben an vnde ouer wesen deghedinghesiude Vockuke*,
hoftlingh van Lere, Wybet van Steghesdorpe, Dytmer Reyners, Hinrik Beyers,
OHe Caland, borghermesler vnde radman van Grftnynghe, vnde Ocke van Lod-
werde. Des to orkunde so hebbe wy Hespel van der Ghest, Sydze van der
Ghest, Iwe van der Ghest, Syward Wyarde, Onno Wyard, Poppeke Tzyrensim,
Aiteke Brouwesma, Douwe Suesma, Sycke Fryxma , Rewerd Onnoma, Sippe
IVittyngh alle mit willen vnse rechten yngheseghele ghehenghed laten nedden
an dessen breff, int dat jare vnses Heren dusent veerhundert in deme
twe vnde twintighesten jare, des dinxedages in den Pinxten, to Dockem ghe-
screuen.
Nach einer gleichzeitigen Abschri/t, VgL die Angaben zu No. 420.
1) Ygl. den Abdruck der Urkunde in Raumer, historischcs Taschenbuch, Jahrg. 1841. S. 137,
S) statt Focka Ykana, vgl. M 4S0.
1422. Jun. 11. 447
modam potestatein Siffrido de Vekkin^hnsen ^ quod dictiis Siifridus nomine et
ex parte Johannis Lammesheim in Wismaria a doininis vini celarii ibidem
subleuare debebit CC marcas Inb. den. in ininoracionem antedicte summe. Sin
autem doniinus Siffridus ibidem nichil subleuasset^ extunc Johannes Lammes-
heim totam prefatam sumrnam in Francfurdia persolnere debebit, ut supra.
Snch etner Inscription des Sifderatadtbuchs vom J. 1422 , Corp. Clir.
CDXXIV.
Die Stddte Rostock und Wismar erkldren, dass ihre Zwistigkeit mit Vicko Stralendorpy
Vicko von Vitzen, Wulf Lembeke, Heinrich Tarnewitz^ Jasper Stralendorp
und Genossen freundschafilich beigelegt sei. 1422. Juni 25.
Yor alien guden ludm, de dessen bref zeen edder horen lesen, betuge
wy borgermeslere vnde radmanne der stede Rozstok vnde Wysmer vor vns vnde
vnse nakoinelinge. dat de sake, maninge vnde tosprake, de wy hadden to den
duchtigen knapen Vjkken van Stralendorpe to Kriuitze, Vicken van Vitzen,
Wulff Lembeken , Hinrik Tarneuittzen , Jaspar Stralendorpe vnde eren mede-
huiperen vmme des willen, dat se vnde ere medehulpere etiiken Russen ge*
vangen hadden^, vruntliken vorlecht vnde to enen gantzen ende endiget vnde
vruntliken vorscheden is, also dat wy vnde vnse nakomelinge dar nummer vp
saken scholen vnde willen an tokornenden tyden. To tuge desser vorscreuenen
dink so hebbe wi vnse ingesegele henget vor dessen bref na der bort vnses
heren Cristi verteynhundert jar darna in deme twevndetwijntigesten jare,
des negesten dages na sunte Johans Baptisten dage syner bort.
Au8 dem Liber arbitriorum ritiitatis Rozstok foL 89. Vorhergeht: Witlik sy , dat dc hensestede eendrachtliken
^ to Lubek Torgadert beleuet rndf tclbordet hebben dtn ran Rozstok vnde iVismer dessen bref, aise desse
auescri/t iudet, to besfgelende, Mitgetheilt von Dr, Koppmann.
Dir Rath von Luheck ersucht den Rath von Revalj ihm fur das ruckstdndige P/wid-
geld Wachs zu senden. 1422. Juni 29.
Yrundiiken grut vnde wes wy gudes vormogen tovorn. Ersamen leuen
rrundes. De ersamen juwes rades sendeboden, de in vorjaren mit vns in vnse
stad to dage gesand weren, mogen juwer leue to der tijd wol ingebracht hebben,
1) Vgl. At 309, 326, 338, 340.
1422. Jul. 12. 449
CDXXVll.
J^er Rath von Lubeck legt dem Rathe von Wismar die Umstdnde dar, die ihn bisher
verhindert haben, eine Atcs/ertigung des letzten Recesses zu senden. 1422.
Jul 12.
Vrundliken grud mit begheringe alles guden touoren. Ersamen leuen
vrunde. Juwen breff van des recessus wegen nv kortliken van den steden
vorramed etc. hebbe wij wol vornornen, vnde, alse wij anders nicht en weten, so
hebbe gij den recessum nfl wol, wente inester Pawel sande ene ouer nacht
deni ersamen hern Johanne Bantzkoiiwen by vnsem eghenen boden, vnde dat
he juw nicht er geworden en is, dat enheft noch vns noch mester Pawele nyn
vnwiile benoinen, wente dar van des punttollen wegen, dar wij vnse vrunde
vmine gehat hebben to Hamborch, wat angevalien is vnde ok van anderer rede-
liker zake wegen, also )w in kort wol to wetende wert, vnde jw enwere, leue
vrunde, nen behoff geweset, dat gij vns so speliken scriuen, dat jw vorwun-
dere, dat wij de dedinghe so larige by vns allene beholden to wetende, wente
wij er allene nicht en begeren to wetende vnde ok allene nicht en weten. Ok
endunket vns nicht vnredelijk, dat de Prutzeschen, LijflFlandeschen vnde andere
verne afgesetenen stede, den men dat alle dage nicht benalen en kan, dar erst
niede gevordert worden. Ok wetegij, leuen vrunde, wol, dat men juw gerne
willen bewijset^ wor men mach. Wij beuelen juw Gode. Screuen vp sante
Margareten auende, vnder vnsem secrete, anno etc. XXII.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus ac circumspectis etc. wie No. 426.
Nach dem Original im Rathaarchiv zu Wismar. Mit Resien des aufgedriickten Secrets.
CI>JLX¥1I1.
Verkauf von Diamantringen. 1422. Jul 15.
Johannes de Reyde, ciuis Coloniensis, pro se et suis heredibus coram
Jibro recognouit, se teneri Petro Huek et suis heredibus in C coronis aureis et
LXXX coronis, quamlibet coronam pro XIX solidis den. lub. conputandam et
persoluendam, nativitatis sancti Johannis Baptiste proxime atfuture amicabiliter
persoluendis. Prefatus Petrus vendidit dicto Johanni de Reyden duos annulos
aureos cum deamantibus pro summa antedicta, et dictus Petrus stabat quartara
partem super lucro et dampno.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1422, Dirts, apost,
S7
450 1422. Jul. 18.
Der Rath von Lubeck zetgt dem Rathe von Wismar any dass die Lubtschen Abgear^-
neten am Abend des ndchsten Tages in Wismar eintreffen werden. i^?-2.
Jul. 18.
Yrundliken grut vnde wes wy gudes vormogen tovorn. Ersamen leue mi
vrundes. So gi wol weten , dat wy auendiangk by juw in juwer stad scholde ai
syn, des sin vns drapelke saken angeualien^ also dat vnse voghed mit alle
vnsen denren in vnser stad nicht en ys ^ vnde vormoden vns, dat se vmm ^
vespertyd yo wedder yn vnse stad komen. Hirvmine, leuen vrundes, so begberc
wy, dat gi vnser beyden, went wy vnde vnse vrunde van Luneborgh morgen
en auend by iuw in juwer stad jo willen wezen vnde yn mandaghe rechte vro
mit iuw vorder to ridende na Rostokke. Wy scriuen desser ghelik ok den
sendeboden vnde den van Rostok etc., vnde bidden, leuen vrunde, dat gi ene
by eneme juweine ridende boden sunder sumend vnsen breff willent benalen.
Sijd Gode beuolen. Screuen vnder vnsem secret, des sonauendes na Diuisionis
apostolorum, anno etc. CCCCXXIL
Consuies Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus ac circumspectis etc., wie No. 426.
Nack dem Original im Rathaarchiv zu Wismar, Mit Resten dea au/gedruckten Secrets,
Ueberlasstmg eines Sitzplatzes in der Marien Kirche. 1422. Jul 28.
Aerstina Jerniers pro se et suis heredibus coram libro recognouit, se
amicabiliter concessisse vnam suam sedem in parrochiali ecclesia beate Virginia
ante altare vicarie domini Johannis Luchowen Tybbeken , vxori legitime Hart*
wici Brekewoldes, in qua sede dicta Tybbeke tempore vite Kerstine stare debe-
bit absque cuiuscunque contradictione, et istam concessionem promisit preFata
Kerstina inviolabiiiter obseruare et firmiter tenere.
Nach einer Inscription dea Siederatadtbucha vom J, 1422, Pcmtaleonis,
Verkauf von Renten aus dem Dorfe Malzow an eine Vicarie in der Marien Kirche*
1422. Jul. 28. .
llinricus Niendorp et Hinricus de Drontheim, pincerna dominorQin con*
sulum, coram libro pro se et suis heredibus recognouit, se coniuncta maoa
452 1422. Aug. 5.
(Jnde up eyn vorsokend so niogen de erbenorneden stede des vorscreven hol^ n
geldes slaii laten, alse de van Lubecke UF gewegene marke unde riicht iner; de va m
Hamborch, Luneborch unde Wysmer eyne jewelke II hundert gewegene marke unai«
nicht uier. Unde de inunter gesellen in dessen vorscreven steden scholen vor er^ in
raden edder den, de dre rade dar to schickon, to den hilgen zweren, dat se cl«
scrodinge des vorscreven holen geldes truweliken don unde holden wyllen, aisc
hiirvore gherored steyd.
Item qweme ok na dessen dage in weike der vorscreven stede yenicii
nye geslagen geld van buten ^ anders danne nu tor tyd ghenge is, dat schal
men den van Lubeke vorkundigen unde de scholen dat setten gheidende na
sinem werde, na dem vorscrevenen witten penninge.
Nach einem Abdruck in G ran to//, Histor. Schr. Th. 3 S. 211.
Der Knappe Hans Danneveld bekennt sich wegen seiner Gefangenschaft zu einer
Schuld von 200 rn^ an den Rath von Lubeck und verspricht, ste in ztv^
Terminen zu bezahlen. 1422. Aug. 10.^
Ik Hans Danneueld, knape. Bekenne vnde betughe openbar an dessein
breue vor alsweme, dat ik vnde myne eruen den erbaren heren, borghermester^
vnde radmannen der stad Lubeke, rechter witliker schuld van myner vengniss^
vnde schattinghe weghen, alze ik ere vanghene was, schuldich sin twehundert
mark lubesch der suluen munte. welker twyerhundert mark ik vnde myn^
eruen den vorscreuenen heren borghermestern vnde radcnannen de helfte, als^
hundert mark lubesch, na erem willen vnde noghe betalen scholen vnde will^''
bynnen der stad Lubeke op dat fest to Wynachten erst tokomende vmbeworr€»n
vnde an pennynghen . alse vorgerored is, vnde vp vnse eghenen kost vnd^
euenture, vnde des ghelikes schole wy en de anderen helfte, alse hundert mark?
betalen oppe dat fest Paschen erst tokomende sunder alle list vnde insagb^^
Vnde wy Johann Scharpenberch, wonaftich to Kneze, Luder Blucher, wonafticb
to Korchowe, Clawes Bralstorp, wonaftich to Tessin, Hennyngh Glauatze^ won-
aftich to Haghenowe, vnde Johan Weltzowe, wonaftich to Weltzowe, knapen^
louen in cratft desses breues vor vns vnde vnse eruen mit ener sameden hand)
vnde vnser yslik vor al, den erbaren heren borghermestern vnde radmannen
der stad Lubeke, dat en de erbenomede Hans Danneueld de vorscreuenen
1) Ueber die Veranlassung za dieser Schuld verscbreibung, so wie zu den folgenden
buogen and Urfehden ygl Grautoff, Liib. Chroniken 2, 30 Detmar irrt binsiohtlich del Jabres. T^
Wigger, Geschichte der Familie von Biacber Bd. 1 B. 294 fgg. ^
1422. Aug. 10. 453
twehundeit mark wol to danko betalen sciial in aller wise, alse hirvor ghe-
screuen steit. Scheghet ok, dat God afkere, dat de erbenoinede Hans Danne-
ueld de vorscreuene betalinglie also nicht endede, alse hir vore vtghedrukked
ys, so scholen vnde willen wy erbenoinede Johan, Luder, Clawes , Hennyngh
vnd Johan alle vnde vnser ysliken besundern bynnen den ersten achtedaghen
na ysliken der vorscreuenen terniinen vnghenianed to Lubeke inryden, den vor-
screuenen heren borgherrnestern vnde radrnannen dar en willik inlegher to
holdende, vnde dar nicht vtscheden, yt en sy mit erem willen. Alle desse
vorscreuenen stukke sanientliken vnde ein yslik besunderen loue wy Hans
Danneueld, houedinan, Johann, Luder, Clawes , Heningh vnde Johan, borghen,
vor vns vnde vnse eruen niit ener sarneden hand den vorscreuenen heren
borgherrnestern vnde radrnannen der stad Lubeke by louen vnde Iruwen stede
vnde vast to holdende sunder ynsaghe, vnde hebben des to merer tuchnisse
der warheit vnse ingheseghele mit vnsen guden willen ghehenghed vor dessen
breff. Datum anno Domini millesimo quadringentesimo vicesimo secundo, ipso
die beati Laurentii martiris gloriosi.
Sack dem Original. Mit den seeks anhangenden Siegeln, Hans Dann^veld: Siegel rundj 2^ /to Ctm. Auf
stehendem Sckild die vordere Hdlfte eines nach rechts schreitenden Schaf bocks, Umschrift zwischen starken
Perlenkreisen: S'hTIIlRGS <£, DHURCVGL^ ^ Johann Snharpeuherg : Siegtfl rund,
2^/io Ctm, Anf einem Schitde liegt ein Strahl mit der Spitze nach der rechten Oherecke gekehrt. Urn-
schtift: 8' lOKHR % SCHRP6IlBeK((::K) Luder TUQcher: Siegel rund, 2%, Ctm.
Vollig undeutlichf dock erkennt man die SchlQssel des Blucherschen Wappens. Clans liralstorp:
Siegel rund, 2**/,o Ctm. Auf stehfndem Schilde ein rechtsschreitender Schwan. Umschrift: JS' CLHW6S
BRHLS'CORP Henning Glaratz: Siegel rund, 2'/io Ctm. Auf stehendem Schilde tin breites
Beil mit kttrzem Stiel. Umschrift zmischen starken Perlenkreisen: S' % KGIIIRK ^ GLHVH'^^ZG l^^f
Johann Welzow: Siegfl rundy S Ctm. Auf stehendem Schilde liegt rechts ein linksgek&hrter
Widderkopf und davor ohne Theilnngslinie eine funfzinkige Hirschstange. Umschrift: + S K2IRR6S
wGLzowe.
Yertrag der Rathe von Lubeck und Hamburg uber die Verwaltung der Schlosser
Bergedorf und Riepenburg. 1422, Aug. 18.
Wytlyk zy, dat desse nabenomeden heren, alse van Lubeke her Hinrik
flapesuluer, borgermester, her Clawes van Stiten vnde her Tideman Steen,
radmanne to Lubeke, af ene syd, her Hinrik Hoyer, borgermester, her Johan
Cletze vnde her Erik van Tzeuen, radmanne to Hamborch, van des rades vnde
der stad wegen van Hamborch, afif ander syd^ hebben vnder ander vordragen
vmme de slote Bergerdorpe vnde Ribenborgh in nascreuener wyse, also dat
de van Lubeke der vorbenomeden slote een, vnde de van Hamborg dat andere
456 1422. Aug. 22.
schepes vnghehindert gheantwordet vnde volgheri rrioghe. Dat vorschulde wy
vmine iuwe ieue alle tiid gherrie, wor wy ri^oghen. To merer betuchnisse ys
vnser stad secret rugghelinghes ghedrukket an dessen breff. Datum anno
Domini millesimo quadringenlesimo vicesimo secundo^ in octaua die Assump-
tionis beate virginis Marie.
Nacfi dcm Original^. Das aufgedriickte Secret ist zwar verleist, dock noeh erkennbar,
CDXXXVll.
Der Rath von Reval zeigt dem Rathe von Lubeck an^ dass die zuruckgesandten
Russen nach Narwa weiter heforderi seien , und schreibt femer uber das
noch in Wismar bejindliche Wachs und uber andere mit der Berauhwtig
zusammenhdngende Gegenstdnde. 1422. Aug. 23.^
iirwerdige grote tn'ii aller beheglicheit thovorne gescreuen vnd wat wV
gfldes vurin6gen. Erzanien leflen heren vnde besnnderge gflde vrflnde. Jflwpr
erzamheit beghere wy to wetende, dat wi) nach inholde der erbaren berefi
radessendeboden der henzestede mit iw tho Lubeke latest to dage vorgaddert
vnd juwer brefle vnd recesse darsulues tho Lubeke vorramet den erzamen her
Vrolik Engelen, ratman tho Darbte, vnd den erbaren hern Johanne Palmedagp-,
vnses rades medecumpane, vnd Alberd Stoppezacke, vnsen medeborger, ti\it
den Rilssen^ de gij vnd de erbaren radessendeboden an dfisse bynnenlandesch^
stede ouersanten, vort thor Narwe sanden , vmme de suluen Russen dar oreo
broderen ouerthoantw6rnde nach juwem begherle, alse se ok deden des vry^
dages vor Laurencii negest vorleden. Vnd alse se vnsen vorgerorden bdden to
sprake qwemen, synd dar vfiste worde vnde clage gefiallen van deme gA<ie<9
dat den Russen genomen wart, vnde sunderlikes van den XIIII schippund wasse^
vnd Vlll lispunt, de tho der Wysmar ingekomen syn., alse dat de van de^
Wysmar vor den steden in jegenwdrdicheit der Russen bekand hadden. De^
weren de Russen begerende, zere begerende.^ datme de XIIII schippunt vnd VILI
lyspunt wasses reyde ouerantworde, nademe dattet in de stede der hense g^*^
komen were, edder dat se ene enckede tijt vnd stede bendmden, wanner vnd
war se en dat was ofierlefiereren wolden. Vnd dat andere gendmene gAd dai
soldeme zdken by der crucekflssynge; konde men id hebben in macht der hente)
so soldeme dar recht ouer geuen by der crucekussynge, konde men ouer nycbt,
1) Ks sclicint, dass der vollstftndig aasgvfcrtigte Brief liegen geblicben und nicht expedirt i«t.
2) Vgl. ^ 809, 326, 338, 340, 484.
i
1422. Aug. 23. 457
so soldet Stan vppe God vnd vppe de cnicekussynge bit tor tijt, dat de oldesten
eens dages vorrarneden, vmine de zake vflrder to sprekende. Darvp dey vnsen
de hant van den Rfissen geesschet hadden, dat de copman enen veligen wech
solde hebben, thor tijt to komende vnde tho varende vppe de crucekussynge,
dat de Rflssen vorlegeden vnd spreken, dat se des nycht mechtich en weren,
wantet en nycht van eren oldesten were inedegedan, jodoch were dat bekande
gfld vor 6ghen, so stunde dar so vele destobet by tho komende. Hijrvmme,
erzamen leuen heren vnd besundergen guden vrunde, bidde wy iuwe vorzich-
tige wysheit mit gantzeme vlijte begerende, de van der Wysmar so tho vnder-
wisende, dat se vele gudes hijr ouer schicken, edder beuelen id jemande^ de
zijck myd den Russen in den zaken van erer wegen voreffene, so inogen dusse
bynnenlandesschen stede dar des besten vort by ramen, vnd wy vormoden vns,
wan en dat bekande gfld wedder werd, dat se id denne by der crucekflssyoge
wol werden henne gan laten. Hijrmede beuele wy iw dem almechtigen Gode
in zuntheit vnd wolmacht tho langen saligen tijden. Gescreuen vnder vnsein
secrete, an sunte Bartholomeus auende etc.^ anno XXIR
Borgermeistere vnd
radmanne tho Reuaie.
Aufschrift: Den erzamen vorzichtigen vnd niannychtioldigen wijsen mannen,
heren borgermesteren vnd radmannen der stat Lflbeke, kome dflsse breff mit
themeliker werdicheit.
Nach dem Original auf Papier im Rathsarchiv zu Wismar, Das if en Brief schliessende Secret ist zicar noch
erhalten^ aher gam verifruckt,
Urfehde des Knappen Hans Danneveldj geleistet dem Herzoge Erich V, von Sachsen-
Lauenburg und dessen Brudern Bernkard und OttOj so wie audi den Rdthen
von Liibeckj Hamburg und Liineburg unter Burgschaft der Knappen Claus
Bralstorp, Henning Glavatz und Johann Weltzow. 1422. Aug. 29.
Ik Hans Daneueld ^ knape. Bekenne vnde betuge openbare in dessem
i)reue vor alsweme, dat ik dem hochgebornen vorsten vnde heren, heren Erike,
Aertogen to Sassen, Engeren vnde Westphalen, sinen broderen hertogen Bernde
vnde hertogen Otten ^ eren landen, luden vnde vndersaten, vnde den erbaren
Jieren, borgermesteren vnde radmannen der stede Lubeke, Hamborch vnde
Xuneborch, eren medeborgeren , inwonren, denren vnde alle den eren, de se
58
1422. Aug. 29. 459
breues mit eyner zarnenden hand^ .dat de erbenomede Hans den vorscreuenen
heren vnde steden aUe vorscreuenen stucke zamentliken vnde besunderen
truweliken vnde vnuorbroken holden schal. Scheged auer, dar God vore syn
mote, dat desse vorscreuene orueyde jergen ane gebroken worde, dar wy erbe-
nomede ClaweSn Henning vnde Johan zamentliken edder besunderen van den
vorscreuenen heren edder steden vnime gemanet worden niit eren boden edder
breuen , so schole wy vnde willen by truwen vnde eren bynnen den ersten
achte dagen na deme dage, alse vns de rnaninge geschen is, zunder inzage
vnde alle behelpinge in de stad to Lubeke ryden, dar eyn witlik inleger to
holdende vnde dar nicht vtscheden, wy en hebben vns mit den heren borger-
mesteren vnde radmannen der stad Lubeke to erer vnde der ergenomeden
heren vnde der stede Hamborch vnde Luneborch behofF gudliken vorghan
vmme allent, des se vns van alsodaner oriieyde broke totosecgende hebben.
Vnde desses to merer tnchnisse der warheyd hebbe ik Hans erbenomed, houet-
man, vnde wy Clawes, Henning vnde Johan, borgen, alle vnde besunderen, vnse
ingezegele myt guden vryen willen hengen helen vor dessen breff. Datum anno
Domini MCCCCXXIP, ipso die Decollanionis sancli Johannis Baptiste.
Nach dem Original. Mit den anhangenden Siegeln. Hans Danneveld: Sieg^i rttnd, 2®/,o Ctm, Auf stehcndem
Schiide die vordere Hdlfte eines nach rechts gehendcn Scha/bockes, Umschrift zwischen nach innen gcperlten^
nach aussen geachnQrten Kreisen : x S' I1HRR6S >< DKURGVeL*^ Ciatm Braistorp: Siegei
rundf 2®/,o Ctm, Auf stehendem Snhilde ein nach rechts schreitender Schwan. Umschrift: S* CLHW6S
O BRHLS^ORP <«- Henning Glavatz: Siegei rund, 2«,o Ctm. Auf stehendem
Schiide ein knrzstieltges Schlachterbeil. Umtfchri/t zicischen stark geptrlten Kreisen: S* K6RIRK ^
©LKVKTZG jl€^^ Jnhann Wtltzow: Siegei rund, 3 Ctm. Auf gelehutem Schiide stehtvorn
der Profilkopf eines Schaf bocks, hinten die Hirachstange eines Zehnenders. Umschrift: x S' hURRGS
\VeLZ0W6.
CDXXXVUr
Urfehde der Knappen Hans und Henning Danneveld^ geleistet den Rathen von Liibeck,
Hamburg und Liineburg, unier Biirgschaft der Knappen Claus Braistorp^
Henning Glavatz und Johann Weltzow. 1422. Aug. 29.
Wy Hans vnde Henning vedderen gheheten Danneueld, knapen. Bekennen
vnde betugen openbare in dessern breue vor alsweme, dat wy den erbaren
heren borgermesteren vnde radmannen der stad Lubeke, Hamborch vnde
Luneborch darvmme dat ik Hans Darmeueld erbenomed ere ge-
i^angene man vnde in eren sloten vnde vengnisse vorwaret was, u. s. w. (im
Inhalt ganz ubereinstimmend mit No. 43 7 j nur dass die Herzoge von Lauenburg
auch im weitern Verlauf nicht erwdhnt werden).
Originai auf der Trese. Mit den anhangenden fftnf Siegeln. Henning Danneveld: Siegei rundy 2'^jiQ Ctm.
Wappen wie bei Hans Danneveld. Umschrift: S ^ hGRRICh <• DKRReVGL'S^. Die Hbrigen
Sieqel sind wie bei No. 4*37. •
460 1422. Sept. 5.
Der Knappe Boldemin van dem Kroge bekennt sich zu einer Schuld von 200 f^
gegen den Rath von Lubeck^ wegen seiner Loslassung aus der Gefangen-
schaft und verspricht^ die Hdlfte ndchste Weihnacht, die Hdlfte Ostem zu
bezahlen. 1422. Sept. 5.
Ik Boldewin van deme Cioghe, knape. Bekenne vnde betuge openbare
in dessem breue vor alsweine, dat ik vnde myne eruen den erbaren heren,
borgerniesteren vnde radmannen der stad Lubeke^ rechter witliken schuld van
inyner vengnisse vnde schattinge wegen, alse ik ere gevangen was, schuldich
bin twehnndert marke lubesch der suluen munte, welker twyerhundert marke
ik vnde myne eruen den vorscreuenen heren borgermesteren vnde radmannen,
de helfifte alse hundert marke lubesch^ na eren willen vnde noghe betalen schal
vnde wil bynnen der stad Lubeke vppe dat fest to Wynachten erst to komende
vmbeworen vnde an penningen, alse vorgerored is, vnde vppe myne egene
koste vnde euenture. Vnde des gelykes schal ik em de anderen helffte, alse
hundert mark, betalen vppe dat fest Paschen darna volgende sunder alle list
vnde inzage. Vnde wy Wypert Lutzowe, Helmold Lutzowe, wonatftich to Gra-
bowe, Henneke van Pentze, wonafFtich to deme Redemyne, Kersten Haluerstad,
vaged to Boytzenborch, Hans van Pentze, wonafftich to deme Redemyne, vnd^
Wedige van Tzule, wonafFtich to der Vi^alsmolen, knapen, louen in crafft desses
breues u. s. w. (wortlich^ nur mit verdnderten Namen^ vne No. 433). Geuen io
den jaren vnses Heren dusent verhundert twevndetwintich , des negesten son-
auendes vor vnser Vrowen dage natiuitatis. '
Sack dem Original. Mit sieben anhangenden Siegeln. Boldewin van dem Kroge: Siegel rvndj 2^Iiq Ctm- i*v
dem Schild ein nach recht» gehendes Einhorn, mit langen uber dem RQcken vor und zuruckgebogenen Love^"
schwam. Umschri/t: S* BOLDeWIR VHRfflG CROGhe. ^^ipert und Heimold Uts9^
8. Siegel dt8 M.-A, He/t 7 p. 174, 12 b, 175, 12 d. Henneke r. Pentt: Man trkennt, nuf de^
nach rechts schreitenden Lowen der Familie von Pentz, alles Uebriye itt uudeutlich. Ke^itt^
Halverstad: Siegel rund, 2®/,o Ctm. Auf gelehntem Schilde liegt eine Mondaichel, daruber stekt tin Btl^
mit spdrlicher Decke, axif tcelchem die Mondsichel, wie auf dem Schilde, ruht, doeh mit den SpiUen u^j^
eine kleine Lilienblume endigt. Umschrift: $ Rarjleit T^^9i(>^ ^afofrllaf- Han$ von PenUf
Siegel rund, 27io ^'"i* -^w/ atehendem Schilde der nach rechtn gehende Lowe der Familie Pentz. Umtckiift
zwischen sehr krdftigen Perlenkreisen: s' ^ans CO DflU ^g^ pfttfef i^SJft Wtde^e v. Tnkf
#. Siegel des M,-A, Heft 6 p, 134,
1) Im Archiv befindet sich auch eine an demselben Tnge von Boldewin van dem Kroge outer Bflrgeduft
der Knappen Wipert Ltitzow, Helmold Lfltzow zu Grabow und Wedige von ZQle zu Walsmolen ansgestaUte U^
febde mit vier Siegeln, glcichlautcnd mit •^if 437.
1422. Sept. 5. 461
Erich r., Herzog von Sachsen-Lauenhurg, ersucht deyi Rath von Lilbeck, die Hanse-
stddte baldigst zxt versammelnj darnit er sich eines ihm vom Konig Sigis-
mund gegebenen Auftrags an dieselben entledigen konne. 1422. Sept. 5.
i^ryc, van Codes gnaderi hertoghe to Sassen, Engheren vnde Westphalen,
des hillighen Roinschen rykes ertzeinarschalk.
Unsen frunlliken grut vnde wes \vy gudes vornrioghen tovorn. Ersanien
guden vrundes. VVy begheren juw weten, dat wy ghewest sint by vnsem aller-
gnedighesten heren, hern Sigismunde, Romschen koninghe etc., vnde de sulue
viise allergnedigheste here vns werff an juw vnde de gheinenen Dudeschen
henzestede bevolen heft antredende vnde dar grot macht ane licht dem hilghen
Romschen rike vnde deme Cristen ghelouen. Bidden wy, besundern guden
vrundes, dat gi by juw vorboden etweike vte den suluen steden, alse gi aller-
erst nioghen, vnde scriuen vns des enen beleghelken dach, dar wille wij denne
leghen juw konien. Vnde wes juw hijrane to willen ys, dat ended, alse gi
korlest inoghen, wen wy ok vtnine anders drepelkes werues weghen des suluen
vnses allergnedighesten heren nicht langhe to hus bliuen moghen. Wes gi
hijrane don willen, begheren wy juwe frundlike bescreuen antworde. Screuen
to Louenborch, des sonauendes vor Natiuitatis Marie, vnde vnsem yngheseghel.
Den ersainen wisen borsrerinesteren vnde rade der stad Lubeke. vnsen
guden besundern frunden.
Sach einer dem /olf/enden Brief e beiyelegten Ahschrlft aiif Papier im Rnthaarchic zu Wismar.
CJDXLI.
-Der Rath von Liibeck sendet dem Rathe von Wismar den vorhergehenden Brief mit
del' Bitte^ sich dariiber zu dussern. 1422. Sept. 7.
Vrundliken grud vnd wes wij gudes vormoghen tovoren. Ersamen leuen
vrundes. De hochgheborne fursle vnde here, hertoghe Eryk van Sassen, hefft
vns ghesand enen breff, des auescrifl't wij juwer leue hyrynne senden vorsloten
etc, Leuen vrundes, wille gi nu darvmme teghen dessen erbenomeden fursten
van Sassen sunder sumend oppe leghelike stede senden edder wes juwe wille
liirynne sy, vns des juwe nneninghe willen vorscriuen, dat wille wij dessenn
erbenomeden fursten gherne wedder benalen. Sijd Gode bevolen. Scriptum
in profesto Natiuitatis Marie, nostro sub secreto, anno etc. XXII.
Consules Lubicenses.
462 1422. Sept. 7.
Auf einem angehefteten Papierstre'ifen: Leuen vrundes, wy bidden juw mi
aller vrundliken begheringhe vnde vlite, dat gi vmnie vnsen willeri juwer denr«
enen mit dessen breuen in disser nacht voider willent senden to Rostoke, dc^
se den anderen steden werden vnde sunderken hern Jorden vnde hern Dithme^
van Tunen ere breff werde, dar den steden ghemenliken vnde vns mach
ane vs.
Nach dem Original im Rathaarchiv zu Winmar,
COXLU.
Vollmachtshestellung von Seiten des j)dpstlichen Subdiacons Conrad von Soest 1422.
Sept 8.
JNotandum^ quod venerabilis vir, dominus Conradus de Susato, sacre
theologie professor, domini nostri pape subdiaconus. coram consulatii Lubicensi
constituit, fecit et ordinauit suos veros et legitimos procuratores, citra tamen
reuocacionem aliorum alibi constitutorunj. videlicet honorabiles viros, dominund
Jordanum Plescowen, proconsulem Lubicensem, et Johanneni Heymesod, ciuem
ibidem, ad emonendum, recipiendum et subleuandum a Conrado van dem Borne
in terminis statutis, videlicet per quindenam ante festum Penthcostes proxime
futurum IX^ marcas den. vinconensiuuj et in sequenti anno eodem tempore
totidem, et in tercio anno iterum tot n)arcas similium denariorum, et de suble-
uatis quitanciam dandun) eidem. Adiecit tamen, ad premissa faciendum se
eciam alios constituisse procuralores, videlicet in aiitiquo Stetin dominuni
Johannem de Affeln, Conradum de Hassende et Alberlum de Bocken, consules
Stetinenses, ac Laurencium van dem Berge, magistrurn monete ibidem, necnon
magistrum Hinricum Bernhagen , canonicum sancte Marie Stettinensis. Item
constituit eciam ad premissa suos procuratores in Sundis dominum Conraduin
Bisscop^ magistrum ciuium ibidem, et Johannem Langeneyk, ac Hermannurn
Badysern . consules Sundenses, anno Domini millesimo CCCCXXII, Margarete'-
Sach einer Inscription des N iederstadthvchs vom J. 1422, Nativ. Mar,
1) 1423, Timothei (Aug. 22.) bekennt, Jacob Bramstede, von Jord. Pleskow, Joh. Heymesod mid Geilu ▼•
Boeris als Procuratoren des Joh. t. Soest (bier sacre theologie doctor in Heidelberge genannt), 293 rhein. Goto
empfangen za haben, um sie demselben auf der Frankfurter Mcsse zn bezahlen uud Qnittung darQber beiinbriiigCB.
1424, Matthaei (Sept. 21.), bekcnnt Jac. Bramstede abcrmals, von Jord. Pleskow und Joh. Heymesod (hiei
consul genannt) als Procuratoren des Conr. v. Soest (sacre theol. doctor) 321 rheinische Gulden empfangen ii
haben, um sie demselben in Frankfurt auszuzahlen und Quittung beizubringen.
1425, Matthaei, abermalige Quittung des Jac. Bramstede iiber 334 rhein. Gulden, empfangen Ton Jor^
Plescow, Herm. von Hagen und Joh. Heymesod (bier wieder BQrger), um sie an Conr. r. Soest oder denen B<
ToUmftchtigten in Frankfurt a. M. auszuzahlen.
1422. Sept. 11. 463
cjd:kliii.
Qziittung des Herzogs Alhrecht von Sachsen und Luneburg iiber die am verjlossenen
Maria Geburt Tage fdllig gexoesene Stadtstener. 1422. Sept. IL^
VVir Albrecht, von Gotis gnaden zcu Sachsen vnd Luneniborg hertzog,
pfalzgraue zcu Sachsen^ graue zcu Biene^ burggraue zcu [Magdeburg vnd des
heiligen Romischen rychs ertzmarschalk. Bekennen offentlichen vnd tun kunt
mit dissem briefe alien den, die in sehn oder horen lesen, daz die erbarn vnd
wiesen burgermeistere vnd radnianne der stadt Lubeck, vnser lieben besundern
frunde, soliche Jerliche sture, die sie derne heiligen ryche pflichtig sin, vns von
des rijchs wegen, als vns dieselbe sture vom ryche virschreben ist, von dissem
jare fulkonilich vnd wol beczalt haben, vnd darvmb so sagen wir vnd lassen die
ergenanten burgermeystere, radrnanne vnd die gancze genieyne der sladt Lubeck
der vorgeschreben sture von dissem jare genzlich qwyt, ledig vnd los. Mit
vrkunde disses briefes virsigelt mit vnsem angehangen ingeseghel. Geben zcur
Swynitz, nach Gotis gebort virczenhundert iar im czweyvndtzwerizigesten iare,
am frytage nach vnser Frauwen tage natiuitatis.
Nach dem Original mit anhangendem Siegel. Es ist rund, S^jio Ctm, In einem rundbogigen Vierpasa steht in
der Mitte gelehnt ein Schild mit dem Rautenkram ^ umgeben von tier kleineren Schilden; oben ;wei ge-
kreuzte Schvoerter, unten drei Schruterhorner^ rechts ein aufsteigender Luwe^ links ein rechts gewandter
Adler. Umschrift: J 5 I offierti ^ *ri 2 9^^ o ^uci^ ^ faxoni^ Ul I
CJDXLIV.
Zuversichtsbrief des Raths von Lubeck an den Rath von Kiel 1422. Sept. 17.
Domini consules dederunt litteram suam respectiualetn Hinrico Bennyn
^^ Johanni Vromen ad consules Kylonenses pro assequendis quibusdam bonis
per raptores in mari spoliatis et ibidem deductis, videlicet VIII quartalia stores,
duas pecias vlackuissches et VIII pecias viomuisches videlicet bresmen. Vnde
dictus Hinricus et Johannes coniuncta manu promiserunt, dominos consules
^retextu illius penitus indempnes preseruare.
Nach einer Inscription des S iederstadtbuchs vom J, (422, Lamberti,
1) Vgl. M 368, 378.
464 1422. Sept. 20.
Erich v., Herzog von Sachsen-Lauenhurgy bekennf, von der Stadt Liibeck 300 i
aiigeliehen zu haben^ die von seinem Antheil an der Beute von den
fangenen Reimar von Plesse und Boldewin van dem Kroge zuruckgeza
werden sollen. 1422. Sept. 20.
VV y Erik, van Godes gnaden hertoge to Sassen, Engeren vnde We
phalen. Bekennen vnde betugen openbare in dessem breue vor alsweme, (
vns de ersanien inanne^ heren borgeiinestere vnde radrnanne der stad Label
vmme vnser .sundergen bede vnde leue willen vppe vnse part vnde andeel, al
vns geboren niach, van schatlinge vnde haue der gevangenen, alse Reyme
van Plesse, Boldewynes vamine Croglie, erer gezellen vnde erer denre wege
de vvy en vnde denie rade van Hamborch in dessem jare van vnseme slo
Louenborch ouergeuen vnde volgen laten, vruntliken gelened hebben drehunde
rnarke lubesch der suluen inunle, de \vy van en to vnsen willen vnde nogi
wol to danke entfangen hebben, welke drehundert niarke lubesch se van vnsen
parte vnde andele, alse vns van schattinge vnde haue der vorscreuenen g
vangenen boren mach, touoren an wedder vpboren vnde entfangen scholen vn(
mogen. Vnde weret ok dat vns van der vorscreuenen gevangenen schatlinj
vnde haue, wanne de rekenscop togelecht werd, also vele nicht geboren ei
mochte, alse drehundert marke lubesch, so schole wy vnde willen en, wes v
vurder, den vns darvan geboren mach, vpgebored hebben, gudliken wedde
gheuen vmbeworen vnde zunder inzage. Vnde to merer tuchnisse der warhe)
alle desser vorscreuenen stucke hebbe wy vnse ingezegel willichliken henge
heten vor dessen breflF. Geuen in den jaren vnses Heren dusent verhunde
vnde twevndetwintich, vp sunte Rlathei auende des werden apostoli.
Nach dem Original. Mit anhangendem hleinen Siegel des Hersogs.
CDXLVI.
Urfehde des Knappen Beem Rode geleistet dem Herzoge Erich V. von Sachse
Lauenburg und seinen BrUdern Bernhard und OtiOy so wie auch i
Rdthen von Lubeck^ Hamburg und Luneburg, unter Biirgschaft der Knapi
Gottschalk von Kleinovo und Hans Nygenkerke Z7i Neustadt. 1422. Sept.
(Der Wortlaut ist mut. mut. ubereinstimmend mit No. 437.) Datum ai
Domini W CCCCXXII% ipso die beati Mathei apostoli et ewangeliste.
1422. Aug. 21. 465
Original auf der Treae. Mit drei anhangenden Siegeln. Beem Rode: Siegel rund, ^'xo Ctm. Auf geUkntem
Sehilde ein Helm mit drei Federn beatecktf die beiden neitlichen Hberhdngendy tie reichen in die linke Ober'
ecke. Umschrift: + S' B6ffl6 ••- R0D6 + QotUehalk vonKleinow: Siegel rund, 3*Uo Ctm.
Auf BteKendem Sehilde zwei Vogelklauen gegen einander gekekrt, Omschrift: + S' GODSCSLCI - D6 -
KL6VH0W Hana Nygenkerke: Siegel rund, ^'/lo Ctm' -^Hf 9tehendem geapcUtenem Sehilde
rechts eine Blumenranke, links eine halbe heraldische Lilie. Umschri/t: 4- $ -f §011$ 4. ntafifnScrftf
CDXLVII.
jy^T Knappe Beem Rode bekennt sich zu einer Schuld von 30 rri^ g^g^n den Rath
von Luheck wegen seiner Loslassung aus der Gefangenschaft und verspricht
unter Burgschaft des Wipert Lutzow und des Helmich Liltzow zu Grabow,
sie ndchste Weihnacht zu hezahlen. 1422. Sept. 21.
(Der Inhalt ist mut mut. ubereinstimmend mit No. 437.) Datum anno
Domini MCCCCXXII^ ipso die Mathei apostoli.
Original auf der Treae mit drei anhangenden Siegeln. Wipert und Helmich LUtzow a. Siegel dea M.-A,
Heft 7 p. 174. 175, 12 b und c.
CDXIiVIll^
UlTich Zenger, oberster Marschall des Deutschen Ordens, ersucht den Rath von Lubeckj
es zu bemrken, dass die Liibeckischen Bernsteindreher de7i von ihnen ge-
kaufien Bernstein schleum'gst bezahlen. 1422. Sept. 29.
VVillige behegiichkeit mit fruntlicher dirbitunge czuuor. Ersame be-
sundere lieben frunde vnd gonner. Wir seyn wol von vnserm grosscheffer von
Koningsberg muntlich underrichtet, wy das euwere ampte dy beczalinge von
deme bernsteyn noch irer vorschreibunge nicht haben gethon vnd haben in bis
"^u her ofiFgeczogen, doch mit synem grossen schaden. Wir bitten euch vnd
ii'tnanen mit fruntlicher begeringe^ das ir dy ampte wellet dorzu holden vnd
gutlich vnderwisen^ das sy beczalinge thuen^ nach deme alz sy haben vorheisen
^nd vorschreben, oif das in czu andern geczeiten semeliche guettethe ouch
"loge wederfaren. Wir getruwen euwer ersamen weisheit^ ir werdet euch vmb
vnser bethe willen hirby so getrulich arbeiten, das dy beczalinge ane hinder-
iiisse durch weniger mdhe vnd arbeith wol wirt gefallen , das wir kegen euch
alien mit vnvordrossem willen hoffen czu vorscholden. Geschege dorboben
/order vorczog, vnser grosscheffer wurde doruff gedenken^ wy her beczahlet
wurde und wo her den steyn wurde lassen, das her synes geldes vnd beczalinge
59
468 1422. Octbr. 5.
Konig Stgtsmund zeigt dem Rathe von Lubeck an, dass die Reichsacht uber i€^
Graf en Volrady Gebhard und Bosse von Mans/eld^ uber Albrecht Helnv^
Schmidt und Ludwtg von Wandsleben und uber die Stddte Amsterdam unc^
Leyden ausgesprochen set. 1422. Octbr. 5.
Wir Sigmund, von Gotts gnaden Romischer kuiig, zu alien tzijten merer"
des richs, vnd zu Vngern^ zu Beheim, Dalniacien, Croacien etc. kung. Embieten
den burgenneistern ^ ratmannen vnd burgern gemeinlich der stat zu Lubeke.
vnsern vnd des richs lieben getruen ^ vnser gnade vnd alles gut vnd tun uch
kunt mit disem brief, das Tyle vnd Bete Lose', gebrudere, bnrgere zu Magd-
burg, vnsere vnd des richs lieben getruen, vfF die edeln Vollrat, Gebhart vnd
Bossen, grauen zu Mannsfelt, Albrechten Helmsrnydt, bergvogt des von Manns-
feit, vnd Ludwigen von Wantsleuen vnd auch uF die burgermeistere, ratmanne
vnd burgere gemeinlich der stete Amsteredam vnd Leyden an vnserm vnd des
beiligen Romischen richs hoFgerichte souerr geclagt vnd auch mit rechte vrteii
erlanngt haben, daz sy in vnsere vnd desselben richs acht geurteilt sind, als
des itzgenannten hofgerichts recht is, vnd daz wir dorumb dieselben Vollraten,
Gebharten vnd Bossen, Albrechten, Ludwigen vnd auch burgermeistere, rat-
manne und burgere gemeinlich, mannsgeslechte vnd uber virczehen jare alte,
derselben stete Amsteredamme vnd Leyden, in soliche acht getan vnd gekun-
det haben, als das soliche achtbrieue doruber gegeberi eigentlicher vszwijseri.
Dorumb yon Romischer kunglicher maht vnd gewalt gebieten wir uch bi|
vnseren vnd des richs rechten vnd gehorsamkeit ernstlich und vestiglich mit
disem brief, daz ir die vorgenanten vnsere vnd des richs offembare echtere
furbassmer weder huset noch houet, etzot not trencket noch dheinerley ge-
meinschaft mit in habet, noch die ewern haben lasset in dhein wi)se, sunder
den obgenannten Tylen vnd Beten vnd alien den iren uf dieselben echtere g?'
meinlich vnd sunderlich nach lute der vorgenanten achtbrieue getrulich vnd
ernstlich beholfFen sin sollet, alsuil vnd alslang bis das sy in vnsere vnd des
richs gnade und gehorsame wider komen sind, als recht is. Wann wer des
nicht tut, der wirt in soliche acht vnd pene verfallen glicherwijse^ als die vor-
genanten echtere verfallen sind, man wurd ouch zu im dorumb richten, als
des vorgenanten hofgerichts recht ist. Geben zu Regenspurg, vnder desselben
hofgerichts vfgedrucktem insigel, nach Cristi geburt virczehenhundert jar vnd
1) Vgl. J^ 228.
1422. Octhr. 5. 469
I dem czweyundczwenczigisten jare, des nechsten rnontags vor sand Dyonisij-
ig, vnser riche des Vngerischen etc. in dem sechsunddriszigisten, des Rorni-
chen in dem drijczehenden vnd des Behemischen in dem dritten jaren.
Petriis Wacker.
^ach dem Original. A/it in gelbem Wachs au/gedrucktem ^ theilweise erhaltenen Siegel des konigliehen Ho/gerichta,
CDIill.
er Rath von Luheck erkldrt sich gegen den Rath von Wismar bereit, em Fur-
schreiben hinsichtlich einer Partei Wachs an den Rath von Dorpat zu
richten. 1422. Octbr. IS.
Vrundliken grut vnde wes wij gudes vormoghen tovorn. Ersamen leuen
Lirides. Juwen brefT an vns ghesand, darynne gi vns scriuen biddende, dat
f den van Darpten vorscriuen willen. se vorder biddende^ dat se de Russen
? XIIII schippund vnde VIII lijspund wasses' willen vornoghen, vnder mer
forden, hebbe wy wol vornomen. Vnde wij willen, ieuen vrundes, vns hijrane
nmie juwer leue willen gerne bewisen^ den van Darpte hijrvmme to vorscri-
lende^ so wy vrundlikest moghen. Sijd Gode bevolen. Scriptum in proFesto
^eati Calixti, nostro sub secreto^ anno etc. XXII.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Commendabilibus ac circumspectis viris, dominis proconsuli-
us et consulibus Wysmariensibus^ amicis nostris sincere dilectis.
Nach. dem Original im Rathaarchiv zu Winmar. Mit Resten de/t aufgedriickten Secrets.
)er Rath von Lubeck rath dem Rathe von Wismar vorsichtige Behandlung sowohl
der den Vitah'enbrudem genommenen^ dahin gebrachten Outer ah auch
anderer Waaren^ welche daselbst von Hamburger Kaufleuten zur Fer-
schiffung nach holsteinischen Hdfen bestimmt seien. 1422. Octbr. 17.
Vruntliken grut vnde wes wij gudes vormoghen tovorn. Ersamen
lien vrundes. Wij vorscreuen juw torn neghesten^ wo vns van den van
irpten vnde Reuele auer breue komen weren van des wasses weghen van
ver weghen den Russen to vornoghende, welker breue wij juwer leuen enen
I) Vgl. M 436 nnd die dort angegebenen friiheren Urkunden.
470 1422. Octbr. 17.
bijrynne senden besloteii^ trundliken hiddende^ dat gi vns juwen willeri vnde
meninghe willent vorscriiien der betalinghe. wente vorseenlik is^ de Russen
ivillen sodanes wasses vornoghed sin na erer wichte, de sik vaste hogher dra-
ped, den de wichte hijr mid vns.' Voider, louen vrundes, van des gudes
\veghen, dat juwe vrunde kortiiken van der see in )uwe stad ghebracht hebben
etc., beghere wij mit alieni fiite to bestellende, dat sodanne gud by enander
verwared werde vnde vnvorrukked biyue, wente vaste gud darniede is^ dat dem
vnuorschulden copinan tobehord in der henze vnde ediiken vnsen medeborghe-
ren, darvore wy antworden nioten, sunderken dat tor Landeskronen ghenotneo
ward. Vnde wes den vitalienbrodern ghenotnen ward, dat yd dergheliken vor-
wared werde so langhe, dat erne ysliken dele darvan werde, alse buterecht is.
Ok, leuen vrundes, so hebbe wij wol ervaren van vrunden, wo de van Hain-
borch hemelken bestellet hebben waghenschot, bodekholt, delen vnde hoppen
etc. in iuwe hauene to komende vnde vt juwer hauen vnde stad vorbot ge-
sclieped schole werden tor Migenstad, torn Kyle vnde dar vmmelangh in Hol-
stensijden, ene vorbat ouer land to komende. Worvmme, leuen vrundes, wij
hochliken vnde Frundliken bidden, darvore to wesende vnde yd so to bestellende)
dat des vt juwer hauene nicht beschee, wen wij vns vormoden , dat dar vele
gudes van komen moghe, vnde wes gi van hoppen vtgheuen willen to water-
ward, dat gi dat wol verwaren, dat yd in de dre rike nichten kome, noch to
Hamborch, sunder allene yn de henzestede by der zee beleghen. Leuen vrun-
des, juw willich hijrynne to bewisende, dat vorschulde wij alle tijd gherne. vor
wij n)oghen, vnde bidden alles vorscreuen juwe gudlike bescreuen antwoide by
dessem boden. Sunderken beghere wij, vnse breue vorder an de van Rostok
vnde Stralessunde to bestellende, wente wy ene dergheliken ok hijrvmme vor-
scriuen. Sijd Gode bevolen. Scriptum in profesto Luce ewangeliste, noslro
sub secreto, anno etc. XXIL
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Commendabilibus et circumspectis viris, dominis proconsuli-
bus et consulibus Wysmariensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
Nnch dem Original im Rathsarchiv zv Wismar. Das aitfgedrUckt pewesene Si^gel iat ahgespruttgen.
1) Vgl. .V 436.
1422. Octbr. 18. 471
Urfehde des Heinrich Gommin geleistet dem Herzoge Erich V. von Sachsen^Lauenburg
und seinen Brudern Bernhard und Otto, so wte auch den Rdthen von
Lubeck, Hamburg und Luneburg, unter Burgschaft des Knappen Boldewin
van de7n Kroge. 1422. Octbr. 18.
(Der Wortlaut ist Hbereinsttmrnend mtt No. 437.) Datum anno Domini
M CCCCXXU% ipso die beati Luce ewangeliste.
Original auf der Trese. Mit beiden anhangenden Siegein. Heinr. Gommin: Siegel rund, ^Vj Otm. Anf d^^m
Schilde iiegt ein Jagdhurn mit eincr Schnur. Umschrift: $ ^inrtS ^ gtllMinfal ^ 0$SS^^^ Boldewin
van dem Kroge wie bei No. 439.
CDIiV.
Janeke bekennt sich zu einer Schuld von 12 m^ gegen den Rath von Lubeck wegen
seiner Loslassung aus der Gefangenschaft und versprichtj sie ndchste Ostem
zu bezahlen. 1422. Octbr. 21.
Ik Janeke. Bekenne vnde betuge openbare in dessem breue vor als-
weme, dat ik vnde myne eruen den erbaren heren, borgermeisteren vnde rad-
niannen der stad Lubeke, rechter witliker scult van myner vengnisse vnde
schattinge wegen, also ik ere gevangen was, schuldich bin twelff lubesche mark
^er suluen munte, welkere twelff mark ik vnde myne eruen den vorscreuenen
h^ren borgermesteren vnde ratmannen na eren willen vnde noge betalen seal
Vnde wil binnen der stad Lubeke vppe dat Test to Pasclien negest to komende
vmbeworen vnde an penningen, also vor geroret is, vnde vppe myne eygene
l^oste vnde euenture sunder alle list vnde insaghe. Vnde ik Glauatz loue in
Craft desses breues vor my vnde vor myne eruen den erbaren heren, borger-
^^eisteren vnde radmannen der stad Lubeke, dat en de erbenomede Janeke de
Vorscreuenen twelf mark wol to dancke betalen seal in aller wyse, alse vor-
5creuen steit. Scheget ok (folgt die Verpfiichtung zum Einlager). Alle desse
Vorscreuenen stucke samentliken vnde en islik besunderen loue ik Janeke vor-
ienomet, houetman, vnde ik Glauatz, borge, vor vns vnde vnse eruen den vor-
screuenen heren, borgermesteren vnde ratmannen der stad Lubeke, [to erer]
vnde to erer truwen bant Helmiges van Plesse vnde Hinrikes van Dranten by
ouen vnde by truwen stede vnde vast to holdende sunder insage, vnde hebben
472 1422. Octbi. 21.
des to merer tuchnisse der warheit vnse ingesegele henget laten tnit vnseo
guden willen vor dessen brelf. Datum anno Domini MCCCCXXII, ipso die
Vndecim milium virginis (sic).^
Nach dem Original. Mil beiden anhangenden Siegeln. Janeke: Siegel rund, 2^iio Ctm. Auf dem Si^elfali
geht ein Ziegenbock nach rechta. Umschri/t: s' : tflnffif ; uon : 0f . . . 25ffNl{^^
Oiavatz 8. No. 4?Vi uud 4S7.
ClaiLS Karstede bekennt sich zu einer Schuld von 40 rri^ gegen den Rath von Libeck
wegen seiner Loslassung aus der Oefangenschaft und versprtchtj sie zur
Hdlfte ndchste Weihnacht, zur Hdlfte ndchste Ostem zu bezahlen. 142i
Octbr. 22.
ik Clawes Karstede. Bekenne vnde betuge openbare in dessem breue
vor alsweme, dat ik vnde myne eruen den erbaren heren, borgermeisteren vnde
ratmannen der stad Lubeke, rechter witiiker scult von myner vengnisse vnde
schattinghe wegen, also ik ere gevangen was, sculdich bin vertich mark lubesch
der suluen munte, welker vertich mark ik vnde myne eruen den vorscreuenen
heren borgermeisteren vnde ratmannen de helfte, also twintich mark lubesch,
na eren willen vnde noge betalen seal vnde wil binnen der stad Lubeke vppe
dat Test to Winachten irst to komende vmbeworen vnde an penningen, also
vore geroret is, vnde vppe myne eygene koste vnde euenture. Vnde des ge-
likes seal ik em de anderen helfte, also twintich mark, betalen vppe dat fest
to Paschen darna voigende sunder alle list vnde insage. Vnde wy Hans van
Pentze, Rauen van Pentze vnde Gotscalk van Kleinouwe louen in craFt desses
breues (u. s. w. die gewohnliche Verpjlichtung zum Einlager und der Schluss)*
Datum anno Domini M CCCCXXII% secundo die post Vndecim milium virginuum.'
Nach dem Original. Mil den vier anhangenden Siegeln, Claus Karstede : Siegel rund^ 2^Iiq Ctm. Auf ftrhi^ii-
dem Schildc drei EisenhUte (oder aind es MUtzen mit au/geschlagenem RandfJ 2, 1. Umschri/t: s H cfaDfS <<
. . Cr(lf5e <<r"« Hans von Pentz: Siegel rundy 2*/,o Ctm. Auf dem SchUde steht ein Lowe
tnit laugpm Schwanz. Umechri/t: s' jjans ^^feg^ t^flll f^^ P^nj^f ^^ Raven ran Pent;:
Siegel rund^ ^'no (^tm. Schild wie bei dem vorigen Siegel. Umschri/t: 4- $' -|- rOOftl + Vdtl •¥ pfllSf 'Ic^
GottHchalk von Kleinow s. No. 440, S. 403.
1) Vgl. .V 467.
2) Im Archiv von Liibcck bcflndet sich auch cine von Glaus Karstede unter Bfirgschaft seines Braden
lIciDricb am 18. Novbr. (vp suntu Elizabetben aacnt) ausgcstellte Urfebde mit den beiden anhangenden Siegelo.
1422. Oct. 27. 473
CDI^VII.
Der Rath von Liib&ck ersucht den Rath von Revaly den Russen die nach Wismar
gekommenen 14 Sch% 8 L% Wachs zu vergtiten. 1422. Oct. 27.^
Yruntliken grut vnde wes wij gudes vormogen tovorn. Ersamen leuen
vrundes. Juwen bref an vns gesand inhoidende van XIIII schippunt wasses
vnde VIII lispunt de Wismerschen den Russen to vornogende etc. hebbe wy
gutliken entfangen vnde wol vornomen vnde bidden juwe leue mit allem flite^
da I gi sodane XIIII schippunt vnde VIII iispunt wasses vnser Lubeschen wichte
den Russen wiilen vornogen^ vppe dat alle dond destebet mit den Russen to
guder sate nioge komen, wente de Wismerschen nicht mer entfangen hebben,
dan alse vorscreuen is, vnser Lubeschen wichte, sekeren Jouen vnde en ganz
touorsicht to vns hebbende^ wen vns juwe breue komen, deme gi sodane geld
vor dessen erbenomeden was mit vns hebben wiilen to geuende, dem wille wy
dat sunder sumend in gutlicheit wol laten entrichten. Leuen vrunde, vmme
des menen besten wiilen vns wiilen hirinne to bewisende, dat vorschulde wy
vriime juwe leue vnde de juwen in dem geliken efte in groteren alle tijd gerne,
wor wy mogen, vnde begeren desses juwes gutliken bescreuenen antwordes.
Sijd Gode bevolen. Scriptum in vigilia Simonis et Jude, nostro sub secrete,
anno etc. XXII.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen heren borgermesteren vnde rad-
mannen to Revele, vnsern besundern leuen vrunden.
iVocA einem dem Original im Revaler Rathsarchio entnnmmenen Abdruck im Liv.-Esth,- und Curl. Urk,- Buck
Ed. V i\o. 2631.
CDLVllI.
Urfehde des Knappen Reimar von Plesse, geleistet dem Herzoge Erich von Sachsen-Lauen-
hurg und seinen Brudern Beimhard und OttOy so me auch den Rdthen von
Lubeckj Hamburg und Liineburgj unter Burgschaft des Ritters Helmich von
Plesse zu Lubz^ des Ritters Heinrich Stralendorp zu CrivitZj der Knappen
Henneke von Plesse zu Mvsselmow^ Vicko Stralendorp zu CrivitZj Helmold
von Plesse zu Neuhof und Frtedrich Moltke zu Utsee. 1422. Oct. 28.
Ik Reimer von Plesse, knape. Bekenne vnde betuge apenbare in dessem
"^eue (u. s. w. ubereinstimmend mit No. 437 his) sunder alle list vnde
^Jisage. Vnde wy her Helmich van Plesse, ridder, to Lubecz, her Hinrik van
1) VgL .M 436. 452.
60
474 1422. Oct. 28.
Stralendorp^ ridder, wonarticli to Kryuetz, Henneke van Plesse to iMusselmonwe,
Vicke Stralendorp to Kriuetze, Helmolt van Plesse to deme Nygenhoiie vnde
Vrederik Moltke to Vtsee, knapen^ bckennen vnde betugen openbare (u, $, w.
muL mut ganz wie No. 437). Datum anno Domini M CCCC XXII, ipso die
Simonis et Jude.
Original auf der Treae, Mit den sieben anhangenden Siegein. Reimar von Plesse: Siegtl rund^ 3 Ctm. Ih"
Schild mit dem Plessenschen Stier stpJit in ein^m Dr*'ij}ass run Rundbogen , die von kleinen SpiUen mit
Lilienhlumen unterhrochen sind. Von der Umsohrtft tat nur das Wort . . , Pf ^6886 lesbar.
Helmirh von Plesse: Siegel rund , *^!io Ctm. Auf d^'m Schilde der Plessensche Stier, Um»ckrifU
8' hGLfflOLDI - DG - PLGSSG (QILITI8 H^inrich Stralendorp: Siegel rund, 3 Ctm. Ikr
gespaltene Schild vorne mit drei nvhrdgrevhts if^riehtpf^n Pfeihn^ hinten mit einem halben Muhlrad Mf^t,
wird von einem Dreipass umsvhlossen. Umschri/t : g j flinrict X jlraffn^Orp » miftftS X RmntU
von Plesse: Siegel rund, ^/,o Ctm^ Auf dem Schilde der Plesifensche Stitrr. Cmschrift: ^ S* hCRUGHiG
OVKR O I^LJaSSG ^'ic^o Stralendorp: Siegel rnnd, 2» ,o Ctm. Auf dem Schilde dai Wa^
wie bei Heinrich. Umschrift zwischen zwei Perlenkrfisen ^ di*' beide nach inntn von einer fein*'n Liuir Ir-
gleitet tcerdvn: S VIKK6 + VKR + 8TK7ILGn Helmold von Plesse: Si-prl rU
2^lio Ctm. Auf dem Schilde der gewUhnliche Plessensche Stier. Umschrift ztcischen dcuflichen Perhnkr-ir»:
X - S - h€f^fflOLT Vnn PLe88e t Frlednch Moltke: Siegel rund, 2Vt Ctm. Auf M^n-
dem Schilde drei Huhuer 2, 1. Umschrift zwitfchen fnnen glatten Kreiien: + s* vr(6^frici O mcflffini^
Urfehde der Bruder Henneke und Clans Bolte^ geleistet dem Herzoge Erich von
Sachsen-Laiienburg und seinen Briidern Bernhard und Otto^ so ine den
Rdtlien von Lubecky Hamburg und Liineburg. 1422. Oct. 30.
(Der Worilaut ist gleich dem Wortlant von No. 437). Datum anno Domini
M CCCC XXIl^ feria sexta post Simonis et Jude.
Original auf der Tr"iie. Mit ^w^-i Siegeln, Henneke Bolte: Siegel rund^ 2^'iq Ctm. Auf dem Schilde tt'ht
ein befiederter Bolzen aufrecht. Umschri/t: -f-$]| ^fnnfKf <-« Boflf -<«< Claus Bolte: nur \»
der Umschrift verschiedcn, xcelche lautet: $ [j cCatOfS <« BoHf <1<C<«
CSVLIL.
Der Knappe Bran Schoneveld iirhindet uher ein unter Btlrgscha/t des Claus Par-
kentin und Ruckbilrgschafl des Tiinnies Berner und des Hermann Bernt-
storp gegen diesen von den Vicaren der Marten Kirche in Lubeck
empfangenes Darlehn. 1422. Oct. 31.
Ik Brun Schoneueld, knape wanafticli to Tzanckowe. Bekenne vnde be-
tughe openbare in desseip.e jeghenwardighen openen bieue vor al den jennen^
de ene sen efte horen lesen, dat ik vnde myne erven hebben vorsettet vnde
louen heten den duchteghen man, Clawes Parkpntyne, vor twe hundert mark
478 1422. Nov. 18.
CJDLX1%\
Urfehde des Clans Karstede. unter Burgschaft seines Bruders Heinrich geleistet dm
Herzoge Erich von Sachsen-Lauenburg und seinen Brudern Bernhard mi
OUOy so wie audi den Ratlien von Liibecky Hamburg und Luneburg. 142%
Nov. 18.
(Der Wortlaut stimmt mit No. 437 genau iiberein.) Gegeuen vrule screuen
na der bort Chrisli dusent veerhundert Iwe vnde twintich, vp surile Elizabelhen
^uent.
Original atif der Trese. Mit ihn cirei auhdngeuden Si*fffeln. Daa dts Claus Karsteth ist svhr hfttthii'I'^t
Heiurivh KarsteJe: Siegel rund , 2^ jq Ctm. At// stt/ttndem Sc/iiide dr^i HUtty 2, /. UmH-hrift zv'atiM
glatten Kreisen: + S' heiRRIC - KnR8T6D6 -
Urfehde des Knappen Henning QuitzoiL\ geleistet dem Herzoge Erich von Sadism-
Lauenburg und seinen BrCidern Bernhard und Otto.^ sowie auch den Rathen m .]
Liibecky Hamburg und Luneburg^ unter Biirgschaft der Knappen Chus
Quitzow und Claus Capelle. 1422. Nov. 26.
(Mit Ausnahme der Namen wortlich iibereinstimmend viit No. 4ol.)
Vnde des to merer tuchnisse der waiheit so hebbe ik Henning vorbenoinet,
houetinan, vnde (wy) Clawes Quitzow vnde Clawes Cappelle, borgen vorscreuen,
vnse ingesegele mit guden vrygen willen hengen laten vor dessen breff. Datum
anno Domini M CCCC XXIP, secundo die post Katherine virginis.
*Vac7» dem Original. Mit den drei anhangenden SieQetn. Henning Quitzovc: Siegel rttnd, 5'',o Ctm. D'^rSchiid
ist ichrdgrechts durch einen Hchmalen Balken gttheiltj vorne und hinten tin Hevhssirahliger Stern. Umu'hrift:
■h S' hG'RIGh : KVICCOV. Clavs Quitzow: Siegel rand. ^.",0 Cfm. Der Srhild iii
ftchrdglinks durch einen schmalen Balken getheilt, vorne und hinten cin aechs^tnihliger Stern. Umsclirift I
ztcischen Kreisen , von denen der innere besonders ver^iert ist: + S* X QL1IW6S X QVISZOW
Claus Capelle: Siegel rund. 2^/^ Ctm. Auf dem Schilde steht eine F rduenbuste mit ttitlirhem
Haarputc. Urn^chri/ti + S' (ILTIWGS + aHPGLLG.
Der Knappe Henning Quitzow bekenni sich zu einer Schuld von 60 m^ g^gen den
Rath von Liibeck und versprichty sie ndchste Pfingsten zu bezahleii. 1422.
Nov. 26.
ik Henningh Quitzow^ knape. Bekenne vnde betuge apenbare in dessem
breue vor alsweme, dat ik vnde myne eruen den erbaren heren, borgerrnesteren
vnde ratmannen der stad Lubeke^ rechter witliker scult van myner vengnisse
1422. Nov. 26. 479
vnde schattinge wegen, also ik ere gevangen was, sculdich bin sostich mark
I lubescb der sulnen inunte, welkere sostich mark ik vnde myne enien den vor-
j screuenen heren borgerrnesleren vnde radmannen na eren willen vnde noghe
betalen seal vnde wil binnen der stad Lubeke vppe dat Test Pinghesten irst
tokomende vmbeworren vnde an perminghen, alse vore gerort is, iippe myne
eygene koste vnde euenture sunder alle list vnde insage. Wnde wy Wippert
Lutzow vnde Helmet Lutzow, wanaftich to Grabowe, knapen, louen in craft
desses breues vor vns vnde vor vnse eruen mit ener sainenden hant vnde
vnser islik vor al den erebaren heren borgermesteren vnde ratmannen der
stad Lubeke, dot en de erbenomede Henning de vorscreuenen sostich marke
wol to danke betalen seal in aller wyse, aize vorscreuen steit. Seheghet
ok, (u. s, w. Fohjt die gewohnliche Verpflichtting zum Einlager unci der Schhtss).
Screuen in den jaren vnses Heren dusent v^rhundert twe vnde twintich, des
anderen dages na suntte Katherinen der hilgen junevrowen.
Scwh clem Original. Sur das Siegel des Henning Qtdfzoio hdngt an der Urkiindey tcelche ubrigens durch-
schnitten t«ty zum Zeichen, dass die Schuid be:ahlt ist.
CDLXVIl.
Urfehde des Janeke, geleistet den Herzogen Ertch^ Bernhard und Otto von Sachsen^
Lauenburg itnd den Rdthen von Lubeck, Hamburg und Luneburg. 1422.
Nov. 26.
(Der Wortlaut ist ilhereinstmmend mit No. 437.) Gegeuen vnde screuen
na der bord Cristi dusent veerhundert twevndetwintich, des anderen dages na
sunte Katherinen der hilgen junevrouwen.
Original uiif der Trese. Mit anhangendem Siegel (wie :u So. 463),
CDLXVIU.
Urfehde des Knappen Henning Melberg, geleistet dem Herzoge Erich \'on Sachsen-
Lauenburg und seinen Bn'idern Bernhard und Otto, so wie auch den Rdthen von
Liibeckj Hamburg und Luneburg, tenter Btirgschaft des Claus Quitzow und
Claus Capelle. 1422. Nov. 27.
Ik Henning Melbereh, knape. Bekenne vnde betuge openbare in dessem
breiie (u. s. w. tibereinstimmend mit No. 437). Datum anno Domini M CCCCXXI1%
feria sexta post Festum sanete Katherine virginis.
Naeh dem Original. Mit den drei anhangenden Siegeln. Henning Melberg wie bei No, 469,
Claus Qnitzow wie bei No. 466, Claus Capelle ebend.
480 1422. Nov. 27.
Der Kiiappe Henning Melberg bekennt sich zu einer Schuld vo7i 20 nifi gegen d^a
Rath von Liibeck wegen seiner Loslassung aus der Gefangenschoft u-^^nd
verspi'icht, sie nachste Ostern zu bezahlen. 1422. Nov. 27.
Ik Henning Melbercli, knape. Bekenne vnde betughe apenbare in desse/«
breue vor alsweme^ dat ik vnde niyne eruen [den] den erbaren heren, borger-
rneisteren vnde radniannen der slad Lubeke, rechter williker scult van myiier
vengnisse vnde schattinge wegen, alse ik ere gevangen was, sculdich b/n
twintich niarke lubesch der suluen inunte, welkere twintich niarke ik vnde
inyne eruen den vorscreuenen heren borgernieisteren vnde radmannen na eren
willen vnde noge betalen seal vnde wil binnen der stad Lubeke vppe dat Test
to Pasclien irst to koniende vmbeworen vnde an penningen^ also vore geroret
is, vnde vppe niyne eyghene kosle vnde.euenture, sunder alle list vnde insage.
Vnde wy Wedege van Tzule vnde Volrat van Tzule, wonaftich to der Wals-
inolen, knapen, louen in craft desses breues vor vns vnde vor vnse eruen init
eyner saniend^en hant vnde vnser islik vor al den erbaren heren, borgermeiste-
ren vnde radmannen der stad Lubeke^ dat en de erbenomede Henning de vor-
screuenen twintich marke wol to dancke betalen seal in aller wyse, alse vor-
screuen steit. Scheget ok, dat Got afkere., dat de erbenomede Henning dc
vorscreuene betalinge also nicht en dede, also vore vtgedrucket is, so scolen
vnde willen wy Wedege vnde Volrat vorbenomet alle vnde vnser islike besun-
deren binnen den ersten achtedagen na den vorscreuenen termyn vngenianet i
to Lubeke inryden, den vorscreuenen heren borgernieisteren vnde radniannen '
dar ein witlik inleger to holdende vnde dar nicht vte scheyden, it ene sy nut
eren willen. Alle desse vorscreuenen stucke samentiiken vnde eyn islik besun-
deren loue ik Henning vorbenomet, houetman, vnde wy Wedege vnde Volrat.
borgen vorbenomet, vor vns vnde vnse eruen mit ener samenden hant den
vorscreuenen heren, borgermeisteren vnde radmannen der stad Lubeke, by louen
vnde by truwen stede vnde vast to holdende sunder insage, vnde hebben des
to merer tuchnisse der warheit vnse ingesegele henget laten mit vnsen guden
willen vor dessen brefF, gescreuen in den jaren vnses Heren dusent veerhun-
dert twevndetwintich, des ersten vridages na sunte Katherinen der hilgen junc-
vrouwen.
N<ich Jem Original, Mit drei anhangenden Sifigein. Henning Melberg: Siegel rund, 2^iio Ctm, Au/ dem
Schilde steht ein nach links gctcandter Ziegenbock, Cmttchri/t swischen Pcrlcnkreisen: -f- S k6Iimit6l
+ fflGLLaB8R(*) Wedege ttnd Volrad von Zule s. Siegel des M.-A. Heft7p.l34. No,2tiu.3:.
1422. Nov. 27. 481
ynig Sigismund uberweist die jdhrliche Reichssteuer der Stadt Liibeck dem Albrecht
Schenk von Landsberg auf so lange Zeit^ als er in seinen Diensten bleiben
werde. 1422. Nov. 27.
Wir Sigrnund etc. Bekennen etc., das wir haben angesehen getrue vnd
uerdrossene dienste^ die vns der edel Albrecht Schenk von Landsberg, vnser
t vnd lieber getruer, oft vnd dick getan hat, tegh'ch tut vnd Furbasz tun sol
kunftigen zeiten, vnd haben im doruinb init wolbedachtem mute, gutem
te und rechtem wissen, derworten das er vns desterbasz als vnser hofgesinde
Igen vnd dienen mag, vnser stewr vnd renten , die vns vnd dem riche die
rgermeistere, rate vnd burgere der stat zu Lubeck, vnser vnd des richs liebe
truen, jerlich pflichtig sint zu geben, benumet vnd verweiset, benumen vnd
rwisen im die von Romischer kayserlicher macht in craft disz briefs, aile
:- von denselben burgern von Lubeck vfczuheben vnd inczunemen, alslang vnd
von vns nicht vrloub nympt, von allermenniclich vngehindert, vnd gebieten
rumb den egenanten burgermeister, rat vnd burgern der stat zu Lubek ernst-
h vnd vesticlich mit diesem brief, das sy dem egenanten Albrechten oder
ler gewissen bottschaft die egenante stewr vnd rente jerlich beczalen vnd
zrichten, wann so oft sy das getan haben, so sagen wir sy derselben stewr
d rente quidt, ledig vnd losz mit diesem briefe. Mit vrkund etc. Geben zu
espurg, nach Cristi etc. XXII, am fritag vor sant Andrestag.
Aus Konig Sigismunds Reichsregistratvrbuch Bd. G. Foi. 67a, mit der Ueberachri/t: Quod Albertus Schenk
habeat ateuram in Lubek^ in dem K. u. K. Haua-f Ho/- vnd Siaataarchiv zu ]Vien. Mitgetheilt von dem
Director deaaelben^ Ritter von Arneth.
rr Rath von Liibeck macht den Rath von Wismar darauf aufmerksaniy dass es
nach dem Beschlusse der Stddte nicht zuldssig sei, ein Schiff nach Bergen
zu schicken.^ 1422. Nov. 29.
Vruntliken grut vnde wes wij gudes vormoghen touoren. Ersamen leuen
sunderen vrundes. Juwen breff an vns gesand, darinne gij vns scriuen van
r Bergervarer wogen, ene eyn schip to erlouende, dat myt vitalien to Bergen
>chte segelen, vnde ok vmme tydinghe willen dem copman to Bergen to
nalende etc., leuen vrundes, gij weten suluen wol, wo na inholde des reces-
1) Die Fahrt war auf dem Hansetage zu Rostock, 1423, Juli 28, untersagt.
61
482 1422. Nov. 29.
sus tie stede strengeliken gesloten hebben^ nymande to erlouende. de ryke to
sukeride etc., jodoch wij den Sundescheri vnde Rozstockern darvmme %'orscreuen
hadden^ de vns wedder liebben geschreuen, dat ene na inhoide des sulupn
recessus gud duncke wesen, dat men id vorholde vnde vngeopent biyue, vode
8e ok nyne wijs en willen , dat men id anders holde, dan alse de stede ge-
sloten hebben etc. Hijrvmme, leuen vrundes, is vnse wille vnde meynlnghe
ok, dat desset aldus vorholden werde vnde dat men id na inhoide des recessus
holde, so de stede besloten hebben vnde darvan gescheden sin, dat duncket
vns nutte vnde gud wesen. Sijd Gode beuolen. Screuen vnder vnsem secrete,
in sunte Andreas auende anno etc. XXIP.
Consoles Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus Wismariensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
Saeh dem Oriyinal im Jiathsarchiv zu Witmar. Mit aufgedrucktem theilweUe erkaltenem Secret.
Paptfl Martin V. fordert die deutschen Fursteriy den Adel und die Gemeinden zur
Bekamp/ung der Hussiten auf. 1422. Dec. 1.
Mnrlinus episcopus, seruus seruorum dei. Dilectis filiis, magistratibus et
cornrnnnilitii ciuitatis Lubicensis, salutem et apostolicam benedictionem. Si
H\U\iU% iMM'eHis Hurrexisset in populo christiano, que in sola loquacitate et falsi^
tki: liopliiitticiH argumentis inniteretur, sicut aliquando patrum nostrorum tempo-
rjbijM ractum eHt, nos illam cum sancta disciplina ueritatis et remediis in
tiCi'\v%\\i Dei institutiri opprimere et confundere curaremus, sed hec furiosa
hfreMis, que regnum Bohemie miserabiliter excecauit, armata prodiit contra ,
lidi^m catholicam et sese uiribus et potentia conhrmare conatur. Propterea \
necM'HMarium nobis est, ad hanc pestem extinguendam etiam fidelium, principum,
ni)hilium, communitatum ac populorum auxilia conuocare, et eorum precipue, \
qui Hunt per (jormaniam constituti, nam hii ex tota christianitate propter ;
viriiiilalem mngis ad succurrendum oportuni sunt et debent Feruentius animari
lid pi'opiri(|uiuB periculum depellendum. Quare, filii dilecti, stricte requirimus
et rogfiiiiiiH (leuotionem uestram, ut non deseratis causam fidei, sed pro ea
deleiidenda contra Kohemos hereticos cum potentia uestra consurgatis uosque
ydorieo tempore in hac sancta expeditione promptos exhibeatis et paratos, ad
quart! ueHtrum deuotum animum merito debet inflatnmare principaliter amor
I
1422. Dec. i. 483
hristi, a quo pro ieui pugria recipietis beatitudinem sempiternam. Debet etiam
«8 amor humane uirtutis et glorie commouere^ ut nullum pro tali causa
^ricuium fugiatis aut laborem. Et nos etiam ^ qui nomina singulorum princi-
wm et nobilium.. communitatum ac populorum^ qui in hoc exercitu militabunt
d auxilia ministrabunt, nobis fieri nota curabimus, et Romanam simul eccle-
I am ad uestros et uestrum honores et commoda in perpetuum obligabitis.
2tum Rome, apud Sanctam Mariam maiorem, kal. Decembris, pontificatus
rB 4ustri anno sexto.
Indorse: Dilectis (iliis, magistratibus et communitati ciuitatis Lubicensis.
Nach dem Original. Mit anhangender Bulie.
CDLXXIII.
S^rriram^ Abty und Johannes^ Prior des Klosters zu Reinfeld^ urkunden uher die
Seitens des Klosters geschehene Ueherlassung des Dorfes Bdlau an das
Kloster Marienwold. 1422. Dec. 6.^
ijertrammus, abbas, Johannes, prior, totusque conuentus monasterii
R.oyneueIde Cisterciensis ordinis et Lubicensis diocesis. Vniuersis et singulis
christifidelibus, presentibus et futuris, et presertim, quos infrascriptum tangit
nc^gocium seu tangere poterit quomodolibet in Futurum, orariones in Christo
6Blutares et memoriam infrascribendorum habere sempiternam. Quia iile
c^lestis agricola , Deus pater, vnigenitum filium suum, veram vitam, plantauit
i^ vinea sua, vnde sancta creuit ecclesia, que palmites suos extendit vsque ad
n^sire occeanum, ad regnum Swecie, ad locum Wasteen , in quo pullulauerunt
QVe sancte Birgitte, et propagines eius vsque ad flumen Albie in principatu
SaiLonie prope opidum Molne Razeburgensis diocesis, in quo creuerunt botri
sancte Birgitte in monasterio Marienwolde, volentes igitur ad laudem omnipo-
t^ntis Dei sueque intemerate matris virginis Marie et sancte Birgitte in eodem
itioriasteriodiuinumcultum aliquantulum ampliare, matura deliberacione prehabita,
de consensu omnium nostrum nostrorumque superiorum et eciam aiiorum, quorum
consensus ad hoc rite fuerat requirendus, ipsos fratres et sorores in eodem
monasterio perpetuis temporibus degentes cum tota villa nostra Belowe, situata
per roodicam distanciam a dicto opido Molne, et cum omnibus suis attinenciis,
fructibus^ prouentibus ceterisque emolimentis, prout ipsa villa ad nos et ad
fnonasterium nostrum pleno jure, dominio ac proprietate ac onmi utilitate
1) VgL Bd. IV, AS 1, 2, M6.
61*
484 1422. Dec. 6.
hactenus pertinuit et spectabat^ sicud in priiiilegiis illustrium principum, ducu
Saxonie, nobis super hiis hactenus datis lucidius dinoscitur apparere. inFeud
mus libere et pure per presentes. Sed ne huiusmodi nostra infeudacio p^==^r
successiuneni ternporis transeat in obliuionem^ trium marcarum annuos redd i-
tus ab ipsa villa Belowe et eius primis et promptioribtis Fructibus nobis nostrisqu ^*ie
successoribus per ipsos Fratres et sorores in dicta Marienwolde perpetuis futur^Ss
temporibus infra ciuitatem Lubicensem in moneta legali et datiua infra octaua ^s
beati Martini episcopi persoluendos legitime reseruamus. Quos videlicet triu
marcarum annuos redditus iidem fratres et sorores nobis nostrisque success
ribus sic^ ut prefertur^ Bdeiiter persoluendos sigillatis litteris suis realiter pr
miserunt. Si autem predictam villain Belowe cum singulis suis attinenciis
prefatis fratribus et sororibus in Marienwolde^ qui nunc sunt, aut ab eoni
successoribus quocunque modo ad quorumcunque aliorum manus sen possessione^s- &
in futurum peruenire contingeret, nichilominus predicti trium marcarum perpetu ■&
annui redditus in villa Belowe deberent nobis nostrisque successoribus atqu
predicto monasterio nostro Reyneuelde sine omni dolo et fraude permaner
reseruati et per eosdem fratres et sorores aut per possessores protunc eiusderwr'"^^
ville Belowe suarumque attinenciarum nobis sic, vt premissum est, in ciuitat
Lubicensi realiter et expedite persolui Et quia predicti eciam fratres et so
rores in Marienwolde nobis humiliter et affectuose notificauerunt, quod secundun
regulam sancti Saluatoris, quam protitentur, omnia eorum bona in inclusion
ipsorum tenentur esse quita et libera et nemini impignerata seu infeudata,
igitur pro maiori deitici cultus angmento eisdern fratribus et sororibus, qui
nunc sunt, et eorum successoribus fauorabiliter indulgemus, vt adueniente
huiusmodi inclnsionis eorum termino possint nobis ac monasterio nostro
Reyneuelde in aliquo alio certo nobisque complacenti loco alios trium marcarunv
lubicensium denariorum perpetuos annuos redditus realiter et expedite eniere,
tradere atque resignare et prefatos trium marcarum annuos redditus in dicta
villa Belowe sibi atque suo monasterio Marienwolde in perpetuum retinere et
sine nostra (aut) nostrorum successorum contradictione seu inpeticione pacifice
possidere. Vt autem prefati fratres et sorores in Marienwolde pro tempore
existentes prenarratam infeudacionem ipsis per nos factam libertatesque ac
emunitates predicte ville Belowe suarumque attinenciarum eo melius ac clarius^
si necesse habuerint, aliegare, demonstrare atque probare valeant, presentaui-
mus ipsis eciam cum presentibus litteris nostris predicta priuilegia ducum
Saxonie nobis super eisdem bonis hactenus data, reseruantes nobis nostrisque
\
successoribus do eisdem priuilegiis quoddam transsumptum auctenticurn in
eorundem priuilegiorum memoriam cerciorein et euerituum futurorurn cautelarn
securiorem, ita tamen ut eiusdein transsurnpti occasione eisdem Fratribus et
fiororibns aut eciam nobis in omnibus premissis uel eorum aliqno nullum
preiudicium generetur in futurum. In quorum omnium ac singulorum premis-
^orum fidem et testimonium fidele presentes litteras nostras fecirrms sigillorum
fiostrorum appensione tideliter communiri. DaUim Reyneuelde, anno Domini
i^iillesimo quadringentesimo vicesimo secundo, in die beati Nicolai episcopi et
oonfessoris.
Ncush dem Original. Mit beiden anhangenden Siege/ n, Aht Bertram: Siege I eUiptischj 6 Gtm. hoch. Unter
einem Baldachin ateht ein Geistlicher mit eincm Buchj einem Abtstab und Tonsur. Daneben stehen zwei
Gebdude in zwei Stockwerken^ aus wcic/ien ;> zicfi Engelfignren oder sphinxartige Fignren hervorschauen.
Umschri/t: x SICILLVffl ^ B6RtJR7lffll nShnZlS 1 ReiReUGLDG + Das
Siegel des Kloaters ist rund, t5*/io Ctm. Auf einer Itieiten Thronbank aitzt die gekronte, mit einem Nimbus
veraehene Maria, in der reohten Hand einen Blumenstab mit einemVogel haltendj neben ihr ateht daa Chriatkind
mit einem Kreuznimbua, Am duaaeraten llande dar Bank atehen zwei Heiligenfiguren mit Heilig^narhcin,
fechta St. Laurentiua, linka St. Andreas. Umachrift: S\ aORVGttTVS - III - ReYRGVeLDG O
Verpfdndung von Hopfengdrten in Krempelsdorf. 1422. Dec. 6.
Aibertus Morkerke coram consilio et hoc libro recognouit, se teneri
G^^rrardo Salmenstene^ fiiio Gerrardi Salmenstene pie memorie, in L marcis
ii^ b. den., pro quibus sibi duas pecias orti humulorum, sitas extra valuain
Holizacie in Cren^pelstorpe , coram consilio impignorauit. Tamen prescriptus
Aibertus obtinuit sibi et suis heredibus reempcionem a Gerrardo et suis here-
dibus, quando ipse uel ipsi Gerrardo antedicto aut heredibus suis per medium
di^num ante predixerint. Insuper ista inpignoracio fuit prius facta de anno
Domini etc. CCCCIX^^ natiuitatis IVIarie, sed ex mandato et iussu consilii dicta
ii^pignoracio fuit cancellata et de nouo per presens hie inscripta^ ut supra.
Nach einer Inscription dea Niederatadtbucha vom J. 1422, Nicolai.
Dietrich Capelle bekennt sich zu einer Schuld von 80 m^ g^g^^ den Rath von
Lubeck wegen seiner Loslassung aus der Gefangenschaft und versprichty
die Hdlfte ndchste Osternj die Hdlfte ndchsten Johannis zu hezahlen, 1422.
Dec. 10.
Ik Dyderik Cappelle. Bekenne vnde betuge apenbare in dessem breue
vor alsweme, dat ik vnde myne eruen den erbaren heren, borgermesleren vnde
486 1422. Dec. 10.
radinannen der stad Lubeke. lechtcr witliker schult van inyner vengnisse vn
schattinge wegen, also ik ere gevangen was^ sculdich bin achtentich mar
lubesch der siilnen nuinte, welkere achtentich mark ik vnde myne eriien de
vorscreuenen heren borgermesteren vnde radmannen de helfte, also vertic
mark lubesch^ na eren wiilen vnde noge betalen seal vnde wil binnen d
stad Lubeke vppe dat Test to Pasohen irst to komende vmbeworen vnde a
penningen, also vore geroret is, vnde vppe myne eygene koste vnde enenlure. Vnd
des gelykes seal ik em de anderen helFte, also vertich mark^ betalen vppe de
dach Johannis darna volgende sunder alle lyst vnde insage. Vnde wy Hinri
Splijt, Clavi^es van Ortzen^ Reimer Barnecouwe^ Wedege van Tzule vnde Gla
uatze louen in craft desses breues (u. s. w. wie gewohnlich^ mit der Verpjlichtun
zum Einlager). (iescreuen in den jaren vnses Heren dusent veerhundert twe-
vndetwintich , des donredages na Concepcionis beate Marie virginis.
Narh dem Original. Mit d^n futtf anhangeuden Siegeln. Dietrich Capelle: Siegel rund, 2*1 iq Ctm. Auf di
Schildc eine FrauenhSste mit reichem Hriarpufz. Umschrift: $ 6t6crtR o fia*-(-- jl^^^ Ciaitt r
Oertz*fn: Siegel mnd^ 2^1^^ Ctm. Auf einem SchUde halten zwei Arme einen Ring in die Hohe, Um$ckrift
+ S CLKVeS : VKtt O ORTSG : Reimar Bamekow: Siegel rund, 2«/,o Ctm, Auf <f(
Svhilde die Horner vnd Ohren eines Stiers^ darunter ein Gefieder. Umsckrift: S' • lOk'
. BHRIieKOWG . iVedege von Zaie vnd Glavatz a. No. 439 u. 437,
Heinrich Waghel bekennt sich zu einer Schuld von 40 mfl gegen den Rath voi
Liibeck wegen seiner Auslosung aus der Gefangenschaft und verspridi
die Hdljte ndchste Ostern^ die andere Hdlfte ndchsten Michaelis zu hezahlen.
1422. Dec. 10.
Ik Hinrik Waghel. Bekenne vnde betflge openbare in dessem breue vor
allesweme^ dat ik vnde myne eruen den erbaren heren, borghermesteren vnde
radmannen der stad Lubeke, rechter witliker schuld van myner vengnisse vnde
schattinghen wegen, also ik ere gevangen was, schuldich bin vertich marck
lubesch der suluen munte, welkere vertich marcke ik vnde myne eruen den
vorscreuenen heren borgermeisteren vnde ratmannen de helfte, also twintich
marck lubesch, na eren willen vnde noghe betalen schal vnde wil binnen der
stad Lubeke vppe dat fest Paschen irst tokomende vmbeworen vnde an
peninghen, also vore gheroret is, vnde vppe myne egene koste vnde euenture.
Vnde des ghelikes schal ik em de anderen helfte, also twintich marck, betalen
vp den dach Johannis to myddensomer darna volghende sunder alle lijst vnde
1422. Dec. 10. 487
insaglie. Vnde wij Ludeke Blucher, Hans Blucher viide Werner Weltsoiiwe
Jouen (u. s. w. Es folgt die gewohnliche Verpflichtung zum Einlager und der Schluss).
Cjiescreuen in den jaren vnses Keren dusend veerhunderd twevndetwinchtich,
cJes donredaghes na Concepcionis beate Marie virginis.
Nach dem OriginaL Mit vier anhangemlen Siegeln. Heinrich Waghel: Siegel rundj 2*',o Ctm. Auf atehen-
dem Schilde ein Kram. Umschrift: S' JinriK X^^ WajOff IJ^^J"^'^ Lud eke Blucher: Siegel
rundj 2^lio Ctm. Auf dem Schilde zwei Schlussel nach oben und auswdrta gekrhrt mit dem Bart, Die
Umachri/t tat undeutlirh. Hana BlUcher: Siegel rund, ^Vjo ^^'w* Daa Bild aehr verdrUckt*
Umachrift: S' D hTlHQGS . BLV . . . Werner IVeltzow: Siegel rund, 2'' \o Ctm, An/ einem
Si'hilde ateht vorne ein linkagekehrter Widderkopf und hint^n eine Hirachatange einea Zehnendera , ohne be-
atimmt getrennt zu aein. Umachri/t zwischen gearhnOrten Kreisen: S'. WGRHGR ^ V'6LS0W6 ^^B^
CJDLJ^XVII.
J^4srtrag der Eigenthiimer einer Papiermuhle uber ihre Betheiligung an dem Ertrage
derselben. 1422. Dec. 23.
Anielius Luchawe et Steuen Hone, instilor morans super foro Lubicensi,
c«rani libro recognouerunt, se esse in societate, rnolendino pappiri torn Schonen-
kainpe situate prope ciuitatem Lubicensem, cum Tydekino Soling^ habens Kliain
Hinrici Honrejeger in uxorern suam, et symili modo cum alijs duobus 8oling
diuisum et separatum iuxta tenorem vnius scripture in presenti libro de anno
etc. CCCCXXI, Diuisionis apostolorum, que incipit Hmricus Soling.* Prefati eciam
Arnelius et Steuen coram libro recognouerunt, quod antedictus Tydekinus Soling
^t alij Solinge habent medietatem in dicti pappiri molendino, et quod eciam Tyde-
l^inus Soling antedictus de suis propriis pecuniis ad dictum moiendinum exposuisset
Itt^ marcas lub. den. plus, quam Arnelius et Steuen, quam pecuniam dictus Tyde-
kinus ant sui heredes de diclo rnolendino ab omnibus prouentibus seu redditi-
bus pappiri subleuare debebunt. tam din donee eis prefata sumrna, videlicet
Ilf^ marce, plenarie sit persoluta. Si eciam dictus Tydekinus interim plus expo-
neret ad dictum moiendinum, hoc simili modo subleuare debebit absque contra-
dictione cuiuscunque. Et dictus Tydekinus Soling ad suam sufficienciam debet
subleuare meliorem pappirum^ rysum pappiri pro XI solidis den., et si cum isto
pappiro aliquod esset non tantum valoris, sicut supra scriptum est, istud debet
minorari et inter ipsos stare sub bona fide, propter quod Arnelius et Steuen
cuo) eorum heredibus promiserunt, Tydekinum antedictum cum suis heredibus
de medietate dicte solucionis indempnes preseruare. Insuper Steuen antedictus
ultra suam quartam partem ad dictum moiendinum de suis proprijs exposuit
1) Vgl. M 341.
488 1422.
\\ rnarcas lub. den., qiias ipse post soluciunem rlicti Tydekini subleuare debebil
ei noil alias, Anielius autein exposuit XV inarcas lub. minus in sua quarta
parte. Et prescripti Ameiius et Steuen cum eoruni heredibus promise-
runt, hoc constanter et tirniiter tenere.
Nach einer Inscription des Niederstadtburht torn J. 1422, Vigitia vigil.
CJDIiXXVIII.
Clnua Dene schliigt dem Rathe von Lubeck Burgen fur seine Urfehde vor. 0, J.
(1422y
Jlinen vnderdanyghen wiileghen denst vnde wes ik gudes vonnach to
alien tyden. Willet weten, gy ersamen vorsichtighen wysen manne vnde hereo
borglierntestere vnde radinanne der stad Lubik, dat ik, Ciawes Dene, gheroe
holden wil alle sake vnde stucke, alse wy vns ghescheden hebben, alse ik iw
gheloued hebbe, alse de breil* vthwyset, den my iuwe vorsichticheyt ghescreueo
heft; men de borghen^ de in deme breue benomet synt, de kan ik iw nicbt ,
setten , se synt eyn del vorstoruen, de leue God sy en gnedich. Worvmioe
bidde ik andachtliken iuwe erbaren vorsichticheyt, dat gy darane betrachten
inyne nod, vnde nemen desse dre bederuen lude to borglien, de hirna screuen
Stan, de to Godebuctz wonaftich synt, vnde synt erfsetenen lude hart by Godebutx^
vnde synt louenwerdighe, bederve lude, alse Hermen Bechchel, Henneke KalfiFvnde !
Ilinrik Bokholt. Leuen erbaren heren, vppe desse dre bederuen lude hir vorbeno-
med latet den orueydebreif wedder schriuen; ik wil alle sake truwelken huldeo,
alMe de brelT lut, vnde vorderet my darmede. Ik hebbe den penningh breffalbe*
»»eghelt vppe de viftich mark vnde wen desse breff gescreuen is, so wil ik se iw
bi'ydif kortliken beseghelt scheppen, vnde nemet dat vor nynen vnwillen, dat ik
niiliii'n vmme (lit werff nicht vor iw kome; ik stortede leyder mit mynen perde, do
ili liih'Ht vllie liubeke red, bynnen der Herneborgh, alse de moller darsulues wol
HHt'.U^ dat ik vppt; desse tyd nicht wol wanken kan, des moghe gy my gansliker
glieli'uwen. (iescreuen to (iodebutz, vnder mynen ingesegel.
Ciawes Dene.
Aufschrtft: Den erwerdighen heren vnde vorsichtigen mannen, borgher
mesteren vnde radrnannen der stad Lubik, kome desse breff.
Nach <if/n Original au/ Papifr. Das aufgedruckte Siegel ist grosstentheils abgesprungen.
\) Dcs InhaltM wegcn hior ungcHchlossen, cine Urfohde des Claas Dene ist nicht vorhanden.
1423. Jan. 2. 489
Die Bruder Bemhard und Hans Rohr bekennen sich zu einer Schuld von 200 rri^
gegen den Rath von Luheck wegen ihrer Loslassung atcs der Gefangenschaft
und versprechenj die Hdlfte zu Pfingsten, die Halfte zu Jacohi zu bezahlen.
1423. Jan. 2.
Wy Bernd Rdr vnde Hans R6r brodere wonaftich to dem Nygenhuse,
kriapen. Bekennen vnde betugen openbare in dessem breue vor alsweme^ dat
wy vnde vnse eruen den erbaren heren, borgermeisteren vnde radmannen der
Btad Lubeke, rechter witliker scult van vnser vengnisse vnde schattinge ivegen,
dlse wy ere gevangene weren, sculdich sint twehundert marke lubesch der-
^uluen munte, welker twyerhundert mark wy vnde vnse eruen den vorscreuenen
heren borgermesteren vnde radmannen de helFte^ also hundert mark Inbesch,
f^Sk eren willen vnde noge betalen scoien vnde willen binnen der stad F^ubeke
V'ppe dat fest to Pinxsten irst to komende vmbeworen vnde an penningen, also
vc^re geroret is, vnde vppe vnse egene koste vnde euenture. Vnde des ge-
lylces scole wy em de anderen helfte, also hundert mark, betalen vp den dach
Jacobi darna volgende sunder alle list vnde insage. Vnde wy her Helmold van
Plesse, Hinrik van Plesse, brodere, Johan van Plesse, der vedder, wonaftich fo
Lubese, Reimer Barnecouwe vnde Marquard Barnecouwe, wonaftich to
Ghusteuele, louen in craft desses breues vor vns vnde vor vnse eruen mit
eyner sameden hant vnde vnser islik vor al den erbaren heren, borgermeisteren
vnde radmannen der stad Lubeke, dat en de erbenomeden Bernd vnde Hans
4e vorscreuenen twehundert marke wol to dancke betalen scoien in aller wyse,
also vorscreuen steit. Scheget ok, (es folgen die gewohnliche Verpfiichtung zum
Einlager und der Schluss). Gescreuen in den jaren vnses Heren dusent veer-
hundert drevndetwintich, des negesten sonnauendes na deme Nygeniare.
Naeh dem Original mit sieben anhangenden Siegein. Hans Rohr: Siegel rvnd, 2^j^ Cim. Au/ stehendem Schiide
vier au/liegende querrechte Spitzen. Umschrift: + S' hKIlS * ROR Bernd Rohr: Siegel
rund, 2^1^ Ctm. Auf stehendem Schiide vier au/liegende querlinke Spitzen. Umschri/t unleserlich.
Die Britder von Plessen haben dasselbe Siegel gebraucht. Eh ist rund, 3 Cim. Auf stehendem Schiide ein
nach rechts schreitender SHer: Umachri/t: + iSIGILLVffl ♦ haLfflOLDI + DB + PLeSSaU 4-
Johann von Plessen: Siegel rund, 2®/io Ctm. Auf stehendem Schiide der nach rechts schreitende
Stier, Umschri/t: . . . ® VM ^ pfc|]V ^*^ Siegel der beiden Barnekow sind undeuttich.
62
1423. Jan. 6. 491
)erdes coram concilio et hoc libro recognouerunt, se coniuncta inanu ad
cienciam subleuasse et recepisse a Johanne Olrikes XL mrc. lub. den. in
factionem seu emendam interfectionis sen occisionis dicti Hennekini Lubber-
Vnde prefati Marquardus, Hennekinus, Nicolaus, Hinricus, Nicolaus, Det-
s, Hinricus, Tydekinus^ Nicolaus et Marquardus Schotze* cum eorum here-
s seu nomine et ex parte omnium aliorum heredum et amicorum, natorum
nascendorum, dicti Hennekini Lubberdes dimiserunt antedictum Johannem
les cum suis heredibus et amicis de dicta interfectione penitus ab omni
*iori monicione seu inpeticione quitum et solutum.
Insuper prefati (vne oben bis) Schotze coram concilio et hoc h'bro recog-
^runt, ipsis veraciter constare sub eorum juramento et esse notum, quod
dictus Johannes Olrikes non interfecerit Petrum Lubberdes et quod dictus
nnes penitus sit cause interfectionis dicti Petri Lubberdes innocens,
iter quod prefati omnes cum eorum heredibus seu amicis dicti Petri dictum
nnem Olrikes cum suis heredibus et amicis pretextu illius penitus dimise-
ab ulterior! monicione seu inpeticione quitum et solutum.
Nach einer Inscription des Niederatadtbuehs vom J. 1423, Epiph, Dom.
"mrfe zu Mahnbriefen des Raths an mehrere Adelige wegen versprochenen Ein-
lagers, 0. J. (1423). Jan. 9.
Secunda vice Henningo Haluerstad to Camin,
Hinrico van Bulowe to Pluscowe ex parte Henneken
Bolten^^ Henningo Glauatzen to Haghenowe ex parte
Janeken,^ Wiperto et Helmoldo Lutzowen cuilibet
vnam litteram in Grabowe ex parte Bern Rode,*
Wedegen van Tzule vnde Vulrado van Tzule in Wals-
molen ex parte Henniugi Melberghes.^
Vruutliken grot tovorn. Henning, gude vrunt. Wy begeren ju weten,
vns Henneke Boite vorsatich werdet XX mark lubescher penninge to beta-
e noch van siner vengnisse wegen , darvore gi mit Hinrik van Bulowe to
I) et Marquardus Sohotze ist hier nnd vorber dnrobBtriohen mit der Bemerkung amRande: annoXLV
Johannis Olrikes Marquardus Schotze est deletus. Jacob! apostoli. Das dritte Mai ist der Name nioht
strichen.
8) JW 450. 3) M 455. 4) ^W 447. 5) M 469.
62*
492 1425. Jan. 9.
Pluscowe vns pentliken en witiik integer bynnen vnser stat to holdende geioLxet
vnde versegelt hebben, so de breff darouer gemaket clarliken inneholdet viE^e
utwiset etc. Hirvmnie so essche wy vnde manen ju mit crafft disses vn» ^&
breues, dat gi sunder verholdinge komen in vnse stat na innebolde juwes erlm^ e-
nomeden lofftes vns en integer to holdende ^ so lange bet dat Wy der vc^ r-
screiienen XX mark nnit der orueyde van Henneken Bolten verwaret vnde ve^ r-
ndghet werden, wente, wor gi desses nicht en don, so mote wy vnde will^^o
ju vorder hirvmme manen, alse sik dat geboret vnde des behoff werd^?st,
solange dat vns redeiicheit van der wegen van juw weddervaren mogh. -e*
Des wy begeren juwes antwerdes. Scriptum etc. sabbato post festu vn
Trium regum.'
Nach dem Entwurf av/ Papier.
CDLXXXIII.
Urfehde des Heinrich Waghel, geleistet dem Herzoge Erich V. von Sachsen-Lane
burg^ seinen Brudem Bemhard und Otto, so toie audi den Rdthen
Liibecky Hamburg und Luneburg unter Burgschaft des Heyno Waglm>-^^
und Dietrich Waghel 1423. Jan. 12.
Ik Hinrik Wagcl. Bekenne vnde betuge (u. s. w. gletchlautend mit No. 4^
bis) weruen vnde don wor ik kan vnde mach. Vnde ik wil dar nummermi
mede sin in rade edder dade heiinelijken edder openbare, dar se edder de ere**
edder ere gud ofte de gemeyne copm.-tn, de ere lande, stede vnde gebede voi
socht, to vnde aff jenige wijs beschediget werden, wente se an my andei
nicht dan gudlicheit gunst vnde danck began en hebben. Alle desse voi
screuenen stucke samentlyken vnde en islik besunderen loue vnde swere i1
erbenomede Hinrik mit vtstreckeden armen vnde vpgerichteden vingeren stauede^ *
eedes to den hilgen vppe dessen breif mit vrygen wilien vngedwungen sundei
1) Auf cinem lose anliegenden Dlatte ist bemerkt:
Beme Rode de is schnldich yppe Wynachten XXX mark. De louer sint Wypert Lusowe, Helmolt Lnsowe
wonachtich to Grabowe.
Hans Dalevclt de is schaldich C mrc. vppe Wynachten. De loaer sint Johan Soharpenberob wonaehtig to
Knese, Luder Blucber wonacbtich to Korcbowe, Klawes Dralstorp wonacbticb to Tessin, Hennink GlaTatma wonack-
ticb to Hagbenowe, Jobann Welsowe wonacbticb to Welsowe.
Henneke Bolte de is sobuldicb XX mrc. yppe Winacbten. De loner sint Hennink Halneratad wonaohtfeb la*
Kamyn, Hinrik van Bulowe wonacbticb to Plotzekowe.
Boldewin van den Krogbe do is scbuldicb vppe Wynacbten C mrc. De loner sint Wipart Lvsowa Tiida
Helmolt Lnsowe wonacbticb to Qrabowe, Henneke yan Pentse wonacbticb to deme Kedemine, Keraten Halnantad
wonacbticb to Boysenborcb, Hans van Pentze wonacbticb to deme Redemine, Wedege yan Sole wonaohtieli to dar
496 1423. Jan. 15.
CI»LXXXVI.
Der Rath von Lunebtirg ersucht den Rath von Lubeck, dem Godeke von Rostrum
das Ausstehen mit Waaren zu gestatten. 1423. Jan. 15.
Ynsen vruritlikeri (ienst touorri. Ersamen heren, besunderen leuen
vrunde. Disse yegenwardighe brefwysei, Godeke van Rostrum, denket myt
sirier kopenscop in juwer stad to tnarkede to stande, vnd bidden vruntliken, dat
gi des ghunnen willen vnd laten erne des geneten, dat he vnse rnedesetene
borger is. Gode syt beualen. Screuen des fridages negest na Felicis in
pincis, vnder vnseni secret, anno etc. XXIIK
Consules Luneborgenses.
Aufschrift: Commendabilibus et circumspectis viris, dominis proconsuli-
bus et consulibus Lubicensibus, amicis nostris dilectis.
Nach dem Original auf Papier. Mit aufgcdrucktem wohlerhaitenem Secret.
CI»IiXXXVII.
Ermiederung des Herzogs Erich von Sachsen - Lauenburg auf das Schreiben der
Rathe von Lubeck und Hamburg in Hetreff des Heinrich Bodonis. 0. 1
(1423). Jan. 17.
Erik, van Godes gnaden
hertoge to Sassen etc.
Ynsen fruntliken grud vorscreuen. Ersamen guden Frundes. Alse gi
vns ghescreuen mit klaghe hebben ouer mester Hinrik Bodonis etc., do wij
iuw weten, dat wij erne an sinen huse iuwen brefl' vorstan iaten hebben. Wes
he darvp antwerdet in der scrift, sende wij iuw hirane besloten, vnde mocbte '
wij dar noch wes gudes to don twisschen iuw vnde erne to fruntliker slitynghe,
dat dede wij gerne, wente he secht, wij vnde alle vromen lude scholen io
siner vuhnechtich sin to aller redeh'gheit ieghen iuw. Ok alse gi scriuen, dat
he lit vsem slote sodane scriFt vnde klaghe jeghen iuw nicht en do etc., vfij
en hebben ene hir to lande nicht vorboden, vnde so wij ene vornemen, so en
licht he hir niclit vmme vns, wente wij ene jeghen iuw vnde recht nicht
enholden willen vnde sines leghers hir nicht enghert, so vns duncket. Vurder,
alse gi scriuen, dat de veyde twysschen vns siner sake vp vns irhuff, der werke
wete wij bi enie nicht vnde nienen, dat wij in den rechten siner solden to
1423. Jan. 17. 4»7
^odanen veyden nicht entghelden. Vnde were iuw hir wes to willen ane, 80
vorscreuen is, to guden vleghe twyschen iuw^ dat wij vns darmede beweren
scholden, dat dede wij gerne. Bidde wij des iuwe gutlike antwerde. Siid Gode
beualen. Screuen to Louenborg, an sunte Anthonii dage, vnder vsen secrete.'
Aufschrift: Den ersarnen wijsen borgermesteren vnde radmannen der
3tede Lubek vnde Hamborg, vnsen ghuden Frunden, ghescreuen.
^cuih dem Original auf Papier, Das aufgedruckte Siegel isi abgeeptungen.
Siihne wegen Todtschlags. 1423. Jan. 17.
(jerekinus Rendesborch cum suis propinquioribus consangwineis et
ft micis, videlicet cum Nicolao et Johanne Rendesborch, coram consilio inpetebat
^inricum Buman, villicum in Wenttorpen situato in parrochia Sansekeneuen,
^:k*o interfectione seu occisione Petri de Rendesborch bone memorie et quondam
»^tris dicti Gerekini. Tamen per amicabiles tractatores utriusque partis dictus
1) Das erwttbnte Scbreiben des Heinrich Bodonis an den Herzog lautet folgendermassen :
Dem hocbgeboren fursten, bern Erik, bertoge to 8a8seii, minen wilgen denst. Gnedigbe bere. Ik badde den
r *^» erdigen beren vnde vader in Gode, bisscoppe vnde cappittel to Ratzeborg, gbescreuen, otbmodicbliken
^^l)edeD, alse my dat in dem recbten gbebort vnde en, dat ze my bilcbliken belpen scolden myt reobte tyegen
^s^ groten iammer vnde vnrecbt, alse an Qode, an der bilgen kerken vnde an my to Dergerdorpe gbescben is,
'^^•^ de rede vtb den steden Hamborg vnde Lubeke myt eren bulperen vullenbracbt ban, alse de openbare daet
r<^%tlik is vnde myt der vnscbaldigen merteler blode macb scrygen in den bemmel etc. Vnde darvp scrinet
^^^V'^n farstllken gnaden de ersamen rate van Lubeke ene lange qnackelyge vnde vnnatte wort, der se nummer
^ ^^wisen konen, wente ik ni anders nicbt van em begberet bebbe, men gotlikes recbten vnde vruntscop, also
^^^ 86 de sulnen kerken, de se vpstot, berouet vnde beuocbten bebben, wedder maken vnde wygen laten, vor
"'^^'^^en scbaden vnde gewalt lik dun. Darvmme leten myk de ersamen wisen, myne leuen beren, de rad to
^^i^eborcb, beer vorboden vtb vromeden landen, alse ik iuwen gnaden ere brene wisede. Sodder der tiid bebbe
^ ^arvp wardet vnde wolde dat gerne gbenomen bebben, vnde se bebbet my gbebolden myt worden snnder ende
^^^ natticbeyt, vnde ik byn darmede vorsamet vnde vortogbert an mjrnen recbte. Vnde ik danke jawen gnaden,
^^^ gy my so lange berbergbet bebben, vnde gy scbnllet myner alle tiid in den saken mecbticb syn to eren, to
Tcol^te vnde vruntscop, alse vele my des andrept Vnde bidde juw vmme Godes willen, dat gy dar vor my beden,
iv^Dte gy wol weten, dat ze my vnrecbt dun, vnde de allemecbtige God dat ok also wol erkent vnde se suluen
^^I weten, eft ae sodane vnnutte breue dicbten efte rede screuen vinden etc. Gnedige leue bere, scholde ik
j^Wen gnaden vppe alle ere wort, dar se ere vurer inne numen tyegen my armen prester, antwert scriuen, des
were nen not, wante so ere eygbene sammitticbeyt darane straffende wert, vnde se muten my darvore antwerden
for dem strengen ricbte Godes, iffte se syk anders nicbt recbtferdigen willen in den saken. Bidde ik jw, leue
jfnedige bere, alse ik jw vor beden bebbe, vnde dat mote jw God ewycbliken vorgbelden. Gbescreuen in sunte
^tonius dage, vppe der Hundeborcb in mynen bus.
Hinricus Bodonis,
juwer gnaden arme cappellan.
63
Hinricus Buman probauit et obtinuit, se esse innocentem interfectionis s^ <
occisionis prefati Petri. Dictus tameri Hinricus Buman propter amiciciam ^
bonam concordiam dedit Gerekino Rendesborch VII marcas iub. den., qu?^
dictus Gerekinus recognouit, se ad sufficienciam subleuasse et percepiss^
propter quod Gerekinus Rendesborch cum suis heredibus et amicis prefatuiri
Hinricum Buwman et suos heredes causa dicte interfectionis Petri Rendesborc J
penitus dimisit ab omni ulteriori monicione seu inpeticione quitum et solutun n
Nach einer Inscription dea Niederatadtbuchs vom J. 1423,' Antonii,
Der Rath von Lubeck bittet den Rath von Wismar, dem Hans Hertesherg das i
gehortg€y den Vitalienhrudem abgenommene dort an der Kdmmerei aufbi
wahrte Qeld zu uberliefem. 1423. Jan. 24.
Yruntliken grut vnde wes wij gudes vormogen touoren. Ersamen leue
vrundes. Ju mach wol vordencken, dat wij ju vormals eer gescreuen bebbe
uor vnses borgers sone Hanse Hertesberge, alse van sines gheldes wegen
hundert vnde XXVI mark an Engeleschem ghelde, dat uor tiden den vitalie
broderen in dem Norssunde wedder genomen wart, welk ghelt noch in gude
vorwaringe is bij den ersamen hern Johanne Vresen vnde her Hinrik DargeK^
sowen, iuwer stat kemereren. Ok desse sulue Hans Hertesberch vns vortide^v
gude bewisinge bracht heft van dem rade van Wisbi% dat disset vorscreue^v
ghelt sine is vnde nemendes anders etc. Hirvmme, leuen vrundes, na auesche
dingen vnde endracht der stede negest bynnen vnser stat wesende, also da
men dem copmanne sodane sine gudere weddergheuen scholde, zo bidde wi_^
iuwe leuen fruntliken myt alleme vlite^ dat gi desseme Hanse Hertesbergen^
syn ghelt dergeliken weddergheuen latent geh'k anderen copluden vnde na ^
inholdinge des recessus, vorwaringe van eme nement, vnde he vnser bede
hirynne genete. Vorschulde wij alle tijd gerne, wor wij mogen. Syd Gode
beuolen. Screuen in sunte Thimotei dage, vnder vnseme secrete, anno
etc. XXIIP.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Commendabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus ciuitatis Wismariensis, amicis nostris sincere preamandis, detur.
Nach dem Original im Rathsarchiv zu Wiamar. Mit Resten des au/gedruckten Secrets,
1423. Jan. 30. 489
Der Knappe Wipert Wensin gestattet dem Rathe von Luheck^ sich elf der hesten
Eichbdume aus seiner Waldung am Wensiner See gegen Zahlung von
10 m^ auszuwdhlen. J 423. Jan. 30.
a
Ik Wypert Wenzine, Detleues sone, knape. Bekenne vnde betuge open-
bare in dessem breue vor alsweme, dat ik den erbaren heren, borghermesteren
vnde radrnannen der stad Lubeke, mit vulborde alle der yennen, der ik ere
vulbord van rechtes wegen darto behoefF hadde, rekliken vnde redeliken vor-
kofTt bebbe vnde vorlate en in crafft desses breues eluene de besten ekenen
borne, de se vte mynen holtingen belegen vppe desse syde des Wenziner sees
mogen vtkezen laten, vor welke eluen borne, de de vorscreuenen heren mogen
hoM^en vnde wechiioren laten, wanne id en beqweme wert, bynnen viff jaren, se my
to myner noge gudliken beret vnde betalet hebben teyn marke lubesph der
suluen munte, de ik vort in myne vnde myner eruen nodtrofftige nut gekeret
hebbe. Ok schal ik vnde wil den vorscreuenen heren van Lubeke der vor-
screuenen eluen bome waren vor alle de yenne, de vor recht komen willen,
mit vryem bomvalle, weden vry, wege vri, weyde vry vnde hude vry. Slogen
sik ok edder wundeden sik de yenne, de darto arbeydeden, wanne de vor-
screuenen heren de vorgerorden eluen bome howen vnde wechuoren laten, dat
scholen de suluen heren richten vnde ik nicht. Alle desse vorscreuenen stucke
Kamentliken vnde eyn islik besunderen loue ik Wypert erbenomed vor my
vnde myne eruen den vakevorscreuenen heren, borgermesteren vnde rad-
niannen der stad Lubeke, in guden truwen stede, vast vnde vnuorbroken to
holdende sunder inzage, vnde hebbe des to merer tuchnisse der warheyd
n^>n ingesegel willichliken hengen heten vor dessen breff. Geuen in den jaren
vnses Heren verteynhundert vnde drevndetwintich, des sonauendes vor Licht-
i^issen.
Nach dem Original. Mit anhangendem SiegeL Vgl. Siegel des M,'A. Heft 6 p, 136,
€]>X€I«
J^er Rath von Lubeck mahnt die Burgen des Hans Danneveldy sich zu dem ver-
sprochenen Einlager zu stellen. 1423. Feb. 4.
Den vromen knapen Johanne Scharpenberge, wonafftich to Kneze,
tudere Bluchere, wonafftich to Korchowe, Clawes Bralstorpe, wonafftich to
63*
fiOO 1423. Feb. 4.
Tessin, Johan Welssowen, wonafftich to Welssowen, vnde Henning Glauatze,
wonafftich to Haghenowe^ vrisen guden vrunden. Wy borgermestere vnde rat-
manne der stat Lubeke don iw witlik openbar betogende niit disseme brene,
dat Hans Dannevelt vppe dissen verledenen wynachten vns nicht betalet en
heuet hundert mark lubesche penninge, alse van siner vengnisse wegen, darvore
gi vns pentliken en integer bynnen vnser stat to holdende geiouet vnde ver
segelt hebben, so de breff darouer gemaket clarliken inneholdet vnde vtwiset
etc. Hirvmme, leuen vrundes, so essche vnde mane wy ju samentliken vnde enen
iszliken besundern mit crafft disses breues, dat gy vns bynnen unser stat na
inholde sodanes juwes erbenomeden besegelden breues vnuersumeliken en
integer holdent, vppe dat vns mit ju nyner vorder maninge efiFte arbeides
birvmme n6d dorffe wesen. Versculde wy alle tid gerne, wor wy mogen.
Desses to merer betuchnisse is vnser stat secret ruggelinges gedrukt an dessen
breffe. Screuen na Codes bord dusend veerhundert iar vnde in dem XXIII
iaren, des donredages negest na sunte Blasii dage.
Ncich dem Entwvrf au/ Papier,
€I»X€11.
Erwiederung der von Zule auf die Mahnung des Raths von Lubeck. 0. J, (1423).
Nach Feb. 4.
Vnsen dynst. Erwerdeghen borghermester vnde ratmanne. Wy hebben
jwen bryff lyflyken vornomen, zo gy scriuen vnde vns swarlyken manen etc.
Des willet weten, dat Wedeghe was ghereden to dem IN'yenhus to synen
bruder, aize he eyne darvor ghesettet heft^ vnde kunde em dat ghelt nicht
afghemanen. Bydde wy jwe erwerdicheyt, dat gy id noch eyne wyle laten stan,
wy hopen des, dat id vns vnse broder wol benemen wil. Weret dat he des
nichten dede, zo mute wy syen, dat wy dar suluen weghe to vinden, dat wy
dat ghelt vtgheuen. Weret dat gy nicht lenk vmme vnses dynstes willen
beyden wolden vnde kunden^ zo wil wy jw gherne holden, alze wy jw vorseghelt
hebben. Gheuen to dem Nyenhus, vnder Bernd Rores ingesegel.
Wedeghe und Volrad
bruder heyten de van Tzulen.
Aufschrift: Den erwerdeghen heren borghermesteren vnde ratmannen
der stad Lubeke, vnsen etc.
Nach dem Original auf Papier. Das aufgedrUckte Siegel iat rund, 2Vj Ctm. und zeigt im stehenden Schilde
vier quer rechta gelegte Spitzen, Umschri/t; + • 5 : vtttl .... QXt :
502 (1423). Feb. 6.
leuen h^ren, se hebben my ok stolen mynen armen man, den suluen^ den
Reyneke Mitstede nocht heft sittende an sinen stokken vnde blokken, vnde
entholt ene my mit sodannen eren, aize se ene my afghegrepen bebben, vnde
denket nicht an de handelinghe^ de he my louede, sede vnd swr, do he hit
vanglien lag. Leuen heren, ik reyt tho em in iwe stat vnde schenkede em
vnde den sinen win. mede vnde ber, vnde gaf em myne gawe, vnde dor was
ouer Reymer van Plesse, Boldewin van Kroghe vnde Hans Dannenwelt, de vns
de handelinghe wol hulpen bedrinken. Warvmme bidde ik iw, ieuen heren^
dat gy Reyneken vnderrichten vnde vnderwisen, dat he mynen armen man
wedder geue vnde dat sine ok wedder werde. Leuen heren, dat wil ik arro®
kranke man alle weghe ieghen iw vorden(en), wor ik kan vnde mach, tho
alien tiden. Leuen heren, iwe erwerdicheyt bewale ik dem almechtigen Go^^
tho langhen tiden, vnde bedet ouer my, alzo ouer iwen armen cappel^n*
Screuen an sunte Doretheen daghe der hilghen yunchfrowen, vnder mynen secret.^
By my Schacke, prior tho Razeborch,
iwe arme cappelan vnde frunt.
Aufschrift: An den erbaren vnde erwerdichghen heren borghermester^n
vnde radmannen der stad tho Lubeke, mynen leuen heren vnde frund^n,
screuen desse breflF.
Nach dem Original auf Papier. Das aufgedruckte Siegel ist gdnslich abgesprungen.
€I»XCV.
Der Rath von Luneburg antwortet dem Rathe von Lubeck auf eine Beschwerde uE^^
etne von einem Beamten des Herzogs von Braunschweig verfugte Anhalhe^^Q
Liiheckischer Outer. 1423. Feb. 25.
Vnsen vruntliken denst touorn. Ersamen heren, besunderen leu^^
vrunde. Juwen bref latest an vns gesand inholdende, wu gi irfaren hedde^^
dat de hochgeborne furste hertoge Bernd, vnse here, sinem voghede to d^r
Nyenstad vmme enes willen, de syk heet Ghereke van Lubeke, orloued hedde,
de iuwe to touende^ vnd de ok lichte, alse gi irforen, alrede ichtesweike io
den namen, dat se van Lubeke sin scholden, angeuerdighed hebbe etc., ntit
furderem ynholde hebbe wy wol vornomen vnd begeren iuwe ersamheit weten^
dat wy darvmiiie gescreuen hebben an vnsen gnedigen heren vorbenomed,
vnd mit demsuluen vnsem breue sande wy na iuwem begere to sinen gnaden
vnsen papen Lippoldum iegenwardich, dede ok muntliken to em weruen scholde,
1423. Feb. 25. 503
Ise wij iiiwe meninge best vornomen hadden. Des heft vnse here erbenomet
ns eyn aritwerde gescreuen, ludende else de cedule hyr ynne besloten.' Wes
k Lippoldus vorscreuen geworuen vnd Qrne vor antwerde vnse here gegeuen
eft, dat he iw des suluen muntliken berichten schole, darumme sende wij
ne to iw niit dessem vnseni breue vnde beualen iw Gode salich to iangen
ijden. Screuen des donredages vor Reminiscerp. vnder vnsem secrete, anno
tc. XXIII.
Consules Luneborgenses.
Aufschrtft: Cominendabilibus et circunispectis viris, dominis proconsuli-
us et consulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris sincere dilectis.
Nach dem Original au/ Papier. Das au/gedriickte Siegel ist abgesprungen.
Hausmiethe und T ermine fur die Zahlung derselben. 1423. Feb. 28.
Johannes Monik coram libro recognouit, se acceptasse et recepisse a
>lianne Luneborge quendain dornum in piatea Mengonis, in qua inhabitabat
i nricus Holste,^ prope domum Petri H6n in hurani ad quinque integros annos
■ per festo Pasce proxime affuturo incipiendo et pro quolib^t anno dictus
^liannes Monik uel sui heredes dabunt Johanni Luneborge aut suis heredibus
*o censu seu hura dicte doinus singulis annis XXIII mrc. lub. den., super
1) Das Scbreibcn des Herzogs laatet:
Berud, to Brunswik
Ynde Luneborg bertoge.
Ynscn gnnst vnde guden willen touorn. Lcacn getrawen. So gi vns gesoreuen hebben vnd one vtscrift
^ l)reues, den gik de rad to Lubcko gesorencn heft, darmede gesand etc., dar se ynne scriuen, dat se vnde ere
''g^ere gehindert vnde getouet werden van den vnsen vppe vnsen sloten vnd steden by namen to der Nyenstad
'•» lenen getruwen, begere wy gik wcten, dat vns dat genslikcn vnwitlik is vnd de van Lnbeke node ierghen
^^den hinderen cddcr toaen laten van den vnsen, wor vns dat witlik were vnde wur wy ercr mechtich weren to
^^te. Hyrvmme endorued se syk in vnsen landen, sloten vnd steden vnd vppe vnser stratcn nicbt frochten,
^tite eruore wy iemande van den vnsen, de se edder de ere in schulden beddcn, zege wy geme, dat men dem
^^e, wes men em plicbtich were. Konde wy anders dem rade to Lubeke yergen mode to willen wesen, dat
lede wy geme. Gesoreuen to Wulfelbuttel, des ersten mandages in der vasten (Feb. 22.), vnder vnsem secret.
Den vorsicbtigen wisen borgermesteren vnde radmannen to Luneborg, vnsen leuen getruwen.
2) Heinr. Holste war, wie aus der folgenden Inscription hervorgcht, der Schwager des Job. Liinebnrg und
18 Haus lag an der Ecke der Mcngstrasse, geh5rte also zu den grosseren der Stadt.
1428, Catharine, miethete der Knpferschmied Albert Ozenbrugge von dem Kaufmann Albert Kint, rait dem
auch sonst in Gescb&ftsverhUltnissen stand, das Kupferschmiedehaus in der Fischergrnbe fQr 12ii^ jllhrlich, zur
ftlfte Ostem, zur Hftlfto Michaelis zu bezahlen, und mit gcgenseitiger halbjfthrlichei* Kfindigungsbefugniss.
504 1423. Feb. 28.
quolibet Testo Pasce medietatem et fsuper quolibet Festo Michahelis subsequens
aliam medietatem expedite persoluendo. Dictus tamen Johannes Lunebor^
cum 8uis heredibus promisit^ se velle et debere Johanni Monike et suis here-
dibus domum dicte hure pro censu antedicto per preFatos annos firmiter et
inviolabiliter tenere et quod interim vendicio dicte domus nee quidquam
Johanni Monik aut suis heredibus in isto nocebit.
Nach einer Inscription dea Niederstadtbuchs vom J. 1423, Reminiscere,
CDXCVU.
Der Hitter Otto Poggemsch bevollmdchtigt den Jordan Pleskow, Eintragungen in
das Niederstadtbuch, welche Verpflichtungen gegen seine Schwester Margo,"
rethe enthalten, nach Erledigung der Sache tilgen zu lassen. 1423. Mdrz 2* *
Witlik vnde openbar sy alle den, de dessen brefF seen edder boren
lezen, make ik Otte Pogwissche, ritter, mechtich hern Jorden Plescawen, dat
1) Die Inscriptionen, aaf welche die obigo VoUmacbt sich bezieht, sind die folgenden:
1421. Jul. 2. (Visit. Mar.).
DomiDus Jordanns Plesoaw, proconsul, domiDas Tidericus Morkerken, consul, et Hil((enis Schonewadder
coram libro rccognouerunt, quod eis veraciter constaret, videbant et presentes fuorunt, quod honesta domina Mette,
relicta Marquardi Rennawen, in domo Wilhelmi Schonewedders deposuerat ad vnam ciatam pro bona cnstodi*
mille marcas et LXIII marcas lub. den. Bed tamen dicta Metto per se clausit dictam oistam cum tribns claoibotf
et dictas cUues penes se retinuit pro ulteriori securitate.
1421. Oct. 9. (Dionysii).
Otto Pogwissclie pro se et suis heredibus coram libro recognouit, so ad sufficienciara subleuasse et p0<*"
cepissc a Wilbelmo Schonewcder mille et LXXX marcas lub. den., quam summam pecuniarum nouiter diotaMetta»
relicta Marquardi Rennawen, deposuerat ad vnam cistam in domo dicti Wilhelmi, sed tamen olaaes apad 9»
retinuerat, ut supra de hoc de anno Domini millesiroo CCCCXXI, Visitacionis Marie, in presenti libro yna tcriptoF*
clarius continet, que incipit: dominus Jordanus Plescawo etc., sed tamen postea deleta est Sed dictas clan—
Otto prcfatus sccum portauit ad dictam cistam ad aperiendum et dictam summam pecuniarum ad ae meipieBdov^
propter quod dictus Otto Pogwisscbo cum suis heredibus et nomine antedicte Metten Wilhelmnm SohoneweddT
cum suis heredibus pretextu illius penitus dimisit ab omni ulteriori monicione seu inpeticione quitam et ■oliitaSi'
Insuper presentes crant dominus Jordanus Plescawe, proconsul, Albertus Lippe et Johannes Gerwer Junior.
Albertus Lyppo pro se et suis heredibus coram libro recognouit, se tencri Wilhelmo Scboneweddere et i>i>
heredibus in Vl^^ marcis et LXXVIII marcis lub. den. Michahelis proximo affuturi ultra ad annum, uel qoiaio
pars parti per quartale vnius anni ante predixerit, amicabiliter et expedite persoluendis , pro quibna profM
Albertus pro ulteriori securitate deposuit ad vnam cistam apud dictum Wilhelmum clenodia argentcA et deamttat
que se extendunt in libra ad LXXXXI marcas ponderis argenti puri et vnum lod. Et Albertus Lyppe olanem li
antedictam cistam penes se retinuerat. Ilic presentes fuorunt dominus Jordanus Plescowe, proconsul, et JobaiuNl
Gerwer junior.
Wilhelmus Schonewcdi-r pro se ct suis heredibus coram libro recognouit, quod antcdicta pecaniamm 8iuuaa»
videlicet VI^ marce ct LXXXVII marco lub. den., cum prefata cista et clenodiis non sunt sui nee iiuoraip heradutt,
sed sunt sibi ad fidclc8 manus asscripti prefati Ottonis Pogwissche et suorum herednm, et hio presentea
dominus Jordanus Plescowe vt Johannes Gerwer junior.
1423. IVlarz 2. 505
vte der stat boke to scriuende to latende, alse vmme de pande vnde vmme
de husinge, de my screuen stan, alse der stat bock vtwiset., by alsodannem
beschede, wen myn suster iMette hern Jordene tosecht vor deme rade to
Lubeke vnde dat ere noghe geschen is vor de pande vnde pennige, also des
stades bok utwiset, so bidde ik Otte vorbenomed hern Jordene, dat he dat
late utdon na deme synne^ alse vorscreuen steit, dat is myn wille. To ener
nnerer tuchnisse so hebbe ik Otto Pogewissche mynes broder ingesegel to-
rugge vppe dissen breff gedrucket, wente ik myn egen ingesegel to disser tijt
nicht by my en hadde. Gescreuen in deme jare vnses Heren IIIF jar in dem
KKIII jare, des dinxedages na sunte Mathias dage.
fJcxh einer Inscription dea Niederstadtbucha vom J. 1421^ Di/onisii.
CBXCVIII.
Tertrag des insolvenien Dietrich Grybe mit seinen Gldvhigern. 1423. Mdrz 7.
lydericus Grybe coram libro recognouit, se et suos heredes teneri suis
eT*editoribus in Lubeke, videlicet Jacobo Jerichawe et suis heredibus 11^ mrc.
et LXXXXII nirc. lub. den.^ Tidemanno Brekeluelde et suis heredibus
It mrc. et X mrc. lub. den., Rolauo Cumhar et suis heredibus XLVIII mrc.
lub. den., Gerwino Vmmenberghe et suis heredibus XXXVIII mrc. lub. den.,
Brandano Hoyman et suis heredibus XLI mrc. lub. den., Hinrico Golden-
steden et suis heredibus XXX mrc. lub. den., Bodoni de Stockem et suis
heredibus C mrc. cum VI sol. lub. den. et C mrc. lub. in moneta sundensi,
Hinrico Honnekesbuttele, Johanni Somerhoue et Hinrico Honnekesbuttele
juniori et eorum heredibus IF mrc. lub. et XLVIII mrc. lub. in moneta
WilhelmuB Schoneweder pro se et suis beredibns coram libro recognouit, penes se babere pignora et
cletiodia de anro etc., que stant Ottoni Pogwiscbe I^ marcas et VIII marcas lub. den., et habet dicta clenodia in
s°* CQstodia ad fideles man us dicti Ottonis Pogwissobe et pro ulteriori securitate idem Wilbelmos et Marquardns
^incke promiserunt Ottoni Pogwisscbe pro omni defectu dictorum clenodiornm indempnem preseruare, et Marqnar-
dos Vincke promisit ulterius, Wilbelmum cum suis heredibus pretextu illius indempnes preseruare pro omni
^fectu. Sed tamen ista pignora et clenodia pertinent et sunt Taleken Langen.
Wilbelmns Scboneweder pro se et suis bcredibus coram libro recognouit, quod Otto Pogwisscbe apud earn
deposuit C mrc. et XL mrc. lub. den., que idem Wilhelmus nomine dicti Ottonis et suorum beredum ezponere
icbet super censum, yidelicet sub C marcis VIII marcas de censu iuxta ratam tocius prefate summe, et istam
peeaoiam Wilbelmns habet ad fideles manus dicti Ottonis et 'suorum beredum.
Das spttter Hinzugefiigte lautct:
Domina Metta, relicta Marquardi Rennowen et soror prefati Ottonis, tamquam plenipotens cum domino
Jordane Pleacowen fecit deleri dictam scripturam iuxta literam et mandatum dicti Ottonis, que litera erat coram
?_ 1 ?
S06 1423. Marz 7.
sundensi, Hinrico Wantzeberge et suis heredibus XXI mrc. lub. den.^ et Hilde-
brando Veckinghusen et suis heredibus XVIII mrc. lub. den. super festo Pasce
proxime afFuturo incipiendo in decern annis sequentibus^ quolibet anno super
singulis Testis Pasce cuilibet dictis suis creditoribus decimum denarium amica-
biliter et expedite persoluendo.^ et quod sic prefata sumrna in predictis terminis
solucionis integre et plenarie sit persoluta. Insuper dictus Tydericus Gryben
arbitratus est et promisit, si et in quantum^ quod Deus auertat^ ipse in prinio
termino solucionis prirnam solucionein non faceret^ quod extunc totus tractatus
seu contractus debet esse nullius etficacie et invalidus.
Nnch finrr Inftcn'pfion des Niederstadthuchs torn J. 142S, Oculi.
CDXCIJK.
Heinrich Bodonis schreibt an den Protonotar Paul Oldenburg in Betreff seines
Zwistes mil den Rdthen von Liibeck und Hamburg wegen der ihm zuge-
f tig ten Beschddigungen. 0. J. (1423). Mdrz 7.*
Jursame here vnde leue vrunt. God mote jfl danken vor juwen guden
vlit vnde arbeit, also gij don in inynen saken bij myncn leuen heren, disseiii^
rade vnde deme rade tho Hamborch^ vnde dat gij jv darmede bearbeiden vmm^
Godes willen, dat ik der sake einen gutliken ende moge hebben, dat wel ik
alle tijt gerne vmint» jv vordinen, here vnde leue vrunt. Also gij vorschreben
hebbet, si willen irvaren vmme den schaden, de my moge schen sin/den ik
vorludet hebbe laten etc., leue vrunt, de schade is nymande so witliken, also
my vnde mynen vrunden. Woilden sij nfl init nemande spreken, dem de sak^
nicht witliken were, effte mynen leven heren der warheit nicht seggen woilde7
vnde worvmme he dat lete, vnde sij woilden sic tho goder mate darnacli
richten, elite he spreke, my were* nein elite Inttich schade geschen. so schege
my vngutliken darmede, wente ik woilde juwer wijsheit in der warheit wol
vnderwisen mit den dingen, do my dij schade an geschen is, dat he groter
vnde mer is, wan also ik vorluden hebbe laten, warite ik daraf myner neringe
bin bistir geworden vnde myner kerken tinse vormynriert, des ik doch also
nicht denke vptonernen, sint ik alle myne sake in sodaner vruntlicheit bij sij
gesat hebbe. Worvmme willet sij irmanen, dat my der sake ein ende werde,
1) Dicscr Brief und der folgendc (»>1 501) kunncn muglicher W^eise auch in das Jahr 1424 gcsetxt
wcrdcn nnd wiirden dann MUrz 26. und April 2. zu datiren sein.
1423. Marz 7. 507
wil ik gerne vordenen, wor ik kan. Disses bidde ik jv vruntlike antworde
le beuele jv Gode. Screuen mit miner hant^ dominica Oculi mei semper
Dominum.
Henricus Bodonis,
vobis semper ad vota.
Aufschrift: Deme ersamen hern, mester Paule, der stadt schriuer tho
jecke, sinen hoilden vrunde, gescreben.
Nach dem Original avf Papier. Daa als Preesel au/gedrUckte Siegel ist erhalten, dock unkenntlich.
r Rath von Lubeck ersucht den Rath von Wismar um Theilnahme an einer
Zusammenkunft in Lubeck am nachsten Sonniag Laetare und bittet um
bestimmte Erkldrung daruber. 1423. Mdrz 10.
Vrundliken grut vnde wes wij gudes vormogen tovorn. £rsamen leuen
jndes, wij hadden yu negest vorscreuen, dat gi yuwe sendeboden yn vnser
d b^bben wolden alse nu yn sondaglie Letare erst komende des auendes
der herberghe to wezende etc., darvan gy vns noch nyn antworde weddere
nalet en hebben. Nu scriuen vns de van Hamborch, dat wij en enkede
iiien, efft gi komen willen, so willen ze dessen benomden dach myt eren
inden ok gherne besenden. Also, leuen vrundes, beghere wij, dat gi dessen
jherore (sic) dach vp Letare bynnen vnse stad myt yuwen vrunden mede
senden willen, wente des grot van noden ys vmme veler anligghender sake
ghen to sprekende, der wij yuw alle nicht vorscriuen en konen, vnde, leuen
indes, desses nicht to vorlegghende. Vorsculde wij alle tijd gherne, wor
mogen. Des wij begheren yuwes vnvortogheden antwordes by desseme
seine boden. Sijt Gode bevolen. Screuen vnder vnseme secret, des mid-
kens vor Letare, anno etc. XXIIL
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus ac circumspectis viris, dominis proconsulibus
consulibus Wysmariensibus, amicis nostris sincere dilectis.
Nach dem Original im Hathsarchiv zu Wii^mar. Mit au/gedrucktem theilweise erhaltenem Secret
64*
m.
Beinrich Bodonis hittet den Rath von Lvbecky seme Angelegenheii zu heendiffei
0. J. (1423). Mdrz 14.
Minen i;villigen dinst vnd wat ik gudes vormach thouorn. Leuen hoildeji
heren. Nach denie dage, also ik in iegenwerdicheit miner leuen heren, her
Jordanis Pleskowe vnde hern Roland, borgermester vnde radhern to Lubeke,
tho Roseborch was, schref my de ersame here mester Pawel, juwe schriver, gij
vnde de erwerdige rad tho Hamborch hedden myne sake tho jv genomen vnde
wdldet in gotlikeme rechte efte in vruntschop tegen my darvp vordacbt sin.
Weit ik doch nicht, welke tijt my iv wijsheit des einen ende geven wille-
nademe also de sake lange gewert hefft, vnde darmede ben ik beswaret vnde
alle tijt beschedigel. Worvmme bidde ik jv, leuen hoilden heren, dat gij
vmme Codes willen jv in den saken gutliken vinden laten vnde tho eineme
guden ende brengen, vnde nemit dat Ion von Code, wante ik hir svarliken
darup warde, dat is Gode witlik, vnde bedenket, dat ik my gerne na )v
richten wil vnde getruweliken denen, wor gij des van my begeren. Disses
biddc ik juwer vruntliken antworte, wante, scholde ik lenger hirna barren, dat
were my grod hinder vnde bekummernisse. Scriptum manu propria, dominica
Letare Jerusalem, vnder myn ingesegel.
Henricus Bodonis,
jv andechtige capplan.
Aujschrift: Den ersamen wijsen borgermestern vnde radehern tho Lubeke.
mynen leuen heren, gescreuen.
Nach dem Original au/ Papier. Mit Reaten des SiegeU,
mi.
Notariatsinsirument iiber die Resignation des Gerhard Fuel auf seine Vicarxe t^
der Marten Kirche und iiber die Besitzergreifung derselben durch d0
Decan. 1423. Mdrz 23.
In nomine Domini amen. Anno a natiuitate eiusdem millesimo qua-
dringentesimo vicesimo tercio, indictione prima, die vero Martis vicesima
tercia mensis Marcii, hora terciarum uel quasi, pontiticatu(s) sanctissimi id
Christo patris et domini nostri, domini Martini, diuina providencia pape quinti,
anno sexto, coram venerabilibus et circumspectis viris, dominis decano et
510 1423. Marz 23.
Lubicensis^ et pluribus aliis Hdedij^nis testibus ad preniissa vocatis specialiter
et rogatis.
Et ego Heyso de Dransuelde, clericus Maguntinensis diocesis. pnblicus
imperiali auctoritate notarius^ quia huiusinodi resignacioni, cessioni, admission!,
juramenti prestacioni, possessionis apprehensioni omnibusque aiiis etc. interfui etc.
Sack Jem negistrum quartum CapituU So. LXI.
mwi.
Aufzeichnu7}gen iiher die Schlichtung ernes Streits des Albert von Affelen und seiner
Genossen mil dem Rathe von Kiel 1423. Apr. 4.
Albertus de Affelen pro se et suis heredibus coram consulatu Lubicensi
regraciabatur nomine sui et nomine tocius societalis sue judicibus sacri Romani
imperii et sitnili modo regraciabatur consulatui liubicensi, quod sibi fideliter
assisterunt et juuauerunt in jure suo contra consules et communitateni Kylo-
nenses in causa, quam dictus Albertus contra et ad ipsos i(n)tendebat habuissp.
Albertus de Aifelen coram consulatu Lubicensi regraciabatur prefato
consulatui et communitati Kylonensi, recognoscens, quod ipsi sacri Romani
imperii judicio fuerunt obedientes et quod sibi eciam satisfecissent in omnibus
suis causis, que ipse nomine sui et ex parte societatis sue contra ipsos con-
sules et communitatem Kylonenses habuit juxta tenorem litteraruu)^ videlicet
achtebreue, que ipse super hoc cum sentenciis judicii imperialis obtinuisset^
propter quod dictus Albertus ex parte sui et tocius societatis sue coram con-
silio Lubicensi antedictos consules et communitatem Kylonensem pretextu
illius penitus dimisit ab ulteriori monicione sen inpeticione quitos et solutos.
Insuper prefatus Albertus de AfTelen coram consilio Lubicensi nunciis
consulatus Kylonensis libere et voluntarie presentauit litteras suas. videlicet
achtebreue. Eciam pro maiori cautela et securitate arbitratus est et promisit
sub sua bona fide., se amplius nun(|nnm vel(l)e nee debere seu aliquis alius
nonnne sui futuris temporibus dictos consules et communitatem Kylonensem
molestare, inpetere uel inquietare pretextu illius quouismodo uel quibuscunque
aliis causis seu causa.
Sack Inscriptiontn ihR iSU'dtfrstailthuchs vom J. 1423, Patfcc.
4423. Apr., 7. 5H
XIirJeh.de von Otto Rohr, Arnd Pyst und Hans Dene, geleistet dem Herzoge Erich
von Sachsen-Lauenburg, seinen Brudern Bemhard und Otto und den
Rdthen von Lubeck, Hamburg tend Luneburg unter Burgschaft des Knappen
Reimar von Plesse. 1423. Apr. 7.'
VVij Otlo Roer, Arnd Pyst vnde Hans Dene. Bekennen vnde betugen
openbare (u. s. w. me No. 437). Gegeuen vnde screuen na der bort Christi
dusent veerhundert dre vnde twintich iar, des inidwekens in den Paschen.
Nach dem Original mit vier anhangfnden Sieydn. Otto Rohr: Siegel rundy 2^I^q Ctm. Man erkennt die
quergelegten Spitzen, Hbrigens sind Bild und Umschrift undeutUch. Arnd Pyst: Siegel rund,
2^f^Q Ctm. Auf der Siegelfldchc tin befiederter Bohen. Umschrift: S : arfltf : piejl Clnus Dene:
Siegel rund, l?«/io Ctm. Auf der Siegelflache eine Hausmarke. Umschrift: S ' fjanS : t>ai1 : Wtitnfm
Aiff dem Siegel des Reimar von Plesse erkennt man den Stier, doch sind Bild und Umschrift undeutUch.
1) Im Stadtnrchiv zn Hamburg befinden sicb folgende bieber gcborige Urfebdcn und Verpflichtungen :
1. Urfehde dos Bernhard Rohr und des Claus Rohr, Vettern, unter Burgschaft des alten Claus
Rohr, des jungen Claus Rohr und des Hans Rohr. Feb. 2. (des dinxedaghes vnser
leuen Vrouwen Lychtmisscn).
2. Verpflichtun^ derselhen fiir sich und ihre Knechte Hans Lobcke ffpnannt Winterveld, Ernst
Mund, Vritze Trebbow, Arnd Mollendorp, Hermann Cremon, Henninp: Wyndewand,
Gereke Herbrocht, Hans Vasta, Honneke Hulsebekc unter Burgschaft des Ritters Hehnold
von Plesse und der Knappen (jlodeword von Plesse, Henneke Plesse, Werner von der
Schulenborir zu eiiiom Losegolde von 400 n?/' unter gleicher Biirgschaft. Feb. 2. (des
dinxeda^rhes an vnser Icuen Vrouwen Lychtmissen).
3. Urfelide des Knappen Kone von Redestorp unter Burgschaft des Hans von Redestorp genannt
Monck von Redestorp, Hans von Redestorp und Heinrich von Redestorp. Feb. 2. (des
dinxedaghes vnser Ivuen Vroweii Lichtnivssen).
4. Urfehde des Knappen Hans Hesselstorp unter Burgschaft des Achyin Hesselstorp, Friedrich
Hesselstorp und Vritze Hesselstorp. Feb. 2. (des dinxedaghes vnser leuen Vrowen Licht-
niysen).
&• Verpflichtung desselben fiir sich und seine Knechte Vicko Sniylow und Claus Preen zu
eineni Losegeld voa 100 mil unter Burgschaft des Claus von Reystorp, Albrecht War-
denberg und Eler Mollendorp. Feb. 2. (des dinxedaghes an vnser leuen Vrouwen daghe
Lychtmissen.
6. Verpflichtung des Knappen Johann von Hitzacker zu einem Losegelde von 60 w// unter
Burgschaft des Ritters Werner von dem Berge und der Knappen Hartwich von BOlow
und Hans von dem Knesbeke. Feb. 4. (am donredage na vnser leuen Frowen dage
Lichtmissen).
7. Urfehde des Hans von Hitzacker des jiingeren unter Burgschaft des Hans von Hitzacker und
des Albert von Hitzacker. Feb. 4. (am donredaghe na vnser leuen Vrowen daghe
Lichtmessen).
g. Urfehde des Knappen Kersten Wardenberg unter BQrgschaft des Hans Wardenberg und
Albert Wardenberg. Feb. 4. (des dunredaghes na vnser leuen Vrowen Lichtmissen).
512 1423. Apr. 11.
n\'
,7
Der Ritter Engelbrecht von Tisenhusen macht den Ritter Benedict Poggewisch :u
seinem Bevollmdchtigten hinsichtlich des Gutes Stockelsdorf und Zubehor,
1423. Apr. 11.
Ik Engelbrecht van Tyzenhusen, ritter, wnnsche alien cristenlouigbeo
luden, to den desse brefF komende werd, seen, horen efte lesen, besundern
den erbaren wisen borgermeisteren vnde ratmannen der stad Lubeke, ewyghen
heyl in Gode, bekennende vnde betughende openbare in dessenn breue, wo ik
was vor den vorsichtigen erbaren borgermeisteren der stad to Righe vnde
mechtighede den erbaren strengen ritter, hern Benedictus Poggewisch, van
miner weghen to donde vnde to latende, oifte ik dar jeghenwardich were, also
van des gudes wegen, dat vor Luheke beleghen is, dat der Vorradesschen
seliger dechtnisse togehoret heift vnde my angestoruen is van erfiTliken recbtes
wegen. (Des weygerden sik de) borgermestere to Righe vnde seden, dat were
der stad Lubeke enkeghen vnde wolden (my nenewis geuen enen bref), den
men nomet ene touersicht. Worvmme, do dat nicht schen kunde, so mechtige
ik Engelbrecht van Tyzenhuzen, ritter vorbenomed, vnde make mechtich in
dessem breue mit wolbedachtem vorberaden mode den vorbenomeden strengen
9. Urfehde der Knechte und Diener des Kerstcn Wardenberg, Claus van Verbisse und Gerete
Louwesikke, und der Knechte und Diener des Kone von Redestorp, Henneke to Holte.
Dietrich Muring, Jacob Wiprecht, Laurencius Schroder und Claus Oltghert. Die beideo
genannten Knappen leisten nicht BOrgschaft, sondern bezeugen nur, dass die Urfebde
beschworen ist. Apr. 8. (des dunredaghes na Paschen).
10. Urfehde der Diener und Knechte des Hans Qesselstorp, Vicko Smylow und Claus Preeo,
unter Biirgschaft des genannten Knappen. Apr. 8. (des donredaghes na Paschen).
11. Urfehde der Knechte und Diener der Knappen Bernhard und Claus Rohr, Hans Lob^^
genannt Wynterveld, Ernst Mund, Vritze Trebbow, Arnd Mollendorp, Hermann CrcfflOBi
Henning Wyndewand, Ghereke Herbrecht^ Hans Vasta und Henneke Hulsebeke, und
des Knechies und Dieners des Knappen Otto Grevenitz. Die genannten Knappen
bezeugen, dass die Urfehde beschworen ist. Apr. 8. (des donredaghes na Paschen).
12. Der Knappe Kersten Wardenberg verpflichtet sich gegen den Rath von Hamburg zu einem
Kriegsdienst mit drei Reisigen anstatt des Losegeldes unter naher angegebenen Bedin-
gungen. Apr. 18. (dos anderen sondaghs na Paschen genant Misericordia Domini).
13. Verpflichtung des Knappen Kone Rastorp (Redestorp), mit sechs Reisigen, guten Knappen,
zu dienen. Apr. 18. (des anderen sondaghes na Paschen genomet Misericordia
Domini).
14. Verpflichtung der Knappen Bernhard und Claus Rohr, mit zehn Reisigen zu dienen. Apr. 18*
(des anderen sondaghes na Paschen genomet Misericordia Domini).
. -*'
1423. Apr. ii. 513
ridder, hern Benedictus Poggewisch, van des suluen gudes weghen, darby to
donde vnde to latende like my suluen. Vnde wan de vorscreuene her Bene-
dictus van des suluen gudes wegen vornoget is, so loue ik vort, dat de stad
to Lubeke van mi van des gudes weghen nene maninge liden scholle to
3wighen tiden. Des to ener beuestinge vnde vul^enkomener tuchnisse so hebbe
ik Engelbrecht) ritter vorbenomed^ myn ingesegel vnder an dessen breff ge-
[langen. Gheuen int jar vnses Heren dusend verhundert in dem XXIII jare,
acbte daghe na Passchen.
^ocA einer Ab$chrift auf einem durchiocherten Blatte Papier, demselben, welches auch die Urkunden Bd, V No, 345
und 368 enthdlt Die eingeklammerten Stellen sind ergdmt,
Urfehde des langen Jacob. 1423. Apr. 13.
Ik lange Jacob. Bekenne vnde betuge openbare in desseme breue vor
^Jlesweme, dat ik den erebaren heren borgermesteren vnde radmannen der
»tad Lubeke, eren borgeren, denren vnde nakomelingen eyne rechte orueyde
nuet vnde sworen hebbe, loue vnde swere in desseme breue vor my, vor
nyne mage vnde vrunt, geboren vnde vnneboren, geistiik ofte werltlik, vnde
or alle de jenne, de vmme mynen willen don vnde laten willen, sunder
^nigerieye argelist to ewijgen tijden to holdende, darvore dat ik in eren
l.oten vnde torne sad, vnde loue in guden truwen vnde swere sunder allerleye
r'gelist, dat ik der suluen heren, erer borgere, denre vnde der eren vorbe-
omed nummermer vyant werden en wil, noch nemand van myner wegen, vnde
^<. ere gud vnde ere stad Lubeke nummermer beschedegen wil, heymeliken
'dder openbare, noch in rade ofte dade wesen, dat se jenigerleye wijs besche-
^eget werden. To ener merer tuchnisse der warheit so hebbe ik lange Jacob
<^orbenomed myn ingesegel mit mynen guden willen hengen heiten vor dessen
V^reff. Gegeuen na der bort Christi dusent veerhundert drevndetwintich, des
^inxstedages vor Misericordias Domini.
Nach dem Original. Mit anhangendem unkenntlichem Siegel.
6ft
\
514 1423. Apr. 14.
Urfehde des Kuno Planter geleistet dem Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg und seinm
Brudem Bernhard und Otto, so wie auch den Rdthen von Libeck,
Hamburg und Luneburg unter Burgschaft des Hans Marschalk. U2l
Apr. 14.
Ik Kune Plante. Bekenne vnde betuge (u. s. w. gleichlautend mit No.437),
Gegeuen vnde screuen in den iaren vnses Heren dusent veerhundert drevnde-
twintich jar, des middewekens na Quasiinodogeniti.
Naeh dem Original. Mit zwei anhangenden Siegeln. Kuno Plante: Siegel rundy 2^lio Ctm. Auf fi»m
stehenden Schilde ein schrdg links gelpgter Blumenzweig, Umschri/t: + Ruilf Jj^ ptdltit ^%^
Hans Marschalk: Siegel mnd, 2*/,o Ctm, Auf stehendem Srhilde ein au/gerichttter Lowe. Umtekrifi:
s* xo^mnts marc
Iȴ1U.
Der Propst Bertold, der Decan Johannes und das Domcapitel zu Lubeck bestimmen
uber die Verwendung der Zinsen einer von dem verstorbenen Domherm
Nicolaus Vordis zu Almosen bestimmten Summe. 1423. Apr. 16.
Jtiertoldus, prepositus, Johannes, decanus, et capitulurn ecclesie Lubi-
censis. Presentibus cupimus fore notum, quod Felicis recordationis doininus
Nicolaus Vordis, oliin canonicus noster, sacri palacii apostolici causarum auditor,
in vltima sua voluntate legauit et donauit tricentas marcas lubicenses ad
emendum redditus pro elemosinis hie in ecclesia nostra inter pauperes men*
dicantes distribuendos^ cum quibus tricentis marcis eminius viginti quatuor
marcarum annuos redditus inter alios redditus per nos in villa to der Meetze,
sita in parochia Gadebusch Ratzeburgensis diocesis, emptos, quos quidem
redditus XXIIII marcarum, postquam per nos subleuati Fuerunt, expensis
tamen pro extorsione ipsorum reddituum pro tempore factis iuxta ratam
defalcatis, domino Nicolao Brake, perpetuo vicario in ecclesia sancti Nicolai
Hamborgensi, assignabimus hie in ciuitate Lubicensi ad tempora vite sue
duntaxat iuxta voluntatem dicti domini auditoris, sic quod idem dominus
Nicolaus Brake per se vel per alium fidelem presbiterum hie in ecclesia
Lubicensi singulis diebus duodecim et sextis feriis triginta obulos pauperibus
mendicantibus sine fraude diuidendo ministrabit et, quitquit superfuerit, idem
dominus Nicolaus Brake vsibus suis applicabit. Ipso autem de hac luce sublato
prepositus, decanus et scholasticus huius ecclesie nostre vel saltern maior
1423. Apr. 16.
516
p£^rs eorurn et, si absentes fuerint, extunc seniores canonici de capitulo^ vnus
vol duo, loco absentis vel absentium huiusrnodi distribucionem, vt premittitur,
alicui deuoto et fideli presbitero hie in ecclesia residenti coinmittere debebunt,
sio, quod residuum fuerit vltra predictam distribucionem, idem commissarius,
qtai pro tempore fuerit, pro laboribus suis obtinebit, legendo tamen singulis
septimanis semel vigilias pro animabus omnium fidelium defunctorum, orando
eciam pro anima dicti domini auditoris. Datum Lubeke, anno Domini
M CCCC XXIII, feria sexta post dominicam Quasimodogeniti. Et in testimonium
omnium premissorum sigillum capituli nostri ad negotia presentibus est
appensum.
^Z49 dem im Beaitz der OeaelUehaft fur Schiesw,- Hoist- Lauenb, Geschichte befindlichen Diplomatarium Lubeeense.
Lubeckischer Verkehr mit Mitteldeuischland. 1423. Apr. 18.
Mermannus Gutman portanslitteram plenirespectus a consilio deNorthusen
pro assequendo a Petro de Getelden quibusdam bona, videlicet Hessesche et
Narthusensche lakene, copperrok vnde stal, per mortem Johannis Vust aput
prefatum Petrum derelicta. Idem tamen Hermannus Gudman coram consilio
et hoc libro recognouit, se dicta bona a Petro de Getelden ad sufficienciam
subleuasse et percepisse, propter quod cum suis heredibus et nomine Johannis
M^ssersmyd de Northusen, cuius plenipotens procurator erat, constitutus pre-
fatum Petrum de Getelden cum heredibus suis pretextu illius penitus dimisit
ab omni ulteriori monicione seu inpeticione quitum et solutum. Promisit
eciam dictus Hermannus Gudman, se velle et debere Petrum de Getelde
releuare et stare pro ulteriori defectu, si quis contingeret in premissis.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1423, MUeric, Dom.
Heinrich FZ, Konig von England, verleiht den Hansischen Kaufleuten auf em Jahr
Schutz und Sicherheit fur thre Personen und ihr Eigenthum in seinen
Landen. 0. J. (1423). Apr. 23.'
Henricus, Dei gracia rex Anglie et Francie et dominus Hibernie.
Vniuersis et singulis justiciariis, vicecomitibus, maioribus, constabulariis, balliuis,
1) Heinrioh V. starb den 31. August 1428.
65*
M6 (1423). Apr. ii3.
mimstris et aliis fidelibus suis tarn infra libertates qnam extta, ad quos pr^*
sentes littere peruenerint, salutem. Sciatis, quod, cum tarn omnes mercatores
de societate de hansa Alemannie in villa de sancto Bothulfo iam existentes,
quam alii de societate predicta in regnum nostrum Anglie venire volentes
metuant, tam sibi quam marinariis hominibus et seruientibus suis dampnom
de corporibus suis ac iactnram de nauibus, bonis, mercandisis et rebus suis
per quosdam emulos suos et eorum complices et factores de facili posse
euenire, nos volentes securitati ipsorum mercatorum ac marinariorum bominum
et seruientium suorum predictorum in hac parte prouidere et ipsos ab buius-
modi dampnis et iacturis, quantum possumus, preseruare, suscepimus tam
ipsos mercatores iam in regno nostro predicto existentes quam omnes alios
mercatores de societate predicta in regnum nostrum predictum venire volentes
et eorum quemlibet ac marinarios homines et seruientes suos in regnum
nostrum predictum veniendo, ibidem morando et exinde ad propria redeundo,
necnon naues, bona,mercandisas et res sua quecumque in protectionem^tuicionem,
saluam gardiam et dePensionem nostras speciales. Et ideo vobis et cuilibet
vestrum mandamus, quod ipsos mercatores ac marinarios homines et seruientes
suos et eorum quemlibet in regnum nostrum predictum veniendo, ibidem i
morando et exinde ad propria redeundo, necnon naues, bona, mercandisas
et res sua quecumque manuteneatis, protegatis et defendatis, non inFerentes
eis vel eorum alicui seu, quantum in vobis est, ab aliis inferri permittente^
iniuriam, molestiam, dampnum, violentiam^ impedimentum aliquod seu grauamen,
et si quid eis vel eorum alicui forisfactum vel iniuriatum fuerit, id- eis et
eorum cuilibet sine dilacione corrigi facientes et debite reformari, dumtamen
iidem mercatores, marinarii homines et seruientes sui predicti aliqua nobis
seu regno nostro Anglie preiudicialia non faciant nee facere vel attemptar^ ;
presumant quouis modo. In cuius rei testimonium has litteras nostras fieri
fecimus patentes per vnum annum duraturas. Teste me ipso, apud West-
monasterium, XXIII die Aprilis, anno regni nostri primo. ^
Thoralby.
Nach dem Original, Von dem Siegel ist nur noch ein Rest ubrig.
1) Aof der Rfickseite ist, oflenbar in Ltlbeok geschrieben, von anscheinend gleiohseitiger Hand bemeiktft
Littera safgardie 9e anno primo regni domini Henrioi sezti.
1423. Apr. 25. 517
JDJLl.
Nachweis eines Gasthofs in Lubeck. 1423. Apr. 25.
Johannes Cruze, hospes ad aureain coronam^ coram consilio et hoc
) recognouit, se et suos heredes teneri Johanni Pusteken et suis heredibus
! mrc. lub. den., quando pars parti per medium annum ante predixerit,
)abiiiter et expedite persoluendis, pro quibus sibi proprietatem domus sue
aureani coronam^ in qua inhabitat, prope maceilum, sicut jacet, coram
iilio inpignorauit. '
Nach einer Inscription des Niedergtadtbuchs vom J, 1423, Jubilate.
Rath von Reval bekenntj dass es eine Gefdlligkeit des Raths von Lubeck set] ihm
uber den Ausgang der Revaler Rechtsstreitigkeiteny in denen er als
Appellationsinstanz gesprochen habe, Nachricht zu geben, und erkldrt
zugleichj dass er seine Burger nicht hindem wolle, ihre Sachen schon in
erster Instanz an den Rath von LUbeck zu bringen. 1425. Apr. 25.
VVy borgermestere vnde radrnanne der stad Reuale. Bekennen vnde
gen openbare in desseme breue vor allesweme, dat, alse vns de erbaren
n, borgermestere vnde radrnanne der stad Lubeke, vmme vnser vlitigen
' vnde leue willen de gunst bewysen, wanne twe vthe vnser stad eyn ordel
ore erbarheyde schelden, dat se vns denne na vorlope des rechtes vor
gebandelt wedder scriuen, dat de yenne, de dat ordei van vns vor ore
rheyde geschulden heuot, dat ordel gewunnen ofte vorlaren hebbe, dat
lat van en van sumerger gunst hebben vnde dat ock nicht lenger duren
arflF, denne yd oren erbarheyden behechlick vnde beqweme is, vnde wanne
me in vnser stad sint, de eendrachtliken ere recht vor de erbaren heren,
rad der stad Lubeke, zoken willen, dar en schole wij noch en willen se
ane hindem. Vnde desses to merher tuchnisse is vnser stad secret
nget vor dussen breff, (de) gegeuen vnde gescreuen is na der bord vnses
1 dusent verhundert vnde darna in deme drevndetwintigesten jare, vppe
Marcus dach des hilligen ewangelisten.
N<ich einer Abachrift im Niederadchsischen Copiariua fol, 324.
) Ein anderer Gasthof wird 1424, Jabilate (Mai 14), erwihnt Conradns Woltebeke, bospes ad Teoatorem,
let dies sein Eigentbam. Ferner findet sich 1425, Priace (Jao. 18.), Godekions Tan dem Bergbe, boipea
tenperde, 1425, Lucie (Deo. 13), torn Jegere.
M8 1423. Apr. 26.
DXIII.
Urfehde des Heinrich Winter/eld, geleistei dem Herzog Erich V. von Sachsen-Lauenbttry
und dessen Brudern Bernhard und Otto, so wie auch den Rddien von
Lubeck, Hamburg und Liineburg unter Burgschaft des Joachim Winterfdd.
1423. Apr. 26.
Ik Hinrik Winteruelt (der Wortlaut ist wie No. 437). Datum anno
Domini MCCCCXXIIP, secunda die post Georgii.
Original auf der Trese. Mit beiden anhangenden Siegeln. Sic sind ntnd, ^'/lo Chn. Auf ttehendem SAildt
ein nach der iinken Oberecke aufauigendes Thier mit gebogen hertibhdngendem Schwani. Uwuekrifii
+ + $ acg^tm <► mintttVtn. Beide AussteUer haben dasselbe Siegel gebraucht !
Urfehde des Claus Bentveld, unter Burgschaft des Henneke Sparke zu Projensdor^
und des Claus Welige, Burgers in Liibeck. 1423. Apr. 27.
Ik Clawes Bentueld (der gewohnliche Inhalt der Urfehden). Vnde wij
Henneke Sparke^ wonafticb to Prodenstorpe^ vnde Clawes Welige, borger to
Lubeke^ bekennen vnde betugen openbare in dessen breue, dat de erbenomedo
Clawes den vorscreuenen heren borgermesteren vnde radmannen alle vor*
screuenen stucke gelouet vnde gesworen heft, also hiir vore geroret is, vnde
wij suluen Henneke vnde Clawes loiien in guden truwen in craft desses soluen
breues mit eyner samenden bant, dat de erbenomede Clawes Bentuelt den
vorscreuenen heren alle vorscreuenen stucke sanientlijken vnde vnuorbroken
holden seal, sunder argelist vnde jenigerleye insage. Vnde desses to merer
tucbnisse der warheit hebbe ik Clawes Bentueld erbenomed, houetman, vnde
wij Henneke Sparke vnde Clawes Welige, borgen, alle vnde besunderen vnse
ingesegele mit guden vrygen willen hengen heten vor dessen breff. DatQ0>
anno Domini MCCCCXXIIP, tertia die post Marci ewangeliste.
Nach dem Original, Mit den drei anhangenden Siegeln. Claus Bentveld : Siegel rund^ ^lio CJtJii. Arf ^
Siegelfldche ein langer\P/riemen (Dolchf), dessen Spitze den unteren Rand berHhrty wahrend der g€$ptdtesiQ^
an den oberen Rand reicht. Umschri/t: 4> S (kxOfS o 6niuM S^ Henneke Sporke^t S^
hat gleiche Grosse und gleiches Bild, wie das vorige. Umschri/t: $* 9fnilffe O $p<irftf /C^
Claus iVelige: Hausmarke mit der Umschri/t: S' cfoufS O Wffidjf.
1423. Mai 1. 519
mLv
Komg Sigismund befiehlt dem Rathe von Lubeck, die im Jahre 1423 fdllige StadU
steuer an den Albrecht Schenk von Landsberg zu bezahlen. 1423. Mai 1.
VVir Sigmund^ von Gotes gnaden Romischer kunig, zu alien czeiten
merer des richs, vnd zu Hungern^ zu Beheim, Dalnnacien^ Croacien etc. kunig.
Embieten den ersamen, burgermeistern, ratnnannen vnd burgern der stat zu
Lubeck^ vnsern vnd des richs lieben getruen, vnser gnad vnd alles gut. Lieben
getruen^ soliche gewonliche statsteure^ als ir vns von des richs wegen jeriich
zu geben pflichtig seyt vnd die vns vf vnser lieben Frawen tag natiuitatis
neclistkunftig geuallen vnd erschinen wirt, heissen vnd gebieten wir euch
ernstlich vnd vesticlich mit disem brieue^ das ir dieselben steure dem edein
Albrechten Schenken von Landsberg, vnsenn rat vnd lieben getruen, oder
siner gewissen botschaft von vnsern wegen vnd an vnser stat reichen, geben
vnd beczalen sollet. Wann so ir das getan habt, so sagen wir euch vnd die
egenante stat Lubeck solicher vorgenanten steure, die vns vfden n(echstkun)ftigen
vnser lieben Frawen tag natiuitatis erschinen wirt, gentzlich quidt, ledig (vnd
los mit)' disem brieue, der geben is zu Caschaw, versigelt mit vnserm kunig*
lichen anh(angenden insig)el, nach Crisis geburt vierczehen hundert jare vnd
dornach in dem XXIII ja(r) an sant Philipps)^ vnd sant Jacobs tag, vnser riche,
des Hungrischen etc. in dem XXXVII. d(es Romischen in dem)* XIII vnd des
Behemischtpn in dem dritten jaren.^
Ad mandatum domini regis Franciscus, praepositus Strigoniensis.
Nach dem Original. Mit anhangendem Siegei, Roemer-BUchner No. 71.
Konig Sigismund beglaubigt bei dem Rathe von Lubeck den Ritter Hetnrich Oln
und seinen Kaplan Lorenz Hezlicht. 1423. Mai 1.
Sigmund, van Gotes gnaden Romischer kunig, zu alien czeiten
merer des reichs, vnd zu Vngern, zu Bohem etc. kunig.
Juieben getruen. Wie wir mit vnserm lieben bruder., dem kunig von
Polan, vnd herczog Witolden verricht sein vnd wie wir den czug wider die
1) Die emgeklammerten Worte sind ergftoit, in der Urkande ist ein Looh.
S) In einer andern an demselben Tage ausgestellten and besiegelten Urknnde wird ,y8aiid Miohels oder sand
^•rtiiit tag** als der Tannin ffir die F&Uigkeit der Steuer geninnt
520 1423. Mai 1.
ketzer zu Bohem fur vns genomen hnben vnd andere sache, haben wir dem
strengen Henrichen Oln^ ritter, vnserm rate, vnd deni ersamen Laurencio Hex-
iicht, vnserm capplan vnd lieben getriien^ beuolben, an euch zu bringen vnd
des euch eigentlich zu vnderweisen^ vnd begern von euch mit fleisse, was
euch die egenanten Heinrich vnd Lorencz von vnsern wegen also erczelen
werden, das wollet in als vns selber genczlich glauben vnd getrawen, vnd
woUet sy ouch niit geleyte versehen, ob sy des von euch begern werdeo.
Geben czu Casschaw, am sant Philippi vnd sant Jacobi tag, vnser ricbe, des
Hungerschen etc. in dem XXXVII, des Romischen in dem XIII und des Be-
heiinschen im dritten jaren.
Ad mandatum domini regis
Michael, prepositus Boleslauiensis.
' Aufschrift: Den burgermeistern vnd reten der stete Lubecke vnd ailer
andern stete, die zu der hennze gehoren, vnsern vnd des richs lieben getrewen.
Sack dem Original auf Papier. Mit aU Presael aufgedrUcktem kleinen kaiterlichen SiegeL
Urfehde des Hans van der Herberge unter Burgschaft seiner Bruder Gherd uni
Borchard van der Herberge. 1423. Mai 9.
Ik Hans van der Herberge (u. s. w. der gewohnliche Inhalt der Urfehden).
Datum anno Domini MCCCCXXIII*^, dominica die proxima ante festum Ascen-
sionis Domini.
Nach dem Original. Mit drei anhangendtn Siegeln, Das Biid, in alien drei Siegeln dasaelbe, vtt ein emtbtosster
FlUgelknochenj an dem nur die dussersten Schtoung/edern sichtbar sind; die Fedem unten quer iiegemd,
Umschri/t undeutlicK,
mavm.
Suhne wegen Todtschlags. 1423. Mat 9.
llintzo Perlin et Lambertus, eius Hlius, inpetebant Langenhansen et
Marquardum Knope pro interfectione Michahelis Perlin, (ilius antedicti Hintsen,
tamen per amicabiles compositores utriusque partis, videlicet Hinricuni Swanxe,
Gerrardum Palmedach, Wilhelmum Top et Johannem Cron, dicte partes
amicabiliter concordati sunt, ita quod prefati Hintzo Perlin et Lambertus, eios
filius, coram libro recognouerunt, se esse penitus satisfactum de predicta iDter-
522 1423. Mai 23.
fioluende. Tamen prefati prouisores et pueri Joliannis Langen obtinuerunt
sibi reempcionem antecTictorum reddituum pro summa antedicta, quando eis
placuerit^ absque contradictione Johannis Luneborch suorumqne heredum seo
alterius cuiuscunque.
Nach einer Inscription de» Niecteritadthuchs vom J. 1423, Pentec,
Kleines Hetligen-Geisi Haus. 1423. Mai 26.
Domini Hiriricns Rapesuluer, proconsul, et Johannes de Heruerde,
consul huius ciuitatis Lubicensis^ tamquam prouisores parui Sancti Spiritos,
coram consilio et hoc libro recognouerunt, se habere XL mrc. reddituum per-
petuorum in consih'o Luneburgensi prefato paruo Sancto Spiritui appertinencia
juxta tenorem vnius aperte littere per consules Luneburgenses super hoc
sigillate. Tamen Eghardus Rode et Gezeke^ vxor eius legitima, debent dictos
redditus XL marcarum a consulatu Luneburgensi singulis annis vti et subleuare
ad tempus vite eoruni et interim quod ambo viuunt. Ad hoc prefati proui-
sores dederunt suum consensum et voluntatem^ defuncto tamen preratoruro
amborum Eghardi et Gezeken dicte XL marce reddituum apud domum parui
Sancti Spiritus manebunt in perpetuum.
Nach einer Inscription dea Niederatadtbuchs vom J. t423, IV p. Pent
Urfehde des Ludeke Scharpenberg unte?* Burgschaft des Gerd von Crumesse und d(s
Volquin Gronow. 1423. Mai 30.
Ik Ludeke Scarpenberch (der gewohnliche Inhalt der Urfehden). Datum
anno Domini MCCCCXXIIP, prima die dominica post Festum Penthecostes.
Nach dem Original. Alit drei anhangenden Siegein. Vgl. Siegel des M.^A. He/t 6. p. 115. p. 120, Heft 5 p. 'O*
DXXIII.
Vertrag des Konigs Erich von Ddnemark mtt den Stddten Lubeckj Rostock^ StraV
sund, Wismarj Lunehurg, Greifswald und Anklam uber eine eventueU, zu
leistende gegenseitige Hiil/e. 1423. Jun. 15.
In den namen der hilgen dreualdicheyd amen. To ewigher dechtnisse
der nascreuenen stucke, to werdicheyd, to endracht vnde to ewigen bestande
1423. Jun. 15. 523
der rijke Denemarken, Sweden, Norwegen vnde der eriiken stede, alse Lubeke,
Rozstok, Stralessund, Wysmer, Luneborch, Grypeswold vnde Anclem vnde der
gemeynen henze vnde henzestede mit nialk andere so bekennen mit dessem
jegenwardigen breue vor alsweme wij Erik, van Godes gnaden der ryke Oene-
inarken, Sweden, Norwegen, der Wende vnde der Ghoten koning vnde hertoge
to Pomeren, vor vns vnde vnse nakomelinge, koninge, vnde rijke vorgescreuen
vnse vndersaten vnde ynwoners der suluen ryke, dede nu sint vnde tokomende
•werden, an de eyne syde, vnde wij borgermestere vnde radmannen der stede
Lubeke, Rozstok, Stralessund, Wysmer, Luneborch, Grypeswold vnde Anclem
vnde vurder de gemeynen henzestede, de wij vorbenorneden stede hir mede
inthende werden, alse vele alse erer darane wesen willen, vor vns vnde vnse
borghere, in^oners vnde menheyde, dede nu sint vnde tokomende werden, an
de anderen syden, dat wij vns mit malkanderen mit gantzer endracht vp eyne
vruntlike^ truwe, stede, vaste vnde ewige tozate vormiddest crafft vnde tuch-
nisse desses jegenwardigen breues vorbunden hebben vnde vorbinden to ewigen
tyden in sodaner wijse, alse hyr nauolged vnde vtgedrucked steyd, sunder alle
voruank, de vns an beyden syden an dessem jegenwardigen vorbunde vnde
tozate mochte to schaden edder to hinder komen an yenigerleije wijs, doch
so dat eyne jewelke stad do eren heren, wes se eme van ere vnde rechtes
wegen plichtich is to donde to sin»e rechte. Were ok dat jenich here, de de
erbenomeden rijke wedder recht beschedigen edder oueruallen wolde edder
den koningen der ryke nicht rechtes plegen enwolde, deme heren scholen
vnde willen wij vorbenorneden stede in sulken zaken nynerleye bijstand edder
hulpe don wedder den koninge edder rijke vorgescreuen. Vnde yodoch so
Scholen de anderen stede, de vnder den heren nicht beseten ensint, den vor-
^creuenen ryken den tal van volke, alse hijr nascreuen vnde vtgedrucked steyt,
^an des behoff is vnde gheessched werd na vtwijsinge desser tozate^ nicht
^^rmynren. To deme ersten male, geuille dat to welker tijd, dat yenich vorste,
"^re, ridder efFte knecht, land, stede, lude edder menheyde yemanden van
^*^s an beyden sijden vorgescreuen na desser tijd vorwalden, vorvnrechten,
'^^schedigen edder wedderstal don wolden edder deden, so schole wij Erik,
*^^ning vnde hertoge erbenomet, edder vnse nakomelinge, koninge vorge-
screuen, eft de wald, vnrecht, schade edder wedderstal schege an vns, an
^^^Sen nakomelingen, rijken, landen edder luden vorgescreuen, dat vorkundigen
^'^de witlik don vormyddest vnsen erlyken sendeboden edder breuen den
^'^'yken steden vorbenomed to der stede, welk dar vns dat denne best belegen
524 1423. Jun. 15.
werd. Werel ok so dat de vorscreuen wald, vnrecht, schade edder wedderstal
schege edder kered worde an weike van vns steden, borgeren, inwoners, men-
heyde vorgescreuen edder an de vnse, so schal dat de zulue stad witlik don
vnde toscriuen den steden Lubeke, Rozstok, Stralessund vnde Wysmer, so
scholen denne de IIII stede vorgescreuen edder dre van en darouer tozamende
komen vnde ouerwegen, eft de anstande zake sulk sy, dat dar denstes vnde
hulpe der vorscreuen rijke to behoff sy, vnde dunked en denne des nod wesen,
so scholen se dat denne vormyddest eren erlyken sendeboden edder breuen
kundigen vnde witlik don deme alderdorchluchtigesten vorsten vnde heren,
deme koninge edder sinen nakomelingen vorgescreuen, wor se emo edder en
denne dar bynnen den vorscreuen rijken best vnde negest benalen konen. So
schole wij Erik, koriing vnde hertoge erbenomed, vnde vnse nakomelinge vor-
gescreuen vp vnse eghenen koste, alse dat hyrna clarlyker vtgedrucked steyd,
den erliken steden vorbenoined, wen se vns der vorscreuenen hulpe ansynnende
werden, vnde wij stede vorgescreuen des suluen ghelyk deme alderdorchluchti-
gesten vorsten vnde heren, denie koninghe vnde sinen nakomelingen vorge-
screuen, eft ere gnade vns hulpe ansynnende werd, bynnen dren manten dprna
schicken eynen tal volkes van dusent werafftigen mit harnsche vnde to der
were wol vnde temelyken vtgeredet, id were denne so dat de yenne, deme de
vorscreuen hulpe schen scholde, eyn mynre getal van volke esschende worde.
Weret ok so dat de anstande zake edder nod, dar de hulpe to denen scholde,
sodanich were, dat dar eynes groteren talles to hehoff were, so schal de yenne
van vns an beyden syden, de de vorscreuen hulpe edder denst esschende werd,
dat denne vorkundigen vnde vorscriuen der anderen syden, vnde so scholen
wy an beyden syden vnuortogerd darvp tohope schicken in eyner legelyken
stede vnde eynem vtgeslickeden dage vnse erliken sendeboden vte vnsem rade,
vmme to ramende vnde eynes to werdende mit malk anderen eynes groteren
talles van volke na legenheyd der anstanden zake vnde nod vorgescreuen, vnde
na der suluen legenheyd zake vnde nod schal denne de eyne deme anderen
van vns an beyden syden vorgescreuen vurder bijstendich vnde behulpen
wesen, alsemen denne prouen kan, dat des vorscreuen denstes edder hulpe
darto behoff werd, ane yenigerleye hulperede dar tegen to kerende, id enwere
denne also, dat de yenne van vns an beyden syden vorgescreuen, de to der
vorscreuen hulpe essched worde, des yennen edder der yennen, dar de vor-
screuen hulpe vp ghan scholde, to eren vnde to rechte mechtich weren. Vnde
de sulue van vns an beyden syden vorgescreuen, de sik eynes anderen na der
1423. Jun. 15. 525
Tvijse vorscreuen tnechtigende werd, de schal de suluen vnderhorich inakeii
deni rechten bynnen sos rnanten darna, alse he to der vorscreuen hulpe
geessched werd, edder he dene to der hulpe. alse vorgerored is. Vnde
yodoch in wat wijse de vorscreuen vnrecht., wait, schade, wedderstal edder
anval schege, de vnser yenigem van beyden syden aniicgende worde, so scholen
vnde willen wij doch vns an beijden syden [vns] bewijsen niit malkandere
mit gantzen truwen, doch so dat de eyne syde, de der anderen volgende werd
mil dusent werafFtigen edder dar embouen. de schal sik suluen spijsen veer
weken lang na der tijd, dat se in des anderen hauene edder gebede kumpt,
vnde na den ver weken schal se spijsen de yenne, deme de hulpe dan werd,
eft he de hulpe lenger wil hebben. Wered ok dat welk syde der anderen
volgende worde mit vift' hunderden edder myn, de schal sik suluen spijsen na
der tijd, dat se in des anderen hauenen edder gebede kutnpt, XVI weken lang,
vnde na den sosteyn weken schal se de yenne spisen, deme de hulpe gedan
werd. Vnde weret ok also dat de yenne, deme de hulpe schege, lenger hulpe
bedrofl'te, so schalmen eme laten twehundert weraftich also lange, alse erne
des to der vorscreuen sake behoff werd. vnde de suluen schal spijsen de yenne,
de se vtgesand heft. Vnde geville sik dat also, dat de yenne van vns an
beyden sijden vorgescreuen, de sik vormyddest der vorscreuen hulpe edder
denste an yemende richtende worde vnde darouer bekrechtede land, stede,
slote edder lude, den vromen schal de yenne beholden, deme de vorscreuene
hulpe edder denst gedan werd, doch andere stucke, alse vangene, rofF vnde
andere reysege haue, de schalmen buten na kryges vnde orliges wijse. Vurder
mer^ eft id so geuille, dat yemand van vns an beyden syden vorscreuen mit
yemende vmme des anderen willen to vnwillen edder to kryge qweme, so
schal doch de eyne syde sik nicht affzonen ane der anderen willen, vnde eft
in dem vorbenomeden denste edder hulpe yemand an beyden syden vorge-
screuen schaden neme, den schal yewelik syde suluen dregen. Vorlmer, so
scholen alle vndersaten vnde ynwonere der rijke vorgescreuen vnde alle des
erbenomeden konynges, siner nakomelinge edder der cronen denre vnde
alle, de se mit rechte vordegedingen mogen, in den vorbenomeden steden vnde
in alien henzesteden, de in desse tozate komende werden, vnde in eren hauenen
vnde gebeden to lande vnde to watere vnde dar wedder vt vor vns stede vor-
gescreuen vnde de vhsen vnde alle, de vmme vnsen willen don vnde laten
willen vnde scholen, mit eren liue vnde guderen geleydet vnde gheueliged
wesen vor alle wald vnde vnrecht. Vnde des gelykes scholen ok geleydet
526 1423. Jun. 15.
vnde geueliget wesen alie borgere vnde inwonere der stede vorgescreuen viide
alle de yenne^ de se init rochte vordegedingen rnogen, bynnen den rijken vor-
gescreuen to M^atere vnde to lande vnde dar wedder vt mit erein liue vode
guderen vor alle de yenne^ de in den suluen rijken beseten sint edder de der
vorscreuenen cronen horsani plichtich sint^ doch so dat eyn yewelik to der
stede, dar he edder sin gud komende werd, do, wes he dar van recbtes
wegen pliclitich is to donde. Vortmer, vppe dat desse vorscreuen erlijkevnde
vruntlikr tozate vnde vorbund Gode to ioue vnde vns an beyden sijden to
nutte vnde to vrornen deste vaster geholden werde vnde bij vuller macht
bliue, so scholen vnde willen wij an beyden sijden vorgescreuen alle jare in
tokomenden tijden vp vnser leuen Vrowen dage erer bord vnse vulmechtigeo
bodescop vt vnseni rade tozamende hebben to Copenhauen, vnde scholen dar
laten ouerwegen vnde vortsetten vnde vulthen de stucke, dede denen mogen
to bestantnisse desses vorscreuenen vorbundes vnde vrunthker tozate. Vnde
vfes dar denne mit endracht an beyden syden gehandeld vnde gesloten werd,
dat schal by vuller macht bliuen. Vnde geville sik dat also to welker tijd
vppe deme suluen dage to Copenhauene dorch yenigerleye anvalles willen, de
denne vpgestan were, dat yeinand van vns an beyden syden vorgescreuen deme
anderen hulpe ansynnende were, darane schal sik de zyde, de to der buipe
denne essched vnde vorsocht werd, bewysen lykerwys, eft de sulue witlicbeyd
gekundiged vnde gedan were to der stede, alse dat hyrvore steyd vtgedrucked.
Weret ok dat yemend van den vndersaten edder inwoneren der rijke vorge-
screuenen van den erbenomeden steden edder van eren borgeren edder inwo-
neren, edder ok de borgere der stede, ere inwonere edder de eren vorge-
screuen van den vorscreuenen rijken edder der rijke vndersaten edder inwoneren
bynnen desser vorscreuenen tozate vnde verbunde beschediged were wedder
recht, dat bewijslik were, dat schal eyne yeweike side van vns beyden deme
beschedigeden vprichten vppe deme vorscreuen daghe to Copenhauen edder
ok to danke daraff vornogen. Vortmer, scheged dat de allerdorchluchtigeste
vorstynne vnde vrowe, vrowe Philippa, konigynne der rijke Denemarken, Sweden,
INorwegen, der Wende vnde der Ghoten vnde hertogynne to Pomeren, vnse leue
gnedige vrowe, dem erbenomeden vnsem gnedigem heren koning Erike vor-
leuede, vnde se denne yemend an erem lifl'gedinge, alse er de erbenoinede
vnse gnedige here, de koning, mede beghaued hadde vnde er nalatende worde,
vorwaldede edder vorvnrechtede, so scholen vnde willen wij erbenomeden
stede vnde vnse nakomelinge er to eren rechte behulplik vnde bijstendich
1423. Jun. 15. 527
"wesen, alse wij Iruwelikest mogen. Vortmer, werot dat jenige henzestode
bouen de, de hijr beuoren genomed slan, in desser vorscreuen vruntliken
tozate wesen wolden^ de scholden dat esschen bynnen iare vnde dage na giPte
desses breues negest volgende, vnde so scholden se vns beyden vorscreuen
syden dar ere breue vp bezegelen vnde gheuen, dar wij ane vorwared weren,
vnde wij scholden en ok weddervniine breue gheuen, dar wij ane bekanden,
dat wij se in de vorscreuen vruntliken tozate entfangen hadden. Alle desse
vorscreuenen stucke vnde artikele samentlyken vnde eyn islik besunderen loue
wij Erik, koning vnde hertoge vorbenonied, vor vns vnde vnse nakonielinge,
koninghe, na rade vnde vulborde vnses erlyken rades^ an de eyne syde, alse
hyr nascreuen steyd, bij vnser koniglyken warheyd, vnde wij borgermestere
vnde radmanne der stede Lubeke, Rozstok, Stralessund, Wysmer, Luneborch,
Grypeswold vnde Ancleni vor vns vnde vnse nakomelinge^ vnse borgere,
iuwonere vnde menheyde, an de anderen syden, bij guden truwen vnde louen
stede, vast vnde vnuorbroken to holdende to ewijgen tyden sunder argelist.
Vnde desse vorscreuen vruntlike tozate vnde vorbund enscholen nynerleye
breuen edder priuilegien, de vnser eyne vorscreuen syde der anderen touoren
besegeld heft, to uoruange edder to schaden sin. Desses to tuchnisse so hebbe
wij Erik, konig vnde hertoge vorbenonied, vor vns vnde vnse nakomelinge,
koninge, rijke vnde vndersaten vorgescreuen, an de eyne sijde, vnse maiestaten
''Jgesegel, vnde wij borgermestere vnde radmanne erbenomed vor vns vnde
^nse nakomelinge, borgere, inwonere vnde menheyde, an de andere syde,
^'^ser stede ingeseghele mit vnsen willen vnde rechter wetenheyd vor dessen
"''efF laten hengen, de ghegeuen is to Copenhauen, na Codes bord verteyn-
"Underd vnde dar na in dem drevndetwintigesten iare, vppe den dach der
"'Igen mertelere Viti et Modesti. Vnde vmme merer zekerheyd vnde vaster
^orwaringe willen aller vorscreuenen stucke vnde vppe dat se alle zamentlyken
^'ide besunderen deste truwelyker gheholden werden vnde bestentlik bliuen,
^^ bekennen vnde betugen in dessem suluen breue wij Petrus Lucke vnde
^^hannes Haqwini, van Codes vnde des peuestliken stoles gnaden to
^^inden vnde to Vpsale ertzebischope, Johannes to Roskilde, des rijkes to
^enemarken ouerste kentzeler, Kanutus to Linkoping, Boetius to Arehusen,
^5iffno to Odenzee, Cristiernus to Rijpe, Lago to Wiborch, Brunolphus to
Schare, Arnoldus to Strengnisse, Johannes to Anslo, Antbernus to Hamer
vnde Thomas to Orkenoy bisschope, vnde wij greue Hans van Nougarden,
Aouedman to Crypesholm, Andres Jepson, houemester, houetman to Traneker,
528 1423. Jun. 15.
vnde to Rauensborcl^ Prydbern van Pudbusch, Algud Magniisson to Nycopinge
in Zweden, Erik Crurnmendyk to Aleholm, Axel Petersson to Wartberch, Swen
Slure to Suiidholin^ Byorn Olauesson van Esschenberch, Erik Nielsson to Rype,
Trut Hasse to Gotlande, Yons Grym to Linthohn, Nicless Godstaffson, la[u]gman
in Vplande, Nicies Ernglisson, ld[u]gman in Zudermanneland., Knut Odessoo,
Godstaff Magnusson. la[u]gman in Westergodlande^ Godschalk Bentsson, Bene-
dictus Pocgewisch to Alande, Hinrik Knuttesson to Hildersleff, IMerteo
Jonsson to Flensborch, Anders Niclesson to Copenhauen. Eler Ronnowe to
Lundenes, Peter Magnusson to Calflfo houetlude, Oleff Stichsson, Otto vainme
Knope, Jons Zwarte. Schoning, Sture Algudsson., Erik Petersson van Agbarden,
rittere, Ywen Vos, des rijkes to Denemarken zakerichter, Hans Cropelin to
dem Stokholme, Steen Basse to Nuborch, Henneke Bekeman tho Axewold,
Erik Erikesson to Alborch, Jons Laurensson to Lal^zekoping, Clawes Jonsson
to Coldinge, Peter Lucke to Thordorp, Tymme Yonsson to Akersshus, Albert
Budelsbach to Bahusen, Jacob Brunimele to Werdingborcb, (Johan) Rutbeck
to Helsingborch, Gherd Bruseke to Nuecoping in Valster^ Bent Konigxiiiarke
to Calnieren houedlude, vnde Karl Bunde,^ riddere vnde manne vnses erbe-
nomeden gnedigen heren koning Erikes, dat alle desse vorscreuen stucke
vnde articule zarnentliken vnde eyn islik besunderen in alter wijse, alse se in
dessein breue hijrvore vtgedrucked stan^ niit vnsser aller vnde eynes isiikes
willen vnde vulborde vnde na vnseni rade vnde hete schen sint^ vnde hebben
des to merer tnchnisse der warheyd vnse ingesegel init wolbedachtein mode
gudMrillichlyken vnde mit rechter wetenheyd heten hengen vor dessen breff, an
der stede, iare vnde dage, alse hijr vorscreuen steyd.
Nach einer unhtglauhigten gleichzeitigen Abschrift.
Albrecht V., Uerzog von Mecklenburg, verwendet sich bei dem Rathe von Libeck
fur den zahlungsunfdhigen Ernst von Ditten. 1423. Jul id.
Albertus^ Dei gracia Swecie et Norwegie regnoruin
verus heres et dux Magnopolensis, comes Zwerinensis.
Vnse gunst vnd allent wes wy gudes vormoghen tovorn. Leuen bo^gbe^
mestere vnde raetman. Wy bidden mit gantzeme flyte Fruntliken, dat gj
1) Die Zeugenreiho cnthftlt sowobl in der hier zum Grunde gelegten Abschrift als aach in dtta Abdrtok
bei Hvitfeld vielc Irrthflmer. 8ie ist durch eine gefftllige Mittbeilung des Herm Confereosrath Wegeaer ia
CopeDhagon ricbtig gestellt.
1423. Jul. 14. 529
Ernste van Dytten enen ende wolden vore setten^) den he aflanghen kunde.
Weret dat he nyns ende mif iw ramen kunde, dat gy em denne vmine vnser
bede willen eyn ^swyghent wolden gheuen^ alse gy alderlenghest konen, wente
he nicbt gheuen kan, zo gy suluen iijchte wol iruaren hebben. Leuen borger-
mestere vnde ratmanne, bewyset vns hir willen ane, dat wille wy teghen
iw wedder vorsculden an deme ghelyke edder an enerne groteren. Sijt
Gode beualen. Screuen to Rene, des anderen daghes na sunte Margareten
daghe, vnder vnseme secrete, M® CCCC XXIIR
Aufschrifti Den ersamen borgermestern vnde ratmannen der stad
Lubeke, vnsen leuen besunderghen, gescreuen. ,
Nach dem Original auf Papier. Das au/gedrUckte Siegel ist grosatentheila abgesprungen.
Suhne wegen Todtschlags. 1423. Jul 15.
s
r etrus Soueken impetebat Marquardum Brande, pistorem in den VifiF-
husen, pro interfectione Johannis Soueken, patris prefati Petri. Tamen per
dominos Conradum Brekewolt et Hinricum Rapesuluer dicte partes amicabiliter
concordati sunt, ita quod dictus Petrus erat contentus, vnde dictus Petrus
nomine sui et omnium aliorum heredum causa dicte interfectionis Johannis
Soueken piefatum Marquardum Brande cum suis heredibus pretextu illius
penitus dimisit ab omni ulteriori monicione seu inpeticione quitum et solutum. '
Nach einer Inscription des Niederstadtbtichs vom J, 1423, Div, Apost
Die in Lubeck versammelten Sendehoien der Hansestddte benachrichtigen den Rath
von Stralsundy dass in London Hansische Kaufleute gefangen gesetzt seierij
und ersuchen ihn^ soweit sein Einjluss reiche, englische Kaufleute ins
Gefdngniss zu bringen und ihre Outer mit Beschlag zu belegen. 1423.
Jul. 22.
Vruntliken grut vnde wes wij gudes vurmogen touoren. Ersamen leuen
vrundes. De copman uan Brugge in Vlanderen wesende hebben vns gescreuen
I) Die Sache ist nachher noch einmal zur Verhandlung gekommen. Nach einer Inscription Tom 8, Decbr.
{Cone. Mar.) 1423 griff Peter Soveken den Marqaard Brand wegen der Tttdtang seines Vaters nochmals an, gab
indessen auf Znreden der beiden Bfirgeimeister Brekewolt and Rapesolver nochmals die Erklftrung ab, dass er
beiriedigt sei.
67
530 1425. Jul. 22.
in ererii breue, wo dat de heren uan des koninges rade van Engelant eyn
merklik erlik deel van dem gemenen copmanne uan der Dutschen henze to
Lunden in Engeland wesende van den ouersten hebben d5n in vengknisse
leggen, vmme dat de copman dar nicht en wil vtgeuen sodanne vnwontlike
custume, alse,de vorscreuen heren uan en boiien ere priuilegien vnde ?rig-
heiden begherende syn to hebbende, vnde de copman des nicht mene to doode
sunder todond vnde vulbort der stede, so gi dat in auescriften des copmaos
uan Brugge breue hirinne versloten clarliken wol vornemende werden, ok
bringer desses breues vth Engeland komende iuwer leuen vterliker darvao
wol berichten vnd vnderwisen mach etc. Vnde wante nu, leuen vrundes, wij
desse zaken ouerwegen vnde enes gedragen hebben, dat vns duncket wol van
noden syn, dat men den copman vth Engeland myt eren guderen bynnen iuwer
Stat wesende vnde dar vmmelangk der geliken wedder vpholde^ [vnd] hir
vmme is vnse meninge vnd begheren myt vlite to bestellende^ dat myt iii
bynnen iuwer stat vnde anders, wor gi dat vormogen, de Engelsche copmaD
in vengknisse gebracht werde vnde sunderliken ere gudere in rostement vnde
vorwaringe komen, zo lange dat men gewar werden moghe^ wo se yd in
Engeland myt vnsem copmanne vnde eren guderen holden willen. Vorder,
leuen vrundes, zo serine wij desser geliken ok an den heren homeister io
Prutzen, de uan Dantzke vnd den getnenen steden des landes to Prutzen, le
vruntliken biddende, dat ze yd myt den Engelschen copluden vnde erea
guderen bestellen vnde holden willen, so vorscreuen is. Leuen vrundes, iow
willich hirynne to bewisende, vorschulde wij alle tijd gerne, wor wij niogen,
vnde des wij begeren iuwes vnvortogerden antwerdes. Gode almechtich sijd
beuolen. Screuen in sunte Marien Magdalenen daghe, vnder der lian Lubeke
secret, des wij radessendeboden me.de brukende syn to desser tijd, anno
etc. XXXIIP.
Radessendeboden der gemenen stede
uan der . Duetschen henze nu byn-
nen Lubeke to dage vergaddert vnde
de rat to Lubeke.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus Stralessundensibus, amicis nostris sincere dilectis.
Nach dem Original im Rathaarchiv zu StraUund,
i
1423. Jul. 25. 531
DXXTIl.
Mm geraubtes, von dem Eigenthumer loiedererworbenes Schiff. 1423. Jul. 25.
JSicolaus Olauesson de Abo^ nauta, coram libro recognouit, se dimisisse
Jobannern Brand, nautam, ex parte inpeticionis quedam nauis dicto Nicolao
appertinens per raptores in marispoliata et ad Kylonem deducta^ quern nauem
tannen dictus Johannes Brand ab ipsis spoliatoribus e conuerso emebat. Vnde
dictus Nicolaus cum suis heredibus prefatum Johannem Brand et suos heredes
pretextu illius ab omni alia monicione seu inpeticione dimisit penitus quitum
et solutum.
Nach einer Inscription des Siederstadthuchs vom •/. 1423y Jacobi.
V&ryfandung von Renten aus den Dor fern Torriesdorf und Prohnstorf. 1423.
Aug. 10.
1.
Dominus Jordanus Plescawe^ proconsul ciuitatis Lubicensis^ pro se et
suis heredibus coram libro recognouit, se vendidisse communibus vicariis in
p^i"rochiali ecclesia beate virginis Marie in ciuitate Lubicensi XVI marcarum
lub. den. redditus perpetuos in et de villa sua Vi(c)toriestorpe juxta tenorem
vnius apperte littere super hoc sigillate, quam dicti domini vicarii habent.
'I'siiTien prefatus dominus Jordanus et sui heredes obtinuerunt sibi reenipcionem
dictorum reddituum pro tali summa, sicut in prefata littera sigillata continetur;
^d hoc dicti domini vicarii coram libro adhibuerunt et dederunt suum con-
^^nsum et voluntatem. Insuper antedicti domini vicarii recognouerunt: si in
^icto libro plures scripture reperiuntur super prefatis redditibus et litteris,
^^les aut talis debent«cancellari et nullius esse et invalide.
Durchstiichen mit der Bemerkung: Jussu domini Johannis Swager et
^ortiini Hermanni Louenberch ex parte communium vicariorum prefatorum
^^'etum anno XXVI, Cecilie.
2.
Dominus Jordanus Plescawe, proconsul ciuitatis Lubicensis, coram libro
^^Cognouit, se et suos heredes teneri Gerrardo Salmenstene et suis heredibus
^^^ IF marcis lub. den., pro quibus dominus Jordanus aut sui heredes dicto
^^Prardo dare debebunt perpetuos redditus, singulis annis XVI marcas lub.
532 1423. Aug. 10.
den. de prompcioribus ipsorum bonis et redditibus in et de villa Pronstorpe,
super quolibet festo natiuitatis Christi rnedietatem et super quolibet Festo
natiuitatis sancti Johannis Baptiste subsequens arnicabiliter et expedite per-
soluendas. Tamen dicti dominus Jordanus et sui heredes obtinuerunt sibi
reenipcionein prefatorum reddituum pro sunnrna antedicta^ quando hoc dicto
Gerrardo aut suis heredibus per quartale vnius anni ante predixerint.
Nach ztoei Inscriptionen des Niederstadtbucha vom J. 1423, Laurentii.
Werth verschiedener Goldmunzen. 1423. Aug. 10.
lidemannus Kuken coram libro recognouit^ se vendidisse Wilheimo et
Hilgero fratribus dictis de Schonewedere VI^ marcas swedesch den. abawcensium,
quas subleuare debebunt a Nicolao Ludekens^ aduocato in Abo^ et post per-
cepcioneni dictarurn VI^ inarcaruni swedensiuni per quartale vnius anni sub-
sequens Wilhelrnus et Hilgerus aut eorum heredos persoluere debebunt pre-
scripto Tidemanno Kuken, Angneti, sue sorori, et eorum heredibus III^ mrc.
et XLII mrc. lub. cum XIII sol. lub. den. cum tali pagimento, sicut exnunc in
ciuitate Lubicensi transeat, videlicet florenus lubicensis pro XX solidis, florenus
renensis pro XVI solidis/ florenus arnemiensis signatus pro XIIU solidis lub.
den. PreFati Wilheimus et Hilgerus cum eorum heredibus promiserunt
coniuncta manu, dictam solucionem Tydemanno Kuken, Angneti, sorori sue,
et eorum heredibus amicabiliter in termino antedicto firmiter obseruare et
Facere absque dilacione ulteriori.
Durchstrichen als Zeicheriy dass die Zahlung geleistet ist.
Nach einer Inscription des Niederstadtbucha vom J, 1423, Laurentii.
Heinrich Sevenmark in Cordshagen gieht seine Eimvilligung dazuj dass seine
Schwester Adelheid ihr und sein games Vermogen mit Ausnahme wm
10 m^ fUr ihr Seelenheil oder zu andern Zwecken verwende. 1423.
Aug. 22.
Hinricus Seuenmark, villicus in Cordeshagen, coram consilio et hoc
libro recognouit, quod esset de sua bona voluntate, quod Taleke, sorer sua i
1) U22, Corp. Chr. (Jan. 11.), wird fttr eine aaf der Frankfurter Messe sn leUtende Zahlung der Weitb
des rheinisohen Quldens auf 15 Schill. bestimmt.
1423. Aug. 22. 535
legitima, omnia eorum bona potest dare pro sua anima^ suisque amicis et
prouisoribus aut aliis quibuscunque absque sui suorumque heredurn contra-
dictione, hoc velit antedictus Hinricus et sui heredes debent inviolabiliter
seruare et tenere, exceptis tamen X marcis lub. den., que prouisores dicte
Taleken Hinrico antedicto dare debebunt.
Eine hinzuge/ugte Bemerkung giebt an, dass Heinr. Sevenmark diese iO m^
erhalten habe.
Nixch einer Inscription dea Niedersiadtltuchs vom J, 1423, Timothei.
Der Rath von Luneburg druckt dem Rathe von Lubeck seine Zweifel aus, ob sein
Ausspruch m einer getstlichen ISache rechtliche Wirkung haben werde^ und
schreibt zugleich liber Miinzverhaltnisse. 1423. Aug. 23.
Vnsen vruntliken denst touorn. Ersamen heren, besunderen leuen
vrunde. Alse gi vns scriuen, wu mester Hinric Bodonis ansprake to iw vnde
den van Hamborg niene to hebbende, begerende, dat wij iuwer vnde der van
Haniborg tegen den erbenonieden rnester Hinrik na clage vnde antvi^erde
willen mechtich sin to eren, to rechte etc., dat hebbe wij wol vornomen.
Vnde. leuen vrunde, wor wij iuwer ersainheid ienewijs to willen wesen mochten,
dat dede wij gerne mit gantzeni flite, men alse wij van der materien desser
zake hern Hinrich Bodonis eer gehored hebben vnde de vornemen, so ist se
geistlik, vnde wan wij erne ichles in rechte toseden, dat em nicht behagede,
edder wo dat denne geuelle, so vruchte wij, dat he des nicht en helde noch
hoiden dorfte, id en were sin gude wille, vnde beuaren, eft wol her Bodonis
des ok by vns bieue, alse wij nicht en weten, wat he don wil, dat id gik
vmme vorgerorder sake willen vnbehulplik were. Ok so wete gi wol, dat wij
vns er darmede beworen hebben vnde enkonden ene nicht to degedingen
bringen, noch siner wiser werden, wat he don efte laten wolde. Doch wille
wy vmme iuwer leue willen, gerne bodeschop an ene don, eft wy ene wor
vorvreschen konnen, vnde willen dat ok gerne van iuwer wegen nasecgen, wo
gi jw desses vorbeden vnde vorboden hebben. Vortmer^ alse gi scriuen in
der ingeslotenen cedulen iuwes breues, wan wij willen anheuen to slande
sodaner penninge, der gi vns nelkest twe in iuwem breue sanden^ darvp
begere wij iw weten, dat vnse munter sodane penninge nicht slan wil, vnd
nvan he de slan S( holde, so sloge he sine vorlust, vnd ok dat me dat suluer
na sodanem slage viiune VI} mark kopen scholde etc ., wete gi, leuen vrunde,
woi^ dat me dat suluer durer koFt^ alse gi dat dagelikes wol irfared. Gode
sijt beualen. Screuen vnder vnsem secrete. Screuen des auendes sunte Bar-
tholomei, anno etc. XXIII.
Consules Luneborgenses.
Aufschrift: Coniinendabilibus et circunispectis viris, dominis proconsuli-
bus et consulibus Lubicensibus, amicis nostris sincere dilectis.
Nach dem Original auf Papier. Daa avfgedruckt yevoesene Siegel iat gdmlich abgeapr ungen.
Burgen- und Dachding auftragen einer Wittwe. 1423. Axig. 24.^
Aatherina^ relicta Johannis Luneborges bone memorie, coram consilio
mediante suo corporali juramento sibi a consilio adiudicato probando docuit^
quod nichil aliud haberet, quam vestes, in quibus presens consuiatui comparuit.
de bonis premortui sui mariti Johannis. Vnde domini consules decreuerunt^
earn ab impetitione creditorum dicti sui mariti penitus esse quitam et solutam .
Nach einer Inscription dea Niederatadtbucha vom J. 1423, BarthoL
Der Rath von Luneburg ersucht den Rath von Liibeck um dessen Hulfe in seinerw^
Irrungen mit den Burgmannen von Horneburg. 1423. Sept 6.
\ nsen vruntliken denst touorn. Ersamen heren, besunderen leuei
vrunde. Wij clagen jw swarliken ouer de borchmanne to Horneborg^ dat si
vnde ere hulpere vns vnde de vnse gebrand, geroued, de vnse geuangen vndi
en ere haue genomen hebbet vnuorwared erer ere vnd alse wij mit en mer ^
alle gud vnde gude handelinge wisten. dar wij en suluen vmme gescreuer^'"'^
hebbet^ dat wij vns des gerne mit en in rechte wolden irscheden laten^i wei
se vns dat mit eren mochten gedan hebben edder nicht, dar schole ere eghen(
here, vnse gnedige here van Bremen, vnd andere vnse heren vnd vrundt
vnser wol mechtich to wesen, dat vns nicht helpen mach vnde wij en konnei
des nicht van en vorvragen, wer se vns darvmme to den eren antwordetf
1) Vgl. Hd V .^9 346. Kiiio glciche Erkl&rung findet sick 1428, Oct 9. (Dioiiysii), aufgexoichnet als abge-^
gobco von Wobbcko, Ehcfrau des lluinrich Brand.
1423. Sept. 6. 535
iilen. Bidde wij iw, besunderen leuen vrunde, dat gi vns vnde de vnse
y^^em de vorbenomeden borchmanne vorbidden willen, dat se vns don vnd
rm «nien van vns wedder, des vnser eyn denri andern van ere vnd rechtes wegen
f>ftichtich sij^ vnde willet vns hirane vorb'eden, alse wij des sunderge touorsicht
t^:m iw hebben. Dat wille wij alle tijd gerne vordenen. Wes wij iuwer ok
Im M ]t ane geneten mogen^ des bidde wij iuwe bescreuen antwerde, alse vns dat
e jKf^sten werden mach. Gode sijt beualen. Scriptum ipso die beati Magni
arm artiris^ nostro sub secreto, anno etc. XXIII.
Consules Luneborgenses.
Aufschrtft: Commendabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
e^ consulibus Lubicensibus, amicis nostris sincere dilectis.
Nach dem Original auf Papier. Das aufyedruckte Siegel ist grosstentheils erkalten.
Verabfolgung etner Erbschaft in das Herzogthum Berg. 1423. Sept 14.
Johannes van dem Bokele, tamquam procurator omnium heredum Hin-
ri c^i van der Bruggen^ portans litteram respectivalem a consulibus de Roden vor
d^m wolde in ducatu Montensi situato modice valoris, tamen p^r caucionem
^t: fideiussionem Tidemanni Brekeluelde et SifFridi Veckinghusen super hoc
d*^ minis consulibus facte, sicut in presenti libro de anno etc. CCCCXXI1I%
^^censionis Domini,^ clarius continetur vna scriptura, que incipit: Johannes
^^ ri dem Bokele etc., pro assequendo herescindii bona per mortem prefati
H^nrici van der Bruggen derelicta. Vnde dictus Johannes van dem Bokele
^^ram consilio et hoc libro recognouit, se esse de prefatis herescindii bonis
^^ tisfacturum per Hinricum vam Orde, Tydemannum Brekeluelde, Hinricum
^^ti der Beke et Hildebrandum Veckinghusen, prouisores antedicti Hinrici
^^ n der Bruggen, propter quod idem Johannes van dem Bokel cum suis here-
K
1) Die iDscbrift lautet : Johannes van dem Bokel, portans litteram respectivalem a oonsilio van Rode vor
^^^ wolde in ducatu Montensi situato pro assequendis quibusdam derelicta bona herescindii per mortem Hinrici
^^ der Bruggen, que littera tamen non fuit sufBciens. Dictus tamen Johannes van dem Bokel per dominos
^^^oles md possessionem prefatorum derelictorum herescindii bouorum antedicti Hinrici van der Bruggen fuit
^^^^issus, que ipse eciam integraliter subleuabit in domibus, utencilijs, clenodiis et alijs rebus. Vnde Siffridus
^^^^nghnsen et Tidemannus Brekeluelde cum eorum heredlbus coniuncta manu promiserunt, dominos consules
P^^t«xta illius penitus ab omni defectu indempnes preseruare.
Insuper Johannes van dem Bokel cum suis heredlbus ulterius promisit, se velle et debere Siffridnm
^^ckinghusen, Tidemannum Brekeluelde cum eorum heredlbus preteztu prefate fideiussionifl ab alteriorl defectu
5^ 1423. Sept. 14.
dibus et procuratorio nomine, ut supra, omnium aliorum heredum Hinrici van
der Bruggen prefatos prouisores cum eorum heredibus pretextu illius penittts
dimisit ab omni ulteriori monicione seu inpeticione quitum et sotutum.
Insuper dictus Johannes van dem Bokel cum suis heredibus proroisit,
se velle et debere antedictos prouisores et eorom heredes stare pro ulteriori
defectu et ipsos pretextu illius indempnes preseruare.
Nach einer Inscription des Niciltratadtbuchs vom J, 1^3, B^alL cnteis.
Henning Stafhorst bekennt, wegen seiner Anspruche an die bet der Gefangennehrmnj
des Reymar von Plesse gemachte Beute von dem Lubeckischen VojU
befriedigt zu sein. 1423. Sept. 18.
Ik Heimyngk Stafhorst. Bekenne vnd betughe openbaer an desseiD
breue, dat ik hebbe vorlaten vnd vorlate de eerzamen heren, borghermestere
vnd raettnanne der stede Lubeke vnd Hamborch, vnd all de eren van maninge
vnd tosprake, de ik hadde vnd hebben mochte van der schicht weghen^ do
Reymer van Plesse vnd de Rere vnd de van dem Crughe mit eren hulperen
grepen worden, dar ik do mit mynen hulperen mede was, vnd des anualles
mynes vnd der mynen deles, des daraf b'&ren mochte, heft mi Helmolt van
Plesse, voghet to Lubeke, van erer aller weghen ene vullekomen nugbe vmme
dan vnd maket [heft] to danke^ dar ik see quyd vnd loos aue late. Oes to
tuchnisse so hebbe ik myn ingheseghel mit witscop an dessen breff hengeo
laten na der bort Cristi veerteynhundert jare an dem dre vnd twintigesten
jare, darna des sonauendes an der Qu^^^^'^^'^P^re negest vor sunte Michele.
Nach dem Original, Das Siegel ist vom Siegelhande gelost, lifgt indesfen wohlerhalten bei der Vrknk'
Ea ist rundy 2*/jo Ctm. Ein stehender Schiid mit einem schrdgrechten Querbalken idsst die drei danij-
liegenden Oegerstdnde nicht mehr deutlich erkennen. Von der Umschri/t ist deutiich: .S' S^HFIlOBS^'
Erich v., Herzog von Sachsen-Lauenburg , bestdtigt den Verkauf einer Rente von
48 m^ aus den Dorfern Abbendorf (Juliusburg)^ Thamen und Kruhpa
fur 600 in^ abseiten des Hariwich Schacke an die Vicar e der Mari^^
Kirche unter Vorbehalt des RUckkaufs sowohl fur sich und seine Erhdfi
als auch fur Hariwich Schacke und dessen Erben. 1423. SepL 28.
in Godes namen amen. Wij Erik, van dessuluen gnaden hertoge to
Sassen, to Engheren vnde Westualen, vnde des Romeschen rikes ertzemarschalk
1423. Sept. 28. S37
Doen wytlik in desme breue openbai^e betugende vor alle den ghennen^ de
enne seen edder horen lesen. dat vor vns vnde vnseme rade wesende vnse
leue getruwe Hartwich Scbacke vnde heft openbaret, wo he vnde syne eruen
redeliken vnde rechtliken vorkoft hebben vnde vpgelaten den erliken heren,
ghemenen vicariesen in vnser Vrowen kerken to Lubek, vnde eren nakome-
lingen achlevndevertich mark ewigher jarliker renthe lubescher pennynge
vor seshundert mark lub., de se em to syner noghe wol ghetellet vnde betalet
hc^bben by em entfanghen, alse he vor vns bekande^ tho betalende alle yar
deiisuluen heren vnde eren nakomelingen de vorescreuen achtevndevertich
mark renthe in ener sunimen vppe sunte Martijns des hilgen bisschopes dach
stiiider vortogheringe bynnen der stad Lubek wol to danke vnde vmbeworren,
touoren vor aller renthe, in vnde vth den gantzen dren dorperen vnde guderen
to Abbendorpe, to Thomen vnde to Krukowe, belegen in deme kerspele to
Guizowe des stichtes to Razeborgh^ mit alien dersuluen gudere tobehoringen,
alse se in eren enden vnde landscheden begrepen synd, id sy beweghelik
offte vmbeweghelik, ghebuwet offte vngebuwet, droghe edder nat, vnde
slichtes myt alleme rechte vnde richte, genete vnde vrygheid, alse de opene
besegelde brefF, den Hartwich Schacke vorbenomed myt sijnen medeloueren
<l^n vorescreuenen heren vppe den koep gegeuen hefft, clarliken vtwyset vnde
b^tuget. Hijrvmme wille wy hertoge Erik erbenomed vor vns, vnse eruen vnde
vor vnse nakomelinge dessen koep vnde alle artikele des breues, den Hartwich
Scliacke vorgenomed mit synen borgen vnde medeloueren darvp besegeld
hebben, vmme syner leue willen by vuller macht holden vnde vnghebroken
hebben, vnde wy vulborden, vestigen, mechtigen, stedigen, beegenen vnde
vplaten se den vorescreuenen heren gemenen vicaryesen vnde eren nakomelingen
to ewiger vrigheyd in kraft desser scrift^ vns, vnsen eruen vnde nakomelingen
n^it alle nicht eghens darane to beholdende, behaluen mene landwere vnde
^es dat mene land deyt, jodoch deme suluen Hartwighe vnde synen eruen vnde
vns, vnsen eruen vnde nakomelingen, ifftet tho vns queme, den wedderkoep in
clensuluen guderen na hide des houetbreues van gnaden beholden. To groterer
betuchnisse desser vorescreuen vnser vulbord vnde bestedeghinge is vnse grote
ingeseghel myt vnseme ganzen willen, hete vnde witschop an dessen breff
gebangen. Geuen na Codes bord verteynhundert yar in dem drevndetwyn-
ligesten jare, vp sunte Michaelis auend des ertzeengeles.
Nach dem Original mit angehdngtem Reitersiegel im Koniglichen Staatsarchiv zu Schieswig,
Hans Danneveld ersucht den Rath von Luheckj ihn mit einer Zahlung noch z
hefristm. 0. J. (1423?). Vor Sept 29.
Mynen willeghen dinst myd vruntlikern grute touoren. Leuen gunstige
heren vnde vrundes. Alze gij my hadden manen laten vmme XI mark pennin;^
myn IIII schilling, des so hebbe ijk jw ghesand V mark penninge, vnde V" J
mark myn IIII s. de schole gij noch van my hebben. Vnde ik vnde myn^
borghen bidden juwe vorsichticheid myd dinstliker andacht, alze wij, Lude^
Blucher, Clawes Braistorpe, Hans Weltzow vnde yk Henningh Glauatze, dat gi j
der beyden willen bette nv to sunte Micheies daghe, so scholen de wol bereC
werden in gutlicheid^ wente^ leuen heren^ id en ys myn arghe wille nicht, dm t
yk se iw tomale nicht en sende, vnde ik wil dat alzo gherne holden vnd^
maken, dat yk yo neen vnrecht jeghen juwe leue vnde vruntscop hebben en
wil. Vnde gheuet my juwen willen vnde eyn swygent bette sunte Michele^
daghe. De leue God de mote juw sund vnde salich bewaren to langhen tijderm.
Screuen vnder mynen inghezegel.
^ Hans Danneuelt to Gharlyn,
juwe odmodighe knecht.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen heren vnde mannen, borge«"-
mesteren vnde radheren der stad Lubeke, synen gunstigen holden heren 7
gescreuen.
Naeh dem Origincd avf Papier. Das aufgedruckte Siegel ist gdmlich abgesprungen,
Heinrich Grevensten bekennt sich zu einer Schuld von 30 m^ gegen den Rath w>^
Liibeck wegen seiner Loslassung axis der Gefangenschaft und verspricM
sie ndchste Ostern zu bezahlen, unter Bilrgschaft des Hans Wardenberff*
1423. Oct. 6.
(Der Wortlaut ist mut. mut. wie No. 479.) Gegeuen vnde gescreueo i*^
den jaren vnses Heren dusent veerhundert drevndetvvintich, des middeweker»*
vor Dyonisii.
Nach dem Original mit twei anhangenden Siegein, Heinrich Grevensten: Siegel ntnd, S^Jiq dm. ^^
gelehntem Schilde eine au/recht stehende Fflame mit kolbenformiger BlUthe und seitliehen abkoMpi^^^
Bldttem. Umschri/t: 5 ^iltrtCt O grwenflw Hans Wardenberg: Siegel rundy 2^Uo Of^ ^^
schrdg getheilter Sc/iiUy dessen hintere Hdlfte gerautet ist. Umschri/t undeutlich.
1423. Oct. 6. 539
hde des Heinrich Grevensten, geleistet dem Herzoge Erich von Sachsen-
Lauenburg und seinen Brudeni Bernhard und Otto, so wie auch den
Rdthen von Lubecky Hamburg und Luneburg, unter Burgschaft der Bruder
Bernhard und Helmold Rohr. 1423. Oct 6.
Ik Hinrik Grevenseen (der Wortlaut ist wie No. 437). Gi'geuen vnde
Tuen in den jaren vnses Heren dusent verhundert dreVndetwintich, des
ewekens vor Dyonisii.
final auf der Trese. Mit drei anhangenden Siegeln. Heinrich Grevemten wie No, 538. Bernd Rohr wie
No, 479, Helmold Rohr: Die vier Spitzen sind querlinks gelegU^ Umschrift: o ^rfmott oo ratf ooa
hde des Henning Tepelink unter Burgschaft des Bitters Heinrich Stralendorp
und seines Bruclers Vicko. 1423. Octbr. 6.
Ik Hening Tepelink (der Wortlaut ist wie No. 437). Gegeuen vnde
Jen na der bort Christi dusent verhundert drevndetwintich jar, des midde-
»ns vor Dyonisii.
Original auf der Trcse. Mit drei anhangenden Sittgeln, Henning. Tepelink: Sicgel nind, ^'/lo ^^» -^w/
stehendem Schilde zwei Querbalken. Vmschrift: + s' 5eittf5 6 ffpffinft. Die beiden andern Siegel sind
nehr vndeutlich. . * • '
Hopfeiibau bei dem Dorfe Herrenburg. 1423. Oct. 28.
jLLernjannus Witvot, villicus in Herneborch, coram, libro recognouit, se
iia possessione habuisse vnani peciani seu Frustum humOlorum prope villam
leborch sitau). Dictus tamen Hermannus cum suis heredibus coram libro
gnouit. se dictam peciain seu frustum humulorum cum suis hoppenstaken
sisse et dimisit Hermanno Vromen et suis heredibus, promisitque eciam
atus Hermannus Witvot cum suis heredibus, se velie neque debere
:uris temporibus super hoc nullam impeticionem facere neque debere
lismodo.
Nach einer Inscription dea Nieder9tadtbueh» vom J, 1423, Sim. et Jude,
*
68*
540 1423. Oct. 30.
Marquardj Prior, Albert, Lesemeister, Johannes, Subprior, und der game Convent des
Dominikaner Klosters zur Burg urkunden uber die Bedingungen, unter
welchen sie die Ermegard Pinnekes in das Kloster aufgenommen haben
1423. Oct. 30.
VVy brodere Marquardus, prior^ Albertus, lesemester, Johannes, supprior,
vnde alle wy anderen brodere des ghemenen klosters to der Borgh to Lubeke
prediker ordens. Bekennen openbare vnde belughen an desseme breue, dat
wy vorpiicbtet vnde vorbunden bebben vns vnde vnse nakomelinghe, dat wy
willen der erbaren vrouwen Erniegarde Pinnekes, de wy vntFanghen hebbeo
vnde vntFanghen jeghenwardichliken vermiddelst kraFt desser scrift an vnse
bescherminghe vnde broderschop, alle daghe, dewile dat se leuet, gheuen vte
vnser koken alsodane prouene, also wy daghelikes pleghen to gheuende der
Marthen vnses klosters, vnde scholen vnde willen dersuluen personen Erinegharde
gheuen alle wekene dre conuentes brod, also vnse brodere daghelikes eten,
vnde eyne halue tunnen conuentes alse vaken, alse wy bruwen. Quenie id ok
so van redeliker brukinghe der personen Ermeghardes vorbenomet, dat de vo^
screuene halue tunne conuentes eer vt queme, eer wy bruweden, so schole
wy vnde willen er to erer personliken notroft conuentes pleghen went to deme
neghesten bruwende, vnde wy scholen vnde willen de sulue Ermegarde besorgben
myt eyner ghedeliken woninghe, der se brukende schal wesen ere leuedaghe.
Vppe dat nu desse vorbenotnede eerlike vrouwe Ermegard Pinnekes nicht
vndancknamich en were alsodaner ghunst vnde woldat, so heft se in dat erste
gegheuen vnseme vorscreuenen klostere in eyne milde almissen dortich lubesche
marck, de wy rede vpgeboret hebben vnde an vnses klosters nut ghckeret.
Vortmer so heft de vorbenotnede Ermegard darto vns gegheuen vnde vpgbe-
laten twelf mark gheldes jarlikes vptoborende, dewyle dat se leuet. Vortmer
so heft de vorbenornede Ermegard sik suluen myd alle deme, dat se heft buten
desse vorscreuenen summen penninghe, gheoffert vnseme klostere vor eyne
suster vnde denerinnen, dewyle dat se leuet, myd sodaner vnderschedinghe,
dat se to neneme sunderghen denste schal vorpiicbtet wesen vnde dat se schal
vnde mach brukende wesen alles, dat se heft, de tyd eres leuendesj wan se
ouer dot is, so schal vnserm vorscreuen kloster tobehoren alle, dat se nalet,
beweghelik offte vnbeweghelik, sunder ansprake ofte hindernisse erer eruen,
also dat instrument vtwiset, dat ouer desse vorbenomede ofiferinghe vnde
1423. Oct. 30. 641
geuinghe van eyme notario gheniaket is. Vnde hirumine schal de sulue Ermeghard
brukende wesen aller gnade vnd vryheit, darmyd vnse orden vor sodane personen
van den pawesen beghauet is. To eyner merer bekantnisse vnde beweringhe
alie desser vorscreuenen stiicke so is mid vnser alier wiscbup vnses klosters
ingheseghel vor dessen bref gehenghet, de gescreuen vnde gheuen is na Gho-
des bort M CCCC in deme drevndetwintighesten jare, des sonnauendes vor
Alle Codes hilghen daghe.
Au8 dem Copiariua des Burgkloaters Fol. 13 b.
DXIilll.
Eine Schuld an die Leichnamsbruderschaft zum HeiL- Geist. 1423. Nov. 1.
Albertus Lauwe coram consilio et hoc iibro recognouit, se et suos heredes
teneri fraternitati corporis Cristi ad Sanctum Spiritum ad luminaria ibidem
in dem glazevate ardencia et suis pronisoribus ad fideles manus in XXV mrc.
lub. den., qnando pars parti per medium annum predixerit, amicabiliter et
expedite persoluendis. pro quibus sibi proprietatem domus in den Engenkram-
boden prope domum Kerstiani Hazen^ in qua inhabitat, sicut jacet, coram con-
silio impignorauit.
2^ctch finer Inscription des Niederstadtbvcks vom J, 1423, Omn. Sanct.
Quittung des Alhrecht Schenic von Landsberg^ liber die im Jahre 1423 fallige Retchs-
steuer der Stadt Ltibeck. 1423. Nov. 10.
VVir Albrecht Schenke von Landesberg vnd herre zcu Sydow, der eider.
Bekennen oftentlich mit dissem bryefe alien den, die on sehen adir horen lesen:
als der allerdurchluchtigester ffurste vnde herre, her Sigemund, Romisscher
konyng, zcu Vngern, Dalmacien, Croacien vnd zcu Behem konyng, vnser gnedi-
gester lieber herre^ die jerh'che sture zcu Lubik, die sie dem heyligen riche
jerlich pflichtig syen, dye dye hochgeboren fursten vnd herren, herczogen zcu
Sachsen, vnser gnedige lieben hern seiigen, gehad haben, nach lute syner
briefe vns verschreben hat, vnd M^en die erbarn vnd wysen burgermeister vnd
ratherren der egenannten stad Lubik, vnser lieben herren vnd gute frunde, dem
e(rs)^amen ern Humbrechte, pFarrer zcu Prettyn ordens sancti Anthonij, czegere
1) Die eiogeklammerten Stellen sind ergKnzt, in der Urkunde ist ein Loch.
542 1423. Nov. 10.
dicz briefes, von vnsern wegen d(ie pflichtig)e stur von dissem jare gencziicheD
haben beczalt, so sagen wir den egenannten burgermeistern vnd ra(theiTen der
egenann)ten stad Lubik die selbe sture von dissem jare quiet^ ledig vnd lobes.
Des zcu bekenntnisse hab(en wir vnse in)gesegel an dissen brieff lassin hengen.
Gegeben zcu Sydow, nach Gatis gebort virczehenhundert j(ar darna in) dein
dryvndczwentzigesten jare^ am mittewochen vor Martini.
Nach dem Original. Mit anhangendem Siegei. Es ist rund, 27io ^^'w* -^w/ atehendem Schilde ein nach reck :^
au/ateigetider LOwe. Umachri/t: $ + ofBrfd)! + S(§fllfif + VOn + (on( 2 6f . .
Siihne wegen Todtschlags. 1423. Nov. 11.
lymmekf Olrikes, Reyniarus Rynian et Nicolaus Ryman tamquam pro-
uisores heredum Olrici, filius Marquardi Olrikes, pro se et suis heredibus coraiKi
libro recognouerunt, se esse satisfactum de interfectione antedicti Olrici, con*
sangwinei eorum, qui interfectus erat in villa Bodendorpe per Johannem d^
Vemeren et Hennokinuin Ricquerdes. Vnde prefati Tymmeko^ Reymarus elt
Nicolaus recognouerunt, se coniuncta iiianu ad suHicienciam subleuasse et
percepisse XL mrc. lub. den. a prefato Johanni de Vemeren et Hennekinc^
Ricquerdes, propter quod dicti Tymmeke, Reymarus et Nicolaus cum eorurrE
heredibus et nomine omnium aliorum heredum Olrici interfecti dictos Johan-
nem de Vemeren et Hennekinum Ricquerdes cum eurum heredibus pretextu
illius penitus dimiserunt ab omni ulteriori monicione seu inpeticione quit(^s
et soiutos. Insuper prefati Tymmeke, Reymarus et Nicolaus cum eorum her&*
dibus coniuncta manu promiserunt, se velle et debere stare pro ulterioK"!
defectu^ si quis contingeret in premissis, et dictos Johannem de Vemeren ^t
Hennekinum Ricquerdes cum eorum heredibus hac de causa penitus indeuipn^s
preseruare.
Nach einer Inacription dea N iedemtadtbucha vom J, 1423, Mart.
Vorhehalt des Baths bei dein Vei^kauf eines an das Franziskanerkhster angren$e^^
den Haicses. 1423. Nov. 11.
Jl etrus Hdk emit a Hinriku Bukholt domum quandam sitam in plat^^
Regis, sicud jacet immediate apud fratres minores, quam sibi coram consili^
resignauit. Notandum, quod eadem domus non debet nee poterit in toto Q^'
1423. Nov. il. 543
rte aliqua dictis fratribus aut ipsorum conuentiii aliquo modo appropriari
le consensu consuiaius et eciam eadein domiis portabit onera ciuitatis^
hucusque fecit. Jussu consiilatus. *
Nctck einer Inscription des Oberatadtbuchs vom J. 1423, Martini.
DXIiVll.
Eine Schuld an die Marientiden in der Domkirche 1423. Nov. 22.
Johannes Gerwer junior et filius HinrJci Gerwers senioris coram con-
et hoc libro recognouit, se et suos heredes teneri domino Tyderico
pensteden, canonico in maiori ecclesia Lubicensi in IF mrc. hjb. den , pro
IS sibi vendidit XII mrc. lub. den. reddituum perpetuorum in et de curia
n inferiori villa Butzowe sifa, super quolibet festo sancti Martini singulis
amicabiliter et expedite persoluendas. Dictus tamen Johannes obtinuit
et suis heredibus reempcionem prefalorum reddituum pro summa ante-
, videlicet IF inrc. lub. den., quando eis placuerit. Insuper antedictus
nus Tydericus Schepensleden coram libro recognouit, quod prefata summa
riiarum cum predictis redditibus non sunt sui, sed de jur^e pertinebunt
oras beate Vjrginis in maiori ecclesia Lubecensi- celebrandas et quod sunt
solummodo ad fideles manus asscripte.
Nach einer Inscription des Nicderstadtbuchs vom J, i42Sy Cecilie.
DXIiVlll.
mai^d, Prior, Albert^ Lesemeister, Johannes y Stibprior und die iibrigen Bruder
des Biirgklosters nehmen die Frazi Gertrud Kole als Schwester und Dienerin
any tvogegen sie ihneyi den Besitz ihres gesammten Eigenthiims anf den
Todesfall ziisicherU 1423. Nov. 24.
VVi brodere iVIarquardus, prior, Alberlus, lesemester, Johannes, supprior,
alle wy anderen brodere des ghemenen klosters to der Borgh to Lubeke
?kers orden. Bekennen openbare an desseme breue, dat wi vorplichtet
en vns vnde vnse nakomelinghe, dat wi scholen vnde willen der erbaren
1) Ein 'glcicher Vorbchalt findet sich auch bci dem zunftchst vorhergehenden Verkanfe des Hauses 1421,
36 (Feb. 6), dagegen nicht bei friiheren YerkHufen 1419, Mauricii (Sept. 22), UDd 1373, Jacob! (Jul. 25).
l) Die Horen sind 1420 gcstiftet Eine ausfiihrliche Urkundo dariiber, die Obrigens mehr Bestimmungen
e Verwaltung der ausgesetzten Legate, als iibei* litnrgiscbe Einrichtangen cnthftlt, ist abgedrnckt bei Lanig,
eccl. Pars II pag. 380 fgg.
544 1423. Nov. 24.
vrowen Gherdrude Kolen, de wi vntfanghen ieghenwardichiiken vormiddelst
kraFt desser scrift an vnse beschermingbe vnde broderschop, alle daghe, dewile
dat se leuet, gheuen vt vnser kokenen alsodane prouene, also wi dagheikes
pleghen to gheuende eynie brodere an vnseine reuentere, vnde scholen der
suluen vorbenomeden personen gheuen alle wekene dre conuentes brod^ also
vnse brodere dagheikes eten^ vnde eyne halue tunne conuentes also vakene,
also wy bruwen. Queme id ok so van redeliker brukinghe der personen
Ghertrudes vorbenonied, dat de voiscreuene halue tunne conuentes eer vl
quefne, eer wi bruweden, so schole wy ei to erer personeliken notrofl conuen-
tes pleghen went to deme neghesten bruwende. Vnde wi scholen dersuluen
vorbenomeden Ghertrude besorghen niyt eyner ghedeliken woninghe, der se
brukende schal wesen so langhe^ went dat en persone steruet der twiger, de
nu bewonende sind de kanieren des vorhuses^ oft se dat afleuet, edder efle
vnse Marlhe afghinghe vor ereme dode, so schal de vorbenomede Ghertrud
rumen de woninghe sunder weddersprake vnde varen an der vorstoruenen
personen kameren vnde bliuen darinne ere leuedaghe. Vppe dat nu desse
vorbennmede erlike vrowe Ghertrud nicht vndanknamich en were alsodaner
ghunst vnde woldat, so heft se in dat eiste gheuen vnsem vorscreuen klostere
in eyne milde almissen den eghendom eres buses, dar se aldus langhe inne
ghewonet heft^ dat beleghen is in der klokgheter straten^ vnde darto twintich
lub. mark reder penninghe, de wi rede vpgheboret hebben vnde an vnsers
klosters nut ghekeret. Vortmer so heft de vorbenomede Gertrud darto vns
ghegheuen vnde vpghelaten sik suluen mit alle deme, dat se heft buten der
vorbescreuen summen penninghe, vnde sik gheoffert vnseme klostere vor eyne
suster vnde denerinnen, dewile dat se leuet, mid sodaner vnderschedinghe, dat
se neme sunderghen denste schal vorplichtet wesen, vnde dat se schal vnde
mach brukende wesen alles, des se heft, de tid eres leuendes. Wan se ouert
dot is, so schal vnseme vorscreuen klostere tohoren allent, dat se nalel,
weghelik vnde vnbeweghelik, sunder ansprake vnde hindernisse erer eruen^ also
dat instrument vtwiset, dat ouer desse vorscreuen offeringhe vnde gheuinge van
eyme notario ghemaket is, vnde hirvmme schal de sulue Ghertrud brukende
wesen aller gnade vnde vrigheyt, dar vnse orde vor sodane personen van den '
pewesen beghauet is. To eyner groter betuchnisse alle desser vorbescreuen stukke
so is mit vnser aller wischop vnses klosters ingheseghel vor dessen bref ghe-
henghet, de ghescreuen is na Godes bord M CCCC in deme drevndotwintighesten
jare, in sunte Katherinen auende.
Au8 dem Copiariua des Burgklosters foL 14 a,
Der Convent der Dominikaner zur Burg verkauft der Fran Adelheid Ezehemes fur
30 rri^ eine Leibrente von 2 mgl 8 Schill jdhrlich. 1423. Nov. 24.
Witlik sy alle den ghennen, de dessen bref seen edder horen lesen^ dat
wy brodere Marquardus, prior, Albertus, lesemester, Johannes, supprior, vnde
wy anderen brodere des closters van der Borch to Lubeke predekers orden
bekennen openbar an desseme breue^ dat wy vntfanghen hebben vnde vpghe-
boret van der erbaren vrouwen Talen Ezebernes XXX lub. mark redder pen-
*ninghe, de wy an vnses closters notroft ghekeret hebben, vor weike vorbeno-
niede summen penninghe wy vns vnde vnse nakornelingbe vorpiichtet an kraft
desser scrift, der vorscreuen Talen Ezebernes jarlikes to gheuende drudde-
balue mark lubescher penninghe ghenghe vnde gheue to ereme lyue vnde de-
wyle dat se leuet, also to Paschen XX schillinghe vnde to sunte Michahelis
daghe XX schillinghe. Tho eyner sekerer betughinghe desser vorplichtinghe
80 hebbe wy myt vnser aller witlicheyt vnses closters seghel vor dessen bref
gbehenghet, de ghescreuen is na Codes bort M^ CCCC® in deme XXIII jare, in
sunte Katherinen auende.
Au8 dem Copiaritis des Burykloaters foL 13b,
K(h^ig Sigismund zeigt dem Rathe von Lubeck an, dass er zur Schlichtung des
Stretts zwischen Konig Erich und den Holsteinischen Herren einen Rechts-
tag in Of en halten wolle, und for der t ihn auf den beiden Parteien die
Ladung uberbringenden Koniglichen Boten durch zwei Rathmdnner begleiten
zu lassen. 1423. Dec. 17.
VV ir Sigmund, von Gotes gnaden Romischer kunig, zu alien czeiten
in^^er des reichs, vnd zu Vngern , zu Behem, Dalmacien, Croacien etc. kung.
^t^bieten den ersamen burgermeistern, rate vnd burgern der stat zu Lubeck,
vnsern vnd des richs lieben getruen, vnser gnad vnd alles gut. Lieben ge-
truen, wir tun euch zu wissen, daz wir von wegen solicher zweitracht vnd
I krieg wegen, so zwischen dem durchluchtigisten fursten, herrn Eriken, zu
Denmarck, Sweden vnd Norwegen etc. kunig, vnserm lieben bruder, an einem,
vnd den hochgeboren Henrichen, Adolffen vnd Gerharden gebrudern, herczogen
zu Slesswig vnd grauen zu Holsten, Stormarn vnd Schauwenburg, vnsern lieben
69
546 1423. Dec. 17.
obetnien und ffursten^ an dem andern teil, lanngczeit gewert haben, beiden
parteinen einen rechttag gen Ofen bescheiden vnd rnit vnsern kuniglichen
briefen in by dem ersamen maister Niclas Czeiselmeister, probst zu Tyn, lerer
in geistlichen rechten, vnserni lieben andechtigen, doselbshin fur vns zu komen
geheischet vnd geuordert haben. Heruinb von Romischer kuniglicher macht
gebieten wir euch ernstlich vnd vesticlich, daz ir zwen ewers rates dem ege —
nanten maister Niclas Czeiselmeister zu schaffet^ mit im zu reiten vnd dabe^p
zu sein, so er vnser kuniglich brief beiden parteien anntwurt. Doran beweis*^ t
ir vns vnd dem heiligen reich besunder gefallen vnd beheglichkeit. Geben z^
Totans, am freitag nach sant Lucie tag, vnser riche des Vngrischen etc. in dei
XXXVII, des Romischen in dem XIIII vnd des Behemischen in dem vierden jasr
Ad mandatum domini regis
Franciscus prepositus Strigoniensis.
Nach dem Original au/ Papier. Mit au/gedrUcktem theilweise erhaltenem Secret, VgL Roemer-Buechner 71.
Konig Sigismund fordert den Rath von Luheck auf^ zic ndchsten PJingsten KriegS"
volk wider die Ketzer nach Bohmen zu senden^ legt auch ein Schreihe^^
gleichen Inhalts an die Hansestddte hei, mit dem Auftrage^ es den einzelne^
Stddten zuzusenden. 1423, Dec. 17.
Sigmund, von Gotes gnaden Romischer kunig, zu allen-
czeiten merer des richs, vnd zu Vngern, zu Behem etc. kunig.
Jirsamen lieben getruen. Wir begeren von euch mit gantzem ernst^
vnd fleisse, das ir euch zubereiten wollet also, dass ir vff die nechsten Pfin^'
sten mit ewerm volk, so ir erlichst moget, mit vns vnd andern vnsern vnd d^^
richs fursten und stetten zu Behem in dem feld seyn wollet wider die ketzefy
Got zu lobe, der Christenheit zu hilff vnd zu trust vnd vns vnd dem heilige''
riche zu eren. Doran tut ir vns sunderliche dienste vnd beheglichkeit^ der wir
euch in gut allezeit gnediclich gedenken wollen. Geben zu Tottans, am nech-
sten fritag vor sand Thomas tag, vnser riche des Vngerschen etc. in dew
XXXVII, des Romischen in dem XIIII vnd des Beheimschen im vierden jaren.
Ouch begeren wir von euch, das ir vnsern offenen brieff, der euch oiit disem
briefF sol geantwort werden, den wir den hensesteten schriben ouch von der
1423. Dec. 17. 647
vorgenanten sacben wegen, denselben steten schickon wollet vnd eyn antwort
von in doru£P von vnsern wegen vordern vnd vns die wider schriben. Geben
ut 8upra.
Ad mandatum domini regis
Franciscus propositus Strigoniensis.
Aufschrift: Den ersamen burgermeistern, ratmannen vnd burgern der
stad zu Lubeck^ vnsern vnd des richs lieben getruen.
Nach dem Original auf Papier. Mit geringen Resten des aufgedrOckten SiegeU,
Dlill.
mig Sigismund for der t die Hansestddte auf am ndchsten Pfingsttage Kriegsvolk
zur Hulfe gegen die Ketzer nach Bohmen zu sen den. 1423. Dec, il.
Wir Sigmund, von Gotes gnaden Romischer kunig, zu alien czeiten
n^orer des ricbs, vnd zu Vngern, zu Behem, Dalmacien, Croacien etc. kunig.
Krnbieten den ersamen burgermeistern^ ratmannen vnd burgern gemeinlich der
stete der Deutschen hense. vnsern vnd des richs lieben getruen, vnser gnad
vv^d alles gut. Ersamen lieben getruen. Wir begeren von euch mit ganczem
^x^tiste vnd fleisse, das ir euch zubereiten wollet. also das ir vff die nechsten
Pfingsten mit ewerm volk, so ir eriichst moget, mit vns vnd andern vnsern
^>^ci des richs fursten vnd stetten zu Behem in dem feld seyn wollet wider die
keizere, Got zu lobe, der cristenheit zu hiiff vnd zu trost vnd vns vnd dem
heiligen riche zu eren. Doran tut ir vns sunderliche dienste vnd beheglich-
t^^it, der wir euch in gut allezeit gnediclich gedenken wollen. Geben zu Tot-
^*ri8, am nechsten fritag vor sand Thomas tag, vnser riche des Vngerschen etc.
ii^ dem XXXVII, des Romischen in dem XIIII vnd des Beheimschen im vierden
Ad mandatum domini regis
Franciscus propositus Strigoniensis.
Nach dem Original. Ohne Aufschrift. Mit Resten des aufgedritckten Siegels.
548 1423. Dec. 20.
Milll.
Der Rath von Hamhirg entscheidet als Schiedsrichter in einer Zwistigkeit zmdm
dem Rathe von Liibeck und dem Herzog Adolph von Schleswig, Graf en m
Holstein, wegen der von Letzterem aus zwei verungluckten Schiffen je-
nommenen G titer. 1423. Dec. 20.
Schedinghe des rades van Hamborgh twischen hertighen
Alffe vnde deme rade vnde borgheren van Lubeke etc.
De ersarnen heren borgermestere vnde ratmanne der stad Lubeke clagen,
dat de hochgeborne Furste unde here, her AlflF , hertege to Sleswick^ greue to
Holsten, to Stormeren unde Schowenborgh^ vnse here, eren borgheren ?ndc
anderen copluden haringh vnde andere ghud genonien laten hebbe uth twen
schepen, welker schepe dat ene van vngerake in der Trauene in de grund
ginck, vnde dat andere schip, dat van stornies vveghen to dem Grotenbrode Id
dat land dreff, vnde dit hebbe de ergenante hertige Alf, vnse here, wedder
recht vnde siner uoruaren bezegelde priuilegia gedan laten etc.
Dar de ergenante hertege Alf, vnse here, to antwerdet, dat dat ene
schip were to grunde ghan vnde dat andere were in dat land gedreuen, also
ok de uan Lubeke seggen, vnde darvmme weren schepe vnde gudere vao
sines landes rechte vnde wonheit siner herlicheit uorbord vnde rnit rechtevor-
uallen etc.
Damp segge wij borgermestere vnde ratmanne der stad Hamborgh. in
desser sake van beyden partyen gekorne schedeslude, uor recht aldus: Is dat
witlik, edder konnen de van Lubeke bewisen, efte steyt hertige Alf, vnse here,
des tho, dat den van Lubeke edder anderen guden copluden dat gud tobehoret,
so schal de ergenante hertige Alf, vnse here, den borgeren to Lubeke vnde
deme copmanne den heringh vnde gud weddergheuen, edder de werde dar-
van, dat he en uth den schepen genomen efte genomen laten heft, wente wor
des copmans schepe unde gud van ungerake, alse uan vnwedere, storme edder
windes nod to grunde gheit efte in dat land drift, dar en is des copmans schep
edder gut nicht mede uorwracht edder uorloren van rechte, wente dat is int
erste weder Codes recht, dat en mynsche deme anderen sin gud also nynipt
edder nemen let, dem he na kristenen gelouen vnde van Codes rechte an so-
dannen vnde anderen noden helpen scolde, wente en mynsche seal den anderen
lef hebben, alse zik suluen, alse gescreuen steyt in decreto de pe. di ij can
1423. Dec. 20. 549
tasy^ di. L ponderet^ vnde velen anderen steden. Ok is dat wedder naturlik
recht, dat de ergenante hertige Alf, vnse here, den van Lubeke vnde deme
copmanne sin gud also genomen efte genornen laten heft, wente uan naturlikern
rechte so en seal en mynsche deme anderen nicht don nrier, also he uan em
liebben wil, alse gescreuen steit di j. Humanum genus^, vnde des ghelick in
^elen anderen steden. Id is ok wedder gestlik recht, dat me kristenen luden,
de vmme kopenscop edder in anderen erliken weruen to watere varen, efte de
sctiipbroke liden, vanghe edder ere gud neme, wente me mach se darvmme
van gestlikes rechtes wegen bannen laten, alse gescreuen steit de Rap. c. ex-
ccnTimunicacioni* cum similibus. Ok is dat wedder keyserrecht, dat me deme
copmanne sin gud in sodanne noden nympt, also vterliken gescreuen steit in
aTecten, de.naufra. c. nauigia.^ Ok en schal nemendes trezel riken mid armer
lude drofnisse, den ere gud in sodarinen noden uorblift, c. rfe r^a^^/7'a. /. /*, vnde
wo dem kopmanne sin gud also nympt, de schal erne dat bynnen enem jare
veervold weddergheuen. C. de fiirtis In eum.''
Vnde nadem dat dat wedder Godes recht, naturlik recht, ghestlik recht
vnde keyserrecht is, dat hertige Alf, vnse here, den uan Lubeke vnde dem
kopmann sin gud also genomen edder genomen laten heft, de ergenante hertige
Alf, vnse here, seal durch recht den van Lubeke vnde dem kopmann ere gud
w odder gheuen efte de werde daruan.
Alse ok de ergenante hertighe Alf, vnse here, an sinem antwerde secht,
i^t, eme dat gud uorboret vnde voruallen sij na sines landes wonheit etc.:
Dar up segge wij uor recht aldus, dat dat en qwat wonheit is, de wedder
Godes recht, naturlik recht, ghestlik recht vnde keyserrecht is; darvmme
d doch(t) de wonheit nicht, wente dat is en vnredelik wonheit. Schal en
v^Ofiheit macht hebben, so mut se redelik sin, also gescreuen steit de consue.
c. zlIL Cum tanto.^ Seal ok en wonheit dogen, so mach de nicht tegen ge-
screuen recht wesen, alse gescreuen steit de offi. ar. Cum satis,^ de. re. judL
1) C/'S dist 2. dc poeiiit. (Cansa 33 qu. 3).
2) c. U dist. 50
3) c. 1 dist. 1.
4) c. 3 X de raptoribns 5, 17.
5) Anth. de naafragio ad legem 18 Cod. de furtis et serro corrupto 6, 2.
6) 1- 1 Cod. de naafragiis 11, 5.
7) 1. 18. Cod. de furtis 6, 2.
8) c IIX de consuet. 1, 4.
9) c. 4 X de off. archidiac. 1, 23.
550 1423. Dec. 20.
Cum caustty^ de consue. Ad nostram. § Nos igitur.^ Vnde welk wonbeit tegen
Godes recht^ naturiik recht, ghestlik recht vnde keyserrecbt, de is witlikeo
tegen gescreuen recht, darvmme en doch(t) de wonbeit nicht, dar de ergenante
hertige Alf, vnse here, up Ihud, vnde mach eine ok mid rechte nicht helpen.
Ok mach me mid des allerdurchliicbtigesten Fursten vnde heren, hero
Sigmundes, Romisches konninges etc., vnses gnedigesten leuen heren, sunder-
gem priuilegio bewisen, dat he dem gemenen kopmanne van der Dutscheo
hense gnedigen gegeuen heft bouen keyserlik gerecht, dat alrede gescreuen
steit, dat me uan schipbrokigem gude, edder wo dat anders in waters nodeo
were, nicht esscben eder nemen seal bij den penen, in dem keyserliken recbte
uthgedrucket, vnde sunderliken bij den penen, in dessem nascreuen des erg^
nanten vnses gnedigesten heren, des Romischen konningbes, priuilegio benomed.
(Fohjt die Urkunde Bd. V No. 520.)
Vnde nadem dat de ergenante vnse gnedigeste here, de Romiscbe
konningh, en furste vnde here der werld vnde bouen alle konninge vnde we^
like heren is, alse gescreuen steit in decreto vij. q.j. In apihus^y Ixiij. di Adm-
nuSy* ff. ad. I. Rodiam de iactu Deprecacio^ et in c. Venerahilem. de efec'dar
vmme mochte de here Romiscbe konningh sodanne priuilegium wol gheuen,
vnde alie fursten vnde heren sint plichtig, dat priuilegium to holdende by des
rikes bannen, alse dat priuilegium innebold.
Hedden ok de uan Lubeke sunderge priuilegia van des ergenanten her
tigen Alfes uoruaren, also de van Lubeke segghen, der scollen se tovoren io
geneten.
Hirvmme, wes de van Lubeke bewisen mogen, dat de ergenante hertige
Alf, vnse here, en edder dem copmanne uth den schepen van heringe edder
anderen gude genomen edder genomen laten heft, dat seal he den borgheren
vnde dem copmanne weddergheuen efte de werde daruan. Were ok van dem
heringe edder gude wes genomen, uorthert edder uorbisterd na der tijd, dat
de ergenante hertige Alf, vnse here, zik des gudes mid vnrechte vnderwaiid,
dat seal de sulue hertige Alf, vnse here, den borgeren to Lubeke vnde dem
copmanne betalen, nadem dat de sulue hertige Alf, vnse here, dat gut tegen
der uan Lubeke vnde des copmans willen an sine were gebracht heft mid
1) c. 8 X de sent. 2, 27.
2) c. 3 X do consuct. 1, 4.
3) C. 41 Causa 7 qu 1.
4) c. 22 dist. 63.
5) 1. 9 D. ad leg. Rhod. 14, 2.
6) c 34 X de clcctiono 1, 6.
1423. Dec. 20. 561
vnrechle vnde an syner were also uorerghert, uortherd vnde uorbisterd is^ dat
anders den uan Lubeke vnde deme coprnanne wol vnuorbisterd gebleuen hedde.
De borgere to Lubeke vnde de kopman, den dat gut tohord, mogen mit
erem ede vorrichten vnde holden efte niid eren vrunden, de in den schepen
weren, de vmberuchtede bedderne lude sin, wo vele dat des gudes were, dal
en de ergenante hertige Alf, vnse here, uth den schepen genomen edder
nomen laten heft, vnde wo de borgere to Lubeke vnde de copman, den dat
gud horde, edder ere vrunde, de in den schepen weren, also uorrichted in den
hitgen, dat seal de ergenante hertige Air, vnse here, vmrne der sulfwald willen, de
he darane ghedan heft, den suluen borgeren to Lubeke vnde deme copnianne
gelden na sinen werde.
Hedde auer de ergenante hertige Alf, vnse here, efte de zine van dem
gude wes geberghed edder bergen laten vmine bede willen der borgher to
Lubeke efte des kopnians, den dat gud tohorde, dar scollen de borgere to
Lubeke vnde de kopman, den dat gud tohored, erne efte den zinen redelik
arbeydes Ion van gheuen, vorder en sind de borgere to Lubeke vnde de cop-
man deme ergenanten hertigen Alfe, vnsem heren, edder den sinen van erem
schipbrokigen gude van rechte nichtes plichtich.
Vnde went wij borgermestere vnde ratmanne to Hamborgh, in desser
wke van beyden partien korne schedeslude, rechters nicht enweten noch
l^furaghen konnen, so hebbe wij vnse secrete witliken vnde mid gudem willen
neddene an desse suluen scrift gedrucket laten. Gheuen to Hamborgh, na Codes
bord dusend verhundert darna in deme dreundetwintigesten jare, des man-
Jages vor Winachten.
Nach dem Original. Das aufgedruckte Siegel ist abgespfungen.
^^e Schuld an die Metsterin im Beginen Convent bei St. Catharinen. 1423.
Dec. 21.
Johannes Bramstede coram libro recognouit, se et suos heredes teneri
^'figulis annis dare redditus vitalicii tres mrc. lub. den. Katherinam Douendigen,
''^dgistram domus begginarum aput sanctam Katherinam, medietatem super
9^olibet festo Pasce et aliam medietatem super quolibet festo Michahelis sub-
^^quens singulis annis amicabiliter et expedite absque ulteriori dilacione per-
^^Juendas. Defuncta tamen Katherina prefate vitalicii erunt quite et solute.
Nach einer Inscription des Siederstadtbuchs vom J. 1423y Thome.
^•'
662 1423.
DliV
Volquin und Detlev von Gronow urkunden uber die Gerechtsame des Siechenhaum
zu Kletri" Gronau. 1423.
Na Gades geborth verteyrihundertt jar in deme
dre vnde thuintichstenn jare werth dith geschreuen.
In deme nainenn vnses heren Jhesu Christi. Wytlick sy al den gennen,
de desse schrift seen edder horenn lesen, dath wy Volquin vnde Detlef van
Grounow, knapenn vnd rechte eruenn der Gronowenn, gunnen, geuenn vnde
vorlatenn dusse nha geschreuenn rrie[d]e waenheit vnde recht, alse hebben
gehatt de armen elenden lude tho sunte Jurghenn vor Grounow bi herVolmers
thidenn van Grounow^ den\e Ghodt genedich sij^ vnd vor syner tidtt vnd by
syner kinder tydenn^ Detleues vnd Hinrikes van Grounow. Tbo deme erstenn,
so hebbenn se quitt^ los, frig vnd leddich anderhalue houe landes mith holte,
wische vnde weyde, als dath gelegen is inn siner schede^ dath se dath inogen
brucken tho erer noth, vtgenomenn eckenn vnd bockenn hoitt, anne dath vor
ermne haue steit vnd in erenn thunenn vnd vp erenn koplenn. dath horett enn
fry, quidt, leddich vnd los. Ok brucken de armen lude fedriftt vnd weyde,
gelick denn burenn vnd mhogen holden enen suenn edder scheprenn allenetbo
erer behoff, vnd mhogen reinigen vnd rhadenn ere wische vnd eren acker van
allem holte sunder hinder vnd brocke. Gift Godtt syne ghaue an mast, der
sinth de armen lude brucklick vp dem erenn vnd wente tho deme dorpe^ g^
lick de herschop, vnd sinth ock bruckende tomes* vp deme lutkenn more nha
erer nothtroftt. Ock mogen de armen lude kesenn enenn formunder edder
tuee, gestlick edder wertlick, de se forwesenn, vnd de mogen alle brocke vnde
twedrachtt richtenn twischenn denn armen ludenn vnd erenn badenn, behaluen
hals vnd handtt vnd dath hogeste recht, dath rorett de herschop ann. Ok
sinth de armen lude vrygett vnde bewedemett mith allem rechte, dath anne
elende lude vnd spitteler hebben van der hilgen karckenn vnd van dergeinenen
kristenheitt, vnde se mach nemanth vordriuen van denn erenn, wente se dar
gewanett hebben woll auer hundertt jarenn. Were ouer, datt [datt] Gott vor-
hode, dath dar nene arme elende lude weren edder waneden, so schall dath
gudtt vnd hoi)' n)ith aller nuth vnd thobehoringe horen den armen fertich
1) Im Ms : thowers.
1423. 653
elenden zekenn luden vor Lubic vnd nicht des haues^ men de fertich zeken
scholenn des haues vnd ackers bruclik wesen nha erer luste vnd nothtroftt.
*Vormunder damals gewesen
her Johan Dasszow
her Johan Gherwer
Frederick Kortsack
Hynrick Gherwer de olde.
Nach lifter in das Niederatadthuch zvm Jahre 1423 eingelegten unbeglaubigten Abschrift auf Papier,
]»Ii¥l.
A(/nes, Wittwe des Herzogs Albrecht III. von Mecklenburg^ Konigs von Schwedeny
antwortet dem Rathe von Lubeck auf eine Beschwerde uber Hetnrich von
Bulow. 0. J. (1417-1423y
V nsen friintliken grud n)yt aller gunst vnde wes wy alwege iuw to
vyllen glides vormogen vorgescreuen. Leuen besundergen Frunde vnde gunre.
Wy hebben iuwen breff gutliken entfangen vnd woi vornomen, als gi vns scri-
uen, wo dat Goswyn Westhoff, iuwe medeborger, scholde synes werwes riden,
des quarn "fim Hinrik van Bulow myt synen medekumpanen vnder 6gen wynt-
liker wyse vnde wolde en dat ere genomen bebben vnde dar Hinrik ouer dot
Weuen ys, dat iuw doch truwelken led ys etc., vnde dar vnsen sone vakene
VQime gescreuen hebben vnde yo nen antwarde geworden ys, vnde gi vns
frundliken scriuen^ dat wy wolden vnsen sone vnderrichten vnde vormogen, dat
wy iuw en antwarde scriuen. Des do wy iuw wytlik, dat wy darvmme to vnssen
y sone gescreuen vnde vnsen voget darsuluen muntliken vmme to vnssen sone
gesant hadden. Des heft he vns en antwarde gescreuen, dat sende wy iuw
\. "esloten an dessen breue, vnde konde wy iuw vele mer to wyllen vnde frunt-
L, schop d6n, dat dede wy wyllichliken gerne, vnde dat vnse sone vnde gi vnwyllen
\ V) Andere Handschrift. Beide genannte RathmRnner wurden 1416 nach der Ruckkehr des alten Raths ge*
r ^Ult. Die Urkunde ist bei den Verhandlungen fiber die s. g. Mdllnischen Pertinenzien zwiscben Liibeck and
f. HioQOTer, die dnrch den Vertrag vom 4. Februar 1747 beendigt warden, obgleich sebon damals nar in Absobriften
Torbanden, als ftebt and die Verbftltnisse bestimmend producirt and von den Commissarien der Hannoyerscben *
fiegierang als solcbe anerkannt.
2) Agnes, Tocbter des Herzogs Magnus II. von Braaascbweig , war nacb dem Tode ibres Oemabls Landes-
regentin von 1412 bis 1417. Der Inbalt des Briefes zeigt, dass sie es nicbt mebr war, als sie ibn scbrieb, l&sst aber
AO^ererseits aacb erkennen, dass der Ratb von ibrem Einfluss anf ibren Sobn Albrecbt V. and aaf die Regierangs-
fe«cb&fte sicb nocb Erfolg verspracb. Da fiberdies Albrecbt V. vor December 1423 starb, darfte der Brief bier
eiiigefflgt werden.
70
554 1417—1423.
to hope hadden^ als wy yo nycht enhopen. dat were vns truwelken led. Vor-
dermer, als gi scriuen^ were dat gi dar enbouene yo van den Bulowen besche-
deget worden etc. viide gi dar wat wedder vmme dedpn^ gi Sn wolden vnser
gnade, gunst vnd Fruntschop de vorder nycht wesen etc., des wetet, dat wj
sitten vp vnsser liffgedinge vnd beweren vns nergen mede vnd hopen vnd ?or-
moden vns des gans vnd begeren andachliken, wol vns yumrnent vnser land
vnd vogedige angripen efte bescheddeghen, dat gi vns dat yo niyt truweri helpeo
afkeren, als wy gerne iuw d6n wyllen desgeiik^ vnde wes wy iuw konen to
wyllen vnd fruntschop d6n, dat do wy willichliken gerne. God sy myt iuw.
Scriptum Godebusch, dominica die qua cantatur Quasimodogeniti, nostro sub
secreto.
Agnes Dei gracia
o i-. . regina.
oweorum (jotorumque ^
Aufschrift: Den ersanien borgerrneistern vnd radmannen der stad Lubeke,
vnsen leuen besundergen, gescreuen.
Nach dem Original auf Papier, Das aufgedrUvkte Siegel iat grositentheils abgesprungen.
DliVll.
Verpachtung eines Hopfengartens bei Krernpelsdorf. 1424. Jan. 20.
JNicoiaus Beltulet et Bernardus Thyas coram libro recognouerunt, se
coniuncta (inanu) a Hinrico de Caluen et suis heredibus conduxisse XF foueas
humulorum in hurain, sitas prope viliam Crempelstorpe, per quinque inlegros
annos subsequentes, super Festo Purificacionis Marie proxime afluturo incipiendo,
pro hura IX marcas lub. den. et X solidos den. lub. antedicto Hinrico de
Caluen aut suis heredibus super quolibet festo sancti Martini amicabiliter et
expedite absque ulteriori dilacione persoluendas.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1424^ Fab. et Seb.
DliVIll.
Urf elide des Dietrich Wardenbergy geleistet dem Herzoge Erich von Sachsen-La\u^
burg und seinen Brudern Bemhard und Otto, sowie auch den Rdtlieti vofi
Lubeck, Hamburg und Luneburg unter Biirgschaft des Johann Wardfif^
berg und des Ebel Molendorp. 1424. Jan. 20.
Ik Dyderik Wardenberch (u. s. w. wie No. 437). Vnde wij Johan Wa^
denberch , wonaftich to Busen , vnde Ebel Molendorp, wonaftich to Cramvoer,
1424. Jan. 20. 555
belcennen vnde betugen openbare in desseme breue (ti. s. w. me gewohnlich mit
der Verpfiichtung zum Einlager). Gescreuen in den jaren vnses Heren dusent
verhundert veervndetwintich, des dages Fabiani vnde Sebastiani.
Sack dem Original mit drei anhangenden Siegeln. Dietrich Wardenberg: Siegel rund, ^'/lo ^^"^ ^''»
nchrdgrechta getheilter Schildf hinten gerautet. Johann Wardenberg: Siegel rund, 2^/iq Ctm.,
iibrigens dasselbe Wappen. Ebel Molendorp : Siegel rund, 2^1 1^^ Ctm, Auf stehendem Schilde ein
zweiarmiger Leuchter mit einer Spitze in der Mitte. Die Umschriften sind uberall undeutlich.
Enoiederung der Bruder Helmold und Heinrich und des Johann von Plesse auf ein
Schreiben des Raths von Lubeck in Betreff der von ihnen fur Bemhard
und Hans Rohr geleisteten Burgschaft. 0. J. (1424). Jan. 25.
Vnsen vruntlyken grut vnde wes wi gudes voirmoghen touoren screuen.
Leue borghermesteren vnde ratmanne. Wy dut iw wytlyk, dat wy iuwen breflF
wol vornamen hebben, aizo gy scryuen vmme de pennynghe van Berndes vnde
Hans Rores vnde Reyneken Mynstede venghenysse weghen^ des mende wy,
ieuen vrundes, dat gy de al rede scolden hat hebben. Hyrvmme hope wy, dat
wy iw drade wyllen to worden komen, vnde wyllen vruntliken van iuw scheden
vnde wyilent gherne na iuwme rade holden vnde bydden iuw, dat gy alzo
langhe wyllen bestan laten. Screuen yn sunte Pauwels daghe syner bekerynghe,
vnder vnsme ingesegel.
Her Helmold, Hynrick brodere,
Henneke heten de Plessen.
Aufschrift: Den erwerdyghen borghermesteren vnde ratmanne to Lubeke
ghescreuen.
Nach dem Original auf Papier. Mit einem Reste des aufgedrUckten SiegeU,
Urfehde des Jakob Kerkhoff. 1424. Jan. 26.
Ik Jacob KerkhofF. Bekenne vnde betuge (wt'e gewohnlich bis) sunder
^^'geiist, van der zake wegen, dat my de erbenomeden heren van guder vor-
s^chticheit wegen vnde tokomendes argen leten wedder in ere stad voren,
^Cnte ik mit vnmynne vnde drouweworden eres borghers vte erer stad gereden
^as, dar ik my doch vruntliken vmme vorgan hebbe mit em^ vnde vorlate se
^es (u. s. w. me gewohnlich). Gegeuen na Godes bort dusent verhundert ver-
vndetwintich, des anderen dages na sunte Paweie siner bekeringe.
Nach dem Original mit anhangendem Siegel, Ea iat rund, 2^/xo Ctm., und zeigt eine Hausmarke mit der
Umschrift: $' iacop jl^^^ fetd^pf.
70*
Prior, Lesemeister, Subprior und die ubrigen Bruder des Klosters zur Burg neh\
den Johann Meyer und dessen Ehefrau Margarethe in ihren DiensL i# -2
Feb. 14.
Wy brodere Marquardus, prior, Albertus^ lesemester, Johannes, s «jf
prior, vnde alle wy anderen brodere des ghemenen klosters to der Borch I
Lubeke predekers orden. Bekennen openbare an desseme breue, dat wy %^cr
plichtet hebben vns vnde vnse nakonmelinghe, dat wy scholen vnde willen den
erbaren luden Johanne Meyer vnde Margareten, siner husvrowen, de wy vnt-
fangben leghenwardichliken vormiddelst craft desser scrift an vnse bescher-
minghe vnde broderschop, alle daghe, dewyle dat se leuen, gheuen vt vnser
koken erne iewelken alsodane prouene^ alse wy daghelkes pleghen to gheuende
enie broder an vnseme reuenter, vnde scholen den suiuen vorscreuen personen
gheuen to hope alle wekene dre wetene conuentes brod vnde ver rogghene
brod vnde eyne tunne couentes so vakene alse wy bruwen. Queme id ok so
van redeliker brukinghe desser vorbenonieden personen Johannes vnde Marga-
rete, dat de vorscreuen tunne couentes eer vtqueme, eer wy bruw^den, so
schole wy en to erer personeliker notroft couentes pleghen went to deme
neghesten bruwende. Wan ouert en steruet van dessen twen vorscreuen per-
sonen, so sint wy deme anderen nicht iner plichtich to synie liue wen ene
halue tunne couentes to islikeme bruwete vnde dre conuentes wetene brode.
Vortmer schole wy desse vorscreuen personen besorghen myd ener ghedeliker
woninghe, der se bruken scholen wesen ere leuedaghe. Vppe dat desse dikke-
nomeden erbaren lude Johan vnde Margarete nicht vndanknamich weren alsQ^
daner ghunst vnde woldat, so hebben se in dat erste gheuen vnseme vorscreuen
clostere in ene milde almisse hundert lubesche mark reder pennighe vode
willen to deme neghesten tokoniende Paschen gheuen deme suiuen klostere
anderhaluen hundert mark lubesch^ vnde vort bynnen dessem jare ok gheuen
deme suiuen klostere viftich lubesche mark, also dat de summe der vorbeno-
meden almissen schal wesen drehundert lubesche mark. Vortmer so hebbeo
de vorbescreuen personen darto sik ghegheuen vnde gheoftert deme vorbeno-
meden klostere vor enen dener vnde denerynne, dewile dat se leuen, mit ail^
deme gude, weghelik vnde vmbeweghelik, dat se myt sik in de vorscreuene
woninghe bringhen, dar wy se an wysen, mit sodaner vnderschedingbe, dat se
to neme sunderghen denste scholen vorplichtet wesen vnde dat se moghea
1424. Feb. 14. 557
ukende wesen alles, des se hebberi^ de tyd eres leuendes. Wan se ouert
jyde dot synt, so schal tohoren vnseme vorschreuen klostere allent, dat se
ilaten in erer woninghe, sunder hinder vnde ansprake erer eruen, also dat
strunient vtwyset, dat oner desse vorscreuen offeringhe vnde gheuinglie van
ne notare gheniaket is, vnde darvmme scholen desse suluen erbaren perso-
»n, Johan vnde Margarete, syn husvrouwe, bnikende wesen aller gnade vnde
•yheyt, dar vnse orden vor sodane personen van den pewesen niede beghauet
. To ener merer betuchnisse alle desser vorscreuenen stukke so is niid vnser
ischop vnses klosters ingheseghel vor dessen bref ghelienghet, de ghescreuen
na Godes bort M CCCC in denie vervndetwintighesten jare, in sunte Valen-
nes daghe.
Auft dem Copiarius des Burgklosters fol. 14 h.
)eT Burgermeister Curd Brekewold und der Rathmann Johann Bere entscheidim
ehieii Streit zwtschen Heinrich Wolder und dem Kloster in Reinfeld, 1424.
Feb. 24.
liinricus Wolder alias inpetebat abbatem et claustrum in Reineuelde ex
Hrte cuiusdani danipni et pecunie IX marcas lub., que Marquardus Wolder,
uunculus antedicti Hinrici., propter excessuin et demerita sua dedit prePato
lauslro in Reineuelde. Sed tainen per dominos Conradum Brekewolt, procon-
uiem, et Johannein Beren, consulern. per dominos consilii ad hoc deputatos,
icte partes amicabiliter concordati sunt ita, quod Hinricus Wolder antedictub
scognouit., se esse satisfactum et ad surBcienciam subleuasse et percepisse
fratre Martino Bruzehauern, woldmestere prefati claustri, V marcas lub. den.
nde dictus Hinricus Wolder cum suis heredibus prefatum dominum abbatem
uuinque claustrum in Reineuelde, omnes subditos dicti claustri, spirituales quam
^culares, pretextu illius ab ornni ulteriori monicione seu ab omnibus aliis
^onicionibus uel inpeticionibus., quas dictus Hinricus habuit uel habere potuisset
d prefatum dominum abbatem suumque claustrum et subditos et precipue ad
ntedictum fratrem Martinum Brusehauern quouismodo usque in presentem
iem, penitus dimisit quitum et solutum. Insuper antedictus Hinricus Wolder
romisit et arbitratus est, si et in quantum ipsum affuturis tetnporibus aliquas
peticiones uel moniciones ad prefatum dominum abbatem suumque claustrum
subditos contingeret habere, quod de dictis omnibus vellet et debet stare
i coram dominis consilii Lubicensis et coram nulli alteri.
Nctch einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1424, Matth, Ap,
1424. Vor Marz 17. 5S9
Der Rath von Bremen heklagt sich gegen den Rath von Lubeck iiber das Verfahren
des Raths von Groningen und bittet um Beistand gegen denselben. 0. J.
(1424. Vor Marz 17.)'
Vnsen vruntlikeri grut vnde wes wi gudes vormogen louorn. Ersamen
heren, bisundern guden vrunde. So gi vns gescreuen hebben, dat wij ichtes-
welke houetinanne der vitallienbrodere bi vns hebben ghehat vnde en inyt erer
zeltschopp geleyde gheuen vnde menden, de to wedersdagen to waterwert
uttomakende vp de van Groningen etc.^ begeren wi juw welen, dat de van
Groningen in vortijden in lefliker handelinge vnvorwaret erer ere an vns vnse
borghere geuanghen^ ere schepe vnde glide genomen vnde bynnen erer stad
geschattet hebben, dar wy vmme vnse medeborgherinester vnde stadscriuer an
ze in Groningen ghesand hadden weruende vnde vruntliken biddende^ dat ze
vnse borghere quid vnde en dat ere, dat ze en genomen hadden, wedder-
gheuen, went wij men leff vnde gud mit en enwisten, edder dat ze vns darumme
tekenden legheiike dage, vpp den ze vns darumme deden, wes ze vns van ere
vnde rechts wegene plichtich weren, des ze vns vtginghen vnde van en nicht
wedderfaren konde. Vurder, so gi vns scriuen vmme artikel na lude des re-
cesses, dat wi dat by nenen hensesteden vorsocht vnde voruolghet hebben etc.,
des willet weten, dat wij na den tiden, alze wi aldus vnse sendeboden an de
van Groningen gehat hadden, vnse bodeschopp vnde breue to tween tijden
zenden an den bischop van Vtrecht kortliken vorschenen, dein Ghod gnedich
sij, de stede Vtrechf, Deuenter, Campen, Amesfort vnde Swolle, ze vruntliken
biddende, dat ze de vorscreuen van Groninge berichten, vnderwisen vnde so
uormoghen wolden, dat ze vnse borghere noch quid vnde en dat ere wedder-
gheuen, edder legheiike dage vns darvmme tekenden, vpp den ze vns deden,
des ze vns van ere vnde rechts wegene plichtich weren. Des gelijk darna vnse
gnedige here van Bremen an de vorscreuen bischopp, heren vnde stede screff
van vnser wegene, so wi dat myt den breuen, de vnsem gnedighen heren van
Bremen vnde vns van den vorfaenomeden bischoppe, heren vnde steden wedder-
ghesant zint, wol willen bewisen, dat vns allent nicht helpen mochte. Konden
auer, leuen vrunde, gij edder anders jement de vorscreuen van Groninge be-
richten, dat ze vnsen borgeren noch ere schattinge, schepe vnde gud wedder-
]) und nach dem 9. October 1423, an welchem Tage Friedrich III von Blankenheim, Biaohof von Utrecht,
itarb.
560
1424. Maiz 17. /
gheupn vride schaden wedderrichleden in korten tiden^ dat wolde wij noc^/
gernp van en nemen, vnde dar scholde gij vnser mechtich to wesen. Were olr
dat des nicht en scheg(>, so bidden wij juw vruntliken^ dat gi de uorscreuen
van Groninge vnde de ere in juwen steden vor vns vnde vnse borghere nicht
heghen edder leyden, went vns nicht steit to lydene^ dat wy an dem schaden
willen besitten, vnde willen den soken vnde vorinanen ^ wor vnde rnit wenie
wij konen vnde moghen. Screuen vnder vnser stad secret.
Consules ciuitatis Bremensis.
Aufschrift: Den ersainen vorsichtighen wisen heren, borghermeistprn
vnde radmannen to Lubeke^ vnsern sundergen guden vrunden, gescreuen.
Sack dem Original. Da% aufgedruckte Siegel iat gdntUch ahgesprungen.
I»IiX¥I.
Der Rath von Groningen beschwert sich gegen den Rath von Ltibeck uber GewaJli'
thdtt'gkeiten des Erzbischofs von Bremen und entschuldigt das AtisbleAen
eines Gesandten auf dem nachsten Hansetage mit der Unsicherheit der
Retse. 1424. Mdrz 17.
V rentlike gruete init gunsten voirghescreuen. Eersaaien guede vrende.
Juwen brieff mit der copij daerinne besloten nu nylinxt an ons ghesant onder
andern woirden sprekende, woe de henzestede des derden zonendages na
Paeschen eerst comende thoesatnen in juwe stad zullen comen, des gij eysscben
ende bea:heren in name der stede van ons omme sodane onwille. als tusschen
de van Bremen ende ons is, dat wy onse vulmechtighe sendeboden vp deo
voirscreuen dach by juw toe Lubick willen senden, welke in der zake wal ende
nuchalftigen gheinformyert zy(n) etc., mit meerren woirden begrepen, hebben
wy lieflliken ontfangen ende verstaen. Ende, heue vrende, als gij mede roeren,
weret dat wy dit vorleden ende de ontschuldighe coepman van onser weghen
beschedig^^ worde^ daer entiegen worden de steden doende, als zich dat be-
hoert, des laten wy juw vientliken weten, dat wy by der ghenade Godes hopen
vnde wyllent so besorghen, dat de ontschuldighe coepman vermits onsen
schulden ende van onser weghen nyet en sal werden beschediget, die in den
stichte van Bremen nyet gheseten en is. Voirt, eersame vrende, daervp dat
die van Bremen voirghenant juw hebben ghescreuen, woe wy in voirtiden in
lieffliker handelinghe onverwaert onser ere an em ore borghere gheuaiigen,
ore scepe ende guede ghenomen solden hebben ende bynnen onser stad ghe-
1424. Marz 17. 561
chattet, mit meerren anderen zwaren clegheliken woirden begrepen, als wy
vt der voirscreuen copij in juwen breue besloten hebben verstaen^ gheuoeghe
uwer eerbarbeyt mede the weten, ende clagen juw des zwaerliken, woe in
den voirleden somer die eerwerdighe vader in Gode, biscop van Bremen, XIIII
onser inwoenres ende ondersaten vp den weghe ten hilligen bloede on onentseghet
ende onverhaelt van ons in den voirscreuen zinen stichte heefft laten vangen,
stocken ende schatten al eer der tijt, dat wy enigbe toetastinghe hadden laten
doen, des wy ons van zijnre eerwerdicheyt in geenre wijs vermoet en hadden,
want wy mit em nyet dan lieue ende guet en wysten^ omme welken schaden
ende onrecht the verhalen ende wedertbestaen hebben wy lude wt den voirscreuen
stichte weder laten vangen ende gheschat, waeromme de van Bremen ons
quelliken ouerschriuen, want doch de eerwerdighe vader voirscreuen een beer
is des ghestichtes voirghescreuen. Ende hebben to dezer tijt in den wylle
gheweest, onsen voirscreuen schaden ende homoet voirt the verhalen vp den
^erwerdigen heren voirscreuen ende vp de ghene^ die onder em gheseten zijn,
waer wy hadden kunnen ende moghen, men^ guede vrende, omme juwer liefFte
^illen ende omme meerre quaet tho schuwen hebben wy ons so besproken^ dat
^y juw te lieue onsen voirscreuen schaden ende verdriet vergheten willen ende
^ergheuen, in deen dat ons van onsen wederpart voirscreuen des ghelikes mach
^edervaren, ende begheren hijrvp, lieue vrende, dat gijt ons in gheen ouel
Allien keren, dat wij onse sendeboden vp den seluen dach voirbenomed by
)^w nyet en schicken, want wy dat vermits anxte ons lyues ende gudes nyet
^oen en doren, men wes juwe voirsichticheyt toe des menen coepmans beste
'^^grypet ende de vytaliers the krencken. dat willen wy helpen the vorderen
^nde, als redelick is, mede beuestigen^ des gij ons gansliken mogen toe be-
ti'uwen. Juwe lieffte wyll God sparen in ghesondtheyt tot langen seligen tiden.
Ciescreuen in sente Ghertruden daghe, onder onser stad secret, anno XXIIIP.
Borgermeystere ^
, , in Gronyngen.
ende raed "^ ^
Aufschrift: Den eersamen voirsichtighen vromen heren, borgermeysteren
pfide raedmannen der stad van Lubick, onsen ghemynden lieuen vrenden^
ruetliken ghescreuen.
N<ich dem Original auf Papier, Mit Resten dea aufgedruckten SiepeU,
71
562 1424. Marz 18.
I»LX¥11.
Entwurf zu einem eimeuerten Mahnbriefe des Raths von Lubeck an mehrere Adelige,
sich zum Einlager zu stellen. 1424. Mdrz 18.
Tercia vice.
xost salutacionem. Gude vrund. Ju mach wol indechtich wesen, da^
wij iuw to twen tiden gescreuen hebben, wo dat N. vns vorsatich werdet eneir
summen penninge van siner vengknisse wegen in vnsen erbenonieden breuen
vtgedrucked, darvore gi vns vorsegeld vnde geloued hebben eyn inleger bynnen
vnser stad to holdende etc. Hirvrnnie zo esche wij vnd inanen iuw in crafl
desses breues to dem drudden male, dat gi sunder vorboldinge komen in vnse
stad na inholde iuwes loftes vnd iuwer breue, vns eyn integer to holdende^.^
wanne, wor gi des nicht en don, zo mote wij vnd willen dat vorder van iu
scriuen vnd clagen alien vromen luden, wo vnd in welker mathe gi vns iuw^s
loFtes vnd bezegelden breue vorsatliken vnhorich werdent, so lange dat vns
redelicheit hirvmme van iw wedderuaren moghe, vnd begheren des noch iuwps
antwerdes by dessem vnsem boden. Datum sabbato ante Reminiscere, ann^'
etc. XXIIir.
Consules Lubicenses.
Nach dem Entwurf auf Papier.
DliXVlII.
Helmoldy Heinrich und Henneke von Plesse schreiben dem Rathe von Lubecky sie
seien der Meinung gewesen, dass die Schatzung fur die Rohr bezahlt set,
ubrigens bereity ihre Verpjlichtungen als Biirgen zu erfullen. 0. J. (1424.
Nach Mdrz 18.)
VVetet, gi borgermestere vnde rat, dat wy juwen breflF hebben wol vor-
nomen, in deme gy scriuen vmme maninge van der Rore wegen erer schat-
tynghe erer vengnisse, aize hundert mark XXIII mark myn XXVI penninge^
dar wy schollen hebben vor louet etc. Des wetet, dat wy vns des vormodet
hadden, dat dat ouer menghen tyden bered were^ wes juw dar vorder ane
scbelt, des wille wy theghen juw riden vp eyne beleghelike stede vnde willen
vnse houetlude dar mede hebben, wes juw an der beschattynghe nicht bered is^
1424. Nach Maiz 18. 563
dat wille wy juw holden, aize wy juw louet hebben. Screuen vnder Hinrik
van Plessen ingesegel.
her Helmolt, Hinrik, Henneke,
vedderen, de Plessen hetten.
Aufschrifti Den erwerdighen borghermesteren vnde rade to Lubeke
gescreuen.
iVaoA dem Original auf Papier. Mit aufgedrUcktem theilweise erhaltenem Siegel,
Der Rath von Wismar erwiedert dem Rathe von Lubeck, dass er, wenn die Stddte
eine Sendung nach Bohmen beschllessen sollten, sich nicht ausschliessen
werde. 1424. Mdrz 23.
Unse vruntlike grute vnde wes wij gudes vormogen vorscreuen. Ersamen
heren vnde besundergen leuen vrunde. Juwen bre£F nriit der inneslotenen aue-
schriftt enes breues vnses allergnedigisten heren^ des Romischen konings, an
de menen hensestede, vmme siner herlicheyt an Bemen to uolgende, gescreuen,
hebbe wij tuchtliken vntfangen vnde wol vornomen, vnde willen gerne gutliken
darup vordacht wesen, vnde wes de glienienen henseslede darane vortsetlen
vrillen, dar wille wij vns ok gerne gudwillych ane bewysen na vnser mogelcheyt.
Gode beuolen. Screuen des dunnerdages vor Oculi, vnder vnsem secrete, anno
XXIIIP.
Consuies Wisrnarienses.
Aufschrift: Prudentibus et honorabilibus viris, dominis proconsulibus et
coosulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris sincere dilectis, detur.
jVocA dem Original. Das aufgedruckte Secret ist zum geringeren Theil erhalten.
Erwiederung des Helmold Liitzow auf einen Mahnbrief des Raths von Lubeck wegen
seiner fur den Knappen Beem Rode geleisteten Biirgschaft. 1424. Mdrz 26.
Mynen vrunteiken denst mit tlyte. Ersarnen leuen heren vnde vrundes.
Juwen breff an my ghescreuen hebbe ik wol vornomen, dar gy ane scriuen
vnde my van Berne Roden weghen manen vmme enen tzummen peninnghe der
schattinghe syner venghenitze etc. Des willet weten, dat yt my vter maten
71»
£64 1424. Marz 26.
led ys, dat gy dar suike maninghe scholeii vmme don, vnde ik ok anders nicht
hebbe ghewust. men de pennighe weren gantzeiken to der nfighe betalet vnde
wol bered, anders wolde ik yt yo so hebben ghevdghet^ dat jw der maninghe
nyn behuff schulde hebben gheweset. Bidde denstelken, dat gy yd sunder
maninghe an willen vnde vruntschap laten bestan bette to Paschen, ik wil yt
vnder der tyd so voghen, dat gy van der weghen nyne maninghe bedaruen to
my, vnde keret my dat yo nicht to varen, dat ik nicht vort by iw byn to
Lubeke, alse gy scriuen. Dat wil ik alle weghe jeghen jw vordenen, wor
ik kan vnde mach. Screuen in deme Sundage to Ocuh\ vnder mynen inge-
segel, anno Domini MCCCCXXIIII.
Helmold Lutzow.
Aufschrift: Den ersamen wisen heren burgermesteren vnde radmannen
to Lubeke, synen ghflnstigen heren vrunden.
I^aeh dem Original auf Papier mit unbedevtenden Resten des aufgedruckten SiegeU*
Der Rath von Grabow versichert dem Rathe von Luheck, er werde darauf halUnt
dass die Bewohner der Stadt hei ihrem Handelsverkehr von den gewohnUn
Strassen nicht abweichen. 1424. Marz 26.
Vlyteghen denst mit vorscreuener vrdntliker grfite. Ersamen leuen
heren. Jwen breff an vns ghescreuen hebbe wy wol vornomen, dar gy ynne
scriuen, dat wij de vnsen scholen warnen, de dar pleghen edder wilieii sukeo
jwe stad Lnbeke edder de stede Hamborch edder Luneborgh mit kopenschak
edder anderen gheverte, dat de nyne nyge straten edder weghe en suken, men '
holden dat na older wonheit, alse yt oldinghes ys gheweset etc. Begheren jw,
leuen ghdnsteghen he^en, to weten, dat wy den ynwoneren vnser stad de yn-
holdinghe jwes breues gherne willen gheuen to vorstande vnde sy vorder vnder-
wisen yn den saken, dat wy mit em dat jo so gherne willen holden, alse yt
oldinghes ys gheweset, vnde wy dat vnde vnser welk, de de erghenanten stede
sdken, dat vterlekest weten to holdende, vnde danken jw denstliken, dat gy
vns warnen, dar vns edder den vnsen mochte schade aff koniende wesen.
Bidden odmfideghen, dat gy vns vnde de vnsen jo be older rechtecheit vnde
wonhdjt beholden, dar wy aldus langhe by gheweset syn, vnde vns bescheroien,
1424. Marz 26. 565
4)ar yt syk jw temet, des wy gans to jw hopen, vnde willeri jw vnde den jwen
dar gberne vmme denen, wor wy konen vnde mogben. God sy mit jw. Screuen
vnder vnser stad secret, des sdndages to Oculi, anno Domini MCCCCXXIIII.
Radmanne to Grabow.
Aufsehrift: Den ersarnen wysen beren, borgermesteren vnde radberen to
Lubeke, eren gbunsteghen beren etc.
Nach dem OrigintU auf Papier, Das aufyedruekte Siegei ut groastentheils abgesprungen.
DliXXII.
Der Rath von Hamburg schreibt dern Rathe von Lubeck hinstchtlich des Pfundzolls
in Flandem tmd des Verhdltnisses zmschen Groningen und Bremen, 1424.
Mdrz 26.
Yrundliken grut touorn vnde wes wij gbudes vormogben. Ersarnen
leuen besunderen vrunde. So gij vns toscriuen, dat wij wol weten, wo juw
vnde vns de erliken stede in dessem nyestuorleden zomere uorscbeden, daruan
gM Vnde wij malk en recess hebben, myd mer worden, hebbe wij dergbelijken
van vnses radescumpanen, de bij juw gewest sind, wol vornornen vnde wiilen
luwer leue dar vnse antwerde, wilt God, kortliken bij vnsem egenen boden up
weten laten. Vorder bebben vns vorstan laten vnses radescurnpane, de latest
'^^i iw weren^juwe guddunkent, vnirne den punttolien in Flandem to entFangende,
^^^ id wol gud were, alse gij do gberanied hadden, sik darmede to uorboldende,
^f rnen dar wene to scbickede, so lange dat men wiste en antwerde van den
uan Groningbe vnde Bremen, dar wij vnse boden myd juwen breuen den van
^roninge vnde ok nu anderwerf an de van Bremen uan stund an sanden, der
n^ch nen wedderkomen is, dar vns ok na vorlanget, nademe de tijd, alse gij
scriuen, sik kortet. Dat erste dat der boden welk bij vns kumpt, wille wij
iuwer leue de bodescop sunder sument uort benalen. Ok, leuen vrunde,
dunket juwer wisbeid radsam wesen, dat gij dar wene uth juwem rade to uogen
wiilen, de berede sin moge, wan de bode van den van Groninge wedderkumpt,
ih des denne bebof sij , dar tbo sendende , der gbelijken wille wij ok dartbo
vogen, de myd eme darsulues rijde, wan de juwe an vnse stad kumpt. Sijt
566
1424. Maiz Sfi6.
Gode beualen. Screut^ii vnder vnsen secrete, des sondagbes Ocuii, aorio etc.
XXIIIP.
Consules Uarnburgenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus ciuitatis Lubicensi.s, amicis nostris predilectis.
ScMch dem Original. Mit liesten dea aufyedruckten Secrets,
Der Rath von Krakau ersucht den Rath von Liiheck und die Hansestddte um hh
kunft uher den Pfundzoll in Danzig und bittet, ihn in seinen Bemiihungm
um Abschaffung desselben zu unterstutzen. 1424. Mdrz 26\
V nsern fruritlichin grus czuvor. Ersaiiie weyzen iiben heren. Also alx
ewer stat dy eldeste vnd daz haupt ist in der hensse, aus der wir ouch nye
gescheyden sirit, vnd dy sache tut euch also wol an als vns, so tu wir ewir
ersanikeit czu wissen als von des pfuntczolls wegen in Prvssen, den man vor-
czeyten do nam vnd gab durch befredunge wille der zee, das sy den noch fur-
dern vnd nenien von dern kauffmann vnd wellen den gancz ofbrengin czu ewigeo
tagen, so vns doch wol wissintlich ist vnd den kauffman noch gedenkt, das
man den nicht gegeben hot, sundir das man en anhub czu geben durch der
obgenanten sache wille. Vnd das ding babe wir brocht an vnsern heren, deD
konig, vnd der hot vns doroff eynen notnelichen tag vnd stat geleget vnd b^
scheiden, als nu off vnsers Heren hemilFart ken Welun, dohen denne beyde,
Prvssen vnd Eyftlender, ouch komen werden. Vnd hirvmme so bete wir ewir
ersamkeit, als wir denne wol getruwen ewir gunstekeit, vns vor der czeyt cxo
vorschreiben, wy is mit demselbin pfuntczolle von alders her gewest ist, ap
n)an den gegeben habe adir nicht^ das wir ewirs geczeugnis oF den obgenan-
ten tag vor vnserem heren, dem konige^ gebrauchin mogen, adir dach wissen,
wy wir vns dorynne halden sullin, vnd beten ouch ewir erbarkeit^ das ir of
denselbin tag dohen ouch sendit aus den ewirn vnd sam dy heubtleute der
1) Eine vorlUufige Vereinbarung zwischcn einigcn Ost- und Westfricsischcn Il&upllingcn sammt der Suit
Groningen und der Stadt Bremen ist, nach ciner gleichzeitigen, im hiesigen Archiv bcfindlichcn Abschrift, gedrud*
bei Friedlaendcr, Ostfriesisches Urkundcnbuch Bd. 1, .M 321.
2) Der Pfundzoll in L)anzig beruhtc theils auf Bestimmungen der UanscstUdte, tbeils auf Bcstimmungeo del
Ordcnsmeisters. Vgl. Voigt, Gescb. Proussens Bd. 7, S. 338.
1424. Marz 26. S67
Inensse vns helffit wedersteen vnd dirworen, das sulcbe newe beswerunge of
den kauffman nichten kome, wen wir do wedir sin wellin mit alle vnserm
vormogen. Tut ir ouch dorczu ewir hulfPe, das bete wir ewir ersanikeit nriit-
saiTipt dein gemeynen kautlman. Gegebin czu Cracow, ani sontage Oculi in
der vasten, in dem virczinhundirstin vnd XXIIII iar.
Ratnianne der
slat Cracow.
Aufschrift: Den ersamen vnd weysen mannen, burgermeistern vnd rat-
mannen der stat Leubig vnd Hamburg vnd den andern gemeynen henssesleden,
vnsern gunstigen liben frunden.
Nach dem Original auf Papier. Mit als Pressel aufgedrucktetn gross tentheils erhaltenem Siegfl.
Ein auf den Pfundzoll in Danzig beziiyliches Schreiben ohne Aufschrift und Unter-
schrift. 0. J. (1424. Nach Mdrz 26.)
Lieber vetler. Ich habe vornomen, wi das der rad van Crakaw eynen
briff gesand hat deme ersamen rate czu Lubeke, also van des pfundczols wegen,
dpn vnsere heren czu Danczke van ydermanne nemen, vnd si begeren uwes
rates vnd uwer guddunken, wi si mochten den pfundczoll abebrengen mit
hulffe eris heren koniges van Palen, went vnsere heren habpn deme koninge
S^saget, is si eyn alder czoll vnd daz si en vor langen cziten gehat haben.
Mich dunkt^ di Cracawer begeren uwer wissenschaft, wi der czoll czu ersten
Ken Prvssen komen si vnd wer yn gesaczt habe, also das ouch wol hir ym
'3nde vil luthen wissentlich ist, sunder si begeren uwer geczugnis, das si
'^ogen bewisen mit uwerm briue, van wanne der pfundczoll czum ersten komen
•
's^t, went vnsere heren werden eynen tag halden mit deme koninge van Palen
'^nd mit herczoge Witolt czu Welun vff vnsers Heren hymmeluart tage. Thut
woI, liber vetter, vnd helfiFet daz beste reden dorczu vnd daz in io e ne briff-
Hche antwort becziten vor deme tage weder ken Danczke komen mol^hte. Man
Diochte den briff senden an her Hinrich Koning, der sal en wol vordan schicken.
Werdet ir ernstlichen dorvmme schriben, so hoffe ich, der here koning van
Palen wirt en wol abebrengen, went eyn lant deme andern vorsegilt hat, keyne
DQwe czoUe nicht czu machen, sunder waz czolle man van aldirs gehat hat,
di mag yderman behalden. Wi nv vnsere heren den czoll gehat haben, das
568 1424. Nach IVlarz 26.
weis man wol. Vnsere heren thiin vns arinen luten grosse vngutte, si nomen
czuuorn mit gewalt von dein $S gr. I schill^ nv nemen si von deme S gr.
nil schil. Wir mogen leider nicht dorweder, wiwol wir haben in vnzern hant-
vesten vnd preweleyen^ daz si keynerlei czollgetwang vff vns seczen suin czu
ewigen cziten, wir siilden vry sin, sunder man wil vns dorbi nicht lassen, Got
bessers. Hirbi heltl'et das beste prouen etc.
N<ich einer Abnchri/t auf Papier.
mjJLJLV.
Der Rath von Wittenburg schreibt dem Rathe von Lubecky class es darauf halten
werdcy dass die Bewohner der Stadt bet ihrem Handelsverkehr vm dm
gewohnien Str assert nicht abweichen. 0. J. (1424.) Mdrz 27 J
Vqsen willeghen dinst myd gantzer stedicheid vnde myd alle derne^^wes
vfi] gudes vormoghen, myd vruntliker grAte vorscreuen. Ersamen leuen vrundes
vnde heren. Jfiwen brelf an vns ghesand, den hebbe wij andachtliken myd
guden wiilen gantz wol vornomen, aize jdwe erbarcheyd screuen heffU aize de
straton to varende vnde to theende na older wonheid etc. Des hebbe wij den
vnsen berychtet, dat ze de oiden h^rstraten then, zdken vnde varen scholen
na Lubeke, Hamborg vnde Luneborg, aize van oldinges wonlik is gewesen.
Vnde, leuen heren, is de herstrate to dessen vorbenomeden steden wor be-
kummerd vnde thohowen, dar bidde wij iw dinstliken vmme, dat gij dar ]fo
mede behulpelik vnde trostelik vns mede syn vnd weset vns behulpen, worgij
konen vnde mogen. Leuen heren vnde vrundes, sijd Gode beuolen. Screueo
vnder vnsem inghezegel, des mandages na Oculi.
Consules Wittenborch.
Aufschrtft: Den ersamen vorsichtigen wisen heren, borgermesteren vnde
radheren to Lubeke, vnsen besunderen leuen vrunden, gescreuen.
Nach dem Original auf Papier. Das au/gedrfickte Sieget iat gdmlich abgesprungen.
1) Vgl. ./V 571. Des glcichon InhalU und des gleichen Tages wegen ist die UrkuDde hierher gestellt
1424. Marz 27. 569
Rath von Hamburg sendet dem Rathe von Luheck ein Schreiben des Raths von
Bremen mit der Bemerkung^ dass er selbst ein gleichlautendes empfangen
habe, verspricht auch, die tdgltch erwartete Antwort aus Groningen so-
gleich zu schicken. 1424. Marz 27.^
Vruntliken grut touoren vnde (wes) wy gudes vormogen. Ersamen heren,
leuen besunderen vrunde. Vnse bode, den wy rnyd juwem breue to Bremen
ghesand hadden , is wedder by vns ghekomen myd twen breuen der van
Bremen, de ene an juw vnde de ander an vns sprekende, daruan wy iuwen
bref, alse gy vns latest screuen, vpghebroken vnde lezen hebben, de beyde an
juw vnde vns ghesand uan enen lude sind, alse gy an iuwem breue hirane
vorwaret vornemen moghen. Wes iuwer leue hirane best ghedaen duncket,
sette wy to juwer wisheid. Wan vns ok, leuen vrunde, der uan Groninge ant-
werde kumpt, des wy daghelikes vorbeydende sind, wille wy juw sunder sumend
ouersenden. Syt Gode beualen. Screuen des ersten mandages na Oculi, vnder
vnser stad secret, anno etc. XXIIIR
Consules Hamburgenses.
Auf der RUckseite: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis procon-
sulibus et consulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris predilectis.
Ncu:h dem Original. Mit Resten des aufgedruckten Siegels.
DliXXVll.
D^ Rath von Rostock schreibt dem Rathe von Lubeck^ dass er hinsichtlich eines
Feldzicges gegen die Ketzer sich nach dem Landesherrn richten musse.
1424. Marz 29.
Vnsen vruntliken grot myt begeringe ailes guden touoren. Leuen er*
samen vrunde. Juwen bref myt der auescrift des breues vnses gnedigen heren,
des Romeschen koninges, an de hensestede gescreuen, an deme suluen iuwen
breue besloten, dar gi vnse antwarde van begeren etc., hebbe wy wol vornomen
vnde werdichliken vntfangen. Hirvmme, leuen vrunde, willet weten, dat, so
iuwe wisheit wol irkennet, wy vnder der herscop van Mekelenborch beseten
syntj wes de donde werth iegen de kettere, dar wille wy gerne Gode to loue
1) In einem zweiten kurzen Schreiben von demselben Tage zeigt der Rath von Hamburg an, dass anch der
Bote Ton GrOningen zuruckgekommen sei, und sendet den vorher von ihm gedfiheteu und gelesenen Brief JM 566.
72
570 1424. Marz 29.
vnde der hilgen cristenheit to bestentnisse vnsen wech to don des besten wy
mogen, vnde vnseine gnedigesten heren, deme Roinischen koninge, to willen^
wor w^' konen vnde mogen. Sijt Gode beuolen. Screiien vnder vnsem secret,
des rniddewekens negest na deme sondage Oculi, anno e^c. XXIIIL
Consules Rozstokenses.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen mannen (u. s. w.)
Nach dem Original auf Papier. Das au/gedriickte Secret iat zum Theil erkcUteiu
DLXJlVIII.
Der Rath von Lubeck berichtet dem Konig Stgismund, dass die Ladung zum Ge-
richtstage in Of en dem Herzog Heinrich von Schleswig ubergeben seL 1424^
Marz 29.'
Iw alierdorchluchtighesten hochgebornen fursten vnde aller(ni)actrikester^
heren, hern Sigisinunde, Roniischen koninge, allewege merer des rikes, vnd^
to Vngeren, to Behemen, Dalmacien, Crpacien etc. koninge, vnseme allergn^—
digesten leuen heren, don wy borgermester vnde radmanne juwer gnaden, des
hilgen rikes stad Lubeke, juwer koningliken gnade odmodige vnde schuldi^e
denre, witlik openbar betugende in dessem breue, dat vor vns sint gbeweset
Albrecht Prist vnde Ziuerd Rantzow, vnse denre vnde ghetruwen, de wy juwer
koningliken hochwerdicheit to eren, ' also bilh'ch was, deme erbaren beren*)
meister Nicolaus Czeiselmeister, prouest to Tyn, lerere in gestlichem rechte etc--,
na siner begheringhe medegedan hebben to rydende by den hochgebornen
fursten vnde heren Hinrike, hertoghen to Sleswyk etc., vnde hebben vns wa«*-
liken vnde eendrechtigiiken berichted, dat se darby weren, horeden vnde zegheo?
dat de erbenomede here, meyster Nicolaus, deme ergenomeden hereo berlogen
Hinrike vppe syner herlicheyd huse to Gottorpe des vrydages vor deme son*
dage Oculi nygest vorleden erst antwerdede juwer koningliken gnaden gheloue*
bref vnde tohant darna eynen anderen juwer gnaden brefT, darmede jawe
koninglike gnade den suiuen heren hertogen Hinrike vnde sine brodere escbede
to komende to deme rechtdage, den juwe gnade den dorchluchtigesten vorstett
vnde grodmechtigen heren, hern Erike, koninge to Dennemarken, Sweden vnde
Norwegen etc., vnsen gnedigen heren, vnde deme erbenomeden heren hertogen
Hinrike vnde synen broderen besteden gen Ofen, vnde dat de sulue here he^
toge Hinrike juwer koningliken gnaden vorgerorede breue mit rechter tacht
1) Vgl. M 550.
1424. Marz 29. 571
werdicheyt entfange, alse sik temede vnde wol gheborede. Viide mochte
juwer koningliken hochwerdicheyt jerghen ane to denste willen vnde be-
elich syn^ dar were wy, also billik is, alle tyd gerne berede to na alle
?n vormoghe. Vnde desses to merer tuchnisse der warheyd ys juwer ko-
^liken gnaden vnde des hilgen rikes stad Lubeke ingheseghel mit vnser
iten wytschop ghehenget vor dessen bref. Datum anno Domini MCCCCXXIIII,
a quarta post dominicam Oculi.
Nach einem (sehr fehlerhaften) Ahdruck in Langebek, Scriptores rerum Danicarum T. VIJ, p. 393.
Rath von Bremen verspricht dem Rathe von Liibecky von Massregeln gegen
Groningen vorlaufig noch Ahstand nehmen zu wollen, und nennt einige
Frieserij welche dem Bremer Handel Schaden zugefugt haben. 0. J. (1424).
Vor April 9.^
Vnsen uruntliken grut vnde wes wij to iuwer ersamheit gudes uor-
fhen. Ersamen heren, sunderghen guden vrunde. So gi vns wedderge-
!uen hebben van den van Groningen, dat wi vns darmede willen entholden,
ange dat gi vns benalen, wes iu van en wedderfaret etc., des begheren wi
weten, dat wy dat vmme juwer leue willen gerne wente des sondags Judica
en laten bestan, wol dat vns dat vneuen kumpt, dat gi vns vnderdes dar-
eyn antworde, dar wy vns na richten moghen^ scriuen. Ok so gi scriuen:
e wi juw vnde den van Hamborg noch scriuen, we de Vrezen zint, de vns
ouerual vnde schaden doen, gi willen dar gerne to doen dat beste, dat gi
>hen, des gheleue juw to weten, dat dat zint juncher Ocken vndersaten,
) nameliken ichteswelke van Enieden, Haye van Westerwolde vnde sine hul-
e, Sibet, sine hulpere vnde vndersaten. Konden gi, leuen frunde, ze noch
moghen, dat ze vns bet to desser vorscreuenen tijd dat vnse vnde vnsen
aden weddergheuen vnde vororsaten wolden, dat wolde wij noch gerne van
nemen vnde vruntliken mit ju uorschulden. Sijd Gode beuolen. Screuen
er vnser stad secret.
Consules ciuitatis Bremensis.
Aufschrift: Den ersamen uorsichiighen wisen heren, borghermesteren
B rade to Lubeke, vnsen sunderghen guden vrunden gescreuen.
Nach dem Original, Mit Resten des aufgedrUckten Secrets,
1) Die Jahreszahl ergiebt sioh ans M 566 und 576; au8 dem Briefe geht hervor, dass er vor dem Sonntag
i geschrieben ist
Eine Schuld des Lemmeke von Buchwald an die Testamentarien des Johann vc^^
Zale. 1424. Apr. 9.
.Jjemmekinus de Bokwolde in Hemmingestorpe coram libro recognouK ^
se et suos heredes teneri testamentariis domini Johannis vani Zale in XL mai
cis lub. den., medietatem XX marcarum super Festo natiuitatis sancti Johanni
Baptiste proxime affuturo et alias XX marcas super festo sancti Jacobi sul
sequens persoluendis expedite. Insuper' et Marquardus Tyme coniunct <s3
manu promiserunt ut fideiussores, antedictos testamentarios pro Lemmekin ^m
antedicto, et dictus Lemmekinus cum suis heredibus promisit, se velle et deber ^
dictos suos fideiussores pretextu dicte iideiussionis penitus indempnes presei
uare. Eciam Hennekinus Zul et Radekinus Dytmers cum eorum beredibi
promiserunt coniuncta manu, Marquardum Tymen et suos heredes pretextu ant<
dicte iideiussionis ulterius indempnes preseruare.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom •/. 1424, Judica,
Der Knappe Ctaus von Quitzow schliesst mit dem Rathe von Liibeck einen Freum^ ^'
schaftsvertrag. 1424. Apr. 10.
Ik Clawes van Quitzowe^ knape, wonaffticb to Stauenowe. Bekensi^
vnde betughe openbare in dessem breue vor alsweme, dat ik my mit deo
ersamen mannen, heren borgermesteren vnde radmannen der stad Lubek^^
vruntlijken vorened vnde zatet hebbe, vorene vnde zate in cra£Pt desses breues,
also dat ik vnde alle de yennen, de vmme mynen willen don vnde laten scho-
len vnde willen, vnde slichtes alle de, der ik mechtich bijn, ere, erer borghere,
denere, ynwonere vnde alle der, de se mit rechte vordegedingen mogen, beste
weten, weruen vnde don scholen vnde willen in guden truwen, wor wij konen
unde moghen. Vnde desse muntlike zate vnde vorenynge sclial angan vppe
don dach der giffte desses breues vnde waren sunder alle list bette to sunte
Michels daghe des ertzeengels erst tokomende. Vnde wanne my darna nicht
beqweme en is, de vorscreuenen vruntliken zate to holdende, so schal ik en
dat verteyn daghe touorne vorkundigen mit mynen bezegelden breue, dtr
se sik mogen weten na to richtende. Vnde desses to merer tuchnisse der
1) Im Text eine Lficke.
S74 1424. Apr. i2.
Der Rath von Liinehurg ersucht den Rath von Lubecky dem Heinrich Blanke zit ge*
statteUy in Lilbeck zehn Ochsen zu kaufen. 1424. April 12.
U risen vruntliken denst touorn. Ersamen heren^ besunderen leuen
vrunde. Desse jegenwardighe breflSvisei Hinrik Blanke^ vnse borger vnd knoken-
houwer in vnser stad, heift wilien, in iuwer stad to kopende to vnser vnd vnser
borgere behufiF jegen desse tokomenden Paschen teyn ossen, efFt he der be-
konien kan. Bidde wij iw, leuen Frunde^ denstliken niit flite^ weret dat he de
erbenomeden ossen kofte, vnd iw nenen hinder enwere, dat ^i enie de denne
woiden vte iuwer stad gheuen vnd driuen laten. Dat wilie wij vmme iw gerne
vorschulden, wor wij niogen. Gode sijt salich vnd sund beualen. Gheuen am
midweken vor Palrnen, vnder vnsem secret, anno etc. XXIIII.
Consules Luneburgenses.
Aufschrtft: Connnendabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus Lubicensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
Nach dem Original auf Papier. Das aufgedrUckte Siegel ist abgesprungen.
Bernhardt Herzog von Sachsen-Lauenburg^ schreibt dem Rathe von Lilbeck, doss eim
Beschwerde Hber den Holzzoll zu Pogetz an ihn und seinen Bruder Erich
zugleich gerichtet werden mUsse 0. J. (1424. Apr. 15J)^
Bernd, van Godes gnaden
hertoge to Sasse etc.
Vnse ghunste tovoren. Leuen vrundes. Juwen breef vns gezand scri-
uende, wo gy vns vnde vsenie vbgede to Razeborgh to twen, to dren oRe
nner tijden gescreuen hebben van welker pramen wegen hoites, de vse vog^
ivwen borgeren to Pogetze ghethoued schole hebben vmme tollens willen, d^*
gy vnde de ivwen an dem ende nicht ph'chtich en sin to geuene na lude vnde
inneholde ivwer bewisinge, de gy darauer hebben etc., des willet weten. dit
1) Die £i*wfthnung, dass der Herzog Erich im Lande sei, lAsst auf eine Iftngere vorhergegangene AbwitCB*
heit schliessen. 1423 im FriihliDg war er seiner Ansprdche auf die Kurwfirde wegen bei K5nig Sigismiuid. I^
Mai 1, bat er eine Urkunde fiber den Verkauf des Dorfes Bergrade an das Kloster Marienwcld aoagestoOt ^
sp&ter kann der Brief der Handscbrift nacb nicbt geschrieben sein.
1424. Apr. 15. 576
bole to lande is, aize gy lichte wol weten^ vnde gy scriuen vs alleynen to.
ider wille gy vseme bolen vnde vs darvan scriuen vnde zenden to Louen-
ge, zo wille wij dar gerne vmme spreken vnde iv dar weder vp scriuen vse
Idunckend^ vnde hopen, wes vs tobored , dat gy vs dar nicht ane hinderen
en, aIze wij iv endeked. Sijd Gode beuolen. Screuen to Razeborgh^ in
meauende, vnder vnseni ingesegele.
Aufschrift: Den eriiken vorsichtigen luden, borgermesteren vnde rad-
nnen der stad Lubike, erwerdigen thoscreuen.
Nach dem Original auf Papier. Das au/gedrUckte Siegel ist gdmlich abgespt ungen.
einbarung des Amies der Paternoster maker mit vier Kaufleuten iiher Lieferung
von Bernsteinarbeit. 1424. Apr. 16.
VVitlik sy, dat na der bord Cristi, do men screff dusent verhundert jar
na in dein veervndtwintigesten jare vppe den hilgen sondach to Palmen, de
chedenen inanne Syuert Veckinghusen, Hinrik Gripeshorn, Gerrardus de
le vnde Hildebrant Hoyeman, vp de enen syden, Godeke Zedorp, Hans
enberch, olderlude, Hinrik Schoneuelt, Hans Wyngarde, Hans Bolte, Hermen
;eberch, Willem Sul, Hinrik Villan, Hartich Reder, Hinrik Srnyd, Merten van
Rige vnde Hans Wulff, van erer egenen vnde van des gantzen amptes
;en des bernstenes palernostermakere, alle borgere to Lubeke, vppe de
ern syden, bekennen openbare in disser jegenwordigen scrifft, dat wy vns
enander fruntliken vereniget vnde verdraghen hebben in nascreuener wise:
erste hebbe wy erbenomede Syuert Veckinghusen, Hinrik Grypeshorn^ Ger-
ius de Wale vnde Hildebrant Hoyeman affgekofft dem erbenomeden ampte
paternostermakere alle de paternostere, de zee in twen navolgenden jaren
k^n konen vnde scholen, aldus to verstande, dat en jewelk mesterman des
enomeden aniptes alle jarlikes maken schal LXXX punt werkes vnde nicht
enbouen; is dar myn, dar en schal vns nicht ane schelen. Vnde de leuere-
ghe seal wesen in desser wise, dat de vorscreuene mesterman vnde dat ampt
desset leuereren scholen veer wekene vor Passchen edder veer wekene na
ischen vnbegrepen, vnde veer wekene vor sunte Michahelis daghe edder veer
(ene na sunte Michahelis daghe ok vnbegrepen. Enkonen ze auer vns des alle
ht leuereren vppe Passchen, darane en schal vns ok nicht schelen. Unde ze scho-
576 1424. Apt. 16.
i
len maken gut sortenwerk vnde wol gedreyget^ alse van oldinges en wonheit /
gewesen, vnde scholen dat wol belezen^ dat dar nyn kopnians werk mede en s ir.
Se sciiolen dat ok snoren tosamende, dat beste dar nicht vttotheende, by nyn^n
dingen, vnde were yd zake, dat wy vppe en sorten werkes qwemen, dar vn«
ane misseduchte^ dat nicht also gut en were, alse yd van rechte wesen schold^,
so schole wy Syuert^ Hinrik, Gerrardus vnde Hildebrant sarnentliken eifte bo-
sunder den vorscreuenen olderluden toseggen, dat se twey personen to sik
nenien vte ererne ainpte; en is denne sodanne sortewerk nicht so gut, alse
yd van rechte wesen scholde na older wonheit, so scholen vns dat amptdarane
vellefi, alse redelik is. Vnde were ok dat een verlop worde van deme slenc
bouen de erbenomede LXXX punt, dar rnoghen de paternosterniakere ere beste
inede prouen, wo dat de steen to Venedige, noch to Nurenberge, noch to
Franckenuort, noch to Koine nicht enkorne vns to vorvange. Vortmer so schole
wy betalen dat punt werkes vor XXXIIII scillinge lub. penninghe., vnde de b^-
talinge schal wesen aldus: wanner dat vorscreuene anipt elfte en islik persor^ ^
des amptes vns leuereren vppe Paschen ene sorten werkes, so scholen wy ene^
jesliken personen gheuen XXX mark lubescher penninghe berede, vnde XX^
ofiark lubisch vppe sunte Michahelis dach darnegest komende, vnde dat ander^
vulle gelt vppe Paschen auer darnegest volgende. Vorliner, wat se vns leue»-
reren vppe sunte Michahelis dach negest komende^ so schole wy erne isliken
auer geuen XXX mark lubescher penninghe, vnde dergeliken XXX mark lubiscb
vppe Paschen darnegest volgende, vnde dat vulle gelt vppe sunte Michahelis
dach auer darnegest komende. Vortmer to dem anderen jare, so schal d^
leuereringe vnde de betalinge toghan geliker wyse alse in dem vorscreuenen
Jare, vtgenomen wat se vns to dem anderen jare to Paschen leuereren, dar-
vore scholen se vppe jewelken sorten hebben XXX mark lubescher penningh^-i
de vorscreuenen XXX mark schole wy ene darna entrichten vppe Pinxsten, vnd^
dat andere, alse vorscreuen is. Vnde wy erbenomede Godeke Zedorp, HanS
Rozenberch, olderlude, Hinrik Schoneuelt, Hans Wyngarde, Hans Bolte, Hei"-
men Segeberch, Willem Sul, Hinrik Villan, Hartich Reder, Hinrik Smyd, Merten
van der Rige vnde Hans Wultf bekennen vor vns vnde van des gantzen ainptP^
wegen der paternostermakere vorbenomed, dat wy alle ergerorden stucke.
punte vnde artikele gededinget vnde gehandelet hebben, vnde louen^ de alle
van vnses amptes wegen den vorscreuenen Syuerde Veckinghusen , Hinrike
Gripeshorne, Gerrarde dem Walen vnde Hildebrande Hoyeman., myt ener sameden
hant vnde en islik vor sik besunder stede, vast vnde vnuerbroken to holdende
1424. Apr. 16. 577
under argelist. Der geliken lone wy vorscreuene Syuert, Hinrik, Gerrarde
nde Hildebrant, alle desse vorscreuenen stucke vnde artikele mit saineder hant
nde en islik besunder den vorscreuenen personen samentliken vnde besunder
nde dem gantzen ampte der paternosterinakere ok stede, vast vnde vnuerbroken
;o holdende sunder argelist. Des wy alle vorbenomed beyden dele to mererer
writlicheyt vnde to tuchnisse desser scriffte twey hebben laten maken, ene vte
der andern gesneden^ van eneme lude, vnde van deme suluen lude ene scrifite
hebben don scriuen in der stat nederste bok to Lubeke. '
Nach einer Inscription des Siederstadtbuchs vom J. i424f Palm.
(fr/ehde des ' Marquard Stenhagen, geleistet den Rdthen von Lubeck und Wismar,
unter Biirgschaft seines Vaters Johann und seines Bruders Heinrich. 1424.
Apr. 19.
Ik Marquard Stenhagen. Bekenne vnde betuge openbare in dessem
l^r^ue vor alsweme, dat ik den ersamen vnde wijsen niannen^ heren borger-
inc^isteren vnde radmannen der steede Lubeke vnde Wisrner, eren niedeborgeren,
d^nren vnde alien den eren vnde slichtes al den, de se mit rechte vordege-
dingen niogen, gelouet vnde gesworen hebbe eyne gantze ware, vullenkomene
vnde vmbreklike orueyde vor my vnde al myne eruen, vrunde vnde mage,
geboren vnde vngeboren, vnde vort vor alle de genne, de vmme mynen willen
^^ri vnde laten willen, mogen vnde scolen, to ewijgen tijden to holdende sun-
der argelist, van der sake wegen, dat ik in der vorbenomeden heren van
Lubeke slole vnde vengnisse vorwart vnde gesat was vnde der heren lansten
vao der Wismer, besunderen hern Hinrik Darwesouwen schaden vnde ergeringe
scolde gedan hebben, vnde vorlate se (u. s. w. me gewohnltch his) vnde dancke
^n alles gudes. Vnde wij Johan Stenhagen, des vorbenomeden Marqwardes
vader, vnde Hinrik Stenhagen, des suluen ergenomeden Marqwardes broder,
bekennen vnde betugen openbare in dessem breue, dat de erbenomede Mar-
coward den vorscreuenen heren borgermesteren vnde ratmannen der stede
Lubeke vnde Wismer alle vorscreuenen stucke zamentliken vnde besunderen
1) Die Eintragnng ist folgendermassen eingeleitet: Notandum, qaod Siffridas VeckinghaseD , Hinricns
GiTpesboro, Gerrardns de Wale et Hildebrandns Hoyeman, ex ma, Godekinus Zedorp, Johann Rozenberch, alder-
nKoni, Hinricns Scboneuelt, Johannes Wyngarde, Johannes Bolte, Hermannus Segeberch et Johannes Walff, parte
ex altera et nomine totius officii der bernstene patemostermakere inter se concordauemnt in modam sequentem,
jCQIUS tenor incipit in vulgari et est talis: Witlik etc.
73
578 1424. Apr. 19.
gelouet vnde gesworen heft, alzo hijr vore geroret is, vnde wij siiluen Johai}
vnde Hinrik louen in guden tniwen in craft desses suluen breues mit en^r
samenden hant, dat de erbenomede Marqward den vorscreuenen heren afie
desse vorbenorneden stucke zanientliken vnde vnuorbroken holden seal sunder
argelist vnde jenigerleye insage. Vnde desses to tuchnisse der warheit hebbe
ik Marqward erbenomed ^ houetman^ vnde wij Johan vnde Hinrik, borgen, afJe
vnde besunderen vnse ingesegele niit gudn vrygen willen hengen heiten vor
dessen breflF. Gegeuen vnde screuen na der bord Christi dusent veerhunderl
veervndetwintich, des guden midwekens vor Paschen.
Nach dem Original mit drei anhangenden Siegeln (Hausmarken),
DliXXXVlll.
• Johann Scheie^ Bischof von Lubeck, stiftet in der Domkirche einen Kelchy in weldie"^
eine mit der heiligen Lanze durchbohrte goldene Milnze eingelolhet tk^-
1424. Apr. 19.
Johannes, Dei et apostolicae sedis gratia episcopus Lubicensis, universi^
et singulis Christi fideiibus praesentes literas inspecturis salutem in Domin <:>
sempiternam. Inter omnia opera naturae^ quae ab initio impensa sunt mort»'
lium, nihil est mirabilius nihilque subiimius, quam quod pro mundo Christo^
est cruciBxus et lancea transfixus, dirae passionis calice saturatus. Etsi tanta^
reliquiae sanctorum digne revereantur et frequententur a Christi fideiibus, ilia^
tamen majori veneratione ac devotione convf»nit honorari, in quibus salvat«>**
noster. dominus Jesus Christus, de hoste humani generis triumphavit et, quoS
ille sua fraude abduxit, dignatus est redimere in calice suae passionis dominical
praeclaro, per quern antiquae praevaricationis pactum estdeletum et inibi totadia^
bolicae damnationis contrita est adversitas et peracta sunt mysteria infirmitati^
humanae. Ad altitudinem itaque spei in Domino non segniter neque cum coc"
pore currendum est, sed prudenter et fideliter cogitandum de quasi captivitat^
et quam misera servitute per hunc calicem et virtutem sanguinis et aquae e^
corde et latere Christi lancea vulneratis emanantium est humanum genus libe^
ratum. Hoc pie recolentes in corpore nostro glorificemus Deum, ut in eJQ^
sancta resurrectione praemium vitae et immortalitatis coronam percipere merea-
mur. Sane in regno Hungariae nuper cum essemus, a cunctis intelieximus,
quod ibidem quamplures intirmitatibus febrium vexati, postquara de potu, in
quo annulus vel denarius, quem ferrum sacratissimum dictae lanceae tetigerit^
580 1424. Apr. 19.
beatorum Petri et Pauli apostuloruin ejus auctoritate confisi de injunctis sibi
poenitenticiis miscricorditer in Domino relaxamus. Datum Lubecae. anno Dofflini
IVl CCCC XXIV^ indictione secunda^ die Mercurii decima nona mensis Aprilis,
nostro sub sigillo praesentibus appenso.
N<ich dem Abdruck in Lunig Spic'Uegium eccleaiaaticum Th, II, S, 333,
Prior J Lesemeisterj Supprior und die iibrigen Bruder des Klosters zur Burg vet'
pjlichten sich zii Memorien fur Hans Meteler und dessert Angehorige vd
Erben. 1424. April 19.
Wy broder Marquardus, prior, Albcrtus^ lesemester, Johannes, supprior,
vnde alle wy anderen broder des ghemenen closters to der Borgh to Lubeke
predekeres orden. Bekennen openbare an dessem breue, dat wij vmme innigher
begheringhe willen der erbaren lude, her Gherd Stubben, ratman, Heluiichvao
der Heyde, Clawes Roberstorpes vnde Albert Vent, borgher to der Wismer,
hebben vns vnde vnse (na)komelinghe to ewighen tyden darto vorbunden, dat
wi alle daghe scholen laten lesen enen missen an vnser kerken to der hilgheo
driger koninghe altare to hulpe vnde to troste Hanses Metelers sele, deme God
gnedich sy, vnde her Hinrik Metelers vnde Katherinen siner suster vnde erer
eruen, vortmer dat men erer denken schal vt vnseme dodenboke des vrydagbes
vnde des sundaghes, wan men der selen plecht to denkende, to ewighen tyden,
vnde des jares ens beghan mid vigilien vnde mit selemissen. Vppe dat de
erbaren her Ghert, Hehnich, Clawes vnde Albert vorgescreuen nicht vndank-
namich en weren vnseme guden willen vnde also groter vorbindinghe to ewi-
hen tyden, so hebben se vnseme clostere ghegheuen vmme Hans Metelers sele
willen vnde siner eruen druttich mark vnde hundert lubesch to danke vnde
wol betalet. To ener wisser betuchnisse der vorscreuenen vorbindinghe so is
vnses closters ingheseghel vor dessen bref ghehenghet mit vnser aller wischop
vnde vulbord, de ghescreuen is na Godes bord dusent verhundert in deme ver-
vndetvvintigheslen jare, des midwekens to Paschen.
Aus dem Copiarius des Burgklosters foL 15 a.
1424. Apr. 25. 581
mLC.
)er Convent der Dominikanei' zur Burg verpfiichtet sich zu Memorien fur Agathe
Lebode. 1424. Apr. 25.
Wy brodere Marquardus, prior, Albertus, lesemester, Johannes, supprior,
/nde alle wy anderen brodere des closters to der Borgh to Luboke predekers
^rden. Bekennen openbare vnde betughen an desseiue breue, dat wy vmrne
ynnigher begheringhe willen vnde vorgande woldat der erbaren juncvrouwen
Aghaten Leboden vns vnde vnse nakomelinghe vorplichteghet hebben vnde vor-
bunden, to ewighen tyden lalen to lesende ene ewighe missen to denie altare
vnser leuen Vrouwen an vnser kerken to troste, huipe vnde selicheit erer vnde
erer vrunden sele, dar se des vor begheret^ vnde scholen vnde willen na der
vorbenomeden eriiken personen dode erer sele denken laten van vnserne pre-
dikstoie rnit den anderen selen, dede ewighe dechtnisse niit vns hebben. Vort-
mer so wille wi vnde scholen vnde vnse nakomelinghe to ewighen tyden se
jariikes began tnit vigilie vnde selernissen, also wi plegheliken de anderen,
dede bi vns ewighe dechtnisse vnde beghenknisse hebben. Vppe dat nu desse
vorscreuene erbare juncvrouwe nicht vndanknamich en were sodaner gunst
vnde gheystlikes gudes, so heft se vnsenie vorscreuen klostere ghegheuen an
ene milde almissen sostik lubesche mark, de se vns to der nughe betalet heft
vnde de wy an vnses closters nut ghekeret hebben. To ener wisser betuch-
nisse desser vorscreuen stukke so is vnses closters ingheseghel vor dessen
breff ghehenghet mit vnser aller wischop vnde vulbord, de ghescreuen is na
Codes bord M CCCC in deme XXIllI jare, in sunte Marcus daghe des hilghen
ewangelisten.
Au8 dem Copiarius des Burykloaters fol. Ida.
^olquin Gronowy Detlevs Sohn, verkauft fiir 3000 m^ und unter Vorbehalt des
Ruckkaufsrechts nach den ndchsten dreissig Jahren den Hof und das
Dorf Behlendorfy das Dorf Giesensdorf den Hof Klein-Anker^ die Dorfer
Hermannsdorf (Harmsdorf) und Albertesfelde (Albsfelde) und alle anderen
fruheren Lehnguter des Detlev Parkentin mit Ausnahme des Dorfes Ber-
kenthtn an den Rath von Liibeck. 1424, Apr. 30.
Ik Volken Gronowe, Detleues sone, knape. Bekenne vnde betuge
penbare in dessem breue vor alsweme, dat ik myt wyllen vnde vulborde
inyner eruen, besunderen niit willen Volkiners Gronowen^ Volkmers zone, rnyne^
vedderen, vnde sliclites init vulborde alle der yenneri, der ere vulbord dar va^r
rechtes weghen to to esschende vnde behotf was, den erlyken heren borger-^
inesteren vnde radmannen der stad Lubeke vor dre dusend n)arke lubesch de' u
zuluen rnunte^ alse nu bynnen Lubeke genge vnde gheue sint, de ik van evj
to inynen willen in reden gheteileden guden iubeschen guldenen vnde zuluer—
rien penningen nuchatttigen entfangen vnde vort in myne vnde niyner eruen
nottrofftige nut gekered hebbe, reklyken vnde redelyken vorkoflf't vnde vorlaten
hebbe vnde vorlate en ok in crafft desses breues desse nascreuenen gudere,
alse Belendorpe, hoff vnde dorp, dat dorp to Ghyzeniestorpe, den hoff to dem
lutleken Mankere, de dorpe Hernienstorpe vnde Alberdesuelde vnde vord alle
gudere, de oldinges hern Detleue Parkentyne, riddere, tobehoreden, vtgenonien
dat dorp Parkentyn niit siner tobehoringe. Desser erbenomeden gudere init
alien eren tobehoringen, alse se in eren enden vnde scheden, droghe vnde nat,
belegen vnde begrepen sint, vorlate ik vnde gheue se vor my vnde mync
eruen in de hande, were vnde ware rechte besittinge der vorscreuenen heren
borgerniestere vnde radnianne also vry init allem rechticheyde, rechte, vryheyde,
eghendonie vnde aller nut, de darvan komen mach vnde women de nomenvnd^
irdenken kan, alse niyn erbenomede zaiige vader de koffte van hertogen Erik^^
van Sassen, deine God gnedich sy, na ; nneholde vnde vtwijsinge siner gnad^^^
openen bezegelden breue, de he enie darvp bezegeld gatf' vnde de ik vmn» ^
merer vorwaringe willen den vorscreuenen heren borgermesteren vnde ra(^ '^
niannen willichliken ouergegheuen hebbe.' Vtgenomen wes dat cappittel t^^
Lubeke darane heft't, dat niogen de vorscreuenen heren, de rad to Lubeke<^
wan en des lusted^ wedderkopen na ynneholde des cappittels breues to Lubeke
darvp bezegheld, vnde ane dat, dat dat vorscreuene cappittel in den vorscreuenea
guderen heft, willen vnde scholen ik vnde myne eruen den vorscreuenen heren,
dem rade to Lubeke, der zuluen gudere mit alien eren tobehoringen vry wareii
van aller ansprake eynes jewelken, de vor recht komen vnde recht nenien
vnde gheuen wil. Doch so hebben my vnde mynen eruen de vorscreuenen
heren, de rad to Lubeke, de gnade gheuen, dat wij de vorscreuenen gudere
mit eren tobehoringen vor de vorscreuenen dre dusend niarke van en vnde
eren nakomelingen wedderkopen moghen, auer des enschole wij byiinen den
erst tokomenden dortich jaren vppe giffte desses breues an to rekende nicbt
1 ) Die I'rkundu iibcr den Verkauf von Albsfcldc ist abgcdruckt Bd. IV .V 404, die Urkundo ilber den Ver-
kauf der iibrigcn Giiter cbciid. M 553.
1424. Apr. 30. 583
don. Vnde wanne ik vnde inyne eruen na den vorscreuenen dortich jaren de
erbenomeden gudere wedderkopen willen, so schole wij en dat eyn jar touorne
vorkundigen bynnen der stad Lubeke, vnde wanne den dat jar vmme gekonien
is, so schole wij en de vorscreuenen dre dusend inarke an eyner sumirien vnde
bynnen der stad Lubeke nuchafftigen vrvle na eren willen bereden vnde dank-
lijken betalen zunder insaghe vnde behelpinge jeniges rechten. Vnde to merer
tuchnisse der warheyd alle desser vorscreuenen stucke hebbe ik Volken erbe-
noined myn ingezegel vor my vnde myne eruen willichliken hengen heten vor
dessen breff. Vnde ik Volkmer Gronowe, Volkmers sone erbenomed, knape,
bekenne vnde betuge openbare in dessem zuiuen breue., dat alle desse vor-
screuenen stucke, vorkop, vorlatinge vnde ouergheuynge der vorbenomeden
gndere in aller wijse, alse hijr vorgerored is, mit mynem guden vryen willen
vnde gantzem vulborde vnde na mynem rade gesrhen sint, vnde scholen n\y
vnde myrjen eruen ok ewichlijken alse wol behaghen zunder insaghe, vnde
hebbe des vmme merer vorwaringe willen myn ingesegel mit mynes erbeno-
meden vedderen Volkens ingesegele willichliken hengen heten vor dessen brefF.
Gheuen in den jaren vnses Heren dusend verhunderd vnde vervndetwintich, vp
^feri sondach, alsemen in der hilgen kerken singed Quasimodogeniti.
Nach dem Original. Mit den beiden anhangenden Siegeln. Volquin Gronoxo^ Detlevs Sohn: Siegel rund,
2^J2 Ctm. Der atehende Sckild ist schrdg qnadrirt, in jedem Felde eine stehende Lilie. Vmschrift:
S' OOCRftl 9r9ttOt)t0f <> ^ Volkmer GronoWy Volkmers Sohn: Siegel rund, 2^Iiq Ctm. Ueher
geneigtem Schilde mit den vier Lilien auf den schrdg getrennten Feldem ein Stechhelm mit zwei hoch-
aufstehenden geraden Federn und einer federartigen Helmdecke innerhalb einer elliptisch runden Umgebung.
Umschrift: $* VOfRut^r ^ ^rOltOtt)^ + Uebrigens ist fUr die Siegel der Gronow zu vergleichen Siegel des
M.-A. Heft J, p. 70. 71.
^fich V.J Bernhard und Otto, Herzoge von Sachsen-Lauenburg^ urkunden ilber den
Seitens des Lubeckischen Burgers Vromold Warendorp geschehenen Verkauf
des Dorfes Bergrade an das Kloster Marienwold. 1424. Mai i.'
In Godes namen amen. Wy Erik, Bernd vnde Otte, hertoghen to Sassen,
to Engheren vnde Westfalen. Dfln witlik, bekennen vnde betughen openbar al
den ghennen, de dessen brefF zeen edder horen lezen, dat vor vns is ghewezet
de beschedene man Vromold Warendorp, borgher to Lubeke, vnde heuet bekant
1) Vgl. J^ 67. 125. 134. 202.
clarliken. dat hee rnvd volborde zvner neghesteri eruen vndp der ere vulbor^d
darto to eschende was, heft vppedreghen, vorlaten vnde vorkoft, vpdrecht, vo.^-
ledt vnde vorkoft reddelken vnde rechtliken den erzanien, ghestliken persoiie mi
vader Johan, inuder Enghele vnde den gantzen bruderen vnde sAsteren de^ ^
klosters to Marienwoldo orden sunte ^irgitten des hillighen salichmakers ghe^ —
nomet, in deme sticlite to Ratzeborgh in vnser herschap beleghen^ dat gantz.
dorp vnde gud, dat gheheten is Berkrod, in denie kerspele to Nfllze in dem
vorscreuenen stichte vnde vnser herschap na hide, inholdinghe vnde vtwizingh*
syner breue, de erne van vnseme vedderen, hertoghen Erik de eldere ghehetei
zeligher dechtnisse. vnde vnsein truwen manne Otte van Ritzerowe darvpp
gheuen vnde bezeghelt zint, ciarliken vtwyzen, niyd aller tobehoringhe, my
rechte, richte, denst, herschop vnde vryheit vor veerhundert mark lubeschp*
penninghe, de de sulue Vroniold in reden telleden pennighen van den vorb
nomeden gestliken personen to der nughe entfanghen vnde vpgeboret heft vnd ^
wol betalet zynt, de hee vort in zyne nfid vnde zyner eruen gantzliken gheker^ t
heft. Worvmme dorch sundergher bede vnde gfinst willen Vromoldes Warer»-
dorpes vorscreuen vnde zyner eruen so stedighe wy, vulborden, beleuen vnJ ^
vestighen desse vpdreghinghe, vorlatinghe vnde kopp desses vorscreuenen dorpes
vnde gudes to Berkrod niyd alien articulen^ stucken vnde puncten, alze vnsex*
vedderen hertoghe Erik de elder gheheten zeligher dechtnisse vnde Otten van
Ritzerowe, knapen, gans degher vnde alle vtwyzen* breue van worden to worden^
nichtes vtenomen ofte buten bescheden, men stede vnde vast vnuorbroken zo
to bliuende. To merer ewigher tuchnisse vnde zekerheyt alie desser vorscre-
uenen dynk zo hebbe wy vorghenanten hertoghen Erik, Bernd vnde Otte vor
vns vnde vnse nakomelinghe vnses landes erflike inghezegel witliken ghehen-
ghet laten vor dAssen breff, de gheuen is na Godes bord veerteynhunder(t) iar
in deme veervndetwintichsten iare, in deme daghe Philippi vnde Jacobi der
hillighen apostele.
Nach Jem Original. Mit anhangendem Siegel vnd RucksiegeL Daa grosae Siegei, ursprunglith das dea Eef
zoga Erich 11., mit den 4 Stcrnen im Orunde, s. Bd. V, No, 69. Das liUcksieget ist rund^ ^/lo CtwL /•
einer rundlich ovalen Umgebung steht tiher einem gelehnten Schilde mit dem sdchsisehen /favteukram ei*
Heim mit rcicher Helmzitr und Decke. Die Umschri/t iautet: s* (^ fxici (T} bvCiS ^5 fflXOIlif
1) Das Wort vtwyzen stcht unrichtig, cs mfisste nach von worden to worden stehen.
586 1424. Mai 13.
Aufschrift: Honorabili viro, domino ac magistro Paulo^ prothonoU
dominorum consilium et civitatis Lubicensis^ domino suo dilecto.
Nach dem Original auf Papier, Das als Pressel aufyednickte Siegel ist unkenntiich.
Beihulfe zu den Kosten der Anstellung als Vicar. 1424. Mai 14.^
Johannes de Lengerke coram libro recognouit, se et suos heredes adi
teneri filio suo Johanni de Lengerke^ clerico^ in X mrc. lub. den., que sibi adI
restant de suo materno herescindio, amicabiliter et expedite persoiuendis.
super idem Johannes de Lengerke recognouit, se adhuc habere aput se vn
monile de argento et deauratum, vnum cingulum de serico cum argento del
ratum, antedicto Johanni de Lengerken, filio suo, appertinens. Quando effice
tur in presbiterum, extunc parabitur vnus calix de dicto argento, quern calic
extunc presentare debet dicto Johanni, suo (ilio, absque contradictione.
Ncuih einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1424, Jubilate.
DXCVI.
Glaus Parkeiitin zeigt dem Rathe von Lubeck an^ dass er ube?' eine demselben w
berichtete Angelegenheit am folgenden Tage mundlich Auskunfi erthm
wolle. 1424. Mai 18.
Mynen wilghen denst vnde wes ik ghudes vormach to alien tyd
Leuen heren, sunderghen vrundes. Jwen breff an Eggherde, Detlefie vnde
ghescreuen van sake weghen des biscopes van Ratzeborgh , vns enen dach
vrigdaghe myt em to holdende etc. Leuen heren, sunderghen gunners,
fructe wol, de sake nicht rechferdigen vor jwe vorsichticheit ghekomen
Hirvmme jwe ersamheit wille weten, dat Eggherd vnde Detleff nene scbolt
den saken hebben, wente se in lefliheit vnde vruntschop myt my ghered
weren vor my to louende, mynen knecht to borghende, de my aflpghegrep
vnde vanghen was, de my nicht to borghe werden konde etc. Wes hirvmi
is gheschen, dat hebbe ik ghedan myt den mynen vnde se nicht. Ik vn
Eggherd willen morne vro by jw in jwer stat wesen, jw to zegghende vnde
bekennende ghefien, wo it vmme desse vorscreuen stucke is, vnde wy den
1) Anordnangen , duroh welohe BeihOlfen fSr die Erwfthliing des geistliohen Benifli oder lllr ^ Mm
weihe und crate ADstelliiDg in Aossioht gestellt werden, kommen, namentlioh in Testameateii, hiiifig Tor.
1424. Mai 18. 587
gherne nach jwer vorsichticheit willen ranien wilt. Item alse gi scriuen vmme
de vanghen vngheschulden vnde mant' laten to blyuende, also langhe bet ik
by jvf hebbe gheweset, des wil ik jwer vorsichticheit gherne ontwiden, also
vernc se dat to nenen hulpereden nemen wilt etc. Screueii vnder mynie inghe-
spg^l, anno Domini M'' CCCC XXIIII^ des donredaghes na Jubilate etc.
Clawes Parkentin etc.
Aufschrift: Den vorsichtigen ersamen heren borghermesteren vnde rat-
man nen tho Lubeke^ synen ghuden vrunden, kome desse bref etc.
Nach dem Original auf Papier. Das aufgedrUckte Siegel jetst unkenntlich.
-^^r Rath von Lubeck ersucht den Bath von Wismar, seine Abgeordneten in thun-
lichster Beschleunigung nach Liibeck zu senden. 1424. Mai 24.
Vruntliken grut vnd wes wy gudes vurmogen touoren. Ersamen leuen
^''^tjndes. Wy hebben iu torn negesten gescreuen vnd beden tor dachuart
^^^der sumen in vnse stat to komende etc. Des willet^ leuen vrundes^ weten,
"^ % dei van Hamborg, Bremen, Groningen, juncher Ocken van dem Broke vnd
)^ Richer Sybeten, houetlingk to Rustrungen, sendeboden nA in vnser stat zijn
^•^ ^ wol s6s dage myt vns geweset hebben, sik vaste vorwunderende, dat gi
"^^^esten stede vmme vns belegen der geliken nicht en komen, wente yd vns
^^^^1 alien henzesteden nynen geiymp noch vromen enbringet, aldusdanne vor-
tex ^eringe to donde, darvmme desse vorscreuen sendeboden gemenliken vnwillich
z>j«) vnd wolden ane ende wedder hinder sik riden. Wes den steden vnd dem
CO ptnan vromen efte schaden darvan komen mochte, dat moghe gi suluen woi
et^lcennen. Jodoch zo hebbe wij myt grotem swarem arbeide desse sendeboden
b^den vnd gutliken vnderwiset, dat ze noch ene korte wile beiden willen etc.
Bivvmme, leuen vrundes, wij auer bidden, zo wij jummer bidden moghen, dat
g^ van stunden an iuwe bodeschop in vnse stat willent zenden vnd der van
^^stoke, Stralessund, noch anderer stede sendeboden nicht to beidende vmme
Vpholdinge willen der vorscreuenen sendeboden vnd in desser nacht vnse an-
deren breue den van Rostocke vorder willent benalen. Leuen vrundes, iu
1) Das vnghe Id tmghesehulden ist als zu mant ebenfalls gehdrig sa deuken.
74*
vnuorsumeliken hirynne to bewisende^ vorschulde wij alle tijd gerne, wor wij |
tnogen. Sijd Gode benalen. Screuen des mydwekens na Cantate, vnder vnsem m
secreto, anno etc. XXIIII*.
Consules Lubicenses.
Aufschrtft: Coinmendabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus ^
et consulibus ciuitatis Wismaiiensis, aniicis nostris sincere dilectis, detur.
Nach dem Original im Rathsarchiv zu Wismar. Daa auJgedrUckte Secret ist zum grCssten Theil abgesprungeu.
»XC¥11I.
Hetnrich Bodonis gieht dem Protonotar Paul Oldenburg die Versicherung , doss
mit Allenij was der Rath von Liiheck ihm zugestehen wolle^ zufrieden set:
werde. 0. J. (1424). Mai 27.
Ijeue mester Paulc, hoilde here vnde gude vrunt. Ik hebbe hern He
rike jeienwordic ein procuratorium gegeven, jodoch des nein behoff sin dorfti
wente wat gij effte hee inynen hern, desseni rade, seggen von myner wege-
in den saken , also )v witliken ist, dat wel ik also holden rnit guden wille
Darvmme bidde ik jv, gude hoilde vrunt, dat gij mynen leuen hern seggers,
nademe also sij eren guden willen vnde gunste tho my keren, dat ik on all^
myne leuedage wel tho willen vnde tho denste sin, wor ik kan efte mach, vnd ^
bidde jv, leue hoilde here vnde vrunt, dat gij my besorgen, also my noth i^^
wante ik des deger vnde alle myn leuen tho jv gesat hebbe, also ik alle myn^
sake in gantzeme guden geloven bij mynen leuen heren, dissen rad, vnde bij
den rad tho Hamborch gesat hebbe. Darvmme is vorder nein noth, dat her
Henrik, myn om, mit en jergen vmme degedinge, sunder wat on God anwiset,
dat sij my in vruntschop thokeren willen, schal hee warden, vnde si) wedder
von my hebben willen, dat wel ik gerne don. Dartho begere ik alle tijt juwer
leue vnde vruntschop vnde bidde disses jv vruntlike antwerde. Screuen to
Louenborg, des sonauendes na sunte Urbanus dage, vnder myn ingesegel, manu
propria.
Henricus Bodonis,
vobis semper ad vota.
Aufschrift: Honorabili ac multum circumspecto viro, domino ac magistro
Paulo Oldenborg, prothonotario ciuitatis Lubicensis, domino sue dilecto.
iVocA dem Original auf Papier. Mit aU Preaael aufgedrucktem Siegel.
1424. Jun. 2. 589
'Enrich Bodonisy Kirchherr in Bergedorf, entsagt alien Anspruchen an die Bathe
von Lubeck und Hamburg und dankt zugleich fiir em von ihnen empfange-
nes Geschenk von 100 Gulden. 14 Jun. 2.
Ik Hinricus Bodonis, kerkhere to Bergerdorpe. Bekenne vnde betuge
op^enbare in dessem breue vor alsweme, dat sik de eriijken heren borgermestere
v»^de radmanne der slede Lubeke vnde Hamborch niit my vruntlijken vnde to
es'ftde na nnynenn willen vnde noghe vorghan hebben vmme alle vnde islijke
arB sprake vnde schuldinge^ de ik bctte in dessen dach to en zanientlijken vnde
b^sunderen hadde, edder yenigewijs to en niochte gehad hebben, efte yemend
v^ *i myner weghen, also dat ik en vruntlijken danke vnde vorlate se zatnent-
li j Icen vnde besunderen vnde alle de eren, de se mit rechte vordegedingen
iim C3gen, in crafft desses breues vor my vnde alle myne geborne vnde ok vro-
111 ^^de vrunde qwijt, leddich vnde los van aller ansprake. Vnde wente se my
VI nine gunst vnde eren guden willen vnde vmme leiie willen mynes gnedigen
h^ ren hertogen Erikes van Sassen etc. myldichlijken geschenked vnde gheuen
hebben hunderd gude arnamsche guldene, de myn maech her Hinrik van
Gheysmer, kerkhere to der Boken, to myner behotT van en entfeng vnde de
h& my nuchaff'tigen vord ouergetelled vnde handreked heft, so wil ik en zament-
lijken vnde besunderen gerne to willen vnde behegelik sijn, wor ik kan vnde
m^ch. Vnde desses to merer tuchnisse der warheyd hebbe ik myn ingesegel
wi llichlijken vnde mit wetenheyde hern Hinrikes van Gheysmer, mynes erbeno-
m^den maghes, hengen heten vor dessen breff. Gheuen in den jaren vnses
H^ren veerteynhunderd vnde veervndetwintich, des vrijdages na vnses Heren
b^inmeluardes daghe. Vnde vmme merer zekerheyd willen desser vorscreue-
n^n dinge hebbe ik Hinricus van Gheysmer erbenomed myn ingesegel mede
banged vor dessen zuluen breflF vppe den vorbenomeden dach.
Nach dem Original. Mit zwei ankdngenden Siegeln.
Konig Sigismund for der t die Hansestddte , insbesondere Liibeck, Hamburg^ Wismar^
Stralsund und Bostock zu einer Hiilfeleistung gegen die Ketzer und zur
Absendung eines Bevollmdchtigten an ihn auf. 1424. Jun. 2.
Sigmund, van Gotes gnaden Romischer kunig, zu allenczeiten
merer des richs, vnd zu Vngern, zu Behem etc. kunig.
juieben getruen. Wir lassen euch wissen, das aller vnser lieben neuen
und ohemen, der kurFursten, botschafft by vns gewest is, mit namen vss iglichs
590 1424. Jun. 2. .
kurfursten rate eyner soyner Frunde vnd iiiit in die erwirdigen Johan, zu Wirb-
burg, vnd Raban, zu Spire bischoue^ vnse fursten vnd lieben andechtigen, vnd
haben vns durch dieselbe botschaft lassen fragen vnd vnder andern stucken
an vns erfaren, ob wir ichts dorczu tun wollen^ daniit die ketzerey zu Behem
getilget vnd aussgerrut werde. DoruH' wir in geantwort haben^ wie wir vnser
leib vnd gut doran niclit gespart haben, nemlich das wir init vnserm leibe vnd
ailem vnserm vermugen dorczu getan vnd vil fromer erber vnd bederber lute
van Deutschen^ Behem, V^ngern, Merhern vnd alien andern vnsen landen doromb
verloren haben, der dorumb leider manicher gestorben vnd gefangen ist, vnd
haben vns dorumb so sere verkost vnd grosse scheden empfangen, das es vn—
seglich ist. Dorczu haben wir alles vnser veterlich erbe verkummert vnd
hingegeben, vnd mer so haben wir vnser kunigrich zu Vngern so sere dorumb
an leuten vnd an gud emplost vnd so gar we getan, das es zu gross ist, vnd
das wir die sache von vnserm kunigriche zu Vngern nicht alie mogen vssriclm-
ten. Vnd uber das alles haben wir den kurFursten lassen sagen, wiewol wir
mit den Turken, mit den Bosnischen ketzern genant Paterini, vnd mit vil an-
dern vnglaubigen teglichen kriegen vnd grosse zu schaffen haben vnd doruff grosse
kosten legen nmssen, dennoch wollen wir von den Behemischen ketzern nicht
ablasseri vnd haben mit dem hochgebornen Albrechten, hertzogen zu Osterrich
vnd marggrauen zu Merhern, vnserm lieben sun vnd Fursten angeslagen vnd
beslossen, eyn Felt auff sand Johans tag nechstkuniFtig mit der hilffe Gotps
wider die egenanten ketzer zu haben vnd dann, so wir das Feld rawmen mussen
von Frost vnd vngewiter wegen, teglichen krieg mit in zu triben, so lange vud
so Ferr als wir ymmer mogen, vnd haben dieselben kurFursten lassen erinanen,
sintdenmal sie nu vnsere meynung in den sachen vernemen, das sie oucb
darczu tun vnd vns helffen, die vorgenanten ketzer entlich zu tilgen. Wiewol
wir in das, nachdem als wir mit dem kunig von Polan, vnserm lieben bruder,
verricht waren, czeitlich by den edeln grafF AdollTen von Nassaw vnd gran
Micheln von Wertheim, vnd dornach vmb sand Martins tag by den edeln
Albrechten von Hohenloch vnd Conraten von Winsperg, erbcamrer, vnserii
reten vnd lieben getruen, emboten haben, des wir aber bissher keyn antworl .
von in haben mochten, was sie dorczu tun wolten, nu meynen wir, sie werden
euch vnd andere vnsere vnd des richs stete besenden, vnd hofTen, sie werden
vns wider die vorgenanten ketzer nu helfiFen, dorumb begeren wir von euch
vnd ermanen euch aller eyde vnd trewe, der ir vns von des heiligen Romischen
richs wegen vnd der kristenheit pflichtig seyt^ das ir euch mit ewer macht vnd
592 1424. Jun. 2.
saken vnde van lotTte^ also de stede tho Ijfl'lande eiiie tho Nowerden sullen
gedan hebben^ vnde vortnier, wo he viis niyt gestliken rechte vp de suluen
loffte in schaden dectite tho bringende, dar gij ene ingesproken hebben, so
dat he de dink noch bestan lete etc. Ersanien leuen vrdnde, wy bopen, dat
gij dat recesz darvan gelesen edder to den rnynsten wol geh6ret hebben, dat
de boden vnser stede do tor tijd tho Nowerden vorramet hebben^ do de reyse
geopent wart^ in deine jare XXUI vp Agneten, aldus myt korte ludende, dat
de stede^ de dar do weren, vnde de gerneyne copinan in ener gemeynen steuene
vorgaddert beden Arnd Lubbekens, dat he de dink bestan lete myt den Russen,
wente v^ij anders vppe dat gud, dat en genomen was van den zeroders vnde
to der Wisiner inquam, also de Russen zeden, nenen vrede noch ende bedege-
dingen hedden inocht, he ene hedde et vp sodane vdrw6rde ofiergeuen: mocbte
man wes mer vinden van deme gude, dat erne entforet was^ so solde men
eme dat sine wedder gheuen. Des geiikens zegeden vnse boden van der ge-
meynen hense stede wegen den Russen^ vnde hirvp so ene zegede wij erne
anders gene Idftte, mer dat wij et iw heren vnde den gemeynen hensesteden
tho kennende wolden geuen^ dat gij et so vogeden^ dat eme sin schade mocbte
belecht werden, vnde dijt hebbe wij iw heren gescreuen an vnsem breue, vnde
dartho myt vnsem boden, de tho iare tho dage by iw weren, laten weruen,
wente ok iwe recesz darsulues by iw geordineret darvan aldus ludet: ,,dat
warff van Arnd Lubbekens saken sail stande bliuen, wente dat de stede aller-
negest dar by iw vorgadderende werden , denne darvmme tho sprekende.^
INu serine gij vns van loffte, dar wij nicht van ene weten, wij ene hebben eme
ok anders nicht gelouet, wen an iw tho samende, vnde dat sin ok der gemey-
nen h'ensestede sake. Hirvmrne so sijt hirvp vorsen des besten, dat gij
darvp trachten, wormede gij den knecht willen atfleggen, wente id vinmers
war is, dat he vmme der gemeynen stede willen vele ouergaff*, des wij vrunt-
liken bidden van siner wegen, also wij ok er gebeden hebben, dat gij iw der
sake vruntliken van eme scheiden, also dat he van der wegen vppe de stede
nene sake ene hebte. Vnde wes iwe ersame vorsichticheit hirby doet, vns
darvan iwe vnvortogerde antworde willen wedder scriuen. Gode allemechtigen
si) iwe ersamheit beuolen tho alien tijden. Gescreuen des vridages na vnses
Heren hemeluart, in den iaren na siner gebort XIIIF jar darna an deme XXIlll"*
jare, vnder den secret der stad Rige, des wij samentliken hirto nfi gebruken.
Bdrgermeistere vnde rede
der stede in Lifllande.
1424. Jun. 2. 593
Aufschrift: Den ersarnen vnde vorsichligen wisen rnannen, heren borger-
fiieisteren vnde ratrnannen der stad Lubeke, myt werdicheit.
Niich dem Original auf Papier. Von dem Siegel sind nur unbedeutende Reste iibrig,
I»C1I.
Verpfandung von Pfeffer. 1424. Jun. 4.
\ rowynus de Ledda coram libro recognouit^ se et suos heredes teneri
Hartwico Brekewolde et suis heredibus in C mrc. et XII mrc. minus duobus sol.
ItJ I), den. octaua die sancti Jacobi apostoli proxime affutura amicabiliter et
escpedite persoluendis, pro quibus idem Vrowinus dicto Hartwico IIP libras
pi peris coram libro inipignorauit. promisitque Vrowinus cum suis heredibus, se
v^lle et debere dicto Hartwico aut suis heredibus stare pro omni ulteriori de-
f^c^tu, si quis contingeret in premissis. '
Nach einer Inscription des Siederstadtbuchs vom J. 1424, dom. p. Asc. Dom,
DCllI.
JSine Verordnung des Raths hinsichtlich der Verjahrungsfrist. 1424. Jun, 9.
V\ itlik si, dat desse heren, de rad der stad Lubeke, vmme mydinge
vvillen vele areghes vnde vmbeqweinicheyde, de vakene vnde mennich werue
g^schen sind vnde schen mochten vmme schuldinge vnde manynge willen na
doder hand, gesat hebben Gode to loue, eren gemeynen ynwoneren vnde eynen
y^welken, de eres Lubeschen rechtes behoued, to vromen vnde beqwemicheyt
dit nascreuene stucke, dat se na dessem dage willen vor ere Lubesche recht
delen vnde geholden hebben van eynen yewelken:
Were dat vormflndere eynes doden schuldiged worden vmme gud, dat
iie dode schuldich sin scholde, vnde enkanme der schuld nicht bewijsen, vnde
mogen de vormflndere dat bewisen, dat de, de den doden schuldiged, iar vnde
dach mit deme doden in der stad gewesen heft, er he starflF, vnde enheft he
der schuld nicht gheessched bynnen dem iare vnde dage, alse he starfF, vnde
ok nicht in sinen dodbedde, de wile he vornunft vnde redelicheyd hadde, de
vormflndere en doruen dar nicht to antworden.
Statutum anno Domini MCCCCXXIIIP, feria sexta ante festum Penthecostes.
Nach einer Au/zeichnung im Tidemann Guatrow'achen Codex des LQbeckiachen Rcchts,
1) Nach einer ferneren Inscription vom 30. November (Andree) hat Vrowinus de Ledda die 250 % Pfeffer
wieder erhalten.
tj%^*m «.'s^*s. «i u 1 1 •
]>€I¥.
Der Rath von Lutjenburg ersucht den Rath von Lubeck und das Amt der Schuh^
macher daselbst, den Schuster Marquard von der Uorst und seme Ehefrai^
Hille zum Biirgerrecht und Amte zuzulassen. 1424. Jun, 14.^
Deri erebaren wysen mannen vnde heren, borghermeysteren vnde ra*^
rnannen der stat Lubeke, vnde den erlyken olderluden vnde deme ghans
ampte der schumaker darzulues, vnsen ghunsteghen vrunden, borghermeyst
vnde ratcnanne to Lntekenborch yn der herscop to Holsten beleghen na vrurif
lijker grote dfin iuw wyllik openbar to betilghende yn dessem breue, dat voi
vns konien zynt de olderlude Hinrik Wiser vnde Hinrik van deme Sunde des
zuluen ainptes, ok werkmeyster der schumaker, vnse medeborgher, louefi-
werdighe bedderue manne myt vteslreckeden armen vnde opperychtederm
vynghern stauedes eedes to den liylghen vorrichlende, dat Marquard van der
Horst, wyser desses breues, ere schuniaker ampt myt en hadde bezeten alz
eyn bedderue man myt Hyllen, syner erlyken liusvrouwen, vnde schededen va
en mit eren vnde myt redelicheyt, dat ze vnde dat ghanse ampt en dankede
erer ere vnde redelicheyt, der ze en ploghen hadden, vnde eft erne recht vnd
ghedelyk lengher hadde wezen, ere ampt vnde ghylde to besyttende vnde zy
eghene darane to ouende, dat ze ene gherne vor eren medebruder wolde
beholden hebben vnde wolden eme gherne darane ghunstych vnde vordelf
wezen, vor se mochten. Alzo vns dat zulue ok wol wytlyk is, so hebbe
vorder ok van deme suluen Marquarde van der Horst alzodane eriyke ghodi
hannelynghe vnde erebar ruchte vorvaren vnde ghehort yn warheyt, weret dJil
eme noch recht vr»de ghedelyk were, myt vns ampte, ghylde efte werke t0
besyttende, wy wolden ene dar to vruntlyken vnde gherne wedder entrangbe%;
worvmme wy desse waraftyghe tuchnysse iuw ouersenden, juwer aller lei
vnde vruntscop sere vlyteghen bydderule, dat gy dessen vorbenomeden M
quarde van der Horst vnmie vnse vruntlyken bede vnde woldat syner bedd
uecheyt vordelyk ghunstych vnde ghutliken behulpen zyn, myt iuw ampte
iuwer stad to besyttende, dat eme bequemelyk vnde ghedelyk is to entfa
vnde vorder yn alien temelken zaken ene to vordende. Dat wylle wy
weghe gherne vorschulden, wor wy moghen. In tuchnysse der warheyt
desser vorscreuenen stucke so hebbe wy borghermeislere vnde ratmaune
Q
1) Derartige Gesaohe and Leumandszeagnisse kommen in der Mitte nnd der zweiten H&lfle des Jakihi
httnfig Tor. Das bier mitgetheilte ist das ttlteste, das sich bier findet.
1424. Jun. 14. 595
Lutekenborch vorscreuen vnses stades ynghezeghel henghet vor dessen bref^ de
gheuen vnde screuen is na Godes bort veerteynhundert iar dar na yn deme
veervndetwynteghesten iare, des neghesten myddwekens vor sunte Vitus daghe
des hylghen mertelers.
Nach dem Original. Das anhangende Siegel ist sehr beschddigt.
Der Ritter Detlev von Ahlefeld beschwert sich gegen den Rath von Liibeck daruber^
dass der Rath von Stralsund seinem Vater ein Schiff mil einer Merige
verschiedener Outer genommen habe. 0. J. (1424). Jun. 24. *
V runtlike grute touoren vnde wes ik gudes vormagh. Wetet, erliken
borghermestere vnde radmanne der stad Lubeke^ dat ik yu opembare do vnde
c'aghe, alze niyne vorvarne vnde ik vakene dan hebben vor forsten vnde heren
^nde steden in vorkonieneh tyden vnde noch alze do, dat de van dem Sunde
^■^s dat vnse noinen hebben vnvorwared vnde vnentseght, dar my vnde mynen
^oruaren nft ere eder recht iruaren konde etc. To dem ersten nemen se
"^ynen vadere eyn schip myd mele vnde myd niolte, myd specke vnde bussen
vricle bussencrflde vnde armborste vnde pile, botteren, hopen vnde solt vnde
st^l vnde osemund vnde ock rede gheld. Dit vorscreuen gud nemen se mynen
vadere vppe der see vnde myn vader wolde dat ghesand hebben to Hakenschow
vricle tho Gremestorpe vppe sine slote, vnde wolde sine slote dar mede spised
vride bewered hebben, des doch do nycht enschflde ^mme des willen, dat se
dat vorscreuen gud mynen vadere nomen hadden, vnde schadeden mynen
vadere vnde mynen voruaren wal twintigh dusent mark mede, vnde vorlos
.^ dar sine slote mede. Vnde den houedsummen, den se nemen, de lep
,X-^^I vppe twelue eder verteynhundert mark. Guden vrundes, konde ik iuwer
ri "Bricbtinge daran enneten, dat se my vor mynen vorderfliken schaden also
.if vele don wolden, alze lik vnde moghelik were, so schole gy vnde de van
i*^ Hamborgh myner to aller redelicheyt vnde moghelicheyd wal mechtich wesen,
1^ ^tide bidde yu ^mme mynes denstes willen, dat gy se dar vnderwisen, dat
-'7 ^^ my vor den vorderfliken schaden aizo vele don, alze vorscreuen is. Dar
^ '^ede bliued Gode beualen. Screuen to Plone, to sunte Johannes dage to
596 1424. Jun. 24.
Aufschrift: An de eriiken wisen man, borgherrnestere vnde radderstad
to Lubeke, mynen guden vrunden.
Nach dem Original auf Papier. Mit an/gedrticktem theiiweine erhaltenem Siegei
DCVI.
Vertrag zwischen Volquth GronoWy Detlevs Sohrij und Volquin Gronowy Vohjvm
SohUy geschlossen unter Vermittelung des Ritters Lorenz Heesty der Burger-
meister Jordan Pleskow und Cord Brekewold und des Lubeckischen Yogis
Helmold von Plesse. 1424. Jun. 29.
VVitlik sij, dat de gestrenge ritter., her Laurencius Heest, vnde de heren
Jorden Pleskouwe, her Cord Brekewold, borgermestere, vnde Hehnold van
Plesse, voget to Lubeke, van des rades wegen to Lubeke darto gevoget, ene
fruntlike eninghe vnde vordracht gededinget vnde gemaket hebben twisscben
den vromen knapen Volquine Gron6wen Detleues sone, vp ene lyde, vnde
Volqwine Gronowen Voiqwines sone, vedderen, vp de anderen syden, in nascre-
uener wyse. Interste so schal Volqwin Detleues sone betalen alle vnde islike
schulde , de se bevde schuldich zyn gewesen bet vppe giflPte desser scriffte^
de sulue Volqwin Detleues sone heft hirto ghegheuen Volqwine Voiqwines sone
twehundert mark vnde XII{ mark lubescher penninge. Ok so schal Volqwin
Voiqwines sone hebben alle vnde islike varendehaue, welkerleye de sin, de sin
moder vp den hof vnde in de were to Belendorpe gebracht heft. Des gelykes
schal Volqwin Detleues sone ok hebben sodanne varendehaue, alse zin moder
vp den erbenomeden hoff vnde in de were gebracht heft. Vnde wes darna is
van korne^ varendehaue, buwerke vnd welkerleye id sy vp dem erbenomeden
houe, dat scholen de erbenomeden Volqwine beyde samentliken myt enander
delen, vnde wes ock desse Volqwine beyde zamentliken efte besunder manen
konen van eren guderen, schulden, dotslagen, efte worane id zy, dat scholen
se ok mitenander delen, vtgenomen de gudere, de se deme rade vnde der stad !
Lubeke vorkoflt hebben, dar en scholen se nynerleye maninge vp don. Were
ok dat erer welk jenigerleye koste vnde teringhe vorder dede, den de andere,
vmme maninghe willen desser vorscreuenen gudere, dat schal de tovoren vt-
nemen van deme houetsummen, de sodane koste vnde teringhe dede. Alle desse
vorscreuene fruntliken vordracht vnde voreninghe loue wy Volqwin vnde Vol-
qwin vedderen in guden truwen vnser eyn deme anderen stede, vast vnde
vnuorbroken to holdende sunder argelist vnde hebben des to merer betuch-
1424. Jun. 29. 597
nisse vnde witlicheid desser scriffte dre laten scryuen ene vthe der anderen
g^sneden, der wy malk ene beholden vnde de drudden scriflFte rnyt vnser
b^ jder willen to merer witlicheid hebben geantwordet den ersamen heren, deme
ra^cJe der stad Lubeke. Datum anno Domini millesimo CCCC XXIIIP, in Festo
b^dtorum Petri et Pauli apostolorum.'
Nock der dem Rathe ubergebenen Auafertigung des Vertrages.
DCVII.
l/^r^fehde des Hennmg Mintstede des Jungsten^ des Claus Smit und des Joharm von
Soltwedely geleistet dem Herzog Erich vo7i Sachsen - Lauenburg und seinen
Brudern Bemhard und Otto, some audi den Rdthen von Lubeck, Hamburg
und Liineburg. 1424. Jul 1.
VVy Henningh Minkstede de iungeste, Clawes Smit vnde Johan van Solt-
w^ del. Bekennen vnde betugen (u. s. w. wie No. 437), Vnde desses to merer
b^t.uchnisse der warheit so hebbe wy Hennyngh, Clawes vnde Johan erbenomed
all ^ vnde besunderen vnse ingesegele mit guden^ vrijgen willen henget heten
vo E^ dessen breff. Gescreuen in den iaren vnses Heren dusent veerhnndert
ve ^^rvndetwiqtich, des auendes Visitacionis Marie.
Ncich dem Oiiginal. Mit drei anhangenden Siegeln. Henning Mintstede z Siegel wie zu No. 683,
Claus Smit: Siegel rund, 2®/,o Ctm. Die Siegeljldche zeigt eine vom unteren liande ausgehende Blumen-
statide. Umschri/t: 4. $' chVDtS »>• Stltif Johann von Soltwedel: Siegel rund, 2*/io Ctm. Auf
stehendem Schilde ein eingefasstcr mit drei Rosen helegter rechter Schrdgbalken. Umschrift: + $* fiotlS I
DCVIII.
^^->92tg Sigismund befiehlt dem Rathe von Liibecky die am ndchsten Maria Geburt-
Tage fdllige Stadtsteuer an Albrecht Schenk von Landsberg zu bezahlen.
1424. Jul. 11.
(Gleichlautend mit No. 515 bis) mit disem briefe, der geben ist zu Ofen,
aii^ dinstag vor sant Margarethe tag, versigelt mit vnserm kuniglichen anhan-
[ g^nden insigel, nach Cristi Geburt viertzehenhundert jar vnd dornach in dem
t viervndtzwemczigesten jare, vnserer riche des Vngrischen etc. in dem achtvnd-
& dteissigisten, des Romischen in dem viertzehenden vnd des Behemischen im
' funfften jaren.
I Ad mandatum domini regis
Franciscus prepositus Strigoniensis.
Nach dem Original, Mit anhangendem Siegel,
1) Vgl. M 591.
JNotandunK quod per doininos Conradum Brekewolt et Hinricum Rape
suluer^ proconsules, placitatum est inter Johannetn Bornehoueden et Eghardu
Storm, viilicum in Erweterode, pro inlerfectione Hinrici Bornehouedes, fill
prefati Johannis Bornehouedes, ita videlicet quod Eghardus Storm, qui alias Hin
ricum Bornehoueden interfecit, pro interfectione ista dicto Johanni Bornehouede
dare debebit XXXII mrc. lub. den., super festo Natiuitatis Cbristi proxim
affuturo incipiendo et per annum integrum subsequens super istis termini
siout inter se concordarunt, amicabiliter et expedite persoluendas. Cum Isim i
antedicti Johannes Bornehouede et Eghardus Storm aniicabiiiter sunt concordats j^
vnde Johannes Bornehouede cum suis heredibus, eciam natis uel adhuc nas(^ 1-
turis, preFatum Eghardum Storm cum suis heredibus, eciam natis et nast^^i-
turis, et omnes alios, qui in hoc suspecti sunt, de dicta interfectione penit «js
dimisit ab omni ulteriori ntonicione seu inpeticione quitos et solutos^
Nach einer Inscription des Nicderstadtbuchs vom J, 1424j Amutfi,
Der Roth von Wismar zeigt dem Rathe von Liibeck any dass eine Gelegenheity ^Be*
schwerden gegen Hans von Bulow geltend zu macheny eben jetzt vorhanden
sei. 1424. Jul. 25.
\ nsen vruntliken grut vnde wes wij gudes vorniogen vorscreuen. £r-
samen heren vnde leuen vrunde. De dach, dar wij iw at}* gescreuen hebben,
den vnse gnedige vrowe van Mekelenborch holden wil to Bucowe ieghen Hans
van Bulowen, de schal wesen n& yn sondage negest tekomende, also hefft vns
daUingk toscreuen vnse vrowe vorbenomed. Hirumme, hebbe gi wane van den
juwen, de wes to doende hefft ieghen Hanse van Bulowen van des wegen, M
he beschediget is van D6mptze edder van der Hermensmolen, den willet by p^t
vns schicken nfi yn sonnauende erst tokomende, deme wille wij gerne helpefl
des besten, dat wij konen. Leuen heren vnde vrunde. Dit willet vort vorscrioei Bli
vnsen vrunden van Hamborgh, alse gi erst moghen. Sijd Gode beuolen. Scrip- 1^ 1
turn ipso die sancti Jacobi apostoli, nostro sub secreto, anno XXIIII^ m-i^
Consules Wismarienses. Bb <
u
1) Fiir die richtige Zahlung der versprochenen 32 m^ haben sich fiinf Eingesessene in MtlkoDdorf
und 8ie ist, wie hinzugcfagte Bcmerkungcn bezeugen, in vier Termincn mit jodesmal 8 H^^f Kuletit am SO. Itofhik |
1435 gelcistet worden.
600 * 1424. Aug. 9.
to bewisende^ vorschulde wij alle tijd gerne, wor wij inogen. Sijd Gode beuole
Screuen vnder vnsein secrete, in sunte Laurencius aueride^ anno etc. XXIIU
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Coininendabilibus et circurnspectis viris, doininis proconsul
bus et consulibus Wismariensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
Scu:h dem Oriyinal im Rathsarchiv zu Wismar. Das aufgedruckte Secret ist abgeaprungen,
DCXIU.
Der Rath von Rostock schreibt dem Rathe von Wismar uber Verhandlungen mit d(
Koniffin Philippa und uber eine demndchstige Zusammenkunft der Stddi
1424. Sept. 1.
Vnsen vruntliken grud vnde wes wi ghudes vorinoghen touoren. Ers
men leuen vrunde. Juwen breif an vns gesand nn't der van Lubeke breue d
inghesloten hebbe wi wol vornonien etc. Hirvmme begere wi iuwer leue
wetende^ dat wi juwe, ere vnde der van Luneborch ineninghe^ bede vm
begher darane gherne willen vortzetten by den sendeboden der vrouwi
koningynne van Denneniarken vnde den sendeboden der stede Straiessur
etc., so wy best konen vnde moghen, vnde is vns. leuen vrunde, wol I
willen, wor de vorscreuen sendeboden den dach holden willen, mit jw in iuuve
stad edder Bukowe effte mid vns. We willen de vnsen dar gherne to sendei
to welker vorscreuen stede de dach besant vnde holden wert, vnde were vi
sere to vnwillen, dat he toslagen vnde nicht gheholden worde. Siit Gode b
uolen. Scriptuin in die beati Egidii, nostro sub secreto, anno etc. XX1III^
Consules Rozstokcenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circurnspectis viris, dominis proconsulib
ac consulibus Wysmariensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
A'ocA dt'm Original au/ Papier. Mit Rett ten dea au/gedrUckten Secrett,
Der Rath von Wismar seridet dem Rathe von Liibeck den vorhergehenden Bn
1424. Sept. 1.
Vnsen vruntliken grut vnde wes wij gudes vormogen vorscreuen. 1
samen heren vnde leuen vrunde. Also gij begherende weren, vns to vorarbc
dende to den van Rozstok vmme de besendinge des daghes tegen de senc
1424. Sept. 1. 601
fooden der vrowen koningynnen etc., deme hebbe wy also gerne dan. Darup
hebben vns de van Rozstok ere antwerde gescreuen, dat wij iw hirynne senden
besloten, vnde de sendeboden der vrowen koningynnen vorscreuen weren
hiidenemorgen to Rozstok noch nicht gekomen , alse wij irvaren hebben.
Sijd Gode beuolen. Screuen an sunte Egidii daghe, vnder vnsem secrete,
anno XXIII^.
Consoles Wisniarienses.
Aufschrift: Connnendabilibus et prehonorandis viris, dominis proconsulibus
ac consulibus ciuitatis Lubicensis, amicis nostris sinceris, detur.
Nach dem Originat. Mit Reaten dea aufgedruckten SiegeU.
Der Bitter Detlev von Ahlefeld uhertrdgt die Ausgleichung seines Streits mit dem
Rathe von Stralsund dem Rathe von Lubeck. J424. Sept. 4.
Wes ik gudes vormach mit vrundlikein grute. Ersamen leuen besunde-
ren vrunde. Juwe dener niester Pawel warf latest to Segheberghe vor vnsen
heren van iuwer weghen vinnie de zake, de twischen den van dem Sunde
vnde my is, dat ik de wolde setten by iuw etc. Wetet, dat ik myn recht van
der weghen gherne wil by iuw setten vnde by myne vrund, alse verne alse
n)y recht wedderuaren moghe twischen desser tyd vnde sunte Michels daghe
neghest volghende edder vrundschop. Wes my hirane beschen moghe^ beghere
ik iuwes vrundliken antwordes. Screuen vnder mynen ingezegele, des mandages
na Egidij, anno etc. XXIIII.
Detlef van Aleuelde, ridder.
Aufschrift: Den ersamen vorsichteghen heren, borgermesteren vnde rad-
mannen to Lubeke, mynen besunderen vrunden.
Nach dem Original auf Papier. Mit Resten des aufgedruckten SiegeU.
Der Rath von Lubeck zeigt dem Rathe von Wismar an^ dass auf dessert Wunsch
eine Besprechung mit dem Herzog Otto von Sachsen im Interesse der Her^
zogin (Agnes?) von Mecklenburg stattgefunden habe. 1424. Sept. 10.
Vruntliken grut vnde wes wij gudes vormogen touorn. Ersamen leuen
besunderen vrundes. Alse gij den ersamen hern Johan Bantzkouwen, juwer
76
602 1424. Sept. 10.
stad borgennester^ by vns gesand liadden niit etliken weruen van wegen der
hochgeboriien furstinnen, yuwer frouwen van Mekeletnborch, vnde yuwer etc.,
sodannes vnses antwoides inach he der sulueii iuwer rnrstinnen vnde ok yuwer
leue wol vterliken vnderwiisen vnde berichten. Vorder. leuen vrundes. so sin
ychtesweike vnser mederadeskutnpane dalingh to daghe geweset yeghen den
hochgebornen fursten., hertogen Otten van Sassen, alse wij des her Bantzkouwen
berichteden. Wes en darsulues wedderuaren is, dat liebbe wy yuwer erbenome-
den frouwen van Mekeleniborch vorscreuen by vnsem egenen boden. SijtGode
beuolen. Screuen vnder vnsem secrete, des sondages na Natiuitatis Marie, |
anno etc. XXIIII.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Corninendabilibus et circuinspectis viris, dominis proconsuli-
bus et consulibus Wisniariensibus, aniicis nostris preaniandis, detur.
Sack dem Original im Rathsarchiv zu Wismar. Mit Resten dea aufgedrUckten Secrets.
I»€XV11.
Lohn fiir eine Wallfahrt nach St. Jago di Compostella. 1424. Sept. 2V
Johannes Stange, filius Eleri Stange bone meniorie, coram libro recog-
nouit, se et suos heredes teneri Petro Hope, filio Werneri Hopes bone memo-
rie, in IF mrc. et XX mrc. lub. den , quando dictus Petrus Hop reuersus est
de reysa sancti Jacobi, extunc super proximo festo Passce affuturo amicabiliter
et expedite persoluendis. Insuper si dictus Petrus Hop in prefata reysa sancti
Jacobi uel ex nunc ante complecionem dicte reise moriebatur, extunc dicte
ducente marce et XX marce lub. erunt quite et solute et Johannes Stange aul
sui heredes de istis nemini ulterius tenebuntur respondere. Insuper si et io
quantutn prefatus Johannes Stange uel sui heredes credere non vellent, quod
Petrus antedictus prefatam reysam sancti Jacobi compleuisset, extunc Petrus
Hop medio suo juramento obtinere potest, se dictam reysam fecisse et con»-
pleuisse et ex hoc nullam aliam probacionem uel testimonium Facere debet.
Nach einer Inscription des Nicderstadtbuchs vom J. 1424y Mathei.
1) Vgl. Bd. V, S. 670. Es ist nicht zu bezweifein, dass die Aufzeichnung mit der im J. 1416 in Kopenbagea
von Eler Stange und den drei anderu Gesandten des neuen Raths ilbernommenen Verpflichtung in Yerbindimg
stebt, wenn gleicb dort Maritt Einsicdeln als Ziel der Wallfahrt genannt wird. Letzterwtthnte drei haben 1417 £c
Reise zu K. Sigismund und alao wabrscheinlicb unmittclbar darauf die versprocbene Wallfabrt in AosfObning g»
bracbt Eler SUnge war damals krank. Vgl. oben M 1, auob M 640.
1424. Sept. 24. 603
DCXVlll.
Der Rath von Lubeck zeigt dem Rathe von Wismar an, dass er an Detlev von
Ahlefeld sogletch schreiben und von der Antwort nach Wismar oder StraU
sund Nachricht geben wolle. 1424. Sept. 24.
Vnsen vruntliken gnit rnit begheringe alles gudes touoren. Ersainen
leuen heren vnde vrunde. Juwen vnde der radessendeboden van Rozstoke
breflF van weghen vnser vrunde vanime Stralessunde vnde hern Detleues van
Aneuelde etc. hebbe wij woi vornornen^ vnde wes wij in der zake vnsen vrunden
varnine Stralessunde to ieue bette herto gudes don konden^ dede wij gantz
gerne vnde willen denu* ok vortan also gerne don. Vnde wes vns van dem
erbenomeden hern Detleue, wanne wij eni darvnune gescreuen hebben, alse
mj van stund an don willen^ wedderkunipt vor antworde^ wille wij iw edder
vnsen vrunden van dem Stralessunde gerne vord benalen. Wij beuelen jw
Code. Screuen vnder vnsem secrete, des sondages na sunte Mauricii daghe,
anno XXIIII.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus et
consulibus Wysmariensibus., amicis nostris sincere dilectis, detur.
t Nach dem Original im Hathaarchiv zu IVismar. Das au/gedruckte Secret ist abgeaprungen.
\
I Munzvertrag der Konigin Philippa von Ddnemark und der Stddie Liibeck, Hamburg,
Luneburg und Wismar. 1424. Oct. 8.
VVy Phylippa, van Godes gnaden to Dennemarken, Sweden, Norweghen,
^enden unde der Ghoten konynghinne unde hertoghinne to Pomeren, unde
^1 borgermestere unde radmanne der stede Lubeke, Hamborch, Luneborch
'^nde Wismer. Bekennen in desser jeghenwardyghen scrift, dat wy koninghinne
Phylippa erbenomed van sodaner macht unde bevelynghe weghen, alse uns
^nse alderleveste gnedige here in sinem affwesende de ryke unde land bevolen
I heft, unde na rade unde vulborde der redere unser ryke, van des sulven unses
^edjgen heren, unser unde der rike redere unde manschop weghen, vppe de
enen zyde, unde wy borgermestere unde radmanne der stede vorgescreven,
t fan unser stede, unser unde unser menheyde weghen, uppe de anderen zyde,
^ in gantzer endracht, umme des menen besten willen to beyden siden ens ge-
t
\
604 1424. Oct. 8.
worden sint, uinine enen pennygh unde niiinte to hope to slande unde to hoi-
dende^ de ghenge unde geve wesen schal beyde in den ryken, alse verne alse
de dar vorkundyghet wert, unde ok in den steden vorgescreven in alle de wyse,
alse hir nascreven steit.
Desse niunt unde penning schal heten en sosling, unde de schal gelden
der lutteken penninge sosse^ de me nu slande wert^ unde de wegen mark der
soslinge seal holden elven loet unde en quentyn an sulvere^ unde dar schal
men up scroden twe unde vertegheste halven worp, er it wit wert, unde alse
it wit is, so schal it holden twe unde vertygh worpe. Desse schal wesen IfU
soslinge vor den worp unde dessen penningh schal men ghelik orden unde
scroden, unde de munter schal hebben to remedie III grenen, under oFte boven,
doch der mit willen nicht to brukende^ also seal id de munter slaen unde
holden up den ketel.
Item so wille wy hirby slaen laten enen halen lubeschen penning to der
noet, umme behoves willen unde schedynghe der lude unde menheyde, unde
vorder nycht. De penning seal holden soven loet unde I quentyn, to remedie
III grenen, under oFte boven, doch mit willen des nicht to brukende, alse vor*
screven steit. Dessen penning schal me scroden uppe de mark gheweghen
verde halve mark lubesch, unde wan id wit is, so schal id holden verde haken
mark unde twe schillynghe. Dessen vorscreven penning schal de munter ok
slan uppe den ketel.
Item de pennynghe, de alrede gheslaghen synt in deme rike to Denne-
marken, de to ver penninghen vorkundighet sint^ der schal dat stucke gelden
der holen penninghe twe, de nocht slaghen scholen werden, unde de aboschen
des ghelik.
Item de holen penninghe, de nu in Dennemarken synt, dar de kron^
uppe steit, der scholt gaen unde gelden twe vor enen.
Item de gotenschen, also de me nocht to der tiid sleit unde se nu gaen^
de scholen gelden ghelik dren halen penning, dar de krone uppe steit.
Item de witten penninghe, de in den vorscrevenen steden gheslageo
synt, de scholen gelden vordan to ver lubeschen, alse aldus langhe dan hebben.
Desser vorscreven munte unde penninghe schal de lodighe mark sulvers
gelden soven lubesche mark, ene sware engelsche nobele twe unde verticb
schillinghe, de krone, de ere wicht heft, twyntich schillinghe, de krone, de to
licht is, negenteygen schillinge, rins golt ene lubesche mark, arnammes golt
1424. Oc|. 8. 605
verteygende haiven schilling, bisscoppes gulden drutteygen schilling, darna alle
ander gold en )ewelk na sinen werde.
Item desse vorscrevene munte unde penning, sulver unde gold, schal
genghe unde gheve wesen, enentie jewelken denie anderen mede vul to donde
na denfie, also vorscreven is, in deme like to Dennenriarken unde darto in
Zv^eden unde in Norwegen, also verne alse de vorbenomede unser gnedighe
here, wi koninginne Philippa edder unse nakomelinge dat vorkundighen werden^
men to Berghen, dat steit uppe en berad, alse uppe der stede wedderbedent
tusschen dat unde sunte Nycolawes daghe neghestkomende, unde in den vor-
schrevenen steden unde eren ghebeden des ghelik.
Item desse nyge penning unde munte, de men nu slande wert in Denne-
marken, alse vorscreven is, des schal de sosling hebben to teken dre lebaren
uppe der enen syde, unde en cruse unde en er' uppe der anderen syde, mit
iiamen, alse darto hort, unde de holen penning enen lebaren.
Item der stede ene jewelke blive by ereme teken, dat se aldus lange
ghehad heft.
Item, dat nummend van uns to beyden syden macht en hebben, desse
'Hunle unde penninge to vorergerende offte to voranderende, id en sche mit
©ndracht, sunder alle weghe to vorbeterende, wo men deme doen mach, unde
"^t de vorbeterynghe unde voranderinghe alle weghe sta by unseme gnedighen
'^^ren, uns Philippa, koninginne vorbenomet, unde by den rederen to beident
^'^en, de da alle jar werden komende to Kopenhavene na utwisinghe des vor-
'^^tides unde der tosate. Uppe desse vorscrevene artikele unde stucke sint
^^bbelde scrift gemaket, beide van enen lude, de ene ute der anderen ghesneden,
^^ wy to beyden syden mit openen besegelden breven vulteen scholen unde willen
'^^ deme, alse vorscreven is. Unde des to tughnisse so hebbe wi Philippa
^^benomet van vnses gnedighen heren, unser vnde des rikes weghen unse
secret, unde wi Tideman Steen unde Hiniik van Haren, sendeboden der stede
l^vibeke unde Wismer, van der sulven vorscrevenen stede unde unser weghen
^nse inghesegel uppe beyde scrift ghedrucket. Ghescreven to Kopenhaven,
na Godes bort dusent verhundert in deme verundetwintighesten jare, des sun-
daghes vor sunte Dionysius daghe des hilligen mertelers.
Nach einem Abdruck in Luxdorph, Anledning og veiviianing til myntena udregning her % landene i det fior-
tefide aar-hundrede, Kopenhagen 1765 S.91; auch gedruckt in Grauto/f, Histor. Schriften Th.3, S,213fgg
1) Yermathlich eine Cbiffre zur BezeichnuDg des K5Digs Erich.
>or. i
■ ' *7««*« *
. .i
'^m .:>rtrntw^r zu Mforiendal, die Kloster
ii .Ian'*njcr^n ir* >traUund personiich zu risi-
r-i -HIV »fmr ituonuiu 1424^ Oct 22.
-••"'— ' -zi'^s*^ ... riiPT 'irrtaiTo. cuntVssori j^nerali et priori
TLfTa-:-- ?r,r- - : . r nn::? -. ^^^AiraiorTS lie^aiiensis ^liucesis. frater L'Ipho,
'— «a^«a "C^A* •» J
• i. ^
.- :ijr*:-- 'T'iictirTiin ^larraft^ virzinis* et Birgittae in M'az-
- .^-j^^TT TT^r:::? ;^ «-• -tK:* ..A^L"Jot^&t&. Tsaiutefii in e«), qui voluntarie pro
n;^ :,ir..*2 — : rz^iisj^ Miuniam -^x: matiune et facna comniuni
Ui^*-?i ... issr>f!:»uQuiii r{ tis^ordiAraiii brigasi nuper exortas
V r-«-r- *:.
.i:r - im it*
^1 I .. 1* I rinis tiaCTT noaascprrunun. videlicet Marienwold
-' . .-:. . r-*: ;:
I^^-^!Lr.ne uua ^naisutuk fiuuiatomin et constructorum,
i.twii.. ac::* jnnict) luc iie^iuter p roc urante^ in personarum
' II luuicuiii lecnuKHitiuri ec peniicieni animaruin ac
M ;n '..I..:- . ./• : r':;:i . u::' zs"^ '-»n:jiai, iicta iocn et monasteria a luo
:..:;: i-tr-r:.- lizTr* jji -tiac niji:>iii^ !4siii:!H:$6e u-fonern per institationem vitae
^ J*--'- :.::.if- *^iui.ji'5. jcirvj rniernuaii '.uae in ainceritiite sanctae obedien-
i.k»- . - :. —1 1^- nr^iiii*-. luaiixiu^ ^u .*ra«^aca uuna^ena visitationis et correclio-
I..- - : i -;-5vi:j«;wc4* ii.•J:^^a& .*>&^iue^ nura •*€ >t][1icultatibus quibuscunque^
fi; . - - ■^- ...i- !:.:.!;*:; :: . r'ja-ir-^ rortin? _»t-«- viain otjiicurdiae* absque strepitu
»' :^::.i .:ir:. ;:. rti ;ii;::.it-n - :-ii\;:i rac^n •** :iiutUiun in Cbristo dileclioneiB
^. !fr* -... —iiu .•:,:,... £. ii iijLjLMT ^tutorrraie *^ulirians in praemissis^ oimie
I. J -• . r:. iii> ^^.^r-:[iiiiii. ruvi le^ un*- oininuni vel uniine sea privilegio spe-
•jiii -..in ^^-,^'' ,2..',x j,»>a^xin. It Uinn n^Mt^'e'-tj je!*^ununi duntaxat ista vice, ut
'^'ifuMiTi ii>t:i:.im ^' -*ii'uui-im ii2^':uiiiiuin lur-^^cendi et refiiruiandi, destituendi
^' M^».r.i*^M.ii ii: uiuii;; iii;4. nuit* Hr vrj^^iuduuis ^aeralis spectant officiun^
*Vr» • ',*-iit!. ^^;»:ii ii 1. 1 ilii j»*Hr!**Ma;i s»j***:!ait* uitiaduturii exigalur, plenariam
ifV><; 't "1 r.i-^ii li.uiii W i,£K^ijSw Mina i><iinini 142-LiJdie Octobris^ sub
-i«vw'»'i "J ^: -t-^i'iK cr-f t ir *» '^jm'mf'' #f«/r - u«r. ^ittLtturm p 2lX2 f. ex cod, wu.
1424. Oct. 25. 607
Der Rath von Groningen zeigt dem Rathe von Liibeck an^ class er den auf den
13. November angesetzten Hansetag in Stade besenden werde. 0. J. (1424).
Oct. 25.
V rentlike grute tovoren ghescreven rnit ?ilre gunste. Sunderlinghe lieue
vrende. Wy hebben ivori brief orilfanglien ende guedliken vorstaen, daer ghy
oris inne scriuen van enen anderen daghe, den ghy begrepen hebben to holden
to Stade vp sente Brictius dach naest koniende, ende beghereri, van onzen
rade luede daer bi iv vp den vorscreuenen dach to senden, vin de partyen
ende ander saken de bed to vlyen. Waervan, lieue vrende, wy iv weder scri-
uen, dat wy van onsen rade luede by iv senden wilien vp den vorscreuenen
dach, in dyen dat wy daer velich koinen nioghen vor onze vyande ende van
weders noet. God zij met iv altoes. (ihescreuen onder onser stad secreet, vp
senle Crispinus ende Crispinianus dach.
Borghernieslere ende raet
in (ironinghen.
Aufschrift: An de erbaren wyzen lieren, de borghermestere ende raet
der slad van Lubic, onsen sunderlinglien lieuen ende wal glierninden vrenden,
detur.
Nctch dem Original avf Papier. Mit einptn uubedeutendem Reate des aufgedrUckten SecTets.
DCXXII.
^ctrquard Wise^ Prior des Dominikanerklosters zur Burg, versprichty den Rath
gegen Anspruche der Erben des Heyne Barensteker an 10% ^> welche
die Testamentsvollstrecker den Kdmmer ether r en hdtten uberliefern sollen,
schadlos zu halten. 1424. Oct. 28.
Ik broder Marquardus Wijse, prior des conuentus der predekerbrodere
ter Borch bynnen Lubeke^ loue den erbaren niannen, heren borgermeysteren
vnde radmannen der stad Lubeke, eft in tokomenden tijden yemend van den
eruen Heynen Barenstekers guder dechtnisse qweme vnde dede nnaninge van
der elfTtehalue marke wegene lubesch, de bouen betalinge der schuld, de de
erbenomede Heyne nalet vornnyddest sinen dode, vnde bouen entrichtinge der
^haue, de de sulue Heyne in sinem testamente vorgheuen hadde, ouerbleuen,
vnde de de vormundere des vorgerorden testamentes bij de heren kemerere
608 1424. Oct. 28.
des rades to Lubeke scholden gelecht liebben^ dat ik vride myne nakomelinge,
priore des vorscreuen closters, sodaner inaninge den vorscreuenen heren, dem
rade, vnde ok den vorscreuenen vorniunderen gentzlijken benemen vnde se
darvan schadelos holden scholen vnde willen. Vnde hebbe desses to merer
tuchnisse dat ingesegel des prioratus ainmetes vnses vorscreuenen closters mit
guden wilien gehenged vor dessen brefT. Datum anno Domini MCCCCXXIIII*,
ipso die beatorum apostolorum Symonis et Jude.
Navh dem Original. Mit anhangendem SiegeL
Quitticng des Albrecht Schenk von Landsherg uber die am verflossenen Maria
Geburt-Tage fdllig gewesene Stadtsteuer. 1424. Oct. 28.^
W y Albrecht Schenke van Landesberch vnde here to Sydowe. Be-
kennen vnde betugen openbare in dessem breue vor alsweme, dat de ersamen
manne, heren borgermeystere vnde radmanne der stad Lubeke, zodanne sture,
alse se vnde de stad Lubeke dem hilgen Romischen ri)ke jarlik sint plichticb, i
vnde de vnsem aldergnedigesten heren, heren Sygemunde, Romischen, Vnger-
schen^ Bemischen etc. koninge, vppe vnser leuen Vrowen dage erer bord nyest
vorleden irschenen vnde voruallen, vnde an vns van sinen koninglijken gnaden
na inneholde sines koningliken bezegelden breues vorwijset was, den ersamen
hern Humbrechte, pharrer zcu Prettin ordens sancti Anthonij, van vnser wegen
gentzlijken vnde to vnser noghe vnde wol to danke bered vnd betaled hebben.
Vnde hijrvmme late wij de vorscreuenen borgermeystere vnde radmanne vnde
de erbenomede stad Lubeke van der vorscreuenen sture wegen qwijt, leddich |
vnde loz van aller maninge. Vnde desses to nierer tuchnisse der warheyd is
vnse ingesegel mit vnsen willen vnde van vnses hetes wegen gehenged vor
dessen bretT, de screuen vnde gheuen is na der bord Cristi dusent verhunderd
jar vnde darna in dem vervndetwintigesten jare, vp sunte Symonis vnde Jude
dage der werden apostoli.
Nach dem Original. Mit anhaugendem Siegel.
1) Aiissor dieser Quittung bcfindet sich im Archiv noch ein ausfulirliches Notariatsinstriiment vom 31. Octo-
ber 1424, durch welches beiirkundct wird, dass Gumpertus de Busello, canonicus, vom Orden des heil. Antooiu,
Pfarrer iu Prettin, von den Kiiinmerciherren Albert von der Briigge und Ucrmann Westfal die Reichssteaer voa
750 r/2^ in Goldgiildcn empfangen babe.
rnit sinem krarne in juwer stad vte stan vnde sine copenschop ouen. Bidde
wy iw, leuen frunde, denstliken mit alleni flite, dat gi erne des ghunnen vnd
staden willen gelyk anderen vnsen niedeborgeren. D;it vville wy in getiken
saken vmme iw gerne vorschulden, wor wy mogen. Syt Gode beualen. Ghe-
geuen na Godes bord veerteynhundert jar darna in deme veervndetwintigesten «
jare, des negesten nu'dwekens vor sunte Merlins dage des hilgen bisscoppes^.
vnder vnser stad secrete to tuge desser vorscreuenen ding ruggeiinges gedruckel^
vppe dessen brefF.
Ncuih dem Original. Mit aufgedrucktem wohlerhaitenem Secret,
Wilhelmy Herzog von Braunschweig nnd Luneburg^ bekennt^ von der Geseke, Witt
des Rathmanns in Luneburg Dietrich Springmtgut y 900 rn^ Luneburg
Pfenninge empfangen zu habeuy und Hberweist thr dafiir eine von de ^-
Rathe zu Luneburg zu zahlende jdhrliche Rente von 60 m^. 1424, Nov. ^^
Wij Wilhelm, van Godes gnaden hertoge to Brunswig vnd Lunebor*^.
Bekennen openbare vor vns, vnse eruen vnd nakomelinge, hertogen to Brun5.
wig vnd Luneborg, vor allesweme, dat wij mit wolbedachtem guden willen vor
negenhundert mark penninghe lu(ne)borger weringe, de vns rede betalet vnd vorrf
in vnse vnd vnser vorbenomeden herschuppe nutte witliken gekomen sind, vorkoffl
hebben vnd vorkopen mit crafFt desses breues der erbaren frouwen Gheseken,
wedewen heren Diderik Springintgudes^ ichteswanne radmans to Luneborg^ eddir
dem hebbere desses breues mit erem willen sestich mark geldes jarliker rentlie
der vorbenomeden weringe in den vervndeachtentich marken renthen vnd
tynses^ de wij to vnsem dele alle jar bij vnd mit dem rade to Luneborg, vnseo
leuen getruwen^ hebben. De suluen sestich mark renthe schal vnd mach de
genante Gheseke eddir de hebber desses breues mit erem willen alle yar to
sodannen tiden, als twisschen sunte Michaelis vnd sunte IVlertins dagen, nemen
vnd entfangen, als wij de suslange van dem vorscreuen rade to Luneborg ge-
hauen vnd vpgeboret hebben laten. Vnd wij heten vnd irlouen dem ergenanten
rade to Luneborg in crafft desses breues, dat se de sestich mark geldes vthe
vnd van dem vorgerorden vnsem jariikes tynse der suluen Gheseken eddir dem
hebbere desses breues mit erem willen alle jar fruntliken betalen vnd geueo
schullen, de wile wij, vnse eruen vnd nakomelinge, hertoghen to Brunswig vnd
Luneborg, de erbenomeden sestich mark geldes nicht weddergekofTfc hebben.
1424. Nov. 11. 611
Vnd wanne wij, vnse eruen vnd nakomelinghe de vorscreuenen sestich mark
geldes weddirkopen wolden , des wij vns in dessem breue vullemacht be-
holden , so schulle wij eddir vnse nakomelinge alle jar in sunte Johannis
Baptisten daghe to middensomere ene den wedderkdp touoren vorkundigen,
vnd darna to dem negesten sunte Mertins dage Gheseken eddir dem hebbere
desses breues mit erem willen de vorscreuenen negenhundert mark penninge
luneborger weringe in eyner summen entrichten vnd betalen binnen der stad
to Luneborg^ vnbehindert vnd vnbekuinmert vor allesweme, sunder alien hinder
vnde weddirsprake. Desses to vorder bekantnisse hebbe wij vnse ingesegil
witliken gehenget beten an dessen breff. Ghegeuen na Godis bord dusent
verhundert in dem verevndetwintigesten jare. in sunte Mertins daghe des hilgen
bisscoppes.
Nach dem Original. Mit anhangendem SiegeL,
]>CXXVII.
Der Rath von Lubeck schreibt dem Rathe von Wismar in Betreff zweier von der
Konigin von Ddnemark gesandten Briefe. 1424, Nov. 14.
Vnsen vruntliken grut vnde wes wij gudes vurmogen touoren. Ersamen
besunderen leuen vrunde. Juwen breflp ynneholdende, wo der vrowen koningynnen
van Deneinarken sendebode iw getoget hebbe twe opene breue, alse eynen der
suluen vrowen koningynnen vnde den anderen der dryer rijke rade etc:^ hebbe
^ij wol vornomen, vnde de sulue sendebode heft hijr ok gewefeet vnde vns
sodane breue getoged, darvp wij der vrowen koningynnen eyn antworde ge-
spreuen hebben na lude der cedulen hijrane besloten. Vnde des geiijk mutatis
Mutandis hebbe wij der dryer rijke rade vppe eren breff ok gescreuen. Vurder,
'^Oen vrunde, warff to vns de vorscreuene sendebode, wo he in beuele mede
l^adde, dat he sodane breue edder ere auescriffte vppe de kerkdore bynnen
^t)8er stad cleuen edder negelen scholde, darwijemeto antwordeden, id enwere
nicht wontlik mit vns, doch wolde he deme also yo don, so en scholde vns dar
(licht ane schelen, men he mochte wol besynnen, weret dat he id dede vnde de
We van Holsten ok dergelijk breue also vppe vnse kerkdore wolde cleuen edder
negelen laten, dat wij em denne des ok nicht weygeren enmochten. Sijt Gode
i>euolen. Screuen vnder vnsen secrete, des dinxedages na Martini, anno XXIIII.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circumsp. etc.
Nach dem Original im Rathaarchiv zu Wismar, Das aufgedruckte Secret ist abgesprungen.
612 1424. Nov. 16.
DCJLXVIII.
Der Knappe Gerd von Crummesse verkauft fur 25 m^ dem Johann Swager, Vica-
rvus an der Marten Kirchey und dem Johann Warendorp, Vicarius an der
* Jacobt Kirche 2 mjL Rente aus dem Dorfe Bliestorf und uberlasst ihnen
zugleich das ganze Dorf in welchem sie schon 14 7nJ[ Rente besitzen, bis
zur Ablosung derselben. 1424. Nov. 16.
Ik Gherd van Krummesse, knape^ wonaftich to deme Ankere des stichtes
to Razeborgh. Bekenne vnde betughe openbare in desme breue vor alle deo
ghennen, de ene zeen edder horen lesen, dat ik vnde myne eruen vries wol-
beradenen willen myt vulborde alie der ghennen, de dat to rechte vulborden
scholden, redeliken vnde rechtiiken hebben vorkoFt vnde vppelaten in krafl
desser scrift den erliken mannen, hern Johanne Swaghere, vicario in vnser
leuen Vrowen kerken, vnde hern Johanne Warendorp, vicario in sunte Jacobes
kerken tho Lubeke, twe mark ewigher iarliker rente lubescher pennynghe
vnde alle recht vnde richte^ ouerst, myddelst vnde sydest, in hals vnde in
hand, vnde alien denst, bede, nut vnde nutticheijd vnde alle eueringhe vnde
vorbeteringhe vnde alle dat, des myne vorvaren vnde ik wente herto ghehat
vnde bruket hebben in deme dorpe vnde gude to Blijstorpe, dar ze rede ver-
teyn mark iarliker rente ane hebben, na lude erer besegelden breue en darvp
gegheuen, vor vijfvndetwintich mark lubescher pennynghe, de ze my nogaf-
tighen getellet vnde betalet hebben vnde ik vort van en entfanghen, in myne
vnde myner eruen notroftighe nut hebbe ghekeret vnde vteghenen, alzo be-
schedeliken dat ik edder myne eruen noch iemand anders van vnser weghene
vns myt deme vorscreuenen dorpe vnde gude vnde alle syner tobehoringbe
nenerleye wijs mer beweren scholen^ ichtes wes darane to sokende, to netende,
darvth to esschende, to vordernde ofte to brukende, dat sy welkerleye id sr,
men her Johan Swagher vnde her Johan Warendorp vorbenomet vnde de ghennen,
de dessen bref hebben myt eren willen, scholent hebben vnde besitten in richte,
denste vnde in aller nut vnde bequemicheyt myt der tobehoringbe, alse vore-
screuen is, vredesameliken vnde rouweliken to brukende, sunder myne, myner
eruen vnde enes yewelken bekummeringhe, hinder ofte bewernisse, vnde doen
darmede, alset en behaghet. Also hebbe ik ze vor my vnde myne eruen in
rowelike were, besittinghe vnde brukinghe des vorsprokenen gudes to BIystorpe
vnde syner gantzen tobehoringbe, alse vorscreuen is, myt kraft desses breues
vnde myt der daet witliken ghevoret, ghewiset vnde ghesat, my vnde mynen
1424. Nov. 16. 613
^ruen nicht eghens rner darane to beholdende. Doch hebberi ze my der vrunt-
schop gegund, dat ik vnde myne eruen desse twe mark geldes ^ dat recht,
ienst vnde eueringhe in deme vorscreuenen gude alle iar in den achte dagben
lunte Mertens, wan vns dat euene kumpt, wedderkopen moghen, alse wy dat
;ehat hebben^ vor vifvndetwintich mark lubescher pennynghe^ densuluen heren
nde den holderen desses breues vruntliken to betalende myt der plichtighen
ente bynnen der stad Lubeke in ener summen vmbewurren myt guden reden
lennynghen, alse dar denne ghenghe vnde gheue synt, ane dat hole geld. Vnde
rer verteyn mark geldes scholen ze denne vort broken in deme suluen gude
a lude vnde vorwaringhe erer ersten breue vppe de suluen rente sprekende.
Llle desse vorscreuenen stucke loue ik Gherd van Krummesse vorbenomet vor
ly vnd myne eruen myt mynen nascreuenen medeloueren, alze wy Otto
an Krummesse vnde Ludeke Scharpenbergh, knapen, louen vnde segghen myt
leme suluen Gherde van Krummesse vnde synen eruen vor vns vnde vnse eruen
righescheden myt samender hand vnde islik vor alle den vakenomeden hern
lohanne Swagher vnde hern Johanne Warendorp vnde den ghennen, de dessen
Jref hebbet myt erer beyder willen, se syn gheystlik edder werlik, desse vor-
screuenen stucke in guden truwen stede, vast vnde vnbrekelik to holdende
sunder alle arghelist vnde degher ane alle behelpinghe gheystlikes vnde wer-
likes rechtes. Des to groterer bekantnisse vnde bewaringhe hebbe ik vorkoper
vnde wy medelouere vorbenomet vnse ingesegele eendrachtliken vnde wetende
henghet an dessen bref. Gheuen na Godes bord verteynhundert iar in deme
verundetwintigesten iarCp des donredages vor sunte Elizabeth daghe der hilgen
^edewen.
Nach dem Original. Mit den drei anhangenden Siegeln. Vergl. Siegcl des M.-A, Heft 6 p. 115. 120.
I^er Rath von Liiheck verweist den Rath von Wismar hinsichtlich des Verhdltnisses
der Herren von Holstein zu der Kontgin von Ddnemark auf den Bericht
der binnen Kurzem nach Wismar kommenden Gesandten. 1424. Nov. 19.
Vnsen vruntliken grut vnde wes wij gudes vormogen touoren. Ersamen
leuen, besunderen guden vrunde. Alse gij in juwem breue begheren iw to
scriuende, wo wij den heren van Holsten scriuen willen van der vrowen konin-
;ynnen to Denemarken vnde erer rijke rade wegen etc., leuen vrunde, des
cholen iw vnse vrunde, de kortlijken bij iw komende warden, muntlijken wol
614 1424. Nov. 19.
Herinhten. Wij hebben ok van stund an den van Hamborg vnde Luneborcb,
vnsen vrunden, gescreuen van dem dage^ de dallinge ouer achte dagen hynnen
juwer stad schal geholden werden. Sijt Gode beuolen. Screuen vnder vnsem
secret, vp sunte Elizabeth dage, anno XXIIir.
Consules Lubicenses.
Au/schrift: Honorabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus
et consulibus Wysmariensibus, ainicis nostris sincere dilectis.
N<»ch (iem Original im Bathsatrhir :u JVismar. Dun Siegel ist abgesprungen.
Vicko von Vitzen quittirt den Rath von Lubeck fiber den Empfang van 147 am-
hetmischen Gulden. 1424. Nov. 22.
\ or alswene, de dessen (bref) zeen edder horen lezen, bekenne ik Vicke
van Vitzen,, her Clawes zone van Vitzen, dat ik inechtych make niynen knecht
Hartighe van der iMolen ^ von niyner weghene vpthoborende hundert guldene
arneniiuesch vnde souene vnde \^rtych arnemniessche guldene van deine ee^
werdyghen rade to Lubke. Wen desse hundert vnde souene vnde vertycfc
arneniessche guldene desseme vorbenonieden Hartighe van der Molen to df^
noghe hetalet synt, zo late ik Vicke vorbenomet den erwerdyghen rad to Lubbi
quyt^ leddyoh vnde los vor nanianynghe der vorscreuen hundert vnde sooei
vnde vertych arnemesschen guldenen. Des to tughe vnde mer vorwaryngl
hebbe ik Vicke vorscreuen nivn in^hese^hel neddene drucket vor dessen bi
do sorouen is na Gades bord dusent jar vere hundert jar in deme vere
twyntvghesten jare« in deme daghe sunte Cecilien der hilghen juncurowen.
.V*iii:4 i^<'M Ori^mtM! an/ /\tpi>r. J/i7 Mmt^rgf\iriickt'^m m-ick *iewUich erkaliemem Si^tL Et i*z r&«.x <3*
Ml W^OU
>•
Der Liibfirtische Vopt Helmold f\>n Pl^ssf fordert den Knappen Jasper X^siad,
in Schuruan^ auf\ sich der Feindseligkf^ien gegen den Bischof von Ri
zu ^nthalien. trW/ dtirunter auch Liibecker Burger leiden. 0. J. 'Sj
1424. Xor. JS.;'
\ rontlyken grud tovoren. Leue besundere gude irond. Alse ik
myt dy begrepen hebbe^ dat du nichten welles darmede wesen* dat mjae
l> :^|>&Kf ko«m UdMoM FWak uckt mhr aIs LabeekisclMr Togi tot.
1424. Nov. 28. 615
3re borghere edder inwonere beschedighet werden, alse ick dy ock des vullen-
(omelyke beloue, so alse ick rnynen hereri ghesecht hebbe, des is my to wetende
vorden, wo du vmme der van Bulowen willen vyent jdes bisschopes van Rasseborg
lyst glieworden, vnde wanne du deme vnde syner kerken ouele schaden kanst,
lu enschadest mynen heren edder eren borgheren, so bidde ick dy vrontlyken,
lat du dick niyt den dynen wellest enthalden, so dat de bisscop vnde syne kerke
lyner nenen schaden nemen. Vorder, leue vrond, so hebbe ick wol ervaren,
^0 sick de vorbenonipte bisschop hochlyken to rechle bede vor synen ghichti-
;lien lantheren, alse vor deme hertoghen van Sassen<) de syner to eren vnde
echte mechtich schole wesen, vnde wanne dat also were, so wolde ick, dat
u dick der vede entsloghest, edder doch vppe synen schaden weres, alse du
lynnest kundest. Daran bydde ick, dat du dick vrontlyk bewisest. Dat wel
k gerne verschulden. Wes Gode bevolen, bedende ouer my. Screuen vnder
ynen ingheseghele, des dinxedaghes na Katherine virginis. Vnde desses en
'ontlyk antwerde by dessen boden.
Helmych van Plesse.
Aufschrift: Deme duchtighen knapen Jasper Nyestad, vag'hede to Swane,
ynen besundern vrunde.
Nach dem Original auf Papier. Die fur den Schluss dea Brief es gemachten Einschnitte sind sichtbar, von
einem Siegel dagegen ist Niehts zu erkennen.
homas Kerkring uberldsst einem Ehepaar em Grundstiick mil Wohnung in seinem
Gute Krempelsdorf zu lebensldnglicher Benutzung. 1424. Dec. 4.
i ihomas Kerkring, filius domini Bertoldi Kerkring bone memorie,
bsens concilio et apud hunc librum recognouit, se vendidisse, et vendidit
immeken Holsten et Katherinam, eius uxorem legitimam, ad eorum vitam
\ et sub curia sua Crempestorpe prope curiam der Morkerkesschen vnam
(teden, super quam dictus Thomas ipsis edificare debebit quandam domum
luatuor vaken, quingente fouee terre humulorum scite versus ciuitatem
ficensem et due pecie seu Frusta terre, unam scitam prope stratam dictam
ech et aliud retro Houemans k6ten. Si eciam contingeret, quod vnus
irn moriebatur, Tymmeke aut Katherina, alter superviuens per suam
manebit in possessione prefatorum bonorum; tamen mortuo dictorum am-
[fn, Tymmeken et Katherine, antedicte kotstede, fouee humulorum cum peciis
i
616 1424. Dec. 4.
seu Frustis terre dicto Thome Kerkririge aut suis heredibus erunt quite et
solute. Dicte eciam Tynimeke et Katherina recognouerunt, se velie nee debere
antedictain kotsteden. Fouee humulorum cum frustis terre interim aiicui alteri
vendere, locare seu inpignorare quouismodo absque scitu^ consensu et volun-
tate Thome Kerkrins; et suoruni heredum.'
Scurh finer Inscription des Siederatadibuchs vom J. 1423, Bar bare.
Luheck in Geschaftsverhindung mit Venedig. 1424. Dec. 6.
vornelius Veckinghusen^ filius Syffridi Veckinghusen, coram libro recog-
nouit, quod oinnes inpeticiones^ moniciones et computationes inter dictum suum
patrein Sitfridum et ipsum habite usque in presentem diem essent et sunt
penitus sopite et terminate. Dictus eciam Cornelius recognouit, se velle
et debere prefatum suum patrem SiiTridum et suos heredes ab omnibus
debitis^ que idem Cornelius in omnibus seu quibuscunque terris, locis aut
ciuitatibus et precipue in Veneciis parasset aut fecisset, penitus mdempnem
releuare et quod ipse Cornelius dicta debita solus debet et wult persoluere et
non pater suus, quia dicta debita venient ad dictum Cornelium solum et noo
ad suum patrem, sicut istud inveniebat se in bonis computacionibus. Et hoc
placitatum est per Tidemannum Brekeluelde et Martinum Castorppen, ciuibus
Lubicensibus
Sack einer Inscription des Siederstadtbuchs vom J. 1424, Nicolai.
Bertram^ Abt von Reinfeldy erkldrU doss es zur Entscheidung des Raths vonLiibeck
stehen solle^ ob Luder Heest Anspruch an die den Bauern von Woldehorm
gegebene Belohnung Jur die Wiedererlangung geraubter Outer habe. oder
nicht. 1424. Dec. 7.
Alse lesten vor den erwerdighen rad to Lubeke komen was, wo vnse
hovemester to Woldehorne den drudden penningh wolde beholden van deme
gfide, dat vnse bure darsulues van den roveren ghereddet hadden^ vnde wy
1) Die beiden Leutc hnbcn in ihrcin Hiluschen lange gcwohnt Nach einer am 23. Dec. (II a. nat. Dom.)
1443 binziigcfiigten Bemcrkung setzto Thomas Kerkring damals den Tydeke MoUcr hineln mit der
Verpflicbtungy der Catbarina jttbrlicb 8 mJL za geben, uud verspracb zagleich, das etwa Fehlende selbat
binzuzufiigen.
618 1424. Dec. 20.
Wilhelm, in sinein openen besegelden breue vor negenhundert mark luneborger
penninge heft vorkoft vnd in were gelaten der erliken vrouwen Ghesekeri)
wedewen hern Dyderic Springintgudes, ichteswanne radmans to Luiieborg, edder
dem hebbere sines vorscreuenen breues mit erem willen sestich mark geldes
iarliker renthe in vnd vth den veervndachtentich marken renthe vnd tynses,
de erne to sinem dele alle jar bij vnd mit dem rade to Luneborg, vnsen leuen
getruwen, twisschen sunte Michaelis vnd sunte Mertens dagen to bedagende
vnd de suluen vnse leuen getruwen, de rad to Luneborg, eme suluen edder
weme he de hebben wil, to geuende plegen, doch also, dat he edder sine
eruen vnd nakomelinge, hertogen to Brunswic vnd to Luneborg, de vorbe-
nomeden sestich mark renthe alle jar wedderkopen mogen upp sunte Mertens
dach vor negenhundert mark der vorscreuenen penninge, dest se den wedder-
kopp bynnen den negesten achte dagen sunte Johannis to middensomere, aize
he geboren ward, touoren vorknndigen vnd witlijk don der vorbenomedeo
Gheseken edder dem hebbere des breues, alse vorgescreuen steit. Dissen
vorscreuen kopp vnd betalinge der sestich mark geldes, den wedderkopp vnd
alle artikele, de darupp spreken, de de vorbenomede vnses leuen vedderen
besegelde bref ynneheft, vulborde wij Bernd, van Codes gnaden hertoge to
Brunswic vnd to Luneborg, vorbenomed vor vns, vnse eruen vnd nakomelinge
mit wolberadenem mode vnd gudem willen vnd heten vnsen leuen getruwen,
dem rade to Luneborg, dat se der vorbenomeden Gheseken edder dem hebbere
des vorscreuenen vnses vedderen breues mit erem willen de vorscreuenen
renthe betalen vnd darby beholden to erem rechte, dat schal deger sunder
vnse wite wesen. Disses to vurderer bekantnisse hebbe wy vnse ingesegel
witliken gehenged heten an dessen bref. Gheuen na Godes bort verteynhundert
jar, darna in denie vervndtwintigesten iare, in sunte Thomas auende des
hilgen apostels.
Sack dem Original, Mit anhangendem Siegel.
Suhne wegen Todtschlags, 1424. Dec. 25.
Nicolaus Nacke cum suis heredibus coram conciiio et hoc libro recog-
nouit, se dimisisse, et dimisit Tancquardum Kalen et Tancquardum, eius filium,
villicos in Lutken Porin ex parte interfectionis Nicolai Nacken , sui patris,
penitus quitos et solutos, et quod ipse Nicolaus Nacke nee sui heredes affuturis
1424. Dec. 25. 619
;eniporibu8 nuUam inpeticionem aut monicionem in et ad Tancquardiitn Kalen,
rancquardum^ eius filium, et eoruiri heredes propter hoc facere volunt nee
debebunt quouismodo. Jussu consilii annotatum. Istud placitatutn est per
dominos Conradum Brekewolt^ Hinricuin Rapesuluer et Dytmarum de Thunen,
proconsules huius ciuitatis.
Nach einer Inscription det Niederstadtbuchs vom J. 1426, Nat. Chr.
Tyle Lose und Bethemann Lose senden dem Rathe von Lubeck einen Brief (ein
Edictf) des Koniys Sigismund^ 1424. s. d.
Ynsin willigin dinst to allin tydin. Liuen heren vnde frunde. Wy senden
ifl eynen breyff van vnsiin gnedigin heren ^ dem konynghe^ aize gy woi sende
werdin, vnde bydden ifl^ dat gy den vorkundigin derne gemeynen koppmanne
vnde prfiuen vnse beste darin vmine des gemeynen koppmans willen vnde efft
<ie8 nod deyde des breyues to hebbin, dat gy den denne heddin, wente wy
willen dat nA vort vt arbeydin, eifte God wil, nfi dat alze verne komen is^^
^nde wy bidden vmme iuwe beschreuen antwerde. Dat wille wy kegin iA to
^Hin tidin gerne vordeynen. Geschreuen in deme XXIIIl jare, vnder Bethemans
Login ingesegel^ des ik Tyle Lose hir mede ane brukende bin.
Tyle Lose vnd Betheman
Lose formauerunt hec.
Aufschrift: Den ersamen und wisin heren, burgermeisteren vnde rat-
annen der stad to Lubeke, vnsin besundern gunstigen heren vnde frundes, detur.
Nach dem OrigincU^ Mit aU Pr easel aufgedrucktem, svoar erhaltenem dock unkenntlichem Siegel.
]»€JLXXVI1I.
der jungerey Herzog von Braunschweig ^ dankt dem Rathe von Lubeck fur die
dem Heinrtch von Merkeshusen bewiesene Freundlichkeit. 0. J. ( Vcyr 1425.) "
Von Godes gnaden Otte de jungere,
hertoge to Brunswik.
Ynse ghunst vnde guden willen tovorn. Ersamen wisen beschedenen
ratmester vnde rat to Lubeke, gude vrunde. Vns heft wol berichtet her
Ygl. M 2S8, 451.
Jobann tod Hameln und Jordan Pleskow starben beide im Jabre 14S5, Eniterer am S8. Septbr., Letsterer
un S3. October.
78»
620 Vor 1425.
Hiiirik von Merkeshusen, anders ghebeten Syueken, vnse leue betruwe, dat gj
ome ghunstich vnde vordelicb syn gbewest yn der lid, als sunte Johans dacb
inyddensomer was, gy vnde juwe vrunt, vppe juwen rathusen, in juwen husen
vnde vp alle juwen lustlyken steden, dacb vnde nacbt, by namen ber Jorden
von Plesko, ber K6rt Brekewolt, ber Joban von Hamelen, ber Albrecht von
der Bruge, mester Herrnen von demeHagben, juwe scriuei\ Herman van Oldendorpe
vnde gy alle gbenieynliken. Der gbunst vnde guden bandeiinge danke wy ju
vruntiyken vnde [vnde] willen dat vmme juwe erbarcbeyt vorscbulden. Des
acbole gy to vns gbansen gbelouen vnde tovorsycbtycbeyt bebben. Gescreueo
to Euibeke, vnder vnseni ingesegele.
Au/schri/t: Den vorsycbtigen wisen bescbeden luden, ratmesteren vnde
rade to Lubeke, vnsen guden vrunden, gescreuen.
Sock dem Ori^iitai on/ Papier, Mit aufyedrUcktem Siegel (PresBeL)
Wrhaihdlungen wegetk eines in der Gefangenschaft Gestorbenen. 1425. Jan. 6.
llinricus Scbiring, piscator dominorum consuium, alias coram concilio
in|M*U'bnt Jobannem vam Damme in Glasaw ex parte patrui sui Hermanni
Mcbirinfi^ qui alias in captiuacione dicti Jobannis vam Damme mortuus erat,
v% nuibuH tamtMi prefate partes per dominos consules, videlicet Tydemannum
T%«Mrriitiii rt BtMloldum Roland, amicabiliter compositi et concordati sunt.
VihIo IliiiriouH Scbiring nomine sui aut ex parte antedicti sui patrui Hermanni
Sriiiring hvw rorum btMedum, natos aut adbuc nascituros, pretextu illius Johannem
vfim huiiiiiu' hUOH(|m' beredes et omnes alios, ad quos dicta causa tanget sen
liuiHiMi* puHHot, prnitUA dimisit ab ulteriori monicione sou inpeticione quitum
lU HolMhiin. wSinnIi modo prefatus Jobannes vam Damme cum suis beredibus
Hfilrdirhim llinricum Scbiringe et suos beredes pretextu illius dimisit penitus
quilon v\ HoluloH. Vltra boc preFate partes coram concilio promiserunt ore
111 iiihiiii prtJplor proTatam causam, se velle et debere amplius et firmiter pacem
liMiiiK' «um (»iniii srruritate. ita videlicet quod vnus pro alio seu amicorum
Auoiiim HllnliiriH U»inporibus securus esse debebit absque dolo et fraude.
Snatt'r hinctujt'ftiyt: Insuper anno etc. CCCCXXVI, Jobannis et Pauli,
iinliHliciiiH IliiiriruH Scbirinji;; coram concilio et hoc libro recognouit, se ob pre-
hitJiiii rau»«m mortis antedicli Hermanni Schiring subleuasse et recepisse
XXXV mrc. hib. den. et quod cum isto dicta causa plenarie et totaliter sit
1425. Jan. 6. 621
a et terminata, vnde dimisit prefaturn Johannem vam Damme et suos
des quitos et solutos.
Nach einer Inscription dea Niederatadtbucha vom J. 1423, Epiph. Dotn.
rre Verhandlung uber eine Wallfahrt nach S. J ago dt Composiella, 1425. Jan. 20. *
Johannes Stange, filius Eieri Stange bone memorie, coram libro recog-
, se et suos heredes teneri Petro Hope, filio Werneri Hopes bone memorie,
[|^ mrc. lub. den., quando dictus Petrus Hop reuersus est de reysa sancti
)i, extnnc super proximum festum Pasce affuturum prefatus Johannes Stange
;ui heredes soluere debebunt dicto Petro Hope prefatas IIIF mrc. lub. den.
abiliter et expedite. Sin eciam contingeret, dictum Petrum Hope in prefata
I sancti Jacobi uel exnunc ante complecionem dicte reyse tnori, extunc
ta summa videlicet Illf^ mrc. erunt quite et solute, et Johannes Stange
>ui heredes ex hoc nemini amplius tenebuntur respondere. Si eciam Jo-
es Stange aut sui heredes fidem adhibere nollent, quod Petrus Hop antedictam
im sancti Jacobi non Fecisset uel compleuisset, extunc Petrus Hop medio
;orporali juramento probare et obtinere potest, se dictam reysam sufficienter
?ne compleuisse, et nullam aliam probacionem aut testimonium super hoc
e debebit quouismodo. Insuper si Petrus Hop antedictus Johanni Stangen
refata summa porsolucionem credere non veliet, extunc Johannes Stange
mi heredes dicto Petro securitatem facere debebunt, in quibus Petrus Hop
bene contentus. Eciam dictus Petrus Hop preTatam reysam facere aut
)lere potest, quandocunque sibi placuerit, absque contradictione cuiuscunque.
Durchstrichen ohne Angabe eines Datums mit der Bemerkung: Deletum
Petri Hop antedicti.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1423, Fab. et Sebast.
Rathe von Stralsund und Greifswald bitten den Rath von Lubeck um Schutz
fur Heinrich Greverade in einem FalUy in welchem auf Betrieb der Aelier-
leute in BrUgge das Seegericht in Damme ein ihm nicht beikommendes
Urtheil gesprochen habe. 1425. Jan. 24.^
Vnsen vruntliken grot mid begheringhe alles ghuden thovoren. Ersamen
) vnde ghuden vrunde. Yuwer erbarheit mach wol vordenken, wo dat
) Vgl. J^ 617.
0 Vgl. M 389. 358. 414.
Hinrik Greuerade vnde Albrecht Klippink schelinge to hope hadden van wegb
zeerouedes ghudes, dat vorkoft was etc., vmme welkerer schelinge willen cS
erbaren radessendeboden binnen vnser stad, do se vthe Prusen quemen, cl<
beiden part in vriintschop vnde mid rechte vorschededen, also dat recess vsin
deme jare, tho der tijd gemaket, lutterh'ken vthwiset. Vnde wente, leuen vrunde,
Hinrik Greuerade vniine der suluen sake willen nadens van deme kopmanne
in Vlanderen gewhiset wart tho deme Damme vor dat waterrecht^ dar do de
erbaren radessendeboden binnen yuwer stat tho daghe vorghaddert deme kop-
manne vmme gutliken vorschreuen mid lefliker vnderwisinge, also dat recess,
dat in deme xxij jare vmme Pinghesten vthen bynnen yuwer stat gemaket
wart, clarliken vthwiset, dar do deme kopmanne vorscreuen wart, dat alsodane
sake echliken vnde van reddelicheit wegen den steden tho vorschedende woi
thobehorde, so verne se en tholastich geworden were, wente de stede na eren
ordinancien meenliken vorboden in alien buwerspraken by liue vnde bi gbude,
seerouet ghud nicht tho kopende, welk ordinancien se van horsames wegen
plichtich sint tho holdende, vnde dat waterrecht nicht an enroren, vnde wereo
den kopman vorder vruntliken biddende, n^ideme dat de stede Hinrike vnde
sinen vrunden thorichtet hadden, dat he vnde sine vrunt mit rechte sik holdeo
mochten an de jenen, de ere sSroueden ghudere gekoFt hadden, vnde ok an de
suluen ghudere, wor se de anquemen, dat se en dar vmme des recbtes willen
behulplik tho weren, wAr Hinrike vnde sinen vrunden des noet were, vnde se
dar nemende ane hinderen leten, vppe dat der stede ordinancie by en nicht
vorsumet worde, wente scheghe Hinrike wederstal edder hinder darane, dir
id in ereme sturende vnde kerende were, so mosten de stede Hinrike vnde
sinen vrunden vmme rechtes willen ghunnen, dat se sik mid rechte boldei
mochten an de yenen, de se iegen der stede ghutlike vorscriuent vnde bod
vorwiset hebben etc. Des is nv, leuen vrunde, vor vns gewesen Hinrik Greoe-
rade vns klegheliken tho vorstande ghegeuen, wo em van deme kopmanne nicht
weddervaren moghe vnde bescheen, des gi em vnde wi alle togberichtei
hebben, dat vns doch ghancz wunderlik vnde sere vnvochlik dunket sin, dat
sik de kopman also wreuelachtigen iegen der stede africhtent vnde recbticbeit
settet, van vns vorbat andachtliken begherende vnde biddende, erne in dd
vorscreuenen saken to helpende. Worvmme, ersamen heren vnde leuen vrondCf
bidde wi yuwe erwerdicheit mid ghanczer vlitliker begheringhe^ een mid 61^
nademe dat gi vnser aller macht dar wol ane hebben, eme sodane breoo
geuende vnder yuwen seghele in vnser aller namen, isset dat id iw gd
1425. Jan. 24. 623
le sik mede moghe holden an de ienen vnde ere ghiidere, de ene vnde
vrunt tegen der stede gutlike vorscriuent vnde bot vorwyset hebben., vppe
ler stede africhtent vnde rechticheit vormiddelst en nicht gheswaket vnde
nnert werde. Yw ersamen heren vnde leiien vrunde^ sik gudwil]ich vnde
liken hirane to bewisende, vorschulde wi vmme yuwer leuen willen atie
;erne, wor wi konen vnde moghen. Ghode almechtich syt beuolen to
n salicheiden, ouer vns alle tid bedende. Screuen in sunte Pauii auende
bekeringe^ vnder der vamrne Sunde secreto, des wy nv tho desser tijd
ntliken brukende sint, anno etc. XXVto.
Raetmanne der stede Stralessunt vnde
Gripeswold.
Aufschrift: Honorabilibus et circumspectis viris, doininis proconsulibus et
ulibus ciuitatis Lubicensis^ amicis nostris sincere dilectis^ detur.
Nach dem Original auf Papier, Das Siegel ist ahgesprungen.
DCXIill.
Rath V071 Stralsund schreibt dem Rathe von Lubeck, dass er verhmdert set,
einen Abgeordneten nach Lubeck zu dem vorgeschlagenen Tage in Miinz-
angelegenhetten zu senden, jedoch nebst anderen Stddten den Abgeordneten
von Rostock bevollmdchtigen wolle. 1425. Jan. 24.
Ynse vruntlike grute init begheringe alles guden. Ersamen leuen vrunde.
n bref hebbe wi vntFangen vnde wol vurnomen, dar gi ane scriuen mank
rn worden, wo alse vnse vrunde, de van der Wisiner, juwe scriuer mester
I init vnser vrunde der van Roslok^ der van dem Gripeswolde vnde vnsen
^boden bynnen Rosteke handeleden van enes dages wegen van der munte
n vnde der settinge wegen der penninge to Rosteke to holdende, dat gi
Drne mit den andern steden enesghedreghen vnde handeit hebben, also
p vnde se nene daghe darvmme bynnen Rosteke to desser tyd vnde des
der munte wegen nicht voranderen konen, den alse men mit der vruwen
iginnen vnde ereme rade vorramet hefft, vnde dat de van Rosteke, van
' Gripeswolde vnde wi vnse sendeboden mit vnsen muntemestern tusschen
nde sunte Peters daghe Cathedre to iw in senden wolden, de ouer der
ighe wesen mochten etc. Leuen vrunde, des beghere wi iw weten, dat wi
rleye wys vmme veyde willen, de wi hebben, darvmme to iw in iuwe stad
sendeboden senden konen, vnde hebben mit vnsen vrunden, den van dem
Gripeswolde vnde den andern steden sproken, de dat ok nicht don konen, vn<
vns vorwundert, dat gi den dach to Rosteke nicht holden willen, alse me d;
afgescheden is. Men doch de vorbenorneden vnse vrunde, de van Rostel^ ^
werden to iw bodeschop sendede, den vnse vorbenorneden vrunde, de van det^-i^
Gripeswolde vnde de anderen stede vnde wi in dessen vorbenorneden zaken va^e
weruen vnse werue vnde meninghe hirane niede bevalen hebben, de bidde ^
gutliken to horende vnde vns willen darane to bewisende, wes se vor iw
vnde den anderen steden vortsetten van vnser weghen, de werden iw vnde den
anderen steden, offt God wil, vnse werf vnde meninghe wol berichtende.
Syt Gode bedolen. Screuen in sunte Pawels auende, vnder vnseme secrete,
anno etc. XXV.
Radmanne to deme Stralessunde.
Aufschrift: Den ersamen vorsichligen mannen, heren borgermest^ reo
vnde radmannen der stad Lubeke, vnsen leuen sundergen vrunden, detur.
Nach dem Original auf Papier. Mit geringen Reaten des aufgedruckten Siegels,
DCXIilll.
Hans Karlow specificirt den ihm von dem Ritter Bernd von Plesse zugefugten Schaden,
1425. Jan. 25.
rirsamen leuen heren^ borgermestere vnde radmanne der stad Lubek-^
Beghere ik Hans Cartlouwe juwer ersamicheid weten de tosprake vnde schad^^^
de ik van her Bernde van Plesse genomen hebbe. Int erste ys dit. Ik ?o^*
myn husfrouwe vorloren XXV melke koye, de so gud weren alse veflich mi
lubesch. Item XXII houede gustes qwekes so gud alse XLV mark. Ite
VI schap vnde VII stighe so gud alse LXXIIII mark lubesch. Item II 088^'^
so gud alse XII mark. Item IIII styghe swine vnde XII swin, dar weren nie^^^
XXXII swin van dren yaren, de weren tosamende so gud alse C mark lubeicfc^'
Item XXXII tzeghen, so gud alse XII mark lub. Item des nam myn husFroaw^
vnde ere dochter schaden an klederen so gut alse XXX mark lubesch. Item 10
anderen klederen II hoiken so gud alse XIX mark. Item II peltze so gud A^
IIII mark. Item II vnderrokke so gud alse IX mark. Item der jungfrowen cranb
so gud alse XXXIIII mark. Item I windelsnor van parlen gemaket vnde een guMflM
span to hope so gud alse XII mark. Item enen windelsnor van spangghensogudaltt
III mark. Item XXVI elen parlen so gud alse XX mark. Item een guldene 8paDli
gud alse XVI mark. Item II gulden ringge so gud alse VI mark. Item XlVDI
1425. Jan. 25. 625
Buluerne knope vnde X styge smydes vnde ene suluerne bressen^ dat smyde was
80 gud to hope alse XXXVIII mark. Item XI par blekeder taken ^ dat taken
yo van IIII scroden. so gud alse XXXIX mark. Item VIII par knechte taken
60 gud atse V mark. Item X tarellaiien so gud atse XXII mark. Item VIII
lianddwelen so gud alse X mark. Item vlas so gud atse X mark. Item XIII
stolkussen vnde XII houedkussen so gud alse VIII mark. Item IIII dekene
also gud atse XVI mark. Item een par sydener taken so gud atse XII mark.
Item ene sydene buren to eneme liouetpote so gud atse VII mark. Item ene
deckede so gud atse XVIII mark. Item XII bedde so gud alse LII mark.
Item VIII houedpole so gud alse XIIII mark. Item XXII pund viessens garns
80 gud atse VI mark. Item VIII pund blekedes twerns so gud alse XXIIII schil-
iinge. Item XII gropen so gud alse XVI mark. Item enen ketel van IIII
tunnen waters so gud alse IX mark. Itenj enen ketel so gud alse III mark.
Item II tynnen karmen so gud atse XIX schil. Item XVIII ackerperde so gud
alse LX mark. Item III ride perde myt sadele vnde myt tome so gud atse
LXXX mark. Item min harnscti so gud alse L mark, darmede was een stalen
pantzer, een stalen hud, een stalen borst. Item een pantzer, dat Hinrike van
Tdnen horede, so gud alse X mark. Item neghen armborste so gud alse
XXVII mark. Item ene bussen also gud alse II pund. Item VIII styge pyte
80 gud atse II mark. Item missewede, een keliek, alterstene, alterlaken,
wynvlaschen, apullen, waslicht, clocken, to hope so gud alse XX mark. Item
^<?n missal so gud alse XVI mark. Item dre verwede kisten so gud atse IX mark.
Item sctiappe so gud atse VIII mark. Item laden so gud alse enen mark.
Item IIII cogelen, de se miner husfrouwen vnde eren dochteren van eren
boueden spteten, so gud alse X mark. Item enen veddercrantz so gud alse
HI mark. Item XVIII lakendoke so gud atse IIII mark. Item XII syden
spekkes vnde X smer, to hope so gud alse XXII mark. Item III tunnen bot-
teren so gud alse XVIII mark. Item { tunnen smoltes so gud als II mark.
Item II vate beres so gud alse XII mark. Item V dromt mottes so gud alse
iX mark. Item van twen ossen vlesch so gud alse neghen mark. Item ^r vnde
stockuisch so gud alse IIII mark. Item tallich vnde licht so gud alse III mark.
Item een becken vnde een handuat so gud alse II mark. Item II bodene so
gud atse IIII mark. Item VI reepande vnde IIII haspande vnde IIII schock
resele to hope zo gud alse XXIIII mark. Item XII par nette, twe sthdcke
fiette, XVI garnekorue vnde ene nige wade, to hope so gud alse XX -mark.
Item miner husFrowen vnde erer dochtere tydeboke vnde andere Dudesche boke
626 1425. Jan. 25.
80 gud alse X mark, vnde andere mennygerleye klenode, des ik hiir by namen
nicht inscriuen kan, des ik vmme XXX mark nicht enberen wolde. Item deo
schaden, den ik nomen hebbe in myner wyntersad vnde somersad, dat de akker
vntomaket blef, vnde an miner vischryge vnde ndtzamycheid mynes haues, dat
my schadet heft IIIF mark, vnde IF mark, de ik vmme myner nod willen an
reden penningen verterd hebbe, sunddemmale dat ik van dem mynen wykeo
m6ste. Item mine borch vnde myn bus vnde alle tymmer, dat my do vorbrant
word, den schaden darane ik node vmme IF mark wolde angegan hebben.
Leuen heren. Desset, alse hiir uorscreuen steyd, is my altomale scheen siner
ere vnvorwared vnde vnensecht, aise wij Cartlowen myt den Plessen in eoer
guden ewigen wissenden handsone seten, alse se sloghen mynen groten vader,
dar desse sone vmme scheen is^ vnde erlike bederue lude, de noch leuen, dar
an vnde ouer weren, vnde myn vedder Reymer, de noch leuet, de de sone
entfengh, des yd sin vadder was, de dar slagen ward, de her Bernd an my
gebroken heft. Alle desse vorscreuen stukke samendliken vnde besunder biyue
ik Hans Carlowe erbenomed bij juw ersamen heren, dem rade to Lubeke, to
vorschedende myt vuller macht alles rechten, alse gij dat to jw genomen
hebben, vnde hebbe desses to merer witlicheid vnde tAchnisse myn ingesegel
witliken vnde mit gudem willen benedden ghedrucket an dessen breef, de
screuen vnde geuen is na der bord vnses Heren verteynhundert yar darna in
deme viffvndetwintigesten jare, in suntte Pawels daghe siner bekeringge.
Auf einem beiliegenden Streifen Papier:
Karlowen schade, de summe is II™ mark VI mark vnde dre schilinge
lub. penninge.
De Plessen rekenen eren schaden bouen II™ mark lub.
Nach dem Original. Mit untergedrucktem Siegel, an welchem das Bild, ein nach reckta aufsteigender Bar^ mA
tiemlich kenntlich, die UvMchrift dagegen grosstentheila zerstort ist
Erich F., Herzog von Sachsen-Lauenburgj urkundet uber die Aussage seiner SchwesUTj
der Herzogin Catharina von Mecklenburg ^ doss sie die Feindseligkeit dts
Bernd von Plesse gegen Hans Karlow nicht veranlasst habe. 1425. Jan. 30.
\\ y Erik, van Codes gnaden hertoge to Sassen, des hilghen Romisschen
rykes ertsemarschalk etc. Don witlik vnde bekennen vor alsweme, dat de
hochgheboren furstynne vor Katheryna, hertoghynne to Mekelenborg etc.^ vnsse
1425. Jan. 30. 627
l^xie zuster, vnde wij weren sarnentliken vp deine closterhoue to Rene des
sondages na sunte Fabiani vnde Sebastiani daghe nu lest vorghanghen %'nde
se dar witliken bekande vnde mit wolberadenem mude openbar utsede vor vns
vnde vnssen truwen rade, alse Vicke Schacke vnde Vicke Velehuuen, dat se
hern Bernde van Plesse nicht gheheten hadde, dat he Hansse Karlouwen rouen
edder bernen scholde; wes he des ghedan heft, dat zy mit erer vulbort nicht.
Dat dit war is, so vorscreuen steit, betughe wij mit vnssen inghesegheien,
Erik, Vicke vnde Vicke vorghenant, hir nedden angedrucket. Na Codes bort
gheuen vnde screuen verteynhundert jar darna in dem vyff vnde twintighesten
jare, des dinxsedaghes vor Purificacionis Marie.
Nach dem Original auf Papier, Von den drei untergedruckten Siegein sind ztoei toegen eines schon bei der
Siegelung darHber gelegten Blaites Papier unkenntlichy da8 drittCf das des Vicke Velchove ^ ist das
xu Bd. Vf No, 469 beschriebene,
Erich V.J Herzog von Sachsen-Lauenburg , bekenntj von der Schatzung der von den
Lubeckern gefangen genommenen Marker und Priegnitzer seinen Antheil
erhalten zu haben. 1425. Febr. 1.
Wy Eric, van Gades gnaden des hilghen Romesghen rykes erfmarschalk
^^de hertoghe to Sassen. Bekennen vnde betughen openbare an desseme
*^''^ue, dat wy an reden telden penninghen tor noghe entfanghen vnde vpgebaret
'^^bben hundert marc pennynghe, alse to Lubeke vnde to Hamborch ghenghe
^nde gheue synd, van den ersanien heren borgermestern, radmanncn vnde
^^de to Hamborg van der schattunge, biite vnd haue der vanghene vt der
^arke vnd Prigghenisse, dede grepen vnde vanghen hadden de ersamen van
*^ubeke vnde Hamborch vormiddelst eren vrunden vnde denren. To merer
^^chnisse alle desser vorschreuen stuke so hebbe wy Eric, hertoghe to Sassen
^rgenant, vnse ingheseghei myd willen vnde wolberadene mode vor dessen
Wef ghehenghet laten. Screuen na Codes bord duzend veerhundert jar darna
an deme vif vnde twintighesten jare, an vnser leuen Vrouwen auende to
jLichtmissen.
Naek dem tm Hamburger Stadtarehiv befindlichen Original. Auch gedruckt in Riedel, Cod. dipL Brandenb.
B. Ill No. 1447.
79*
628 1425. Febr. 2.
I»€1LLV1.
Suhne wegen Todtschlays und Blutrache. 1425. Febr. 2.
xiinricus Vreze et Johannes Egkappel coram libro recognouerunt, seper
amicabiles tractatores utriusque partis esse ainicabiliter compositi et concordati
ex parte Henneken Vrezen^ fratris Hinrici antedicti, qui alias cum bailistis
interfecit Kyneken Slopes, sororem Johannis Eckappels et Radekini Egkappels,
propter quod e contra Johannes et Radeke Egkappele interfecerunt Hartwicum
et Henneken Vrezen, fratres Hinrici Vrezen antedicti. Vnde tamen Hinricus
Vreze et Johannes Egkappei cum eorum heredibus pretextu illius se routuo et
vnus alterum penitus dimisit ab omni ulteriori monicione seu inpeticione quituin
et solutum.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1423, Purif. Mar,
DGJLIiVlI.
Konig Sigismund fordert eine Anzahl von Fursten und Stddten^ darunter die Stadi
Lubecky aufy in dem Streite zwischen den Graf en Heinrichj Adolph und
Gerhard von Holsiein mit dem Konig Erich von Ddnemark uber das
Herzogthum Schleswig dem Letzeren, zu dessen Gunsten das Recht eni-
schieden habe, Beistand zu leisten. 1425. Mdrz 11.
VVir Sigmund etc. Embieten den erwirdigen, dem . . erczbischoff w
Bremen vnd dem . . bischolf zu Hildesem, vnsern fursten vnd h'eben andech-
tigen^ vnd den hochgebornen Bernhart, Wilhelmen, Bernhart, Otten vnd Erichen,
herczogen zu Brunswig, Erichen vnd sinen brudern, herczogen zu Sachsen, vnd
den herczogen von Mekelbnrg vnd Otten, Casimir vnd Wartislaw, herczogen ifl
Stetin, vnsern lieben oheimen vnd fursten, vnd den erwirdigen Paul, h6meister
Deutsches ordens zu Prussen, vnd dem meisler in Liefland desselben ordens, vnsem
lieben andechtigen, vnd furbasz alien herren, fursten, grauen, frien vnd edein,
vnsern vnd des richs lieben getruen, vnd ouch den ersamen burgermeistern,
reten vnd burgorn gemeinlich der stete Lubeck, Bremen, Brunswig, Lunenburg,
Wismar, Rostock, Sunden, Grifewalt, Hamburg, Staden vnd andern gemeinen
steten von Prussen vnd von Liefland vnd den inwonern des landes zu Detmarsch
vnd alien andern steten, merkten vnd d6rffern vnd iren inwonern, wo die io
dem heiligen rich gelegen sind, vnsern vnd des richs lieben getruen vnd vnder-
tanen, vnser gnad etc. Wir haben vernommen, wie die hochgebornen Heinricb,
1425. Marz 11. 629
/Vdoir vnd Gerhart, grauen zu Holsten, vnsere lieben oheimen vnd Fursten,
mit freuel sich seczen wider solichen arilass, den sy an vns als einen obristen
richter vnd entscheider mit iren versigelten briePen getan vnd gegangen haben,
von solicher zweilracht wegen, die zwischen dem durchluchtigisten fursten^ hern
Eriken, zu Dennemarken^ Sweden, INorwegen etc. kunig, vnserin lieben binder^
ail einem, vnd sy, an dern andern teile, nenilich vmb Sunderiutland vnd andere
landdarczu gehorende gewest sind, vnd dorunib die sache an das geistlich gericht,
das nicht czimlich ist, vnd sy ouch mit recht nicht tun m6gen, geczogen haben,
dauon dem heiligen rich vnd ouch vns als irem rechten vnd ordenlichen vnd
erwelten richter gross vnrecht vnd zu kurcz geschicht, sunderlich ouch das
wider iren geswornen eide vnd verschreibung ist, die do clerlieh lauten wider
vnsern vssspruch vnd vrteil, das wir tun wurden vnd nii geton haben, nicht
zii tun, sunder das zu haiden vnd dem nachzugeen, on alie infelle vnd irrung, daniit
wir vnd das heilig rich an vnsern eren geleidigt, besericht vnd groblich gesniahet
werden, vnd wann wir von rechts wegen vnd als wir des ouch schuldig sin,
2u behaltnuss vnserr vnd des richs eren gen den egenanten Heinrichen, Adolffen
vnd Gerharten zufaren, als gen den, die das laster der geleidigten vnd beserigter
^aiestat begangen haben, es were dann das sy solich freuelich widerseczung
vnd vnczimlich vorczug abteten, ablassen vnd widerruften vnd in vnsern kunig-
'ichen houe vnd fur vns qwemen, das recht zu suchen vnd furzubringen, was
gebrechens sy doran haben, do in vnd alien vnsern vnd des richs vndertanen
'^^chtes genug*'widerfarpn vnd nicht gebrechen sol, als wir in dann in vnsern
'^''iefen vollichcher dorumb schriben, vnd sintdermal wir ouch ein gut getruen
^^^ euch haben als zu den, die wir liebhaber vnd beschirmer vnserr vnd des
'^^chs eren erkennen, dorumb begeren wir vnd gebieten euch ouch von Romi-
^^her kuniglicher macht in craft disz briefs, wenn euch der egenant vnser
^leber bruder zu uolfurung sines rechtens, das im durch vnser vrteil zugesprochen
^orden ist, eruordern vnd vmb hilf vnd beystand anruffen wirt, das ir im dann
^*der die egenant von Holsten vnd alle ire helfere vnd beylegere vnd ire
S^ter nach allem ewerm vermfigen hilflich vnd beystendig seyt, bisz sy vnsern
^^teiln gehorsam vnd gewertig sein vnd den nachgeen, als biilich ist, demselben
^^Serm vssprjjch ouch kein commissio oder beuelhnuss, die villicht in dem
"^Fe zu Rome dawider gescheen oder sust vsgangen were, von rechts wegen
i^ein irrung noch schaden bringen mag, vnd bewist euch darynne, als wir euch
^^s sunderlich wol glauben vnd getrawen, doran vber die gerechtikeit vnd ge-
horsamkeit, die ir doran erfullet, so verdient ir von vns vnd dem heiligen
riche grosse dankneinkeit vnd wir wollen das gen euch in alien gut gnediclicL
gedenken. Geben zu Tottes, versigelt etc. maiest., nach Grists etc. XXV, a:
dem sunntag, als man in der heiligen kirchen singet Oculi.
Ad niandatum doniini regis
Johannes^ episcopus Zagrabiensis, cancellarius.
Au8 dem Reichs - Regintratur - Buche Konig Sigismuuds; Band H; fol. 77, mit der Ueberschri/t : Repre$t
contra comites de HoUteinj in dem K* und K. Haus-, Hof- nnd Staatsarchiv in Wien. MiigetkeUt
dem Director desselben. Bitter von Arneth,
DCXIiVIIl.
Die Vorsteher der Clemens Kirche verkaufen ein derselhen gehoriges Hatis
Peter Brand auf dessen Lebenszeit 1425. Mdrz 25.
Johannes Alstecker^ Hinricus Faike et Johannes Bollik^ prouisores eccles i
sancti dementis, coram concilio et hoc libro recognouerunt, se vendidisse, c
vendiderunt Petro Brande ad suam vitam quendam domum sitam prope ecclesia m
sancti dementis pro LXX mrc. lub. den., quas dicti prouisores recognoueruni,
se a dicto Petro subleuasse et percepisse ad usum preFate ecclesie sanoti
dementis. Dictusque Petrus recognouit, quod post suum obitum prouisores
sui testamenti aut sui heredes ultra prefatas LXX marcas de dereiictis siiis
bonis debent dare XXX mrc. lub. den. prouisoribus antedictis ad usum sepedicte
ecclesie sancti dementis.
Dte Inscription ist 143 9 y Fehr. 14 (Valentini), durchstrichen mit dem
merken^ dass es nach dem Willen der Vorsteher geschehen sei
Nach einer Inscription dea Siederstadtbuchs vom J, 1425, Judica.
I»CXIilX.
Der Rath von Luneburg verpjlichtet sichj auf Geheiss der Herzoge Bemhard ud
Wilhelmy die dem Letzteren schuldige Rente von 60 mjl. an die WilM
des Rathmanns Dietrich Springintgut zu bezahlen. 1425. Mdrz 27 ^
Wij radmanne der stad Luneborg. Bekennet openbare in dessem br^oe
vor vns vnd vnse nakomelinge, radmanne darsulues, dat vns de hochgebornea
fursten, her Bernd vnd her Wilhelm, hertogen to Brunswig vnde to Luneborg^
vnse leuen gnedigen heren, geheten hebben in eren openen breuen mit-eren
1) VgL M 626.
1425. Matz 27. 631
^nhangenden ingesegelen, dat wij der erbaren frouwen Gheseken, wedewen
beren Dyderik Springintgndes, ichteswanne vnses radeskurnpans seiiger decht-
nisse, effte deme hebbere vnses vorgenanten heren hertogen Wilhelins breues
mil der suluen Gheseken willen^ gheuen vnd betalen schullen sestich mark
geldes luneborger weringe, alle jar twischen sunte Miohaelis vnde sunte Mertins
dagen, van den vere vnde achtentich mark geldes, de wij deni vorgerorden
vnsem heren, hertogen Wilhelme, to sinein dele jarlikes plegen to gheuende,
alle de wile dat he, sine eruen effie nakomeiinge de ergescreuenen sestich
mark geldes nicht wedderloset hebben. Des vorplichte wij vns der vorgenan-
ten Gheseken edder deme hebbere desses vnd der vorgenanten vnser fursten
breue mit erem willen, dat wij en de vorbenanten sestich mark geldes, alse
vorscreuen is, betalen willet vnd schullet, alle de wile vnse vorbenante here
bertoge Wilhelm, sine eruen effte nakomeiinge der van en nicht weddergeloset
hebben, vnd louet, dat in guden truwen, stede-'vnd vast to holdende sunder alle
list. Des to bekantnisse is vnser stad secretum gehenget an dessen breff,
de gegeuen is na Godes bord verteynhundert jar, darna in deme viffvndetwin-
tigesten jare, des negesten dinxedages na dem sondaghe, alse men in der
hilgen kerken singet Judica etc.
Nach dem Original. Mit anhangendem SiegeL
»Cl4.
^^ Knappe Detlev von Stove verkauft dem Vicar am Altar zum Heiligen Kreuze
in der Kirche zu Molln fur 200 m^ eine jdhrliche Rente von 16 m^
aus dem Dorfe Kittlitz. 1425. Mdrz 30.
Ik Detleff van Stoue, knape, wonafftich in dem kerspeldorpe to Mustijn.
^^kenne vnde betughe openbare in dessen breve vor alle den ghennen, de en
*^^n edder horen lesen, dat ik vryes wolberadenen modes myt willen vnde
a VQlborde mynes gnedighen heren, hern Erikes, hertogen to Sassen, Engheren
I ^nde Westualen vnde des Romschen rikes ertzemarschalkes, vnde mit vulborde
m '^yner neghesten eruen vnde alle der ghennen, de dat to rechte vulborden
■ beholden, redeliken vnde rechtliken hebbe vorkofft vnde vppelaten, vorkope
I ^nde vplate in crafft desser scrifft den erliken mannen, borgermesteren vnde
I l^dmannen to Molne, alse leenheren, vor twehundert mark lubescher penninghe,
^ de se my nochafftighen ghetellet, betalet vnde beret hebben, vnde ik vort in
myne vnde myner eruen nodtrofftighe nut ghekeret hebbe vnde vtegheuen,
^v
632 1425. Marz 30.
sosteyn mark ewigher jarliker renthe lubescher penninghe to der vicarie behoff,
de her Egghert Stako^ nu tor tijd vicariiis in der kerken to Molne to des bilgen
cruces altare, besit. Desse sosteyn mark rente scholen vnde wiiicn ik vnde
myne eruen vrundliken betalen den vorsprokenen vicario vnde synen nakome-
lingen, der vicarie besitteren. alle jar in den achte daghen sunte Michaelis
^under vortogheringe bynnen der stad Molne in ener summen^ ghantz vmbe-
wurren, vp myne vnde myner eruen eghene koste, arbeyd vnde euenture, in
vnde vth myneme gantzen dorpe vnde ghude to Kijtiiste vnde in deme zee vnde
aller visscherie darto behorende^ belegen in dem kerspele to Mustijn des sticbtes
to Razeborch^ vnde in aller dessuluen dorpes tobehoringe^ bewegelik vnde
vmbewegelik^ droghe vnde nat^ alset in sinen enden vnde scheden begrepen is,
myt aller nut vnde beqwemicheit vnde siichtes myt aller vrijheid, bede, denste,
vnde myt alleme rechte vnde richte, ouersten, myddelsten, sydesten vnde myn*
nesten. in hals vnde in hand, nicht myt alle vth ghenomen, dat darto benomelik
is, also vrig vnde vrnbewurren, alse myne vorwaren vnde ik dat aldervryest
ghehat vnde beseten hebben, my vnde mynen eruen nicht darane to beholdende;
men van gnaden, alle de wile dat desser vorscreuenen rente betalinghe also
vmbewurren schud, so ghunnen de vorscreuene vicarius vnde leenheren vor
sik vnde ere nakomelinghe my vnde niynen eruen, richtes vnde denstes, vnde
wes jarlikes to voroueringhe vnde beteringhe werd bouen desse renthe in dem
vorscreuenen dorpe, to brukende. Weret auer dat de betalinghe so nicht en
schege, dat God vorbede, so scholen vnde willen ik vnde myne eruen edder
jemand van vnser weghene vns myt deme suluen dorpe, zee vnde ghude, vnde
m t alle siner tobehoringe myt alle nicht beweren, men de erbenomede vicarius
vnde syne nakomelinge scholen dat hebben vnde besitten myt aller vrijheid,
myt alleme rechte, rente vnde nut, alse vorscreuen is, vredesarneliken to
brukende to also langer tijd, went se ere vorsetene renthe myt alien kosten
vnde theringhen, de se denne darvmme ghenomen vnde dan hebben ofte don,
gantzliken darvlh entfangen hebben sunder eren schaden, dat en noghe. Ik
vnde myne eruen scholen vnde willen ok densuluen vicario vnde synen nako-
melinghen vnde den leenheren vnde eren nakomelinghen desses ergenomeden
dorpes vnde rente rechte waren, vrig, vnuorset vnde vnuorkofft vnde bescher-
men vor alle ansprake enes jewelken ieghenwardighen vnde tokonienden^ w(
vakene des nod vnde behoff werd, vnde ok nyne renthe mer darane to vor
kopende, id en schee myt erer vulbord vnde willen. Also hebbe ik se vnd*
ere nakomelinge in de were vnde rouwelike besittinge vnde brukinghe de
1425. Marz 30. 633
vorscreuenen dorpes vnde gudes to Kijtieste vnde siner tobehoringe^ myt krafft
desses breues vnde myt der daet witliken ghevoret vnde gesat^ dat se hebben
scbolen vrye vnde vuUe inacht, ere vorscreiiene renthe dar jewelkes jares vth-
topandende, vormyddelst weme se willen, vnde bringhen de pande, vnuorvolget,
worid en behaget, darmede to donde, alset en beqweme is^ sunder alien broke,
bekummeringhe vnde hinder efte bescheddinghe enes iewelken. Jodoch hebben
se my der gnade gheghund, dat ik vnde myne eruen^ dewile wij leuen vnde
waren, vnde na vnser aller dode inyne gnedigen heren van Sassen de vorscre-
uene sosteyn mark ewigher rente wedderkopen inoghen vor twehundert mark
lubescher penninghe alle jar in den achte daghen sunte Michaelis den vorge-
nomeden vicario vnde leenheren vnde eren nakomelinghen to betalende myt der
plichtigen renthe vnde myt alien schulden bynnen der stad Molne in ener
sumnien gantz vmbewurren sunder eren schaden mit ghuden penninghen, alse
dar denne ghenge vnde gheue sind, ane dat hole gheld^ en ok den wedderkop
eyn halff jar touoren totoseggende. Alle desse vorscreuenen stucke loue ik
Detleff van Stoue vorgenomed vor my vnde myne eruen myt vnsen nascreuenen
Diedeloueren, alse wij Detleff Scharpenberch to Seedorpe vnde Henneke Wacker-
bard to Kowalie, knapen^ louen vnde reden vor vns vnde vnse eruen myt
Detleue van Stoue vorbenomed vnde sinen eruen myt ener sameden hand,
«en vor vns alle vnde vngescheden, alle vorscreuenen stucke den vakenomeden
vicario vnde sinen nakomelingen vnde den vorgenomeden leenheren vnde eren
Dakomelingen in guden truwen stede vnde vast to holdende, sunder alle argelist
vnde ane alle insaghe efte behelpinge gheystlikes vnde werlikes rechtes. Des
*o groterer bekantnisse vnde bewaringhe hebbe ik Detleff van Stove, houet-
wian, vnde wij medelouere vorgenomed vnse ingesegele eendrachtliken henget
^n dessen breff, gheuen na Cristi bord veerteynhundert jar darna in deme
^ijffvndetwintigesten jare, vppe den vridach vor Palmen.
Nach einer unbeglaubigten gleichzeitigen Abschrift auf Papier.
]>CIil.
^rijch F., Herzog von Sachsen-Lauenhurg, bestdtigt den Verkauf von 16 jh^ Renten
atis dem Dorfe Kittlitz Seitens des Detlev von Stove an eine Vicarie am
Altar zum Heiligen Kreuz in der Kirche zu Molln. 1425. April 7.
in Codes, namen amen. Wij Erik, van dessuluen gnaden hertoge to
Sassen^ to Engheren vnde Westualen vnde des Romischen rikes ertzemarschalk.
80
634 1425. Apr. 7.
Don witlik in dessem breue openbare betughende vor alle den ghennen, de
seen edder horen lesen, dat vor vns vnde vnseme rade wesende vnse leue getru
Detle£F van Stoue, wonaiftich in dem kerspeldorpe to Mustyn, heft openbai
wo he vnde syne eruen redeliken vnde rechtliken vorkofft hebben vnde vp
laten den eriiken mannen, borgermesteren vnde radmannen to Molne, a
leenheren vor twehundert mark lubescher penninghe, de se em to siner nog
wol getellet vnde betalet hebben^ by em entfanghen, alse he vor vns bekan<
sosteyn mark ewigher jarliker renthe lubescher penninghe to der vicarie beho<
de her Eggherd Stake, nu tor tijd vicarius in der kerken to Molne to c
hilgen cruces altare, besit, to betalende em vnde sinen nakomelingen c
vicarie besitteren alle jar in den achte daghen sunte Michaelis sunder vortogi
ringe bynnen der stad Molne wol to dancke vnde vmbewurren vppe des sulu
Detieues vnde siner eruen eghenen koste, arbeyd vnde euenture in vnde ^
dem gantzen dorpe to Kijtliste vnde in dem zee vnde alter visscherie dai
behorende, beleghen in dem kerspele to Mustyn des stichtes to Rasseborc
myt alien dessuluen dorpes tobehoringen, alse id in sinen enden vnde lar
scheden begrepen is, id sy bewegelik oFte vmbewegelik, gebuwet ofte vngh
buwet, droghe edder nat, vnde slichtes myt aller vrijheid, bede, denste vm
myt alleme rechte vnde richte, nicht myt alle vthghenomen, dat darto benomeli
is, alse de opene besegelde breff, den Detletf van Stoue vorbenomed myt sine
medeloueren den vorscreuenen leenheren vnde vicario vppe den kop ghegheue
heft, in sinen articulen clarliken vtwijset vnde betughet. Hirvmme wille w
hertoge Erik erbenomet vor vns vnde vnse eruen vnde vor vnse nakomelin^
dessen kop vnde articule des breues, den DetleflF van Stoue vorgenomed mj
sinen borgen vnde medeloueren darvp besegelt heft, vmme siner leue wille
by vuller macht holden vnde vnghebroken hebben, vnde wij vulborden, vestighei
mechtigen, stedeghen, beeghenen vnde vplaten se den vorscreuenen vicari
vnde leenheren vnde erer aller nakomelingen to ewigher vrijheid in crafft dessc
scrifTt, vns, vnsen eruen vnde nakomelingen nicht myt alle eghens darane I
beholdende, behaluen mene landwere vnde wes dat mene land deyt. Doc
dorch sunderghe vrundschop hebben se Detleue van Stoue ergenomed gheghun
vnde togelaten, dat he vnde sine eruen, dewile dat se leuet vnde waren, vn(
na erer aller dode wij, vnse eruen vnde nakomelinge de vorscreuenen renti
alle jar in den achte daghen sunte Michaelis wedderkopen moghen vor tw
hundert mark lubesch den vakenomeden vicario vnde leenheren vnde er
nakomelinghen to betalende na hide des houetbreues vnde en den wedderk
1425. Apr. 7. 635
in der hocbtijd to Paschen touoren totosegghende. To groterer betuchnisse
desser vorscreuen vnser vulbord vnde bestedeghinge is vnse grote ingesegel
ixiyt vnseme gantzen wiilen, bete vnde witschop an dessen breff ghehangen.
Gbegbeuen na der bord Cristi verteynhundert jar darna in dem vyffvndetwin-
tigesten jare, vppe den auend der hochtid to Paschen.
N<ich einer unheglauhigten gleichzeitigen Abschri/t auf Papier,
Kmig Sigismund hefiehlt dem Rathe von Luheck, die am ndchsten Maria -Gehurt
Tage fdllige Stadtsteuer an Albrecht Schenk von Landsberg zu bezahlen.
1425. April 18.
Wir Sigrnund.) (gleichlautend mit Nr. 515 bis) rnit disern brieue, der
geben ist zu Weissemburg in Vngern^ versigelt rnit vnser kuniglichen maiestat
insigel, nach Grists geburt vierczehenhundert jarvnd dornach in dem funffvnd-
czweinczigisten jare, am nechsten mitwochen vor sant Jorgen tag, vn3err riche
des Vngrischen etc. in dem XXXIX, des Roinischen in dem funffczehenden vnd
des Behemischen in dem Funfften jaren.
Ncu:h dem Original. Mit anhangendem Siegel.
Der Rath von Lubeck warnt den Rath von Wismar vor den zur Zeit mit einer
Reise nach Novgorod verbundenen Ge/ahren. 1425. April 21.
Yruntliken grut vnde wes wij gudes vormogen touoren. Ersamen
l^esunderen leuen vrundes. De rede der Lijflandeschen stede hebben vns vor-
screuen, wo dat de copmanne to Nougarden van den Russen gerostered vnde
somer geuanggen sin, vnde sy to beuruchtende, dat se de sullen setten yn de
yseren vmme des gudes willen, dat den Russen nu to voryaren negest uorleden
gpnomen is. Vnder meer worden scriuen vns de suluen Lyftlandeschen stede,
medebegerende, dat wij den copman allvmme warnen, dat de Nfl nymend mit
sinen guderen en soke bette so langge, dat vns de suluen stede anderswes
Forscriuen, wente ze ere bodescop darvmme menen in kort to den Russen to
donde etc. Desset, leuen vrundes, moghe gij juweme copmanne to kennende
geuen, vppe dat sik eyn islik vor schaden beware. Sijt Gode beuolen. Screuen
vnder vnsem secrete, des sonauendes vor Misericordias Domini, anno etc. XXV.
80*
636 1425. Apr. 2i.
Ok, leuen vrundes, scriue wij den van Stralessunde dessesgeiijken vnde begeren
frundliken, dat gij en vnsen breff vorder wiilent benalen, aise gij ersten moghen.
Consuies Lubicenses.
Aufschrift: Comnnendabilibus et circumspectis viris, doininis procoosuli-
bus et consulibus Wysmariensibus, amicis nostris sincere dilectis, detur.
N(Mch dem Original im Rathsarchiv ru Wismar, Das aufgedriickte Secret i$t gdnzlieh abgetprungen.
I»CIiIV.
Die Erhen des Johann Schepenstede entsagen alien Anspruchen an den Rath tm
Luneburg wegen fruher von dem Erblasser demselben gemachter ArdeiJm
und geben die Schuldbriefe zuriick. 1425. April 29.^
VVitlik sy, dat Margarete, hern Reiners van Caluen seliger dechtnisse
wedewe vnde en eelike dochter hern Johans Schepensteden seliger dechtnisse,
vormiddeist vulbort erer vormundere, init namen Vritzen Grawerdes, Godeken
Plescowen vnde Hinrikes van Caluen, vnde Wilhelm van Caluen, der erbeno-
meden Margarete sone^ alse de negesten eruen des suluen hern Johaos
Schepensteden, ok van wegen Benedictus van Caluen, des vorscreuenen Wilbelms
broder, vnde slichtes van weghen aller eruen hern Johan Schepensteden erbe-
nomed vor sik vnde vor ere eruen vor dem rade jegenwordich vor deme boke
hebben bekant, dat wy alle vnde een jewelk to der noghe vpgeboret vndeent-
fangen hebben van den ersamen heren borgeimestern vnde ratmannen to
Luneborch allent, wes vns vnde der wy eruen vnde nakomelinge sind, vanvor-
breueden houetstole boren mochte, welke houetstol vnde houetsumme sundergen
in den breuen, de wy van en darvp hadden, genomet stan. Der suluen bouet-
sumnien vnde breue, de vor disseme daghe van dem erbenomeden rade to
Luneborch, van eren radeskumpanen vnde borgern sind gegeuen, vnde vortiner
der maninge vnde der schuldinge, des wy belte herto van der erbenomeden
breue wegen to ene hebben gedan edder noch don mochten vmnie vnse }
nastendigen versetenen renthe vnde allent, de se vns, vnsen eruen, vnsen
nakomelingen vnde den ghennen, der wy in dissen zaken eruen sind, wente
an dissen dach plichtich mochten syn gewesen, do wy ene gantze vorticht vnde
laten des den vorscreuenen rat to Luneborch, eres radeskumpane vnde borgere
qwijt vnde los, nynerleye wijs darvp to zakende edder darvmnie to manende
1) Vgl. M 371.
638 1425. Mai 7.
copien dessuluen breiies ^esand vnd se vinrne er gu^dunken gebeden vris wedder
to uorschriuen, vnd hebben iuwen brefT opembar vor vnsen borgeren vnd deme
gemenen kopmanne laten lezen vnd eynen itzliken laten warnen^ dat he sik
daruor ware, dat he neen gut vpp de Russen vore, vnd wat vns vordan de
stede desses landes vor eyn antwort vnd er gutdunken wedder vorschryueo
warden, dat wille wy iuw vordan wedder mit den ersten vorkundigen. Sijt
Gode befoien. Gescreuen to Dantzik, vnder vnsem secrete, am mandage nades
hilgen cruces dage, im XXV iare.
Radmanne
Dantzik.
Aujschrift: Den ersamen wolwisen rnannen, heren borgermeister vnd
radmannen der stad Lubek, vnsen bezunderen ffrunden.
Nfich dem Original auf Papier, Mit au/gedruektem theilweise erhattenem Siegel,
IM^IiVll.
Konig Sigismund befiehlt einer Anzahl von Fursten und Stddteriy darunter LiheAi
zur Vollziehung eines Uriheils des Reichsgerichts dafur zu sorgen^ doss (fe
aus Halberstadt Vertriebenen in den Besitz ihrer Hduser und Guter wieiff
eingesetzt werden. 1425. Mai 16.
Wir Sigismund etc. Embieten den erwirdigen Magno, zu Hildensem, vnd
Johan, zu Halberstat bischouen, vnd den hochgebornen Bernharten, Wilhelmen,
Otten vnd Fridrichen, herczogen zu Brunswik vnd zu Lunenborg, vnsern liebeo
oheimen vnd fursten, vnd den edeln Heinrichen, grefen zu Weringerote, Vlrichen,
greuen zu Reynstein, vnd alien andern fryen herren, rittern, knechten vnd
ratmannen, burgermeistern, reten vnd gemeinden vnserr vnd des richs stele
Lubeke, Lunenborg, Brunswik, Magdeborg, Halle, Gosslar, Hildensem, Effort,
Mulhusen, Nortliusen, Lipczk, Q^^dlinborg, Aschirslebin^ Weringerote, Blanken-
borg, Dorneborg, Helmestede, Schdynigen, Stendal, Tangermunde, Gotlinge,
Duderstad vnd alien andern vnsern vnd des richs vndertanen vnd getruen viiser
gnad etc. Ir habt wol vernomen vnd geh6rt, so sein wir des von euch ettlichen
zu gutter masse erynnert, wie die gemeinde von Halberstad an ireni rale
daselbs, an iren Frunden vnd ettlichen andern mitburgern daselbs gefaren, vnd
ettliche ermordt, vnd die andern mit weib vnd kindern vertriben baben, das
vns zu lang wer zu schriben, vnd die vertrieben burgere vnd die solich sach an-
langet, haben sich solichs gewalts vnd vnrechts gen der gemeinschaft zu Halberstat
1425. Mai 16. 639
vor vns beclaget^ doruF wir dieselben gemeinschaft fur vnser kuniglich person
geheischet vnd geladen haben. Vnd als wir nechst zu Wienn waren, qwamen
Fur vns Hermannus Hullingerod vnd Johannes Ammendorff^ der vertrieben vnd
ermorten ratlute vnd irer Frunde vnd anderr, die solich sache anianget, mech-
iige procuratores^ mit den Ludolff Velstidde^ der gemeinschaft zu Halberstaden
mechtiger procurator, ouch fur vns qwame, vnd beyden partijen besaczten wir
vnser vnd des richs gericht mit vnserr kuniglichen person vnd tnit vil fursten,
greuen. herren vnd edeln, vnd horten ir machtbrieue beydenthalben, die mit
gerrcht gancz vnd volkomen geurteilt vnd gePunden wart. Dornach liessen wir
sy durch ire fursprechen clage vnd antwort vorgeben im rechten , als recht
ist, vnd liessen LudolF Velstidde fragen, ob er sich in das recht geben wolt.
Do antwort er durch sinen fursprechen: ya, vnd er hett des voile macht, sich
in das recht zu geben. Dornach liessen der vorgenanlen vcrtriebenn vnd er-
morten procuratores durch iren fursprechen fragen, sintderinal sich ir wider-
partij [sich] in das recht gegeben hett, ob sy nicht billich solten in gewer irer
guter zu Halberstat buszen vsz, vnd in der stat Halberstaden gelassen, vnd in
ire hewsere mit weiben vnd kindern gesaczt vnd gelassen werden. Doruf wir
an gericht fragen liessen, was dorinne recht werj do wart mit gerichte geurteilt,
sintdermal sich beyde partije mit rechter wulkure vnd wiliiclich in das recht
gegeben haben vnd dorin getreten sein, so wart fur recht geurteilt vnd ge-
sprochen, das die vortriben rate, ire frunde, vnd andere, die solich sache
F anlanget, mit weibern vnd kindern in gewer irer hewser vnd guter zu Halberstat
ynwendig vnd vszwendig der stat wider solten gesaczt werden. Vnd doruf
schriben wir, als recht ist, dem erwirdigen Johan, bischoue zu Halberstaden,
'^nserm fursten vnd lieben andechtigen, die vorgenanten vertriben von Halber-
^t^t 2u schaffen wider inzuseczen in gewer irer guter vnd hewsere zu Halberstat,
^i^d die gemeinschaft zu Halberstat dorzu zu wisen vnd zu halden, als das mit
^echt erfunden vnd geurteilt was, vnd das sij dann beydenthalben ires rechten
*^S2warten, als recht ist. INu haben wir vernommen, wie der vorgenant bischoff
^on Halberstat vnserm gebott vnd schriben gehorsam gewest seij, vnd habe
die gemeinschaft zu Halberstat ermanet, die vertriben vnd ire kindere vnd
Weibe wider zu iren hewsern vnd gutern zu seczen vnd vnserm rechten vnd
Ffteil nachzugeen, das sy alles verslagen, vnd mit freuel vnd vngehorsamkeit
Dicht getan haben, als vns das die vortriben von newes geclaget haben, doran
sy groszlich wider vns vnd vnser vnd des richs gericht vberfaren vnd gefreuelt
jiaben. Dorumb begern wir an euch alien vnd ewer iglichem vnd gebieten
640 1425. iMai 16.
euch von Rornischer kuriiglicher inacht ernstlich vnd vesticlich mil disem
brieue, das ir die vorgenant geineinschart vnd statgesworen zu Halberstat
dorczu wiset vnd haldet^ das sy die vorgenant vnd andere burgere vnd die mit
in die sache anlanget, wie die geheissen sein^ die sy vertriben haben, mit iren
weibern vnd kindern^ zu hant^ so sy des von euch ernianet werden, zu iren
hewsern vnd gutern vszwendig vnd in der statt zu Haiberstat wider komen
lassen vnd in ire gutere wider geben vnd dem rechten nachgeen, als sy sicb
in das recht gegeben haben, wann teten sy des nicht^ so geben wir euch voile
inacht mit disem briefe, das ir aile czinse, rente* gulte, korn, kouFmanscbaft,
schult vnd gutere, wo die gemeinschaft vnd ein icziicher burger zu Halberstaden,
sainpt oder besunder, die bey euch vnd in ewren ianden, steten, slossen,
greniczen vnd gebieten haben, zum rechten ufhalden, bekummern, verhafteo
vnd nideriegen vnd die also vnuerrucket halden soilet, so lange bisz die sache
zwischen beyden partijen mit dem rechten entscheidet vnd geendet wirt vnd
bisz mit recht vor vns vszgetragen vnd erkant wirt, wem mit recht solich
vfgehalden czinse, rente, guide, korn, koufmannschaft, schult vnd gutere zugeteilt
vnd zugesprochen werde. Vnd dorinne soil die vorgenant gemeinschaft von
Halberstat keynerley buntnusse helfen, mit wem sy die angegangen vnd gemaibt
hetten, in dheinweis, vnd tut dorinne nicht anders vns vnd dem riche vnd
vnserm vnd des richs gericht vnd der gerechtikeit zu lieb vnd zii eren, als lieb
euch sey, vnser vnd des richs swere vngnade zu uermyden, vnd bey einer pene
XX mark lotiges goldes, die ein iglicher, der Freuelich dawider tete, halb in
vnser vnd des richs camer vnd halb den vorgenanten clegern, vortriben burgern
von Halberstat, die solich sach anlanget, verfallen were, vnleszlich zu beczalen.
Mit vrkund etc. Geben zu Totas, nach Cristi etc. XXV., an dem heiligen auffari
abend, vnserr riche des Hungrischen in dem XXXIX, des Romischen in dem
XV. vnd des Behemischen in dem funften jaren.
Rex.
Michael.
Aus dem Reichs • Hegistratur - Buche Konig Sigismunds, Bd. G., fol. 17 lb. im K. und K. Haus-, Hof-uiA
Staatsarchiv in Wien. Miigetheilt von dem Director desselben. Bitter von Arneth.
DCIiVlII.
Dei' Rath von Liibeck giebt dem Ritter Peter Tisenhusen die Verstcherung^ dass die
fdlligen Renten in Zukunft prompt entrichtet werden sollen. 1425. Mai 20.
Petro Tysenhusen, militi.
Vruntliken grut vnde wes wy gudes vermogen touoren. Gestrenge be-
sunders gude vrunt. Juwen breft* an vns gesand, darinne gi vns scriuen vnder
1425. Mai 20. 641
mer worden van wegen welker nastanden renthe etc., hebbe wy wol vernomen
vnde begeren iuwer ieuen weten, dat wy iu gutiiker darvmme gedan hebben,
iwan ienyghen andern eifte ienigem van vnsen medeborgeren bescheen is etc.,
vnde wy willen nu vorbatmer iuwe renthe iw iariikes entrichten vnde wol ver-
nogben laten^ vnde begeren Fruntliken, dat also gutliken van vns vptonemende.
Verscbulde wy gerne, wor wy moghen. Gode almechtich syt beuolen. Screuen
etc. dominica post Ascensionis Domini, XXV^. '
Nach dem Concept auf Papier,
IH)IilX.
Die in LHheck anwesenden Rathssendeboten und der Rath von Luheck ersuchen die
Liejldndischen Stddte^ das Verbot des Handels nach Russland strenge zur
DurchfUhrung zu bringen. 1425. Mai 21.
Darpte Rige Reuele mut. rnut.
x ost salutacionem. Ersamen Ieuen vrundes. Alse iuwer Lyfflandeschen
stede sendeboden vns negest vorscreuen hebben van wegen der besate, de dem
copmanne van den Russen, Gode entfarmet, to Naugarden negest bescheen
vnde weddervaren is vnde gi vorder van vns begerende weren, deme copman
to Brugge vnde den vam Stralessunde dat to verscriuende, alse dat de Nu
nymant ensochte vnde sik en islik vor schaden bewarede etc., Ieuen vrundes,
dat hebbe wy verscreuen dem copmanne to Brugge vnde anderswor, dar vns
des duchte nottrofft vnde behoff wesen, doch hebbe wy ervaren, wo dat ichtes*
weike in juwen steden vnde darvmme sik darna saten, mit eren kopenschoppes
vppe den Russen to sokende, dat doch tigen de ordinancien der stede vnde de
schra grofdiken were. Begere wy, Ieuen vrundes, darvore to wesende vnde
warschuwinge alvmme to donde, dat nymant by der ere mit sinen guderen
de Nu, Wiborch, Abawe vnde ander iegenode en soke, dar de Russen van ge-
trostet edder gestercket moghen werden, wente we hir wedder dede, dat menen
de stede to richtende vnde des nyne wys to latende. Des wy begeren iuwes
bescreuen antwerdes. Screuen am Pinxstauende, vnder der heren des rades to
Lubeke secret, des wy sendeboden medebrukende sin to disser tijt, anno etc. XXV.
Radessendeboden der gemenen stede van
der Dutschen hense, nu bynnen Lubeke to
dage vergaddert, vnde de rad to Lubeke.
Ncush dem Entwurf auf Papier,
1) In einer von dem Rathe von Oorpat am 5. Mllrz 1436 aasgestellten Urkande erkl&ren die sUmmtlichen
Kinder des versturbenen Ritters Peter Tisenhnsen, besw. dnroh ihre Yormfinder, dasB die ih'rem Vater znst&ndig
^eweaene Rente von 112 m^ von dem Rathe von LUbeck dnroh Zahlnng dea Kapitala abgelOat worden sei.
81
642 1425. Mai 26.
Schreiben derselben an den Rath von Wishy wegen einer Tonne Pelzwerk. 1425.
Mai 26.
Wisbu Gotland.
Jiost salutacionem. Ersainen leuen vrundes. Vns is woi vorkomen, wo
dat Gotschalk Hanenpol jw borgen gesettet hebbe, vmme ene tunnen werkes
to vrigende, de in der geslotenen Naugardesschen reyse gekofft vnde gepacket
solde wesen etc. Des sin wy nu vnderwiset worden, wo dat sodanne werk in
enem openbaren niarkede to Darpten vor dem bode gekofft solle wesen etc.,
doch wo deme sy, so begere wy, dat gi de borgen van der wegen vngemanet
latent bliuen bet to der negesten dachuart, dar de'stede sik ersten wor vor-
gadderende werden, vorder darvmme sprekende, vnde hadde gi ok wes geldes
van den borghen darvan vpgeboret, dat gi ene dat wedder antwerden bette
to sodaniger dachuart, so vorscreuen is. Dat is vns sunderlix to willen. Syt
Gode beuolen. Screuen ut supra.
Radessendeboden etc.
Nach dem Entwurf au/ Papier.
Der Rath von Luheck erkldrt dem Wtpert Lutzow seine BereitmlUgkeit, die Ztmsdgkeit
desselhen mit dem Bischof und Domcapitel von Ratzeburg ausz^igleichen,
0. J. (1425). Jun. 1.'
Wypert Lutzawe.
Vruntliken grut touoren. Wypert, gude vrunt. Also gi ju negest vp
dem dage tor Herneborch beclagende weren van welken tosaghen, de gi
menen to hebbende to den erwerdigen heren, proueste vnde cappittele to
Razeborch, vnde gi jw vorder vorbedende weren, wy scholde juwer darane
mechtich wesen etc., des willent weten, dat de erbenomede beren prouest vnde
capittele de eren darvmme to vns gesand hebben, de sik der geliken vorbedende
sin, wy scolen erer ok mechtich wesen etc. Hirvmme wy begheren, dat gi
van der wegen alie donde mit dissen vorscreuen heren prouest, capittele vnde
1) Die Jahressabl ergiebt sich ans den fibrigen aof demselben Bogen Papier geschriebenen Concepten tod
Briefen. Unmittelbar vor diesem Briefe stebt anf demselben Bogen das Concept eines Scbreibens an die Loneburger
Ratbmftnner Albert van der Molen und Nicolaos Gr5nbagen, zur Mittheilung eines versiegelten Scbreibens, tod
welcbem Abschrift beigelegt ist, an K5nig Sig^smond in Angelegenheiten der vertriebenen Halberstftdter , nnd mit
der Bitte, es durob Vermittlung des Ratbs Ton Braunschweig an den K5nig su bef^rdem. Sigismunds Scbreibea
in derselben Angelegenbeit iM 657) wird dabei nicht erwftbnt, war also yermuthlioh noch nicht angekommen.
(i425). Jun. 1. 643
<len eren in gude bestan latent^ bet so lange dat wy ersten muntliken mit jw
darvmrne to worden komen. So mene wy vns gerne darmede to bewerende,
dat gi an beident siden darvmme in gutlicheit gevlegen vnde entwey gesettet
Merden, vnde begeren desses juwer bescreuen antwerde by dessem boden.
Screuen etc. sexta post Penthecostes.
Nctch dem Concept auf Papier,
DCIiXII.
Johann Scheie^ Bischof von Lubecky hestdtigt die in Qemdssheit des Concordats vom
Id.Juni 1416 geschehene Stiftung etner mit einer jdhrlichen Einnahme aus
den Einkunften der Stadt ausgestatteten Vicarie in der Marien-Kapelle
auf dem Kirchhofe der Marien Kirche. 1425. Juni 3.
Johannes, Dei et apostolice sedis gracia episcopus Lubicensis. Ad per-
petuam rei memoriam. Ad salutis cumulum votiue credimus cedere, si de
nostre villicacionis inopia bumileni Domino racionein referentes ad celestis
curie horreum frugem deuoti ministerii offerenciurn vota salubriter intendainus.
Hinc est, quod, dum nuper conflante satore zizanie commune eiuitatis Lubicensis
contra tunc proconsules et consuies eiusdem eiuitatis Lubicensis se captatis
hincinde occasionibus opponeret in tantum, quod iidem proconsules et consuies
suas consulares sedes nietu, vt asseritur, prefati communis reliquissent et cum
sibi adherentibus sua bona relinquentes ipsam Lubicensem ciuitatem, vt eciam
asseritur, metu eodem exiuissent ac tandem, eorum exitorum iusticia per ipsos
plurium annorum curriculis coram diuis quondam Ruperto et Sigismundo moderno
Romanorum regibus sub dirorum expectacione euentum prosecuta et obtenta,
omnes et singuli proconsules et consuies huiusmodi vocati communiter et
appellati de antique consulatu tunc superstites mediante execucione dicte iusticie
consulares suas sedes pristinas ciuitatisque pretacte introilum ac bonorum de-
perditorum restitucionem cum sibi adherentibus salubriter recuperarent, in
recuperacione huiusmodi per dictum commune ac placitantes cum eis, videlicet
serenissimi principis et domini, domini Sigismundi, Romanorum etc. regis pre-
dicti, ambasiatores et ciuitates finitimas inter cetera est consensum, vt ad
indiuidue trinitatis virginisque matris Dei Marie et sancti Paul! gloriam capella
noua in ciuitate Lubicensi sepedicta de fisco eiusdem eiuitatis construeretur et
in ea vna vicaria perpetua de eodem fisco Fundaretur quasi loco eniende et in
memoriam perpetuam regressus antedicti, prout in scripturis super eadem
Concordia repositis,^ in quibus eciam nomina et cognomina' proconsulum et
1) Vgl. Bd. V, 8. 646. 81»
1425. Jun. 8. 647
wo he sik grofliken beclaged vor iuw, wo dat em van synen vedderen Luder
Blucbere iiicht geholden werde, alse dat aueschedent to Godebusse tuschen ene
sy gewesen etc.^ hebbe wij wol vernomen vnde begiieren iuw to wetende^ wo de
vorscreuene Luder Blucher vns vnderwised heft^ wo yd an etn ny gebrok ge-
worden is^ dat yd zo nicht geholden is^ wente Hans Blucher vns vnde Luder
Blucher sund der tijd^ dat de dach to Godebusse was^ beroued vnde dat vnse
nornen heft. Vnde vns duchte wol billik gewesen hebben^ dat iuwe marschaik
vns er geclaget hadde, er he vns synen broder Hanse hadde rouen vnde bernen
laten, dat vns doch gescheen is dor dat iuwe^ aise vns dat ok wol er gescheen
is van den iuwen, dat vns Ludke, iuwe marschaik, tovoged vnde toschicket heFl,
als wij iuw ok wol er gescreuen hebben. Vnde syn broder Hans heft vns nu
hindenena entzecht, nu he vns vnde de vnsen wol twe jar geroued vnde brand
heft. Hirvmme, konde gi vns des vnsen wedder behelpen, dat vns genomen
is, vnde ok moghelken vor den ouervank scheghe, vnde dat vns vnde den
vnsen dat nicht mer en schege, dat wolde wij gerne tegen iuw vorschulden,
vnde so scholde gij mid vnsem rade vnses vnde ok vnses mannes Luder vor-
screuen to like vnde to rechte wol mechtich wesen. Sijt Gode beuolen.
Screuen des vridages vor sunte Vitus dage, vnder vnsem secrete.
Aufschrift: Den ersamen borgermesteren vnde radmannen to Lubke,
^nsen besunderen guden vrunden, gescreuen.
Nach dem Original auf Papier. Von dem au/gedrUckten Siegel sind nur noch Reste vorhanden.
"^o^dan Pleskow meldet dem Rathe von Lubeck seine Ankunft in Brugge und den
Empfang, den er gefunden^ berichtet den Untergang ernes Schiffes und ver-
sichert^ dass er bestens bemuht sein werde, den ihm gewordenen Auftrag
auszufuhren. 0. J. (1425). Jun. 14.^
Mynen denst touoren vnde wes ik gudes vormach. Leuen heren. Juwe
^^iBheyd wille weten, dat wij ghystern, vmme trent alze de klocke teyne sluch,
^^^tnyddelst den olderlude vnde dem kftpmanne vns enteghen reden, herlyken
^ Brucghe in quemen, vnde alze wij dar quemen, voresschede wij, dat en
1) Der Brief ist tod Jordan Pleskow eigenhlndig gesohrieben, nnr die Aufoolirift ist Ton anderer Hand.
*^*ft anfgedriiokte Siegel ist zwar theilweiee nooh exhalten, dooh g&niliob ankenntlioh. Er war 14S5 in Brilgge,
^t ihm Bitter Hinrioh Hardeyast yon K91n nnd Mag. Hinrioli Vnmd, Pastor an 8t Martin daselbit Die Verliand-
lUBgen fiuiden im Jnni nnd Jnli statt, Es war Jordan Platkom teteta Bdae.
1425. Jun. 24. 649
%^nde begherte darvmme hebben gescreuen an de van Dantzike^ Stralessunde,
dem copmanne to Brugge in Vlandern vnde alvmme, dar vns des nottrofft
duchte wesen, warschuwinge to donde, dat nyinant by der ere guder voren
edder bringen en solde to Wyborch, to Abo effte in de Nu. darmede de
Russen gesterket mochten werden, alse wy ok juwer leue^ den van der Rige
vnde Darpten dat negest clarliken hebben verschreuen by Gereken Bramsteden
in schipher Molenvelde, vnde verrnoden vns, dat vnse breue ju van der wegen
jo geantwordet sin worden, vnde hebben ok de van Dantzke wedder gescreuen,
dat se vnses breues auescriffte den steden des landes to Prutzen gesand hebben
vnde dat ze ok den suluen vnsen breff openbar vor eren borgeren vnde dem
gemenen copmanne hebben laten lezen vnde einen jeweiken don warnen, dat
he sik darvore ware, dat he nyn gud vppe de Russen en vore etc. Hirvmme,
leuen vrundes, begere wy vnde gebeden ju ok van wegen der gemenen stede
van der Dutschen henze, dat gi vormyddelst juwer macht darto donde vnde
darvore wesent, dat nymant mit schepen vnde gude de Nu en soke, darmede
do Russen getrostet vnde gesterket moghen werden, vnde efft dat iement dede,
sodanne schepe vnde gudere schole gi vpholden, in juwer stat to verwarende
bette vor de stede vp en recht. Wes denne de stede darvmme erkennende
vnde donde werden, dat yd darby bliue vnde wes jw, leuen vrundes, vorder
hirinne weddervarende werdet, begere wy, vns dat wedder to verscriuende
iTiit den ersten. Syt Gode beuolen. Screuen etc., Johannis Baptisten XXV.
Nach dem Concept auf Papier.
»CIi3iL%'lI.
Z)er Rath von Liibeck schreibt an den Rath von Kiel wegen etnes von Letzterem mit
den BrUdern Otto^ Heinrich und Henneke von Rantzau einzugehenden
Frtedens. 1425. Jun. 28.
Vruntliken grut vnde wes wy gudes vormogen tovorn. Ersamen leuen
vrunde. luwen breF an vns gesant van wegen des vredes, den gi mit den
Rantzowen vnde eren helperen gerne iiden wiilen bette to sunte Jacobes daghe
vorkomende den dach al vth, alse wy dat mit dem begrepen hebben. Leuen
vrunde, welken juwen bref hebben wy Otten Rantzowen laten lesen vnde desulue
Otte, Hinrich vnde Henneke Rantzowen brodere hebben vns mundliken togesecht
mit eren knechten, den erbenomeden vrede dergeliken mit juw to lidende vnde
to holdende. Ock so hebben se sick g0fl%eebti||liel van Seedorpes weghen, dat
650 1425. Jun. 28.
Seedorp densuluen vrede mit juw iiden vride holderi seal bette to sunte Jacobes
daghe, alse vorscreuen is, den dagh al uth sunder argelist. Beghere wy, leuen
vrunde, tnit den juwen to bestellende vnde darvore to wesende, dat van juwer
weghen dergeliken sunder arghelist de vrede geholden werde. Screuen in sunte
Petri vnde Pauli auende, vnder vnsern secrete, anno MCCCCXXV.
Nach einem der Kteler Stadtchronik entnommenen Abdt-uck im Neuen Staatshurgerlichen Magazin Bd, Vlly S, 103.
»Cl4XVIIl.
Suhne wegen Todtsclilags. 1425. Jul. 15.
Aersten Stacies, stekenitzeuarer, coram concilio et hoc libro recognouit,
se velle et debere pro emenda et satisfactione interfectionis Gesen, vxorem
legitimam Nicolai Hollanders, dicto INicolao dare X mrc. lub. den. in tribus
annis sequentibus sibi arnicabililer et expedite persoluendis et cum hoc tres
reysas facere debet, vnam in Aquisgrani, secundam ad beatam Virginem in
Golmis, terciarn in Wilsnacke, in salutem anime prePate Gesen, et cum hoc
Kersten Stacies et Nicolaus Hollander amicabiliter pacificati et concordati
sunt. Vnde dictus Nicolaus Hollander cum suis heredibus ex parte prefate
interfectionis Gesen, vxoris sue bone memorie, antedictum Kersten Stacies
et suos heredes pretextu illius penitus dimisit ab omni ulteriori monicione seu
inpeticione quitum et solutum. Jussu consulum hoc placitatum est inter pre*
fatas partes per Dytmarum Predeker, Michaelem, consules, et Marquardum Stale,
aduocatum in Molne.
Nach einer Inscription dea Niederatadtbuchs vom J, 1426, Divis. Apoat.
Erichy Konig von Ddnemarky giebt eine Entscheidung in einem Streite der Hanse-
stddte mit dem Vogt auf Gottland, Truth Basse, hetreffend die Ladung
eines bei Gottland gestrandeten Schiffes. 1425. Jul. 17.
Im jare XIIIF vnde XXV, XIIII daghe na sunte Johans Baptisten dach
midsomer, weren vorgaddert to Koppenhauen de eersamen radessendeboden van
den steden, van Lubeke her Hinrich Rapesuluer vnde her Tideman Steen, van
Rostoke her Johan Maeck vnde her Godeke Lancghe, van deme Sunde her
Symon van Oerden, her Diderick Brunswijck vnde her Euert Drolshaghen, van
der Wysmar her Johan Vreese vnde her Hinrich van Haren, van Gripeawolda
her Gosschalk van Lubeke vnde her Johan Velghast, van Gotlande her Johan
652
1425. Jul. 21.
Hermann Butenschone und Richard Lange verpjlichten sich gegen die Rathmdmer
Heinrich Rapesulver, Johann Maecky Simon von Urden und Johann Vrese
zur Erstattung von 1250 rri^y falls thnen die Tucker aus dem Schiffe des
Glaus Nielopj welche der Konig von Ddnemark ihnen auf Verwendung der
genannten Rathsherren einstweilen zugesprochen^ nicht sollten gelasseii werderu
1425. Jul 21.
VVy Herman Butenschone vnde Richard Lancghe. Bekennen in dessenrt
breyue, dat de eersamen heren, her Hinrich Rapesuiver, her Johann Maeck-,
her Syrnon van Oerden, her Johan Vreese, vmme vnser bede willen hebben
verborghet van vnsenie ghenedigen heren, deme konninghe, van erer sted^
wegen van dem gude, dat in schipper Clawes Nielope vpp Gotlande gebleue
was, XXVI ipersche, XLIX thomasche, X kumesche, VII popersche, II hel
popersche slachdoke vnde II halue popersche slachdoke vor Xllt^ mark lubesch ^
so beschedeliken, wanner de stede bi vnses heren genade werden komende t
dem daghe, de verramet is vpp Pinxsten neghest to komende^ vnde de dome
van Gotlande daer bi komen mid eren priuilegien, vnde de stede mit ere
priuilegien, weret danne sake dat vnszes herren genade vns de Xllt^ marc
atFspreke vnde se van den vorscreuenen heren gheeschet worden, des wy nich
en hopen, so loue wy Herman vnde Richard vorbenomed van vnser sted
weghen, den eersamen heren vorscreuen daer gued voer to wesen, vnde wille
se daervan schadeloes holden. Tor tuechnisse vnde to merer vorwaringe s
hebben wy Herman Butenschone vnde Richard Lancge vorscreven vnse ingezegl
an dissen breyff gehancgen, de gegheuen vnde geschreuen is in demejarevn^
Heren XIIIF vnde XXV, an sente Marien Magdaienen auende.
Nach dem Original. Mit beiden anhangenden Siegeln. Hermann Butenschone: Siegel mnd, 2^Iiq Ctm. ^■'•x
der Siegclfldche eine Hausmarke. Umschri/f, zwischen stark geperlten Kreisen: S* ^ftllKlll H Ottffllfl^Wf
Richard Lange: Siegel rund, 2^Iiq Ctm. Ueber einem Schilde, dessen schrdgrechter Balken mit df'^^
sechsstrahligen Sternen belegt ist, steht ein Helm, der mit zwei Flugeln besteckt ist. Schild und Helm totrd^^
von einer nackten zottigen Frau gehalten. Die Umschrift auf einem fliegenden Bande lautet: s' rtC^ttH fWJ9^
1425. Jul. 22. 653
Knappe Helmold von Plesse verkatift clem Rathe von Lubeck zum Behuf einer
neugestifteten Messe in Schlutup fiir 200 m^ eine jdhrliche Rente von
16 m^ aus seinem Hofe Parin und seinem Antheil an dem Doa^fe Rolofs^
hagen unter Vorbehalt des Wiederkaufs. M2/), Jul, 22.
Ik HeIino(l)t van Plesse, wonhafftich to Porrin in derne kerspele to dem
Dammeshagen^ knape. Bekenne vnde beluge openbare in dessein breue vor
alle den jennen, de en zeen edder horen lesen, dat yk vryes wolberadenen
modes niyt willen vnde vulborde myner negesten eruen vnde alle der jennen,
dt? dat to rechte vulborden scholden, redeliken vnde rechtliken hebbe vorkofft
vnde vppelathen in crafft desses breues den ersainen wisen niannen, heren
borgerniesteren vnde radmannen der stad liubeke, vnde dem eriiken manne,
heren Benedictus Wittenborge, vycario vppe P61e, sosteyn mark jarliker ewyger
renthe lubescher pennynge tho der nyen almissen vnde ewygen myssen beh6tf,
de zee to Sluckup in de nyen cappellen gemaket hebben, vor tweehundert mark,
de zee my tho willen nuchliafftigen getellet, betalet vnde bereth hebben, vnde
de ik vort in myne vnde myner eruen vromen vnde nut gekeret hebbe vnde
vth <:*gheuen, vnde sundergen tho mynem andele des dorpes to dem Roleueshagen
tho vryende. Desse sosteyn mark renthe scholen vnde willen yk vnde myne
^>"u^n fruntliken betalen vnde gheuen heren Benedictus Wittenborge vorbenomed,
^^se der vorscieuenon ewygen myssen ersten besittere, vnde na syneme dode
Hinrico, Otten van Gartzen sone, eft'te he bevellich is, prester to werdende,
^<^cler efft he denne prester is, vnde na den beyden alle den, de der vorscreuenen
"^yssen besittere zint, alle jar vpp sunte Mertens dach des hilligen bisschoppes
sunder vortogheringe bynnen der stad Lubeke tonoren vor aller renthe ane
alien hinder gantz vnbeworen in, vth vnde van mynen vorscreuenen houe to
Porrin vnde an niynen gantzen andele des vorscreuenen dorpes Roleueshagen
■^^legen in deme carspele to dem Dammeshagen des stichtes to Razeborch vnde
^'h alien des suluen houes vnde der ghudere tobehoringe, alse zee in eren
^■^den vnde scheden begrepen zint, id sy bewegelik effte vnbewegelik, droge
^dder nat, vnde slichtes mit aller vryheid, mit aller nut vnde mit allem rechte
^■^de richte, alse myne voruaren vnde yk der suluen ghudere wente heertho
ye vryest gebruket, genoten vnde beseten hebben, nicht myt alle vth to be-
s^hedende, also beschedeliken, effte in dessen soystein marken jarliker renthe
"^talinge jenige togeringhe, gebreck effte hinder schege, dat God vorbede, so
*^^bbet de vorsprokene ersame rad tho Lubeke vnde der nyen vorscreuenen
654 1425. Jul. 22.
inissen besittere vrye vnde vulle macht^ des vorscreuenen hones to Porrin vnde
inynes gantzen arideles an dem Roleueshagen ergenant mil gantzer tobehoringe
vnde vryheid vredesameliken to brukende vnde to netende to der suluen missen
besten vnde vroinen sunder bewernisse, hinder effte bysprake enes jewelken
to also langer tijd^ wente dat zee ere vorsethenen renthe vnde alie koste vnde
teringe, offt dar welke vnirne daen worden, nuchafftigen darvth wedder nomei%
vnde vpgeboret hebben sunder eren schaden. Auer weret dat en dar ok hinder^
gebreck effte bewernisse ane schege, dat God nicht en wille, so bin ykmit
mynen eruen schuldich vnde vorplichtet^ en alie gebreck vnde hinder upptc^-
richtende vnde zee des alles schaden deger to benemende vnde to enthenend ^
vngeweygert. Ok scholen vnde willen yk vnde rnyne eruen dem ersamen raJ ^
vorbonorned vnde der vorscreuenen rnissen besitteren des vorgenanten gudf^^
mil syner tobehoringe vnde darane desser sosteyn mark ewyger jarliker rentlE «
rechte waren vry. vnuorkofft vnde vnuorsath^ vnde beschermen vnde enlwere ^i
vor alie ansprake enes jewelken jegenwardigen vnde tokomenden, de to recht^
antworden wille, vnde ok nene renthe mer darane to vorkopende efiFte to vok*-
latende sunder des rades to Lubeke vnde der missen besittere vulbord vnd ^
willen. Ok en schall yk vnde myne eruen vnde nakomelinge noch yemand va mi
vnser weghene nenes dinges neten ofl'te bruken, id sy schelinge, veyde, kryct'B ,
orlege, ordel, bod, vorbedent, ban edder achte, vnde wat men des anden^
dencken efl'te vthspreken mach, darvan vnde darmede de vorscreuene miss^
vnde ere besittere jenigerleye wijs mochten hindert effte beschediget werden i «^
belalinge vnde in entfanginge der vorscreuenen renthe sosteyn mark vnde ere?^
vorbenomeden houetstoles. Ok en scholen zee der suluen renthe vnde ere «i
houetstoll nergen mede vorbreken effte vorwerken, van wat saken vnde anvall ^
dat scheyn muchte na gheystlikes vnde wertlikes rechtes esschinge. Aldus hebb ^
yk den vorsprokenen ersamen rad to Lubeke vnde heren Benedictus Wittert-
borge, alse des suluen lenes besittere, vor zee vnde ere nakomelinge in rouwelilc^
were vnde besittinge der vorscreuenen renthe mit crafft desses breues vnJ^
myt der daat wijtliken gewijset vnde voret, vredesameliken to brukende vnde t^
netende, bij alsodanem beschede vnde vorworden, wanner myne heren van
Mekelenborch, de noch vnmundich sint, mundich vnde mechtich werden. sodane
ghudere to lenende vnde to vorsegelende, dat yk vnde myne eruen denne van
stund an, alse wij van deme rade to Lubeke esschet werden, bearbeyden scholen
vnuorsumet vnde vnuortoghert, de vulbord der heren vppe dessen k6pp to
weruende bebreuet vnde besegelt vnde den suluen vulbordesbreff dessen
1425. Jul. 22. 655
koperen in ere were vnde beholt vngeseriget to antwordende, dat en darwol an
noge. Doch hebbet zee my der gnade geghund, dat yk vnde myne eruen, dewile
ivij leuen vnde waren, de vorscreiienen sosteyn mark ewijger renthe wedder-
kopen moghen alle jar in sunte Mertens dage vor twehundert mark lubescher
pennyngbe, den vorsprokenen rade to Lubeke vnde heren Benedictus Wittenborge
vnde eren nakomelingen to der vorscreuenen missen behoff to betalende^ mit der
plichtigen renthe vnde mit alien schulden in ener summen vmbeworen bynnen
der stad Lubeke mit ghuden pennyngen, alse dar denne ghenge vnd gheue
sint, ane dat hole gelt, vnde en ok jo den wedderkopp eyn halff jar thovoren
ihotoseggende. Vnde in der vorscreuenen wijse moghen na vnser aller dode
vnse heren van Mekelenborch de vorscreuenen sosteyn mark geldes ok wedder-
kopen. Alle desse vorscreuenen stucke loue yk Helmold van Plesse tho Porrin
vorbenomed vor my vnde myne eruen mit mynen nascreuenen truwen mede-
loueren, alse wij Bernd van Plesse, ridder, wonafftich tho denje Erpeshagen in
deiiie carspele tho deme Clulze, Helmold van Pentze to der Tarnevitze in derne
suluen kerspele, Berlold Hoykendorp to dem Broke des kerspels to der Kalk-
horst, Marquard Tarnevitze to der Tarnevitze an dem kerspele tho dem Klutze,
Woldemar Schotze to dem Nyenhagen des karspels to der Kalkhorst, Luder
Storm tho Torstorpe in dem kerspele to Bartzouwe, Thonyes Berner to Ghutouwe
^^s kerspels to den) Dammeshagen, vnde Detleff van Bockwolde tho Johan-
storppe in dem kerspele tho Dartzouwe, knapen, louen vnde seggen mitHelmolde
van Plesse vorgenomed vnde mit zinen eruen vor vns vnde vnse eruen vnge-
s^heden mit eyneV sameden hand vnde eyn jewelk besunderen vor vns alle, dem
^^'Samen rade tho Lubeke jegenwardich vnde tokomende vnde heren Benedictus
erbenomed vnde synen nakomelingen, der vorscreuenen missen besitteren, alle
^^sse vorscreuenen stucke truweliken, stede, vast vnde vnbrokelik to holdende
sunder alle argelist vnd insegent vnde degher ane alle behelpinge shevstlikes
^nde wertlikes rechtes, der wij iegen dessen kopp offte desse vorscreuenen
drticule samentliken vnde besunderen nethen etfte bruken mochten jenigerleye
wijs tho ewygen tijden. Des to groter bekantnisse vnde bewaringp hebben yk
Helmold van Plesse, houedman, vnde wij medelouere, alse Bernd, Helmold,
fiertold, Marqward, Woldemar, Luder, Tonyes vnde Detleff, alle vorbenomed,
vnse ingesegele eyndrachtliken myt vryeme ghuden willen vor vns vnde vnse
eruen gehenget vor dessen brefF. Datum anno Domini M^CCCC^XXV®, ipso die
beate Marie Magdalene.
Nach einer Abschri/t im Nieder$deh8%$eken Copianm§, Hb. V, fol, XLL
656 1425. Jul. 22.
DCIiXXll.
Der Rath von Wishy ersucht den Rath von Lubeck^ sich die strenge Durchfuhrung
des Verbots des Handels mit Russland angelegen sein zu lassen. 0. J-
(1425.) Jul. 22. '
ilLeilsanie grole rnit begheringhe alles gudes touorne. Ersamen hereii^
sunderghen guden vrunde. Vns is wgl to wetende gheworden, wo etlike schepe
gheladen mit ghesackeden solte vt Pnitzen van Dantzike synt ghezeghelt in de
Nu vp de Russen vnde etlike gheladene schepe mit heringe to Wyborgh, also
de koepman ^ so wy vornomen hebben, darvan in de hense horet^ dat vns
nicht nutte dunket^ nademe also de koepman swaerliken van den Russen
ghevangen vnde ghehindert is, also gy wol weten. Seghen wy gherne mit
ganlzer begheringe, juwer vorsighligen wisheiden guden raed dar vttodenkende,
des koepmannes nut vnde beste to besorghende vnde vns wedder scryuende^
wo men dat beleden mochte, dat des nicht en scheghe^ so langhe went dat
anders velle. Juwe ersamen wysheide syn Gode beuolen to langhen tyden, to
vns bedende. Screuen octaua Apostolorum, vnder vnser stad secret.
Consules
Wisbucensis Ciuitatis.
Aufschrift: Den ersamen vorsightighen heren borghermestern vnde raed-
heren der stad Lubeke, vnsen sunderghen guden vrunden, mit fTlite gescreuen.
Nach dem Original auf Papier. Mit au/gedrucktem theilweise erhaltenem dock unkenntlieh gewordenem Siegti
DCIiXXlII.
Der Rath von Lubeck sendet dem Rathe von Wisby mehrere das Verbot des Handel^
nach Russland betreffende Brief e und ersucht ihn, auf die Befolgung i^^
Verbots auch seinerseits zu achten. 0. J. (1425.) Jul. 22.
Consulibus Wisbu Gotlandie.
Vruntliken grut vnde wes wy gudes vermogen touorne. Ersamen be-
sunderen leuen vrundes. Juwen breff an vns gesand inholdende mangk mef
worden, wo dat etlike schepe geladen mit gesackedem solte ut Prutzen van
Dantzk gesegelt in de Nu vppe de Russen, vnde etlike geladen mit heringe to
1) Die Jahreszabl dieses und des folgcnden Schreibens crgiebt sicb aus M 663 und 666, die Uebereio'
stimmung des Datums Iftsst verschiedene Erkl&rungen zu.
nm u^ .'li
>f^ j/Jii'-f^ \l K**M1%*^t'M% 1 " '^VtU*J&^t ---=11' • •'t, — -
»
^muh^'lon^li^utr, iitrtii o*t u^i- li-jtM-f* ujvmj:*- iiujck^i ^^ oexBK ii«t ^n
friAk'4 lifrbl/^ iiiwwi *-*/#jc*;*'i<:^ t'> j:'^4*r. it*-!!^ l>ub«-iii:M irreut tai a*«
(iodi* liiMjoh'fi niifjd vnd** hkU^:U. ^'AtUk^u an fujr to M*oci»f- ai=»* «i»^' ^
(•KhrrM'ti cH|H'llarr iiU^^Kr^'M^M to d^iii^r 8chon#»riber£Le. :it. sum* -sa^taf!? &
vnder iiiyrMMiiif in^lM'n^t^^'K
AufscJivift: l)iMiM* ifmumfn voiHichti^heri hern, berx iircai -»-^
borgluM'inoHler to LuIm'Ik'. hyin« hi'r<*ii vnd<* ^liunner. kome bess^': i?"^
Eine Schuld an dt'.n Hulk von Lunchurg. 1425. Au^^ i-
DoininusTydfmHnmiHShM'ii, coiihiiI, i*l iiiaKisler PaulusOIdenbor:i-:-
notarius consulum luiiuH (^iuiliiliH LiihirrnMiH, coram libro recognouereru
5U05 heredes ooniuncla inaini tiMioii cotiHiilatni liUneburgensi in ^'' c^^-
den., cum ipsi per liUtMam dirti cMUiHulalUH monebuntur, expedite persolc
Durchstrtchen mit iler lit'infrkumj: llinririis vnm llaghen, ciuis Lubic
e\ pdite oonsulatus lainobiirj^rn^is jussit doltM'i diotam scripturam tan
p!eii!poten:> procurator.
660 1425. Aug. 29.
Ankauf von Schiefer fur die Petri Ktrche. 1425. Aug. 29.
1/omini Conradus Brekewolt^ Tydemannus Tzerrentin, prouisores, etBer-
nardus de Greuen, operarius parrochialis ecclesie sancti Petri, coram libro
recognouerurit, se ad usuin dicte ecclesie emisse a Hinrico Heghenynge iapides,
vulgariter scheuerstene, pro Illli^ mrc. lub. den. super Festo natiuitatis sancti
Johannis Baptiste proxime future IF mrc, super dicto festo natiuitatis sancti
Johannis Baptiste ultra ad annum li^ mrc, et super dicto festo natiuitatis santi
Johannis Baptiste iterum ad annum subsequens 11^ mrc. lub. den. prefata sunima
persolui debet ex parte predicte ecclesie sancti Petri. Et (si) in ultimo termina
dicta solucio non fieret, extunc super dicto festo sancti Johannis ultra ad annunn
dicta persolucio facere potest.
Hinzugefugte Bemerkungen ergeberij dass die Zahlung 1426, 1427 und 1429
geschehen ist.
Nach einer Inscription des Niederstctdtbuehs vom J. 1426, DeeolL Joh.
Pacht eines Hopfenlandes in Grummesse. 1425. Sept 8.
Johannes Lange etBenekinus van Byleuelde coram libro recognouerunt, se
coniuncta manu a domino Johanni Dartzawen ad tres annos conduxisse in huram
vnum ortum humulorum situm in antiquo pomerario in villa Crummesse, pro quibus
ipsi dicto domino Johanni Dartzawen quolibet anno dabunt octo mrc lub. den.
pro hura, et quando duo anni elapsi sunt, si extunc antedictus Johannes et
Benekinus dictum ortum humulorum pro precio sen hura prefata habere noiunt
uel si dictus Johannes eos super dicta curia habere non vellet, hoc cuilibet
alteri per vnum annum ante predicere debebit. Prefati Johannes et Benekinus
promiserunt, se velle et debere omnes rubeos hoppenrancken ut to hauwende
vnde witte rancken dar wedder in to leggende, et in eorum recessu debent
super prefata curia mittere LXVIIF stipites humulorum. Et si plures erunt,
ex hoc antedictus dominus Johannes cum ipsis debet se amicabiliter concordare
iuxta dictamen amicorum ambarum partium. Jnsuper antedicti Johannes ^^
Benekinus coram libro recognouerunt, se et suos heredes coniuncta manu teneri
domino Johanni Dartzawen et suis heredibus in octo mrc. lub. den. ex parte
antiquo censu infra tribus annis sequentibus amicabiliter et expedite persoluendiS'
Ntich einer Inscription dea Niederstadtbuchs vom J. 1426, Nativ. Mar,
1425. Sept. 8. 661
Insolvenz und Urfehde. 1425. Sept 8.
xetrus Hintceman, quondam villicus super curia Hinrici Crumuotes in
Padeluche, coram concilio et hoc libro recognouit, se et suos heredes teneri
Hiririco Crumuote et suis heredibus in LXXX marcis lub. den., pro quibus sibi
oninia sua bona et varendehaue. quaiiacunque sint et quas habet super prefata
curia, dicto Hinrico Crummuote libere coram concilio et hoc libro dimisit, ita
quod Hinricus Crumuot cum istis bonis potest se persoluere profatam summam
et omnia alia circa hoc faciendi seu dimittendi, quicquid sibi placuerit, absque
contradictione preFati Petri suorumque heredum seu alterius cuiuscunque. In-
super Petrus Hintzeman antedictus pro se et suis heredibus coram concilio
nfiedio suo corporali juramento jurauit seu fecit orueydam antedicto Hinrico
Crumuote et suis heredibus cum prouisione, se nunquam veile nee debere ob
prefatam causam ipsis inimicare aut aliquod malum uel dampnum affuturis tem-
poribus facere aut permittere Faciendi sub bona fide absque dolo et fraude
9^ouismodo.
Nach einer Inscription des NiederataMuchs vom J. 1426, Nativ. Mar.
DCLXXXII.
^^beretnkunft, geschlossen von dem obersten Marschall des Deutschen Ordens und
den Stddten Lubecky Rostock ^ Stralsund und Wismar mit Bevollmdchtig'
ten des Konigs Erich und dem Herzog Heinrich von Schleswig uber das
zur Schlichtung der Streitigkeit zwischen dem Konig und dem Herzog ein-
zuschlagende Verfahren. J 42 5. Sept. 10.
Witlik sy, dat de erwerdige here, her Walrauen van Hunesbach, ouerste
^arschalk Dudeschen ordens, vnde de ersamen rede der stede Lubeck, Rozstock,
Stralessund vnde Wismer, Ghode to loue vnde to nutticheid vnde to vromen
des gemeynen gudes, wente en sodane mishegelicheid vnde schelinghe, alse
dar sint twischen deme iriuchtigesten vorsten vnde heren, hern Erike, koninge
to Denemarken etc., vnde sinen rijken, van eyner, vnde den hochgebornen
vorsten, heren Hinrike, heren Alue vnde heren Gherde, hertogen to Sleswik etc.,
van der anderen zijden^ alse van rechtes vnde ordels wegen, alse de ergenomede
here koningh menet, dat he gewunnen hebbe vor vnseme allergnedigesten
662 1425. Sept. 10.
heren , heien Sigrnunde, Rornsrhen, Vngrischen etc. koninghe, vppe dat Iut-
tichdoiDe to Sleswijk vnde sine tobehoringhe, gentzliken let vnde enteghen sint^
sik gudliken darane vorarbeidet hebben, vppe dat vormyddest rnedewerkinghe
vnde gotliker huipe, des gheiiers ailes guden, sodane schelingc vnde myshege-
licheid to gutiikem vleghe vnde eyneni saligen ende komen inoghen in desser
v(ri)se. Interste hebben se vorramet twisschen den strengen vnde duchtigeo
ritteren hern Erike Cruinmedijke vnde hern Steen Bassen, des erbenomeden
heren koninghes Erikes vuiineclitigen sendebodon^ so se zeden^ alse van
des suluen heren koninghes wegen, vnde dem erbenomeden heren her-
togen Hinrike van siner eghenen vnde siner brodere weghen also: dat de
ergenomede here koningh Erik vnirne der uorscreuen mishegelicheid vnde
schelinge willen vppe sunte Jacobs daghe des apostels erst tokomende niit sik
hebben schal bynnen Flensborch veer vorsten edder heren, alse twe geisllike
vnde twe werlike^ de in der vorscreuen sake siner gnaden schedesheren sin
scholen, vnd des gelikos schal de ergenomede here hertoge Hinrik van siner
vnde siner ergenomeden brodere wegen vppe de uorscreuen stede vnde tijd ok
myt sik hebben veer vorsten edder heren, alse twe gheistlike vnde twe werlike,
de in der uorscreuen sake ere schedesheren sin; vnde de suluen achte vorsten
edder heren van beyden siden scholen dar uorsoken, wer se de erbenoineden
heren, alse den heren koningh Erik vnde hertogen Hinrike van siner eghenen
vnde siner brodere wegen vmme de uorgerorden schelinge icht in vrundschop
nach erer beyder willen vligen vnde vorenen moghen; vnde weret, dat se erer
in vrundschop nicht vlien noch voreynen en konden, so scholen de zulueri
achte vorsten edder heren vornemen beyder uorscreuen dele schriffte, breue
vnde inuntlike insaghe, der eyn islik deel meynet vmme der vorgerorden sake
willen in dem rechten to netende, vnde de lutterliken ouerweghen, alse wer
dat uorscreuen recht vnde ordel schole mechtich sin edder nicht, vnde darup
denne beyde uorscreuen deele myt rechte eyndrechtliken to vorschedende.
Weret auer, dat de uorscreuen achte vorsten edder heren sodaner rechtschedingc
nicht eyndreghen en konden, so scholen uppe de uorscreuen tiid vnde stede de
erwerdighe vnde grotmechtige here homeister van Prutzen, edder wene sin
herlichoid darlo sohicket, vnde de rede der erbenomeden stede Lubek, Rozslock,
Stralessund vnd(» Wismer, edder de se van en vte eren raden darto Schickel,
de beide uorscreuen deele, de se vor ere ouerschedeslude in der uorscreuen
sake eyndrechtliken gekoren hebben, se nach eren scrifften, breuen, bewisingen
vnde muntliken insagh^n na erer hogesten mogelicheid vnde vlite myt rechte
1425. Sept. 10. 663
vorschedenj vnde dat ok de vorscreuen prwerdige here, de homeister, de vor-
gerorden sake der entschedinge anname, dar scholen siner herlicheid beyde
uorscreuen dele vormyddest eren breuen vrundiiken vmme bidden. Vnde desse
uorscreuenen stucke hebben de ergenornede here hertoge Hinrik van siner
eghenen vnde siner ergenonieden brodere weghen vnde de erbenomede her
Erik vnde her Steen van wegen des ergenomeden heren koninghes Erikes an
beyden sijden so angenaniet. Doch de zuluen her Erik vnde her Sten hebben
dar buten bescheden de lande Tzilt vnde Fe^re, wente se zijk der nenewijs
mechtighen en wolden; auer de ergenornede here marschalk vnde de uorscreuen
stede willen deme ergenomeden heren koninge Erike dar gerne gudliken vniine
scryuen vnde bidden^ dat id sine gnade myt den landen Tzilt vnde F'^re bet to
dern vorgerorden daghe gnedichliken bestan late, alse id nu steyt. Vnde desses
to merer tuchnisse sint desser scriffle dre, der de eyne vte der anderen
gesneden, eynes luden^ vnde der hebben de ergenornede here hertoge Hinrik
eyne, de ergenornede her Erik vnde her Slen de anderen., vnde de erbe-
^omeden stede de dorden. Datum Lubeck, anno Domini M*^CCCC*XXV<^, feria
s^cunda infra octauam Natiuitatis Marie virginis gloriosissime.
-A^'arA einem dem Original im Geheimen Archiv zu Kopenhagcn cntnommenen Abdruck in Sejdelin ^ Diplomatarium
Flensborgense Bd. 1. S. 375.
DCIiJILlll.
^^ in Lubeck versammelten Hansestddte verlangen von dem Rathe von Bremen^ dass
er den Burgermeister Herbord Duckel in sein Amt wieder etnsetze und ihm
die ihm abgenommenen 200 V)^ zuriickgebej auch wegen des erltttenen Un^
rechts Genugthuung leiste. 1425, Sept 13.
Consulibus Bremensibus.
ijjrsamen guden vrundes. Wy begeren ju weten, dat de beschedene man
V)^neldey Duckel, des ersamen hern Herbordes Duckels sone, vns vorebracht
Vv^Uet van wedderwillen vnde schaden , de dem erbenomeden hern Herborde
f^rt ju weddervaren vnde bescheen sy van jw vnde van welken juwen mede-
borgern, alse van Johan Rythusen, Johanne Glazemakere vnde anderen ampten
vnde copluden, indeme dat gi dem erbenomeden hern Herberte affgeschattet
f jiebben twehundert mark lub. penninge wedder recht vnde alle redelicheit vnde
? ok wedder sodanne besegelden breue vnde bewisinge des gantzen landes to
664 1425. Sept. 13.
Rustringen vnde der ratgheuen des landes buten Jade, in weiketi breuen wy
doch vornemen vnde nicht anders erkennen, dan datsodanne breue vnde bewisinge
gut genoch vnde her Herborde in den tichten vnde zaken, aize eme mit jw
togelecht is worden^ vnsculdich sy vnde he vmme sodanner gewalt, dranges
vnde not willen juwen rad ouergeuen moste. Vnde nademe nu de erbenoinede
Doneldey sik hochliken vorbedet van sines erbenonieden vaders wegen, wy
stede scholden sines erbenonieden vaders rnechtich wesen to ere, to rechte
vnde to aller redeJicheit etc., so begere wy van ju, dat gi den vorscreuenen
hern Herborden wedder settent in syne stat vnde herh'cheit, dar he vor inne
wesen heuet, vorniiddelst vornoghinge vnde betalinge der vorscreuenen twe-
hundert mark, vnde eme ok vmme sodanne smaheit, gewalt vnde schaden genoch
vnde redelicheit weddervaren vnde bescheen moghe twisschen desset vnde alle
Codes hilgen dage erst komende. Wenne wen des nicht en bescheghe, so wille
wy stede vorder darvp verseen wesen, dat sodanne gewalt vngepyneghet vnde
vngestraffet jo nicht en blyue, dar alsodenne ju, juwer stat vnde den juwen
mer vnbequemicheit van enstunde^ en seghe wy nicht gerne vnde begeren
desses juwe bescreuene antword by desseme vnsem boden. Screuen des donre-
dages na Natiuitatis iMarie, vnder der heren des rades van Lubeke secrete, des
wy radessendeboden mede brukende sin to desser tijd, anno etc. XXV®.
Radessendeboden der genienen stede etc.
Nach clem Concept auf Papier.
«
Der Rath von Bremen erwiedert dem Rathe von Liibecky dass er sich eine definit^^^
Erkldrung in der Angelegenheit des Herbord Duckel vorbehalten mus^^'i
bis die zur Zeit abwesenden Rathsmitglieder zuruckgekehrt seien. U2^*
(Nach Sept. 13.)
Vnsen fruntligen grut vnde wes wy gudes vormogen. Ersamen here^?
sundergen guden frunde. So gij vns gescreuen hebt vmme hern Harbort^
Duckele etc., begeren wij frunth'gen juwer ersamheit weten, dat wij van groter
vnledicheit wegene vnses stichtes lande vnde lude, alse de hertogen van Bruns-
wig vnde Liuieborg vnses gnedigen heren van Bremen vnde vnse vyande mil
weiken andern sint geworden, juw nu tor tijd nen endlik antworde konen scriuen,
went en deil vnser mederadheren nicht to hus en sint, dede iigghen vppem
666 1425. Sept. 18.
tuni, decretum et ordinatum apud dictam ecclesiam Lubicensem in estuario
curie episcopalis, sub anno a natiuitate Domini millesimo quadringentesimo
vicesimo quinto, indictione tercia, die Martis decima octaua mensis Septembris,
hora terciarum uel quasi, pontificatus sanctissimi in Cbristo patris et domini
nostri, domini Martini diuina prouidencia pape quinti, anno octauo, presentibus
ibidem honorabilibus viris, domino Johanne Dagewaken, rectore parocbialis
ecclesie in Renneberghe Mindensis diocesis, et Johanne Offensen, camerario
capituli Lubicensis predicti, testibus ad premissa vocatis pariter et rogatis.
Nach dem Registmm quartum episcopi LXVIIII,
Der Rath von Bremen schretbt den in Lubeck versammelten Stadten, dass ste fals(A
berichtet seien, setzt ihnen den wahren Sachverhalt auseinander und erklari
sich schliesslich bereit^ auf eine Klage des Herbord Duckel nach Gebuhr zu
Recht zu stehen. 1425. Sept. 25.
Vnsen vruntligen grut vnde wes wy lieues vnde gudes uormogen touorn.
Ersamen heren, guden sundergen Frunde. So gi vns gescreuen hebben. dat
Doneldey Duckell, des ersamen hern Harbort Duckeln sone^ iuw vorebracht
heuet van wedderwillen vnde schaden, de sineni vadere ergenonipd van vns
wedderfaren sy, indeme dat wy dem vorbenomeden her Harborte IF lub. mark
afgeschattet schollen hebben wedder recht vnde alle redelicheit etc., begeren
wi iuw weten, dat wi des sint vnschuldich vnde dem vorscreuenen hern Harborte
nen gelt afgeschattet hebben, so gi scriuen, vnde wij dat node wolden gedan
hebben. Ok heft iuw Doneldey vorscreuen de sake vnrechte berichtet, went
dat anders geschen is vnde geleghen, dan alse he iuw vorebracht hefPt, went
in den tijden Doneldey nicht was to hus, darumme en wet he der sake suluen
nicht enkede, alse dat den ergenanten her Harborte suluen, wan he dat segghen
will, vnde mannigen manne woU witlik is, dat sick de sake anders heuet.
Vurder, so gi scriuet, vmme sodanner wait, dranghes vnde not willen her Harbert
vorbenomed vnsen rad ouergheuen moste etc., begeren wi juw weten, dat wy
den ergenanten her Harberte dar nicht to genodighet ofte drunghen hebben,
dat he vnsen rad ouergeuen scholde vnde moste, men na sines eghenen vryen
willen vnde rade siner frunde quam he vor den rad vnde danckede vns vnde
gaff up den rad, so in vnser stad sedelik is, weme vordrutt des rades, de
1425. Oct. 1. 669
Duckel vnde heft vns klegheliken berichteti, wo erne in der stad to Bremen grot
ghewald, hoen vnde vnrecht ghescheen sy. Bidde wij iuwe ersamicheit denst-
liken mit allem viite^ dat ghij hern Harberde vorghenomed ghunstich wesen
willen vnde behuipen, dat alsodane schicht, der hee vns berichtet heft, vnghe-
straffet nicht enbliue, uppe dat in andern ghuden steden des ock nicht enschee.
Dat vordene wij gherne vmme iuwe ersamicheit gudliken^ wor wij moghen.
Gode bliuet beuolen. Ghescreuen in sunte Remigii daghe, vnder vnsem secrete,
in deni MCCCCXXV yare nach der bord vnses Heren.
Consules Stadenses.
Aufschrift: Den ersamen wisen heren vnde radmannen der stad Lubeke,
vnsen leuen vrunden.
Nach dem Original. Das aufgedruckte Siegel ist erhcUten.
Urfeh.de des Knappen Heinrich von Buchwaldy Ludeke^s Sohuy geleistet dem Bischof
und Kapitel von Ratzehurg und dem Rathe von Lubeckj und den Knappen
Claus Parkentin und Detlev und Johann Scharpenberg unter Burgschaft
der Knappen Volmar Breide und Detlev von Buchwald zu Sierhagen.
1425. Octbr. 4.
Ik Hinrik van Bukwolde, Ludekens sone, knape. Bekenne vnde betughe
^P^nbare in desseni breue vor alsweme, dat ik den erwerdigen in Got vader,
'^ischoppe Johanne to Raczeborch, proueste darsulues, vnde deme gantzen
sticlite vnde den ersamen wijsen mannen, heren borgermesteren vnde rat-
"^^i^inen der stad Lubeke, eren medeborgeren, denren vnde al den eren vnde
siichtes alle den, de se mit rechte vordegedingen mogen, vnde den duchtegen
knapen Clawes Parkentine, Detleue vnde Johanne brodere geheiten de Scharpen-
^^Se, vnde eren vndersaten vnde slichtes al den, den desse orueyde anrorende
■
'^') gelouet vnde gesworen hebbe ene gantze, ware, vuUenkomene vnde vmbreklike
orueyde vor my vnde alle myne eruen, mage vnde vrunde, geboren vnde
^^geboren, vnde vort vor alle de genne, de vmme mynen willen don vnde
'^^en willen, mogen vnde scolen, to ewijgen tijden to holdende sunder argelist,
^^t) der sake wegen, dat ik in der vorbenomeden heren van Lubeke slote vnde
^^tignissen vorwart vnde gesat was vmme zake willen, de se strengeliken vnde
^^ my to sware mit rechte mochten gerichtet hebben, hadden se myne vrunde
vnde myne bede nicht gnedichliken angeseen. Vnde vorlato se des alle vnde
besunderen bij truwen vnde bij eren vnde bij myme eede vor my vnde vor
myne eruen vnde alle myne heren vnde vrnnde, geistlike vnde werltlike, van
alier maninge, wrake vnde tosprake, besunderen ailer haue vnde gudes. dar
my de vorbenomeden heren van Lubeke leten mede vpgripen^ vnde loue vnde
swere vp dessen suluen brefF mit vtgestreckeden armen vnde vpgerichteden
vingeren vmbedwungen mit vrijgen willen vnde ane jenigerleie vruchte edder
vare sunder argelist stauedes eedes to den hilgen, dat ik der suluen vorbeno-
meden heren bischope, proueste vnde eren vndersaten, heren borgermeisteren,
ratmannen, ere borgere, meynheit^ ere nakomeiinge, ere denre, vnde Clawese,
Detleue vnde Johanne vorbenomed, vnde eren vndersaten van der vorscreuenen
sake numniermer vyent werden wil noch en seal, noch nemant van myner
wegen, sunder ik wil ere beste weten, weruen vnde don, wor ik kan vnde mach;
ik wil dar ok nummer mede sin in rade edder dade, heimeliken edder open-
bare, dar se e^der ere gud beschedeget werden, vnde dancke em alles gudes.
Vnde wij Wolmar Breide vnde DetlefT van Bokwolde tor Syrauen, knapen, be*
kennen vnde betugen openbare in dessem breue, dat de erbenomede Hinrik van
Bukwolde, Ludekens sone, den vorscreuenen heren bischope, proueste vnde
eren vndersaten, heren borgermeisteren vnde ratmannen der stad Lubeke vnde
al den eren, Clawese, Detleue vnde Johanne erbenomed vnde eren vndersate
alle vorscreuenen stucke gelouet vnde gesworen heft, also hir vor geroret is
Vnde wij suluen Wolmar vnde Detleff, (u, s. w. wie gewohnlich). Datum ann
Domini IV1°CCCC**XXV% ipso die Francisci martiris.
Nach dem Original. Mit drei anhangenden Siegein. Vergi, Siegei des M.-A, Heft 3, p* 13 No, 36 und
Heft 5, p. 41 vnd 42.
nciLC.
Urfehde des Hans Mertens, geleisiei dem Bischof und Kapitel von Ratzeburg^ der^
Rathe von Lubeck und den Knappen Claus Parkentin und Deilev un^
Johann Scharpenberg , unter Biirgschaft der Knappen Lemmeke von Buck-^
wald zu Ekelsdorf und Eggert Hake. 1425. Oct. 4.
Ik Hans Merteris. (Der Wortlaut ist mut. mut. ubereinstimmend mit Nr. 689.)
Datum anno Domini MCCCC^XX^V, ipso die Francisci martyri.
Original auf der Trese. Mit drei anhangenden Siegein. Das erste ist gam wie das des Hans Witte (M 6$1)
tin aufrechter Pjricmen mit gespaltenem Griff. Statt Lemmeke v. Buchtoalds Siegei ist das des Heimridi
angehdngt. Siegei des M.-A. Heft 3 p. 13. Eggert Hake ebend. p. 28.
1425. Oct. 4. 671
Urfehde des Hans Witte^ geleistet dent Bischof und Kapitel zti Ratzehurgy dem Rathe
von Lubeck und den Knappen Glaus Parkeniin und Detlev und Johann
Scharpenberg, unter Burgschaft des Lemmeke von Buchmald zu Hemmingstorp
und des Knappen Detlev von Buchwaldy Siverts Sohn. 1425, Oct 4.
Ik Hans Witte. (Der Inhalt ist mut. mut. ubereinstimmend mit Nr. 689.)
Datum anno Domini MCCCCXXV% ipso die Francisci martiris.
Original auf der Tre$e, Mit drei anhdngenden Siegeln. Hans Witte: wie Hans Mertens (M 690)^ nur mit ver-
schiedener Omschri/t, VergL Siegel des M.-A, Heft 3, p. 13 und 14, Nr. 37, 38.
Schlichtung etnes Streits zwischen dem Vogt in Travemunde und dem Rathsschenken
uber die von Letzterem den Gutern des Ersteren zugefugten Beschddtgungen
1425. Oct. 9.
lydekinus Oldedorp, aduocatus in Trauenemunde, alias coram concilio
inpetebat Hinricum de Drantbem, pincernam dominoium consulum, ex parte
quibusdam spoliacionis seu dampnis sibi in et sub curia in Lokwisch factas.
Tamen dicte partes ex hoc per dominos consules amicabiliter sunt planati et
concordati, vnde Tidekinus antedictus cum suis heredibus prefatum Hinricum
de Dranthem et suos heredes pretextu illius ab omni ulteriori monicione et ab
<>n)nibus aliis monicionibus seu inpeticionibus^ quas ad ipsum habuit uel habere
potuit quouismodo usque in presentem diem^ penitus dimisit quitum et solutum.
Nach einer Inscription des Niederstadthuchs vom J. 1423, Dionysii.
DCXCIII.
Suhne wegen Todtschlags. 1425. Oct. 9.
Johannes Hanenpol^ ciuis Lubicensis^ tamquam plenipotens procurator
filiorum Godekini Schomakers bone memorie, per Johannem Mekelenborch alias
in villa Vrezenborch interfecti presens concilio et hoc libro recognouit^ quod
Johannes Mekelenborch^ Hlius antedicti Johannis Mekelenborch^ sibi et filiis
prefati Godekini Schomakers satisfecisset ex parte interfectionis dicti Godekini
jSchomakers. Vnde Johannes Hanenpol antedictus nomine sui suorumque here-
duni seu ex parte prefatorum filiorum Godekini Schomakers aut eorum heredum
672 1425. Oct. 9.
nascituris aut nascendis antedictum Johannem Mekelenborch et suos heredes
et amicos pretextu illius penitus dimisit ab ornni uiteriori monicione seu im-
peticione quituni et soluturn.
Nach einer Inscription dett Niederstadtbuchs vom J. 1423, Dionysii,
I»€XGI¥.
Lippold BodeckeVy Kapellan des Raths von Lunehurg^ bekennty von den Kdmmerei"
herren in Lubeck 360 mfi zur Ablosung einer von dem Lubecker Burger
Hetnrich von Hachede dem Liineburger Burger Dietrich Grabow uber-
vnesenen Weichbildsrente nebst 10 m^ fdlliger Rente in des Letzteren Auf-
trag in Empfang genomrhen zu haben. 1425. Oct. 10.
Ik her Lyppold Bodeker, cappelian der ersamen heren, des rades to
Luneborch. Bekenne vnde betughe openbare myt desserne breiie vor allesweme,
alse ik des gheinechtiget byn van Dyderke Grabouwen, borgere to Luneborch,
na inneholde enes machtbreues van dem ersamen rade to Luneborch vorsegelt,
dat ik to der ndghe vpgeboret vnde entfangen hebbe van den ersamen heren,
dem rade der stad Lubeke vnde van eren kemereren, drehundert mark sestich mark
vnde darto teyn mark lubescher penninghe bedagheder renthe, alse van weghen
vnde to behoeff Dyderikes Grabouwen erbenomed, vor vtlosinghe der twintich
nriarke wicbelde renthe, de Hinrik van Hachede, borger to Lubeke, Dyderke
Grabouwen vorscreuen in der stad Lubeke ouersten boke bewijset hadde. So-
daner vorscreuen drehundert mark sestich mark vnde teyn marke lubesch be-
daghe(de)r renthe vorlate ik her Lyppold vorbenomed van wegen des vorscreuenen
Dyderkes Grabouwen de heren^ den rad der stad Lubeke vnde ere kemerere,
van vorder maninghe vnde tosaghe gentzliken qwijt, leddich vnde loes, vnde
hebbe des to merer witlicheid des vorscreuen Dyderkes Grabouwen ingesegel
witliken vnde myt guden willen gehenget an dessen breff, de screuen is na
der bord Cristi verteynhundert jaer darna in dem viffVndetwintigesten jare, des
midwekens na sunte Dyonisii daghe.
Nach dem Original. Mit anhangendtm Siegel. Es ist rund, 2^1^ Ctm. Ein Schild zeigt einen krtuxwtiie
schraffirten Querbalkeny daruber zwei^ darunter einen (sehr verdrtickten, dock toie es scheint zweifeUosen)
FngeUkopf. Umschrift: DIDeRIK <. eRTCBOWG.
674 (1425). Oct. 41.
erbenomed na inholde des recessus an vorjaren van den steden verramet be-
uolen hebben den ersamen vnsen leiien vrundes^ den van Hamborch vnde
Luneborch, vnde begeren andachtliken, wanner jw de van Hamborch vnde
Luueborch darvnime verscriuen, dat gi denne de juwe vulinecbtich by se senden,
wente wy den suluen vnsen vrundes van Hamborch vnde Luneborch vnse macht
darinne geuen hebben, ju vnde den erbenomeden hern Herberte in guthcheit
to verschedende; vnde dat gy ene des ok nicht enthoren, dat duncket vns hoch-
geraden sin, wente wy anders de zaken vngepyniget vnde vngerechtuerdiget
nicht laten en mochten. Screuen vnder der heren van Lubeke secrete etc.
Radessendeboden etc.
Ncich dem Concept auf Papier, demselben Blatte, au/ weichem auch der vorhergehende Brief gesckriehen %»t.
DCXCVll.
Der Rath von Liibeck zeigt dem Rathe von Bremen an^ dass die Stddte Hamburgj
Luneburgy Stade und Buxtehude von den Hansestddten beauftragt seien,
den Zuoist mit Herbord Duckel freundschaftlich auszugleichen ^ und dass,
wenn dies nicht gelinge, die Sache auf dem ndchsten Hansetage zur Ent-
scheidung kommen musse. 0. J. (1425) Oct. 13.
Prudentibus et circumspectis viris^ dominis proconsulibus et consulibus
ciuitatis Bremensis, amicis nostris dilectis.
Vnsen vruntliken grut vnde wes wy gudes vormogen touorn. Ersamen
guden vrunde. Alse gij den eriiken radessendeboden der gemeynen henzestede,
de latest bynnen vnser stad to dage vorgaddert weren, vnde vns van des er-
samen hern Herbordes Duckels vnde Doneldeyes, sines sones, wegen vnder mer
worden gescreuen hebben, mogen de suluen her Herbord vnde sin sone edder
sine vrund iw clage nicht vorlaten, gij willen en alletijd don, des gi en van
ere vnde rechtes wegen plichtich sint to donde., dar sik dat ymme rechten
borel, dar de stede vnde wij iuwer to scholen mechtich wesen etc., hebbe wij
wol vornomen vnde in den namen der gemeynen stede vnde van beuolener
macht wegen, de wij van en hebben, vnde vppe ordinancie, der se in vortijden
eyndrechtliken vmme bestentnisse willen des gemeynen gudes vorsichtichliken
vorramed hebben, rade wij vnde essche iw, dat gij vmme vredes vnde guder
eyndracht willen van clage wegen, de de ergenante her Herbord vnde sin sone
edder sine vrund to iw hebben, iuwe vulmechtigen sendeboden schicken bi de
676 (1425. INach Oct. 13.)
so dat he den rad ouergheueri moste, darvmme g\] in enen andern breue dem
vorbenomeden rade geraden vnde se gheesschet hebben na welker ordinancien
vor de veer stede scriphliken genompt Hamborg, Luneborg, Stade vnde Buxste-
hude etc. Begeren wij iuw weten, dat vns kendlik is vnde wij enkede irfaren
hebben, dat iuw sodanne sake vnrechte is vorebracht, went sick de sake so
nicht en hefft, vnde se her Harborte nen gelt aFgeschattet vnde ok vth sinen
state vnde herlicheit nicht hebben gesatt noch gedrungen, so gi gescreaen
hebben ^ men de ergenante her Harbort mit sinen frunden quam vor den ra(
vnde danckede dem rade. Mochte de vorbenomede her Harbort de sul
borgermestere vnde rade hir enbouen, dat se sick des ok vnschuldich segghen-.
jerghen vmme schuldigen, se willen eme don so vele, alse wy segghen^ des s(
en van ere vnde van rechtes wegene plichtich sint, alse her Harborte dat voi
vns ok wol boret vnde themet to nemende, nachten he vnses stichtes beleendi
man is. Worumme bidden wy iuw fruntligen, dat gi den vorbenomeden her
Harborte berichten vnde so beleeren, dat he den vorbenomeden rade to Bremei
vnsen leuen andechtigen, claghe vorlate ofiFt ere vnde recht vor vns van ei
neme vnde dat he noch gij ze vp nene kost, arbeit vnde belastinge bringei
Dat willen wij fruntligen vmme iuw gerne vorschulden. Wes se vnser beck
vnde iuwer berichtinge geneten mogen, begeren wij iuwe bescreuene antwon
by dessem boden. Gegeuen vp vnsem slote Delmenhorst, vnder vnsem secret
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wisen borgermesteren vnde ra <jl-
mannen to Lubeke, vnsen guden frunden.
Sack dem Original auf Papier. Mil aufgedrttcktem theilweise erhaltenem Secret
Der Rath von Lubeck giebt den Rdthen von Wismar, Rostock und Stralsund KenntUr
von einein Furschreiben des Konigs Erich von Ddnemark fur zwet we^
Uebertretung des Verbots des Handels mit Russland in LUbeck gefan^
gesetzte Ddnen^ und bittety den gleichfalls angelegten Entwurf einer (M
lehnenden Antwort zu genehmigen. 0. J. (J 425). Oct 14.^
Wismariensibus, Rostockcensibus et Stralessundensibus.
Vnsen vrundliken grot mit wunsche alles guden touoren. Ersame^
leuen vrunde. Id schach kortliken, dat wij dre gesellen, de Nouwerden tege0
1) Der Brief ist auf demselben filatte Papier gcschrieben, wie JV 697, daher die Datlrta^L ''*
(1425). Oct. 14. 677
der stede ordinancien. also de reyse heft gesloten wesen^ mit gude, dar se de
Russen mede sterkeden, versocht hadden, in vnser slad mit gude, alse wasse
vnde werke, dat se van den Russen wedder koft hadden, beslagen hebben, vnde
hebben de suluen gesellen in vnse slote setten vnde dat gud arresteren vnde
vorwaren iaten. Vnde wente nu de irliichtigeste vorste vnde grotmechtige
here, here Eric, koning to Denenriarken etc., vns vor de suluen gesellen ge-
screuen heft na lude eyner auescrift siner herlicheid breues hirane besloten,
so mene wy, sinen gnaden, so verne id iuwer wisheit behaged, van vnser aller
wegen dar wedder vp to scriuende na lude eynes rames hir ok ane besloten.
Vnde wes iuwe meninge vnde wille hirane to donde is, begere wij vns vnvor-
togerd to scriuende bi dessen boden. Vnde bouen alle dunked vns nutte vnde
noed sin, datmen desse zake in dwange vnde strengicheit holde, so men vter-
likest kan vnde mach. Sijt Gode beuolen. Screuen vnder vnsem secret, vppe
sunte Calixti dage.
Entwurf eines Schreibens an Konig Erich.
Otmodige irbedinge williges densles tuchtliken vorgescreuon. Irluchtigeste
hochgeborne vnde clare vorste, gnedige letie here. Iuwer koningliken gnade
breff an den erliken rad der stad Lubeke gescreuen, ynneholdende, wo Hermen
v^aiiime Kroghe, Jacob Glashagens knecht, Joste, iuwer gnndeu knecht, vnde
^ndere iuwer gnaden vndersaten, de vte Russlande mit eren guderen, de se van
^^ti Russen gekoft hadden, in ere stad gekomen sint, in ere torne gelecht vnde
^^ cJe suluen gudere genomen scholen hebben, vnde dat iuwe gnade sik io
^^rtnodet hadde, dat iuwer gnaden vndersaten mit den eren velich to vnde aflF
kon^en scholden in ere stad in eren redeliken weruen etc., hebbe wij werdich-
likon^ so sik wol temede, entfangen vnde gutliken vornomen. Vnde iuwe
■^^ninglike gnade mach vns getruweliken wol gelouen, dat vns alien iuwer gnaden
vndersaten in redeliken weruen allewege mit den eren wilkomen sint, vnde wij
^^en en gerne vmme iuwer gnaden leue willen dat beste, dat wij vormogen,
v>*de stededen ok vngerne, dar wij id wisten, dat en jenich vnwille schege mit
^^rden edder mit werken. Auer dat de ergenanten Herman vnde Jost etc. mit
d^n guderen, de se hir gebracht hebben, getoued sint vppe recht bet to der
Slede vorgadderinge, dat en is, leue gnedige here, vnse zake allene nicht,
sunder der gemeynen stede vnde copmannes der Dudeschen henze, alse iuwe
koninglike gnade des, eft God wil, wanne de stede bi iuwe gnade komen,
grnodiiken wol mach vnderwiset werden. Vnde wy hopen, wan iuwe koninglike
678 (1425). Oct. 14.
gnade also gudliken vnderwiset is, iuwe angeborne gude vnde koniriglike hoch'
werdicheit wille sodane vnlymplik vnde, alse vns dunked, vnredelik werft', alse
de ergenanten Herman vnde Jost etc. gehandelt hebben, strafen vnde recht-
uerdigen helpen. Vnde wanne sik ok Jacob Glashagen kennen vnde suluen
richten wolde, so wet he wol, wer he sinen erbenomeden knecht in rechtuer-
digen edder vnrechtuerdigen weruen to desser tijd vtgesand hebbe, vnde wij
bidden deniotichliken, juwe gnade vns desse touynge der erbenomeden Hermens
vnde Jost etc. to nynen vnhulden enkere, wente iuwe gnade, eft God wil^ vin-
dende werd, dat se vmme rechtuerdicheid des gemeynen besten vnde erlikes
redeh'kes dwanges willen geschen is. Iuwe koninglike maiestat vnde vorstlike
hochwerdicheid beware de almechtige God to langen saligen tijden^ allewege
ouer vns bedende. Screuen vnder der stad Lubeke ingesegel, des wij sanient^
liken bruken.
luwer koningliken maiestat odmodige borger-
meistere vnde radnianne der stede Lubeke^
Rozsteke, Sirallessunde vnde Wismer van erer
egenen vnde der gemenen stede wegen van
der Dudesschen henze.
Nach dem Concept avf Papier.
Die Knappen Ludeke Blucher und Glaus Bralsiorp erkldren, dass sie wegen der Zer-
storung ihrei* Hofe und Outer durch die Diener des Raths von Luhd
keine Anspruche mehr an denselben haben. 1425. Oct. 27.
Wy Ludeke Blucher vnde Clawes Braalstorp, knapen. Bekennen vnJe
belugen opembare in desseme breue vor allesweme, dat wij de erbaren heren,
borgermeistere vnde radmanne der slad Lubeke, ere borgere, inwonere, denere
vnde alle de eren, de ene myt rechte boren to vordedingende, gensh'ken vndf
all vor vns vnde vnse eruen vnde alle de yenne, de vmme vnsen vnde viiser
eruen willen don vnde laten scholen, willen vnde rnoghen, vorlaten hebben qwi|ti
leddich vnde los vnde vorlaten se ok in craHt desses van aller ansprake, i^
wy yenigewijs to en uiochton gehat hebben bett in dessen dach edder iegfO'
wordich to ene hebben mochten^ vnde besunderen darvmme, dat ze vns y*
vnde vnder opembarer veyde vnde vorwaringge vnse houe, vesten vnde gudere
affbernen vnde dat vnze nemen leten. Vnde noch wij noch vnze eruen 60
680 1425. Oct. 28.
niangnus caldarius cupri ponderis duas libras naualibus et quatuor lyspunt cum
ipsorum afferrameritis permurata Detleuo Erpen appertinere. Et idem Albertus
recognouit, se preFatam sartaginem et caldarium a dicto Detleuo Erpen con-
duxisse in huram, pro quibus sibi annuatim dabit due marce lub. den. pro
hura, et quando dictus Albertus hoc Facere ulterius noluit uel quando Detleuus
sibi dictain sartaginem et caldarium ulterius permittere non vult, hoc cuilibet
alteri per medium annum ante preintimare debebit et extunc Albertus ante-
dictus dicto Detleuo preFatum pondus sartaginis et caidarii libere e conuersc^
restituere et presentare debebit absque contradictione cuiuscunque. '
iVocA einer Inscription des Siederatadtbuckt vom J. 1426, Sim, et Jude.
DCCIIl.
Heinrich, Prior des Karthduserklosters Marienehe bet Rostock ^ beglauhigt bet d^r- m
Rathe von Lubeck den Klosterbruder Marquard Quakenbriigge ah bevo -^•
mdchtigt, um Namens des Hermann Schipmann^ ebenfalls Klosterbrude^^s^
eine diesem zustdndige Leibrente von 20 m^ in dem Haicse des Hcc -tis
Holthusen am Klingenberg tilgen zu lassen. 1425. Nov. 15.
Jw ersamen vnde wijsen mannen, hern borghermeysteren vnde v^m^A-
mannen der stad Lubeke^ vnsen leuen heren vnde ghdnstighen vrunden, don ^^y
broder Hinrik, prior, vnde dat ghantze conuent des buses vnde Carthuser clusters
Marienee by Rozsteke witlik openbare betughende in dessen breue^ dat vm
berichtet heflt broder Hermen Schypman, vnse medebroder, wo dat he be//e
herto in Hanses Holthusen huse, juwes medeborgers vnde syner suster mannes, .
beleghen by deme Clingenberghe, ghehad hebbe twintich marke lijffrenthe jar-
likes, vnde dat syk nu de ergenomede Hans^ syn swagher^ so gudliken mid
eme darvmme vorghan hebbe, dat id syn wille wol sy, dat men de vorscreuenen
XX mark lijffrenthe cancellere vnde vte juwer stad boke delghe, so verne id
vnse- wille sy, also dat dat vorscreuene hus van der vorgeroreden renthe vry
werde. Vnde wenle id, leuen heren vnde vrunde, vnse wille wol is, dat mende
vorgeroreden lijffrenthe vppe sodane vruntlike eyndracht, also de erghenooiede
Hans myt deme erbenomeden broder Hermen vorramed hefft, delghe, so heft
de sulue broder Hermen mit vnsen willen vnde vulborde in der besten wijse)
1) Vcrroietbungcn und VerpfUDdungcD von BraupfaDncn, als besondere Kechtflgesoh&fte , oboe BinaefclMi te
Hftuser, in dcnen sic standcn, kamcn roebrfacb vor.
1425. Nov. IS. 681
SO he van rechtes wegen scholde vnde niochte^ vulmechtich gcmaket broder
Marquard Quakenbrugge, vnsen medebrodei., yeghenwardich wijser desses breues^
also dat de sulue broder Marqnard de vorscreuenen XX inarke lijffrenthe nioghe
delghen vnde cancelleren laten in vnde vt juwer stad boke. Vnde wes de er-
genomede broder Marquard darbi deyt vnde let, dat wille he vnde wij van siner
wegen stede vnde vast holden to evvighen tijden. Vnde desser vorscreuenen
dinge to mer tuchnisse so hebbe wy mit willen vnde witschop vnses conuentes
inghesegel ghehenghen laten vor dessen breff, de ghegheuen vnde ghescreuen
in vnsenie vorscreuenen huse Marienee, na Codes bort veerteinhundert yar
in derne vijflVndetwintigesten yare, des neghesten donredaghes na den feste
3unte Mertens des hiliigen biscoppes.
Sack (km Original. Mit auhangendem Siegel in (jriinem Wachs, Es ist elliptisch^ 6'Vio Ctm. /loch. Unter
:wei aher einander yethHrmten Haldachincn ateht links eine Maria, rechts vor ihr ein Engel; avf einem
Bande, welches der Engel in der Hand halt, der Gruss: are Maria. Umschri/f, durch die Spitzen der
heiden Baldachine getrennt: sigiffum 6omus sQitcfe marie orMnts carf^uctmctum.
DCCIV.
J^er Rath von Lubeck mahnt den Rath von Bremen um eine Antwort auf das friihere
Schreihen in der Angelegenheit des Herbord Dnckel 0. J. (1425.) Nov. 15.
Prudentibus et discretis viris, doniinis proconsulibus et consulibus ciuitatis
Brernensis, amicis nostris dilectis.
\ nsen vrundliken grut vnde wes wy gudes vormogen touoren. Leuen
besunderen vrunde. Alse gi wol weten, dat iw de stede, de latest bynnen
vnser stad to dage vorgaddert weren, screuen van des ersarnen hern Herbordes
Duckels wegen, iuwes rades borgermeysters^ des gi vns iuwe antword darvan
ouerlang wol mochten wedder benaled hebben, vppe dat wy dat den vorscreuenen
steden vort niochlen geschicked hebben, also hebben vns de vorscreuenen
stede dar nu vnmie gescreuen, sik sere wunderende, dat en van iuwer wegen
in der vorgeroreden zake noch nyn antword geworden en is, vnde menen lichte
etlike, dat wy iw den breff an iw van en darvan gescreuen vormyddest vor-
sumenisse nicht gesand en hebben. Worumme, guden vrunde, wy noch begeren,
dat gi vns des bi dessen boden iuwe vnvortogerde antworde scriuen, vppe dat
V9i] dat den steden, de dat mede anrored, vort benalen mogen. Ok, gude
vrunde, hadde vns wol redelik vnde lympelik ducht sin, vnde ok io des werdes
86
682 1425. iNov. 15.
wol^ dat gi de stede so lange nicht en hadden sunder antword gelaten. Sijt
Gode benolen. Screuen vnder vnser stad secret, des donredages vor sunte
Elisabeth dage, anno XXV^
Consoles Lubicenses.
Nach dem Concept au/ Papier.
Der Rath von Bremen bittet den Rath von Lubeck abermalsy es zu entschuldigen,
dass er bet fortdauernder Abwesenheit rnehrerer Rathsmitglieder eine Er-
kldrung hinsichtlich der Angelegenheit des Herbord Ducket nicht geben konne.
1425. s. d. (Nach Nov. 15).
Vnsen fruntligen grut vnde wes wy gudes vormogen touoren. Ersaineri
sundergen frunde. So gi vns gescreuen hebt, dat juw vnde den steden, den dat
inede anrorende is, alse gi vns van hern Harbortes wegene Duckeln gescreuen
hadden, zeer vorwundernde was, dat wy iuw nen antworde screuen etc., mach
iuwer leue wol vordencken, dat wy van der suluen sake wegene, do gi vns
ersten darunnme toscreuen, iuw eyn antworde wedderscreuen vnde nv nelkest
ton andern male weten leten, vnser mederadheren van des kryges wegene, dat
de hertogen van Brunswyk vnde Luneborg vnses heren van Bremen vnde vnse
vigende sint geworden', nicht by der hant weren, men so vro de to hus quemen,
wy iuw eyn antworde wolden laten weten by vnses sulues boden etc. Des so
is de ergenante vnse here van werues wegene vnde besten sines stichtes buten
landes, vnde weike vnser mederadheren sint nicht to hus, de wy darby. hebben
wolden, iuw vnde den steden eyn antworde to scriuene, de wy doch menen in
korten tijden to hus to komene, so willen wij iuw, int ersto dat wij mogen^
eyn antworde by vnsen eghenen boden weten laten, vnde dat iuw desset aldus-
lange is vorlettet, is vorbleuen vnde gescheen vmme sake willen, alse vorscreuen
is, darumme enwillet dat vor nenen vnwilllen nemen vnde entschuldigen vns
desses antworde vorbliuenge sunder vnse vnschult to den steden ergenant. Dat
willen wij vmme iuw gerne vorschulden. Sijd Gode beualen. « Screuen vnder
vnser stad secret, anno etc. XXVto.
Borgermeistere vnde radman
der stad Bremen.
1) Vgl. Duntze, Gesch. d. SUdt Bremen Bd. 2. 8. 319.
684 1425. Dec. 7.
»€€V1I.
Der Rath von Bremen bezeugt ahermals, doss er gegen Herbord Duckel kein Unrech
begangen habe, lehnt es abj den Schiedsspruch der Stddte Hamburg, Lune-
burg, Stade und Buxtehude anzuerkennen , erbietet sich dagegen^ vor dm
Erzbischof von Bremen zu Recht zu stehen. 1425, Dec. 7.
Vnsen vruntlikeri grut vnde wes wij gudes verrnogen touoren. Ersamen
heren vnde guden frunde. So gi vns in vortijden screueru dat iuw Doneldey
Duckel geclaget hadde van wegene sines vaders her Harbortes Duckeln^ dat
wij erne afgeschattet hadden IF lubessche mark wedder recht vnde alle redeh'cheit
vnde darto ghedrunghen vnde genoediget. dat he den rad moste ouergeuen, dar
'wy iuw do vp screuen, dat wij des vnschuldich weren vnde enie nichtes afge-
schattet hadden vnde en ok vth sinen state vnde herlicheide nicht ghedrunghen
noch gesatt, vnde wolden darvmme don so vele, alse wij van ere vnde rechtes
wegene plichtich weren, dar sick dat geboerde, dar gi vnser to scholden
mechtich wesen etc. Des vns iuwe leue auer screff vnde gi vns radden vnde
esscheden vor de veer stede, alse Hamborgh, Luneborg, Stade vnde Buxstehude
na hide der ordinaneien vnse vultiiechtigen sendeboden dar to hebbene, de
vns an frundlicheit mochten voreenen etc. Begeren wij iuw weten, dat iuw
vnde vns wol is witlik, dat wij na lude der ordinaneien nicht en doruen noch
plichtich syn, vor de stede darvmme to komene vnde to antwornde, nadeni
dat wij vnschuldich weren des, alse iuw geclaget is, vnde noch vnschuldich
sint, so wi iuw er gescreuen hebbet. Leuen frunde. Mach vns hirenbouen de
vorbenomede her Harbert off sin sone clage nicht vorlaten, wij willen en don
so vele, alse vnse gnedige here van Bremen secht, des wij en van ere vnde
rechtes wegene plichtich sint. Mogen se ok vnser borgere weike beclagen,
der willen wij mechtich wesen to rechte. Bidden wij iuw denstliken., dat gi
den vorbenomeden hern Harborte vnde sinen sone berichten vnde vnderwisen
willen, dat se vns clage vorlaten oft ere vnde recht van vns nemen, alse vor-
screuen is, dat gij edder see vns vpp nene kost, arbeit vnde belastinge bringen,
dat willen wij flitligen vmme iuw gerne vorschulden. Wes wij iuwer berichtinge
mogen geneten, begeren wij juwe bescreuene anlworde by dessen boden.
Screuen vnder vnser stad secret, anno etc. XXVto, in vigilia Concepcionis
beate Marie.
Borgermestere vnde radmanne
der stad Bremen.
686 1425. Dec. 14.
dergerneynen slede wegen der Dudeschen henze, de de zake anrored na geleghen-
heid, also se de zake voinomen vnde iruaren hebben. Vnde wanne id de van
Bremen., vnse vrunde, vornernen vnde vor dat beste hebben wolden, so is en also-
dane vrundlik vnde scriftlik vnderwijsinge, alse an se van der stede wegen
gekoinen is^ grnndliken to gude geschen, des inach vns iuwe herlicheid war-
liken betruwen. Dorh dat erste, dat de stede sik vorgadderen^ alset kortlik
vallen inach, wille wij en iuwer herlicheid breflF vorgerored gerne tor kennisse
bringen^ vnde de erliken stede^ wente sc de zake eghentlik anrored na der
gemeynen stede olden vnde loueliken ordinancien, de den van Bremen nicht
vmbekand en is vnde ok bilhken nicht vmbekand sin enschal.^ wente se de
suluen mede hebben ordineren helpen vmme bestentnisse wilien des gemeynen
gudes^ werden iuwer herlicheid des denne wol eyn lymplik antword scriuende.
Vnde dat ok de van Bremen redeliker dinge, dan se noch don. alse \vy menen^
inwendigen vrede vnde bestentlicheid des gemeynen besten vorsatten., darniede
de stad vnde ere inwonre in zate^ vrede^ leue vnde guder eyndracht bleuen,
zeghe wij gerne, wente God kend id, dat vns ere vorderflF led were, vnde des
en kone wij iuwer herlicheid nu tor tijd so vterliken nicht vorscriuen, alse des
lichte wol behofif were vor ze. Vnde mochte wij, leue here, icht don, dal
iuwer herlicheid behegelik were, dat dede wij gerne mit guden wilien. iuwe
erwerdige herlicheid beware God to langen saligen tijden. Screuen vnder vnsen
secrete, des vrydages na sunte Lucien dage, anno XXV^to.
Consules Lubicenses.
Nac/4 (hm Concept aiif Papier.
Der Rath von Liibeck schreibt clem Rathe von Bremen^ dass den Stadten eine Ev^
mischnng in die Angelegenheit des Herbord Duckel nach Recht zukomni^^
und dass der Rath, ivenn er sie ablehne^ die Folgen erwarten musse. 0.1
(1425.) Dec. 14,
Prudentibus et circumspectis viris, dominis proconsulibus et consulibus
ciuitatis Bremensis, anncis nostris dilectis.
> rundliken grut vnde wes wij gndes uormoghen touoren. Ersam^^^
besundern vrunde. luwen breff van her Herbordes Duckels weghene etc., ynne-
holdende vnder mer worden, dat gi vnde wij wol weten, dat gi na lude der
1425. Dec. 14. 687
ordinancien nicht en dorueii noch plicliticli sin, vor de stede vmrrie der zake
willen to komende etc., hebbe wij wol vornocnen, vnde wes iuvv van der stede
^^egene in der zake gescreuen is, dat is iw gerne to gude vnde to leue geschen.
Vnde de stede vnde wij menen, nadenie gi vnde de iuwe sik init dern erbeno-
rrieden hern Herborde nicht vorghan enwillen an vrundscop, dat id sik gebore
Tisk der ordinancien der goineynen stede, dat gi darvinrne koinen niogen vor de
stede, wanne sik de vorgadderen; badde gi id ok willen holden, alse iw gescreuen
vnde raden ward, vor de ver stede to komende, lichte hadden iw de mit rede-
licheid vnde vrundscop wol gevlegen, wente her Herbord dar gerne wolde
gekomen hebben. Vnde nu des nicht gheschen en is, wille wij den steden iuwe
antword vorstan laten, vnde wo id dar denne vort vmme ghande werd, werde
gi wol vornemende, doch neniet id to gude, dat iw lofliken gescreuen vnde
vrundlik raed vnde warninge geschen is. Ok kenne wij noch, dat iw redelicheid,
vnwendich vrede vnde evndraoht best were, vnde dat were vns ok also van
herten leflF, van iw vnde den iuwen to horende. Screuen vnder etc. ut supra.
Nach dem Concept auf demselhen Blatle Papier , auf welchem der vorstekende Brief an den Erzhischof ge-
schrieben imt; daher die Datirung.
-Oer Rath zu Hamburg sendet dem Rathe zu Lubeck ein Schreiben der Hauptleute
des Landes Hadeln in Betreff des Bergelohns. 1425. Dec. 17.
Vnsen vruntliken grod mit vormoghe alles ghuden touorn. Ersamen
"^ren, besunderen leuen vrunde. Alse gi vnde wy gheschreuen hadden in dat
*^nd to Hadelen, dar hebben se vns vp gheschreuen, des breues wy iw de vth-
^^hrift senden van worden to worden hir ane besloten.* Wes )w hir ane nutte
1) Die angelegte Abschrlft laute.t:
Yosen ynderdanighen wiilighen denst mit aller behcgbclicheid touorn. Holden hcren vnde ghuden vrunde.
^^f heren breeff van Lubeke vnde juwen an vns gbesand inholdene van vnwonliken berchlone hebbe wy wol vor*
8tku mde begberen jw weten, dat de van Lubeke ny er desser tyd hebben vnse land geschuldighet edder beclaghet,
d*^ vns witlik ay, vode wy enweten nicht, wene se schuldighen edder beclaghen. Hirvmme, leue heren, bidden wy
H^^ gaotzer begherioghe, dat gi sprek^n mit den van Lubeke. dat se eren kopmau senden in vnse lant, de an vnse
l#&t hebben to schaldighen. Gi hebben dar juwes rades borghermester vnde greuen, de vnser van juwer wegheue
t^ wi^he scholen mechtich wcsen. Wcset sund vnde salich Gode beualen vnde bedet ouer vns. Schrenen
vsder TDses landes ingbesegcl.
De houetlude
des landes to Hadelen.
Den ersamen yorsichtighen wisen hcren, borghcrmesteren vnde radmannen der stad Hamburch, vnsen leuen
ftereOf kome desse breff.
688 1425. Dec. 17.
dunket^ dat setten wy to juwer wijsheyt. Sijd den almechtigen Gode beualen.
Screuen vnder vnsem secrete^ des neghesten inandaghes na sunte Lucie der
hilghen jungvrowen vnde mertelerschen, anno etc. vicesimo quinto.
Consules Hamburgenses.
Aufschrift: Honorabilibus et circuinspectis viris, dominis proconsulibus et
consulibus Lubecensibus^ amicis nostiis predilectis.
Sack dem Original. Mit aufgedrucktem theilweise erhalfenem Siegel.
DCCJLII.
Z)^r Bath von Liibeck sendet dem Rathe von Hamburg Ahschriften von Briefen in
der Angelegenheit des Herbord Ditckel 1425. Dec. 21.
Hanibnrgonsibus.
X ost sal. Ersanien besunderen leuen vrundes. Wy vormoden vns, dat
de ersainen heren, juwes radessendeboden, de neghest bynnen vnser stat mil
mer stede sendeboden vorgaddert weren, juwer leuen wol ingebracht moghen
hebben, alse van wegen Doneldey Duckels^ de to der tijd vor de stede brachte
van welden vnde schaden. de dem ersamen hern Herborte Duckele, syme
vadere, bescheen were van den van Bremen vnde darvmme de sulue Doneldey
trost vnde hulpe vormiddelst scriften van den steden begerende was to donde
an de vorscreuenen van Brenien. Also, leuen vrundes, hebben de stede vnde
wy dergeliken van der stede wegen de zaken vormiddelst scriften an de van
Bremen, vnde de van Bremen dorch ere scriiTtliken antwerde weddervmme
gehandelt, so gi vernemen moghen in auescrifften hirane besloten. Vnde konde
wij dar vorder wes gudes to gedan hebben mit scriuende van der stede
wegen, dat hadde wy gerrie dan, vnde duchte juk, dat wy dar wes vorder to
don schoiden, dat wolde wy gerne don in dem namen der stede. Mogbe gi
ok vorder dar wes ane don vmme des menen besten willen, wete wy wol, dat
gi dat gerne don, doch duncket vns, wanne de stede by een komen, dat des
nod sy, dat se dar vorder vp verdacht sin, wo men yd vmme de vorgerorde
zake holdende werde to nutticheid vnde bestentnisse des gemenen gudos. Sijt
Gode beuolen. Screuen etc., Thome aposloli.
Consules Lubicenses.
Nach dem Concept av/ Papier.
690 1425. Dec. 4. u. 23.
tenuit, dicto procuratorio nomine possessionem perpetuae vicariae, per liberam
resignationem nomine Johannis Lichtenowen supradicti libere factam, ut prae-
mittitur^ vacantis praefatoque reverendo patri, domino Johanni, episcopo, et
suae mensae episcopali auctoritate apostolica^ ut ex eisdem litteris apostoiicis
apparuit, luculenter incorporatae per tactum cornu altaris cum assignatione
officiacionis ac ornamentorum ad ipsam vicariam pertinentium cuidam domino
Andreae, presbytero, cognominato Krogher, ibidem praesenti et audienti per
prius oFficianti ejusdem vicariae nomine ipsius domini Johannis, episcopi Lube-
censis Facta apprehendit et reoepit. Super quibus omnibus et singulis dictus
dominus Matthaeus, procurator, procuratorio nomine, quo supra, me notarium
publicum inFrascriptum requisivit, ut sibi super his unum vel plura, publicum
seu publica conficerem instrumentum vel instrumenta. Acta Fuerunt haec sub
anno« indictione et aliis, quibus supra, praesentibus ibidem discretis viris
Johanne Stormer et Theodorico Pukerdes, Hildensemenis et Mindensis dioecesis
clericis, testibus ad praemissa vocatis pariter et rogatis.
Et ego Heyso de DransFelde, clericus Moguntinensis dioecesis, publicus
imperial! auctoritate notarius, quia huiusmodi cessioni, possessionis receptioni,
omnibusque aliis et singulis praemissis, dum sic, ut praemittitur, fierent et
agerentur, una cum praenominatis testibus praesens interFui eaque sic fieri vidi
et audivi, ideoque praesens publicum instrumentum exinde conFeci, subscripsi
et publicavi signoque et nomine meo solitis et consuetis signavi rogatus in
fidem et testimonium omnium et singulorum praemissorum.
Nach dem Abdruck in Lunig Spicilegium eccleaiasticum Th. II, S. 404. Es /olgen daaelbst noch ganz dhnlicke
Urkunden torn 7. u, 9. December uber die Resignation zweier Vicare in der Domkirehe itnd der Petri
Kirche und die Beftitzergreifung derselben durch den Bischof am 15, u. 16, December desaelhen Jakrti.
DCCXIV.
Handel des Klosters in Westerwik mit Heringen. 1425. Dec. 25.
Dominus NicolausThuonis, prepositus canonicorum regularium in Westerwik
in Nordjudland sito coram libro recognouit, se subleuasse et percepisse a domino
Marqwardo Bonhorste, consuli huius ciuitatis Lubicensis, XIII mrc. lub. den. et XVI
albos lub. den. ad usum sui monasterii in Westerwigis, quod alias predecessor suos
Johannes Petri, prepositus Wester^vicensis bone memorie, dicto domino Marquardo
misit allecia ad vendendum. Vnde dictus dominus Nicolaus Tuonis, prepositus,
nomine sui suorumque predecessorum, prepositorum et monasterii in Westerwik,
1425. Dec. 25. 691
prefatum dominum Marquardum Bonhorst cum suis heredibus pretextu illius peni-
tus dimisit ab omni alia monicione seu inpeticione quituiri et solutum. Insuper
Hinricus Stapel, ciuis Lubicensis^ cum suis heredibus coram libro promisit, se
velle et debere antedictum dominum Marquardum cum suis heredibus stare pro
omni ulterior! defectu^ si quis contingeret in premissis. Prefatus eciam dominus
Nicolaus Tuonis, prepositus, et scippher Kelle coniuncta manu promiserunt, se
velle Hinricum Stapele cum suis heredibus pretextu illius indempnes releuare.
Nctch einer Inscription des Niederatadtbucha vom J. 1426^ Nativ. Chr.
Versprechen^ den Johannes Roneke lehendig oder todt in die Hdnde des Baths zu
liefern, 1426. Jan. 18.
JJetleuus Erp^ Sanderus Koning, Ludekinus Holthusen, Conradus Visscher,
Johannes Roneken, Euerhardus Ylhorn et Hinricus Hardewech coniuncta manu
promiserunt^ se velle et debere dominis de consulatu Lubicensi Johannem Roneken
seniorem^ viuum aut mortuum^ captiuum representare, quando prefati domini
consules hoc habere vellent aut ab ipsis postularent, absque contradictione seu
ulteriori dilacione.
Nach einer Inscription dea Niederatadtbucha vom J. 1426, Prisce.
Der Convent der Dominikaner zur Burg gestattet dem Prior Marquard Wise den
lehensldnglichen Niesshrauch der 14 m^ Bente^ welche bis dahin Marquard
Vrese bezogen haty gegen Zahlung von 200 rn^. 1426. Jan. 18.
JNos fratres Robertus, sacre theologie professor et prouincialis Saxonie,
Hermannus Korner et Theobaldus, seniores, Henricus, lector, Johannes, supprior,
ceterique fratres conuentus Lubicensis ordinis predicatorum publice recognoscimus
et protestamur in hiis scriptis, quod, quantum in nobis est et quantum possumus,
concessimus et per presentes concedimus reuerendo patri, fratri Marquardo
Wysen, priori dicti nostri conuentus, ad vitam suam duntaxat facultatem tollendi
et subleuandi redditus perpetuos XIIII marcarum lubicensis monete, quos pre-
fatus noster conuentus post decessum fratris Marquardi Vresen pie memorie sua
ex parte annuatim subleuare coiisuevit, et eos libere conuertendi in vsus suos
beneplacitos et proficuos, ita tamen, quod ipse prelibatus frater Marquardus
87»
692 1426. Jan. 18.
dictos redditus nemini valeat vendere uel pignorare aut quouismodo a nostro
sepedicto conuentu alienare. Pro quorum quidem reddituum vsu et subleua-
cione sibi per nos concessis, ut premittitur^ ipse prenominatus frater Marquardus
Wyse soluit nostro antedicto conuentui CC rnarcas lubiccnsis monete Integra-
liter et plene. In cuius concessionis euidens testimonium sigillum predicti
nostri conuentus de omni nostrorum assensu et beneplacito presentibus estappen-
sum. Datum Lubeke, anno Domini M*CCCC*XXVP, ipso die beate Prisce ?ir-
ginis et martiris.
Au8 dem Copariua des Burgklosters fol. lib,
ih:c;xvii.
Die Liejtdndischen Stddte schreiben an den Rath von Lubeck uber die Schritte, die
erforderlich seien, um die Freigebung der in Novgorod mit Beschlag belegten
Gtiter zu bewirken, und uber das hinsichtlich der Hollander von ihnm
beobachtete Verfahren. 1426. Jan, 19.
Vruntliken grot vnde wes wij gudes vormdgen alle tijd tovoren bereyt.
Erbaren leuen heren vnde besundergen vrunde. Also wij nu sin thosamende
in dage vnde giffte desses breues^ so hebbe wij ouertrachtet vnde gesproken
van gebreken des copmans vnde besunderges van deme state, also et nu inyt
deme copmanne tho Nowerden gewand is, wo de suluen Nowerders den copman
hebben vtgelaten, de varen kunden vnde mochten, van den welken vele kranck
bleuen, sunder de dar van swarer pestilencien sin vorstoruen, vnde dat gud is
all dar gantz vnde mest stande bleuen. Erbaren leuen heren, nu hebbo ivij[t]
dijt gekoren in dat beste vp demede, dat wij dat gud her utkrigen mogen, is
dat de Nowerders van vns de hand begeren, dat ze in vnse stede komen willeo
vppe de olde krutzekussinge. de alrede swack genoch is, vnde dat de vnse dar
velich wedder varen mogen, vmme dat gud herut tho schickende, effte ze den
iungen luden nicht gelouen ene willen, de de heren van Darbte vnde Reuele
dar alrede gesant hebben. Erbaren leuen heren, dijt is in dat beste gedan,
wente, wor wij en icht vnwillen bewiseden edder vns aflfkerden, dat wij en nicht
de hand deden noch in sodaner bijvruntschop vns tegen ze icht bewiseden^
dat ze ere olde nucke hervdre solden then vnde beholden noch des copmans
gud^ des dar leyder nicht en luttik is gebleuen, auer nene beslutinge myt en to
makende noch boden tho en to sendende sunder bespreke jwer erbarheit vnde
der gemeynen stede wij vns hebben vormeten. Hirvmme, erbaren leuen heren,
1426. Jan. 19. 693
0 is hir wol gar vorsenliken vp tho tracbtendei) wo men myl en gedenke tho
arende^ nademe ze den coprnanne sunder sine schulde so vake anlagen.
;em, leuen heren, wente wy vorvaren hebben, dat der gemeynen henszestede
ach begrepen is by iw tho werdende vppe Johannis Baptiste komende aller-
egest tho myddensomer, bidde wij, iwe vorsonege leue vns dat vorkundengen
illen sunder sumen, off de dach ok so vor sik gaa sunder vorleggen ane vpp-
^hutten^ dat wij vns darna richten mogen^ vnde des gelikens ok van deme
age des heren koninges van Denemarken^ de vppe pinxten begrepen is tho
openhauen. Item, leuen heren, also dar tho Brugge geordineret is gewesen
ij den steden vnde copmanne, dat wij de Hollanders etc. myt vns noch lossen
och laden enesolden, dat doch her Johan Brothagen van vnser aller wegene
> der suluen tyd, also he vns inbringende is, hefft openbarliken an vns tho
igge theende wedderropen , so hebbe wij sunderges vor ogen gehad, dat in
ide is, dat de Hollander allike wol myt vns de lande willen soken vnde wij
IS denne an ze nicht ene kerden, also vore begrepen is, dat ze andere lude
leclitich in dessen landen de suluen Hollanders lossen vnde laden solden, vnde
at in ene wonheit queme tho groten vnde drepeliken schaden des gemeynen
:>pmans, also wij iwer erbarheit des wol hir negest vterliker willen vnderwisen.
ride hirvmme so hebbe wij gegund, isset dat de suluen vorgescreuen Hollander
:c. komen in vnse hauene myt erer kopenschopp, lossen vnde laden mogen,
Lier gene stede bynnen landes to sokende noch iemand van erer wegen, byt
> lange dat wij myt iwer vorsenicheit vnde den gemeynen steden vorder darvmme
ebben gesproken. Codes allemechticheit vorhege iwe erbaren vorsichticheide
1 geluckegen state tho alien tijden. Gescreuen des sunnauendes na Anthonij
[)nressoris, anno Domini etc. XXVI, vnder der heren van Rige secret, des wy
)mentliken nu tor tijd gebruken.
Radessendebaden der Lifdandesschen stede
nu tor tijd vp dem Walke to dage.
Aufschrift: Den erbaren vnde vorsichtigen wisen mannen, heren borger-
lesteren vnde radmannen der stad tho Lubeke, myt gantszer werdicheit.
Nach dem Original auf Papier. Mil Renten des aufyedruckten Siegels.
694 1426. Jan. 25.
DCCXVlll.
Die Briider Detlev und Hermann Scharpenberg verkaufen dem Rathe von Lubeck
fur 28 m}/. 2 ft hundert binnen den ndchsten vier Jahren aus ihren WaU
dungen beliebig auszuwdhlende Eichbdume. 1426. Jan. 25.
VVy Detlef vnde Herrnen brodere geheten Scharpemberge. wonafticb to
Sedorpe. Bekennen vnde betugen opembare in desseine breue vor allpsweine, dat
wij mytwillen vnde vulborde alle der gennen, der ere vulbord dar van rechtes wegene
to behoff was^ redeliken vnde rechtliken vorkofft vnde upgelaten hebben %*nde up-
laten in craft desses breues den ersamen heren, borgerineisteren vnde radmannen
der stad Lubeke hundert ekene koorbome, de de vorscreuen heren, de rad to Lubeke^
dorch mester Wentslaue, erenie grauemeystere, eren bunmeister vnde anderen eren
deneren yn veer navolgeden yaren vie vnsen holteren to Wendeschen Holenibeke
vnde vte alien anderen vnsen holten vnde veltmarken, wor de belegen syn, kezen,
houwen vnde voren soholen vnde moghen laten na ereme willen vnde behegelicheid
vor achte vnde twyntich mark vnde twe schiliinge lubescher penninge der suluen
mQnte, de wij van den vorscreuen heren, deme rade to Lubeke, an reden getelle-
den pennyngen na vnseme willen nochaftigen entfangen vnde in vnse nud, dar
vns des zundergen to behof was, gekeret hebben. Vnde desser vorscreuenen
hundert korbome rnoghen se vte alien vnsen holteren brukende wesen veer
yare vmme, zo vorscreuen is, in alien eren enden vnde schedingen, alse wij vnde
vnze vorvaren des ye vryest gebruket hebben edder mochten gebrukel hebben.
Vnde ze mogen yd houwen vnde voren laten desse vorscreuen tijd all vt, waneer
vnde wor ze willen, vnde wy scholen ene schicken wede vry, wege vry, weyde
vry, bomval vry vnde hude vry, in vnde vth, zo verne vnde vakene en de&
behoff werdet. Vnde wy vnde vnse eruen . scholen ok den vorscreuen hereri.^
den) rade to Lubeke, alle desses vorscreuen holies waren, vryen van aller
ansprake. Ok en scholen wy sundergen nyn holt vte den holteren to Wendeschen
Holenibeke noch vte den vellnierken vorkopen bynneri dessen vorscreuen veer
yaren vnde eer de lyd, dat de erbenoineden heren de vorscreuen hundert kor-
bome to erer noghe gehowen vnde in ere beholt gevoret vnde gebracht hebben
laten. Vnd bynnen desser vorscreuen tyd schole wy vnde vnse eruen der
erbenomeden heren denere, peerde, waghene, (owe vnde redscoppe beschennen
ghelijk vnseme eghenen gude. Breke ok yemend in den erbenomeden holteren
bynnen der vorscreuen tyd an dufliker howynge der korbome^ de wy darouer
beherdeden, de hel(rjte des brokes scholde vns tokomen vnde de andere helfte
1426. Jan. 25. 695
den vorscreuenen heren, dern rade. Beherdeden ok de vorscreuen heren, de
rad, edder de eren yemende an dufliker howynge, de broke schal ene allene
tokomen vnde nicht vns. Kyueden ok do waghendriuer vnde arbeydeslude vnder
syk efte yeinend anders myt ene, also dat dar we seriget, gewundet edder dod
bleue, de beteringe vnde alle recht darane vnde darvan scholen de vorscreuen
tier^n hebben de erbenomede tyd al vth, alse wy dat recht dar hogest vnde
sydest ye vryest ane gehat hebben. Alle desse vorscreuen stucke samendliken
vnde besunder loue wij Detleff vnde Hermen erbenomed vor vns vnde vnse
^ruen den vorscreuen heren borgermeisteren vnde rade der stad Lubeke stede
vnde vaste to holdende sunder argeh'st vnde alle insage vnde hebben des to
merer tuchnisse vnse ingesegele vor vns vnde vnse eruen willichliken hengen
i^eten vor dessen breeff. Datum anno Domini millesinio quadringentesiino vice*
^inio sexto, ipso (die) Conuersionis beati Pauli.
Nach dem OriginaL Mit anhangendem Siegei des Detlev Scharpenberg, das des Hermann ist vom Siegelbande
abgesprungen,
JMichael Juncfruwe fordert von dem Rathe von Luheck Genuythuung wegen der Ge-
fangenschaft, die er um zweier Luhecker Burger willen von Tunne Ronnow
erlitten habe, 1426. Jan. 26.
Mynen vnderdanighen oetmodighen denst in alien juwen geboden vor-
^escreuen. Alderwerdigesten heren. luwen breff my gesant ick dreffliken vor-
rioinen hebbe, wente he ludende is, wo dat gy mynen breff juw ergesant hebben
gewiset Greueroden vnde Stenbeken, en to vorklarende des suluen breues
inholdinge, alse mynen schaden der venknisse, den ick geleden hebbe van
heren Tunne Rennowen vmme eren willen, to welkem mynen breue, alse gy
schryuen, se antworden, wo dat myn vader seliger dechtnisse vnde ick mit em
88 vaken vor dem rade vmme de sake schuldigeden vnde int leste se darvon
schededen mid rechte, also dat se my vnde mynen vader van der sake wegen
nichtesnicht plichtich en weren. Hijrvmme, myne acbaren vnde leuen heren,
alse ick van rechte sail, rope juw an vnde tovordest bydde vmme Godes vnde
rechtes willen, my hulpelick to sinde to mynen rechte vnde to merkende in
juwem my geschreuenen breue Greuerodes vnde Stenbekes rede ludende,
wo de sake geendiget sy vor deme rade, offt se my mit sodanighen eren slichten
worden entgan sullen, sint der tyd juwe breff nicht juwe hochwerdige tuchnisse
696 1426. Jan. 26.
noch witlicheid en rore, de doch vor alien reden antosende vnde to merkende
is, vnde ok sint der tijd dat de genanten Greueroden vnde Stenbeken in eren
eghenen bekanden saken sik suluen to vromen vnde my to schaden nicht thughen
en moghen noch mit sodanighen slichten hiilpereden van scheden en soien,
wente bouen alle vnde in rechter warbeit de sake to enem vuUenkomenen
ende ny geendiget is, vnde ick io ny personliken n)it den ergenanten Greueroden
vnde Stenbeken vor dein rade gewesen bin, des ik genslik to Gode hope juwer
aller werdicheit wol to vordenkende, des ick vuUenkomen wyll vnde darto ddn,
alse ick van rechte sail. Darvmnie ok ick beghere der erbaren heren, alse
her Hinrik Rapesuluers, borghermesters, vnde hern Tydeman Morkerken seliger
dechtnisse vnde hern Tidenian Sten, ratmanne, witlicheit vor juw to vortellende,
de se van hern Tunnen Rennowen horden buten Flensborch vppe dein dage,
dar he se sunderliken bat, dat se my behulpelick weren to mynen rechten,
wente ick den schaden van nemande hedde, den van den vorgescreuenen Greue-
roden vnde Stenbeken. Alse gy, ersamighen heren, ok vorder schryuen be-
gherende my van den gesechten juwen borgheren by juw to rechte to gande,
hirvpp willet gutlik vorstan, do ick latest van Lubec schedede, so sande ick
twe erbarer juwer borghere to den vakenomeden Greueroden vnde Stenbeken
in vnser Vrowen kerken, van en to begherende ichteswelkes lykes vor mynen
schaden, dar se vpp antworden, wolde ick se vor den rad laden, se wolden my
wol setten, dar my noch sunne noch mane beschynen solde, des ik doch jo
hope, ny vordenet en hebbe. INv vmme sodanigher vnzekericheit myner vnschult
vnde ok vmme denstes willen der ersamen heren Dutsches ordens kan ik nener-
leyewys to juwem richte komen vnde hope ok to Gode vnde juw, my des nene
schult to gheuende, wente ick id vorrichtet hebbe^ alse ick van rechte sail,
vur iuwem ersamen rade, alse gy in juwer rullen woll vinden vnde derkennen
mogen. Hijrvan mit gantzem vlite beghere ick noch eyn antworde in Hinrik
Schimmelpenninges hus to Rige, wente sodanige vortogeringe my swarlik is
to lydende. Ick beuele juwe werdicheit vnde gesuntheit in de hant des almech-
tighen Godes. Gescreuen to Rositen, am dage Policarpi episcopi et martiris,
in XXVIlo.
Mychell Juncfrouwe.
Aujschrift: Den erwerdighen vnde vorsichtighen heren, borghermestereE
vnde ratluden der stad Lubec, inyt aller werdicheit detur.
A'rtcA dem Original auf Papier. Mit vnkenntliehen Siegelresten,
1426. Jan. 29. 697
^er Burgermeister von Bremen Herbord Duckel schreibt dem Rathe von Lubeckj da$$
er nur mit dessen Zicstimmung Ersatz der ihm abgedrungenen Schatzung
annehmen werde. 0. J. (1426.) Jan. 29.
Vruntliken derist vnde wes ik gudes vonnach touoren. Ersamen leuen
eren. Juwen bref an my ghescreuen hebbe ick gutliken entfanghen vnde wol
3rnomen mit ener ingeslotenen uthscriPl des ersamen rades van Bremen breues
nneholdende, dat zee hebben iruaren^ wo myne vrunde sick darmede beweren,
e zake vruntliken aftozettendc etc. Damp begere ik iuwer ersamicheit lefliken
eten, dat myne vrunde hadden enen to my gesand mit enem breue bezegelt
lit veer ingezegelen, ynneholdende, dat myne vrunde vorscreuen my wolden
eddergeuen myn geld, dat my afgedrunghen were, vnde vormodeden zik, dat
e rad van Bremen en dat wol weddergheuende worde, dar ik en up enbod
or en antwarde, myne vrunde hedden my nyn geld afgedrunghen, darvmme
roften zee my nyn geld weddergeuen, men wolde de rad van Bremen vnder
ren segelen my scriuen, weddertogheuende myn geld vorscreuen, zo wolde ik
lit mynen vrunden my darup beraden vnde en gutliken darto antwarden, vnde
lene, ersamen leuen heren, desse zake vruntliken aftozettende nicht annamen,
L en do dat na iuwem rade, wente gij schoiet myner mechtich wesen to rechte,
) eren, to vruntschoppen vnde to alien dynghen, yd gha tho gude, to lyue
fte to eren, vnde danke iw, alze ik denstlikest mach, dat gij denket to mynen
esten, dat ik gerne wille vordenen lefliken, wor ik mach. Gode biiuet beuolen
alich vnde zund to langen tiden. Screuen des dinxedages vor vn^er leuen
'rouwen dage PuriBcacionis, vnder mynen ingesegel.
Herbord Duckel.
Aufschrtft: Den ersamen wisen heren, borgermeisteren vnde radmannen
er stad Lubeke, mynen besundern leuen vrunden.
Nach dem Original, Das aufgedrUckte Siegel ist abgesprvngen.
88
e9B 1426. (Urn Jan. 29.)
Docxxr
Der Rath von Bremen spricht mederholt den Hansestddten das Recht ah, sich in die
Angelegenheit des Herbord Duckel einzumischenj erkldrt sich jedoch hereiiy
die ndchste Versammlung zu besenden, wenn ihm Zeit und Ort angezetgt
werde und es ohne Gefahr geschehen konne. 1426. (Um Jan. 29. y
Vnsen vriintliken grut vnde wes wij gudes uorrnogen touorn. Ersamen
bisundern vrunde. So gi vns auer ge^creuen hebbet van her Harbord Duckein
wegene vnde wes vns in der sake gescreuen is^ dat is vns gerne to gude vnde
to leue geschen etc., wes gi vns daraf gescreuen hebben, neme wy gerne vor
leif vnde gud. Vnde so gi vort scriuen, dat de stede vnde gij menen, nademe
dat wij vnde de vnse sick mit den ergenompten hern Harborte nicht vorghaan
enwillen an vruntscopen^ dat id sik gebore na der ordinancien der ghemenen
stede, dat wy darumme koinen moten vor de stede, wanner sick de vorgaddern
etc., hopen wy vnde nienen, wanner wy mit vnser borgere welke wes to donde
vnde vttostande hebben, alse wy iuw doch de sake mit her Harborte Dackeln
er in scriphten clarh'ken hebben gesand, wo wy des vnschuldich sint, also iuw
voregebracht is, dat wy na lude der ordinancien nicht plichtich sint, noch
doruen antworden darumme vor den steden. Doch dat wy des nicht plichtich
sint, wanner wy weten de vorgadderinge der eriiken hensestede, tijd vnde de
stede, dar wy van vnuelicheit wegene komen mogen, went de hogebornen
fursten hertogen van Brunswig vnde Luneborg vnses gnedigen heren van Bremen
vnde vnse, vnde de hogeborne furste her Bernd, hertoge to Sassen, vnde de ^
stad to Luneborg vnses heren van Bremen vnde der siner vigende sint ge-
worden, so willen wij by de stede gome komen; sint wy ymme rechten wes
plichtich her Herberte to donde, meenen wy nicht vthtogaende. Sijd Gode be-
uolen. Screuen vnder vnser stad secret, anno etc. XXVlto.
Borgermestere vnde radmanne
der stad Bremen.
Auf einem eingelegten Zettel von Papier: Ok, leuen heren, so hebbe wij
irfaren, wo her Harbertes Duckein frunde sick darmede beweren, de sake Trunt-
1) Die in dem Schreiben angedcutete Versammlung der Hansestftdte fand za Johannis statt, die Febde mil
den Herzogen von Braunschweig daucrte bis in den Herbst Der auf dem eingelegten Zettel erw&bnte, tod Frean-
den ausgegangene Versuch, den Streit zu Yermitteln, Ittsst annehmen, dass das Schreiben um dieselbe Zeit, wie da»
Torhergehende abgefasst ist.
^tWen afftosettene: wes wy dar gudes to don konen, dat do wy mit allem flite
me vmme iuwer leue willen.
Aufschrift: Den ersarnen vorsichtigen wisen heren, borgermesteren vnde
I'admannen to Lubeke, vnsen guden sundiM'gen Trunden^ gescreuen.
Nach dem OriginaL Mit aufgedrucktem iheilwcise erhaltenem Secret,
D€CXX1I.
Oeleitshrief der Herzogin Katharina von Mecklenburg fur Luheckische Rathmdnner.
1426. Feb. 1.
Wy Katherina, van Godes gnaden hertoghinne to Meklenborch vnde
^reuynne to Zweriji etc. Bekennen vnde betdgen openbar an desserne breue,
dat wy de ersamen borgertnestere vnde ratmanne der stat Lubeke edder eres
rades sendeboden, de se to desser tijt sendende werden to deme dage to der
Wisnner, mit den eren dorch vnse vnde vnser kindere lant to vnde aff velighet
vnde leidet hebben^ velighen vnde leiden mit craift desses breues vor alle de
jenen, de vmme vnsen vnde vnser kindere willen ddn vncje laten willen, vnde
hebben des to bekantnisse vnse ingeseghei mit witscop drfikken laten vppe
dessen brefif. Geuen in den jaren Cristi dfisent veerhundert vnde in deme s6s
vnde twintigesten jaren, an deme auende vnser leuen Vrowen to Lichtmissen.
Nach dem OriginaL Mit aU Pressel aufgedrticktemj undeuttichem Siegel.
Johann (Scheie)^ Bischof von Lubeck, bestdtigt die durch die Testamentsvollstrecker
des Johann Hertze geschehene Stiftung einer mit einer Rente von 24 iriff.
aus dem Dorfe Meinsdorf dotirten Vicarie an dem Mdgdebach bei Lubeck.
1426. Feb. 5.'
Johannes, Dei ac apostolicae seriis gratia episcopus Lnbecensis^ ad per-
petuam rei memoriam. Injunctum nobis pastoralis officii onus nos sollicitat,
ut ilia, quae divini cultus augmontuin respiciunt, quantum cum Deo possumus,
1) Der Mftgdebach (Medebeke) sammelt sich im Lauerholz, durchfliesst eincn Tbeil desselben und nimmt
dann seinen Laaf in die Trave. Der Ort, an welcbera die Kapclle lag, in der die Vicarie gestiftet wnrde, ist nicht
mit Beatimmtbeit nacbzuweisen. Sie hat bis zur Zeit der Reformation bestanden. In einem Verzeicbnisa der Einkflnfte
des Biacbofs vom J. 1524 (Urk.-Bucb d. Bisth. Lubeck S. 245 Anm.) wird aie nucb genannt.
88*
700 1426. Feb. 5.
favorabiliter admittamus. Sane venerabiles et circumspect! viri, doraini Bertoldus
Dives^ Lubecensis, et Nicoiaus Sachow, Sieswicensis ecclesiarum praepositi,
bonae memoriae quondam Johannis Hertze, canonici sancti Petri extra muros
Maguntinenses, testamentarii sive ultimae voluntatis illius executores^ cupientes
ejusdem quondam Johannis ultimam voluntatem (ad) debitum producere
(effectum), viginti quatuor marcarum monetae lubicensis annuos redditus de villa
Meynerstorpe in parochia oppidi Plone noslrae Lubecensis dioecesis provenientes
inibi a validis armigeris Joachimo et Benedicto fratribus dictis Kuren pro
trecentis marcis similibus, prout in litteris desuper conTectis plenius conlinetur^
emptos una cum quinquaginta marcis dictae monetae in prompta pecunia ad
infrascriptam vicariam fundandam Deo et nobis et nostrae ecclesiae Lubecensi
sponte et libere obtulerunt, supplicantes humiliter^ quatenus redditus et pecu-
niam hujusmodi in protectionem ecclesiasticae libertatis recipere et ex eis
unam novam perpetuam vicariam in honorem et sub vocabulo gloriosae virginis
Mariae et sanctarum Katharinae et Barbarae juxta dicti quondam Johannis
ultimam voluntatem erigere, fundare, instaurare et dotare dignaremur. Mos
igitur hujusmodi ultimam voluntatem in Domino commendantes praedictorumqae
testamentariorum supplicationibus inclinati, de consensu venerabilis capituli nostri
Lubecensis viginti quatuor marcarum redditus et pecuniam supradictos in pro-
tectionem ecclesiasticae libertatis atque nostram recepimus et ex eisdem unam
novam perpetuam vicariam, non tamen in ciuitate Lubecensi^ prout petitum
extitit, cum inibi copia beneficiorum habeatur, sed intuitu fabricae dictae
ecclesiae nostrae Lubecensis in capella sanctae crucis in Meghedebeke extra
muros, in parochia ecclesiae Lubecensis, ad honorem et sub vocabulo supra-
dictum et supradicto tenore praesentium auctoritate nostra ordinaria fundamus,
erigimus, instauramus et dotamus, sine praedictarum viginti quatuor marcarum
redditus annuos ad perpetuam vicariam huiusmodi pro sua dotacione applicamiiS)
sic quod vicarius eiusdem pro tempore existens eosdem viginti quatuor mar-
carum redditus singulis annis percipere et in suos et dictae vicariae usus con-
vertere possit et debeat, ut est moris. Volu[i]mus autem et statuimus, quoti
vicarii hujusmodi pro tempore existentes se de oblationibus in dicta capeH*
quomodolibet provenientibus nullatenus intromittant, sed hae omnes et singula^
prout consueturn est, fabricae cedant nostrae ecclesiae Lubecensis. Si q"'^
vero sibi vicario ad manum ratione missarum in dicta capella dictarum vel
dicendarum forsan exhibeatur, illius unam medietatem sibi libere retinens, aliani
ad truncum in capella hujusmodi existentem teneatur medio suo corporali jura-
1426. Feb. 5. 701
ento super hoc ab eo a dominis canonicis structuariis dictae nostrae ecclesiae,
lotiens illis visum fuerit^ exigendo et recipiendo, vel ipsis dominis canonicis
it cui ipsi voluerint, fideliter praesentare. Caeterum ordinamus et dicta
ctoritate nostra ordinaria statuimus, quod vicarius dictae perpetuae vicariae
o tempore existens in qualibet septimana perpetuis futuris temporibus ad
inus tres missas, unam in die dominica de patronis hujusmodi vicariae praedictae,
lam vero die Martis sive feria tertia (pro) praedicti quondam Johannis et
inium fidelium salute dicere, tertiam in die Veneris sive feria sexta de
ncta cruce cum suffragiis de patronis antedictis cantare in dicta capella et
ris primarum per se vel per alium teneatur, magnis festivitatibus salvis,
ibus de illarum officio poterit celebrare^ et eundem ad haec faciendum ad
;tantiam dominorum canonicorum structuariorum nostrae ecclesiae Lubecensis
f)edictorum per nos vel successores nostros vel officiaiem curiae Lubecensis
0 tempore existentem volumus coerceri. De antedictis vero quinquaginta
ircis in prompta pecunia, ut praemittitur^ oblatis decernimus per dominos
aepositos supradictos dictae perpetuae vicariae de calice, libro missali et para-
mtis ad celebrandum apud capellam ac perpetuam vicariam supradictas per-
tuo mansuris honeste debere provideri. Demum perpetuam vicariam hujusmodi
idam Hinrico Kiuuer^ clerico dictae Lubecensis dioecesis, primo conferri et
inceps, quotiens earn perpetuis futuris temporibus vacare contigerit, alium in
la vicaria ad praesentationem advocati domus in Uthin^ proprie des husvoghedes,
:tae nostrae dioecesis et ad quem jus praesentahdi ad eandem vicariam^ quotiens
am vacare contigerit^ in perpetuum pertinebit, de consilio dictorum canoni-
rum per episcopum Lubecensem pro tempore existentem institui debere eciam
[^ernimus et ordinamus. Porro, si quando supradictos viginti quatuor mar-
:'um annuos redditus de villa praedicta ex gratia dictis venditoribus in emptione
Idituum eorundem forsan Facta redimi contingat^ volumus et ordinamus^ ut
c casu capitalis ilia summa, quae mediante redemptione fiat hujusmodi^
lefatis dominis canonicis structuariis et non pro tempore vicario praedicto
solvatur^ quodque nihilominus ipse vicarius suis laboribus et expensis capitalem
Timam hujusmodi in similes vel saltern alios perpetuos annuos redditus de
nsilio et assensu praedictorum canonicorum structuariorum quantocies con-
rtere teneatur. In quorum omnium et singulorum fidem et testimonium
lemissorum praesentes litteras fieri et sigilli nostri majoris jussimus appensione
Timuniri. Datum apud dictam ecclesiam Lubicensem, anno a nativitate Domini
XCCXXVI, die Martis quinta mensis Februarii, praesentibus ibidem discretis
702 1426. Feb. 5.
viris Heysone de Dransfelde et Johanne Kleneinester. clericis Maguntinensis ^t
Monasteriensis dioecesium, testibus ad praemissa vocatis specialiter et rogatn^is.
Nach einem Abdruck in Lunig Spicilegium ecclesicuiticum Th. II, S. 408.
IK
Der Convent der Dominikaner zur Burg erneuert und hestdtigt die am 17. Mcer rz
1420 fur das Seelenheil des Henning von Rentelen und seiner FamT^ie
gemachten Stiftungen. 1426. Feb. 24.^
VVy brodere Robertus, prouincial van Sassen, Hinricus, prior, Hennannui ^,
leseiiiester^ JohanneSi) supprior.. vnde alle wy anderen ghemenen brodere d^s
klosters to der Borg to Lubeke predekers orden. Bekennen vnde bethughcfr-n
openbare an desseine breue, dat wy vns vnde vnse nakomelynghe vorplicht ct
hebben vnde vorbunden^ vorplychten vnde vorbynden an desser schrifFt to en «?r
ewyghen missen , de wy vnde vnse nakoinelinghe scholen vnde wyllen hold^o
vnde lesen laten to troste vnde to selycheit der selen her Henninghes vsMn
Rentelen vnde siner vrowen vor Telzen guder dechtnisse, erer beyder oldern,
erer kindere vnde erer eriien. Uesse vorscreuenen ewighen missen schaliiie
lesen to sunte Katherinen altare, dat beleghen is bouen an vnseme nyen kore
an deme sudosten vinme desse willen, wente dy vorbenornede man, her Hennigb
van Rentelen guder dechtnisse hetf't dat vorbenornede altar ghestichtet vnde
bewedemet laten beyde by syme leuende vnde na syme dode mit alier tobehoringbe,
alze mit gerweten, mit eme keike vnde misseboke, dat alle denen schal be-
sunderghes to deme suluen altare, vortmer mit vyff belden, de uppe dem altare
stan^ alse vnser leuen Vrowen belde, sunte Philippi vnde Jacobi, sunte Katherinen
vnde sunte Dorotheen belde. Ok so hetl't he bekostighet dat vinster bouen
dem altare. Vortmer bekenne wy des, dat dy kindere her Henninghes vor-
benomed, ere eruen vnde ere nakomelinghe moghen ere begrafl't hebben vor
deme vorschreuen altare an vnde by der stede, dar ere moder licht begrauen,
vnde wy hebben ene gheorlouet vnde orlouen vorntyddelst kratlt desses breues
vor vns vnde vnse nakomelinghe, dat se vnde ere eruen vnde ere nakomelinghe
moghen vredesameliken vnde roweliken bruken der stede twyschen beyden
pylern bie deme altare to erer begrafft vnde moghen desse stede der begrafft
rzyren myt wonliken lykstenen na ereme willen. Vortmer schole wy vnde
vnse nakomelinghe vnde wyllen an sunte Katherinen auende mit vigilien vnde
1) Vgl. M 179.
1426. Feb. 24. 705
des morghens init selmissen tho kore beghan den vorbenomeden erbaren man,
her Henningh van Rentelen, sine vrowen vnde erer beyder olderen vnde ere
kinder na erenie dode, ere eruen vnde nakomelinghe to ewighen tiden vnde ok
in deme suluen feste sunte Katberinen vnde in den festen der hilghen apostele
Philippi vnde Jacobi vnde der hilghen iuncvrowen sunte Dorothea schole wy
vnde vnse nakomelinghe de homissen laten singhen to kore tho deme vorbe-
nomeden altare vnde beyde, de missen vnde de vesper, vppe vnseme groten
werke alle jar to ewyghen tiden. Vppe dat nu van vns vnde vnsen nakome-
linghen alle desse vorscreuene stncke vnde articule vnghebroken vnde vnvor-
sumeliken gheholden werden, so hefft vns de vorbenomede her Henningh van
Rentelen an syme testamente ghegeuen XX lubesche mark ewiger rente, der
wy nicht moghen noch en scholen vorkopen edder ingherleye wis vntverdighen
van vnseme klostere, noch vnse nakomelinghe to ewighen tiden, to brukende an
sodaner wyse, dat wy vnde vnse nakomelinge ses mark darvan keren scholen an
ene koste myt wyne den ghemenen broderen up sunte Katherinen dach to donde,
wan wy beghan de dechtnisse her Henninghes vnde der sinen vorbenomet, vnde
dar scholen ieghenwardich wesen mede der negheslen eruen vnde vrunde vyue
edder sesse, vnde dat ouerghelt schole wy vnde vnse nakomelinghe keren to
vnses klosters behuf, wor wy des bedoruen. Desse vorschrenen XX mark renthe
makede de vorbenomede her Henningh bi deme rade to Luheke vor dry
hundert mark, sunder na korten jaren losede se de sulue rat wedder vt, vnde do
Bvorden de vorbenomeden drehundert mark mit rade, vulborde vnde medewetinghe
der kindere des dikkenomeden her Henninghes, erer vormundere, vnde erer
eruen wedder anghelecht in den lutken hotf' geleghen twischen Darsowe vnde
Pryzedendorpe vppe der Stopnisse vor XXI mark ewygher rente. Queme it
ouert also, datt ok an der stede desse vorscreuen XXI mark echt worden
utgheloset, so en scholde wy noch vnse nakomelinghe de suluen drehundert
mark nerghen aniegghen sunder wysscop vnde volbort der vorbenomeden kindere
her Henninghes vnde erer eruen, wo dikke ok dat schude. Dyt loue wy vor
vns vnde vnse nakomelinghe stede vnde vast tho holdende. sunder alle arghelist
vnde hulperede werltlikes ofte geistlikes rechtes. Des tho ener wissen tuchnisse
so hebbe wy mit wol berademe mode vnde withlicheit vnses klosters inghesiggil
bie dat inghesegel vnses prouinciales vorbenomet ghehenget an dessen brefF,
1) Damals, wie man sieht, eine Pertineni in Dassow, Jetst ein selbstindigei Lehngut LQtgenhof.
704 1426. Feb. 24.
de ghescreueti is na Godes bort dusent vyer hundert in derae ses vnde t^ir ~in-
teghesten jare^ des anderen sondaghes an der vasten, aize men singhet Reminisce re*
Au8 dem Copiariua des Burgkloatera fol. 15 6.
Saline in Oldesloe. 1426. Mdrz 3.
rLinricus Kolsten, uiagister ciuium in Odeslo, Johannes et Ludekinus \^^^
der Heyden, fratres^ clues Lubicenses, coram libro recognouerunt coniunctr ^
habere duas salinarias sartagines in et sub salina Odeslo, dictusque Hinric^^^s
Kulsten recognouit, quidquid Johannes et Ludekinus van der Heyden ad dicta -^
•
salinain exposuerunt^ hoc preantea subleuare debebunt absque contradictione dic^^b
Hinrici Kolsten aut suorum heredum. Insuper Hinricus Kolsten recognouit cora^vn
libro, si prefati Johannes et Ludekinus salinam van der baye portare faciun^B-t)
hoc debet esse super dictorum trium lucrum et dampnum, pro quibus omnibL.:=3S
prescriptis antedictus Hinricus Kolsten omnia sua bona, mobilia et immobili^-^a,
et presertim sua varende haue dictis Johanni et Ludekino coram libro inpigj^-
nerauit. Eciam idem Hinricus recognouit, si ipse interim moriebatur, que — \A
Deus auertat, et tunc sui heredes eorum partem in prefata salina vendere veller^f,
extunc antedicti Johannes et Ludekinus dicte empcioni propinquiores esse debe mil
cum eorum heredibus, et equaliter Hinricus Kolsten aut sui heredes debent es^e
propinquiores, si et in quantum Johannes et Ludekinus partes eorum wende^re
vellent.
Durchstrichen 1429^ Vttiy mit Zustimmung der Genannten.
Sack einer Inscription des Siederstadtbuchs vom J, 1426^ Octili,
Der Knappe Tideke von Quitzowy genannt der Schwarze, ah Vormund der Kinder
des verstorbenen Glaus Quitzow, stellt die Burg Stavenow dem Rathe Wi
Liiheck auf drei Jahre zur Benutzung freiy verspricht auchy doss toahreni
der Zeit von der Burg aus keine Fetndseligkeiten gegen die Stadt und ikrt
BUrger verubt werden sollen. 1426. Mdrz 12.
Ik Tydeke geheten de swarte van Quitzawe, knape. Bekenne vnde
betughe openbare in desseme breue vor alsweme alse eyn vormunder mynes
broders Claweses von Qwitzawe seliger dechtnisse kindere, wonaftich vp der
1426. Mars 12. 705
Stauenouwe, dat ik my van inyner eghenen vnde van wegen der vorscreuenen
kindere frundliken voreynet vnde gesatet hebbe, voreyne vnde zate my in craft
desses breues mit den ersamen heren borgermesteren vnde radmannen der
stad Lubeke in nascreuener wijse, also dat dat vorscreuene slot to der Stauenowe
der erbaren heren borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke opene slot
to alien eren noden schai wesen dree jar langh vmme na giffte vnde datum
desses breues warende, wanner se edder de eren des van vns esschende vnde
begherende sin, so schole wij se inlaten vnde des nynewijs weygeren noch
vorlegghen, vnde dat ok bynnen dessen vorscreuenen dren jaren de suluen
heren borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke, de eren, ere straten
vnde de gemene copman van deni vorscreuen slote Stauenowe vnde dar wedder
vp nynerleye wise berouet^ beschindet vnde beschediget schoien werden, sunder
ik vnde de erbenomeden mynes broder kindere schoien vnde willen der heren,
des rades der stad Lubeke, vnde der eren beste truweliken don vnde weten,
eren schaden vnde ere ergeste wenden vnde keren na alle vnser macht, sunder
alle argeliste. Dat loue ik Tideke de swarte van Quitzawe vor my vnde van
wegen mynes erbenomeden broder kindere den vorgerorden heren borgermesteren,
radmannen vnde gemeynheiden der stad Lubeke vnde den eren in guden truwen
stede, vast vnde vnuorbroken to holdende, vtbescheden alle argeliste, vnde he^be
des to merer tuchnisse vnde witlicheid myn ingesegel vor my vnde mynes
vorscreuen broders kindere witliken gehenget heten an dessen breff, de gegheuen
vnde screuen is na der bord Cristi verteynhundert darna in dem soesvndetwin-
tigesten jare, vppe sunte Gregorius dagbe.
Nach dem Original. Mit anhangendem SiegeL Das Quitxow^sche Wappen, beichrieben zu Nr, 465, iat erkennbar,
die Umschri/t undeutlich.
lift
Der Knappe Tideke von Quitzow bekennty keine Forderung mehr an den Rath von
Luheck zu hahen. i426. Mdrz 12.
ik Tydeke de swarte van Quitzouwe, knape, vor my vnde vor myne
eruen. Bekenne vnde betuge openbare myt desseme breue vor alsweme, dat
my de ersamen heren borgermestere vnde radmanne der stad Lubeke vor roynen
denst, alien schaden, koste, teringhe vnde tosaghe, de ik to ene hadde edder
hat mochte hebben, id si van wegen Crusen Hennynges schattinge, perde,
harnsch, vorlust edder worvan vnde welkerleye dat ay, des gentziiken, degher
706 1426. Marz 12.
vnde al wol vornoghet vnde betalet bin worden bette vppe dessen jegenwardighen
dach, alse her Herman varn Hagen, der voiscreuen heren des rades to Lubeke
scriuer, des mit my vnde ik mit erne eyns gheworden weren, Darvnime ik
Tydeke de swaite van Quitzawe erbenomed vor my vnde vor myne eruen vorlate
de vorscreuenen heren, den rad. meinheit der stad Lubeke vnde de eren vnde
sundergen den vorscreuenen hern Herman, eren scriuer, van der v\regeii van
vorder namaninghe vnde tosaghe qwijt, ieddich vnde loes, nummermer darvp
to zakende, vnde hebbe des to merer tuchnisse vnde witlicheit myn ingesegel
gehenget an dessen bref, de ghescreuen vnde gegheuen is na der bord Cristi
veerteynhundert jar darna in dem soesvndetwintigesten jare, vppe sunle
Gregorius dach.
Nach dem Original. Mit anhangendem Siegely wie AV. 726.
DCCXXVIll.
Bestimmungen uber die Verwendung der am Altar der WoUenweher in der Kirck
des St. Johannis Klosters dargebrachten Opfer. 1426. Mdrz 15.
Vniuersis et singulis presencia visuris seu audituris Bertoldus, prepositus,
Johannes, decanus, totumque capitulum ecclesie Lubicensis. In hiis scriptis
notum facimus publice protestantes. Quia discreti viri, (magistri) ac seruitores
officii laniKcum ciuitatis Lubicensis, ad monasterium beati Johannis Ewangeliste
specialem gerentes deuocionem, desiderantes in diuini cultus augmentum suo-
rumque remissionem peccaminum ad altare sanctorum angelorum in eodem
monasterio per discretum et ydoneum sacerdotem per ipsos nominandum missas
tempori congruentes hora predictis magistris et seruitoribus competenti sine
tamen preiudicio domine abbatisse et conuentus celebrari ipsique presbitero
de salario ac stipendio racionabiliter prouidere (voluerunt). nos vero, ipsoruin
magistrorum et seruitorum deuocionis solicitudinem in Domino commendantes
necnon consideracionem religiose ac venerabilis domine, domine Ghertrudis,
abbatisse, tociusque conuentus dicti monasterii sancti Johannis super hoc affectuose
supplicancium, tenore presencium nostrum ad premissa consensum adhibemus
pariter et assensum, volentes tamen et de consensu predicte domine abbatisse
et conuentus ordinantes, ut presbiter ad huiusmodi missam nominandus a
decano ecclesie nostre Lubicensis accessum altaris recipiat duasque partes
oblacionum ad altare predictum quomodolibet proueniencium distributoribus
nostris et terciam partem pro usu monasterii et altarium sacrificio fideliter
preseritet et exhibeat. super quo suam conscienciaiii oneramus. Et in euidens
prennssoruin testimonium sigillum nostrum, quo ad causas utimur^ vnacum sigillo
antedicte domine abbatisse presentibus est appensum. Et nos Ghertrudis,
abbatissa prefati monasterii^ quia premissis omnibus et singulis consensimus,
ideoque sigillum nostrum vnacum sigilio predictorum venerabilium dominorum
decani et capituli ecclesie Lubicensis est appensum. Datum Lubek, anno a
natiuitate Domini millesimo quadringentesimo uicesimo sexto^ feria sexta ante
dominicam^ qua cantabitur Judica.
Nach einer Ahschrift im [iegistum quartum Episcopi LXXVIIL
Beschlagnahme von Feirjen und Rosinen, 1426. Mdrz 17.
Johannes Dyckhott' et Nicolaus Hop cum eorum heredibus coniuncta
manu fideiubendo promiserunt dominis de consulatu Lubicensi ex parte Wilhelmi
Holthusen^ ciuis Hamburgensis, de XXXVI sportis fycorum et octo sportis rosynis^
quas idem Wilhelmus apportauit ad dictam ciuitatem Lubicensem ante et contra
pronunciacionem et mandatum ciuitatum de hanza Teutonica, et quicquid de
hoc in proxima congregacione ciuitates decreuerint seu pronunciauerint, hoc
prefatus Wilhelmus velit et debet stare omni juri.
Nach einer Inscription den Niederstadtbuchs vom J. 1426, Judica.
Konig Sigismund befiehlt dem Rathe von Lubeck^ die am ndchsten Maria- Geburt
Tage fdllige Stadtsteuer an den Albrecht Schenk von Landsberg zu bezahlen.
1426. Mdrz 18.
Wir Sigmund, (gleichlautend mit Nr. 515 bis) mit disem brieff, der geben
ist zn Wyenn, versigelt mit vnser kuniglichen maiestat insigel, nach Crists
geburt viertzehenhundert jar vnd dornach in dem sechsvndtzweinczigisten jare,
am montag nach dem suntag Judica in der vasten, vnserr riche des Hungrischen
etc. in dem newnvnddreissigisten. des Romischen in dem sechsczehenden vnd
des Behemischen in dem sechsten jaren.
Auf der Falte: Ad mandatum domini regis Franciscus.
Ncich dem Original. Mit anhangendem Siepet.
89*
708 1426. Marz 20.
Der Rath von Wtsmar schreibt an den Rath von Lubeck wegen des von dem Km ^^^
Erich erlassenen Ausfuhrverbots. 1426. Marz 20.
Ynsen vruntliken grut vnde wes wij gudes vormogen vorscreuen. Ersam^n
leuen vrunde. Juwen breff ynneholdende, dat vnse vrunde van deme Stralefi-
sunde iw gescreuen hebben, wo se enkede iruoren hebben, dat de here koning^k
to Dennemarken yn alle synen dren rijken hebbe vorbeden laten, by lyue vncie
gude nicht vthtouorende etc., hebbe wij wol vornomen, vnde alse gi en wedder
gescreuen hebben vinme den dach to Rozstok to holdende, deme wille wij also
gerne ddn. Vnde wente de ersamen van dem Stralessunde vns des gelijk ok
gescreuen hebben, wo de here koningk dat vorgerorde verbdt ghedan hebbe,
hirvmme hebbe wij vnsen medeborgeren dat vorkundiget vnde hebben se warnet,
dat eyn iewelik darup vorseen sy, dat he also zegele vnde syn gud also van
sik sende, dat he darouer nynen schaden neme vnde dat he wedder to hus
komen moge. Duncket iw ouer nutte vnde behuff syn, dat men dat vterker
vorbede, dat wille wij gerne holden na juweme rade, wan gi der van Rozstok
vnde Stralessund andacht darane iruoren hebben. Sijd Gode beuolen. Screueo
vnder vnsem secret, des midwekens na Judica an deme XXVP jar.
Radmanne tor Wismar.
Aufschrtft: Ersamen wisen mannen, heren borgermesteren vnde rad-
niannen der stad Lubeke, vnsen besundergen leuen vrunden.
Nach dem Original auf Papier. Mil aufgedrucktem theilweUe erhaltenem SiegeL
Johannes Snorling, Geisth'cher der Bremer Diocese^ entsagt aller gertchtlichen Klag^
die er wegen Todtung seines Vaters Heinrich durch den Lubeckischen Yo0^
Heinrich Schroder erhoben hatte. 1426. Marz 21.
In nomine Domini amen. Anno a natiuitate eiusdem millesimo quadrirv^
gentesimo uicesimo sexto, indictione quarta, die uero Jouis vicesima prim^
mensis Marcii, hora terciarum uel quasi, pontificatus sanctissimi in Christ^^
patris et domini nostri, domini Martini, diuina prouidentia pape quinti, ann^^
nono, coram honorabili viro domino Johanne Wunstorp, baccalaureo in decretia^?
officiali generali curie Lubicensis, in mei notarii publici ac testium infrascrip^
torum presencia constitutus personaliter discretus vir Johannes Snorlingb^
1426. Marz 21. 709
lus Bremensis diocesis, non vi, dolo, nietu, fraude aut aliqua machinacione
, ut asseruit, seductus, sed sponte et libere ac ex certa eius sciencia et
tate omnibus melioribus modo, via, iure, causa et Forma, quibus potuit
m rancorem et iniuriani, quam hucusque occasione liomieidii siue inter-
nis quondam Hinrici Snorlingh, patris ipsius carnalis et legitimi, contra
:unque de ciuitate Lubicensi et presertim contra circumspectos et honestos
, dominos proconsules et consules ciuitatis eiusdem, preteritos, presentes
ituros, necnon Hinricum Scroder, olim tempore dicte interfectionis
;atum, et Familiares dicte ciuitatis Lubicensis ac ipsorum et cuiuslibet
n successores qualitercunque habuisset seu haberet, quos Forsan culpabiles
homicidii Facti tenuisset et reputasset ac teneret seu reputaret, in toto
rie remisit ideoque omni actioni, liti, si que sit coram quocunque siue
scunque judice seu judicibus, delegatis aut ordinariis, ecclesiasticis uel
aribus quomodocunque introducta, necnon juri et cause idem Johannes pro
heredibus suis, presentibus et Futuris, quoad preFatos dominos proconsules
isules, Hinricum Scroder, Familiares omnesque alios et singulos de ciuitate
ensi existentes illorumque heredes et successores, presentes et Futuros,
^e et expresse cessit et renunciauit cessionemque et renunciacionem huius-
per preFatum honorabilem dominum Johannem, oFficialem, tamquam judicem
arium, admitti peciit et postulauit. Renunciauit preterea omnibus litteris
ercunqup sigillatis et instrumentis et presertim cuidam littere aperte,
to ciuitatis Lubicensis antedicte ad tergum impresso sigillate, cuius quidem
> tenor inFerius describitur et de uerbo ad uerbum annotatur, necnon
)us exceptionibus doli mali, rei sic non geste, que contra vigorem et effectum
publici instrumenti sub quacunque uerborum Forma dari, allegari seu
} posset, expresse renunciauit pro se et heredibus predictis. Et insuper
aiorem firmitatem et cautelam omnium premissorum idem Johannes tactis
uris sacris ad sancta Dei euangelia corporaliter iurauit in manibus domini
ilis antedicti, se premissa seu aliquid premissorum nullo modo seu aliquo
uelle reuocare^ nee. aliqua ingratitudinis causa contrauenire uerbo uel
per se uel submissam personam contraFacere. Quas quidem remissionem,
iciacionem et iuramenti prestacionem idem dominus Johannes oFficialis de
Johannis Snorlingh expresso consensu admittendum duxit et admisit,
tum suum ordinarium rite interponendum sigillique sui ofliciolatus curie
ensis muninime et impensione duxit roborandum. Tenor uero littere, de
supra fit mencio, de uerbo ad uerbum sequitur et est talis. (Folgt die
710 1426. Marz 21.
Urkunde Bd. V, Nr. 497.) Post cuius quidein litlere lectionem et exhibicioni
eciain idem Johannes Snorlingh ultra premissa istius comodo et utilitati pie- r-
renunciauit. De et super quibus omnibus et singulis prernissis honorabiles yi m^^
magister Tidericus Georgii^ scriptor judicii Lubicensis^ et Johannes Snorlin^i
antedictus pro se ac Tidericus nomine consulatus Lubicensis, Hinrici Scrodej
aliorumque predictorum hincinde sibi a me^ notario infrascripto^ unum uel plura
conKci pecierunt instrumenta. Acta fuerunt hec Lubic, in domo habitacionis
domini ofHcialis predicti^ anno^ indictione, die^ mense et pontiHcatu ac aliis,
quibus supra^ presentibus honorabilibus viris^ dominis Borchardo Wittorp, in
cathedrali Lubicensi^ magistro Johanne Rickersen, in beate Marie Hamburgensi
Bremensis diocesis ecclesiis perpetuis vicariis, Matheo Been, presbytero, et
Johanne de Dassele^ clerieo Maguntinensis diocesis^ testibus ad premissa vocatis
specialiter et rogatis.
(Notariatszeichen.) Et ego Hinricus Kaluerwisch, clericus Verdensis diocesis,
publicus imperiali auctoritate notarius, quia supradictis remissioni, renunciacioni,
iuramenti prestacioni^ littere exhibicioni et auschultacioni^ renunciacionis ad-
niissioni etdecreti interposicioni aliisque omnibus et singulis^ dum, ut premittitur.,
coram prefato domino officiali et per eum agerentur et fierent, vna cum pre-
nominatis testibus presens Fui eaque sic fieri vidi et audiui, ideoque presens
publicum instrumentum exinde confeci et in banc publicam instruinenti formam
redegi signoque et nomine meis solitis et consuetis vna cum dicti domim
ofiicialis sigilli appensione signaui in testimonium premissorum rogatus et requisitus.
Sack dem Original.
DCCXXXIII.
DU Aebtissin und der Convent des St. Johannis Klosters verkaufen dem Amte der
Wollenweher einen Altar m ihrer Kir die zur Stiftuncj einer emgen il/e^se,
mit der Befugniss, die Kapelle, in welcher der Altar sich hefindet^ amzu-
bauen. 1426. Marz 23.
VVytlyck sy al den gennen, de dessen brefl' seen edder horen lesen, dat
wy Wernetrudis, ebbedissche, Beata, priorisse, vnde dat gantze conuent deft
Frouwen clusters sunte Johannis Ewangelisten bynnen der stadt Lubeke bekeruien
apenbar yn dessem breue vnde betugen, dat wy myt eyndrachtycbeit vnde
myt vulborde vnser leuen vormunder, hern Corde Brekewoldes, borgermesters,
vnde hern Hermen Westuales, radtman tho Lubeke, redelyken vnde rechtlyken
1426. Marz 23. 7H
Viebben vorkotft den beschedenen rnannen Hans Perleberge vnde Peter Bockholte,
worckmesteren der wullenweuere, vnde Hennynge Helmsteden, l^ydeken, synem
broder, Johan Zoeste, Berndt Blocke, suluesheren, vnde Lodewyghe Becker,
Wyneken Bakhuse, Clawes Rolen. Hans Doringhe, Bertolt Beteken vnde Clawes
Dobelyne, knapen, vnde eren nhakomelyngen yn derne suluen ample tho evvygen
tyden ene stede vnde eyn altar yn vnser kerken, dat gheheten ys der engele
altar, vor bundert niarck lubesscher pennynge, de se vns wol tho dancke vor-
noget vnde betalet hebben vnde de wy vort yn vnses gadeshuses nut vnde
nottroflt vthegeuen vnde gekeret hebben, also beschedelyken, dat se rnoghen
de capellen buwen, dar dat altar ynne lycht, enen voth yn de kercken wente
tho deme neddersten altare darnegest vnde furder nycht^ vnde veer vote vnder
derne swybogen in vnsen garden vththosettende, vnder erer e^genen kosten,
vricle de vorschreuen niestere vnde knapen vnde ere nakoinelynghe inogen tho
detiie vorbenomeden altare hebben eyne ewyge rnyssen tho ewyghen tyden tho
les^iide, wen dat stylmisse gedaen ys tho vnser ersten niyssen, wan Godt dern
prester de gnade gyftt, de tho der tydt ys, de de myssen holden schal, vnde
^^ prester, de de myssen hefft, de schal nene myssen syngen, ydt sy myt
^'^Sem wyllen, vnde wanner he myssen lesen wyl, so schole wy em, vnde vnse
^akomelynge, geuen wyn vnde broth tho der myssen tho ewyghen tyden vnde
^^s nycht weygeren. Vortmer, desse vorbenomeden mysse moghe wy vnde
s<iholen tho deme ersten male vorienen enem bedderuen manne, de en prester
ys edder bynnen dem jare moge prester werden. Wan de prester vorstoruen
ys, so mogen vnde scholen de vorbenomeden mester vnde knapen des vor-
schreuen amptes der wullenweuer hyr tho Lubeke, de thor tydt synt, eneme
"^dderuen manne, dede prester ys edder bynnen deme jare moge prester
V^erden, vorienen de vorschreuen myssen, else dat de ebbedissche desses klosters
tho sunte Johannis, de tho der tydt ys, tho der enen tydt, vnde de mestere
Vnde knapen des vorbenomeden amptes der wullenweuere, de tho der tydt synth,
wan de vorscreuen mysse los wert, tho der andern tydt vorienen scholen tho
ewygen tyden na der wyse, alse hyr vorscreuen steyt, sunder yenigherleye
weddersprake edder hulperede. Tho merer betuchnisse vnde bewarynghe desser
vorscreuen stucke so hebbe wy Wernetrudis, ebbedyssche, Beata, priorisse, myt
wytschop vnde eyndrachticheyt al der gennen, de dar vulbort tho scholen geuen,
vor vns vnde vnse nakomelynge vnses conuentes ingesegel hengen laten vor
dessen breff, de gegeuen vnde schreuen ys yn den yaren vnses Hern dusent
verhundert yn deme sossvndetwyntygesten yare, des sonnauendes vor Palmen.
Nach einer Abschri/t in von Me He Lubeea relig%09a p, 364.
712 1426. Marz 23.
I»CCJLXX1V.
Bernhardt Herzog von Braunschweig und Luneburgy versprtcht unter Verpflicktc^^ru^
zum EinlageVy Lubecldschen Kaufieuten die ihnen fur genommene Glutei
achuldige Summe bis ndchste PJingsten zu bezaJden. 1426. Mdrz 23.
VVij Bernd, von Godis gnaden to Brunszwig vnd Luneborg herto^e.
Bekennen in dessem breue vor allesweme, dat wij twiscben disser tijd, gi f^e
desses brenes^ vnd Pingsten erstkomende inriden willen to Luneborg odir vnseo
truwen rad vnser vuhnechtig dar insenden willen^ (willen) to makende des
rades tho Lubeke vnd erer koplude na rade vnser leuen getruen des rades to
Luneborg vmme sodan surnmen geldes des behinderden gudes, also se mid vns
tor Nienstad berekent hebben, by namen vmnne seuenteynhundert arnemsclie
gulden vnd seuenvndeseuentich teyn gulden myn. Desses to tuge hebbe wij
vnse secret druckt heten an dessen breff na Godis bord dusend veerhundert in
dem sosvndtwintigesten jare, an denfi hilgen Palinenauende.
Auf einem anliegenden Blatte Papier: De summe des gudes, de vns genomeD
vnd to der Nigenstad gebracht is, an buntwerke., bernstenpaternoster, lampuei,
smaschen, hosen van semeschen leder, hanschen, rinsche velle, als vns witlick
is, dat achte wij vppe werde XIX^ mrc. lub. vnd XV mrc.
Vortmer de summa des reden geldes an golde vnd an suluer, an alreleye
golde vnd an suluergelde dat achte wij vppe XXIIIF rinsche gulden, vnd off
hir wes meer were, dat anderlude tobehorde, des wij nicht en weten, dat dar
malk vnuorsumet an sy.
Auf einem andem ebenfalls anliegenden Zettel steht dasselbe, von der Hand
eines SchreiberSy noch einmal und darunter^ von anderer Hand, folgende Quithmg:
EntFangen IIIF arnemsche gulden myn 1 gulden. Item entFangen CXVIIl
lubesche gulden. Item entfangen LVII cronen. Item entfangen XI nobelen.
Item XL gulden rinsch an bemeschen gr. Item entfangen ene thene geldes van
XX rinschen gulden. Item entfangen V lodige mark suluers. Item entfangen an
lubischen gulden, an rinschen gulden vnd nobelen vppe C vnd XIII arnempsche
gulden. Item entfangen an V guldenen boghen vpp IX arnempschen gulden.
Summa hirvan VF vnd LVI mark lubesch. Aldus bliue wij noch to achter an
redem golde XVIl^ vnd LXVII arnempsche gulden.
Nach dem Original auf Papier im Stadtarchiv zu Luneburg. Mit vnkenntlichem Pre9»elm
llermannus Specht, frater Godekini Spechtes, coram concilio et hoc
libro recognouit, se subleuasse et percepisse a Hinrico Swochele XXVIII mrc.
lub. den. ex illo, quod alias Marquardus Swochele, frater Hinrici antedicti,
interfecit Godekinum Specht preFatum, vnde dictus Hermannus Specht cum suis
heredibus dictos Marquardum et Hinricurn Swochein cum eorum heredibus
pretextu illius penitus dimisit ab omni alia monicione seu inpeticione quitos
et solutos.
Naeh einer Inscription des Niederatadtbuchs vom J. 1426, Palmarvm.
ih:!€Xxs:¥i.
Ein Wettlauf zwischen Roseburg und Poterau. 1426. Mcirz 24.
Johannes Kuleweyde alias impetebat Conradum Odbrechte pro quadraginta
florenis renensibus ex eo, quod dicti Johannes et Conradus currere voluerunt
de villa Rosborch usque in viliani Poterawe', vnde tauien antedictus Johannes
Kuleweyde cum suis heredibus prefatum Conradum Odbrecht et suos heredes
pretextu illius coram libro penitus dimisit ab omni alia monicione seu impeticione
quitum et solutum.
Nach einer Inscription dea Siederstadtbuchs vom J, 1426, Palmarum.
»€€JLXXV1I.
Der Rath von Stralsund zeigt dem Rathe von Lubeck an^ dass er semen Burgern
erlaubt habe, auf ihre Gefahr Schiffahrt zu treiben, nur nicht nach den
dem Konige von Ddnemark untergebenen Lander n. 1426. Mdrz 29.
Vnse vruntlike grute myt begheringe alles gudes tovoren. Ersamen
heren vnde leuen guden vrunde. luwen breeff an vns ghesant, dar gi ane
begheren, juw clarliken to vorscriuende van der arrasteringhe weghen der
Echepe, eFte wi de schepe ok seghelen laten, de in de ryke nicht en willen,
alse de in Prutzen effte in Lifllande zeghelen willen etc., hebbe wi wol vor-
jiomen. Des willet, leuen heren, weten, dat wi de arresteringhe oueral ghedan
hadden, vtghenomen de in de ryke to hus behorden, alse wi dat juwer erbarheyt
I) Die Entferaang zwlBchen beiden Orten betrilgt (Or einen goten Fussg&nger wenig mehr aU eine Stunde.
90
714 1426. Marz 29.
vorscreuen hebben. Yodoch so vorbode wi nadens vnsen copman vor v
vnde vorkundigheden en, wo wi enkede voruaren hadden, dat vytalienbrode
in der zee weren, vnde ok de here koningh alle de yenen touede, de in
ryke zeghelende quemen, vnde nicht wedder vt stedede, vnde warnden se, d
se nerghene zegheleden, vp dat se nenen schaden nernen, dar se an sprekc
vnde beden vns, dat wi en wolden ghunnen, dat en yewelik zeghelen moch
vp syn euentur^ wor yd em euen querne, ane in de ryke. Des synt wi e
leuen heren, volghaftich gheworden vnde hebben en des gheghunt. Ok, leu^ «i
heren, van juw to vns vnde van vns to juw to zegelende, also yd van oidingh^s
ghewesen heFt, dunket vns nener vare wert zyn. Vnde also gi vurder, leu^n
heren, scriiien van juwer smede brene, wo gi ene an vnseme breue nicht en
vunden, dat is, leuen heren, van nenie quaden willen toghekomen, men van
vorsumenisse weghen, dat yd vorgheten wart, dat wi, leuen heren, bidden vor
gen arich to nemende^ men wy senden ene juw nu tor tijd hijrane besloten.
Ok, leuen vrunde, so wille wi yd myt den Stetynschen gherne bestan laten bet
to der dachuart to Rozstok neghest to komende, dar wi se to bidden hebben
laten to twen tijden vormyddelst vnser bodeschop. Sijt Gode beuolen. Screuen
in gnden vrygdage, vnder vnser stad secret, anno etc. XXVlto.
Radmanne tome Stralessund.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wisen mannen, heren borger-
meysteren vnde radmannen tho Lubeke, vnsen zunderghen guden vrunden, detur.
Nach dem Original auf Papier. Mit aufyfdrUcktem iheilweise erhaitenem Secret
iM?cxxx:viii.
Der Convent der Dominikaner zur Burg gestattet dem Georg Rentzow gegen Zahlung
von 100 rri^ die lehensldngliche Erhehung etner dem Kloster znstdndigen
Emnahme von 8 rri^ aus der Luneburger Saline. 1426. Apr. 3.
jNos fratres Hinricus, prior, Hermannus, lector, Johannes, supprior,
Marquardus et Theobaldus, seniores, ceterique fratres conuentus Lubicensis
ordinis predicatorum. Publice recognoscimus et protestamur in hiis scriptis,
quod concessimus et per presentes concedimus fratri Georgio Rentzowe, filio
nostri conuentus preFati, ad vitam suam duntaxat facultatem toliendi et suble*
uandi redditus annuos VIII markarum lubicensis monete de redditibus nostri
conuentus salinaribus de dimidio choro, ita quod nee prior pro tempore nee
eerbaren wijzen onderinans ende weerdeyns der goeder stat van Lubick, onsen
goeden vrienden, hoe dat wi verstaen hebben van Heinric de Vreze, onzen
medeborgher, ais dat hi vergulden ringh^^ in uwer stat van Lubick voirscreuen
ghebrocht heeft, die ghi hem ofghekoert zout hebben, ouermits dat si na dero
koer van uwer stat nyet ghewrocht en ziin, dat wi wel verstaen hebben, dat
hi dat zonder vordel of argheiist ghecoft heeft. Ende hij seyt mede^ ist dat
hi v van den seluen goede, dat dier gheliic ghewrocht is, mit enen waerach-
tigen betoen van Vtrecht brengt, dat dies gheliken goets onder de ghemeen
coepman tUtrecht ghecoft ende vercoft wert, ghij zelt hem ziin goet weder
geuen ende hi zel des zonder scade wezen. Ende want hi ons deze voer-
screuen zake aldus bighebrocht heeft, so hebben wi om siinre beden wille mi
heni ghegaen ende hebben des gheliken goets, zo hi seyt, dat siin ringhe ziin ^
die ghij hem ofghekoert hebt, van enen fatsoen ghecoft onder der gaerderv
tUtrecht tot tween steden, die wie v in eenre dozen mede zenden mit onsev^
zeghellen toe beseghelt tot enen stal, te verstaen, ist dat siin ringhe zult ziirm^
die ghi hem ofghekoert hebt, dat die ghemeen coepman die coept ende ver*-
coept oueral in onsen lande ende daermede volstaen zonder argheh'st^ hier om
biddende ende begherende uwer eerbaerheyt, ist dat dese zake, die hi ons
bighebracht heeft, aldus gheschiet is^ gheliic hier voer bescreuen staet, dat
ghi hem siin goet weder geuen ende vorderlic wesen wilt, als wi uwen borgeren,
wan' des wij vermuchten^ tot alien tyden guetelic ende geern doen zouden,
want wi den seluen Henric nyet en kennen dan voir een goet ghetru recht-
uardich coepman. In oirkonde der waerheyt hierof zo hebben wi onze zegellen
aen desen brief gedaen hier beneden wtghehangen. Ghegeuen int iaer ons
Heren dusent vierhondert zes ende twintich, opten zesse ende twiintichsten
dach in Aprille.
Nach dem Original. Mit anhangenden Siegelstrei/en^ von denen die Siegel abgesprungen sind.
Verkauf eines Ackers mit Vorhehalt des Ruckkaufs nach fiinf Jahren. 1426. Mai 30.
Jtiernardus Bisscopp coram libro recognouit^ se emisse a Johanni de
Mynden vnum ortum seu pomerium situm prope sanctum Georgium pro XL mrc.
lub. den., quam ortum habere et uti debebit super festum sancti Martini proxime
affuturum incipiendo ultra ad quinque annos integros subsequentes. Extunc
1) Im Original: van.
■r- i
It*:!
r a
1426. Mai 30. . 717
diotus Johannes de Minden aut sui heredes habebunt reeinpcionem curie antedicte
pc*o XL inrc. lub. den. Si autem dictus Johannes de Minden aut sui heredes
pc-cfatam curiam super termino antedicto non reemerent, extunc Bernardus
Bysscop ejt sui heredes retinebunt dictam curiam pro suo vendito empto excepto
c^sisu ciuitatis in eadem curia reseruato.
Nach einer Inscription des Niederttadtbuchs vom J, 1420, Corp. Chr.
DCCXIill.
D^T Eid ezn Beweismittely auch wenn er von dem Gegner nicht angenommen wird.
1426. Mai 30.
(jerrardus Bruggeman coram concilio alias inpetebat Hinricum Wesebom^
ciuem Wismariensem, de quibusdam debitis, de quibus tamen dictus Hinricus
Wesebom paratus erat, mediis suis juramentis jurasse^ quod ipse dicto Gerrardo
^x dictis debitis in nichilo tenetur obh'gatus^ quam tamen juramentum Gerrardus
Bruggeman recusa'uit et habere noluit. Vnde consilium decreuit, antedictum
Hinricum Wesebome de inpeticione predicta esse quitum et solutum.
Nach einer Inscription des Niederstadtbucks vom J. 1426, Corj). Chr.
DCCXIilll.
Verpachtung eines Hopfenlandes in Krempelsdorf. 1426, Jun. 5.
Ihomas Kerkringk, iilius domini Bertoldi Kerkringes bone memorie,
coram libro recognouit, se locasse in huram Hinrico Vingere vnam curiam
humulorum in Crempestorpe cum suis foueis et idem Hinricus Vinger pro
quohbet C foueis dabit annuatim dicto Thome pro hura uel sensu X sol. lub.
den., et stipites dictarum fouearum pertinent et sunt antedicti Hinrici Vingers.
Insuper dictus Hinricus Vinger prefatam curiam possidere et habere debebit
per septem annos integros immediate subsequentes, videlicet in presenti termino
incipiendo.'
Nach einer Inscription des Niederstadtbuehs vom J. 1426, Bonifacii,
1) Nach einer Inscription Tom 24. Jnni 1486 Terpfftndet Eler Bnnser dem Dietrich Ton Nodelen fQr 81 m^
die Hopfenstangen nehst dem Hopfen aaf swei StGcken Hopfenland bei Krempelsdorf.
11426. Jun. 10. 719
inynsten^ zu dem obgenanten teglicheri kriege schiken vnd senden 'sollent
den sontag nach vnser Frawen tag Assumpcionis nehstkunfftig gen Freyburg
leyhssen, so erfordern vnd ermanen wir euch solicher treuwe^ so ir dem
chtigen Got, deni cristenlichen glauben vnd auch vnss vnd dem heiligen
I schuldig vnd pflichtig sijt, vnd bey vnsern kdniglichen hulden heissen,
ir an alle widersprechen vnd verzihen dem almechtigen Got, seiner lieben
T vnd alien heiligen zu lobe, der heiligen cristenheit zu trost, dem heiligen
sen zu sterkunge, vnss vnd dem heiligen rijch zu eren vnd den obgenanten
osten vnd verdampten keczern zu vertilgung vnd ussrutung soliche obge-
e siiben vnd dreyssig spiess vnd wolmugender lute mit pferden vnd harnasch
erzeugt aufT den obgenanten sontag nach vnser Frauwen tag Assump-
s gen Freyburg in Meyhssen zu andern, die dahin geschickt werden zu
n tegiichen kriege, da zu sin vnd zu ligen, vnuerzogenlichen schicken
^nt vnd sie also vssrichten, den selben kriege usszuwarten vnd dem haubtman
lbs gehorsam zu sein vnd nit von dannen zu scheiden ane des haubtmans
\ wissen vnd willen, vnd daz darin kein ander gebreche oder in soliche
s vnd der gemeynen cristenheit sachen ewernthalben kein saumenuss oder
g sey. Daran verdienet ir lone von Got, lob von den leuten vnd wir
n daz gen euch in allem guten gnediclichen bedencken. Vnd wo daz queme,
r hierinne sumig oder lessig wurdent vnd die obgenanten anzale euch
slagen nit vollenbrechtent, daz wir uch nit getruwen, so mochte meniclich
versten vnd mercken, was andacht vnd innikeit ir zu Got vnd seinen
?nlichen glauben, vnd was truwe ir zu vns vnd den) heiligen reich trugent
hettend, vnd wir mochten nit gelassen, wir musten vnd wolten daz mit
vnser vnd des reichs kurFursten, fursten, herren vnd stetten an euch so
en, als sich daz geburt. Vnd wan vnss sunderlich vnser koniglich gemute
get vnd bedacht haben, daz eyn zumal grosse notdurfft wer in disen
m, daz alle kriege^ zwytrecht vnd vnwillen, die zwischen vnsern vnd des
5 kurfursten^ fursten, herren vnd steten erstanden sin vnd vorhanden
1, gancz hingelegt oder aulfgeschoben werden, als wir daz auch alien
lanten den vnsern vnd des reichs fursten, herren vnd steten zu tun ge-
n haben, vnd des gleich so gebieten wir euch ernstlich vnd vesticlichen
h'esem briflP von der obgenanten koniglicher macht wegen, das ir alle
echt, ob ir die zu ymand hettent, hienlegent oder euch mit den selben
len gemeinen Fryden vnd stellung zu gleichen dingen seczent vnd uch
Tley veientschafft noch Fehe zuzihent oder euch eins gleichen billichen
720 1426. Jun. 10.
rechten benugen lasset. Vnd autf daz iv in diesen sweren vnd notlicben sache ^
die heilig cristenheit antreffendo vnsern innigen ernst gancz versteen niugen. t
vnd wir euch auch solliciichen ersuchen vnd darinnen ermanen, so haben wf j*
vnser koniglich maiestat ingesigel zurucke uff diesen briff tun drucken, Geben
zu Nuremberg, am inontag vor sent Vits tag, vnser reich dez Vngerischen eto.
im vierczigistem, des Romischen im sechzehendem vnd des Behemiscben in
den sechsten jaren.
Ad mandatum domini regis Johannes,
episcopus Zagrabiensis, canceliarius.
Ohne Aufschrift.
Nach dem Original au/ Papier, Mit als Pressel au/gedriicktem groaaem Kaiserlichem SiegeL
Verkauf von Hdusern in Bergen. 1426. Jun. 29.
iJernardus Croppelin, ciuis Wismariensis, coram libro recognouit, ^ ^
vendidisse et libere vendidit suos duos domus^ quas habet Bergis Norwegi ^
vulgariter en par knuppeder husere in den auden garden de zebus in der ^
suder syden Hinrico Grambeken, mercatori Bergis Norwegie, dictusque Bernards ^
recognouit, quod prefate domus sibi per Hinricum Grambeken plenarie etben^
sunt persolute, sic quod idem Hinricus cum dictis domibus facere possit, quicqui^f
sibi placuerit, absque contradictione antedicti Bernardi seu alterius cuiuscunque.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1426, Petri et Pauli,
I»C€JLIi¥l.
Der Rath von Bremen erkldrt den in Lubeck versammelten Stddten, dass die fcri-
dauernden Fehden es ihm unmoglich macheriy ihre Versammhmg zu besenden,
erkldrt sich ubrigens bereit., dem Herbord Duckel Dasjentge zu leisten^ um
der Erzbischof von Bremen erkennen loerde. 1426. (Um Jun. 24.y
Vnsen vruntliken grut vndeweswij lieues vnde gudes vormogen. Ersamen
heren, sundergen guden Frunde. So gi vns vnlangs auereyns screuen bebben
1) Die HansesUidte warcn Jobannis 1426 in Lubeck versammclt. In dem Recess kommt fiber die Angelegeabeit
Folgendes vor: Item vmme den vnwillen twischcn den van Bremen mde born Herborte Dockel weaende ftc
bebben de stede beuolen den ersamen van Luneborcb vndo Hamborcb, dat se de van Bremen vnde kern Hfltboito
erbenomed scholen uorscriucn eync stede vnde tijd vor ze to komende, vnde de vorscreuen beyden dolea it
gudlikbeit to bericbtende. Darvmme ok de stede drapliken bebben gescreuen an de van Bremen, dat ne don Ylft
Hamborob vnde Luneborcb des nicbt enthoren^ anders en willen se des nicbt vngericbtet Todn Tngeptntgtt
1426. (Urn Jun. 24.) 721
rne de dachfard riu to F^ubeke wesende, dat iuw nutte duchte wesen, dat
de noch besenden etc.. begeren wij iuwer ersameheit weteii, vmme iuwer
e vnde des ghemenen copmans beste vnde gudes willen wolde wij niit
itzen beghere dar gerne gekomen vnde de dachuard mit vnsen vulmechtigen
and hebben, wan wij dat van vares vnde vnvelicheit willen gedan hebben
iden^ so gi wol weten, dat wij in swarer veide niit mannichfolden fursten
le heren begrepen sint, des wij van der veide weghene nenewijs velich to
e af komen konet. Darumme, leuen frunde, en willet dat vor nenen
nllen nemen^ dat is vns yo van iuw to willen. Vurder, so gi scriuen van
Harborte Duckein etc., begeren wy iuw weten, mach vns de vorbenomede
Harbord clage nicht vorlaten, so wij iuw er gescreuen hebben, dat wij
[^huldich sint, so juw van siner wegene is voregebracht, vnde wij erne nen
aFgeschattet vnde ok vt sinen state vnde herlicheide nicht gesatt noch ge-
rigen hebben, wij willet em don so vele, alse vnse gnedige here van Bremen
iit, dat wy em van rechts wegene plichtich sind. Will he ok vnser borger
ke beschuldigen, de willen wy em bestellen to rechte vnde rechtes dar
r helpen. Bidden wij iuw denstliken, dat gij den vorbenomeden her
borte berichten, dat he dat wille nemen vnde dat gi vns in nene vurder
t, albeit vnde belast bringen. Dat willen (wy) vmme iuw gerne denstliken
schulden, wor wij mogen. Sijd Gode beualen. Screuen vnder vnser stad
ret, anno etc. XXVIto.
Consules ciuitatis Bremensis.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wisen heren, radessendeboden der
menen stede van der Dutschen hense nu tor tijd to Lubeke vorgaddert,
2;ermesteren vnde radmannen to Lubeke, vn&en guden sundergen Frunden,
creuen.
N(ich dem Original, Mit theiiweise erhaltenem aufyedrSektem Secret,
III
Siihne wegen Todtschlags. 1426. Jun. 29.
Johannes, Marqwardus, Andreas et Reinekinus dicti Mollere et filii
Iree MoUers bone memorie coram libro recognouerunt, se subleuasse et
?pisse a domino Conrado Brekewolde, ciuium magistro huius ciuitatis,
/ mrc. lub. den. de illo, quod Ludekinus Scharpenberg alias prefatum Andream
91
722 1426. Jun. 29.
Mollere, eorum patrem, interfecit. Vnde antedicti Johannes, Marqwardus _.
Andreas et Reynekinus cum eorum heredibus nascendis seu nascituris prefatui
Ludekinum Scharpenberge suosque heredes seu omnes alios de eadem inter
fectione suspectos et presertim dominum Conradum Brekewolde penitu^
dimiserunt pretextu illius ab omni alia monicione seu inpeticione quitos et solutos^
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1426, Petri et Pauli,
Der Rath von Lubeck und die in Lubeck anwesenden Hansestddte legen dem Kmf^
Erich die Grunde dar^ aus welchen sie sich nicht verpjltchtet glavherm^
ihm vertragsmdssig bewaffnete Hulfe gegen Holstein zu leisten. 142 6. Jun. 29 •
Irluchtigeste vorste, gnedige here. Juwer koningliken gnaden breeflf*-)
darane juwe gnade vns eschet vnde manet mit truwen vnde vnser ingesegel€^ -»
dat wij eyn islik stad van vnsen steden, iuwen gnaden schicken myt den erste
V^ gewapend, to iuwer hulpe to bliuende wedder de heren van Holsten etc^
hebbe wij wol uornomen vnde dar uterliker vmme gesproken, also, dat vn
alien zere vorwundert, dat juwe gnade vns zo zwaarliken eschet vnde manetr
by vnsen truwen, eren vnde zegelen, wente van Godes gnaden vnzer neen e
is, de dar entegen gedan en hebbe, vnde willen ok, oft God wil vnde myt syne
hulpe, anders nicht don, dan wij myt eren vnde myt redelicheyd moghen bekan
wezen. Ok enkone wy nicht erkennen efte besynnen, dat yd darto gekome
sy, dat vns iuwe gnade van vorbundes efte tozate wegen zo zwaarliken esche
vnde manen dorue efte moge, iuwen gnaden de uorscreuen gewapeden t
schickende wedder de Holsten, alse iuwen gnaden vnser stede sendebode
latest to Werdingborch des clarliken vnderwiseden, vnde wan yd darto ge —
komen were, edder darto qweme, dat wij kenden konden, dat vns iiiwe gnad
van vorbundes vnde tozate wegen esschen mochte, zo uorgeroret is, zo woldc
wy vngerne anders don, dan vns van eren vnde redelicheid wegen geborde to
dondej vnde wij entwiuelen ok nicht, wanne yd yuwen gnaden were to synne
vnde behegelich geweset to holdende alsodane, alse vns duncket nutte vnde^
lymplike, eyndracht vnde vorraminge, alse in uortijden twischen iuwen gnaden,
uormiddest iuwen vulmechtigen sendeboden, den erbaren vnde strengen rittereo
hern Erike Crummedyke vnde hern Steene Bassen vnde den heren van Holsten,
bynnen Lubeke by guder vrundliker iAsprake des ouersten marschalkes Dadesches
ordens vnde der stede begrepen ward, alle vnwille twischen juwen gnaden vnde
ie»n heren van Holsten hadde uormiddest rnedewerkinge vnde gnade des geueres
a lies guden vnde eiwerdigen heren vnde vorsten vnde anderer bederuer lude,
lo darby konien hadden, gudliker vnde eriiker insprake to eyneme redeliken
?nde komen. vnde schege liclite noch wol also, wanne iuwen gnaden sodane
Jc^gedinge to holdende beqweme were. God de kend id ok, wor wij iuwen
Loningliken gnaden deenst vnde behegclicheid bewisen mochten myt redelicheyd,
I Sit wij dar yo gerne gudwillich to weren vnde berede. Juwe koninglike gnade
^e^ware God to iangen saligen tijden. Screuen vnder der heren des rades to
beke ingesegele, das wij saniendliken hyrto bruken, uppe sunte Peter vnde
uli dage der weerden apostole, anno etc. XXVIto.
Radessendeboden der stede van der
Dudeschen henze bynnen Lubeke to
dage vorgaddert vnde de raad to Lubeke.
Nach einer in den Recesis der Versammlung aufgenommenen Abschrift.
»C€XIiIX.
Rath von Riga schreibt abermals an den Rath von Lubeck in Angelegenheiten
der Kinder des verstorbenen Rtgaer Rathmanns Albrecht Stockmann.
1426. Jun. 29.
Den erbaren vnde vorsichtigen wisen mannen, heren borgermesteren
^e radmannen der stad Lubek, wille wy borgermestere vnde rad der stad
^e myt vruntliker grote witlik syn, wo dat an vns getuget hefft de erwerdige
re, her Arnd van dem Brinke, in der stede des doinprouestes tho Rige, wo
^% vor erne gekomen sin dre tuchwerdige eriike manne, dar he richters vnde
^c^htes stede besat, also her Didrik vnde herAlff, beyde genomet Stockmanne,
pv^stere vnde vicarii der vorgescreuenen domkerken, vnde mester Johan
K^^rtsebrdk, des erwerdigen heren mesters van Lifllande arste, de alle dre myt
g^liker stemme vpgelecht ere lifflike vingere vppe dat hilge ewangelium vtge-
sproken hebben, dat et en clarliken wol witlik is, dat sodane gud, also de
vader Hermen Klenipowen dar in jwer stad besat hefft, de by heren Albrecht
Stockmanne was, vnses rades medebrodere, deme God gnedich sy, van wegen
heren Albrechtes rechten eruen, dat dat sulue gud gantsz vnde alle den suluen
heren Albrechtes rechten eruen allene thobehoret, vnde dat Hermen Klempowe
Torgenant noch geselschop noch del dar nicht an en hadde noch en hefft, dat
en 80 Got hulpe vnde dat hilge ewangelium. Des gelikens so hebben Gert
91»
724 1426. Jun. 29.
Stockman n, saligen heren Albrechtes s6ne, vnde Cord Landesbergb, vnser st^d
inedebdrger, dat vor vns myt eren vpgerichteden liffliken vingeren gestauedes
edes to den hilgen gesworen, dat an sodanen gude, also de vader des Herme/i
Kiempowen vorgendnnet dar myt iw besat hefFt van siner wegene, Gerdes vor-
genant, vnde siner sustere vnde br6ders^ dat de sulue Hermen Klempowe nocli
eilingh noch scherff in gezelschop edder anders ienich part offte del, kleyn
edder gr6t, dar ny an en hadde, ok nicht an en hefft etc. So sin noch vor
vns gekomen de tuchwerdigen eriiken manne nagescreuen, her Johain
Brdthagen, vnses rades stolbroder, Hinrik Ouerdijk, Hinrik Buddingb, Hermen
Dackholt, Hinrik Weke, vnser stad medebdrgere, de dat myt eren vpgerichtedevi
liffliken vingeren gestauedes edes tho den hilgen swerende vor vns endrecbtige in
getuget hebben, dat ze daroiier vnde an weren, dat de vrowe Odele, de here r*
Albrecht Stockmans zaliger dechtnisse vppe de tijd wedde was, van Herme^^
Klempowen in vnser stad reckenschop vnde bescheit esschede van deme^ d^ ^
er vnde eren kinderen van rechte van erne geb6ren solde, dar Herme ^*
Klempowen vorgescreuen to antwerdede, he ene kunde er nene reckenschop
d6n, wente he en hedde dat sine nicht thozamende, dat stunde hen vnde here^^
vnde bat, dat men es eme stundede, wen he dat syne thozamende krege, he wold
gude reckenschop ddn. Ok so hefft Hermen Klempowe ene scrifft in synem lateste
bescriuen laten, de vnder vnsen rad gelecht is, dar aldusdanige wort ynn
Stan van lude nagescreuen^ ,,Vortmer so hebbe jk Hermen Klempowe he
Albrecht Stockmans wedderlegginge, deme God gnedich sy, also hoch aUi
hundert vnde seuenvndenegentich mark; van desser vorgescreuener wedder-
legginge b6rt my de verde pennyngh, vnde myt dessem vorgescreuenem geldi
so hebbe ik selschop myt Cord Landesberghe vnde myt Hinrik Sldren; d<
selschop is noch vngeschichtet vnde vngescheiden vnde ok vnser eyn demi
anderen noch gen bescheit gedan hefft; hirvmme so vindet man vortan ii
mynen b6ken vnde in mynen breuen, wo myn dink steit, wes ik entfangei
hebbe vnde wes ik wedder van my gesant hebbe, dat vindet men vterliken i0
myner scrifft tho Lubeke by mynen vrunden.^^ Erbaren leuen heren vnde
vrunde, tho iare do screue wij iw vnsen vruntliken breff also van des vor-
gescreuenen gudes wegen, dat et den kinderen volgen mochte vnbekummerl; fffrj
wente wij nicht vusten, wo de anclage were Hermen Klempowen vaders dar 1*^
myt iw tho der kinder gude, vnde ok do noch nene anclage geschen wasf Ik
wente wij nu van Tideke Stockmanne hirvan vnderwiset sin, de en procurator |?t
deshaluen dar bij iw gesant was, so begere wij van jwer erbarheit, dat sodane |t<
726 1426. Jun. 29.
na Johannis et Pauli der hilgen tnertelere, anno Domini miliesimo qua-
dringentesimo vicesirno sexto.
N<ich dem Original, Mit anhangendem nur wenig beschddigtem SiegeL
Der Erzhischof von Bremen schreibt den in Liiheck versammelten StddteUy doss die
fortdauernden Fehden es dem Rathe von Bremen unmoglich macheuy thre
Versammlung zu besendeny dass ubrigens nur ihrny nicht den Stddten
yebuhrey in der Angelegenheit des Herbord Duckel zu erkennen. 1426.
Jul 7.
iNicolaus^ Dei gracia sancte
Bremensis ecclesie archiepiscopus.
IJirsamen guden frunde. Wij begeren juwer leue weten, dat vor vn
sind gewesen de ersamen vnse leuen andechtigen^ borgermeistere vnde rad t
Bremen, mid scrifften vnde breuen en van juw gesand vnde sundergen mi
welliken en vnlangs gesand van juw, darynne gi van en begerende sind, d
daghuard, de nv to Lubeke wesen schall, mid eren vulmecbtigen dar to be^ —
sendende etc. Des, leuen frunde, so gi lichte wol erffaren hebt, dat wy, vns^
stichte vnde de vorscreuen van Bremen in veide begrepen sind mid mannich-
fulden fursten vnde heren, so dat se nicht Felich vtli ofiTte to bus komen konerm
vnde van der veide wegen nenewijs vth van der hand mogen wesen, des eiB
willet en nicht vorkeren vnde van en vor nenen vnwillen nemen, dat is vn^
frundligen van juw to wiilen. Desuluen juwe vthgesanden breue mederorend^
sind van zake vnde clage her Harbord Dukkels etc. Begere wij juw weten, sc»
wij juw eer gescreuen hebben, dat vns wol kendlik is vnde ok enckede erfarerB
hebben, dat sik de sake so nicht en heift vnde so nicht gehandelt is, alse ju^
is vorgebracht, vnde nen geld de rad to Bremen affgeschatted hefFt deme vor—
benomeden iiern Herborde vnde one ok vthe sinen state vnde herlicheide nicli^
gedrunghen. Bidde wij frundhgen mid gandser begeringhe, dat gi den vor"
screuenen hern Harborde so vnderrichten vnde vnderwisen, mach he dern^
vorscreuenen rade to Bremen clage nicht vorlaten, dat he denne van en nem^
so vele^ alse wij segghen, dat recht sy, went wij des vorbenomeden rades to
rechte mechtich sind^ aise her Harborde dat ok vor vns wol themed vnde
gebord to nemende vnde to donde, nadem he vnses stichtes beleende man es.
HefiPt her Herbord ok welliken van vnsen borgeren to Bremen totosegghende^
1426. Jul. 7. 727
de wil en de vorscreuene rad bestellen to rechte. Hirvmme willet darvor sin,
louen frunde, dat gi de vorbenomeden van Bremen an nene last, kost vnde
sirbeid bringhen. Wor dat ok hir enbouen geschege, moste wy den van Bremen
3lse vnsen truwen vndersaten, de vns mid rechte to vorbiddende vnde vor-
degedinghende geboren, bistendich wesen. Screuen to Delmenhorst, des son-
dag;es na Visitacionis Marie, vnder vnssem ingesegel, anno etc. XXVfto.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen wisen luden , radessendeboden
der gemeynen stede der Dutschen hense nu tor tijd to Lubeke vorgaddert,
borgermeisteren vnde radmannen to Lubeke, vnssen guden Frunden , ge-
screuen. Detur.
Nach dem Original au/ Papier. Mit als Pressel au/gedrUcktem wohlerhaltenem SiegeL
IKCIil.
Konig Erich fordert die Ritter Otto Sestede und Johann Stake und den Knappen
Detlev von Ahlefeld aufj stch wegen ihres Verhdltnisses zu den Graf en von
Holstein vor ihm zu rechtferttgen. 0. J. (1426. Vor Jul 10).
Wetet, her Otte Zestede, her Johan Stake vnde Detleff van Aleuelde,
s'se ju wol witlich is^ dat gij vns gelouet hebben vor enen vtsproke enes
I'^ohtes tuschen vnsen oemen van Holzsten vnde vns mit etliken anderen
^^deloueren, der ere namen wol bekant sin vnde den gij id wol to vor*
kundigende hebben, were dat de vtsproke des rechtes vor vns vnde jegen vnse
o^e van Holzsten scheghe, dat gij en denne jeghen vns nicht byliggen scholden
vnde wolden mit rade edder dade, vfte se vns nichten helden, dat dar vor
^^^ht vtgesproken wurde, alse jwe besegelden breue dat vtuiset. Des is iw
^c>l witlich, dat de vtsproke jegen vnse oeme vnde vor vns geschen is, vnde
vn^e oeme vns nicht geholden hebben noch tor tijd, alse de vtsproke des
^^olites inne holt vnde vtuiset. Vnde dar bouen hebbe gij en doch jegen vns
by^tendich geweset mit rade vnde dade vnde noch bystendich sint, alse wy
^<>riiomen hebben, dat gij vns doch wedder ere vnde recht don. Hiirumme
^&che wy jw, dat gij vns des van stunden an to erne vnvortogerden dage kommen,
juwer ere rechtes to plegende. Is dat gij des nichten don, so moge gij vorwar
louen, dat wij jw vorclaghen vnde vorscriuen willen an heren vnde stede vnde
voruolghen, alse man erlose lude plecht, de erer ere nicht recht don willen.
Nach einer, wie et sehetntf dem /olgenden Sehreiben (No. 762) heigeUgten Abtehri/t au/ Papier,
728 1426. Jul. 10.
DCCLIl.
Konig Erich hittet die in Liibeck versammelten Stddte um eine Erkldmng auf m
letztes Schretberiy versichert sie seiner Geneigtheit zum Frieden und bitUt
siey behiiljlich zu seiny dass die holsteintschen Ritter und Knappen der gegen
t'hn uberni/mmenen V erpjlichtung Genuge leisten. 1426. Jul 10.
Ericus^ Dei gracia Dacie^ Swecie, Norwagie,
Sclauorum Gothoruinque rex et dux Porneranie.
V nse vruntlike grute touoren. Leuen vrundes. Wy schreuen nv latest
den ersamen redereri der stede Lubek^ Rostok^ Stralessund vnd Wisrnar vmme
etlike zake, alse gij lichtc wol vornoinen hebben, dar se vns nv nuiiken wedder
vpp schreuen, dat der stede sendeboden kortliken to Lubeke tosamende wurden
kotnende, vnde wen se tosamende weren, dat vns denne wol to wetende wurde,
wo se dar alle ens vmme wurden. Des, leuen vrundes, is vns nv to wetende
worden, wo gij nv to Lubeke tosamende vorgaddert sint; hijrumme bidde wj
jw, dat gi) vns vppe dat vorgerorde werff nv vnvortoghert en antwerde schriuen,
dar wy vns na mogen weten to richtende. Vnde, leuen vrundes, wol dat wy
hijr nv sint, so sint wy hijr doch also nicht gekomen, dat wy jenigen vnwilleo
menen antoheuende, so verne vns volgen moghe, dat vns togerichtet is, alse
wy vnsen oemen van Holsten ok nv echter odmodichliken geschreuen vnde
beden hebben, vns dat vnse, dat vns togerichtet is, volgen to latende. Vortmeer,
leuen vrundes, dar synt etlike riddere vnde knechte in deme lande to Holsten,
de vns gelouet hebben v6r den vtsproke des rechtes tusschen vnsen oetneo
van Holsten vnde vns gescheen, vnde den screue wy nv in sodaner mate to,
alse desse schrift hijrinne besloten vtwiset, dar vns doch noch nen antwerde
vp van en gekomen is. Darvmme bidde wy jw, dat gij se ok vnderwiseD
willen, wor dat to jw kumpt, dat se vns erer eere rechtes plegen, alse wy
se in vnsem breue nv esschet hebben, edder dat gij se ok vor sodane lude
bolden, alse den bfirt to wesende, de ere breue nichten holden vnde erer
eere nicht willen rechtes plegen. Scriptum VIenseborgh, ipso die Septem
fratrum martyrum, nostro sub secreto, anno XXVP.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen radessendeboden der stede, nv
to Lubeke vorgaddert, vnsen leuen vrunden, detur.
Nach dem Original auf Papier. Mit Res ten des aufgedruekten Siegels.
1426. Jul. iO. 729
IT*
ililll.
^^nrichj Herzog von Schlesvng^ btttet den Rath von Luheck, es zu verhindern^ dass
Konig Erich sich etnzelner Theile seines Landes bemdchtige und von den
Bewohnem Huldigung f order e. 0. J, (1426). Jul 10.
Hinrieus, Dei gracia dux Sleswicensis,
comes Holtsacie, Stormarie etc.
Vnsen vruntiiken grud vnde wes wy gudes vornioghen tovorn. Erliken
borghermestere vnde radmanne der menen hense. Wy begheren jw to wetende,
vro de weldighe koningh van Denneinarken vns nympt land vnde lude vnde al
vnse herde, dede liggben vnde iewerle leghen hebben to vnsen sloten^ also
dat ze by erer ere scholen by em biyuen, erne to voighende, truwe vnde holt
to wesende also eren rechten heren^ vnde entweldighet zik der vnsen bynnen
ener velighen zone, dar wy myd em ane zitten, vnde heft vns nenerleye vor-
waringhe dan. Wes beghere wy vnde bidden jw vruntiiken, dat gy den mechtighen
heren koninghe willen vnderrichten, dat he vns nerghen ane vorvnrechte, vnde
iate vns by den vnsen, dat wille wy gherne alleweghe vruntiiken myd jw alien
vorschulden. Screuen des mydwekens vor Margarete, vnder vnsen ingesegele.
Aufschrtft: Den erliken wisen borgherniesteren vnde radmannen der
menen hensestede, de nu vorgaddert zint to Lubeke etc., vnsen guden vrunden,
?hescreuen.
Nach dem OrigincU auf Papier, Mil Retten des au/gedruckten Siegels.
ITK
^^ Rath von Liibeck schreibt dem Rathe von Wismar uber eine Untemehmung
gegen die Vitalienbriider. 1426. Jul. 15.
Vnsen trundliken grod vnd wes wij gudes vormogen touoren. Ersamen
en heren. Alse de ersame her Dytmar van Thunen ghisterne van den iuwen
cheden is van wegen der vitalienbrodere etc., des willet weten, dat vnse
e dalingh is komen van der Hilgenhauenen, den wy dar gesand hadden, to
rende vmme de vorscreuen vitalienbrodere etc., de vns warliken berichtet
dat de vitalienbrodere morgentlanck vt Holsten sijden vtgelecht hebben
sin in der zee mit viff snycken, de scholen ligghen vor juweme vnd vnsen
\ dar vmmelangh in der zee, den copman to beschedigende. So sin de
wedderkomen, de wij in der zee hadden, vnde hebben en schip wedder-
9S
730 1426. Jul. IS.
bracht^ dat de vitalienbrodere genomen hadden, vnde darto den erbenomeden
vitalienbroderen twe schepe vorbrand. Doch, leuen vrurides. so scholen de
vnsen morgen vulleti vro wedder in de zee leggben vnde wij begereri frund-
liken, dat de juwe der geliken ok also morgen vro in der zee sin vnde dat se
sarnentliken dat beste don, dat se mogen, vnde des iiiwe antwerde. Screuen
vnder vnsern secrete, ipso die Diuisionis apostolorum, anno etc. XXVI.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Commendabilibus et circumspectis viris, dominis proconsulibu^
et consulibus ciuitatis Wismariensis, ainjcis nostris dilectis, detur.
Sack dem Original im Rathsarchiv tu IVismar. Mit Resten des aufyedrUckten Secrets.
Ein Schuldverhdltniss zmischen dem verstorbenen Lubecker Rathmann Reyner vipn
Calven und dem Lnneburger Rathmann Johann Semmelbecker. 142 &•
Jul 25.'
Domini Hinricus Rapesuluer, proconsul^ et Nicolaus de Stiten, consul
huius ciuitatis Lubicensis, coram libro recognouerunt, se constare et esse notunri',
quod dominus Johannes Semelbecker, consul Luneburgensis, habetvnam appertain
litteram srgillatam tenoris, quod dominus Reinerus de Caluen bone memori^
Fatebatur. se esse antedicto domino Johanni Semelbecker obligatum C inrc.
lub. den., que tamen dicto domino Johanni per dominum Hinricum Rapesuluer
ex parte prefati domini Reineri bene sunt persolute. Sed de redditibus super
dictas C marcas prefate partes arbitrauerunt, videlicet dominus Reynerus in domi*
nos Hinricum Rapesuluer et Nicolaum de Stiten, dominus Johannes Semelbecker in
dominos Albertum de Molendino, proconsulem, et Johannem Schellepeper, consulem
Luneburgenses; quicquid dicti domini super hoc pronunciauerint, in hoc vellent^
esse contenti. Et super hoc tunc temporis prefatus dominus Johannes Semel-
becker promisit, se velle et debere antedictam litteram sigillatam et omnes alias^
litteras, quas habuit a domino Reinero de Caluen, restituere et mittere dicto
domino Reinero ad ciuitatem Lubicensem, quod tamen dictus dominus Johannes
hucusque non fecit.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1426 ^ Jacobi,
1) Kcyner von Calven starb 1421. Die Anleihe war vermuthlicli wfthrend des Ezils des alten Baths gemadit
1426. Jul. 30. 731
JDCCIiVl.
g Erich fordert von den Stddten Ltibeck, Rostock^ Stralsund und Wismar twi
neuem die ihm zugesagte Hiilfe von 500 Gewaffneten, erkldrt ubrigensj
dass es ihm lieb sein werde, wenn ste ihm in friedlicher Weise zu dem ihm
von dem Romischen Konig zugesprochenen Rechte verhelfen konnten. 1426.
Jul 30.
Ericus, Dei gracia Dacie, Swecie, Norwegie,
Sclavorum Gothorumque rex et dux Pomeranie.
V lisen vruntliken, gunstigen grut touuren. Ersamen leuen besundergen
des. Juwen breff vns by vnsenie lopere nv gesant myt den twen inge-
nen aueschrifften hebbe wy entfangen vnde vornorneri. Des wetet^ dat
de bretl., dar de schrift aff sprekt, noch nicht gekoinen is, men alse gij
^rsuluen schritl't ruren vuime de vijffhundert gewapende, dar wy jw alien
^rtijden vinme schreuen vnde esschet hebben^ vns wedder de heren van
ten mede to hulpe to koniende to vnseme rechte, des se vns vdrsatich
wo gij sodanen vnsen brefl wot vornomen hebben vnde dar vterliken
le sproken^ also dat jw alien sere vorwundert, dat wy jw vmme de zuluen
e zo swarliken esschen vnde manen, nach deme gij enk6nen nicht irkennen
besynrien, dat id darto gekomen sy, dat wy jw van vorbundes vfte tozate
m also swarliken inanen vtVte esschen d6ruen noch rnoghen, mank vuste
r worden, de gij dar vurder vpp schriuet etc. Guden vrundes, jw hijr
ken vpp to antwerdende, niene wy, wy hebben jw van der wegen all rechte
schet vnde rnanet, so wy noch don, vnde weten ok anders nicht edder vor-
en, id sy so verne komen, dat wy )w so nianen vnde esschen myt gelijke
rechte wol moghen. Gy mogen irkennen vffte besynnen, wes gij willen,
:e vnse oeme van Holsten vns vorsatich sint vnde willen vns noch eere
I rechtes nicht plegen, noch ere beseghelden openen breue vnde vorstlike
e vnde louen nicht holden, dat wy Gode vnde jw vnde alien bedderuen
ti clegheliken vorkundigen. Item, alse gij in dem breue nach meer worden
iuen, scholde gij noch wes gudes tusschen vns vnde vnsen oemen erbenomed
yden vnde denen ^ dat sik to vrede, vruntlicheyd vnde to guder eendracht
en mochte, dat gij dat myt vlite gerne deden etc., leuen vrundes, des
ike wy jw vruntliken vnde belouen jw des wol vnde annament ok gerne
jw myt begere, dat gij deme also don willen, so dat gij de suluen vnse oeme
e rechte vnderhorich maken, ze to vormogende, dat ze vns eere vnde
92*
732 1426. Jill. 30.
rechtes plegen vnde vns dat vnse, dat ze vns jegen Got, eere vnde re
weelde vdreentholden. voigen laten. Item^ van der andereti aueschri
vnse oem greue Hinric jw schole schreuen hebben, dat wy em nemei
vnde lude vnde alle syne herede, dede liggen vnde yewerlde leghen
to synen sloten, alse he scriuet etc., leuen vrundes, myt wat warheyt
schrift, dat hebbe gij vnde alle man wol to merkende, wente id der
werld sundergen vormiddelst vtsproke vnde ordele des Romisschen ko
vnser beyder vorwillekorden richteres, kunt vnde openbar is, dat beydi
herede vnde land, dar he van schrift, h6ret Gode vnde vns vnde vnser
to Dennemarken, vnde erne alteshicht. Hijrumme merket, wo war dat
sin, alse he schrifft, dat wy ene vorvnrechten, indeme dat wy to d<
uolghinge vnses rechtes dat vnse antasten. Hijrumme, ieuen vrundes
wol vnde keret iuwe dancken myt ernstlikem vh'te darto vnde weset
vnseme rechte truweliken behulpelik myt schuldiger vnderwisinge an de
van Holsten, dat vns dat vnse volgen moghe, vnde latet vns dat alli
jegen jw gudwillichliken vorschulden. Screuen vppe vnseme slote Awunt:
des neghesten dingxstedaghes vdr sunte Peters daghe ad vincula, vnder
secrete, anno Domini etc. XXVP.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen borgermesteren vnde radr
der steede Lubeke, Rostok, Straiessund vnde Wysmar, vnsen besundergei
vrunden, kome desse breflF.
Nach dem Original auf Papier. Von dem aufgedruckten Siegel ist nur wenig erkalten.
DCCLVII.
Verpfdndung etnes Schiffes. 1426. Aug. 10.
Xiernardus Wend, nauta, coram libro recognouit, se vendidisse, et
vendidit medietatem sue nauis, wigariter en kreyer, Marqwardo Rusi
LXXXX marcis lub. den., quas idem Bernardus recognouit, se a dicto Marc
Ruste ad sufBcienciam subleuasse et percepisse. Vnde Bernardus (
dictum Marquardum ab omni alia monicione penitus quiturn et solutum. Ii
Bernardus Wend antedictus coram libro recognouit, se et suos heredes
prefato Marqwardo Ruste et suis heredibus in LXXXX marcis lub. den.
festo Pasce proxime afFuturo expedite persoluendis, dictusque Bernardus a
tus est, si in termino antedicto ipse dictam persolucionem non faceret, <
Marquardus Rust dictam nauem debet retinere pro suo empto proprio.
Sack einer Inscription dea Niederstadtbucks vom J, 1426, Laurencii.
1426. Aug. 10. 733
DCCLVIll.
Suhne wegen Todtschlags. 1426. Aug. 10.
Johannes, Benekinus et Luderus Wedeghen fratres coram libro recog-
noi:icrunt, se ad sufficienciam subleuasse et percepisse a Hermanno Nedinge
XL mrc. lub. den. ex illo, quod olim dictus Hermannus Neding interfecit
Luderurn Wedegen, patrem prefatorurn fratrum. Vnde antedicti Johannes,
Benekinus et Luderus Wedeghe cum eorum heredibus, nascendis seu nascituris,
de preFata interfectione eorum patris dictum Hermannum Nedinge et suos here-
des pretextu illius penitus dimiserunt ab omni alia monicione seu inpeticione
quit OS et solutos.
Sack einer Inscription des Niederatadtbuchs vom J. 1426, Laurencii.
JDCCLIX.
Eine Wallfahrt nach Jerusalem. 1426. Aug. 15.
Jtlermannus Klynd, ciuis Reualiensis, coram libro recognouit, se ad
sufficienciam subleuasse et percepisse a Kerstiano Eykhoue LVIII marcas lub.
den., quas olim dominus Wynoldus Klint, presbiter, frater carnalis antedicti
Hermanni, apud Kerstianum Eykhoff deposuit, quando iturus erat apud sanctum
s^pulcrum. Vnde prefatus Hermannus Klynd cum suis heredibus antedictum
Kerstianum Eghoue et suos heredes pretextu illius penitus dimisit ab omni
<^'ia monicione seu inpeticione quiturn et solutum, dictusque Hermannus cum
^uis heredibus promisit, se velle stare pro omni ulteriori defectu, si quis con-
tingeret in premissis, et preFatum Kerstianum et suos heredes indempnes releuare.
Nach einer Inscription des NiederstadtbucKs vom J, 1426, Assumpt, Mar,
Koritg Erich schreibt dem Rathe von Lubeck, doss er Gesandte nach einem den
Stddten bequem gelegenen Orte schicken wolle^ dasSy falls erforderlich^
auch fur eine personh'che Zusammenkunft em bequemer Ort sich werde
ermitteln lassen, versichert, dass die Stddteboten sicher werden reisen konnen,
und bittet um sicher es Geleite fUr seine Gesandten. 1426. Aug. 17.
Ericus^ Dei gracia Dacie, Swecie, Norwagie regnorum,
Sclauorum Gothorumque rex et dux Pomeranie.
Vnse vruntlike vnde gunstige grute touoren. Leuen vrundes. Juwen
breff vns nv gesant, dar gij inne schriuen^ wo der menen stede sendeboden in
734 1426. Aug. 17.
juwe stad koinende werden, vnde de juwen inyt en vort by vns vmme dei
menen besten willen inenen to komende., vnde begheren^ den suluen sende
boden geleyde vnde velicheit to gbeuende vor vns vnde de vnsen, vnde jw ined<
totoschriuende.^ wor de suluen sendeboden int negheste by vns rnochten kornen
alse gij dat schriuen^ hebbe wi wol vornomen. Des, leuen vrunde^ weten alh
de vnsen wol, dat gij vnde se vnderenander in leue vnde vruntschopp to hopi
sitten^ vnde daruuime were den jwen nenes leydes behoft* edder der anderer
stede^ vnde wen se by vns konien, so sint se vns willekome. Uoch, leuer
vrundes, alse gij suluen wol pr6uen nioghen, dat id hijr in desser jeghen, dai
wi nv sint^ gantz wundeiliken is geschapen vnde hijr nicht altewol beqweme-
liken steit vort to koinende^ darunime, leuen vrundes, hebben juwe vnde dei
anderen stede sendeboden werff to vns, so wille wi gerne vnsen rad jeghec
s>e schicken by Hadebo vppe yenne side denie Slye^ edder ok in den Moessund
welke stede en darane beqweniest is, de suluen werue dar van en to vorborende
Duncket en vnde den vnsen denne, dat de werue sodane sint^ dat vnsei
eghenen jegenwardicheit, darunune myt en to sprekende, behoff is, vnde si
vns jo suluen to worden willen, so werden de suluen vnse redere mit en wo
ens werdende, dar id vns vnde en beqweme is to hope to komende na dei
leghenheit, alse id nv gelegen is. Vnde, leuen vrundes, nademe dat gi
velicheit vnde leyde begeren, so scholen se geleydet vnde velighet wesen voi
vns vnde.alle de vnsen, de vtnme vnsen willen don vnde laten willen vnde
scholen, erst vft se nv jegen vnse redere werden komende, vnde vort wen se
myt endracht vnses rades, alse v6rgeroret is, to vns komen. Vnde, leuer
vrundes, dat gij dat so bestellen, dat vnse redere vnde de eren, de to Hadebc
edder in den Moessund jegen de vorbenomeden sendeboden werden komende
ok in velicheit vorwart wesen, welkeren vnsen rederen wi ok nv beuolen hebben
den vorgerorden juwen vnde der anderen stede sendeboden vnse leghenheit Ic
berichtende, dar wy se ane van en begheren to horende vnde en dar vulkonie
liken ane to Iduende. Scriptum Flensborgh, sabbato infra octauas Assumpcioni :
beate Marie virginis, nostro sub secreto, anno XXVI.
Aitfschrift: Den ersamen vorsichtigen borgermesteren vnde radmanne i
der stad Lubeke, vnsen leuen vrunden.
Nach dem Original auf Papier. Mit au/gedrUcktem, stark verletztem Siegel.
1426. Ende August oder Anfang September. 755
Ber^cht tiber eine mundliche Verhandlung der siddtischen Abgeordneten mit den
Rdthen des Konigs Erich und dem Konige selbst in Haddebye und Flensburg.
1426. Ende August oder Anfang September.
Diss ist de haiidelunge^ dy vorlouFen ist tzwischen niynes lieren koninges
zu Denemarken etc. griaten vride den steten.
Prirno. Zum ersten qwemen sie myt des koninges rethen zuzamende zu
Hadebo vnde weren begerende, daz zie myt dem heren koninge zu worten
mochten komen, vnde sprochen^ daz die Holsten heren een zugesecht hadden,
sye solden irer mechtich sien zu rechte. Do vrageten des heren koninges
relhe weder, ob sye die heren van Moisten vnderhorich gemacht hetten edder
noch vnderhorich machen wolden zu rechte nach der vorscribunge vnde vor-
bundes irer briefe van beyden parten. Responsuni^ daz en daz uff die zi)d
nicht methe weer gegeben, sunder also obinge stet, des zie gehort hetten van
den Holsten heren, daz zie erer zu rechte solden mechtich zin an allerleye
ansprake, is were scrifte, briefe eder anderley. Otf dye word wurden dye rethe
der stete bracht zum heren koninge. Do sye qwemen zum heren koninge zu
l^'lensborch, do was daz ire werbung: gnediger here, thut durch God vnde zeet
an menniges armeii mynschen vorterb, daz gescheen were vnde noch gescheen
nriach, vnde lazet de heren van Holsten by dem eren bliben, daz zie meenthen,
daz en entweldiget were, vnde daz zie hilden vor ir recht vaterlich erbe, vnde
'^eitie(t) ouch darvmme der heren van Holsten dynst vnde auch der stete.
Doruf antwurte de here koninge daz her en ires vaterlichen erbes wol
S^nde, wen Sunder Jutland des enstunde her en nicht zu, daz is ire vaterliche
erbe were, sunder is horte Gote vnde em vnde zu der cronen vnde richen zu
'^^nemarken, vnde ires vater erbe ny geweset were; ouch zo hetten zie sich
^^n beyten teylen vorwilkord, vorscreben vnde ingezegeld an eynen heren vnde
^^hedesman, alse an den heren Romischen koningh, vmb der schelinge willen
®"inge, vnde van dem wer ys dem koninge von Denmarken zugesprochen, des
^^g her zich an synen ansproch vnde brive darobir, vnde zyne wort weren
^^ir also: wes her den heren van Holsten entwichen edder obirgeben zolde,
^^s her doch an zyner were vnde gewalt nicht en hette, wenne hervorneme ire
"^the also, ob her zie irer bethe nicht getzwigen wolde, zie wolden ys gliche
^^1 beholden, die Holsten heren.
Item, dorobir hat der her koning sich bey den steten irboten, daz her
^yne briefFe vnde beweysing wolde vorbrengen vor heren, Fursten vnde stete,
LI .
736 1426. Eride August oder AnFang September.
kunde en jemend vnderweysen inyt redelicheid, ys wer jung oder aid, weer
ys wer. daz ir yegen vnrecht daran were, he wolde do van loszen.
Item, dorobir hot der her koningh den steten vnde sprach: wir habeii
eyne vorscreybung vnder vns vnde zusatze vnde vorsegilte briefe, bethen wir
euch vnde manen, haldet vns ewir briefe vnde. thut den genuch, wir wellen
des gelichen gerne thun vnsen briefen vnde genug thun.
Item bot der her koning der stethen: alle daz her myt eren vnde
redelicheid zu en gen mochte, daz mochte, des wolde her by en bliben.
Item, wenne daz obinges gescheen vnde geendet were, hetten dan de
Holsten heren icht zu dem heren koninge zu zachen. daz solden dye stete des
heren koninges mechtich zyn zu allem rechte.
Daz nomen die vier stete uflT vnde scheyden von Flensborch, vnde
meyneten, zie wolden zu den Holsten heren vnde irfaren, wes sye zu en setzen
woiden, vnde denn vortan zu den steten vnde en disz obinge imbringen, wes^
sich die stete des von beyden teylen annemen wolden^ daz wolden sie den^
heren koninge eyn antword scriben vor dem nehesten sunte Michaelis dage.
Item dor nehest hat der her koning gescreben den veer steten, ir^
eyneme lude, alsz die copie desz brieffs vszwiset.
Nach einer Aufzeichnung auf Papier, ohne Beglauhigung.
I»CCIiXll«
Heinrich ViscuUj Otto Garlop^ Heinrich Bere und Johann Schellepepery Rathmdnnef
in Lunehurg^ schreiben an den Bath von Ltibeck wegen einer Verhandlun^
mit dem Herzoge von Braunschweig. 1426. Sept. 3.
Ynsen fruntliken denst touorn. Ersamen heren, besunderen leuen frunde^
Wy dancken iuwer ersamheit mit flite vor de bodeschop, de gi vns gedani*
hebben vormiddest iuwen breue vnd den auescrifiten darinne besloten, vnd al»
gi scriuen, dat wy vnsen gnedigen heren van Luneborg in gudem wane holdei^
scholen etc., beghere wy iuwer wisheit weten, dat wy iw van der wegene vns^
antwerde alrede gescreuen hebben. Desgelik hebbe wy den van Hambor^
muntliken gesecht, wo dat wy mit vnsem heren to desser tyd aflgescreuecv
hebben vmme koste vnd theringe willen, de darup komen wolde vnd lichte
alrede up gekomen is, er denne dem suluen vnsem heren vnse breff quam,
vnd efi't iuwer wisheit dat to synne queme^ dat men dar wes ane to ende
handelen scholde mit vnsem heren vp dat nye, dar wille wy mit iw vnd den
1426. Sept. 3. 737
van Hamborg na vnsern vormoghe gerne to denen des besten, dat wy mogen.
Gode syt beualen. Screuen am dinxdage negest na Egidii, vnder myrien Hinrik
Viscule ingesegele^ anno etc. XXVI**.
Hinrik Viscule^ Otto Garlopp,
Hinrik Bere vnde Johan Schellepeper.
Aufschrift: Commendabilibus ac circunrispectis viris^ dominis proconsu-
iibus et consuiibus Lubicensibus, anncis nostris sincere dilectis.
Scwh dem Original auf Papier. Mit vnkenntlichen Reaten des aufyedrUckten Siegels.
iKx;iiXiii.
r
Ein Legat an das Kloster in Cismar. 1426. Sept 8.
Dotninus Marquardus vani Holine^ procurator plenipotens domini abbatis
et conuentus in Czismer, coram concilio et hoc libro cum littera respectiuali
prefati abbatis et conuentus recognouit, se ad sufficienciam subleuasse et perce-
pisse a Hinrico Holsten, Johanni Slawestorppe et Johauni Honnekesbuttele,
prouisoribus Vickonis et Alheidis Schonenberges^ omnia ilia bona in domibus
uel ex aliis bonis, que Vicko et Alheidis Schoneberg antedicto abbati et
<^onuentui in Tzismer in ipsorum testamento legauerunt et dederunt. Vnde
P^'efatus dominus Marqwardus tamquam plenipotens procurator, ut supra, ante-
^'otos testamentarios et testamentum preFatorum Vickonis et Alheidis pretextu
'"itis penitus dimisit ab omni alia monicione seu impeticione quitum et solutum.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1426, Nativ, Mar.
I»CCIiXlV.
^^^t Stadte Lubecky Hamburgj Rostock^ Wtsmarj Stralsund und Luneburg urkunden
uber die fur den Krieg mit Ddnemark theils sofort, theils eventuell tm
ndchsten Jahre von zhnen zu stellende Mannschaft. 1426. Sept 22.
Wij borgermestere vnde radmanne der stede Lubeke, Hamborch, Rozstok,
^'^^^alessund, Wismer vnde Luneborch. Bekennen vnde betughen openbare in
^^^seme breue vor allesweme, dat wij to dem krighe, den wij myt dem heren
■^^ tiinghe van Denemarken etc. vnde synen helperen voren vnde holden moten,
^^^ stund an vtverdighen scholen vnde willen to der Osterzee ward, alse wij
^^H Lubeke, Hamborch vnde Stralessund, eyne jewelike stad viffhundert
^^rafFtighe, de van Rozstoke, Wismer vnde Luneborch malk drehundert
93
738 1426. Sept. 22.
werafftighe. Vnde worde des ok nod, dat wij to somere erst to komende
vorscreuenen krich vurder holden mosteri^ so schole wij, eyne jewelike der
erbenomeden stede de vorgerorden were dubbelt maken viide de to rechten
tijden rede vnde verdich hebben, alse wij des eyndreghende werden. Vnde
desses to merer tuchnisse hebbe wij erbenomeden stede vnse ingesegeie bengen
heten vor dessen breff. Datum anno Domini MCCCCXXVI% ipso die Mauricii et
suorum sociorum martirum.
Nach dem Original* Mit den anhangenden Siegein von Lubeck , Hamburg und StraUund. Die drei anien
Siegel sind abhanden gekommen, fur das von Wismar ist notih ein Theil des Siegelbandes Hbrigj fir die
Siegel der beiden andern Stddte sieht man nur die Einschnitte,
I»CCIilLV.
Der Stadt Stralsund wird von den uhrigen verbundeten Stddten gestattety die Ai-
sendung der Kriegserkldrung an Konig Erich bis zum ndchsten Cdixtui
Tage (October 14) zu verschieben. 1426. Sept. 22.
Wy borghermeystere, ratmanne vnde menheyde der stede Lubeke,
Hamborch, Rostok, Stralessund, Wismer vnde Lunenborch. Bekennen vnde
betughen openbare an desser schrift vor allesweme, dat wy vns malkander
vorplichtet vnde vorbunden hebben, vorplichten vnde vorbinden vns ok in krafi
desser suluen schrift, dat wy den krich, den wy myt deme heren konynghe
Erike to Dennemarken vnde sinen helpern vmme vnser aller n6d voren molen
vnde willen, van stunde an vnde to ende vth tosamede bliuen scholen vnde
willen, vnde vnser ene stad schal der anderen darane myt ghantzen truwen
bystendich vnde behulpen wezen myt ghantzer macht^ to watere vnde to lande,
vnde vnser nen schal bynnen deme vorschreuen krighe myt deme erbenomeden
heren koningh vnde synen helperen, samentliken edder besunderen, jeneghe
vrede, vieghe edder bestand maken edder anghan sunder vnser aller ghutliken
endracht. Jodoch vmme bede willen des rades van deme Stralessunde, vnde
vmme n6d willen erer vnde erer borghere, de se vns anderen steden eerbe-
nomet vortelleden, hebben wy en ghutliken eriouet vnde gheghund, dat ze Heme
erbenomeden heren konynghe vnde sinen helperen nene veyde vorkundighen
doruen vor sunte Calixti daghe orst to komende, ouer an deme suluen sunte
Calixti daghe edder eer, oft se moghen, vnde den vorschreuenen krich al vth,
scholen de van deme Stralessunde myt vns anderen steden erbenomet so depe
in der veyde wesen vnde bliuen, aizo wij, vnde denne scholen se sunder vortoch
ok ere were vnde hulpe verdich hebben, aize des denne beh6f is, ghelik vns
1426 Sept. 22. 739
anderen steden erbenornet. vmme dartho tho denende, dar se vnde wy kennen^
dat it nuttest is vor vns alien. Vnde scheghe dat ok, dat vns steden eerbe-
nomet, alle edder weike besunderghen, jennich here edder vorste /vmaie sake
willen, de van dessenrie krige entstunde, veyden wolde vnde veydede, darane
sohal vnser ene de anderen edder den anderen, so vere wy anderen der, de
beveydet were, tho rechte moghen inechtich syn, nrjyt ghantzen truwen
bystendich vnde behulpen syn to ende vth. Alle desse vorschreuen stucke,
aJle samentliken vnde besunderen^ loue wy borghermeystere, ratmanne vnde
rnenheyde der stede eerbenomet by truwen vnde louen malkander stede vnde
vast to holdende. sunder alle lyst, vnde desses to merer tuchnisse sint desser
scliriFte twe, der de ene vth der anderen ghesneden likludich sint, vnde der
hebben de rad van deme Stralessunde ene vnde wy anderen erbenomeden stede
de anderen. Datum anno Domini M^CCCC^XXVI, ipso die beatorum martirum
Mauricii et sociorum eius.
Sack einer Ausfertigung ohne Siegel. Man sieht abcr an dem unteren Rande des Pergaments die ohere Hdlfte
von drei Schrdgkrettzen neben einander. Die untere Hdlfte toird am oberen Rande der tweiten Aut'
fertigung gestanden haben, toelche die Stadt Stralsund an aich getwmmen hat.
^er Rath von Lubeck schreibt dem Rathe von Wismar uber eine unmittelbar bevor-
m
stehende Ausrustung von Kriegsschiffen. 1426. Sept 27.
Vnsen vrundliken grut vnde wes wij gudes vormogen touoren. Ersamen
heren, besunderen leuen vrunde. Juwen bretf an vns gesand, rorende van den
schepen, de de here koningh to Copenhauen vtredet, vnde ok van weghen, dat
wij vns vnde de anderen stede vor yuweme depe vorgadderen scholden etc., hebbe
wij wol vornomen vnde begeren jw weten, dat der van Hamborch, Luneborch
vnde de vnse alse nu en somiage erst komende vort ouer veerteynnacht vor
iuweme depe yo wesen scholen, vnde bidden iuwe ieue vrundliken, dat gij
desses vnsen vrunden van Rostok van stunden an vorkunden vnde witlik don,
also dat se de eren vppe de vorscreuen tijd dergeiijken ok vor juweme depe
hebben., wente solde lenger vortrek darane scheen, dat mochte vele schaden
bringen. Ok, leuen vrunde, weret dat gij des koggen, de yn juweme depe
licht, nicht en bedorften, zo bidde wij, dat gij vns den suluen kogghen willen
ouergeuen vnde bestellen, dat de schipper darvan by vns kome. Wij hopen,
dat wy vns myt erne gudliken darvmme vordregen willen, vnde begeren des
as*
740 1426. Sept. 27.
iuwes vnuortogerden bescreuen antwordes. Sijt Gode beuolen. Screuen under
vnsem secrete, in suntte Cosnie vnde Dainyani dage, anno etc. XXVIto.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Commendabilibus et circuinspectis viris, dominis proconsuli-
bus et consulibus Wismariensibus, amicis nostris sincere dilectis.
Sack dem Original im Rathsarchiv zu Wiitmar. Mit Reaten des avfyedrSckten Secrets*
Bundnissvertrag zwischen den Graf en Heinrich /F, Adolph VIII und Gerhard VI
von Holstetnj einerseits, und den Stddten Lubecky Hamburg ^ Rostock^,
Stralsundy W^ismar und Luneburg, andererseits. 1426. Sept 27.
Wij Hinrik, Altf vnd Gherd, van Godes gnaden hertogen to Sleswijck^
greuen to Holsten^ Stormeren vnd Schowenborch. Bekennen vnd betugen
openbare in dessem breue vor alleswenie, dat wij vns vmrne mennigerley^
gude vnd woldaet willen, de vns de erliken stede Lubeke, Hamborcb, Rostock^
Straiessund, Wisrner vnd Luneborch mennichwerue bewiset hebben vnd sunderke^
darvmnie, dat ze sik, vppe dat wi) by vnsen landen vnd luden bliuen vnd d^
mit der hulpe Godes vnd erer beholden mogen, des wy doch anders nenewij^
en konden ghedaen hebben, in vnsen krych, den wy hebben mit deme heren
koninge Erike van Dennemarken etc. vnd synen helperen, gesteken hebben vnd
tegen den suluen heren koninck vnde syne hulpere to vnser hulpe biyuen
wilien, to den erscreuenen steden vorplichtet hebben vnd vorph'chten vns na
wilien vnd mit vulbort vnser getruwen radgeuen vnd mannen to en samptliken
vnd bisundern in nascreuener wijse. Interste^ dat wij den vorgerorden krich
all vt vns teghen den ergenanten heren koninck vnd syne helpere weren vnd
den erbenomeden steden daranne truweliken helpen wilien vnd scholen mit all
vnsen mannen vnd vndersaten, to watere vnd to lande, wo vns vnd en dat
noet vnd behoeft* werd, na alle vnser macht, vnd en jewelck vnser manne*
schal vns darto denen na syner macht, dar he is begheret. Vorder schole wi|
vns noch en wilien mit vnsen mannen nenewijs, dewyle desse krich waret, mifc
deme erbenomeden heren koninge vnd synen helpern sonen, vreden effte vlygert
noch jenich bestand mid en maken sunder der ergenanten stede wilien vnd
vulbord. Weret ok dat de ergenanten stede vmme desser troestliken hulpe
wilien, de ze nu by vns doen, jement veyden wolde edder veydede efte en
anders vnwillen vnd vngunst bewisede, in wat wijse dat geschege, dat scholen
1426. Sept. 27. 741
-vnd willen wy vnde vnse manne en helpen weren vnd keren sunder insaghe.
"Werel ok dat wij vnd de ergenanten stede in dessenie kryge jenige lande,
slede, slote eti'te veste sarnptliken edder besundern wonnen, de scholen wij
in beydentscjden hebben vnd beholden, id en were dat wij der ergenanten stede
willen darumme makeden, dat ze bij vns vnd vnsen nakomelingen bleuen.
Hijr scholen ok vthgenomen wesen sodanne lande. stede, slote vnd veste, alse
vnsen elderen vnd vns touorn tobehoret hebben, beholden doch den erbenonien-
dei) steden vnd den eren sampt vnd bisundern an sodanen landen, steden,
sloten vnd vesten des, dat ze mit breuen edder anders bewisen moghen, dat
se daranne hebben gehatt vnd hebben. Neme wij ok satnptliken vromen in
v«ingenen, dignissen effte in namen, wes des worde, dat schal men delen na
anthale der werhafftigen lude, de den vromen vorweruen. Vortmer, dat wij
i^r\ ergenanten steden vor de woldaet, de ze vns nii in vnsen vnd vnser lande
gi'oten noeden mildichlik bewisen, forstlike gude, zo ze wol eghen, wedder
bewisen, so vorplichte wij vns vnde vnse nakomelinge to en in krafft desses
bfeues rnyt wolberadenem vrigem mode na eendrachtlikem rade, willen vnd
vulborde vnser radgeuen vnd manne also: weret dat ze samptliken vnd bisundern
nsi desseme dage jemend veyden, en vnghemakes nicht vordregen, noch an
r^chte, dar wij erer mechtich to weren, nicht en wolde noghen laten, so schole
^ij en, isset dat ze to krighe komen, wanne ze dat van vns essched, to ereme
l^'^ighe senden hundert gewapent, de wol vthgeferdiget syn myt harnsche vnd
perden, vnd de scholen den krich all vth truweliken by orer hulpe blyuen vppe
^^^ koste vnd voder vnd vppe vnse tzolt vnd schaden, vnd oflFt ok in deme
^'^yghe, dar de vnsen also gesand vnd mede weren, vrome ghenomen worde
^^ vanghenen, dingnissen edder namen, dar schai yd vmme ghaen, alse hijr-
^^i* geroret is. Vortmer, efFt yd schege, dat God afkere, dat wij wanne van
^^3sem dage myt den ergenanten steden samptliken edder bisundern to vn-
^'ilen qwemen edder ze myt vns, des scholen wij vns vormiddelst vnser beyder
''^t:*en vnd vrunde gudiiken beseggen laten in fruntschoppe edder rechte. Jodoch
^^ €n schole wij noch enwillen ere vygende nicht werden, wij en hebben en
^''^ten alle koste vnd schaden, de ze in desseme krighe vmme vnsen vnd vnser
l^^^fie willen doen vnde nemen, genssliken vnd all vorboth vnd wedderlecht.
^i] en scholen ok noch en willen der ergenanten stede vigende noch straten-
TOuere noch zeerouere sunder eren willen nicht husen effte houen noch jeniger-
\^ye gunst bewisen, sunder wij scholen vnd willen ere vnd der eren beste
V^^ten, weruen vnd doen, woer wij konen vnd mogen. Vortmer, schege yd
742 1426. Sept. 27.
wanrie, dat de ergenanten stede mit jemende to veyde qwemen., dar ze vnse
manne to behoeff hadden, daer en schole wij vnser tnanne^ de en behulplik
wesen willen, nicht ane hinderen^ so verne yd tegen vns suluen nicht ensy.
Wij scholen ok der ergenanten stede borgere vnd inwonere in vnsen landen
vnd gebeden in eren rechtuerdigen saken truweliken beschutten vnd beschermen
vnd nicht steden^ dar wij dat weten^ dat ze an lyue edder haue beschediget
werden. Wij en scholen ok de jenne, de ere stede mit qweke edder anderen
gudern vorzoken vnd de vnse vygende nicht ensyn^ bouen eren rechten tollen
nicht thouen edder beschedigen, noch steden, dar wy yd weten.^ dat yd schee.
Scheghet ok, wanne desse krich to ende vleghen were^ dat de erbenomede
here koninck edder syne nakonielinge edder ere vndersaten den erbennroedeo
steden sampt edder bisundern veiden wolden edder veydeden^ so schole wij
vnde vnse nakonielinge myt vn. en vndersaten en to hulpe konien vnde bij erer
hulpe truweliken bliuen to ende vth mit alle vnser macht, so verne wij eres
rechtes inogen mechtich wesen, vnd sodenne den krich vth scholen en ok vnse
stede vnde slote open wesen to eren nuden vnd noeden, alzo dat ze sik darvth,
d6r vnd wedder in weren vnd behelpen moghen. Alle desse vorscreueneo
stucke samptliken vnd bisundern lone wij Hinrick, Alti' vnd Gherd^ hertogeo
vnd greuen erbenomed, vor vns vnd vnse nakomelinge den borgermeistern,
radmannen vnd meenheiden der ergenanten stede in guden truwen vnd louen
stede, vast vnd vnuorbroken to holdende sunder insaghe. Vnd hijr bebbet
mede an vnd ouer wesen vnse leuen getruwen radgheuenen vnd manne Herdingb
Stake ^ Schacke Rantzowe, Otte Zeestede vnd Detleff van Aleuelde, fitter,
Henneke Raetlow, Marqward van Siggem vnd Hinrick van Boeckwolde, her
Nicolawes sone, knapen, Nicolaus Junge, vnse, hertogen Hinrikes, vnd Otte
Sluter.) vnse, hertogen Alues, scriuer, vnd ok vnser radgheuene vnd manne
meer, de desse vorscreuenen stucke hebben gedegedinget helpen. Vnd desses
to merer tuchnisse der warheyt hebbe wy Hinrik, Alff vnd Gherd^ hertogen
vnd greuen erbenomed, vnse ingesegele myd guden, vrigen vnd wolbedachten
willen vnd moede henghen heten vor dessen breff, de gheuen vnd screuen is
bynnen Lubeke, in dem jare Cristi vnses Heren alse men scrifft veerteynhun-
dert vnd sesvndelwintich, vppe sunte Cosme vnd Damiani dage der werden
mertelere.
Nach einer gleichzeitigfn unbeglaubigten Abschrift auf Papier im Stadtarchiv zu Lunehurg. Eine dhnlkht «
l)re>fer Diplomatarium Hanseatico-Lubecense. Auch nach einer alten Pergamentabschrift im Stadtarckve
zu Hamburg gedruckt in den Urkunden fiber den Transitverkehr No. 32.
1426. Sept. 28. 745
DCCIiXVlIl.
einrtch Rapesulver und Tidemann Cernttn schreiben an Johann Banzkow wegen der
zu stellenden MannschafL 1426. Sept 28.
Vrundliken denst touoren. Erbare here, besundere vrund. Alse gi
criuen, dat iw nfllte dflnke sin, dal wy stede, de nfl tosaineride weren, eyne
ewelke eren tal der weraftigen lude vul vtbringe bouen de schiplude etc.
ieue vrfind, des weren de van Hamborch, Luneborch vnde wij alrede eynes
nde vnse rad heft darvmrne gescreuen an de van Rozstocke, begerende, dat
? id ok also holden, vnde bestelledet also, dat id iuwe rad ok also holde.
^ij beuelen iw Gode. Screuen vnder mynen Hinrik Rapesuluers ingesegel, an
nle Michels auende, anno XXVI.
Leue vrund, schicked den breff io na Rozstocke init den ersten.
Hinrik Rapesuluer.
Tidernan Tzerntin.
Aufschrift: Dem erbaren vnde wijsen manne, hern Johan Bantzekowen,
f^germeyster to der Wismer, vnsen leuen vrunde, detur.
Nach dem Original auf Papier im Rathsarchiv zu IVismar. Das in rothem Wachs aufgedruckte Siegel des
Heinr. Rapesulver^ ein ovales Ringsiegel, enthdlt eine Hausmarke, einem R dhnlicky ohne Umschrift.
JDCCLXIX.
^ Rath von Lubeck schretbt an den Rath von Hamburg hinsichtlich des mil der
Verwaltuny der Schlosser Bergedorf und Riepenburg vorzunehmenden
Wechsels. 0. J. (1426. Vor Sept. 29.)'
Hamburgensibus.
llirsamen besunderen leuen vrunde. Juwen brefi, darane gij scriuen,
iw dunke nod vnde behoff sin, dat gij vnde wij vmrne vmmesettinge wilien
' slote Bergerdorpe vnde Rijbenborch tosamende qwemen, begerende, dat
vnses rades cumpane tegen de iuwen darvmrne senden wilien to der Lynowe
• , hebbe wij wol vernornen, begerende iuwe ersamheyde weten, dat wij nu
tijd vmine sunderges anualles wilien vns witliken darane hinderende de
^en tegen de iuwen nicht senden en konen, auer dat aldererste, dat wij
^ enden konen, wille wij vnse vrunde vrnme der vorscreuenen zake wilien
1) Ein Vertrag uber die Verwaltung der beiden SchlOsser wurde am 22. August 1422 geschlossen und in
i^elben bestimmt, dass allemal nacb vier Jahren zu Micbaelis ein Wechsel eintreten solle. Vgl. JW 434.
gerne senden tegen de iuwen to Sanskeneuene vnde willen iw dat ok so tiat;^
touoren vorkundigen^ dat iuwe vrunde de ersamen heren Johan Cietxe vnde h
Nicoiawese van Stiten mit sich bringen niogen. Wij beuelen iw Gode.
Nach dcm Concept auf Papier,
iM:c;iiXX.
Auslodung aus der Gefangenschaft 1426. Sept 29.
JJoininus Hinricus Rapesuluer proconsul sigiilauit vnam appertam littera
in qua fatetur, se teneri domino Gerrardo^ duci Sleswicensi. Gnobelen, aduocafc
suo in Sunderborch^ et Wultf Rixstorpe XL rnrc. lub. den. pro liberacione J
hannis Bullen, qui captus erat in Sunderborch. Vnde Willekinus van der Mol^
cum suis heredibus promisit. se velle el debere prefatuni dominuni Hinrieu
Rapesuluer et suos heredes pretextu illius penitus indempnes preseruare. I
super Johannes Smedebeke^ ciuis Rostockcensis, cum suis heredibus corai
libro promisit^ se velle et debere Willekinum van der Molen ulterius et suo^
heredes pretextu iilius indempnes releuare.
Nach einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J, 1426, Michaetis.
I»CCIiXXl.
Otto von RitzeraUj Otto's Sohuy verkauft semen Schwestem, den Klosterfungfrauen
Ahele in Lune und Adelheid und Sophie in Eldena eine jahrlxche Rente
von 6 rnjl, aus dem Dorfe Woltersdorf oder andem Gulem unter Var*
hehalt des RUckkaufs. 1426. Oct. 2.
Ik Otte van Ritserowe, Otten van Ritserouwen zone, deme God gnedich
sy, knape. Bekenne vnde betuge openbare an desseme breue vor al don gennen,
de ene zeen edder horen lesen^ dat ik inyd willen vnde wolberaden mode vnde
myd willen vnde vulborde myner gnedigen heren van Sassen vnde ok inyd vul-
borde myner rechten eruen vnde al der gennen, de dat van rechte viilborden
scholden, reddeliken vnde rechtliken liebbe vorkofiFt vnde vppelaten mynon leuen
zusteren, klosterjuncvrouwen^ alse vor Abelen van Ritserowe to Lune^ vor AU
heyde vnde vor Soffygen van Ritserowe to der Eldena, vor vyuevndezouentich
mark lubesscher pennynge^ de se my nogafftigen in ener summen air^de gheuen
vnde telled hebben, vnde ik vort an myne vnde an myner eruen nut gekered
hebbe, zos niark ewiger jarliker rente lubesscher pennynge. Desse vorsci'eueDe
n
r
V
r
'?<
>< hi
|:-jter«
1426. Oct. 2. 745
2.0S mark rente schal ik Otte erbenomed Vnde wil edder myne eruen mynen
xusteren ergesecht vrundliken vnde to dancke betalen vor de vyiie vnde zouen-
tich mark lubesscher pennynge Srscreuen alle jar yn sunte Mertens daghe des
hilgen bisscopes bynnen der stad IVIolne an ghuden rSden pennyngen, also
bynnen Lubeke ghenge vnde ghSue sint^ an ener summen ghans vmbeworen vte
myneme dorpe Wolterstorpe vnde vte syneme rSdesten ghude, belegen an deme
kerspel to Bredenuelde, vteghenoinen achte mark jarliker rente, de de vicarii
to vnser leuen Vrouwen kerken bynnen Lubeke alle yar vor hundert mark
pennynghe van myner weghen dar eer ane hebben. Vnde weret dat id iegende,
dat God afTkere, dat dat vorscreuene dorp van orleges wegen, van roue efTte
van brande, edder wo dat anders van schaden to queme, vorwusted worde,
also dat mynen zusteren vorbenomed de vorscreuenen zos mark rente vte deme
suluen dorpe vnde ghude alle yar nicht enworde vp de vorscreuene tyd, zo
scholen ze de suluen zos mark rente alle yar hebben yn vnde vte myneme
vnde myner eruen redesten ghude, wor wy dat hebben. Jodoch so hebben ze
n^^ der gnade ghund, dat ik vnde myne eruen de vorscreuenen zos mark
^M?iger rente wedderkopen moghen vor vyue vnde zouentich mark lubescher
Pennynge alle yar in sunte Mertens daghe, wanner ik edder luyne eruen des to
^^dewerden. Dat schal ik edder myne eruen en een halffyar touoren wetende
^6n, alse an der hochtyd to Pinxsten, denne des negesten sunte Mertens daghe
4es hilgen bisscopes schal ik Otte ergenomed vnde wil edder myne eruen mynen
2usteren klosterjuncvrouwen betalen zds mark jarliker ewige rente vnde vyue
vnde zouentich mark lub. pen. in ener summen gans vmbeworen bynnen der
stad Molne zuhder eren schaden myd ghuden pennyngen, alse dar denne bynnen
Lubeke ghenge vnde gheue sint. Vortiner, wan welk van mynen zusteren
klosterjuncvrouwen erghesecht van der schikkinge Codes affgheghan is, alse wy
alle dfidlijk sint, so scholen de zos mark rente vorscreuen denne bliuen vnde
«ruen tosamende an de anderen, de denne noch leuen. Wand ze ok alle dre
affgeghan vnde vorstoruen sint, zo scholen de vorscreuenen zos mark rente
^wedder komen to my vnde to mynen eruen. Alle desse vorscreuenen stucke
^nde articule loue vnde segge ik Otte van Ritserowe dicke erbenomed myd
mynen eruen vnde myd mynen truwen medeloueren, de nascreuen stan, slide
vnde vast to holdende mynen zusteren klosterjuncvrouwen erbenomed vnde to
truwer hand den duchtigen knapen Luder Schacken, wonafftich to der Barsthorst,
vnde Hartman Scarpenberge, wonafiTtich to Nigendorpe, vnde al den gennen,
.de dessen br^flT hebben myd eren willen, ze zin ghestlik edder werlik, zunder
94
746 1426. Oct. 2.
alle hulperede, nygevunde vnde argelist. Vnde wy Hans van Ritserow, Ollen
broder, houednian desses breues erscreuen^ Albert Wulff^ wonafftich to der
Lancke, vnde Volred van Tzule, der heren van Sassen marsschalk, wonafftich
to Gudow^ knapen^ louen vnde seggen an ghuden truwen vor vns vnde vor
vnse eruen vnghescheden myd saniender hand alle vorbenomede stucke ?ode
articule stede vnde vast vnde vnibrekelken to holdende vor Abelen, vorAlbeyde
vnde vor Soffygen geheten van Ritserow, klosterjuncvrouwen dicke erbenomed,
vnde al den gennen, de dessen brSft* hebben ntyd eren willen, ze zin gestiik
edder werlik^ alse vorscreuen steyt^ zunder alle hulpeword^ nygevunde vnde
argelist. Des to orkunde^ to tuge vnde to groter bewisinge hebbe wy Otte,
Hans, Albert vnde Volred ergenorned myd ganser endracht vnse ingesegheic
witlik vor dessen br^ff henged laten. Gheuen vnde screuen na der b6rd Cristi
vSrteynhundert jar darna an deine sesse vnde twintigesten jare, des negeslen
niyddewekens na sunte Michaelis daghe.
Nach dem Original. Mit den vier anhangenden Siegeln, Otto und Hans von Ritzerau vgL Siegel det M.'L
Heft 6 p. 104, 105. Albert Wulf: Siegel rund, 2^/io Ctm. Auf atehendem SchUde ein getekackier
Strahl mit der Spitze nach der rechten Oherecke gekehrU Omschri/t undeutlich. Volnd tm
Zule: Siegel rundj 2*/io Ctm. Auf atehendem Schilde ein Strahl nach der rechten Oberecke yekehi
Umschri/t undeutlich.
DCCIiXXll.
Dei' Rath von Liibeck schreibt dem Rathe von Wismar wegen der an den Kmj
Erich zu sendenden Fehdebriefe. 1426. Oct 2.
\ rundliken grot vnde wes wij gudes vorniogen touoren. Ersarnen heren,
leuen vrundes. Wy senden juwer leue eyne auescrifft hyrane besloten, women
deme heren koninghe sohal entsegghen, vnde begheren frundliken^ dat gij
juwen veydebreff myt juweme boden nfl en mandage en auend erst komet
bynnen vnser stad hebben willent, wente wij inyt deme heren hertogen van
Sleswijck vnde den steden Hamborch vnde Luneborch des also eyns gewordeD
sin, dat juwe, der van Rozstoke, Luneborch vnd vnse veydebreue vnde boden
vppe dessen vorscreuen mandach en auent bynnen vnser stad jo wesen scholen.
Ok beghere wij fruntliken^ dat gi vnse anderen breue an de van Rozstok vorder
willent benalen, den wij desser gelijken vorscriuen, vnde nyn sumenisse hijrane
en beschee. Dat duncket vns nutte vnde geraden sin, vnde des )uwe antwerde.
Sijt Gode beuolen. Screuen vnder vnsem secrete, des midwekens na Remigii^
anno etc. XXVP.
Consoles Lubicenses.
Aufschrift: Commendabilibus et circunispectis etc.
Nach dem Original im Rathaarchiv zu Wismar. Mit Resten des au/gedrQckten Secrets,
1426. Oct. 12. 747
nccijiLiLm.
Quittung des Albrecht Schenk von Landsberg liber den Empfang der am letzten
Marid-Geburt Tage fdlh'g geioesenen Stadtsteuer. 1426. Oct 12.
Wij Albert Schencke van Landesberge vnde here to Sydow. (wie No.
623 bis) vorwiset was, deiri beschedenen inanne Donet Grybo, vnseme leuen
getruen denere vnde knechte van vnser wegen (u. s. w. mie No. 623 bis) de
gegeuen vnde gescreuen ys na der bord Christ) dusent veerhundert yaar darnaa
an dein sesvndetwyntigesten yare, des sonauendes vor suntte Gaili dage des
werden bichtegers. '
Nach dem Original. Mit anhangendem Siegel.
I»CCLXJL1V.
Notariatsinstrument uber die Absendung einer Kriegserkldrung des Raths von Lubeck
an den Konig Erich von Ddnemark. 1426. Oct. 17.
in nomine Domini amen. Anno natiuitatis eiusdem millesimo quadrin-
g^ntesimo vicesimo sexto, indictione quarta, die Jouis decima septima
inensis Octobris, hora vesperorum vel quasi, pontificatus sanctissimi in Christo
patris et domini nostri, domini Martini, diuina prouidencia pape quinti, anno
none, in mei notarii publici inFrascripti testiumque infrascriptorum ad hoc
vocatorum specialiter et rogatorum presencia honorabiles viri et domini Hin-
ric^us Rapesiiluer, Conradus Brekewolt, Detmarus van Tflnen, proconsules, Hin-
ricus Meteler, Johannes Crispin, Albertus van der Brugge, Marquardus Bone-
iiorst, Nicolaus van Stiten et Hermannus Westfael, consules ciuitatis Lubicensis,
^c alii consules eiusdem ciuitatis Lubicensis, consulatum representantes, iuxta
''^orem et consuetudinem dicte ciuitatis Lubicensis conuocati, ad inTrascripta
P^ragendum congregati, personaliter constituti, pro se ac dicta sua ciuitate,
<^iuibus ac habitantibus in eadem^ honorabilis vir, dominus Conradus Brekewolt,
Pi*ocon8ui antedictus, quandam litteram in pergameno conscriptam, sanam et
•
^'^tegram, non canceliatam, non viciatam, non rasam, non abolitam nee in
Biiqiia sui parte suspectam, vt apparuit, sed prorsus omni vicio et suspicione
^^i*entem in manibus suis tenuit et produxit ac magistro Hermanno de Indagine,
P^othonotario dicte ciuitatis Lubicensis, tradidit et presentauit ac per ipsum
1) Aach fiber diese Zahlong ist, wie bei J^ 62Sf am folgeDden Tage, Oot 18, ein aoafflbrliches Notariata-
i^^stroment ansgestellt. Donet Gribo wird daria familiaria nobilia domini Alberti Schenkonis de Ltandesberghe ge-
fltant KAmmereikerren waren wiederum Albert Ton der Brfigge nnd Hermann Weatfal.
94*
748 1426. Oct. 17.
niagistrum Hermarinum eandem litteram legi mandauit et Fecit, cuius quidem
littere prenarrate tenor de verbo ad verbuin sequitur et est talis: Wetet^ ir-
luchtigheste, hochgeborne furste vnde here, her Erik, der rike Denemarken,
Sweden, Norwegen, der Wende vnde der Goten konink vnde hertoghe to
Ponneren, dat wy borghermestere, raadmanne, ghemeende vnde inwonere der
staad Lubeke vnde vnse helpere, de wy darto teen konen, wo men de nomen
mach, juwe, juwer rike, lande, vndersaten, inwonere vnde helpere, wo man de
ok benomen mach, vyende willen wesen vmine menegherleyge vele ghewald,
vnrecht, schaden vnde ghebreke willen, alse vns, vnsen borgheren vnde deme
ghemenen copmanne van jw, juwen vndersaten vnde den juwen gheschen is
tegen vnse priuilegia vnde vrigheyde, de vns van juwen voruaren ghegbeoen
vnde besegheld vnde van jw confirmeret vnde bestedighet syn. Vnde juwe be-
seghelde gheleyde vns vnde den vnsen van jw vnde den juwen nicht gheholden
en is, des wy vnde de vnsen vnuorwinliken groten schaden vnde hinder ghe-
nomen vnde gheleden hebben, vnde willen des vnse ere an jw alien vorscreuen
wol vorwaret hebben. Desses to merer witlicheyt hebbe wy vnser stad inghe-
seghel ghedrukket heten neddene vppe dessen bref, de ghescreuen vnde gheueo
is na Cristi ghebord verteynhundert vnde in deme sosvndetwintighesten jare,
des neghesten sondaghes na sunte Remigius daghe des hilghen bisschoppes.
Qua littera sic, vt prefertur, perlecta honorabilis vir dominus Conradus, pro-
consul antedictus, prefatam litteram michi Johanni, notario subscripto, ac testi-
bus subscriptis jussit presentari ad recognoscendum sigillum dicta littere ioi-
pressum, et per nos ea[n]dem littera[m] diligenter inspecta[m] reperimus mag-
num dicte ciuitatis Lubicensis sigillum sub scriptura eiusdem littere sanum,
integrum atque illesum fideliter impressum. Deinde prelibatus dominus Con-
radus Brekewolt sepedictam litteram reassumpsit et eandem Arnoldo Quast,
dicte ciuitatis Lubicensis nuncio iurato ibidem presente, eandem presentaait
sibique mandauit, vt mediante juramento suo consulatui Lubicensi prestitopre-
fatam litteram ad proximum illustrissimi principis, domini Erici, regnoraio
Dacie, Swecie et Norwegie regis, castrum seu edificium fideliter deportaret ac
capitanio eiusdem castri seu ediBcii eandem presentaret, vt eadem littera ad
noticiam dicti domini regis presumeretur peruenire. Quam litteram ipse
Arnoldus Quast antedictus ad se recepit et mandatum sibi de huiusmodi lit-
tera, vt prefertur, commissum atque factum promisit diligenter adimplere. De
et super quibus omnibus et singulis premissis sepedictus dominus Conradus
Brekewolt nomine sui et tocius consulatus Lubicensis ac nomine ciuium atque
1426. Oct. 17. 749
habitancium in eadeni me Johannem, notariuin publicum infrascriptum, requi-
sjuit, vt sibi vnum vel plura, publicum seu publica conficerem instrumentum
seu instrumenta. Acta sunt hec in protorio ciuitatis Lubicensis^ anno, in-
dictione, mense, die, hora, pontificatu et aliis, quibus supra, presentibus ibi-
dem honorabilibus ac robustis viris Elero Ratlowe, Hinrico Scroder, Helmoldo
de Plesse, Ludero Blucher et Volrado de Tzule, liubicensis, Zwerinensis et
Razeburgensis diocesiuin, testibus ad premissa vocatis specialiter et rogatis.
Notariatszeichen. Et ego Johannes Tzeuer, clericus Lubicensis, publicus
imperiali auctoritate notarius, huiusmodi littere productioni, lectioni, siggilli
recognicioni eiusdernque littere dicto nuncio jurato presentacioni, promissioni et
requisicioni omnibusque aliis et singulis premissis, dum sic, vt premittitur,
fierent et agerentur, vna cum prenominatis presens interfui eaque cum eisdem
sic fieri vidi et audiui et in banc publicam formam redigendo conscripsi signo-
que et nomine meis solitis ac consuetis signaui rogatus et requisitus in fidem et
testimonium omnium et singulorum premissorum.
Nach dem Original.
Siihne wegen Todtschlags, 1426. Oct. 21.
Arnoldus Ouerenkerken et Elizabeth, vxor eius legitima, propinquiores
'^^redes Ludekini Eggerdes, coram libro recognouerunt, se subleuasse et perce-
P'sse a Laurencio Vicken, Hermanno Ryckmans, Cruzen Nicolao et Hinrico
'^^nen, fideiussoribus, XII mrc. lub. den. ex parte interfectionis Ludekini
^SS^^^^s per Bernardum Kersseborch, alias tor oueren sluze interPectus. Vnde
^ntedicti Arnoldus et Elisabeth, filia Ludekini interFecti, cum eorum heredibus,
^^tos seu nascendos, prefatos fideiussores et presertim Bernardum Kersseborge
^Unri eorum heredibus pretextu illius ponitus dimiserunt ab omni alia monicione
^^u inpeticione quitum et solutum. Insuper Arnoldus Ouerenkerken et Elisabeth,
vxor eius legitima, cum eorum heredibus coniuncta manu promiserunt, se velle
^t debere fideiussores antedictos et Bernardum Kersseborge de interfectione
prefata ab omnibus monicionibus aut inpeticionibus cuiuscunque penitus in-
^^nripnes releuare.
Ncxh einer Inscription des Niederstadtbuchs vom J. 1426, Vnd. mii. virg.
I
\
Johannes Glynhorst, ciuis iMindensis^ plenipotens procurator strenuorurn
famulorum Johannis de Barkhusen^ Hinrici et Theoderici, filiorum suorum,
coram libro recognouit, se Conraduni Ketelhode suosque heredes et prouisores
ex illo, quod Conradus Ketelhod prefatoruin famulorum fuit latus uel eghen^
dimisisse et liberuni dimisit penitus ab omni alia monicione seu inpeticione
quitum et solutum, et placitatum Fuit per dominum Hinricum Rapesuluer, pro-
consulem, Ludekinum Lammeshouede et Johannem de Staden, ciues Lubecenses.
Propterquod iidem Johannes Glyndenhorst coram libro recognouit, se a Johanni
Bradheringe, ciui Lubicensi., subleuasse et percepisse XX mrc. lub. den. sici
usum prefatorum Famulorum.
Nach einer Inscription des Siederaladtbucht vom J. 1426, Omn, Sonet
DCGIiXXVlI.
Offenes Schreiben der Stddte Lubecky Hamburg j Rostock, Stralsund, Wismar^
burg an die Holldndischen Stddte zur Benachrichtigung derselben von
erfolgten Kriegserkldrung gegen den Konig Erich von Ddnemark. 14^ ^•
Nov. 19.
Jursaeme heren, besonder lieue vriende. Vmme manigherleye gewal^?
hinders, onrechtes ende schaden willen, alse de dorluchtige vurste ende herd's
her Erick, koninck to Denemarken, Sweden, Norwegen etc., ende zijne ondpT"
saten ons ende dem gemenen coopmanne ende schipheren van der Duetsch^^
hanze van langhen tijden heerwart teghen God, recht, redelicheit ende onB^
priuilegien ende vryhede, den steden van der hanze van zynen vorder^?
koninghen ende koniginnen der voirscreuen rijke, gegeuen ende bezegelt end^
na van erne confirmirt, gedaen hadden, ende want na der tijt, dat sick d^
stede, so gij wol moeghen weten, met eme, zijnen rijken ende ondersaten ver*
bonden ende eens worden, meer ende meer gedaen hebben, daromme vele vpr-
uolges gedaen es gewesen, bede met brieuen ende besendinghe, dat docb ni^t
helpen en konde, dat alsodaen gewald ende onrecht mochten gebetert sijn g^
worden: so zij wy van dem vorgenanten heren koninghe ende zijnen onder*
saten darto gebracht ende gedronghen, dat wy van merkelike noed wegbent
warnynghe an se doen ende ere vyande werden moesten, want dat God irkeot,
dat wy dat ongherne gedaen hedden, wanner wy des vmmeghank nnochtea
1426. Nov. 19. 751
hebben gehat. Waromme, heren ende bisonder gudon vriende., wy van V zeer
gudlike begheren^ dat gij de uwe ^varnen. also dat se de voirscreuen rijke ende
ere strorne niet en souken ende ock haer goed op onser vyande bodeme niet
en schepen ende ock ghene handelinge met den vt den voirscreuen rijken en
bebben^ op dat se des ghenen schaden en nemen^ want vns haer scade van
giiden herte zeer leet were, ende neinen se des schaden, dar wolde wy onghe-
mant onime wesen. Sijt Gode beuolen, ons deser voirscreuen stucke een vrient-
h'ck antworde to scriuen by desen boden. Gescreuen onder der heren des
raedes der stad Lubeke secrett, des wy alle samentliken hijrto gebruken, op
sunte Elizabeth daghe, anno etc. XXVI.
Borgermestere ende raedmanne der
stede Lubeke, Hamborgh, Rozstok,
Stralessunde, Wisrnar. Lunenborgh.
N(ich einer Abachri/tf toelche gemacht zu sein acheintj um hier t^iruckbehalten und aufbewahrt tu toerden. Sie
ist nemlich ungetoohnlicher Weise auf Pergament geschrieben und tragi die von deraelben Hand gemachte
Ueberachri/t: copia. Fine Reihe von Antworten HoUdndischer Stddte aus dem Jahre 1427 liegt ror,
auch eine Antwort au8 Dortmund ala Bewein^ d<U8 das Sckreiben oder ein dknliches auch an Deutsche
Stddte gesaudt ist.
DCCIiXJLVIll.
Konig Erich giebt (dem Rathe von Kolnf) Nachricht von der Kriegserkldrung der
Stddte Liibeck, Rostock^ WismaVj Stralsund und Lunehurg und betheuerty
dass er nichts gegen sie verschuldet habe. 1426. Dec. 8.
Ericus, Dei gracia Dacie, Swecie, Norwegie,
Sclauorum Gothorumque rex et dux Pomeranie.
Ynsen gunstighen vruntliken grut vorschreuen. Erbaren leuen vrundes.
^Ki don jw witlik sodane grote vnredeiicheit, vnreicht vnde wait, als vns de
st^jp van der Dudesschen hense, Lubeke, Rostock, Wisrner, Stralessund vnde
'^'^tienborch don, in deme dat se tegen God, ere vnde recht bynnen guden
'^^en vnd vrunlliker betzegelder tozade, in der se sik to vns, vnsen riken ind
'^•iden verplichtet vnd verbunden hebben, vnse, vnser rijke, lande vnd lude
^Peobare entzechte vyande geworden synt, vnuervolgt ind sunder jennigerleye
^^^e redeike schult vnd broke, dat Gode bekant is. Hijrumme, leuen vrundes,
^^ret sake, dat se edder jemand van yrer wegene jw hijrvan wes inbrachten,
^^ dat des die schuldt vnse wesen sculde edder van vnser wegene zakede, so
Wddewy jw, des neynerleye wijs to louende, wente gy vorware weten vnd louen
752 1426. Dec. 8.
inogen, dat dat vnse scholt nycht en is, alse wy des to reclite jegen sij woll
voerkoineii mogen ind willen vor vorsten, heren vnd vrunden, wor vns dat
temelick is, vnde alsuick scbade vnd voeruanck vnd verdriet, die darvan manigem
kopmanne, alse wy vns bevruchten, vele ind genuch entstain will. Dat wij vns
erer weldeliken hochuarth weren nioten, is vns van herten leit. In Chrislo
valete. Scriptum Hafnie, die Concepcionis beate Marie virginis, mostro sub
secreto, anno etc. XXVI**.
Nach einer verrnvt/ilich einem Brie/e dea Hatha von Koln torn 28. Mdrz 1427 beigelegten AUckrifi
at// Papier.
Verpachtung eines Grundstucks in PadeWgge. 1426. Dec. 21.
JbLinricus Hanneman, villicus in Padeluche, coram libro recognouit. se
a Johanni Boteuure curiam dicti Jobannis in Padeluche cum suis agris, pascuis,
pratis. siluis et aliis appe: tinenciis conduxisse in buram per vnum annum sub-
sequentem, pro quibus dabit sibi pro hura VII mrc. lub. et quartam garuam.
Dictusque Hinricus recognouit, quod medietas omnium vaccarum*, equorum,
vitulorum et quartus porcus sub prefata curia appertineat antedicto Johanni
Boteuure et suis heredibus. Insuper Hinricus Hanneman cum suis heredibus
coram libro promisit, se nunquam velle nee debere recedere n^c aliqua bona
de prefata curia apportare aut alienare^ quin sit de consenssu et voluntate
Jobannis Boteuur et suorum heredum.
Hinricus Hanneman coram libro recognouit, se et suos heredes teneri
Jobanni Botefure et suis heredibus in LXII marcis lub. den. amicabiliter et
expedite persoluendis, pro quibus sibi omnia sua bona, mobilia et imrnobilia
et varendehaue, quas habet in et sub prefata curia Padeluche, coram libro
impignorauit.
Hinricus Hanneman antedictus coratn libro recognouit, se et suos heredes
teneri Jobanni Boteuure et suis heredibus in VII marcis lub. den. amicabiliter
et expedite persoluendis.
Nach drei axif einandcr folgenden Inscriptionen des Niederatadtbucht vom «/. 1423, Thome.
Eiii Giiterraub zwischen Winsen und Hannover. 1426. Dec. 25.
Domini consules dederunt litteram suam quitancialem domino Bernardo
Brunswicensi pro non subsequenda ulteriori monicione ex parte bonorum inU^
1) Im N. St. B: facarum.
1426. Dec. 25. 753
Winsen et Honouere spoliatoruin et per Albertum Beckere, aduocatum ante-
dicti ducis Bernardi, ad castrum Nienstat abductorum. Vnde dorninus Johannes
Segeberch nomine sui et ex parte Rotgeri de Bentzem, Hinricus Vrunt nomine
sui et ex parte Hermanni Bokhoit de Hamborch, Johannes van Staden nomine
sui et ex parte Woiteri de Leyde, Johannes Schenckenberch, institor, Ludo-
wicus Lozeking^ Tidericus Rennyng^ Johannes Reze^ Hermannus de Bentzheim,
Tidericus Wedeghe et Jacobus van dem Bryle cum eorum heredibus coniuncta
manu promiserunt, dominos consules pretextu illius penitus indempnes releuare.
Nach einer Inscription det Niederatadtbuchs vom J. 1427, Nat. Chr.
i»cciijLx:xi.
Der Rath von Parchim beglauhigt bei dem Rathe von Lubeck seinen Schreiber
Hermann Below, s. d. 1426.
Den ersamen vorsychtighen heren borghermesteren vnde radmannen der
stad Lubek. Wy borghermestere vnde radmanne der stad Parchem scriuen
vnsen wilghen dinst myt aller behechlicheyt touoren. Leuen heren. Wy senden
juw vnsen papen her Hermen Belowe^ dessen yeghenwardighen breffWiser, vnde
^at he nfl tor tijd to juw weruet [des] van vnser weghene, des truwet vnde louet
^tn gantzh'ken likerwijs, yffte wy suluen myt juw spreken mfinliken. Des to
^ughe vnde bekantnisse hebbe wy vnser stad secret vnder ghedrucken laten
^ppe dessen breff, anno XXVI.
Sack dem Original auf Papier. Mit ttntergedrucktem, tvm groaseren Theiie erhaltenem Siegei.
DCCLXJLXII.
^in Ungenannter macht dem Rathe von Lubeck Vorwurfe wegen seines Verfahrens
in Miinzsachen und rath ihm^ die Munze ntcht zu verschlechtern^ ge-
munztes Geld nicht umzuprdgen und sich nicht auf den Rath der Munzer
und Wechsler zu verlassen. 0. J. (Nach i424.)^
Wytlik zy iw, leuen vrunde, dat ik my zere vorwundere der groten dor-
'^^yi vnde dwelinge, de gy an iw hebben in quader vorsichticheit^ yn deme dat
1) Auf der Rilckseite stebt: desse breff yan der munte to slande wart geyunden Id der cappellen. Uoter
^^ ^apelle kann keine andere yerstanden werden, als diejenige in der Marien-Kircbe, in welcber der Ratb sicb
^^'^mitimelte, nm yon da in Procession ins Ratbbaus zu geben. Dort musste der Brief, wenn er dabin gelegt wurde»
•ioh^f an seine Adresse kommen. Ueber die Zeit der Abfassung ist aus dem Inbalte wenig sa entoebmen. Eine
Munnm^Q]^^ Verscblecbterung der Mflnze bat immer stattgefunden, eine so rasobe, als bier angenommen wird, niemals.
^* Hrwftbnang der Secbslinge weist auf den Recess yon 14S4 bin, die Handscbrift l&sst es lu, anzunebmen, dass
^ ^^«ld darauf gescbrieben ist, wQrde aber aupb nicbt bindern, ibn etwas spAter zu setzen.
754 (Nach 1424.)
gy iw suluen vnde iwen vndersaten, geystlik vnde werltlik, hebben entbrocht
dat druddendel des vasten inkomenden ewygen gudes, myt deme dat gy hebben
gelt van gelde maken laten, vnde de lubesche mark gemynret hebben dat
druddendel, alzo it bewislik is jegenwardich, dat in korten tyden gescben is.
Vnde ik bekenne dat wol, dat gy dat van vnwetenheyt gedan hebben: de zake
is dit, gy hebben iw suluen schaden dan alzo wol, alzo iwen vnde(r)zaten,
hadde gi dat van vorsichticheit gedan, so were gy schuldich van Godes rechte,
enen yeweliken synen schaden to vorbotende. Item wetet, dat gy an iw hebben
ene dwelinge, de iw bybrocht is van quaden ratgeueren, de dar socht hebben
ere beste vnde dat gemene ergeste, vnde hebben iw vrot gemaket, wo dat de
kopman iuwen pennynk vorede vp andere munte, dar he vmmeslagen worde.
Dat en is alzo nicht; de iw dat heft vorbrocht ofte brynget, dat sint logener
vnde velschener, alzo gy suluen wol bekennen mogen. Alle de tyd, dat gy
suluen iuwen pennynk vppe deme stempel nicht vorergeren, so en is nen kop-
man, de iwen pennynk myt bate kan wech voren vnde vmmesmelten; wolde
de kopman myttal vt iwen steden voren vp ander munte, so hadde he vordel
an lodegen golde vnde an lodegen suluer, wen an iwen slagen pennynge, de
dar arbeit vnde insettent gekostet heft. Ok wetet, dat gy nene goltberge ofle
suluerberge en hebben, alle golt vnde suluer, des gy behof hebben to iwer
munte, dat brynget iw de kopman vt vromeden landen. Item wetet, dat de
kopman, de sine ware brynget in iwe stede, vnde gyfl de vor iwe pennynge,
ze sin gut efte quad, de mach sine pennynge laten, wor dat he wyl, des en
kan em nemant weren myt rechte^ wil he ze in de erde grauen, ofte in dat
water zenken, ofte in dat vur leggen, al is he des mechtich, dar en is nen
rad en jegen, de dar rad en jegen soken, dat sin doren. Item wetet, wan gy
gelt van gelde maken laten, vnde alle gelt, dat gy er hebben maken laten,
wert vmmebrant, vnde wen iuwe munter gyft XVIf schilling vor de mark,
dar he XXIIII schill. wedder af maket, so d^r de kopman wol XVIII schili-
geuen, wen he wynnen mach, aldus so wert alle gelt vmmesmolten, dat gy
hebben slan laten vor disseme vnde ok iwe vorvaren, dat doch geschen is van
quader anfaryngyngo der genen, de ere bate darane zocht hebben vnde dat
gemene ergeste. Worvmme bidde ik iw, leuen vrunde, dat gy bidden vnsen
leuen heren Got, dat he iw geue wisheit vnde vorsichticheit, dat alsulk arch
nycht mer en sche, alzo geschen is, vnde ik rade iw, dat gy na disser tyJ
nen gelt van gelde mer maken laten, vnde en latet ok nenen pennynk na disser
tijd erger maken vp iuweme stempel, latet den penning noch blyuen, alzo he
(Nach 1424.) 7S6
is. Legget dat vp enen bant myt iwes sulues hant, de nurniner gelozet werde,
vp dat nen schade mer na volge. Ok en latet nene vromede munte gan myt
iuw bouen ere werde^ dat sy golt ofte suluer gelt; alle vromede munte, de in
i^en steden begenge is, de latet proiien vp den twelften grat, dar vynde gy alle
vnderschedinge, wente I lot lodeges goldes is so gut alze XII lot suluers. Ok
latet juwen inwoners darto zen by eren eden, oft jennych kopman myt en to
hus wesende nyne vromede munte brochte in iwe stede vt to geuende, by
sineme hogesten nycht vt to geuende, he en wise dat synen werde^ vnde is
dat dem werde mysdunket, so neme he wat darvan vnde late dat prouen. Ok
welk man, de dem anderen schuldich is, de geue em tal vnde wicht, so en
wert deme valschen wipper vnde besnyder nycht. Ok so en nemet gy van
dem penning vp dem stempel nene bate, alle dat gewin, dat gy van der munte
nemen, de kumet vt juwes sulues gude. Ok so hebbet gy suluen dat insettent
vnde den gote. Ok so en gat myt nenen munteren vF wesselers to rade, den
rad ^ den ze iw geuen , dat is ere beste vnde dat gemene ergeste. Ok so en
hebbet nenen vruchten vmme gebrek van suluer, de kopman is wol so hende,
al ^were dat sulupr in der heydenschop, he kan dat dar wol vt halen, wen he
^jrinen mach. Item, leuen vrunde, were dat zake, dat gy iw disses vorscreuen
groten schaden ichtes wes vorhalen wolden, so rade ik iw to der haluen wicht,
^it^ vnde drelinge, XII witte vp dat lot, tor wicht VIII schilling lodich, vnde
de lodege mark to kopende vor VIU mark, so beholde gy VIII schilling to lone^
vnde dat gelt vnde golt, dat geslagen is, dat latet gan na sinem werde, den
schiilling X penning, den sosling V penning vnde V clene penning vor den
^itt^n, so blyft dat vnvorbrant, vnde dat golt na syme grade. Ok welk man,
de rente gelt vtedan heft in disser munte, de neme sodanich gelt vor vul,
alzo he vtedan heFt, oFte he do vorboet den sosten penning. Vnde isset gy
^l<los don, so vorhoge gy iuwe mark den sosten penning, dar gy doch den
drudden penning gevalien hebben, dar gy suluen den meisten schade van
hebben in iwer rente, dar gy in vortiden hebben suluer pennynge vtedan,
^^^ bore gy koppergelt wedder vp, aldus so vordeue gy iw vnde iwe vnder*
^^^en.i geistlik vnde weltlik, de myt vele geldes moten luttik gudes kopenj
^^t maket de archeit. Were dat gelt gut, so geue men luttik geldes vor
vele gudes, vnde wat stede oFte lant, dar gut gelt genge is, dar wil de kop-
(Han gerne wesen myt syme gude, vnde wor gut gelt is vnde vele gudes
vnde vorkerynge.1 dar is bergynge vnde rykedum, rechticheit vnde vrede is
S^t in alien steden. Leuen vrundes, al wo gy don, so en vorgetet jo des
756 (Nach 1424.)
bandes nycht. Got sterke iwe suntheit myt der wisheit, also dat gy myt em
ewich werden vro.
Iwe truwe vrunt.
Aufschrift: Den erwerdeghen vorsichtighen beren borgbermeisteren vnde
rad der stat Lubeck kome desse bref myt heyle etc., mynen leuen vrundem -
Ncuih dem Original auf Papier. Ohne Siegel,
Die dlteste Bursprake. 0. J. (Vor i421.y
De bursprake to sunte Jacobes daghe.
Wefite, gbelouet si Got, scone vrucbt gheoghet vppe deme velde, so
bedet desse heren deme leddighen voike, dat se sik maken vt der stat vndc
helpen, dat dat korn inkome, wente vunden se alsulker lude wat in der stal^
se wulden se vtdriuen laten mit den vronen.
Vortmer, wente grot scade schut vppe den garden, vppe den wiscben
vnde an dem korne vppe deme velde, so bedet desse heren vnde warnet eno
iewelken, dat he sik darvore beware, wente wert dar we mede begrepen, d^
dar scaden doyt, se willet dat richten like dufte in sin hogheste.
Vortmer, wente it ouele steit beyde to lande vnde to watere, so warned
desse heren enen iewelken man, dat he to se, wor he henne the, vnde dat b^
also vare, dat he mit ghemake vnde mit gnaden moghe wedder komen, vnde
dat malk sin bus also beware mit spise vnde mit wapenen, oft desse herers
dat besen laten, dat se dat also vinden.
Spdter hinzugefiigt: Vortmer bedet desse heren bi liue vnde bi gude, dak
nyment kope edder hantere gerouet gud edder zedriftich gud.
Spdter hinzugefiigt: Vortmer bedet desse heren bi liue vnde bi gude, dak
nyment den vitallienbroderen stade noch hulpe don schal in harnsche, if*
vitallien, noch in nynerleye sake.
1) Die Bursprake ist in derjcnigen schonen nnd klaren Majuskel geschrieben, die Jahrhunderte Uog imOe'
brauch war, so dass in diesem Falle die Handscbrifl keinen s^chluss auf die Zeit der Abfassong foliast I^
Bpraobe weist auf das vierzehnte Jabrbundert und wobl scbon auf die ersten Decennien desselben bin. Dais'
dessen nnter den am Scblusse in Randbemerkungen genannten Personen zwei Mftnner Torkommeo, die 14S1 starbeiH
Reyner von Calven und Tidemaun .Tiinge, so ist anzunebmen, dass die bier mitgetheilte Aafseicbnang nicht Ttd
frtlber gemacbt ist, wenn sie gleicb ohne Zweifel an ttltere Abnlicbe sicb anscbliesst. 6ie konnte daher nieht Mbtf
gegeben werden. Die Bursprake wird in eincm Scbreiben der Stadt Hamm an den Ratb von Liibeck achon }Vit
als eine iiblicbe Einricbtung erwUhnt. (Liib. Urk.-Bucb Bd. 11 JW 98.)
(Vor 1421.) 757
Vortmer, wente nii de thyt logheyt, dat vnse borgere to Scone willen
en vnde dar bedoruet enes houetmannes vnde enes voghedes, so hebbet desse
ren den bedderuen man N. dar sat to ereme voghede vnde biddet vnde bedet
e vnsen borgheren^ de dar komen, dat se erne horsain sin vnde erne bistan
alien noden. Were welk de des nicht ne dede^ desse heren wulden dat also
hten, dat it en ander bewaren scolde.
Vortrner bedet desse heren den ghenen^ de herinc solten willen, dat se
1 maken enparich, alse vor beyden bodemen vnde middene allike gut, wente
des nicht ne dede vnde wert it bevunden, se willet dat richten like valschem.
Vortrner bedet desse heren den ghenen, de gheste pleghen to holdende,
se sen, wene se herberghen, also dat de wert des gastes nicht vntghelde.
Vortrner so ne seal nen gast stekemest noch wapende dreghen vnde de
rde de warnen ere gheste, dat se ere wapen in der herberghe laten, wente
Ik gast se drecht, desse heren willet sinen wert panden laten vor dre
rk sulueres.
Vortrner, wente, louet si Got, gut thyt is, so bedet desse heren den
:keren vnde den bruweren, dat se backen vnde bruwen na der thyt, vnde
I bertepperschen, dat se vulle mate gheuen.
De bursprake to sunte Mertines daghe.
Desse heren bedet eneme iewelken manne, dat he sin hus also spise
korne vnde mit wapene, ofte desse herren dat besen laten, dat se dat also
den, dat it bewaret were.
Wente de lant ouele stat, so bedet desse heren enem iewelken manne,
he se, wor he kere, ride, vare edder ga, dat he mit ieue wedder to
kome.
Desse heren bedet den werden, dat malk se, wene dat he herberghe,
^ dat de wert des gastes nicht vntghelde.
Desse heren bedet ok den werden, dat en iewelk wert sine gheste warne
e en segge, dat se ere stekemeste vnde wapene in der herberghe laten ^
de dar ieman mede begrepen, desse heren wulden den wert panden laten
dre mark sulueres.
Desse heren bedet, dat., we to der wachte ghevoghet wert, dat he des
ndes bethyden vppe de wachte ga vnde des morghenes, wanne it dach is,
ga; breke dat ieman, dat wulden desse heren richten.
Vortrner bedet desse heren eme iewelken, dat hir nement reyen ofte
I seal bi nachte edder bi daghe mit vorbedeckedeme antlate; we dat dede,
758 (Vor 1421.)
deme willet de heren nemen teyn mark sulueres; hadde he des an deme gbelde
nicht, he sculde dat beteren an deme, dar he it ane hadde. Dar sint auer
de dre daghe to vastelaiiende vtghenomen.
Wente gi dat wol weten, dat wi in desseme iare in groter koat hebbet
gheseten vnde noch sitten, so sint desse heren des to rade worde(n), dat se
en scot setten willen vppe sik suluen vnde vnse menen borgheie, also dat en
iewelk seal gheuen van der mark suluers . . penninge, vnde willet darto
voghen ere ratmanne, de dat scot vntfan scolen, vnde bidden vnde bedet
eneme iewelken, dat he dar willicb to si vnse sin scot bringe vor Winachteo.
Desse heren bedet eme iewelken, dat he ene houesche munt hebbe vppe
heren vnde vorsten, vppe riddere vnde knapen vnde papen, vppe lant vnde
stede. Worde dar ieman ane begrepen, deme wulden desse heren tein mark
sulueres nemen ^ hadde des an dem ghelde nicht, he scoldet darmede beteren,
dar he it ane hadde.
Wente vnse here Got redelike tyt vorlenet heft, so bedet desse beren
den beckeren, dat se backen na der thyt, vnde den bruweren, dat se bruwen
na der thyt, vnde den bertepperschen, dat se vulle mate gheuen.
De bursprake to sunte Thomas daghe.
Wente hyr nv en grot here hochtyt togheyt, so bedet desse heren
eneme iewelken, dat he bi nachte vnde hi daghe houesch vnde tuchtich si in
kerken, vppe deme markede vnde in den straten; wente, worde dar iemao^
mede bevunden, de dar vnstur dreue, desse heren wulden dat also richten'»
dat it en andere sculde bewaren.
Vortmer, desse heren bedet eneme iewelken, dat he ene houesche inun^
hebbe vppe heren vnde vorsten, vppe riddere vnde knapen vnde papen, vpp^
land vnde stede. Worde dar iemand ane begrepen, de dar tieghen dede, dein^
wulden desse heren teyn mark sulueres nemen; hadde he is in deme ghelde*
nicht, he sculde id darmede beteren, dar he id ane hadde.
Desse heren bedet den werden, dat malk se, wene he herberghe, also^
dat de werd des gastes nicht vntghelde.
Vortmer so ne seal neman, burgher noch gast, stekemest noch wapeo^
dreghen, vnde de werde de scolen warnen ere gheste, dat se ere stekemeste
vnde wapene in der herberghe laten; wente, welk gast se drecht, desse heren
willet sinen werd panden laten vor dre mark sulueres.
Desse heren bedet den ghenen, de to der wachte ghevoghet werdet,
dat se des auendes betyden vppe de wachte gan vnde des morghenes nicht
(Vor 1421.) 759
ne gari ^ id en si dach; breke dat iemend, dat wulden desse heren
hten.
Vortmer so danket desse heren den ghenen, de alrede scoten hebbet,
le willet dor ghernakes willen ere ratmanne to derne scote sitten laten vor
r hochtyt desse dre daghe al vt, vnde bedet den ghenen, de noch. scheten
)len^ dat se ere scot brenghen vor der hochtyt^ wente na der hochtyt willet
panden laten.
Wente Got, des he ghelouet si, gude tyd vorlenet heft, so bedet desse
ren den beckeren vnde den bruweren, dat se backen vnde bruwen na der
, vnde den bertepperschen, dat se gheuen vulle mate.
De hursprake to sunte Peteres daghe in der Vasten.
Wente hir en tyd togheyt, dat en iewelk sik reden wil, to seghelende
der se, so willet desse heren vnde bedet enemo iewelken nianne, dat he
bus also beware rnit korne, spise vnde mit wapene, ofte desse heren dat
ien laten wulden, dat se dat bevinden, dat id bewaret si; vnde wente id
3le steyt* beyde to lande vnde to watere, so biddet desse heren enen iewelken
n, dat he se, wor he kere, dat he mit leue wedder kome.
Spdter hinzugefugt: Vortmer bedet desse heren, dat nyment den vital-
*en stade noch hulpe do in vitallien, in harnsche edder iergen ane, bi Hue
ie bi gude.
Spdter hinzugefugt: Vortmer bedet desse heren. dat nyment bi liue vnde
gude kope edder hantere geroued gud edder zedriftich gud.
Spdter hinzugefugt: Vortmer bedet desse heren, dat eyn yewelk sin
ot bringe vor Palmen; we ok dat aicht en dede, de scholde dobbeld
ot geuen.
Vortmer bedet desse heren, dat malk se, wene (he) herberghe, dat de werd
gastes nicht vntghelde, vnde wente hir vele leddighes driftighes volkes is,
weme iemande misduchte, den seal he vpholden vnde bringen ene vor
se heren.
Vortmer vorbedet desse heren, dat neman, noch borgher noch gast' ne
I stekemest noch wapene dreghen vnde de werde scolen warnen ere gheste,
se ere stekemeste vnde wapene in der herberghe laten. Worde dar ieman
de begrepen, desse heren wulden den werd vor dre mark sulueres panden laten.
Vortmer bedet desse heren eneme iewelken, dat he enen houeschen
nd hebbe vppe heren vnde vorsten, papen, riddere vnde knapen, vppe land
1) Die Worte neman noch borgher noch sind spftter darchstrichen ond crsetzt durch dts einEige nyD«
760 (Vor 1421.)
vnde stede. Worde dar iemend ane begrepen, deme wulden desse heren teyn
mark sulueres neinen; hadde he des an deme gelde nicht, he sculdet darinede
beteren, dar he id ane hadde.
Desse heren beden^ we to der wachte ghevoghet werden, dat se des
anendes betyden vppe de wachte gan vnde des morghenes nicht af ne gan,
id ne si dach; breke dat iemande, dat wulden desse heren richten.
Vortmer danke wi vnsen borgheren ghemenliken, dat se vns horsam
vnde beqiieme ghewesen hebbet, vnde mochten desse heren vele gudes ghedaa
hebben, dat vnsen borgheren nutte ghewesen hadde, dat hadden se gherne dan.
Vnde wente id en sede is, dat sik de rad nv plecht to vorwandelende^
so willet iv desse heren nomen, de den rad besetten scolen, else hern N, heri^
N, hern N. ' vnde hern N, vnde beden ereme iewelken bi teyn marken sulueres
noch tauende vppe dat nedderste hus vnde morghene vppe dat ouerste bas^
vnde dat se den rad setten, alse id vnser stad nutte si.
Wente vnse here Got redelike tyd vorlenet heft, so bedet desse herei)
den beckeren etc.
Nach dem Original auf seeks Per</amentbldUern, welche in einen Umschiag von weissem Pergament eutft-
heftet sind,
]»€€IiX:XXIV.
Kaufmanns(yrdnungm
1.
(jhi erbaren heren in dem rade ghemeenliken. Wy olderlude bi der
Trauene, dar ghi vns to ghesat hebben van des kopmans weghene, begberen
iuwes wisen rades, also des meynen kopmannes ghebreke is, wente id vns vnt*
wassen is, dat wij des nicht vntrichten kunnen sunder iuwe hulpe vnde iuwes
wisen rades, alse hirria ghescreuen steyt.
To deme ersten male so kdpet de ammetlude like deme kopmanne vnde
kdpen mere, dan eres amptes notroft is, vnde verkopet dat weder like deme
copmanne^ des se van oldinghes nicht ne pleghen to donde.
1) Anstatt dor Namensbezcichnuiig N sind auf der einen Seite des Blattes gesohrieben die Namen herYordes
rieskow her 7'ideman Jungc vnde her Albert tor Brugge, also nur drei nicht vier. Auch diese Namen siod daidi'
strichen und an der andern Seito des Blattes am Kande stehen undarchstrichen die Namen her Cord Brekewolii'
her Reyner van Calven vnde her Marquard Bonhorst Diese Namen und die oben als spHter hinzugef> bemei^
SUtze sind von einor und dcrselbcn Hand gesohrieben.
(Vor 1421.) 761
Ok so kopet de hddekere b6dikholt vnde waghenschot to der Ham-
oher behoef vnde nemed dar bate af.
Vortmei.) also vro alse hir een schip konipt bi de mflren mit holte, so
et de Hamborghere dat holt^ ere id sine rechten tijt gheleghen heFtj wanne
) en hir schult vmme ghift, so seggen se, se hebben dat gAt ghekoft, ere
id hir in den marked komen is; dat dunket vns een vorkoop vnde der
^nen borgher schade. vnde id en heft ny ere ghewesen.
Vortmer, de ostervarer, de hir komen mit vlasse, de tobreket vate
e boghen vnde vorkopet dat vlas bi lijspunden vnde bi haluen lijspunden,
> dat de meynen borghere darouer claghen.
Vortmer, alse van deme tere vnde van deme peke de handelunghe plach
t^esende bi deme kahuse^ de is ni^ tusschen der Menghenstraten vnde der
nenstraten, dat deet dar verdrete deme kopmanne.
Vortrner, wanne hir gut kumpt van der zee, dat werdet decke bevor-
det in deme schepe, ere men dat opschepet. Des hebbe wij wol vornomen,
id van oldinghes eyne plichtsede heft ghewesen, dat men neyn ghut bevor-
*den en scholde, ere id to h'gghene queme binnen de mfiren. Desse vor*
euene stucke is een ghebreke der meynen borghere vnde des nieynen kop-
nnes. Des beghere wij iuwes wisen rades, wo wij dat holden schulien, dat
vns daran bewaren.
Vorlmer. de dreghere vork6pet der Hamborgher ghut vnde k6pet en
ier ghflet weder.
Vortmer kompt vns claghe ouer den weghere vnde is een openbare
g, dat he een koopman is van allerleye ghude vnde wecht sik suluen in vnde
vnde heft darto knechte, de mit der suluen handelinge vmmeghat, vnde
en weten nicht, wer se borghere sijn ofte nicht, des gheliken se bi see-
ande neynerweghen don en m6ten.
2.
lo merkene is dat, dat van der gnade Codes vnde der heren, der rat-
n, di nu sin vnde ghewesen sin, di meyne copmanne des nabescreuen rechtes
le der olden wonheit hebben ghebruket, also dat alle die bAden bi der
uiene gheleghen van deme orde der Menghenstraten wante to den stouen
der Brunstraten, sint gheleghen tu der nut des meynen copmannes, also wol
»te also borghere, de dar komen von deme mere dat gantze jar; also dat
^ne, den di boden tuhoren, na der tid, dat si di boden vordan hebben vnde
96
762
di slothele wech gheantwort^ nicht en moghen vercopen ore gut in den sulu^n
boden binnen der tid, dat der gut darinne si, di si ghewunnen hebben; ^o
wanne si ouer die buden vpghesecht hebben, so moghen di ghene, den ^j
buden tuhoret, darin vorkopen ore gut, also siden vieyssches, di dar hanghe n,
bocherlope, tuey kap vlasses tusamene, en tubreken, dat andere gantz, talch
an stuken, watmal vnde nicht ander gut, dat si wo ghedan dat si^ wi tiir
teghen deit, de weddet dri mark suluers.
Vortrnere, eyn borgher, di da copet gut in den buden oder bi dor
Trauene, di schal dat gut des suluen daghes laten dreghen vt den buden odor
von der Trauene, vnde darsuluens mach he dat nicht vorcopen, he en maghet
ok tu handes nicht anderwerne iathen dreghen in den boden oder bi der
Trauene to vercopene, bi dren mark suluers.
Vortmere, welich borghere heft gut ghebrocht ouer di se, oder erne
dat ghesendet is von sinen cumpanen, di mach dat gut laten dreghen in die
boden oder bi der Trauene, vnde dar vorcopen na sinen willen.
Vortmere, welk borghere cofthe copmanne gut, oder sich bode tu denne
gude to copene buthen der mure der stad, di schal wedden dri mark suluers.
Vortmere, welk borgher sich nelet tu der gesthe gut, so wanne men
dat in di stad dreghet, also dat he dat gut rdret met der hant, oder helpet
dat gut aue boren von deme rucghe, oder von der boren der dreghere, also
dat he wil negher dat gut sin tu kopene wan en ander, di weddet dri mark
suluers.
Vortmere, welk borgher let sinen knapen oder eynen dregher oder eynen
andern vplosen eynes gastes gut sunder sinen willen vnde vfllbort vnde hell,
di borgher weddet dri mark suluers.
Vortmere, ofte borghere deden gesten in den boden oder bi der
Trauene vnghemake, tu dringhene oder tu stotene sik vmme dat gut tu kopene.
der wedden eyn ihewelik dri mark suluers.
Vortmere, tuey borghere vnde nicht mere, moghen tusamene eynen cop
kopen, is der ouer mere, de weddet eyn ihewelck der kopere dri mark suluers.
Vortmere, ofte tuey borghere sin ouereyn komen, eynen kop tu kopene,
dar si aue ghan vnde doch nicht kopen, mer si Iathen vnde setthen dar
andere kopere bi, tu oren vromen vnde nflt tu kopene, dat is also eyn be*
kummeringhe vnde eyn hindernisse des gudes, dar scholen die irsten vnde^
lesten eyn ihewelik wedden dri mark suluers.
763
(Vortmere, oft eyn niekeler oder eyn dregher brenghet eynen gast to
»ynes gastes gude, dat en si also, dat dat gut si dar besin tu vorne dri daghe
rnvorkoft, di weddet dri mark suluers.)'
Vortmere.^ neyn borgher mach sik vnderwinden tu vercopene gut eynes
pastes, di dar theihenwordich^ is vnde ghesunt, sunder sine vAlbort, deyt he
»uer dar bouen, he weddet dri mark suluers.
Vortmere, neyn knape, di sinen herren voighet, oder di erne sine cost
eydet, mach kopen mit sinen herren oder met eynen andern gut, dat bether
i, wan ene mark suluers, bi der buthe, di vorghescreuen is.
Vortmere, bi der Trauene oder in den boden schal man neyn want vor-
open noch cremerlich gut bi der buthe vnde deme wedde, also hir vor-
hescreuen is.
Vortmere, neyn borgher mach kopen hude oder vel ghedroghet, si sin
hesolthen oder nicht, di he darna mach wek maken vnde anderwerue drughen,
an also he si kopet, also schal he si wedder verkopen; deyt he des nicht,
e weddet dri mark suluers.
Vortmer, dat nen gast mach kopen nenerleye gdt van gaste, id en
ebbe leghen achte daghe vnde si beseen achte daghe vnvdrkoft, bi dren
darken syluers.
Vortmer^ dat nen borghere noch wert en mach kopen enes gastes gfit
hA enes gastes behof^ id en hebbe sine rechten thyt vte gheleghen, alse achte
'aghe, alse hirvore bescreuen steyt.
Vortmer, nene mekelere scolen wesen bi der Trauene bi des stades
^oninghe. mer van haringhe vnde van korne, vnde de mekelere seal neman
^rthd setteri, wenne de kemerere, vnde wo se en dat beuelen, also scolen se
^t holden, bi dren marken syluers.
AUe desse vorbescreuenen stucke scolen stan vnde bliuen, also alse se
irvore bescreuen stat, beholden den heren^ dat se se vorbeteren^ wenne id
<k g(it dunket.
lo deme ersten schal nen man opene kellere holden, he en si
orgher edder he hebbe borgherghelt, vnde dar nenen gast doent mede ane
1) Dieser Satz ist durchstrichen and am Bande bemerkt: vaoat Daa acheint bei einer Reriaion geachehen
^^ sein, bei welcher die Utzteo vier Sfttse hinsugeftlgt warden.
2) gegenwftrtig.
96*
764
to hebbende, by broke, vtghenomen de Norenberghere, de inoghen keilere
holden, alse se van oldinghes gheholden hebben.
Vortmer, weik ghast hir gdt bringhet in vnse stad, de gast schal dat
ghut slan in zines werdes bus edder in enen keller, vnde den keller nicht
opene to holdende, he hebbe koplude darinne, vnde wanne de koplude vtgban,
so schal he den keller wedder tosluten, vnde wat he darinne to vorkopende
heft^ dat inach he vorkopen na der stad rechte, vnde wat ghut de ghast vor-
koft van ghewichte^ dat schal he weghen laten vp der stad waghe.
Vortmer, were dat jenighen borghere gheste gud zand worde, de borgher
schal dat gud verkopen alse gheste gud, vnde holden dar nene opene keliere
mede anders, wanne hirvore schreuen steid.
Vortmer.^ were dat jenich borgher vorghenclik gud hadde, alse vighen^
rozinen, mandelen ofte des ghelik, vnde dat vorkopen wil anderswor, wenne
in zime hus edder in syneme keilere, de schal dat vorweruen vor deme rade.
Vortmer, welk ghast hir vlas in vnse stad bringhet ouer ze, de ghast
schal dat also vorkopen, alse he id ouer z§ bringhet, by helen vaten, it zi
groet efte klene, vnde by helen kappen; vortmer, were dat deme ghaste ?Ias
nat worde vp der ze, dat he bewizen mach, de mach dat vat openen vnde
droghend vnde verkopend by Vlyspunden vnde nicht myn, vtghenomen de junghen,
de moghent vorkopen, alse se id ouer z^ bringhet, id si klene edder groet.
Ock beghere wij, welk wegher de waghe heft vp den markede efte by
der Trauene, dat de neyn gud van ghewichte noch en kope edder vorkope^ he
ofte zine knechte, efte nemend, dar he selschap mede hebbe, ane alsodane
gud, alse erne de rad dartho gheorlouet heft.
Ok beghere wij, dat de wegher nene knechte vppe der waghe en hebbe
to weghende, ze en hebben eren eed dartho ghedaen, vnde en zin also mflndicb,
dat men en eres edes ghelouen moghe.
Dorch nut vnser meynen borghere so hebbe wij borgermestere vnde
radmanne der stad Lubeke geset vnde geramed, mit endracht der borgere,
aldus to holdende in aller wise, alse hirna screuen steyt, also van alle deiue
gude, dat van der zee kumpt, dat men bandelet to kopen vnde to vorkopende
twischen der Mengenstrate vnde der Enghelsohen groue^
Int erste alle tunnen gud, dat ouer zee kumpt, dat en schal neman
kopen efte vorkopen, id en zij gekomen bynnen der stad muren, vnde schal
765
r licgen to der borgere behuff dre dage^ er dat jenich gast kopen mach;
) hir enteghen dede^ de schal wedden III mark suluers vnde dar nicht van
latende.
Item nyman seal hering kopen edder vorkopen, he en sij gekomen
rnnen der stad muren, sunder wen de hering gesand werd ouer zee. edder
i ene snhien brachte, de mach wol b6rt ouer b6rt schepen to siner behoff
ide nemend deme anderen to gude^ sunder jenigerieye argelist, bij dren
larken suluers vnde dar nicht van to iatende.
Item so en schal nyman hering vorkopen anders, den bij deme namen,
ir he gesolten is, bij X mark suluers vnde dar nicht van to latende.
Item so enschal nen mekeler hering noch ander gud, dat ouer zee
Limpt, entfaen to vorkopende nymande to gude, bij III mark suluers.
Item so enschal nen mekeler, de gud vormekelen wil, kop maken, he
n bringe mund tegen mund, bij III mark suluers.
Item so en schal nymand korne kopen in den schepen, dar dat mede
iier de zee kumpt, men dat korne seal men scheten in den praem, dar schal
at liggen III werkeldaghe to der borger behoff, er dat ienich gast kopen
'hal, vnde nen borger schal dat kopen bynnen den dren daghen to der geste
ehoff, sunder ienigerleye argelist, bij III mark suluers vnde dar nicht van
> latende.
Item, des gelijk seal men dat holden mit deme mele, bij den suluen
edde van III mark suluers.
Item alle bodikholt, dat ouer zee kumpt, dat seal licgen dre dage to
•s ammetes behoff*, er dat jenich borger koft,' vnde nen bodeker en seal
Br holtes kopen, den he behoued to sines selues bile vnde to sines gesynnes,
de nen gast enseal van gaste kopen dat holt, id enhebbe gelegen in dem
)rkede VI dage, bij III mark suluers vnde dar nicht van to latende.
Item alle ander holt, aizo delen, knarreholt, waghensehot, latten, seal
gen in dem prame dre dage to der menen borgere behoff, er dat ienich
St kopen mach, vnde koft dat ienich voerkoper bynnen den dren dagen, de
al dat in dem prame laten licgen dre werkeldaghe to der menen borger be-
ff vmme den penning, dar he dat vmme gekoft heft; ok so enschal dat
lue gud nen borger kopen to der geste behoff bynnen den dren dagen,
nder jenigerieye argelist, by III mark suluers vnde dar nicht van to latende.
1) Diese Bcstimmung ist 1440 in die Amtsrolle der Bdttcher aufgenommen und sie dnd im Besitz der Ge-
ihtflame geblieben, so langc das Amt bestanden hat.
766
Item alle ander gud, dat ouer zee kumpt, dat ghesten toh6rd efle
borgeren gesand werd, id sy ruwar efte veetgud efte game efle welkerleye
dat sij, dat enseal nenian kopen^ er dat bynnen der stad muren kumpt, sunder
dat seal liegen III dage to der rnenen borgere behoff, er dat ienich gast kopen
mach, bij 111 mark suluers vnde dar nicht van to latende.
Item were jenieh man, de hir borger were, vnde kopslagede hir mit
anderer borger ghelde van anderen steden, to vorevanghe vnser borger, de
seal dat wedden mit X mark suluers, alzo vakene also he dat dede, vnde dar
nicht van to latende.
Item so ensehal neman holt eFte delen bij der Trauene stan laten to
vorkopende bij der muren van sunte Jacobes dage an wente to winachten,
bij III mark suluers.
Dit schal stan vppe des rades vnde der borgere behach.
No, 2 und 3 nach dem dlteaten Wettebueh, No. 1 und 4 nttch Aufzeichnungen auf iosen Bldttemf So. 1 9MJ
Papier^ No. 4 auf Pergament
NachtrUge.
I»GCIiXXXV.
Rath von Lubeck ersucht den Burgermeister Schreye und den Rathmann Lange
in Hamburg^ dahin zu wirken, dass eine von dem Konige (Alhrecht von
Schweden) vorgeschlagene Zusammenkunft angenommen werde. 0. J.
(1402.) Aug. 6.'
Honorabilibus et discretis viris, donn'rns Marquardo
Schreyen, proconsuli, et Hermanno Langen, con-
suli Hamburgensibus^ arnicis nostris dilectis.
Y runtlike grute touorn. Leuen sunderghen vrunde. Juwen bref an vns
and niit dem inbeslotenen breue des koninges hebbe wi wol vornomen,
alse he scrift mank anderen reden, wo he der sake gerne ende hadde^
wanner gi em vnbeden, dat gi to Boyseneborg wesen willen^ so wil he
schedeslude dar gerne ieghen iuw senden etc. Des bidde wi iuw, leuen
Je, dat gi midenander darvmme spreken vnd vnbeden, dat gi denne mit
I schedesluden ramen beleghelker stede vnd tid^ dar malk bibringen
le, de erne darto behuiT sin^ vnd vns dunkt, dat me den dach lede to
lorpe, dat were vns wol bequeme in beyden syden, wente he mid den
mochte wesen vppe der enen siden, vnd wi mit den vnsen vppe der
ren syden des landes, alse dat me to schepe twisschen vns degedingen
ite. Leuen sundergen vrunde^ wi bidden iuw vruntliken^ dat gi iuw des
vordreten laten vnd spreken mid den anderen vnd arbeydent to enen
alse gi erst konen, dat wille wi gerne vorschulden und des iuwe vrunt-
antwerde. Sijd Gode beualen. Gescreuen vnder vnsen secrete in sunte
dage.
Consules ciuitatis Lubicensis.
NcKh dem Concept auf Papier,
) Die Erw&hnung des Ortes Zweedorf macht es sweifellos, dass die Yerhandlung die Steoknitz-Angelegenheit
Aach hatten nach den Hamburger K&mmereirechniuigeD» Bd. 9. S. 8. die Rathm&imer Marquard and Albert
I im J. 1402 eine Sendung versus Boyzeneborg obyiam regi Suecie.
768 1402. Oct. 22.
Der Rath v^on Liibeck urkundet iiber die von ihm gegen die Herzoge von Meckl^n^
burg Albrecht III., Konig von Schweden, und Johann IV. eingegangerien
Verpjlichtungen. 1402. Oct. 22.^
Wi borgermostere vnde ratirianne der stat Lubeke. Bekennen vnde
betugen in dessem vnsen operien breue, dat wi vns vruntlikeri vnde lefliken
vordregen vnde voreiiiget hebben vni alie scheiinge^ vnwillen, schaden, niariinge
vnde tosprake, de wi hat hebben bet in dessen dach niit den hochgebornen
fi'iirsten vnde heren, hern Alberte, der Sweden vnde der Goten kuning, vnde
hern Johanne, hertogen to Mekelenborch, greuen to Zweryn, to Rostoke vnde
Stargarde heren, van des grauen grauendes vnde waters wegene^ dat de Deluene
geheten is, vnde vort vrn alle andere sake, de wi iengerleyewijs hebben
mochten to den irbenorneden heren, vnde sundergen vni der maninge vnde
gheldes willen, de wi to vnsen dele to en hadden van des Stokholmes wegen;
welker schelinge, sake vnde ansprake wi an beyden siden gentziiken to ende
bleuen weren bi dern erwerdigen in Gode vadere vnde heren, hern Detleue,
bisscop to Ratzeborch, de vns darane an mynne vnde vruntscop degher vor-
schedet, vorsonet, vorliket vnde voreenighet heft, dat wi vor vns vnde vns^
nakomelinge annamet hebben in ailer wise, alse hir nascreuen steit. Tom
ersten scullen de vorbenonieden heren^ ere eruen vnde nakonielingen hebben
ses Lubesche penninghe van iewelker last zoltes, de vp dem vorscreuenen
grauen voret wert, to ewigen tiden, vnde anders nicht. Vnde wi vnde vns^
nakomelinge willen vnde scullen den grauen vnde water vorscreuen, lude, gud
vnde schepe, de vp dem grauen varet, beschermen, vordegedingen vnde be-*
vreden helpen, alse wi truwelikest konnen, sunder alle list; vnde hir mede scha I
alle ansprake vnde schuldeginge van des granen grauendes vnde waters wegen^
vorscreuen, de se to vns edder to anders allesweme hat hebben edder hebbei^
mochten, nedderlecht wesen to enen gantzen ende, alse dat wi vnde vn5«
nakomelinge dar nummermer vp saken scullen, vnde wi scullen des graueti
vry bruken to aller vnser nut vnde bequemecheit, alse dat steit tuschen de**
herscop van Sassen, eren eruen vnde nakomelingen, vnde vns. Vnde weri*
dat wi vnde vnse nakomelinge mit der herscop van Sassen, dat God vorbede?
to iennigem orloge, veyde vnde twedracht quemen, dat enseal dem suluen
grauen, luden, gude vnde schepen, de vp dem grauen sind, to nenen schaden J>,
efte vorvange komen edder wesen van vnser wegen. Vnde wi vnde vnse
1) Vgl. Bd. V M 06— 58.
: .1
1402. Oct. 22. 769
«
omelinge en willen noch en sculien der herscop to Mekelenborch vnde der
1 ergeste efte schaden nenerleyewijs weruen efte weten noch ere vyande
en efte husen efte en gunst bewisen efte in vnsem gebede laten edder
len^ wor wi dat weten vnde keren konnen. Vnde wi^ de vnse vnde vnse
omelinge en willen noch en sculien der vorscreuen heren, erer eruen vnde
oinelingen viande dor vnse landweren mit willen vnde witscop nicht latenj
e werit. dat vns to wetende worde, dat dat jumnient dede vnde mit macht
vnse landweren breken, dat wille wi vnde sculien en enbeden, alse wi
Ikest konnen. Vnde wi vnde vnse nakomelinge willen vnde sculien der vor-
'uen heren^ erer eruen vnde nakomelingen vndersaten, eft des not dede^
beschermen efte vordegedingen helpen lijk vns suluen vnde vnsen egenen
geren, vnde de meene strate in vnsem gebede helpen bevreden, alse wi
t konnen^ dat ere vndersaten nicht beschediget werden. Vnde werit^ dat
lich herre edder gud man tosprake efte sculdeginge hadden to den vor-
^uenen heren, eren eruen vnde nakomelingen, de sik nicht an rechte wolden
en laten, vnde wi vnde vnse nakomelinge nicht mechtich weren se to vor-
ende, so sculle wi se vorbidden, efte se des van vns begerende weren, to
heren, de den heren beseton sind. des de gude lude ere manne sind, dat
jen vorscreuen heren vngemakes vordregen. Werit ok, dat God vorbede, dat
'orscreuen heren, ere eruen vnde nakomelingen, vnde wi vnde vnse nakome-
e twedrachtich worden, so sculien se vnde wi vnser vrunde darto bruken
e vorsoken, dat me dat vruntliken henlecge. Ok alle andere breue, de se
vns vnde vnsen vorvaren, vnde wi van en vnde eren vorvaren hebben,
len dessem jegenwardigen vnsem breue to nenen hindere efte vorvange
en, sunder se sculien mit dessem iegenwardigen breue bi erer vuUer macht
en. Alle desse vorscreuen stucke vnde een iewelk bisunderen loue wi
^ermestere vnde ratmanne der stat Lubeke den vorbenomeden heren, hern
?rte, der Sweden vnde der Goten koning, vnde hertegen Johanne, eren
&n vnde eren nakomelingen stede vnde vast truwelken vnde vnvorbroken to
gen tiden to holdende sunder alle list vnde hulperede. Vnde des to orkunde
e vuider bekantnisse hebbe wi vnse ingesegel an dessen bref hangen laten
witscop vnde wolberadenen mode. Gegeuen to Lubeke, na Godes bord
ent veerhundert vnde in dem anderen iare, des Bondages na der Eluendusent
>ede dage.
Sctch dem wohlerhaltenen Original im GroBMhzgl. Gek,- und Haupt-Arehiv tu Sehwerin, An einem Pergament"
bande hdngt das groaae Luhische StadtsiegeL Daa LubeekUehe Arehiv enthdlt tine von dem Notar Peter
Sadelkow begiaubigte Abschrift aus dem Ende dee /un/gehnten oder demAn/ang dee eecheehnten Jahrhunderts.
97
770 (1406. Apr. 7.)
DCCIiXXXVlI.
Der Rath von Liineburg antwortet dem Sechziger - Ausschuss in Lnbeck auf etrten
Mahnbrief wegen Bezahlung von Schulden. 0. J. (1406, Apr. l.y
V risen vruntliken denst toiioren. Besunderen guden vrunde. Wetef,
dat de olderlude vnde ghildebrodere sunte Nicolaweses ghilde^ sunte Johans
ghilde, sunte Ghertrude ghilde vnd de boremestere vnd suifmestere to Lune-
borgh vns enen breeti' geantwerdet hebbet an se gesand, des ghelijk an vns
ok gekomen is een breff ynneholdende vmrne schulde etc., darvpp wi gik ant-
werde en beden van vnser vnd erer wegene. alse hijrna gescreuen is. Guden
vrunde, id is wol witlik, dat in ichteswelken tijden wi grote sware maninghe
vnd schaden leden vmrne schulde van den yennen, de vns darvmrne tosprekeri.,
des vordroghe wi vns niit fflrsten, heren, prelaten, landen vnd luden vnd
anderen vnsen naburen, dat wy darouer to hope qwemen, dar de erbaren rad-
heren van Lubeke mede weren vnd degedingeden mid endrachtiger vulbord
alle der, de dar weren, enen vruntliken ende vmme de vorbenomede schulde
to betalende na lude des recessus,^ alse men dar aff gheschedede, vnd wes
wi do den vorbenomeden radheren van Lubeke schuldich weren, dar hebbe
wy on afl bered vnd vns vruntliken mid on wol voi*draghen na lude des suluen
r*ecesses, vnd willen on noch also gherne vordan d6ri nach vnser moghelicheit^
so wi vurderst konnen vnd m6ghen, wes wi on noch darvan plichtich sin-
Vordmer', alse gi begheret, dat wi vordacht willen wesen, dat gy vns in vnsen
noden willich weren, leuen vrunde, des hebbe wi to mennighen tijden bedach*
wesen, wan des de ergenomeden radheren van Lubeke van vns begherend^?
weren, vnd danken gik gutliken darvore, vnd willen des io gherne bedach*
wesen, off wi icht d5n konden, dat gik to nuth vnd to gude komen mochte'y
wan de raed to Lubeke vorbenorned des van vns begherende weren. Ok hop^
wij, dat gik van desser voi'screuenen stucke wegen nener maninghe weddef"
vns to dfinde n6t en sy, went wi rechtes nicht en weigheren to donde vnd to
nemende. Sijd Gode bevalen. Screuen des mitwekens na Palmen, vnder
vnsem secret.
Consules Luneborgenses.
Aufschrift: Den wisen mannen sestich borgheren vnder ganszen meyn-
heid kome desse breeff.
A^acA dem Original auf Papier. Mit avfgedrucktem ^ groHStentheils erhaltenem SiegeL
1) Der Sechziger-Ausschuss bildete sich Michaelis 1405. Der Brief kaiin aaoh im J. 1407 geschrieben fei>*
nicht wohl 1408 mit Rficksicht auf Bd. V M 189.
2) Bin solcher Vertrag ist geschlossen 1401 Apr. 14. Urk.-Buch d. Stadt LOneburg Th. Ill J^ 1517.
I
1408. Mai 12. 771
IMX^LXJLXVIII.
alte Rath von Lubeck legt den Preussischen Stddten die Grunde dar^ die ihn bewogen
haben, die Stadt zu verlassen, bittetj den neuen Rath nicht anzuerkennen und
die Angelegenheit mit den ubrigen Stddten zu berathen. i408. Mai 12.
(jrute der vruntscop vnde leue vorscreuen. Leuen vrundes. Wy vor-
eri vns. dat jw lichte woi vorkoinen is, wo viiser dat meiste deel vnses
s to Lubeke sint dar ut gethogeri. Jodoch up dat juwe leue enkede in
varheit de sake irkennen moge, beghere wy jw to weten^ dat vnse borgere
n vns vake anzinnende vnde rneenden ok gensliken mit drange van vns
ebbende, dat wj se tolaten solden to deme kore vnses rades vnde ok to
en andern stucken, welke stucke doch vnwonlik vnde vns vnthernelik vnde
ogeiik weren to donde van vnser ede wegen, de wy dem hilgen Romischen
gesworen hebben; also sint wy vnune horsamrnes willen des hilgen Romi-
n rikes vnde vninie vnser vorscreuen borgere drenge to vorniyden dar uth
ogen, vnde hebben y overbodich gewesen vnde sint noch overbodich, niach
inland mit redelicheid ergen vmme schuldigen, wy willen em in des hilgen
ischen rikes houe edder vor alien vorsten, heren, steden, ridderen vnde
:hten, wo sik dat geboret^ allewege gerne to eren vnde to rechte antwerden.
weren de van Hamborgh vnde van Luneborgh bynnen Lubeke gereden vnde
oden vns dar to rechte, dar weygerden se vns rechtes, vnde hebben dar-
)ven eenen nygen rad gekoren vnder sik sunder vulbort des rikes. Worvmme
e wy jw, leuen vrunde^ dat gy de gene, de aldus sik mit vnrechter gewalt
en rad gedrungen hebben, vor neenen rad holden willen vnde ok van eren
len nicht holden willen, wente se vns boke der stad, ingesegele vnde slotele
eeldiget hebben, bet dat wy mit rechte hirouer sint vorscheden. Vnde
beren hochliken van jw, dage mit den andern steden hirouer to hope to
'nde, alse gy erst kunnen, vmme enes grotern argen, dat hirvan untstan
hte, tovormydenj dat wille wy gerne jegen juwe leue in tokomenden tijden
bliken vorschulden. Leuen vrunde. Juwe leue bidde wy mit gantzem vlite,
gy dat vor vns scriuen vnde beden willen, alse vorscreuen is, wente gy
ierliken sullen vnser to eren vnde to rechte gensliken mechtich wesen in
n stucken vorscreuen. Gescreuen vnder hern Marquard van Damen vnde
n Jorden Pleskowen ingesegel, der wy samentliken hirto bruken, int jar
CCCVIII, des sonnauendes vor dem sondage Cantate.
Sach einem dem Damiger Stadtbuch unter der Uebertekri/t: Sequitur littera antiquorum eonsuium civitatU
Lubicensis extra earn degentium communibus civitatibus ht^us terre direeta^ entnommenen Abdruck in
Koppmann, Hanaereeesse Bd. V No, 49$,
97*
772 (i40S). Jun. 22.
:»
Der alte Rath von Lubeck beglaubigt bet den in Calmar befindlichen Sendeboten
Deutschen Ordens den Burgermeister von Stralsund Wulf Wulflaim,
0. J. (1408). Jun. 22.
Den erwerdighen vnde vorzichtighen heren bedeghern vnde
anderen heren Dudesches orden des buses vnser Vrowen tbo
Jherusalem up den dacb tbo Calmeren vorgbadderd, vnsen
zundergben gbunren, kome desse breefip.
iJrote der vruntscbop vnde leue vnde wes wy gbudes vormogben
lutterken vorscreuen. Leuen beren vnde vrunde. Wy bidden ju myt gbantzem
vlyte, wen de erbare man, ber Wulf Wulflam, borgberrnester to dem Strales-
sunde^i jegbenwordigbe breeffwyser, van vnser wegben tbo juwer erbaren jeghen-
wordicbeit weruende wert, zekeren louen bebben willen, ef wy dat zuluen munt-
liken myt jv spreken in vnsen personen. Zyd Gode beuolen. Ghescreuen in
der Teyn duzent rittere dagbe, under bern Goswin Clingbenberges vnde hern
Marquard van Dame ingbesegelen, der wy samptliken birto bruken.
Radmanne der stad Lubeke nu ter tyd buten wesende.
Nach einem dem Original auf Papier mit zwei Siegeln im Staataarckiv zu Konigaberg entnommenen Abdrve^
in Koppmann, Hanaerecease Bd. V No, 308,
Die in Hamburg anwesenden Mitglieder des alten Raths machen dem Deutschorden^^
metster Ulrich von Jungtngen Mtttheilungen uber das Verfahren des neue^^
Raths und bitten um seine Unterstutzung , insbesondere um ein Schreibe^^
an den neuen Rath. 1409. Sept. 2.
Unsen otmodigen willigen denst mit erwerdicbeit vorscreuen. Erwerdig^
vnde grotmecbtige bere. Als wii nelkest juwer herlicbeit screuen, wo wi *
mit unser wedderpartie, de sik nomen de nye rad to Lubeke, vnde mit de^
menbeit darsulues vor des allerdorcbiucbtigisten vorsten vnde heren, bere^^
Ruprecbts, Romiscben konings, to alien tiden merers des ricbs, vnses gnediger^
heren, bofgerichte gekomen weren vnde vns dar togevunden ward, dat vns^
wedderpartie vns in vnse staed, erue vnde gud rouliken vnde vredesameliken^
seker vnses lyues vnde gudes, wedder setten scbolden, jodoch badde vnse
gnedige here vorscreuen enen vruntliken dacb udgesat hir to Hamborcb to
holdende vp vnser Vrouwen dacb assumpcionis negest geleden, darto he syn^
1409. Sept. 2. 773
baren boden wolde gesand hebben^ ok hadde he de stede darto vorbodet^
imp to vorsokende, oft me vns noch in vruntliken degedingen vorenigen
ochte^ welken dach de Liibesschen wedderboden vnsem gnedigen heren, dem
>ninge^ in erem breue, welkes breues copie vnse gnedige here vns sande in
neni breue beslolen^ welker breue vnde copie udscriffte wii jiiwer herlicheid
nden hirynne besloten, vnde also juwe gnade darynne wol vindende werd,
3 se vnsern gnedigen heren screuen, dat se vnde de borgere to Lubeke dat
so holden wolden, als van syner gnade ridderen geordelt were, vns wedder
tosettende, bynnen der tiid, als wi vns vormodet hadden, dat se deme so
Men gevoJget hebben, hebben se vns vnde vnse vrunde mit vnrechte vredelos
'lecht vnde vnse gud bekummerd vnde endels alrede genomen vnde also vns
^r stad vnde vnses gudes vorder unseker gemaket, vnde nademe alse vns
gevunden was^ dat se vns wedder insetten scholden, als vorscreuen is. Do
ard vns wedder togevunden vnnme schaden vnde koste, darumme wii se an-
ireken, wolden se dat to den hilgen sweren, dat se vns nicht genomen vnde
i nenen schaden gedan edder togevoget hadden, des mochten se geneten,
3rvor se auer nicht sweren wolden^ dat scholden se vns wedderlecgen in den
'gesten twen manden na der tiid des edes. Des ward de eet vpgeslagen up
n XXVIII dach des mandes Augusti negest geleden vmme des willen, eft de
untlike degedinge gan hadde, also vorscreuen is. Des quemen hir de genne,
n togevunden ward den eet to donde, vnde wolden den gedan hebben, dar
i to antwordeden^ wii hopeden, dat erst dem ordele vns intosettende vul
hen scholde, er wii plichtich weren de ede to nemende, vnde satten dat
it en vp recht, dat se vorleden. Hirane mach juwe herlicheit merken, dat
en bedrech is allend, darmede se jegen vns vmmegan. Darumme wii juwe
rlicheit denstliken bidden, dat gi vns to vnsen rechten saken gunstich vnde
rderlik sin vnde werdich sin wilien, vor vns an se vruntliken to scriuen, dat
vns don, als se van ere vnde rechtes wegene plichtich sind vnde en in
me rechten togevunden is to donde. Dat wille wii allewege gherne vor-
bulden tegen juwe grotmechtigen herlicheit, de God almechtich beware to
igen tiden ouer vns to bedende. Screuen vnder her Goswin Ciingenberges
de her Marquardes van Damen ingesegeien, des wii sament hiirto bruken,
s negesten dages na Egidii, int jar MCCCCIX.
Aufschrift: Eximio et magnifico principi, domino Ulrico, domus Theu-
onicorum sancte Marie Jherosolimitanensis general! magistro^ domino et
itori nostro promotiuo et beningno, detur.
Nach dem Original auf Papier im Staatsarehiv su Konigtherg, Mit den Mwei briefeehlieeeenden Siegeln, Ge-
druckt in Koppmann, Hcmeereeeaee Bd, V No, 603,
774 1409. Nov. 2.
Johann Crispin fragt bei dem Rathe von Dortmund an, oh er bereit set, eine ZcmJi
lungsanweisung des Raths von Stralsund zu Gunsten des alten Raths vo9
Lubeck einzulosen. J 409. Nov. 2.
Den erbaren wisen vorsichtegen heren, borgermesteren
vnde raet der stat van Dorpmunde^ come desse bref.
V runtlike grute vnde mynen denst to alien tyden tovoren an de erbaren
heren, borgermestere vnde raet der stat van Dortmunde. Juwer eerbaricheyt
vnde wisheyt geleuet to wetene, dat Goschalk van Wickede. borger to Lubeke,
my brachte ene quitancio van der stat wegen van dem Stralessunde up ju
ludende, aizo desse utscriPt inheuet hijrin besloten etc., wo gi) my geuen zolien
dordehalfhundert rinsche gulden vor dordehalfhundert mark sundes to des
olden rades behof, de nd ter tyd buten der stat Lubeke is. Vnde wan ik de
vntfangen hebbe, so sal ik ju de quitancio geuen, by weme gij my dat gelt
betalt ofte heten geuen. Worum ik ju nu odmodeliken bidde um juwer doget
willen, dat gij wol don vnde willen my hirvan een antwort scriuen, welk ant-
wort ik vort scriuen mach den olden rade, de to Hamborch sin, vnde des-
geliken dem olden rade, de to Heylsberge sin by vnsen heren des Romescbeu
konynges (houe). Anders nicht, men dat God ju alien bewaren mote in zeelen
vnde in liue, vnde gebedet allewege ouer my, also ouer juwen denre. Ge-
screuen upten anderen dach van Novembre, int jar ons Heren also men scrifl
M CCCC vnde negene, to Collen.
Johanni Crispini iilii Johanni Crispini.
Nach einem dem Original auf Papier im Stadtarchiv zu Dortmund entnommenen Abdruck in Koppm^i*^*
Hanserecesse Bd, V No, 683.
»CCX€11.
Johann Crispin bittet den Rath von Dortmund^ eine Zahlungsanweisung des Rd^^
von Stralsund von 250 rheinischen Gulden zu Gunsten des alien Baths
von Liibeck baldigst einzulosen. 0. J. (1409). Nov. 16.
Den erbaren wisen heren, borgermester vnde raet der
stat Dorpmunde, come desse bref.
V runtlike grote touoren vnde mynen denst to alien tyden. Leuen
heren, borgermestere vnde raet der stat Dorpmunde. Juwe wisheyt vnde er-
776 1409. Dec. 21.
dat me en iieiierleye gud to en vorde, nadenne dat se don kegen ere vnde
recht^ darane jw so gutliken to bewysende. als wy juwer erbarheyt des wol to
betruwen. Sijt Gode beuolen. Gescreuen vnder her Jordan Pleskowen ingesegel,
des wy sament hijrto bruken^ in sunte Thomas dage des hilgen appostels int
jar MCCCCIX.
Nach einem dem Danziger Stadtbuch unter der Ueberschrift: Sequitur littera consuiarium Lubieensium prvdne
in Hamborgh existentium, entnommenen Abdrttck in Koppmann, Hanserecesse BeL V, No, 632»
Der Deutschordensmeister (Ulrich von Jungingen) rath dem neuen Rathe von Lubeck,
sich mit dem alten Rathe aitszusdhnen. 0. J. (1410). Mdrz 29.
Unsern fruntlichen grus tzuuor. Erbarn luthe. Wisset, das vor vns
und unser gebiteger gekomen ist der erbar man Jordan Pleschkow und bat
vns gebrocht etiiche brill'e von dem genedigen Romeschen koninge, herren
Ruprecht, gesant und die vor vns gelesin seynt, in den welchen briffen sache
geruret wirt euch groslich antretende, als von der czweitracht tzwisschen euch
f, und dem alden rathe nu bfisen wesende gewand, dovon eyn gros schade ent*
steen mochte, sintdemmole das di stad Lubek von alders eyn houbtstad des
gemeynen kouffmans bys(herj gewest ist. So dunket vns ratsam und nuts^
seyn, das eyne sotane czweitracht czwisschen euch und dem alden rathe sicb
nicht in das lengeste vortzihe^ wen dovon grosse vorterpnisse des gemeynen
kouffmans ensteen mochte. So fuget is und schicket is also, das die czwei-
tracht hengeleget werde und das mans czu dem besten brenge und fuge umb
des gemeynen kouffmans und des gemeyne(n) besten willen, und ouch das nicht
en grosser ungemach und schaden hirnochmoles dorvan enstee. Also wir unfi
vorselien^ so wils nicht fromelich seyn cyu langer czeith also czu steende.
Hiruff moget ir vorsehen, und des begere wir von euch eyn antwert. Gegebi«
am sonnabende nehest vor Quasimodogeniti.
Nach einem der HandBchrift zu Thorn Vol. II fol 218b mit der Ueberschrift: Homeiater Duties ardent, ^*''
nommenen Abdruck in Koppmann, Hanserecesse Bd, V No, 699.
»CCXC¥.
Die Preussischen Stddte ermahnen den neuen Rath von Lubeck, etne Aitssohnuf^
mit dem alien Rathe zu Stande zu bringen. 1410. Apr. 1.
Vruntliken grut mit begeringe alles guden vorgescreuen. Ersame letf^
sunderge vrunde. Vor vns ist gewesen der erbar man, her Jordan Plescbkoi^'
1410. Apr. 1. 777
vnde heft vns gebracht etlike breue van dem allerdurcbluchsten fursten vnde
hern, hern Ruprechte^ dem Romischen koninge, de vor vns sint gelesin, in
welken sake gerort werd jw grotliken antredende, alz van der tweydracht
tuschen jw vnde dem alden rade gewand nu buten Lubeke wesende, darvan
een grot vnvorwintlik schade vnde vorderff dem menen copmanne, sinddemmale
dat de stad Lubeke van olders her ene houetstad des suluen copmannes ge-
wesin is, grotliken vnstaen muchte, alz verne desse vorgerorde unttweyunge
vnder jw vnde dem olden rade icht lange solde waren. Hyrvmme so dunket
vns ratsam vnde nutte syn, dat de tweydracht tuschen jw vnde dem olden rade
gutliken muchte gestillet vnde hengelecht werden, vppe dat de mene copman
vnde dat mene gud vorscreuen alzo gar swarliken nicht vorderuet werden, de
wy vruchten tho sulken vorderue tho komende, wo de vorgerurde unttweyunge
vnder jw nicht worde gestillet, wen were dat des nicht en schege, dar Got vor
syn mute, so besorge wy vns, dat vnse herre homeister vnde wy den ernsten
breuen des hern koninges vorscreuen mosten gevolgich syn, dat jw doch vnde
vns tho grotem vngemake vnde vorfange komen mochte, dat vns thomale leet
were. Vnde, leuen vrunde, dyt bydde wy van jw tho untfaende vor ene vrunt-
like warnunge, dar wy anders nicht wen juwen vromen vnde dat mene beste,
dat Got weet, inne menen. Vnde des begere wy juwe gutlike antwerde mit
den irsten. Syd Gode beuolen. Gescreuen am dingestage na Quasimodogeniti,
int jar vnses Hern MCCCCX, under der van Danczike secrete, des wy samet
hyrtho bruken.
Radessendeboden der gemenen stede des landes tho
Prusen tho dem Elbinge tho dage vorgaddert.
Nach einem dem Danziger Stadtbuch unter der Ueberachri/t: Sequitur littera nvncciorum eonsularium ctutto-
turn Pruaie consularibua et communitati Lubieefuis ciuitatis directa etc., entnommenen Abdruck in Kopp*
mannf Hanaerecesse Bd, V No. 700.
^€r neue Rath von Lubeck bezeuyt dem Deutschordensmeister seine Freude uher den
Ahschhiss des Friedens mit Polen, betheuert seine freundschaftlichen Ge-
sinnungen und bittety etwaigen Aeusserungen des Jordan Pleskow oder
anderer Herren des alten Raths keinen Glauben zu schenken. 0. J.
(1411). Mdrz 21.'
Vnsen vrundliken willen des denstes vnde aller behegelicheid vorge-
^creuen. Eddele here, sunderge gunner. Wy begheren juwer herlicheid weten,
1) Der Friede zwischen dem Deatschen Orden and Polen wurde am 1. Febmar 1411 geachlossen.
778 (1411). MKrz 21.
dat vns van gantzem herten lefF is^ des God geloved sy, dat de unwiiie^ t«^
dracht vnde schelinge, desse weren twisschen deme heren koning van Polen
etc. vnde deme orden, vrundliken bigelecht vnde to guder zate gekomen sinL
Wy hadden ok juwer herlicheid to leue in tyden vorleden gerne mer lude g^
sand na juwer begheringe, dat vns doch hir in vnser jegene orlege vnde vnvrede
benam, also wy juwer herlicheid ok er gescreuen hebben; men mochte wy
juwer herlicheid vnde juwem 5rden jergen ane to denste vnde wilien behegelik
wesen, dar wolde wy mit gansem wilien vnde viite berede to wesen. Hirumme,
leue here, beghere wy, eft her Jordan Plescowe edder sin partie, de uthe Lubeke
entweken sint vnde de stad, copman vnde borgere mit erer vorsumenitze in
groten drapliken scaden gebracht hebben, by juwe herlicheid qwemen, clachte
ouer vns vnde vnse b5rgere to d5nde, dat gy en nicht en I6ven, wente wy in
deme zdmere vorleden vnse bddescop hadden by juwer herlicheid saligen vorvaren,
de dar in siner vnde siner bedeghere jegenwardicheid lesen leten vnse priui-
legia vnde vryheide, darane se alle wol vornomen, dat her Jorden v6rbenoine(l
vnde sin partie nyn recht en hebben jegen vnse stad, alse juwer erwerdicheid
de here comptor van Dantzike des wol berichten mach. Juwe erwerdigen her-
licheid beware God to langen saligen tyden, allewege ouer vns bedende.
Scriptum sabbato ante dominicam Letare, nostro sub sigillo.
Consules ciuitatis Lubicensis.
Aufschrift: Deme erwerdigen vnde eddelen heren, heren homeislere
Dudesches 6rdens, vnsem leuen heren vnde ghunnere, kome desse breff.
Sack dem Original im Staatsarchiv zu Konxgaberg, Mit Spuren des briefachiiessenden Siegels,
»C€XCVU.
Konig Sigismund befiehlt dem neuen Rathe zu Lubecky die jdhrliche Retchssteuer fl«
den Kurfursten Rudolf von Sachsen zu entrichten. 1411. Aug. 3L^
Wir Sigmund, von Gotes gnaden Romischer kunig, zu alien zciitw
merer des richs, vnd zu Vngern etc. kunig. Heissen vnd gebieten veh detn
burgermeister vnd ratluten des newen rates vnd vurt der ganczen gemeinbeil
vnserr vnd des heiligen richs stat Lubeke, das jr solich gewonlich steure, dit
jr vns von des reichs wegen jerlich pflichtig silt zu geben vnd die vns vt
vnser lieben Frowen tag natiuitatis nechst vergangen erschinen ist^ dem hoch-
1) Vgl. Bd V JW 421. 427. 641. 621.
780 1411—1414.
houet, Jacop Snidewint, alzo vntfengen se van den olden vormunderen de
rekenschop wedder, na segende des werkrnesters up XF mark I mark.
Anno Domini MCCCCXIII, yn sunte Seuerinus daghe^ do weren de vor-
mundere to hope, also her Marquard Scbutte vnde her Euer Moyleke vnde her
Hinrick Meelberch vnde Ludeke Lammeshouet vnde Johan Scheie vnde Helmicb
Wulf, do was dat godeshus to sunte Peter tovoren XVIF mark myn
XIX mark, an holt, an sparekalke to deme teygelhuze, an schult yn dpir
stad vnde an redem gelde in der kisten, darto alle resschop vnde smyde.^
dat in deme hus is, vrig.
Anno Domini MCCCC^XIIII, do weren vormunder Euerd Moyelke vnd^
her Hinrik Melberch to sunte Peter vnde Ludeke Lammeshouet vnde Steflfen
Junghe vnde Hinrick vanme Hagen vnde Hans Langhe, de leten do beteren
den torn van der erden vp, wente dat id nv steyt, dat heft ghekostet mit
alien vngelde luttik vnde grot XIIII^ mark vnde XV mark lub., do was werk-
mester Hinrick Rumpingh.
Nach Aufzeichnungen in einem Rechnungahuche der St. Petri -Kirche.
I>C€XC1X.
Die Abgeordneten des Rathes von Stralsund berichten ihrem Bathe uber das Er-
hieten des Konigs Erich , die vom Konig Stgismund bestimmte Summe,
durch welche die zu Gunsten des neuen Raths in Liibeck ausgestelli^
Urkunden ungHltig werden sollen, zu bezahlen. 0. J. (1416). Apr. i5.'
Vnse (vruntlike) grote thovore screuen (mit) begher(inge) alles gudeS'
Leuen heren vnde vrunde. (Willet) weten, dat (na) der vesper vnses herei>
koninges prelaten vnde sin rad vorboden de van Lubeke by dem dome vpp^
den kerchoff^ in ieghenwardicheit der stede, dar wol IIP minschen iegben^
wardich weren, sede vnses heren rad, dat vnse here konink wolde losen de^
breff, den de Romische konink den van Lubeke to pande settet hadde, vnd^^
stunden hir also, dat se mechtich wolden wezen, dat gelt vthtogheuende vo^
sunte Jurigens daghe, vor welk gelt de breff pandes stunde. Hirvp siK
Schonenberch bereth mit sinen vrunden vnde quam weddervnde antwerde, b^
en hadde nen bevel van vptoborende dat gelt, men wes se hadden myt erem^
gnedighem heren, dem Romischen koninke, dat wolden se wol mit em vof
liken. Darvp vnses heren rad do sede: leuen vrunde, latet iw dat vordenkeo^
1) Vgl. Bd. V M 536 und 568.
(1416). Apr. 15. 781
wy Stan vnde sin ouerbodich^ dat gelt uthtogheuende^ vnde se dat g^elt
it nemenwiilen^ so hopewy doch^ dat pant schole sik doch vrigen. Darvp
;hede vnses heren rad enen openbaren scriuer vnde let hirvp rnaken in-
menta, de wil he van stunt an senden to dem Romischen konynge. Item
3t weten, des mandages to Pasche sanden vns (de) van Lubeke boden vnde
en, dat wy wolden borghen ere borghere. Darvp wy done beden vnses
?n konynges rad, beydende, dat ze annameden vmme vnser leue willen,
dat wy hebben myt den van Lubeke geleghen in deghedinghen den mandag
B den dinxedach vnde myt dos heren konynges rade, vnde hebben nu vor-
et weike stucke, de vnses heren rad dallinghe bringhen wert vor den
in konink, vnde hopen nu, oft God wil, to dem besten to vallende aizo
le, aizo wy dat vinden, aizo wy dat laten, dat vns doch vakene veylet.'
lers nicht vppe desse tijt, men sijt Gode beuolen vnde scriuet vns jo ein
«rorde van dem breue, den wy iw sanden by den Pomerschen steden vnde
Hermen Kronerde. Gescreuen des mydwekens to Paschen.
By vns Simon van Vrden, Johan Burowe unde Arnd Brandeborch.
Nach dem Original auf Papier im Stadtarchiv zu Stralsund.
ncc€.
Obere der Franziskaner in der Promnz Sachsen nimmt den Heinrich Milde
und die Seelen der Eltem und Verwandten desselben in die Gemeinschaft
der guten Werke des Ordens der Franziskaner und der heil Clara auf.
1417. Mdrz 25.
in Christo Deo deuoto Hinrico Milde frater Hermannus, fratrum mino-
1 prouincie Saxonie minister et seruus cum oracionum suffragio virtutum
lium incrementa. Deuocionem, quam ad ordinem nostrum ob Dei reue-
Mam et sancti patris nostri Francisci amore vos habere didici, affectu
ere caritatis acceptans ac eidem vestre deuocioni vicissitudinem cupiens
^ndere salutarem, de singulari gracia patris nostri, generalis ministri, mihi
:essa vos ad tocius nostri ordinis su£Pragia tam in vita recipio quam in
te, plenam vobis participacionem concedens missarum, vigiliarum, oracio-
I, ieiuniorum ac aliorum omnium bonorum, que per fratres nostros et
•res ordinis sancte Clare in duobus milibus centum et octoginta sex clau-
i operari dignabitur clemencia saluatoris. Ad hec, cum obitus vester nostro
1) Vgl. Bd y ^ 569. 570.
782 1417. Marz 25.
general! aut prouinciaii capitulo fuerit nunctiatus, pro vobis fiet, quicquid pro
fratribus nostris defunctis fuerit ibidem ordinatuni. Insuper animas parentum ac
propinquoruin necnon carorum vestrorum in Christo defunctoriim ad suffragia
recipio memorata. Datum Lubec. anno Domini M^CCCCXVII% ipso die Annuncia-^
^ionis virginis gloriose.
Nach dem Original. Einscknitte fur das Siegelband aind vorhanden. Das Siegel ist abgeristen*
i:» ft
1.
Der Knappe Heiineke Ratlow verkauft dem Lubecker Burger Johann Gruter dm
Hof Schonkamp mit der Muhle und den Zubehorungen in CuraUj Dakm-
dorf und Cashagen fur 1400 m^ unter Vorbehalt des Wiederkaufs.
1418. Jun. 5.
Witlick sy alle den jennen, de dessen breff seen edder horen lesen,
beyde jegenwardigen unde thokamenden, dat ick Henneke Ratlouw knape^ be-
seten in deme stichte tho Lubeke, bekenne unde betuge apenbare in desser
schrifft, dat ick mit willen, vulborde unde wolberadenem mude mines gnedigeo
heren Hinrikes, greven tho Holsten^ Stormeren unde tbo Schouwenborch, unde
siner truwen radgheven, unde mines unde miner erven unde alle der gennen,
der ere vulbord dartho tho esschende was. redeliken unde rechtliken hebbevor*
koFt unde uppelaten, unde vorkope unde uplate eliken in desser schri£Ft dem^
erbaren vorsichtigen manne Johanni Gruter, borger tho Lubeke, unde den
jennen, de dessen breff mit sinen wilien hebben, geistlick effte werlick^ vo^
veertheinhundert mark lubesscher penninge, de my desse sulve Johan Grutef
gantz unde vul bethalet heft tho miner noghe mit reden telleden lubesscher^
penningen by my entfangen, und de ick vord an myne unde miner erven not-^
trofiPtige nutte uthegeven unde keret hebbe, alle dat gudt, dat ick kofft hebb
van deme strengen rydder, her Peter van Tisenhusen^ in LyfHande besethenO'
dat hirna benomet steyt, unde my vrygh unde loss van mynea gnedigen herrD^
greven Hinrike vorbenomet, vorlenet iss, alse den hoff tho der Schonenkainp^
mit der molen. unde wes dar belegen iss in den dorpen tho Kurouwe, tb^
Dokenndorpe unde in twen hoven unde enen verendeel landes in deme dorp^
vnde veldmarcke tho deme Kerstenhagen, thosamende belegen in deme karspel^
tho Kurouwe unde stichte tho Lubeke vorgeschreven. Alle desses vorbenc^
meden gudes schal desse vorschrevene Johan Gruter, unde we desse breve noi^
sinem wilien heft, brukende wesen unde doen darmede tho ewigen tyden, wes
1418. Jun. 5. 785
ttest unde best evene komet, unde schal dit hebben unde besitten mit
inen thobehoringen, alse mit hoven unde ackere, buwett unde ungebuwett,
isschen, weyden^ broke, more, torve, mit holten, bussche, stude, mit
^, waterlope, waterstouwinge^ viete, springen, dyken, visschen unde vis>
gen, mit den wegen, inwegen unde uthwegen, mit den enden unde iandt-
m, alse dat mit der grund in synen veldmarken unde schedingen belegen
begrepen ist, unde belegen hefFt gewesen van oldinges; vortmer mit
' rechte und richte, alse in halss unde in hand unde sydest, unde mit
richten, de dartwisschen synd; vorder mit allem egendome, beyde rechte
nutte, mit alier nutticheit unde makeh'cheit unde siichtes mit alle deme,
irtho horet, deme mynsten unde deme meysten, nichtes uthenomen, unde
^liken mit der allerfullenkamesten vrygheyd unde besittinge, alse dat desse
lomede her Tisenhusen unde syne olderen vor unde ick na ye vrygest
unde beseten hebben, so dat ock desse sulve Johan Gruter unde de
desser breve mit synem willen, mogen dit vorbenornede gut mit alle
thobehoringe gantz offte en deel vorkopen, vorgeven, vorsetten, vorpanden
ken ollte werliken personen, sunder mynen ofte myner erven edder anders
ides vulbord dartho tho esschende; unde wise unde zette dessen vor-
en Johanni Gruter in die were unde besittinge desses vorbenomeden
unde alle siner thobehoringe in desser schriift. Ock schal ick unde wil
myne erven desseme vorbenomeden Johanni Gruter unde hebber desser
alle desses vorschrevenen gudes mit alle thobehoringe waren, vryen unde
[*en, alse in deme lande tho Holstein recht ist, van aller ansprake ene&
en, de dar mit rechte up spreken wolden unde vor recht kamen willen,
rne unde myner erven eghene koste, schaden unde eventure, alse ock
en unde uthwisen mynes vorschreven herrn, greven Hinrikes, breve, de
ip dessen sulven koep geschreven unde besegelt synd. Jodoch dorch
rliker gunst willen unde gnade hefft ock desse ergenomede Johann Gruter
ck unde sine nakomelinge in dessem gude mit gudem willen gundt unde
leven, dat ick Henneke Ratlouw, knape vorbenomet, unde myne rechten
mogen tho ewigen tiden alle dit vorschrevene ghud mit alle synen tho-
ngen wedderkopen, wan wy willen, vor veertheinhundert mark lubesscher
ige, deme hebber desser breve mit Johan Gruters willen bynnen Lubeke
ethalende in eyner summen mit golde efite sulverpenningen, de den tho
e genge unde gheve synd. Unde wan ick ofFte myne rechten erven
wedderkop don wolden, so schal ick effte myne erven den holder desser
784 1418. Jun. 6.
breve up sunte Martens dach en gantz vul jar thovoren thoseggen unde de
wedderkopp kundigen, unde den dartho volgen laten alle vorschreven renth
unde hure, de van deme jare negest vorghan uppe de tidt der beihaling
boren mach, unde ock init der broke, efft dar wes nastunde, de mit recht
wunnen were. Alle desse vorschrevenen stucke love ick Henneke Ratlouwc
knape vorbenomet, vor my unde niynen erven mit mynen medeloveren and
eren erven, alse Eler Ratlouwen, minem brodere, Langen Detleve Bockwolde
thor Syraven, Hinrike Broektorpp, hern Hinrikes sone, Detleffe Walstorpc
hern Detleves sone, unde Lemmeken van Boekwolde, hern Volrades soene
desseme vorbenomeden Johanni Gruter, unde deme holder desser breve mi
sinem willen, in guden truwen unde loven stede unde vast the holdende sundei
alle argeliste unde hulperede jenighes rechtes. Unde wy Eler Ratlouwe, dessec
vorschreven Henneken broder, Lange Detleff van Boekwolde the der Syrawe
Hinrik Broektorp, hern Hinrikes sone, Detleff Walslorp, her Detleves sone
unde Lemmoke van Boekwolde, hern Volrades soene, knapen, wente desse vor
schrevene koepp uns witlick ist unde wolbekandt, so lave wy ock vor uns vod<
unse erven mit Henneken Ratlouwen, knapen vorbenomet, unde synen erven
alle vorschreven stucke mit eyner samenden hand, unde ein jewelke be
sunderen, Johanni Gruter, borgere tho Lubeke vorschreven, unde deme gennem
de desse breve mit synen willen hefft, geistlick offte werlick, slede unde vas
tho holdende in guden truwen unde geloven, sunder jennigerleye argelist undi
hulperede jenighes rechtes. Unde desses tho groterer tuchenisse unde ver
waringhe hebbe wy Henneke, Eler, Lange Detleff, Hinrick, Detleff unde Leia
meke, knapen vorbenomet^. vor uns unde unse erven urisse ingesegele mi
gudem willen unde witschupp an dessen breff gehengett, de geven is tbi
Lubeke unde schreven na Gades bord veertheinhundert jaer, darna in demi
achteinden jare, uppe sunte Bonifacius dach des hilligen martelers Christ
Jesu. Thugen hirtho synd de erbaren heren unde manne, her Albert Rodeo-
borgh, domhere, her Hinrick Holthusen^ vicarius in der kercken tho Lubeke
her Peter van Tisenhusen ridder, Albert Lippe unde Evert Nygenborgh, bor-
gere tho Lubeke, unde anderer vele tuchwerdiger lude.
Nach einem Ahdruck im Diplomatarium dea Kloaters Akrensboeck (Schlesw.'Holat-Lauenb, Urk,'8ami»i^
Bd. Ill Abth, I) No. 69,
1419. Marz 16. 785
I T ►!•
Erich beschwert sick gegen die Liefiandischen Stddte uher die von den HoU
steinischen Herren ihm ztigefUgten Oewattihdtigkeiten. 1419. Marz 15.
Ericus, Dei gracia regnoruin Dacie, Swecie, Norwagie,
Sciauorum Gothorumque rex et dux Pomeranie.
Vnsen gunstigen grut tovoren gescreuen. Guden vrunde. Alzo den
1 woll vordenken mach, de gij van aller stede wegen to vns gesant
?n, alzo her Hinrik Rapezuluere, her Johan Byrowe vnde her Tydeman
erken^ de an vns brachten vnde to vns women van der stede wegen, wo
aller begher were, dat wij wolden enen vrede lijden vnde hebben myt
lolstenheren, des wij en vntwyden van jwer wegen, darvmme dat wij jw
' to willen wesen wolden, alze wij jw alle tijd gewesen hebben, alzo wij
n, vnde vor den suluen vrede loueden vns de dre van aller stede wegen
)idende in aller wise, alzo de vrede tovoren begrepen was, vnde wij
den an beyden syden laten in der stede were, wes vns ghehuldighet was
ies krighes wegen, bet to der tijd des vredes, dar vns doch grot ghebrek
;heschen is, alzo vns dunket, vnde alle daghe schut. Alzo dem ersten so
n vnsen ghenomen dre herede den gennen, den wij se gelenet hadden,
se vns berichtet hebben, de dar nicht to behoren, dat gij in der were
3n scholden. Ok is den Holstenheren hulpere wedder dan, enem jwelken
yne, dat em entweldighet was van deme, dat in der stede were bliuen
de, vnde den vnsen is nicht wedder worden, vnde alzo to dem ersten
bisscope van Sleswijk, deme nymmet man de gantze vogedie to Stubbe,
Mattias Goritzen all syn gud, des gelikens Ersche Tomasscn vnde Splijte.
5 vns ene veste affgewunnen, Nybole genomet, de wij her Tinrime Ronno-
gelenet hadden, vnde mennich ander stucke, de vns to vele to scriuende
n, dat vns doch vnredelik dunket, dat de eren dat ere scholen wedder
en, vnde de vnsen nicht. Ok is vns vnse borgermester van Flensborch
slagen, vnde enen anderen hende vnde vote affghehowen, dat vns geschen
de alle dage schut, vte Gottorpe vnde Sleswijk vnde dar wedder in, dat
n jwen weren hebben scholden. Leuen vrundes, wo wij hijrmede to
de hebben, dat hebbe gij wol to merkende, alsulkes hofFardes vnde vn-
;es, alze vns alle dage van en schut. Guden vrunde, wolde gij dar noch
^nken vnde leten vns dat allewege vorschulden, dat se vns noch wolden
: werden vmme dat, dar vnse vnwylle van ensteyt, wij wolden gerne lijden,
99
wes vns to lidende stunde van deme hofihrde vnde schaden, de vns scheen ic
bette herto, vppe dat dar nen ddtslach, mort vnde schade armen luden meex
aff enstunde, dea doch vele meer gbeschen is, wen hijr screuen steyt, alze wi|
jw woll er hebben witlik gbedan, vnde noch don konen, dat vns altomaie bynnen
vredes geschen is vnde bynnen der tijd, dat gij jw vorsecht hadden^ by des
genen hulpe to bliuen, dar de vrede van geholden worde, dat vns doch nicbl
gheholden is van jw. Hijrvmme begeren wij mid gantzen vlite van jw to
wetende, wes wij vns to jw vorseen inogen by vnser hulpe to bh'uende, edder
to helpende, dat se vns recht werden^ dat vns nener nianinghe to jw beboff
en sy, edder ouer jw clagen doruen, dat wij vngerne deden, mochte wij des
niyt redelicheit vordrach hebben, wente dat God woll wet, dat wij anders nicht
begeren den recht, vnde vns is io so to synne, dat gij de lenghe des nicht
willen vorwesen, gij helpen vns, dat vns recht sche. edder gij bliuen bij vnser
hulpe. Guden vrunde, wij begeren desser vorgescreuen jwe enkede antword^
bij desseme jegenwordighen boden, wes wij vns vorseen mogen to jw, vnde
dat wij hijr nicht er vmme gescreuen hebben, dat saket sik so, dat wij dess^
vorscreuen ^ake so enkede nicht en wsten, alzo wij nw weten. In Crist ci
valete. Scriptuni Callumborch, Feria quarta post Reminiscere, nostro 8u%^
secreto, anno Domini M CD XIX.
Nach einer in No. 807 aufyenommenen Absehrift
1 1 » ».
!C01.
Die Liefldndischen Stddte ersuchen den Rath von Luheck um seine Vermittehmg w
einer Zwistigkeit mit der Stadt Dortmund, 1419. Apr. 2."
Vnsen vruntliken gr6t vnde wes wy gudes vormogen to juwer bebecb-
licheit tovoren. Ersamen heren vnde sunderlikes leuen vrunde. Juwer vor-
senigen wijsheyt begere wy to weten, dat de van Dorpmunde breue gesant
hebben an de stede dusses landes, darinne se vns sere swarliken bouen ge-
wonheyt bescreuen hebben, alse gi in den copien der suluen breue, de wy
hyr bygebunden besegelt ouerscriuen, wol vinden mogen. darvmme wy ener
dachfart geramet hebben to Woldemer to holdende, dar wy nv to der suloen
dachfart vorgaderet den van Dorpmunde wedder vp gescreuen hebben enen
breef van lude dusser ingeslotenen copien. Hirvmme, ersamen leuen heren
1) Ueber den GegensUnd and den Verlauf des Streits vgl. Liv.- Esth.- a. Carl. Urk. Buch Bd. V M tlSt
and eine llingere Auseinandersetzang ebend. Bd. VI S. Ill fgg. Die in dem Sohreiben erwfthnten Abtohriften febka*
1419. Jun. 16. 789
Vortiner, aise wij de van Hamborg to dem anderen male schuidighen^
dat se vns vor der henzestede sendeboden swariijken vorclagbet bebberi etc.,
moghe vns dyt wedderuaren, riadern den van Hamborg dat leed sy, dat de
daghe scben \s^ vnd doch so nicht gescheen sy in der andacht, alse wij dat
genoinen hebben, dat wij den van Hamborg vmme vruntscop willen dat to-
glieuen vnd des vorlaten moten. Vurder^ alse wij se schuldeghen daramme^
dat se vns neen eruegud vthe erer stad volghen laten willen etc., sij iuwe
meninge^ alse wij na vnser stad rechte vnde wonheit borgheren van Hamborg
eruegud volghen laten vte vnser stad, also schullen wedderumme de van Ham-
borg vnsen borgeren vte erer stad na erer stad rechte vnd wonheid ok erue-
ghud volghen laten. Vortmer, alse wij se schuldighen vmme dat kopslagent
vnser borghere in erer stad mit ghesten etc., sij iuwe meninge, dat de van
Hamborg dat ghan laten schullen in erer stad mit vnsen borgheren, alse wij
don in erer stad mit eren borgeren. Doch secgen de van Hamborg daryn
aldus: ere borghere, de vorecopere sint, en moten nicht kopslaghen mit ghesten,
^er wen dre tijde vorleden sint, vnd in der wijse menen se, dat id ok wol mit
vnsen borgheren' mochte tolaten werden. Leuen vrunde, mene wij, is id dat
de van Hamborg vnsen borgeren in erer stad dre tijde setten, er se mit
ghesten kopslaghen moten, dat denne ere borghere so lange desgelijk in vnser
stad wedder liggen, er se mit ghesten kopslaghen. Vurder, alse wij se sohul-
^iighen vmme den vnwontlijken toln etc., menen de van Hamborg, nadem de
toln binnen Hamborg der heren van Holsten eghen is, de enen eghenen tolner
darto setten, de den toln vpboret, vnd se nenerley schickent darmede hebben
^M se darumme ok nenes antwerdes plichtich syn. Jodoch dat wij darumme
^^nden in ere stad, so willen se gerne ere beste darto don, dat id mit dem
toln to nemende na older wonheyt geholden werde.
Int leste, alse wij se schuldighen vmme den ouerual etc., dar secge gi^
^idas the: wan gij des ghenslijken mechtich sin, sunder wedderrede in vrunt-
scop to uorschedende, so wille gij de schedinge in vruntscop vtsecgen vnd
don. Vnd alse de ersamen, de rad van Hamborg, van erer eghenen vnd erer
borgere wegen vns wedder anclaghet vnde tosprikt in erer scrift to dem ersten
rmme VHP mrc. XXX mrc. XV schil. ll-penninge houetstoles vnd VIP vnd
L mrc, de se vorschadet hebben, alse se in den ersten, II, III, IIII, V, VI, VII
vnd achten artikelen in erer scrift gesat hebben, darvan wij en men allene
VPXXX mrc. VIII schill. houetstols vnd nenes schadegheldes in vnsen antwerde
tostan, vnd alse se vurder setten in erer scrift in den negheden, ^, XI vnd
1419. Jun. 16. 791
an vns gebracht^ aise se de van iuwer vruntlijken berichtinge best beholden
bebben, vnd darup beghpre wij iuwe ersamheit weten^ datwy^ vppe dat vrunt-
scop^ leue vnd endracht twisscben vnsen vrunden, den van Hamborg, vnd vns
vmine vorgerorde ansprake vnd schelinge werden moghe, disser vruntlijken
vorraminge aller arti]kele, alse de vorscreuen sint, vtthosprekende bij iuwer
ersamheit sunder insaghe gerne bliuen willen^ vnd gij schiillen vnser dar wol
in vruntscop sunder wedderrede mechtich to wesen, dat wij dat vruntlijke vt-
sprekent vmme den ouerual vnd van Rolef iMunters wegen holden vnd gijk des
nicht enthoren willen, alse gij den vtsprekende vnd donde werden, und bidden
iuwe ersamheit Fruntlijken: is id dat de van Harnborg dissen vruntlijken vt-
sproke ok annamen willen, dat gij gik dar denne mede beweren, alse gi] ersten
konen, dat id to ende komen moghe. Vnd, leuen vrunde, weret zake dat de
van Hainborg disser vruntlijken schedinge, alse vorscreuen is, bij iuwer ersanw
heit in alien vorgerorden vnser vnd erer ansprake artikeldn sarnentliken to sche-
deride nicht bliuen wolden, dat gij vns denne disse vnse vulbort. de wij in den vrunt-
lijken vtsproke don. teghen de van Hainborg, alse wij vns des to iw wol vorseen, to
gude holden willen, vnd eft de vtsproke aldus nicht enghinge, so wille wij disse
vnse vulbort in den vruntlijken vtsproke gedan machtlos vnd vor vngedan
hebben. Sijd Gode beualen. Scriptum feria sexta post Festuni Corporis Cristi,
nostro sub secreto, anno XIX**.
Consules Luneborgenses.
Aufschrift: Commendabilibus et circumspectis etc.
Ncuih dem Original auf Papier, Mit au/gedrucktem brief fchliessenden Preasel.
IH7CCVI.
fii€ Liefidndischen Stddte schreiben dem Christian (Niclesson) ^ Ddnischen Vogte in
Wiburg, wegen der von demselben in Anspruch genommenen Oerechtsame
Ddnischer Unierthanen in Novgorod und bei dem Stdrfang in der Newa.
0. J. (1419. Vor Jul 21).
Yruntliken grot vnde wes wij gudes vormogen alletijd tovoren. Ersame
Jeoe her Kersten, gude gunner vnde leue vrunt. Iwer ersamen strenycheit
wij yn aller vruntscop annameliken vnde in lefQicheijt syn dankende vor de
woldat, de gij bewiseden mennichvoldigen vnsen boden vnde sunderlikes an
denri werue, dar se vmme to der dachuart negest bij iw wesende gesant weren,
dar gij iw vruntliken vnde gotliken an bewiseden, vnde den suluen vnsen boden
792 (1419. Vor Jul 21)
i¥erue mede beuoleri an vns to bringende, dar gij antworde van begereden
redder to hebbende, alzo van des hochgebornen heren koninghes vndersaten
to Denrnarken des houes mede to brukende to Nowgarden gelijk dem Duschen
<:opman van der hense, vnde ok van dein storuanghe in der Nw, hebbe wij
andachtichliken woll vornomen, vnde begeren in aller vruntscop jwer streny-
<;heit to weten, dat wij jw darvan nv thor tijd nen endich antworde scriuen
konen, wente dat allene an vns nicht en licht. Dijt wille jwe ersamheit in
vruntscop to syk nemen, vns darane nicht to vordenkende. Wij willen yd
^erne mit vlite scriuen den menen hensesteden, wes vns de vor en antworde
darvan werden scriuen, wille wij vnbeden edder scriuen jwer ersamen streny-
<:beit alzo drade, alzo vns dat kumpt etc.
Nach einer dem Schreiben No, 807 beigelegten Abschrift
Die Liefidndischen Stddte senden dem Rathe von Lubeck Abschrift eines Schreihens
des Konigs Erich uber die Gewaltthdtigkeiten der Holsteinischen Herren
und geben ihm Kenntniss von einer Ztotstigkett mit dem Ddnischen Vogd
in Wibnrg. 1419. Jul 21.
lieylsamen vruntliken grut vnde wes wy gudes vormoghen alle tijd to-
voren. Ersamen heren, besundergen leuen vrunde. Iwer ersamen vorsicb-
ticheit gheleue to weten, dat wij vntfanghen hebben enen des allerdorch-
luchtesten heren koninges van Denmarken breif, inholdende alzo hijr na g^*
^creuen steyt, vnde wij dervaren hebben, dat gij de kentnisse dersuluen
materien gruntliker woll hebben geweten (folgt die Urkunde No 802)^ weike
breif to vns is gekomen in der apostel auende der delinghe, worinne iwewol
ersamen vorsichticheyde syn vortrachtende, vnde in alien vorsichticheiden an-
dachtichliken bearbeydende, dat de sake tuschen dem heren koninghe vnde deo
Holstenheren in vruntscop moge to vreden komen, vnde deme copmanne nen
schade van vntstan moghe, des hochliken to bevruchten steyt, is dat dar
anders wes in kome vnde in vruntscop nicht gevatet wert. Vortnier, aize jwen
vorsichticheiden woll vordenken mach, dat her Kersten, voget to Wiborge,
schelinghe hadde myt den van Reuell, vnde de stede darsulues van latest myt
iw vorgadert em enen breif screuen, des hadde wij vp sunte Johannes Bap-
tisten dach latest vorgangen myt eme enes daghes vorramet to Wiborch, alio
wij deden, to besendende, dar van Codes gnaden alle twidracbt tusschen ea
1419 Jul. 21. 793
ghesleten wart gotliken vnde hennelecht; vnde de sulue her Kersten vnsen
boden mede beudll an vns to bringende, begerende^ dat des heren koninges
van Denmarken vndersaten gebruken inochten der Goten hoff to Nowgarden
gbelijk dem Dusschen copmanne der honse^ wente des heren koninghes vnder-
saten de hoff tobehorde, darvan wij erne en antworde screuen^ ludende alzo
de copie hyrin besloten inholt. Ok screuen wi an de heren van Gotlande
vnde begeren myt gantzer andacht, jwe ersamheide an se dat ok to scriuende,
dat vnvorspart to vorarbeydende , dat de coprnan by dem houe bliue, vnde
gpreken iiiyt den domers darvinme^ de des macht hebben^ dar vort geldes de
redelicheit nicht an to vorsparende. Ok hadde de sulue her Kersten vnsen
boden beuolen an vns to bringende, dat de storuank in der Nw allene dem
heren koninge tobehore, vnde dar nemende scholde vp then, wen des heren
koninges van Denmarken vndersaten, vnde he dar ok en antworde van begerde.
Desse sake vorgescreuen do wij jwen ersamen vorsichticheyden witlik, den
steden vorgadert by to bringhende^ wes gij darbij to donde myt iweme vor-
sichtighen rade enes werden, vterliken willen scriuen, des wij myt sunderliker
andacht van jwen ersamen vorsichticheiden syn begerende, de de allmechtige
God sunt beholde to alien tijden. Gescreuen vnder der stad van Righe secret,
des wij hirto samentliken hebben gebruket, anno etc. XIX, in vigilia Marie
Magdalene.
Borgermester vnde rade
der Liifllandeschen stede.
Aufschrift: Den ersamen vnde vorsichtighen wysen mannen, heren
borgermesteren vnde radmannen to Lubeke, vnsen besunderghen vrunden,
kome desse brefF.
i.
Nach dem Original auf Papier. Mit Resten dea au/gedruckten Siegels.
IM7CGVIII.
Peter Karhow bittet den Rath von Lubeck um sicheres Geleite zu einer Reise nach
Lubeck, um dort seine Angelegenheiten zu ordnen. 0. J. (1420). Feb, 21.^
Min Truntliken dinst wist vor. Lieben heren. Alz ich ewch vor eynen
prief geschriben hab, wie etzlig ewer mitpurger meynen vettern selig in vank-
au8 baben gehabt vnd haben yn vmb leib vnd gut pracht, das Got wol weis,
4>b se recht haben getan, lieben heren, nv sein ewer mitpurger tzwen by mir
gewesen, mit nanieii Herman Dartzsow vnd Klaues Karbow, die haben vas
mit mir gerett vnd vnderweist, das ich die sach sol rychten lassen. Liebe^
heren, also ban ich mich bedacht vnd pin zw rade worden, das icb der sach
also zw eynem gantzen end by ewch beleiben wil, vnd trew ewer weisheit woJ,
ir bedenkchent mich armen gesellen fruntlich in der sacbgen, das ich docb
also gar in den schaden nicht en beleibe, wen ich das meyne by mynem vettern
gehabt han^ das ich also alz in den sachgen verloren ban. Darvmb so pyt
ich ewch, lieben heren, das ir mich armen gesellen in den sachgen fruntlich
willen bedenkhen, das wil ich sichgerlich gerne vmb ewch verdynen, dieweii
ich leb, vnd auch, lieben heren, das ich dan hinfur mdg sichger gen Lubicb
wanderen, ab vnd zw, alz vft mir des not vnd behuf ist. Lieben beren, icb
pyt ewch vmb ein Fruntlich antwort, das ir mir das lassent wider wissen. Ge-
schriben zw Venedygen, am erssten mitwochgen in der vassten.
Peter Karbow.
Aufschrift: Den ersamen vnd weissen heren, den purgermaisstern vnd
ratmanne der stat Lubich.
Sack dem Original auf Papier, Mit als Preasel aufgedrOcktem jedoeh unkenntlichem SiegeL
Die Rathmdnner Ttdemann Steen und Ttdemann Cemtin berichten dem Rathe tw«
Lubeck vber den Grund der Verzogerung ihrer Reise nach Stade. 0. 1
(1419). Marz 21.'
V runtlike grote myd begheringe alles ghuden. Ersamen leuen heren*
Willet weten, dat wy noch to Hamborch sint vp sinte Benedictus dach*. vn(k
hebben des gheleydes vorbeydet van deme biscoppe van Bremen, dat vns docb
noch nycht ghekomen is. Vnde is ok en vnsturych wedder ghewesed. dat
ouel steit^ ouer de Elue to komen,^ doch mene wy morghen, oft God wyl, to
.'J
1) Vgl. M 86.
2) Die Schwierigkeit wird 5ftor Yorgekommcu sein. Die LQneburger Bathm&nner Alb. tod der Ifolen lui
Joh. Schellepeper schreiben in einem zwar undatirten, aber mit ziemlicber Sioberbeit in das Jahr 1418 la setsendea
Brief am 16. December (des frigdages na Lucie) an die Burgermeister Pleskow and Rapesalrer: Na en konen wi}
Tan y8es wegene der Elue nicht ouerkomcn, dat hefl desse ene nacht gemaket, ynde bidden yrontlikeiit dat gi dat
van Tns to nenem vnwillen nemen.
(1419). Marz 21. 795
den na Staden myt den van Hainborcli, vnde wyllen gherne des besten
men^ des wy konen, na juwen bevelen. Sid Gade ewich bevolen.
Tydeman Steen.
Tydeman Cernlin.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen heren borghermeysteren vnde
attnanne der stat Lubeke.
Nttch dem Original an der Registratur. Mit au/gedriicktem, kleinen, unkenntlich gewordenen Siegel.
IKK
Der Rath von Luheck stellt fur Peter Karhow atisnahmsweise einen Geleitsbrief aus.
1420. Apr. 21.
Vnsen fruntliken grut touorn. Peter. Din veddere Clauwes Karbowe
heiFt vns gescreuen van diner wegen etc., vnde alse du vns ok verscriuest
^nder mer worden, wo Herman Dartzowe vnde de sulue Clawes Karbow mit
^y geredet hebben, dat du de saken scoldest laten richten, vnde du vns ver-
scriuest, dat du der saken to eme gantzen ende by vns wiliest bliuen, vnde
border biddest, dat du gen Lubeke afF vnde to seker mogest wandern vnde
l^omen etc., hebbe wy wol vernomen vnde begeren dy fruntliken weten, dat
i^iit vns nen wonheit is., dat wy jemende sunderke breue vp vnse geleide
pleghen to geuen, jodoch vmme des besten wilien, vp dat du to guder sate,
fruntlicheit vnde eindracht mogest komen mit de jennen, de du in clagen
menest to hebben, so wille wy dy gerne leyden in vnse stat vnde truwelken
darto helpen raden vnde don na vnsem vermoghen, dat du mit dinen wedder-
saten to fruntliker enicheit mogest komen, vnde du scholt velich wesen vnde
€n vry geleide hebben in vnse stat aff vnde to vor vns vnde vor al den jennen,
<J^r wy niechtich sin vnde de vmme vnsen willen don vnde laten willen.
Screuen vnder vnsem secret, des sondages Misericordia Domini, miliesimo
ccccxx^
Consules (Lubicenses).
Dem beschedenen manne Peter Karbowen, vnsem guden vrunde, ge-
chreuen.
Nach dem Concept auf Papier,
100*
796 1420. Dec. 1.
Der Rath von Reval schreibt dem Rathe der Stadt Lubeck^ doss er dem Konige v€m
Danemark eine Bethetligung bet den Rdubereten des Vicko von Vitzen meht
zuschreibej auch eine^i derartigen Verdacht den Russen gegenuber nichi ge-
dussert habe. 1420. Dec. i.*
Jjjerwerdighe groete met aller beheghelicheit vorscreuen vnde wes wij
gudes vermoghen. Eersainen heren vnde bysonder guden vrunde. Wilt weten,
dat wij der radessendeboden der ghemeynen stede nv latest in deiiie herueste
by vnseme heren konnincgbe tho Dennemarken tor dachuard tho Koppenhauen
vergaddert breyff vntfancgben vnde wol vernornen hebben, geschreuen vnder
hern Tydeman Moerkerken ingezegel, daerinne se schriuen, dat sick vnses
heren^ des konnincghes, ghenade vor en hoechiyken vntschuldighet hebbe alse
van den saken^ de gescheen sijn den Russen van Vycken van Vitzen vnde syner
meddecompaene dat syne ghenade raeds vnde dades vntschiildich sy, des wij
synen ghenaden vullenkomeh'jken vnde gansslyken wol to belouen vnde ywerlde
wol to belouet hebben. Vortmeer so vntfencghe wij ock bi deme seluen breue
vnses vorbenomeden heren, des konnincghes^ breyff, daer vns syne ghenade
inne schriuet, dat wij den Russen schreuen vnde vorkondighet schollen hebben,
dat de vorbenoniede sake van Vycken van Vijtsen vnde sijner meddecompaene
den Russen gescheen met des seluen vnsses heren, des konnincghes, medde-
wethene vnde willen gescheen scholle wesen, daer wij vns ane teghen sijnen
ghenaden met vnsen breyuen vntschuldighet hebben, alse wij hogeste konden,
wanthe vns dat nicht en th^met noch en boert vnde ock noede doen wolden,
sijnen ghenaden offt ymande anders alsodane sake ouerthoschriuende vnde
to vorkondighene, vnde wij alleweghe daer also vele to doen wyllen, waervns
dat toe boert, alse guden luden toe behoert, dat wij sodane zake raeds vnde
dades vnschuldich sijn. Waervmme, eersamen heren vnde leuen vrunde, bidde
wij iuwer eersamheit met alien vlijte begherende, vns in den saken tho ^p^
heghene vnde tho verandwordene teghen vnses heren des konnincghes ghenade,
offt sick dat also teghen en gheuallen offt teghen ymande anders^ dat wy
gherne willen verschulden in geli)ken saken offt in merren, waer des to doeoe
is. Hijrmedde syt deme almechtighen Gode beuolen in gesontheit vnde wol-
1) Vgl. M 309 8. 338.
1420. Dec. i. 797
icht tho langhen selighen tijdeii. Geschreuen des irsten daghes Decernbris,
der vnser stad secret, anno XX®.
Borghernriestere vnde raedman
der stad Renall.
Aufschrift: Den eerwerdighen vorsichtighen wijsen nnannen, heren bor-
ermesteren vnde radmannen der stad Lubeke, vnsen bisonderghen gonstighen
runden, met werdicheyl.
Nach dem Original auf Papier, Mit aufgedrUcktem^ grosstentheiis erhaltenem Siegel.
I»CCCX1I.
D^r Rath vmi Reval giebt dem Rathe von Riga Kenntniss von der Klage der
Russischen Kaufteute in Novgorod uher die Mangelhaftigkeit und Kurze
der eingefUhrten Tiicher und uber die in der Newa geschehenen Be-
raubungen. 0. J. (1421. Vor Mdrz 16).
Honorabilibus ac discretis viris, proconsulibus ac con-
sulibus ciuitatis Rige, amicis nostris sincere dilectis.
XJirsanien heren vnde bysundergen leuen vrunde. Iwer ersamheid bidde
^y to wetende, dat hir Russche boden ghekonien sin vnde brachten werue van
>rote Nowerden mank andern weruen van der vpgiffte van dem werke vnde
an der korte der lakene vnde clageden, dat eren broderen dar vele to kort
nschege, vnde let den vredebreff lesen, den de boden der stede diisses landes
V latest vppe crutzekussinge ghemaket hebben to Nowerden. Ok so warff
1^ sulue bode van deme gude, dat en in der Nu nv in deme zomere latest
orghanghen genomen wart*, vnde segede, dat Grote Nowerden dat gud vnde
re lude van vns wolden wedder hebben, dar wy mank velen worden to ant-
erden, dattet vnse sake allene nicht ene were, dat were der gemeynen stede
ride copmannes sake. Dar antwerde he wedder to, mochte en ere gud vnde
fe brddere reyde wedder werden, dat zegen se gerne; schege des nicht, so
rie wolde Nowerden ere bridere nicht vorworpen hebben, vnde wolden dat
edder an deme copmanne vnde an de stede soken, wente ere gud vnde ere
rodere weren in de henzestede gevoret vnde ghekomen, vnde se willen
? crutzekussinge vorwerpen. Dar antwerde wy erne wedder tho, de stede
ide de copmanne wolden de crutzekussinge holden, deme copmanne schege
1) Vgl. M 270.
798 (1421. Vor Marz 16).
vele hofiiodes vnde vnrechtes bouen de crucekussinge to Nowerden, wolden se
de breken vnde nicht holden, dat God dat richtede, vnde wj boden vns dar-
to, dat wy dat cruce darvp kussen wolden, dat wij rades vnde dades vnschui-
dicb sin, dat en ere gud vnde brodere entforet sin, vnse g6dere vnde lude sind
vns myt den eren genomen vnde entforet. Also scbedde he van hir etc.
Proconsules et consules ciuitatis Reualiensis.
S<ich eintr dem folgeiiden Schreibfn (No, 813) beigelegten AbBckrift amf Pofier,
im:!ccx:iii.
Der Rath von Riga zeigt dem Rathe van Lubeck an, dass die Russen in Novgortd
in Erfahrung gebracht haben^ die ihnen genommenen Guter seien nebst dm
gefangen genommenen Leuten nach Wismar gefuhrtj und nun die Er-
stattung der GUter und die Loslassung der Gefangenen forderny sendd
auch Abschrift eines Brief es des Raths zu RevaL 1421. Marz 16.
Vnsen vruntliken grut vnde wes wy vormogen to jwer behechlicheid
vorgescreuen. Ersamen heren vnde werdigen vrunde. Also der stede boden
myt vns inme lande jwer achbaren wyssheid gescreuen hadden, dat de iNo-
werders en openbare geruchte mank sik luden leten, dat ere gnd, dat en in
der Nv latest genomen is, to der Wismer sy ingevoret vnde vpgeschepet, so
wiilen jwe ersamheid nv andachtichliken vornemen, dat nv in Palmendage was
de hertoge van Grote Nowerden by vns vppe vnseme radhuse vnde mank
anderen weruen siner drepelikesten werue en was vnde vns ansprak vmme dal
gud, dat in der Nv, alse vorscreuen is, den suluen Nowerdern is genomen,
vnde sede, dat dat gud in de getneyne hensestede gekomen is vnde ere bro-
dere noch darmede gevangen vnde buten sin, dat de Nouwerders vppe nemende,
men vppe de genieyne henzestede vnde vppe den copman zaken willen vnde
eren schaden nahalen, wor se kunnen. Darto togede de sulue bode enen bren
di'M iM^rn koninges van Dennemarken, de inholt, dat de konink en gescreueo
lielTt, dat dat vorscreuene gud in de hen. eslede ghekoinen sy, also de suluc
\}{u\{* openbare vor vns bekande. Ersamen heren, hir moge gij ynne merken,
dat He nicht et\i^ meynen, men eren schaden myt den Dusschen copman
vndif di'H <!0[)mans gud sik to beleggende, wor se dat bekomen mdgen. Item
was (l<» Hi'im* bode wesen by de heren van Reuel, vnde wat he dar woruen
hefft, vinde ^ij in ener copien hir mede ynne vorwaret. ' Worvmme, achbaren
1) .^i^ 812.
1421, Marz 16. 799
en vnde leuen vrunde, willet dijt to herteri nernen vnde mil iwer ersamen
'sichticheid hulpe vnde rade vnde der gemeynen stede, de gij darto gebruken
gen, vnde willet dijt also v6gen vnde scbicken, dat den Nowerders ere gud
Jder werde edder betalet, vnde ok de Russen, de darby weren vnd nocb
'angen sin, los gelaten werden nriyt den ersten, dat gij m5gen. Isset dat des
ht ene schud, so ene kan dat anders nicht gevallen^ God allemechtige wille
sunderlikes vor sin, de stede vnde de copnian m6ten darvmine grote be-
ediget werden, dat gij myt jwer vorsichticheid wol wandelen m6gen, also wy
)en, dat gij d6n willen, vnde begeren des iwe bescreuene antwerde myt den
ten, wente wy denie suluen boden gelouet hebben, dat wy iw heren dyt
iuen willen vnde jwe antwerde en witlik to donde, dat erste wy mogen.
rmede sy iwe ersarnheyd beuolen Cristo deine beren in bescherminghe to
3r tijd. Screuen in Palmendage, anno etc. XXI.
Borgermeystere vnde rad der stad Rige.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtigen vnde wisen niannen, heren borger-
ysteren vnde radmannen der stad Lnbek, vnsen leuen vrunden.
Nach dem Original auf Papier mit einem Theil des au/gedrUcktett SiegeU,
DCCCXIV.
r Rath von Stralsund ersucht den Rath von Lubeck und die ubrigen Hansestddtey
sich des Heinrich Greverade in seinem Streite mit Albert Clipping wegen
genommener Weine anzunehmen. 0. J. (1421). Marz 29.^
Vnsen vruntliken denst vnde wes wy gudes vormogen tovorn. Ersamen
en hern vnde sunderghen vrunde. Hinrik Greuerade, desses breues wyser,
leen, ghenomet Albert Clippingh, hebbet ene zake to hope van wyne wegen, de
inomen weren van den Hispanigern in Bernd schepe van Munster in der
{selschen viote, welke zake se vor vs ghehandelt hebben vnde Hinrik
'uerade sik beropen heft, bewysinghe to bringende van dem copman vth
ndern, dat, do de wyne komen weren in Engheland, dat dar do mede was
vate wynes, dede em tohorden vnde myt sime merke ghemerket weren,
e de merke do vthghehouwen wurden, alse iw Hinrik wol berichten mach
ier, wo zik dat heft. Worumme, leuen heren vnd vrunde, wy iw mit vlile
len, dat gi Hinrike vorscreuen iuwe vorderlike breue an den copman vor-
uen geuen willet, dat se vs toscriuen, wes en dar witlik ane is vnde wes
larane vorvaren. Ok bidde wy, dat gi darvp vordacht zin, alse vmme den
1) Vgl. ^ 414.
800 (1421). Marz 29.
anual vnde schichte^ de desser jar Hinrike ouerghink in Vlandern^ wente nacb
vnser vorvarynghe so qwam em dat vnreddeliken by. Hirvmme, ofte id iw
behaghe, dat gi dar also vp denken^ dat gi id also slichtes nicht henne ghao,
vppe dat in tokomenden tiden eneme anderen bedderuen manne alsulkes nicht
gbeboden werde. Sijt Gode beuolen. Screuen sabbato ante dominicam Qoasi-
inodogeniti^ nostro sub secreto.
Consules Stralessundenses.
Aufschrift: Conirnendabilibus ac honorabilibus magne sapiencie viris,
dominis proconsulibus et consulibus ciuitalis Lubicensis. necnon nuncciis cod-
suiaribus communiurn ciuitatuni hanse Teutonice, prout nunc in Lubeke coo-
stitntis^ nostris arnicis et fautoribus preainandis, cum decencia presentetur.
Sack dem Original auf Papier. Mit Resten des als Pr easel au/gedruckten SiegeU.
wv.w.
Der Rath von Lubeck legt den Liejldndischen Stddten die Nothwendigkeit dar, jtdm
Handel mit Russland unhedingt zu vermeiden und zu unterdrucken, spridd
die Hoffnung aus, dass es gelingen werde, die Freiheit der gefangeiun
Russen zu bevnrken, und wiinscht zu erfahren, ob Novgorod dam h-
friedigt sein werde, 0. J. (1421. Vor Jul. 12).^
Jursamen guden vrundes. Juwen breff^ darane begrepen is des houes-
knechtes brefF van INougarden an iw gesand etc., hebbe wij beyde wol vor-
nomen. vnde vns vorwundert sere, dat gi vns des breues, den wij iw in vor
tijden sanden, sprekende an Groten Nougarden van der gevangenen Russeo
wegen, nyn antword van Groten Nougarden geschicked en hebben, vnde den
suluen breff^ nademe gij wol wisten vormiddelst ynneholde der copien, de wi|
iw daraf sanden, wat macht darane lach. so lange bi iw licgende helden, vnde
wanne id sijn mochte, so wiste wij dar noch gerne eyn antworde van, so verne
gi ene den INougardes na vnser begeringe geschicked hedden. Vnde wente wij,
leuen vrunde, warliken iruaren hebben, dat ichtesweike rouebare sin, de sil
vte des copmans rechte gegheuen hebben vnde sunderlike weghe zoken, den
Russen gud tolovorende vnde mit en to kopslagende tegen ynneholde der schra,
vnde ok lichte wol eyn del sin, de des gelikes don, de noch borgergeld hebben
in den steden, vnde wente dit alie den steden duncket eyn grot vorderffvnde
vorvang sin der stede vnde des gemeynen Dudesschen copmans, de Rusland
1) Vgl. M 340.
(1421 Vor Jul. 12.) 801
plecht to vorsokende, so sint de stede vppe dessen dach hir bynnen vnser stad
vmme der vnde ander zake willen to daghe vorghaddert endrechtliken ouereynge-
koroen vnde hebben gesloten, hir openbar vmme des gemenen besten willen in den
steden to bedende, dat nymend bi liue, gnde vnde ere de Nw noch Rusland
vorzoken edder mit yenigen Russen kopslagen efte handelinge hebben en schal,
vnde de stede begeren, dat gi mit den ersten hir ouerscriuen, we de yenne
sin, de sik in vorscreuener wijse vte des copmans rechte gegheuen vnde mit
den Russen gekopslaged hebben, vnde ok we id na desser tijd mer deyt, vnde
alse de stede dit hir aidus gesloten vnde boden hebben, begeren se, dat gij
id des gelikes mit iw ok beden vnde ok also strengeliken vorwaren vnde ge-
sloten holden, bet dat iw de stede darvan anders wes benalen. Vnde bedet ok,
leuen vrunde, bi der vorscreuenen pene, dat men nicht envorkope in also-
dane hande, darvan to beuarende is, dat id vp de Russen moge gevored werden,
vnde wanme dit also strengeliken hold, vormode wij vns, dat id mit den Russen
deste er to enen guden ende komen moge. Wi| begeren ok, dat gij id bi
iuwer herscop van dem orden gudliken vorarbeyden, dat se id also schicken
vnde voghen vmme des gemenen besten willen, dat id de eren ok holden,
also hir vorgerored is. Vurder, leuen vrunde, alse vmme de gevangenen
Russen etc., dar hebbe wij mit groten kosten so hoghe vmme gearbeydet, dat
wij hopen, dat se los werden, vnde alse vro dat geschen is, wille wij iw dat
benalen, auer vmme sodane gud, alse en genamen is, enwete wij noch tor tijd
Dyne wijse, wente de yenne, de dat genomen hebben, in der stede macht,
borsam vnde gerichte, als gij lichte wol weten, nicht en sin. Ok, alse wij
▼ornomen hebben, so enquam alsodanes gudes in dat Wismersche dep nicht
den XVI stucke wasses, dat doch tohand van den, de dat genomen hadden,
van dar wedder geuored ward. Duchte iw ok, leuen vrunde, hemeliker wijse
to irvarende: eft de Russen los worden, alse wij hopen, dat id schen schole,
wer de copman, wanne de Russen los weren, darvp icht Rusland velich mit
iiue vnde gude zoken mochte, vnde scriuet vns des io iuwer antword. Sijt
Gode beuolen.
Ohne Unterschrift.
Dominis proconsulibus et consulibus ciuitatum Tarbatensis^ Rigensis,
Jleualiensis.
Ncuih dem Concept auf Papier,
101
802 (1421 Sept. 1.)
l^Lk.
Der Rath von Lubeck spricht stch wiederholt gegen den Rath von Dorpat dakin aus,
dass es misshch sei, die gefangenen Russen nach Novgorod zuruckzusenden,
bis man sicher seiy dass dann auch die dort gefangenen Deutschen wiirdm
frei gegeben werden und die Reise dahin gefahrlos untemommen werdm
konne^ bittetj dartiber insgeheim Nachricht einzuziehen, und wamt audi wr
indirecten Verletzuugen des bestehenden Handelsverbots. O.J. (1421. Sept. 1}
Darpte, vp sunte Egidii dage.
rjrsamen leuen vrunde. Juwen breff jnneholdende, wo iuw grote Now-
garden eynen breff gescreuen hebbe, dararie gi vorstan^ dat de Nougardescbe*
reyse nynerleye wijs wil geopend werden vnde dat se nynen vrede mit dei^
steden vnde copman holden enwillen^ id en sij dat en ere broder vnde gud
wedder werden etc., hebbe wij wol vornomen vnde wij hebben iw, den van
der Ryge vnde van Reualle der stede rnenynge van der Russchen reyze vnde-
der Russen wegen hir to lande gebrocht to twen tijden vterliken gescreuen ^ vnde
besunderen screuen wij iw latest, dat wij id mit der hulpe Codes vnder groten kosteo
vorarbeydet hedden, dat de gevangenen Russen los vnde in alsodaner stede wereo,
dar men erer wol mechtich si], auer se ouertosendende, er datmen ende wetet
wo id de Russen mit den Dudeschen copmanne holden willen, enduncked vos^
nicht radsam sin. Ok wete gi wol, dat de stede nyne macht en hebben ouer
de yenne, de den gevangenen Russen dat ere genomen hebben, vnde wolde gi|
nu, alse wij iw er gescreuen hebben^ vorborghener wijsQ iruaren bi dei»
Russen, eFt se alsodanen schaden icht ouerseen wolden. alse eren broderen
geschen is van den, der de stede nicht mechtich en syn, vnde wesen des
tovreden, dat men en to leue ere brodere los vnde qwijt ouersende, dat vos
doch grote arbeyt gekostet heft, er id darto gekomen is, vnde wer de copinas
darvp mit sinen gude Nougharden icht velich to vnde aff vorsoken mochte?ppe
de crutzekussinge, dat seghe wij gerne vnde duchte vns wol geraden sin, vnde
hir hadde wij lange gerne eyn antword van geweten. Vurder, leuen vrdnde^
hebbe wij wol iruaren, dat gi, bouen dat iw vorkundiget is geworden, dat de
stede de Nougardeschen wolden vnde willen gesloten hebben, bet dat se iw
anders wes vorscriuen, stedet hebben vnde steden, dat de Pleskowen mit gude,
dat en de Nougarders gebrocht hebben vnde bringen, in iuwe stad komen,
dnr to vorkopende, vnde wes se dar van den in wen kopen, den Nougarders
1) Vgl. M 870. 809. 340.
(1421. Sept. 1.) 803
wedder tor hand bringen^ des sik de stede vnde wij van iw io nicht en be-
sorgeden, vnde begeren noch, dat gij darvore sin vnde des vmme horsam der
stede vnde des gerneynen copmans besten willen nicht ensteden vnde, eft ok
yemend tegen der stede bod darane gebroken hadde, ernsth'ken straffen vnde
rechtuerdigen, vppe dat den steden darvmine nynes vnwillen to iw nod enwerde.
N<Mch dem Concept auf Papier.
I»CCGX¥11.
Der Rath von Lubeck beschwert sich gegen die Vogte und Beamten von Dittmarscheny
dass der Schiffer Peter Steer bei der Strandung seines Schiffes an der
Bergung des Schiffsgerdths und der Waaren behindert set. 0. J. (1421.
Urn Sept. l,y
Wisen vnde vorsichtigen mannen, vogeden, radgheueren, sluteren vnde
zworen des landes to Ditmerschen, vnsen besunderen leuen vrunden. Be-
sunderen guden vrunde. Vns heft berichtet Peter Steer, vnse leue nnedeborger,
wijser desses breues, wo erne kortliken sin schip, Gode entfarmet^ bleff to
Roden Merne, vte welken schepe he wol mochte geberged hebben tow vnde
'dkel des suluen schepes vnde ok enes deles des gudes darynne wesende, alse
''ocgen vnde holt, ok vnsem borger tobehorende, dar enrie doch etiike van den
•
)uwen hinder vnde wedderstal ane deden, erne dar affdriuende vnde sik des
^f^derwindende, alse he iw wol berichtende werd. Vnde besunderen nennen se
^nie sin bot van den vorscreuenen schepe mit deme, dat darynne was. Des
^>) vns van iw vnde den iuwen io nynewijs besorged en hadden, nademe wij
i^it iw nicht enweten, denne sunderge leue vnde vrundscop. Worumme, guden
vrunde, wij iw bidden, dat gij id mit den iuwen also vogen, dat den vnsen dat
€re en also entferdiged vnvertogerd gudliken wedder werde, vppe dat vns
nynes vnwillen darvmme mit iw nod en werde. Dat wille wij vmme iuwe leue
g^rne vorschulden, wor wij mogen, iw hir ok also vrundliken bewijsende, alse
gij wolden, dat wij bi den iuwen don scholden. Sijt Gode beuolen.
Nach dem Concept auf Papier,
1) DftB Sohreiben steht auf demselben Blatte Papier wie M 816.
lOl*
804 (1421. Nacb Sept 1.)
I » I'
iCXHLII.
Der Rath von Lubeck zeigt mehreren Stddten an, dass er in Gemdssheit der Urn
ubertragenen Befugniss alien Handelsverkehr mit Russland untersagt Aoie,
und bittet, das Verbot in gehoriger Weise zu verkundigen. 0. J. (1421.
Nach Sept. 1).
Wismar, Rozstok^ Stralessund, Prutzen, mercatori in Flandria.
fjrsamen leuen vrunde. Juwes radesciiinpane^ de nu latest hir bynrien
vnser stad to dage weren^ mogen iuwer leue wol berichted hebben, wo hir van
den steden vnder andern weruen gehandelt ward van der Nougardesschen reyse
vnde wo de zake bi vns gesat ward, des besten darane to ramende, alset vns
vor de Steele vnde copman Rusland vorsokende nuttest duchte sin. Also bebben
wij vns dar vterliken niede bekummert vnde envunden in den dingen nicht
nutters na erer leghenheyde vnde to dwanghe der Russen, den datnien de reyse
ghans slote, vnde hebben darvp den Lijflandeschen steden gescreuen van der
stede wegen^ dat se in eren steden strengeliken beden, also dat nymend bi
line, gude vnde ere de Nw noch Ruslande envorsoke noch mit yenigen Russen
kopslage noch handelinge en hebbe vnde datmen ok nyn gud envorkope io
alsodane hande, darvan to bevarende is, dat it vp de Russen moge gheuured
werden. Vnde wente wij, leuen vrunde, dat in vnser stad in deni mytwekene
erst tokomende bynnen vnser stad ok des gelikes vtkundigen vnde beden willen,
so begere wij, dat gij id van stund an, alse gij erst fnogen, ok vtkundigen,
vppe dat sik eyn islik darna wete to richtende. Wij hebben ok den Lijflande*
schen steden mede gescreuen, dat se de vorscreuene reyse, alse vorgerored is,
gesloten holden, bet dat en de stede anders wes darvan benalen. Sijt Code
beuolen.
Nach dem Concept auf Papier. Ohne Unterschri/t
Johann /, Bischof von Ratzeburg, schreibt dem Rathe von Lubeck uber die detn
Kirchherrn in Behlendorf von einem Lansten zugefugte Gewalty versprid^
auch, an den Herzog Johann von Mecklenburg in der ihm angegehenen
Weise zu schreiben. 0. J. (Spdtestens 1422. Jan. 7).^
Johannes, Dei et apostolice sedis
gracia episcopus Raceburgensis.
Vnsen vruntliken grut tovorn vnde wes wy vorinoghen. Ersamen leuen
heren. Alz gy scriuen van juwes lansten weghen in der sake twischen synem
1) Der in dem Schreiben erwfthnte Ilerzog Johann IV von Mecklenburg starb am 16. Oct. 142t.
(Spatestens 1422, Jan. 7.) 805
eghen kerkheren van Belendorpe etc., hebbe wy entfangghen vnde wol vor-
nomen. Des beghere wy ju to wetende, dat juwe lanste vorscreuen juwe ant-
werde vnneeschet syne verde ghingh, er wy dat wysten, vnda na syn kerkhere
de weddersate syn recht yeghen em an was to vorderende, in des yeghen-
mannes afwesende^ alz sik in dem rechte dat ghebord. Ok heft vns de kerk-
here to kennende gheuen, dat he mit dessern suluen juwent lansten ene zone
heft vinme sodane wunden, alz he, de lanste, an em gewracht heft. Vnde
wente nu de sulue juwe lanste dem kerkheren ouerlast ghedan heft, godesdenst
to vorstorende in sunte Stephens daghe neghest vorghan, darvmme dat he nene
losinge en hadde van dessen wunden vnde ouerghangh, alz he an dessem kerk-
heren beghan heft, en de kerkhere in godesdenste nicht lyden sunder myden
nioste by eren vnde by syneme ampte, so heft juwe lanste dem kerkheren,
vnsem armen papen, gedrowet, alz he ok noch deyt, in dat ergheste etc. Doch,
leuen heren vnde vrunde, alz gy vns bidden, de sake vptolecghende bet to
Lichtmissen, des hebben wy dat recht twyschen se beyden vort vorsettet bet in
den ersten rechtdach darna vmn)e juwer bede willen. Beclaget syk ok vnse
bedderue kerkhere vnde pape vorscreuen, dat he nicht zeker mach vor em
r
wesen, bidde wy juw, dat zo to voghende mit juwem lansten, dat he synem
Kerkheren vnde deme kerspele nene vorstoringhe do in godesdenste vnde ok
dem kerkheren nene wait mer do, wan he dan heft, vnde dat Gode vnde vns vmme
den ouerghangh ok sche, alz redelik vnde mowelik is; anders moste wy darmede
varen, alz dat recht vtwyset. Ok, leuen heren, wetet, dat wy morghen vnsen
boden senden willen an herteghen Johanne vmme den sevund, scriuende van
Borden to worden, alz wy dat concept van dem erbaren heren, mester Pawele,
Juwem scriuere, van juwer weghene entfangghen hebben. vnde syn antwerde
•
juwer leue gherne wedder benalen, alse wy ersten konen. Syt Gode bevolen.
Screven in castro nostro Schonenberch, feria quarta post Epyphanie, nostro
8ub secreto.
Aufschrift: Den ersamen vorsichtighen heren, borghermesteren vnde rat-
\ niannen to Lubeke, vnsen sunderghen ghunren vnde vrunden.
I iVacA dem Original auf Papier, Mit Spur en des aufgedrUckten SiegeU.
^*'* . UKL Im Apr.)
^ %
trr .Ma u ^JJi^cK f-mmmrt imn jSaik§ van Darpai, da$$ er kinsichiHch der ge-
omrFUfHtm '-cssLtetum inar ^rr^ hmmiht gewesen sei, erirmert dararij da$$
•:d s €mmmu ler j^fomumam RuMsen bewirkt habe und warrU vor aUen
rtftiztauiem .ds Vrooi 'trntchm^ Bandels mii den Russen. 0. I
"nsimtfii «iMii J t>«Huiuer^fi vrtmde. .Use gij vns er vaken vnde ok na
^if^^i'i'Meu 'tfMut?«^ tuuNNHtiK laiwtf liar tioch init gantzer macht jo ernstlikea
•rtfte ' »i>^%»M -.ju ♦41 ieti ^oujcitrtirr^ ere boden vnde £ud sunder lender to-
^ti^T^ni;,** ^\^u%iff%- *%rrtie^ tnitie iU^t voniret^ vnmot vnde vnvorwynliken schaden
a%uiMt%xf tiue lO- , 't*a(i« 'Vtt wtii vumuineii vnde wij wolden gerne weten,
•vw _ti :Ai tr«iK*a«^u •iia«i ti ^««4. M^a^ ^ dar SO ernslliken ynne scholen vor-
^i^t*4t -*u. v^iut** M«*u au«ft«^rt^ ^4e«M^^ vtnlQ' de vursuinenisse by vns io nicht loge-
xuuttti^it u V, *t>« i«i '¥ eiittiiitt aiMi#ren gjeschen is, vnde gij ok io wol
^vv\tMt^ ;.u tt* v^^Mtie. i# let* {{iii&iMMt dal ere u::eflomen hebben^ in der stede
itactu uKxM It ^iu. Wot«ii^ ;C*t *^i^% ^iuk tii«^a de^ dar de vorsumenisse by ge-
sctitfn >. utivtttiti^ ^^iiu^lMCM^ ^tt%i^ ittiutede varder, den wij alrede bi de
Wi>s{i:ei^i;t»t*u ^v^oiAu i^^oiii^a^ ia4 ^ d^niitf de iuwe fair ouersenden, so wille
Tir le (uut«it*«t ^;.eue )<ii' <»k ,i5Nrtt« l>i vortNiiien^ vtnme eyntodregende, wes dar
iuices4 M _fu^u ^i). ^^ii )t^aCi«MA m ok er gescreuen, dat wij mit groten
iusct'M nue tti^ftiue u ^a ^#4tt# 45^r<H:hi tiebben^ dat de gevangenen Russen
i\ r'ftet -;riie ^iit> tA4 i««a .4^4 \««^i utechtrcb is^ Konde vnde wolde gij vns
le vi!:^e itr 'u^i>c< tut*«i^ v%^ v%4| iai bibrtu^p^i iiiochten. dat en ere gudere
^•Miuer vortit^it, ut \«vid^ v^i ^iiik^ tH^^leit ^[jeme aoe ramen, auer wij en sint
ifp^r ukum T!e4*fttrciu ie u ^'m ^t»4iutii^it li^iHNi^ vnde wij meneden io, dat wij
t;ir i:w!K >4:nutaeii ui^ vuitteut'i i^i^t^r^tti^ d4ii4 wii id so hogbe vorarbeydet hebbeo,
i^i w zevruiiC^Mt'M Itu^^'ii oq^ >*ti ^«iiui«ivti. Vurder^ leuen vrunde, hebbe wy
wol rr-^r^Mi. lai ^tt , i>oue4i viai %ii voikttUhlup^ iS' ge«orden, dat de stede de
^o»nrar'i»*<t:ie *^*v>^* woiu^'ti wtue v%iileu ^^ottMt bebben, bet dat se iw anders
was vors»r»^!i**M . >£e*iei leootu vtuie >4t*ueiu dat de Pteskowers mit gude, dat
^n 'I** NouiTiii. 1^.^ i«onjciu leiii^tMi vitue t>rtn^ett^ \u iuwe stad komen, dat dar
rn rrxntnys^^^ \,^^ Jumie aoch niuuzuiMr uxi (!fr(iu«ib«ft UtiiLM I'V**'' iteliea» w«lck«8 aach du Concept in ^
(1422. Irn Apr.) 807
to vorkopende, vnde wes se dar van den iuwen wedder kopen^ den Nougarders
i^^dder tor hand bringen, alse gij dar ok nii in iuwen breue van raeden, des
sik de stede vnde wij nynewijs van iw enbesorgeden, vnde begeren noch, dat
gij darvore sin vnde des vmme horsam der stede vnde des gemeynen Dude-
schen copmans besten willen nicht en steden^ vnde eft yennend tegen der stede
bod darane gebroken hadde^ dat gij dat ernstliken corrigeren vnde rechtuerdigen,
irente de stede van stund an bestellen willen bi den coprnanne to Brucge, dat
[trien] alle gud, dat sint der stede bode also gekoft is, gerosteert werde also
lange, bet dat de stede dar vurder vmine gesproken hebben. Sijt Gode beualen.
Nach dem Concept auf Papier, Ohne Unterschri/t.
Der Rath von Luheck schreibt dem Rathe von Reval^ dass die Stddte gegen Ver-
letzungen ihres Verbots des Handels mit den Russen Mittel tourden zu
finden vnssen, hittet auchj denjenigen Beistand zu leisten, die um ihres Ge-
horsams willen wegen abgeschlossener Kdufe in Anspruch genommen werden.
0. J. (1422. Im Apr.)
Reuale.
Jirsamen leuen vrunde. Juwen brefF ynneholdende^ dat gij de articule
van der Nougardeschen reyse in iuwer stad hebben openbare gekundiged na
d^r stede und vnsen begherte, vnde willen dat ok gerne strengeliken holden
"a al iuwen vormogen etc., hebbe wij woi voruomen vnde dancken iw leffliken,
dat gij den steden horsam sint, vnde alse gij scriuen van der hanteringe, de
to Darpte schut van den Pleskowern etc., dar werden de stede wol remedia
^ntegen to vindende, wente se willen van stund an den coprnanne to
Brucge scriuen, dat [se] alle gud, dat also sint der stede bod gekoft is, dar
S^rosteerd werde, bet also lange dat de stede dar vurder vmnie gesproken
hebben. Vurder, leuen vrunde, hebbe wij wol vornomen, wo ichteswelke tnetie
k coplude, de gud vor dem bode vordinged hadden, vmme der stede bodes willen
dat sulue gud wedderseden vnde enwolden vmme horsames willen der stede
d^s gudes nicht ouerantworden., ansprake darvmme liden van den yennen, den
^^ dat gesecht hadden vnde de den steden vnhorsam sin. Bidde wij, dat gij
4eD vromen luden erer woldat vnde horsames io geneten laten, se to beschut-
t^de vnde to vryende van alsodaner ansprake, alse dat redelik is, vppe dat
Ur stede bot de strengeliker geholden werde. Dat wille wij gerne vmme iw
I
(1422. Im Apr.)
▼orschulden, wor wij mogen, vnde gij bewijsen den steden dar willen :
wente se ok nicht en willen, dat yernend vmme sodanes horsames vnde \
dat willen beschediget werde.
Nach dem Concept auf Papier, Ohne UnterBchrifU
IKK
Kriegscontingentgesetz, beschlossen fur den Bohmischen Feldzug auf dem Reichstag
Nurnberg. 1422. August.
Anslag des teglichen kriegs zu Beheim.
(Schluss.) Regenspurg
Lubeck
Hamburg
Mulhusen
Northusen
Gossier
Aschirslewe
Halberstat
Quedlenburg
15 gleven 15 schuczen.
30 gleven 30 schuczen.
20 gleven 20 schuczen.
8 gleven 6 schuczen.
5 gleven 10 schuczen.
0 gleven 6 schuczen.
0 gleven 10 schuczen.
0 gleven 10 schuczen.
0 gleven 10 schuczen.
Aua dem (binnen Kuraem erecheinendem) aehten Bande der deutachen Reichstapsakten: Retekatag m ^i
berg 1492.
»C€CXXI11.
Der Hath von Lubeck ersucht den Rath von Wismar um alsbaldige Sendung van Rai
initgliedern, um mtt dem Herzog (Heinrich) Rumpold (von Schlesien) in F
handlung zu treten, mit der Anzetge, doss gleiche Einladung an Hamh
Rostock und Stralsund ergangen sei, 0. J. (1422.) Oct 20.^
Vrundliken grut vnde wes wy gudes vonnoghen tovorn. Ersamen lei
vrunde. De her hertoghe Rumpold heft vns ghescreuen enen breflF van D(
1) Vgl' WAits, SohleBwig-HoUteius Gesohiohte Bd. I S. SSO.
(1422.) Oct. 20. 809
nitze, darynne wij vornemen, dat he aiiendlangk yn vnser stad wyl wezen, den
dach yn vnser stad to holdende, den he vore den steden toscreuen hadde yn
ju^rer stad to holdende etc., de sulue here vns vorder byddende, dat wy den
van Hamborch, juw, Rostok vnde Stralessund vorscriuen wyllen, dat se ere
vrunde sunder sumend to dessem benomden heren yn vnse stad senden, also
liebbe wij den van Hamborch vorscreuen, dat se ere vrunde morghen auend
yn vnser stad hebben; dergheliken bidde wij juw ok, de juwe morghen auend
yn vnser stad to hebbende, des heren weruenghe dewyle to vornemende, vnder-
des mochten de andern stede ere bodescopp ok darby voghen, vnde bidden
sunderken, dat gi desses vorder willent vorscriuen den van Rostoke vnde
Straiessunde, se biddende vnde vormoghende, dat se ere vrunde to dessem be-
nomden heren yn vnse stad ok senden wyllen sunder sumend. Hijrane bewise
gi dessem benomden heren besundern denst vnde willen vnde dat wy ok gherne
vorschulden, wor wij moghen, vnde desses juwe gudlike antworde. Sijd Gode
beuolen. Screuen vnder vnsem secret, in der Eluen dusend jungfrowen auende.
Ok, leuen vrundes, bidde wij to eruarende yn her Peter Wilden hus, eft desses
benomden heren knecht mit namen Peter weddervmme komen were, dat gi
xlen morghen myt juw bringhen.
Consules Lubicenses.
Aufschrift: Commendabilibus ac circumspectis etc.
Ntich dem Original im Rathatirchiv zu Wi$mar, D<u aufyedruckte Secret ist abgesprungetu
\iv.^.
KSmg Sigtsmund fordert den Rath von Lubeck aufj das thm auf dem Reichstage
zu Numherg zicgethetTte Contingent unverzuglich nach Bohmen zu senden.
0. J. (1422). Nov. 19.'
Sigmund, von Gotes gnaden Romischer kunig, zu
alien ziten merer des reichs vnd zu Hungern,
zu Behem etc. kunig.
Lieben getruen. Als nechst zu Nurenberg die erwirdigen vnd hochge-
fcornen vnsem vnd des reichs kurfursten einen gemeinen anslag gemacht haben,
^inen teglichen krieg vfiF ein gantz iar zu halden vnd zu furen wider die ketzer
%e Behem vnd ew angeslagen sind dreissig mit gleuen vnd dreissig schuczen
vnd die noch nicht gen Behem komen sind, begem wir von euch mit sunder-
lichem ernst vnd fleisse vnd ermanen euch auch solicher notdurfft, die der
kristenheit anligund ist, das ir Got zu lobe, dein heiligen riche zu eren vnd der
gantzen kristenheit zu hilf vnd zu trost ewer vorgenanten antzal dabin gan
Behem zu dem hochgebornen Fridrichen. marggrauen zu Brandemburg etc.,^
vnserm lieben oheimen vnd kurFuersten. hauptman desselben kriegs, vnuer^
czogenlich schikken wellet, das solicher anslag an ew nicht g^ebreche. Daran tu^
irvns sunderliche dinst vnd beheglikeit. Geben zu Presburg, an sand Elizabet
tag, vnser riche etc.
Ad mandatum domini regis
Franciscus, propositus Strigoniensis.
Aufschrift: Den ersamen burgermeister, rate vnd burgeren gemeinlic=2b
der statt zu Lubek^ vnser vnd des richs lieben getreuen.
Ncuih dem Original auf Papier, Das in rothem Wacha aufgedrUckte kleine Siegel K, Sigitmunds ist ^r^mm
grosseren Theil erhalten.
1 1 K r
Geleitsbrtef des Raths von Luheck fur mehrere zur Bekdmpfung der Ketzer nat^A
Bohmen ziehende Krieger. 0. J. (1422 f)
Wy borgerrncv^tere vnde radman der stad Lubeke. Bekennen vnde bf-
tugen openbare in desseni breue vor alsweme, dat Ecgerd Borchardes, Stacius
van Bentorpe, Pawel Lambertessone, Hans Lepele vnde Hinrik Slange, wijsere
desses breues in den naiiien vnser erbenomeden stad, wente wij se darto ge-
sterket hebben^ deme alniechtigen Gode to loue, deme hilgen cristenen geloueo
to sterkinge vnde vmine salicheid willen erer selen in dat koningrijke to
Bemen then vnde reysen willen, vmriie to helpende to vorstoringe der vor-
ghiftigen vnde vordonieden ketterye, de, Gode entfarmet, darsulues vpgestan
is, vnde bidden hirumme alle vnse heren vnde vrunde vnde alle bedderuen
cristenlude, dat se de ergenomeden Ecgerde, Stacio, Pawele, Hanse vnde Hin-
rike to eren vnses aldergnedigesten heren, dem Romischen koninge, in also-
danem saligem werue vnde gheschefte mit rade vnde dade trostlik vnde truwe-
liken behulpen sin, dat Ion darvore nemende van dem almechtigen Gode. Ok
wille wij id vmme eynen yewelken na gebore gerne vorschulden, wor wij koneo
vnde mogen. Vnde desses to tuchnisse etc.
Nctch einem Entvourf oder Concept auf Papier.
(1423. Anr. Januar.) 811
Ik
I^^T RaA von Lubeck ladet den Rath von Bremen zu etnem wegen der Vttalien"
bruder zu haltenden Hansetage ein. 0. J. (1423. Anf. Januar).
Dominis Bremensibus.
Jlirsamen leuen besunderen vrunde. Alse gij wol weten, dat, Gode ent-
farmet, grote scbade geschen is vp der zee van den vitallienbroderen^ vnde
besunderen in Vresiande, dar gi nu mit den^ de de van Hainborch vnde wij in
Vresland gesand hadden, ok word van hadden etc.^ also^ leuen vrunde, hebbe
wij vmme des menen besten wiilen, nadeine wij ok irkennen, dat vns alvmme
vnde dem copnianne dar dreplik nnacht ane licht, vorarbeyden laten, dat de
stede Rosteke, Stralessund, Wismer, Grypeswold, Stetin vnde mer stede ere
radessendeboden hir hebben willen vppe sunte Fabiani daghe erst tokoinende
in vnser stad, vmme to handelende, women bequemelike weghe vnde wijse
darto vinde, datmen de zerouere vte der zee beholden moghe. Vnde wente
Wen, leuen vrunde, iuwer dar sunderges behofF bi heft, so bidde wij iw, dat
gij des nicht en vorlecgen, gij en hebben iuwe vrunde hir vp de vorscreuene
tijd ok mit vuller macht, in den vorscreuenen vnde ok anderen merkliken
saken to sprekende vnde to den besten to radende, anseende, dat de vor-
screuene zake wichtich vnde van vns alien wol to betrachtende is. Dat wille
wij vmme iuwe ersamheyde gerne vorsculden, wor wij mogen. Sijt Gode
beuolen, vns desses eyn vrundlik antword to scriuende bi dessen boden.
Ohne Unterschrift.
Ncich dem Concept auf Papier,^
ift
Ofto (der Eindugtge)y Herzog von Braunschweig y ersucht die Burgermeister Pleskow
und RapesulveVj es zu bevoirkeny dass Heinrich Ywan mit dem Amte der
Knochenhauer belehnt werde. 1424. Feb. 3.
Otte, hertoge to Brunszwig,
hertogen Otten seliger sone.
Ynsen gunst vnd guden willen touoren. Ersamen leuen bisundern.
Vns is vorgebracht, wu dat eyn gnant Arnd Ywan seligen in der stat to Lubeke
^an dodes wegen vorfallen sij, vnd de hebbe eynen sone nagelaten gnant Hein-
s
1) Aaf demselben Blatte folgt nnmittelbar eine ftholioh Untende Einladnng an den Rath tod Boxtebode.
812 1424. Feb. 3.
rich Ywan, ouk darsulues wonende etc. Bidden we ju met gantzen flite gi
liken, dat gij deme suluen Heinriche furderlich vnd behulpen sin vnd sin bet
getruweliken don vmme vnsen willen, dat on de rad darsulues to Lubeke I:
iehenen mit deme lede in den fleis^chernen , alse dat sin vader seliger v
hadde, vnd bewisen vns darane wiMen, vp dat he vnser bede darto gnete, w
sine voreideren vnd frunde vnsen eldern vaste denstes gedan hebben vnd no
don. Dat wiilen we bisundern gerne vorschulden. Datum Vszler, ipso c
Blasii, nostro sub secreto, sub anno Domini etc. vicesimo quarto.
Aufschrift: Den ersamen hern Jordan Plesco vnd hern Heinriche Ra^
suluer, radman to Lubeke, vnsen leuen bisundern.
Ncteh dem Original auf Papier, Dan au/gedrOckt getoesene Sitgel i»t abgeaprungen.
815
I. Geographisehes Register.
bedeuieu die Summern der Urkunderif die Ausntellungsorte sind durch Hinzujugung einea Sterns angedeutet.
istbuin.
f.
lemulig, ehemuls.
Bckeii.
Abktlrzangeii.
Parst. = FtLrstentham.
Hzgth. = Hersogthom.
Kdf. = Kirohdorf.
Ksp. = Kirchspiel.
Lddr. = Landdrostei.
Prov. := Provinz.
St. = Stadt.
Sohl. = Schloss.
Aiiuisgrauum, G6S.
St. uiid Bisth. ill Jutland, 523.
rf, s. Juliusburg.
w', St. in P'innland, 114. 527. 529. 656.
G.
Name flir einzeliie IlUuser bei
1 <r
, 434.
'agrab, St. und Bisth. in Croatien, 744.
)eck, Arnesboke, Flck. u. A. in Holstein,
I FUrstenth. LUbeek gehorig; Cartliiiuser-
laselbst, 180. 217. 218.
, Schl. in Norwegen, 523.
isel bei Finnlaiid, 523.
Uboicli, St. in Jutland, 523.
}, Albertesvelde, LUb. Enclave in Lauen-
sp. Belilendorf, 591.
Schl. auf der Insel Laaland, 523.
I me, Oldengamme, Kdf. in den Vier-
265. 434.
I , Oldenmolne, Df. bei Miilln, A. Ratze-
3p. Breitenfelde, 38. 385.
.Itena, Meierhof des Gutes OevelglSnne,
ler See in Ilolstein, Ksp. SQsel, 29.
, St. in Holland, Prov. Utrecht, 565.
im, 197. 198. 451.
Ankelem, 26. Anclem, 523.
f. und Hof in Laaenburg, A. Ratzebnrg,
hlendorf, 628.
Anker, Klein, Lutteken Man kere, Df. ebend. 591.
Antworskow, Anderscho , Johanniterkloster,
spUter Kon. Schl. bei Slagelse in Jutland, 348.
Anslo, 8. Opslo.
Antwerpen, 292.
Apenrade, Oppenra, St. an der OstkUste Schles-
wigs, 121.
Arnsburg, Arnsberg, St. auf der Insel Oesel, 12.*
Arfrade, Erweterode, Df. im FUrstenth. LUbeck,
A. Schwartau, Ksp. Curau, 609.
Arpshagen, Erpeshagen, Df. in Mecklenburg,
A. GrevesmUhlen, Ksp. KlUtz, 71. 671.
Artlenburg, Ertenborch, Erteneborch, Flck.,
ehem. auch Schloss an der Elbe, Prov. Hannover,
Lddr. LUneburg, Pahre das., 394. 809 und
Anm. das.
Aschersleben, Aschirsleben, St. in Preussen,
Reg.-Bez. Magdeburg, 657. 822.
Aurich, Awerke, St. in Ostfriesland, 406.
Awerke, s. Aurich.
Awuntzborg, jetzt Aunsberg, ehem. ein be-
festigter Hof in Jutland, 756.*
Axe wo Id, Axewal, Schl. in Westgothland in
Schweden, 523.
Baden, St., 37.* 40.*
Badendorf, Bodendorpe, Df. in Holstein, A. Rein-
feld, Ksp. Zarpen, 545.
103»
816
I. Geographisches Register.
Bah us, Bahuseii; St. in Norwegen, 523.
BUlau, Belowe, Df. in Lauenburg, A. Ratzeburg,
Ksp. Breitenfelde, 204. 473.
Balge, Balye, Meerenge bei Pillau, 384.
BannesdorfjBammerstorpejKdf. aufFehmarn,324.
Bark an, Berchowe, Df. in Holstein, A. Ahrens-
boeck, Ksp. Gleschendorf, 38 S. 44.
Bartzouwe, s. Borzow.
Basthorst, Barsthorst, add. Gut und Kdf. in
Lauenburg, 771.
Baye, Bay von Bourj;n»nifj 725.
Bchlendorf, Belendorpe, Kdf. in Lauenburg,
Liib. Enclave, 591. 606. 810.
Beidendorf, Beyendorpe, Df. im Liib. Gebiet,
Ksp. rrummesse, Sec daselbst, 43. 82. 84.
Belzig, Beltitz, St. in Preussen, Keg.-Bez. Pots-
dam, 57.*
Berchowe, s. Barkau.
Berg, Herzogthum, 534.
Bergedorf, Bergerdorpe, 6. 39. 43. -244.* 245.*
249. 251. 265. 266. 267. 271. 295. 313. 434. 485.
Anna, zu 487. 675. 769. Kreuz-Kapelle das., 6.
Bergen, St. in Norwegen, 71. 184. 471. 610. 745.
Bergrade, Berkrode, Df. in Lauenburg, A. Ratze-
burg, Ksp. Nusse, 67. 125. 134. 202. 592.
Berkenthin, Parkentin, Kdf. in Lauenburg an
der Stecknitz, 2 M. von LUbeck, 162. 591.
Siechenhaus das., 162.
Berlin, 297.*
Bienenb-tittel, Binenbuttele, Kdf. in Preussen,
Prov. Hannover, Lddr. LUneburg, 244.
Blankonburg, St. am Harz, 657.
Blekede, St. und Schl. an der Elbe, Prov.
Hannover, Lddr. LUneburg, 112.* 805.
Blekendorf, Blekendorp, Kdf. ira Gute Futter-
kamp im Lande Oldenburg, in Holstein, 379.
Bliestorf, Blystorpe, Gut und Df. in Lauenburg,
Ksp. Crumraesse, 628.
Blind enburg, s. Plintenbur;?.
Bodendorpe, s. Badendorf.
Bohmen, Bemen, Behem, 3S;2. 541. 54'2. 569.
711. ^U. s•.^5. Bohemia i7'2.
Boitzenburjr, Boyseneborg, St. in Mecklenburg,
an der Elbe, 139. \Cy2. 785.
Bo ken, s. Biichen.
Bokholte, s. Buchholz.
Bokhorst, Df. an der Delvenau bei der Stadt
Lauenburg, 38 S. 48. 42 S. 64.
Borstorf, Borstorpe, Df. in Lauenburg, A. Ratz^
bnrg, Ksp. Breitenfelde, 385.
BHrzow, Bartzouwe, Kdf. in Mecklenburg, A.
Grevesmlihlen, 071.
Boston, St. Bothulf, St. in England, 510.
Bo v en dor f, Bovendorp, eingegangenes Df. in
Holstein, Ksp. Prohnstorf, 336.
Brandenburg, die Mark, 297.
Brandenburg, St. und ehem. Bisth. in Preussen,
Reg.-Bez. Potsdam, .s:3.
Braunschweig, 657.
Bredenvelde, s. Breitenfelde.
Breitenfelde, Bredenvelde, Kdf. in Lauenburg,
A. Ratzeburg, 38. 294. 771.
Bremen, Diocese, 7. 41. 313.373.533.566.732.
Bremen, Stadt, 21.22. 24. 34.* 44. 68. 69.86.
96. 97. 98. 99.* 100.* 101. 102.* 103. 132.
151. 198. 395. 565.* 566. 572. 576.579.*
597. 683. 684.* 686.* 688. 695. 696. 697.
698. 704. 705.* 707.* 709. 710. 712. 720.
721.* 746.* 750. 826.
Breslau, 165* und Anm. das. 166.* 177.*
Br ok. Broke, Df. in Mecklenburg, A. Greves-
miihlen, Ksp. Kalkhorst, 671.
Brote, Broke, in Ostfriesland. 406.
Brligge, in Flandern, 90.* 93. 111.* 143.* U5.
191.* 199* 224.* 235.* 284. 286. 299.* 339.*
359. 414.* 641. 650. 665. 606. 717.
Briinn, Brunnc, St. in Mahren, 382.
Btichen, Boken, Kdf. in Lauenburg, A. Unen-
burg, 599.
Buchholz, Bokholte, Df. am Ratzeburger ^\
A. Ratzeburg, Ksp. St. Georgsberg, 39 S. od.
Buck h age n, Buchkehave, adel. Gut in Schleswig,
bei Cappeln, 610. 613.
Bukow. Neubukow, St. in Mecklenburg, 610. 6li>.
Bui or wig, 8. Vulerwig.
Bunsdorf, Gr.-, Groten Bunstorpe, Dt. im
FUrstenth. Ratzeburg, Vogtei und Ksp. Sch<>n-
berg, 109.
I. Geographisches Register.
817
1. auf der Insel Fehmarn, 366.
I Ungarn, 707.*
iien, 665.
8. Butzen.
ugen, buten Jade, Landschaft in Ost-
id, 96. 10-2.
Busen, ehem. Ortschaft in der Prieg-
58.
, inferior, s. Niederblissau.
ide, Buxstehude, St. in der Prov.
ver, Lddr. Luneburg, 130. 132. 697. 698.
Anm. zu S26.
burg, Callumboroh, St. auf der Insel
d. S0>.*
, Calmeren, St. in Schweden, 523. 789.
Calfto, Schl. in Jutland in der Nahe von
^. t) f^ O m
Diocese, 41. 267. 373.
s. Kamniin.
y, 8. Kaschau.
en, Kerstenhagen, Df. im FUrstenth.
<, A. Schwartau, Ksp. Curau, 801.
Czismer, Tzismer, ehem. Benedictiner-
• in Ilolstein, 703.
Herzogthuni, 665.
s. Kllitz.
, s. Kolding.
I gen, Cordesliagen, Df. in Mecklenburg,
lina, Ksp. Llibsee, 530.
Df. in llolstein, ira Gute Rixdorf, Ksp.
le, 204.
er, s. Kraiupfor.
, St. in Mecklenburg, 424. 458.
58 se, Df. in Lauenburg, 1 M. von Lttbeck,
^heil zu Llibeek gehorig, 39. 43. 82. 84.
)80.
Kurowe, Df. im Fiirst. Liibeck, Llib.
e in der Nahe der Stadt, 708. 801.
in, s. Zarrentin.
orf, Dokendorpe, Df. im FUrstenth.
k, A. Ahrensboeck, Ksp. Curau, 801.
Damme, ten Damme, St. in Westflandern, 339.
414. G41.
Damshagen, Dammeshagen, Gut und Kdf. in
Mecklenburg, A. GrevesmUhlen, 71. 671.
Danzig, Danczik, Dantzeke, Dantzke, Danczke,
Danczike, 87.* 384. 526. 574. 656.* 663. 666.
672. 673. 793. 795.* 790.
Dassow, Dartzowe, Flecken, ehem. Kdf. in
Mecklenburg, A. GrevesmUhlen, 397. 411.
671. 724.
Delmenhorst, St. und ehem. Schloss im Gross-
herzogthum Oldenburg, 698.* 750.*
Delvenau, Delvene, NebenHuss der Elbe, dnrch
einen Graben (grafft) mit dem Mollner See
verbunden und so zur Wasserverbindung zwischen
Elbe und Trave benutzt, 38. 42. 397. 786.
Demern, Demeren, Kdf. im FUrstenth. Ratzeburg,
Vogtei Stove, 38 S. 47.
Deventer, St. in Holland, Prov. Ober-Yssel,
10.* 197. 198. 565.
Dittmarschen, terra Dytmarcie, 359. 647. 817.
Dokendorpe, s. Dakendorf.
Dokkum, Dockem, St. in Holland, Prov. Fries-
land, 401. 421.* 422.*
Domitz, Domnisse, St. in Mecklenburg, an der
Elbe, 246. Domptze, 610.
Dordrecht, St. in Holland, Prov. SUdholland, 228.*
Dornburg, Dorneborg, jetzt Df., ehem. Amt und
Schloss in Anhalt, 657.
Dorp at, Darpte, Darbte, 26. 270. 309. 340.
436. 452. 453. 659. 660. 663. 066. 669. 673.
717. 815. 816. 820. 821.
Dortmund, Dorpmunde, 44. 792. 803. Dort-
mund, 791.
Duderstadt, Duderstad, St. in Preussen, Lddr.
Hildesheim, 657.
Duringen, s. ThUringen.
Ebstorf, Ebbekestorp, P'lck. in Preussen, Lddr.
LlUieburg, ehem. Kloster, 42. 112.
Eckernf<5rde, Ekerenvorde, Eclenvorde, St. in
Schleswig, 123. 206. 314. 366. 382.
Eikhof, torn Eckhove, Df. in Mecklenburg, A,
Mecklenburg, Ksp. Eikelberg, 612.
818
I. Geograpbisches Register.
Einbeck^Embekc, St. in Preussen, Lddr. Hildes-
heim, 33. 638.*
Ekelsdorf, Df. in Holstein, A. Ahrensboeck,
Ksp. SUsel, 690.
Elbe, Fluss, Elve, Albia, 38 S. 48. 99. 100.
252. 399. 473. 809.
Eldena, Cistercienser-Nonnenkloster, bei Grabow
in Mecklenburg, 771.
Elerstorpe, ehem. Df. in Holstein, A. Rethwisch,
Ksp. Oldesloe, 336.
Ellenbogen, Elenbogen, s. Malmoe.
Emden, Emede, St. in Ostfriesland, 406. 579.
England, Engeland, 199. 358. 417. 814.
Erfurt, 402. 657.
Erpeshagen, s. Arpshageu.
Ertenborg, Erteneborg, s. Ai-tlenburg.
Erweterode, s. Arfrade.
Esslingen, Eyslingen, ehem. ZollstUtte an der
Elbe in den Vierlanden, Ksp. Kirchwarder,
spiiter Zollenspiker genannt, 252. 254. 256.
265. 266. 271. Fahre das., 266. 271. ZoU
das. 266. 271.
Esnmerzyl, Esmerszyl, bei Dokkum, Anm. zu 420.
Eutin, Oytin, St. im Fiirstentb. Llibeck, Residenz
des Bischofs, 353. Uthin 723.
Eyffland, Liefland, 573.
Feb mam, Insel, Vemeren, terra Ymbriae, 105.
128. 129. 23{<. 314. 324.
Fehmarsche Sund, Vemersund, 350.
Fitzen, Vitzen, Df. in Lauenburg, A. Lauen-
burg, Ksp. BUchen, 316.
Flandern, Vlanderen, 93. 111. 143. 155. 156.
066. 814. 818.
Flensburg, Flensborch, St. in Schleswig 121.
133.* 206.* 208.* 214.* 215.* 216.* 367.
386. 408. 523. 682. 719. 760.* 761. 802.
Flenseborgb, 314. Vlensborch, 229. 372. 400.
Vlensborgh, Vlenseborgh, 368. 369. 370. 376.
752.*
Florenz, Florencia, 170."
Fohr, Fore, DHn. Insel an der Westkliste Schles-
wigs, 682.
Franeker, St. in Holland, Prov. Friesland, 420.
I Frankfurt am Main, Franckenford, 17.* 73.
I 348. 423. 586.
Frankfurt an der Oder, Franckenford, 160*
Fredeburg, Vredeborch, jetzt ein landesLerr-
liches Vorwerk, ehemals eine Warte am Land-
wehrgraben zwischen Ratzeburg und MoIId,
A. Ratzeburg, Ksp. St. Georgsberg, 38. 251.
Fredeborg, Vredeborch, eine von der St. Bremen
erbaute, im J. 1424 wieder zerstlirte Burg an
der Weser, 97.
Fresenburg, Vrezenborch, adel. Gut in Holstein,
Ksp. Oldesloe, 693.
Freiberg, in Meissen, 744.
Friedeburg, s. Fredeborg.
Friesdorf, Fristorp, Kdf. in der Grafschaft
Mansfeld, 58.
Friesland, Vresland, 3. 85. 417. 826. Vresen-
land, 401. Vryslant 10. Ostvresland 106. .
Friesen 96. 97.
Friesland, terra Vrisoniae, an der Westkfete
Schleswigs, 359.
Gadebusch, Godebusch, St. in Mecklenburg, 508.
556.* 664.
Gallentin, Kdf. in Mecklenburg, Stiftsamt
Schwerin, 393.
Gallisien, 224.
Gansau, Ganzau, in der Ostpriegnitz, 250.*
Gar 1 in, Gharlyn, Df. in Preussen, Rcg.Bez.
Potsdam, Kr. Westpriegnitz, 537.
Geervliet, St. auf der Insel Putten bei Holland,22S.
Geesthacht, Hachede, Landschaft und Kdf. in
den Vierlanden, 434.
Genin, Gennyn, Ghynnyn, Kdf. in der Liib.
Landwehr, friiher zum Domcapitel gehSrig, 76.
107. 169. 353.*
Gent, Ghand, in Flandern, 191. 665.
Giesenstorf, Ghysemerstorpe, LUb. Enclave in
Lauenburg, Ksp. St. Georgsberg, 591.
Glasau, adel. Gut in Holstein, Ksp. Sarau, 039.
Goldenbeck, Gholenbeke, Df. in Holstein, im
Gute und Ksp. Prohnstorf, 336.
Golm, Golmis, Df. in Mecklenburg-Strelitz, Wall-
fahrtsort, 068.
820
1. Geographisches Register.
Helsingborg, St. iu KSeliweden, 523.
Herrenburg, HerrcDborcb, Herneborch, Kdf.
im Flirstenth. Ratzeburg, Vogtei Rugensdorf,
135. 311. 478. 541. 661.
Herzogenwald, s. Sachsenwald.
Helsingborg, St. iu Schweden, 523.
Hilderslef, befestigter Hot* bei Thisted in Jut-
land, 523.
Hildesheim, Bistli., 08. 78. 713; St., 564.* 657.
Himmelsdorf, Henimingestorpe, Df. am Himmels-
dorfer See, im FOrstenth. Lilbeck, bei Trave-
mUnde, 580. 691.
Hobs tin, Postyn, Df. iu Ilolstein, bei Neustadt,
Ksp. Altenkrempe, 677.
Hoheneck, Hohennack, Hoennack, ehem. Graf-
schaft im Schwabischeu Kreis in WUrtemberg,
40. 94.
Hohen-Schonberg, Df. in Mecklenburg, A.
Grevesmtihlen, Ksp. Ealkhorst, 173.
Holland, 68. 69. Hollandessiden, 401.
Ho lien beck, Holenbeke, Lfib. Enclave in Lauen-
burg, Ksp. Behlendorf, 39 S. 56. 43 S. 80.
Wendeschen Holembeke, 708.
Holstcin, 13. 157. 677.
Honhagen, s. Mannhagen.
Hoptorp, Hoptrup, Kdf. und Ksp. in Schleswig,
bei Hadersleben, 123.
Horborch, s. Harburg.
Horneburg, llorneborg, Flck. in Hannover an
der Lube, Lddr. Stade, 533.
Horsbuherde, Ilorsbullharde, jetzt Wieding-
harde, im A. Tondern in Scbleswig, 123.
St. Jago di Compostella, in Spanien, 617.
Jobannsdorf, Johanstorpe, adel. Gut in Mecklen-
burg, A. Grevesmtihlen, Ksp.Dassow, 71. 375. 671.
Itzehoe, Ytzeho, St. in Holstein, 157.
Juliusburg, vormals Abbendorpe, Df. in Lauen-
burg, A. Lauenburg, Ksp. Gliltzow, 536.
Jutland, Nordjudland, 714.
Kakol, Kokole, Df. in Holstein, bei LUtjenburg,
Ksp. Blekendorf, 149.
Kalkhorst, Kdf. in Mecklenburg, A. Greves-
mtihlen, 671.
Kammin, Kamyn, Camin, Kdf. in Mecklenburg,
A. Wittenburg, 450. 482.
K amp en, St« in Holland, Prov. Ober-Yssel, 565.
Kaschau, Caschaw, St. in Ungarn, 515.* 516*
Kehrsen, Kersem, Pachthof im Gute Gndow
in Lauenburg, Ksp. Sterley, 316.
Kerherde, Karherde des Amtes Tondern in
Schleswig, 123.
Kerstenhagen, s. Cashagen.
Kiel, de Kyle, 7. 9. 16. 123. 382. 415. 416.
418.* 435. 444. 453. 503. 527. 667.
Kittlitz, herrschaftliches Vorwerk in Lanenborg,
A. Ratzeburg, Ksp. Mustin, 650. 651.
Kleinow, Df. in Mecklenburg, A. Grabow, Ksp.
Ludwigslust, 593.
Kltitz, Clutze, Kdf. in Mecklenburg, Ksp. Greves-
mtihlen, 671.
Kneese, Kneze, Gut und Df. in Mecklenborg;
A. Gadebusch, Ksp. Roggendorf, 433. Ana
zu 482. 491.
Kegel, Kowall, adel. Gut in Lauenburg, Kip.
Sterley, 650.
Kokole, s. Kakol.
Kolding, Colding, St. im stidlichen Jtitland, 121.
368.* 408. 523.
K61n, Diocese, 7. St., Collen, Colne, 44. i^>
586.* 778. 791.*
Kbnigsberg, Koningsberg, 448.*
Kopenhagen, 124.* 200.* 201.* 314. 367.* 36iJ.
523.* 619.* 669.* 717.* 766. 811.
K or chow, Korchow, Kdf. in Mecklenbarg, A.
Wittenburg, 433. Anm. zu 482. 491.
Kostnitz, Costentz, Constancia, 1.* 11.* 18.*n<.
Kowall, s. Kegel.
Krakau, Cracow, St. in Gallizien, 573.* 574.
Krampfer, Cramvoer, Df. in Preusseo, Reg.-
Bez. Potsdam, Kr. Priegnitz, 558.
Krauel, Krowel, ein Theil der Landschaft Kirch-
warder, 434 S. 454.
Krempelsdorf, Crempelstorpe, Df. bei Lttbeck,
unmittelbar jenseits des Landwehrgabens, im
Filrstenth. Ltibeck, 474. 557. 632. 743.
I. Geographisches Register.
82i
^ rukow, Krukowe, Df. in Lauenburg, A. Lauen-
burg, Ksp. Gtiltzow, 536.
iiddeworde, Kuddeworde, Kdf. in Lauenburg,
an der Bille, A. Schwarzenbeck, 265.
nmmerow, Cumerowe, Kdf. in Preussen, Reg.-
Bez. Stettin, Kr. Randow, 267.
urslack, Kurslake, Landschaft und Kdf. in den
Vierlanden, 434.
al5zek oping, St. in Ostgothland in Schweden,
523.
^ findskrona, Landeskrouen, St. in Schonen, 453.
Lanken, Lancke, adel. Gut in Lauenburg, 771.
L auenburg, Louwenborch, St. in Pommern,
Reg.-Bez. Koslin, 384.
Lauenburg, Louenburg, Louenborch, Loven-
borch, St. im Herzogth. Lauenburg, an der
Elbe, 38 S. 48. 198. 267. 394. 485. 487.*
594.* 598.*
L*au8itz, Lussitzer land, 83 S. 125.
L-^brade, Kdf. zwischen Preetz und Eutin, 204.
Leipzig, Lipczk, 657.
L-emgo, Lemego, St. im Fiirstenth. Lippe, 189.*
L«evenwerde, s. Liebenwerde.
L^yden, Leyden, St. in Holland, Prov. SUd-
holland, 451.
*^ ^chtenberg, Lichtenburg, Df. in der Preuss. Prov.
Saehsen, Reg.-Bez. Merseburg, Kr. Torgau, 57.
60. 166.
liebenwerde, Levenwerde, Df. in der Preuss.
Prov. Sachsen, Reg.-Bez. Merseburg, 83.
l^iefland, Lyfflande, 384. 407. 601. 647. 653.
659. 717. 737. 801.
l^iefiandische Stadte, 419. 427. 802. 803.
806. 807. 815. 818.
I^inau, Df. und ehem. Schloss in Lauenburg, A.
Steinhorst, Ksp. Sandsneben, 769.
Lindow, Df. im Fiirstenth. Ratzeburg, Vogtei
und Ksp. SchSnberg, 167.
Linkbping, Bisth. in Ostgothland in Schweden, 523.
Lintholm, SchL in Schonen, 523.
Lipczk, s. Leipzig.
Lodwerde, rect. Locwerde, nordostlich von Emden,
in Ostfnesland, 421. 422.
Lokwisch, Df. im Fiirstenth. Ratzeburg, Vogtei
Rupensdorf, Ksp. Schonberg, 692.
London, 56.* 90. 414 und Anm. das. 526.
Ltibeck. Nur diejenigen Urkunden sind ange-
geben, in denen Lubeke als Ausstellungsort
genannt ist, 15. 19. 76. 202. 312. 508. 716.
767. 786. 801.
Ausberdem kommen folgende Formen vor:
Lubek, 12. 138. 240. 309. 363. 656. 728.* 781.
794. 813.
Lubeck, 18. 85. 165. 177. 541. 600. 647.
682.* 822.
Lubecke, 160. 432.
Lubec, 620. 719. 738.* 800.*
Lubic, 52. 621. 732.*
Lubik, 57. 113. 138. 149.* 208. 304. 312.
Lubike, 45. 219. 263. 264. 585.
Lubegke, 293.
Lubick, 566. 740.
Lubyk, 563.
Lubke, 630.
Leubig, 573.
Civitas Lubicensis, 41.*
Ecclesia Lubicensis, 662.* 685.* 723.*
Lubeca, 588.*
Das Adjectiv Lubeccnsis kommt vor: 90.
164. 713.
Kirchen:
Marien Kirche, 71. 125. 134. 141. 167.
174. 404. 502. 662. 713. 771.
BUrgermeister-Kapelle, Anm. zu 782.
Petri Kirche, 7.* 141 148. 152. 153. 169.
173. 181. 679. 798.
Thurmbau, 798.
Jacobi Kirche, 141. 168. 305.
Aegidien Kirche, 141. 144.
Dom, 547. 588. 662.* 685.* 723.*
Clemens Kirche, 648.
Kirche St. Johannes auf dem Sande, 345.
Kloster:
Dominikaner-Kloster zur Burg, 15. 46.
146. 179. 272. 311. 322. 332. 335. 392.
542. 548. 549. 561. 589. 590. 622. 716.
724. 738.
822
I. Geographisches Register.
Franziskaner-Kloster, 546.
St. Johannis-Kloster, 149. 728. 733.
Heil.-Geist Hospital, 128. 129. 147. 296.
Kleiues Heil.-Geist Haus, 521.
St. JUrgen Haus, 302. 304. 312. 405.
Begin en Convent bei St. Catliarinen, 554.
Siechenhaus zu Kl. Gronau, 555.
Thore:
Holsteinthor, valva Holtsaciae, 474.
HUxtertlior, Huxerdor, 302.
Mlihlentlior, valva molendinorum, 405.
Strassen:
Alfstrasse, Alvesstrate 75.
Brunstrate, Brunenstrate, 784 S. 761.
Burgstrasse, Borchstrate, 462.
DankwUrtsgrube, fossa Dankqwardi, 383.
Engelsche grove, 784 8. 764.
Enger Krambuden, 543.
Fischergrube, 496 Anna.
Fischstrasse, platea piscium, 148. 185.
Fleischhauerstrasse, pi. carnificum, 147.
Hiixstrasse, pi. hucorum, 148.
Httxterdamm, 141.
Klingenberg, 703.
Konigstrasse, pi. regis, 546.
Mengstrasse, Menghenstrasse, pi. Mengonis,
449. 496. 784 S. 761.
Milblenstrasse, molenstrate, 44. 449.
Vyffbusen, 525. 662.
Einzelne GebXude:
das Rathhaus, domus consularis, 148, praetorium
civitatis, 774.*
Gastliaus in der MUhlenstrasse, 371.
Gasthofe znr goldenen Krone, zum JXger, zum
weissen Pferde, 511 und Anm. das.
Brunnen oberhalb der Johannisstrasse, 48.
Grundstllcke ausserhalb der Stadt:
Kuttekensticli, 302.
Kerstofferskroch, 302. 312. 405.
Lauerhof, torn Lauwen, 47, 300.
Olausburg, 302.
Schwerin, ein Geholz, 47.
LUbz, Lubetz, St. und Anit in Mecklenburg, 458.
Lubese, 470.
Jj lie how, Luchowe, Luchouwe, St. in HannoTer,
Lddr. LUneburg, 42. 254. 256. 258. 259.
Lttdershausen, Ludershusen, ehem. Schloss in
Hannover, Lddr. Lilneburg, 112.
Lube, Lu, Luw, Nebenfluss der Elbe, 253. 259.
Lund, Erzbisth.undSt.inSchonen,182.*183.*523^
LundenSs, Schloss in Jutland, 523.
Liine, Lune, Nonnenkloster bei LOnebnrg, 771-^
LUneburg, Luneborg, Lnneborgh, LonebordL^
41. 42. 43. 44. 76. 92.* 98. 112. 198. 220.
223. 247.* 251. 254. 265. 295.* 334. 343^
371. 395. 429. 432. 437. 438. 446. 454.458_
459. 464. 465. 467. 468. 480. 483. 484. 485.
486.* 495.* 507. 513. 523. 531.* 533.* 558.
571.575.582.583.593.607.611. 613. 619.624.»
625.* 626. 635. 647. 649.* 654. 657. Annk^
zu 661. 676. 687. 694. 695. 696. 697. 69S.
707. 721. 734. Anm. zu 746. 755. 762.*-
764. 765. 766. 767. 768. 772. 777. 778. 787.
788. 805.*
Lunenborcb, 3. 384.
Lunembnrg, 66.
Saline daselbst, 92. 168. 353.
Kloster St. Michaelis, 112. 152. 373.
Nicolaus Gilde, 787.
Johannes Gilde, 787.
Gertrud Gilde, 787.
LUtgenhof, de lutke hoff, adei. Gut in Meekleo-
burg, bei Dassow, 724.
LUtjenburg, Lntkenborch, St. im ostlichen
Holstein, 366. 379. 382. 604.*
LUttenmark, Lutkenmarke, Df. in Meekles-
burg, A. Boitzenburg, Ksp. Gresse, 346.
Ma as. Mace, Fluss, 3.
Magdebach, Meghedebeke, Medebeke, einBidi,
der in der NUhe von LUbeck durch das Liaer-
holz in die Trave fliesst, 723.
Magdeburg, 113.* 138. 269. 451. 657.
MUhren, Merren, 382. 600.
Mainz, DiiJcese, 353. 502. 713. 732.
Malmoe, Elnbogen, St. in Schonen, 319.
Malzahn, Moltzahn, Df. im FUrstenth. Ratze
burg, Vogtei und Ksp. Schlagsdorf, 494.
I. Geographisches Register.
823
Malzow, Malsowe, Df. im FUrstenth. Ratzeburg,
Vogtei und Ksp. Schonberg, 431.
Mannhagen, Honhagen, Mecklenb. - Strelitzische
Snclave in Lauenburg, Ksp. Nusse, 174.
M anker, 8. Anker.
Mariendal, Brigittenkloster bei Reval, 294. 620.
Marienee, Marienee, KarthUuserkloBter bei
Rostock, 703.*
Marienkron, Brigittenkloster bei Stralsund, 620.
Marienwold, Brigittenkloster bei Molln, 11. 67.
134. 246. 294. 385. 389. 390. 473. 592. 620.
I>ie Mark (Brandenburg) 244. 645.
Marne, Roden Merne, Flck. und Ksp. in Ditt-
marschen, 817.
Marnitz, Mernitze, Kdf. in Mecklenburg, A.
Marnitz, 462.
Mecklenburg, Mekelenborgh , -borch 13. 71
S. 113.
Meezen, to der Meetze, Df. in Mecklenburg, A.
und Ksp. Gadebusch, 508.
Meiiisdorf, Meynerstorpe, Df. in Ilolstein, A.
und Ksp. Ploen, 723.
^^ifisen, Mychsen, 64. Meysschen, 744.
^^i.*nitze, 8. Marnitz.
"* ddlesex, Tlieil von London, 56.
^i Uden, Diocese, 353. 685. 713.
"^^Bsunde, Moessund, Df. an der Schlei, A.
Gottorf, 760.
"^ist, Klein-, minor Myste, Df. im FUrstenth.
Ratzeburg, Vogtei Scblagsdorf, Ksp. llerren-
burg, 311.
'^bckern. Mocker, St. in Preussen, Reg.-Bez.
Magdeburg, Kr. Jericho w, 269.
-^odestorp, ursprttnglich Dorf, dann Theil der
Btadt Ltineburg, derjenige, in welchem die St.
Johamiis Kirche liegt, 353.
^oessuDd, 8. Missnnde.
^01 sling, Moyslinge, Gut und Df. an der Trave,
nahe bei Lttbeck, 142. 150.
M5lln, Moln, 37. Molne, 25. 28. 39. 42. 43.
51. 134. 243.* 246.* 262. 268. 294. 473.
650. 651. 771. Mulen, 18. Mollen, 385
Kapelle zum heil. Kreuz das., 650. 651.
Moltzan, s. Malzahn.
Mtihlhausen, Mulhusen, 657. 822.
MUnster, Monster, Diocese, 68. 78. 502.
Stadt, 44. 343.*
St. Ludgeri Kirche, 343.
Mtisselmow, Musselmowe, Df. in Mecklenburg,
A. Crivitz, Ksp. ITolzendorf, 458.
M us tin, Kdf. in Lauenburg, 650. 651.
Mychsen, s. Meissen.
Narwa, St. in Esthland, 309, 407.
Neu-Brandenburg, Nygeubrandenborch, 5.
Neuengamme, Nigeghamme, Kdf. in den Vier-
landen, 265.
NcuenJiagen, Nyenhagen, Df. in Mecklenburg,
A. Grevesmllhlen, Ksp. Kalkliorst, 671.
Neuhaus, Nyenhus, Landstelle im A. Tondem
in Schleswig, 121.
Neuhausen, Nygenhus, ehem. Schl. der Familie
Rohr in der Priegnitz, 479. 480. 492.*
Neuhof, Nigenhove, Df. in Mecklenburg, A.
Grevesmllhlen, Ksp. Friedrichshagen, 458.
Neukirchen, Nygenkerken, Kdf. in Mecklenburg,
A. Wittenburg, 462.
Neustadt, Nienstad, Nigenstad, Nygenstad,
Nyenstad, Nova Crempe, St. in Holstein, 7.
169. 234.* 236. 237. 285.* 366. 382. 415.
416. 446. 453.
Neustadt, an der Elde, St. in Mecklenburg,
582. 593.
Neustadt, am RUbenberge, an der Leine, Lddr*
Hannover, 495 und Anm. das., 734.
Newa, Nu, Fluss, 270. 309. 653. 656. 659. 666.
672. 073. 806. 807. 812. 813. 815. 818.
Nicoping, s. Nyekiobing.
Niederbiissau, Nedderbutzowe, Df. bei Lttbeck,
ehem. dera Domkapitel gehSrig, 107. 547.
Niedern KlUtz, Neddeni Klutze, Df. in Mecklen-
burg, A. Grevesmllhlen, Ksp. KlUtz, 71.
Niemark, Nyenmarke, Df. in Lauenburg, LHb.
Enclave, Ksp. Crummesse, 39. 43. 82. 84.
Niendorf, Nigendorpe, adel. Gut in Lauenburg,
an der Stecknitz, 771.
Nigeghamme, s. Neuengamme.
Nigenstad, s. Neustadt.
104*
824
I. Geographisches Register.
Nordhausen, Northusen, 509. 657. 822.
Novgorod, Nowgarden, 108. Nou-, Novgarden,
340. 653. 659. 666. 806. 807. 816. 820. 822.
Grote No-, Nouwerder, 309. 699. 812. 813.
Nowerden, 601. 717. 812. Gr. Nougarden.
822. Nougharden, 816. Novgarders, 270.
340.
Nu, 8. Newa.
Ntibel, Nybole, im Herzogth. Schleswig, 802.
NUrnberg, 83 S. 126. 85. 586. 744.* 824.
Nusse, Nutzee, Notse, Kdf. in Lauenburg, Ltib.
Enclave, 67. 134. 202. 592.
Nyborg, Nuborg, St. auf der Insel Flinen, 523.
NyekiSbing, Nicoping, St. auf der Insel
Falster, 523.
Nyenhus, 8. Neuhaus.
Nyenstad, s. Neustadt.
Nygenhu8, 8. Nenhausen.
Nygenkerken, 8. Neukirchen.
Nykoping, St. und Schl. in Slidermannland, in
Schweden, 523.
Oberbtissau, Oberbutzowe, Df. bei LUbeck,
ehem. dem Domkapitel gehorig, 107.
0 dense, Odensee, Bistb. und St. auf der Insel
Flinen, 121. 523.
Oeresund, Norssund, 489.
Oettingen, ebeiu. Grafschaft im SchwUbiscben
Kreise, jetzt St. in Baiern an der W(5ruitz, 744.
Of en, St. in Ungarn, 550. 578. 600.* 608.
Oldegamme, s. Altengamme.
Oldenburg, Landscliaft im nordostlichen Hol-
stein, 238. 366.
Oldenburg, Oldenborch, St. im gleichnamigen
Gro88berzogthum, 20. 24. 68. 69. 74. 86.* 97.*
98. 399.
Olden Molne, s. Alt-Molln.
Oldesloe, Odeslo, 198.
Saline das., 678. 725.
Oltena, s. Altona.
Oppenra, s. Apenrade.
Opslo, Anslo, Bisth. und St. in Norwegen, 523.
Orkney Inseln, Orkenoy, 523.
Osnabrllck, Osenbrugge, 44.
Ostbrokerland, in Ostfriesland, 422.
Osteren See, 200.
PadelUgge, Padeluche, Landgut in der Feld-
mark der Stadt LUbeck, 72. 360. 404. 681.
779.
Paderborn, Diocese, 713.
Parcbim, Parchem, St. in Mecklenburg, 781.*
Parin, Klein-, Df. im FUrstenth. Ltibeck, in der
Nahe der Stadt, Ksp. Rensefeld, 636.
Parkentin, s. Berkenthin.
Peeske, Peetzeke, ehem. Df. in Lauenburg^
Va M. von Molln, Ksp. St. Georgsberg, 390.
Perleberg, St. in Preussen, Prov. Brandenburg,
258, 264. 266.* 267.*
Pernau, Pernawe, 54.
Plan, Plawe, St. in Mecklenburg, 240.*
Pleskow, 816. 820. 821.
Plintenburg, Blindenburg, ehem. Konigsburgin
Ungarn, bei Pest, 89 » 94.
Ploen, Plone, St. in Holstein, 88. 380.* 400*
605.* 723.
PlUschow, Pluscowe, Plutzekowe, Hof in
Mecklenburg, A. GrevesmtUilen, Ksp. Friedrichs-
hagen, 71. 450. 482.
Poel, Pole, Insel bei Wismar, 612. 671.
Pogetz, Pogetze, Df. in Lauenburg, am Ratze-
burger See, Ksp. St. Georgsberg, 585.
Pol en, Kunigreich, 796.
Postyn, 8. Hobstin.
P S t e r a u , Potera we, Kdf. in Lauenburg, A. Louen.
burg, 736.
Prag, 83 S. 125.
Pressburg, in Ungarn, 470.* 824.*
Prettin, St. in Preussen, Reg.-Bez. Mersebflrg,
Kr. Torgau, 544. 623.
Preussen, Prutzen, Pruyssen, 110. 224. 357.
384. 526. 641. 647. 665. 666. 672. 673.
737. 818.
Preussische Stadte, 419. 427.
Priegnitz, Prigglienisse, Land scb aft iu der Prov.
Brandenburg, 645.
Prieschendorf, Pryzekendorpe, adel. Got in
Mecklenburg, bei Dassow, 724.
I. Geographisches Register.
825
^fohnstorf, Pronstorpe, add. Gut und Kdf. in
Holstein, am Warder See, 336. 528.
^i"ojen8dorf, Prodenstorpe, Df. in Holstein, Ksp.
Eiel, 514.
I^iittgarden, Potgarde, Df, auf der Insel
Fehmam, Ksp. Bannesdorf, 324.
Qiiedlinburg, 657. 822.
R adt vor dem Walde, Rode vor dem wolde,
St. im Herzogth. Berg, 534.
Rakes borg, im Herzogth. Schleswig, 133.
Ram bow, s. Wendisch Rambow.
Randesweyde, GrnndstUck in den Vierlanden,
in den Landschaften Altenji^amme und Kurs-
lack, 434.
Rappenheim, im Elsass, Kr. Hagenow, 744.
R aseborg, Raesborch, Schloss im sUdlichen
Finnland, 108.
R athenow, Rathnowe, St. in Preuasen, Prov.
Brandenburg, Reg.-Bez. Potsdam, 83.
Ratjensdorf, Ratmerstorpe , Df. in Holstein,
bei Ploen, Ksp. Lebrade, 391.
R »tzeburg, Bisth. und St., 6.* 7. 14. 38. 71.
134. 153. 159. 202. 243. 251. 262. 385. 389.
397. 449. 473. 485. Anm. zu 487. 536.
585.* 592. 631. 650. 651. 661. 671. 687.
689. 690. 691.
Ratzeburg, Grafschaft, 39. 43 S. 70.
Ratzeburger See, 38 S. 48. 39. 43 S. 80. 149.
^aTensborg, Schloss auf der Insel Laaland, 523.
^©defin, Redemyne, Gut und Kdf. in Mecklen-
burg, A. Hagenow, 439.
^edewisch, s. Rethwisch.
^egensburg, 58.* 62.* 63.* 64.* 65.* 66.*
451.* 822.
^^bna, St. in Mecklenburg, Kloster das., 644.
^ ^ i n b e c k , Reinebeke, ehem. Nonnenkloster in
Holstein, an der Bille, 313.
^^infeld, Reynevelde, ehem. Cisterzienser-
Monchskloster in Holstein, 2 M. von Ltibeck,
76. 136.* 357. 398. 473.* 562. 634.*
•*^endsburg, Rendesborch, St. und Schl. in
ii«i«x-.:-.
1 no
Ren 8 d or f, Renstorpe, Df, in Mecklenburg, A.
und Ksp. Boitzeubnrg, 346.
Rensefeld, Reusevelde, Kdf. im FUrstenth.
LUbeck, A. Schwartau, 59.
Rethwisch, Redewisch, Ortschaft, ehem. adeliges
Gut in Holstein, Ksp. Oldesloe, 375. 739.
Reval, Revale, Revalle, Revel, Revelle, 26. 35.
36. 54. 108.* 110.* 114.* 270. 326. 337.
340. 342. 356. 407. 425. 436.* 453. 457.
512. 663.* 666. 669. 673. 717. 807. 811.*
812.* 813. 815. 816. 821.
Ribe, Ripe, Ripen, Bisth. und St. in Jutland^
121. 523. Rypen, 229.
Ribnitz, Rybbenitz, St. in Mecklenburg, 55.
Ribbenitzer Wik, 289. 291.
R i e p e n b u r g, Ripenborg, ehem. Schloss bei
Bergedorf, 245. 249. 251. 252. 265. 266.
267. 271. 434. 485. 769.
Riga, Rige, Righe, Ryge, 26. 54. 95. 270. 326.
340. 384. 505. 601.* 666. 673. 749.» 807.
812. 813.* 815. 816.
Ripen, s. Ribe.
la Rochelle, Rotsele, Rossele, in Frankreich,
199. 339. 358. 414. 814.
Rode vor dem wolde, s. Radt.
Roden Merne, s. Marne.
Roggclin, Rogelin, Pachthof im FUrstenth. liatze-
burg, Vogtei Stove, 39 S. 56. 43 S. 81.
Rolofshagen, Roleveshagen, Df. in Mecklenburg,
A. Grcvesmtlhlen, Ksp. Damshagen, 671.
Rom, 373.* 381.* 389.* 397.* 472.*
Rondeshagen, adel. Gut und Df. in Lauenburg,
Ksp. Berkenthin, 181.
Ronnenberg, Renneberge, Kdf. in Hannover^
Lddr. Hannover, 685. 713.
Roseburg, Roseborch, Df. in Lauenburg, im
Gute Wotersen, Ksp. Siebeneicheu, 39 S. 56.
43 S. 81. 501. 736.
Rosenitze, s. RUnz.
Rosing, Rose, Meierhof im Gute Prohnstorf, 336.
Rositen, Rositten, jetzt Reschiza, Eisenbahn-
station zwischen Pleskow und Dfinaburg, ehem.
Ordensvogtei unter der Komthurei Dttnaburg,
•71 ft *
826
I. Geographischps Register.
Rostock, 44. 55.95.* 119. 120.* 122.* 125.* 155.*
156. 175. 198. 286. 291. 364. 370. 372.*
401. 424. 461.* 577.* 600. 013.* 614. 647.
699. 703. 744. 752. 707. 772, 777. 778.
818. 823. 826. Rostok, 205. 376. 417. 419.
429. 453. 706. 756. ;65. 766. Rostoke,
441. 519. 597. 660. Rozstocke, 426. Rosteke,
3. 384. 642. Rostogk, 10. 26. Rozstoke, 32.
61. 367. 408. 618. 704. Ruzstok, 53. 81.
386. 399. 410. 523. 731.737. Rozbtock, 105.
419. 682. Rostke, 239.
Rots el e, s. la Rochelle.
Rundhof, Runtoft, adel. (Jut in der Cappeler
Harde, 119.* 123. 213.* 298.*
RUnz, Deutsch-, Dutschen Rosenitze, Df. im
Fllrstentli. Ratzeburg, Ksp. Demeni, 449.
Russland, 340. 815. 818.
RUstringen, Rustriiigen, Landschat't in OstlVies-
land, 349. 359. 406.
I
Sachsenwald, des liertogen wold, eine ausge-
dehnte Waldnng in Lauenburg, die sich durch
den grossten Theil des Amtes Schwarzenbeck
zieht, 266. 271.
Salzwedel, Soltwedel, St. in der Altmark, Reg.*
Bez. Magdeburg, 211.* 212.*
Sands neben, Tzanskenevene, Kdf. in Lauen-
burg, A. Steinhorst, 38. 39. 42. 43 S. 79.
S. 83. Sanskeneve, 98. 488.
San tow, Tzanckowe, Df. in Mecklenburg, A. und
Ksp. Grevesmtihlen, 460.
Sarau, Zarowe, Df. in Lauenburg, Ksp. Grdnau,
42 B. 65. 44.
Scharnebeck, Schermbeke, ehera. Kloster in
Hannover, Lddr. Llineburg, 112.
Schenkenberg, Gross-, Gut und Df. in Lauen-
burg, Ksp. Crummesse, 14. 362.
Schermbeke, s. Scharnebeck.
Schlamcrsdorf, Kdf. im Gute Seedorf in Hol-
stein, 169.
Schlei, Sly, der Meerbusen der Ostsee, an
dessen westlichem Ende die Stadt Schleswig
liegt, 206. 213. 760.
Schleswig, Ilerzogthum, 682.
Schleswig, Stadt, Sleswik, Sleswyk, Schleswijk,
Sleswic, Sleswick, 3. 53. 123. 124. 127.*
150. 182. 200. 201. 206. 207. 209. 210.213.
214. 215. 226. 314. 802. Sleswek, 327.
Schlutup, Sluckupy Sluckuppe, Kdf. im Gebiete
von LUbeck, 671. 675.
Schonberg, Schonenberge, St. im Fttrstenth.
Ratzeburg, 675. 819.*
Schonkamp^ Schonenkampe, Grundstiick bei
Curau, LUb. Enclave in Holstein, 300. 341.
403. 708. 801.
Schwa an, Swane, St. in Mecklenburg, 631.
Sch wabstedt, Swavestede, Zwavestede, Flck. ood
Schl. an der Treene, in Schleswig, 206. 31i
Schwanbcck, Swanenbeke, Df. im FUrstenth.
Ratzeburg, Vogtei Schonberg, Ksp. Selmsdorf 109.
Schweden, Zweden, 110.
Schweinitz, Swynitz, St. an der scbwarzeo
Elster, 443.*
Schwerin, Bisth. und St., Swerin, Zverin, 41,
45. 85. 246. 263.* 264.* 393. 493. 674.
Seedorf, Seedorpe, adel. Gut und Kdf. in Lanea-
burg, am Schallsee, 650. 718.
Seedorf, adel. Gut in Holstein, im Preetzer Giite^
district, 169.
Segeberg, Segeberghe, Segheberghe, St. in Hoi-
stein, 107. 123. 126. 129. 400. 615.
Siemz, Gross-, Df. im Ftlrsteoth. Ratzeborg,
Vogtei und Ksp. Schonberg, 167.
Sierhagen, Syrave, adel. Gut in Holstein, io
Oldenburger Gtiterdistrict, Ksp. Altenkr^pC;
128. 375. 689. 801.
Skagen, Schaghen, die nordSstliche Spitze voa
Jtttlaud, 435.
Skara, Bisth. in Westgothland in Schweden, 523.
Sly, s. Schlei.
Soltwedel, s. Salzwedel.
Sonderburg, Sunderborch, Schloss auf der ln«l
Alsen, 400. 770.
Spanien, 224. Spanierdes, 414., geheiten Bu8-
kayei-s, 199.
Stade, Stade, St. in der Prov. Hannover, 3S 8.
48. 42 S. 64. 68. 69. 86. 96. 98. 102. 117.*
126. 131.* 132.* 140.* 143. 145. 151. 154,
8SS
I. Gpographisches Register.
Traneker, Schl. im Norden der DUn. Insel
Langeland, 523.
Trave, Fluss, li'2, 401. 55:^.
Travemliude, St. am AusHiiss der Travo, 13.
42 S. 62.
Trebbow, Gross-, Magna Trebaw, Kdf. in
Mecklenburg, A. Schwerin, 07 4.
Trindeln, Trendele, Insel im Kattegat, 87,
TUrken, 600.
Ttitzen, Utsee, Df. in M(»cklonburg, A. Bukow,
Ksp. Passee, 458.
Twedorf, s. Zweedorf.
Tymmendorpe, 8. Timmendorf.
Tyn, Thienen, Tirlemont, in SUdbrabant, 550. 578.
Uelzcn, Ulsscn, St. in Preussen, Prov. Han
nover, 02.
Ungarn, 83. 85. 588. 600.
Upland, Landschaft in Schweden, 523.
Upsala, Erzbisth. in Schweden, 523.
Utrecht, St. in Holland, 292. 565. 740.*
Utsee, 8. Tiltzen.
Uwe, Fluss in Esthland, 110.
Venedig, 586. 632. 808.*
Verden, Diocese, 41. 353. 373. 657. 732.
Victoriesdorpe, s. Torriesdorf.
Voder rode, s. Vorrade. .
Vorden, Vorde, Bremervorde, St. in Hannover,
Lddr. Stade, 151.* 210.*
Vorrade, Voderrode, Df. in der LUb. Landwehr,
ehem. dem Domkapitel p;ehorig, 107.
Vredeborg, s. Fredeburg.
Vresland, s. Friesland, de Vresen, 579.
Vulerwig, Kdf in der Landschaft Eiderstedt, im
Herzogthum Schleswig, 359.
Wacknitz, Fluss, 38 S. 4s. 42 S. 61. 42 S. 80.
141. 302.
Wadstena, Wasteen, Hof in Ostgothland in
Schweden, 473. Brigittenkloster, 620.*
Walk, St. in LieHand, 309.* 717.*
Walsmlihlen, Walsmolen, Df. in Mecklenburg,
A. Walsmlihlen, Ksp. Stralendorf, 439. 469. 482.
Wartbcrg, Schl. in Halland in Schweden, 523.
Warwisch, Theil der Landschaft Rirchwirder,
434 S. 454.
Was teen, s. Wadstene.
Welch 8 el, Wysele, Fluss, 384.
Weissenburg, St. in Ungarn, 652.*
Weltzow, s. Wolzow.
Wendisch Rambow, Df. in Mecklenburg, A.
Mecklenburg, Ksp. Gallentin, 393.
Welun, jetzt Wiliona, Burg in Litthauen, mder
Memel, 573. 574.
Wensin, de Wenzine, adel. Gut in Holstein, im
Preetzer GUterdi strict, 331. 490. Wensincr
See, 490.
Wentorf, Wenttorpe, Df. in Lauenburg, A.
Steinhorst, Ksp. Sandsneben, 488.
WentsUsel, Bisth. in Jutland, 87.
Werlitz, s. Worlitz.
Wernigerode, VVeringerote, St am Hare, 657.
Weser, Wezero, Fluss, 99. 100.
Westerau, Westerawe, Ltib. Stifltsdorf in Hol-
stein, Ksp. Klein- Wesenberg, 203.
Westergothland, Landschaft in Schweden, 523.
Westerwiig, Westerwik, Df. und ehem. Kloster
an der Westseitc des Liroiiord, 714.
Westfriesland, Westvresland, Wcstfresland,
99. 100.
Westminster, 355.* 510.*
Wiborg, St. und Bisth. in Jutland, 523.
Wiborg, Wyborch, St. in Finnland, 35.* 110.
342. 656. 659. 666. 806. 807.
Wien, 657. 730.*
Wilsnack, Wilsnacke, St. in Preussen, Reg.-
Bez. Potsdam, Kr. Westpriegnitz, 668.
Winsen, Kdf. an der Aller, in der Pmv. Han-
nover, bei Celle, 221.* 780.
Winsen an der Luhe, Winsen upper Luw,
St. in der Prov. Hanniiver, Ijddr. LUneburg,
253.* 254. 2:)8. 259.*
Wisby, St. auf Gothland, 489. (i60. (>72.* 673.
Wis mar, Wismer, de Wismer, Wysmer, de
Wysmer, 3. 16. 19. 26. 44. 51. 53. 55! 61.
77.* 81. 83. 85. 88. 105. 115. 119. 12M.
122. 143.* 163. 190.* 192.* 196. 198. 206.219.*
II. Personen - Register.
Zahlen bedeuten in der Regel Vrkunden; wenn aie Seiten bedeuten, iat ein S. vorge$etzt.
bezeichneten Nummern aind von den genannten Personen ausgestellt, Hptm, = Hauptmann. K/m. =
Rm. = Bathinann. Bgmstr. = Burgermeister. s. = siehe.
Die mit
Kau/i
A.
Abbenborg, Conr., Archidiaconus in Modestorp,
353.
Achym^ Job., Kleriker der Bremer Diocese,
267.*
Adolph IX. (VIII. nach Waitz), Herzog von
Schleswig, Graf von Holstein, 128. 129. 296.
400.* 553. 647. 678. 682. 687. 767.*
Adolpb, Graf von Holstein, Schauenburger Linie,
233.* 321.
Adolph, Graf von Nassau, 600.
von Affelcn, Alb., 503.
von Affeln, Job., Rm. in Stettin, 442.
Agnes, Herzogin von Mecklenburg, Wittwe des
Herzogs Albrecht III., 556.* 610.
von A hi ef eld, Aneveld.
— Detlev, Ritter, 53. 104. 206. 605.* 615.*
618. 767.
— Detlev, Knappe, 751.
— Ileinrich, Ritter, 206. 398.
— zwei (ungcnannte) Brlider, 366.
von A ken, Gord, Marschall des Raths von LUbeck,
47. 332.
— Gerhard, Bruder der Kalandsbrliderschaft
zum Ileil.-Geist, 296.
Albert (Krummendik), Bischof von Liibeck, 345,
Albert, Vicedecan in LUbeck, 19.
Albert, Lesemeister im Burgkloster in Ltibeck,
542.* 548.* 549.* 561.* 589.* 590.*
Albrecht III., Herzog von Mecklenburg, K(3nig
von Schweden, 786. gest., 38 S. 49. 397.
Albrecht V., Herzog von Mecklenburg, 4.* 4
45. 55. 61. 63. 161, K* 2. 8. 4.* 6. 26£
264.* 289. 291. 325.* 463.* 524.* 556.
Albrecht V., Herzog von Sachsen - Lauenb
gest., 39 S. 54.
Albrecht (Sohn Erichs IV.), Herzog von Sachsei
Lauenburg, Domherr in Hildesbeim, 266.* 26
Albrecht, Herzog von Sachsen und Ltineba
Bruder des KurfHrsten Rudolf, 83. KurfU
165. 166.* 269.* 293.* 363.* 378. 443.*
Albrecht, Herzog von Oesterreich, 606.
Albrecht (Sohn Heinrichs II.), Graf von Holste
gest., 107.
Albrecht von Hohenlohe, 600.
Albrecht Schenk von Landsberg, s. Sehe
Aid ewer Id, Hans, Knappe, Anm. 2 zu 273.
von Alen, Conr., Bilrger in Lttbeck, g
396, 12.
— Windele, Wittwe desselben, 396, 12.
Algudson, Sture, Ritter, 523.
von der Aire, Heinr., Goldschmidt in Ltibeck, 2
Alsteker, Job., BUrger in Lttbeck, 649.
von Alton, Pleyneke, Knappe, Anm. 2 zu 2^
Amendorp, Dietr., der jUngere, Knappe, A
14 zu 273.
Ammendorf, Job., in Halberstadt, 657.
Andeleff, Marq., Domherr in Ratzeburg, 1>3^.
Antbernus, Bischof von Hamar, 523.
Arendes, Curd, Knappe, Anm. 9 zu 273.
Arnd de Bever, Knappe, Anm. 16 zu 273.
Am des, Theodorich, Bischof von Lttbeck, 345.
»:
7.
3.
II. Personen - Register.
83i
Arnckele, Hartwich, 133.
von Arnem, Stacius, Soldner, 276.
Arnold, Bischof von Strengniis, 523.
von Aschen, Bernd, 5.
Ebel, 5.
Hermann, Bruder des Ebel, 5.
von Aschwede, Borch. Knappe, Anm. 16 zu 273.
von Astorp, Curd, Knappe, Anm. 7 zu 273.
Attcndorn, Eberhard , Bischof von LUbeck,
gest, 345.
B.
Baekhus, Wyneke, Wollenwebergeselle, 733.
Bade, Herm., Soldner des Heinrich Tarnewitz, 193.
Badysern, Ilerra., Km. in Stralsund, 442.
Balduin, s. Boldewin.
Balke, Arnd, 804.
- — Job., Blirger in LUbeck, 328.
de Ballionibus, Ludw., 95.
Balthasar, Herr von Werle, 160. 163. 196.* 240.*
Ban^kow, Job., Bgmstr. in Wismar, 45.* 188.
195. 196. 263.* 357. 386.* 398. 408. 411.
427. 432. 616. 768.
Barensteker, Heyno, BUrger in LUbeck, 622.
^on Barkhusen, ITeinr., Knappe, Anm. 4 zu
273., 8. Berkhusen.
— - Johann, 776.
— Heinrich ^^
^, , \ bonne desselben, / / 6.
— - Theodor ( '
rnekow, Marquard, 479. 480.
— Keymar, 475. 479. 480.
rold. Curd, 162.
^^n Bartensleben, Bertensleve, GUnzel, Bitter,
Lc^hnsmann des Herzogs Heinrich von Braun-
soliweig, 42.
^^tscherer, Engelke, 190.
^ ^ ^se, Steen, Ritter, 328. 682. 748, Hptm. in
Vyborg, 523.
^^tt;, BUrger in MoUn, 38.
^^ta, PriSrin des Johannis-Klosters in LUbeck,
•^33.*
k ^^^hchel, Herm., BUrger in Gadebusch, 478.
I Be^jj-gy^ ^llj^ y^g^ ^^g Herzogs Bemhard von
\ Braunschweig-LUneburg, 780.
B
B
Becker, Ludwig, Wollenwebergeselle in LUbeck,
733.
Been, Matthaeus, Kapellan des Bischofs Johann
Scheie, 713. 732.
van der Beke, Heinr. BUrger in LUbeck, 534.
Bekemann, Henneke, Hptm. in Axewal, 523.
von dem Bele, Heinr. Knappe, Anm. 7 zu 273.
Below, Herm., Schreiber des Raths zu Parchim, 781.
von Bemen, Lambert, BUrger in LUbeck, 435.
Beltvlet, Nicol., Eingesessener in Krempelsdorf,
557.
Benckenhagen, Otto, Schiifer in LUbeck, 319.
B en ed ictus, Bote des Markgrafen Friedrich von
Brandenburg, 244.
Beneke, Heinr., Eingesessener in Alt-M511n, 38.
Bennyn, Heinr. BUrger in LUbeck, 444.
Ben tor p, Staciua, SUlduer, 825.
Bents on, Gottschalk, 523.
Bentveld, Clans, 514.*
de Bentzem, Bentzheim, Heinr., BUrger in
LUbeck, 780.
— Ri)ttger, BUrger in LUbeck, 780.
Berchmann, BUrger in Molln, 38 S. 41.
Berchstede, BUrger in Molln, 38 S. 42.
B ere owe, Lerameke, BUrger in M(5lln, 38 S. i'^>.
Be re, Olemann, Knappe, Anm. 5 zu 273.
— Heinrich, Rm. in LUneburg, 42. 92.* 762.*
— Johann, Rm. in LUbeck, 141.* 562.
Berend, Grote, Anm. 12 zu 273.
von dem Berge, Werner, Ritter, Anm. zu 504.
— Heinrich, Bgmstr. in Hamburg, 76.
— Laurentias, MUnzmeister in Stettin, 442.
— Godeke, Gastwirth in LUbeck, Anm. zu 511.
Berkhahn, Gerd, 346.* Stecknitzfahrer, 388.
— Hille, Ehefrau desselben, 388.
— Heinrich, in LUttenmark, 346.
— Heinrich, in Renstorp, 346.
von Berkhusen, Dietr., S(51dner, 276.
— Tidekinus, 359. s. Barkhusen.
Berlin, Heinr. BUrger in LUbeck, 371.
Bern des, Hans, BUrger in Molln, 38.
— Werneke, Goldschmidt in LUbeck, 277.
Berndesson, Mattes, SSldner des Heinr. Tarne-
witz, 193.
832
II. Personen - Register.
von dem Berne, Rudolf, Soldner, 283.*
Berner, Tonnies, 460, Knappe, in Gudow, 671.
— Job., Bilrger in Perleberg, 267.
Bernhagen, Heinr., Domherr in Stettin, 442.
Bernhard, Bernd, Herzog von Sachsen-Lauen-
burg, 6.* 37. 171. 211. 212. 241.
242. 266.* 267. 294. 437. 446. 454.
458. 45S. 464. 465. 467. 468. 507.
513. 539. 558. 582. 583. 585.* 592.
593. 607. 721.
— Ilerzog von Braunschweig -Lttneburg, 495
und Anm., 635.* 647. 649. 657.
734.* 780.
— Schatzmeister in Reinfeld, 398.
Berntstorp, Herra., 460.
Bersouw, Heinr., Goldschmidt in Llibeck, 277.
von Ber ten sieve, s. Bartensleben.
Bertold (Dives), Propst in LUbeck, 149. 302.
303. 304.* 312. 353. 405. 508.* 685. 723. 728.*
Bertram Cremon, Bischof von LUbeck, gest., 345.
Bertram, Abt des Klosters in Reinfeld, 76.*
136.* 473.* 634.*
Bertram mi. Job., Vicar in LUbeck, 7.
Berveld, Hans, BUrger in LUbeck, 312. 405.
Beseler, Godeke, HandlungsgehUlfe des Tid.
Steen, 407.
Beteke, Bertold, Wollenwebergeselle in LUbeck.,
733.
Beve, Hartwiob, Rm. in LUneburg, 92.*
— Henneke, Eingesesseiier in Breitenfelde, 38.
de Bever, Arnd, Knappe, Anm. 10 zu 273.
Beyer, Beyers, Heinr., Rm. in Groningen, 420.
421. 422.
von Bileveld, Beneke, 680.
Birger, Job., BUrger in Utrecht, 292.
Bismark, Job., BUrger in Stockholm, 351.
Bisscop, Bernh., BUrger in LUbeck, 741.
— Conr., Bgmstr. in Stralsund, 442.
Bisse, Heinr., Buldner, 280.*
Bissowe, Arnd, BUrger in MiJlln, 38.
— Wolter, BUrger in MoUn, 38.
Blanke, Heinr. Sehlachter in LUneburg, 584.
Block, Bernd, Wollenweber in Lttbeck, 733.
Blome, Dietr., Amtmann in Tondern, 229.
Blome, Heinr., Knappe, Anm. 8 zu 273.
Blomendal, Heinr., Bflrger in LQbeck, 379.
B 16m en rod, Btkrger in Lflbeck, gest, 371.
Blttcher, Schack, Prior in Ratzeburg, 494.
— Ulrich, Propst in Ratzeburg, 449.
— Hans, 476. 664.
— Ludeke, Knappe, 316. 476. 494, MarsehiD
des Raths von L&beck, 664. 700.*
— Luder, Knappe, 433. Anm. zu 482. 491.
537. 664. 774.
— Vicko, Knappe, Bruder des Luder, 316.
Bock, Friedr., Bgmstr. in Oldenburg, 20.
— Job., Bgmstr. in Stade, 151. 157.
Bocke, Hans, Bttrger in MoUn, 38.
von Bojken, Alb., Rm. in Stettin, 442.
Bocken, Rm. in Molln, 38.
BoQkholt, Heinr., Bischof von LQbeek, gest,
345. s. Bokholt.
— Peter, Aeltermann der Wollenweber in
Ltlbeck, 733.
Bodecker, Lippold, Kapellan des Raths m
Lttneburg, 694.*
von Bodendik, Bodendike, Werner, Ritter,
Lehnsmann des Ilerzogs Heinrich von Brum-
schweig, 42.
Bodendorp, Marg., Btlrger in Lttbeck, 296.
Bodenw order, Bttrger in LUbeck, gest, 371.
— Bernhard, Bttrger in Lttbeck, 318.
— Hans, 339. 414.
Bo don is, Heinrich, Kapellan des Herzogs Erieb
V. von Sachscn-Lauenburg, 485. 487. 499.*
501.* 531. 594.* 598.* 599.*
van Boecholte, Robbert, 199 S. 241.
Boecius, Bischof von Aarhus, 523.
de Boeris, Gerhard, 95.
Boke, Bere, Knappe, Anm. 9 zu 273.
van dem Bokele, Job., 534.
tor Boken, Job., Htirger in Lttbeck, 49.
von Bokhem, Juh., Kleriker, 502.
Bokholt, Jlerm., Bttrger in Hamburg, 780.
— Heinr., Bttrger in Gadebusch, 478. ».
Bockholt.
Boldewin, Abt des Klosters St. Midiaelis in
Lttneburg, 112.
834
II. Personen - Register.
van dem Droke, Joli., Kiiappe, Anm. 9 zu 273.
Broker, Nicol., Dominikaner in LUbeck, 332.
Bromes, Claus, BUrger in Lttbeck, 371.
Brothagen, Job., Km. in Riga, 717. 740.
Browesma, Alteke, friesiscbor Ilauptling, 421.
Brucge, Bernd, BUrger in Molln, 38.
Brucmann, BUrger in Molln, *58.
van der Brugge, de Ponte, Albert, Rm. in
LUbeck, 49. tor Brucgen, 141.* 638.
774. Anm. zu « 83. KHmmereiberr, Anm.
zu 623, zu 701, zu 7< 3.
Ileinrich, BUrger in LUbeck, 534.
BruggcaiKinn, Gerd, BUrger in LUbeck, 388. 742.
Brugge wecb, Knappe, Anm. 13 zu 273.
to Bruggben, Ileinricb, i'M),
Brume nrr, BUrger in Molln, 38.
Brumnit'le, Jac, Hptm. in Wordiiigborg, 523.
Brummi'r, Claus, BUrger in Molln, 38.
Brun, .lob., Kapellan des llerrn Baltbasar von
Werle, 240.
Nicol., BUrger in LUbeck, 3-^8.
— bei einer Scbleuse wobnend, 38.
von UrunkbauHon, Oerd, Knappe, Anm. 1 zu 273.
BrunolpbuH, Iliscbof von Skara, 523.
HrunoniH, .lob., Domberr in Eutin, 353.
Bruiiowc, KingoseaBener in Brcitonfelde, 38.
BruuM, llerm., BUrger in Molln, 38.
UruuHwicb, Dietr., Rm. in Stralaund, 669.
BruHcliHver, Martin, Wtildmeister des Klosters
KciiitVbl, 562.
BruMcke, (ierd, Ilptm. in Nyekiobing auf Falster,
', »> '*
— Iwan, Kitter, 215.
Brutfyn, llUrger in MJUln, 38.
von dcni Ilryle, .lacob, HUrger in LUbeck, 780.
B u b e r d c h , Ludcke, KingeHesscner in Wolters-
dorf, 3Mr).
v(Mi Ihicliwald, l)clb»v, Snoten Sobn, 27. 29.*
— Detlcv, Sivcrts Sojin, r.91.
— DetlcN, Vollcrls Sohn, 27. 128.
— Dotlcv, nut* Sierhagcn, 12s. 680. SOl.
— Langc DctlcN, cbcnd., 375.
— Scheie Detlcv, auf Ketliwiflch, 375. 739.
— Dctlev, auf JoliauuHdorf, 671.
von Buchwald, Heinrich, Nicolaus Sohn, 331.*
767.
— Lemmeke, Snoten Sobn, 677.
— Lemmeke, Vollerts Sobn, Knappe, 27.* 801.
— Lemmeke, auf Ekelsdorf, 690.
— Lemmeke, auf Hemmingstorp, 580. 691.
— Lemmeke, 28.*
— Ludeke, 27. 128. 374.* 375.*
Sobne desselben:
Borcbert, gest., 374.
Detlev, 374.*
Heinricb, 374.* 689.*
— Nicolaus, Ritter, 53.
— Sivert, auf Jobannsdorf, 71. 375.
Buck, Heinr., Bgmstr. in Rostock, 120. 122.
Budden, Job., Meister des Siecbenhaoses zu St
JUrgen, 302.
Budding, Heinr., BUrger in Riga, 749.
Budelsbacb, Albert, Hptm. in Bahus, 523.
Buesgbe, Cord, Knappe, Anm. zu 273.
Bugenbagen, Degener, Marscball, gest., 239.
Bulle, Job., 770.
— Tideke, Diener des Ratbs von Liibeck,
in Molln, 38.
von BUIow, die Familie, 631.
— Eccard, Ritter, auf PlUscbow, 71.
— Hans, 610.
— Heinricb, Knappe, 450. 482 und Anm. 556.
Bumann, Heinr, Eingesessener in Wentorf, 488.
Bunde, Karl, Ritter, 523.
— Tburd, Ritter, 108.
von Bunne, Job., BUrger in Koln, 172.
Bunsel, Job., Vicar in Scbwerin, 674.
Bunser, Eler, Anm. zu 743.
Buntmaker, Tile, BUrger in LUbeck, 325.
Bunts low, Nicol., Abgesandter des Konig*
Sigismund, 10.*
Bunzel, Job., Vicar in Schwerin, 393.
Burcbard (von Sercken), Biscbof von LUbeck,
gest., 149. 345.
von Buren, Herm., Domberr in Hamburg, 107.
— Heinr., Burger in LUbeck, 402.
— Kerstina, Ehefrau desselben, 402.
Bur m ester, Henneke, in Alt-Molln, 38.
II. Personen - Register.
835
~ Bertold, Aeltennann der Backer in Ltlbeck,
280.
irow, Job., Rin. in Stralsund, 799.* Byrow, 802.
irremester, Eingesessener in Alt-Mdlln, 38.
istroy, Nicol., Vicar in Lttbeck, 71.
tenscbone, Herra., Rm. in Dorpat, 669; 670.*
tzow, Butzouwe, NicoL, Kircbberr in St.
Aegidien in LUbeck, 141.
— Hans, Knappe, Anm. 15 zu 273.
— Hartwich, BUrger in LUbeck, 328.
ttehude, Meynard, Rm. in Hamburg, 805.
inenvors, BUrger in MoUn, 38.
C. s. K.
ic-ilie, Tochter des Markgrafen Friedricb von
irandenburg, Anm. zu 253.
and, Otto, Rm. in Groningen, 421. 422.
I Calven, Heinr., BUrger in LUbeck, 146.
557. 654.
^ Reyner, Rm. in LUbeck, 14. 141.* 348.,
gest., 362. 396, 14. 654. 755. Anm.
zu 783.
— Margarethe, Wittwe desselben, 362. 654.
Sobne:
Benedict, 362. 396, 14. 654.
Wiibelm, 362. 396, 14. 654.
ilvorde. Job., Domberr in Bchwerin, 393.
'n Campe, Egidius, Vicar in Hamburg, 237.
>n Campen, Hans, Knappe, Anm. 8 zu 273.
impow, Tideke, Eingesessener in Bucbholz,
39 S. 55. 43 8. 79.
my 8, Job., BUrger in Kliln, 288.
peUe, Glaus, 465. 468. 484.
~ Dietrich, 475.* 484.*
— Hans, 484.
rlow, 8. Karlow.
rnificis, Enner, BUrger in Molluj 38.
simir VL), Herzog von Pommern - Stettin,
44. 267.
ha rin a, Herzogin von Mecklenburg, Wittwe
es Herzogs Jobann IV., 644. 664.* 722.*
C ell e , Hans, Diener des Raths von LUbeck, 1 38.
ntin, Cerntyn, s. Zerrentin.
der Chartow, Heinr., 39 8. 51,8. Oartowe.
Scibne desselben, 317.
Christiern, Bischof von Ripen, 523.
Christian, Oraf von Oldenburg, 10. 20.* 21.
22. 23. 24.* 34. 68.* 69.* 70.* 74. 78.* 86.*
96. 97.* 98. 102.
Ohuden, Herm., Bgmstr. in Salzwedel, 250.
253. 254. 255.
Glaus, Diener des Konigs Erich, 133.
Clawes, BUrger in MoUn, 38.
Cleneveld, ein Katenbewohner, 38 S. 48.
Cletze, Job., Rm. in Hamburg, 769.
Gley hurst, Bertr., Kfm. in London, 56.
Gonrad von Weinsberg, Erbkiimmerer, 600.
Conradus, Soldner des Heinr. Tarnewitz, 193.
Cosse, Hintze, 317.
— Heinrich
— Heinrich
Graft, Reyneke, BUrger in LUbeck, 181.
Gremon, Bertram, Bisch. von LUbeck, 345.
— Herm., Knecht der Rohr, Anm. 2 zu 504.
Grispin, Job., Rm. in LUbeck, 38. 39. 42. 43.
58. 62. 63. 80. 82. 84. 85. 89. 141.* 774.
— Johann, Sohn desselben, 791.* 792.*
— Segebode, gest., 43. 82.
Gron, Job., 518.
Gropelin, Hans, Hptm. in Stockholm, 523, s.
Kropelin.
Gross e,. BUrger in M(51ln, 38.
Growel, Hans, BUrger in LUbeck, 371.
— Johann, BUrger in LUbeck, 47. 371.
Grugher, Thomas, Vicar in LUbeck, 7.
Grummendik, s. Krummendik.
Grummesse, Eccard, Ritter, gest., 39.
— Eccard, Sohn desselben, Ritter, gest., 39.
— Gerd, 522, Knappe, 628.*
— Heinrich, 39.
— Henneke, 39.
— Marquard, gest., 43 S. 67. S. 68. S. 74. 84.
— Otto, 39. 294, Knappe, 628.
— Otto, gest. 390.
Grumsthoken, Job., BUrger in LUbeck, 402.
Grumvot, Heinr., BUrger in LUbeck, 323.
404. 520.
Gruse, Herm., Rm. in LUneburg, 92.*
— Heinr., BUrger in MOlln, 38.
836
II. Personen - Register.
Crnse, Henning, 727.
— Hem., BBrger in Lttbeck, 402.
— Job., Gastwirth in LUbecIt, 511.
— Nicolaus, 775. s. Knise.
Cuband, CbriatlaD, Domhcrr in Kalzehurg, 397.*
Guddeworde, Levin, 730.
Cnlebus, Bttrger in MSlln, :)S S. 43.
Cumhar, Goswin, Bllrger in Lttbeck, 292. 323.
— Rudolf, Rolav, Bilrger in LUbeck, Mtlnzer
und Wechaler, -laZ, 306. 323. 498.
Cunzelyn, Uietr., eiri flandiiscbf^r Kaufmann,
Anin. zii 414,
Card, SSldoer des HeiDricb Tamewjtz, 193.
Curd de beste, Knappe, Anm. 9 zu 273.
Cuul, Job., Kfm., 299.
GzeiBGlmttis ter, s. ZeiselmeiBter.
0.
Daokholt, Hem., BHrger in Riga, 749.
Dagewake, Job , Rector der Kirchc in Ronnen-
bei^, 685. 713.
Daldorp, Bertold, 6.
Ton Dame, Jacob, BOi^er in Lttbeck, 328.
— Jobann, Sohn dee Harquard, Bttrger in
Lttbeck, 32. 396, 8.
— Marquard, BgmBtr. in LUbeck, 2,* geaL,
396, 8. 788. 789.
Damerowe, Bttrger in Molln, 38 S. 43.
Damerowe, BUiger in MSlln, 38 S. 43.
von Damme, .loh., in Glasau, 639.
Danneke, Rm. in MSlln, 38 S. 43.
Dannemiinn, Bttrger in Miilln, 38.
Danneveld, Hans, Knappe, 433.* 437.* 438.*
(Daleveld, Anm. zu 482), 491. 494. 537.*
— Henning, 438.*
Dargetzow, Ileinr., Rm. in Wiemar, Kanimerei-
herr, 489.
Darsow, Darwesowe, Heinr., 587.
~ Jobann, BUrgcr in Lttbeck, 9. 19, Rm.,
141.* 1R7. 371. 555. 680.
— PolycarpUB, Bttrger in Lttbeck, 359.
Siihne des Gerhard:
Bernhard, 167,
Gerliard, 167.
Hermann, 167. 808. 610.
Jobann, 167.
DaBsel, Job., Kleriker, 733.
von Decbercb, Clam, Knappe, Aum. 9 zu 37 ~"
Dedeke, Henneke, Eingeseeaener in Breito-u.,^
felde, 38.
Degbener, SSldner, Anm. 9 zn 373.
Dene, Claus, 478.*
— HanB, 504.
— Schiffer, in LUbeck, 319.
— Peter, BHi^er in MBUn, 38.
Dernegge, Ulricb, Knappe, Anm. 2 zu 273.
Detlev, (von Parkentin), Bischof von Ratzebi^ «-
397, gest. 786.
Detloves, Hem., Schmidt in Lttbeck, 318.
— Taleke, Ebefran deeaelben, 318.
von Dettenhusen, Gerd, Bgmstr. io Bremen, S«
Dietrich, Graf von Oldenburg, 10. 20.* 21. 32.
23. 24.* 34. 68.* 69.* 70.* 74. 78.* 86.*=
Diedricb der Braune, Dire de brun, -vor-
maliger Ziillner in Geervliet, 228.
von Oincia, Job., Knappe, Aum. 7 zn 27%.
DiBnacke, Rm. in MSlln, 38 8. 43.
— Albert, BUi^er in MBUn, 38 8. 42.
Ditmers, RadekinuB, 580.
von Ditten, EmBt, 524. 582.* (
Divea, s. Bert^Id. /
DobelbanB,EneohtdesDietr. von BerkbuBea,376. /
Dobelyn, Claus, Wollenwebei^eselle in LHbeck, /
733. /
Doeck, ClauB, llO. 114. f
Doghe, Arnd, Aeltermami der Goldsciiniiede ii
Utrecbt, 740.*
Dore, Peter, Sohn dew Bttrgermeisters in Bnij,
366.
Dorbeker, Knappe, Anm. 9 zu 273.
Doringh, Hans, Wollenweber in Lflbeck, 733.
Dorland, Cbr., Vicar in LUbeck, 7.
Dornehope, Job., i Vettern, Knappen, Anm.
- Keyneke, I zu 273.
von Dortmund, Rottger, BUrger in Ldbeck,
Dosenrode, Paul, 133.
Dovendige, Cath., Melaterin im Bcginen
in LUbeck, 554.
II. Personen -Register.
837
eld, Heyso, Kleriker der Mainzer Diocese,
icher Notar, 353. 713.
an ten, Drenten, Dranthem, Drontheim,
ch, Schenk des Raths von LUbeck, 47.
155. 462. 092.
e, Burger in Molln, 38 S. 42.
Heynek, Bilrger in M(511n, 38 S. 43.
[eyne Dregers wiff, in MOiln, 38 S. 43.
, Heinr., Bgmstr. in Slade, 151. 154.
157. 158.
[einr., Diener des Raths von LUbeck in
Molln, 38 S. 44.
;h, Job., in Neustadt, 582. 593.
)chtersen, Simon, Rm. in Stade, 80.
igen, Ebert, Rm. in Stralsund, 669.
llerbord, Rm. in Bremen, 68 Anm. 69.
Bgmstr., 083. 084. 086. 688. 695. 696.
697. 698. 704. 705. 707. 709. 710.
71'>. 720.* 7 21. 746. 750.
oneldey, Sohn desselbeu, 683. 666. 697.
698. 707. 709. 712.
men. Holt, gest., 194. 204.
, Burger in Molln, 38.
r. Bilrger in Molln, 38.
Heinr., Knappe. Anm. 9 zu 273.
Hans, Bilrger in Molln, 38.
esse, Ritten 108.
Herm., ScLolasticus in LUbeck, 41. 141.
(f. Job.. 729.
in. Tid.. .S"»Idner. 275.
E.
rd von AtteDdorn, Biftch. voo Lfibeek,
e^, Ladekioii». gesL, 775.
Wilb.. frober SebatzmeiBter in HoUand,
•el- Jolu. hA*j.
aid^k^. BrDd«r desselbeu. «S46.
B0iT3h^. Dootberr in L&beek. 141.
lufeiMj. Bliz^^r in Lobeek. 272. 356. 759.
bizaredi^. Muixtr d«ii«ibea. 272.
ra. B«rv.4d. ?>':4dB*?r- 275.
tescr.. S71d9«r d«^ Heinr. Xamevitx;. 193.
Eler, BUrger in MiHIn, 3H rt. 13.
Elisabeth, Wittwo thu lUtn. (iirhard VI. von
Schieswig, 176.
vonElmendorpe, Wilh., Knttpp«,Anm. 9zu273.
Elver, Heinr., ElngosesHpncr In l^m<$bu^K, '^9
8. 50. 43 8. 81.
von Empsen, Job., Rm. in LUneburg, 92,*
Engel, Priorin dcH KlostiTH MuricnwobI, 592.
Engele, Vrolik, Rm. in Dorpat, \'M\,
Engelke, Knappe, Anm. 9 zu 273.
Erich, KUnig von Dttucniark, Kchwcdon \mt\
Norwegen, 1. 3. 85. 124.* 133. 176. 182.*
183* 192. 200.* 201.* 206. 209.* 229. 230.
238. 298. 309. 3M.* 315. 327. 350. 367.
368.* 369. 370. 372. 376. 377. 3H2. 400.
408. 523.* 550. 57b. 619. 017. 669. 6H2.
687. 699. 717. 731. 7iM. 75I.* 752.* 753.
756.* 760.* 701. 764. 765. 766. 767. 772.
774. 777. 778.* 799. H02.* H06. H07. Hll.
813.
Erich IIL, Herz. von HachNcn-Laut^nburg, grnt.,
6. 39.
Erich, IV., Herz. von Haclwen-Lauouburg, gont.,
25. 38. 39. 67. 591. 592.
Erich v., Horz. von HachMon- Iwiuonburg, 6,*
18. 25. 37. 38. 39.* 12.* 43. 44. 51. 5H.
62. 63. 65. 77. 80.* H2.* H3. H4.* 89. 118.*
171. 211. 212. 219. 220. 221. 222. 223.
225. 220. 227. 241. 242. 247. 249. 252.
254. 266. 257. 258. 259. 260. 205. 206.*
267. 268.* 271. 273. 275. 278. 281. 294.
307. 313. 390.* 394.* 487. 440.* 441. 445.*
446. 454. 458. 459. 404. 405. 407. 468.
480. 483. 484. 487.* 507. 513. 536.* 539.
558, 582. 583. 685. 692.* 693. 599. 007.
644.* 645.* 647. 050. 661.'^
Erich, lh*rtt)tii von llrnuuHHiwi'lit LUntiburgi 33.
396, ». 4. 647.
Erik«;»iion, Erik, Hptm. In N>bor^, 523,
Erngljimony NIcol., Lagminin In KUdtinnHun
Und, 523.
Erp, Albert, Km. In Lllbm^k. 141,* Ul\^ MO.*
Br«p, 202.* 302. 3(U, Mh
— IMtUv, Htlrgi*!" In l.llbtiok. U\)^, U.I.
838
11. Pprsonen - Register.
van der Este, Heinr.^ 352.
Everhardi, Henning, Viear in dcr Marion
Kirche, 431.
Eylenhorst, BOrger in MoUn, 38.
Eystede, Rejmar^ Rm. in Stade, 69. 132.
Ezebernes, Adelheid (Tale\ 549.
F.
Faber, Knappe^ Anni. 14 zn 273.
Falke, Heinr., Btirger in LObeek, 648.
van dera Finesten^ Reyneke^ Biirger in Liibeck,
798.
Fleck esteeuy Joh.^ Kapellan des Raths von
Hamburg^ 34.
Folter, Keyneke, Btirger in Molln, 38 S. 42.
Franz, Propst in iiran, 515. 550. 551. 552.
tiOS. 824.
Friodrich 111., Bisehof von Utrecht, 565.
Fritulriih U., Ri)m. Kaiser, gest, 373.
Fritulricli 1., Markgraf, seit 1422 KurfQrst, von
Hmulenburg, 83. 85. 160.* 163. 164. 211.
'i\4^ '^\\K \^38. 241. 242. 244. 250.* 253.
•i5H, 25U. 297, 329.* 330. 824.
F V 1 0 (I I' 1 0 h » I lerz. von Braunscbw.-Lttneburg, 657.
KrhMli'loli, Markgraf you Meissen, 64.
PiUh^i, (\>iir.» BUrger in Frankfurt a. M., 73.
M. VrUlmli.
Kryxnui» VWk{\ friesischer llSuptling, 421.
I''urliwkis \Vonior» Bguintr. in Magdeburg, 113.
Villi (iuiuhMiituu, llonu., (Kirchlierr in MiJlln), 6.
(htiirt, (voii l'utlltz\ ^'l)<.
(UrlM|i, (Mtii» Kiu. in I.Uneburg, 762.»
von (|ir (}art«>wr, llriiu*., Knappe, 38 S. 47.
H. Chartowo.
von <hirt/, Olto» t'»"« I.
— Ih'inrirli, Si»lm ^lo»^**»UHM», 671.
(iJMliioy, .loll., /olhMimoliuuM' in London, 56.
von (JciHiiMn', llrhvig, l)()nnnikaner in LUbeck,
;^22. H. (icVSHHM'.
Gcistniann, Kint^cHCHsnirr in TinuntMidorf, 612.
Oeorp:, Hisi'liof v<ui l*iirtH«n, K)'). 177.
Georgii, Dietr., (icriclitHHchreiber in LUbeck, 732.
Gerardus de Wale, 586.
Gerdes, Nicolaus, Bilrger in LUbeck, 360.
— Johannes |
— Johannes / Bohne desselben, 360.
— Marquard ;
Gereke van Lnbeke, 495.
Gerhard VI., Herz. von Schleswig, Graf vod
Holstein, gest., 107.
Gerhard VII., 298. 400.* 550. 647. 682.687.
767.* 770.
Gerlach, Beich tiger im Kloster Mariendal, 620.
Gertrnd, Aebtissin des St. Johannis-Klosten in
LUbeck, 728. Wemetrudis, 733.
Gerwers, Heinr., Propst in Reinbeck. 313.*
Gerwer, Joh., Rm. in LUbeck, 141.* 371. 555.
Gerwer, Heinr., BUrger in LUbeck, 292.547.
555.
— Joh., Sohn desselben, 109. 292. Anro. a
497. 547. 555.
Gestorp, Ludemann, Soldner, 275.
von Getelde, Peter, BUrger in LUbeck, 509.
von Geynsen, Alb., Soldner, 275.
von Geysmer, Heinr., Kirchherr in BBchen,
598. 599.
Ghalsow, Schiffer, 111.
Ghelreman, Wyneke, ehem. BUrger in LUbeck,
270.
van der Ghest, llespel J ^^_ ^^^^
— l^^'' linge, 421.*
— \we ) '
Gildemester, Eingesessener in Niedem Kltitt,71'
Gland, Rm. in Mblln, 38.
Glasemaker, Joh., BUrger in Bremen, 683.
Glashagen, Jac, ein Dane, 699.
Glavatz, Henning, Knappe, 316 * 433. 437.
438. 455. 475. 482 und Anm. 491. 537.
— Heinrich, Bruder desselben, 316.*
von Gledingen, Heinr., S(5ldner, 275.
Glinsnor, Gobell, Kfm. in Loudon, 56.
Glynhorst, Glyndenhorst, BUrger in Minden, 776.
Gnarrik, BUrger in Molln, 38.
Gnobele, Vogt des Herz. Gerhard in Sondei-
burg, 770.
Gobele, BUrger in Molln, 38.
II. Personen- Register.
839
eke, Knappe, Anm. 9 zu 273.
staffson^ NicoL, Lagmann in Upland, 523
1, Peter, in EckernHJrde, 366.
1 en see, Bernd, BUrger in Llibeck, 449.
lenstede, Heinr., BUrger in Lttbeck, 498.
Goltern, Herbord, SiJidner, 275.
ismed, Matth., Diener des Herz. Albrecht
n Sachsen, 378.*
smit, Ulricb, BUrger in MoUn, 38.
irain, Heinr., 454.*
beke, BUrger in Mblln, 38 S. 42.
estorff, Nicol., Diener des Herz. Albrecht
n Sachsen, 293.
itz, Matthias, 802.
we, Marq., Kanzler des Herzogs von Schles-
g, 321.
Gottingen, Herm., BUrger in LUbeck, 798.
bow, Dietr., BUrger in LUneburg, 094.
mbeke, Paul, KarthSusermbnch, 180.
Heinr., Kfm. in Bergen, 745.
nd, Dietr., BUrger in Molln, 38 S. 41.
Eccard, BUrger in Mblln, 38 S. 41.
per. Make, Eingesesseuer in Breitenfelde, 385.
werd, Arnd, BUrger in LUbeck, 81.
Vritz, BUrger in LUbeck, 146. 323.
ben, Vicko, BUrger in Mblln, 38.
ssemannsche, in Mblln, 38 S. 41.
Greve, Bernh., WerJcmeister der Petri
irche, 679.
V en itz. Otto, Knappe, Anm. 11 zu 504.
vensten, Heinr., 538.* 539.*
iverode, 719.
- Adolph, gest., 351.
- Elisabeth, Tochter desselben, 351.
■ Adolph, 414.
Heinrich, BUrger in LUbeck, 339. 358.
414. 641. 814.
Ludwig, BUrger in LUbeck, 87. 351.
fer, Knappe, Anm. 9 zu 273.
^hold (Grymolt), Joh., Bisch. von LUbeck,
3.
^8 horn, Heinr., BUrger in LUbeck, 306.
^ 586.
^*"one, Bruno, Sbldner, 275.
— Job., Knappe, Anm. 1 zu 273.
Gronhagen, Glaus, Rm. in LUneburg, 252.661.
Grdnow, Volquin (Volmer), Ritter, gest., 555.
— H • • h I ®^^^® desselben, gest., 555.
— Detlev, Knappe, 555.*
— Volquin, Knappe, 555.*
— V'olquin (Volkmer), Detlevs Sohn, 344.*
591.* 606.
— Volquin (Volkmer), Volquins Sohn, 591. 606.
Grope, Heinr., Jiiger des Herz. Albrecht V. von
Mecklenburg, 161.
Groperdorp, Berend, Knappe, Anm. 7 zu 273.
Grnte, Alb., BUrger in LUbeck, 181.
— Eccard, BUrger in LUbeck, 13.
— Heyne, BUrger in Mblln, 38 S. 42.
Grove, Joh., BUrger in LUbeck, 1.
Gruter, de Gruter, Heymann, Aeltermann der
Goldschmiede in Utrecht, 740.*
— Job., BUrger in Lttbeck, 801.
Gruwel, Hans, Diener des Raths von Mblln, 38.
Gruwel, Peter, 674.
Grybe, Dietr., BUrger in LUbeck, 498.
Grybo, Donet, Diener des Albrecht Schenk von
Landsberg, 773.
Grym, Jons, Ritter, 49. 523.
Grymold, s. Grimhold.
Gude, Kyneke, BUrger in LUbeck, 279.
— Peter, BUrger in Stade, 117. 132.
Gudermann, Glaus, im Lande Oldenburg, 3. 66.
— Heinrich, Bruder desselben, 366.
von Gummeren, Bode, Knappe, Anm. 12 zu 273.
Gumpertus de Busello, Pfarrer in Prettin,
Anm. zu 623, zu 701. s. liumbrecht.
Gus, Herm., BUrger in Mblln, 38.
Gutendorp, Heinrich, 481.
— Nicolaus, 481.
Gutmann, Herm., 509.
Gyse, Heinr., BUrger in LUbeck, 185.
von Gysenstorp, Stute, BUrger in Mblln, 38.
H.
Habe, Tideke, BUrger in Mblln, 38 S. 42.
— Wolter, BUrger in Mblln, 38 S. 43.
106*
840
il. Personen -Register.
von Hachede, Andreas, HUrger in LUbeck, 359.
— Heinrich, Blirger in Lttbeck, 694.
Hachede, auf derNiedern (Donner-) Schleuse, 38.
von Hadelen, Familie, 203.
von Ilademerstorp, Heinr., Sbldner, 283.*
Hadewerk, Timmo, BUrger in Lllbeck, 32. 371.
Ilaenpmos, Janike, Hptm. in Raseborg, 108.
Hagelstcin, Engelkinus, Btirger in Ltibeck, 8.
von Hagen, de Indagine, Herra., Protonotar
des Raths von Ltibeck, 83.* 85.* 251. 252.
658. 727. 774.
vam Hagen, Hans, Kfm., 87. 185., gest., 235.
von Hagen, Herm., 442.
Haghen, Herm., ein DSne, 123.
Hake, Clirist., Bttrger in Lttbeck, 323.
— Eggert, 690.
Hakenberch, Heiuemann, in London, Anna, zu
414.
von Hallermund, Otto, Knappe, Anna. 1 zu273.
Hals, Ilenneke, Blirger in M5lln, 38 S. 42.
Halverstad, Henning, Knappe, 450. 462. 482
und Anra.
— Kersten, Vogt in Boitzenburg, 439. 462.
Hamborch, Ludeke, BUrger in Mblln, 38.
von Hameln, Joh., Rm. in Liibeck, 75. 141.*
371. 638.
von Hamme, Joh., gen. Stopel, Anm. 19 zu 273.
— Steneke, Knappe, Anm. 10 zu 273.
— Bernd, BUrger in Molln, 38.
Hane, Andreas, Priester, 353.
— Heinr., 775.
Han en k amp, Eingosessener in Alt-Molln, 38.
Hanenpol, Gottschalk, G60.
— Job., Blirger in LUbeck, 693.
Ilannemann, Heinr., Eingesessener in Pade-
lUgge, 360. 779.
Hans, Knecht des Wolver von Reden, 276.
Haquini, Johannes, Erzbischof von Upsala, 523.
von Hardenberg, Hans, 176.
Hardewech, Heinrich, 715.
von Haren, Heinr., Rni. in Wismar, 619.* 669.
Harneyd, Propst in LUdiow, 42.
Ilartmann, Blirger in Molln, 38.
von llasbergen, Heinr., Bgmstr. in Bremen, 86.
Hase von Waldeck, Wilh., KcJn. Rath, 17.
Hasse, Job., Priester, 173.
— Nicolaus, Bruder desaelben, 173.
Hasse, Truth, Vogt auf Gottland, 669.
von Hassende, Conr., Rm. in Stettin, 442.
Hatenbeten, Bttrger in MOlln, 38 S. 41.
Havekendal, Hans, Aeltermann der B&cker b
Lttbeck, 280.
von Havense, Peter, Knappe, Anm. 17 2ii273.
Haye von Westerwolde, friesischer Hilnpt-
ling, 579.
Haze, Christian, Bttrger in LUbeck, 543.
von Heddersen, Tile, Soldner, 275.
Heest, Heesten, Heysten.
— Hartwicb, Ritter, Lebnsmann des Hen.
Heinrich von Braunschweig, 42.
— Laurentius, Ritter, 128. 206. 606.
— Luder, Knappe, 128. 634.
Heghenynge, Heinrich, 679.
Heilborg, Peter, 83 S. 125.
Heinrich Bockholt, Bischof von Lttbeck, gest
345.
— HI. (von Wangelin), Bischof von Schwerin,
196.
— Prior des KarthUuserklosters Marienehe
bei Rostock, 703.
— Lector des Dominikanerklosters in Liibeck,
716.* Prior, 724.* 738.*
— v., Konig von England, 56. 355.*
— VI., Konig von England, 510.*
(— von Plauen), Deutschordensmeister, 796.
— Rumpold, Herzog von Schlesien, 823.
Herzog von Braunschweig-LUneburg, gefit,
42.
— IV., Herzog von Schleswig, Graf vonHol-
stein, 123* 129. 142.* 150.* 176. K^'^-
183. 200, 201. 206. 209. 225.* 227.
229.* 230. 238.* 239. 298. 376.* 377.
380.* 382. 400.* 550. 578. 047. 682.
687. 753.* 756. 767.* 801.
— III., Graf von Holstein, 91.* 107.* 126.
128.* 129. 226.* 227. 238.*
Graf von Wernigerode, 657.
Schreiber des Raths von Rostock, 386.
842
II Personen - Register.
to Holte, Henneke, Diener des Kone von Rede-
storp, Anm. 9 zQ 504.
Holtgreve, Heinr. ^
^ , Soldner, 2/5.
— Reyneke y
Holthnsen, Heinr., Vicar in LUbeck, 801.
— Herm., Knappe, Anm. 1 zu 273.
-- Joh., BUrger in Liibeck, 306. 703.
Ludeke, 715.
— Willi., Blirger in Hamburg, 729.
Holtmann, Job., Bttrgcr in LUbeck, Anm. zu
701.
Holtorp, BUrger in M(5lln, 38.
— Everd, Knappc, Anm. 7 zu 273.
Horaut, Gottfr., BUrger in LUbeck, 1.
Hon, Poter, BUrger in LUbeck, 496.
Hone, Stepban, KrUmer in LUbeck, 477.
Honerjeger, Heinr., BUrger in LUbeck, 477.
Honhorst, Herbord j ^ ^..
— Hermann i
Honnekesbuttele, Job., BUrger in LUbeck, 763.
— Heinricb, 498.
Honorius UL, Papst, gest., 373.
Honwide, Rnappe, Anm. 13 zu 273.
Hoop, Hope, Werner, BUrger in LUbeck, gest.,
617. 640.
— Peter, Sohn desselben, 617. 640.
Hop, Nicol., BUrger in LUbeck, 729.
Hoppener, Herm., BUrger in LUbeck, 323.
vamme Home, Marq., Ritter, 408.
Horneborg, Ludeke, S<5ldner des Heinr. Tarne-
witz, 193.
Horst, Hans, 52.*
von der Horst, Marquard, Schuster in LUtjen-
burg, 604.
— Hille, Ehefrau desselben, 604.
Hove, Stephan, BUrger in LUbeck, 708.
Hovemann, Job., BUrger in LUbeck, 159. 348.
— Eingesessener in Krempelsdorf, 632.
— Job., Eingesessener in Wcndiscb-Rambow,
393.
— Heinricb i
— Hermann > Sohne desselben, 393.
— Johann I
Howscbilt, Hermann, BUrger in Kiel, 123.
BrUder, Knappen, An
4 zu 273.
n
von der Hoy a, Graf Erich, 68. 78.
Hoyer, Heinr., Rm. in Hamburg^ 252. 43
Bgrostr., 434.
Hoyke, Henning, Priester in LUbeck, 2.
— Elsabe, Sch wester desselben, 2.
Hoykendorp, Bertold, Knappe, zu Brok, 67
Hoymann, Brand, BUrger in LUbeck, 306. 49
Hildebrand, 586.
Hozeringe, Werner, BUrger in LUbeck, 356.
Hubberkragen, Curd
— Hermann
— Richard
von der Hude, Detwerd, Bgmstr. in Bremen,
Huek, Peter, Bflrger in LObeck, 15. 322. 428. 5
Hullingerod, Herm., in Halberstadt, 657.
Hulsebeke, Henneke, Knecht der Rohr,
2 und 11 zu 504.
HullevuUe, BOrger in Molln, 38 S. 43.
Humbrecht, Pfarrer in Pretlin, 544. 623
Anm. zu 701. s. Gumpertus.
Hum fried, Herzog von Gloucester, 355.
Hummer 8 butt el, Adelheid, Priorin in Rein-
beck, 313.*
— Johann, Knappe, 27.
Hundebeke, Heinr., Hifentlicher Notar, 149.
Hundertmark, Herm., S<)lduer, Anm. 6 zu 273.
von Hunesbach, Walrav, MarschalldesDeutscheo
Ordens, 682.
Hunger, Drewes, Btirger in Molln, 38 8. 43.
— Hermann, BOrger in Molln, 38 S. 43.
Hunold, Diener des Raths von LUbeck, 33*2.
412. Schatfer, 47. Marschall (vermuthlich nur
aus Unkunde so genannt), 285.
Husmann, Btirger in M()lln, 38.
Huxer, Hans, Soldner, 307.
~ Heinricb Volquin, 139.
Hymteke, Hans, 332.
Hynghest, Eingesessener in Alt-Molln, 3S.
Hyntzen, Meynert, Soldner des Heinr. Tarne-
witz, 193.
J.
mester Jacob, in Molln, 38 S. 41.
Jacob,KapellandesRittersErichKrammendik,'2nS.
844
U . f *-j fiU!**-!- - &e£isx«-:
von Jiuu'jiiirj*-!,
■fi
i *e ini»»a«< •rcictj«ii**-i«ft^*
Kal^ H**i_v. i>U'^'»- ji J^tt»^-4. *''
* y-.
K a i t'.- » . 'y.iijf*-.*. 1 1 .
Kiiv*^»¥.tM. }i*-juf.. JcLi*-' 4^»5*- ':i-
— H»-ixri»*i- ••vit >:<-**'? v^- *,•:'.
K a A u t . Uie^-ii-y ^ '.•! ]-»-!:«:• •;«iir- ' - - -
Karl IV^ fcjfltit-nb*'.' Kju-**-^'. ;.•'_ '- ':»T :'.
— H^rm-. as/ d«: K.<V hp«*r..jL. ;:-rt:,, /?
Karuw, LKeiHrr de^ KatL- v^-b LHJM^k. 25o.
Karsf^d-r, CUu-v 4vo.* 4*4*
Kas^t'Tp, Martiii, Etr^r in LftU^.k, '/:^>.
Kavser. IHtmar, Dieii*T •!** LMats^b*^n ^nd^ak^
•27M.
Kedin«*k, Keymar, Prie^ier, T.
von Kelrv, Ludeke, B?m»tr. in Magd*:bur;£, Hi.
Kemer»:n, Eingrese^frener in Alt-MoUn, '^h,
Kener, Peter, Bfirger in Lfibeck, Anm. zu «0i.
Kerkhoft\ Jac, o60.»
Kerkriug:, Bert., ge-t.
_ Oerd / in Mun-Ur, M^.
I
f
— Lambert
- •''^"^^ ^^'*'"^'^' } d.> Bertold, 34:s.
- Uudnlf, ^olin »
.- Ik-rtold, Km. in Liibeck, ^est., 743.
-- Thomjis, Solm dessflben, 3i. 349. 632.
70^. 74:J.
Kernem, Hans, Biirj^er in Miilln, 3?^ S. 42.
— Hans, BUr;r<'r in Miilln, 38 B. 42.
£*''r-rl-.4: -i.^l.. ATT
— •VvCiw'iialt- de: itn.-^r. -_-
Kl*:if- •z*'ri*^rL KiuAiu*-.. .ithl - Z: .
K»*:Tz*- J.-L-. lliL- ii fiamirtTnr ' •■ "■=.
— B^rrtraiiL Btorrtr u. l-nif^i. -.^
— Ha;ir, h^r^tj il Lnt»friL rt>-
— Ilan^, Bfir^er it Liiinr<!t. ~.
J'^L., Xeif*- d*rh Lertratn^ Lit
Kiintt, Klyod« H^rm., liiirre: u L'^ l.
— Wynold, Priesier. Lrndf^ ar-e-r'
Klipiiin^. Alb^ Kfm., t.4]. ^1^
Kluv#rr, Heiiir., Kleriker, 7L:.
von dem Kne*beke. Kan-. Alil. r*.
K ni^;:#:. DiHruh »
- Hajui
— Heinrich
— Ludolf
Knake, Heinrich, 0.
K n o k e n h a u w e r , Herm., Bar^rt-r il ^V";2
\ a n d e m K n u ji e . vamm<.' Kn« »p*j . « k
2i:i. 5>;5.
Knntson, Knutteson, Heinr., Riuor, .
in Hilderhlotr, r,2:i.
Kok, [leinr., Kapelian des Herzo^s
von Lauenbur;;, 44.
Kogel<*,ndaI, BUrfjjer in LtibcM^k, 79i.
I
S"'Idner, J7'
II. Personen - Register.
845
Lojegher, Henneke, Btirger in Kiel, 123.
Loking, Joh., Knappe, Anm. 13 zu 273.
L ole, Gertrud, 548.
Lolle, Bernd, Priester in Mttnster, 343.
.^olmann, Joh., Bflrger in Lttbeck, 387.
ELolsten, Heinr., Bgmstr. in Oldesloe, 725.
Kone, Heinr., Goldschmidt in Lttbeck, 277.
Kbnigsmark, Bernd, Hptm. in Calmar, 523.
Koning, Herm., Priester in Lttbeck, 174.
— Heinr., Rm. in Danzig, 574.
— Glaus, in Travemttnde, 13.*
— Sander, 715.
K 0 p k e n , Paul, Diener des Ratlis von Lttbeck in
MoUn, 38 8. 44.
Korner, Conr., Lttbeckischer Procurator am
Kon. Hofgericht, 58.
— Herm., Monch im Dominikaner-Kloster in
Lttbeck, 716,* s. Hermann.
Kortemake, Heyne > Eingesesseue
~ Henneke, Sohn desselben ' in Borstorf, 385.
— Heyne, Eingesessener in Breitenfelde, 38.
Kortsack, Friedr., 555.
K^oselow, Gerd, 077.
^ On Kotelberg, Gerd, Vogt in Eckernforde,
366.
K^ovolt, Job., Kfm., 299.*
^Tacht, Reyneke, Bttrger in LUbeck, 50.
'^on Kramme, Aschwin, Soldner, 275.* 281.*
— Hans, Soldner, 275.
^Ide Krege, BUrger in MoUn, 38 S. 43.
*^Temer, Hans, 5.
— Herm., 74.*
^rempin, Heinr., Soldner, 277.*
Krevet, Soldner, 275.
Kreye, Herm., BUrger in Molln, 38 S. 43.
van dem Kroge, de Kroge, Boldewin, Knappe,
439.* 445. 454. Anm. zu 482. 494. 535.
vamme Kroge, Herm., Knecht des Jac. Glas-
iiagen, 699.
iroger, Andreas, Priester, 713.
— Rm. in M(5Un, 38 S. 43.
— Joh., BUrger in Rostock, 319.
— Ludeke, Eingesessener in Alt-Molln, 38.
;roinhof, Heinr., Soldner, 275.
Kronerd, Herm., 799.
Kropelin, Benih., Btirger in Wismar, 745. s.
Cropelin.
Krull, Ludw., Rm. in LUbeck, 76. 141. 194.
302. 304. 305. 371. 383. 402. 412.* 420.
421.
Krummendik, Albert, Bischof von Lttbeck, 345.
— Erich, Ritter, 121. 123. 133.* 200. 206.*
207.* 208.* 213.* 214.* 215.* 216.*
368. 369. 376. 682. 748. Hptm. in
Alholm, 523.
— Herbord, 298.*
Krumvot, Heinr., BUrger in LUbeck, 279. 681.
Kruse, Hans, im Lande Oldenburg, 366. s. Cruse.
Krusing, BUrger in MoUn, 38.
Krusinge, Eingesessener in Gorgenbeke, 38.
Krutzemann, Joh., Kirchherrin Breitenfelde, 385.
K u ch m e i 8 1 e r , Michael , Deutschordensmeister,
384.
Kudenworde, Heinrich, Aeltermann der Loh-
gerber in LUbeck, 282.
Kukemann, Herm., Soldner, 275.
Kuken, Tidemann, 529.
— Agnes, Schwester desselben, 529.
Kule, Heinr., Knappe, 128.
de Kulen, Ludeke, BUrger in MoUn, 38.
Kuleweyde, Joh., 736.
Kunemann, Heinr., oilentlicher Notar, 7.
Kuren, Benedict, 723.
— Joachim, Bruder desselben, Knappe, 27.
128. 723.
Kutel, Henneke, Bttrger in MoUn, 38 S. 42.
Kutele, Heyne, BUrger in MoUn, 38 S. 42.
Kuter, HejTieke, Soldner des Heinr. Tarnewitz,
193.
Kuter, Otto, BUrger in MoUn, 38 S. 41.
Kyff, Joh., Soldner, 278.
vom Kyle, Marquard, BUrger in Lttbeck, 396, 10.
Kyritz, Simon, Vicar in LUbeck, 7.
Kystenbuk, Cord, BUrger in Lttbeck, 120. 122.
L.
Lago, Bischof in Wiborg, 523.
Lam, Joh.y Burger in Lttbeck, Anm. zu 701.
107
846
II. Personen - Register.
Lambertessone, Paul, Sbldner, 825.
Lammers, Ileniieke, Eingesessener in Crummesse,
674.
Lammeslieim, Job., BUrger in Frankfurt a. M.,
423.
Lammesbovet, Lucas, BUrger in LUbeck, 95.
— Ludekinus, BUrger in Llibeck, 776. 798.
Lamsyde, Eler, Kfm., 339. 414.
Lancowe, BUrger in McJlln, 38.
Lander, Siegfried, LieflSndiscber Ordensmeister,
384.
Landesberg, Cord, BUrger in Riga, 749.
Lange, Bertold, BUrger in LUbeck, 359.
— Godeke, Rm. in Rostock, 669.
— Hans, BUrger in LUbeck, 798.
— Heinr., Aelterniann de** Heil.-Kreuz BrUder-
schaft zum Heil.-Geist, 30 L
— Hermann, Rm. in Reval, 785.
— Job., Bttrger in LUbeck, 109. 680.
— Job., BUrger in LUbeck, gest., 520.
— Wedege, Sobn desselben, 520.
— Marquard, BUrger in LUbeck, gest., 371.
396, 7.
— Hans, Sobn desselben, 371. 396, 7.
— Ricbard, Rm. in Reval, 669. 670.*
— Taleke, Anm. zu 497.
Langeboyke, Glaus, 52.*
Langeneyck, Job., Rm. in Stralsund, 442.
Langerbans, 518.
Langemake, BUrger in Millln, 38.
— Marquard, BUrger in Kiel, 123.
Langetop, Herm., Soldner des Heinr. Tarne-
witz, 193.
Langewilken, BUrger in Molln, 38.
Lappenscap, Heinr., Soldner, Anm. 7 zu 273.
Lauenburg, Herzoge von, s. Sachsen.
Laurensson, Jons., Ilptm. in Lalozekoping, 523.
Laurentius, Soldner des Heinr. Tarnewitz, 193.
Lauwe, Alb., Burger in LUbeck, 513. s. Louwe.
Lebode, Agatbe, 589.
de Ledda, Vrowinus, Burger in LUbeck, 602.
Lembeke, Limbeck, Glaus, Ritter, 176.* 377. 400.
— Wulf, 424.
Lemezik, Arnold, BUrger in LUbeck, 328.
von Lengede, Ludeke, Knappe, Anm. 1zti273.
von Lengerke, Job., Bruder der KalandsbrMer-
scbaft zum Heil.-Geist, 296, 595.
— Job., Sobn desselben, Kleriker, 595.
Lennenkamp, Hans, Knappe, Anm. 1 zu 273,
von Leuten, Brand i ^ ,,
' } Soldner, 275.
— Hans I '
Lepele, Hans, Soldner, 825.
von der Letze, Martin, Kaplan des Albrecht
Scbenk, 138.
Letzscb, Gerlacb, Bruder des Johanniterordens,
348.
von Leyden, Walter, BUrger in LUbeck, 780.
Licbtenow, Alb., BUrger in LUbeck, 702.
— Job., Vicar in der Marien Kirche, 713.
von der Linden, Heinr., Bttrger in LUbeck, 359.
— Jobann, BUrger in Likbeck, 359.
— Peter, dom., 351.
Lippe, Lyppe, Alb., Bttrger in LUbeck, 203.
312. 405. Anm. zu 497. 801.
— Hans, Anm. 15 zu 273. 275.
von der Lippe, Job., Knappe, Anm. 14zii273.
Lippold, Scbreiber des Ratbs von Lttneburgy
495.
von Loen, Friedr., Knappe, Anm. 7 zo 273.
Lomau, Heinr., Eingesessener in Postyn, 677.
Lore, Rm. in Molln, 38.
— Bernd, Bttrger in M(51ln, 38.
— Heinekc, BUrger in Molln, 38.
— Herm., BUrger in Molln, 38.
— Tideke, BUrger in MSlbi, 38.
Lor esse, bei einer Scbleuse wohnend, 38 SJ^'
Lose, Betemann, 228. 451. 637.*
— Tile, Bruder desselben, 228. 451. 637.'
Loseking, Ludw., BUrger in Lttbeck, 780.
Louwe, Peter, Soldner, 283.* s. Lauwe.
Louwesikke, Gereke, Diener des Rersten
Wardenberg, Anm. zu 504.
Lovenbercb, Herm., V'icar in LUbeck, 528.
Lowentkoper, Job., Domberr in LUbeck, U.
141. Bisthumsvcrweser , 167.* 168.* 160.*
173.* 174.* 181.* 204.*
Lubbeken, Arnd, 601.
Lubber d, Knappe, Anm. 13 zu 273.
II. Personen - Register.
847
I
BrUder, 81.*
xrbberdes, Henneke, gest., 481.
Peter, gest., 481.
X^iibcke, Hans, gen. Winterveld, Kneclit der
Kohr, Aiim. zu 504.
^- on Lubeke, Gottschalk, Rm. in Greifswald, 669.
X^ii<5bow, Joli., Priester in LUbeck, 430.
Araelius, BUrgcr in LUbeck, 47. 300. 403.
477. 708.
X-tx^^^j Peter, Erzbiscbof von Lund, 523.
- Peter, Hptm. in Tbordorp, 523.
x-on Luctersen, Curd, Knappe, Anm. 3 zu 273.
I^udeke, PastetenbUcker in LUbeck, 48.
— Telse, Ehefrau desselben, 48.
— auf der Fredeborg, 38.
Xiudekens, Nicol., Vogt in Abo, 529.
Ludemann, die Familie, 55. 61.
— Gottschalk \
— lleinrich \
"^ Ludeke
"^ Peter
^ade T- , Henning, 5.
^a<?ei-od, Heinr., BUrger in LUbeck, gest., 371.
lUem- edorf, Odbert, Km. in Wismar, 415 und
Anuria 416.
Ludflr i fj^ Graf von Oettingen, 744.
Ludol j)h, Kleriker, 397.
de Lii ^e, Arnold
/ BrUder, 390, 15.
— Jleinricb [
"- Johannes J
de LixTiescbe, Wittwe in LUbeck, 278.
Lunefcorg, -borch, Hans, Johannes, BUrger in
LUbeck, 356. 371. 396, 12. 496. 520.
gest., 532.
^ Catharina, Wittwe desselben, 532.
^"ttne borch, Eingesessener in Breitenfelde, 38.
^npfen, Johann, Graf von, Kon. Hofricliter, 40.*
85. 04.
^ttpow, Hilmer, Rm. in Hamburg, 42.
Latowe, BUrger in MSlln, 38.
fatten, Dietr., Knappe, Anm. 7 zu 273.
Lfltzow, Helmold, Helmich, Helmet, 439. 447.
466. 482 und Anm. 570.* 582.
"^ "Wipert, 439. 447. 406. 482 und Anm. 661.
M.
Maeck, Joh., Rm. in Rostock, 669. 670.
Magnus, Herzog von Sachsen-Lauenburg, Bruder
Erichs V., Bischof von Camin, 266.* 267.
Magnusson, Algud, Hptm. in Nykiiping, 523.
— Gustav, Lagmann in Westgothland , 523.
— Peter, Hptm. in CalviJ, 523.
von Mandeslo, Johann, Bertolds Sohn, Knappe,
Anm. 13 zu 273.
— Johann, der Hltere, Anm. 11 zu 273.
— Johann, der jUngere, Anm. 11 zu 273.
— Manslo, Johann, Knappe, Anm. 8 zu 273.
Mankemos, Dietr.
— Gerhard > BrUder, 5.
— lleinrich
von Mansfeld, Grafen.
— Bosse, 451.
— Gebhard, 451.
— Volrad, 451.
Map il ton. Job., englischer Kleriker, 355.
Marktvoged, Hans, Diener des Raths von
LUbeck, 85.
Marquard (Wise), Prior des Dominikanerklosters
in LUbeck, 15.* 40.* 272.* 322.* 332.* 335.*
392.* 542.* 548.* 549.* 561.* 589.* 590.*
622.* 716. Senior, 738.*
Marquard, im Lande Oldenburg, 366.
Marschalk, Hans, 245. 249. 507.
Martin V., Papst, 7. 41. 170.* 177. 178. 209.
353. 373.* 381.* 389.* 461. 472.* 502. 687.*
713. 732. 774.
Martin, Gobelinus, Kleriker, 299.
Marts en, Brun, BUrger in Molln, 38.
Matte, Dctlev, BUrger in LUbeck, 39 S. 55. 43
S. 80.
Mecklenburg, Herzoge von, (Schweriner Linie).
8. Albrecht III., Albrecht V., Johann IV., Agnes
Catliarina, (Stargarder Linie), Johann III.
von Meghen, Eberh., Kfra., 299.*
Meinerstorp, Heinr., Knappe, 169.
Meister, Wilh., in Mcickern, 269.
Mekelenborch, Job., 693.
— Job., Sohn desselben, 693.
Melberg, Henning, Knappe, 468.* 469.* 482.
107*
848
II. Personen - Register.
— Heinr., Biirger in LUbeck, 50; Rm., neuer
Rath, 798.
von Mentze, Joh., Biirger in Ltibeck, 172.
von Merkeshusen, Heinr., gen. Syveke, 638.
Merlaw, Rich., Mayor von London, 56.
von Merle, Hinze, Biirger in Frankfurt, 17.
Mertens, Claus, in Eckernfc^rde, 366.
-- Curd, 121.*
— Hans, 690.*
Messersmyd, Joh., in Nordhausen, 509.
Meteler, Hans, gest., 589.
— Heinr., Rm. in LUbeck, 32. 141.* 589.
774.
— Catharina, Schwester desselben, 589.
— Joh., Bttrger in LUbeck, 396, 4.
von Meyenberg, Curd, Anna. I zu 273,
Meyer, Detlev, Aeltermann der BRcker in Lilbeck,
280.
— Hermann, im Dienst des Konigs Erich von
DUnemark, 229.
— Johann, 561.
— Margarethe, Ehefrau desselben, 561.
— Lemmeke, Biirger in MQlln, 38.
Meylau, Heinr., 139.*
Michael, Propst in Bunzlau, 516. 600.
Michael, Graf von Werthheim, 600.
Michael, BUrger in Molln, 38; Rm., 668.
Milde, Heinr., in LUbeek, 800.
von Mind en, Gerard, BUrger in LUbeck, 352.
— Ileinrich, Anm. zu 414.
— Job., BUrger in LUbeck, 300. 741.
— Geseke, Ehefrau desselben, 300.
— Wichmann, 412.
Mintstede, Myndstede, Minkstede, Henning, 583.
— Henning, der jUngerc, 607.
— Kersten, 583.
— Reyneke, 494. 559. 563. 583.
Mistorp, Peter, BUrger in LUbeck, 359.
van der Mo I en, do Molondin(».
— Albert, Kleriker der Vcrdener Diocese, 353.
— Albert, Hitter, Bgmstr. in Llineburg, 41.
42. 70.* 4:^2. Anra. zu 6G1. 75o. 805.
Sodmcister, 252.
— llartwirh, Rm. in LUneburg, 92.
— Johann, Rm. in LUneburg, 92.
— Hartig, Knecht des Vicko von Vitzen, 630.
— Willekinus, 770.
Molenveld, Schiffer, 666.
de Mollen, Henning, BUrger in LUbeck, gut.,
318.
MoUendorp, Amd, Knecht der Rohr, Anm. 2
zu 504.
— Eler, Anm. zu 504. 558.
Moller, Andreas, gest., 747.
— Andreas \
— Johannes 1 ^,.., , ,, ^.^
, } Sohne desselben, 74/.
— Marquard |
— Reynekinus J
— Heyne, Knappe, Anm. 1 zu 273.
— Tideke, Eingesessener in KrempeWorf,
Anm. zu 632.
MoUers, Beke, BUrgerin in Molln, 38.
Molner, Heinr., BUrger in LUbeck, 76.
Molteke, Friedr., 458.
— Woldemar, 462.
Monik, Job., BUrger in LUbeck, 496.
von Monnighusen, Monnickhusen.
— Dietrich I BrUder, Knappen, Anm. 6 zu
— Johann J 273.
— Stacies, Knappe, Anm. 13 zu 273.
de Monte, Heinr., Bgmstr. in Hamburg, 41.
Mo ring, Nicol., Kapellau des Erzbischofs Johann
von Riga, 95.
Morkerke, Alb., BUrger in LUbeck, 474.520.
Morkerke, Tidem., Rm. in LUbeck, 48. HI*
168. 244.* 252. 327.* 328. 367. 368.
377. 380. 382. Anm. zu 497. 802. 811.
gest., 719.
— die Wittwe desselben, 632.
Mornewech, Bertram, BUrger in LUbeck, gesU
149.
Hennann, Sohn desselben, Bgmstr. inLiibeck,
gest., 149.
— BUrger in LUbeck, 39 S. 55. 43 S. 7\».
S. so.
— Hans, 137,* 149.
Murssel , lleinr., 481.
— Tydeke, 481.
II. Personen- Register.
849
IVIoyelke, Ebert, Aeltenuann der Paternoster-
macher in LUbeck, 283. 798.
Mund, Ernst, Knecht der Rohr^ Anm. zu 504.
MuDder^ Heinr., BUrger in LUbeck, 352.
von Mnningerode^Hans, Knappe, Anm. 1 zu273.
von Munater, Bernh., Efm., 339. 414 and
Anm. 814.
— Eler, Rm. in Bremen, 34.
Miinter, Rolav, 815 S. 790. S. 791.
Muring, Dietr., Diener des Kone von Redestorp,
Anm. zu 504.
Mynden, s. Minden.
N.
Nacke, Nicol., 636.
Naffnu, Bischof von Odense, 523.
Neding, Herm., 758.
Ne^endank, Gerd, 287.
Nering, Heinr., S<31dner, 278.
Nesemann, Claus, 90 191.
von Neteliugen, Heinr., Soldner, 275.
Von der Netze, Friedr., gest., 92.
— Mechtildis, Wittwe desselben, 92.
Neveling, Hans, Soldner, Anm. 4 zu 273.
Neyt, Heyneke, BUrger in Molln, 38.
Niclesson, Andreas, Hptm. zu Kopenbagen, 523.
— Christian, Kersten, Ritter, Vogt in Wiborg,
35 * 36. 342. 806. 807.
Nicolaus, (Graf von Delmenborst), Erzbischof
von Bremen, 533. 566. 687. 698.* 709.
750.
"- Vicar (des Provinzials) der Dominikaner
in Lttbeck, 272.*
"~- Glaus, Graf von Holstein, gest., 107.
^J^lop^ Claus, Scbiffer, 669. 670.
^'Jelsson, Erich, Ritter, 215. Hptm. in Ripen, 523.
^''eadorp, Heinr., BUrger in LUbeck, 431.
^''^nstade, Ludeke, BUrger in LUbeck, 360.
Ulrich, BUrger in LUbeck, gest., 371.
' en Stat, Heinrich, BUrger in LUbeck, 387.
Ltidekinus, 387.
t/Irich, BUrger in LUbeck, gest., 305. s.
^yestat.
oemann, Hans, Zimmermann, 52.
Ni
-Ni-
Nigenkerke, s. Nygenkerke.
Nitert, Geistlicher in Franecker, 420.
von Nodelen, Dietrich, Anm. zu 743.
von Northeim, Job., BUrger in LUbeck, 49. 50.
von Nougarden, Graf Hans, 523.
Nusse, Job., Rm. in Wisby, 669.
Nyenkerke, Job., BUrger in LUbeck, 323. s.
Nygenkerke.
Nyestad, Hans, BUrger in Bergen, 184.*
— Jaspar, Vogt in Schwerin, 631.
— Ludeke, BUrger in LUbeck, 72.
— Ludeke, Sohn desselben, 72. 169. s.
Nienstat.
Nygenborch, Ebert, BUrger in LUbeck, 801.
Nygenkerke, Godeke, 593.
— Hans, in Neustadt, 446. s. Nyenkerke.
Nyp, Heinr., Einwohner in der Parochie LUtjen-
burg, 379.
Nytting, Sippe, friesischer HUuptling, 421.
0.
Odbrecht, Conrad, 736.
Odesson, Knut, 523.
de Oerle, Ludekinus, BUrger in LUbeck, 319.
von Oertzen, Claus, 475.
Of fen sen, Joh., Camerarius des Domcapitels in
Lttbeck, 686.
Offermann, Goswin, BUrger in LUbeck, 323. 678.
Okko ten Broke, friesischer HRuptling, 406.*
409. 579. 597.
Okko von Locwerde, 421. 422.
Olavesson, Bjorn von Eschenburg, 523.
Olavesson, Nicol., in Abo, 527.
Oldedorp, Tideke, Vogt in TravemUnde, 692.
Oldenburg, Graf en von, 102. 112. 805 S. 790.
s. Chnstian. Dietrich.
Oldenburg, Paul, Schreiber, spUter Protonotar
des Raths von LUbeck, 2. 44. 50. 95. 237.
251. 320. 347. 427. 499. 501. 594.
598. 615. 642. 675. 676. 819. Vicar
in Lttbeck, 149.
von Oldendorp, Herm., in Lttbeck, 638.
Oldendorp, Heinr., Dominikaner in Lttbeck
311.
850
II. Personen - Register.
BrUder, 311.
— Revmanis
ft
— Tvdekiiius
— Wiggerus
Oldepollene, Biiiger in Mollii; 38 S. 43.
von OldersIiJiusen, -huRon, Bertold, Ritter,
Lehnsraann dos Ilerzoj^s Heinricli von Braun-
schweig^, 42.
de OUensen, .loli., Km. in Liineburi^, 92.*
Oln, Heinrich, Hitter, f)10.
Olrikes, Joh., 481.
— Marciuard, 545.
— Tvrameke, 545.
von 01 thru wen, Ileyne, Silldner, 275.
Oltghert, Clans, Diener des Konc von Redestorp,
Anm. zu 504.
Onnoma, Rewert, triesisclier Ilauptling, 421.
von Oppum, Hans, Goldschmidt in Llibeck, 277.
vam Orde, Iloinr., Biirp:er in Liibeck, 75. 534.
Osenbrugge, Alb., Kupterschniidt in Liibeck,
40G.
— Bernli., BUrgor in Ltibeck, 278.
— Gerd, Knecht des Glaus Hesteberg, 273.*
— Ludekinus, BUrger in Ltibeck, 396, 5.
Osing, ileinr., Soldner, 276.
von Osselssem, Hans, Soldner, 276.
van der Osten, Herra., BUrger in Stade, 117.
132.
— Henneke, Ehefrau, in Alt-MoUn, 38.
Osterliolt, Knappe, Anm. 9 zu 273.
(Otto, Graf von Hoya), Biscliof von Mlinster, 220.
(Otto II.), Herzog von Pomnacrn- Stettin, 244.
047.
— der jiingere (von der Haide), Herzog von
Braunschweig-Lttneburg, Bernhards Sohn,
638.* 647. 657.
— der EinSngige, Herzog von Hraunschweig-
LUneburg, 827.*
— Herzog von Sachsen-Lanenburg, 266.* 267.
437. 446. 454. 458. 459. 464. 465.
467. 46^. 507. 513. 539. 558. 582.
583. 592. 5113. 607. 616.
— Soldner dos Heiiir. Tarnewitz, 193.
Ovendorp, .Joli., Biirger in Lubeck, 387.
Overdyk, Heinr., Burger in Riga, 749.
Overenkerken, Arnold, 775.
— Elisabeth, Ehefrau desselben, 775.
Overkamp, Joh., Bftrger in Liibeck, 340.
Overtun, Herm , Schiffsknecht, Anm. zu 414.
Ovink, Hans, Soldner, 275.
von Oyenhusen, Curd I Soldner, Anm. H za
— Frederik | 273.
P.
Pallingcbrugge, Soldner, 276.
Palmedach, Gerd, BUrger in Ltibeck, 76. 518.
— Johann, Rra. in Dorpat, 436.
Pamperin, Diener des Raths von LUbeck, 39
S. 56. 43 S. 81.
Pamperinsche, in Molln, 38 S. 42.
Panssenhagen, BUrger in Molln, 38 S. 42.
Pantemannsche, in Molln, 38 S. 42.
Pape, Johann, BUrger in Ltibeck, 348. 387.
Papendorp, Heinr., Rm. in Hamburg, 420.421.
Parke, Hans, Soldner, 275.
— Marquard, Btirger in Ltibeck, 328.
Parkentin, Glaus, 357. 460. 596. 689.
- Detlev, Ritter, gest., 591.
— Detlev, 596.
" Eccard, 596.
Pattense, BUrger in Molln, 38.
Paul Russdorf, Deutschordensmeister, 647.
Paw el, Rm. in Molln, 38.
von P a w o r n , Bruno, BUrger in LUbeck, gest., T.
Peltzer, Hans, Soldner des Heinr. Tarnewitz, H'3.
von Pentz, Hans, Knappe, 439. 456.
— Helmold, auf Tarnewitz, Knappe, 71. 671.
— Henneke, auf Redemin, Knappe, 43').
Anm. zu 482.
— Raven, 456.
Pe per sack, gest., 371.
Perleberg, Hans, Aeltermann der Wollenweber
in Ltibeck, 733.
Perlin, Hintze, 518.
— Lambert
— Michael, gest.
Persek, Bernh., Rra. in Hildesheim, 564.
Perssig, Volkmar, Srddner, 275.
Pertzeval, gest., 371.
Sohne desselben, MS
852
II. Personen - Register.
Prop ken, Plonius, BUrger in Danzig, 87.
Prutze, Hans, BUrger in Molln, 38 S. 43.
Puel, Gerh., Vicar in der Marien Kirche, 381.
502.
de Pulcrafago, Juh., Domberr in Ltibcek, 1 11.
Pukerdes, Theod., Kleriker, 713.
Pund, Herni., Kleriker und Notar, 397.
— Peter, BOrger in Miilln, 38 S. 41.
Pusteke, Job., Blirgor in LUbeck, 511.
von Putbus, Pridbeni, 523.
(von Putlitz), Gans, 297.
Pyst, Arnd, 504.
Quake nbrligge, Manjiiard , Klosterbrnder in
Rostock, 703.
Quast, Arnold, Bote des Kaths von LUbeck, 774.
Questenberg, Tidemann, Kim. in London, oO.
Quitzow, Glaus, 465. 408. 581.* <;e^t, 720.
727.
— Heinricb,. 347. 357.
— Henning, 465.* 466.*
— Tideke, Bruder des Glaus, 726.* 727.*
R.
RabanuK, Bischof von Speier, GO^L
Rabodeseni niel c, Knappe, Anm. 8 zu 273.
R a boys en, Adolpb, Diener des Grafen Adolph
von llolstein, 233.
Rantzau, Breide, 366.
— Heinricb, 667.
i Brtider des Heinricb, 6r)7.
— Otto
— Scback, Ritter, 104. 128. 206. 707.
— Sivert, Diener des Ratbs von Ltibeck, 578.
— Wulfard, Domberr in LUbeck, 146. Bis-
tbumsverweser, 107.* 168.* 169.* 173.*
174.* LSI.* 204.*
Rapesulver, Heinr., Bgmstr. in LUbeck, 17.
59. 76. 121. 141.* 150. 207. 214. 215. 210.
217. 218. 240. 311. 317. 323. 327.* 367.
368. 371. 377. 380. 382. 386. 402. 434.
521. 525. 609. 630. 069. 070. 719. 755.
768.* 770. 774. 776. 803. 804. Anm.
809. 827.
Rapbohn, Dietr., BUrger in LUbeck, 198. 2:
Rasmann, Job., BQrger in Lfibeck, 148.
— Jodocus, Bruder desselben, 148.
Rasscbe, Hans ^
,_., ■ Soldner, 276.
— ridemann y '
Rastorp, s. Redestorp.
Ratlow, Eler, Glaus Sobn, Knappe, 128.
- Eler, Knappe, 27. 30.* 107. 774. 801.
— Henneke, Bruder desselben, 107. 1 szt
767. 801.
Rede, Heinr., Zolleinnehmer in l^ndon, 56.
Red eke, Ludemann, Knappe, Anm. 14 zu ^ T"
von Reden, Ernst, Soldner, 275. 281.
— Wolver, Soldner, 276.
Reder, Ilarticb, Paternostermaker in LttUeelt
586.
— .Job., Burger in Ltibeck, 109. 186.
von Redestorp, liaus, Anm. 3 zu 504.
— Hans, gen. Monck, Anm. 3 zu 504.
— Heinricb, Anm. 3 zu 504.
— Kone, Anm. 3 und 13 (Rastorp) zu 504.
s. Reystorp.
Reiger, Lemmekinus, BUrger in Ltibeck, gest,
396, 1.
Rein bard, s. Porseti.
von Rekelingbusen, Peter, Knappe, Anm. 3
und 16 zu 273.
von Re ken, Heinr., Soldner, 275.
Rendal, liudolf, Kleriker der Diocese Verdei
353.
Reme, Burger in Mi'»lln, 38.
Rendesborcb, Gereke, 488.
— Joliann, 4'S,s.
— Nicolaus, 4f<8.
Peter, Vater des Gereke, 488.
Kene, Henning, gen. Stonebaver, Btii*;
Ltibeck, 102.
— Taleke, Ebefrau desselben, 162.
von Rene, Herm., Scbmidt in LUbeck, '^
R e n n o w , s. R5nnow.
Rennyng, Dietr., BUrger in LUbeck, 7-
von R e n t e 1 e n , Bertram, gest., 371.
II. Personen - Register.
853
I Brttder, 371.
Christian
- Hans i
- Henning, Bgmstr. in LUbeck, gest., 179. 724.
Elisabeth, Telse, Ehefrau desselben, gest.,
179. 724.
Tidekinus, Btirger in LUbeck, 318.
tzel, Gerh., Btirger in Ltibeck, 147.
Elisabeth, Ehefrau desselben, 147.
tzow, Georg, Dominikaner in Ltibeck, 738.
werdes, Peter, Steuermann im Lande
denbnrg, 366.
e, Joh., Rm. in Ltineburg, 92.* s. Reze.
en t low, Nicol. , Kanzler des Herzogs
brecht V. von Mecklenburg, 45. 263.
leyde, Joh., Btirger in K6ln, 428.
mer, im Lande Oldenburg, 366.
mers, Berend, Knappe, Anna. 9 zu 273.
Tideke, Btirger in MOlln, 38 S. 41.
nek, Peter, Btirger in M6lln, 38 S. 43.
nek en, Hans, Knappe, Anro. 1 zu 273.
ners, Detmar, friesischer HSuptling, 420.
tL 422.
Reystorp (Redestorp ?) , Claus, Anm. 5
I 504.
fzege, Eingesessener in Alt-M5lln, 38 S. 45,
Be, Joh., Btirger in Ltibeck, 780. s. Rese.
'herdes, Wilh., Btirger in Ltibeck, 172. s.
icquerdes.
Jhters, Frederik, Knappe, Anm. 3 zu 273.
'kersen, Joh., Vicar in Hamburg, 732.
querdes, Richerdes, Henneke, 545. 708.
^ der Rige, Martin, Paternostermaker in
Bbeck, 586.
e, Rm. in MOlln, 38.
^Dow, Heinr., Kleriker der Paderborner
Ocese, 713.
^ » Diener des Raths von Ltibeck in Mdlln, 38.
'^cz, Hans, Rm. in Magdeburg, 113.
liitzerau. Otto, gest., 771.
Otto, Sohn desselben, 67. 592. 771.*
Abele
Adelheid
Sophie
Bertold, 344.*
Sch western des Otto, 771.
Rixtorp, Detlev, Ritter, 128.
— Wulf, 770.
Rob el e, Nicol., Btirger in LUbeck, 109. 186.
Roberstorp, Claus, Rm. in Wismar, 589.
Robert, Provinzial der Dominikaner- KlOster in
Sachsen, 15.* 46.* 392.*
Rode, Beem, Knappe, 446.* 447.* 482 und
Anm. 570.
— Eccard, Btirger in Ltibeck, 521.
— Geseke, Ehefrau desselben, 521.
— Hermann, Goldschmidt in Ltibeck, 277.
Rodenborch, Alb., Domherr in Ltibeck, 141.
Vicardecan, 202.* 801.
— Heinrich, Sdldner, 275.
Rodevut, Hans, Knecht des Dietrich von Berk-
husen, 276.
Rodewold, Godeke, Knappe, 31.*
— SOldner des Heinr. Tarnewitz, 193.
Rohr, 535. 568.
— Bernhard, 479.* 480.* 492. Anm. 1 zu
504. 539. 559. 563.
— Claus, Anm. 1 zu 504.
— Claus, der aitere, Anm. 1 zu 504.
— Claus, der jtingere, Anm. 1 zu 504.
— Hans, Bruder des Bernhard, 479.* 480.*
Anm. 1 zu 504. 559.
— Helmold, 539. 563.
— Otto, 504.*
— Peter, Soldner, 280 *
Rokeler, Curd, Sbldner, 275.
Roland, Bertold, Rm. in Ltibeck, 141.* 356.
Bgmstr. 501. 639. (hier consul genannt.)
— Tideke, Bruder desselben, 356.
Role, Claus, WoUenwebergeselle, 733.
Roneke, Johann, 715.
— Johann, der Ultere, 715.
Rbnnow, Rennow.
~ Eler, Ritter, 215. 368. Vogt in LundenXg,
523.
— Marquard, gest., 497 und Anm.
— Margarethe (Mette), Witt we desselben,
Sch wester des Otto Poggewisch, 497 und
Anm.
— Timmo, Tunne, 719. 802.
108
854
II. Personen - Register.
Ropeke, s. Rusche, van dem Wede.
Roper, Cord, BUrger in MiJlln, 38 S. 42.
Rose, Gerh., 109.
Rosenberg, Hans, Aelterraann der Paternoster-
maker in Lflbeck, 586.
Rosenborch, Gellich, BOrger in MoUn, 38 S. 42.
Rostok, Job., Domherr in Lflbeck, 141.
von Rostrum, Godeke, Rm. in Lflneburg, 486.
Roth, Jost, Domherr in Basel, 1.
Royte, Giseke, Soldner, 276.
Rub enow, Heinr., Bgmstr. in Greifswald, 41.
Rudolf, Herzog von Sachsen, Kurfllrst, 57.* 60.
83. Anm. zu 165. 797.
Rughemarkert, Soldner, 283.*
Rulowe, Rm. in Molln, 38.
Rumping, Heinr., Werkmeister an der Petri
Kirche, 798.
Runeland, Marq., Einwohner in der Parochie
Blekendorf, 379.
Runemann, Heinr., Priester in LUbeck, 152.
Runge, Dietr., Vicar in Ltibeck, 7.
Rupelo, Heinr., aus Stralsund, 106.*
Rupenstorp, Diener des Henn. von Hagen, 83.
Ruprecht, Romischer K(5nig, gest., 43 S. 72. S.
73. 662. 790. 793. 794. 795.
Rusche, Ropeke, Knappe, Anm. 16 zu 273.
Rust, Albrecht, Schaflfer des Raths von Ltibeck,
46. 317. 332.
— Marquard, 757.
Rutbeck, Joh., Hptm. zu Wordingborg, 523.
Ruting, Ludckinus, Burger in Ltibeck, 359.
Rutschindorp, Soldner, Anm. 5 zu 273.
von Rutzingen, Arnd , ^ ^^^
— Lippold \
Ryckmann, Herm., 775.
Ryman, Nicolaus, 545.
— Reymar, 545.
Rynkrode, Ebert, Kaufmann, 87.
Rythusen, Joh., Bttrger in Bremen, 683.
S.
Sabensse, Ludeke, BUrger in Molln, 38 S. 43.
— Nicol., Bttrger in Molln, 38 S. 42.
8a chow, Nicol., mag, 397. Domherr in Lflbeck,
170. 353. Propst in Schleswig, 713. 723.
Sachsen-Lauenburg, Herzoge von, s. Albrecht
V. Erich HI. Erich IV. Erich V. Albrecht
Magnus. Bernhard. Otto.
Saldenberg, Joh., Diener des Joh. Dareow, 9.
von Salem, Reymar, Bttrger in Lttbeck, 352.
Salmensten, Gerh., Bttrger in Lttbeck, gest, 474.
— Gerhard, Sohn desselben, 474. 528.
Samyt, Sammyd, Herm., Domherr in Liibeck,
141. 393.
vam Sande, Marquard, 481.
Satow, Bttrger in Molln, 38 S. 43.
Satowe, BUrger in Molln, 38 S. 41.
Saudel, Burchard, Bruder des Klosters Marien-
dal bei Reval, 294.
Scappe, Radeke, Bttrger in MOlln, 38.
Schabbe, Joh., Kleriker der Diocese LBbect
und offentlicher Notar, 7. 149.
Schacke, Scacke.
— Bertold, 294.
— Detlev, 6.
— Hartwig, 536.
— Heinrich, 6. 38. 39.
— Hermann, 42 S. 61.
— Johann, 39.
— Ludeke, Bruder des Marquard, gest., 294-
— Ludeke, 39.
— Luder, in Basthorst, 771.
— Marquard, Volrads Sohn, 294.*
— Vicke, 644.
von Schaghen, Friedr., Knappe, Anm. 7 zu 273.
Scharpenberg.
— Detlev, Knappe, Bruder des Johann, 6^0.
689. 690. 691.
— Detlev, Bruder des Hermann, in Seedorf,
718.*
— Hartmann, Knappe, in Niendorf, 771.
— Hermann, in Seedorf, 38 S. 48. 42 S.64.
718.*
— Johann, Knappe, 433. Anm. zu 482. 491
689. 690. 691.
— Ludeke, Knappe, 522.* 628. 747.
Scheie, Herm., Priester, 7.
856
II. Personen - Register.
— Bertold, gest, 798.
— HermanD, Patemostermaker in Liibeck, 586.
Segeberch, Job., dom., 780.
Selby, Richard, Kleriker in England, 355.
Seligbe, Tideke, Btlrger in Ltlbeck, 435.
Seliges, Matth., BadstlJver in Lttbeck, 383.
Semmelbecker, Job., Rm. in Lttneburg, 92.*
755.
Sestede, Otto, Ritter, 105.* 206. 751. 767.
van deme Sete, Job., S<5ldner des Heinr. Tarne-
witz, 193.
Sevenmark, Heinr., Eingesessener in Cordes-
bagen, 530.
— Taleke, Scbwester desselben, 530.
Sibetb, Sybid, HUuptling in Rustringen, 20. 21.
96.* 97. 98. 99. 100. 101. 102. 340. 359.
406. 579. 597.
Sidenbecker, CJonr., Bllrger in Ltibeck, 186.
von Siggem, Heinr., Knappe, 282.*
— Marquard, Knappe, 27. 366. 767. Owen
Sobn, 128.
Sigismund, RSmiscber Konig, 1.* 11.* 17. 18.*
37.* 58. 62.* 63.* 64.* 65.* 77. 80. 83. 85.
89.* 94. 102. 165.* 177.* 178. 223. 258.
267. 288. 297. 299. 367. 382, 440. 451.*
470.* 515.* 516.* 544. 550.* 551.* 552.*
553. 569. 577. 578. 588. 600.* 608.* 623.
637. 647.* 652.* 657.* Anm. zu 661. 662.
682. 730.* 744.* 761. 797.* 799. 824.*
Skondelef, Schindeleb.
— Jobann, Biscbof von Scbleswig, gest., 402.
— Hermann, Binder desselben, 402.
Slange, Heinr., Soldner, 825.
Slawestorp, Job., BUrger in Ltibeck, 352. 763.
Slecbter, Heinr., BUrger in Danzig, 87.
Sletzenrode, Job., Priester, 402.
Slore, Heinricb, 749.
Slukop, Siegfried, BUrger in Ltibeck, 159.
Sluter, Otto, Kapellan des Grafen Heinricb III.
von Holstein, 107; Schreiberdes Herzogs Adolph
von Scbleswig, 767.
Sluter, Eingesessener in Breitenfelde, 38.
Smacbtbagen, Beneke, 357. 398.
Smedebeke, Job., BUrger in Rostock, 770.
Smering, Peter, Soldner des Heinr. Tamewitj,
193.
8mit, aaus, 607.*
Smyd, Henneke, S51dner des Heinr. Tamewit&y
193.
Smyd, Heinr., Patemostermaker in Ltibeck, 5S6.
Smylow, Vicko, Knecht des Hans Hesselstorp,
Anm. 10 zu 504.
Smyt, Hans, Knappe, Anm. 3 zu 273.
Smytbagen, Hans, Eingesessener in StdUi-
bagen, 71.
Snelle, Henneke, Eingesessener in Borstorf, 38&«
— Hennekinus, Einwobnei^ der Parocbie BlekexE-
dorf, 379.
Snide wint, Jacob, Werkmeister der Petri Kirdi^
798.
Sn or ling, Heinricb, gest., 732.
— Jobann, Sobn desselben, Kleriker, 732.
von dem Sode, Zode, Jobann, Bttrger in LfibeelE,
798.
— Amd, Bruder desselben, 798.
von Soest, Conrad, pUpstlicber Subdiacon, 442
und Anm. s. Zoest.
Soling, Heinricb, BUrger in Ltibeck, 477.
— Heinricb, der aitere, Bttrger in Ltibeck, 34J.
— Tideke, Btirger in Ltibeck, 477. 708.
— Tidekinus, der iQtere, Btirger in Ltibeck, 341.
— Tidekinus, der jtingere, Btirger in Ltibeck,
341.
— Tidemann, 349.
Soltau, Herm., Diener des Herzogs Wilhdm
von Braunscbweig, 248. 249.
Soltraann, Nicol., Btirger in Ltibeck, 449.
Soltwedel, Georg, Vicar in Hamburg, 251.
von Soltwedel, Jobann, 607.*
Somerbove, Job., Btirger in Ltibeck, 498.
Sorge, Werneke, Eingesessener in Alt-Miilln, 38.
Soveke, Job., gest., 525.
— Peter, Sobn desselben, 525.
Sovenbom, Conrad, Einwobner in Stockelsdorf,
144.
von Spanbeim, Siegfried Lander, Deutscbordens-
meistcr in Liefland, 804.*
Spanier, Spaniardes, 191. Hispanger, 814.
858
II. Personen -Register.
Stralendorp, die, 190.
-- Heinrich, Ritter, 458.
-- Jaspar, 424.
— Vicko, 190. 270. 424. 458. 612.
— junger Vicko, 612.
Strike, Heinrich, ein Vitalianer, 197.
Strokerke, Joh., Domlierr in LUbeck, 502.
Struk, BUrger in Molln, 38 S. 42.
Stub be, Gerd, Rm. in Wisraar, 589.
Stubbe, Si vert, BUrger in Molln, 38 S. 42.
Stur, Heinrich, BUrger in LUbeck, 278.
Sture, Swen, Hptm. in Bundholm, 523.
Sturemann, Heinr., Soldner des Ueinr. Tarne-
witz, 193.
Stuve,Vikke,Eingese8senerinBreitenfelde,38S.45.
Sudeniann's Kinder, in Alt-MSlln, 38 S. 45.
Sudermann, Hildebr., Kfm., 299.*
Suesma, Douwe, friesischer Hauptling, 421.
Sul, Wilh., Patemostennaker in Lubeck, 586.
von demSunde, Heinr., Aeltcrinann der Schuster
in Ltttjenburg, 604.
von Sunnerik, Werner, Knappe, Anm. 3 zu 273.
Swage r, Joh., Vicar in LUbeck, 528. 628.
Swarte, Jons, Schoning, Ritter, 523.
Swarte, Laurencius, LUbeckischer Zollner in Alt-
MoUn, 38 S. 45.
Swarte, Armare, Kfm., 339. Ertmar, 414.
Swartekop, Dctlev, 481.
Swartekop, Martin, Rm. in Hamburg, 420. 421.
Swartowe, BUrger in Molln, 38 S. 43.
Swerting, Simon, Rm. in LUbeck, gest., 371.
Swochel, Heinr., 735.
— Marquard, Bruder desselben, 735.
Syarda, Sicko, friesischer Hiiuptling, 421.*
Syole, Glaus, BUrger in LUbeck, 371.
Syrentsim, Poppeke, friesischer Hauptling, 421.
T.
Take, mester Heinrich, in Rostock, 401.
Tammeke, Job., Burger in Rostock, 319.
Tanteland, Eylert »
> Soldnor, 27.i.
— Ludemann '
Tarnewitz, Heinrich, 119. 124. 127. 133. 187.
188. 190. 192. 193. 195. 287.* 424.
— Marquard, Knappe, zu Tarnewitz, 671.
Templyn, BUrger in Molln, 38 S. 43.
Tepelink, Henning, 540.*
Theobald, Senior der Dominikaner im Kloster
zu LUbeck, 716.* 738.*
Theodorich (Arndes), Bischof von Ltibeck, 345.
Thomas, Bischof der Orkney Inseln, 523.
von Thunen, Detmar, Rm. in LUbeck, 23.* 69.
74. 141.* 387. 441. 636. 674. 754.774.
— Heinrich, 643.
Thuonis, Nicol., Propst in Westerwik, 714.
Thuus, Job., Knappe, Anm. 3 zu 273.
Thy as, Bernh., Eingesessener inKrempelsdorf, 557.
Tidemann, Soldner, Anm. 9 zu 273.
Timmermann, Gevehard, BUrger in Lubeck, 278.
von Tisenhusen, Engelbrecht, Ritter, 505.*
— Peter, Ritter, 658 und Anm. 801.
Tobe, Heinr., BUrger in LUbeck, 38 S. 48. 42S.64.
Tobing, Ludolf, Rm. in LUneburg, 92.*
Tomasson, Ersche, 802.
Top, Wilhelm, 518.
von Tossem, Ilerm., Soldner, 275.
T ravel raann, Bernhard, 79.
Trebbow, Vritze, Knecht der Rohr, Anm. 11
zu 504.
von Treutlingen, Wiroch, Ritter, Rath des
Markgrafen von Brandenburg, 83. 297.*
von Treyden, Heinr., 110.
Trulle, Ritter, Abgesandter des Konigs MgJS-
mund, 85.
Tuke, LUbeckischer Schiffer, 435.
Turlut, Burger in Molln, 38 S. 42.
Tuscow, BUrger in Molln, 38 S. 43.
von Tyla, Gottfried, 159. 232.
— Alheydis, Ehefrau desselben, 159.
Tyme, Marquard, BUrger in LUbeck, 580.
Tymme, Marquard, 23.
U.
U k e n a , Focko, friesischer Hiiuptling, 420. Vockuke,
421. 422.
Ulf, Beichtiger iu Wadstena, 620.*
Ulrich, Propst in Ratzeburg, 135.
~ Graf von Regenstein, 657.
860
II. Personen - Register.
Voyzansche, in Molln, 38 S. 41.
von Vreden, s. von Velen.
Vrese, Marquard, M5nch im Dominikanerkloster
in LQbeck, gest., 716.
— Alerd, Soldner des Heinr. Tarnewitz, 193.
— Boye, Aeltermann der Heil.-Kreuz Brtlder-
schaft zu St. Oatharincn, 301.
— Heinrich I BrOder, 646.
— Henneke )
de Vrese, Heinr., Kfm. in Utrecht, 740.
Vrese, Jacob, Goldschmidt in LUbeck, 277.
— Joh., Rm. in Wismar, 196.432. KHmmerei-
herr, 489. 669. 670.
— Ludeke, Knappe, Anm. 11 und 13 zu 273.
— Wilken, Knappe, Anm. 15 zu 273.
Vrestorp, Rm. in MSlln, 38 S. 43.
Vridach, Conr., Blirger in Lttbeck, 50. 413.
B. Fritag.
— Cord, Btirger in Frankfurt, 17.
Vroling, Lambert, Blirger in LUbeck, 146.
— Nicolaus, Blirger in Ltlbeck, 323.
Vrome, Glaus, Knappe, Anm. 1 zu 273.
— Herm., 541.
— Joh., Blirger in Lttbeck, 444.
Vrouwenschutte, Knappe, Anm. 15 zu 273.
Vrunt, Heinr., Rm. in Kbln, 665.
— Heinr., Blirger in LUbeck, 780.
Vrythoff, Herm., Soldner, 283.*
von VuUe, Dietr., Soldner, Anm. 4 zu 273.
Vund, Herm., Rm. in Wisby, 669.
Vunstorp, Btirger in Molln, 38 S. 42.
Vur, Gereke, Eingesessener in Alt-Mblln, 38 S. 45.
— Heinrich, BUrger in Molln, 38 S. 43.
— Tideke, Bttrger in Molln, 38 S. 41.
Vurschutte, Otto, Knappe, Anm. 1 zu 273.
Vuzune, Bttrger in Molln, 38 S. 42.
W.
W acker, Peter, Schreiber des Kbn. Sigismund,
1. 37. 58. 62. 65. 89. 451.
Wackerbart, Heinr., Soldner, 280.*
— Henneke, Knappe, 650.
Waghel, Dietrich, 483.
— Heinrich, 476.* 483.*
— Heyne, 483.
Waker, Bttrger in Mblln, 38 S. 43.
Wale, Heinrich, Propst im Kloster Ebstorf,
112.
Walstorf, Detlev, Detlevs Sohn, 801.
Waltvossche, BUrgerin in MQlln, 38 S. 42.
von Wandsleben, Ludwig, 451.
Wangelow, Rm. in Mblln, 38 S. 43.
Wantzenberg, Heinr., Btirger in Lttbeck, 4
Ward^nberg, Albert, Anm. 8 zu 504.
— Dietrich, 558.*
— Hans, Anm. 8 zu 504. 538.
— Johann, 558.
— Kersten, Knappe, Anm. 8 und 12 zu'
Warendorp, Bruno, Bgmstr. in Lttbeck, g
396, 3.
~ Bruno, Sohn desselben, 396, 3.
— Brunold, 168.
— Gottschalk, Domherr in Lttbeck, 141.
— Hermann, Vater des Vromold, Bttrge
LUbeck, gest., 134.
— Johann, gest., 371.
— Johann, Vicar in Lttbeck, 628.
— Vromold, Sohn des Hermann, BUrgei
Lttbeck, 67.* 72. 125. 134.* 180. g
202.
— Johann, Sohn desselben, 202.
— Vromold, 294. 371. 592.
Wartislav IX., Herzog von Pommern-Wolg
647.
Waterhusen, Joh., Btirger in Lttbeck, 75.
von Wechgeld, Joh., Knappe, Anm. 7 zu !
Wedderhoved, Btii-ger in Molln, 38 S. 42.
van dem Wede, Johann, Knappe, Anm. 9 zu
Werner, Glaus, Dienstknecht des Lemmeke
Buchwald, 28.
Wedege, Conr., Dominikaner in Lttbeck, 3^
-' Dietrich, 780.
-• Luder, gest., 758.
— Benekinus j
— Johannes > Sohne desselben, 758.
— Luderus I
862
II. Personen - Register.
Wittekop, Soldner, 270.
Wittenberg, Benedict, Kirchh err in Rensefeld, 59.
Wittenberg, Heinr., Domini kaner in L&beck, 311.
— Benedict, Vicar auf Poel, 671.
Wittenborch, Willekin, Bttrger in LUbeck, 352.
Witter p, Bnrchard, Vicar im Dom in LQbeck,
732.
Witvot, Henn., Eingesessener in Herrenburg,
541.
(Wladislaus), Konig von Polen, 600.
Wodynghusen, Lndw., Kfm. in London, 56.
Anm. zu 414.
Welder, 38 S. 46.
— Heinrich, 562.
— Marquard, Oheim desselben, 562.
Woltebeke, Conrad, Gastwirth in LUbeck, Anm.
en 511.
Welters, Beneke, Knappe, Anm. 17 zu 273.
— Job., Btirger in Lfibeck, 318.
Womate, Herm., BUrger in Bremen, 34.
Wostenhagen, Btirger in Ltkbeck, 274.
Wriver, Tile, SOldner, 281.
Wulf, Albert, in Lanken, 771.
Wulff, Eler, Soldner, 280.*
Wulf, Emeke, Aeltermann der Ueil.-Kreuz Brllder-
schaft zu St. Catharinen, 301.
Wulff, Hans, Paternostermaker in LQbeck, 586.
Wulf, Helmicb, Bttrger in LUbeck, 798.
— Job., Km. in Hamburg, 20. 21.* 22. 23.
Wulff, Nicolaus, 481.
Wulf, Tarns, im Dienst des Konigs Erich von
DUnemark, 229.
Wulflam, Wulf, Bgmstr. in Stralsund, 789.
Wulser, Heinr., Aeltermann der Schuster in
Lfltjenburg, 604.
Wulverod, Bttrger in McJlln, 38 S. 43.
Wummeken, Edo, friesischer HSuptling, 97.
Wunder, Wedekind, S()ldner, Anm. 4 zu 273.
Wunstorp, Job., Official des Bischofs Johann
Scheie, 732.
Wur, ClauB, BUrger in MoUn, 38 S. 42.
' i friesische HUuptlinge, 421.
Wychmann, Soldner des Heinr. Tarnewitz, 193.
Wyge, 8. Wighe.
Wyndewand, Henning, Knecbt der Rohr,
1 zu 504.
Wyngarde, Hans, Paternostermaker in Lttb
586.
¥.
von Yber, Tile, Knappe, Anm. 1 zu 273.
Yerchow, s. Jerchow.
Yonsson, Tymme, Hptm. in Akershus, 523. i
Jonsson.
Ywan, Arnd, Scblachter in Lttbeck, gest., S27,
— Heinrich, Sobn desselben, 827.
Z.
vam Zale, dom. (Vicar in der Marien Kircb^
cf. Bd. V. JiS 21), 580.
Zeddingbe, Heinrich, Knappe, Anm. 1 zu 273-
von Zedlitz, Jacob, Ritter, 1.
Zedorp, Glaus, BUrger in Mmin, 38 S. 41.
— Godeke, BUrger in Molln, 38 S. 41.
— Godeke, Aeltermann der Patemostermtker
in Lttbeck, 586.
Zeiselmeister, Czeiselmeister, Propst in Tirle-
mont, 550. 578.
Zenger, Ulrich, Marschall des Deutschen Ordens,
448.*
Zerrentin, Tidemann, Rm. in LUbeck, 21.* 22,
23. 74. 86. 141.* 336. 349. 371. 639. 679.
768.* 809.*
Zettrest, Herm., BUrger in Riga, 749.
Zoest, Job., Wollenweber in LUbeck, 733. 8.
Soest.
Zovenbom, s. Sovenbom.
Zul, Hennekinus, BUrger in Lttbeck, 580.
von ZUle, Tzulc.
— Heyneke, 0. 262.
— Volrad, Bruder des Wedege, in Wab-
molen, Knappe, 469. 482. 492.* 774.
— Volrad, Marschall der Herren von Sachsen,
in Gudow, 771.
— Wedege, Knappe, in Walsmolen, 439.469,
475. 482 und Anm. 492.*
n. Personen- Register.
863
Zwarte, s. Swarte.
Zymere, Eingesessener in Gk)rgenbeke, 38 S. 45.
voD Tzerben, Aeltermann der Paternoster-
maker in Lflbeck, 2d 3.
Tzerntin, Tzemtyn, s. Zerrentin.
Tzerstede, Gottfr., Km. in Ltineburg, 92.*
von Tzeven, Erich, Km. in Hamburg, 70.* 86.
434.
Tzever, Job., Priester, 345,offentlicherNotar, 774.
Tzirenberch, Hermann, BUrgerinLiibeck, 396, 1 1.
III. Wort- und Sachregister.
A.
Afengen, mit Gewalt abzwangen, 43 S. 83.
iflecged, en aflecged unde en loes fundament, ein
unhaltbarer Grund, 23.
afhouwen, mit Gewalt abpreasen, 43 S. h3.
«l8e -= alse se, 42 S. 04.
*n - ohne, 39 S. 56.
uibohren der BUume, um 8ie zu untersuclien, 331.
udediDgen, Anspriiche an Jemanden erheben, 75.
^helen, eine englische Goldmiinze, 123.
Antwerpen, der Jabrmarkt daselbst wird zu einer
2ahlung an einen Kaufmann in Utrecht be-
nutzt, 292.
*nnarittm, Sakristei, als Aufbewahrungsort fUr
Wunden, 202.
Aaflassung eines Grundstticks vor den Kirchspielsge-
fichworenen (in Lauenburg), 385. cf.Bd.IV.\i521.
Aoslosang aus der Gefangenschaft, 46. 328.
B.
fiidewanne, eingemauerte , als Pertinenz eines
Hauses, 383. vgl. Braupfanne.
Bank in Llibeck, die acceplirte Anweisung auf
dieselbe befreit ungeachtet ihrer demnSchst ein-
getretenen Insolvenz den KHufer von weiterer
Zablungspflichtigkeit, 306.
Bannerfiihrung, Sold dafUr, 295.
Banner, ronre banre, kieines Keiterbanner, 295
S. 325.
Baysalz, aus der Bay von Bourgneuf, 725.
bede-ande, engl. hoih-and^ sowohl-als auch, 187.
Bcihlilfe zu den Kosten der Anstellung eines
Vicars, 595.
bekoren, bereden, 96 8. lU. 102 S. 148. cf.
Doornkaat-Koohnan, Ostfries. Worterbuch.
belde, Bilder, Heiligenbilder aus Holz geschnitzt,
auf den AltSren, 179 S. 223. 724.
Bergelohn; Entscheidung des Konigs Erich darOber,
669; Beschwerde Uber Ilohe desselben in Hadeln,
711.
Bergenfahrer in Llibeck, 71.
bermut, Pergament, 40.
Bernsteinarboit und Bernsteinhandel in Lttbeck, 586.
Bernsteindreher, Paternostermaker, in LUbeck, 448.
Bernstein, vom Deutschen Orden verkauft, 279. 448.
berowen, beruhen, in Ruhe bleiben, 39 S. 55.
beweldiget, gewaltig, .39 S. 54.
Blutrache, 646.
bodeni, eine Sclieibe Wachs, 87.
bodenstulpen, 494.
bormester - borgermester, 139.
Braupfanne als besonderer Gegenstand der Ver-
pfandung, 702.
Brief beforderung bei Nacht, 441.
Brieferbrechung, gewaltsame, 163. 164.
BrQcke bei Ratzeburg als Gerichtsstiitte, 39. s.
Gerichtsstatte.
Brliderschaften in LUbeck,
Leichnams Briiderschaft zur Burg, 146.
Leichnams Briiderschaft auf dem Mlihlendamm,
zum Dom, 232.
Leichnams Briiderschaft zum Ileil.-Geist, 543.
109*
864
III. Wort- und Sachregister.
Ealands BrUderschaft zum Heil.-Geist, 296.
Heil.-Kreuz Briiderschaft in der Catbarinen
Kirche, 301.
BUrgen- nnd Dachding auftragen, 532 und Anm.
Bnrsprake in Hamburg, 126, in Lllbeck, 132;
Text der aitesten Lttbeckiscben Bursprake, 783.
buBsen und bussencrud, 605.
byvaren, befUrchten, 262.
C.
Concurs des Milnzmeisters und Wechslers Rudolf
Cumhar, 323, des Dietrieb Grybe, 498.
Conversen im Kloster Reinfeld, 136.
D.
Dachhochtiden , im Gegensatz zu den einfacheren
und weniger kostbaren Abendhoehzeiten, 49.
deferratus, 595.
Denkbriefe, denckbreve, haben die Bedeutung
eines Contracts, 75.
Deutscher Orden, 789. 790.
Diamantringe, 428.
Diener des Raths von LUbeck, Vogt, Schenk,
Marschall, 47.
dore, Pres. Conj. von dor en, dorven, dilrfen, engl.
to dare^ 161, 4.
Drachenorden des Kunigs Sigismund dem Konig
Erich verliehen, 85. s. lyntworm.
E.
Echtzeugniss , zum Beliuf der Aufnahme in eine
Handwerkergilde in betrligerischer Weise aus-
gestellt, 52.
Eid als Beweismittel , auch wenn er vom Gegner
nicht angenommen wird, 742.
Eidesleistung geschah in verschiedener Weise von
Geistlichen und von Weltlichen, 749.
Einlager, VerpHichtung dazu, 5. 129. 734.
Erbgut, an auswiirtige Erben fallendes, in Ham-
burg, 112 S. 161. 805 S. 789.
esse, in esse conservare, im Stande erhalteu, 48.
expenditor dominorum consulum, Scbaffer, 317.
F.
Fehdebriefe der Stftdte Liibeck und Hamburg an
die Herzoge von Lauenburg, 241. 242.
Fehmarn, Verwftstung der Insel durch KDnig
Erich, 238.
Feigen und Rosinen, 729.
Fenster, gemalte, im Dominikanerkloster in Lfibeek,
179. 724.
floreni episcopales, 320.
fluele, Sammt, 50.
forum = nundinae, die Messe, frz. five, engL
fair^ 8.
Frankfurter Messe, 423. Anm. zu 442.
Franziskanerkloster , unter HinzurechnuDg der
Kloster des Ordens der heil. Clara, bestandea
2186, 800.
Friedhof als Gerichtsstfitte des Kon. Hofgerichts, 37.
G.
Gasthofe in LUbeck, 511.
Geistliche Beneficien sollen in Liibeck nttr ge-
grlindet werden, wenn eine Einnahme von
5 Mark Silber nachgewiesen ist, 685.
Geistliche Gerichte diirfen in Schuldsachen nicht
angerufen werden, 32.
Genin, Incorporation der Geniner Pfarre in eine
Praebende des Domcapitels, 170. 353.
Geraubtes, von dem Eigentbiimer wiedererworbenes
Schiff, 527.
Gericht, das von dem Herzog Erich von Sacbsen-
Lauenburg auf der Brilcke bei Ratzeburg ge-
halten wurde, wird von dem Rathe von Liibeck
als ungesetzlich bezeichnet, 43 S. 71.
Gerichtsstlitte, s. Friedhof. Briicke bei Ratzeburg.
geselle = Handlungsgehiilfe, 407.
gespalden vot, haufig auch eteve genannt, Rind-
vieh, 384 S. 409.
Gewicht, Verschiedenheit desselben in Liibeck nnd
in Russland, 453.
Gewohnheit eines Landes gilt wie geschriebenes
Recht, 43 8. 74.
ghedogen, erlauben, 235 S. 271.
glasevate, in welchem ein Licht vor einem Heiligen-
bilde brannte, 543.
866
III. Wort- und Sachregister.
Kriegscontin^ent Ltibecks und anderer Stiidte
nach der Hostimmunj? des Reichstages zu NlJrn-
berg, 822.
Kriegscontrebande, 300.
Kriegsrecht zur See. Der (irmulsatz: frei Schiff,
frei (Tilt, wini von den Stiidteii nicht anerkannt,
777.
Kronen, tranzosischo, 619 S. (>01.
KurfUrstliche WUrde; Streit darliber zwischen
Sachsen-Lauenburg und .Saclisen- Wittenberg, 83
S. 1^4.
L.
Lebnware, geistliche, die Befugniss, geistliche
Beneficien zu vergeben, 6.
Loskaut' au8 der Horigkeit, 770.
Lttbeck als Uberhof, 512.
Liibeck als Zahlungsplatz, 348.
Lttbecks Wohl eine Bedingun;? (l«*s Wohls der
umliegenden Lander, 397 S 124.
lynnen, Linien Ziehen, genau sich richten, 224
S. 262.
lyntworm yn gold undo edelstente vormaket, 85
S. 128. 8. Drachenorden.
M.
Malz, ein Einfuhrartikel in Kussland, 75.
maninge, rechtlicher Anspruch, in maninge satet,
68.
Marientiden in der Domkirche, 547.
Maftkeraden, mit vorbedeckedeni antlate gan,
waren zu Fastnacht erlaubt, 783 S. 758.
Memorie, GedSohtniss Verstorbener , Seelmesse,
147; allgemeiner Ausdruck fUr Gottesdienst, 798.
raisselke, miRBlich, 235 S. 270.
Mundschenk des Kaths von LUbeck, 47. 431.
MUnzsachen, 782; Verhaitniss des Goldes zu
Silber, ebend. S. 755; Beschwerde ftber eine
Ausmttnzung in Rostock, 706.
Mttnzrecesse, 432. 611». 624.
N,
Naehtwache, eine BUrgerpHi<*ht, 783 S. 758. S.
760.
naken, boll, naecken, Kil., erreichen, 235 S. 270.
Nobeln, englische Goldnailnze, 619 S. 604.
nu ^ jetzt, 647 S. 629.
nu -=• niemal8, 605; in beiden Bedeutuogen iin-
mittelbar auf einander folgend, 39 S. 51.
Niirnberger, Berechtigungen derselben in Liibeck,
784 S. 764.
0.
Ochsen, Ersatz fUr geraubte, 105; Bitte des Raths
von LUneburg an den Rath von Liibeck, die
Ausfuhr von zehn Ochsen zu gestatten, 584.
orbor, ({rundrente, wird die Abgabe von 800 n^
genannt, welche die Insel Fehraarn jiihrlich
den LandesfUrsten entrichtet, 129 S. 177.
Orgel in der Dominikanerkirche in LUbeck, 479.
Ostern, eine Zeit des Friedens, 102 S. 148.
Overbode in ilolstein, 128 S. 176.
P.
Pacht eines Ackerlandes, 360, eines Grundstflck^
in Padeltigge, 779.
Pachtgut-Recht in Holstein, 76.
padhuchen, plttndern, 123.
PapiermUhle bei LUbeck, 300. 341. 403. 47r.
708.
pSpstliche Bulle zum Schutz geistlicber Giiter, 373.
Pastetenbiicker in Lttbeck, 40.
pastor, Bezeichnung eines Pfarrers, 58.
Paterini, Bosnische Ketzer, 600.
Patronatrecht, 137. 149.
personer, engl. parson^ Geistlieher, 420.
Pest in Liefland, 300 S. 330.
Pfundzoll in Flandern, 00. 111. 143. 145. 155,
156. 175. 101. 284. 28r,. 572; in PrcuBwn,
573. 574; in Reval, 54; in Russland, 342.
425. 8. ZoU.
Predigten am Dienstag in der Domkirche, 167.
173.
Preis des Uopi'ens, 186.
* des Papiera, 477.
* des Rheinweins (1 Stttbcben = 4 Flascfaen),
180.
0 des Schwedischen Eisenerzes, 185.
I
III. Wort- und Sachregister.
867
Protoiiotar als Tlieilliaber eiiier Ilaiidelsgenossen-
scliaft, 320.
R.
Raugelake, eine Art Lack, 50.
RathmUnner bekrSftigen ihre AuBsage nicht durcli
Eid, sondern gebeii sie by eren waren worden,
low.
Rathssetzung, 783 S. 760.
Raachhulin, ruekhon, als Zeichen der UuterthHnig-
keit, wird der Obrigkeit gegebeii, 294.
recambiare^ 8.
Reiclisaeht liber Lllbeck ausgesprochen, 62, wieder-
autgehoben, 89.
Reiclissteuer, stadtische, 165. 166. 269. 293. 363.
378. 443. 470. 515. 544. 608.
623. 701. 730. 773. 797.
Berechnuug der Gulden dabei, 83 S. 125.
reepande, Rehschlingeii, 643 S. 625.
resele, Rehseile, 643 S. 625.
ronre banner, Kennerbanner, kleines Reiterbanner,
295.
RUckkaufsrecIit nacli dreissig Jahren, 591.
RusRland, Verbot des Handels dahin, 337.
s.
Sachsenspiegel und Glosse dazu, 43 S. 67.
Salme in Oldesloe, 678. 725.
Bcbarsche, engl. scarce^ wenig, 412.
Schedeklot, Ricbtsteig Landrechts, 43 S. 67. S. 69.
scheten, fugere, Kil., eyn recht schcten, 235 S.
270.
Sdiiefer, Ankauf desselben fUr die Petri Kirche,
679.
Schiffbruch, schiffbrUcliige OUter, 289. 290. 291.
553.
schildblirtig, to den wapen geboren, 295.
Bchinden = schinneden, 43 S. 81.
Schleuse in Bokhorst, 38 S. 48. 42 S. 64.
Schoss von geistlichen GUtern, 179. 305. 479.
SchosB wurde audi von den Rathmannern bezahlt,
783. S. 758.
Schreibschulen in LUbeck, 41.
Scbweine auf den Strassen in Liibeck, 205. vgl.
Zeitsclirift des Verein8|fUr[1.0b.Ge8chiehte, 3, 190.
Sechsling, gosling, im J. 1424 zum ersten Mai
geprJCgt, 619.
Sechziger-Ausschuss in Lllbeck, 787.
Seefund, 819.
Seeraub, 106.
Seidentaft, tafta de serico, 50.
Siechenhaus in Berkenthin, 162.
Signet der Stadt Wismar, 333.
Sitzplatz in der Marien Kirche, 430.
smalcatus et inauratus, 588.
Stade, Ausschluss der Stadt aus der Hanse, 117.
126. 130. 131. 132. 140. 143. 145. 151. 154.
157. 158. 210.
Steeknitzfahrer, 388 und Anui. das.
Storfang in der Newa, 806. 807.
Strandung, 817.
Strassenraub, 139.
SUbne wegen Todtscblags, 317. 352. 379. 481.
488. 518. 525. 545. 609. 636. 646. 668.
693. 735. 747. 758. 775.
wegen eines in der GefangenschaftGestorbenen,
639.
SUhukapelle in Lllbeck, zur SUhne fUr den Auf-
stand erbaut, 662.
sulvesheren, bei Ilandwerkern, Amtsmeister, 733.
swigent, teinpus tacendi^ ein Moratorium fUr Zah-
lungsunfdhige, 524. 537. cf. Bd. V.
swine jeger, Schweinejiiger des Herzogs Albrecht
V. von Mecklenburg, 161.
T.
Thene, ene tliene goldes, ein Goldbarren, 734.
Thurmbau an der Petri Kirche, 798.
ThUrring, circulus ferreus, Anschlagen mit demselben
als synibolische Handlung zum Zeichen der Be-
sitzergreifung, 353 S. 374.
Todtenbuch des Dominikanerklosters, 15; der
Heil.-Kreuz BrUderschaft, 301.
torta, eine Torte, 49.
trossen, zusammengetlochteue Reisbiindel, dat slot
is tomale vaste ghetrosset unde verbolwerket^
^244 S. 281.
868
III. Wort- und Sachregister.
Tlicher, Klage iiber die KUrze derselben, 812.
twisselinge, Zwietracht, 107.
U.
Ueberlassung des Verraogeus eines Stiefsohns an
den Stiefvater zur Benutzung wahrend der
Minderjahrigkeit, 318.
Universitat in Rostock, 461.
Urfehde mit Angabe des V'crgeheus, 5. 13. 27.
52. 106. 139. 344. 346. 374. 437. 438. Anm.
zu 439. 446. 454. 458. 459. 464. 465. 467.
468. 480. 483. 484. 507. 513. 539. 540.
558. 560. 582. 583. 587. 593. 607.
Urfehde ohne Angabe des Vergehens, 184. 375.
506. 514. 517. 689. G90. 691.
Urfehde, ob von dem Aussteller ullein oder zu-
gleich flir die Seinigen geleistet, 108.
Urfehde und V^erweisung aus dem Stadtgebiet,
52.
Urfehde und Insolvenz, 681.
ntepughen, utpuchen, ausplundern, 494.
V.
Vantze, engl. fancy ^ allerlei verschiedene Gegen-
stande, 412.
veddercrantz, 613 S. 625.
Verjahrung, 43 S. 67 ff. 603.
Verkauf eines GrundstQcks an ein Kloster wird
verboten, 526.
Verpackung und Bezeichnung der Waaren ge-
andert, um die rechtmassigen Besitzer unkennt-
lich zu raachen, 87.
Verpfandung von Pfeffer, 602, eines Schiffes, 757,
eines Stecknitzschiffes, 388 und Anm.
Versenkung von Schiffen in der Schlei, 206.
Vicare, Pflicht derselben, die Kapelle zu unter-
halten, Anm. zu 174.
Vicarien, Erfordernisse fiir die Belehnung mit
einer Vicarie, 167. 16S. 169. 173. 174. 354.
391.
Vicarien, eine Resignation, 502.
Vicarien:
in der Marien Kirche, 71. 107. 174. 354. 381.
502. 662. 713.
in der Jacobi Kirche, 168. 202.
in der Petri Kirche, 152. 153. 169. 173. 181.
in der Aegidien Kirche, 194. 204.
im Dom, 391.
in der Kirche des Johannis Klosters , 19.
137.
in Schlutup, 671.
am Magdebach, 723.
vicecomes, in London, Zolleinnehmer, 56.
Vienkenogen, denarii vinconenses, eine von Pom-
merschen StSdten geschlagenc Mttuze, 442. vgl.
Grautoff, Hist. Schr., 3, 153.
vil na — beinahe, 43 S. 82.
VitalienbrUder, 3. 9. 16. 54. 86. 99. 100. 121.
197. 198. 234. 236. 237. 251. 382. 399.
406. 415. 416. 417. 418. 420. 421. 423.
453. 489. 737. 754. 783 S. 756. S. 759.
826.
vlackvisch, 444.
vlomvisch, videlicet bresmen, 444.
Vogt in Schonen, 783.
vorder, entfemter; gi en wolden unse gunst de
vorder uicht wesen, 556.
Vorkauf wird verboten, 784.
vorlutteren, erlautern, 43 S. 82.
vormunder, Testamentsvollstrecker, 798.
vurer, lat. furor^ Wuth, Anm. zu 487.
«
Waarenmarken, Streit iiber da8 Aushauen der-
selben an Weinfassern, 414 und Anm. 814.
Wallfahrt nach St. Jago di Ck>npo8tella, 617,
640; nach Aachen, Golnis und Wilsnack, 668,
nach Jerusalem, 759.
wapensgenoss als Bote des Koniglichen Hofgerichts,
37; als Zeuge, 58.
Wasserleitung durch die Strassen LU becks ver-
mittelst eines Rades, 141.
Wasserrecht in Damme in lloliandy 339. 414.
weddeschat, Verpfandung, 43 S. 74. S. 7S,
Wedemen bei den Kirchen, 141.
Weinherren in LUbeck, 306, in Wismar, 423.
wekengare, Mistweichung, 76.
870
IV. Verzeictiniss der Siegelbeschreibungen.
Huxer, Heinrich, 139.
Janeke, 455.
Karstede, Claus, 45G.
— Heinrich, 464.
Kerkhoff, Jacob, 560.
von Kleinow, Gottschalk, 446.
— Gottschalk, der jtingere, 593.
Enake, Heinrich, 5.
von Kramme, Aschwin, 275. 281.
— Hans, 275.
Kremer, Hans, 5.
Krempin, Heinrich, 277.
von dem Kroge, Boldewin, 439.
Lange, Richard, 276.
Mankemos, Dietrich, 5.
— Gereke, 5.
— Heinrich, 5.
Marschalk, Hans, 507.
Melberch, Heinrich, 469.
Mertens, Hans, 690.
Meylan, Heinrich, 139.
Mintstede, Henning, 588.
— Kersten, 588.
— Keyneke, 588.
Molendorp, Ebel, 558.
Molteke, Woldemar, 462.
Negendank, Gerd, 287.
Nygeukerke, Godeke, 503.
— Hans, 446.
von Oertzen, Glaus, 475.
von Pentz, Hans, 439. 456.
— Henneke, 439.
— Haven, 456.
Plante, Kuno, 507.
von Plesse, Helniich, 458.
— Helmold, 458. 479.
— Henneke, 458.
— Johann, 479.
— Reimar, 458. 462.
Plote, Johann, 582.
Pyst, Arnd, 504.
von Quitzow, Glaus, 465.
— Henning, 465.
Rode, Beem, 440.
Rohr, Bemhard, 479.
— Hans, 479.
— Helmold, 539.
— Otto, 504.
— Peter, 280.
von Rotzingen, Arnd, 275.
Sachsen-Lauenburg.
Herzog Albrecht, 266.
Herzog Bemhard, 266.
Herzog Erich, 592.
Herzog Magnus, 266.
Herzog Otto, 266.
Schacke, Bertold, 294.
Scharpenberg, Johann, 433.
Schenk von Landsberg, Albrecht, 94. 138. 544.
Schotze, Hartwich, 287.
Siggem, Heinrich, 282.
Sparke, Henneke, 514.
Steen, Arnd, 344.
Stralendorp, Heinrich, 458.
Tamewitz, Heinrich, 287.
Tepelink, Henning, 540.
Veereggede, Otto, 462.
von Vitzen, Vicko, 630.
Waghel, Heinrich, 476.
Warden berg, Dietrich, 558.
— Hans, 538.
— Johann, 558.
Warendorp, Vromold, 67. 134. 294.
Welige, Glaus, 514.
Welzow, Johann, 433. 437.
— Werner, 476.
Werle, Herren von.
— Balthasar, 196.
— Wilhelin, 196.
Winterfeld, Heinrich, 513.
Witte, Hans, 691.
Wulf, Albert, 771.
von Ztlle, 492.
— Volrad, 771.
Mayor und Aelterleute der Stadt London, 56.
Die Stadt Dordrecht, 228.
Die Stadt Brtigge, 339. •
V. Zusatze und Berichtigungen.
871
V. Zusatze nnd Berichtigungen.
S. 8 Z. 1 V. u. anstatt Kuvemaini zu lesen Kune-
mann.
S. 14 Z. 2 V. 0. anstatt Arnsberg zu lesen Arns-
burg.
S. 176 Z. 1 V. u. anstatt dat desse zu lesen dat,
alse. Auch ist die Ueberschrift zu verbessern.
Die Beliorden der Insel Fehmarn versprechen,
von den 800 rr^, welcbe die Einnahme des
Grafen Ueinrich bilden, 100 mjll auf desseu
Weisung dem Kathe von Ltibeck zu geben.
S. 300 in der Siegelbeschreibung Z. 3 v. o. an-
ftatt Herzog Magnus zu lesen Herzog Albrecht.
S. 301 Z. 8 V. u. anstatt Bulerwig zu lesen
Vulerwig.
S- 352 die im Text auf Anmerkuugen ver-
weisenden Zahlen 1. 1. 2. zu verbessern in
1. 2. 3.
S. 435 Z. 1 V. u. anstatt bernebolde zu lesen
berneholte.
S. 430 Z. 11 V. o. zu lesen Wichman van Mynden.
S. 438 und 439. In der Anm. 1 ist dreimal
anstatt gestaneden zu lesen gestaueden.
S. 454 Z. 18 und 19 v. o. anstatt See, kluft zu
lesen seekluft.
S. 455 Z. 4 v. 0. Aus einer vor kurzem aufge-
fundenen unbeglaubigten Ausfertigung des
Vertrags wird ersichtlich, dass in dem Ab-
druck bei Willebrand nach dem Worte vlicken
ausgelassen sind die Worte: olesches vnde II
wispel moltes, Gheuellet ok Das des Sinnes
wegen eiugesetztc^ Wort weret ist demnach zu
tilgen.
S. 456 anstatt CDXXXVII zu lesen CDXXXVI.
S. 465 in der Siegelbeschreibung Z. 5 anstatt
Klevnow zu lesen Kleynow.
S. 511 in der Siegelbeschreibung anstatt Claus
Dene zu lesen Hans Dene.
S. 528 Z. 10 V. o. Das Punktum nach Zwarte
in ein Komma zu verwandeln; Schoning be
deutet ein Mann aus Schonen.
S. 649 Z. 5 V. u. anstatt dem zu lesen em.
S. 663 anstatt DCLXIII zu lesen DCLXXXIII.
S. 689 Z. 12 V. u. anstatt Nicolao Bachow zu
lesen Nicolao Sachow.
S. 824 Sp. 2 addatur: Pariu, Porrin, in Mecklen-
burg, A. Grevismtihlen, Esp. Damshagen,
671.